Literatur und Literaturwissenschaft / Illustrierte Bücher / Pressendrucke
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Corrinth, Curt (eig. Conrad Albert Ferdinand C.). Gift. Roman. Berlin, BUDEJU (Buchverlag der Junggesellen) (1923). 4° (30 x 23 cm.). 32 S. Farbig illustr. Orig.-Broschurumschlag.
W.-G.² 13. Nicht bei Raabe und Hayn/Gotendorf. – Trotz der eventuell fingierten Titelangabe „Auflage 30000 Exemplare“, äußerst seltener Kurzroman. Typisch expressionistisches, rauschhaft-ekstatisches Werk von Curt Corrinth (1894-1960); ein Paradebeispiel für die Berliner Asphaltliteratur der Inflationszeit. Der Roman „Gift“ markiert den Übergang vom späten Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit sowie die zunehmende Kommerzialisierung der literarischen Erotik in der Weimarer Republik. In den frühen 1920er Jahren florierte in Berlin eine ganz eigene Subgattung der urbanen Literatur, die Rauschgift, moralischen Verfall, sexuelle Befreiung und das flirrende Nachtleben der Metropole thematisierte (prominente Parallelen finden sich etwa bei Leo Perutz, Mynona oder in den berüchtigten Texten von Anita Berber). Corrinth nutzt das Motiv „Gift“ meist doppelbödig: Es steht sowohl für reale Rauschmittel als auch metaphorisch für das „lähmende Gift“ der bürgerlichen Spießermoral, das durch ekstatische Lebenseinstellungen überwunden werden muss. Während Corrinths Hauptwerk „Potsdamer Platz“ (1919) noch von reinem expressionistischem Pathos, abgehacktem Telegrammstil und kosmischen Visionen geprägt war, zeigen seine um 1923/1924 entstandenen Kurzromane (wie auch „Trieb“ oder „Bordell“) bereits kühlere, zynischere und „sachlichere“ Züge, die typisch für das Berliner Lebensgefühl der beginnenden Stabilisierungsphase waren. – „Corrinth besitzt die seltene Gabe, das Tempo der Berliner Friedrichstadt in Sprache zu gießen. Seine Figuren leben im permanenten Delirium; sie suchen den Exzess, um der furchtbaren Nüchternheit unserer Tage zu entkommen. Das ist kein sanftes Dichten, das ist ein literarischer Amoklauf“ (Stefan Großmann, „Tage-Buch“ 1922). – „Der Expressionismus Corrinthscher Prägung hat sich von den kosmischen Idealen abgewandt und ist ganz Fleisch geworden. Seine neuen kleinen Romane sind erotische Kabinettstücke – psychologisch scharf, mitunter zynisch, immer getrieben von der Sehnsucht nach dem totalen Rausch in einer sterbenden Epoche“ (Vossische Zeitung 1923). – Die Umschlagillustration eines anonymen Künstlers zeigt eine rothaarige Frau inmitten einer geschwungenen fast psychedelisch anmutenden Blütenform. – Der Kunsthistoriker und Modejournalist Freiherr Hermann Marten v. Eelking (1887–1970) gründete in den frühen 1920er Jahren in Berlin den „Buchverlag der Jungesellen“ und war auch Herausgeber der wöchentlich erscheinenden, illustrierten Zeitschrift „Der Junggeselle“. – Von leichten Altersspuren abgesehen, sehr gut erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Berlin, Dada, Erotica, Expressionisme, Expressionismus, Weimarer Republik |
800,-- | ![]() |
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| Delille, Jacques. Variantes de l’homme des champs et morceaux ajoutés. Nouvelle édition augmentée, avec figures. Paris, P. Didot für Levrault, Schoell et Cie 1805. 8°. [2] Bl., 225 S. mit 5 Kupfertafeln und 8 gestoch. Vignetten von Heinrich Guttenberg, Christian Halderwang und Carl Mayer nach Franz Catel v. Buchorn. Kalblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dekorativer Rückenvergoldung. (Oeuvres de Jacques Delille).
Cohen-Ricci 279. Kat. Fürstenberg S. 146. Lewine 133 (kennt nur 4 Tafeln). – Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen, die ästhetisch den Übergang vom späten Klassizismus zur frühen Romantik widerspiegeln. Kulturhistorisch ist das Entstehen dieser Ausgabe im Jahr 1805 hochspannend. Trotz der politischen Spannungen und Kriege in Europa arbeiteten deutsche Künstler hier für ein französisches Prestigeprojekt. Diese Ausgabe ist ein Paradebeispiel für ein supranationales Gesamtkunstwerk, das den französischen literarischen Geschmack mit deutscher grafischer Handwerkskunst vereint. – Gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
100,-- | ![]() |
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| Guyot, Charles. La toison d’or et quelques autres contes de la Grèce ancienne. Illustrés par Edmond Dulac. Paris, L’Édition d’art H. Piazza (1921). 4° (30 x 23 cm.). 123 S., [2] Bl. mit illustr. Titel und 14 montierten Farbtafeln. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Monod 5781. – Eines von 1300 num. Exemplaren auf „papier de Rives“. – Rücken etwas berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher |
200,-- | ![]() |
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| Le Fort, Gertrud v. Die Letzte am Schafott. Novelle. (Zum 90. Geburtstag von Gertrud von Le Fort am 11. 10. 1966). München, Ehrenwirth (1966). Gr.-8°. 76 S., [2] Bl. Orig.-Halpergamentband mit goldgepr. Rückenschild in Pappschuber.
Eines 600 num. Exemplaren. Druck in der Offizin M. Saupe & Co., München auf Zerkall-Bütten. Die Erzählung erschien zuerst 1931 in München bei Kösel & Pustet. – Beiliegt gedruckte Dankeskarte der Autorin, rückseitig mit handschriftlichem Dank für einen „großen herrlichen Kaktus“ ihrer langjährigen Privatsekretärin Eleonore von La Chevallerie. Nach le Forts Tod 1971 widmete sich La Chevallerie der Sichtung, Sortierung und Aufbereitung des literarischen Nachlasses. Sie reiste dafür über viele Jahre hinweg regelmäßig an das Deutsche Literaturarchiv Marbach, wo le Forts Dokumente verwahrt werden. Zudem verfasste sie 1985 den biografischen Artikel über Gertrud von le Fort in der Neuen Deutschen Biographie (NDB). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Nummerierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Abegg-Stockar, Annie (Anna Henriette). 50 Jahre auf Wanderwegen. (Gedichte). Zürich, Selbstverlag 11. März 1940. 8°. 135, (1) S. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Rückentitel.
Privatdruck in 20 Exemplaren gedruckt von Gebr. Fretz AG., Zürich; vorliegendes Exemplar gebunden von der Buchbinderei Burkhardt ebenda. – A. Abegg-Stockar (1868-1969) war die Ehefrau des Züricher Textilfabrikanten Carl Abegg (1860-1943). Ihr gemeinsamer Sohn war der Seidenindustrielle, Sammler und Mäzen Werner Abegg. Schlagwörter: Lyrik, Privatdruck |
100,-- | ![]() |
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| Le Fort, Gertrud v. Plus ultra. Frankfurt, Trajanus-Presse (1953). 80 S. Orig.-Halbpergamentband in Halbleinen-Buchkassette. (Fünfter Druck der Trajanus-Presse).
Beauclair 57.5. Spindler 40.5. Sarkowski 1006. Schauer II, 145. – Eines von 500 num. Exemplaren. – Erschien anläßlich der Verleihung des Gottfried-Keller-Preises an G. v. Le Fort, die Auslieferung erfolgte durch den Insel-Verlag, Wiesbaden. Ausgezeichnet als eines der schönsten Bücher des Jahres. – Schönes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Pressendrucke |
100,-- | ![]() |
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| Melville, Herman. Moby Dick oder Der Wal. (Vollständige Ausgabe, aus dem Amerikanischen übertragen und mit einem Nachwort und Erläuterungen von Richard Mummendey). München, Winkler Verlag (1964). 8°. 710 S., [3] Bl. Türkisgrüner Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Linienvergoldung, Deckel-Signatur und Kopfgoldschnitt. (Dünndruck-Bibliothek der Weltliteratur).
Dünndruckausgabe. – Zeitgenöss. Widmung auf dem Vorsatz, sehr gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe. |
50,-- | ![]() |
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| Thackeray, William M(akepeace). Jahrmarkt der Eitelkeit. Ein Roman ohne Helden. (Vollständige Ausgabe, aus dem Englischen übertragen von Theresia Mutzenbecher, mit Illustrationen des Autors zu der Erstausgabe von 1848). München, Winkler Verlag (1965). 8°. 916 S., [1] Bl. mit zahlr. Illustrationen. Grauer Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Linienvergoldung, Deckelsignatur und Kopfgoldschnitt. (Winkler Bibliothek der Weltliteratur).
Dünndruck-Ausgabe. – Zeitgenöss. Widmung auf dem Vorsatz, sehr gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe. Schlagwörter: Dünndruck-Ausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
40,-- | ![]() |
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| Joyce, James. Ulysses. Übersetzt von Hans Wollschläger. 2. Auflage (6.-10. Tausend). 2 Bände. (Frankfurt am Main), Suhrkamp Verlag (1976). 8°. 1014 S.; 535 S. Orig.-Leinenbände mit illustr. Schutzumschlägen. (Frankfurter Ausgabe Werke, Band 3.1 und 3.2).
