Gesamtbestand
Die Liste enthält 4074 Einträge. Es ist kein Suchergebnis aktiv, der gesamte Bestand wird angezeigt.
| Abbildung |
Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
|
|---|---|---|---|
| Aebersold, Maria. Die verzauberte Trommel. Aarau und Frankfurt am Main, Verlag Sauerländer (1968). Gr.-4° (33,5 x 24 cm.). [20] Bl. mit farbigen Illustrationen von Walter Grieder. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
LKI I, 464 f. SBI 1008 und S. 30. – Erste Ausgabe; mit eigenhändigen Widmungen von W. Grieder und M. Aebersold. – Wohl eines der schönsten Bilderbücher des auch international bekannten Illustrators. – „Die verzauberte Trommel’ (ebenfalls 1968) ist eine mehrdimensionale Geschichte von einem Burschen, der durch einen Alptraum zu einem fleißigen Trommler anläßlich der Basler Fastnacht wird. In den Tafeln, die die vorbereitenden Dekorationsarbeiten zeigen, finden sich Bildzitate V. van Goghs und P. Picassos. Den eigendlichen Zug bilden Tafeln in flammend nächtlichen Farben ab; Kinder und mitfeiernde Tiere fügen sich natürlich ein in die Umgebung der skurrilen und dämonischen Gestalten mit lokalgebunden-folkloristischen und überregional-heidnischen Zügen“ (Horst Künnemann in LKJ). – „Schon in seinem ersten Bilderbuch, ‚Die Gebrurtstagsreise‘, sind realistische und phantastische Elemente ineinander verwoben, die Phantastik fehlt in kaum einem der nachfolgenden Bilderbücher. In ‚Pierrot und seine Freunde‘ nimmt er Erinnerungen auf aus seiner Kindheit bei Artisten in Frankreich, in der ‚Verzauberten Trommel‘ löst sich die alltägliche Welt im Fastnachtszauber auf. Während in den ersten Bilderbüchern noch zeichnerische, zum Teil holzschnittartige Illustrationen überwiegen, werden später die Formen üppiger, die Farben dominieren. Durchgehend ist eine karikierende Darstellung der Personen, der auch die Themen entsprechen“ (V. Rutschmann in SBI). – Rücken am Fuß geringfügig bestoßen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Schweizer Kinderbücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
140,-- | ![]() |
|
| Jung, Friedrich (Hrsg.). Kraftfahrzeugtechnik und Reparaturpraxis. 1. Auflage. 2 Bände. Berlin, C. A. Weller 1930. 4° (26 x 19 cm.). XII, 864 S.; [4] Bl., 394 S. mit 1217 Abbildungen, 5 gefaltete Konstruktionstafeln und 4 Farbtafeln (Verkehrszeichen), sowie einigen Tabellen. Illustr. Orig.-Leinenbände.
Erste Ausgabe. – Umfassendes Standardwerk für den Automobilbau sowie Werkstatt- und Reparaturprozesse der Vorkriegszeit. 1938-1939 erschien eine überarbeitete zweite Ausgabe erweitert um einen Tabellenband. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Automobile industry and trade, Automobiles, Automobiltechnik |
120,-- | ![]() |
|
| (Schmal, Adolf und Felix Sterne, Hrsg.). Allgemeine Automobil-Zeitung (AAZ). Illustriertes, wöchentlich (jeden Mittwoch) erscheinendes Fachblatt für Automobilismus. Officielle Mittheilungen des Deutschen (und) Oesterreichischen Automobil-Club. II. Jahrgang, Band I und II, Nr. 1-52. (Und): III. Jahrgang, Band I, Nr. 1-26. 3 Bände. Berlin und Wien, Deutscher und Oesterreichischer Automobil-Club 1901-1902. 4° (29 x 22,5 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.
Vollständiger zweiter Jahrgang und erster Band des dritten Jahrgangs der bedeutenden ersten Automobil-Zeitschrift. Die österreichische Ausgabe erschien wöchentlich bis 1938; die deutsche Ausgabe stellte erst 1943 ihr Erscheinen ein. – Am 10. März 1901 berichtete die AAZ ausführlich über die spektakulären Testfahrten eines neuartigen Motorschlittens auf den verschneiten Straßen Nürnbergs. Das vom Ingenieur Maurer (Nürnberger Motorfahrzeug-Fabrik „Union“) entwickelte Gefährt besaß Kufen statt Vorderrädern und bewies, dass Automobile auch im tiefsten Winter einsatzbereit sein können. Außerdem enthält der zweite Jahrgang interessante Berichte über das erste moderne Automobil, den Mercedes 35 PS und dessen wegweisenden Erfolgen bei der Rennwoche in Nizza. Mit seinem niedrigen Schwerpunkt, dem leichten Pressstahlrahmen und dem revolutionären Bienenwabenkühler setzte das Fahrzeug Maßstäbe, die das Profildesign von Autos weltweit für Jahrzehnte veränderten. Die Fernfahrt Paris–Berlin im Juni 1901 war das Medienereignis des Jahres. Die AAZ begleitete das prestigeträchtige Event, bei dem Henri Fournier auf einem Mors-Rennwagen siegte, mit dramatischen Berichten über die Etappen, die Staubentwicklung und die Begeisterung der Massen entlang der Strecke. Im ersten Halbjahresband 1902 berichtet die AAZ über die Fernfahrt Wien–Paris im Juni 1902. Das Rennen gilt als historischer Meilenstein, da hier erstmals die leichten, agilen französischen Wagen (wie der Renault von Marcel Renault) gegen die schweren, PS-starken Boliden gewannen. Im Frühjahr 1902 widmete sich die Zeitung in mehreren Artikeln intensiv dem Vergleich von Dampfwagen und Benzinautomobilen. Während in den USA Dampfwagen (wie jene von Stanley oder White) extrem populär waren, analysierte die AAZ präzise, warum sich der Verbrennungsmotor in Europa durchsetzte. – Der österreichische Fecht- und Radsportler und Journalist Adolf Schmal (1872-1919) gründete zusammen mit dem Journalist und Verleger Felix Sterne (1855-1933) am 7. Januar 1900 die AAZ. „Sterne fungierte als Chefredakteur, Schmal als „rasender Reporter“. In dieser Funktion besuchte Schmal Auto-Salons in ganz Europa, um sich über die neuesten technischen Entwicklungen zu informieren. Er engagierte sich für die Akzeptanz des Autos in der Bevölkerung, die den neuen Fahrzeugen zunächst skeptisch gegenüberstand. 1901 strengte er nach einem Unfall mit einem Pferdegespann einen Musterprozess an, um die grundsätzliche Verantwortlichkeit von Autofahrern zu klären: Obwohl er die Hupe betätigt hatte, war es zum Zusammenstoß gekommen. 1902 bestritt Adolf Schmal mit einem Motorrad eine „Tausend-Kilometer-Fahrt“ durch Österreich. Er prophezeite, dass aus jedem Radfahrer ein Motorradfahrer werden würde, sobald er das Geld habe, eines zu kaufen. Er regte Alpen-Tourenfahrten an, die vom Österreichischen Touring-Club organisiert wurden und sich zu den bedeutendsten Wettbewerben für Tourenwagen entwickelten“ (Wikipedia). – Alle Hefte auch mit teils ganzseitigen Werbeanzeigen von Auto-Herstellern und Zulieferer. – Rücken etwas berieben, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Automobile industry and trade, Automobiles, Automobilsport, Automobiltechnik, Magazines, Zeitschriften |
1.400,-- | ![]() |
|
| Lavater, Warja. Die Rose und der Laubfrosch. Eine Fabel. – (Deckeltitel): La Rosa e il Ranocchio. Zürich, Edition Schlégl 1978. Schmal-4° (30,5 x 10,5 cm.). [24] Bl. in farbiger Offsetlithographie. Orig.-Pappband mit farbigem Deckelbild.
LKJ I, 567. SBI 829 und S. 49. – Neuausgabe des zuerst 1924 erschienenen originellen Fabel-Bilderbuchs. Bildlegenden viersprachig: Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. – Die Schweizer Malerin, Zeichnerin und Grafikerin W. Honegger-Lavater (1913-2007) „eröffnet 1937 ein eigenes Atelier in Zürich, zusammen mit Gottfried Honegger, ihrem späteren Ehemann. … Für Kinder lithographiert sie ausser ‚Rotkäppchen‘ und weiteren Märchen von Grimm und Andersen auch eigene Märchen, so ‚La Mélodie de Tur-di-di‘, Leid und Glück des Künstlers, symbolisiert durch einen kleinen Singvogel, und ‚Die Rose und der Laubfrosch‘, wo die Funktion von Verkehrsampeln erklärt wird: ‚Durch Geschichten, die ich mit Bildzeichen schreibe, habe ich gelernt, dass für Kleine ein Zeichen offensichtlich fassbar ist und lebendig. Und so begann ich mir wieder einmal eine Geschichte auszudenken. Zunächst teilte ich jedem der drei hübschen Leuchtpunkte, seiner Farbe und seiner Aufgabe entsprechend, ein Lautzeichen zu: schau, bleib, hüpf. Dazu kamen drei Denkmodelle: Lampe, Rose, Laubfrosch.‘ Mit weiteren Elementen ergänzt erzählen so abstrakte Zeichen, losgelöst von der Sprache, eine ganze Geschichte, die auch für kleine Kinder fassbar ist“ (V. Rutschmann in SBI). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Künstlerbilderbücher, Schweizer Kinderbücher, Verkehrs-Bilderbücher |
120,-- | ![]() |
|
| Rey, H(ans) A(ugusto). Feed the animals. London, Chatto and Windus not dated (ca. 1950). Quer-Kl.-8° (14 x 16 cm.). 11 fold-out colour plates. Colourfully illustrated cardboard cover with a metal spiral binding.
