NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juni 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Gesamtbestand

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Beschreibung
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EUR
1 Hoffmann, E(rnst) T(heodor) A(madeus). Das Fräulein von Scuderi. Erzählung aus dem Zeitalter Ludwigs des Vierzehnten. Illustriert von Fritz Fischer. Heidenheim, Erich Hoffmann (1958). Gr.-8°. 183 S. mit teils ganzs. Illustrationen. Orig.-Pappband. (Maecenas Liebhaberdrucke).

Liebhaber-Ausgabe auf Zerkall-Bütten. – Einband leicht gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher

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30,--  Bestellen
1 Störck, Anton v. Medicinisch-praktischer Unterricht für die Feld- und Landwundärzte der österreichischen Staaten. Dritte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Wien, Johannes Thomas Trattner 1789. 8°. X, [1] Bl., 408 S.; [2] Bl., 204 S., [20] Bl., 92 S. (″Die in dem medizinisch-paktischen Unterrichte … vorkommende Arzneymittel“), [2] Bl. mit 2 gestoch. Titelvignetten und 2 gestoch. Kopfvignetten (″Hippocrates“ und „Galenus“). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.

ADB XXXVI, 393 f. Hirsch-Hübotter V, 436. – Erschien zuerst 1780. – Anton Freiherr v. Störck (1731-1803) leitete seit 1758 „als Erster Physicus das Parzmayr’sche Krankenhaus in Wien und avancierte 1760 zum ksl. Hof- und Leibmedicus. Nach mehreren Reisen mit Angehörigen des Kaiserhauses und der Behandlung der 1767 an den Pocken erkrankten Kaiserin Maria Theresia wurde S. 1760 Professor der Medizin an der Univ. Wien (1765 Dekan, 1768 Rektor). 1772 ernannte die Kaiserin S. zu ihrem Leibarzt, 1779 wurde er Protomedicus und Leiter des gesamten Medizinalwesens in den österr. Ländern. … S.s Methode, Pflanzen oder Pflanzenextrakte empirisch zunächst im Tierversuch, dann im Selbstversuch und zuletzt am Patienten zu erproben und ggf. in die Therapie einzuführen, wurde international kontrovers diskutiert. S. bearbeitete zudem gemeinsam mit Nicolaus Joseph v. Jacquin (1727–87) und Johann Jakob v. Well (1725–87) die „Pharmacopoea Austriaca-provincialis“ (1774), die sich durch eine rigide Bereinigung des Arzneimittelschatzes, insbes. der zusammengesetzten Präparate, auszeichnet“ (W.-D. Müller-Jahncke in ADB). – Einband etwas berieben, durchgehend etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

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240,--  Bestellen
1 Luib, Félix. Die Vogesen. 35 Naturaufnahmen mit Erläuterungen. Strassburg, Kunstverlagsanstalt von Felix Luib o. J. (1901). Quer-4° (29,5 x 39 cm.). [2] Bl. und 35 Lichtdruck-Tafeln. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Deckeltitel und Wappen.

Einzige Ausgabe. – Der Straßburger Fotograf und Verleger Félix Luib (1869-1946) war auch „einer der wichtigsten Postkartenverleger in Straßburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Als Verleger gab er zahlreiche touristische Publikationen heraus, zu denen er gelegentlich auch als Fotograf beitrug, darunter: Au pays d’Alsace, À travers l’Alsace, Vues d’Alsace, Die Vogesen oder Ansichten aus den Vogesen. Diese Werke enthielten Anzeigen, die von seiner eigenen Agentur Hieronimus & Luib gesammelt wurden. Wie der Verlag seines Zeitgenossen Jules Manias (1866–1944) leistete auch sein Verlag einen aktiven Beitrag zur breiten Verbreitung einer traditionellen elsässischen Kultur, die um 1900 durch das Aufkommen neuer Druckverfahren erleichtert wurde“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar.
Édition unique. – Le photographe et éditeur strasbourgeois Félix Luib (1869–1946) fut également « l’un des plus importants éditeurs de cartes postales de Strasbourg au début du XXe siècle. En tant qu’éditeur, il publia de nombreux ouvrages consacrés au tourisme — auxquels il collabora parfois en tant que photographe —, notamment *Au pays d’Alsace*, *À travers l’Alsace*, *Vues d’Alsace* et *Die Vogesen* (ou *Ansichten aus den Vogesen*). Ces publications contenaient des publicités sollicitées par sa propre agence, Hieronimus & Luib. À l’instar de la maison d’édition de son contemporain Jules Manias (1866–1944), son entreprise a activement contribué à la large diffusion de la culture alsacienne traditionnelle — un processus facilité, vers 1900, par l’avènement de nouvelles techniques d’impression » (Wikipedia). – Très bon exemplaire.

Schlagwörter: Elsass, Landscape photography, Landschaftsfotografie, Landschaftsphotographie, Vogesen

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60,--  Bestellen
Krumsdorf, Edwin. Das Lachen des großen Pan. Und andere panische Geschichten. Illustriert mit 8 Original-Lithographien von Elfriede Weidenhaus. Wiesbaden, Zikaden-Presse (Klaus Burkhardt) (1959). Imperial-Folio (45 x 30 cm.). [10] Bl. mit 8 Orig.-Lithographien. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Erster Druck der Zikadenpresse).

Spindler 121, 58. – Eines von 500 num. Exemplaren; von E. Weidenhaus im Druckvermerk signiert. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Erotica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Pressendrucke

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80,--  Bestellen
(Siehe, J. D.). Neue theoretische und practische Abhandlung vom gesammten Torfwesen bis zum Stich und Verkohlen des Torfes. Aus dem Manuscript eines ungenannten, aber erfahrnen, nun verstorbenen Praktikers, mit einigen Anmerkungen bey der Censur begleitet vom Commissionsrath (Johann) Riem. Dresden, Johann Samuel Gerlach 1794. Kl.-8° (17,3 x 11 cm.). [6] Bl., 178 S. mit 3 gefalteten Kupfertafeln. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.

Holzmann/Bohatta 5956. VD18 11410094. – Erste Ausgabe des seltenen Handbuchs, welches das gesamte damalige Wissen über die wirtschaftliche Nutzung von Mooren zusammenfasst. J. D. Siehe (biogr. Daten unbekannt) gilt als Pionier bei der Erforschung der Torfverkohlung – einem damals revolutionären Verfahren, um aus minderwertigem Torf einen hochmolekularen Ersatz für teure Holzkohle zu gewinnen, die für die Metallschmelze und den Schmiedebetrieb dringend benötigt wurde. – Einband etwas berieben und bestoßen, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Holzwirtschaft, Torfkohle

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160,--  Bestellen
Cuvier, Georges. Die Erd-Umwälzungen. Deutsch bearbeitet und mit erläuternden Bemerkungen über die neuesten Entdeckungen in der Geologie und Paläontologie versehen von C(hristoph) G(ottfried Andreas) Giebel. Mit dem Portrait Cuvier’s und zwei Tabellen. Leipzig, Ambr(osius) Abel 1851. 8°. XII, 274 S., [1] Bl. mit gestoch. Portrait und 2 mehrfach gefaltete Tabellen. Halblederband der Zeit.

Zweite deutsche Ausgabe von „Discours sur les révolutions de la surface du globe“. Das erstmals 1812 (als Einleitung zu einem größeren Fossilienwerk) und später eigenständig veröffentlichte Buch begründete wissenschaftlich den Katastrophismus (Kataklysmentheorie). – Durchgehend etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Palaeontology, Paläontologie

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60,--  Bestellen
Massee, George ((Edward). British Fungus-Flora. A classified text-book of mycology. 4 volumes. London and New York, George Bell & Sons 1892-1895. 8°. XII, 432 p.; VII, 460 p.; VIII, 512 p.; VIII, 522 p. with a total of 38 illustrations. Publisher’s green cloth bindings with gilt-stamped spine titles and cover vignettes.

Stafleu 5657. Uellner 1086. Volbracht, MykoLibri 1321. – Rare first edition, including the fourth volume, which is usually missing. – English municipal library bookplates in all volumes; a good copy.

Schlagwörter: Botanik, Botany, Mycology, Mykologie, Pilze

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200,--  Bestellen
1 Masereel, Frans. Danse macabre. 2. édition. Berne, Herbert Lang (1946). Gr.-4° (34 x 24,5 cm.). [3] Bl. und 25 Tafeln nach Tuschezeichnungen. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.

Von der Gabelentz B 27. – Erschien zuerst 1941. – Als überzeugter Pazifist musste Masereel 1940 während des Westfeldzugs der Nationalsozialisten aus Paris fliehen. Seine traumatischen Erlebnisse auf den überfüllten Straßen voller hungernder Zivilisten und Verwundeter verarbeitete er direkt in diesen Blättern. Da eine Veröffentlichung im besetzten Frankreich unmöglich war, erschien das Werk kurz darauf im neutralen Schweizer Exil. Masereel greift das mittelalterliche Motiv des Totentanzes auf. Er transportiert es direkt in die Katastrophe des modernen, technisierten Krieges. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Dance of Death, Totentanz, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II

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60,--  Bestellen
1 Heberle, Irene. Echo. Kleine Lieder. Berlin-Zehlendorf, Fritz Heyder (1921). Kl.-8° (16 x 11 cm.). 30 S., [1] Bl. Illustr. Orig.-Halbleinenband (von Alfred Kubin).

Erste Ausgabe; mit eigenhändiger Widmung von I. Heberle. – Irene Heberle (1878-1949) war die Schwester der Exlibriskünstlerin Mathilde Ade (1877-1953) und Ehefrau des Passauer Juristen Max Heberle (1864-1927). Ihre Tochter Brunhilde Heberle (1896-1918) war mit dem Schriftsteller Klabund (Alfred Henschke, 1890-1928) verheiratet. – „Sehr früh und ermuntert durch ihren zukünftigen Schwiegersohn Klabund fängt Irenen Heberle an, selbst Gedichte zu schreiben. Aus Briefen von Fredi an Irene Heberle und ihren Mann lassen sich Veröffentlichungen derselben verfolgen. So schreibt Klabund aus Zürich im Oktober 1916, dass er Gedichte von ihr an die Zeitschrift „Die Jugend“ weitergegeben hat, und diese sie im November zur Veröffentlichung angenommen hat. „…ich gestatte mir die Mitteilung, dass die „Jugend“ von Ihren Gedichten auf meine Empfehlung eines der hübschesten akzeptiert hat. Das Honorar wird Ihnen in den nächsten Tagen zugehen. Ich werde mich freuen, wenn Sie mit der „Jugend“ in dauernder Verbindung bleiben. Nur würde ich Ihnen empfehlen, nicht zu oft Verse zu senden. Vielleicht probieren Sie’s auch mal mit „kleiner Prosa.“ Anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter Brunhilde erscheint im Verlag J.F. Matthes, Passau 1918 von Irene Heberle der Gedichtband „Mein Kind“ in einer Kleinauflage von 250 Stück. („meiner Tochter eine Hochzeitsgabe“) … Und 1921 erscheint im Verlag Fritz Heyder in Berlin-Zehlendorf der Gedichtband „Echo – Kleine Lieder“ von Irene Heberle zum Andenken ihrer verstorbenen Tochter, die Umschlagzeichnung steuert Alfred Kubin bei. Und weil mich diese Gedichte sehr berührt haben, füge ich sie hier ein. Zwischen dem Ehepaar Heberle und Alfred Kubin bestand eine sehr enge Freundschaft. „Kubin schickte immer wie­der seine Publikationen als Ausdruck ihrer künst­lerisch-literarischen Verbundenheit an das Ehe­paar“, so Wilfried Hartleb“ (Hartmut Deckert, Ich würde sterben, hätte ich nicht das Wort, klabund(dot)eu). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Lyrik, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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120,--  Bestellen
1 Eschenburg, Johann Joachim. Ueber W(illiam) Shakspeare. Mit Shakspears Bildniß. Zürich, Orell, Geßner & Füßli 1787. 8°. [2] Bl., 683, (3) S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz von Johann Ulrich Schellenberg. Halblederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung.

