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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Richelieu, (Armand Jean du Plessis) de. Traitté de la perfection du Chrestien. Seconde édition. Paris, Anthoine Vitré 1647. 4° (25 x 19 cm.). [10] Bl., 488 S., [2] Bl. mit gestoch. illustr. Titel, 65 gestoch. Vignetten und 47 gestoch. Initialen (von Claude Mellan). Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rückenvergoldung und zweifachen Deckel-Fileten.
Cioranescu III, 58641. Goldsmith, Catalogue of French Books 1601–1700 846.l.12. Nicht bei Brunet und Graesse. – Zweite Ausgabe des zuerst 1646 posthum erschienenen Hauptwerks des berühmten französischen Kardinals und Politikers. Ein theologischer Bestseller in Frankreich im 17. Jahrhundert. Das 1639 fertiggestellte Werk knüpft an sein erstes pastorales Werk an, „Die Unterweisung des Christen“ (1618), das er verfasste, als er Bischof von Luçon war. Das Werk entstand inmitten der heftigsten theologischen Debatten des Grand Siècle. Während der Jansenismus (vertreten durch Antoine Arnauld und das Kloster Port-Royal) eine extreme Strenge lehrte und den Zugang zur Kommunion stark einschränken wollte, positionierte sich Richelieu in seinem Traktat als pragmatischer Seelsorger, der den häufigen Empfang der Sakramente als Weg zur Vollkommenheit empfahl. Richelieu predigt hier eine „Spiritualität der Pflicht“, bei der die Perfektion des Christen nicht in der Weltflucht, sondern im rationalen, gottgefälligen Handeln innerhalb seines Standes liegt. – Mit virtuosem Buchschmuck des Kupferstechers, Zeichners und Malers Claude Mellan (1598-1688) der 1637 von König Louis XIII. zum „Graveur du Roi“ (königlichen Kupferstecher) ernannt wurde und in engem Kontakt mit Richelieu und Mazarin stand. – Einband berieben, Gelenke am Kapital etwas angeplatzt, gutes sauberes und breitrandiges Exemplar des prachtvollen Barockwerks. Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Theologie, Theology |
400,-- | ![]() |
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| (Quélen de Stuer de Caussade, Paul-François de, duc de La Vauguyon). Les doutes éclaircis, ou réponses aux objections de l’abbé de Mably sur l’ordre naturel des sociétés politiques. Ohne Ort und Druck (Paris) 1768. Kl.-8° (17 x 10 cm.). 246, 23 S. Kalbslederband der Zeit mit dekorativer Rückenvergoldung und Deckel-Fileten.
Barbier I, 1111. Goldsmith 10397. Higgs 4363. Kress 6571. – Erste Ausgabe der Entgegnung auf Mablys Hauptwerk „Doutes proposés aux philosophes économistes…“ (Den Haag 1768). – „In 1768, Mably addressed to the economists, in the person of Mercier de la Rivière, his ‘Doutes proposés…’ This publication embodied an attack on landed property“ (Palgrave II, 655). – Die Physiokraten (die erste echte Denkschule der Ökonomie) argumentierten, dass wirtschaftliche Gesetze wie Naturgesetze (z. B. das Gesetz der Schwerkraft) absolut, unumstößlich und durch reine Vernunft erkennbar seien. Mably kritisierte dies als Abstraktion. Das Werk des Herzogs von La Vauguyon (1746-1828) verteidigt diesen epistemologischen Grundpfeiler der Physiokratie rigoros. Während Mably eine Eigentumsgemeinschaft und staatliche Regulierung zur Vermeidung von Armut forderte, untermauert La Vauguyon das physiokratische Dogma: Ein Staat muss sich wirtschaftlich völlig heraushalten (Laissez-faire). Der Monarch fungiert nicht als Gesetzgeber, sondern lediglich als „Vollstrecker“ der ökonomischen Naturgesetze. Das Werk zeigt idealtypisch den Übergang von der klassischen Staatsphilosophie hin zu einer modernen, rein ökonomisch und durch Eigentumsrechte legitimierten Staatsordnung. In Les Doutes éclaircis reduzierte La Vauguyon die Politik radikal auf die Vergrößerung des nationalen Wohlstands, dessen Quelle einzig in der Maximierung des landwirtschaftlichen Reinertrags (produit net) liege. Er hielt Mably entgegen, dass Eigentumsrechte und persönliche Freiheit untrennbar mit der Naturordnung verwoben seien. Ohne das Recht auf Eigentum gebe es weder Gerechtigkeit noch wirtschaftlichen Fortschritt. Den „legalen Despotismus“ verteidigte er geschickt: Der König sei kein Willkürherrscher, sondern lediglich der oberste Vollstrecker der durch die Vernunft offenkundigen, natürlichen Wirtschaftsgesetze. – Vorderes Gelenk im oberen Drittel mit Wurmschäden, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Physiocracy, Physiokratie, Political philosophy, Staatsphilosophie |
320,-- | ![]() |
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| Hübel & Denck – Zum fünfzigjärigen Bestehen der Firma Hübel & Denck Leipzig. Leipzig, Hübel & Denck 1925. 4° (25 x 17,5 cm.). 47, (1) S. mit 3 montierte Tafeln und 3 großen Initialen in Gold und Schwarz. Moderner Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel (Original-Umschlag mit goldgepr. Deckeltitel beigebunden). (Monatsblätter für Bucheinbände und Handbindekunst, Heft 12).
Mit Beiträgen von Paul Adam „Aus der Jugendzeit der Leipziger Grossbuchbinderei“ und von Alfred Jericke „Der Pressendruckband als organisches Ganzes“. – „Die Buchbinderei und Deckenfabrik Hübel & Denck wurde im Zuge der Industrialisierung des Buchbinderwesens am 3. April 1875 von dem Leipziger Buchbinder Carl Friedrich Hübel und seinem Geschäftspartner Gustav Herrmann Denck gegründet. Sie war einer der bedeutendsten Betriebe ihrer Art in der damaligen Weltbüchermetropole, und sie arbeitete für eine Vielzahl von Verlagen. 1906 trat Carl Friedrich Hübels Sohn Felix Hübel als Prokurist in den Betrieb ein, 1907 nahm ihn sein Vater als Teilhaber in die Firma auf. Nach einer Lehre im väterlichen Betrieb hatte er seine Buchbinderausbildung in England bei Thomas Cobden-Sanderson und Douglas Cockerell vervollkommnet. 1906 hatte er Cockerells Buch The Art Of Bookbinding, ein internationales Standardwerk der Buchbinderkunst, ins Deutsche übersetzt. Ab 1910 richtete er neben der maschinellen Großserien-Produktion von Verlagseinbänden eine Abteilung für Handeinbände ein. Als Werkstattleiter verpflichtete er den Kunstbuchbinder Peter A. Demeter. Die Werkstatt entwickelte sich schnell zu einer der angesehensten Handbindereien Deutschlands“ (Wikipedia). – Die ersten Seiten mit kleinem Braunfleck, gutes Exemplar. Schlagwörter: Buchbinder, Buchbinderei, Firmenfestschriften, Firmengeschichte |
70,-- | ![]() |
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| (Bernard, Jacques). The acts and negotiations. Together with the particular articles at large, of the general peace, concluded at Ryswick, by the most illustrious confederates with the French king : to which is premised, The negotiations and articles of peace, concluded at Turin, between the same prince and Duke of Savoy. London, Printed for Rob. Clavel, and are to be sold by Joseph Ray bookseller in Dublin 1698. 8° (19,5 x 12 xm.). [12], 223, 74-142 S. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Wing B1994. – Erste britische Ausgabe von „Actes et mémoires des négociations de la paix de Ryswick“ (Den Haag 1697). – Der französische Theologe und Historiker Jacques Bernard (1658–1718) dokumentiert die diplomatischen Verträge und Friedensverhandlungen, die den Pfälzischen Erbfolgekrieg (Neunjährigen Krieg) beendeten. Dabei konzentriert er sich auf den Vertrag von Turin (1696) und den Frieden von Rijswijk (1697). – Einband etwas berieben, Gelenke etwas spröde, ohne die beiden Kupfertafeln (Frontispiz und Grundriss „The Royall Pallace at Ryswick“), sonst gut erhalten. Schlagwörter: Geschichte, Grand Alliance, War of the, 1689-1697, Pfälzischer Erbfolgekrieg (Neunjähriger Krieg) |
200,-- | ![]() |
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| Remarque, Erich Maria (d.i. Erich Paul Remark). Arc de Triomphe. Roman. Zürich, Schweizer Druck- und Verlagshaus AG o. J. (um 1950). 8°. 396 S. Orig.-Leinenband mit farbig illustriertem Schutzumschlag (Portrait von Remarque über der Tricolore).
Lizenzausgabe für die Neue Schweizer Bibliothek (die erste deutsche Ausgabe erschien 1946 bei F. G. Micha in Zürich). Die amerikanische Originalausgabe erschien 1945 in New York. – Mit eigenhändiger Widmung von E. M. Remarque „Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen – Peter Roner, 4. Juli 1965 Erich Maria Remarque“ in roter Tinte. – Schutzumschlag mit kleinen Randläsuren, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Autographen, Signed books, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
320,-- | ![]() |
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| Albert – Lewes, G. H. Female characters of Goethe. From the original drawings of William Kaulbach. With explanatory text. Berlin, Wien, Paris, London, New York, Frederick Bruckmann o. J. (1867). 8° (18 x 14 cm.). [48] Bl. und 22 mont. Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 7,5 x 6 cm.) von Joseph Albert nach Zeichnungen von W. Kaulbach. Schwarzgepr. Orig.-Lederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel (″Goethe Gallery“), Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.
Vgl. Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam 819 ff. – Erste englische Ausgabe. Die deutsche Originalausgabe erschien in unterschiedlicher Ausstattung seit 1860 mit dem Titel „Goethe-Gallerie. 1. Abtheilung: Goethe’s Frauengestalten“. – „Die erfolgreichste aller Publikationen mit Photographien“ (F. Heidtmann). – „Friedrich Bruckmann (1814-1898), war künstlerisch veranlagt, hielt sich längere Zeit in Paris auf, errichtete in Deutschland eine Porzellanfabrik und 1858 in Frankfurt den ‚Verlag für Kunst und Wissenschaft‘, der zum größten auf Kunst spezialisierten Verlag in Deutschland wurde. Bruckmann wurde in München mit dem Maler Wilhelm von Kaulbach bekannt, der die Bekanntschaft mit dem Photographen Joseph Albert 1861 vermittelte. Bruckmann erteilte dem Künstler den Auftrag, ‚Goethes Frauengestalten‘ in einem eigenen Cyklus zu bearbeiten, der dann als ‚Goethe-Gallerie‘ 1861 ff. erschien. … Diese Goethe-Gallerie wurde damals nicht zuletzt wegen ihres riesigen Formates sehr bekannt. Albert gelang es damals, vollendete photographische Reproduktionen im Format 48 x 68 cm herzustellen. Das Werk war enorm teuer, die 21 aufgezogenen Photos – die man Kartons wie die Originale nannte – wurden für 224, einzelne Blätter für 14 Taler verkauft. Bruckmann war mit dieser ersten Photographien-Produktion, die überall begeisterte Rezensionen fand schnell als Kunstreproduktions-Hersteller bekannt geworden“ (F. Heidtmann). – Titelblatt etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Original-Photographie |
140,-- | ![]() |
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| Dix, Otto. Bilderbuch für „Muggeli“. (Herausgegeben von Wendelin Renn. Mit einem Text von René Hirmer). Ravensburg, Otto Maier (1991). Folio (35,5 x 27,5 cm.). [37] S. mit 16 Farbtafeln und 7 Abbildungen. Orig.-Pappband mit farbigem Deckelbild.