Beide Bände von Hans Wollschläger auf dem Vorsatz signiert (dat. „22-4-76“). – Hans Wollschlägers (1935-2007) „Ruhm als Übersetzer entstand mit seiner Übertragung des „Jahrhundertromans“ Ulysses von James Joyce, an der er bis 1976 mehrere Jahre lang arbeitete. Sie wurde damals vielfach gelobt und ausgezeichnet. … Wollschlägers Rolle als Übersetzer wurde im Laufe der Zeit differenziert eingeschätzt. Insbesondere Kritik an seiner Ulysses-Übersetzung wurde erst spät öffentlich. Doch schon vor der Veröffentlichung erhoben Mitglieder des Verlags Bedenken bezüglich Wollschlägers Kenntnissen des Alltagsenglischs und versuchten ihn von allzu freien – oder falschen – Übertragungen abzubringen, konnten sich aber oft nicht gegen den etablierten Publizisten durchsetzen. … Im März 2018 wurde bekannt, dass Gabriele Gordon als Erbin von Hans Wollschläger eine Bearbeitung von dessen Ulysses-Übersetzung im Suhrkamp Verlag verhinderte. An dem Text hatte eine Gruppe von Übersetzern und Literaturwissenschaftlern über zehn Jahre lang gearbeitet. Man einigte sich am Ende darauf, dass von dem bereits fertig gestellten Werk 200 Exemplare für wissenschaftliche Zwecke abgegeben werden durften. Darüber hinaus darf es aber nicht in den Handel gebracht werden“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Signierte Bücher |
160,-- | ![]() |
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| Knigge, Adolph Freiherr v. Ueber den Umgang mit Menschen. 11. Ausgabe, durchgesehen und vermehrt von F(riedrich) P(hilipp) Wilmsen. 3 Teile in 1 Band. Reutlingen, Christoph Jakob Friedrich Kalbfell 1830. 8°. X, 458 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.
Vgl. Slg. Borst 578. Goedeke IV 1, 615, 14. KNLL IX, 531. – Zuerst 1818 erschienene Ausgabe der Bearbeitung von F. P. Wilmsen (1770-1831). – „Wenn die Regeln des Umgangs nicht bloß Vorschriften einer konventionellen Höflichkeit oder gar einer gefährlichen Politik sein sollen, so müssen sie auf die Lehren von den Pflichten gegründet sein, die wir allen Arten von Menschen schuldig sind, und wiederum von ihnen fordern können. – Das heißt: Ein System, dessen Grundpfeiler Moral und Weltklugheit sind, muss dabei zum Grunde liegen“ (aus dem Vorwort der ersten Ausgabe, Hannover 1788). – „Knigges zu sprichwörtlicher Berühmtheit gelangtes Buch… will praktische Lebensklugheit vermitteln. In seiner humanitären Zielsetzung und seiner starken Betonung des ethischen Lebensprinzips ist es ein typisches Produkt der Aufklärungszeit… Im Hinblick auf seinen Stil zeichnet sich der ‚Umgang‘ durch die Eleganz der Form und eine weltmännische Leichtigkeit aus. In leichter, gefälliger Form, fern jeder Pedanterie, häuft der Autor nicht trockene Materie oder abstrakte Verhaltensregeln, sondern versteht es, den Stoff durch eine Fülle reizvoller, humoriger oder auch satirischer Betrachtungen amüsant zu gestalten. – ‚Über den Umgang mit Menschen‘ war nicht nur ein ungemein populäres Buch, sondern es ist auch das bedeutendste gesellschaftsethische Werk des ausgehenden 18. Jh.s. Mit großem Beifall aufgenommen… hat es eine ernorme Wirkung auf die Zeitgenossen ausgeübt und bis ins 19. Jh. hinein den Verhaltenskodex des Bürgertums bestimmt, woraus schließlich die negative Einschätzung des Werkes resultierte, nämlich als Anleitung für normierte Umgangsformen im gesellschaftlichen Verkehr.“ (K. Rei in KNLL). – Einband etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Anstandsbücher, Aufklärung, Hahn, Philosophie, Psychologe |
100,-- | ![]() |
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| Storm, Theodor. Aquis submersus. Novelle. Berlin, Gebrüder Paetel 1877. Kl.-8°. [4] Bl., 158 S., [2] Bl. mit Frontispiz in Holzstich von Paul Meyerheim. Dunkelgrüner Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und reicher Deckelornamentik sowie Goldschnitt.
Slg. Borst 3359. W.-G.² 28. – Erste Ausgabe. – Stellenweise braunfleckig, gutes Exemplar. |
70,-- | ![]() |
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| Oesterheld, Héctor Germán und Francisco Solano López. Eternauta. (Übersetzung aus dem argentinischen Spanisch: Claudia Wente). Berlin, avant-verlag (2016). Quer-4° (22,5 x 28,5 cm.). 390 S., [1] Bl. mit zahlr. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
„Überarbeitete Neuauflage des argentinischen Klassikers! Buenos Aires, 1963: Juan Salvo sitzt mit seiner Familie und Freunden bei Kartenspiel, als es überraschend zu schneien beginnt. Der Schnee, der auf die Stadt fällt, ist tödlich, sein Gift dringt durch jede Ritze, wer mit ihm in Berührung kommt, stirbt sofort. Außerirdische erobern Buenos Aires – mit Hilfe des Schnees, mit Rieseninsekten und versklavten Wesen eines anderen Planeten. Die eigentlichen Drahtzieher bleiben im Dunkeln. Die Bewohner werden getötet oder in Robotermenschen verwandelt, Juan Salvo und seine Freunde gehören zu den wenigen Überlebenden. Sie entschließen sich gegen den übermächtigen Feind in den Kampf zu ziehen Ein Kampf, bei dem Salvo alles aufs Spiel setzt … „Eternauta“ von H. G. Oesterheld gilt als erstaunlich antizipatorisches Porträt der argentinischen Gesellschaft unter der Militärdiktatur. Eine Vorwegnahme der durch den Staat ausgeübten Gewalt der 1970er-Jahre, der auch Oesterheld und seine vier Töchter zum Opfer fielen. Sie zählen zu den „Desaparecidos“, den verschwundenen Gegnern der Militärdiktatur. „Eternauta“ ist das Hauptwerk des wichtigsten argentinischen Comicautors, das vor dem Hintergrund seines eigenen Schicksals eine beklemmend prophetische Kraft entfaltet“ (avant-verlag). – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Comic books, strips, etc, Comic, Cartoon, Humor, Satire, Comics, Graphic novel, Science Fiction |
40,-- | ![]() |
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| Ciesciutti, Johannes. Niemandsland. Holzschnitte Dieter Huthmacher. Bad Teinach, Doppelfant-Presse (1989). Quer-Gr.-4° (28 x 38,5 cm.). [16] Doppelblätter mit 12 ganzs. Orig.-Holzschnitten. Illustr. Orig.-Pappband.
Eines von 250 Exemplaren (″E.A.“). – Mit eigenhändiger Widmung von Karin und Dieter Huthmacher. – Das Multitalent D. Huthmacher (geb. 1947) ist als Liedermacher, Kabarettist, Grafiker und Karikaturist international bekannt. Huthmacher studierte an der Kunst- und Werkschule Pforzheim und arbeitet seit 1970 auch als badisch-schwäbischer Mundart-Liedermacher, Chansonnier und Kabarettist. Erste große Erfolge feierte er im Duo mit Karin Oehler-Huthmacher als „Die Huthmachers“. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Pressendrucke, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
100,-- | ![]() |
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| Eisold, Hans. Die Fahrt ins Unbekannte. Geschichten. Mit einem Geleitwort von Robert Grötzsch. Dresden, Kaden & Comp. 1921. 8°. 80 S. Illustr. Orig.-Pappband (von Karl Biebrach).
Nicht bei Emig/Zimmermann. – Einzige Ausgabe, selten. – Erzählungen aus dem Dresdner Arbeiter-Milieu des mit 22 Jahren 1908 verstorbenen Autors. „Indem er seine Seele öffnet, entblößt er das Innere eines unendlichen Zuges junger Menschen, die aus denselben Bezirken kommen wie er, die nach Licht, Schönheit, Freude, Wahrheit, Lebensvertiefung verlangen und auf das dämonische Sphinxgesicht der Zeit stoßen wie er. „Ich war ein Vorstadtkind“, schreibt Eisold, und malt mit den Mitteln des erwachenden Talents die innere und äußere Welt eines jungen Arbeiters, dem die Rosen der Schwindsucht schon im frühesten Lebensfrühling auf den Wangen brennen und der bald gegen die Ungerechtigkeiten, Härten, Grausamkeiten dieser Welt mit all seiner dichterich-grüblerischen, lyrisch-kämpferischen Veranlagung erbittert anrennt, bald versonnen und sehnsüchtig nach den Schönheiten und blumigen Wiesen unsers bunten Planeten ausschaut. Kaum sechzehnjährig, tritt er die Fahrt ins Unbekannte an, wie es viele vor ihm taten, wie es viele nach ihm tun werden. Die Welt ist rund und die Ferne lockt. Und nun beginnt die Tragikomödie des Handwerksburschen. Für Eisold, den Schwächlichen, Kränklichen, Schönheits durstigen, wird es eine Fahrt ins Graue. Not, Arbeitslosigkeit, Betteln, Gefängnis – das alles durchlebt mit rasselnder Lunge. Das gibt seinen Stimmungen viel erschütternd Bitteres, Grollendes, Agitatorisches, mit Gott und der Welt Haderndes. Aber darüber hinaus hebt ihn das Ahnen, Fühlen, Bewußtwerden sozialer Kräfte, die einer Höheren Menschlichkeit zustreben. Und von einer eigenen Dichterschaft kündet schon die Wahrhaftigkeit, mit der er im Großen wie im Kleinen beim Tatsächlichen bleibt bis zu jenem resigniert lächelnden, schicksalahnenden Bekenntnis: „Leider bin ich von keiner der Herzallerliebste gewesen … ″ Als der kaum Zweiundzwanzigjährige starb, legte ihm sie Dresdner sozialistische Arbeiterjugend rotbebänderte Kränze aufs Grab“ (R. Grötzsch). – Umschlag etwas angestaubt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Arbeiterbewegung, Arbeiterkultur, Sozialismus, Weimarer Republik |
70,-- | ![]() |
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| Tupper, Martin F(arquhar). Proverbial philosophy. (A book of thoughts and arguments, originally treated). Illustrated. London, Thomas Hatchard 1854. Gr.-8° (22 x 17 cm.). X, (1), 366, (1) p. with illustrations, some of which are full-page, in woodcut (by the brothers Dalziel, John Tenniel and John Gilbert). Blind-embossed leather binding with a gold-embossed title on the spine and gilt edges (signed (James) Hayday & (William) Mansell).
