NEUER E-KATALOG: Neueingänge Mai 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Gesamtbestand

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Beschreibung
Gesamte Buchaufnahme
Preis
EUR
1 Pauly, (August). Beschreibung des Oberamts Wangen. Stuttgart, J. G. Cotta 1841. 8°. 284 S. mit 1 lithogr. Ansicht und 4 Tabellen. Leinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. (Beschreibung des Königreichs Württemberg, herausgegeben von dem K. Statistisch-Topographischen Bureau, Band 15).

Adam I, 540. Heyd II, 6493. – Erste Ausgabe. – Ohne die Karte, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Allgäu, Baden-Württemberg, Ortsgeschichte, Wangen, Württembergica

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70,--  Bestellen
1 Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. Der Struwwelpeter. Lustige Geschichten und drollige Bilder. 51.-70. Tausend. München, Lukas Cranach Verlag (1957). 4°. 28 S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Rühle 75 (Anm.). Vgl. Klotz 2780/35 (Ausgabe von 1948). – Die erste Ausgabe erschien 1948 bei Federmann in München. – „Der Hintergrund der Einbandillustration wirkt auf Grund des Rasterdrucks wie punktiert… Man kann kaum davon ausgehen, daß der Federmann-Verlag, 1946 als einer der vielen neuen Nachkriegsverlage gegründet, nach einem Zeitraum von 5 Monaten (die 1. Aufl. erschien im Nov. 1948) erneut eine derart hohe Auflage herausgegeben und mit der Auflagenangabe wieder von vorne begonnen hat. Höchstwahrscheinlich handelt es sich insgesamt nur um eine Auflage von 50000, deren spätere Bindequoten einen aktualisierten bzw. leicht veränderten Druckvermerk erhielten“ (R. Rühle). – Vorderdeckel mit kleiner Abriebstelle, schönes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Federmann, Struwwelpeter(iaden)

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40,--  Bestellen
1 (Touchy, Ferdinand Christian). Verbesserter Brau- und Brandtweinurbar nach ökonomischen Grundsätzen und vieljährigen Erfahrungen auch wie man eine Essig-Brauerey von Bier-, Weizen- und Weinessig anlegen Könne. Nebst einem Anhang von Bereitung des Aepfelweins; ingleichen, wie aus gemeinem Landweine guter ungarischer Wein sehr leicht und wohlfeil; auch, wie der gewöhnliche Fruchtbrandtwein ohne Kosten in Franzbrandtwein und gute Danziger Aquavite verfertigt werden können. 2. Auflage (und 1. Auflage, Teil II). 2 Teile in 1 Band. Leipzig, Christian Gottlieb Hertel 1794 (Teil II) und 1795. 8°. [2] Bl., 364 S.; [8] Bl., 352 (statt 360) S. Halbleinenband des 20. Jahrhunderts.

Holzmann-Bohatta I, 7445. Schoellhorn 253 u. 269. VD18 15605876. – Seltenes, interessantes Werk über Bierbrauen, Branntweinbrennerei (u. a. auch Viehmästung und Schweinehaltung), Weinbereitung. Der zweite Teil enthält Zusätze und Anmerkungen zum Bierbrauen und Branntweinbrennen, Verfertigung nützlicher Essenzen und Tinkturen, Essigbereitung etc. – Der zweite Teil vor den ersten Teil (dieser in 2. Auflage) eingebunden, Titelblatt von Teil II aufgezogen, stärker fleckig und mit Randläsuren (kein Textverlust), die letzten 4 Blatt von Teil I fehlen, stellenweise braun- und fingerfleckig, die letzten Blatt im Rand mit Feuchtigkeitsspuren, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Bier, Bierbrauerei, Bierherstellung, Brandwein, Essig-Herstellung, Getränke, Spirituosen, Wein

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280,--  Bestellen
Schultze, Rudolf. Die Modenarrheiten. Ein Spiegelbild der Zeiten und Sitten für das deutsche Volk. Berlin, Nicolai 1868. 8°. IX, 238 S. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Hayn/Gotendorf V, 100. – Erste Ausgabe. – „Ueber Unsittlichkeit, Pluderhosen, Kleiderordnungen, Reifröcke (3 Perioden), Perrücke, Zopf, Mad. Pompadour, Dubarry, Kniehose, Schnürbrust, Crinoline usw. – Weibliche Schönheit u. männliche Stutzerei“ (Hayn/Gotendorf). – „Mag es immerhin eine verlorene Mühe sein, über die Kleidung des Menschen vom Standpunkt der Philosophie oder der Ästhetik aus zu verhandeln, so bietet doch ihre Geschichte Gesichtspunkte dar, die für den prüfenden und vergleichenden Beobachter von höchstem Interesse sind. Die Mode hat trotz ihrer bekannten Leichtfertigkeit, Eitelkeit, Frivolität, Narrenhaftigkeit und Lächerlichkeit doch auch ihre sehr ernsten Seiten; und bei all ihrer scheinbaren Nichtigkeit muss ihr die Bedeutung unbestritten bleiben, dass sie im Stande ist, sowohl die Denk- und Handlungsweise eines einzelnen Individuums zu illustrieren, als auch die geistigen und moralischen Bestrebungen eines ganzen Zeitalters zu charakterisieren“ (R. Schultze im Vorwort). – Vorderes Innengelenk angeplatzt, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Kulturgeschichte, Mode, Sittengeschichte

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160,--  Bestellen
Hay, D(avid) R(amsay). The laws of harmonious colouring, adapted to interior decorations, etc. to which is now added, an attempt to define aesthetical taste. Fifth edition. London, Orr and Co. and Edinburgh, Fraser and Co. 1844. 8° (23 x 14,5 cm.). 103, 10 S. mit 8 (5 handkolorierten) lithogr. Tafeln und einigen Holzschnitten im Text. Hellbrauner Kalbslederband mit goldgepr. Rückentitel, 6 Bünden, blindgepr. Deckel-Filetten, farbigen Deckel-Intarsien und Kopfgoldschnitt in gefüttertem Pappschuber.

Zuerst 1828 erschienenes Hauptwerk des schottischen Künstlers, Innen-Architekten und Farben-Theoretikers D. R. Hay (1798-1766). Eine deutsche Übersetzung erschien 1848 mit dem Titel „Die Gesetze der Farbenharmonie, vorzüglich für die Zwecke der Haus-, Stuben- und Decorationsmalerei …“ in der Reihe „Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke“ in Weimar. – D. R. Hay, ein Pionier der Farbenlehre, entwickelt hier seine eigene Theorie der Farbharmonie. – „In April 1820 he commenced work at Abbotsford for Walter Scott. In 1850 he decorated Holyroodhouse for Queen Victoria. In the 1920s, Queen Mary had these decorative schemes painted over, but watercolours commissioned by Victoria in 1863 give some idea of their appearance. Hay was an advocate of imitative finishes such as graining and marbling, and textured paints to imitate brocade fabrics. From 1828, he developed his theory of colour harmony over six successive editions of his book, The Laws of Harmonious Colouring Adapted to Interior Decorations. Hay wrote about his experience decorating Abbotsford for Walter Scott in the sixth edition of his Harmonious Colouring“ (Wikipedia). – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr schönes Exemplar in einem kongenialen Künstler-Handeinband.
Light brown calfskin binding with gold-stamped title on the spine, 6 bands, blind-stamped fillets on the cover, coloured inlays on the cover and gilt edges on the head, in a lined cardboard slipcase. – The magnum opus of the Scottish artist, interior architect and colour theorist D. R. Hay (1798–1766), first published in 1828. A German translation was published in 1848 under the title ‘Die Gesetze der Farbenharmonie, vorzüglich für die Zwecke der Haus-, Stuben- und Decorationsmalerei …’ in the series ‘Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke’ in Weimar. – D. R. Hay, a pioneer of colour theory, develops his own theory of colour harmony here. – Slightly stained in places, a very fine copy in a beautifully crafted artist’s binding.

Schlagwörter: Design, Farben, Farbenlehre, Innenarchitektur, Interior design, Kunst, Optics, Optik, Physics, Physik, Theory of colour

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850,--  Bestellen
Popper-Lynkeus, Josef. Die allgemeine Nährpflicht als Lösung der sozialen Frage. Eingehend bearbeitet und statistisch durchgerechnet; mit einem Nachweis der theoretischen und praktischen Wertlosigkeit der Wirtschaftslehre. Dresden, Carl Reissner 1912. 8°. XVI, 813, (1) S. Orig.-Kartonumschlag.

