Literatur und Literaturwissenschaft / Illustrierte Bücher / Pressendrucke
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Hebbel, Friedrich. Sämtliche Werke. Nebst den Tagebüchern und einer Auswahl der Briefe. Herausgegeben von Paul Bornstein. (Säkularausgabe). 6 Bände (mehr nicht erschienen). München und Leipzig, Georg Müller (1911-1926). Gr.-8°. Mit Tafeln und teils gefalteten Faksimiles. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und dekorativer Rückenvergoldung.
25 Jahre Georg Müller S. 155 f. – Vollständig wegen des langen Erscheinungszeitraums selten. – Rückenschilder von Band V und VI wie meist in Grün statt Braun und bei allen Bänden etwas aufgehellt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
100,-- | ![]() |
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| Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929. 8°. 287, (1) S. Orig.-Leinenband.
Kosch³ XII, 983. NDB XXI, 415. W.-G.² 3. – Erste Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Remarques Buch ist das Denkmal unseres unbekannten Soldaten. Von allen Toten geschrieben“ (Walter von Molo, Umschlagtext). – „Am 10.11.1928 begann in der „Vossischen Zeitung“ der Vorabdruck seines Romans „Im Westen nichts Neues“, in der R. die Geschichte einer Generation erzählt, „die vom Krieg zerstört wurde“; die erste dt. Buchausgabe erschien Anfang 1929 im Ullstein-Verlag, die Auflage überschritt bereits im Juni 1930 die Millionengrenze. Durch seinen in mehr als 20 Sprachen übersetzten Roman, der die Fronterlebnisse des 1. Weltkriegs literarisch verarbeitete, wurde R. über Nacht zu einem der berühmtesten, umstrittensten und reichsten dt.sprachigen Autoren seiner Zeit. Ebenfalls ein Welterfolg wurde der 1930 unter der Regie von Lewis Milestone in Hollywood gedrehte gleichnamige Film, dessen Vorführungen in Berlin Ende 1930 von den Nationalsozialisten massiv gestört wurden. Von der Filmprüfstelle bald zeitweise verboten und vom Reichstag in einer Debatte mehrheitlich scharf kritisiert, wurde er erst wieder nach 1952 in einer gekürzten Fassung in bundesdt. Kinos gebracht“ (W. v. Sternburg in NDB). – Einband leicht braunfleckig, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1939-1945> |
220,-- | ![]() |
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| Gallizier, Nathan Under the Witches’ Moon. A romantic tale of mediaeval Rome. Boston, The Page Company 1917. 8°. VIII, [2], 455, [5], 10 pages with a colour frontispiece, an illustrated title page and 3 colour plates by Margaret West Kinney and Troy Sylvanus Kinney. Publisher’s decorated cloth with gold-embossed titles on the spine and front cover, and a front cover illustration in black, gold and red.
Bleiler, The Checklist of Fantastic Literature 122. Bleiler, The Guide to Supernatural Fiction 677. Nitka Collection of Fantastic Fiction (UCLA) 1605, Box 74. – First edition, first impression. – Signed by N. Gallizier. – The pilgrim Tristan of Avalon travels to the Eternal City to atone for his forbidden love for Hellayne – the wife of his feudal lord. Once there, however, Tristan quickly becomes entangled in a dense web of power struggles, passion and betrayal. He encounters the influential ‘Courtesan Queen of the Aventine’, is appointed commander of Castel Sant’Angelo by Senator Alberich, and must stand his ground against the sinister machinations of Grand Chamberlain Basil. – *Under the Witches’ Moon* marks the conclusion, or late climax, of a series of Gallizier’s novels set in Italy. He had previously explored similar themes in *The Sorceress of Rome* (1907) and *The Hill of Venus* (1913), all of which revolve around the ambivalence between Christian asceticism (pilgrimage) and worldly, often sinful passion. The book is a classic example of turn-of-the-century American historical romance. Unlike the European historical novel, which was often socially critical (as in the works of Walter Scott or Victor Hugo), the American trend of this period focused on escapism, melodrama and a rich atmosphere. Gallizier was known for combining meticulous historical research with highly imaginative, emotional tales of love and adventure. – Featuring beautiful Art Nouveau illustrations by the famous American artist couple Troy Kinney (1871–1938) and Margaret West Kinney (1872–1952), who were among the leading illustrators. As well as Nathan Gallizier’s lavish historical novels, they designed, amongst other things, book covers for Harper’s Bazaar magazine and illustrations for prominent authors such as Arthur Conan Doyle (for his historical novel *Sir Nigel*). Their shared passion was dance, which is why, in 1914, they wrote and illustrated the seminal work *The Dance: Its Place in Art and Life*, which remains well-known to this day. – The front cover has a small grease stain in the bottom right-hand corner, contemporary owner’s inscription in German (″Erhalten vom Autor am 15 August 1919 …“), a very good copy. Schlagwörter: Fantasie, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Middle Ages, Mittelalter, Phantastik / Utopie, Rom, Signed books, Signierte Bücher, Trivial literature, Trivialliteratur, Trivialroman |
140,-- | ![]() |
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| Byron, (Lord George Gordon Noel). Byron’s Sämmtliche Werke. Zweite Taschenausgabe. (Herausgegeben von) Adolf Böttger. 12 in 6 Bänden. Leipzig, Otto Wigand 1847. Kl.-8° (15 x 11,5 cm.). Mit 12 Frontispizen in Stahlstich. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung.
ADB III, 201 f. Brümmer I, 313 (Ausg. 1841). Graesse I, 585 (Ausg. 1844). Kosch I, 723. – Zuerst 1839 erschienene Übersetzung der Werke des bedeutendsten britischen Romantikers. – „Seine Uebersetzung Byron’s, welche zuerst 1840 erschien, dann aber mehrfach aufgelegt wurde, hat dem deutschen Volke zuerst die Tiefe dieses großen Dichters erschlossen und war bis auf Gildemeister mustergültig“ (J. L. T. Merzdorf in ADB). – Rücken etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Don Juan, Gesamtausgaben, Romantik |
140,-- | ![]() |
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| Masereel, Frans. Bilder der Großstadt. Mit einer Einleitung von Romain Rolland. Wohlfeile (zweite) Ausgabe. Dresden, Carl Reissner 1929. 4°. 9 , 112 S., [2] Bl. mit 112 ganzs. Illustrationen nach Tuschezeichnungen. Illustr. Orig.-Pappband.
Von der Gabelentz B 16. Göbel 664. Ritter B a 20. – Erschien zuerst 1926 und parallel auch bei Kurt Wolff in München. – Die Ausgabe wurde 1933 wegen „Gefährdung von Sitte und Anstand“ beschlagnahmt. – Einband etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
80,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Romantische Lieder. Dresden, Leipzig, E. Pierson’s Verlag 1899 (eig. Herbst 1898). 8°. 44 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Slg. Borst 4346. Klimann/Silomon 1. Hesse-Katalog Marbach 1977, 223. Mileck II, 1. Waibler E 125. W.-G.² 1. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung. – „Maria und Frau Gertrud gewidmet – Seht, der Fremdling ist hier, der aus demselben Land / Sich verbannt fühlt wie ihr, traurige Stunden sind / Ihm geworden; es neigte / Früh der fröhliche Tag sich ihm. (Novalis)“ – „Schon als Zwölfjähriger begann Hesse erste Gedichte zu schreiben. 1890 machte er dramatische Versuche; ‚Aus deutscher Vorzeit‘ ist der Titel einer Geschichte, die im selben Jahr entstand. „Von meinem dreizehnten Jahr an war mir das eine klar, daß ich entweder ein Dichter oder gar nichts werden wolle“, schrieb er 1925 in seinem nach Jean Pauls Vorbild als ‚Konjekturalbiographie‘ bezeichneten ‚Kurzgefaßten Lebenslauf‘ (GW 6, S. 393 f.). Die Gedichte der ersten gedruckten Sammlung stammen aus der Zeit zwischen Februar 1897 und Juni 1898. ‚Ich bin ein Stern‘ und ‚Chopin II/III‘ entstanden früher. Hesse stellte den Band im Juli 1898 zusammen. Von 600 Exemplaren der Erstauflage wurden im Erscheinungsjahr 43 broschierte und 11 gebundene Exemplare verkauft, 25 Freistücke abgegeben und 43 Rezensionsexemplare verschickt. Pierson war ein in der Branche bekannter Kommissionsverlag, der gegen Bezahlung der Druckkosten vielen Autoren ein Debut erlaubte“ (B. Zeller in Hesse-Katalog, Marbach). – Gleichzeitig erschien auch gebundene Ausgabe mit Jugendstil-Ornamentik auf dem Vorderdeckel (vgl. Abbildung im Marbacher Hesse Katalog S. 203). Die vorliegende broschierte Ausgabe zeigt auf dem Vorderdeckel eine stilisierte Waldlandschaft und auf dem Rückendeckel Verlagsanzeigen. Da Hesse den Druck mit 175 Mark privat bezuschussen musste, griff der Verlag auf eine für die Jahrhundertwende typische, aber kostengünstige ornamentale Reihen- oder Standardgestaltung zurück, statt einen bekannten Künstler separat mit einer exklusiven Bildillustration zu beauftragen. – Rücken unauffällig und fachgerecht restauriert, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erstlingswerk, Lyrik |
1.800,-- | ![]() |
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| Sperber, Manès. Der verbrannte Dornbusch. Roman. 1. – 3. Tausend. Mainz, Internationaler Universum-Verlag 1950. 8°. 604 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag von Peter Scherling.