First illustrated edition. – Collection of thoughts and arguments, covering such topics as memory, humility, pride, hatred, anger, prayer, wealth, mystery, immortality, society, solitude, and many more. – The finest edition of the magnum opus by the British writer M. F. Tupper (1810–1889), one of Queen Victoria’s favourite books. – A very fine copy in a signed deluxe binding by the renowned bookbinders Hayday & Mansell. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
160,-- | ![]() |
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| Camus, Albert. La peste. Paris, Gallimard (24. Mai 1947). 8°. 337 S., [1] Bl. mit Titel in Rot und Schwarz. Orig.-Pappeinband mit goldgepr. Rückentitel und Rücken- und Deckel-Illustration in Gold und Schwarz (Entwurf: Mario Prassinos).
Huret 105 a. KNLL III, 572. – Erste Ausgabe des bekanntesten Romans von A. Camus. – Nr. 1318 von 2080 Exemplaren auf Alfa des Papeteries Navarre. Gedruckt bei Emmanuel Grevin & Fils in Lagny-sur-Marne. – „Albert Camus gelingt in seinem Werk Die Pest eine bemerkenswerte und kaum zu überschätzende Meisterleistung – ein, wie ich finde, auch für jede*n Leser*in erstrebenswertes Kunststück: Camus verbindet Klarsicht, Geradlinigkeit und Realitätssinn mit Optimismus, Menschenliebe und engagierter Solidarität im Angesicht katastrophaler Abgründe. Er verarbeitet in diesem Roman Beobachtungen und Überlegungen aus seiner persönlichen Erfahrung im besetzten Frankreich zur Zeit des Nationalsozialismus. Ein Verdacht oder eine Sorge, die Lektüre dieses Romans liefe auf eine pessimistische und bedrückende Auseinandersetzung allzu menschlichen Umgangs mit einer Katastrophe hinaus, bestätigt sich nicht: Camus bietet uns die Illustration und Reflexion von Möglichkeiten der Menschlichkeit, ohne Rekurs auf einen moralischen Zeigefinger, ohne je übergriffig zu wirken, dafür aber klar und kompromisslos humanitär“ (Svantje Guinebert, Universität Bremen). – „Dans son œuvre La Peste, Albert Camus réussit à effectuer une remarquable prestation magistrale – et, je pense également, une production artistique enviable pour tous les lecteurs : Camus relie la clairvoyance, la rectitude et le sens des réalités à l’optimisme, à la philanthropie et à l’engagement solidaire face aux abîmes catastrophiques. Il travaille et élude dans ce roman des observations et des réflexions concernant ses expériences personnelles au temps de l’occupation de la France durant la période du nazisme. Le soupçon ou la crainte que la lecture de ce roman équivaudrait à une prise en compte pessimiste, oppressante et bien trop humaine face à une catastrophe est infondé : Camus nous présente l’illustration et la réflexion des possibilités de l’humanité sans avoir recours à une attitude doctorale et impérieuse d’un point de vue moral et sans devenir importun, mais en revanche il le fait clairement et avec une intransigeante humanité“ (Svantje Guinebert, Traduction par Guillaume Luschei). – Rücken und Deckel im Rand gebräunt, gutes sauberes Exemplar. |
850,-- | ![]() |
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| Mann, Thomas. Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Roman. 47. Auflage. 2 Teile in 1 Band. Berlin, S. Fischer 1909. 8°. 566 S.; 539 S. Hallederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, 4 unechten Bünden und Kopfgoldschnitt.
Potempa D 1.2. – Der 1901 erschienene bekannteste Roman T. Mann wurde seit 1903 auch in einer einbändigen „Volksausgabe“ veröffentlicht und erlebte bereits im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts 50 Auflagen. 1929 erhielt Thomas Mann für dieses Werk den Literaturnobelpreis für Literatur. – Die Bünde etwas berieben, zeitgenöss. Widmung auf dem Vorsatz, schönes Exemplar in einem dekorativen Handeinband. |
80,-- | ![]() |
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| Paquet, Alfons. Fluggast über Europa. Ein Roman der langen Strecken. München, Knorr & Hirth 1935. 8°. 287, (1) S. Orig.-Kartonumschlag mit farbig illustr. Schutzumschlag (von Ernst Adler).
NDB XX, 59 f. W.-G.² 79. – Erste Ausgabe. – „So wurde das Flugerlebnis, so wurde Europa noch nie geschildert !“ (Verlagswerbung). – Eines der ersten echten Reisebücher, die primär aus der Perspektive eines Flugpassagiers geschrieben wurden. Paquet bereiste im Sommer 1934 ganz Europa mit dem Flugzeug. Er schildert eine völlig neue visuelle und zeitliche Wahrnehmung des Fliegens (z. B. den Blick auf die „Wolkenfestländer“ und das Verschwimmen nationaler Grenzen aus der Vogelperspektive). – Paquets Werk „ist geprägt von poetischer Sachlichkeit, in der Lyrik gelegentlich Hymnik und Realismus verbindend, von Humanität, sozialer Christlichkeit und einem ausgeprägten Interesse am Menschen als soziales und politisches Wesen. In allen Werken, vor allem in den Reisebeschreibungen, macht P. historisch-politische, soziale und geographischwirtschaftliche Zusammenhänge sichtbar“ (B. Koßmann in NDB). – Schutzumschlag mit Randläsuren un d im unteren Rand mit kleiner Fehlstelle, sonst gut erhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Luft- u. Raumfahrt |
140,-- | ![]() |
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| Seghers, Anna (d. i. Netty Radvanyi, geb. Reiling). Das Ende. – La Fin. Erzählung. – Conte. Zweisprachen-Ausgabe. Edition bilingue (Übersetzung: (Jeanne Stern)). Konstanz, Curt Weller (1948). Kl.-8°. 157 S., [1] Bl. Orig.-Pappband.
W.-G.² 19. – Erste Einzel-Ausgabe, selten. – Die Erzählung erschien zuerst in „Der Ausflug der toten Mädchen und andere Erzählungen“ im Aurora-Verlag in New York 1946. – Die 1945 entstandene Erzählung fungiert als psychologischer Epilog zu Seghers’ berühmtem Roman Das siebte Kreuz. Sie beschreibt das fluchtartige Verstecken und den Untergang des ehemaligen KZ-Aufsehers Zillich nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes. – Vorderes Gelenk am Fuß mit kl. Fehlstelle, sonst gut erhalten. |
60,-- | ![]() |
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| Seeliger, Ewald Gerhard. Peter Voß, der Millionendieb. Roman. Berlin, Ullstein (1913). Kl.-8°. 314 S., [1] Bl. Illustr. Orig.-Pappband. (Ullstein-Bücher. Eine Sammlung zeitgenössischer Romane).
Seltene erste Ausgabe dieses Meilensteins der deutschen Kriminal-Literatur. Das Buch wurde insgesamt fünfmal verfilmt, unter anderem als Stummfilm 1921 sowie in den bekannten Tonfilm-Versionen mit Karl Schönböck (1946) und O. W. Fischer (1958). – „Wer über diesem Buch nicht nach spätestens drei Seiten alles um sich herum vergißt, muß unbedingt zum Arzt. Es ist beileibe kein Kriminalroman mit Fingerabdrücke suchenden Kriminalinspektoren, Revolverduellen, Totschlägern und eiskalltn Verbrechern. Da gibt es zwar Hobby Dodd, den gerissensten Detektiv der USA, aber sein Malheur ist das gute Gewissen des von ihm verfolgten Defraudanten Peter Voß. Mit den zwei Millionen Dollar, die dieser unterschlagen haben soll, hat es nämlich so seine eigene Bewandtnis. Daß außerrdem Peters junge Frau hübsch ist und auch einem noch so gerissenen Detektiv ein Rätsel bleibt, kompliziert die Angelegenheit nur umso mehr. Die Hatz geht um den ganzen Erdball, Bobby Dodd kommt kaum zum Schnaufen, dieser Voß ist ihm über! Kunststück! – Schließlich war er in seinem Leben schon Schiffsjunge, Stiefelputzer, Kameltreiber, Kellner, Bierkutscher, Polizist, Cowboy, Sandwichman, Steward, Opiumschmuggler, Krankenträger und Schauspieler – das vor allem: Schauspieler“ (Zu einer der zahlreichen Neuausgaben). – Einband etwas angestaubt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Kriminalfilm, Kriminalgeschichte |
60,-- | ![]() |
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| Jünger – Homerus. Homers Odyssee. Übersetzt von Friedrich Georg Jünger. Mit den Holzstichen von Karl Rössing. Stuttgart, Cotta (1979). 4°. 389, (1) S. mit Illustrationen nach Holzstichen. Orig.-Leinenband mit Rückenschild in Pappschuber.