ÖBL VIII, 205. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von J. Popper-Lynkeus „Dem sehr geehrten Herrn Friedrich Quitta mit freundschaftlichen Grüßen zugeeignet vom Verfasser ! Wien den 2. Mai 1920 Josef Popper-Lynkeus″. – Der Wiener Techniker und Philosoph J. Popper (Pseudonym J. Popper-Lynkeus, 1838-1921) „betont die Unmeßbarkeit des Wertes des Individuums, indem er die Nichtexistenz als Maßstab nimmt, nach welchem alle intellektuellen und kulturellen Werte einer Zivilisation gegenüber dem eines Individuums verschwinden. Der Staat wird als soziales Geschöpf betrachtet, das niemals eine prinzipiell über dem Individuum stehende Macht sein soll. P. lehnt daher auch sozialen Zwang, der die Grundrechte des Individuums kompromittiert, z. B. den erzwungenen Kriegsdienst, kategor. ab. Die letzten Konsequenzen dieser Argumentation, die im Anarchismus münden, umgeht P., indem er das soziale Ideal einer der Erhaltung des menschlichen Lebens gewidmeten solidar. Ges. propagiert. Seine Sozialkritik gipfelte 1912 in seinem Konzept der „allgemeinen Nährpflicht“ – einem sozialen Programm zur kostenlosen Sicherstellung eines Minimums an Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztlicher Behandlung etc. für jedes Individuum. Dieses Minimum an Waren und Diensten sollte ohne Geldverkehr durch einen staatlichen Arbeitsdienst, an dem sich zu beteiligen alle Bürger verpflichtet wären, bereitgestellt werden. P.s Sozialprogramm erregte internationales Interesse und führte auch zu Auseinandersetzungen mit dem Sozialismus“ (W. W. Swoboda in ÖBL). – Umschlag angestaubt, Rücken restauriert, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Basic income, Grundeinkommen, Signierte Bücher, Sozialismus, Soziologie, Widmungsexemplar

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320,--  Bestellen
1 Aubrey, John. Lebensentwürfe. Deutsch von Wolfgang Schlüter. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1994. Gr.-8°. 436, (4) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die Andere Bibliothek. Hrsg. von Hans Magnus Enzensberger. Band 114).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – In ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen von Hand gebunden. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Eichborn, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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60,--  Bestellen
1 Eisenhauer, Gregor. Scharlatane. Zehn Fallstrudien Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1994. Gr.-8°. 319, (3) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die Andere Bibliothek. Hrsg. von Hans Magnus Enzensberger. Band 112).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – In ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen von Hand gebunden. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Eichborn, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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50,--  Bestellen
Baedeker, Karl. Athen und seine nächste Umgebung. Berichtigter Sonderabdruck aus der 3. Auflage des Reisehandbuchs für Griechenland. Leipzig, Karl Baedeker 1896. Kl.-8° (16 x 10,6 cm.). [3] Bl., 82 S. mit einem gefalteten farblithogr. Stadtplan und einer gefalteten farblithogr. Karte der Umgebung von Athen. Orig.-Halbleinenband.

Hinrichsen D 471. – Außerordentlich selten; für die Olympischen Spiele 1896 separat aus der 3. Auflage des Griechenland-Baedekers (3. Auflage, 1893), mit entsprechenden Berichtigungen bis 1896 herausgegeben. – “Ausschließlich zum Verkauf innerhalb der Grenzen des Königreichs bestimmt” (Vorwort). – Deckel etwas angestaubt, sehr gutes sauberes Exemplar.
Extremely rare; published separately for the 1896 Olympic Games from the 3rd edition of the Baedeker Guide to Greece (3rd edition, 1893), with corresponding corrections up to 1896. – “Intended exclusively for sale within the borders of the Kingdom” (Foreword). – Covers slightly dusty, a very good, clean copy.

Schlagwörter: Athen, Griechenland, Olympiade, Olympische Spiele, Reiseführer, Reiseliteratur, Travel guide

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6.500,--  Bestellen
1 Struck, Hermann. Die Kunst des Radierens. Ein Handbuch. 10.-14. Tausend. Berlin, Paul Cassirer 1923. 4° (25,5 x 19,5 cm.). 331, (1) S. mit 4 Original-Graphiken von Max Liebermann, Hermann Struck, Oskar Kokoschka und Ernst Barlach sowie zahlreichen weiteren Abbildungen im Text und auf Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, goldgepr. Deckel-Illustration (von Karl Walser) und Deckelfiletten.

Feilchenfeldt-Brandis 193.4. Söhn, HDO 262. – Mit den Original-Radierungen von Max Liebermann: Eislauf und Hermann Struck: Portrait von Marc Chagall; einer Original-Lithographie von Oskar Kokoschka: Mädchenbildnis und einem Original-Holzschnitt von Ernst Barlach: Walpugisnacht. – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Original-Graphik

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280,--  Bestellen
1 Machado de Assis. Der geheime Grund. Erzählungen. Aus dem brasilianischen Portugiesisch und mit einem Nachwort von Curt Meyer-Clason. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1996. 8°. 316 S., [2] Bl. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, Band 140).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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60,--  Bestellen
1 Panati, Charles. Universalgeschichte der ganz gewöhnlichen Dinge. Deutsche Fassung von Udo Rennert und Doris Mendlewitsch. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn, 1994. 318, (2) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, Band 118).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Von Hand gebunden in ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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60,--  Bestellen
1 Swartz, Richard. Roomservice. Geschichten aus Europas nahem Osten. Aus dem Schwedischen von Jörg Scherzer. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1997. 8°. 368 S., [2] Bl. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger, Band 142).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Von Hand gebunden in ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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70,--  Bestellen
1 Renner, Paul. Mechanisierte Grafik. Schrift, Typo, Foto, Film, Farbe. Berlin, Hermann Reckendorf 1930. 8°. 205, (3) S. mit Abbildungen im Text und zahlr. Abbildungen auf XXXX Tafeln. Orig.-Leinenband mit typogr. Schutzumschlag.

Heiting/Jaeger I, 259 ff. Heidtmann 8620. NDB XXI, 434 ff. – Erste Ausgabe der neben „Die neue Typographie“ (1928) und „Eine Stunde Druckgestaltung“ (1930) von Jan Tschichold „maßgebliche(n), wenngleich weniger verbreitete(n) und einflussreiche(n) Publikation zur neuen Typografie der zwanziger Jahre. Renners Werk ist nicht als Lehrbuch angelegt, sondern bietet eher eine Zusammenfassung der Gedanken, die der in München an der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker lehrende Autor seit dem Erscheinen seines Buches Typographie als Kunst (1922) in der Auseinandersetzung mit der neuen Typografie und den entsprechenden Neuerungen bei Foto und Film entwickelt hat. … Im Kontext des Fotobuches ist naturgemäß vorallem derAbschnitt über die Fotografie von Interesse. Den Hintergrund dafür bildete Renners zunehmende Beschäftigung mit diesen Gebiet, nicht zuletzt im Zusammenhang mit der im Sommer 1930 in München gezeigten Ausstellung Das Lichtbild. Als Beispiel für die Verbindung von neuer Typografie und Fotografie (S. 93) präsentiert er in seinem Buch Doppelseiten aus der von ihm gestalteten Broschüre Spaziergang durch eine Badewannenfabrik (1929) mit Aufnahmen von Albert Renger-Patzsch. Als Belege für parallele Entwicklungen bei Typografie und Fotografie (S. 123-127) bringt er Aufnahmen von Aenne Bierman, Franz Fiedler, Max Burchartz, Ewald Hoinkis und Franz Roh: „Da sich die besten Fotografen nicht mehr um die Wirkungen bemühen, die der Fotografie für immer versagt sind, haben sie eine neue Fotografie geschaffen, die genauso wie die neue Typografie ihre spezifisch moderne Note eben daraus gewonnen hat, dass sie sich zu dem Mechanischen ihres Arbeitsvorganges bekennt.“ (S. 124 f.) Gleichzeitig schränkt Renner ein: „Die Wahrheit in der Fotografie ist nicht automatisches Ergebnis dieser mechanischen Technik; sondern sie ist im Grunde künstlerische Wahrheit […]. Also auch in der Fotografie tritt die Technik ganz hinter das Geistige zurück; auch hier also entscheidet allein der menschliche Wert; auch fotografieren ist mehr als die Beherrschung einer mechanischen Apparatur; es ist eine besondere Art und Weise, die Welt zu betrachten, Sichtbarmachung einer Erlebnissphäre“ (S. 126 f.)“ (Roland Jaeger). – Schutzumschlag am Vorderdeckel mit kleinem Braunfleck (leicht auf den Buchdeckel durch schlagend), sehr gutes Exemplar.
The first edition of what, alongside Jan Tschichold’s *Die neue Typographie* (1928) and *Eine Stunde Druckgestaltung* (1930), is considered an “authoritative, albeit less widely read and influential, publication on the new typography of the 1920s”. Renners’ work is not conceived as a textbook, but rather offers a summary of the ideas that the author—who taught at the Munich Master School for German Book Printers—had developed since the publication of his book Typography as Art (1922) in his engagement with new typography and the corresponding innovations in photography and film. … In the context of the photobook, it is naturally the section on photography that is of particular interest. This was prompted by Renner’s growing engagement with the field, not least in connection with the exhibition *Das Lichtbild* (The Photograph), which was shown in Munich in the summer of 1930. As an example of the connection between new typography and photography (p. 93), he presents in his book double-page spreads from the brochure he designed, *Spaziergang durch eine Badewannenfabrik* (1929), featuring photographs by Albert Renger-Patzsch. As evidence of parallel developments in typography and photography (pp. 123–127), he includes photographs by Aenne Bierman, Franz Fiedler, Max Burchartz, Ewald Hoinkis and Franz Roh: “Since the best photographers no longer strive for effects that are forever beyond the reach of photography, they have created a new form of photography which, just like the new typography, has derived its specifically modern character precisely from the fact that it embraces the mechanical nature of its working process.” (pp. 124 ff.) At the same time, Renner qualifies this: “The truth in photography is not an automatic result of this mechanical technique; rather, it is fundamentally artistic truth […]. Thus, in photography too, technique takes a back seat to the spiritual; here, too, human value alone is decisive; photography, too, is more than the mastery of a mechanical apparatus; it is a particular way of looking at the world, a way of seeing.” (p. 126 ff.)“ (Roland Jaeger). – Dust jacket on the front cover has a small brown stain (slightly visible on the book cover), a very good copy.