W.-G.² 4. – Erste deutsche Ausgabe; die französische Originalausgabe erschien 1949. – Der erste Band der Romantrilogie „Wie eine Träne im Ozean“. „Die Trilogie, bestehend aus den Bänden Der verbrannte Dornbusch, Tiefer als der Abgrund und Die verlorene Bucht, ist Sperbers bedeutendstes Romanwerk und hat zusammen mit seiner Autobiographie seinen Ruf begründet. … Im ersten Teil der Trilogie wird die Geschichte von verschiedenen kommunistischen Kämpfern erzählt. Sie sehen sich angesichts der Stalinisierung der kommunistischen Partei in den 30er Jahren zu einer Reaktion auf diese Veränderung gezwungen. Sie müssen ihr Verhältnis zur Partei neu definieren und eine Stellungnahme zu Sinn und Art politischen Handelns überhaupt entwickeln. Der Held der Trilogie, Dojno Faber, gehört zu denen, die mit der Partei brechen: Er ist desillusioniert was die Machbarkeit der Geschichte angeht, und er beginnt an der Unwirksamkeit politischen Handelns zu verzweifeln. Die Entwicklung, die zu diesem Punkt führt, wird durch Gespräche, vor allem mit Professor Erich von Stetten, einem liberalen, politisch abstinenten Gelehrten und einer geistigen Autorität aus Fabers Jugend, nachvollziehbar gemacht. … Am ersten Teil schrieb Sperber von 1940 bis 1948; der zweite Teil und der dritte Teil entstanden zwischen 1948 und 1951. Alle drei Teile verfasste er in deutscher Sprache, sie wurden jedoch zunächst in französischer Übersetzung veröffentlicht: der erste Teil 1949, der zweite und der dritte 1952“ (Wikipedia). – Sehr schönes sauberes Exemplar. |
50,-- | ![]() |
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| Kolb, Annette. Glückliche Reise. Stockholm, Bermann-Fischer 1940. Kl.-8° (16,5 x 11 cm.). 231 S. Orig.-Leinenband.
NDB XII, 438 ff. Sterfeld/Tiedemann 279. W.-G.² 26. – Erste Ausgabe des Reiseberichts. Annette Kolb (1870-1967) schildert ihre Fahrt zur Tagung des Internationalen P.E.N.-Clubs nach New York, bei der sie unter anderem US-Präsident Franklin D. Roosevelt traf und Thomas sowie Katia Mann in Princeton besuchte. – „Als der politisch hellsichtige (René) Schickele Ende 1932 vor den Nazis ins Exil geht, da er einen neuen Krieg vorausahnt, flüchtet auch Annette Kolb aus Deutschland, nachdem sie 1933 in ihrem „Beschwerdebuch“ öffentlich gegen Hitler Position bezogen hatte. Sie reist danach in ganz Europa umher; 1937 erscheint ihre Biografie über Mozart, ihren Lieblingskomponisten, den sie von der Brutalität der Gesellschaft in den Tod getrieben sieht – es ist nicht weniger ihr eigenes Leiden und Empfinden der ihr eigenen Zeit, das darin Widerschein findet. Als die Deutschen in Frankreich einmarschieren, geht sie auf einer abenteuerlichen Reise zum dritten Mal ins Exil, diesmal nach USA. Es wird die bitterste Zeit ihres Lebens, ohne Freunde, ständig in Geldnöten, zudem leidet sie an den Folgen eines Unfalls. Kolb kehrt schon 1945 nach Europa zurück, zuerst nach Paris, wo ihr der Freund, Diplomat und erste deutsche Botschafter, Wilhelm Hausenstein, unter die Arme greift“ (Literarisches Museum Badenweiler). – Zeitgenöss. Besitzvermerk, schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Exil, Exilliteratur |
50,-- | ![]() |
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| Lampe, Friedo. Das Gesamtwerk. Am Rande der Nacht. Septembergewitter. Von Tür zu Tür. Aus dem Nachlaß. Nachwort von Johannes Pfeiffer. 1. – 4. Tausend. Hamburg, Rowohlt Verlag (1955). 8°. 329, (1) S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag von Werner Rebhuhn und Klarsichtschutzumschlag.
W.-G.² 7. – Erste Gesamtausgabe. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
40,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Narziß und Goldmund. Erzählung. Berlin, S. Fischer 1930. 8°. 417 S., [1] Bl. Hellblauer Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel auf schwarzem Grund, Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Deckelmonogramm (von E. R. Weiß) und farbig illustr. Schutzumschlag (von Hans Meid). (Gesammelte Werke in Einzelausgaben).
Mileck II, 58. W.-G.² 169. – Erste Ausgabe. – „Der ‚Goldmund‘ entzückt die Leute. Er ist zwar um nichts besser als der Steppenwolf, der kompositorisch gebaut ist wie eine Sonate, aber beim Goldmund kann der gute deutsche Leser Pfeife rauchen und ans Mittelalter denken, und das Leben so schön und wehmütig finden. So hat er wieder einmal ein Buch nach seinem Herzen gefunden“ (H. Hesse in einem Brief an Erwin Ackerknecht, 1930). – Der seltene Schutzumschlag am Rücken etwas berieben und mit kleineren Randläsuren, zeitgenöss. Besitzvermerk, sonst sehr gut erhalten. |
450,-- | ![]() |
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| Herder, J(ohann) G(ottfried) v. Briefe zu Beförderung der Humanität. Erste bis zehnte Sammlung. 10 Teile in 5 Bänden. Riga, Johann Friedrich Hartknoch 1793-1797. Kl.-8° (16 x 10 cm.). Mit gestoch. Frontispiz von (Johann) H(einrich) Lips nach (Johann) H(einrich) Meyer „Die Muse der Humanität“. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung.
Slg. Borst 688. Goedeke IV 1, 732, 88. NDB VIII, 595 ff. Schulte/Strathaus 61. VD18 15472949. – Erste Ausgabe, der neben Schillers Briefen der ästhetischen Erziehung bedeutendsten Sammlung der Ideale der deutschen Klassik. Das Frontispiz zeigt „die Muse der Humanität, auf dem Zodiakus thronend, zusammengerollte Blätter in der Rechten; unter ihren Füßen dreht sich der Erdball“ (Schulte-Strathaus). – Die Idee zu den ‚Briefen“ kam Herder im Frühjahr 1792. An Gleim schrieb er: „Ich gehe jetzt in Gedanken mit Briefen, die Fortschritte der Humanität betreffend, um, in die ich das Beste, das ich in Herz und Seele trage, zu legen gedenke. Verleih der Himmel mir Gesundheit, Muße, Geschick und Freude! … Ihre Gefühle an der krankenden Menschheit, zumal Fürstenheit, haben mich tief durchdrungen, das Jahrhundert eilt mit beschleunigendem Fall zu Ende! An den sollen sich also auch meine humanistischen oder humanen Briefe schließen, so Gott hilft … ‘. – Die Briefe’ enthalten auch erstaunlich aktuelle Passagen mit Herders politischem Glaubensbekenntnis. Außerdem Beiträge von Claudius, Knebel, Stolberg, Voß u. a. In Teil IX ließ Herder das Gedicht vom Nationalruhm aus Zensurgründen entfernen, so dass vom letzten Bogen M nur das erste Blatt blieb. – „Die politischen Umstände behindern das freie Wort, darum werden jetzt Formen genutzt und neu ersonnen, in denen Herder sich äußern kann … In den ‚Briefen‘ kommen Josef II., Luther oder der Rebell B. Franklin gezielt zu Wort und Herder spricht sich durch Partnerbriefe kaschiert aus … veröffentlicht als Ersatz für den Gegenwartsband der ‚Ideen‘, deren Meinungen über Regierungsform, Volkserziehung und davon abhängige Kulturhöhe aktualisierend“ (H.-W. Jäger in NDB). Wegen des „Gesprächs nach dem Tode des Kaiser Josephs II.“ wurde das Werk in Österreich verboten. – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Briefsammlung |
650,-- | ![]() |
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| Rodríguez, Luis Felipe. Ciénaga y otros relatos. (Compilación, prólogo y notas Cira Romero. Edición Ana Maria Munoz). Ciudad de La Habana, Editorial Letras Cubanas 1984. Gr.-8° (23,5 x 16 cm.). 558 p., [1] h. Cinta de lino verde original con sobrecubierta ilustrada a color (cibierta Roberto Medina).
Primera edición de la antología con relatos del destacado escritor cubano Luis Felipe Rodríguez (1884-1947), quien es considerado una figura clave del realismo social y de la narrativa rural (narrativa de la tierra) en Cuba. La primera gran retrospectiva completa tras la muerte del autor, complementada con un ensayo biográfico y analítico bien documentado, así como con notas a pie de página detalladas de Cira Romero. Con los relatos *Como opinaba Damián Paredes* (1916); *La Pascua de la tierra natal* (1928); *Relatos de Marcos Antilla. La tragedia del cañaveral* (1932); *Ciénaga* (1937) y «Algunos cuentos no recogidos en libro». – Luis Felipe Rodríguez, uno de los narradores cubanos más destacados de la primera mitad del siglo XX, fue uno de los principales representantes del «Grupo Literario de Manzanillo», que influyó profundamente en la literatura cubana fuera de la capital, La Habana, y la modernizó. – La sobrecubierta está ligeramente desgastada, pero es un ejemplar en muy buen estado. Schlagwörter: Kuba |
140,-- | ![]() |
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| Clarke, Arthur C(harles). Prelude to space. London, Sidgwick and Jackson (1953). 8°. 176 p. Dark red original linen binding with a colour-illustrated dust jacket (by Gerard Quinn).