Eines von 1000 Exemplaren. – Mit eigenhändiger Widmung von Ernst Jünger auf dem Danksagungs-Blatt (4 S., 4°) zum Tod von F. G. Jünger „Herzlichen Dank für Ihre Nachrichten. Wir kommen aus Taormina zurück – sind im Aufbruch nach Paris, zu einem Frühstück anlässlich der Verleihung des „Aigle d’Or.“ Gute Erholung im Süden! Wir freuen uns, Sie einmal in Wilfingen zu sehen. Herzlich Ihr Ernst Jünger″ (dat. „4. X. 77“). – Friedrich Georg Jünger, der jüngere Bruder Ernst Jüngers ist am 20. Juli 1977 in Überlingen gestorben. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
350,-- | ![]() |
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| (Bloch, Ernst, Bertolt Brecht, Ferdinand Bruckner u. a., Hrsg.). Morgenröte. Ein Lesebuch. Einführung von Heinrich Mann. New York, Aurora-Verlag (1947). Gr.-8°. 351 S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag (von Edith Kramer).
Exilarchiv 4161. Hermann 246. W.-G.² 90 (H. Mann). – „Herausgegeben von den Gründern des Aurora Verlages. – Der Aurora Verlag wurde 1944 gegründet von Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Ferdinand Bruckner, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Oskar Maria Graf, Wieland Herzfelde, Heinrich Mann, Ernst Waldinger, Berthold Viertel, F. C. Weiskopf.“ – Anthologie mit 145 Beiträgen von 100 Autoren, darunter Erich Fried, Anna Seghers und Else Lasker Schüler. – Schutzumschlag mit kleinem Randeinriss (2 cm.) und etwas angestaubt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Anthologie, Exil, Exilliteratur |
140,-- | ![]() |
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| Spoerl, Heinrich (und Hans Reimann). Die Feuerzangenbowle. Eine Lausbüberei in der Kleinstadt. 1.-20. Tausend. Düsseldorf, Verlag der Mittag-Bücherei o. J. (1933). 8°. 189 S., [2] Bl. Orig.-Halbleinenband. (Romane der Mittag-Bücherei).
Sehr seltene erste Ausgabe des Romans, der durch die Verfilmung 1944 mit Heinz Rühmann berühmt wurde. Unzensierte Urfassung mit in späteren Ausgaben und der Verfilmung geänderten Stellen. So wurde der Ort der Handlung „Oderwitz“ (S. 14) später in „Babenberg“ geändert und die Erwähnung von Albert Einstein (S. 137) getilgt und Marlene Dietrich (S. 160) durch Eleonore Duse ersetzt. – „Spoerl versuchte sich bereits in den 1920er Jahren als Schriftsteller. 1926 erarbeitete er zusammen mit seinem Freund Hans Müller-Schlösser eine Fortsetzung von dessen Erfolgsstück Schneider Wibbel. 1928 entwarf er eine Kriminalkomödie mit dem Titel Der Seitensprung, die er ein Jahr später dem Schauspielhaus in Düsseldorf anbot. Nach der Ablehnung suchte er sich einen Arbeitspartner, der den Text theaterwirksam bearbeiten sollte. Dies war der Leipziger Satiriker und Humorist Hans Reimann, der die gemeinsame Fassung unter dem Titel Der beschleunigte Personenzug im Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb unterbrachte. Danach arbeitete Spoerl an verschiedenen Projektideen und Entwürfen, wovon er Reimann in zahlreichen Briefen berichtete, darunter auch Der Maulkorb. Zu einer Zusammenarbeit kam es aber erst wieder während eines gemeinsamen Urlaubs am Starnberger See, wo unter anderem das Exposé für einen Tonfilm mit dem Arbeitstitel Der Flegel entstand. Reimann, der über gute Beziehungen verfügte, bot es mehreren Filmproduktionsfirmen an. Weil diese Pläne scheiterten, arbeitete Spoerl den Text zu einem Roman um, den er Die Feuerzangenbowle betitelte und für den er nur noch wenige Anregungen von Reimann übernahm, von denen er die meisten in einer späteren Auflage strich. Reimann glaubte nicht an den Erfolg des Romans und distanzierte sich davon. Tatsächlich bot ihn Spoerl zunächst ohne Erfolg mehreren Verlagen an. Erst 1933 gelang es seiner Ehefrau Trude aufgrund ihrer freundschaftlichen Beziehungen zur Düsseldorfer Verlegerfamilie Droste, den Text unterzubringen. Nach einem Abdruck im Mittag erschien die Buchausgabe der Feuerzangenbowle zunächst im Verlag der Mittag-Bücherei, Industrieverlag Düsseldorf, aus dem später der Droste Verlag hervorging; den Umschlag gestaltete Otto Pankok. Nach Spoerls Zeitungs- und Bucherfolg gelang es nun auch Reimann, eine Produktionsfirma für den Stoff zu interessieren. Ende 1933 erwarb Cicero-Film die Filmrechte. Das Drehbuch verfasste Reimann zusammen mit Robert A. Stemmle, dem Regisseur des Films, der wenige Monate später unter dem Titel So ein Flegel herauskam, mit Heinz Rühmann in einer Doppelrolle. Spoerl war daran nicht beteiligt“ (Wikipedia). – Deckel und Vorsätze etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Film |
240,-- | ![]() |
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| Camus, Albert. La peste. Paris, Gallimard (2. Januar 1951). 8°. 332 S., [1] Bl. mit Titel in Rot und Schwarz. Orig.-Pappeinband mit goldgepr. Rückentitel und Rücken- und Deckel-Illustration in Gold und Schwarz (Entwurf: Mario Prassinos) mit Cellophan-Schutzumschlag.
Huret 105 a. KNLL III, 572. – Zweiter Druck der ersten Ausgabe des bekanntesten Romans von A. Camus. – Nr. 2414 von 3130 Exemplaren auf Vélin Labeur. Der erste Druck erschien im Mai 1947 in 2080 num. Exemplaren. – „Albert Camus gelingt in seinem Werk Die Pest eine bemerkenswerte und kaum zu überschätzende Meisterleistung – ein, wie ich finde, auch für jede*n Leser*in erstrebenswertes Kunststück: Camus verbindet Klarsicht, Geradlinigkeit und Realitätssinn mit Optimismus, Menschenliebe und engagierter Solidarität im Angesicht katastrophaler Abgründe. Er verarbeitet in diesem Roman Beobachtungen und Überlegungen aus seiner persönlichen Erfahrung im besetzten Frankreich zur Zeit des Nationalsozialismus. Ein Verdacht oder eine Sorge, die Lektüre dieses Romans liefe auf eine pessimistische und bedrückende Auseinandersetzung allzu menschlichen Umgangs mit einer Katastrophe hinaus, bestätigt sich nicht: Camus bietet uns die Illustration und Reflexion von Möglichkeiten der Menschlichkeit, ohne Rekurs auf einen moralischen Zeigefinger, ohne je übergriffig zu wirken, dafür aber klar und kompromisslos humanitär“ (Svantje Guinebert, Universität Bremen). – „Dans son œuvre La Peste, Albert Camus réussit à effectuer une remarquable prestation magistrale – et, je pense également, une production artistique enviable pour tous les lecteurs : Camus relie la clairvoyance, la rectitude et le sens des réalités à l’optimisme, à la philanthropie et à l’engagement solidaire face aux abîmes catastrophiques. Il travaille et élude dans ce roman des observations et des réflexions concernant ses expériences personnelles au temps de l’occupation de la France durant la période du nazisme. Le soupçon ou la crainte que la lecture de ce roman équivaudrait à une prise en compte pessimiste, oppressante et bien trop humaine face à une catastrophe est infondé : Camus nous présente l’illustration et la réflexion des possibilités de l’humanité sans avoir recours à une attitude doctorale et impérieuse d’un point de vue moral et sans devenir importun, mais en revanche il le fait clairement et avec une intransigeante humanité“ (Svantje Guinebert, Traduction par Guillaume Luschei). – Sehr gutes sauberes Exemplar. |
320,-- | ![]() |
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| Gottfried von Strassburg. Werke. Aus den beßten Handschriften mit Einleitung und Wörterbuch. Herausgegeben von Friedr(ich) Heinr(ich) von der Hagen. 2 Bände. Breslau, Max und Komp. 1823. 8°. XIV, 321 S.; 461, (3) S. mit gestoch. Frontispiz von Ludwig Meyer. Weinrote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.