Erste Ausgabe. – „Dies Bilderbuch schenkt Onkel Jimmy dem Muggeli Ostern 1922“. – Otto Dix malte das unkonventionelle Album auf dem Höhepunkt seiner Karriere als dadaistischer und gesellschaftskritischer Künstler. Er schuf die 16 ganzseitigen Aquarelle als Ostergeschenk für seinen damaligen Stiefsohn Martin Wenzel Koch (Spitzname „Muggeli“), den Sohn seiner späteren Ehefrau Martha Koch. Es diente auch dazu, das Herz von Martha Koch zu gewinnen, die er ein Jahr später heiratete. Die Bilder zeigen ein farbenfrohes, teils ironisches Weltpanorama mit traditionellen und modernen Motiven wie Zirkusszenen, Akrobaten, Hexen, Luftfahrt und idyllischen Waldlandschaften. Auch ein Selbstbildnis von Dix ist enthalten. – Sehr gutes Exemplar. |
35,-- | ![]() |
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| Francis – Agee, William C. Sam Francis, paintings 1947 – 1990. [Exhibition presented at the Geffen Contemporary at the Museum of Contemporary Art, LosAngeles, March 7 – July 25, 1999]. Los Angeles, Museum of Contemporary Art (1999). 4° (31 x 31 cm.). 164 S. mit 86 Farbtafeln. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Wegweisende Retrospektive und Werkkatalog, der das Lebenswerk des US-amerikanischen Malers des Abstrakten Expressionismus Sam Francis (eig. Samuel Lewis Francis, 1923-1994) umfassend dokumentiert. – Schutzumschlag mit kleinen Randläsuren, gutes Exemplar. Schlagwörter: Abstrakter Exempressionismus, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
70,-- | ![]() |
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| Bateson, William. Materials for the study of variation. Treated with especial regard to discontinuity in the origin of species. London and New York, Macmillan and Co. 1894. Gr.-8° (23,5 x 15,5 cm.). XV, 598, (2) p. with 209 figures in the text. Publisher’s dark green calico-linen binding with gilt-stamped spine title.
Hook/Norman, The Norman Library of Science and Medicine 134. PMM 356. – Erste Ausgabe der ersten eigenständigen Buchveröffentlichung des berühmten britischen Biologen W. Bateson (1861-1926). Bateson beschrieb akribisch biologische Abweichungen (Mutationen) und argumentierte, dass Evolution in Sprüngen stattfindet (Sanktionismus). Er hatte zu diesem Zeitpunkt aber noch keinen Mechanismus, wie diese Eigenschaften vererbt werden. Das Buch markiert den historischen Moment, in dem die Biologie begann, an der Allmacht von Charles Darwins Konzept der rein „kontinuierlichen, unendlich kleinen Veränderungen“ zu zweifeln. Bateson prägte darin einen Begriff, der heute Fundament der modernen Entwicklungsbiologie ist: „Homoeosis“ (die Umwandlung eines Körperteils in einen anderen, wie ein Bein anstelle eines Fühlers bei Insekten). Erst fast ein Jahrhundert später entdeckte man die dazugehörigen Hox-Gene. Das Werk ist das „Buch der ungelösten Fragen“. Es ist das intellektuelle Fundament, das Bateson überhaupt erst empfänglich für Gregor Mendels Vererbungsgesetze im Jahr 1900 machte. Es repräsentiert die Brücke zwischen dem klassischen viktorianischen Darwinismus des 19. Jahrhunderts und der modernen Genetik des 20. Jahrhunderts. Bateson wurde zum leidenschaftlichsten Verteidiger Mendels im englischsprachigen Raum („Mendels Bulldogge“). Er prägte schließlich 1905 den Begriff „Genetik“ (Genetics) und machte ihn mit seinem Buch Mendel’s Principles of Heredity (erstmals erschienen 1902, stark erweitert 1909) weltberühmt. – „Variation is the cause of the evolution of species; but what causes variation, and how does it happen?“ (Carter/Muir, PMM). – Gelenke restauriert, Exlibris und Stempel einer britischen Universitäts-Bibliothek auf dem Vorsatz und Titel, durchgehend im Blattrand etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Biologie, Biology, Darwinismus, Genetics, Genetik, Variation, Vererbung, Vererbungslehre |
500,-- | ![]() |
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| (Konke, Richard, Redaktion). Danzig und seine Bauten MCMVIII. Herausgegeben vom Westpreußischen Architekten- und Ingenieur-Verein zu Danzig. Berlin, Ernst & Sohn 1908. 4° (27 x 19 cm.). VII, 432 S. mit 5 Heliogravuren und 498 Abbildungen und 1 mehrfach gefalteten Stadtplan im Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Deckelvignette.
Niedersächs. Landesbibliothek. Kat. Ost- und Westpreußen, S. 112. – Seltene Originalausgabe des Standardwerks zur Architektur- und Stadtbaugeschichte der Stadt Danzig (Gdansk). Da große Teile der historischen Danziger Altstadt im Verlauf des Zweiten Weltkriegs schwer zerstört wurden, gilt dieses Dokument heute als eine der wertvollsten Quellen für die Rekonstruktion und Erforschung des historischen Stadtbildes im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. – Kapital etwas berieben, der Plan mit hinterlegten Einrissen, sehr gutes Exemplar mit dem meist fehlenden Stadtplan. Schlagwörter: Architekturgeschichte, Danzig, Ostpreußen, Ostpreussen, Polen |
280,-- | ![]() |
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| Soeltl, (Johann Michael v.). München mit seinen Umgebungen historisch, topographisch, statistisch. Mit Stahlstichen, Lithographien und Vignetten. München, Georg Franz 1837. [4] Bl., 466 S. mit 10 Stahlstich-Ansichten, 5 (3 gefalteten, 2 farblithogr.) Plänen und 1 Holzstich-Tafel. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
Andres 221. Engelmann II, 688. Lentner 503. Pfister I, 851. – Erste Ausgabe. – Mit Ansichten von München von Südosten, Allerheiligenkirche, Glyptothek, Isartor, Ludwigskirche, Kirche in der Vorstadt Au, Königsbau und Hof-Theater, Schrannenplatz, Stadtpfarrkirche zu Unserer Lieben Frau. Die Pläne: Pinakothek, Grundriss der Glyptothek, Englischer Garten (gefaltet und farbig), Nymphenburg (gefaltet und farbig) sowie einem großen mehrfach gefalteten Stadtplan. – Rücken etwas aufgehellt, die Tafeln teils stärker braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, München, Reiseführer |
250,-- | ![]() |
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| Itten – Rotzler, Willy (Hrsg.). Johannes Itten. Werke und Schriften. Werkverzeichnis von Anneliese Itten. Zürich, Orell Füssli (1972). 4°. 445 S., [1] Bl. mit teils farbigen Abbildungen. Orig.-Kunstlederband mit farbig illiustr. Schutzumschlag.
Erste Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bauhaus, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
50,-- | ![]() |
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| Guitry, Sacha. Théâtre. 15 volumes. Paris, Le Livre contemporain 1959-1964. 8°. Reliures cartonnées de l’éditeur avec couvertures de protection transparentes imprimées.
Recueil exhaustif de pièces du célèbre dramaturge français, publié deux ans après sa mort. – I. Mon père avait raison, La prise de Berg-op-Zoom, Une paire de gifles, Une lettre bien tapée. – II. Quadrille, La pèlerine écossaise, Le veilleur de nuit. – III. Nono chez les zoaques, Faisons un rêve (Lasset uns träumen), Madame Bergeret. – IV. Frans Hals, Mozart, L’école des philosophes, Chagrin d’amour, Béranger. – V. Je t’aime, Deux couverts, La jalousie, Le mari, la femme et l’amant. – VI. Le comédien, Un sujet de roman, Pasteur. – VII. Jean de la Fontaine, Le bien-aimé, Le mot de Cambronne. – VIII. Désiré, L’Illusionniste, Le Nouveau Testament, Un homme d’hier et une femme d’aujourd’hui. – IX. L’amour masqué, Mariette, Ô mon bel inconnu. – X. Toâ, Françoise, Villa à vendre, Un soir quand on est seul. – XI. N’écoutez pas mesdames, Une folie, La fin du monde. – XII. Beaumarchais, Talleyrand, Monsieur Prudhomme a-t-il vécu? – XIII. Remontons les Champs-Élysées. – XIV. Deburau, Jean III, Les desseins de la Providence. – XV. Huit pièces en un acte. – Hormis de légères traces d’utilisation et d’âge, un exemplaire très bien conservé issu de cette collection extrêmement rare. Schlagwörter: Édition complète, Gesamtausgaben, Theaterstücke |
280,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Krieg und Frieden. Betrachtungen zu Krieg und Politik seit dem Jahr 1914. Zürich, Fretz & Wasmuth (1946). 8°. 265, (1) S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Deckel-Monogramm und Schutzumschlag. (Gesammelte Werke in Einzelausgaben).
Mileck II, 85 und I, B 6. W.-G.² 288. – Erste Ausgabe in der Ausstattung der „Gesammelten Werke“. – „Die Zusammenstellung der politischen Aufsätze beginnt nach dem Geleitwort mit Hesses berühmtem Aufruf an die Dichterkollegen vom September 1914: „0 Freunde, nicht diese Töne!” Das Echo darauf war für den Dichter niederschmetternd. In Deutschland wurde er zum “Gesinnungslumpen“ und Vaterlandsverräter gestempelt. Die einzige sympathische Reaktion aus dem Kreis der Schriftsteller kam von Romain Rolland, dem dieses Buch gewidmet ist. Hesse plante offensichtlich schon 1918 die Herausgabe der während des Krieges erschienenen Aufsätze in einem Sammelband. (Vgl. Katalog Marbach 97, Geleitwort zu der geplanten Sammlung „Krieg und Dichter“ Typoskript 1918). – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1914-1918> |
70,-- | ![]() |
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| (Goguet, Antoine Yves). De l’origine des loix, des arts, et des sciences, et de leurs progrès chez les anciens peuples. 3 volumes. Paris, Desaint & Saillant 1758. 4° (26 x 20 cm.). XXIV, 401 p.; VIII, 438 p.; VIII, 368 p., [2] f. avec 9 gravures pliées et 3 tables pliées. Reliures contemporaines en cuir de veau avec étiquettes de dos dorées et riche décoration florale sur le dos.