Currey p. 101. Samuelson A 3 c. – First UK edition and first hardcover edition, as compared with the first American edition of 1951 (as a paperback, New York, World Editions Inc.), with textual revisions. – Written in 1947, the novel follows a historian documenting the upcoming launch of Prometheus, the world’s first moonbound spacecraft. It is highly regarded by science fiction collectors for its accurate technological predictions, which heavily mirrored the actual Space Shuttle program decades later. – „Sir Arthur Charles Clarke was one of the most visionary minds of the 20th century—a rare figure who bridged the worlds of hard science and speculative fiction with equal mastery. Born on December 16, 1917, in the small seaside town of Minehead, England, Clarke’s fascination with the future began early. As a boy, he devoured American science fiction pulp magazines and built his first telescope from cardboard tubes, gazing at the moon with a longing that would define his life’s work. … As a writer, Clarke’s career soared with the 1951 publication of Childhood’s End, a novel that explored human evolution and cosmic transcendence. His true masterpiece arrived in 1968: 2001: A Space Odyssey, which he developed in parallel with Stanley Kubrick’s landmark film. Both the novel and the film redefined science fiction, presenting a realistic, awe-inspiring vision of humanity’s journey into the cosmos“ (L. W. Currey). – The dust jacket has small areas missing from the top edge and is slightly scuffed, but is otherwise in very good condition. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie, Raumfahrt, Science Fiction |
350,-- | ![]() |
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| Hesse – Ball, Hugo. Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk. Mit einem Anhang von Anni Carlsson. 7.-16. Tausend. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag 1947. 8°. 306 S., [2] Bl. Orig.-Pappband mit goldgepr. Rückenschild und Schutzumschlag.
Erweiterte Fassung der zuerst 1927 veröffentlichten Biographie. – Schutzumschlag etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Suhrkamp |
25,-- | ![]() |
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| Clarke, Arthur C(harles). 2001, a space odyssey. A novel, based on the screenplay by Stanley Kubrick and Arthur C. Clarke. London, Hutchinson of London (1968). 8°. 224 p. Publisher’s cardboard binding with a colour-illustrated dust jacket (designed by Michael Brett).
Currey p. 27 f. Samuelson A21. – First UK edition. Published in June 1968, at the same time as the American edition (New York, The New American Library), just a few weeks after the film’s UK cinema release in May 1968. Arthur C. Clarke himself noted in his memoirs (The Lost Worlds of 2001) that Stanley Kubrick’s final approval of the book manuscript had delayed its publication until the summer of that year. – The front of the dust jacket features the actor Keir Dullea as Dr David Bowman. The back shows the spaceship Discovery. – The story is based in part on various short stories by Clarke, including „The Sentinel“ (written in 1948 for a BBC competition, but first published in 1951 under the title „Sentinel of Eternity“). The first part of the novel, in which aliens influence the primitive ancestors of humans, is similar to the plot of Clarke’s 1953 short story „Encounter in the Dawn“. – „The novel has very little of the poetry of the picture“ and „lacks most of the picture’s strengths“, but that „it has to be read before one can understand the picture“ (James Blish, The Future in Books, 1969, p. 141 f.). – „And, of course, it is a fantasy—you need not believe it—but a fantasy by a master who is as deft at generating accelerating, almost painful suspense as he is knowledgeable and accurate (and fascinating) about the technical and human details of space flight and exploration. But it is finally the stretching of the imagination that is most enthralling as Mr. Clarke entices the reader into strange and magnificent conceptions of other forms of time, dimension and existence“ (Eliot Fremont-Smith, New York Times, July 5, 1968). – The dust jacket has minor tears at the edges; a fine copy. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie, Science Fiction |
850,-- | ![]() |
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| Eberhard, (Christian) A(ugust) G(ottlob). Vermischte Gedichte. 2 Bände. Halle, Renger 1833. 12° (14 x 9 cm.). IV, 240 S.; Titel, 254 S. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
Goedeke IX, 8, VI, 427, 30. – Erste Gesamtausgabe der Gedichte, erschien auch als Teil der „Gesammelten Schriften“. – August Gottlob Eberhard (1769-1845), typischer Vertreter der Spätaufklärung, der Biedermeier-Zeit und der literarischen Nachklassik, wurde mit dem Kinderbuch „Hannchen und die Küchlein“ (1802) berühmt. – Deckel etwas berieben, Name auf den Titelblättern, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Lyrik |
80,-- | ![]() |
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| McCarthy, Cormac. No Country for Old Men. New York, Alfred A. Knopf 2005. 8°. 309, (1) p. Black cloth in color-illustrated dust jacket (photograph by Matt Lindsay, design by Chip Kidd).
First edition, first printing. Fine dust jacket, unclipped $24.95 to front flap; „7/2005“ code to rear flap. – „A harrowing story of a war that society is waging on itself, and an enduring meditation on the ties of love and blood and duty that inform lives and shape destinies. No Country for Old Men is a novel of extraordinary resonance and power“ (front flap). – Adapted in 2007 by Joel and Ethan Coen into a film that won four Academy Awards. – Near fine copy. Schlagwörter: Film |
140,-- | ![]() |
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| Thomas von Kempen (lat. Thomas a Kempis). Die vier Bücher von der Nachfolge Christi 1379-1471. Auf Grundlage der Goerresschen Uebertragung durchgesehene Ausgabe. Mit Symbolen von Melchior Lechter. Berlin, Einhorn Presse 1922. Folio (39,5 x 25 cm.). 327 S., [3] Bl. mit illustr. Doppel-Titel, 4 illustr. Zwischentiteln, 114 figürlichen Initialen, 27 Vignetten und 4 Randbordüren von M. Lechter. Blindgepr. Orig.-Pappband (″asiatischer Pflanzenstoff“) mit goldgepr. Rückentitel, Deckelvignette und Kopfgoldschnitt mit Schutzumschlag im Pappschuber. (Opus IV der Einhorn-Presse).
Raub A 114. Rodenberg 151, IV. Schauer II, 12. – Nr. 456 von 1000 Exemplaren (Gesamtauflage 1005 Exemplare); im Druckvermerk von M. Lechter in roter Tinte monogrammiert und nummeriert. – Schöner Druck bei Otto von Holten in Rot, Blau und Schwarz „auf eigens angefertigtem Altbütten“. – Melchior Lechter ergänzte Thomas von Kempens Text um Auszüge aus den hinduistischen Upanishaden. – „Der Gründer der Einhorn-Presse ist Melchior Lechter, dessen Tätigkeit am Buche im Jahre 1896 mit Buchdeckelmalereien zu Werken des ihm befreundeten Dichters Stefan George begann, durch den er dann wohl überhaupt die Anregung sich der Buchkunst zu widmen, empfing. Durch seine künstlerische Mitarbeit an den von Stefan George herausgegebenen » Blättern für die Kunst« trat er zu Otto von Holten in nahe Beziehungen. So sind auch die Drucke der Einhorn-Presse, deren erster 1909 erschien, bei Otto von Holten gedruckt worden“ (J. Rodenberg). – Sehr schönes Exemplar, der meist fehlende Schutzumschlag und der Schuber mit modernem Papierrückenschild. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Signierte Bücher |
450,-- | ![]() |
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| Lucretius Carus, Titus. Titi Lucretii Cari De rerum natura libri sex. (Editum a Étienne André Philippe de Prétot). Lutetiae Parisiorum (Paris), Ant(oine) Coustelier 1744. Kl.-8° (15,5 x 9 cm.). XXXVI, 258 S. mit gestochenem Frontispiz, 6 Kupfertafeln und 6 gestochene Kopfvignetten von Cl(aude Augustin) Duflos nach Frans van Miris. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, reicher Rückenvergoldung, Deckel-Filetten, Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.
Cohen/Ricci Sp. 664 f. Sander 1246. – Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. Die Platten wurden 1754 von dem Pariser Verleger Joseph-Gérard Barbou übernommen. – „Très jolies figures.“ (Cohen/Ricci). – Exemplar ohne den Anhang mit den Textvarianten und Kommentaren des Herausgebers „Selectae lectiones dilucidando poëmati appositae“ (S. 259-288), der oft nicht beigebunden wurde. – Der Herausgeber Étienne André Philippe de Prétot (um 1710-1787), Mitglied der renommierten Académie Royale des Sciences et Belles-Lettres von Rouen und Angers, war berühmt für seinen 1787 erschienenen „Atlas Universel pour l’Étude de la Géographie et de l’Histoire Ancienne et Moderne“. Er stand in Briefkontakt mit großen Denkern der Aufklärung, darunter Voltaire. – Sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
280,-- | ![]() |
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| Grass, Günter. Kinderlied. Poems and Etchings. (Translated from the German by Michael Hamburger. Northridge, CA, Lord-John Press 1982. Quer-Gr.-8° (22 x 28,5 cm.). 49 S., [1] Bl. mit 10 ganzs. Illustrationen nach Radierungen. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Erste Ausgabe; „Pesentation copy“ (außerhalb der num. Gesamtausgabe von 300 Exemplaren). – Mit eigenhändiger Widmung von G. Grass auf dem Titelblatt, außerdem auf dem 5. Blatt signiert und mit maschinenschriflichem signierten Brief von G. Grass: „Lieber Herr Ullrich, ungern schreibe ich diesen Brief, denn ihr großzügiges Geschenk – das Strandgut der Ostsee, die herrliche russische Karte der Gewässer der Danziger Bucht – ist während der Veranstaltung in der Wewelsflether Mehrzweckhalle liegengeblieben, und alle Nachforschungen haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. … Friedennau, am 29. 11. 1984, Freundliche Grüße Ihr Günter Grass“. Grass lebte von 1972 bis 1985 in der Gemeinde in der Wilstermarsch und rettete dort die barocke Kirchspielvogtei vor dem Abriss. Die Wewelsflether Gespräche, eine politische Diskussionsreihe wurde ursprünglich von Günter Grass und dem schleswig-holsteinischen Politiker Björn Engholm initiiert. Nach einer längeren Pause reaktivierte der SPD-Politiker Björn Engholm die politische Diskussionsreihe. Da Grass’ historisches Wohnhaus (die Kirchspielvogtei) zu klein geworden war und er seinen Auszug vorbereitete, zog die Debattenrunde 1984 offiziell in die Mehrzweckhalle der Werftgemeinde um. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Autographen, Autographs, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signed books, Signierte Bücher |
280,-- | ![]() |
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| Hoffmann, E(rnst) T(heodor) A(madeus). Meister Floh. Ein Märchen in sieben Abenteuern zweier Freunde. Illustrationen und Buchschmuck von Erwin Barta. Leipzig, Wien, Thyrsos-Verlag (1924). Gr.-8° (23,5 x 20,5 cm.). 134 S. mit zweifarbig illustr. Doppeltitel und 10 Farbtafeln. Orig.-Leinenband mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung.