Schlagwörter: Chronophotography, Color, Farbfotografie, Film, Filmdesign, Motion pictures, Neue Sachlichkeit, New Vision, Photography, Type and type-founding, Typographie

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350,--  Bestellen
1 Menon. La Science du maître d’hôtel, confiseur, à l’usage des officiers … Suite du Maître d’hôtel cuisinier. Nouv. éd. rev. et corr. Paris, (Prault) 1776. 8°. (2), VIII, 525, (25) p. avec 5 planches dépliantes Basane fauve marbrée (reliure de l’époque), dos à nerfs orné de caissons fleuronnés, pièce de titre de maroquin rouge, tranches marbrées.

Organisé par saison, il propose d’infinies recettes : gelées, glaces, conserves, vins, dragées, biscuits, gâteaux, macarons, sirops, mousses, cannelons, chocolats, &c. – Coiffe arasée, frottements, quelques salissures, une déchirure à l’attache d’une planche, état très correct.

Schlagwörter: Konditorei, Patisserie

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320,--  Bestellen
1 Dine, Jim. The picture of Dorian Gray. A working script for the stage from the novel by Oscar Wilde with original images & notes in the text. London, Petersburg Press (1968). Folio (47,5 x 34 cm.). [41] Blatt mit farblithogr. Titel und 12 Orig.-Farblithographien (davon 1 auf Folie) sowie 4 signierte Orig.-Farbradierungen und 6 signierte Farblithographien (Suite). Orig.-Lederband und Chemise (Suite) mit rot-schwarzem Schlangenhaut-Druck und Schuppenprägung (von Rudolf Rieser) in Lederkassette mit signiertem, datiertem und nummeriertem Multiple auf dem Vorderdeckel (halbplastisches blutendes Herz).

From Manet to Hockney 142. Hernard/v. Maur, Papiergesänge 103. – Exemplar 62 von 100 (+15 Artist-Proof) num. Exemplaren der Ausgabe C, das Multiple auf der Rückseite und im Impressum von Jim Dine signiert. In der Vorzugsausgabe sind sowohl die 6 signierten Lithographien der Ausgabe A, wie auch die 4 signierten Radierungen der Ausgabe B enthalten. Die Grafiken jeweils Recto in Bleistift von Jim Dine signiert, sowie verso mit Stempel „Edition C“ sowie Nummerierung in Bleistift. – Das erste Werk der Petersburg Presse. – Es „geht auf eine … geplante, aber nicht realisierte Theaterinszenierung … zurück. Das Buch enthält die Wiedergabe des maschienengeschriebenen Skripts des Stückes, für die Aufführung mit Anmerkungen über Inszenierung, Bühnenbilder und Kostüme versehen. Ähnliche Erläuterungen hat Dine seinen Lithographien hinzugefügt, die bei der Verwirklichung der dargestellten Kostüme und Gegenstände helfen sollten … Dine kleidete seine Figuren nicht in zeitgenössischen Stil der Jahrhundertwende, sondern … in moderne, phantasievolle, reiche Kostüme, die die ‚narzißtische, fast fetischistische Begeisterung über Kleidung in den Jahren 1967/68 bewußt machen‘ ″ (Hernard/v. Maur). – Die Grafiken der Suite an den Rändern teils gebräunt, eine stärker. – Aus dem Nachlass des Kunsthistorikers, Kurators und Kunsthändlers Ewald Rathke (1926-2024), Wols-Experte und ehemaliger Leiter des Kunstvereins Frankfurt am Main.
Original leather binding and slipcase (suite) with a red and black snakeskin print and embossed scales (by Rudolf Rieser) in a leather slipcase featuring a signed, dated and numbered multiple on the front cover (a semi-relief bleeding heart). – Copy 62 of 100 (+15 artist’s proofs) numbered copies of Edition C, the multiple signed by Jim Dine on the reverse and in the colophon. The special edition includes both the 6 signed lithographs from Edition A and the 4 signed etchings from Edition B. Each print is signed in pencil by Jim Dine on the front, and on the reverse bears the stamp ‘Edition C’ and numbering in pencil. – The first work by Petersburg Presse. – It ‘traces back to a … planned but unrealised theatre production …’. The book contains a reproduction of the typewritten script of the play, annotated for the performance with notes on staging, set design and costumes. Dine added similar explanations to his lithographs, which were intended to assist in the realisation of the costumes and objects depicted … Dine did not dress his figures in the contemporary style of the turn of the century, but … in modern, imaginative, opulent costumes that ‘draw attention to the narcissistic, almost fetishistic enthusiasm for clothing in the years 1967/68’ (Hernard/v. Maur). – The prints in the suite are partly browned at the edges, one more so. – From the estate of the art historian, curator and art dealer Ewald Rathke (1926–2024), a Wols expert and former director of the Kunstverein Frankfurt am Main.

Schlagwörter: Illustrierte Bücher, Künslerbücher, Multiple, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Pop art, Pressendrucke, Signierte Bücher, Theater, Theaterstücke, Vorzugsausgaben

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8.500,--  Bestellen
1 Kästner, Erich. Herz auf Taille. Zeichnungen von Erich Ohser. Leipzig, Wien, C. Weller (1928). Gr.-8° (21 x 18,5 cm.). 111, (1) S. mit 16 (8 ganzs.) Illustrationen. Schwarzer Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Deckelillustration.

Hatry 134. W.-G.² 1. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung. – „Curt Weller, ein grasgrüner Verleger, nicht viel älter als ich selber, machte mir den Vorschlag die verstreuten Beiträge zu sammeln und bei Curt Weller & Co. als Buch zu veröffentlichen. Erich Ohser, noch jünger als wir, Schüler der Akademie, übernahm mit heiterem Feuereifer den graphischen Teil. DerTitel wude gesucht und gefunden. “Herz auf Taille“, das paßte zur modischen Linie, zum Bubikopf, zum kurzen Rock, zur überlangen Zigarettenspitze, zum Onestep und zum Charleston, Herz à la mode, das bedeutete Skepsis, Demaskierung, Selbstironie als Selbstschutz“ (Erich Kästner). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Erstlingswerk, Lyrik

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650,--  Bestellen
1 Dijkstra, Rineke. Beaches. Amsterdam, Idea books u. Zürich, Codax puplisher (1996). 4°. 55 S. mit 18 ganzs. farb. Abb. Silberfarbiger Orig.-Pappband mit Deckelbild.

Auer 733. Koetzle 114 f. (mit 3 Abb.). Parr/Badger II, 277 (mit 3 Abb.). – Erste Ausgabe. – Mit einer Einleitung „The site of the visible“ von Birgid Uccia (deutsche Übersetzung: Catherine Schelbert). – „Die Darstellung des Menschen ist bislang Rineke Dijkstras einziges Thema. Die niederländische Fotografin wurde im Laufe der 90er Jahre mit einer Serie von Porträts international bekannt. Diese umfangreiche Arbeit besteht aus Farbfotografien, die Kinder und Jugendlioche in Badekleidung an verschiedenen Stränden Europas und in den USA zeigen. Alleine, zu zweit oder in Gruppen präsentieren sich die Personen der Kamera der Fotografin. Frontal, in der ganzen Figur abgebildet, posieren sie ernst vor dem Fonds des in weichen Farben gehaltenen Meeres, dem sie gerade entstiegen zu sein scheinen…“ (T. Weski in Koetzle). – Tadellos.
First edition. – With an introduction, “The site of the visible”, by Birgid Uccia (German translation: Catherine Schelbert). – „The depiction of the human figure has so far been Rineke Dijkstra’s sole subject. The Dutch photographer gained international renown during the 1990s with a series of portraits. This extensive body of work consists of colour photographs depicting children and young people in swimwear on various beaches across Europe and the USA. Alone, in pairs or in groups, the subjects present themselves to the photographer’s camera. Facing the camera, depicted full-length, they pose solemnly against the backdrop of the sea, rendered in soft colours, from which they seem to have just emerged…“ (T. Weski in Koetzle). – Impeccable.

Schlagwörter: Portrait, Portrait photographers, Portrait photography, Portraitphotographie, Portraits, Porträts

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380,--  Bestellen
1 Francfort, E. (Editeur). Album artistique et biographique. Salon 1881 et 1882. Prémiere et deuxième année. 4 volumes. Paris, E. Francfort 1881-1882. Quer-Folio (30,5 x 42 cm.). 4 pages de titre illustrées et 160 photographies originales (woodburytypes, 80 portraits 13,5 x 9,5 cm ; 80 photographies de tableaux 14,5 x 25 cm). Reliures pleine percaline brune d’éditeur, plats supérieurs ornés d’une grande plaque dorée portant le titre, et encadrés de filets dorés et noirs, titre et filets dorés au dos, caissons noirs. Tranches dorées.

