NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juli 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Milosz, Wiersze

Milosz, Wiersze

Milosz, Czeslaw. Wiersze (Poems). (Mit illustr. Umschlag und 4 illustr. Vorsätzen von Jan Le Witt). Londyn (London), Oficyna Poetów i Malarzy 1967. 8°. 340 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).

Erste Ausgabe; mit eigenhändiger Widmung von C. Milosz für den französischen Schauspieler Georges Rucki „À Georges Rucki Czeslaw Milosz 27. II. 82 Paryz“. – Legendäre Exilausgabe der Sammlung mit Gedichten aus den Jahren 1934 bis 1965 des polnischen Nobelpreis-Trägers C. Milosz (1911-2004). Mit kongenialer Buch-Ausstattung des herausragenden polnisch-britischen Grafikers, Illustrators und Malers Jan Le Witt (1907-1991). – Milosz gilt „als der herausragendste polnische Dichter des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1951 und 1993 war er im Exil, bis 1960 in Frankreich, dann in den Vereinigten Staaten; in Polen bis 1980 wurde er zensiert. … Die Gedichte von Czeslaw Milosz sind intellektuell, und die Metaphern, die er verwendet, sind suggestiv. Sein Werk aus den 30-er Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg ist von Katastrophen gesättigt. Es wird von Momentum, Metapherlichkeit, Rhythmizität, Visionen der Apokalypse dominiert. Die Gedichte, die während des Krieges geschrieben wurden, haben nicht mehr so viel Pathos in sich. Sie sind viel weniger dekorativ. Der Dichter konzentriert sich auf die Kommunikativität des Gedichts – auf die darin enthaltene Verständlichkeit philosophischer und intellektueller Inhalte. Einige dieser Gedichte sind von Milosz dem besetzten Warschau (Stadt, Wandering) gewidmet, in dem er fast die gesamte Zeit des Krieges verbrachte. In der Arbeit von Milosz während des Krieges ist es auch möglich, eine bewusste Abkehr vom Thema Krieg zu bemerken. Darunter sind Gedichte, die die gewöhnliche Schönheit der Welt beschreiben, die – wie es scheinen mag – den Krieg nie kannte. Dies ist der Fall in dem Gedicht Das Pastorallied oder in der Reihe World (naiv) von 1943. Er führte in die polnische Literatur ein neues literarisches Genre ein – eine poetische Abhandlung (Vertragsgedicht), die nach Angaben des Dichters auf die Moderne abzielte, die als Verengung verstanden wurde und die „Fähigkeit“ der Poesie erweiterte. Im Band Licht des Tages stigmatisiert der Moralvertrag das Verschwinden von Werten, kritisiert den Mangel an Moral und zeigt an, was seiner Meinung nach in der menschlichen Mentalität verändert werden sollte“ (Wikipedia aus dem Polnischen Übersetzt). – Sehr schönes Exemplar.
First edition; inscribed by C. Milosz to the French actor Georges Rucki: ‘To Georges Rucki, Czeslaw Milosz, 27 February 1982, Paris’. – Legendary exile edition of the collection of poems from 1934 to 1965 by the Polish Nobel Prize laureate C. Milosz (1911–2004). With exquisite book design by the outstanding Polish-British graphic designer, illustrator and painter Jan Le Witt (1907–1991). – Milosz is regarded as ‘the most outstanding Polish poet of the 20th century’. He lived in exile between 1951 and 1993, first in France until 1960, then in the United States; his work was censored in Poland until 1980. … Czeslaw Milosz’s poems are intellectual, and the metaphors he uses are evocative. His work from the 1930s, prior to the Second World War, is steeped in catastrophe. It is dominated by momentum, metaphorical imagery, rhythm and visions of the apocalypse. The poems written during the war no longer contain quite so much pathos. They are far less ornate. The poet focuses on the communicative power of the poem – on the clarity with which it conveys philosophical and intellectual content. Some of these poems are dedicated by Milosz to occupied Warsaw (City, Wandering), where he spent almost the entire duration of the war. In Milosz’s wartime work, it is also possible to observe a deliberate shift away from the theme of war. Among these are poems that describe the ordinary beauty of the world, which – as it might seem – never knew war. This is the case in the poem ‘The Pastoral Song’ or in the 1943 series ‘World (naive)’. He introduced a new literary genre into Polish literature – the poetic treatise (contract poem) , which, according to the poet, was aimed at modernity – understood as a narrowing of perspective – and expanded the ‘capacity’ of poetry. In the collection *Light of Day*, *Social Contract* condemns the disappearance of values, criticises the lack of morality and highlights what, in his view, should be changed in the human mindset” (Wikipedia, translated from Polish). – A very fine copy.

Unser Preis: EUR 750,-- 

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