Riemer, E. T. A. Hoffmann und seine Illustratoren S. 241, 87. – „Phantastik und Bildwitz verknüpfend, sind Bartas Bilder zum Meister Floh „die letzten Beispiele jugendstilhafter Illustration … Der Künstler hat so einen Wesenszug Hoffmannscher Erzählkunst getroffen: die groteske Verfremdung der Wirklichkeit durch den Einbruch des Wunderbaren“ (Elke Riemer S. 32 f). – Rücken etwas berieben, Deckel leicht fleckig, gutes Exemplar im dekorativen Verlagseinband. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Märchen |
50,-- | ![]() |
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| Le Brun, (Antoine Louis). Epigrammes, madrigaux et chansons. Paris, Micolas Le Breton 1714. 8°. [8] feuilles, 418 p., avec un frontispice gravé par I. B. Scotin. Reliure en cuir de veau d’époque, avec étiquette de dos estampée à l’or et décor floral doré sur le dos.
Cioranescu 38115. – Rare première édition complète des poèmes du poète, romancier et fabuliste français A. L. Le Brun (1680-1743). – Articulations, dos et tranches légèrement usés, sinon en bon état. Schlagwörter: Lyrik |
140,-- | ![]() |
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| Hirmer – (Aurbacher, Ludwig oder Ludwig Bechstein). Die Sieben Schwaben. Deutsche Handschrift auf Papier von (Helmut Hirmer). Neuhofen, Oktober 1990. Imperial-Folio (40,5 x 26 cm.). [40], (38 beschriebene) Bl., kalligraphiert in schwarzblauer und roter Tinte mit 11 ganzs. Illustrationen (von Adrian Ludwig Richter) in Siebdruck auf Hahnemühle-Bugra-Bütten. Orig.-Pappband mit Rückentitel in Gold.
Hervorragendes unikates Künstlerbuch des bedeutenden Kalligraphen H. Hirmer (1948-2014). Auf einer beiliegenden maschinenschriftlichen Karte schildert der Künstler den Herstellungsprozess: „Handgeschriebenes Buch der kompl. Saga der sieben Schwaben nach einer Ausgabe von 1862 mit 11 Illustrationen in Siebdruck auf Bugra-Bütten. Text: als Experiment wurde Italic mit der eigenen Handschrift vermischt geschrieben! Anfangsbuchstaben, die in rot geschrieben sind-sind (sic!) in klass. Antiqua mit einer 1mm Bandzugfeder; jeweils der Titel am Beginn einer Sage in Italic mit einer 1,5mm Bandzugfeder, und der übrige Text mit einer 1/7mm Bandzugfeder. Die Anfangsbuchstaben zu Textbeginn werden vergoldet und farblich hinterlegt. Das Buch umfaßt 69 Seiten und es wurden bisher 95 Stunden dafür aufgewendet. Eigene Bindung. – Dieses Exemplar ist unverkäuflich !! Im kommenden Jahr werden 4 weitere Bücher mit gleichem Text gefertigt – aber in Verschiedenen Schrifttypen geschrieben – die bei ernsthaftem Interesse zu erwerben sind! Preis auf Anfrage!!!“; rückseitig mit Bleistift datiert „Okt. 1990“ und mit der Preisangabe „2200,– DM“. – Von den großen Anfangs-Initialen der 26 Kapitel wurde nur eines in Gold auf rotem Grund ausgeführt, die anderen sind mit Bleistift vorgezeichnet. Als Vorlage für den Text diente wohl die zuerst 1832 in Aurbachers „Volksbüchlein“ erschienene Fassung der Sage oder diejenige von Ludwig Bechstein (vielleicht aus dessen Märchen-Sammlung von 1862). Die 11 Illustrationen des berühmten Malers und Illustrators A. L. Richter (1803-1884) erschienen zuerst 1849 bei Georg Wigand in Leipzig. – „Helmut Hirmer war ein Kalligraph, ein Künstler, der sich mit der Gestaltung von Text und Schriften befasst hat. Sein wichtigstes Werk ist seine Handschrift des Neuen Testaments. Er hat es in verschiedenen Schriftarten, darunter eine selbst entworfene Schrift, und mit Initialen und Miniaturen aufwendig gestaltet. … Sein Talent sei schon früh offensichtlich gewesen und gefördert worden. Seine Leidenschaft für Schrift habe er schon in jungen Jahren entdeckt und sich kunsthandwerklich ausgebildet und Unterricht genommen. Auf seinen Gesellenreisen habe er in alten Klöstern Handschriften und alte Techniken studiert. Das Wissen habe er nicht für sich behalten wollen, sagte Bahrs. Deshalb habe Hirmer als Dozent an der Berufsbildenden Schule Mannheim gewirkt und auch privat Kurse gegeben uns Seminare gehalten. Seine Kenntnisse und seine Kunst waren weltweit gefragt. Auch für sich selbst habe Hirmer immer nach neuem Wissen gesucht und sei zum Beispiel 1986 nach Chicago in die USA gereist, um besondere Techniken der Vergoldung zu lernen. Er habe umfassende Kenntnisse alter Schriften gehabt und mit Farben, Tuschen und weiteren Materialien experimentiert“ (Rheinpfalz, 13. 11. 2018 anlässlich der Enthüllung eines Gedenksteins in Neuhofen). Schlagwörter: Handschriften, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Kalligraphie, Künstlerbuch, Märchen u. Sagen, Unikat |
600,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Siddhartha. (Un poema indio. Versión al castellano de Ricardo Bumantel). Segundo edición. Guatemala, Mexico, Editora Latino Americana (1963). 8°. 171 págs., [2] hojas. Cubierta original de cartón con ilustraciones a color y sobrecubierta con ilustraciones a color.
Vgl. Mileck I, 414 (Ausgabe Buenos Aires, Editorial Argonauta 1947). – Zweite mexikanische Ausgabe; erschien zuerst im März 1957. Die erste lateinamerikanische Ausgabe dieser Übersetzung erschien 1947 in Buenos Aires. Vermutlich handelt es sich bei dem Namen des Übersetzers um ein Pseudonym und auch der Gestalter des Umschlags ist nicht zu ermitteln. In den 1940er und 1950er-Jahren war es im lateinamerikanischen Verlagswesen (besonders in Argentinien) gängige Praxis, dass Übersetzer aus urheberrechtlichen, politischen oder vertraglichen Gründen unter einem Pseudonym arbeiteten. Oft verbargen sich dahinter bekannte Exil-Autoren oder Verlagsmitarbeiter, die schnell Übersetzungen aus dem Deutschen anfertigten. – Die erste Ausgabe erschien im Oktober 1922 bei S. Fischer in Berlin. – „Einen Buddha zu schaffen, der den allgemein anerkannten Buddha übertrifft, das ist eine unerhörte Tat, gerade für einen Deutschen. Siddhartha ist für mich eine wirksamere Medizin als das Neue Testament.“ (Henry Miller). Miller, der das Werk als sein Lieblingsbuch bezeichnete, hatte sich schon in den frühen fünfziger Jahren für Übersetzungen der Bücher Hesses in den USA eingesetzt. – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, stellenweise Bleistiftanmerkungen in Spanisch, sonst sehr gut erhalten. |
200,-- | ![]() |
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| Wallace, Lewis (″Lew“). Ben Hur. Eine Erzählung aus der Zeit Christi. Mit Genhemigung des Verfassers frei nach dem Englischen bearbeitet von B. Hammer. Illustriert von Ant(on) C(arl) Baworowski. 2. Auflage. Stuttgart, Leipzig, Berlin, Wien, Deutsche Verlags Anstalt o. J. (ca.1894). 4° (26,5 x 18 cm.). VIII, 454 S. mit über 160 teils ganzs. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Leinenband.
Seltene Pracht-Ausgabe des weltberühmten historischen Romans von L. Wallace (1827-1905). – Mit Illustrationen des Wiener Genre- und Historienmalers A. C. Baworowski (1853-1927), der seit 1883 in München lebte. Seit 1892 widmete er sich verstärkt und sehr erfolgreich der Buchillustration. Er stattete zahlreiche literarische Klassiker und zeitgenössische Bestseller mit Zeichnungen aus, darunter Bertha von Suttners „Die Waffen nieder!“, Johann Heinrich Voß’ „Luise“ und eben Lewis Wallaces „Ben Hur“. – Einband etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk, gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Schindehütte, Albert. Radsherrn & Pedaleure. Die Draisinen des Albert Schindehütte zu Ehren von Karl Friedrich von Drais, dem Erfinder des Fahrrads. Mit einer Würdigung von Horst Brandstätter. Hamburg, Rasch und Röhring 1996. 4°. 95, (1) S. mit zahlr. Abbildungen, 2 signierten Orig.-Radierungen und 1 signierten Orig.-Tuschezeichnung. Illustr. Orig.-Halbleinenband und roter Kartonumschlag in illustr. Pappschuber.