De somptueux catalogues consacrés aux Salons des Beaux-Arts de Paris de 1881 et 1882. Au total, 11 albums ont été publiés jusqu’en 1886. Les illustrations présentent chacune un portrait de l’artiste et un tableau. On y trouve notamment des œuvres de Paul Grolleron, Henri-Paul Motte, Léon Barillot, James-Alexandre Walker, Henri-Julien Dumont, Léon Ruel, Pierre-Marie Beyle, Jean-Charles Cazin, Benjamin Constant, Maurice Bompart et bien d’autres. – Tous les volumes sont en très bon état.

Schlagwörter: Kunst, Original-Photographie, Paris

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600,--  Bestellen
1 Frith – Longfellow, Henry W(adsworth). Hyperion. A romance. Illustrated with twelve photographs of the Rhine, Switzerland and the Tyrol by Francis Frith. (Seconde) „one Guinea“ edition. London, Alfred William Bennett 1868. Gr.-8° (23 x 19 cm.). X S., [1] Bl., 270 S., [1] Bl. mit 12 mont. Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 16,5 x 12,5 cm.) von F. Frith und einigen Holzstichen im Text. Dunkelblauer Orig.-Leinenband mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt.

Gernsheim, Incunabula 268. Truthful Lens 106. Wood 45/160 (mit Abb.). – Zweite mit Fotografien illustrierte Ausgabe. Erschien zuerst 1865 mit 24 Fotos. – Mit frühen fotografischen Ansichten vom Rhein, aus der Schweiz und aus Österreich. – Die Photos zeigen: Teufelsbrücke (Frontispiz), Drachenfels, Heidelberg, Birkenau (the Mill), Neckartal, Meiringen, Interlaken (the Cloisters), Innsbruck (2), Landeck, St. Wolfgang und Stuttgart (Marktplatz). – Francis Frith (1822-1898) gehörte zu den produktivsten Landschaftsfotografen Englands und erfuhr bleibenden Ruhm für seine Aufnahmen aus dem Nahen Osten. – „Illustrated with 24 albumen photographs by Francis Frith of lanscapes on the Rhine, in Switzerland and in the Tyrol. The book is notable for its direct associationof landscape photographs as non-literal visual ideas of literary ideas. The 4-page preface by Frith describes his travels“ (Truthful Lens). – Frith „inaugurated the first golden age of albumen-silver photographic illustration (1860-80) during which photographs of great visual strength were supplemented by supportive texts One of the most outspoken on the esthetics of photography, Frith was among the first photographers to successfully seize the opportunity of using the recently perfected glass-negative and albumen print process to establish a reputation as a master photographic book illustrator“ (Truthful Lens, p. 30, first edition 1865). – Trägerkartons etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar.
Second edition illustrated with photographs. First published in 1865 with 24 photographs. – Featuring early photographic views of the Rhine, Switzerland and Austria. – The photographs show: Teufelsbrücke (frontispiece), Drachenfels, Heidelberg, Birkenau (the Mill), the Neckar Valley, Meiringen, Interlaken (the Cloisters), Innsbruck (2), Landeck, St. Wolfgang and Stuttgart (market square). – Francis Frith (1822–1898) was one of England’s most prolific landscape photographers and achieved lasting fame for his photographs of the Middle East. – The photo-cardboards are slightly stained with brown spots, but this is a very good copy.

Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Baden-Württemberg, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Literatur, Original-Photographie, Österreich, Schweiz

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320,--  Bestellen
1 Beck, Julius. Aus der Kinderstube. Ein Bilderbuch für brave Mädchen von Lothar Meggendorfer mit Versen Von Julius Beck. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (1887). Gr.-4° (30 x 19 cm.). Leporello, farbig illustr. Titel und 12 farblithogr. Tafeln mit jeweils zweizeiligen Versen auf Karton (Länge ausgeklappt ca 230 cm.). Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.

Katzenheim 43. Klotz 316/3. Krahé 15. Ries 711/31. Schmideler, Die Leporellos im Werk des Münchner Bilderbuchkünstlers Lothar Meggendorfer 6. Stuck-Villa II, 69. Nicht in Slg. Breitschwerdt. – Erste Ausgabe des sehr seltenen Leporellos. In einem Verlagsprospekt des Schreiber-Verlags von 1915/16 ist eine verkleinerte Neuauflage mit nur 10 Tafeln (″aufgestellt ca. 155 cm lang“) angezeigt. Es erschien auch eine französische und schwedische Ausgabe. – „Ob dieses Buch identisch mit dem Leporello ist, das in der Forschungsliteratur durch eine Skizze Meggendorfers, die ein Kind beim Betrachten eines Leporellos mit dieser Aufschrift zeigt, wiederholt zitiert wurde, konnte von mir nicht durch Autopsie nachgewiesen werden. Eine Abbildung dieser Skizze Meggendorfers ist abgedruckt in Krahé: Lothar Meggendorfers Spielwelt, S. 76 sowie in Bachmann: Raum – Zeit – Performanz, S. 129“ (Hans Ries). – „Ein besonderes Raumspiel bot auch die vorgeschlagene Rezeptionsweise des durch eine Skizze Meggendorfers in der Forschungsliteratur öfter diskutierten Leporello-Albums Aus der Kinderstube. Die Kinder sollten dabei wie bei einem Panorama in der Mitte Platz nehmen und das Leporello als Rundbild betrachten: Das Kind steht hier buchstäblich im Mittelpunkt. Von dor aus entfalten sich die Blickwinkel und Betrachtungsweisen von Aus der Kinderstube. Der Raum, der für Kinder bestimmt ist, soll folglich auch aus der Position des kindlichen Betrachters im Zentrum angeschaut werden“ (S. Schmideler). – In Krahé, Lothar Meggendorfers Spielwelt, S. 77 ist der Orig.-Entwurf zu einer Doppeltafel abgebildet mit dem Hinweis „Für Liebhaber des Lokalkolorits: Im Fensterausschnitt ist der Burgfried oberhalb des Marktes Neubeuren im Inntal zu sehen“ (H. Krahé). – Kanten und Ecken etwas berieben und bestoßen, die letzte Tafel im rechten Rand unauffällig restauriert, sehr gutes Exemplar.
First edition of this extremely rare leporello. A publisher’s catalogue from Schreiber-Verlag dated 1915/16 lists a smaller-scale reprint comprising just 10 panels (“when unfolded, approx. 155 cm long”). French and Swedish editions were also published. – “Whether this book is identical to the Leporello repeatedly cited in the research literature via a sketch by Meggendorfer, which shows a child looking at a Leporello bearing this inscription, I was unable to verify through direct examination. An illustration of this sketch by Meggendorfer is reproduced in Krahé: Lothar Meggendorfer’s World of Play, p. 76, as well as in Bachmann: Space – Time – Performance, p. 129” (Hans Ries). – “The proposed way of engaging with the Leporello album *Aus der Kinderstube*—which has often been discussed in the research literature on the basis of a sketch by Meggendorfer—also offered a unique spatial experience. The children were to sit in the centre, as with a panorama, and view the Leporello as a circular image: here, the child literally stands at the centre. From there, the perspectives and ways of viewing *Aus der Kinderstube* unfold. The space intended for children should therefore also be viewed from the position of the child viewer at the centre“ (S. Schmideler). – In Krahé, Lothar Meggendorfer’s Spielwelt, p. 77, the original sketch for a double plate is reproduced with the note: “For lovers of local colour: the keep above the market town of Neubeuren in the Inn Valley can be seen in the window detail” (H. Krahé). – Edges and corners slightly rubbed and bumped; the last plate has been discreetly restored along the right-hand edge; a very fine copy.

Schlagwörter: Leporello, Mädchenbücher, Paper toys, Spielbilderbücher

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2.800,--  Bestellen
1 Hannau, Hans W(alter). Florida. A photographic journey. New York, Hastings House (1948). Gr.-8° (23,5 x 18,5 cm.). 117 S. mit zahlr. Abbildungen in Heliogravure. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von H. W. Hannau „Dr. Frank und Inge Leitner herzlichst gewidmet Hans W. Hannau“. – Mit bemerkenswerten Aufnahmen des in Wien geborenen Fotografen H. W. Hannau (1904-2001). – Sehr gutes Exemplar.
First edition. – Inscribed by H. W. Hannau: ‘To Dr Frank and Inge Leitner, with warmest regards, Hans W. Hannau’. – Featuring remarkable photographs by the Vienna-born photographer H. W. Hannau (1904–2001). – A very fine copy.

Schlagwörter: Florida, Signierte Bücher, USA, Widmungsexemplar

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140,--  Bestellen
1 Kästner, Erich. Gesang zwischen den Stühlen. Stuttgart, Berlin, Deutsche Verlags-Anstalt (1932). Gr.-8° (21,5 x 19 cm.). 109 (3) S. mit Textvignetten von Erich Ohser. Orig.-Karton mit farbig illustr. Schutzumschlag von E. Ohser.