Barbier III, 746. Brunet II, 1647. Cicognara 36. Graesse III, 106. Kress 5695. – Première édition de cette histoire culturelle à succès. – I. Depuis le déluge jusqu’à la mort de Jacob; II. Depuis la mort de Jacob jusqu’à l’établissement de la royauté chez les Hébreux ; III. Depuis l’établissement de la royauté chez les Hébreux, jusqu’à leur retour de la captivité. – „Un ouvrage fort important. Le dix-huitième siècle a produit en France peu de livres d’une érudition aussi étendue, d’une critique aussi sûre, aussi éclairée“ (Hoefer XXI, 76). – Les sujets abordés comprennent l’architecture et la technologie, l’agriculture, la navigation, l’astronomie, la médecine, les mathématiques, la peinture, les affaires militaires ainsi que les coutumes et traditions de l’Antiquité. Le volume final contient neuf thèses supplémentaires ainsi que des „Extraits des historiens Chinois“. Une traduction allemande a été publiée dans Lemgo entre 1760 et 1762 sous le titre « Untersuchungen von dem Ursprung der Gesezze, Künste und Wissenschaften wie auch ihrer Wachsthum bei den alten Völkern » (Enquêtes sur l’origine des lois, des arts et des sciences ainsi que sur leur croissance parmi les peuples anciens). – Un très bel exemplaire, propre, dans une reliure décorative et contemporaine. Schlagwörter: Ägypten, Ägyptologie, Antike, Architecture, Baukunst, Cultural History, Egypt, Handelsgeschichte, Handwerk, History of science, History of Trade, Kulturgeschichte, Wissenschaftsgeschichte |
750,-- | ![]() |
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| Moser, Johann Jacob. Lebens-Geschichte Johann Jacob Mosers, von ihme selbst beschriben. Ohne Ortr und Druck (Offenbach) 1768. Kl.-8° (17 x 10,5 cm.). 216 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
ADB XXII, 382. NDB XVIII, 175 ff. Pütter I, 409. Stintzing/Landsberg III1, Anm. 212. VD18 14680270. – Seltene erste Ausgabe der Autobiographie des „Vater des deutschen Staatsrechts“ J. J. Moser (1701-1785). 1777 und 1782 erschienen erweiterte Ausgaben. – „Mit seinen Schriften zum Völkerrecht wurde M. zum Begründer des auf Erfahrung gegründeten positiven Völkerrechts. So sehr er sich in seinen staatsrechtlichen Schriften auch um Sachlichkeit und Neutralität bemühte, in seinen vielen Darstellungen von Tagesereignissen verschmähte er keineswegs eine herzhafte Polemik. … Bis zuletzt besaß er gute Beziehungen zum Wiener Hof und erfreute sich dort einer steigenden Wertschätzung. M. war durch sein Werk zu einer Institution geworden“ (K. O. Freiherr v. Aretin in NDB). – Kapital mit Fehlstelle, durchgehend etwas gebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Autobiographie |
180,-- | ![]() |
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| Raynaud – Durand-Ruel, Denyse, Yves Tissier et Bernard Wauthier-Wurmser. Jean-Pierre Raynaud. La maison 1969 -1987. Paris, Editions du Regard (1988). Gr.-4° (33,5 x 30 cm.). 343, (2) pp. avec de nombreuses illustrations, certaines en couleur. Reliure d’origine en toile avec jaquette.
Documentaire sur le projet le plus célèbre du sculpteur et artiste d’installations français Jean-Pierre Raynaud (né le 20 avril 1939 à Courbevoie, France), figure emblématique du Nouveau Réalisme et du Minimalisme. Sa propre maison à La Celle-Saint-Cloud, qu’il a entièrement recouverte de carreaux blancs pendant 23 à 25 ans, la transformant en bunker. En 1993, il l’a fait démolir et les décombres, emballés dans des conteneurs, ont été exposés dans le monde entier. – Très bon exemplaire. Schlagwörter: Design, Environment (Art), Innenarchitektur, Minimalismus |
120,-- | ![]() |
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| Mark, Mary Ellen. Bombay Falkland road. London, Thames and Hudson (1981). 4° (28 x 25,5 cm.). 17, (1) p., 65 full-page color illustrations, [1] p. Original color-illustrated paper cover.
Auer 634 (French edition). Koetzle, Fotographen A-Z 253. Roth, The Open Book 324 f. – First British edition; published simultaneously by Alfred A. Knopf in New York. – Inscribed by M. E. Mark on a photo postcard „For Stefan (Thull) – with all my best wishes – Mary Ellen Mark, Barcelona 1987″. – „The central theme of Mary Ellen Mark’s work was always the human being. … From heroin addicts in the 1960s to circus performers in the 1990s, people remain the constant focus of her engagement with photography. The desire to get as close as possible to the complexities of individual lives—to discover, understand, and reveal them—lends a deeply personal touch to Mark’s entire body of photographic work. Viewed from this perspective, the boundaries between individual stories begin to dissolve, and one perceives a single, continuous narrative running through her work“ (M. Fulton in Koetzle). – Very well-preserved copy. Schlagwörter: India, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Signed books, Widmungsexemplar |
240,-- | ![]() |
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| Musset, Alfred de. (Oeuvres). 10 volumes. Paris, Charpentier 1867. 12° (13,3 x 8,5 cm.). Avec 29 photographies originales montées (tirages albumine, 7 x 5 cm), dont 1 portrait de l’auteur par Collin d’après les dessins de Alexandre Bida. Reliures en maroquin rouge bordeaux, dos richement orné de dorures, triple filet sur les plats, tranches intérieures et extérieures dorées (signée Adolphe de Rivaud ?).
Vicaire VI, 1283–1285. – Seconde édition complète des oeuvres; édition de luxe sur chine était illustrée de photographies d’après des dessins d’Alexandre Bida (1813-1895). Une édition in-quarto en un volume, avec illustrations gravées, a également paru la même année. – I.-II. Poésies; III.-V. Comédies et proverbes; VI. Confession d’un enfant du siècle; VII.-VIII. Nouvelles et contes; IX. Mélanges de littérature et de critique; X. Oeuvres posthumes. – Les épreuves photographiques ont été contrecollées sur un carton fin, chacune étant encadrée et légendée en noir ; elles reproduisent les gravures conçues par Bida pour l’édition in-octavo publiée la même année, également chez Charpentier. Le procédé employé par Collin (données biographiques inconnues), encore expérimental à l’époque, constitue l’une des premières applications de la photographie à l’illustration littéraire, bien avant la généralisation de la photogravure. – Le volume 3 est légèrement endommagé en haut, un très bel exemplaire dans une magnifique reliure signée. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Literatur, Photography |
500,-- | ![]() |
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| Paolozzi, Eduardo. Moonstrips Empire News. Introductory text by Christopher Finch Screenprinted by Kelpra Studio London. London, Editiones Alecto 1967. Folio (40 x 28 cm.). Titlepage and 100 serigraphs, on different types of paper and acetate (8 of which are signed and numbered by E. Paolozzi). Loose sheets in a transparent pink acrylic box.
Arnold 2191. R. Konnertz, Paolozzi S. 174 f. Miles, Kat. London 1977, S. 26. Papiergesänge 101. – Eines von 450 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 500). – Gedruckt von den Kelpra Studios und herausgegeben von Editions Alecto, London, mit deren Stempeln auf der Rückseite der meisten Blätter. – „Moonstrips Empire News bestehen aus hundert losen Text- und Bilderblättern, Collagen, die durch den Siebdruck eine gewisse Einheit erhalten haben. Die bildlichen Vorlagen der Collagen stammen aus Paolozzis reichhaltiger Sammlung von „Alltagsrelikten des 20. Jahrhunderts […] Es sind ‚Imagos from Kino and Other Kitz Items‘, wie der Titel ursprünglich lauten sollte: Fotos von Computerchips, Filmstars, Luftaufnahmen von Städten, Stills aus Horror- und Comicfilmen, berühmte Rockmusiker, Reproduktionen von Kunstwerken, abstraktgeometrische Muster, Donald Duck- und Mickey Mouse-Illustrationen, Vergrößerungen von grafischen Strukturen und technischen Symbolen … technischen Symbolen … Zeitungsabbildungen, Automobilprospekte, kinetischkonstruktive Bilder usw.“ (Konnertz, 1984, S. 171) Paolozzi trug die Flemente zusammen und ordnete, kombinierte sie neu. Nach demselben Muster wurde der Text hergestellt. Es sind Collagen, cleren Teile mehreren Quellen entnommen wurden und die durch die unterschiedlichen Schrifttypen und Typengrößen erkennbar sind. Die hundert Blätter können vom Leser beliebig geordnet werden. In einer frei-assoziativen Art hat Paolozzi Moonstrips Empire News geschaffen und eine „terrestrial i mage bank“ (Miles, 1977, S. 26) angelegt. Auf den Einfluß des Philosophen Ludwig Wittgenstein, dessen Werke dem Künstler gut bekannt waren, wurde schon hingewiesen (Miles, 1977); Roussel und Duchamp wurden ebenso genannt. Mit der komplexen farbigen Bilder- und Textfolge Moonstrips Empire News hat Paolozzi einen bedeutenden Beitrag zur künstlerischen Anerkennung des Sie bdrucks geliefert, welcher als eines der wichtigen technischen Verfahren der heutigen Druckgraphik gilt“ (Karin von Maur in Papiergesänge). – Rückendeckel der Plexiglas Box mit Kratzspuren, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Limited edition, Limitierte Ausgaben, Nummerierte Bücher, Pop art, Signed books, Signierte Bücher |
4.800,-- | ![]() |
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| Gaab, (Franz) C(arl) (Wilhelm). Construction und Stabilitätsberechnung von Fabrikschornsteinen. Mannheim, Dr. H. Haas’sche Buchdruckei G.m.b.H. (1902). Kl.-8° (17 x 11 cm.). 47 S. mit 3 Abbildungen. Orig.-Halbleinenband mit goldgeprägtem Deckeltitel.
Einzige Ausgabe, selten. – Der Mannheimer Ingenieur F. C. W. Gaab, „Direktor der Süddeutschen Baugesellschaft für Feuerungsanlagen und Schornsteinbau G. m. b. H.“, entwickelte unter anderem ein eigenes, patentiertes Verfahren für Eisenbetonschornsteine aus Formsteinen. Dieses System bot zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine stabilere und flexiblere Alternative zu den rein gemauerten Backsteinkaminen, da es das Risiko von Rissen in der Schornsteinsäule verringerte. In der Zeitschrift „Stahl und Eisen“ erschien in Heft 11 vom 17. März 1909 ein Artikel über den „Künstlichen Saugzug als Ersatz gemauerter Fabrikschornsteine“ von Gaab. – Titelblatt leicht braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Industrie Architektur, Kaminbau, Mannheim |
70,-- | ![]() |
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| Shepherd, Billy (d. i. Peter Jones). Beatles. Oversat af: Carl J. Frejlev. (Odense), Skandinavisk Bogforlag (1964). Kl.-8° (18 x 11,5 cm.). 221 S. mit 32 Tafeln. Weinroter Orig.-Kallikoleinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Erste dänische Ausgabe von „The true Story of the Beatles“ (London, Beat Publications 1964), der ersten offizielle Biografie über die Fab Four. Das Buch erschien gleichzeitig auch in den USA (Bantan), Deutschland (List Verlag), Spanien, Niederlanden, Schweden und vielen anderen Ländern. Erste Buch-Veröffentlichung des britischen Musik-Journalisten und Radio-Moderators Peter Jones (1930-2015). Jones war damals als Redakteur für das legendäre Magazin Beatles Book Monthly tätig. Durch seine Arbeit hatte er exklusiven, persönlichen Zugang zu John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Star. 1965 veröffentlichte er unter dem Pseudonym Pete Goodman auch das erste Buch über die Rolling Stones mit dem Untertitel „Our Own Story“. Zudem war er derjenige, der den Manager Andrew Loog Oldham überhaupt erst auf die Rolling Stones aufmerksam machte. – Sehr gutes Exemplar der gebundenen Ausgabe. Schlagwörter: Beatles, Pop music, Pop-Kultur, Popmusik, Rock music |
70,-- | ![]() |
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| Roshi, Yamanda Kôun. Die Niederschrift vom blauen Fels – Hekiganroku. Die klassische Koansammlung mit neuen Teishos. Ins Deutsche übertragen und herausgegeben von Peter Lengsfeld. 2 Bände. München, Kösel-Verlag (2002). Gr.-8° (24 x 15,5 cm.). 535 S.; 472 S. mit 1 Portrait. Farbig illustr. Orig.-Pappbände in farbig illustr. Pappschuber.