First British edition of the picture book, originally published in Boston by Houghton Mifflin in 1944 in the Lift-the-Flap Series. – Two children follow the Zookeeper as he walks around feeding the animals – seals, giraffe, zebras and more. – The German-American illustrator and children’s book author H. A. Rey (born Reyersbach, 1898–1977), creator of the famous children’s book *Curious George*, grew up in Hamburg near the famous Hagenbeck Zoo. This shaped his lifelong love of animals and drawing. Due to the economic crisis in Germany, he moved to Rio de Janeiro in 1924. There, he initially sold bathtubs whilst drawing posters on the side. In Brazil, he was reunited with Margret Waldstein, a Jewish photographer and artist who also hailed from Hamburg. The couple married in 1935 and moved to Paris in 1936. It was here that they produced their first book, *Raffy and the 9 Monkeys*, as well as the very first draft of *Curious George*. When the Nazis were on the outskirts of Paris in June 1940, the Reys, as Jewish citizens, fled at the very last moment. Hans assembled two bicycles from spare parts. With minimal luggage – including the manuscript of *Curious George* – they fled to the south of France, then on via Spain and Portugal back to Brazil and finally to New York. In New York, the Reys enjoyed immediate success. The publisher Houghton Mifflin published the first *Curious George* book in 1941. This was followed by numerous other classics, including this lift-the-flap book *Feed the Animals* (1944). – In very good condition. Schlagwörter: Paper toys, Spielbilderbücher, Zoo, Zoologischer Garten |
100,-- | ![]() |
|
| Arcet, (Jean Pierre Joseph) de. Die Kunst der Bronzevergoldung. Eine von der Königl. Akademie der Wissenschaften zu Paris gekrönte Preisschrift. Aus dem Französischen von Joh(ann) Georg Ludolph Blumhof. Frankfurt a. M., Franz Varrentrapp 1823. 8°. [4] Bl., XXXV, 136 S., [1] Bl. und 6 gefaltete lithogr. Tafeln. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Vgl. Engelmann, Bibliotheca mech.-techn.² 390. – Seltene zweite deutsche Ausgabe von „Mémoire sur l’art de dorer le bronze“ (Paris 1818). Die erste deutsche Ausgabe erschien 1819 mit dem Titel „Die Kunst Bronze zu vergolden“ bei Wilmans in Frankfurt am Main. – Der bedeutende französische Chemiker und Metallurg Jean-Pierre-Joseph d’Arcet (1777-1844) entwickelte ein neues Verfahren der traditionellen Feuervergoldung (mittels Gold-Quecksilber-Amalgam) auf Bronzeobjekten, einer Methode, die im 18. und 19. Jahrhundert (besonders während der Ära des Empire) für prachtvolle Uhren, Kandelaber und Zierelemente genutzt wurde. D’Arcet erfand eine spezielle, geschlossene Glassauganlage mit kontrolliertem Kaminzug. Die Dämpfe wurden direkt vom Handwerker weg nach draußen oder in spezielle Kondensationskammern geleitet, wo das Quecksilber wieder verflüssigt und aufgefangen wurde. Die traditionelle Feuervergoldung war eine der tödlichsten Arbeiten des Kunsthandwerks. Das aufgetragene Gold-Quecksilber-Amalgam wurde über offenem Feuer erhitzt, um das Quecksilber zu verdampfen. Die Handwerker atmeten die hochgiftigen Quecksilberdämpfe ein, was zu schwersten Nervenschäden (chronische Quecksilbervergiftung, bekannt als Erethismus mercurialis oder „Zittern“) und einem frühen Tod führte. Das neue Verfahren revolutionierte die Fabrikation in Paris. Die Sterblichkeits- und Krankheitsrate der Bronzevergolder sank drastisch. – Der Übersetzer J. G. L. Blumhof (1771-1825), Eisenhütten-Administrator in Westfalen und Inspektor auf der Ludwigs-Eisenhütte bei Biedenkopf, wurde vor allem durch sein vierbändiges Werk „Versuch einer Encyklopädie der Eisenhüttenkunde“ bekannt und übersetzte bedeutende naturwissenschaftliche Standardwerke aus dem Französischen und Schwedischen (darunter auch Schriften des berühmten Chemikers Jöns Jakob Berzelius). – Einband etwas berieben, alter Stempel eines Schul-Bibliothek verso Titelblatt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Chemie, Galvanisierung, Galvanotechnik, Kunstgewerbe, Vergolden |
380,-- | ![]() |
|
| Masereel, Frans. Bilder der Großstadt. Mit einer Einleitung von Romain Rolland. Wohlfeile (zweite) Ausgabe. Dresden, Carl Reissner 1929. 4°. 9 , 112 S., [2] Bl. mit 112 ganzs. Illustrationen nach Tuschezeichnungen. Illustr. Orig.-Pappband.
Von der Gabelentz B 16. Göbel 664. Ritter B a 20. – Erschien zuerst 1926 und parallel auch bei Kurt Wolff in München. – Die Ausgabe wurde 1933 wegen „Gefährdung von Sitte und Anstand“ beschlagnahmt. – Einband etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
80,-- | ![]() |
|
| Hesse, Hermann. Romantische Lieder. Dresden, Leipzig, E. Pierson’s Verlag 1899 (eig. Herbst 1898). 8°. 44 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Slg. Borst 4346. Klimann/Silomon 1. Hesse-Katalog Marbach 1977, 223. Mileck II, 1. Waibler E 125. W.-G.² 1. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung. – „Maria und Frau Gertrud gewidmet – Seht, der Fremdling ist hier, der aus demselben Land / Sich verbannt fühlt wie ihr, traurige Stunden sind / Ihm geworden; es neigte / Früh der fröhliche Tag sich ihm. (Novalis)“ – „Schon als Zwölfjähriger begann Hesse erste Gedichte zu schreiben. 1890 machte er dramatische Versuche; ‚Aus deutscher Vorzeit‘ ist der Titel einer Geschichte, die im selben Jahr entstand. „Von meinem dreizehnten Jahr an war mir das eine klar, daß ich entweder ein Dichter oder gar nichts werden wolle“, schrieb er 1925 in seinem nach Jean Pauls Vorbild als ‚Konjekturalbiographie‘ bezeichneten ‚Kurzgefaßten Lebenslauf‘ (GW 6, S. 393 f.). Die Gedichte der ersten gedruckten Sammlung stammen aus der Zeit zwischen Februar 1897 und Juni 1898. ‚Ich bin ein Stern‘ und ‚Chopin II/III‘ entstanden früher. Hesse stellte den Band im Juli 1898 zusammen. Von 600 Exemplaren der Erstauflage wurden im Erscheinungsjahr 43 broschierte und 11 gebundene Exemplare verkauft, 25 Freistücke abgegeben und 43 Rezensionsexemplare verschickt. Pierson war ein in der Branche bekannter Kommissionsverlag, der gegen Bezahlung der Druckkosten vielen Autoren ein Debut erlaubte“ (B. Zeller in Hesse-Katalog, Marbach). – Gleichzeitig erschien auch gebundene Ausgabe mit Jugendstil-Ornamentik auf dem Vorderdeckel (vgl. Abbildung im Marbacher Hesse Katalog S. 203). Die vorliegende broschierte Ausgabe zeigt auf dem Vorderdeckel eine stilisierte Waldlandschaft und auf dem Rückendeckel Verlagsanzeigen. Da Hesse den Druck mit 175 Mark privat bezuschussen musste, griff der Verlag auf eine für die Jahrhundertwende typische, aber kostengünstige ornamentale Reihen- oder Standardgestaltung zurück, statt einen bekannten Künstler separat mit einer exklusiven Bildillustration zu beauftragen. – Rücken eventuell unauffällig restauriert, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Erstlingswerk, Lyrik |
1.800,-- | ![]() |
|
| Banck, Erwin (Otto Carl). 12 Kinderlieder. Bunte Bilder von Hans Soltmann. Berlin, August Scherl 1924. Gr.-4° (34 x 26,5 cm.). [18] S. mit farblithogr. Illustrationen und Musiknoten. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Erste Ausgabe des schönen Kinderlieder-Bilderbuchs. Mit zeittypischen expressionistischen Illustrationen des Breslauer Malers und Grafikers Hans Soltmann (1876-1955). Soltmann studierte ab 1897 an der Akademie der Bildenden Künste München,[2] bei Adolf Hölzel an der Dachauer Malschule, bei Ludwig Schmid-Reutte an der Kunstakademie Karlsruhe, an der Kunstakademie Berlin und in Paris. Später erhielt er eine Professur an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Zu seinen Schülern gehörten u. a. Hans Bunge-Ottensen, Bruno Eyermann, Gerhard Tag, Walther Kohlhase, Karl Krug, Johannes Lebek, Josef Georg Miller, Gabriele Meyer-Dennewitz, Erich Ohser, Erich Otto, Marianne Scheel, Günter Albert Schulz und Eva Schwimmer. – Der Violinist und Komponist der Lieder Erwin Otto Carl Banck (1870-1950) war der Sohn des Dresdner Komponisten Carl Ludwig Albert Banck (1809-1889). – Deckel etwas angestaubt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Kinderlieder |
60,-- | ![]() |
|
| Sperber, Manès. Der verbrannte Dornbusch. Roman. 1. – 3. Tausend. Mainz, Internationaler Universum-Verlag 1950. 8°. 604 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag von Peter Scherling.