Nr. 27 von 66 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Original-Zeichnung (lavierte Feder- und Pinselzeichnung; Gesamtauflage der Vorzugsausgabe 222 Exemplare). – „Albert Schindehütte, Mitbegründer der legendären Berliner ‚Rixdorfer Werkstatt‘, widmet dem genialen Erfinder Karl von Drais und seinen Nachfolgern eine prachtvolle, humorvolle und künstlerisch virtuose Hommage. Seine unnachahmlichen Zeichnungen fangen den Geist der frühen ‚Laufmaschinen‘ und die Leidenschaft der Pedaleure ein. Ein literarisch-grafischer Genuss für Liebhaber der Radsportgeschichte und feiner Buchkunst. Mit einer einführenden Würdigung von Horst Brandstätter“ (Rasch und Röhring). Erschienen als offizielle bibliophile Begleitpublikation zur großen Kunstausstellung der HEW Cyclassics 1996 in Hamburg. – Tadellos. Schlagwörter: Fahrrad, Fahrräder, Fahrradliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Originalzeichnung, Signed books, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik, Vorzugsausgaben |
240,-- | ![]() |
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| Milosz, Czeslaw. Wiersze (Poems). (Mit illustr. Umschlag und 4 illustr. Vorsätzen von Jan Le Witt). Londyn (London), Oficyna Poetów i Malarzy 1967. 8°. 340 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Erste Ausgabe; mit eigenhändiger Widmung von C. Milosz für den französischen Schauspieler Georges Rucki „À Georges Rucki Czeslaw Milosz 27. II. 82 Paryz“. – Legendäre Exilausgabe der Sammlung mit Gedichten aus den Jahren 1934 bis 1965 des polnischen Nobelpreis-Trägers C. Milosz (1911-2004). Mit kongenialer Buch-Ausstattung des herausragenden polnisch-britischen Grafikers, Illustrators und Malers Jan Le Witt (1907-1991). – Milosz gilt „als der herausragendste polnische Dichter des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1951 und 1993 war er im Exil, bis 1960 in Frankreich, dann in den Vereinigten Staaten; in Polen bis 1980 wurde er zensiert. … Die Gedichte von Czeslaw Milosz sind intellektuell, und die Metaphern, die er verwendet, sind suggestiv. Sein Werk aus den 30-er Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg ist von Katastrophen gesättigt. Es wird von Momentum, Metapherlichkeit, Rhythmizität, Visionen der Apokalypse dominiert. Die Gedichte, die während des Krieges geschrieben wurden, haben nicht mehr so viel Pathos in sich. Sie sind viel weniger dekorativ. Der Dichter konzentriert sich auf die Kommunikativität des Gedichts – auf die darin enthaltene Verständlichkeit philosophischer und intellektueller Inhalte. Einige dieser Gedichte sind von Milosz dem besetzten Warschau (Stadt, Wandering) gewidmet, in dem er fast die gesamte Zeit des Krieges verbrachte. In der Arbeit von Milosz während des Krieges ist es auch möglich, eine bewusste Abkehr vom Thema Krieg zu bemerken. Darunter sind Gedichte, die die gewöhnliche Schönheit der Welt beschreiben, die – wie es scheinen mag – den Krieg nie kannte. Dies ist der Fall in dem Gedicht Das Pastorallied oder in der Reihe World (naiv) von 1943. Er führte in die polnische Literatur ein neues literarisches Genre ein – eine poetische Abhandlung (Vertragsgedicht), die nach Angaben des Dichters auf die Moderne abzielte, die als Verengung verstanden wurde und die „Fähigkeit“ der Poesie erweiterte. Im Band Licht des Tages stigmatisiert der Moralvertrag das Verschwinden von Werten, kritisiert den Mangel an Moral und zeigt an, was seiner Meinung nach in der menschlichen Mentalität verändert werden sollte“ (Wikipedia aus dem Polnischen Übersetzt). – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Exilliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Inscribtion, Lyrik, Poetics, Signed books, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
750,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Sinclairs Notizbuch. Zürich, Rascher & Cie. 1923. Gr.-8° (24,5 x 18,5 cm.). 108 S., [2] Bl. mit 4 Farbtafeln nach Aquarellen des Verfassers. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Kliemann/Silomon 43. Mileck II, 44. Waibler E 172. W.-G.² 127. – Erste Ausgabe; eines von 1100 Exemplaren der Luxusausgabe, im Druckvermerk von H. Hesse signiert. – Die Aufsätze und Dichtungen dieses kleinen Buches sind in den Jahren 1917 bis 1920 geschrieben, und die Mehrzahl von ihnen ist damals in Zeitungen und Zeitschriften unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen, demselben Pseudonym, unter welchem ich damals den Roman „Demian“ erscheinen ließ. Sie gehören innerlich zusammen. Ihre Ergänzung finden sie in meinen beiden Schriften „Zarathustras Wiederkehr“ und „Blick ins Chaos“ (H. Hesse im Vorwort). – „Der Band, der durch die limitierte Auflage, den Verlagswechsel und durch den Ladenpreis alle Merkmale eines Privatdrucks unter Ausschluß der Öffentlichkeit hat, enthielt nur eine Auswahl aus den pseudonym veröffentlichten Aufsätzen; darunter die erste Sinclair-Veröffentlichung überhaupt, „Im Jahre 1920“; aus der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom 15./16.11.1917. „Eigensinn“ aus dem Jahrbuch „Die Schweiz“, Jg. 22 von 1918 und „Aus Martins Tagebuch“ aus der Berner Zeitschrift „O mein Heimatland“, Jg. 9 von 1921. Hesse unterlegte der pseudonymen Veröffentlichung ein imaginäres Tagebuch seines jüngsten Sohnes Martin. Später ließ er das Stück als „Fragment aus einem unvollendeten Roman“ drucken“ (Hesse Katalog Marbach S. 108). – Rücken etwas aufgehellt und berieben, Vorsätze etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signed books, Signierte Bücher |
600,-- | ![]() |
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| Kemelman, Harry. The Nine Mile Walk. The Nicky Welt Stories. New York, G. P. Putman’s Sons (1967). 8°. 186 p. Original hardcover with dust jacket. (Red Mask Mystery).
First edition, second printing (″Book Club Edition“). – Dust jacket with small tears along the edges; a fine copy. Schlagwörter: Judaica, Kriminalliteratur |
40,-- | ![]() |
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| Kobell, Franz v. Oberbayrische Lieder. Mit ihren Singweisen. Seiner Majestät des Königs für das bayerische Gebirgsvolk gesammelt und herausgegeben. Mit Bildern von A(rthur) v. Ramberg. München, Braun & Schneider 1860. 8°. 100 S., [1] Bl. mit Holzstich-Illustrationen und Musiknoten. Illustrierter Orig.-Pappband.
Rümann 1696. – Seltene erste Ausgabe. – Sammlung traditioneller Volkslieder, Jodler und „Gsangln“ aus dem oberbayerischen Raum. – Rücken erneuert, Kanten bestoßen, sonst gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Lieder, Mundart |
70,-- | ![]() |
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| Banville, Théodore de. Les princesses. Compositions de Georges Rochegrosse. Paris, Librairie des Amateurs, A. et F. Ferroud 1904. 4° (28,4 x 19,8 cm.). VI S., [1] Bl., 42 S., [7] Bl. mit 24 (21 ganzs.) Radierungen von Eugène Decisy nach G. Rochegrosse. Grünblauer Halblederband mit goldgepr. Rückentitel, floraler Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Kopfgoldschnitt (signiert: É(mile) Carayon, Orig.-Umschlag beigebunden).
Carteret IV, 56. Monod 934. – N° 299 sur 400 exemplaires sur vélin d’Arches. – „Une des meilleures illustrations de l’artiste“ (Carteret) qui est surtout une affaire de famille puisque la mère de Rochegrosse s’est remariée avec Banville en 1875. „Ainsi j’ai tenté la folle entreprise d’évoquer en vingt Sonnets les images de ces grandes Princesses aux lèvres de pourpre et aux prunelles mystérieuses, qui ont été à travers les âges le désir et les délices de tout le genre humain, ayant gardé ce privilège d’être adorées comme Déesses et aimées d’amour, alors que les siècles ont dispersé les derniers restes de la poussière qui fut celle de leurs corps superbes.“ – Demi maroquin bleu à coins liseré (reliure de l’époque signée Carayon), dos lisse à motifs floraux mosaïqués de maroquin rouge, tête dorée; signée É(mile) Carayon (1843-1912). – Très rares rousseurs, Très bon état. Schlagwörter: Art nouveau, Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher |
500,-- | ![]() |
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| Genet, Jean. Der Seiltänzer. Ein Gedicht. (Deutsch von Manon Grisebach). Hamburg, Merlin-Verlag (1963). Gr.-4° (34,5 x 24,5 cm.). 33 S., [1] Bl. mit 6 Illustrationen von Alexander Camaro. Illustr. Orig.-Leinenband.