Erste deutsche Ausgabe. – „Das Hekiganroku – die Niederschrift vom blauen Fels – ist eine Sammlung von 100 Koans (Rätselworten bzw. -geschichten) aus dem 12. Jahrhundert. Es begleitet konzentrierend auf dem Zen-Weg. Das Hekiganroku ist so Ausdruck des wahren Buddha-Weges und gehört zweifellos zur Weltliteratur. Yamada Kôun Roshi (1907–1989) war der große und den Zen im Westen bis heute maßgeblich inspirierende Zen-Meister. Auf ihn gehen die jetzt erstmals in deutscher Sprache vorliegenden Teishos (mündliche Präsentationen während des Zazens und des Gesprächs zwischen Meister und Schüler) zurück. Neben den Koans und den Teishos enthält diese kostbare zweibändige Ausgabe allgemeine Einführungen zur Geschichte des Hekiganroku und zum Gebrauch der vorliegenden Ausgabe, Selbstzeugnisse von Yamada Kôun Roshi und ein die Geisteswelt des Zen erschließendes Nachwort“ (Kösel-Verlag). – Der Übersetzer Peter Lengsfeld (1930-2009) war Professor für Ökumenische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Zen-Buddhismus |
120,-- | ![]() |
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| Lüdke, Erich (tätig in Berlin ca. 1914-1935). Ferdinand Lassalle – Des Volkstribunen Glück und Ende. Ein Kampf um Liebe, Freiheit und Vaterland. Regie: Rudolf Meinert. Titelrolle: Erich Kaiser-Titz. Scala-Film. Berlin, Kunstanstalt Weylandt (1918). Filmplakat, Lithographie in Rot und Schwarz, links im Stein signiert. 142 x 95 cm.
Außerordentlich seltenes, historisch wie grafisch bedeutendes Dokument an der Epochenwende vom Ersten Weltkrieg zur Novemberrevolution 1918. Das Plakat wirbt für das monumentale Stummfilmdrama über den deutschen Arbeiterführer Ferdinand Lassalle (dargestellt von Erich Kaiser-Titz), das am 25. Oktober 1918 – nur wenige Tage vor dem Zusammenbruch des Kaiserreichs – in den Berliner Kammerlichtspielen am Potsdamer Platz seine offizielle Uraufführung feierte. – Der Berliner Plakatkünstler und Gebrauchsgrafiker E. Lüdke verbindet hier die ausdrucksstarke Monumentalität des späten Jugendstils meisterhaft mit dem politischen Pathos der Revolutionszeit. Lüdke, der im Film selbst eine Nebenrolle übernahm, avancierte in den 1920er Jahren zu einem der gefragten Plakatgestalter des frühen deutschen Kinos und schuf ikonische Wahlplakate für die Weimarer Republik. Der handwerklich brillante Steindruck wurde von der renommierten Berliner Kunstanstalt Weylandt ausgeführt, die für ihre außergewöhnliche Farbtiefe und Deckkraft bekannt war. Von musealer Seltenheit. Kein Exemplar im Auktions- und Kunsthandel in den letzten fünfzig Jahren nachweisbar. Weltweit lassen sich lediglich vereinzelte Exemplare in großen, öffentlichen Institutionen nachweisen, darunter im Victoria and Albert Museum, London (Sammlungskatalog unter der Objektnummer O110166) sowie im Deutschen Historischen Museum (DHM), Berlin. – Mit den für zeitgenössische, an die Lichtspielhäuser ausgelieferte Kinoplakate typischen Faltspuren (Kreuzbruch) sowie minimalen, fachgerecht geschlossenen Randläsuren außerhalb des Hauptmotivs, sonst sehr gut erhalten und farbfrisch. Schlagwörter: Cinema, Film, Film-Plakat, Filmgeschichte, Kino, Kunst, Novemberrevolution, Plakatkunst, Poster, Posters, Socialism and the arts, Sozialismus, Stummfilm |
2.400,-- | ![]() |
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| Espagne, Jean de. Gesamte Schrifften und Wercke. Aus allen Seinen bißhero heraußgekommenen Tractaten zusammen in ein Volumen gefasset und mit einem nöthigen … Register … auch einer Vorrede … vermehret. Welchem noch beygefüget sind des berühmten Engelländischen Theologi Johannes Lightfoot Anmerckungen und Gedancken, über verschiedene wichtige Oerter aus dem Ersten Buch Mosis. Welche aus seinen Schrifften zusammen getragen … und ins Teutsche übersetzet … von Sigismundo Hoffmann. Frankfurt, Leipzig, Zell, Hieronymus Friedrich Hoffmann 1699. Gr.-8° (20 x 16 cm.). [31] Bl., 772, 32 S., [14] Bl. mit Titel in Rot und Schwarz. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und goldgepr. Supralibros „Zur Schöneichischen Kirche gehörig 1726“.
VD17 3:303798K. – Erste deutsche Gesamtausgabe der Werke des französischen Calvinisten Jean d’Espagne (1591-1659). Herausgegeben und kommentiert von S. Hosmann (d. J., 1660-1701). Hosmann begleitete als Seelsorger den berüchtigten Kirchenräuber Nickel List und dessen Bande bis zu deren spektakulärer Hinrichtung in Celle im Jahr 1699 und veröffentlichte danach das kriminalbiografische Werk „Fürtreffliches Denck-Mahl Der Göttlichen Regierung“ (1700), welches Einblicke in das barocke Gaunermilieu bietet. – Ohne das gestochene Porträt von Johann Christoph Boecklin und den hier nicht begebundenen letzten Teil (Johannes Lightfoot, Anmerckungen und Gedancken …, 252 S.), sonst gut erhalten. Schlagwörter: Theologie |
140,-- | ![]() |
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| Risse, (Friedrich Wilhelm) Edmund. Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation zu Bochum in Westfahlen. Bochum, (Druck der Trägerkartons von H. Kunstmann & Co., Berlin), (1872-1873). Quer-Gr.-Folio (45 x 48,5 cm.). Portfolio, 11 Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 28,5 x 23 cm.) auf bedruckten Trägerkartons (47,5 x 45 cm.). Leinen-Flügelmappe mit goldgepr. Deckeltitel.
Wichtiges Dokument der Industrie-Fotografie in Deutschland; die frühesten Fotografien der Bochumer Stahlhütte (BVG). Eine Inkunabel der Industriefotografie. Wir können nur ein Exemplar dieser Foto-Serie im Technisches Museum Wien (TMW) nachweisen (Exemplar für die Weltausstellung 1873 in Wien). – Die Aufnahmen zeigen: Gussstahlfabrik in Bochum; Mülheimer Hütte in Mülheim am Rhein; Hochöfen der Mülheimer Hütte in Mülheim am Rhein; Schienenwalzwerk; Werkstatt zum Abschneiden der Räderangüsse; Hammerwerk I; Hammerwerk II; Bandagenwalzwerk II; Achsendreherei; Zeche Vereinigte Maria Anna und Steinbank, neuer Schacht; Zeche Vereinigte Maria Anna und Steinbank, Schacht II und III. – Die Aufnahmen der Hammerwerke I und II, der Achsendreherei, des Bandagenwalzwerks II sowie der hochspezifischen „Werkstatt zum Abschneiden der Räderangüsse“ zeigen die damalige Weltspitze der Eisenbahn- und Radsatzproduktion. Die Mülheimer Hütte am Rhein wurde vom Bochumer Verein im Jahr 1872 erworben. Ziel war es, die akute Abhängigkeit von englischem Roheisen zu brechen und die Zeit zu überbrücken, bis die eigenen Hochöfen in Bochum fertiggestellt waren. Da der BVG bald darauf eigene Hochöfen direkt in Bochum betrieb, verlor der Standort am Rhein schnell seine exklusive Bedeutung für das Hauptwerk. Die beiden Fotos zeigen die Mülheimer Hütte exakt auf dem Zenit seiner strategischen Wichtigkeit für den BVG. – Der Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation (BVG) war einer der bedeutendsten und prägendsten Montankonzerne im Ruhrgebiet. Gegründet im Jahr 1842 als Gussstahlfabrik Mayer & Kühne, entwickelte sich das Unternehmen zum dominierenden Wirtschaftsfaktor der Stadt Bochum und beschäftigte in Spitzenzeiten über 20.000 Mitarbeiter. Der technisch versierte Jacob Mayer und der Kaufmann Eduard Kühne gründeten die Fabrik, um das englische Verfahren der Tiegelstahlfabrikation nach Deutschland zu bringen. Eine technische Sensation gelang Jacob Mayer mit der Erfindung des Stahlformgusses (patentiert 1851). Dem Unternehmen glückte es als erstem weltweit, flüssigen Stahl direkt in komplexe Formen zu gießen. Das historische Hammerwerk II von 1865 gilt mit seinen wegweisenden Dreigelenkbindern als Meilenstein der deutschen Ingenieurskunst. – Edmund Risse (1835-1891) war nicht nur ein renommierter kaiserlicher Hoffotograf, sondern in den 1870er Jahren auch als Pionier der frühen deutschen Industriefotografie aktiv. Er betrieb unter anderem Filialen in Bochum und Essen. Seine Aufnahmen für den Bochumer Verein dokumentieren die monumentale Phase der Hochindustrialisierung im Ruhrgebiet. Die Bilder zeigen den Bochumer Verein exakt in seiner wichtigsten Expansionsphase unter Generaldirektor Louis Baare. Sie dokumentieren Werksanlagen, Hochöfen oder Arbeiter, die heute größtenteils längst abgerissen oder völlig verändert sind. – Der Duisburger Lithograf und Fotograf F. W. E. Risse war Hof-Fotograf des deutschen Kronprinzenpaares (Friedrich Wilhelm und Victoria) sowie später von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria. Zudem trug er Titel als Hoffotograf weiterer europäischer Adelshäuser, darunter für die Großfürstin Wera von Württemberg (Großfürstin von Russland). Edmund Risse baute ein beeindruckendes, überregionales Netzwerk aus Ateliers auf; sein Hauptatelier befand sich in Berlin (u. a. in der Prachtstraße Unter den Linden 15). Außerdem betrieb er Ateliers in Essen (Limbecker Platz 8), Bochum, auf Norderney und in Bad Ems. – Flügel und Spiegel der Mappe fachgerecht erneuert, die Trägerkartons angestaubt und etwas fleckig, Trägerkarton von „Werkstatt zum Abschneiden der Räderangüsse“ mit größerer restaurierter Fehlstelle (Verlust der Buchstaben „Werk“), die Fotografien sehr gut erhalten und kontrastreich. Schlagwörter: Architectural photography, Architektur, Architekturfotografie, Bergbau, Eisenbahntechnik, Industrial Photopraphy, Industrial railways, Industriefotografie, Industriephotographie, Nordrhein-Westfalen, Stahl-Industrie |
7.500,-- | ![]() |
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| Clarke, Arthur C(harles). 2001, a space odyssey. A novel, based on the screenplay by Stanley Kubrick and Arthur C. Clarke. New York, The New American Library (1968). 8°. 221 p. Publisher’s hardcover with black spine and colour-illustrated dust jacket (designed by Robert McCall).