W.-G.² 4. – Erste deutsche Ausgabe; die französische Originalausgabe erschien 1949. – Der erste Band der Romantrilogie „Wie eine Träne im Ozean“. „Die Trilogie, bestehend aus den Bänden Der verbrannte Dornbusch, Tiefer als der Abgrund und Die verlorene Bucht, ist Sperbers bedeutendstes Romanwerk und hat zusammen mit seiner Autobiographie seinen Ruf begründet. … Im ersten Teil der Trilogie wird die Geschichte von verschiedenen kommunistischen Kämpfern erzählt. Sie sehen sich angesichts der Stalinisierung der kommunistischen Partei in den 30er Jahren zu einer Reaktion auf diese Veränderung gezwungen. Sie müssen ihr Verhältnis zur Partei neu definieren und eine Stellungnahme zu Sinn und Art politischen Handelns überhaupt entwickeln. Der Held der Trilogie, Dojno Faber, gehört zu denen, die mit der Partei brechen: Er ist desillusioniert was die Machbarkeit der Geschichte angeht, und er beginnt an der Unwirksamkeit politischen Handelns zu verzweifeln. Die Entwicklung, die zu diesem Punkt führt, wird durch Gespräche, vor allem mit Professor Erich von Stetten, einem liberalen, politisch abstinenten Gelehrten und einer geistigen Autorität aus Fabers Jugend, nachvollziehbar gemacht. … Am ersten Teil schrieb Sperber von 1940 bis 1948; der zweite Teil und der dritte Teil entstanden zwischen 1948 und 1951. Alle drei Teile verfasste er in deutscher Sprache, sie wurden jedoch zunächst in französischer Übersetzung veröffentlicht: der erste Teil 1949, der zweite und der dritte 1952“ (Wikipedia). – Sehr schönes sauberes Exemplar. |
50,-- | ![]() |
|
| Mozart, W(olfgang) A(madeus). Douze thèmes variés pour le pianoforte. [KV 352, 264, 353, 455, 354, Anh. C 26.02, 573, 613, 265, 398, 179, 500]. Leipzig, Au Magasin de Musique de Breitkopf & Härtel o. J. (1798). Quer-4° (24,5 x 33,5 cm.). 122 S. mit gestoch. Titelvignette von W. Böhm und Musiknoten in Typendruck. Orig.-Pappband mit Deckelschild. (Oeuvres complettes de Wolfgang Amadeus Mozart, Cahier 2).
Hirsch IV, 987. Hoboken 698. RISM A/I M 7307. – Erste Ausgabe. – Einband etwas berieben, Name und Stempel auf dem Vorsatz, durchgehend braunfleckig, gutes Exemplar. |
140,-- | ![]() |
|
| Hockney, David. 18 portraits. (Design: John Coy. Typography: Vernon Simpson. Photography: Malcolm Lubliner and Sidney B. Felsen. Los Angeles, Gemini G.E.L (1977). 8°. 68 p., 2 l. with 1 portrait of the artist and 28 plates, some in colour. Publisher’s cloth binding with gold-embossed titles on the spine and front cover, and dust jacket.
Print Run: 3,500 copies. – Set of portraits of Hockney’s friends, drawn by the artist during two visits to Gemini GEL in Los Angeles, from February to May 1976 and in November 1976. Includes portraits of famous friends, such as Billy Wilder, Henry Geldzahler, Nicholas Wilder, Michael Crichton, Christopher Isherwood, Don Bachardy, Brooke Hayward Hopper, and a self-portrait of Hockney. The 18 portraits from the ‘Friends’ lithography-portfolio were drawn by Hockney directly onto stone. This project laid the foundations for Hockney’s lifelong engagement with large-scale portrait series. The intimacy and the principle of systematically drawing his closest circle of friends are reflected, decades later, in famous exhibitions such as *82 Portraits and 1 Still-life* (on display at LACMA, amongst other venues). – Dust jacket with small tears at the edges; a good copy. Schlagwörter: Pop art |
80,-- | ![]() |
|
| Kolb, Annette. Glückliche Reise. Stockholm, Bermann-Fischer 1940. Kl.-8° (16,5 x 11 cm.). 231 S. Orig.-Leinenband.
NDB XII, 438 ff. Sterfeld/Tiedemann 279. W.-G.² 26. – Erste Ausgabe des Reiseberichts. Annette Kolb (1870-1967) schildert ihre Fahrt zur Tagung des Internationalen P.E.N.-Clubs nach New York, bei der sie unter anderem US-Präsident Franklin D. Roosevelt traf und Thomas sowie Katia Mann in Princeton besuchte. – „Als der politisch hellsichtige (René) Schickele Ende 1932 vor den Nazis ins Exil geht, da er einen neuen Krieg vorausahnt, flüchtet auch Annette Kolb aus Deutschland, nachdem sie 1933 in ihrem „Beschwerdebuch“ öffentlich gegen Hitler Position bezogen hatte. Sie reist danach in ganz Europa umher; 1937 erscheint ihre Biografie über Mozart, ihren Lieblingskomponisten, den sie von der Brutalität der Gesellschaft in den Tod getrieben sieht – es ist nicht weniger ihr eigenes Leiden und Empfinden der ihr eigenen Zeit, das darin Widerschein findet. Als die Deutschen in Frankreich einmarschieren, geht sie auf einer abenteuerlichen Reise zum dritten Mal ins Exil, diesmal nach USA. Es wird die bitterste Zeit ihres Lebens, ohne Freunde, ständig in Geldnöten, zudem leidet sie an den Folgen eines Unfalls. Kolb kehrt schon 1945 nach Europa zurück, zuerst nach Paris, wo ihr der Freund, Diplomat und erste deutsche Botschafter, Wilhelm Hausenstein, unter die Arme greift“ (Literarisches Museum Badenweiler). – Zeitgenöss. Besitzvermerk, schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Exil, Exilliteratur |
50,-- | ![]() |
|
| Lampe, Friedo. Das Gesamtwerk. Am Rande der Nacht. Septembergewitter. Von Tür zu Tür. Aus dem Nachlaß. Nachwort von Johannes Pfeiffer. 1. – 4. Tausend. Hamburg, Rowohlt Verlag (1955). 8°. 329, (1) S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag von Werner Rebhuhn und Klarsichtschutzumschlag.
W.-G.² 7. – Erste Gesamtausgabe. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
40,-- | ![]() |
|
| Die Sagen der Umgegend von Baden-Baden (nach den Sagenbildern in der neuen Trinkhalle von Jakob Götzenburger). Baden-Baden, F. M. Reichel o. J. (um 1860). 4° (29 x 21 cm.). [14] Bl. und 12 montierte Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 17,5 x 12,7 cm.) auf Karton. Weinroter Orig.-Leinenband mit goldgepr. Deckeltitel „Album“ und ornamentaler Deckelvergoldung.
Nicht bei Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam. – Seltene Prachtausgabe des in verschiedener Ausstattung mehrfach aufgelegten Souvenir-Albums. 1868 erschien eine zweite Ausgabe mit dem Untertitel „nach den 14 Sagenbildern in der neuen Trinkhalle“. Die 12 fotografischen Tafeln eines anonymen Fotografen mit dreisprachigen Untertiteln und jeweils einer Seite Beschreibung zeigen: Kloster Lichtenthal, Hohenbaden, Die Geisterhochzeit zu Lauf, Burkart Keller von Yburg, Der Mummelsee, Der Wildsee, Der Fremersberg, Engels- und Teufelskanzel, Alt-Eberstein, Die Felsen, Der Grafensprung, Allerheiligen. – In einer Verlags-Anzeige auf dem letzten Blatt wird außer der vorliegenden „Prachtausgabe“ in Quart-Format auch eine „Taschenausgabe, mit französischem, deutschen und englischem Text“ verzeichnet. – Die Entstehung der 14 Fresken in der Trinkhalle Baden-Baden fiel direkt in die Blütezeit des europäischen Kurtourismus und ist ein Paradebeispiel für den Geist der deutschen Spätromantik. Im Jahr 1844 setzte Jakob Götzenberger zusammen mit dem Maler Johann Baptist Heinefetter die 14 großformatigen Bilder in der Wandelhalle um. Er nutzte dafür die anspruchsvolle Technik der Freskomalerei (Malerei auf dem noch feuchten Putz). Die Entscheidung, lokale Sagen und Mythen abzubilden, entsprang nicht nur der Vorliebe der Romantik für das Mystische, sondern hatte auch einen rein pragmatischen Zweck: Die Kurgäste flanierten im Wandelgang, lasen die Geschichten und bekamen dadurch direkte Ausflugsideen für die Umgebung von Baden-Baden geliefert (wie den Mummelsee, die Burg Windeck oder das Kloster Lichtenthal). – Einband berieben, etwas fleckig und bestoßen, Blattränder und Trägerkartons etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Baden-Baden, Original-Photographie, Sagen |
120,-- | ![]() |
|
| Holst, Adolf. Lustiges Kleinkinderbuch. (Bilder) von Gertrud Caspari. Mit Versen von Adolf Holst. 21.-25. Auflage, 127. – 146. Tausend. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (um 1925). Quer-8° (21,5 x 27,5 cm.). [24] S. mit farblithogr. Illustrationen auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 2, 2L, 2D).
Blaume, Holst 4. Slg. Cotsen 4951 und 7896 (amerik. Ausgabe von 1911). Goebels III, 208. Klotz 2869/89. LKJ I, 247 und 566. Neubert 6.1.7. Ries 464, 7. Stuck-Villa II, 151. – Eines der erfolgreichsten Bilderbücher der berühmten Kinderbuch-Künstlerin. Erschien zuerst 1907 in verschiedener Ausstattung (als Leporello, auf Papier und auf starkem Karton wie hier). – Texte in deutscher Schreibschrift. – „Das „Lustige Kleinkinderbuch“ ist für Vorschulkinder bzw. für Leseanfänger gedacht. Die Bilder sind wie „gemalte Postkarten“. Gertrud Caspari stellt ihre scharf konturierten Figuren, ohne perspektivische Zutaten, flächig ausgemalt vor einen hellbraun getönten Hintergrund. Diese Art zu malen trug der Künstlerin gelegentlich den Vorwurf ein, ihre Illustrationen zu schablonisieren. Die erwachsenen Käufer und zumal die Kinder sahen die Sache anders, wie die erreichten Auflagen zeigen. Das Kind entdeckte in den farbbunten und unmittelbar nachzuvollziehenden Bildszenen seine Umwelt die nähere und die weitere – mit Haustieren, Schornsteinfeger, Auto und Eisenbahn, Bär und Elefant, mit der Großmutter und anderen ihm vertrauten Gestalten. Adolf Holsts schlichte Reime waren zum Vorlesen geeignet – und eines Tages auch zum Selberlesen in der erlernten Schreibschrift“ (Hubert Göbels). – Kanten und Ecken etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk (dat. 1928), sehr gutes Exemplar der seltenen „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher |
140,-- | ![]() |
|
| Lettré, Emil. Goldschmied in Berlin. Kleinodien. Die farbigen Beilagen sind nach Originalen in Naturgrösse gezeichnet. Berlin, Druck Otto von Holten für den Verlag Erich Reiss (1922). Kl.-8° (14 x 10 cm.). 36 S., [1] Bl. mit 9 handkolorierten lithogr. Tafeln, darunter 1 Tafel mit Farbschemata. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Deckeltitel und goldgepr. Deckelvignette (Fisch) auf dem Rückendeckel.