ADB X, 335. Goedeke I, 100, 42. NDB VII, 476 ff. – Erste Ausgabe. – I. Tristan und Isolde mit Ulrichs von Turheim Fortsetzung. – II. Heinrichs von Friberg Fortsetzung von Gottfrieds Tristan. Gottfrieds Minnelieder. Die alten französischen, englischen, walisischen und spanischen Gedichte von Tristan und Isolde. Die Texte werden durch ein 139 Seiten umfassendes Wörterbuch erschlossen. – F. H. von der Hagen (1780-1856), „seit 1801 als Referendar am Kammergericht in Berlin, wurde er durch A. W. Schlegels Vorlesungen im Winter 1803/04 zum Studium des Nibelungenlieds geführt. Johannes von Müller förderte seine Bemühungen, indem er ihm Zugang zu Handschriften verschaffte. Schon die Proben einer „Erneuung“ des Nibelungenlieds in der „Eunomia“ 1805 weckten Goethes Aufmerksamkeit; die erste Ausgabe (Der Nibelungen Lied, 1807) veranlaßte ihn zu Stegreifübersetzungen des Liedes, die er in seiner Mittwochsgesellschaft gab. Die Briefe H.s und seines Freundes Johann Gustav Büsching an Goethe haben in den folgenden Jahren viel dazu beigetragen, Goethes Hinwendung zur altdeutschen Poesie und Kunst mit immer neuen Anregungen zu bereichern. … Sprachlich gab er eine Zwischenform von Mittelhochdeutsch und neuhochdeutscher Übersetzung, die Wilhelm Grimms heftige Kritik hervorrief. Der Gegensatz zwischen den Brüdern Grimm und H. sowie späterhin der zwischen Karl Lachmann und H. beruhte vornehmlich auf der autodidaktischen Verfahrensweise H.s bei der Edition mittelalterlicher Texte, die ihm zeitlebens eigentümlich blieb. Ihm kam es auf die stoffliche Erschließung an, kaum auf die philologisch-kritische Wiederherstellung der historisch getreuen Sprachgestalt. 1810 wurde H. nach mehrmaligem eigenem Antrag zum außerordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur an der neu gegründeten Universität Berlin ernannt, von wo er jedoch schon im folgenden Jahr Büsching nach Breslau folgte. Dort war er als Bibliothekar und als außerordentlicher Professor an der Universität tätig“ (A. Elschenbroich in NDB). – Schönes Exemplar aus der Bibliothek des elsässischen Politikers Eduard Freiherr von Türckheim (1829-1909) mit dessen Wappen-Exlibris. Schlagwörter: Germanistik |
160,-- | ![]() |
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| Gessner, Salomon. Mort d’Abel. Poëme de Gessner. Édition ornée d’estampes imprimées en couleur d’apres les dessins de M. (Nicolas André) Monsiau, peintre de l’Académie. (Traduit de l’allemand par Michel Huber). Paris, Defer de Maisonneuve 1793. Folio (36 x 26,5 cm.). 161 S. mit 6 Farbstichen (inkl. Frontispiz) in Punktierstich von (Nicolas) Colibert, (Jean-Frédéric) Casenave und (Pierre-Charles) Clément nach N. Monsiau. Halbpergamentband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Brunet II, 1568. Cohen-de Ricci 436. Fürstenberg 122 und 205. Leemann-van Elck 699. Lewine 211. Sander 780. – Seltene Luxusausgabe auf „grand papier vélin“ mit sechs farbigen Punktierstichen „avant la lettre“ nach Aquarellen von N. A. Monsiau (1754-1837). – Der Pariser Verleger Defer de Maisonneuve veröffentlichte seit 1791 eine Reihe kostbarer illustrierter Bücher, deren Farbstiche allerdings nicht durch Mehrplattendruck, sondern von einer Platte in Punktiermanier nach englischem Vorbild hergestellt worden waren. „Die bekanntesten unter ihnen sind Florians Galatée und Gessners Mort d’Abel, die beide 1793 mit Farbstichen nach Monsiau von Cazenave, Colibert u. a. prächtig gedruckt wurden“ (Lexikon des Buchwesens I, 237). – „Eine nur kurze Blüte auf dem Gebiete der Buchillustration erlebte der aus England eingeführte, in Frankreich zu höchster technischer und künstlerischer Vollendung gelangte Farbstich wahrend der neunziger Jahre in einer kleinen Zahl in beschränkter Auflage hergestellter Prachtpublikationen des Verlegers Defer der Maisonneuve, die in ihrer Zeit keine Nachfolge fanden“ (Kat. Furstenberg S. 88). – Stellenweise im weißen Rand leicht fleckig, gutes breitrandiges, seitlich und unten unbeschnittenes und sauberes Exemplar. Schlagwörter: Edition de luxe, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
750,-- | ![]() |
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| Kellermann, Bernhard. Der 9. November. Roman. Erste Auflage (1. Tausend). Berlin, S. Fischer 1921. 8°. 474 S., [3] Bl. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückentitel.
W.-G.² 11 (dat. falsch nach dem „Copyright 1920“). – Seltene erste Ausgabe. – „Man muß durch das Konstruktive, welches den Roman, wie ein Gitter, überall rundherum umgibt, den Kopf einmal durchgesteckt haben, dann sieht man das Lebendige wirklich bis zum Geblendetwerden“ (Franz Kafka). – Aufgrund seiner pazifistischen und systemkritischen Haltung wurde das Buch 1933 von den Nationalsozialisten verboten und öffentlich verbrannt. – Kanten etwas berieben, schönes Jugendstil-Exlibris, gutes Exemplar der Halblederausgabe. Schlagwörter: Novemberrevolution, Verbotene Bücher, Weimarer Republik |
240,-- | ![]() |
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| Goethe, Johann Wolfgang von. Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Herausgegeben von Erich Trunz. Sonderausgabe. München, Verlag C.H. Beck 1981-1989. 8°. Orig.-Leinenbände mit Orig.-Umschlag.
Sehr gutes Exemplar der Gesamtausgabe in Dünndruck. Schlagwörter: Dünndruck-Ausgaben, Gesamtausgaben |
100,-- | ![]() |
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| Proust, Marcel. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. [aus d. Franz. übers. von Eva Rechel-Mertens … Der Text folgt der Frankfurter Ausgabe der Werke Proust]. 1. Aufl. 7 Bände. Frankfurt am Main, Suhrkamp 2004. Kl.-8°. Rote Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentitel. in Orig.-Pappschuber.
Schuber stellenweise leicht berieben, schönes, sauberes Exemplar der Dünndruckausgabe. Schlagwörter: Dünndruck-Ausgaben, Gesamtausgaben |
100,-- | ![]() |
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| Fontane, Theodor. Romane und Erzählungen. in acht Bänden. 8 Bände. Berlin, Weimar Aufbau-Verlag 1969-1993. 8°. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln und Schutzumschlägen in farbig illustr. Pappschuber.
Ein Umschlag oben mit kleiner Randläsur und Knickspuren, sonst sehr gutes, sauberes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
60,-- | ![]() |
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| (Elster, Johann Daniel). Fahrten eines Musikanten. Herausgegeben von Ludwig Bechstein. 2., verbesserte, und mit viertem Band vermehrte Auflage in zwei Theilen. 4 Teile in 2 Bänden. Frankfurt a. M., Meidinger Sohn & Comp. 1854-1855. 8°. VIII, 382 S., [1] Bl.; IV, 367 S. Typogr. Orig.-Pappbände.
Goedeke XIII, 163, 45, 26. – Erweiterte Ausgabe des zuerst 1837 erschienenen autobiographischen Romans. – J. D. Elster (1796-1857) war 1817 Mitbegründer der Leipziger Burschenschaft und nahm als deren Abgeordneter am berühmten Wartburgfest teil. 1822 zog er als Freiwilliger (Philhellene) in den Griechischen Unabhängigkeitskrieg. Er überlebte als einer der wenigen Augzeugen die verlustreiche Schlacht von Peta und verarbeitete dies später in seinem Buch „Das Bataillon der Philhellenen“ (1828). Seit 1823 lebte er vorwiegend in der Schweiz und in Süddeutschland. 1826 gründete in Baden den ersten Männerchor und in den 1830er Jahren arbeitete er unter anderem als vielbeachteter Theaterkapellmeister und Klavierlehrer in Zürich. Ab 1846 war er als Musiklehrer am neu gegründeten Lehrerseminar im ehemaligen Kloster Wettingen tätig, wo er bis zu seinem Tod wirkte. – Rücken etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Autobiographie, Musik |
120,-- | ![]() |
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| Meyer, C(onrad) Ferdinand. Huttens letzte Tage. Eine Dichtung. Leipzig, H. Haessel 1872. Kl.-8° (16,8 x 11 cm.). VIII, 126 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Deckeltitel.
Slg. Borst 3126. Brieger 1743. NDB XVII, 299 ff. W.-G.² 6. – Seltene erste Ausgabe des berühmten Gedichtzyklus, der C. F. Meyer (1825-1898) zum literarischen Duchbruch verhalf. – „Der Zyklus besteht aus acht Kapiteln mit 71 Strophen. Er handelt vom sterbenskranken Ritter und Humanisten Ulrich von Hutten, der auf die Insel Ufenau kommt und sich einrichtet, um dort seine letzten Tage zu verleben. Ungebeugt rechtfertigt er seinen Kampf für die Reformation und wider das Papsttum“ (Wikipedia). – In jambischen Reimpaaren blickt Hutten im Angesicht des Todes auf sein bewegtes Leben zurück. Er reflektiert seinen Kampf gegen das Papsttum, seine Verbindung zu Martin Luther und seine Ideale. Ein berühmtes Zitat aus dem Werk lautet: „Ich bin kein ausgeklügelt Buch, ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch“. – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Lyrik |
80,-- | ![]() |
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| Stifter, Adalbert. Der Nachsommer. Eine Erzählung. (Herausgegeben von Max Stefl und Max Scherrer). 3 Teile in 1 Band. St. Gallen, Fehr’sche Buchhandlung 1919. Gr.-8° (23,3 x 16,3 cm.). 615, [2] S. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Seltene erste Ausgabe der ungekürzten Urfassung des berühmten Bildungsromans. Die erste Ausgabe erschien 1857 in Pest. 1919 erschien auch eine Ausgabe mit den berühmten Illustrationen von Ferdinand Staeger in München. – „Wenn man von Goethes Schriften absieht und namentlich von Goethes Unterhaltungen mit Eckermann, dem besten deutschen Buche, das es gibt: was bleibt eigentlich von der deutschen Prosa-Literatur übrig, das es verdiente, wieder und wieder gelesen zu werden? Lichtenbergs Aphorismen, das erste Buch von Jung-Stillings Lebensgeschichte, Adalbert Stifters Nachsommer und Gottfried Kellers Leute von Seldwyla, – und damit wird es einstweilen am Ende sein“ (Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches 1878). – Vorsätze etwas braunfleckig, gutes Exemplar der schönen Halblederausgabe. |
70,-- | ![]() |
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| Hansjakob, Heinrich. Sammelband mit 6 seltenen Werken. Freiburg, Herder, F. X. Wangler und H. Zimmermann 1870-1902. 8°. Halbleinenband der Zeit.