ADB IV, 347. Goedeke IV/1, 672, 16. Meyen, Eschenburg 174 u. S. 47 f. VD18 10211357. – Erste Ausgabe. – „Als Quintessenz seiner Shakespeare-Studien veröffentlichte Eschenburg 1787 eine Monographie über den Dichter, die erneut den Beweis eminenten Wissens und der Gründlichkeit erbringt, mit der Eschenburg ans Werk zu gehen pflegte … Besonders hervorzuheben ist, daß Eschenburg dieser ersten deutschen Shakespeare-Monographie eine Bibliographie beigefügt hat, in der er die englischen Originalausgaben aufführte, die Umarbeitungen, Nachahmungen und Übersetzungen, aber auch die Kommentare und kritischen Schriften über den Dichter. Überaus wertvoll ist das letzte Kapitel, in dem Eschenburg die bis dahin vernachlässigten und verkannten Sonette Shakespeares behandelt und eine Auswahl im Original und Übersetzung gebracht hat. Eschenburgs Monographie steht am Anfang der eigentlichen Shakespeare-Philologie in Deutschland … Als wohlabgewogene, gründliche und umfassende Untersuchung verdient sie die vollste Anerkennung“ (Fritz Meyen). – Deckel berieben, Titelblatt mit gelöschtem Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.
First edition. – „As the culmination of his Shakespeare studies, Eschenburg published a monograph on the poet in 1787; it once again demonstrates the profound knowledge and the thoroughness with which Eschenburg habitually approached his work… It is particularly noteworthy that Eschenburg appended a bibliography to this first German Shakespeare monograph, listing not only the original English editions, adaptations, imitations, and translations, but also commentaries and critical writings concerning the poet. The final chapter is of immense value; in it, Eschenburg addresses Shakespeare’s sonnets—which had previously been neglected and misunderstood—and presents a selection in both the original and translation. Eschenburg’s monograph marks the beginning of true Shakespeare scholarship in Germany… As a well-balanced, thorough, and comprehensive study, it deserves the highest praise“ (Fritz Meyen). – Covers rubbed; title page bears an erased ownership inscription; some scattered foxing; a good copy in a decorative binding.

Schlagwörter: Biographie, Biography, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Shakespeare, William

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320,--  Bestellen
1 Cats, Jacob. Sinn-reicher Wercke und Gedichte. Dritter Theil, oder: Spiegel der alten und neuen Zeit, in sich haltend 1. Die Erziehung der Kinder … II. Grund-Regeln vor Ehe-Leute … III. Staats-Sachen, Ehren-Ämpter … (Aus dem Niederländischen übersetzt und herausgegeben von Barthold Feind d. J.). Hamburg, Thomas von Wierings Erben 1711. 8° (20 x 12 cm.). [10] Bl., 408 S. mit Titel in Rot und Schwarz, doppelblattgr. gestoch. Frontispiz und 16 Kupfertafeln mit zus. 128 Abbildungen von Adriaen Pietersz. van de Venne. Pergamentband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.

Dünnhaupt (Feind) IX, 1450, 33. Goedeke (Feind) III, 335 f. Hayn-Gotendorf I, 574. Jantz I, 965. VD18 14420422. Nicht bei Praz und Landwehr. – Teil III aus der achtbändigen Gesamtausgabe die erst 1717 beendet wurde. Die niederländische Originalausgabe von „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ erschien bereits 1632 mit dem Titel „Spiegel van den ouden ende nieuwen tijdt“. – Der „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ bildet das Herzstück des dritten Teils. Die deutsche Fassung behält die didaktische Dreiteilung des Originals bei, wurde aber für das deutschsprachige Publikum inhaltlich erweitert. Eine Besonderheit der Ausgabe von 1711 ist der enorme wissenschaftliche Apparat. Die Sprichwörter und Embleme wurden mit „auserlesensten Anmerckungen“ aus den Werken von spanischen, lateinischen, deutschen, englischen, französischen und griechischen Moralisten angereichert. Es handelt sich also nicht um eine reine Übersetzung, sondern um ein europäisches Kompendium der Lebensweisheit. – Der Herausgeber B. Feind (1678-1721) war seit „1705 auch Herausgeber der Hamburger „Relationes curiosae“. Durch seine ebenso scharfen wie treffenden Pamphlete, die er als Anhänger der Ratsautorität und eines gemäßigten Pietismus gegen die von der orthodoxen Geistlichkeit aufgestachelte extrem demokratische Partei richtete, erhitzte er die Gemüter derart, dass die Bürgerschaft in tumultuarischen Verfahren 1707, während F. in Frankreich weilte, die Verbrennung einiger seiner Schriften auf dem ehrlosen Block und seine eigene Stadtverweisung erzwang; 8 Ratsherren, die sich diesen Beschlüssen nicht fügen wollten, wurden ihres Amtes entsetzt. Erst eine kaiserliche Kommission unter Graf Schönborn führte in 4jähriger Arbeit mit Hilfe einer Verfassungsreform eine allgemeine Befriedung durch. F., bis dahin Hauslehrer in Stade, kehrte 1708 nach Hamburg zurück und wurde 1709 völlig rehabilitiert. Während des Nordischen Krieges verhafteten ihn die Dänen als schwedisch Parteigänger auf einer Reise 1717 und gaben ihn erst nach Jahresfrist wieder frei“ (H. Reincke in NDB V, 60 f.). – Rückenschild mit kleiner Fehlstelle, stellenweise etwas braun- und fingerfleckig, sehr gutes Exemplar.
Part III of the eight-volume complete edition, which was not finished until 1717. The original Dutch edition of „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ appeared as early as 1632 under the title „Spiegel van den ouden ende nieuwen tijdt“. – „Spiegel der alten und neuen Zeit…“ forms the core of the third part. The German version retains the original’s tripartite didactic structure but has been expanded in content for the German-speaking audience. A distinctive feature of the 1711 edition is its extensive scholarly apparatus; the proverbs and emblems are enriched with „choice annotations“ drawn from the works of Spanish, Latin, German, English, French, and Greek moralists. Thus, it is not merely a translation, but a European compendium of worldly wisdom. – Spine label with a small loss; some scattered brown spotting and finger-soiling; a very good copy.

Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Emblem books, German, Emblemata, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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500,--  Bestellen
1 (Wilhelm, Gottlieb Tobias). Unterhaltungen aus der Naturgeschichte der Vögel. Zweyter Theil (von 2). Augsburg, M(artin) Engelbrecht 1795. Kl.-8° 17 x 10,5 cm.). Gestoch. illustr. Titel, [10] Bl., 384 S., [4] Bl. mit 46 handkolorierten Kupfertafeln. Halblederband der Zeit.

Nissen, IVB 988. Nissen ZBI 4408. Schlenker 384.1. – Erste Ausgabe. Das Gesamtwerk besteht insgesamt aus 27 Bänden, wovon die Bände IV-V den Vögeln gewidmet sind. – Gottlieb Tobias Wilhelms (1758-1811) Unterhaltungen aus der Naturgeschichte erfreuten sich besonders beim bürgerlichen Lesepublikum großer Beliebtheit. Gattungstypische bildliche Darstellungen von Tieren, Pflanzen und Mineralien wurden hier mit erklärendem Text kombiniert. – „Ein Handbuch bester Art … Durch seinen Umfang und seine Farbtafeln ragt das monumentale Werk Wilhelms unter anderen zeitgenössischen hervor“ (Nissen). – Rücken stärker berieben, nur vereinzelt leicht braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Biologie, Ornithologie, Ornithology, Vögel, Zoologie

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450,--  Bestellen
1 Lening, Fritz (d. i. Fritz Schmidt). Dree Wiehnachten. ’Ne Geschichte in märkische Mundart. Stuttgart, J. G. Cotta 1885. 8°. V, 448 S. Weinroter Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Rücken- und Deckelvergoldung und schwarzgepr. Deckelornamentik.

Erste Ausgabe, selten. – „Schmidt is 1827 in Kotzen boren un hett Bueree lehrt. 1858 is he vun Kotzen na Milow ümtagen un hett dor in’n Holthannel arbeidt. 1883 is he noch wedder ümtagen na Radnau, wo he 1888 doodbleven is un ok begraven liggt. Sien eenzig Book Dree Wiehnachten dat 1885 rutkamen is, is een vun de bedüdensten Warken in’n märkischen Dialekt vun dat Plattdüütsche“ (Wikipedia). – Das hintere freie Vorsatzblatt mit größerem Ausriß, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Havelland, Mundart, Plattdeutsch, Weihnachten

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120,--  Bestellen
1 Hemeling, Johann. Neu-vermehrter vollkommener Rechenmeister, Oder Selbst-lehrendes Rechen-Buch. Das ist: die Edle Rechen-Kunst, beydes nach allgemein- und kurtzer Art, (welche etliche, unter dem Nahmen Welsch- oder Italische Practica verstehen wollen) nebenst, wie nicht allein die Geometrische Quadrat-Cubic-Zentifens- und mehr folgend, sondern auch die Arithmetische Polygonal-Columnar-Pyramidal-Central-Pyrgoidal- und dergleichen Zahlen zu finden, samt der allerkünstlichsten Regul Coss- oder Algebra, derogestaltet deutlich erkläret, daß ein geschickter Verstand, ohne mündlichen Unterricht, selbige daraus erlernen und fassen kann. Allen dero Kunst-Begierigen und zu Nutz und Dienst mit Gottes Hülfe beschrieben. aufs neue mit Fleiß übersehen, und von allen Fehlern corrigiret, auch mit einem neuen Anhange, wie die schweresten Aufgaben zu solviren, vermehret. Franckfurt und Leipzig, ohne Druck 1737. [16] Bl., 1228, 138 (statt 140) S. mit Titelblatt in Rot und Schwarz mit 2 S. Musiknoten (″Anfangs-Lied“) und einigen Tabellen. Pergamentband der Zeit.

DBE IV, 577. Katalog: Maß, Zahl und Gewicht, Wolfenbüttel Herzog August Bibliothek 1989, 9.1 (Anm.). VD18 13394770. – Vorletzte Ausgabe der zuerst 1655 mit dem Titel „Selbstlehrende Rechneschuel“ erschienenen Rechenschule. Das beliebte Rechenbuch des Schreib- und Rechenmeisters Hemeling (1610-1684) erlebte über ein Jahrhundert lang zahlreiche Auflagen. Der als Adam Riese Niedersachsens gefeierte, kaiserlich gekrönte Poet und Schreibmeister „trug mit seinen Rechenbüchern, in denen die eigentlichen Rechenoperationen oft nur eine untergeordnete Rolle einnahmen, wie alle Schreibmeister des 16. und 17. Jh., maßgeblich zur Verbreitung der Schriftkultur bei“ (DBE). – „Als Schüler besaß Carl Friedrich Gauss Johann Hemelings Kleines Rechenbuch und zwar die Auflage von 1669“ (Katalog HAB Wolfenbüttel S. 218). – Getreu seinem Motto „Rechnen kann in vielen Sachen klug geschickt und witzig machen“ war er einer der herausragenden Vertreter der arithmetischen Poesie. – Vorsätze stärker angestaubt und fleckig, das letzte Blatt (S. 139/140, „Zugab-Rechnung“) fehlt, stellenweise etwas braunfleckig und gebräunt, insgesamt sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Arithmetic, Arithmetik, Mathematics, Mathematik, Schul- und Lehrbücher

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280,--  Bestellen
1 Kant, Immanuel. Anthropologie in pragmatischer Hinsicht abgefaßt. Zweyte verbesserte Auflage. Königsberg, Friedrich Nicolovius 1800. 8°. XIV S., [1] Bl., 332 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.

Adickes 98. Slg. Borst 814. VD18 11356103. Warda 198. Ziegenfuss I, 613 ff. – „The second edition is essentially more correct and exact“ (Adickes). – Einband etwas berieben, durchgehend braunfleckig und stellenweise Rotstift-Anstreichungen im Blattrand, gutes Exemplar aus der Bilbliothek von Charlotte Louise Caroline v. Oertzen (1764-1833), Ehefrau von Bernhard Joachim v. Bülow (1747-1826), mit eigenhändigem Besitzvermerk auf dem Titelblatt.

Schlagwörter: Psychologie

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120,--  Bestellen
01 Boccaccio, Giovanni. Contes de J. Bocace. Traduction nouvelle (par Antoine Sabatier de Castres), enrichie de belles gravures. 10 parties en 6 volumes. Londres (i. e. Paris, Poncelin) 1779. 8° (19,5 x 12,5 cm.). Avec un frontispice gravé dans le premier volume, 107 planches sur cuivre de Vidal après Gravelot, Boucher, Eisen, et d’autres et plusieurs vignettes en tête de chapitre. Reliures d’époque en veau avec pièces de titre dorées au dos, décors floraux dorés sur les dos, filets dorés sur les plats et tranches dorées.