NDB XIV, 359 f. – Nr. 342 von 1000 Exemplaren. – Seltener Privatdruck; die schönen Tafeln zeigen acht Edelsteine und Schmuckstücke in Originalgröße und ein Farbschemata. – Der Hanauer Gold- und Silberschmied E. Lettré (1876-1954) „wurde von A. Messel zur Mitarbeit am Kronprinzensilber herangezogen, arbeitete für verschiedene Auftraggeber, auch nach fremden Entwürfen (z. B. von Eduard Pfeiffer). Es entstanden Sportpreise im Auftrage des Kaisers, Becher für das Direktorium der Firma Krupp anläßlich des 100jährigen Firmenbestehens. Eine Einladung zur Übersiedlung in die Künstlerkolonie Darmstadt lehnte L. ab. Seit 1933 leitete er für anderthalb Jahre die Zeichenakademie Hanau, behielt dabei jedoch seinen Wohnsitz in Berlin. L. erhielt größere Staatsaufträge auch nach 1933, 1936/37 stattete er die Botschaft in London mit Geräten und Tafelsilber aus. Ausstellungen seiner Werke fanden 1926 in Paris, 1934 in Hanau, 1950 in Düsseldorf und 1976 in Köln statt. – Stilistisch war L. in seiner Lehrzeit noch vom Historismus und der Serienfertigung bestimmt. Die Erfahrungen der Wanderjahre führten zu einem mehr spielerischen Umgang mit den historischen Vorbildern. Wichtige Anregungen empfing L. auch von Schmuck und Gerät der großen Museen, von Ornamentstichen des 16. Jh. und dem engl. Silber des 17. und frühen 18. Jh. Zur Formenwelt des Jugendstils hatte er keine Beziehung; bevorzugt verwendete er einfache, geometrische Formen und glatte, unverzierte Flächen. In ihrer Materialgerechtigkeit und Klarheit wirkten L.s Werke wegweisend. L.s künstlerisches Ideal war zeitlose Eleganz. Viele seiner Werke lassen sich daher schwer datieren, und man kann kaum nachvollziehen, daß so Unterschiedliches aus einer Hand stammt“ (C.-W. Schümann in NDB). – Deckel etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Gold- und Silberschmiedekunst, Goldschmuck, Jewellery, Nummerierte Bücher, Privatdruck, Schmuck, Silberschmuck |
600,-- | ![]() |
|
| Bateson, W(illiam). Mendel’s principles of heredity. Cambridge, Cambridge University Press 1909. Gr.-8°. XIV, 396 S. mit 3 Portraits, 6 (4 doppelblattgr.) Farbtafeln und zahlr. (1 ganzs.) Abbildungen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Garrison/Morton 38. PMM 356. – Erste Ausgabe des ersten illustrierten Lehrbuchs zur Genetik. Gleichzeitig erste englische Ausgabe der bahnbrechenden Arbeiten Mendels „Hybridisation“ (Versuche über Pflanzen-Hybriden, Brünn 1866, S. 317 ff.) und „Hieracium“ („Über Hieracium-Hybriden, die durch künstliche Befruchtung gewonnen wurden“ Brünn 1870, S. 362 ff.). – Der britische Genetiker und Evolutionsbiologe W. Bateson (1861-1926), 1908 bis 1910 erster Professor für Biologie an der University of Cambridge, wurde zu Mendels engagiertestem Verteidiger im englischsprachigen Raum nach der Wiederentdeckung von dessen Vererbungsregeln um 1900. – „William Bateson las den neu entdeckten Bericht Mendels und erkannte sofort seine Bedeutung für das ungelöste Problem, das er in seinen „Materialien zum Studium der Variation“ (Materials for the Study of Variation), 1894, eingehend erörtert hatte: Varianten seien die Voraussetzungen der Entwicklung von Arten, aber welches ist die Ursache von Varianten und wie gehen diese vor sich? Doch selbst noch im Jahre 1900 wurden die von Mendel entwickelten Ideen heftig bestritten. Bateson gehörte zu ihren stärksten Vorkämpfern. 1902 veröffentlichte er „Mendels Grundsätze der Vererbung – eine Verteidigung“, und in der Auflage von 1909 nahm er eine Übersetzung des originalen Berichtes auf. Zu gleicher Zeit wie L.Cuénot in Frankreich wandte er Mendels Grundsätze auch auf die Vererbung bei Tieren an. Er wurde der eigentliche Begründer der modernen Wissenschaft der Vererbung und der Variation, für die er den Begriff „Genetik“ einführte. Die weitere Entwicklung der Mendelschen Grundsätze hat sich weit über den Bereich der reinen Wissenschaft hinweg ausgebreitet“ (Carter/Muir). – Zeitgenöss. Besitzvermerk, stellenweise leicht braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Biologie, Biology, Evolution, Evolutionstheorie, Genetics, Genetik, Heredity, Mendel, Gregor, Vererbung, Vererbungslehre |
450,-- | ![]() |
|
| Hesse, Hermann. Narziß und Goldmund. Erzählung. Berlin, S. Fischer 1930. 8°. 417 S., [1] Bl. Hellblauer Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel auf schwarzem Grund, Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Deckelmonogramm (von E. R. Weiß) und farbig illustr. Schutzumschlag (von Hans Meid). (Gesammelte Werke in Einzelausgaben).
Mileck II, 58. W.-G.² 169. – Erste Ausgabe. – „Der ‚Goldmund‘ entzückt die Leute. Er ist zwar um nichts besser als der Steppenwolf, der kompositorisch gebaut ist wie eine Sonate, aber beim Goldmund kann der gute deutsche Leser Pfeife rauchen und ans Mittelalter denken, und das Leben so schön und wehmütig finden. So hat er wieder einmal ein Buch nach seinem Herzen gefunden“ (H. Hesse in einem Brief an Erwin Ackerknecht, 1930). – Der seltene Schutzumschlag am Rücken etwas berieben und mit kleineren Randläsuren, zeitgenöss. Besitzvermerk, sonst sehr gut erhalten. |
450,-- | ![]() |
|
| Schachenmeier, Hanna. Wir fahren, wir fahren. Wer fährt mit? Ein Verkehrsbilderbuch. Oldenburg, Oldenburger Verlagshaus, vorm. Gerhard Stalling Verlag (1950). Quer-4° (21,5 x 27 cm.). [16] S. mit farbigen Illustrationen von Gottfried Eisenhut. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Stalling-Bilderbuch, Band 112).
Muck II, 7062. – Erste und einzige Ausgabe. – Seltenes Verkehrs-Bilderbuch mit zeittypischen Illustrationen. Schiffe, Autobahn, Flughafen, Stadtverkehr und Bahnhof, Autorennen und Omnibus. – Deckel etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Automobil, Verkehrs-Bilderbücher |
40,-- | ![]() |
|
| Herder, J(ohann) G(ottfried) v. Briefe zu Beförderung der Humanität. Erste bis zehnte Sammlung. 10 Teile in 5 Bänden. Riga, Johann Friedrich Hartknoch 1793-1797. Kl.-8° (16 x 10 cm.). Mit gestoch. Frontispiz von (Johann) H(einrich) Lips nach (Johann) H(einrich) Meyer „Die Muse der Humanität“. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung.
Slg. Borst 688. Goedeke IV 1, 732, 88. NDB VIII, 595 ff. Schulte/Strathaus 61. VD18 15472949. – Erste Ausgabe, der neben Schillers Briefen der ästhetischen Erziehung bedeutendsten Sammlung der Ideale der deutschen Klassik. Das Frontispiz zeigt „die Muse der Humanität, auf dem Zodiakus thronend, zusammengerollte Blätter in der Rechten; unter ihren Füßen dreht sich der Erdball“ (Schulte-Strathaus). – Die Idee zu den ‚Briefen“ kam Herder im Frühjahr 1792. An Gleim schrieb er: „Ich gehe jetzt in Gedanken mit Briefen, die Fortschritte der Humanität betreffend, um, in die ich das Beste, das ich in Herz und Seele trage, zu legen gedenke. Verleih der Himmel mir Gesundheit, Muße, Geschick und Freude! … Ihre Gefühle an der krankenden Menschheit, zumal Fürstenheit, haben mich tief durchdrungen, das Jahrhundert eilt mit beschleunigendem Fall zu Ende! An den sollen sich also auch meine humanistischen oder humanen Briefe schließen, so Gott hilft … ‘. – Die Briefe’ enthalten auch erstaunlich aktuelle Passagen mit Herders politischem Glaubensbekenntnis. Außerdem Beiträge von Claudius, Knebel, Stolberg, Voß u. a. In Teil IX ließ Herder das Gedicht vom Nationalruhm aus Zensurgründen entfernen, so dass vom letzten Bogen M nur das erste Blatt blieb. – „Die politischen Umstände behindern das freie Wort, darum werden jetzt Formen genutzt und neu ersonnen, in denen Herder sich äußern kann … In den ‚Briefen‘ kommen Josef II., Luther oder der Rebell B. Franklin gezielt zu Wort und Herder spricht sich durch Partnerbriefe kaschiert aus … veröffentlicht als Ersatz für den Gegenwartsband der ‚Ideen‘, deren Meinungen über Regierungsform, Volkserziehung und davon abhängige Kulturhöhe aktualisierend“ (H.-W. Jäger in NDB). Wegen des „Gesprächs nach dem Tode des Kaiser Josephs II.“ wurde das Werk in Österreich verboten. – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Briefsammlung |
650,-- | ![]() |
|
| Delitzsch, Friedrich und Paul Haupt (Hrsg.). Beiträge zur Assyriologie und vergleichenden semitischen Sprachwissenschaft. (Unveränderter fotomechanischer Nachdruck der Originalausgabe, Leipzig 1890 – 1913). 10 Bände. Leipzig, Zentralantiquariat 1968. 8°. Ca. 3500 S. mit zahlr. Tafeln. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Assyrien, Mesopotamien, Philologie, Sprachvergleichung, Sprachwissenschaft, Sprachwissenschaften |
120,-- | ![]() |
|
| Hertwig, (Gustav Wilhelm) Robert. Im Automobil fährt man rasch ans Ziel. Illustrationen von (Eliza) F(anny) Manning. Ohne Ort, Druck und Jahr (Fürth, Löwensohn um 1905). Gr.-4° (33,7 x 24,7 cm.). [13] Bl. mit illustr. Titel und 12 ganzs. chromolithographierten Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 977).