Enthält: I. Der Kapuziner kommt! Ein Schreckensruf im Lande Baden. 29. Tsd. Freiburg, Herder 1902. 24 S. – II. Der Sozialdemokrat kommt! Ein Warnungsruf an unser Landvolk von einem alten Dorfpfarrer. 10. unveränderte Auflage. Freiburg, Herder 1890. 24 S. – III. Rede über Einführung religiöser Orden in Baden. Gehalten am 23. September 1888 auf der Volks-Versammlung zu Haslach i. K. von Pfarrer Hansjakob. Freiburg, Herder 1888. 12 S. – IV. Unsere Volkstrachten. Ein Wort zu ihrer Erhaltung. 4., erweiterte Auflage. Freiburg, Herder 1896. 32 S. – An den unbekannten Schirmherr der Zunft (Prof. Kußmaul) in der Freiburger Zeitung vom 18., 19. u. 20. Nov., ein offenes Sendschreiben. Freiburg, Wangler 1870. 18 S. – Der Waldshuter Krieg vom Jahre 1468. Zur vierhundertjährigen Erinnerung untersucht und dargestellt. Mit urkundlichen Beilagen. 2., neu durchgesehene Auflage. Waldshut, H. Zimmermann 1901. 73, XXII S. – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Badenia, Geschichte, Politik, Schwarzwald, Theologie, Trachten |
140,-- | ![]() |
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| Milton, John. Le paradis perdu. Traduction de (François-René) de Chateaubriand, précédé de réflexions sur la vie et les écrits de Milton par (Alphonse) de Lamartine. Et enrichi de vingt-cinq magnifiques estampes originales gravées au burin sur acier (par Edouard Richomme, Raymond-Auguste-Quinsac Monvoisin, Marie-Alexandre Alophe, Raymond Pelee et Jean-Nicolas Laugier d’apres Jean-Jacques Flatters, Pierre-Roch Vigneron et autres). Paris, Bigot et Voisvenel, Amable Rigaud et Furne 1855. Imperial-Folio (55 x 39 cm.). XXXI, 157 p. avec 3 portraits et 22 planches hors-texte gravées. Reliure en demi-cuir de l’éditeur, avec titre estampé à l’or sur le dos et dorure sur le dos.
Carteret III, 408. Vicaire V, 871. – Édition monumentale très rare sur grand papier vélin, les planches étant imprimées sur papier de Chine. – „Monumentale publication romantique, recherchée pour son illustration qui comprend 25 superbes planches hors-texte gravées sur acier par les meilleurs burinistes de l’époque d’après les compositions d’un style classique et dramatique de J.-J. Flatters. L’ouvrage contient également les portraits de Milton, de Chateaubriand et de Lamartine“ (L. Carteret). – „Il a été tiré quelques rares exemplaires en grand papier vélin avec les figures sur papier de Chine appliqué“ (G. Vicaire). – Les illustrations s’inspirent d’un cycle de 56 dessins réalisés par Jean-Jacques Flatters (1786-1845) en 1836 et qui devaient être publiés dès 1837 dans une édition monumentale. Le projet ayant échoué sur le plan financier, seuls les deux premiers chants furent imprimés à l’époque, et seules 12 de ses illustrations furent reproduites. Ce n’est que dix ans après la mort de Flatters que l’éditeur Amable Rigaud acquit les droits et acheva l’ouvrage. Parmi les 56 dessins, les 25 motifs les plus marquants et les plus dramatiques furent sélectionnés, puis transposés sur des plaques d’acier par les meilleurs graveurs sur cuivre de France. – Présente des taches brunes sur l’ensemble de la page, principalement sur les bords des pages ; sinon, très bien conservée. Schlagwörter: Edition de luxe, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Vorzugsausgaben |
500,-- | ![]() |
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| Unger, J(ohann) Karl. Mythologische Briefe über Amors Schicksale. Eine allegorische Erzählung. Wien, Anton Pichler 1803. Kl.-8°. [5] Bl., 213 S. mit gestoch. Titel. Moderner marmorierter Pappband.
Goedeke VII, 7, 233, 5. Hayn/Gotendorf VIII, 34. ÖBL XV, 102 f. – Erste Ausgabe. – J. K. Unger (1771 – um 1836), Vater der Opernsängerin Caroline Unger, „war weiters Mithrsg. des „Wiener Jugendfreunds“ und der „Monatlichen Unterhaltungen für die Jugend“ (2 Bde., 1804) und schrieb topograph.-statist. Aufsätze zu Samuel Bredetzkys „Beyträgen zur Topographie des Königreichs Ungarn“ (1803–05). Er stand mit zahlreichen kulturellen und musikal. Größen Wiens in Verbindung und war mit ?Karoline Pichler eng befreundet“ (I. Nawrocka in ÖBL). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erotica |
160,-- | ![]() |
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| Scheffel, Joseph Victor. Frau Aventiure. Lieder aus Heinrich von Ofterdingen’s Zeit. Stuttgart, J. B. Metzler 1863. 8°. XV, 248 S. mit Holzschnitt-Frontispiz. Dunkelgrüner Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Deckelfileten sowie Goldschnitt.
Slg. Borst 2881. Brieger 2250. W.-G.² 4. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung auf beiliegendem Briefbogen „In alter Freundschaft den alten Herbstgruß in Gestalt eines Korb(e)s mit Quitten. (Villa) Seehalde 27 Oct. 1884″. Der Widmungsempfänger ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Frankfurter Justizrat Jakob Siebert, der mit Anna Karolina von Schwind der Tochter des berühmten spätromantischen Malers Moritz von Schwind verheiratet war. Scheffel studierte seit 1843 in München Jura und Philosophie. „Der junge Student besuchte neben den juristischen auch philosophische Vorlesungen, u. a. bei Friedrich Thiersch, und verkehrte bei Gelehrten und Künstlern, die mit seinen Eltern bekannt waren, wie dem Maler Moritz von Schwind. … Durch den Verkaufserfolg seiner Bücher wohlhabend geworden, ließ er sich 1872 vom Karlsruher Architekten Josef Durm in Radolfzell die „Villa Seehalde“ erbauen“ (Wikipedia). – Stellenweise stockfl., gutes Exemplar. Schlagwörter: Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
240,-- | ![]() |
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| Defoe, Daniel. Robinson Crusoe. Mit 85 Zeichnungen von (Richard) Seewald. München, Goltzverlag (1919). Gr.-4° (32,5 x 26 cm.). [4] Bl., 318 S. mit 85 (15 ganzs.) Illustrationen. Weinroter Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.
Seewald L 92-93. Schauer II, 114. – Eines von 400 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 500 Exemplare). – Der Text folgt der ältesten deutschen Übersetzung von L. E. Vischer aus dem Jahr 1720. – Defoes „Robinson“ hat seit seinem Erscheinen immer wieder Künstler zu Illustrationen animiert, Seewalds Zeichnungen entstanden 1916. Sie bilden innerhalb seines Frühwerks sicher einen Höhepunkt. Unter den teils humorigen Zeichnungen finden sich 15 ganzseitige sowie zahlreiche figürliche Initialen. – Schönes Exlibris, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Robinson und Robinsonaden |
240,-- | ![]() |
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| Goethe, (Johann Wolfgang v.). West-oestlicher Divan. Stuttgart, Cottaische Buchhandlung 1819. 8°. [2] Bl., 556 S. mit gestochenem Titel und Frontispiz (von Carl Ermer). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.
Slg. Borst 1312. Fischer, Cotta-Bibliographie 1189. Goedeke IV/3, 492, 110 alpha. Hagen 416. Kippenberg I, 400. – Erste Ausgabe, erster Druck. „Während des Drucks … wurde die fehlerhafte S. 9 des 1. Bogens durch einen Viertelbogen-Karton (S. 7-10) korrigiert, so daß Exemplare mit und ohne Karton existieren.“ (B. Fischer, Cotta-Bibliographie II, 167). – „Wie die Hinwendung zur klassischen Antike Goethes ersten großen Gedichtzyklus, die ‚Römischen Elegien‘, bestimmt hatte, so gab ihm die Begegnung mit der orientalischen Poesie, vor allem der Lektüre des ›Divan‹ des persischen Dichters Hafez […] den geistigen Anstoß zu seinem ‚West-östlichen Divan‘. […] Zu der geistigen Anregung duch die Hafis-Lektüre kam das Gefühl körperlicher und geistiger Verjüngung, einer ›wiederholten Pubertät“ […]“ (KNLL). – Im August 1814 begegnete Goethe auf seiner Reise in die Rhein-Main-Gegenden Marianne Jung, späterer von Willemer. „Aus der Leidenschaft zwischen Goethe und Marianne von Willemer, die vor allem im Herbst 1815 […] voll zur Entfaltung kam, erwuchs ein großer Teil der ‚Divan‘-Gedichte. Einige der schönsten Gedichte des Bandes stammen von der Hand der Verehrten. – Der Gestaltung des Titelblatts mit den arabischen Schriftzügen widmete Goethe größte Aufmerksamkeit. – Einen nicht unbeträchtlichen Teil des Bandes nehmen die Erläuterungen zum „Besserem Verständnis“ ein. – Rücken berieben, durchgehend etwas braunfleckig, gutes Exemplar. |
750,-- | ![]() |
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| Guitry, Sacha. Théâtre. 15 volumes. Paris, Le Livre contemporain 1959-1964. 8°. Reliures cartonnées de l’éditeur avec couvertures de protection transparentes imprimées.