Cohen/De Ricci 16. Gay-Lemonnier I, 830. Sander 183. – Seltene Oktavausgabe; erschien zuerst 1757-1761 mit dem Titel „Le Decameron“ in 5 Bänden in der Übersetzung von A. Le Mâcon. – „Dem Boccaccio … hat Gravelot eine ganze Anzahl seiner schönsten Blätter beigesteuert. Man sieht hier, wie auch bei späterer Gelegenheit, wie sehr ihm lustspielhafte Szenen liegen. Diese Illustration Gravelots wirkte nicht nur durch ihre künstlerische Qualität sensationell, sondern auch durch einen bei diesem Meister bisher ungewohnten Umfang“ (Slg. Fürstenberg S. 78 zur Ausgabe 1757-1761). – Rücken etwas berieben, Kapital von Teil III und IV und Fuss von Teil I etwas bestoßen, sonst gutes sauberes Exemplar.
Rare édition in-octavo ; publiée à l’origine entre 1757 et 1761 sous le titre « Le Décaméron » en cinq volumes, dans la traduction d’A. Le Mâcon. – « Gravelot a enrichi l’œuvre de Boccace d’un nombre considérable de ses plus belles planches. Ici — comme par la suite — on constate à quel point il excellait à représenter des scènes légères ou comiques. Ces illustrations de Gravelot firent sensation, non seulement par leur qualité artistique, mais aussi par l’ampleur inédite du travail qu’elles représentaient pour ce maître » (Collection Fürstenberg, p. 78, au sujet de l’édition de 1757–1761). – Dos légèrement frottés ; coiffes supérieures des volumes III et IV ainsi que la coiffe inférieure du volume I légèrement tassées ; par ailleurs, un exemplaire en bon état et propre.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher

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400,--  Bestellen
1 Vilanova (de Rosselló, Ramon) de. Capítulo del Toisón de Oro. Celebrado en Barcelona el año 1519. Estudio historico por el Conde de Vilanova. Ilustraciones, heraldica y direccion de Felix Domenech y Roura. Barcelona, (Gráficas Juan Sallent) 1930. Folio (34,5 x 26 cm.). 185, (1) págs. con un gran número de grabados en dorado y color, 45 láminas fuera de texto, 51 grabados intercalados en el texto, viñetas en color. Encuadernación original en media piel de color rojo vino, con el título del lomo estampado en oro y líneas doradas y corte de oro en la cabeza. (Exposición Internacional de Barcelona).

Palau 365700. – N.º 15 de 190 ejemplares numerados, en papel de hilo con filigrana especial. – Tratado profusamente ilustrado sobre el año clave de 1519 en la historia de la Orden del Toisón de Oro. Tras la muerte del emperador Maximiliano I en enero de 1519, el cargo de Gran Maestre pasó a manos de su nieto, Carlos V, quien continuó dirigiendo la Orden como un poderoso instrumento de dominio dinástico de los Habsburgo. Ese mismo año, poco antes de partir hacia Alemania para la elección del rey, Carlos V celebró un importante capítulo de la Orden en la catedral de Barcelona. – La documentació del fons personal de Ramon de Rosselló (1876-1936), dipositada a l’Arxiu Històric de la Ciutat de Barcelona, està directament relacionada amb l’organització de l’Exposició Internacional de Barcelona de 1929. El govern va encarregar a Ramon de Rosselló i Donato, comte de Vilanova, dur a terme les gestions necessàries per aconseguir el retorn a Espanya de peces del tresor del Toisó d’Or. La documentació generada i rebuda per Ramon de Rosselló durant l’exercici d’aquell encàrrec està integrada per originals i còpies de lletres, factures, notes, inventaris, impresos, entre altres tipus de documentació, generats per gestions realitzades des de diversos punts geogràfics: Barcelona, Madrid, Bèlgica, Roma, Viena, amb l’objectiu de reunir a Barcelona objectes de l’Orde del Toisó d’Or per ser mostrats a l’Exposició Internacional. – Un ejemplar muy bonito.
No. 15 of 190 numbered copies, printed on laid paper with a special watermark. – A richly illustrated treatise on the pivotal year of 1519 in the history of the Order of the Golden Fleece. Following the death of Emperor Maximilian I in January 1519, the office of Grand Master passed to his grandson, Charles V, who continued to lead the Order as a powerful instrument of Habsburg dynastic rule. That same year, shortly before setting off for Germany for the election of the king, Charles V held an important chapter of the Order in Barcelona Cathedral. – The documents from the personal archive of Ramon de Rosselló (1876–1936), held at the Historical Archive of the City of Barcelona, are directly related to the organisation of the 1929 Barcelona International Exhibition. The government commissioned Ramon de Rosselló i Donato, Count of Vilanova, to carry out the necessary arrangements to secure the return to Spain of items from the Toisó d’Or treasury. The documentation generated and received by Ramon de Rosselló whilst carrying out this commission comprises originals and copies of letters, invoices, notes, inventories and forms, amongst other types of documentation, generated by procedures carried out from various geographical locations: Barcelona, Madrid, Belgium, Rome and Vienna, with the aim of bringing objects from the Order of the Golden Spear to Barcelona to be displayed at the International Exhibition. – A very fine copy.

Schlagwörter: Espana, Faksimile, Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Maximilian I., Nummerierte Bücher, Orden vom Goldenen Vlies, Order of the Golden Fleece, Spain, Spanien

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340,--  Bestellen
1 Papiertheater – (Grimm, Jakob und Wilhelm). Aschenbrödel. Rom, Leipzig, Casa Editrice Mediterranea, W. Krenn (1943). Quer-Gr.-8°. 6 farbige Szenen auf 5 Ebenen mit Rahmen von Raimondo Centurione nach Zeichnungen von Mario Zampini als Rondell aufstellbar; und „Textbuch“, 13, (1) S. mit 2 Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit Schließe. (Krenn Theater Album, Nr. 1).

Laub 59. – Erste deutsche Ausgabe. Die italienische Originalausgabe erschien 1942 in Mailand. – Interessantes italienisches Spiel-Bilderbuch (″Sternbilderbuch“ P. Laub). Mit kurzem Text auf dem unteren Teil der Rahmen. Laut einer Bedienungsanleitung im hier fehlenden Textheft, sollte das Buch in aufgeklapptem Zustand auf eine Metallstange gesteckt werden und so drehbar sein. Außerdem sollen die Szenen von oben mit einer Lampe beleuchtet werden. – „Die Raumwirkung des Buchtheaters wird durch eine Oberbeleuchtung verstärkt“ (G. Hoppensack zu Dornröschen, Ebda. 1943). – Kanten etwas berieben, zeitgenöss. Widmung auf dem Vorsatz, sehr gutes Exemplar mit dem oft fehlenden Textheft.

Schlagwörter: Ital. Kinderbücher, Märchenbilderbücher, Papierspielzeug, Papiertheater, Spielbilderbücher

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240,--  Bestellen
1 Quevedo y Villegas, Francisco (Gómez) de. Les oeuvres. Premiere Partie: Contenante le Coureur de nuit ou l’Avanturier nocturne, l’Avanturier Buscon, & les Lettres du Chevalier de l’ Epargne. (Et) seconde partie: contenante les Sept Visions; de l’Alguasil Demoniaque, de la ort, du jugement final, des foux amoureux du monde en son interieur, de l’enfer, & de l’enfer refomé. Nouvelle traduction de l’Espagnol en Francois par le Sr. Raclots Parisien, & enrichie de figures en taille douce. 2 volumes. Brusselles (Brüssel), Josse de Grieck 1700. Kl.-8° (16 x 9,5 cm.). Titel, 528 S., [7] Bl.; Titel, 420 S. mit 2 Titelbl. in Rot und Schwarz, 2 gestoch. Frontispizen und 29 Kupfertafeln. Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern.

Brunet IV, 1017. – Zweite französische Gesamtausgabe der Werke des spanischen Satirikers Francisco Gómez de Quevedo Villegas y Santibáñez Cevallos (1580-1645). – Quevedo war ein Meister des Conceptismo, der Benutzung von Doppelsinnigkeiten, um intelligenten Witz zu zeigen. Bekannt wurde er durch satirische Schriften, die er um 1606 verfasst hatte, jedoch erst 1627 unter dem Titel Sueños („Träume“) in Saragossa veröffentlichte. Seine reichhaltigen Lebenserfahrungen lieferten Quevedo den Stoff für seine Satiren und Schelmengeschichten. Daneben schrieb er Gedichte und einige religiöse und erotische Erzählungen. Quevedo war einer der bekanntesten Schriftsteller im Madrid der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als sich der Niedergang des spanischen Siglo de Oro abzuzeichnen begann. Andreas Dorschel zufolge ist Quevedos Werk erfüllt von „Skepsis gegen kollektive Macht“; es suche „einer immer noch vorwiegend mit ihrem längst brüchig gewordenen imperialen Programm befassten Gesellschaft eine aufs Individuum bezogene Alternative“ anzubieten. Diese Alternative erwächst aus Ernüchterung, ja Enttäuschung: „Geschichte besteht darin, dass Menschen aus den Trümmern des Alten ihr Neues bauen und so nur weiterer Zerstörung das Materíal liefern“.“ (A. Dorschel, ‚Herrsche in Dir selbst‘, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 32 (9. Februar 2004), S. 14). – „Bis heute ist er der größte Künstler der hispanischen Literatur geblieben. Wie Joyce, wie Goethe, wie Shakespeare, wie Dante, wie kein anderer Schriftsteller ist Francisco de Quevedo weniger ein Mensch als eine weite und komplexe Literatur“ (Jorge Luis Borges). – Rückenvergoldung stärker oxidiert, Gelenke berieben, Fuß von Band II mit kl. Fehlstelle, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.
Second French complete edition of the works of the Spanish satirist Francisco Gómez de Quevedo Villegas y Santibáñez Cevallos (1580–1645). – Quevedo was a master of Conceptismo, the use of double meanings to convey intelligent wit. He became famous for his satirical writings, which he had composed around 1606 but did not publish until 1627 in Zaragoza under the title *Sueños* (‘Dreams’). Quevedo’s rich life experiences provided him with the material for his satires and picaresque tales. He also wrote poetry and a number of religious and erotic tales. Quevedo was one of the best-known writers in Madrid during the first half of the 17th century, when the decline of the Spanish Siglo de Oro was beginning to become apparent. According to Andreas Dorschel, Quevedo’s work is imbued with ‘scepticism towards collective power’; it seeks to offer “an alternative centred on the individual to a society still predominantly preoccupied with its imperial programme, which had long since become fragile”. This alternative arises from disillusionment, indeed disappointment: “History consists of people building their new world from the ruins of the old, and thus merely providing the material for further destruction.” (A. Dorschel, ‘Herrsche in Dir selbst’, in: Süddeutsche Zeitung No. 32 (9 February 2004), p. 14). – “To this day, he remains the greatest figure in Hispanic literature. Like Joyce, like Goethe, like Shakespeare, like Dante – and unlike any other writer – Francisco de Quevedo is less a man than a vast and complex body of literature” (Jorge Luis Borges). – The gilt on the spine is heavily oxidised; the joints are worn; the foot of Volume II has a small missing section; there are some brownish stains in places; otherwise in good condition.

Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Satire

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480,--  Bestellen
1 Hoffmann, E. T. A. Meister Floh. Ein Märchen in sieben Abenteuern zweier Freunde. Illustrationen und Buchschmuck von Erwin Barta. Leipzig, Wien, Thyrsos-Verlag (1924). Gr.-8° (23,5 x 20,5 cm.). 134 S. mit zweifarbig illustr. Doppeltitel und 10 Farbtafeln. Orig.-Pappband mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung

Riemer, E. T. A. Hoffmann und seine Illustratoren S. 241, 87. – „Phantastik und Bildwitz verknüpfend, sind Bartas Bilder zum Meister Floh „die letzten Beispiele jugendstilhafter Illustration … Der Künstler hat so einen Wesenszug Hoffmannscher Erzählkunst getroffen: die groteske Verfremdung der Wirklichkeit durch den Einbruch des Wunderbaren“ (Elke Riemer S. 32 f). – Rücken wie meist etwas aufgehellt, gues Exemplar im dekorativen Verlagseinband.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Märchen

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100,--  Bestellen
1 Müller, Joh(ann Heinrich Jacob). Lehrbuch der kosmischen Physik. (Und): Atlas zum Lehrbuch der kosmischen Physik. 2. Ausgabe der 2. wesentlich verb. und verm. Auflage und 2. wesentl. verm. Auflage. 2 Bände. Braunschweig, Vieweg und Sohn 1865. 8° und Gr.-8°. XVII, 567, 46 S., [1] Bl. mit 316 Text-Holzstichen; [3] Bl. und 33 teils gefaltete, doppelblattgr. und farbige Tafeln. Halblederband der Zeit und Halbleinenband der Zeit. (Lehrbuch der Physik und Meteorologie, 3. Band).

DSB IX, 566. – Rücken des Textbands teils stärker berieben, die ersten Blätter und die Tafeln des Atlas-Bandes braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Astronomie, Astronomy

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60,--  Bestellen
1 Perrin, Jean (Baptiste). Les atomes. Paris, Félix Alcan 1913. 8°. XVI, 295, (1) p. avec 13 figures. Publishers typographic paper wrappers. (Nouvelle Collection Scientifique).

DSB X, 525. Nye, Molecular Reality S. 157 ff. – Rare first edition. – „Perrin most fondamental conclusion that he had finally uncovered irrefutable proof for the real existence of atoms – contrary to the assertions and expectations of Ostwald, Mach and others – was soon universally accepted and popularized in his book ‚Les atomes‘ (1913). He received the Nobel Prize in 1926“ (DSB). – „The publication of this book loomed as a MILESTONE in Perrin’s own career, as well as in the history of the physical sciences. It marked the alliance of a plethora of superficially unrelated phenomena, as well as the incorporation of the common denominator among them into the normal working assumptions of physics and chemistry. First published in 1913, the book was in its fourth edition in 1914 already and was translated into English, German, Polish, Russian, Serbian and Japanese. The response to the publication was an almost unanimous crescendo of applause“ (W. Alicke, Catalogue 269, 475). – Fine copy.

Schlagwörter: Chemie, Chemistry, Physics, Physik

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600,--  Bestellen
1 Bertall (d. i. Charles Albert d’Arnoult). La comédie de notre temps. Études au crayon et à la plume. Deuxième serie (sur 3). Les enfants, les jeunes, les mûrs, les vieux. Paris, E. Plon et Cie 1875. 4° . [2] Bl., 652 S. mit Frontispiz und 105 teils ganzs. Holzschnitt-Illustrationen. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, dekorativer Rückenvergoldung und Goldschnitt.

Carteret III, 89. Sander 87 u. 88. Vicaire, I, 438 f. – Première édition. – „In den zahlreichen Vignetten der zweibändigen „Comédie du notre temps“ (Paris 1874-1875) erreichte der Künstler noch einmal seine einstige Höhe“ (Rümann, Das illustr. Buch des 19. Jhdts. 193). – Sehr schönes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Karikatur, Satire

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100,--  Bestellen
Chevreul, (Michel) E(ugène). Die Farbenharmonie. Mit besonderer Rücksicht auf den gleichzeitigen Contrast in ihrer Anwendung in der Malerei, in der decorativen Kunst, bei der Ausschmückung der Wohnräume, sowie in Kostüm & Toilette ; mit 9 Farbentafeln, entworfen von Joh. Hirrlinger. 2., gänzlich umgearb. Auflage, herausgegeben von F(ranz) Jännicke. Stuttgart, Paul Neff 1878. 8°. VIII, 275 S. mit handkolorierten Tafeln von Joh(ann) Hirrlinger. Halbleinenband der Zeit.

DSB III, 241. Poggendorff I, 433. Vgl. Norman Coll. 979 (franz. Originalausgabe von 1839). – Deutsche Ausgabe von Chevreuls Hauptwerk zur Farbenharmonie. – „In addition to the chemical aspects of dyeing Chevreul made an intensive study of the principles governing the contrast of colors, which resulted in his monumental De la loi … the most influential of his many books. This book was the outcome of his discovery that the apparent intensity and vigor of colors depended less on the pigmentation of the material used than on the hue of the neighboring fabric. After many experiments on colour contrast Chevreul formulated for the first time the general principles and effects of simultaneous contrast, the modification in hue and tone that occurs when juxtaposed colors are seen simultaneously“ (DSB). – Der Chemiker Chevreul (1786-1889) leitete seit 1824 die Färberei der Kgl. Gobelin-Manufaktur und hatte ab 1830 eine Professur für Chemie inne. Das vorliegende Werk beeinflußte weniger die Optik als die Malerei, darunter vor allem die Impressionisten G. Seurat und P. Signac. – Durchgehend etwas braunfleckig und papierbedingt gebräunt, die Tafeln nur im Rand etwas fleckig.

Schlagwörter: Chemie, Chemistry, Color in art, Farben, Farbenlehre, Farbharmonie, Farbherstellung, Färberei, Optics, Optik

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160,--  Bestellen
1 (Becher, Georg Christoph oder A. Sturm). Geheimes Jäger-Cabinet, darinnen die nöthigsten Wissenschaften so zur Jägerey gehörig nebst Siebenzig geheimen und bishero meist verborgen gewesenen Jäger-Künsten enthalten. Welchem zuletzt noch mit beygefüget Des Klugen Haus-Vaters nützliche und nöthige Rechts- und andere Formularien. 5 Teile in 1 Band. Leipzig, Jacob Schuster 1721. 12° (14 x 7,5 cm.). [4] Bl., 1110 (statt 1142) S., [56] Bl. mit 2 Titelbl. in Rot und Schwarz, 1 mehrfach gefalteten Holzschnitt-Tafel in Rot und Schwarz und zahlr. Holzschnitten im Text. Pappband der Zeit.

Vgl. Kress 5416 (Ausgabe 1755), Dünnhaupt I, Becher, 455 F 25. Humpert 201 (Ausgabe 1709). VD18 10513221 (Ausgabe von 1701). – Noch frühe Ausgabe des seltenen Hausvaterbuchs, welches zuerst 1685 mit dem Titel „Kluger Hauß-Vater, verständige Hauß-Mutter,…“ erschien. Vorliegende Ausgabe mit dem Nebentitel „Gründliche Nachricht von der Viehe-Zucht, zum Ackerbau, Wiesewachs und Fischerey, samt genauer Ausrechnung aller hierzu benöthigten Unkosten, … Vormahls auf gnädigste Verordnung eines seiner Gottesfurcht und Haushalten Erfahrenheit halber weltberuhmten Fürstens entworffen, anitzo aber als eine nützliche Zugabe Des Klugen Haus-Vaters zum Druck befördert“. – Dünnhaupt vermerkt, daß der Verleger das Werk dem berühmten Alchimisten, Wirtschaftswissenschaftler und Universalgelehrten Johann Joachim Becher (1635-1682) zuschreibt, der sich dadurch bessere Absatzmöglichkeiten erwartete, was letztlich auch erfüllt wurde, erschienen doch in der Folge zahlreiche, jeweils erweiterte Neuauflagen. Tatsächlich handelt es sich bei dem Autor wohl um einen gewissen A. Sturm, wie auch schon Jöcher vermutet: „Unterschiebung des geschäftstüchtigen Leipziger Verlegers, der aus B’s Namen Kapital zu schlagen suchte. Nach Adelung soll der wahre Autor ‚ein gewisser Sturm‘ (A. Sturm?) gewesen sein. Das oft aufgelegte Werk hat jedenfalls mit Becher nichts zu tun, obwohl sein Name in den meisten Drucken als Autor angegeben wird“ (Dünnhaupt). – Mit interessanten Kapiteln über die Land- und Forstwirtschaft und Haushaltung von Landgütern. Darunter im ersten Teil: „Von Bienen“ (S. 150-229)´; „Vom Weine, …“ (S. 227-229); „Von Maltz-machen und Bierbrauen“ (S. 230-254) – im zweiten Teil: „Darinnen der vollkommene Land-Medicus…“ (S. 313 ff.); „Von Mutter-Beschwerungen und mancherley Zufällen der Sechs-Wöchnerinnen…“ (S. 475 ff.). – Im dritten Teil: Der wohlerfahrene „Roß– und Vieh-Artzt“ (S. 551 ff.); „Bericht von der Fischerey“ (S. 757 ff.). – Im vierten Teil: „Des Edlen Weydmannns geheimes Jäger-Cabinet…“ (S. 825-1016). – Im fünften Teil: „Der vollständige Land-Advocat…“ (S. 1017 ff.). – Die schöne Holzschnitt-Tafel (im rechten Rand knapp beschnitten) mit Darstellungen zu den wichtigsten Kapiteln. – Einband berieben, etwas bestoßen und mit Japanpapier kaschiert, Bindung stellenweise gelockert, die S. 433/434, 551/552 (″Von Mutter-Beschwerungen…“), 601/602 und 623-648 (″Rind-Viehe“ und „Schaaf-Artzt“) fehlen, durchgehend gebräunt und teils stärker fleckig, insgesamt gut erhaltenes Exemplar des beliebten Handbuchs.

Schlagwörter: Forstwirtschaft, Hausvater-Literatur, Landwirtschaft, Medizin, Viehzucht

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450,--  Bestellen
1 Jean Paul, (d. i. Johann Paul Friedrich Richter). Geist- und kraftvollste Stellen aus dessen sämmtlichen Werken mit biographischen und historischen, wie auch Eigennamen- und Fremdwörter-Erklärungen von Franz Xaver Wißhofer. 13 Teile in 7 Bänden. Graz, Franz Ferstl’sche Buchhandlung Johann Lorenz Greiner 1834-1836. 12° (13,5 x 9,5 cm.). Mit gestoch. Portrait im Supplement-Band (XIII). Dunkelgrüne Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung in modernem Pappschuber. (Deutschlands Geist und Kraft in Schrift und Sprache, Eine Auswahl der sinnreichsten Stellen aus den Werken deutscher Musterschriftsteller…).

Seltene Gesamtausgabe mit dem oft fehlenden Supplement-Band. – Der Herausgeber F. X. Wißhofer (biogr. Daten unbekannt) war nach Meusel „zu Ende der Neunziger-Jahre Magistratssyndicus zu Rohrbach in Oesterreich ob der Enns; nach Kehrein von 1802 bis 1809 Syndicus zu Schärding. Am 14. Jänner 1810 von der französischen Landesadministration zu Ried zum Justizrath ernannt, mußte er als solcher am 4. Juli 1810 dem Stifte Ranshofen am Inn dessen Aufhebung ankündigen. Am 14. September 1810 hatte aber die französische Regierung zu Ried bereits ein Ende. Die weiteren Schicksale Wißhofer’s, der nach den damals üblichen Vorgängen als früherer französischer Beamter unter der neuen österreichischen Regierung kaum wieder eine Anstellung gefunden haben dürfte, sind uns unbekannt. Kehrein führt nun an, daß derselbe den „Linzer Musen-Almanach“ (Linz 1805 und 1806) herausgegeben habe. … Wohl aber finde ich Wißhofer verzeichnet als Herausgeber des „Magazins des Schönen und Nützlichen zum Vergnügen und Unterricht. Mit Musikstücken fürs Clavier von Caspar Lachner, k. k. Tabak- und Siegelgefällen-Cameralhauptverleger“, I. Jahrg. 1798; II. Jahrg., 1. Bd. 1799. Immerhin ist aber der Titel „Linzer Musen-Almanach“ nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, da der Verleger von den ihm übrig gebliebenen Exemplaren des „Magazins“ eine neue (Titel-) Auflage, unter dem veränderten Titel „Linzer Musen-Almanach“ veranstaltet haben dürfte“ (Kehrein (Joseph). Biographisch-literarisches Lexikon der katholischen deutschen Dichter, Volks- und Jugendschriftsteller im 19. Jahrhundert II, 260 und Meusel S. 1059 zit. nach BLKÖ LVII, 135 ff.). – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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120,--  Bestellen
1 Sontag, Susan. On photography. Sixth printing. New York, Farrar, Straus and Giroux (1978). 8°. (7), 207 p. Publisher’s linen binding with an illustrated dust jacket.