Erste deutsche Ausgabe; eines von 500 num. Exemplaren (Gesamtausgabe 525 Exemplare). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher |
35,-- | ![]() |
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| Winkler, K(arl) G(ottlieb) Th(eodor), (d. i. Theodor Hell). Des Maurers Leben. Dargestellt in neun Gesängen. Dresden, Selbstverlag 1816. 8°. XVI, 110 S. mit gestoch. Frontispiz und 9 gestoch. illustr. Zwischentiteln. Halblederband um 1880 mit goldgepr. Rückenschild, dekorativer Rückenvergoldung (Winkel und Zirkel) und Kopfgoldschnitt.
ADB XI, 693 f. Wolfstieg 26704. – Seltene erste Ausgabe. – Gesänge über Religion, Vaterlandsliebe, Bruderliebe, die Liebe zu den Schwestern, die Hallen, die Weihe, den Maurer in der Fremde etc. – Der Dramatiker und Dichter T. Hell (1775-1856) war sächsischer Hofrat, Opern-Regisseur und Theater-Intendant in Dresden. – Sehr schönes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar aus der berühmten Charlesworth Masonic Library in Hanley (heute ein Stadtteil von Stoke-on-Trent in der Grafschaft Staffordshire). Am 24. Oktober 1900 übergab James Charlesworth den Großteil seiner umfassenden Sammlung offiziell als Geschenk an die freimaurerische Gordon Lodge in Hanley. Dort wurde sie institutionalisiert und für die Mitglieder verwaltet. Für die Bestände wurde um die Jahrhundertwende ein eigener biografischer und bibliografischer Katalog gedruckt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Bibliothek der Loge aufgelöst. Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei |
320,-- | ![]() |
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| Seghers, Anna (d. i. Netty Radvanyi geb. Reiling). Das siebte Kreuz. Roman aus Hitlerdeutschland. Mexico, Editorial „El Libro Libre“ 1942 (Januar 1943). 8°. 468 S., [2] Bl. Orig.-Pappband mit Rücken- und Deckeltitel in Rot und Schwarz.
Sternfeld/Tiedemann 461. W.-G.² 13. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger signierter Widmung von A. Seghers „Gutes Neues Jahr! Anna Seghers“. Darunter eine Bleistiftnotiz von anderer Hand mit Zitat aus einem Brief von A. Seghers vom 5. 1. 1947 an Grete Katz, die vermutlich die Widmungsempfängerin ist. Grete Katz (1919-?) war die jüngste Schwester des Schriftstellers und Journalisten Otto Katz (1895-1952), der Mitarbeiter des 1942 gegründeten Emigranten-Verlag El libro libre in Mexiko war. – „Dieses Buch ist den toten und lebenden Antifaschisten Deutschlands gewidmet. Es verdankt sein Erscheinen in Mexiko der Freundschaft und gemeinsamen Arbeit deutscher und mexicanischer Schriftsteller, Kuenstler und Drucker“ (Anna Seghers). – „1938 begann Anna Seghers die Arbeit an ihrem Roman im Exil in Südfrankreich. Da sie keine Recherchen an den Örtlichkeiten des Romans durchführen konnte, griff sie auf eine Region als Schauplatz zurück, die sie als gebürtige Mainzerin kannte. Das von ihr zugrundegelegte Konzentrationslager Osthofen befand sich auf einem damals stillgelegten Fabrikgelände nahe Worms. Bereits 1939 erschien das erste Kapitel in der Moskauer Zeitschrift Internationale Literatur. 1942 wurde der komplette Roman in den USA in englischer Sprache und im mexikanischen Exilverlag El Libro Libre („Das Freie Buch“) in deutscher Sprache veröffentlicht. Ebenfalls 1942 wurde in den USA eine Comic-Fassung verlegt. Durch den Abdruck in zahlreichen Zeitungen Amerikas dürfte die complete pictorial version damals bis zu 20 Millionen Leser erreicht haben. 1944 erschien eine überarbeitete und gekürzte Ausgabe für die auf den europäischen Kriegsschauplatz entsandten US-Soldaten. Später wurde von Anna Seghers das weitere Leben einiger Romanfiguren in Erzählungen fortgeführt (Das Ende, Die Saboteure, Vierzig Jahre der Margarete Wolf)“ (Wikipedia). – Rücken etwas gebräunt, vorderes Gelenk in der Mitte leicht beschädigt, Deckel etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Exilliteratur, Signed books, Signierte Bücher, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II, Widmungsexemplar |
1.800,-- | ![]() |
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| (Scott, Walter). Waverley novels. 48 volumes. Edinburgh, Cadell & Company and London, Simkin and Marshall 1829-1833. Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm.). Each volume with an engraved frontispiece and an engraved, illustrated title page. Contemporary half-leather bindings, each with two gold-embossed spine labels and decorative gold lettering on the spine.
The first complete and final edition of the novels; the „Opus Magnum“-Edition. – I. and II. Waverley; III. and IV. Guy Mannering; V. and VI. The Antiquary; VII. and VIII. Rob Roy; IX. and X. Black Dwarf; Old Mortality Vol. I and II; XI.-XIII. Heart of Midlothian Vol. I-III, Bride of Lammermoor Vol. I; XIV. Bride of Lammermoor Vol. II; XV. Legend of Montrose; XVI. and XVII. Ivanhoe; XVIII. and XIX. The Monastery; XX. and XXI. The Abbot; XXII. and XXIII. Kenilworth; XXIV. and XXV. The Pirate; XXVI. and XXVII. Fortunes of Nigel; XXVIII.-XXX. Peveril of the Peak; XXXI. and XXXII. Quentin Durward; XXXIII. and XXXIV. St. Ronan’s Well; XXXV. and XXXVI. Redgauntlet; XXXVII. The Betrothed; XXXVIII. The Talisman; XXXIX. and XL. Woodstock; XLI. Chronicles of the Canongate; XLII. and XLIII. Fair Maid of Perth; XLIV. and XLV. Anne of Geierstein; XLVI. and XLVII. Count Robert of Paris; XLVIII. The Surgeon’s Daughter. – Scott personally revised the texts for this edition and contributed extensive new introductions, notes and illustrations. As Sir Walter Scott died in September 1832, the final volumes published in 1833 became his direct literary legacy. The series was a colossal commercial triumph. By setting the price at just five shillings per volume, Cadell made the previously unaffordable novels accessible to a broad middle class for the first time and helped Scott to pay off his enormous debts. – “It was not least the language of Scott’s novels, with its alternation between direct, indirect and reported speech, between dialect, Latinised and formulaic prose, self-parodying diction and lyrical interludes, that fascinated readers abroad. Numerous poets admired Scott or engaged with his novelistic technique; in the German-speaking world, for example, Goethe, Hebbel, Fontane and Stifter; in France, Balzac, Vigny, Mérimée, Dumas and Hugo …” (Killy, Literaturlexikon XV, 91, translated from German). – Spines slightly rubbed, bookplates, frontispieces and title pages slightly brown-stained; a very fine, decoratively bound copy from this entirely rare series. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
950,-- | ![]() |
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| Arp, Hans. Gesammelte Gedichte (1903-1957). (In Zusammenarbeit mit dem Autor herausgegeben von Marguerite Arp-Hagenbach, Peter Schifferli und Aimée Bleikasten). 3 Bände. Zürich, Verlag Die Arche 1963-1984. 8°. 248 S.; 246 S.; 266 S. mit 24 ganzs. Illustrationen von H. Arp. Orig.-Pappbände mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung und farbig illustr. Schutzumschlägen.
Wilpert-Gühring² 32. – Erste Ausgabe. – „Die Welt Arps ist eine Welt der unaufhebbaren Widersprüche, aber er macht daraus keine Tragödie, sondern eine Groteske. Ein abgründiger Humor durchzieht die Dichtung Arps, aber ein Humor, der überall den Abgrund spüren läßt“ (Fritz Usinger). – Stempel auf den Vorsätzen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik |
140,-- | ![]() |
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| Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. 176.-200. Tausend. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929. 8°. 287, (1) S. Orig.-Leinenband.
Kosch³ XII, 983. NDB XXI, 415. – Frühe Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Am 10.11.1928 begann in der „Vossischen Zeitung“ der Vorabdruck seines Romans „Im Westen nichts Neues“, in der R. die Geschichte einer Generation erzählt, „die vom Krieg zerstört wurde“; die erste dt. Buchausgabe erschien Anfang 1929 im Ullstein-Verlag, die Auflage überschritt bereits im Juni 1930 die Millionengrenze. Durch seinen in mehr als 20 Sprachen übersetzten Roman, der die Fronterlebnisse des 1. Weltkriegs literarisch verarbeitete, wurde R. über Nacht zu einem der berühmtesten, umstrittensten und reichsten dt.sprachigen Autoren seiner Zeit. Ebenfalls ein Welterfolg wurde der 1930 unter der Regie von Lewis Milestone in Hollywood gedrehte gleichnamige Film, dessen Vorführungen in Berlin Ende 1930 von den Nationalsozialisten massiv gestört wurden. Von der Filmprüfstelle bald zeitweise verboten und vom Reichstag in einer Debatte mehrheitlich scharf kritisiert, wurde er erst wieder nach 1952 in einer gekürzten Fassung in bundesdt. Kinos gebracht“ (W. v. Sternburg in NDB). – Gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1939-1945> |
50,-- | ![]() |
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| King, Stephen. 11/22/63. A novel. New York, London, Toronto, Sydney, New Delhi, Scribner November 2011. 8°. ix, 849 p. with 6 illustrations. Hardcover with color-illustrated dust jacket.