Hartry 198. W.-G.² 15. – Erste Ausgabe des letzten Gedichtband es vor 1933. – „Als die braunen Kolonnen an die Macht marschierten, schrieb Erich Kästner: „Ihr und die Dummheit zieht in Viererreihen im die Kasernen der Vergangenheit. Glaubt nicht, daß wir uns wundern, wenn ihr schreit. Denn was ihr denkt und tut, das ist zum Schreien. Als sie ihren mörderischen Kampfruf „Deutschland erwache“! brüllten und aus Restbeständen Rassentheorien mischten, welche die Auserwähltheit des deutschen Volkes beweisen sollte, prophezeite er: Wie ihr’s euch träumt, wird Deutschland nicht erwachen. Denn ihr seid dumm und seid nicht auserwählt. Die Zeit wird kommen, das man sich erzählt: Mit diesen Leuten war kein Staat zu machen“. Rudolf Arnheim in der Weltbühne: Kästner beweist, daß er unbefangen, rechtlich und lachlustig wie ein Kind ist. Das kommt den Kindern, und das kommt seinen Gedichten zugute. Wenn er seinen Gesang zwischen den Stühlen anstimmt, so liegt das nicht an seiner Ungeschicklichkeit im Sitzen sondern an der seltsamen Konstruktion der Stühle. Er sucht einen Sitz. Schiller meinte, der sentimentale Dichter suche die verlorene Natur. Aber die Zukunft liegt nicht im Garten Eden. Wer heute zwischen den Stühlen sitzt, der sucht etwas, was zwar nicht Natur ist, wohl aber mit ihr eine wichtige Eigenschaft gemein hat: Sinn“.“ (T. Hatry). – Rücken etwas gebräunt, Gelenke und Kanten etwas berieben, gutes Exemplar mit Besitzvermerk des dänischen Geschäftsmanns und Papierwarenhändler Erik Trier (1908-1982).

Schlagwörter: Lyrik

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180,--  Bestellen
1 Wehinger, Anna (Maria). Dornbirner Kochbuch. 850 selbsterprobte Kochrezepte für gewöhnlichen und besseren Haushalt. Nebst zwei vierwöchentlichen Speisezetteln und einer Anleitung zur Erlernung der Kochkunst. 6., vermehrte und verbesserte Auflage. Dornbirn, Friedrich Rusch 1912. 8°. 334 S. Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.

Weiss 4112. – Zuerst ca. 1893 erschienenes österreichisches Kochbuch. Die letzte Auflage (mit über 1000 Rezepten) erschien 1924, herausgegeben von Josef Wehinger. – A. M. Wehinger (1853-1922) leitete ab 1889 eine der ersten Koch- und Haushaltungsschulen im deutschsprachigen Raum. – Rücken fachgerecht erneuert, durchgehend, teils stärker braun- und fingerfleckig.

Schlagwörter: Dornbirn, Kochbuch, Kochbücher, Vorarlberg

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50,--  Bestellen
1 Wendt, Amadeus. Ueber die Hauptperioden der schoenen Kunst oder die Kunst im Laufe der Weltgeschichte. Leipzig, Johann Ambrosius Barth 1831. 8°. XVII, 377 S., [2] Bl. Leinenband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.

ADB XLII, 747. Ziegenfuss II, 856. – Erste Ausgabe. – Amadeus Wendt (1783-1836) war Professor für Philosophie in Göttingen. „Seine vielen kritischen und auf Kunst sich beziehenden Abhandlungen, die in Litteratur- und musikalischen Zeitungen erschienen, gehen darauf aus, „die ästhetische Kritik auf philosophische Weise zu begründen oder Epoche machende Erscheinungen im Gebiete der Kunst — zu beleuchten“. Hierher gehören auch seine Schriften: „Rossini’s Leben und Treiben“ (Lpz. 1824); „Ueber die Hauptperioden der schönen Künste oder die Kunst im Laufe der Weltgeschichte dargestellt“ (Lpz. 1831). Verdient machte er sich als Herausgeber des „Leipziger Kunstblatts“ (1817 und 18), des „Taschenbuchs zum geselligen Vergnügen“ (1821—25), sowie des „Deutschen Musenalmanachs“, zuerst in Leipzig, sodann in Göttingen“ (Max Heinze in ADB). – Stempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas fleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Aesthetics, Ästhetik, Kunstgeschichte, Philosophie

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80,--  Bestellen
1 Cals, Rose (en fait Jeanne Ramel-Cals). Rose. Roman. Paris, Arthème Fayard & Cie. 1918. 8°. 268 p., [1] f. Reliure en demi-cuir maroquin rouge rouille avec titre sur le dos estampé à l’or (couverture typographique reliée).

Exemplaire n° 9 sur 15, sur papier du Japon; Vingt-cinq exemplaires sur papier de Hollande numérotes de 16 à 40. – Première édition de cette publication très rare. – Jeanne Ramel-Cals (née Jeanne Gibert, 1883-1976) „Ses parents dirigent la tannerie familiale située sur la route de Graulhet. Sa mère est une femme d’esprit qui reçoit chez elle des personnalités telles que Jean Jaurès et correspond avec Maurice Maeterlinck. … Installée à Paris, Jeanne trouve rapidement sa voie dans l’écriture, elle devient journaliste et, sous le nom de Jeanne Ramel-Cals, tient des chroniques régulières dans divers journaux tels que Candide, Le Crapouillot, Le Matin, Le Petit Journal, Le Jour, Le Journal illustré ou La Revue de la femme, ainsi que dans la presse régionale comme Septimanie, Sud-Ouest ou La Dépêche du Midi. Parallèlement à sa carrière de journaliste, Jeanne publie des romans qui rencontrent rapidement le succès, notamment ses souvenirs d’enfance dans Vacances à Villefranche. … Le critique littéraire Paul Reboux disait d’elle : „Elle a surtout beaucoup regardé autour d’elle, d’un regard amusé, narquois et pénétrant. C’est ainsi qu’elle a pu observer les choses et les gens, fixer les traits qui lui semblaient cocasses, et nous donner les plus savoureux albums psychologiques dont on puisse se délecter“. André Billy écrit qu’il „l’aime mieux dans l’ironie et la satire. Son talent est assez inégal, elle compose mal et ne sait pas finir. Mais le petit air qu’elle nous joue, tout parsemé de fausses notes qu’il soit, est bien à elle. Elle en tire des effets drolatiques et piquants“. En 1936, lors de la sortie de Le jardin, Gus Bofa écrit que „Jean Ramel-Cals est une petite fille qui a grandi sans le faire exprès. Elle a conservé, tout frais, tous les souvenirs et les idées de son enfance“.“ (Wikipedia). – Le dos est légèrement usé par endroits, mais le livre est par ailleurs en très bon état.

Schlagwörter: Edition de luxe, Erstlingswerk, Nummerierte Bücher, Première publication, Vorzugsausgaben

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200,--  Bestellen
1 Macchiavelli, Niccolò. Das Buch vom Fürsten. Aus dem Italienischen übersetzt und mit einer Einleitung und Anmerkungen begleitet von A(ugust) W(ilhelm) Rehberg. 2. Auflage. Hannover, Hahnsche Buchhandlung 1824. 8°. 276 S. Etwas späterer Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.

Bertelli/Innoconti, Bibliografia Machiavelliania 206, 31. – Zweite Ausgabe dieser Übersetzung, erschien zuerst 1810. – Mit einer „jedem Kapitel des Werkes angehängte(n) Erläuterung. Hier wie in der dem Ganzen vorausgeschickten Einleitung ist eine der frühesten objektiven Würdigungen des großen Florentiners unternommen, die aus ihrer Zeit heraus die Schrift und die Ratschläge ihres Verfassers erklährt“ (ADB XXVII, 576). – Zu A. W. Rehberg (1757-1836) vgl. Kosch, Biogr. Staatshandbuch II, 1020. – Zeitgenöss. Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Machiavelli, Niccolò

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140,--  Bestellen
1 Hoffmann, Franz (Friedrich Alexander). Weihnachten. Eine Erzählung für meine jungen Freunde. 7. Auflage. Stuttgart, Schmidt & Spring (ca. 1888). Kl.-8° (14,5 x 10,5 cm.). 109 S. mit 4 Stahlstich-Tafeln und 3 teils weißgehöhten Orig.-Bleistift-Zeichnungen (Blattgr. 12 x 8,5 cm.) von (Carl Ferdinand Mayer). Illustr. Orig.-Pappband. (Franz Hoffmann’s Jugendbibliothek, Band 54).

Wegehaupt II, 1567. – Erschien zuerst 1855. – Mit den Orig.-Entwürfen für die zweite, dritte und vierte Tafel, jeweils in dreiteiliger Bildaufteilung. – Der Künstler, Grafiker und Verleger C. F. Mayer (auch Karl Mayer oder Meyer, 1798-1868), Schüler von Friedrich Fleischmann, gründete 1828 in Nürnberg ein „Atelier für Kupferstich und Druckerei“, übernahm später den Verlag der Frauenholzschen Kunsthandlung und gab mit seiner Carl Mayer’s Kunst-Anstalt eigene Bilderwerke heraus, die er dem Sortimentsbuchhandel direkt anbot. – Der Jugendschriftsteller Franz Hoffmann (1814-1882) „hat in vierzig Jahren etwa 250 größere und kleinere Erzählungen geschrieben, oft unter Zwang vertraglich festgesetzter Termine.“ (M. Dierks in LKJ II, 555 ff.). – Einband angestaubt, Rücken im unteren Drittel mit Fehlstelle, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Original-Vorlagen, Originalzeichnung, Weihnachten

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240,--  Bestellen
1 Tilemann, Hero. Tagebuchblätter eines deutschen Arztes aus dem Burenkriege. München, Beck 1908. 8°. XII, 534 S. mit Frontispizportrait, 1 Tafel u. 1 gefalt. Karte. OLn. mit goldgepr. Rücken- u. Deckeltitel.