Currey 92. Samuelson A21. – First edition, first printing. Published in June 1968, at the same time as the British edition (London, Hutchinson), just a few weeks after the film’s UK cinema release in May 1968. The world premiere of the film took place in Washington on April 2, 1968. – Arthur C. Clarke himself noted in his memoirs (The Lost Worlds of 2001) that Stanley Kubrick’s final approval of the book manuscript had delayed its publication until the summer of that year. – The cover illustration of the American first edition by Robert McCall depicts a futuristic space scene dominated by a massive, circular space station. An arrow-shaped white spacecraft (the Orion shuttle) is approaching the station- or perhaps departing from it – via the brightly lit docking aperture in the hub. For the book cover, Robert McCall used the same spectacular painting he had created for the film’s most famous theatrical poster. The rear panel features a still from the movie – a portrait of actor Keir Dullea in his role as astronaut David Bowman. – The story is based in part on various short stories by Clarke, including „The Sentinel“ (written in 1948 for a BBC competition, but first published in 1951 under the title „Sentinel of Eternity“). The first part of the novel, in which aliens influence the primitive ancestors of humans, is similar to the plot of Clarke’s 1953 short story „Encounter in the Dawn“. – „The novel has very little of the poetry of the picture“ and „lacks most of the picture’s strengths“, but that „it has to be read before one can understand the picture“ (James Blish, The Future in Books, 1969, p. 141 f.). – „And, of course, it is a fantasy—you need not believe it—but a fantasy by a master who is as deft at generating accelerating, almost painful suspense as he is knowledgeable and accurate (and fascinating) about the technical and human details of space flight and exploration. But it is finally the stretching of the imagination that is most enthralling as Mr. Clarke entices the reader into strange and magnificent conceptions of other forms of time, dimension and existence“ (Eliot Fremont-Smith, New York Times, July 5, 1968). – Small area of loss at the top edge of the dust jacket’s rear panel very well and unobtrusively restored; otherwise in very good condition. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie, Science Fiction |
850,-- | ![]() |
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| Zeppelin – Graf Zeppelin D – L. Z. 127 (Deckeltitel). Umriss-Bilderbuch. Ohne Ort, Druck und Jahr (um 1930). Quer-4° (20 x 40 cm.). [8] S. mit 8 (6 farbigen) Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband, im oberen Rand in Form des Zeppelins ausgestanzt.
Vgl. Antiquariats-Katalog „Flieg mit“ I, 323. – Seltenes Umrissbilderbuch welches die erste Nordamerikafahrt des seiner Zeit größten Luftfahrzeugs der Welt thematisiert. „Hier sehen wir das Luftschiff über New York, der größten Stadt der Welt. … Aber als der Zeppelin seine Riesenschatten auf die Millionenstadt warf, da hat Europa bewiesen, daß es noch nicht geschlagen ist“ (S. 8). – LZ 127 „Graf Zeppelin“ (Kennzeichen D-LZ127) „gilt als das erfolgreichste Verkehrsluftschiff seiner Zeit. Es wurde am 18. September 1928 nach 21-monatiger Bauzeit in Dienst gestellt. Ursprünglich als Versuchsschiff gebaut, erwies sich LZ 127 als so zuverlässig, dass es bald durch zahlreiche spektakuläre Fahrten, wie die 20-tägige „Weltfahrt“ und die „Polarfahrt“, berühmt wurde und über mehrere Jahre einen regelmäßigen Transatlantikverkehr aufrechterhielt. Unmittelbar nach der Hindenburg-Katastrophe wurde der Zeppelin im Mai 1937 außer Dienst gestellt und 1940 verschrottet. … Zu seiner ersten interkontinentalen Fahrt legte das Luftschiff am 11. Oktober 1928 um 7:50 Uhr mit 20 Passagieren und 40 Besatzungsmitgliedern in Friedrichshafen mit Ziel Lakehurst bei New York ab. Eckener hatte den Termin absichtlich so gewählt, dass er mit den Festlichkeiten anlässlich des 12. Oktobers, dem Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, zusammenfiel, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu steigern. … Nach zweiwöchigem Reparaturaufenthalt in Amerika startete das Luftschiff am 29. Oktober zur Rückfahrt nach Deutschland und erreichte Friedrichshafen am 1. November“ (Wikipedia). – Kanten etwas berieben, größere Fehlstelle im unteren Rand des Vorderdeckels unauffällig restauriert, im Blattrand leicht braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Luftfahrt, Technik, Umriß-Bilderbücher, Umrissbilderbuch, Zeppelin |
380,-- | ![]() |
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| Lohse – Albrecht, Hans Joachim, Hans Heinz Holz, Serge Lemoine, Willy Rotzler u. a. Richard Paul Lohse. Modulare und serielle Ordnungen 1943-84. – Ordres modulaires et sériels 1943-84. – Modular and Serial Orders 1943-84. Zürich, Waser Verlag 1984. 4°. 305, (1) S. mit meist farbigen Abbildungen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Eines von 3890 Exemplaren der Normalausgabe (Gesamtauflage 4000 Exemplare). – Mit eigenhändiger Widmung von R. P. Lohse für den Züricher Kunstsammler und Publizisten Peter Studer (1935-2023) und dessen Frau Margaret, datiert „Sept. 87“. – „Mit 40 Jahren leitet Lohse durch methodisch klare Schritte die Vereinheitlichung von Bildmittel, Bildstruktur und Bildformat ein. Über Gruppenordnungen, rhythmisch gereihte und geteilte Linienelemente gelangt er konsequent zum Farbquadrat, in dem er die Identität von Bildfeld und Element findet. Aufgehoben ist damit die Dualität von Form und Farbe. Dieses Standardelement erlaubt es, Gruppen- und Reihen-Themen durch Addition zu formieren und erst durch deren schlüssigen Verbund Grösse und Proportion eines Bildes zu definieren. Das Mittel aller visuellen Unterscheidungen im Bildfeld ist die Farbe. Lohse ist anfangs beeindruckt von den elementaren Farben der Konstruktivisten. … Frühe serielle Bildordnungen können «dramatisch» wirken, weil vom Hell-Dunkel bestimmte Reihen gegeneinander verspringen und die Bildfläche kräftig bewegen. Themen aber, die Intensitätsstufen mit chromatischen Reihen verbinden und dem tastenden Auge dadurch einen grösseren Spielraum innerhalb der Bild-Dimensionen bieten, treten in der Werkentwicklung zurück. Immer mehr strahlen die Bilder aufgrund ihrer im Ganzen ausgeglichenen Farbintensität. Spezielle psychologische Deutungen bleiben unerheblich angesichts der vitalen, «optimistischen» Wirkung, die von dieser Malerei ausgeht. Dabei können sensible Augen wahrnehmen, wie variabel und souverän Lohse gesättigte Farben behandelt, sowohl in starken wie auch zarten Relationen. Seine methodische Flexibilität hat einige hundert modulare und serielle Ordnungen hervorgebracht, die jene Freiheit spüren lassen, die kämpferischer Auseinandersetzung und selbstkritischer Arbeit zu verdanken ist“ (H. J. Albrecht in SIKART 2010). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Art concrete, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Konkrete Kunst, Signierte Bücher, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse, Widmungsexemplar |
200,-- | ![]() |
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| Jones, LeRoi (später Amiri Baraka). Schwarze Musik. (Aus dem Amerikanischen übersetzt von Marianne Dommermuth). Frankfurt, März-Verlag 1970. 8°. 235, (1) S. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Erste deutsche Ausgabe; die amerikanische Originalausgabe erschien 1967 in New York. Sammlung radikaler Essays, Reportagen, Interviews und Plattenkritiken aus den Jahren 1959 bis 1967. Die wegweisende Avantgarde des Free Jazz und der afroamerikanischen Musikszene. Behandelt werden Ikonen wie John Coltrane, Thelonious Monk, Miles Davis, Ornette Coleman, Cecil Taylor, Albert Ayler und Sun Ra. – „Seit Schwarze Musik als Phänomen ins Bewußtsein der Massen in Amerika und Europa getreten ist, hat es Weiße gegeben, die ihr eigenes Elend, ihre eigene Unterdrückung deutlicher und bewußter spürten, wenn sie diese Musik hörten, und sie, obwohl Ausdruck einer ihnen fremder Kultur, zugleich als Ausdruck auch ihres ei genen Widerstandes gegen Unterdrückung empfanden“ (Gerold und Marianne Dommersmuth im Nachwort). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Black music, Jazz |
50,-- | ![]() |
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| Goethe, (Johann Wolfgang v.). Balladen und Romanzen. Mit 15 Originalradierungen von Rolf Schott. (Herausgegeben von Anton Putz zu Adlersthurn). Grünwald-München, Hesperos-Verlag 1924. 4o. 93, (2) S. mit 15 Radierungen. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Rückentitel und Kopfgoldschnitt. (14. Hesperos-Druck).
Rodenberg 403, 14. Sennewald 24, 1. – Eines von 160 Exemplaren (Gesamtauflage 260); im Druckvermerk von R. Schott signiert. – Druck bei der Mandruck, München, die Radierungen auf der Kupferpresse J. Betz eingedruckt. – Der weitgehend autodidaktisch ausgebildete Rolf Schott (1891–1977) war früh „von der Geisteswelt des Ostens und der der Griechen und Römer angezogen“ (Adolf Sennewald). Seine ersten Illustrationswerke erschienen ausschließlich im Hesperos-Verlag. – Schönes sauberes Exemplar der Halbpergamentausgabe. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signed books, Signierte Bücher |
140,-- | ![]() |
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| Stein, Georg Wilhelm. Practische Anleitung zur Geburtshülfe. Neue rechtmäßige verbesserte und vermehrte Auflage. Marburg, Neue Akademische Buchhandlung 1793. 8°. [8] Bl., 280 S. und 10 gefaltete Kupfertafeln. Pappband der Zeit.