Lederman/Yatskevich, What they saw 346. Roosens/Salu 2624. – Signed by Susan Sontag. – „Susan Sontag’s On Photography, a text-based work that does not include photographic illustrations, is a collection of six essays originally published in the New York Review of Books between 1973 and 1977. Written in a modernist style that crosses the boundaries between high and low culture, Sontag explores the power of photography and its unlimited authority in society from both a historical and 1970s perspective. With a background in English and philosophy and no formal training in art or photography, Sontag posits that a photograph is a perceived reality, a way of preserving the past while also holding on to the present. Referencing Plato’s allegory of the cave in the book’s first essay, she observes that photographs are perceived as representations of reality more than other art forms; and that the more pervasive photography becomes, the more photography shapes reality and how the world is seen. In the book’s successive essays, Sontag examines the representation of America by photographers, moving on to discussions of shock imagery, commodification in photography and the role images play in everyday life. On Photography remains one of the most celebrated books on the subject of photography, and has become essential reading for anyone involved in the field or study of photography“ (Anna Jacobsen in Lederman/Yatskevich). – Dust jacket on the back cover with a small tear; a very fine copy.

Schlagwörter: Foto-Philosophie, Fotografiegeschichte, Photo Essays, Photo-Philosophy, Photography literature, Signed books, Signierte Bücher

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320,--  Bestellen
1 Oud, J(acobus) J(ohannes) P(ieter). Holländische Architektur. 2. Auflage. München, Albert Langen (1929). Gr.-8°. 107, (1) S. mit 55 Abbildungen. Gelber Orig.-Leinenband. (Bauhausbücher, herausgeben von Walter Gropius und L. Moholy-Nagy, Band 10).

Bolliger, Dokumentations Bibliothek I, 39, II, 25, III, 10, IV, 10h, 11 und VI, 74. Jaeger 0778. Wingler 563. – Typographie und Einband von Lazlo Moholy-Nagy. – Vorgestellt werden neben Werken der holländischen Architekten Oud, Rietveld, de Klerk, Mart Stam auch Bauten von Gropius und Le Corbusier. – Rücken teils stärker berieben und restauriert, Stempel auf dem Vortitel, sonst gutes Exemplar.
Typography and cover design by Lazlo Moholy-Nagy. – In addition to works by the Dutch architects Oud, Rietveld, de Klerk and Mart Stam, the book also features buildings by Gropius and Le Corbusier. – Spine shows some heavy wear in places and has been restored; there is a stamp on the half-title page; otherwise a good copy.

Schlagwörter: Bauhaus, Neues Bauen, Niederlande

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300,--  Bestellen
1 Paris – Hautecoeur, Albert. Paris et ses environs. 36 mont. Orig.-Photographien (Aluminabzüge, jeweils ca. 18,5 x 12 cm.) auf starkem Karton. Paris, Selbstverlag o. J. (1892 ?). Quer-8° (18,5 x 26,5 cm.). 18 Bl. Weinroter Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Rückenvergoldung, goldgepr. Stadtwappen und Goldschnitt.

Koetzle, Eyes on Paris 10 f. (51 Photos). – Dekorative Aufnahmen meist mit reicher Personenstaffage: Perspective des Sept Pontes prise de Saint-Gervais, Le Nouveau Louvre, Musée du Louvre – la Galerie d’Apollon, La Rue de Rivoli, Le Jardin du Palais Royal, L’Avenue de l’Opéra, La Place Vendôme, La Place de la Concorde, L’Avenue des Champs-Elysées, L’Arc de Triumphe, Le Palais du Trocadéro, Le Pont Alexandre, La Tour Eiffel, Le Dôme de l’Hotel des Invalides, Le Tombeau de Napoléon 1er (Hôtel des Invalides), L’Eglise de la Madeleine, Le Boulevard de la Madelaine, Le Boulevard des Capucines, L’Opéra, Le Foyer Publie de l’Opéra, La Place de la Bourse, La Porte Saint-Denis, La Rue du Temple & La Place de la Republique, Colonne Commémorative des Journées de Juillet 1830, L’Hotel de Ville, La Tour Saint-Jacques, Le Pont au Change & le Palais de Justice, La Sainte-Chapelle XIIIe Siecle, L’Eglise Notre-Dame (2), Le Panthéon, Le Palais du Luxembourg, Le Grand Lac, La Cascade (Bois de Boulogne), Facade Principale (Versailles), Les Grandes Eaux du Bassin de Latone (Parc de Versailles). – Albert Hautecoeur (1848-1905 ?) und sein Bruder Edouard (1847-1904) übernammen das Fotoatelier (12, Boulevard des Capucines, Paris) von ihrem Vater Eugène Hautecoeur (1822-1870). 1889 veröffentlichten sie das „Album de la Exposition Universal de París“ mit Aufnahmen von Neurdein frères. Albert Hautecoeur war 1878 bis 1905 Mitglied des Chambre syndicale de la photographie. – Gelenke etwas berieben, Vorsatz und das erste Foto mit handschr. Vermerk „1892 Paris ohne Autos“ und „Das Paris meines Vaters“, sehr schönes sauberes Exemplar.
Vues décoratives présentant généralement une foule de personnages : Perspective des Sept Pontes prise de Saint-Gervais, Le Nouveau Louvre, Musée du Louvre – la Galerie d’Apollon, La rue de Rivoli, Le jardin du Palais-Royal, L’avenue de l’Opéra, La place Vendôme, La place de la Concorde, L’avenue des Champs-Élysées, L’Arc de Triomphe, Le Palais du Trocadéro, Le pont Alexandre III, La tour Eiffel, Le dôme de l’Hôtel des Invalides, Le tombeau de Napoléon Ier (Hôtel des Invalides), l’église de la Madeleine, le boulevard de la Madeleine, le boulevard des Capucines, l’Opéra, le foyer public de l’Opéra, la place de la Bourse, la porte Saint-Denis, la rue du Temple et la place de la République, la colonne commémorative des Journées de juillet 1830, l’Hôtel de Ville, la Tour Saint-Jacques, le Pont au Change et le Palais de Justice, la Sainte-Chapelle (XIIIe siècle), l’église Notre-Dame (2), le Panthéon, le Palais du Luxembourg, le Grand Lac, la Cascade (Bois de Boulogne), la façade principale (Versailles), les Grandes Eaux du bassin de Latone (Parc de Versailles). – – Albert Hautecoeur (1848-1905 ?) et son frère Édouard (1847-1904) reprirent le studio photographique (12, boulevard des Capucines, à Paris) de leur père Eugène Hautecoeur (1822-1870). En 1889, ils publièrent l’« Album de l’Exposition universelle de Paris » avec des clichés de Neurdein frères. Albert Hautecoeur fut membre de la Chambre syndicale de la photographie de 1878 à 1905. – Les articulations du dos sont légèrement usées; la page de garde et la première photographie comportent une annotation manuscrite en allemand: « 1892 Paris sans voitures » et « Le Paris de mon père » ; très bel exemplaire en bon état.

Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Original-Photographie, Paris

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400,--  Bestellen
1 Rich, Claudius James. Memoir on the ruins of Babylon. (And): Second memoir on Babylon containing an inquiry into the correspondence between the ancient descriptions of Babylon and the remains still visible on the site. Sugested by the „Remarks“ of Major Rennel published in the Archaeologia. Second edition and first edition. 2 volumes. London, Longman, Hurst, Orme, and Brown 1816 and 1818. Gr.-8° (24,5 x 15,5 cm.). IV, 67, (1) p.; [2], 60 p. with 6 (3 folded) engraved plates. Contemporary cardboard bindings.

DNB XLVIII, 114 ff. Zenker, Bibliotheca Orientalis II, 535 and 536. – Very rare set of Rich’s famous archaeological investigations on the ruins of Babylon. – “As early as the age of nine [Rich’s] curiosity was aroused by some Arabic manuscripts, and he applied himself with eagerness to various oriental languages… Before he was 24 he was appointed the East India Company’s resident at Baghdad… For six years he lived at Baghdad, collecting materials in his leisure time for a history and statistical account of the Pashalik… An excursion to Babylon in 1811 bore fruit in the Memoir on the Ruins of Babylon, originally contributed to the ‘Mines d’Orient,’ but reprinted at London in 1815, and amplified, after a second visit to the site, in the Second Memoir on Babylon” (DNB). – „When he visited the ruins of ancient Babylon on 10 December 1811, a new passion for antiquity was kindled within him, to which he would devote all his energy. In 1812, he carried out surveys and excavations in Babylon and the surrounding area, which he published two years later in the form of a topographical study in *Fundgruben*, a journal edited in Vienna by his personal friend Joseph von Hammer-Purgstall. Following a dispute with Major Rennell, they agreed on the location of the ruins of Babylon on the eastern bank of the Euphrates, and Rich incorporated his suggestions into „A Second Narrative“. … Rich discovered a number of small objects from sarcophagi near the ‘Mujelibé’ (palace) and excavated the ‘Lion of Babylon’, which the Australian Henry Layard was to rediscover 40 years later. He also dug a shaft into the hill at Tell Ibrahim Khalil and collected inscribed mud bricks. … Although he spent only 10 days in Babylon, he uncovered numerous artefacts that were to occupy scholars for a long time to come“ (Wikipedia). – The spine of the second volume has been professionally repaired; both volumes bear bookplates; slightly stained in places, but otherwise in good condition.

Schlagwörter: Antike, Archaeology, Archäologie, Babylon, Irak

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1.000,--  Bestellen
1 Rich, Claudius James. Narrative of a journey to the site of Babylon in 1811. Memoir on the ruins … Remarks on the topography of ancient Babylon, in reference to the memoir: Second memoir of the ruins; in reference to Rennell’s remarks. With narrative of a journey to Persepolis: now first printed, with hitherto unpubl. cuneiform inscriptions copied at Persepolis. Edited by his widow. London, Duncan & Malcolm 1839. 8°. XLII, 324 p. with an engraved frontispiece, 1 woodcut illustration and 26 engraved plates, some of which are folded. Modern leather binding with a gold-embossed title on the spine.

DNB XLVIII, 114 ff. Lowndes IV, 2084. – First complete edition of Rich’s archaeological investigations on the ruins of Babylon. – Claudius James Rich (1787-1821) „passed his childhood at Bristol. As early as the age of nine his curiosity was aroused by some Arabic manuscripts, and he applied himself with eagerness to various oriental languages. In 1803, by the influence of friends, he was appointed a cadet in the East India Company’s service. … After several journeys into the interior of Asia Minor he was appointed assistant to Colonel Missett, the new consul-general in Egypt, and in this post perfected himself in Arabic, and amused himself by acquiring the skill in horsemanship and the use of the lance and scimitar in which the Mamlûks were past masters. From Egypt he travelled in Mamlûk disguise over a great part of Syria and Palestine, visited Damascus in the pilgrimage time, and even ventured to enter the great mosque, undetected. … For six years he lived at Baghdad, collecting materials in his leisure time for a history and statistical account of the Pashalik. Some of his researches may be traced in papers contributed to the ‘Mines d’Orient’, at Vienna. An excursion to Babylon in 1811 bore fruit in the ‘Memoir on the Ruins of Babylon,’ originally contributed to the ‘Mines d’Orient,’ but reprinted at London in 1815 (3rd edit. 1818), and amplified, after a second visit to the site, in the ‘Second Memoir on Babylon’ (London, 1818). In 1813 ill-health compelled Rich and his wife to go for change of air to Constantinople, where he stayed with Sir Robert Liston [q. v.], the ambassador, and in 1814 he prolonged his journey through the Balkan provinces to Vienna, and thence to Paris, then in the hands of the allies. Upon his return through Asia Minor and Mesopotamia to Baghdad, he resumed his studies and collections, made his second visit to Babylon, and in 1820, being again in bad health, travelled in Kurdistan“ (S. Lane-Poole in DNB). – Slightly browned throughout and with faint brown spots in places; a very fine copy.

Schlagwörter: Archaeology, Archäologie, Babylon, Irak

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750,--  Bestellen
1 Haensel, Carl. Über den Irrtum. Eine Kritik unserer Anschauungen. Berlin, S. Fischer 1941. 8°. 249, (3) S. Orig.-Pappband.