Hero Tilemann (1873-1907) wurde durch seine medizinische und humanitäre Teilnahme am Burenkrieg (1899-1902) in Südafrika sowie seine posthum veröffentlichten Tagebücher bekannt. – „Obwohl Tilemann über seine Erlebnisse im Burenkrieg Tagebuchaufzeichnungen angefertigt hatte, die posthum 1908 veröffentlicht wurden, war bislang nur wenig über den ostfriesischen Arzt bekannt. Erst durch die Übernahme eines umfangreicheren Nachlasses in den Standort Aurich des Niedersächsischen Landesarchivs ist es möglich, mehr über Hero Tilemann zu erfahren. Auf Grundlage dieses Nachlasses widmet sich der Vortrag nicht nur den Beweggründen, die Tilemann veranlassten, als Ambulanzarzt nach Südafrika zu gehen, sondern auch seinen einzelnen Stationen während des Burenkrieges, der sich sehr rasch von einem konventionellen Stellungskrieg zu einem Guerillakrieg wandelte und bereits einen Vorgeschmack auf die katastrophalen Auswirkungen von „totalen“ Kriegen vermittelte. Ebenso wird Tilemanns Haltung zur Genfer Konvention untersucht. Während Tilemann selbst darauf achtete, die Artikel der Genfer Konvention im Burenkrieg vollständig zu erfüllen, verletzten die Briten in seinen Augen mehrmals die internationale Vereinbarung. So hat er nach der Rückkehr in die Heimat und bis kurz vor seinem Tod 1907 vergeblich Entschädigungsansprüche an die britische Regierung für die Verbrennung seiner Ambulanzwagen und die Plünderung der von Tilemann provisorisch errichteten Hospitäler gestellt“ (Niedersächsisches Landesarchiv). – N. a. V., gutes Exemplar.

Schlagwörter: Afrika, Briefe, Medizin, Medizingeschichte, Südafrika, Tagebuch

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70,--  Bestellen
1 Mann, Gunter u. Franz Dumont (Hrsg.). Gehirn – Nerven – Seele. Anatomie und Physiologie im Umfeld S(amuel) Th(omas) Soemmerrings. Stuttgart [u.a.], G. Fischer 1988. Gr.-8°. 473 S. mit zahlr. Abb. Orig.-Pappband. (Soemmerring-Forschungen, Band 3).

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Hirnforschung, Medizingeschichte, Neuroanatomy, Neurologie, Neurophysiology

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70,--  Bestellen
1 Mann, Gunter u. Franz Dumont (Hrsg.). Samuel Thomas Soemmerring und die Gelehrten der Goethezeit. Beiträge eines Symposions in Mainz vom 19. – 21. Mai 1983. Soemmerring-Bibliographie. Bearbeitet von Gabriele Wenzel-Naß. Stuttgart, New York, Fischer 1985. Gr.-8°. 437 S. mit zahlr. Abb. Orig.-Pappband. (Soemmerring-Forschungen, Band 1).

Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Medizingeschichte, Wissenschaftler

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40,--  Bestellen
1 Wagner, Rudolph. Samuel Thomas von Soemmerrings Leben und Verkehr mit seinen Zeitgenossen. Erste und zweite Abteilung. Nachdruck der Ausgabe Leipzig von 1844. Herausgegeben, eingeleitet und mit einem Personenregister versehen von Franz Dumont. Stuttgart, New York, Fischer 1986. Gr.-8°. Getrennte Zählung mit 1 Portrait. Orig.-Pappband. (Soemmerring-Forschungen, Band 2).

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Faksimile, Medizingeschichte

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70,--  Bestellen
1 Weber, Martin. Georg Christian Gottlieb Wedekind. 1761 – 1831. Werdegang und Schicksal eines Arztes im Zeitalter der Aufklärung und der Französischen Revolution. Mit einem Anhang: Wedekinds Diätetikvorlesung von 1789/90. Stuttgart [u.a.], Gustav Fischer 1988. 4°. 465 S. mit zahlr. Abb. Orig.-Pappband. (Soemmerring-Forschungen, Band 4).

Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Diätetik, Medizingeschichte

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40,--  Bestellen
1 Wenzel, Mannfred (Hrsg.). Goethe und Soemmerring. Briefwechsel 1784 – 1828. Textkritische und kommentierte Ausgabe. Stuttgart [u.a.], Fischer 1988. Gr.-8°. 179 S. mit zahlr. Abb. Orig.-Pappband. (Soemmerring-Forschungen, Band 5).

Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Medizingeschichte

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20,--  Bestellen
1 Darwin, Charles. Die Wirkung der Kreuz- und selbst-Befruchtung im Pflanzenreich. Aus dem Englischen übersetzt von J. Victor Carus. Autorisierte deutsche Ausgabe. Stuttgart, E. Schweizerbart 1877. 8°. VIII, 459, (1) S. Moderner Halblederband mit goldgepr. Rückentitel. (Gesammelte Werke, Band 10).

Erste deutsche Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Biologie, Botanik, Botany, Evolution, Evolutionstheorie, Selbstbefruchtung (Autogamie), Selektionstheorie

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70,--  Bestellen
1 Mann, Gunter u. Franz Dumont (Hrsg.). Die Natur des Menschen. Probleme der physischen Anthropologie und Rassenkunde (1750 – 1850). Stuttgart [u.a.], Fischer 1990. Gr.-8°. 457 S. mit zahlr. Abb. Orig.-Pappband. (Soemmerring-Forschungen, Band 6).

Sehr gutes Exemplar

Schlagwörter: Anthropologie, Blumenbach, Mensch, Anthropology, physical, Humanbiologie, Medizin, Philosophie, Race, Rassenkunde, Soziologie

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120,--  Bestellen
1 Hanotaux, Gabriel. Histoire du cardinal de Richelieu. Tome I. La jeunesse de Richelieu (1585-1614). La France en 1614. – Tome II, première partie. Le chemin dur pouvoir. Le premier ministère (1614-1617). Deuxième édition, revue et corrigée. 2 volumes. Paris, Firmin-Didot et Cie. 1896. 4° (25,5 x 17 cm.). [2] Bl., VIII, 554 S.; [2] Bl., 199 S., [1] Bl. mit 3 Portraits und 1 gefalt. Stadtplan. Schwarze Maroquin-Lederbände der Zeit mit goldgeprägten Rückentiteln, Kassettenvergoldung, goldgepr. Wappen-Supralibros, Steh- und Innenkantenvergoldung und Kopfgoldschnitt (typogr. Orig.-Umschlag beigebunden).

Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar aus der Bibliothek des letzten sächsischen Königs Friedrich August III. von Sachsen (1865-1932). – Teil 2 von Band II erschien 1899 und bis 1935 erschienen weitere 4 Bände. – Gelenke etwas berieben.

Schlagwörter: Biographie, Biography, Einbände, Einbandkunst, France, Frankreich, Richelieu, Armand Jean du Plessis de, Sachsen

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320,--  Bestellen
1 Kestner, Christian Wilhelm. Medicinisches Gelehrten-Lexicon. Nebst einer Vorrede von Gottlieb Stolle. (Reprografischer Nachdruck der Ausgabe Jena 1740). Hildesheim, Olms 1971. 8°. 940 S. Orig.-Leinenband.

Einband geringf. berieben, N. a. T., hinterer Deckel leicht fleckig, sonst sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Faksimile, Lexica, Lexika, Lexikon, Medicine, Medizin, Medizingeschichte

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35,--  Bestellen
1 Monardes, Nicolás. La historia medicinal de las cosas que se traen de nuestras Indias Occidentales. (1565 – 1574). [Nachdruck der Ausgabe Sevilla 1580]. Madrid, Ministerio de Sanidad y Consumo 1989. 8°. 291 S. Orig,-Kunstlederband.

Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Faksimile, Medizin, Medizingeschichte

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50,--  Bestellen
1 Catleen, Ellen (d. i. E. Thorbecke). Peking Studies. (Sketches by F(riedrich) H. Schiff). Shanghai, Kelly & Walsh 1934. Folio (38 x 27 cm.). 87, (1) S. mit teils ganzs. Duotone-Abbildungen und teils farbigen Illustrationen. Illustr. Orig.-Leinenband mit Deckelbild und Deckeltitel auf rotem Seidenband.

Parr/Lundgren, The Chinese Photobook 60. – „Ellen Thorbecke (née Kolban, and also known as Ellen Catleen) was already established as a freelance journalist in Berlin before she moved to China in 1930 with her new husband, Willem Thorbecke, the Dutch ambassador to China. All four of the titles collected here feature a lively, whimsical collaboration between Ellen Thorbecke as photographer and Friedrich H. Schiff, an Austrian caricaturist who arrived in Shanghai about 1928. The weave of photography and illustration is played out in Schiff’s drawings, accompanying or often, in later titles, superimposed upon or continuing the line of Thorbecke’s photos. The handwritten titles, dramatic collaging, and highly graphic arrangement and use of photographs highlight the collaborative and inventive approach to the layout of each book. Each book also includes texts, both informative and fanciful; taken together, these titles offer unique insight into an expatriate’s perspective on life in China’s major cities during the 1930s. In Peking Studies, Thorbecke’s photographs and Schiff’s sketches combine to create a charming and memorable, albeit selective, visual record of interwar Beijing. The book is an account, totally imagined, of a tour-a tour de force, in fact-of the city by the stout Chinese Mr. Wu and the lanky European Mr. Pim, both inventions of the authors. Wu and Pim appear on the cover and throughout the book in drawings: Wu with a folding fan, Pim in a white suit and hat, with a camera. The book is a montage of photos, drawings, collages, text, labels, and black, white, and red colorings; the text includes a bit of social history as well. A fullpage colered map of Beijing (Peking) shows a yellowheaded Wu pointing out to a red-faced Pim some of the famous sights of the city“ (Martin Parr). – Deckel leicht angestaubt, sehr gutes sauberes Exemplar. – Illustrated original cloth binding with an illustration on the cover and the title on a red silk ribbon. – The cover is slightly dusty, but it is a very good, clean copy.