ADB XXXV, 613 f. Hirsch/Hübotter V, 521. VD18 1138171X. Vgl. Blake 432 und Bibl. Waller 9203 (Ausgabe Marburg 1805). – Zuerst 1772 erschienenes Lehrbuch, eines der wichtigsten und erfolgreichsten Werke zur Geburtshilfe seiner Zeit. – „S. gehört zu den vorzüglichsten deutschen Geburtshelfern des 18. Jahrhunderts; … Seine Verdienste um die Geburtshilfe bestehen zunächst darin, seine Landsleute bessere Operationsmethoden (Wendung, Zange) gelehrt und deren Indicationen präcisirt zu haben. Auch der Kaiserschnitt und das Accouchement force haben durch ihn eine Förderung erfahren“ (Hirsch-Hübotter). – Einband mit brauner Aquarellfarbe bemalt, Gelenke geringfügig angeplatzt, zeitgenöss. Besitzvermerk, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Geburtshilfe, Gynäkologie, Gynecology |
220,-- | ![]() |
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| Biblia germanica – Kurfürsten-Bibel – Biblia, Das ist: Die gantze Heilige Schrifft Altes und Neues Testaments. Verdeutscht von Herrn Doctor Martin Luther. Und auf auf gnädigste Verordnung … Ernsts, Herzogen zu Sachsen … dem eigentliche Wort-Verstand nach erkläret. Von neuem mit Fleiss übersehen. 3 Teile in 1 Band. Nürnberg, Johann Andreas Endter 1768. Folio (46,5 x 31 cm.). [73] Bl., 740 S.; 512 S.; 480 S., [8] Bl. mit gestoch. Titel, 12 gestoch. Portraits von J. C. Clausner, 25 (2 doppelblattgr.) Kupfertafeln, 2 doppelblattgr. gestoch. Karten und 2 doppelblattgr. gestoch. Pläne. Rotbrauner Kalbslederband des 19. Jahrunderts über Holzdeckeln, reicher Rücken-, Deckel und breiter Innenkantenvergoldung, Deckel mit geometrischer Rahmen- und Filettenverzierung im neugotischen Stil, Goldschnitt und schweren reich verzierten Messing-Schließen.
Darlow-Moule 4234 (Ausgabe von 1736). Ebert 2191. Graesse I, 379. Jahn 91 ff. Strohm E 1552. – Prachtexemplar der „Kurfürsten Bibel“ in der Übersetzung Luthers und aus der Offizin Johann Andreas Endters, die auch als „Weimarer Bibel“ bzw. „Ernestinische Bibel“, nach Herzog Ernst von Sachsen Weimar benannt wurde, hier in der 14. und letzten Ausgabe, die laut Jackson die vollständigste, umfangreichste und maßgeblichste Version der vielfach aufgelegten Heiligen Schrift ist. Herausgeber waren der Jenaer Theologe Johann Gerhard (1582-1637) und sein Nachfolger Salomon Glass (1593-1656) sowie andere. Die „Kurfürstenbibel“ gehört zu den bedeutendsten Bibelausgaben ihrer Zeit, die auf der Basis von Martin Luthers Text der Bibel-Ausgabe von 1545 entstand (und auch das Buch Esra enthält). Gleichzeitig gehört sie zu den am üppigsten illustrierten Bibelausgaben überhaupt. – Vorderes Gelenk am Fuß alt restauriert, Besitzvermerk eines Lübecker Mediziners, datiert 1856, Stempel auf dem Titel (″Taubstummen-Erziehungs-Anstalt, Frankfurt am Main“), sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar der berühmten Bibel. Schlagwörter: Bibel, Bibeln, Bibels, Biblia germanica, Einbände, Einbandkunst |
3.200,-- | ![]() |
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| Clarke, Arthur C(harles). The young traveller in space. London, Phoenix House (1954). 4°. (25,5 x 19 cm.). 72 p. with 1 colour plate (frontispice, by R. A. Smith), 31 monochrome plates and 6 diagrams. Colour-illustrated hardcover with a colour-illustrated dust jacket (by Edmund Louis Blandford).
Currey 135282. Samuelson A 14 a. – Erste Ausgabe des frühen britischen Werks, welches jungen Lesern auf leicht verständliche Weise die Grundlagen der Raketentechnik, die Geschichte des astronomischen Denkens sowie Clarkes Visionen über zukünftige Reisen zum Mond und zu anderen Planeten vermittelt. Der berühmten britischen Science-Fiction-Autor und Zukunftsforscher Arthur C. Clarke (1917-2008) war in den 1950er Jahren Vorsitzender der British Interplanetary Society. – Die Tafeln zeigen: „artificial satellite or space-station“, einen Kupferstich des 18. Jahrhunderts „The first imaginary spaceship, how Cyrano de Bergerac visualized space-travel“, Szenen aus den Hollywood-Filmen „Destination Moon“ und „When Worlds Collide“, Portraits von Hermann Oberth, Robert Goddard und Wernher von Braun, die V 2 Rakete, Filmaufnahmen von zwei Mäusen im Weltraum u. a. – Schutzumschlag mit kleinen Randläsuren, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Raketen, Raketentechnik, Raumfahrt, Science Fiction, Space travel, Technik |
320,-- | ![]() |
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| Leuppi, Leo. 10 compositionen. (Mit einem Vorwort von Max Bill). Zürich, Allianz-Verlag 1943. 8°. [2] Bl.,10 Original-Holzschnitte nach Linolschnitten, [2] Bl. Orig.-Kartonumschlag.
Katalog Max Bill, Typografie, Reklame, Buchgestaltung, Zürich 1999, S. 264 f. (mit Abb.). – Eines 100 num. Exemplaren (Gesamtauflage 120 Exemplare). – Bedeutendes Dokument der konkreten und konstruktiven Kunst in der Schweiz. – „die 10 compositionen“ sind eine zusammenhängende folge: variationen desselben gemeinsamen grundthemas. das thema selbst bleibt uns verborgen. wir ahnen es in den symmetrischen formen, die vor allem das erste blatt bestimmen. immer wieder begegnen sie ums mehr oder weniger sichtbar und schliessen in der letzten composition mit dem centralen rhombus ab. dieses durchgehende thema, das umspielt ist von stets in neuer kombination und entwicklung sich formenden elementen, die in rhytmischer beziehung zueinander stehen, führt vom einfachen aufbau des ersten blattes, über die vielartig sich bewegenden mittleren blätter, bis zum strahlenden letzten blatt, das in lichter aufgelöstheit, in bewegter freiheit zur synthese der beziehung der farben schwarz und weiss gesteigert ist“ (Max Bill). – Schweizer Maler, Grafiker und Bildhauer Leo Leuppi (1893-1972) gründete 1937 zusammen mit Richard Paul Lohse die renommierte avantgardistische Künstlervereinigung „Allianz“ (Vereinigung moderner Schweizer Künstler) und fungierte über viele Jahre als deren engagierter Präsident. Sein Stil entwickelte sich von figurativen Anfängen (kubistisch beeinflusst) hin zur geometrischen Abstraktion und der Zürcher Schule der Konkreten. – Umschlag im Rand etwas angestaubt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Art concrete, Avantgarde, Konkrete Kunst, Nummerierte Bücher |
500,-- | ![]() |
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| Vollard, Ambroise. Souvenirs d’un marchand de tableaux. Paris, Albin Michel (1937). 8°. 458 p., avec un frontispice et 23 planches. Couverture cartonnée avec jaquette illustrée (par Pablo Picasso)
Erste französische Ausgabe der berühmten Autobiographie des wohl bedeutendsten Pariser Kunsthändlers. Die amerikanische Erstausgabe erschien 1936 mit dem Titel „Recollections of a Picture Dealer“ bei Little, Brown and Company in Boston. Da Vollard 1939 bei einem Autounfall verstarb, stellt die bei Albin Michel vorliegende Fassung von 1937 die letzte zu seinen Lebzeiten erschienene und von ihm selbst autorisierte Version dar. Sie bildet bis heute die Textgrundlage für alle modernen Nachdrucke und Übersetzungen. Das Buch, eines der wichtigsten Dokumente über die Geburt der modernen Kunst in Paris um die Jahrhundertwende, gewährt tiefe Einblicke in den Pariser Kunstmarkt, die Mentalität von Sammlern sowie Vollards eigene Pionierarbeit als avantgardistischer Galerist und Verleger von Künstlerbüchern (Livres d’artiste). Außerdem beschreibt Vollard darin humorvoll und anekdotenreich seine persönlichen Begegnungen und Arbeitsbeziehungen mit Künstlern wie Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir, Pablo Picasso, Edgar Degas, Paul Gauguin und Henri Matisse. – Der Widmungsempfänger Jean-François Lefranc erlangte 1942 traurige Berühmtheit als Kollaborateur und Profiteur des nationalsozialistischen Kunstraubs in Frankreich während des Zweiten Weltkriegs. – Kapital und Fuß mit geringen Fehlstellen, zeitgenöss. Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Autobiographie, Autobiography, Avantgarde, Biographie, Biography, Kunsthandel, Paris |
70,-- | ![]() |
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| Bateson, W(illiam). Mendel’s principles of heredity. Cambridge, Cambridge University Press 1909. Gr.-8°. XIV, 396 S. mit 3 Portraits, 6 (4 doppelblattgr.) Farbtafeln und zahlr. (1 ganzs.) Abbildungen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Garrison/Morton 38. PMM 356. – Erste Ausgabe des ersten illustrierten Lehrbuchs zur Genetik. Wesentlich erweiterete und überarbeitete Ausgabe einer 1902 erschienenen Arbeit Batesons darin übersetzte er die bahnbrechenden Arbeiten Mendels „Hybridisation“ (Versuche über Pflanzen-Hybriden, Brünn 1866, S. 317 ff.) und „Hieracium“ („Über Hieracium-Hybriden, die durch künstliche Befruchtung gewonnen wurden“ Brünn 1870, S. 362 ff.) erstmals ins Englische. – Der britische Genetiker und Evolutionsbiologe W. Bateson (1861-1926), 1908 bis 1910 erster Professor für Biologie an der University of Cambridge, wurde zu Mendels engagiertestem Verteidiger im englischsprachigen Raum nach der Wiederentdeckung von dessen Vererbungsregeln um 1900. – „William Bateson las den neu entdeckten Bericht Mendels und erkannte sofort seine Bedeutung für das ungelöste Problem, das er in seinen „Materialien zum Studium der Variation“ (Materials for the Study of Variation), 1894, eingehend erörtert hatte: Varianten seien die Voraussetzungen der Entwicklung von Arten, aber welches ist die Ursache von Varianten und wie gehen diese vor sich? Doch selbst noch im Jahre 1900 wurden die von Mendel entwickelten Ideen heftig bestritten. Bateson gehörte zu ihren stärksten Vorkämpfern. 1902 veröffentlichte er „Mendels Grundsätze der Vererbung – eine Verteidigung“, und in der Auflage von 1909 nahm er eine Übersetzung des originalen Berichtes auf. Zu gleicher Zeit wie L.Cuénot in Frankreich wandte er Mendels Grundsätze auch auf die Vererbung bei Tieren an. Er wurde der eigentliche Begründer der modernen Wissenschaft der Vererbung und der Variation, für die er den Begriff „Genetik“ einführte. Die weitere Entwicklung der Mendelschen Grundsätze hat sich weit über den Bereich der reinen Wissenschaft hinweg ausgebreitet“ (Carter/Muir). – Rücken etwas gebräunt, Gelenke gestauriert, Wappen-Exlibris (″Baron Barrymore“), stellenweise leicht braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Biologie, Biology, Evolution, Evolutionstheorie, Genetics, Genetik, Heredity, Mendel, Gregor, Vererbung, Vererbungslehre |
350,-- | ![]() |
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| Hebbel, Friedrich. Sämtliche Werke. Nebst den Tagebüchern und einer Auswahl der Briefe. Herausgegeben von Paul Bornstein. (Säkularausgabe). 6 Bände (mehr nicht erschienen). München und Leipzig, Georg Müller (1911-1926). Gr.-8°. Mit Tafeln und teils gefalteten Faksimiles. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und dekorativer Rückenvergoldung.