Baden-Württembergische Biographien VI, 160 ff. – Erste Ausgabe des philosophischen Großessays. Der Jurist, Bergsteiger und Schriftsteller (1889-1968) wurde bekannt durch seinen „Tatsachenroman“ „Der Kampf ums Matterhorn“ (1929), der zweimal mit Luis Trenker in der Hauptrolle verfilmt wurde. – Sehr gutes Exemplar.

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30,--  Bestellen
01 (Casetti, Walter und Walther Wäldele, Hrsg.). Die Albtalbahn. Denkschrift der Stadt Karlsruhe zur Verbesserung der Verkehrsbedienung ihrer südlichen Stadtteile und des Albtales durch Umgestaltung der Bahn. Karlsruhe, Stadt-Karlsruhe o. J. (1955). 4° (30 x 21,5 cm.). Hektographiertes Typoskript, Titel, 28 S., [1] Bl., 12 teils gefaltete Tafeln, [29] Bl. (Anlagen). Orig.-Halbleineneinband.

Die Denkschrift der Stadt Karlsruhe von 1955 zur Albtalbahn war der historische Wendepunkt zur Rettung und Modernisierung der Bahnstrecke und legte den Grundstein für das weltweit bekannte Karlsruher Modell. Sie verglich alle machbaren Varianten, um den desolaten Zustand der damaligen Schmalspurbahn zu beheben und die südlichen Stadtteile sowie das Albtal verkehrstechnisch neu zu erschließen. Auf Basis der Denkschrift wurde am 2. März 1957 der Vertrag zur Gründung der Albtalbahn-Verkehrsgesellschaft (AVG). – Walter Casetti war Mitte der 1950er-Jahre Direktor der Verkehrsbetriebe Karlsruhe. „Das von ihm geleitete Straßenbahnamt (die damaligen städtischen Verkehrsbetriebe) war direkt für die technische Ausarbeitung der 1955er-Denkschrift zuständig. Casetti und seine Ingenieure entwarfen das wegweisende Konzept, die Albtalbahn zu verstaatlichen, auf Normalspur umzubauen und direkt an das Karlsruher Straßenbahnnetz anzuschließen“ (Stadtlexikon Karlsruhe). – Walther Wäldele (1921-2003) war als Leiter des städtischen Bauressorts ab Mitte der 1950er-Jahre für die übergeordneten planerischen und baurechtlichen Rahmenbedingungen der städtischen Infrastruktur zuständig und 1966 bis 1983 Erster Bürgermeister von Karlsruhe. – Tadellos.

Schlagwörter: Albtalbahn, Baden-Württemberg, Badenia, Eisenbahn, Karlsruhe

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140,--  Bestellen
1 Neujahrsblätter – Sammelband mit 52 Neujahrsblättern. Der Tugend und Wissenschaft liebenden Jugend gewidmet von der Stadt-Bibliothek in Zürich. 52 Hefte in 1 Band. Zürich Stadtbibliothek 1756-1841. Gr.-8° (22 x 18 cm.). Mit 52 gestochenen Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.

Rohr, Neujahrsblätter S. 7 ff. Slg. Hürlimann 244 (Jahrgänge 1759-99). – Umfangreiche Sammlung der seltenen Jahresgaben für Jugendliche. Enthält die Blätter für die Jahre 1759, 1762, 1763, 1765, 1772-1775, 1797-1841. – Die Jahrgänge 1759 und 1762 mit Radierungen von Salomon Gessner zu Texten von J. R. Werdmüller und F. W. Zachariä; die Jahrgänge 1765 bis 1775 mit Kupfern von Joh. Balthasar Bullinger zu Texten von Salomon Hirzel (meist Darstellungen aus der Schweizer Geschichte); Die Jahrgänge 1797 bis 1800 mit Radierungen von J. U. Schellenberg nach Martin Usteri und Texten von J. H. Füssli; Die Jahrgänge 1801 bis 1815 mit Kupfern von H. Lips nach M. Usteri zu Texten von Salomon Hirzel; ab 1816 wechseln historische Begebenheiten mit Biographien (mit Porträts), die Kupfer und Radierungen stammen von M. Usteri, M. Esslinger, Franz Hegi, C.F. Irminger, H. Meyer und R. Denzler; Jahrgang 1831 mit lithogr. Porträt der Lady Jane Gray von J. Brodtmann nach Hans Holbein. – „Der einzigartige Brauch der Publikation von Neujahrsblättern für die Jugend Zürichs, viel später von verschiedenen anderen schweizerischen und einigen deutschen Orten übernommen, reicht in der Entstehungszeit bis zur Mitte des 17. Jh. zurück… Es war damals Sitte, dass die Kinder von Mitgliedern kultureller Gesellschaften und Institutionen am Berchtoldstag einen Geldbetrag zum Beheizen der gesellschaftseigenen Trinkstuben überbrachten… Bei dieser Gelegenheit wurden die Kinder mit Kuchen oder dem klassischen Gebäck der Zürcher, den „Tirggeli“ und mit Veltlinerwein bewirtet. Die Bewirtung wurde später von der Bürgerbibliothek durch die Uebergabe eines Neujahrsblattes ersetzt und damit die Einrichtung der Neujahrsblätter begründet… Die illustrierten Blätter in dieser bilderarmen Zeit müssen die Jugendlichen von damals stark beeindruckt und erfreut haben. Sie gehören in Bezug auf die allgemeine Kinderliteratur zu den frühesten Kinder-Periodica“ (H. Rohr in Zürcher Neujahrsblätter. Beschreibendes Verzeichnis. Zürich 1971). – Rücken und Gelenke etwas berieben, sehr gut erhaltene Sammlung in einem dekorativen zeitgenössischen Einband.
An extensive collection of rare annual publications for young people. Contains issues from the years 1759, 1762, 1763, 1765, 1772–1775, 1797–1841. – The volumes for 1759 and 1762 feature etchings by Salomon Gessner accompanying texts by J. R. Werdmüller and F. W. Zachariä; the volumes for 1765 to 1775 feature copperplate engravings by Joh. Balthasar Bullinger accompanying texts by Salomon Hirzel (mostly depictions from Swiss history); the volumes from 1797 to 1800 feature etchings by J. U. Schellenberg after Martin Usteri and texts by J. H. Füssli; the volumes from 1801 to 1815 feature copperplate engravings by H. Lips after M. Usteri, with texts by Salomon Hirzel; from 1816 onwards, historical events alternate with biographies (including portraits); the copperplate engravings and etchings are by M. Usteri, M. Esslinger, Franz Hegi, C.F. Irminger, H. Meyer and R. Denzler; the 1831 volume features a lithographic portrait of Lady Jane Grey by J. Brodtmann after Hans Holbein. – „The unique custom of publishing New Year’s leaflets for the young people of Zurich – a tradition later adopted by various other Swiss towns and some German towns – dates back to the mid-17th century… It was customary at that time for the children of members of cultural societies and institutions to present a sum of money on Berchtold’s Day to help heat the societies’ own drinking rooms… On this occasion, the children were treated to cake or the classic Zurich pastry, the ‘Tirggeli’, and Veltliner wine. This hospitality was later replaced by the Civic Library with the presentation of a New Year’s leaflet, thus establishing the tradition of the New Year’s leaflets… The illustrated leaflets, in an era when images were scarce, must have greatly impressed and delighted the young people of the time. In terms of general children’s literature, they rank among the earliest ‘children’s periodicals’ (H. Rohr in *Zürcher Neujahrsblätter. Beschreibendes Verzeichnis*. Zurich 1971). – Spines and joints slightly rubbed; a very well-preserved collection in a decorative contemporary binding.

Schlagwörter: Helvetica, Neujahrsblätter, Schweizer Kinderbücher, Switzerland

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650,--  Bestellen
1 Geist, Rudolf (Johann). Der anonyme Krieg. Heilbronn a. N., Leipzig, Prag u. a. Verlag Internationale Buchpresse (1928). 8°. [4] Bl., 427, (1) S., [2] Bl. Orig.-Leinenband.

Erste Ausgabe des expressionistischen Antikriegsromans des Wiener Schriftstellers Rudolf Geist (1900-1957). – „Schon seit frühester Kindheit, nachdem er sich autodidaktisch das Lesen und Schreiben beigebracht hatte, verfasste er Gedichte und kurze Texte. Nach seiner Lehre zum Bäcker und dem Fronteinzug im 1. WK, der ihn bis zum Lebensende zu einem überzeugten Pazifisten machte, lebte er einige Jahre im Untergrund in Wien. 1922 beschloss er freier Schriftsteller zu werden, zwischen 1926 und 1938 arbeitete er in Deutschland und Wien als Lektor bei Verlagen, gründete Zeitschriften, literarische Vereine und Lesekreise und publizierte seine literarischen Werke. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verboten und teilweise verbrannt. 1938 wurde er wegen „Kommunistischer Mundpropaganda“ verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach dem Krieg widmete sich Rudolf Geist aktiv dem Wiederaufbau, legte Romane, Gedichte, Theaterstücke, Filmbücher wie auch politische, philosophische und literarische Essays und Arbeiten vor. In seinem Verlag publizierte er u.a. zwei Werke des amerikanischen Autors Upton Sinclair“ (Österreichische Nationalbibliothek). – Einband leicht braunfleckig und etwas berieben, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I

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100,--  Bestellen
1 Grundmayr, Franz. Lexikon der Römischkatholischen Kirchengebräuche. Augsburg, Johann Baptist Merz 1801. [2] Bl., 321 S. Interims-Pappband der Zeit.

ADB X, 35 f. – Erste Ausgabe. – F. Grundmayr (1750-1823) „wirkte mit großem Eifer den Grundsätzen der Encyklopädisten entgegen, die auch in Bayern vielfach Eingang gefunden hatten. Im J. 1811 wurde er auf Betreiben des französischen Gesandten zu München verhaftet und nach der Festung Oberhaus nächst Passau verbracht, weil er sich als den Verfasser gewisser durch den Druck verbreiteter Gebete bekannte, in denen man eine Kritik der Willkürherrschaft Napoleons zu entdecken glaubte. Es ist wol anzunehmen, daß ihn nur der bald eingetretene Umschwung der Zeitverhältnisse vor einem schlimmeren Loose bewahrte. Als mit dem J. 1813 Napoleon’s Einfluß auf Baiern gebrochen war, scheint man des Gefangenen auf Oberhaus vergessen zu haben; erst drei Jahre später, 1816, wurde er aus seiner Haft entlassen“ (G. Westermayer in ADB). – Einband etwas angestaubt und fleckig, Stempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Katholische Kirche, Lexica, Liturgie, Liturgiegeschichte

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50,--  Bestellen
1 W(orthington), T(homas), (Editor). Rosarivm siue psalterivm (Rosarium sive psalterium) beatae virginis Mariae. Cum alijs piis exercitijs, ut in Præfatione notatur a T. W. A. editum. Antverpiae (Antwerpen), Johannes Keerberg 1602. 12° (14,5 x 8,5 cm.). [12] Bl., 215 S. mit gestoch. illustr. Titel, 18 Kupfertafeln und 3 gestoch. Vignetten von Jan Collaert nach Marten de Vos. Pergamentband der Zeit.