Schlagwörter: China, Peking, Street photography

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700,--  Bestellen
1 Sudhoff, Karl. Deutsche medizinische Inkunabeln. Bibliographisch-literarische Untersuchungen. (Nachdruck der Original-Ausgabe Leipzig, Barth 1908). Mansfield, Martino Fine Books (1999). 8°. XXIII, 278 S. mit 40 Abb. im Text. Orig.-Leinenband. (Studien zur Geschichte der Medizin herausgegeben von der Puschmann-Stiftung an der Universität Leipzig, Heft 2/3).

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Inkunabel, Inkunabeln, Medizin, Medizingeschichte

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40,--  Bestellen
1 Zweig, Stefan. Marie Antoinette. Bildnis eines mittleren Charakters. Vom Verfasser neu bearbeitete vierte Auflage (51.-55. Tausend). Leipzig, Insel-Verlag (1932). 8°. 575, (1) S. mit 10 Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung.

Sarkowski 1969. – Einband geringfügig angestaubt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie

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20,--  Bestellen
1 Slevogt, Max. Prinzregent Luitpold. Aquarelle aus Neuschwanstein. Berlin, Bruno Cassirer 1918. Folio (39 x 30 cm.). [2] Bl. und 11 farbige Reproduktionen unter Passepartouts. Orig.-Leinen-Flügelmappe mit goldgepr. Rückentitel und Deckelvignette.

Rümann, Slevogt 72. – Die Aquarelle, neben einigen Porträts meist duftige Landschaftsstudien, entstanden im Sommer 1909 als Max Slevogt beim Prinzregenten Luitpold auf Hohenschwangau zu Gast war. – „Die Blätter sind in zwangloser Folge geschaffen worden, wie sich Gelegenheit und Motiv darboten. In allen Arbeiten ist die Stimmung des Augenblicks und die Unmittelbarkeit der Natur. Dieses ließ es den Verlag wünschenswert erscheinen, die Blätter auch in sorgfältigen Nachbildungen dem Publikum vorzulegen. Die Wiedergabe rechtfertigt nicht nur der Kunstwert der Aquarelle, sondern auch der Umstand, daß sie besser als alles andere geeignet sind, die Erinnerung an die letzten Lebensjahre des gütingen Fürsten wach zu erhalten“ (Bruno Cassirer). – Die Mappe angestaubt und etwas fleckig, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Bavarica, Bayern

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140,--  Bestellen
1 Fénelon, (François de Salignac de La Mothe). Oeuvres (complètes). Précedées d’une notice sur sa vie et sur ses écrits (par Fabre de Narbonne). 12 volumes. Paris, Dufour et Cie. 1826. 8° (22 x 14 cm.). Mit gestoch. Portrait in Band I. Orig.-Pappbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.

Seltene Gesamtausgabe der Werke des bedeutenden französischen Theologen, Pädagogen und Staatsethikers F.-de Salignac de La Mothe-Fénelon (1651-1715), des Verfassers des Abenteuer-, Reise- und Bildungsromans „Les Aventures de Télémaque“ (Paris 1699). – „Dabei wollte François Fénelon das Werk gar nicht veröffentlichen. Das geschah 1699 gegen seinen Willen. Mit fatalen Folgen. Denn „Die Abenteuer des Telemach“ kritisierten indirekt den selbstherrlichen, verschwenderischen Regierungsstil Ludwigs XIV. Verbannt vom Hof in Versailles zog sich François Fénelon in seine nordfranzösische Diözese Cambrai zurück. Nach seinem Tod im Jahr 1715 fanden nicht nur die Aufklärer in seinen Schriften viele Ideen. Auch Positionen der Romantik hatte er mit seinem Stil der Empfindsamkeit vorweg genommen“ (C. Vormweg, WDR). – Einbände leicht berieben, stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar.
Édition complète rare des œuvres de F.-de Salignac de La Mothe-Fénelon (1651-1715), éminent théologien, pédagogue et spécialiste de l’éthique politique français, auteur du roman d’aventures, de voyage et de formation « Les Aventures de Télémaque » (Paris, 1699). – « Or, François Fénelon ne souhaitait pas du tout publier cet ouvrage. Cela s’est produit en 1699 contre sa volonté. Avec des conséquences fatales. Car « Les Aventures de Télémaque » critiquaient indirectement le style de gouvernement autocratique et dépensier de Louis XIV. Banni de la cour de Versailles, François Fénelon se retira dans son diocèse de Cambrai, dans le nord de la France. Après sa mort en 1715, les Lumières ne furent pas les seules à trouver de nombreuses idées dans ses écrits. Avec son style sensible, il avait également anticipé certaines positions du romantisme » (C. Vormweg, WDR). – Couvertures légèrement frottées, quelques taches brunes par endroits, très bel exemplaire.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Pädagogik, Philosophie, Theologie

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160,--  Bestellen
1 Ebbinghaus, Hermann. Grundzüge der Psychologie. 3. Auflage bearbeitet (und) fortgeführt von Ernst Dürr. 2 Bände. Leipzig, Veit & Comp. 1911-1913. Gr.-8°. XX, 811 S.; XII, 821, (1) S. mit zahlr. Figuren im Text. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und dezenter Rückenvergoldung.

Rücken etwas berieben, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Psychologie

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70,--  Bestellen
1 Schischkoff, Georgi (Hrsg.). Zeitschrift für philosphische Forschung. Unter Mitwirkung v. O. F. Bollnow, W. Hellpach, Ph. Lersch u.v.a. (Erster bis dritter Jahrgang). 3 Bände. Reutlingen, Gryphius-Verlag 1946-1948. Gr.-8°. 636 S., [2] Bl. mit 1 Portrait-Tafel; 656 S., [2] Bl.; 640 S., [2] Bl. Orig.-Halbleinenbände.

„Bei der Gründung der Zeitschrift ging es Georgi Schischkoff nicht nur um die Wiederaufnahme des philosophischen Diskurses im Nachkriegsdeutschland, sondern auch um eine moralisch-politische Erneuerung. So beginnt das erste Heft des Frühjahrs 1946 mit einem Beitrag des Herder- und Leibnizforschers Kurt Huber,[3] der der Widerstandsgruppe Weiße Rose angehörte und 1943 hingerichtet worden war. Zudem erschien aus Anlass des 300. Geburtstages von Leibniz aus Hubers Nachlass die Abhandlung Leibniz und wir. Schischkoffs Programm, „eine wirklich freie philosophische Diskussion“ in alle Richtungen zu ermöglichen, fühlt sich die Zeitschrift für philosophische Forschung bis heute verpflichtet“ (O. Höffe im Vorwort zum 50. Jahrgang 1996). – Stempel auf den Titelblättern, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Zeitschriften

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50,--  Bestellen
1 Tucholsky, Kurt. Deutschland, Deutschland über alles. Ein Bilderbuch von Kurt Tucholsky und vielen Fotografen. Montiert von John Heartfield (d. i. Helmut Herzfeld). 1. – 20. Tausend. Berlin, Neuer Deutscher Verlag (1929). Gr.-8°. 231, (1) S., [2] Bl. mit ca. 180 Abbildungen. Gelber Orig.-Leinenband mit mont. Foto-Collage von J. Heartfield.