Nicht bei Ries und anderen Kinderbuch-Bibliographien. – Sehr seltenes frühes Bilderbuch, welches das Aufkommen des Automobils thematisiert. – Erzählt wird ein Familienausflug mit dem Automobil (typische Karosserieform aus der Frühzeit des Automobilbaus, dargestellt ist mit großer Wahrscheinlichkeit der seit 1901 produzierte Peugeot Typ 36). – R. Hertwig (1846-1914) hat zahlreiche Kinder- und Jugendbücher verfasst und manche auch illustriert, darunter auch einige Max-und-Moritziaden und Struwwelpeteriaden. – Die britische Illustratorin E. F. Manning (1850-1911) arbeitete vorwiegend für die Londoner Verlage Misch & Stock und Frederick Warne and Comp. Ihr erstes Kinderbuch in Deutschland erschien 1889 (″Weihnachtslieder“) bei Kempner in Hamburg und seit 1894 erschienen Bilderbücher mit ihren Illustrationen bei Löwensohn, darunter „Die kleinen Tausendkünstler“ (1894), „In unserem Garten“ (1894), „Reise um die Erde im Luftballon“ (1894), „Reise durch die Kinderstube“ (1895) und „Die Musik kommt!“ (1896). – Kanten geringf. berieben, Rückendeckel etwas fleckig, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Automobil, Automobil-/Motorradliteratur |
580,-- | ![]() |
|
| (Helps, Arthur). Essays written in the intervals of business. Fifth edition. London, William Pickering, printed by C. Whittingham, Chiswick 1851. Kl.-8° (17 x 11,5 cm.). [4] sheets, 156 pages. A calfskin binding of the period with a gold-embossed spine label, lavish gilding on the spine, fillets on the cover, gilding on the raised edges and inner edges, and gilt edges (signed: Riviere).
Goldsmiths/Kress 32556. Porter, William Pickering 1796-1854. Catalogue of a collection 218 and 219. – First published in 1841 in a print run of 500 copies. – Written at the height of the Industrial Revolution in England, the book reflects the transition from an agrarian-mercantilist economy to a modern, bureaucratic economy based on the division of labour. Sir Arthur Helps (1813–1875), English writer, historian, and clerk of the Privy Council, provides an early form of behavioural economics, human resource management and organisational psychology. Helps tirelessly emphasises the importance of honesty, reliability and clarity in business dealings. In economics, we know that where trust prevails, monitoring and contractual costs (transaction costs) fall. Helps describes trust as a rational economic factor. His essays on dealing with critics or resolving disputes in the office are early treatises on the management of agency conflicts (principal-agent problems) within organisations. – Engraved bookplate, a very fine copy in a magnificent binding by Riviere & Son. Schlagwörter: Economics, Einbände, Einbandkunst, Luxury bindings |
400,-- | ![]() |
|
| Trier, Walter. 8192 crazy costumes in one book. For children from 5 and under to 75 and over. London, Atrium Press o. J. (1950). Kl.-8°. 32 S. mit farb. Illustrationen, jeweils dreimal quer durchgeschnitten. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit Kunststoff-Ringheftung.
Hatry 310. Hoppensack 76. – „Third impression“. – Humorvoll illustriertes Spiel-Bilderbuch ohne Text, bei dem durch die geteilten Blätter zahlr. unterschiedliche Figuren dargestellt werden können. Die Tafeln zeigen Trachten aus der ganzen Welt. Ein ähnliches deutsches Bilderbuch von W. Trier erschien bereits 1930 unter dem Titel „Männlein, Männlein, wandle dich“ (vgl. Hoppensack 73 u. Pressler S. 206). Eine Verlagsanzeige auf dem hint. Innendeckel verz. den ähnlichen Titel „Cracy people, quit crazy“, der 1949 (dt. Zürich 1953) erschien. – Titelblatt und die erste Tafel in der Mitte mit Spuren von 2 entfernten Tesafilmstreifen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Atrium Press, Engl. Kinderbücher, Spielbilderbücher, Trachten |
70,-- | ![]() |
|
| Gleiniger-Neumann, Andrea und Hans-Peter Schwarz (Red.). Bauen heute. Architektur der Gegenwart in der Bundesrepublik Deutschland. Öffentliche Bauten – Mehrfamilienwohnhäuser im sozialen Wohnungsbau – Einfamilienhäuser. (Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseum Frankfurt a.M. vom 6. Juni – 15. September 1985. Herausgegeben im Auftrag des Dezernats für Kultur und Freizeit, Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt a. M., Deutsches Architekturmuseum). Stuttgart, Ernst Klett und J. G. Cotta Nachfolger (1985). Gr.-4° (32,5 x 25 cm.). LI, 436 S. mit zahlr. farbigen Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag in Pappschuber.
Mit privater Widmung und gegenüberliegender signierter Zeichnung (kubistischer Roboterkopf) auf dem vorderen Vorsatz, sehr gutes Exemplar der gebundenen Ausgabe. |
80,-- | ![]() |
|
| Rodríguez, Luis Felipe. Ciénaga y otros relatos. (Compilación, prólogo y notas Cira Romero. Edición Ana Maria Munoz). Ciudad de La Habana, Editorial Letras Cubanas 1984. Gr.-8° (23,5 x 16 cm.). 558 p., [1] h. Cinta de lino verde original con sobrecubierta ilustrada a color (cibierta Roberto Medina).
Primera edición de la antología con relatos del destacado escritor cubano Luis Felipe Rodríguez (1884-1947), quien es considerado una figura clave del realismo social y de la narrativa rural (narrativa de la tierra) en Cuba. La primera gran retrospectiva completa tras la muerte del autor, complementada con un ensayo biográfico y analítico bien documentado, así como con notas a pie de página detalladas de Cira Romero. Con los relatos *Como opinaba Damián Paredes* (1916); *La Pascua de la tierra natal* (1928); *Relatos de Marcos Antilla. La tragedia del cañaveral* (1932); *Ciénaga* (1937) y «Algunos cuentos no recogidos en libro». – Luis Felipe Rodríguez, uno de los narradores cubanos más destacados de la primera mitad del siglo XX, fue uno de los principales representantes del «Grupo Literario de Manzanillo», que influyó profundamente en la literatura cubana fuera de la capital, La Habana, y la modernizó. – La sobrecubierta está ligeramente desgastada, pero es un ejemplar en muy buen estado. Schlagwörter: Kuba |
140,-- | ![]() |
|
| Mielke, Friedrich. Die Geschichte der deutschen Treppen. Berlin, München, Ernst & Sohn 1966. Folio (35 x 25 cm.). XIV, 388 S. mit 409 Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.
Erste und einzige Ausgabe des wegweisenden Standardwerks des deutschen Architekturhistorikers und Denkmalpflegers Friedrich Mielke (1921-2018). Die erste umfassende, wissenschaftliche Aufarbeitung der über tausendjährigen Geschichte des Treppenbaus im deutschen Sprachraum. Das Werk legte den Grundstein für Mielkes spätere Etablierung der Scalalogie (der Lehre von der Treppenforschung). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Bauwesen, Konstruktionselement, Treppe |
80,-- | ![]() |
|
| Schaal, Hans Dieter. Architektonische Situationen. 2., überarbeitete Auflage. Berlin, Ernst & Sohn (1986). 4°. 269, (3) S. mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.
„Mit „Architektonische Situationen“ legt der (Ulmer Architekt, Landschaftsarchitekt, Künstler, Bühnenbildner und Zeichner) H. D. Schaal (1943-2025) ein radikales und faszinierendes Manifest über die Wahrnehmung von Raum vor. Abseits von reiner Zweckkonstruktion und banaler Alltagsästhetik begreift Schaal die Architektur als ein psychologisches Medium, das tief in das menschliche Empfinden eingreift. Dieses wegweisende Werk – jetzt in der erweiterten, bibliophilen Neuausgabe bei Ernst & Sohn erhältlich – dokumentiert Schaals visionäre Entwürfe, präzise Zeichnungen und philosophische Reflexionen an der Schnittstelle zwischen gebauter Realität, utopischem Denken und theatralischer Inszenierung“ (Ernst & Sohn). – Neuwertiges Exemplar. |
50,-- | ![]() |
|
| Wichmann, Siegfried (Hrsg.) Der Ludwigsplatz Karlsruhe. Forschung, Planung, Ausführung. Kunsthistorisches Seminar an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Karlsruhe, Staatliche Akademie der Bildenden Künste (1978). 4°. 248 S. mit zahlr. teils farbigen Abbildungen von Thilo Mechau u. a. Orig.-Pappband.