Graesse VI, 327. – Zweite Ausgabe des zuerst 1600 bei Keerberg erschienenen Rosenkranz-Psalters. Mit den schönen Kupferstichen von Jan Collaer (II, 1561 oder 1566-1627 oder 1628) nach Zeichnungen des flämischen Altmeisters Marten de Vos (auch Maerten de Vos, 1532-1603). Andere Ausgaben enthalten bis zu 35 Kupferstiche; die vorliegende Ausgabe ist jedoch mit den 18 Tafeln und 3 Vignetten vollständig, die alle rückseitig auf Textseiten gedruckt sind. – Der Herausgeber T. Worthington (1549-1627) „wurde nach dem Tod von Dr. Richard Barrett (30. Mai 1599) am 28. Juni vom Kardinalprotektor zum Präsidenten des Douai College ernannt, hauptsächlich durch den Einfluss von Robert Persons, nachdem der Kandidat des Weltklerus abgelehnt worden war. Die ihm übertragene Aufgabe war schwierig, und er scheint nicht die nötige Charakterstärke besessen zu haben. Seit der Rückkehr des Colleges aus Reims im Jahr 1593 hatten sich dessen Schwierigkeiten stetig verschärft, was sich negativ auf die Disziplin auswirkte. Bereits 1596 hatte Worthington selbst eine Denkschrift an den Kardinalprotektor zum Zustand des Römischen Kollegs gerichtet, in der er auf den Niedergang von Douai hinwies, den er den Neuerungen von Dr. Barrett zuschrieb. Seine Präsidentschaft begann daher mit einer päpstlichen Visitation des Kollegs, in deren Folge in Rom neue Statuten ausgearbeitet wurden. Es wurde festgelegt, dass nicht mehr als sechzig Personen von der Stiftung unterstützt werden sollten, dass kein Student zugelassen werden sollte, der nicht für den Rhetorikunterricht geeignet war, und dass alle Studenten verpflichtet waren, zu gegebener Zeit einen Eid auf den Empfang der Priesterweihe abzulegen“ (Wikipedia). – Einband etwas fleckig, sehr gutes sauberes Exemplar.
Second edition of the Rosary Psalter, first published by Keerberg in 1600. Featuring the beautiful copperplate engravings by Jan Collaer (II, 1561 or 1566–1627 or 1628) after drawings by the Flemish Old Master Marten de Vos (also Maerten de Vos, 1532–1603). The first edition contains up to 35 copperplate engravings; however, this edition is complete with its 18 plates and 3 vignettes, all of which are printed on the reverse of text pages. – The editor, T. Worthington (1549–1627), ‘was appointed President of Douai College by the Cardinal Protector on 28 June, following the death of Dr Richard Barrett (30 May 1599), chiefly through the influence of Robert Persons, after the candidate put forward by the secular clergy had been rejected. The task entrusted to him was difficult, and he does not appear to have possessed the necessary strength of character. Since the College’s return from Reims in 1593, its difficulties had steadily worsened, which had a negative impact on discipline. As early as 1596, Worthington himself had addressed a memorandum to the Cardinal Protector concerning the state of the Roman College, in which he drew attention to the decline of Douai, which he attributed to the reforms introduced by Dr Barrett. His presidency therefore began with a papal visitation of the college, following which new statutes were drawn up in Rome. It was stipulated that no more than sixty people should be supported by the foundation, that no student should be admitted who was not suited to the study of rhetoric, and that all students were obliged to take an oath at the appropriate time to receive priestly ordination” (Wikipedia). – Cover slightly stained, a very good, clean copy.

Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Emblemata, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Theologie

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600,--  Bestellen
1 Noldus, Cecile (geb. 1961 in Breda). (Orchester der Dinge). Folge mit 6 C-Prints auf Fujicolor Crystal Archive Paper, alle verso mit Goldstift signiert. (Hamburg, Griffelkunst-Vereinigung 1998). 40 x 30 cm.

Griffelkunst, Verzeichnis der Editionen 292 C1-C6. – „Welcome to my Universe of Living Things! I am Cecile Noldus, and people call me animator, visual artist, animation filmer, workshop facilitator, event enricher, or simply artist. I am the creator of stories in which things come to life, read more tagging on to my childhood devotions, when I would roam the forests near my home in Brabant, in the Netherlands. To me, plants, stones, and insects all have animistic souls. They tell me stories. They always have. For as long as I can remember I have been trying to connect with these creatures by shaping them out of trash and objects to then animate them, giving them a soul. Recalling the mystic forests of my childhood, I draw, paint or create secret gardens out of various materials, mainly mixed textiles because of its softness and flexibility. I extended my world by sewing dadaistic costumes that can be worn by me or by the audience for performances or animation films. They seem inspired by my hometown hero Hieronymus Bosch; they are manic, colourful, mysterious and brave“ (Cacile Noldus 2024). – Ohne die illustr. Mappe mit dem Titel.

Schlagwörter: Original-Photographie, Signierte Photographie

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240,--  Bestellen
1 Mark, Mary Ellen. Ward 81. Photographs. Text by Karen Folger Jacobs. With an introduction by Milos Forman. Designed by Arne Lewis. New York, Simon and Schuster (1979). Quer-8° (20 x 28 cm.).. 96 p. with 82 duotone plates. Illustrated original cardboard softcover.

Koetzle, Fotografen A-Z 253. Lederman/Yatskevitch, What they saw 255. – First edition. – „In February 1975, photographer Mary Elen Mark and writer and social scientist Karen Folger Jacobs were given permission to live on Ward 81, the women’s security ward of the Oregon State Hospital. During their thirty-sixday stay, Mark photographed, and Jacobs interviewed the ward’s residents, women deemed highly disturbed and a danger to themselves and others. Purposely choosing not to review case files before their visit, Jacobs and Mark interacted with the patients in their daily routines. They were less interested in documenting their mental illness than learning about the women themselves. The resulting book, Ward 81, portrays the women, their mental illness’ contradictions and the institutional response to their treatment and care. Mark first learned of the Oregon State Hospital and the women in Ward 81 in 1974 when she was sent to photograph the cast on the set of One Flew Over the Cuckoo’s Nest, Milos Forman’s 1975 film based on Ken Kesey’s novel about patients in a psychiatric hospital. She vowed to return, and after a year-long request process, she and Jacobs installed themse Ives in the ward. The impact of their time on the ward was significant, with Jacobs stating in the book’s epilogue, „We felt the degeneration of our own bodies and the erosion of our self-confidence. We were horrified at the thought of what we might become after a year or two of confinement and therapy on Ward 81.“ The book contains eighty-two black-and white photographs, with an essay by Jacobs serving as an introduction to the visual flow. In it, she notes that women captured in Mark’s photographs could be in almost any institutional setting, but closer examination reveals their scars and signs of physical abuse, often self-inflicted“ (C. M. Riley in Lederman/Yatskevitch). – A very fine copy.

Schlagwörter: Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie

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240,--  Bestellen
1 Lexica – Jablonski, Johann Theodor. Allgemeines Lexicon der Künste und Wissenschaften, oder deutliche Beschreibung des Reiches der Natur, der Himmel und himmlichen Körper, der Luft, der Erde, nebst den bekannten Gewächsen, der Thiere, Steine und Erzte, des Meeres und der darinnen lebenden Geschöpfe; Ingleichen aller menschlichen Handlungen, Staats- Rechts- Kriegs- Polizey- Haushaltungs- und gelehrten Geschäffte, Handthierungen und Gewerbe, sammt einer Erklärung der dabey vorkommenden Kunst-Wörter und Redens-Arten. Neue, um die Hälfte vermehrte, und durchgehends verbesserte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Königsberg und Leipzig, Johann Heinrich Hartung 1748. 4° (24,5 x 21 cm.). [3] Bl., 1456 S,, [21] (statt 22) Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz mit gestoch. Titelvignette, 3 (2 ganzs.) Kupferstiche und ca. 140 meist schematischen Holzschnitten im Text. Halblederband der Zeit.

Slg. Seemann 336. Zischka S. 5: „Das erste allgemeine Lexikon… Vorläufer der Konversationslexika“. – Die vorliegende zweite Ausgabe mit mehr als dem doppelten Umfang, gegenüber der ersten Auflage von 1721. – „Zahlrreiche Quer- und Literaturverweise machen das Werk auch heute zu einer wertvollen Quelle für Themen dieser Zeit. Zwei Register am Schluß (lateinisch und französisch mit deutscher Übersetzung) erleichtern die Handhabung und erhöhen den Gebrauchswert beträchtlich“ (M. Peche). – Einband etwas berieben, die Deckel stärker, Innengelenke vor den Titelbl. angeplatzt, Titelblatt stärker fleckig, das letzte Registerblatt (P-Z) fehlt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Lexica

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450,--  Bestellen
1 Hartig, Georg Ludwig. Lexicon für Jäger und Jagdfreunde. Oder waidmännisches Conversations-Lexikon. Nebst 21 Zeichnungen. 2. Ausgabe. Berlin, Nicolai 1852. 8°. IV, 600 S., [1] Bl. mit 2 lithogr. Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung und goldgepr. Deckel-Illustration.

ADB X, 659 ff. Lindner 11.0859.03. – Zuerst 1836 erschienenes Jagdlexikon, zusammengestellt von Georg Ludwig Hartig (1764-1837), „einer der bedeutendsten Koryphäen der Forstwissenschaft“ (ADB). – Die hier vorliegende zweite Ausgabe wurde von seinem Sohn Theodor Hartig (1805-1880) herausgegeben. – Name auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar im dekorativen Verlagseinband.

Schlagwörter: Jagd, Jäger, Lexica

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160,--  Bestellen
1 Dombrowski, Ernst von. Die Birsch auf Rot-, Dam-, Reh-, Schwarz- und Gamswild. Neudamm, J. Neumann 1903. 8°. 227, (1) S., [8] Bl. mit 8 Tafeln und Buchschmuck nach Zeichnungen und Gemälden des Verfassers. Weinroter Lederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und gepr. Deckelbild.

Nicht bei Mantel. – Erste Ausgabe. – Ernst v. Dombrowski (1862-1917) war seit 1887 Chefredakteur des „Weidmann“ und seit 1891 Hofjägermeister des Fürsten Reuß. – Schönes Exemplar in einem dekorativen Handeinband und Verwendung der Orig.-Deckelvignette.

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120,--  Bestellen
1 Tschudi, Friedrich v. Das Tierleben der Alpenwelt. Naturansichten und Tierzeichnungen aus dem schweizerischen Gebirge. Illustriert von E. Rittmeyer und W. Georgy. 11., durchgesehene Auflage, herausgegeben von C. Keller. Lpz., Weber 1890. XVII, (1), 582 S. mit Porträt und zahlr. Tafeln nach Holzstichen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und goldgepr. Deckel-Illustration.

Vorderes Gelenk am Kapital geringfügig beschädigt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Alpen, Alpenpflanzen, Alpenvorland, Zoologie

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40,--  Bestellen
1 Bernhard, Thomas und Klaus Zylla. Die Irren – Die Häftlinge. Gedichte. Klaus Zylla, Zeichnungen. Berlin, Edition der Galerie auf Zeit (1994, Übermalung 2001). Imperial-Quer-Folio (78 x 52,5 cm.). 29 (6 farbigen handübermalten) signierten Siebdrucken. Orig.-Halbleinen-Flügelmappe mit handschr. Deckeltitel.

Eines von 80 Exemplaren; im Impressum von Klaus Zylla signiert, datiert und nummeriert. – „Klaus Zylla begann unter Pseudonym „Bazillus“ mit dem Druck sogenannter Samisdat-Künstlerbücher in eigener Werkstatt in Berlin-Friedrichshain. Diese entstanden, teilweise in Zusammenarbeit, mit Texten u.A. von Georg-Büchner-Preiträgern Marcel Beyer, Durs Grünbein, Oskar Pastior, Thomas Bernhard, Wolfgang Hilbig, und Heiner Müller. Seit dieser Zeit sind insgesamt über 100 verschiedene Künstlerbücher in Auflage unter 103 Stück, in verschiedenen Druckverfahren oder als gemalte Unikatbücher enstanden“ (zyllas(dot)com). – „… die Künstlerbücher, führen einen Dialog zwischen Gezeichnetem und Geschriebenem. In der Tradition der Grafik-Lyrik-Unikate stehend, vergegenwärtigen sie ein letztes Stück Kunst als Haltung, so wie es zu DDR-Zeiten subkulturell authentisch war. In den achtziger Jahren stand eine ganze Generation junger ostdeutscher Dichter am Rande des offiziellen Literaturbetriebs, nur weil sie furchtlos versuchten, „das Unausgesprochene sprechbar zu machen“, wie Stefan Döring sagt, einer der Vertreter dieser Strömung. Weil die Staatsverlage sie ausgrenzten, schufen sich die jungen Worterneuerer ihr eigenes kommunikatives System. Im Hinblick auf die staatliche Macht war dies die Position des Außerhalb, nicht jene des Dafür oder des Dagegen, die die Abweichung in Gang setzte“ (Christoph Tannert, Katalog Klaus Zylla, Dresdner Bank, Frankfurt am Main, 1992). – Mit Ausstellungs-Plakat (70 x 50 cm.) und Orig.-Farbphotographie „Klaus Zylla und der Schauspieler Otto Sander zur Buchpremiere von „Die Irren – Die Häftlinge“ im Dezember 1994 in der Galerie auf Zeit Berlin-Mitte“ von Thomas Günther (45 x 30 cm.).
One of 80 copies; signed, dated and numbered by Klaus Zylla in the colophon. – “Klaus Zylla began printing so-called samizdat art books under the pseudonym ‘Bazillus’ in his own workshop in Berlin-Friedrichshain. These were produced, in some cases collaboratively, with texts by, amongst others, Georg Büchner Prize winners Marcel Beyer, Durs Grünbein, Oskar Pastior, Thomas Bernhard, Wolfgang Hilbig and Heiner Müller. Since then, a total of over 100 different artist’s books have been produced in editions of fewer than 103 copies, using various printing techniques or as hand-painted unique books” (zyllas(dot)com). – “… the artist’s books engage in a dialogue between the drawn and the written. Standing in the tradition of unique graphic-poetry works, they embody a final form of art as an attitude, just as it was authentically subcultural during the GDR era. In the 1980s, an entire generation of young East German poets stood on the fringes of the official literary establishment, simply because they fearlessly attempted to ‘make the unspoken speakable’, as Stefan Döring, one of the representatives of this movement, puts it. Because the state-run publishing houses marginalised them, these young innovators of language created their own system of communication. “With regard to state power, this was a position of ‘outside’, not one of ‘for’ or ‘against’, which set the deviation in motion” (Christoph Tannert, Klaus Zylla catalogue, Dresdner Bank, Frankfurt am Main, 1992). – Includes an exhibition poster (70 x 50 cm) and an original colour photograph, ‘Klaus Zylla and the actor Otto Sander at the book launch of *Die Irren – Die Häftlinge* in December 1994 at the Galerie auf Zeit in Berlin-Mitte’, by Thomas Günther (45 x 30 cm).