First Scribner hardcover edition. – „On november 22, 1963, three shots rang out in Dallas, President Kennedy died, and the world changed. What if you could change it back?“ – Near fine. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie |
50,-- | ![]() |
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| (La Fontaine, Jean de., Denis Diderot, Claude-Joseph Dorat u. a.). Launigte Winter-Mährchen beym Camin zu erzählen. (Herausgeben und übersetzt von Carl August Serini). Ohne Ort und Druck (Basel, Carl August Serini) 1780. 8°. 4, S. 3-63 (″Ueber die Erzehlungskunst. Aus dem Französischen des Dorat und Diderot“), 283 S. (vollständig) mit Titelvignete und einigen Schmuckvignetten in Holzschnitt. Leinenband des 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel.
Hayn/Gotendorf VIII, 549. Hobrecker, Braunschweig 355. VD18 10680861. – Erste Ausgabe der seltenen Märchen-Sammlung für Erwachsene. – Serini veröffentlichte 1783 auch „Launigte Sommer-Mährchen bei langen Sommertagen zu erzählen“ (VD18 11885416). – „Enthält 42 versificirte (meist pikante) Erzählungen. Einige nach d. Französ. des Bouflers, Chamfort, La Fontaine, Saint-Gilles, Saint-Marc, Senecé, Vergier u. Voltaire, u. viele anonyme, u. a.: Die Matrone von Ephesus. Der Gürtel der Liebe. Der verliebte Demosthenes. Der schönste Reiz der Venus. Was den Damen gefällt. Die beichtende Nais. etc. etc. Besonders interessant ist S. 3-63 die Einleitung (nach Dorat und Diderot), welche einen guten Überblick über die französ. Novellistik des 17. und 18.Jahrh. giebt, aber nicht allen Exemplaren beigebunden zu sein scheint“ (Hayn/Gotendorf). – C. A. Serini (1733-1791) betrieb zwischen 1777 und 1791 eine bekannte eigene Offizin in Basel. Er verlegte einige wichtige Autoren der Aufklärung, darunter Karl Viktor von Bonstetten, Carl Ludwig Junker und Johann Georg Schlosser. – Vorderdeckel im oberen Rand fleckig, stellenweise leicht feuchtigkeitsfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Aufklärung, Erotica, Märchen |
320,-- | ![]() |
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| Jenni, (Friedrich, Hrsg.). Der Gukkasten-Kalender. Für das Jahr, nicht der Gnade sondern hoffentlich des Rechts und der Vernunft 1846. Bern, (Friedrich) Jenni, Sohn 1845. 8°. 120 S. mit zahlr. Holzschnitt-Illustrationen. Einfacher Papierumschlag (typogr. vorderer Orig.-Umschlag beigebunden).
Silvia Tschopp, Der Kalender als Instrument politischer Agitation: Friedrich Jennis ›Gukkasten-Kalender‹ (1845/46), In: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 13 (2011), S. 35 ff. – Zweiter und letzter Jahrgang des seltenen Schweizer Kalenders. – Mit den Beiträgen: „Politische Gedanken“, „Die Gesellschaft Jesu“, „Die deutsch-katholische Kirche“, „Der Konservative“, „Die Eisenbahnen in der Schweiz“, „Großherzogliches“, „Die Revision der Verfassung von Bern“, „Joseph Leu und die Freischarenzüge“ u. a. – „Der G. war ein typ. Vertreter der neuen illustrierten satir. Presse radikaler Prägung, die während der Regeneration entstand und regionale Verbreitung fand. Herausgegeben wurde er von Samuel Friedrich Jenni in Bern und von Martin Distelis Schüler Heinrich von Arx, der die meisten Karikaturen schuf. Das Wochenblatt im Quartformat kostete 15 Batzen pro Quartal. Vom 3.9.1840 bis 25.8.1842 wurde es im Umdruckverfahren hergestellt (handgeschrieben und lithografiert). Danach wurde für den Text das Buchdruckverfahren angewendet. Als in Bern erneut die Konservativen die Regierung übernahmen, wurde der G. im Jan. 1850, nach Jennis Tod, zu einem Oppositionsblatt mit dem Namen „Der neue G.“. Ende desselben Jahres wurde das Blatt eingestellt, doch erstand es sogleich neu als „Schweizerisches Charivari“ (1851-52). Dieses prangerte den Sittenzerfall und jede Form von polit. Extremismus an und nahm v.a. die Berner Konservativen und die Jesuiten aufs Korn“ (P. Kaenel in HLS-online). – Stellenweise etwas gebräunt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Calendar, Helvetica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Satire, Vormärz |
140,-- | ![]() |
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| Kobell, Franz v. Oberbayrische Lieder. Mit ihren Singweisen. Seiner Majestät des Königs für das bayerische Gebirgsvolk gesammelt und herausgegeben. Mit Bildern von A(rthur) v. Ramberg. 2. Auflage. München, Braun & Schneider 1871. 8°. 100 S., [1] Bl. mit Holzstich-Illustrationen und Musiknoten. Moderner Halbleinenband mit kalligraphischem Rücken- und Deckeltitel in Gold.
Rümann 1696. – Erschien zuerst 1860. In allen Auflagen selten. – Sammlung traditioneller Volkslieder, Jodler und „Gsangln“ aus dem oberbayerischen Raum. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Lieder, Mundart |
80,-- | ![]() |
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| Madlinger, Ferdinand (d. i. Rudolf Wilhelm). Der rote Hauslehrer. Ein Roman in Briefen. Berlin, J. W. H. Dietz 1930. 8°. 170 S. Orig.-Kartonumschlag mit illustr. Schutzumschlag (von Will Faber).
Bosch/Ertz, Rudolf Wilhelm alias Ferdinand Madlinger. Annäherung an einen badischen Schriftsteller und Pädagogen in: Kraichgau 13, 1993, S. 263 ff. Emig/Schwarz/Zimmermann A 1118. Eymer 385. – Einzige Ausgabe, selten. – „Ein junger sozialistischer Lehrer bekommt Stellung als Hauslehrer bei einem Industriellen, dessen feingeistige Frau, von ihrem Mann vernachlässigt, sich in den jungen Idealisten verliebt. Auch sie findet Gegenliebe, muß aber zum Schluß erkennen, daß die Klassenunterscheidung Schranken aufzurichten vermag, an denen auch die Liebe sich die Flügel wund und krank schlägt“ (Klappentext). – Der bekannteste Roman des badischen Pädagogen und Schriftstellers R. Wilhelm (1880-1970), seit 1908 Professor für neue Sprachen an der Helmholtzschule in Karlsruhe und 1932 bis 1933 deren Direktor, wurde im April 1933 entlassen und emigrierte 1939 nach Kolumbien. Nach dem Zweiten Weltgrieg war Wilhelm Lehrbeauftragter an verschiedenen Schulen und der Universität in Bogota. – Der interessante Umschlag mit Foto-Montagen schuf der in Saarbrücken geborene Maler Will Faber (1901-1987). Faber ging nach seinem Studium in München (1924-1926) nach Berlin. „Dort befreundet er sich mit Käthe Kollwitz und Willi Jäckel. In seinem Schaffen orientiert sich Faber zu dieser Zeit stark am Expressionismus. 1934 verlässt Faber Deutschland und geht nach Barcelona. Dort beginnt Will Faber eine neue Phase in seiner Malerei. Inspiriert von den Kubisten, Futuristen und Dadaisten flechtet er einzelne Buchtstaben in seine Bilder ein und verwebt sie mit allen kalligraphischen und malerischen Details zu einem Ganzen. Ebenso fasziniert Faber der Kosmos. So setzt Faber in seinen Bildern die Elemente des kosmischen Chaos wieder zu Einem zusammen. Auf der Flucht vor dem spanischen Bürgerkrieg zieht Faber 1934 nach Ibiza. Dort stirbt Will Faber nach einen langen Schaffenweg mit zahlreichen Ausstellungen und Ehrungen auch außerhalb Europas 1987“ (Ketterer Kunst). – Randläsuren am Umschlag unauffällig restauriert, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Foto Schutzumschlag, Fotomontage, Photographic dust jacket, Sozialismus |
140,-- | ![]() |
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| Fessler, (Ignaz Aurelius). (Sämmtliche Werke). 20 Bände (von 22) in 15. Karlsruhe 1800-1816. 8°. Mit 20 gestoch. Frontispizen und Titelblättern. Halbleinenbände um 1900 mit goldgepr. Rückentiteln.