Recueil exhaustif de pièces du célèbre dramaturge français, publié deux ans après sa mort. – I. Mon père avait raison, La prise de Berg-op-Zoom, Une paire de gifles, Une lettre bien tapée. – II. Quadrille, La pèlerine écossaise, Le veilleur de nuit. – III. Nono chez les zoaques, Faisons un rêve (Lasset uns träumen), Madame Bergeret. – IV. Frans Hals, Mozart, L’école des philosophes, Chagrin d’amour, Béranger. – V. Je t’aime, Deux couverts, La jalousie, Le mari, la femme et l’amant. – VI. Le comédien, Un sujet de roman, Pasteur. – VII. Jean de la Fontaine, Le bien-aimé, Le mot de Cambronne. – VIII. Désiré, L’Illusionniste, Le Nouveau Testament, Un homme d’hier et une femme d’aujourd’hui. – IX. L’amour masqué, Mariette, Ô mon bel inconnu. – X. Toâ, Françoise, Villa à vendre, Un soir quand on est seul. – XI. N’écoutez pas mesdames, Une folie, La fin du monde. – XII. Beaumarchais, Talleyrand, Monsieur Prudhomme a-t-il vécu? – XIII. Remontons les Champs-Élysées. – XIV. Deburau, Jean III, Les desseins de la Providence. – XV. Huit pièces en un acte. – Hormis de légères traces d’utilisation et d’âge, un exemplaire très bien conservé issu de cette collection extrêmement rare. Schlagwörter: Édition complète, Gesamtausgaben, Theaterstücke |
280,-- | ![]() |
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| Goethe, (Johann Wolfgang v.). Balladen und Romanzen. Mit 15 Originalradierungen von Rolf Schott. (Herausgegeben von Anton Putz zu Adlersthurn). Grünwald-München, Hesperos-Verlag 1924. 4o. 93, (2) S. mit 15 Radierungen. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Rückentitel und Kopfgoldschnitt. (14. Hesperos-Druck).
Rodenberg 403, 14. Sennewald 24, 1. – Eines von 160 Exemplaren (Gesamtauflage 260); im Druckvermerk von R. Schott signiert. – Druck bei der Mandruck, München, die Radierungen auf der Kupferpresse J. Betz eingedruckt. – Der weitgehend autodidaktisch ausgebildete Rolf Schott (1891–1977) war früh „von der Geisteswelt des Ostens und der der Griechen und Römer angezogen“ (Adolf Sennewald). Seine ersten Illustrationswerke erschienen ausschließlich im Hesperos-Verlag. – Schönes sauberes Exemplar der Halbpergamentausgabe. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signed books, Signierte Bücher |
140,-- | ![]() |
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| Mishima – Saeki Shoichi. Hyoden Mishima Yukio (A biography of Yukio Mishima). Tokyo, Shinchoscha (1978). 8°. 276, (2) p. with a portrait. Publisher’s cloth with an illustrated dust jacket and belly band (obi).
First edition of the important biography of Mishima Yukio (1925–1970), arguably the most representative and influential writer of post-war Japanese literature. – The eminent literary critic Shoichi Saeki (1922–2016) followed Mishima’s career at close quarters for a time. His biography, published in 1978, is regarded in Japan as the definitive work, as it offers a profound and analytical insight into Mishima’s literary genius and complex psyche, looking beyond the political scandals. – Mishima, who was nominated for the Nobel Prize in Literature on several occasions (1963, 1964, 1965, 1967 and 1968), wrote novels, screenplays, plays, short stories, poems and a libretto. In the 1960s, Mishima appeared in a series of sensational samurai and yakuza films. In 1960, he played the lead role in Yasuzo Masumura’s gangster film *Afraid to Die*. He also appeared in the films *Patriotism* (1966), *Black Lizard* (1968, directed by Kinji Fukasaku) and *Hitokiri* (1969, directed by Hideo Gosha). He wrote and sang the theme song for *Afraid to Die* himself. Moshima also posed for photo books featuring homoerotic semi-nude images of himself. Among other things, he modelled for the book *Bara-kei* by the photographer Eiko Hosoe and the book series *Young Samurai: Bodybuilders of Japan* by the photographer Tamotsu Yato, who is best known for his homoerotic black-and-white photographs. The American film critic Donald Richie witnessed the creation of one of Mishima’s most famous portraits: he posed in the snow, clad in a loincloth and holding a sword. His avant-garde works are characterised by a wide-ranging vocabulary, multi-layered metaphors, the fusion of traditional Japanese and modern Western literature, and his obsession with the unity of beauty, eroticism and death. In honour of his life’s work, the Mishima Prize was established in 1988 and has been awarded annually ever since. – A very fine copy. Schlagwörter: Biographie, Biographien, Biographies, Biography, Japan, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft |
140,-- | ![]() |
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| Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929. 8°. 287, (1) S. Orig.-Leinenband.
Kosch³ XII, 983. NDB XXI, 415. W.-G.² 3. – Erste Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Remarques Buch ist das Denkmal unseres unbekannten Soldaten. Von allen Toten geschrieben“ (Walter von Molo, Umschlagtext). – „Am 10.11.1928 begann in der „Vossischen Zeitung“ der Vorabdruck seines Romans „Im Westen nichts Neues“, in der R. die Geschichte einer Generation erzählt, „die vom Krieg zerstört wurde“; die erste dt. Buchausgabe erschien Anfang 1929 im Ullstein-Verlag, die Auflage überschritt bereits im Juni 1930 die Millionengrenze. Durch seinen in mehr als 20 Sprachen übersetzten Roman, der die Fronterlebnisse des 1. Weltkriegs literarisch verarbeitete, wurde R. über Nacht zu einem der berühmtesten, umstrittensten und reichsten dt.sprachigen Autoren seiner Zeit. Ebenfalls ein Welterfolg wurde der 1930 unter der Regie von Lewis Milestone in Hollywood gedrehte gleichnamige Film, dessen Vorführungen in Berlin Ende 1930 von den Nationalsozialisten massiv gestört wurden. Von der Filmprüfstelle bald zeitweise verboten und vom Reichstag in einer Debatte mehrheitlich scharf kritisiert, wurde er erst wieder nach 1952 in einer gekürzten Fassung in bundesdt. Kinos gebracht“ (W. v. Sternburg in NDB). – Einband leicht braunfleckig, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1939-1945> |
220,-- | ![]() |
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| Gallizier, Nathan Under the Witches’ Moon. A romantic tale of mediaeval Rome. Boston, The Page Company 1917. 8°. VIII, [2], 455, [5], 10 pages with a colour frontispiece, an illustrated title page and 3 colour plates by Margaret West Kinney and Troy Sylvanus Kinney. Publisher’s decorated cloth with gold-embossed titles on the spine and front cover, and a front cover illustration in black, gold and red.
Bleiler, The Checklist of Fantastic Literature 122. Bleiler, The Guide to Supernatural Fiction 677. Nitka Collection of Fantastic Fiction (UCLA) 1605, Box 74. – First edition, first impression. – Signed by N. Gallizier. – The pilgrim Tristan of Avalon travels to the Eternal City to atone for his forbidden love for Hellayne – the wife of his feudal lord. Once there, however, Tristan quickly becomes entangled in a dense web of power struggles, passion and betrayal. He encounters the influential ‘Courtesan Queen of the Aventine’, is appointed commander of Castel Sant’Angelo by Senator Alberich, and must stand his ground against the sinister machinations of Grand Chamberlain Basil. – *Under the Witches’ Moon* marks the conclusion, or late climax, of a series of Gallizier’s novels set in Italy. He had previously explored similar themes in *The Sorceress of Rome* (1907) and *The Hill of Venus* (1913), all of which revolve around the ambivalence between Christian asceticism (pilgrimage) and worldly, often sinful passion. The book is a classic example of turn-of-the-century American historical romance. Unlike the European historical novel, which was often socially critical (as in the works of Walter Scott or Victor Hugo), the American trend of this period focused on escapism, melodrama and a rich atmosphere. Gallizier was known for combining meticulous historical research with highly imaginative, emotional tales of love and adventure. – Featuring beautiful Art Nouveau illustrations by the famous American artist couple Troy Kinney (1871–1938) and Margaret West Kinney (1872–1952), who were among the leading illustrators. As well as Nathan Gallizier’s lavish historical novels, they designed, amongst other things, book covers for Harper’s Bazaar magazine and illustrations for prominent authors such as Arthur Conan Doyle (for his historical novel *Sir Nigel*). Their shared passion was dance, which is why, in 1914, they wrote and illustrated the seminal work *The Dance: Its Place in Art and Life*, which remains well-known to this day. – The front cover has a small grease stain in the bottom right-hand corner, contemporary owner’s inscription in German (″Erhalten vom Autor am 15 August 1919 …“), a very good copy. Schlagwörter: Fantasie, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Middle Ages, Mittelalter, Phantastik / Utopie, Rom, Signed books, Signierte Bücher, Trivial literature, Trivialliteratur, Trivialroman |
140,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Italien. Verse. XX Radierungen von Hermann Struck. Berlin, Euphorion-Verlag (1923). Folio (37 x 28 cm.). [12] Doppelblätter mit signierter radierter Titelvignette und 19 Orig.-Radierungen. Illustr. Orig.-Halbpergamenteinband mit goldgepr. Rückentitel und Kopfgoldschnitt.