Ende der 1970er-Aushandlungen wurde der historische Ludwigsplatz umfassend renoviert und verkehrsberuhigt (u. a. die Sanierung des Ludwigsplatz-Brunnens von Friedrich Weinbrenner im Jahr 1977). Das Buch dokumentiert diesen prägenden Wandel von der Planungsphase bis zur Fertigstellung. Da der Ludwigsplatz im Herzen der durch den Klassizismus geprägten Karlsruher Weststadt liegt, ist die Quellensammlung im Buch auch ein wichtiges Referenzwerk für die Erforschung der Karlsruher Schule und des Architekten Friedrich Weinbrenner. – Der Herausgeber S. Wichmann (1921-2015) „studierte Kunstgeschichte und wurde 1953 an der Universität München mit einer Arbeit über Eduard Schleich den Älteren promoviert und arbeitete ab 1958 als Konservator an der Neuen Pinakothek. Er reiste nach Japan und lebte mehrere Jahre in Kanada. Eine von ihm zusammengetragene bedeutende Sammlung von Gläsern des floralen Jugendstils befindet sich heute im Bayerischen Nationalmuseum. Er erhielt 1967 eine Professur für Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 1968 erhielt er den Auftrag, die Ausstellung „Weltkulturen und moderne Kunst“ anlässlich der Olympischen Spiele 1972 im Münchener Haus der Kunst zu kuratieren, was ihn fünf Jahre lang beschäftigte. Wichmann schrieb eine große Anzahl kunstgeschichtlicher Monografien und auch Beiträge für die Neue Deutsche Biographie. Er kuratierte Ausstellungen im In- und Ausland, sein Spezialgebiet war die Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Karlsruhe, Stadtplanung |
50,-- | ![]() |
|
| Kenngott, (Gustav) A(dolph). Naturgeschichte des Mineralreichs für Schule und Haus. 24 Tafeln mit 480 kolorierten Abbildungen nebst erläuterndem Text. (Und). Rolle, Fr(iedrich) Geologie und Paläontologie. 18 Tafeln mit 193 kolorierten Abbildungen und 6 geologischen Landschaftsbildern nebst erläuterndem Text. 4. verbesserte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Esslingen bei Stuttgart, J. F. Schreiber o. J. (1886-1888). 4°. [6] Bl., 74 S.; [1] Bl., 40 S., [5] Bl. mit zus. 42 (41 chromolithogr., 18 doppelblattgr.) Tafeln mit 673 Abbildungen. Orig.-Halbleinenband mit farbig illustr. Deckelbild. (G. H. v. Schubert’s Naturgeschichte des Tier-, Pflanzen- und Mineralreichs. 3. Abt., 1. und 2. Teil).
Bilderwelt 1215. Slg. Breitschwerdt 271. Hobrecker, Braunschweig 5413. Wegehaupt II, 2297. – Vollständige dritte Abteilung des erfolgreichen Anschauungswerks des bekannten Esslinger Verlags. – G. A. Kenngott (1818-1897) war seit 1857 Prof. für Mineralogie am Eidg. Polytechnikum Zürich und 1875 bis 1881 dessen Direktor. – Der Paläontologe, Geologe und Volkskundler F. Rolle (1827-1887), wichtiger Vorkämpfer eines neuen biologischen Denkens in Deutschland (″Darwinist“), war nach einer Probevorlesung 1876 an der Universität Zürich, Mitarbeiter am „Handwörterbuch der Mineralogie, Geologie und Paläontologie“ von Kenngott und Lasaulx. – Rücken etwas berieben, Deckel im Rand angestaubt und etwas fleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Anschauungsbücher, Geologie / Mineralogie, Kinder- und Jugendliteratur, Mineralogie, Paläobiologie, Paläontologie, Schul- und Lehrbücher |
160,-- | ![]() |
|
| Haydée – Woihsyk, Rainer (Hrsg.). Marcia Haydée. Einführung Klaus Geitel. Grußwort Lothar Späth. Texte Maurice Béjart, Richard Cragun, John Neumeier. Stuttgart und Zürich, Belser Verlag (1987). 4°. 24 S. mit 112 Duotone-Tafeln von Michael Dannemann, Sabine Feil, Hannes Kilian, Leslie E. Spatt, Charles Tandy und Bernhard Widmann. Orig.-Pappband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von M. Haydée für Frankfurter Tanzpädagogin Angela Schmidt. – „Der Name Marcia Haydée ist unlösbar mit dem Aufstieg des Stuttgarter Balletts an die Weltspitze sowie seinem Direktor John Cranko verbunden. Als sie nach ihrer Ausbildung an der Royal Ballet School in London, ersten Auftritten am Theater ihrer Heimatstadt Rio, einem vierjährigen Engagement in der Grande Compagnie du Marquis de Cuevas zum Vortanzen nach Stuttgart kam, beeindruckte sie Cranko sofort, obwohl sie in dieser Zeit noch keine ausgefeilte Technik besaß, übergewichtig war und es ihr an Erfahrung fehlte. Er muß ihr großes darstellerisches Können erahnt haben, das ihr gleichermaßen bei tragischen wie komischen Stücken zugute kommt. Haydée wurde Crankos Muse und inspirierte ihn zu seinen schönsten Werken. Unvergeßlich ihre Julia, ihre Tatjana aus Onegin oder Katharina aus Der Widerspenstigen Zähmung oder – in der Choreographie von John Neumeier – die Kameliendame und Blanche aus Endstation Sehnsucht (um nur einige ihrer Rollen zu nennen). … Das Stuttgarter Ballett mit Haydée erobert in den 60er Jahren nacheinander die Hochburgen Leningrad, Moskau, New York, London und begeistert während seiner Tourneen Menschen auf der ganzen Welt. Nach dem plötzlichen Tod Crankos 1973 bietet man Haydée seine Nachfolge an, die sie jedoch erst drei Jahre später annimmt. Sie bemüht sich um die Bewahrung seiner Choreographien und pflegt auch seinen familiären Führungsstil: Mutter der Compagnie nennen ihre TänzerInnen sie. Gleichzeitig fördert sie Talente und gibt jungen Choreographen, z.B. William Forsythe, Gelegenheit, am Stuttgarter Theater zu inszenieren. In den 80er Jahren entwickelt sich eine intensive Zusammenarbeit mit Maurice Béjart, den sie als Tänzerin ähnlich inspiriert wie seinerzeit Cranko. Haydée startet schließlich eine neue Karriere als Choreographin. … 1996 verkündet sie ihr Ausscheiden als Ballettdirektorin. Zwei Jahre zieht sie sich zurück, doch sie kann ohne den Tanz nicht leben. Sie kehrt nicht als Ballerina auf die Bühne zurück, sondern erobert sich mit dem brasilianischen Tänzer Ismael Ivo als Partner das Tanztheater“ (A. v. Hoop in fembio(dot)org). – Die Widmungsempfängerin A. Schmidt war seit Anfang der 2000er Jahre Professorin für Klassischen Tanz, Repertoire und Variationen an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Ballett, Dance, Dancers, Photographie, Signierte Bücher, Tanz, Widmungsexemplar |
100,-- | ![]() |
|
| Pestalozzi, (Johann) Heinrich. Wie Gertrud ihre Kinder lehrt. Ein Versuch den Müttern Anleitung zu geben, ihre Kinder selbst zu unterrichten, in Briefen. Bern und Zürich, Heinrich Geßner 1801. 8°. Titelblatt, 390 S. Moderner Pappband.
Sammlung Borst 905. Goedeke XII, 62, 12. Israel I, 24. – Erste Ausgabe. – Das grundlegende Werk des berühmten Pädagogen. – Nur wenigen Exemplaren wurde das nachträglich gelieferte Portrait beigegeben, das auch bei unserem Exemplar fehlt. – J. H. Pestalozzi (1746-1827) erhielt 1800, nachdem er inzwischen Hermann Krüsi (1775–1844), Johann Tobler (1769–1843) und Johann Christoph Buß (1776–1855), schließlich aber auch Johannes v. Muralt (1780–1850), Johannes Niederer (1779–1843) und Joseph Schmid (1785–1851) als Mitarbeiter gewonnen hatte, sogar die Erlaubnis, im Burgdorfer Schloß ein Lehrerseminar einzurichten. 1801 veröffentlichte P. seine pädagogischen Erfahrungen in der Schrift „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt“. Nachdem die Schweiz 1803 wieder föderalistisch strukturiert worden war und P. somit die Unterstützung der bisherigen Zentralregierung verloren hatte, wurde sein Institut – nach einer Zwischenlösung in Münchenbuchsee (Kt. Bern) – 1804/05 nach Iferten (Yverdon, Kt. Waadt) verlegt. Weitgehend aus privaten Mitteln finanziert, entwickelte es sich dort für etwa zwei Jahrzehnte zu einem Zentrum der Lehrerbildung in Europa; um 1809 wurden in Iferten 166 Zöglinge verschiedener Nationalität unterwiesen. Viele Pädagogen waren zu langen Studienaufenthalten in Iferten, darunter Karl August Zeller (1774–1846), Friedrich Froebel (1782–1852) und Karl v. Raumer (1783–1865)“ (Max Liedtke in NDB XX, 214 ff.). – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes unbeschnittenes Exemplar. |
240,-- | ![]() |
|
| Dröge, Franz und Michael Müller. Die Macht der Schönheit. Avantgarde und Faschismus oder die Geburt der Massenkultur. 2. Auflage. Hamburg, Europäische Verlags-Anstalt 1995. 8°. 419 S., [2] Bl. mit 58 Abbildungen. Orig.-Pappband mit farbig illustr. Schutzumschlag. (Europäische Bibliothek, Band 21).