Vgl. Goedeke V, 493 f. NDB V, 103 f. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe. – I-III. Marc Aurel (4 Teile); V. Alexander der Eroberer; VI. und VII. Die Alten und die neuen Spanier; IX. Abälard und Heloisa (Teil 2); X. Der Nachtwächter Benedict; XI. Attila, König der Hunnen; XIII/XIV. Mathias Corvinus, König der Hungarn; XV/XVI. Aristides und Themistocles; XVII/XVIII. Theresia; XIX. Bonaventura’s mystische Nächte; XX. Lotario oder der Hofnarr; XXI/XXII. Alonso. – I. A. Fessler (1756-1829) „verkehrte unter anderem mit Fichte, Jean Paul und Zacharias Werner und bahnte auf Reisen zahlreiche literarische Beziehungen an. 1803 kaufte er Gut Kleinwall bei Berlin und bewirtschaftete es neben reger literarischer Tätigkeit bis 1807. Durch französische Plünderungen ruiniert, wurde er durch Vermittlung eines seiner Schüler Lehrer der orientalischen Sprachen an der Alexander-Newsky-Akademie in Sankt Petersburg. Auch hier konnte er sich nicht behaupten. 1810 entlassen, kämpfte er mit Not, machte sich aber um die deutsche Kolonie sehr verdient. 1820 zum Superintendenten in Saratow ernannt, beendete er schließlich sein bewegtes Leben als Generalsuperintendent in Sankt Petersburg“ (G. Gugitz in NDB). – Band VIII und XII fehlen. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
160,-- | ![]() |
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| Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Sämmtliche Fabeln und Erzählungen. Neueste Original-Ausgabe. 3 Teile in 1 Band. Leipzig, Hahn 1823. 8°. XXX, 232 S. mit gestoch. Frontispiz von Böttger nach J. H. Ramberg. Halblederband der Zeit. mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Goedeke IV/1, 78. – Später erschien auch eine illustrierte Ausgabe mit 12 Kupfertafeln nach Ramberg. Gellerts Fabeln erschienen erstmals 1745 und mit Chodowieckis Illustrationen 1775 bis 1776. – Deckel etwas berieben, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln |
50,-- | ![]() |
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| Krumsdorf, Edwin. Das Lachen des großen Pan. Und andere panische Geschichten. Illustriert mit 8 Original-Lithographien von Elfriede Weidenhaus. Wiesbaden, Zikaden-Presse (Klaus Burkhardt) (1959). Imperial-Folio (45 x 30 cm.). [10] Bl. mit 8 Orig.-Lithographien. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Erster Druck der Zikadenpresse).
Spindler 121, 58. – Eines von 500 num. Exemplaren; von E. Weidenhaus im Druckvermerk signiert. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erotica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Pressendrucke |
80,-- | ![]() |
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| Eschenburg, Johann Joachim. Ueber W(illiam) Shakspeare. Mit Shakspears Bildniß. Zürich, Orell, Geßner & Füßli 1787. 8°. [2] Bl., 683, (3) S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz von Johann Ulrich Schellenberg. Halblederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung.
ADB IV, 347. Goedeke IV/1, 672, 16. Meyen, Eschenburg 174 u. S. 47 f. VD18 10211357. – Erste Ausgabe. – „Als Quintessenz seiner Shakespeare-Studien veröffentlichte Eschenburg 1787 eine Monographie über den Dichter, die erneut den Beweis eminenten Wissens und der Gründlichkeit erbringt, mit der Eschenburg ans Werk zu gehen pflegte … Besonders hervorzuheben ist, daß Eschenburg dieser ersten deutschen Shakespeare-Monographie eine Bibliographie beigefügt hat, in der er die englischen Originalausgaben aufführte, die Umarbeitungen, Nachahmungen und Übersetzungen, aber auch die Kommentare und kritischen Schriften über den Dichter. Überaus wertvoll ist das letzte Kapitel, in dem Eschenburg die bis dahin vernachlässigten und verkannten Sonette Shakespeares behandelt und eine Auswahl im Original und Übersetzung gebracht hat. Eschenburgs Monographie steht am Anfang der eigentlichen Shakespeare-Philologie in Deutschland … Als wohlabgewogene, gründliche und umfassende Untersuchung verdient sie die vollste Anerkennung“ (Fritz Meyen). – Deckel berieben, Titelblatt mit gelöschtem Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Biography, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Shakespeare, William |
320,-- | ![]() |
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| Bertall (d. i. Charles Albert d’Arnoult). La comédie de notre temps. Études au crayon et à la plume. Deuxième serie (sur 3). Les enfants, les jeunes, les mûrs, les vieux. Paris, E. Plon et Cie 1875. 4° . [2] Bl., 652 S. mit Frontispiz und 105 teils ganzs. Holzschnitt-Illustrationen. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, dekorativer Rückenvergoldung und Goldschnitt.
Carteret III, 89. Sander 87 u. 88. Vicaire, I, 438 f. – Première édition. – „In den zahlreichen Vignetten der zweibändigen „Comédie du notre temps“ (Paris 1874-1875) erreichte der Künstler noch einmal seine einstige Höhe“ (Rümann, Das illustr. Buch des 19. Jhdts. 193). – Sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Karikatur, Satire |
100,-- | ![]() |
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| Geist, Rudolf (Johann). Der anonyme Krieg. Heilbronn a. N., Leipzig, Prag u. a. Verlag Internationale Buchpresse (1928). 8°. [4] Bl., 427, (1) S., [2] Bl. Orig.-Leinenband.
Erste Ausgabe des expressionistischen Antikriegsromans des Wiener Schriftstellers Rudolf Geist (1900-1957). – „Schon seit frühester Kindheit, nachdem er sich autodidaktisch das Lesen und Schreiben beigebracht hatte, verfasste er Gedichte und kurze Texte. Nach seiner Lehre zum Bäcker und dem Fronteinzug im 1. WK, der ihn bis zum Lebensende zu einem überzeugten Pazifisten machte, lebte er einige Jahre im Untergrund in Wien. 1922 beschloss er freier Schriftsteller zu werden, zwischen 1926 und 1938 arbeitete er in Deutschland und Wien als Lektor bei Verlagen, gründete Zeitschriften, literarische Vereine und Lesekreise und publizierte seine literarischen Werke. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verboten und teilweise verbrannt. 1938 wurde er wegen „Kommunistischer Mundpropaganda“ verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach dem Krieg widmete sich Rudolf Geist aktiv dem Wiederaufbau, legte Romane, Gedichte, Theaterstücke, Filmbücher wie auch politische, philosophische und literarische Essays und Arbeiten vor. In seinem Verlag publizierte er u.a. zwei Werke des amerikanischen Autors Upton Sinclair“ (Österreichische Nationalbibliothek). – Einband leicht braunfleckig und etwas berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I |
100,-- | ![]() |
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| Hofbauer, Ludwig. Der Pestkrieg. Ein Zukunftsroman. Regensburg, Ludwig Rath 1927. 8°. 350 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband.
Bloch 2/1502. – Erste Ausgabe. – Von L. Hofbauer auf dem Vortitel signiert „L. Hofbauer, Schwandorf i. Bayern“. -Science-Fiction- und Katastrophenroman; Eine geheime asiatische und amerikanische Organisation versucht, mithilfe von künstlich gezüchteten Pestkulturen die Weltherrschaft zu erringen. Bevor die Seuche eingedämmt werden kann, fallen Hunderttausende Menschen dem biologischen Krieg zum Opfer. Am Ende steht der utopische beziehungsweise dystopische Neuanfang einer vermeintlich gestärkten Gesellschaft. – Der Roman gilt in der Karl-May-Forschung als vermeintliche Quelle für die reale Existenz Winnetous; Ludwig Hofbauer schreibt S. 82, Winnetou sei keine reine Phantasiegestalt, sondern eine historisch reale Person gewesen: „Mein Großvater hatte als Häuptling der Apachen in den Bergen des Westens einen guten Namen. Sie haben von Winnetou, dem großen Häuptling, gehört. Ein Deutscher hat vor Jahrzehnten viel von ihm geschrieben…“ – Hofbauer „stützt sich dabei auf historische Briefe des deutschen Auswanderers Fritz Saul aus den Jahren 1869/1870. Saul schrieb damals aus Nordamerika an seinen Bruder in Deutschland und behauptete, den echten Apachenhäuptling Winnetou im Südwesten der USA persönlich gekannt zu haben. Da Karl Mays erster großer Winnetou-Roman erst 1893 erschien, löste diese Erwähnung in einem Dokument aus dem Jahr 1869 unter Karl-May-Anhängern eine Sensation aus. Es entstand kurzzeitig die Theorie, Karl May habe seine Figur nach einem realen Vorbild geformt oder alte Reiseberichte als Quelle genutzt. Der Karl May Verleger E. A. Schmid veröffentlichte im Karl-May-Jahrbuch 1929 die Ergebnisse der Nachforschungen, demnach hatte Fritz Saul sich wohl geirrt. Er hatte in Arizona sehr wahrscheinlich mit dem realen Apachen-Häuptling Chief Victorio zu tun (dem Nachfolger von Cochise) und brachte diesen Jahrzehnte später fälschlicherweise mit Karl Mays berühmter Romanfigur in Verbindung. Winnetou bleibt somit eine reine Erfindung Karl Mays. Hofbauers „Pestkrieg“ ging dadurch jedoch als eines der kuriosesten Fundstücke in die literaturwissenschaftliche Geschichte der Karl-May-Forschung ein“ (Karl-May Gesellschaft). – Rücken etwas berieben, Deckel leicht fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Phantastik / Utopie, Phantastische Literatur, Signed books, Signierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Grass, Günter. Die Blechtrommel. Roman. (Gütersloh und Stuttgart), Bertelsmann und Europäischer Buch- und Phonoclub (um 1965). 8°. 571, (2) S. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
KLL I, 1685. – Von G. Grass auf dem Titelblatt signiert. – Grass erhält den seit 1955 nicht mehr vergebenen Preis der „Gruppe 47“ als siebenter Preisträger und 1999 den Nobelpreis für Literatur, weil er – so die Begründung der Jury – „in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“. – Die „Blechtrommel“ wird zum größten literarischen Erfolg der deutschen Nachkriegsliteratur. – „Günter Grass brachte das hervor, was kein Deutscher seit Thomas Mann hervorgebracht hatte: Aufregung in der internationalen literarischen Welt. Grass erbeitet mit einem Ausmaß an theatralischer Erfindungsgabe, das von Goethe … bis zu Ionesco reicht. Die Blechtrommel ist ein überwältigend ungleichmäßiges Prachtexemplar von einem Roman…“ (New York Times Book Review). – Schutzumschlag restauriert, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Signierte Bücher |
140,-- | ![]() |
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