25 Jahre Georg Müller S. 155 f. – Vollständig wegen des langen Erscheinungszeitraums selten. – Rückenschilder von Band V und VI wie meist in Grün statt Braun und bei allen Bänden etwas aufgehellt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
100,-- | ![]() |
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| Fokine, (Michel), Haquinius, (Rolf) de Maré, (Georges) Rémon, (Alexander) Tansman et (Pierre) Tugal. Les ballets suédois dans l’art contemporain. Contributions de: (Paul) Claudel, (Alfredo) Casella, (Blaise) Cendrars, (Jean) Cocteau, (D.-E.) Inghelbrecht, (Darius) Milhaud, (Luigi) Pirandello, (Francis) Picabia, Roland-Manuel. Paris, Editions du Trianon 1931. Gr.-8° (23,8 x 18,8 cm.). 196 pages, 2 feuillets et 64 planches en héliogravure et 13 (sur 14) planches colorés en pochoir par Pierre Bonnard, Théophile-Alexandre Steinlen, Hélène Perdriat, Fernand Léger (2), Irene Lagut, Serge Gladky, Paul Colin, Einar Nerman, Madame Parr, Jean Hugo et Giorgio de Chirico. Reliure cartonnée d’origine avec une illustration en couleurs sur le dos par Fernand Léger.
Derra de Moroda 215. Magriel, A Bibliography of Dancing 129. – Erste Ausgabe. Eines von 1000 Exemplaren (Gesamtauflage). – „Les planches en héliogravure ont été tirées par la Société Nationale d’Editions Artistiques à Lille. Les aquarelles ont été reproduites au pochoir par Beaufumé, coloriste à Paris“. – „Essays on the various aspects of the Swedish ballet“ (Magriel). – Ein Pochoir von André Hellé und der Schuber fehlen, sehr gutes oben unbeschnittenes Exemplar. Schlagwörter: Ballet, Ballett, Dance, Tanz |
500,-- | ![]() |
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| Mishima – Saeki Shoichi. Hyoden Mishima Yukio (A biography of Yukio Mishima). Tokyo, Shinchoscha (1978). 8°. 276, (2) p. with a portrait. Publisher’s cloth with an illustrated dust jacket and belly band (obi).
First edition of the important biography of Mishima Yukio (1925–1970), arguably the most representative and influential writer of post-war Japanese literature. – The eminent literary critic Shoichi Saeki (1922–2016) followed Mishima’s career at close quarters for a time. His biography, published in 1978, is regarded in Japan as the definitive work, as it offers a profound and analytical insight into Mishima’s literary genius and complex psyche, looking beyond the political scandals. – Mishima, who was nominated for the Nobel Prize in Literature on several occasions (1963, 1964, 1965, 1967 and 1968), wrote novels, screenplays, plays, short stories, poems and a libretto. In the 1960s, Mishima appeared in a series of sensational samurai and yakuza films. In 1960, he played the lead role in Yasuzo Masumura’s gangster film *Afraid to Die*. He also appeared in the films *Patriotism* (1966), *Black Lizard* (1968, directed by Kinji Fukasaku) and *Hitokiri* (1969, directed by Hideo Gosha). He wrote and sang the theme song for *Afraid to Die* himself. Moshima also posed for photo books featuring homoerotic semi-nude images of himself. Among other things, he modelled for the book *Bara-kei* by the photographer Eiko Hosoe and the book series *Young Samurai: Bodybuilders of Japan* by the photographer Tamotsu Yato, who is best known for his homoerotic black-and-white photographs. The American film critic Donald Richie witnessed the creation of one of Mishima’s most famous portraits: he posed in the snow, clad in a loincloth and holding a sword. His avant-garde works are characterised by a wide-ranging vocabulary, multi-layered metaphors, the fusion of traditional Japanese and modern Western literature, and his obsession with the unity of beauty, eroticism and death. In honour of his life’s work, the Mishima Prize was established in 1988 and has been awarded annually ever since. – A very fine copy. Schlagwörter: Biographie, Biographien, Biographies, Biography, Japan, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft |
140,-- | ![]() |
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| (Deurer, E. F.). Umständliche Beschreibung der im Jänner und Hornung 1784 die Städte Heidelberg, Mannheim und andere Gegenden der Pfalz durch die Eisgänge und Überschwemmungen betroffenen grosen Noth. Nebst einigen vorausangeführten Natur-Denkwürdigkeiten des vorhergehenden Jahres. Mannheim, Neue Hof- u. Akademische Buchhandlung (1784). 8°. 237, (3) S. mit 2 gefalteten Kupfertafeln. Marmorierter Kartonumschlag der Zeit.
VD18 14402602. – Äußerst seltener Bericht über das „Eishochwasser 1784“ in der Kurpfalz. – „Der Winter 1783/84 war außergewöhnlich kalt und schneereich. Auf den Flüssen bildeten sich bei starkem Frost dicke Eisdecken. … Kurze Tauperioden im Rheineinzugsgebiet im Januar 1784 erhöhten den Wassergehalt der Schneedecke, die z.B. in Mannheim Ende Januar eine Höhe von bis zu 140 cm erreichte. Von Neckar, Main, Mosel und Rhein (ab Mannheim) wird ab dem 27. Februar 1784 von Eisaufbruch, Eisstau und massiven Überflutungen berichtet. Bereits vor dem großen Eishochwasser Ende Februar kam es im Dezember und Januar an Neckar und Mosel zu kurzfristigen Tauperioden mit kleineren Eisaufbrüchen, Überflutungen sowie zur Ausbildung mächtiger Eisbarrieren. Der Hochwasserscheitel des Rheins wurde am Pegel Mannheim am 28.2., am Pegel Köln (mit Eisstau) am 28.2.und am Pegel Emmerich am 1.3. registriert. … Im Neckargebiet verließ der Neckar bei Neckarhausen (unterhalb Heidelberg) sein Flussbett. Der Eisstrom zerstörte innerhalb weniger Minuten das gesamte Unterdorf (35 Häuser, 25 Scheunen, alle Krautgärten mit vielen alten Nussbäumen; 13 Menschen und viel Vieh ertranken) und setzte das Oberdorf komplett unter Wasser. 228 Personen wurden mit aus Heidelberg per Pferd und Wagen herangeschafften Kähnen nach 24 Stunden Wassernot gerettet. Der Oberboden vieler Felder war weggeschwemmt und mit grobem Kies und Sand bedeckt. In Heidelberg hatte der Baudirektor Traitteur kurz vor dem Eisaufbruch eine Druckschrift veröffentlicht mit einem Verzeichnis der Straßen, die bei einem Eisstau an der Neckarbrücke unter Wasser gesetzt werden, so dass die Einwohner gewarnt waren. Außerdem wurden in den tiefgelegenen Straßen Nachtwachen auf- sowie Boote und Rettungsgerätschaften bereitgestellt, zudem eine Eiswache mit Signalkanonen etabliert. Das Wasser stieg höher als erwartet und riss die alte Neckarbrücke bis auf die Steinpfeiler weg. 39 Häuser wurden zerstört, 290 Häuser und die Stadtmauer teilweise beschädigt, aber in Heidelberg verunglückte weder Mensch noch Vieh.“ (D. Schwandt und Gerd Hübner, Informationsplattform Undine, Bundesanstalt für Gewässerkunde). – Rücken mit kleineren Fehlstellen, Namen-Stempel auf dem Titelblatt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Badenia, Heidelberg, Kurpfalz, Mannheim, Naturkatastrophe, Neckar, Ortsgeschichte, Rhein |
450,-- | ![]() |
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| Lynam, Edward. The mapmaker’s art. Essays on the history of maps. London, Batchworth Press 1953. Gr.-8°. IX, 140 p. with numerous illustrations. Original blue cloth with gilt lettered spine.
First edition. – Essays on the history of British maps and mapmakers covers topics including period ornament, writing, and symbols on maps, Saxton’s monumental atlas of England and Wales, and early mapping of the Bahamas. – In very good condition. Schlagwörter: Cartography, Kartographie |
30,-- | ![]() |
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| Einband – Dunkelgrüner Maroquin-Lederband mit goldgeprägtem Rückentitel, reicher Rückenvergoldung, Deckelfileten und Eckstücken, Steh- und Innenkantenvergoldung, sowie Goldschnitt (signiert B(ernard) David). Inhalt: Racine, Jean. Oeuvres. Précédées d’une notice sur sa vie et ses ouvrages par L. S. Auger. Paris, Furne et Cie. 1858. Gr.-8° (23 x 15 cm.). XII, 719, (1) S. mit gestoch. Frontispiz und 12 Stahlstichen von Colin nach Desenne.
Prachtvoller Einband des Pariser Buchbinders Bernard David (1824–1895). David betrieb seit 1858, nach seiner Heirat mit der Schwester des bekannten Buchbinders Kaufmann, ein Buchbinder-Atelier in Paris; seit 1877 in der Rue Mazarine im Pariser Intellektuellen- und Buchhändlerviertel. 1889 wurde er mit der Silbermedaille in der Kategorie Kunstbuchbinderei bei der Weltausstellung (Exposition Universelle) ausgezeichnet. Zu seinen Kunden zählten die anspruchsvollsten Sammler des 19. Jahrhunderts. Koryphäen der Buchwelt wie der berühmte Bibliophile und Gelehrte Henri Béraldi oder der spätere französische Premierminister Louis Barthou ließen wertvolle Erstausgaben und historische Drucke exklusiv in Davids Werkstatt binden. 1890 übergab er den Betrieb an seinen Sohn Salvador David, welcher die Werkstatt für kunstvolle Handeinbände bis 1927 weiterführte. – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gut erhalten. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
240,-- | ![]() |
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| Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929. 8°. 287, (1) S. Orig.-Leinenband.