Das Werk untersucht die enge Verknüpfung von Ästhetik, politischer Avantgarde und totalitärer Herrschaftssicherung. Die Autoren knüpfen an Walter Benjamins Konzept an und zeigen auf dass moderne Strömungen der Avantgarde (wie der italienische Futurismus oder Rationalismus) keineswegs im reinen Widerspruch zum Faschismus standen, sondern teilweise als Wegbereiter oder Gestalter totalitärer Bildwelten dienten. Sie analysieren, wie der Faschismus (insbesondere in Italien und Deutschland) Kunst, Architektur und Design nutzte, um die Massen emotional zu binden und politische Inhalte visuell zu inszenieren. Dröge und Müller argumentieren, dass in den modernen Propagandatechniken und der massenhaften Inszenierung des Faschismus zugleich die Grundlagen für die moderne, kommerzielle Konsum- und Massenkultur nach 1945 gelegt wurden. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Aesthetics, Ästhetik, Ästhetizismus, Avantgarde, Kultur, Kulturgeschichte, Kunst, Kunstgeschichte, Massenkultur, Nationalsozialismus, Propaganda, Soziologie, Systemtransformation |
25,-- | ![]() |
|
| Matisse – Bazaine, Jean. Clarté de Matisse. Derrière le Miroir, No. 46. Paris, Éditions Pierre a Feu, Maeght Éditeur (1952). Folio (39 x 28,5 cm.). [16] S. (inkl. Umschlag) mit 9 ganzs. lithographierte Illustrationen nach Zeichnungen von H. Matisse. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Zeitschriften |
140,-- | ![]() |
|
| Brodwolf, Jürgen. Das Archiv der Zeichnungen. (Text von Franz Joseph van der Grinten und Martina Rudloff). Bremen, Gerhard Marcks Stiftung 1993. 4°. 16 S. (Beiheft) und 60 (statt 69) lose Farbtafeln. Orig.-Pappkassette mit Orig.-Tuschezeichnung von J. Brodwolf auf dem Deckel.
Nur in kleiner Auflage erschienen. – Ohne die Tafeln 8, 15, 34, 48, 51, 53-55 und 58. – Die Kassette an einer Ecke angeplatzt, sonst gut erhalten. |
90,-- | ![]() |
|
| Raar, R(eolof). Maskerade. Gehouden door de leden van het Leidsche Studenten-Corps den 18den Juni 1895, ter viering van den 320sten verjaardag der Leidsche Hoogeschool, voorstellende de intrede van Prins Maurits binnen Bergen op Zoom in 1622. Overeenkomstig de Teekeningen, door de Commissarissen tot Regeling der Maskerade verstrekt, en onder hun toezicht geteekend en op steen gebracht door R. Raar, en in kleuren gedrukt door P. W. M. Trap. Leiden, H. Kleyn 1895. Quer-4° (27 x 36,5 cm.). [8] p. en een in kleur gelithografeerde leporello (25,5 x 630 cm) van Roelof Raar. Originele linnen band met in goud gedrukte titel op de kaft „De intocht van Prins Maurits binnen bergen op zoom op den 3den october 1622“.
Zeldzaam album over de feestelijke optocht van het Leids Studentenkorps ter ere van het 320-jarig jubileum van de Universiteit van Leiden. De hoofdoptocht trok op dinsdag 18 juni 1895 vanaf 14.00 uur door de Breedstraat in Leiden. De optocht bestond uitsluitend uit studenten van de Leidse studentenverenigingen, die in vol ornaat en te paard historische figuren, edelen en soldaten uitbeeldden. Ondanks de naam „Maskerade“ droeg men geen maskers, maar uitsluitend historische kostuums. De Leidse tekenaar, lithograaf en illustrator R. Raar (1829-1898) heeft nog meer feestboeken van het Leidse Studenten-Corps geïllustreerd. – Zeer goed exemplaar. Schlagwörter: Festbücher, Kostümgeschichte, Leiden, Niederlande, Studentica / Hochschulwesen |
200,-- | ![]() |
|
| Clarke, Arthur C(harles). Prelude to space. London, Sidgwick and Jackson (1953). 8°. 176 p. Dark red original linen binding with a colour-illustrated dust jacket (by Gerard Quinn).
Currey p. 101. Samuelson A 3 c. – First UK edition and first hardcover edition, as compared with the first American edition of 1951 (as a paperback, New York, World Editions Inc.), with textual revisions. – Written in 1947, the novel follows a historian documenting the upcoming launch of Prometheus, the world’s first moonbound spacecraft. It is highly regarded by science fiction collectors for its accurate technological predictions, which heavily mirrored the actual Space Shuttle program decades later. – „Sir Arthur Charles Clarke was one of the most visionary minds of the 20th century—a rare figure who bridged the worlds of hard science and speculative fiction with equal mastery. Born on December 16, 1917, in the small seaside town of Minehead, England, Clarke’s fascination with the future began early. As a boy, he devoured American science fiction pulp magazines and built his first telescope from cardboard tubes, gazing at the moon with a longing that would define his life’s work. … As a writer, Clarke’s career soared with the 1951 publication of Childhood’s End, a novel that explored human evolution and cosmic transcendence. His true masterpiece arrived in 1968: 2001: A Space Odyssey, which he developed in parallel with Stanley Kubrick’s landmark film. Both the novel and the film redefined science fiction, presenting a realistic, awe-inspiring vision of humanity’s journey into the cosmos“ (L. W. Currey). – The dust jacket has small areas missing from the top edge and is slightly scuffed, but is otherwise in very good condition. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie, Raumfahrt, Science Fiction |
350,-- | ![]() |
|
| Bohny, Nikolaus. Bohny’s neues Bilderbuch. Anleitung zum Anschauen, Denken Rechnen und Sprechen für Kinder von 2 1/2 – 7 Jahren. Zum Gebrauche in Familien, Kleinkinderschulen, Taubstummenanstalten und auf der ersten Stufe des Elementarunterrichtes. 11. Auflage. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (1880). Quer-4°. 6 S. und 36 chromolithogr. Tafeln mit über 400 Abbildungen. Halbleinenband der Zeit. (Verlags-Nr. 9).
Vgl. Bilderwelt 1985 (14. Aufl.). Klotz, Bilderbücher 563/1. LKJ IV, 82 f. Seebaß II, 224 (9. Aufl.). Wegehaupt II, 375 (11. Aufl.) und IV, 245 (10. Aufl.). Weilenmann 347. – „Der Basler Lehrer (N. Bohny 1815-1856) knüpft in seinem zuerst 1847 erschienenen Buch bewußt an Pestalozzis „Buch für Mütter“ an. Die Mütter sollen die frühe kindliche Betätigung leiten und ordnen. Es handelt sich um eine Art „Vorschulprogramm“, ausgestattet mit anschaulichen Bildern…“ (C. Pressler S. 41). – „Das als eine der ersten Mengenlehren geltende Buch, das gleichzeitig als Kleinkinder-Bilderbuch diente, wurde bis in die 20er Jahre unseres Jahrhunderts gedruckt. In ihm wird eine Lernmethode angewendet, welche auf das Erfassen von Maß– und Formverhältnissen abgestimmt ist. Deshalb unterscheidet sich sein Lehrbuch auch formal von vorher erschienenen. Anstatt einer vielfigurigen Szenerie wird die Seite jeweils in drei Zonen unterteilt, in denen das Kind vertraute Objekte erkennen kann“ (H. Herbst in LKJ mit Abbildung). – „Alle Ausgaben dieses Buches in einigermaßen gutem Zustande sind selten“ (A. Seebaß). – Mit Darstellungen aus dem täglichen Leben, Kinderspiele, Tiere, Pflanzen, Gerätschaften, Handwerkerszenen und Landschaften. Der Text meistens in Frageform. – Die ersten neun Tafeln im Rand mit Bleistiftnotizen, Blattränder etwas fingerfleckig, sonst gut erhalten. |
70,-- | ![]() |
|
| Wer will lachen? Ein Bilderbuch für Jung und Alt. 2. Auflage. München, Braun & Schneider o. J. (um 1900). 4° (32,3 x 24,3 cm.). 32 S. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit Leinenrücken (von August Roeseler).