Kliemann/Silomon 42. Hesse Katalog Marbach 1977, S. 329. Mileck III, 16. Waibler E 100. W.-G.² 125. – Erste Ausgabe. Eines von 322 num. Exemplaren auf Bütten; die Titelvignette von H. Struck signiert. Die wohl schönste zu Hesses Lebzeiten erschienene Gedichtsammlung. Die elf Gedichte (Alpenpass, Über die Alpen, Im Norden, Der Abenteurer, Ankunft in Cremona, Piazetta, Chioggia, Italienische Nacht, Padua, Reine Lust und Mittag im Boot) wurden von dem bedeutenden Maler und Radierer H. Struck (1876-1944) kongenial illustriert. Struck veröffentlichte 1908 sein wichtigstes theoretisches Werk: „Die Kunst des Radierens“. Es wurde zu einem Standardwerk der Fachliteratur. Struck bildete daraufhin Künstler wie Lovis Corinth, Max Slevogt, Marc Chagall und Max Liebermann in dieser Technik aus. Die vorliegende Arbeit ist eine der letzten Veröffentlichungen Strucks in Deutschland; aufgrund des wachsenden Antisemitismus in Deutschland wanderte er Ende 1922 nach Palästina aus. Er ließ sich in Haifa nieder. Jedoch behielt er noch bis 1933 seine Berliner Wohnung und reiste regelmäßig in den Sommermonaten nach Deutschland zurück. – Deckel im Rand angestaubt, Vorderdeckel im unteren Rand mit schwacher Feuchtigkeitsspur, schönes Jugendstil-Exlibris, Vorsätze und Titelblatt etwas und zwei Seiten stärker braunfleckig, sonst nur vereinzelt leicht braunfleckig. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher |
600,-- | ![]() |
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| Byron, (Lord George Gordon Noel). Byron’s Sämmtliche Werke. Zweite Taschenausgabe. (Herausgegeben von) Adolf Böttger. 12 in 6 Bänden. Leipzig, Otto Wigand 1847. Kl.-8° (15 x 11,5 cm.). Mit 12 Frontispizen in Stahlstich. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung.
ADB III, 201 f. Brümmer I, 313 (Ausg. 1841). Graesse I, 585 (Ausg. 1844). Kosch I, 723. – Zuerst 1839 erschienene Übersetzung der Werke des bedeutendsten britischen Romantikers. – „Seine Uebersetzung Byron’s, welche zuerst 1840 erschien, dann aber mehrfach aufgelegt wurde, hat dem deutschen Volke zuerst die Tiefe dieses großen Dichters erschlossen und war bis auf Gildemeister mustergültig“ (J. L. T. Merzdorf in ADB). – Rücken etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Don Juan, Gesamtausgaben, Romantik |
140,-- | ![]() |
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| Kolb, Annette. Glückliche Reise. Stockholm, Bermann-Fischer 1940. Kl.-8° (16,5 x 11 cm.). 231 S. Orig.-Leinenband.
NDB XII, 438 ff. Sterfeld/Tiedemann 279. W.-G.² 26. – Erste Ausgabe des Reiseberichts. Annette Kolb (1870-1967) schildert ihre Fahrt zur Tagung des Internationalen P.E.N.-Clubs nach New York, bei der sie unter anderem US-Präsident Franklin D. Roosevelt traf und Thomas sowie Katia Mann in Princeton besuchte. – „Als der politisch hellsichtige (René) Schickele Ende 1932 vor den Nazis ins Exil geht, da er einen neuen Krieg vorausahnt, flüchtet auch Annette Kolb aus Deutschland, nachdem sie 1933 in ihrem „Beschwerdebuch“ öffentlich gegen Hitler Position bezogen hatte. Sie reist danach in ganz Europa umher; 1937 erscheint ihre Biografie über Mozart, ihren Lieblingskomponisten, den sie von der Brutalität der Gesellschaft in den Tod getrieben sieht – es ist nicht weniger ihr eigenes Leiden und Empfinden der ihr eigenen Zeit, das darin Widerschein findet. Als die Deutschen in Frankreich einmarschieren, geht sie auf einer abenteuerlichen Reise zum dritten Mal ins Exil, diesmal nach USA. Es wird die bitterste Zeit ihres Lebens, ohne Freunde, ständig in Geldnöten, zudem leidet sie an den Folgen eines Unfalls. Kolb kehrt schon 1945 nach Europa zurück, zuerst nach Paris, wo ihr der Freund, Diplomat und erste deutsche Botschafter, Wilhelm Hausenstein, unter die Arme greift“ (Literarisches Museum Badenweiler). – Zeitgenöss. Besitzvermerk, schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Exil, Exilliteratur |
50,-- | ![]() |
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| Lampe, Friedo. Das Gesamtwerk. Am Rande der Nacht. Septembergewitter. Von Tür zu Tür. Aus dem Nachlaß. Nachwort von Johannes Pfeiffer. 1. – 4. Tausend. Hamburg, Rowohlt Verlag (1955). 8°. 329, (1) S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag von Werner Rebhuhn und Klarsichtschutzumschlag.
W.-G.² 7. – Erste Gesamtausgabe. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
40,-- | ![]() |
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| Herder, J(ohann) G(ottfried) v. Briefe zu Beförderung der Humanität. Erste bis zehnte Sammlung. 10 Teile in 5 Bänden. Riga, Johann Friedrich Hartknoch 1793-1797. Kl.-8° (16 x 10 cm.). Mit gestoch. Frontispiz von (Johann) H(einrich) Lips nach (Johann) H(einrich) Meyer „Die Muse der Humanität“. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung.
Slg. Borst 688. Goedeke IV 1, 732, 88. NDB VIII, 595 ff. Schulte/Strathaus 61. VD18 15472949. – Erste Ausgabe, der neben Schillers Briefen der ästhetischen Erziehung bedeutendsten Sammlung der Ideale der deutschen Klassik. Das Frontispiz zeigt „die Muse der Humanität, auf dem Zodiakus thronend, zusammengerollte Blätter in der Rechten; unter ihren Füßen dreht sich der Erdball“ (Schulte-Strathaus). – Die Idee zu den ‚Briefen“ kam Herder im Frühjahr 1792. An Gleim schrieb er: „Ich gehe jetzt in Gedanken mit Briefen, die Fortschritte der Humanität betreffend, um, in die ich das Beste, das ich in Herz und Seele trage, zu legen gedenke. Verleih der Himmel mir Gesundheit, Muße, Geschick und Freude! … Ihre Gefühle an der krankenden Menschheit, zumal Fürstenheit, haben mich tief durchdrungen, das Jahrhundert eilt mit beschleunigendem Fall zu Ende! An den sollen sich also auch meine humanistischen oder humanen Briefe schließen, so Gott hilft … ‘. – Die Briefe’ enthalten auch erstaunlich aktuelle Passagen mit Herders politischem Glaubensbekenntnis. Außerdem Beiträge von Claudius, Knebel, Stolberg, Voß u. a. In Teil IX ließ Herder das Gedicht vom Nationalruhm aus Zensurgründen entfernen, so dass vom letzten Bogen M nur das erste Blatt blieb. – „Die politischen Umstände behindern das freie Wort, darum werden jetzt Formen genutzt und neu ersonnen, in denen Herder sich äußern kann … In den ‚Briefen‘ kommen Josef II., Luther oder der Rebell B. Franklin gezielt zu Wort und Herder spricht sich durch Partnerbriefe kaschiert aus … veröffentlicht als Ersatz für den Gegenwartsband der ‚Ideen‘, deren Meinungen über Regierungsform, Volkserziehung und davon abhängige Kulturhöhe aktualisierend“ (H.-W. Jäger in NDB). Wegen des „Gesprächs nach dem Tode des Kaiser Josephs II.“ wurde das Werk in Österreich verboten. – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Briefsammlung |
650,-- | ![]() |
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| Rodríguez, Luis Felipe. Ciénaga y otros relatos. (Compilación, prólogo y notas Cira Romero. Edición Ana Maria Munoz). Ciudad de La Habana, Editorial Letras Cubanas 1984. Gr.-8° (23,5 x 16 cm.). 558 p., [1] h. Cinta de lino verde original con sobrecubierta ilustrada a color (cibierta Roberto Medina).
Primera edición de la antología con relatos del destacado escritor cubano Luis Felipe Rodríguez (1884-1947), quien es considerado una figura clave del realismo social y de la narrativa rural (narrativa de la tierra) en Cuba. La primera gran retrospectiva completa tras la muerte del autor, complementada con un ensayo biográfico y analítico bien documentado, así como con notas a pie de página detalladas de Cira Romero. Con los relatos *Como opinaba Damián Paredes* (1916); *La Pascua de la tierra natal* (1928); *Relatos de Marcos Antilla. La tragedia del cañaveral* (1932); *Ciénaga* (1937) y «Algunos cuentos no recogidos en libro». – Luis Felipe Rodríguez, uno de los narradores cubanos más destacados de la primera mitad del siglo XX, fue uno de los principales representantes del «Grupo Literario de Manzanillo», que influyó profundamente en la literatura cubana fuera de la capital, La Habana, y la modernizó. – La sobrecubierta está ligeramente desgastada, pero es un ejemplar en muy buen estado. Schlagwörter: Kuba |
100,-- | ![]() |
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