Auer 148. Holstein, Blickfang S. 147. Heidtmann 12782. Heiting/Jaeger I, 292 ff. Herzfelde II, 33. KNLL XVI, 807 f. Koetzle 195 f. The Open Book 76 f. Siepmann A 109. – Erste Ausgabe. – Die berühmte Gemeinschaftsarbeit von Tucholsky und Heartfield, „das gelungenste Beispiel gegenseitiger Ergänzung von Text und Photomontage“ (J. Holstein). – „Es kommt darauf an, die Fotografie – und nur diese – noch ganz anders zu verwenden: als Unterstreichung des Textes, als witzige Gegenüberstellung, als Ornament, als Bekräftigung – das Bild soll nicht mehr Selbstzweck sein“ (KNLL). – „Es war kein gewöhnliches Fotobuch, das im Sommer 1929, auf dem Höhepunkt der überhitzten Weimarer Gesellschaft, in hoher Auflage über die deutschen Ladentheken wanderte. Hier präsentiert sich kein Fotograf mit seinen wohl temperierten Lichtbildstudien, es wurde keine aufsehenerregende Ausstellung dokumentiert, Ästhetik und das seinerzeit modische ‚Neue Sehen‘ spielten keine Rolle. Der Untertitel war vielsagend „Ein Bilderbuch von Kurt Tucholsky und vielen Fotografen / Montiert von John Heartfield“ – es ging also um die Kompilation von Text und Abbildungen, ohne Rücksicht auf deren Urheber, zu einem ‚Bilderbuch‘. Die assoziative Verknüpfung zum Kinderbuchgenre schien durchaus erwünscht, so wie der Titel selbst zwischen märchenhaftem und ironischem Unterton changiert: ‚Deutschland, Deutschland über alles‘. … Und doch ist es alles andere als ein Schlaraffenland, das sich auf den 231 Textseiten mit ihren gut 180 Fotos, Fotomontagen, Bildausschnitten und Vignetten ausbreitet … Die ist nicht nur motivisch bemerkenswert – sie wurde bereits in ihrer Zeit hochgelobt und gilt heute als Heartfields berühmteste buchkünstlerische Arbeit. Vielmehr machte sie den Band in kürzester Zeit so berühmt wie berüchtigt, und beruht dabei auf einer auch buchbinderisch besonderen Leistung: Für die Ganzleinenausgabe wurden die einzelnen Elemente der Fotomontage separat gedruckt, ausgestanzt und auf den gelben geprägten Hintergrund appliziert; dies gilt auch für die 29 einzelnen Buchstaben des Titels (zwei sind Teil der Montage). Schwarz aufgedruckt wurde lediglich der Autorenname, die Titelangabe auf dem Buchrücken … und die besagte Sentenz auf der Umschlagrückseite, weshalb das gesamte Unterfangen einen erheblichen Aufwand bei der Herstellung mit sich gebracht haben dürfte und auch für die verzögerte Auslieferung verantwortlich sein könnte. Es handelt sich um eine in ihrer Differenzierung und Kleinteiligkeit seinerzeit singuläre Form der Einbandprägung, deren handwerkliche Ausführung heute im Detail nicht mehr nachvollzogen werden kann“ (P. Rössler in Heiting/Jaeger). – „John Heartfield ist ein Klassiker in dem Sinne, dass seine Arbeit Folgen hatte, schon immer allerdings mehr in den Künsten als in der Politik“ (H. Müller in Koetzle). – Einband minimal angestaubt und berieben, sehr gutes sauberes Exemplar des wichtigen Werks.
First edition. – The famous collaboration between Tucholsky and Heartfield, “the finest example of text and photomontage complementing one another” (J. Holstein). – “What matters is using photography—and only photography—in a completely different way: to underscore the text, as a playful juxtaposition, as ornamentation, as reinforcement—the image should no longer be an end in itself” (KNLL). – The cover is slightly dusty and scuffed, but this is a very good, clean copy of this important work.

Schlagwörter: Fotomontage, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Photomontage, Weimarer Republik

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600,--  Bestellen
1 Singapur – Kostümfest der Voigtschen Liedertafel. „Herrn Gustav Sobbe in Anerkennung seiner Verdienste um das Fest an Bord des Schiffes „V. L.“ im Hafen von Singapore 4. März 1904. Die Voigtsche Liedertafel.“ Album mit 34 Orig.-Photographien (Silbergelatine-Abzüge). Singapur 1904. Quer-8°. [24] Karton-Bl. mit 34 mont. Orig.-Photographien (je ca. 15 x 11 cm.). Orig.-Lederband mit goldgepr. Deckeltitel.

Geschenkgabe für den Seemann Gustav Sobbe, wohl der Organisator eines Kostümfests an Bord eines mit den Initialen „V. L.“ benannten Schiffes, das im März 1904 im Hafen von Singapur lag. Die Besatzung veranstalte an Bord ein Kostümfest, zu dem auch Vertreter des Inselstaates eingeladen waren, die in ihren traditionellen Trachten vor asiatisch anmutenden Paravanen posieren. Daneben finden sich auch Gruppenaufnahmen der Besatzung (darunter Matrosen der „S. M. S. Olga“) sowie vermutlich von honorigen Handelsvertretern, die offenbar ebenfalls eingeladen waren. Wahrscheinlich hatte das Fest in Teilen auch den Charakter eines Varietéabends (ein Portraitierter trägt ein Schild um den Hals mit der Aufschrift „Bauchredner“, ein anderer mit Zylinder im Gestus eines Zauberers wird flankiert von zwei Statisten in skurrilen Krokodilskostümen). – Einband etwas berieben, die Fotos mit geringen Altersspuren.
A gift for the sailor Gustav Sobbe, likely the organizer of a costume party aboard a ship bearing the initials “V. L.,” which was docked in the port of Singapore in March 1904. The crew organized a costume party on board, to which representatives of the island nation were also invited; they pose in their traditional costumes in front of Asian-style screens. There are also group photos of the crew (including sailors from the “S. M. S. Olga”) as well as, presumably, distinguished trade representatives who were apparently also invited. The party likely had elements of a variety show (one person in the photo wears a sign around his neck reading “Ventriloquist,” while another, wearing a top hat and striking a magician’s pose, is flanked by two extras in whimsical crocodile costumes). – Cover slightly worn, photos show minor signs of age.

Schlagwörter: China, Kostüm, Kostümgeschichte, Original-Photographie, Singapore, Singapur

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240,--  Bestellen
1 Clergue, Lucien (Georges). Toros Muertos. (Mit Texten von Jean Cocteau und Jean-Marie Magnan, übersetzt von Edwin Maria Landau). Stuttgart, E. Battenberg o. J. (1965). 4°. [26] Bl. mit 21 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Halbleinenband in illustr. Halbleinenschuber.

Heidtmann 19187. Parr/Badger I, 219. Vgl. Koetzle 92 (mit Abb.). – Erste deusche Ausgabe; die franz. Orig.-Ausgabe erschien im selben Jahr. – Mit 1 Orig.-Photographie (Silbergelatine, 21 x 18 cm.), verso mit Atelier-Stempel des Fotografen. Das Foto (Stierkopf) ist nicht im Buch abgedruckt. – „The book’s design, bold and cinematic, is also extremely effective in both heightening the drama and maintaining a dynamic flow to the action. By repeating a series of close-ups, and showing us very little of the stadium, the crowd, or other players in the drama, Clergue keeps our attention focused on the bull’s plight, imparting a strong psychological sense to the drama. He emphasizes how primitive and elemental the whole business is – it is entirely about death, nothing less than ritual sacrifice, and by concentrating on the abattoir elements, he does not let us forget that. We are made not only to feel a part of it, literally down there with the bull, but compelled to experience strong emathy with the creature“ (Parr/Badger). – „Clergue ist das Thema Tod von allen Seiten angegangen; jede neue Auseinandersetzung mit ihm hat seinen Blick geschärft und ihn befähigt, es in allen seinen Verwandlungen zu erkennen. Die Summe dieser Begegnungen ist auch die Summe seines Werkes. Denn wie wir sehen werden: Alles, was er darstellte, steht über dem gemeinsamen Nenner Tod“ (M. Gasser in Koetzle). – Sehr gutes Exemplar.
First German edition; the original French edition was published in the same year. – Includes 1 original photograph (silver gelatin, 21 x 18 cm), with the photographer’s studio stamp on the reverse. The photograph (bull’s head) is not reproduced in the book.

Schlagwörter: Bull Fighting, Original-Photographie, Stierkampf

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350,--  Bestellen
1 Clergue, Lucien (Georges). Toros Muertos. (Mit Texten von Jean Cocteau und Jean-Marie Magnan, übersetzt von Edwin Maria Landau). Stuttgart, E. Battenberg o. J. (1965). 4°. [26] Bl. mit 21 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel in illustr. Halbleinenschuber.

Heidtmann 19187. Parr/Badger I, 219. Vgl. Koetzle 92 (mit Abb.). – Erste deusche Ausgabe; die franz. Orig.-Ausgabe erschien im selben Jahr. – Mit 1 Orig.-Photographie (Silbergelatine, 21 x 18 cm.), verso mit Atelier-Stempel des Fotografen. Das Foto (toter Stier) ist nicht im Buch abgedruckt. – „The book’s design, bold and cinematic, is also extremely effective in both heightening the drama and maintaining a dynamic flow to the action. By repeating a series of close-ups, and showing us very little of the stadium, the crowd, or other players in the drama, Clergue keeps our attention focused on the bull’s plight, imparting a strong psychological sense to the drama. He emphasizes how primitive and elemental the whole business is – it is entirely about death, nothing less than ritual sacrifice, and by concentrating on the abattoir elements, he does not let us forget that. We are made not only to feel a part of it, literally down there with the bull, but compelled to experience strong emathy with the creature“ (Parr/Badger). – „Clergue ist das Thema Tod von allen Seiten angegangen; jede neue Auseinandersetzung mit ihm hat seinen Blick geschärft und ihn befähigt, es in allen seinen Verwandlungen zu erkennen. Die Summe dieser Begegnungen ist auch die Summe seines Werkes. Denn wie wir sehen werden: Alles, was er darstellte, steht über dem gemeinsamen Nenner Tod“ (M. Gasser in Koetzle). – Sehr gutes Exemplar der Luxusausgabe im Ledereinband.
First German edition; the original French edition was published in the same year. – Includes 1 original photograph (silver gelatin, 21 x 18 cm), with the photographer’s studio stamp on the reverse. The photograph (dead bull) is not reproduced in the book. – A very fine copy of the deluxe edition in a leather binding.

Schlagwörter: Bull Fighting, Original-Photographie, Stierkampf

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400,--  Bestellen
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