Kosch³ XII, 983. NDB XXI, 415. W.-G.² 3. – Erste Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Remarques Buch ist das Denkmal unseres unbekannten Soldaten. Von allen Toten geschrieben“ (Walter von Molo, Umschlagtext). – „Am 10.11.1928 begann in der „Vossischen Zeitung“ der Vorabdruck seines Romans „Im Westen nichts Neues“, in der R. die Geschichte einer Generation erzählt, „die vom Krieg zerstört wurde“; die erste dt. Buchausgabe erschien Anfang 1929 im Ullstein-Verlag, die Auflage überschritt bereits im Juni 1930 die Millionengrenze. Durch seinen in mehr als 20 Sprachen übersetzten Roman, der die Fronterlebnisse des 1. Weltkriegs literarisch verarbeitete, wurde R. über Nacht zu einem der berühmtesten, umstrittensten und reichsten dt.sprachigen Autoren seiner Zeit. Ebenfalls ein Welterfolg wurde der 1930 unter der Regie von Lewis Milestone in Hollywood gedrehte gleichnamige Film, dessen Vorführungen in Berlin Ende 1930 von den Nationalsozialisten massiv gestört wurden. Von der Filmprüfstelle bald zeitweise verboten und vom Reichstag in einer Debatte mehrheitlich scharf kritisiert, wurde er erst wieder nach 1952 in einer gekürzten Fassung in bundesdt. Kinos gebracht“ (W. v. Sternburg in NDB). – Einband leicht braunfleckig, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1939-1945> |
220,-- | ![]() |
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| Richardson, Terry. Kibosh. Bologna, Damiani 2004. Gr.-4° (33,5 x 25 cm.). [320] S. mit 358 Farbtafeln. Orig.-Leinenband.
Erste und einzige Ausgabe. – Pornographische Aufnahmen mit dem Fotografen als Akteur. – Der amerik. Mode-Fotograf T. Richardson (geb. 1965) begann als Jugendlicher während der Tourneen mit seiner Punk-Band zu fotografieren. Er wurde 2000 durch seine provozierenden, sexuell getönten Fotoserien für die Modemarke Sisley bekannt. – Ohne die Kunststoff-Schutzhülle, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Erotica, Photography of the nude, Pornografie |
240,-- | ![]() |
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| Nüscheler, Jakob Christian und Jakob Däniker, Hrsg.). Christliches Gesangbuch, oder Sammlung auserlesener Psalmen und geistlicher Lieder, über alle wichtigen Wahrheiten der Glaubens- und Sittenlehre; mit den beliebtesten Psalm- und vielen neuen, sehr leichten, vierstimmigen Choral-Melodien. Neue, privilegierte Stereotyp-Ausgabe. Zürich, Orell, Füßli und Compagnie 1826. Kl.-8° (17,5 x 10,5 cm.). [4] Bl., 349 S., [4] Bl. mit gestoch. Frontispiz und Musiknoten. Schwarzer Samteinband der Zeit mit Romantikervergoldung, vergoldeter Schließe und Goldschnitt.
Das Deutsche Kirchenlied (DKL) 1787. Fluri/Marti, Gesangbücher in der reformierten Deutschschweiz 166 f. – Zweite Ausgabe. – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Gesangbücher, Kirchenlied, Kirchenmusik, Liederbücher |
140,-- | ![]() |
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| Hug, J(ohann) Leonhard. Die Erfindung der Buchstabenschrift, ihr Zustand und frühester Gebrauch im Alterthum. Mit Hinsicht auf die neuesten Untersuchungen über den Homer. Ulm, Wohler 1801. Gr.-8° (24,5 x 21 cm.). Titel, 149, (1) S. mit gestoch. Titelvignette und 1 Kupfertafel. Leineneinband der Zeit.
ADB XIII, 303 f. BBKL II, Sp. 1129 f. NDB X, 8. – Erste Ausgabe, selten. – Johann Leonhard Hug (1765–1846), seit 1791 Professor für orientalische Sprachen und Altes Testament in Freiburg, untersucht wie, wo und warum sich aus älteren Schriftsystemen das erste echte Alphabet (die Buchstabenschrift) entwickelt hat. Hug verknüpft die Entstehung und Verbreitung der Schrift direkt mit der Frage, ab wann die Epen Homers (Ilias und Odyssee) schriftlich fixiert werden konnten. Damit griff er in die damals brandaktuelle Debatte ein, die durch Friedrich August Wolfs Prolegomena ad Homerum (1795) ausgelöst worden war. Er analysiert zudem den praktischen Zustand und die Verbreitung von Schriftmedien in den frühen Epochen der Antike. – Hugs „wissenschafts-geschichtliche Bedeutung liegt in der konsequenten Anwendung der historisch-kritischen Methode im biblischen Bereich, die trotz den Anfängen bei Richard Simon († 1712) von der kath. Bibelwissenschaft nicht aufgenommen worden war und sich erst Ende des 19. Jh. durchsetzte (M.-J. Lagrange). Als erster bearbeitete H. den Codex B (Vatic. 1209), dessen hohe Bedeutung für die Textgeschichte der Bibel er erkannte. H.s wichtigstes Werk war „Die Einleitung in die Schriften des neuen Testaments“ (2 T., 1808, 41847, franz. 1823, engl. 1827)“ (W. Müller in NDB). – Innengelenke angeplatzt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Antike, Typographie, Typography |
160,-- | ![]() |
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| Galán – Schneider, Luis Mario, Ida Rodríguez Prampolini e Guillermo Sepúlveda. Julio Galán. Fotografias de Graciela Iturbide. Mexico, Grupo Financiero Serfín (1992). Gr.-4° (31,5 x 26 cm.). 353, (3) páginas con numerosas ilustraciones y fotografías, algunas de ellas en color. Tapa de lino con sobrecubierta ilustrada a color.
La primera y única monografía sobre el pintor mexicano J. Galán (1958 o 1959-2006), una de las figuras más deslumbrantes y provocadoras de la historia del arte moderno mexicano. Galán es considerado un precursor fundamental del neomexicanismo y del neoexpresionismo. Su carrera artística comenzó en 1980 gracias al apoyo del marchante de arte mexicano Guillermo Sepúlveda, en cuya galería realizó su primera exposición individual. En las décadas de 1980 y 1990 se codeó en Nueva York con artistas como Jean-Michel Basquiat y Francesco Clemente. Galán es considerado un precursor fundamental del neomexicanismo y del neoexpresionismo. Sus obras mezclaban símbolos tradicionales mexicanos (como el arte kitsch religioso, los retablos y los trajes típicos) con el surrealismo, la homoerótica y recuerdos íntimos de la infancia, a menudo extraños. Galán participó en exposiciones pioneras como «Magiciens de la terre» en el Centre Pompidou (París, 1989) y «Latin American Artists of the Twentieth Century» en el MoMA (Nueva York, 1993). Además, en 1995 estuvo presente en la prestigiosa Bienal de Whitney. – Ejemplar en perfecto estado. Schlagwörter: Mexico, Mexiko, Neoexpressionismus, Neomexicanismo, Pop art |
240,-- | ![]() |
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| Gallizier, Nathan Under the Witches’ Moon. A romantic tale of mediaeval Rome. Boston, The Page Company 1917. 8°. VIII, [2], 455, [5], 10 pages with a colour frontispiece, an illustrated title page and 3 colour plates by Margaret West Kinney and Troy Sylvanus Kinney. Publisher’s decorated cloth with gold-embossed titles on the spine and front cover, and a front cover illustration in black, gold and red.
Bleiler, The Checklist of Fantastic Literature 122. Bleiler, The Guide to Supernatural Fiction 677. Nitka Collection of Fantastic Fiction (UCLA) 1605, Box 74. – First edition, first impression. – Signed by N. Gallizier. – The pilgrim Tristan of Avalon travels to the Eternal City to atone for his forbidden love for Hellayne – the wife of his feudal lord. Once there, however, Tristan quickly becomes entangled in a dense web of power struggles, passion and betrayal. He encounters the influential ‘Courtesan Queen of the Aventine’, is appointed commander of Castel Sant’Angelo by Senator Alberich, and must stand his ground against the sinister machinations of Grand Chamberlain Basil. – *Under the Witches’ Moon* marks the conclusion, or late climax, of a series of Gallizier’s novels set in Italy. He had previously explored similar themes in *The Sorceress of Rome* (1907) and *The Hill of Venus* (1913), all of which revolve around the ambivalence between Christian asceticism (pilgrimage) and worldly, often sinful passion. The book is a classic example of turn-of-the-century American historical romance. Unlike the European historical novel, which was often socially critical (as in the works of Walter Scott or Victor Hugo), the American trend of this period focused on escapism, melodrama and a rich atmosphere. Gallizier was known for combining meticulous historical research with highly imaginative, emotional tales of love and adventure. – Featuring beautiful Art Nouveau illustrations by the famous American artist couple Troy Kinney (1871–1938) and Margaret West Kinney (1872–1952), who were among the leading illustrators. As well as Nathan Gallizier’s lavish historical novels, they designed, amongst other things, book covers for Harper’s Bazaar magazine and illustrations for prominent authors such as Arthur Conan Doyle (for his historical novel *Sir Nigel*). Their shared passion was dance, which is why, in 1914, they wrote and illustrated the seminal work *The Dance: Its Place in Art and Life*, which remains well-known to this day. – The front cover has a small grease stain in the bottom right-hand corner, contemporary owner’s inscription in German (″Erhalten vom Autor am 15 August 1919 …“), a very good copy. Schlagwörter: Fantasie, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Middle Ages, Mittelalter, Phantastik / Utopie, Rom, Signed books, Signierte Bücher, Trivial literature, Trivialliteratur, Trivialroman |
140,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Italien. Verse. XX Radierungen von Hermann Struck. Berlin, Euphorion-Verlag (1923). Folio (37 x 28 cm.). [12] Doppelblätter mit signierter radierter Titelvignette und 19 Orig.-Radierungen. Illustr. Orig.-Halbpergamenteinband mit goldgepr. Rückentitel und Kopfgoldschnitt.
Kliemann/Silomon 42. Hesse Katalog Marbach 1977, S. 329. Mileck III, 16. Waibler E 100. W.-G.² 125. – Erste Ausgabe. Eines von 322 num. Exemplaren auf Bütten; die Titelvignette von H. Struck signiert. Die wohl schönste zu Hesses Lebzeiten erschienene Gedichtsammlung. Die elf Gedichte (Alpenpass, Über die Alpen, Im Norden, Der Abenteurer, Ankunft in Cremona, Piazetta, Chioggia, Italienische Nacht, Padua, Reine Lust und Mittag im Boot) wurden von dem bedeutenden Maler und Radierer H. Struck (1876-1944) kongenial illustriert. Struck veröffentlichte 1908 sein wichtigstes theoretisches Werk: „Die Kunst des Radierens“. Es wurde zu einem Standardwerk der Fachliteratur. Struck bildete daraufhin Künstler wie Lovis Corinth, Max Slevogt, Marc Chagall und Max Liebermann in dieser Technik aus. Die vorliegende Arbeit ist eine der letzten Veröffentlichungen Strucks in Deutschland; aufgrund des wachsenden Antisemitismus in Deutschland wanderte er Ende 1922 nach Palästina aus. Er ließ sich in Haifa nieder. Jedoch behielt er noch bis 1933 seine Berliner Wohnung und reiste regelmäßig in den Sommermonaten nach Deutschland zurück. – Deckel im Rand angestaubt, Vorderdeckel im unteren Rand mit schwacher Feuchtigkeitsspur, schönes Jugendstil-Exlibris, Vorsätze und Titelblatt etwas und zwei Seiten stärker braunfleckig, sonst nur vereinzelt leicht braunfleckig. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher |
600,-- | ![]() |
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