Schlagwörter: Artist’s Book, Artists’ books, Künstlerbuch, Nummerierte Bücher, Unikat

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1.400,--  Bestellen
1 Pizzighelli, G(uiseppe und Arthur Baron v. Hübl). Handbuch der Photographie für Amateure und Touristen. I. Die photographischen Apparate. II. Die photographischen Prozesse. III. Die Anwendungen der Photographie. 2. Auflage. 3 Bände. Halle, Wilhelm Knapp 1891-1892. Gr.-8°. XII, 485 S.; XII, 539 S.; X, 496, 9, 28 S., 4 Bl., 15, 7, 15 S. mit 1036 Abb. im Text und auf teils gefalt. Tafeln. Weinrote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und dezenter Rückenvergoldung.

Heidtmann 3582. – „Mit seiner außerordentlich fein differenzierten Halbtonskala lieferte der Platindruck, nach der Kalotypie die schönsten Abzüge. Sein silbergrauer Ton war vor allem bei Photographen beliebt, die ein mehr als durchschnittliches ästhetisches Empfinden besaßen. Zwei österreichische Offiziere, Hauptmann Giuseppe Pizzighelli und Arthur Baron von Hübl, modifizierten das Verfahren dahin, daß das Bild nicht mehr entwickelt, sondern ganz auskopiert wurde. Mit ihrem Handbuch (1882), das auch in englischen und französischen Übersetzungen erschien, trugen sie entschieden zur Popularität des Platindrucks bei. Aufgrund der ständig steigenden Preise des Edelmetalls (die Unze Platin kostete 1878 noch fünfundzwanzig Shilling, 1891 aber schon sechzig Shilling, zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch mehr) mußte das Verfahren jedoch eingestellt werden“ (H. Gernsheim, Geschichte der Photographie, S. 416). – Exemplar des vollständig seltenen Werks.

Schlagwörter: Fototechnik, Photographic equipment, Photographic technology, Technik

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380,--  Bestellen
1 Optatus Milevitanus. Sancti Optati Afri Milevitani Episcopi, De Schismate Donatistarum libri septem ad manuscritos codices et veteres editiones collati, et innumeris in locis emendati. Lutetiae Parisiorum (Paris), Andreas Pralard 1700. Folio (40 x 25,5 cm.). [11] Bl., CIV, 601 (recte 597), (1) S. mit Titelblatt in Rot und Schwarz mit gestoch. Titelvignette und 1 mehrfach gefalteten gestoch. Karte von Nord-Afrika. Halbleinerband um 1900.

BBKL, V, 1226 ff. Brunet IV, 196 f. Ebert 15164. Graesse, V, 30. Wetzer-Welte IX, 932. – „Bonne édition où l’on trouve à la suite du texte les notes de tous les éditeurs d’Optat“ (Brunet). – „Neue und gute Rec. nach 5 Mss., mit den Noten aller früheren Herausgg., welche in dieser Ausg. nach dem Texte folgen“ (Ebert). – „Optatus, Bischof von Mileve in Numidien, verfaßte um 370 ein gegen den Donatismus gerichtetes Werk… Die angehängte Urkundensammlung aus den Jahren 330-347 ist ebenfalls für die Geschichte jener Häresie wichtig“ (Tusculum Lexikon). – Einband angestaubt, Exlibris einer New Yorker Bibliothek auf dem Innendeckel, die Karte in einem Falz etwas eingerissen, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Kirchenväter, Theologie

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200,--  Bestellen
1 Schultze-Naumburg, Paul. Kulturarbeiten. Band IV: Staedtebau. Herausgegeben vom Kunstwart. München, Georg D. W. Callwey o. J. (1912). 8°. VII, 443, (1) S., [2] Bl. mit 288 Abbildungen. Orig.-Leinenband.

Erste Ausgabe. – „Mit der Publikation der Kulturarbeiten verfolgte Paul Schultze-Naumburg (1869-1949) das Ziel „der entsetzlichen Verheerung unseres Landes auf allen Gebieten sichtbarer Kultur entgegenzuarbeiten“ nach Verrohung der Lebensweise und „Verfalls der Baukunst“ durch die fortschreitende Industrialisierung und äußerte Kritik an der „kranken Großstadt“. Des Weiteren will er „durch Anschauung eine Reihe von Fragen vor denen erörtern, die heute Städte anlegen lassen: Laien“ (Schultze-Naumburg 1906: VI). Die besondere Art der Argumentation durch Bebilderung mit Beispiel und Gegenbeispiel wenden wir dabei wie der Autor selbst auf die Straßenzüge und Plätze Weimars an“ (Bauhaus-Universität Weimar). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Städtebau

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50,--  Bestellen
1 Hauber, Georg. Das Gamswild. München, Piloty & Loehle 1924. 4° (25 x 8 cm.). 122 S. mit zahlr. Abbildungen und 7 Tafeln. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.

Erste Ausgabe. – Wichtiges historisches Referenzwerk zur Ökologie, Geschichte und Jagd des Gamswildes im Alpenraum. Mit wertvollen historischen Aufzeichnungen über frühe Wildseuchen und die Gamsräude im Berchtesgadener Land im 18. und 19. Jahrhundert. – Schönes zeitgenöss. Exlibris, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Alpen, Gams-Jagd, Zoologie

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50,--  Bestellen
01 Tschudi, Friedrich v. Das Thierleben der Alpenwelt. Naturansichten und Tierzeichnungen aus dem schweizerischen Gebirge. Illustriert von E. Rittmeyer und W. Georgy. 6, verbesserte Auflage. Leipzig, J. J. Weber 1861. Gr.-8°. XV, (1), 571, (1) S. mit Portrait, Frontispiz und 24 getönten Holzstich-Tafeln. Blindgepr. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und goldgepr. Deckel-Illustration.

ADB XXXVIII, 744 ff. Mantel II, 490. Nissen, ZBI 4178. Souhart 468. – Erschien zuerst 1853. – „Die reifste und schönste Frucht dieser schriftstellerischen Thätigkeit war aber das in seiner Art classische Werk: „Das Thierleben der Alpenwelt“, welches im J. 1853 in erster Auflage erschien und den Namen seines Verfassers in kurzer Zeit über die ganze gebildete Welt trug“ (H. Wartmann in ADB). – Der Schweizer Politiker, Theologe und Naturforscher F. v. Tschudi (2820-1886) hat auch einen erfolgreichen Reiseführer (Der Schweizerführer, St. Gallen 1855) und Werke zur Land- und Alpenwirtschaft veröffentlicht. – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Alpen, Alpenpflanzen, Alpenvorland, Jagd, Zoologie

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1 (Iselin, Isaak). Träume eines Menschenfreundes. Erster (und) zweyter Theil 2 Bände. Karlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1784. 8°. XVI, 288 S.; [2] Bl., 369 S. mit 1 gefalt. Tabelle in Band I. Kalbslederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und reicher floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, 140. und 141. Theil).

Goed. IV, 1, 478, 14. Goldsmith 11382. Humpert 12691. NDB X, 188 f. Palgrave II, 459. VD18 80203159 und 80203167. – Zweite Ausgabe der zuerst 1776 unter diesem Titel erschienenen neuen Ausgabe des 1772 veröffentlichten Werks „Versuch über die gesellige Ordnung“, einer „sozialphilosophisch-ökonomischen Untersuchung über die alles entscheidende Frage des Menschen: die nach seiner Glückseligkeit.“ – Der Schweizer Geschichtsphilosoph und sozialpolitischer Publizist Isaak Iselin (1728-1782) „gehört zu den ersten Theoretikern der Ethnologie – wird die Geschichte als fortschreitende Entwicklung des Menschen zur Humanität dargestellt. Mit Voltaire (1765) und Ferguson (1766) begründet I. damit die geschichtsphilosophische Sicht der späteren Aufklärung. Er galt von nun an als einer der führenden Publizisten im deutschen Sprachbereich. … Zu Beginn der 70er Jahre hatte er im Agroliberalismus der franz. Physiokraten die Bestätigung eigener ökonomischer Überzeugungen gewonnen. Er hoffte, mit dem „Versuch über die gesellige Ordnung“ (1772) diese Lehre im deutschen Sprachraum bekannt machen zu können. Darum zog er auch J. A. Schlettwein 1776/77 nach Basel. Mit Dupont und Le Trosne stand er in persönlicher Verbindung. Um die physiokratischen Ideen und weitere pädagogische, religiöse und sozialpolitische Reformen in ein breiteres Publikum zu tragen, gab er in Anlehnung an das Modell der physiokratischen „Ephémérides du citoyen“ die „Ephemeriden der Menschheit“ (1776-78, 1780-82, weitergef. v. W. G. Becker bis 1786) heraus, welche bald zu den führenden deuschsprachigen Zeitschriften gehörten. Eine Zusammenfassung und Neubearbeitung seiner wichtigsten Publikationen bilden die „Träume eines Menschenfreundes“ (1776, ²1784). Auch wenn I. noch das Scheitern der physiokratischen und der philanthropinischen Bewegungen miterleben mußte, blieben doch seine freiheitlichen Konzeptionen nicht ohne Wirkung auf die vorrevolutionäre Epoche“ (U. Im Hof in NDB). – Monogrammstempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.
Second edition of the new edition of the work ‘Versuch über die gesellige Ordnung’ (Essay on Social Order), first published in 1772 under this title, a ‘socio-philosophical and economic investigation into the most crucial question facing humankind: that of its happiness.’ – The Swiss philosopher of history and socio-political publicist Isaak Iselin (1728-1782) „is one of the first theorists of ethnology – history is presented as the progressive development of man towards humanity. Along with Voltaire (1765) and Ferguson (1766), I. thus established the historical-philosophical view of the later Enlightenment. From then on, he was considered one of the leading publicists in the German-speaking world. … At the beginning of the 1770s, he found confirmation of his own economic convictions in the agrarian liberalism of the French physiocrats. He hoped to make this doctrine known in the German-speaking world with his ‘Essay on Social Order’ (1772). For this reason, he also attracted J. A. Schlettwein to Basel in 1776/77. He was personally acquainted with Dupont and Le Trosne. In order to bring physiocratic ideas and other educational, religious and socio-political reforms to a wider audience, he published the ‘Ephemerides of Humanity’ (1776-78, 1780-82, continued by W. G. Becker until 1786), which soon became one of the leading German-language journals. A summary and revision of his most important publications can be found in ‘Träume eines Menschenfreundes’ (Dreams of a Philanthropist, 1776, ²1784). Even though I. had to witness the failure of the physiocratic and philanthropic movements, his liberal ideas still had an impact on the pre-revolutionary era“ (U. Im Hof in NDB). – Some brown spots in places, beautiful decorative binding.

Schlagwörter: Philosophie, Philosophy, Physiocracy, Physiokratie, Staatsphilosophie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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