Ries 819, a. Wegehaupt II, 3577. – Erschien zuerst um 1895. Lustige Bildergeschichten aus den „Fliegenden Blättern“ und den „Münchener Bilderbogen“. – Deckel etwas angestaubt, gutes Exemplar. |
70,-- | ![]() |
|
| Schlözer, August Ludwig v. Briefwechsel meist statistischen Inhalts. Gesammlet und zum Versuch herausgegeben. Göttingen, Johann Christian Dieterich 1775. 8°. [4] Bl., 224 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
John, Statistik 99. Kirchner 1795. Kress 11273.10. Menger 1456. VD18 11827971. – Erste Ausgabe, selten. Die Reihe wurde 1777 bis 1782 unter dem Titel „Briefwechsel meist historischen und politischen Inhalts“ (10 Teile) fortgesetzt. – Ein Meilenstein der frühen amtlichen Statistik und politischen Publizistik im deutschsprachigen Raum. A. L. v. Schlözer (1735–1809), Professor an der Universität Göttingen, nutzte das Medium, um länderübergreifende Daten, Berichte und statistische Fakten auszutauschen. „Statistik“ bedeutete damals im Sinne der „Göttinger Schule“ noch die umfassende Beschreibung von Staatsmerkwürdigkeiten (Geographie, Verfassung, Wirtschaft und Bevölkerung) und nicht reine Zahlenkolonnen. – „Im Winter 1772/73 las er freiwillig an dessen Stelle über Statistik, Politik und neuere Staatengeschichte und erfreute sich großen Beifalls. Auf Pütter’s Vorstellung forderten ihn im nächsten Sommer die geheimen Räthe auf, damit fortzufahren, um allen Bedacht auf Wiederbesetzung der Stelle Achenwall’s aufgeben zu können. S., versucht der Sache eine großartigere Wendung zu geben, legte den Plan eines cursus politicus vor, und da die Unterhaltung eines statistischen Cabinets mit Münzen, Landesproducten, Zeitungen, Flugschriften, einen großen Aufwand erfordere, auch der Docent durch Briefwechsel und statistische Reisen sich auf dem Laufenden erhalten müsse, erbat er den Charakter und Gehalt Achenwall’s. Das erschien der Regierung denn doch zu voreilig; er erhielt eine mäßige Gehaltserhöhung, den Auftrag, die bezeichneten Vorlesungen Achenwall’s zu halten und, obschon das Bedürfniß des nächsten Wintersemesters Pütter’s Vorstellung ursprünglich veranlaßt hatte, Urlaub zu einer Reise nach Paris. Seit 1774 bildeten Statistik, Politik, neuere europäische Staatengeschichte oder historia omnis Europae, wie sie im Gegensatz zu der gleichfalls häufig vorgetragenen Geschichte des nördlichen Europa’s hieß, Schlözer’s regelmäßig wiederkehrende Vorlesungen“ (F. Frensdorff in ADB XXXI, 567 ff.). – Einband berieben, Rücken im unteren Drittel geklebt, Stempel auf dem Titel, stellenweise braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Handelsgeschichte, Statistics, Statistik, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften, Zeitschriften |
160,-- | ![]() |
|
| Lissitzky – Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). URSS en construction. La seizième année de la Revolution. No. 9, Septembre 1933. Moscou, State Publishing House of the RSFSR 1933. Folio (43 x 30 cm.). 27 feuilles comportant de nombreuses photographies d’El Lissitzky. Couverture illustrée en carton de l’éditeur.
Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – L’un des numéros les plus importants de la quatrième année de parution du magazine de propagande soviétique. La revue paraissait tous les mois de 1930 à 1949 en cinq langues (russe, anglais, français, espagnol et allemand). Chaque numéro était consacré à un thème différent, comme la production alimentaire et industrielle, la République de Géorgie, le cinéma soviétique et les élections. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Très bel exemplaire. Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften |
800,-- | ![]() |
|
| Salat, J(akob). Darstellung der Moralphilosophie. Mit besonderer Hinsicht auf den Gang der höheren Bildung. 2., ganz von Neuem ausgearbeitete Auflage. 2 Teile in 1 Band. Landshut, Joseph Thomann 1813. 8°. XIV, 378 S.; XVX, 397, (1) S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Ziegenfuß II, 403. Vgl. Goedeke V, 9, 21, 3 (erste Ausgabe von 1809). Adickes 2584-88. – Jakob Salat (1766-1851), Schüler von Sailer und Christoph Schmid, war Pfarrer und seit 1802 Professor der Moral- und Pastoraltheologie in München als Nachfolger Mutschelles. 1808 Prof. in Lanshut, auch mit allgemein philosophischen Vorlesungen betraut. Von 1827 an Privatgelehrter in Landshut. – „Salat geht als Philosoph aus von der Glaubens- und Erkenntnislehre Jacobis und erstrebt Weiterbildung seiner Gedanken. Allem Glauben und allem Wissen geht das objektive Göttliche voran, das die Vernunft aufzufassen, wahrzunehmen vermag. Um aber diese Fähigkeit einer Wahrnehmung des Göttlichen zu besitzen, kann sie nur gradweise, nicht wesentlich von ihm verschieden sein. Grundlage aller Erkenntnis ist die Anerkennung dieses Göttlichen durch den Willen. Es gibt nur eine Art der wahren Erkenntnis, die übersinnliche. S. lehrt die Identität von Religion und Moral. Das Schöne ist Ausstrahlung des einen Göttlichen, sofern es auf die Phantasie in Verbindung mit dem Gefühl wirkt. So leitet S. das Wahre, Gute und Schöne aus seiner Idee des Göttlichen oder des Absoluten her. – Neben Jacobi war Kant von Einfluß auf S.; Hegel und Schelling haben an ihm einen heftigen Gegner“ (W. Ziegenfuss). – Vorsatz, Titel und S. III gestempelt, zeitgenöss. Besitzvermerk, vereinzelt etwas braunfleckig, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. |
160,-- | ![]() |
|
| Egger, Kajetan. Leitfaden zu Vorlesungen über populäre Experimental-Physik für Liebhaber der Natur und die Jugend. Zum Gebrauche seiner Zuhörer. 2. verbesserte Auflage. München, Ernst August Fleischmann 1829. 8°. X, 360 S., [2] Bl. mit 6 gefalteten lithographierten Tafeln. Halblederband um 1900 mit goldgepr. Rückentitel.
Nicht bei Poggendorff und in den Kinderbuch-Bibliographien. – Interessantes Lehrbuch zur Experimental-Physik für Amateure und Jugendliche. K. Egger (?-1830), „Professor der Mathematik und Physik in München“, besaß eine „bedeutende Sammlung physikalischer Instrumente, die ich mir nach und nach durch unermüdeten Fleiß zu meiner eigenen Belehrung und zu meinem Vergnügen angeschafft hatte…“ (Vorrede S. III). Die Tafeln zeigen zahlreiche dieser physikalischen Instrumente, außerdem Planishären und die Planeten-Bahnen. – Vorderes Vorsatzblatt mit Randeinriß, stellenweise braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Astronomie, Elektrizitätslehre, Experimentalphysik, Optik, Physics, Physik, Schul- und Lehrbücher |
200,-- | ![]() |
|
| Newton, Helmut. White women. Gestaltung von Bea Feitler. München, Rogner und Bernhard (1976). 4°. [118] S. mit teils farbigen Abbildungen. Orig.-Leineneinband mit farbig Illustr. Schutzumschlag.
Koetzle, Fotografen A-Z 292. – Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung. – „Von der Modefotografie bis zum Porträt, von den Aktstudien bis zu den Aufnahmen aus der Welt des Balletts, von der Erotik bis zum Thema des Todes – Newtons Werk scheint eine beinahe barocke Fülle von Themen zu umfassen, die auch Facetten der von den Massenmedien geprägten Welt des Glamours, der Vorstellung und Inszenierung verkörpert. Newtons kunst beruht darauf, sich von dieser Welt nicht blenden zu lassen, sie nicht nur zu beleuchten, sondern auch zu entlarven“ (Zdenek Felix in Koetzle). – Sehr gutes und sauberes Exemplar des seltenen gebundenen Ausgabe. Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude |
100,-- | ![]() |
|
| Bateson, W(illiam). Mendel’s principles of heredity. Cambridge, Cambridge University Press 1909. Gr.-8°. XIV, 396 S. mit 3 Portraits, 6 (4 doppelblattgr.) Farbtafeln und zahlr. (1 ganzs.) Abbildungen. Orig.-Leinenband.
Garrison/Morton 38. PMM 356. – Erste Ausgabe des ersten illustrierten Lehrbuchs zur Genetik. Gleichzeitig erste englische Ausgabe der bahnbrechenden Arbeiten Mendels „Hybridisation“ (Versuche über Pflanzen-Hybriden, Brünn 1866, S. 317 ff.) und „Hieracium“ („Über Hieracium-Hybriden, die durch künstliche Befruchtung gewonnen wurden“ Brünn 1870, S. 362 ff.). – Der britische Genetiker und Evolutionsbiologe W. Bateson (1861-1926), 1908 bis 1910 erster Professor für Biologie an der University of Cambridge, wurde zu Mendels engagiertestem Verteidiger im englischsprachigen Raum nach der Wiederentdeckung von dessen Vererbungsregeln um 1900. – „William Bateson las den neu entdeckten Bericht Mendels und erkannte sofort seine Bedeutung für das ungelöste Problem, das er in seinen „Materialien zum Studium der Variation“ (Materials for the Study of Variation), 1894, eingehend erörtert hatte: Varianten seien die Voraussetzungen der Entwicklung von Arten, aber welches ist die Ursache von Varianten und wie gehen diese vor sich? Doch selbst noch im Jahre 1900 wurden die von Mendel entwickelten Ideen heftig bestritten. Bateson gehörte zu ihren stärksten Vorkämpfern. 1902 veröffentlichte er „Mendels Grundsätze der Vererbung – eine Verteidigung“, und in der Auflage von 1909 nahm er eine Übersetzung des originalen Berichtes auf. Zu gleicher Zeit wie L.Cuénot in Frankreich wandte er Mendels Grundsätze auch auf die Vererbung bei Tieren an. Er wurde der eigentliche Begründer der modernen Wissenschaft der Vererbung und der Variation, für die er den Begriff „Genetik“ einführte. Die weitere Entwicklung der Mendelschen Grundsätze hat sich weit über den Bereich der reinen Wissenschaft hinweg ausgebreitet“ (Carter/Muir). – Rücken erneuert, Exlibris einer britischen Universitäts-Bibliothek und zeitgenössischer Besitzvermerk, Innengelenke etwas angeplatzt, sonst gut erhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Biologie, Biology, Evolution, Evolutionstheorie, Genetics, Genetik, Heredity, Mendel, Gregor, Vererbung, Vererbungslehre |
320,-- | ![]() |
|
| Gurlitt, Cornelius und Otto Kempe (Vorwort) Akadem(ischer) Architekten-Verein Dresden Festgabe zum 25. Stiftungsfest 1901. Die Entwicklung der Architekturschule an der Kgl. Techn. Hochschule zu Dresden während der letzten 25 Jahre. Dresden, Akadem. Architekten-Verein 1901. Folio (36 x 27 cm.). [4] Bl. und 30 Tafeln in Lichtdruck. Orig.-Leinenband mit Deckeltitel in Rot.
Sehr seltene aufwendig ausgestattete Festschrift des 1876 gegründeten Akademischen Architekten-Vereins Dresden (A.A.V.D.). Der Architekt und Kunsthistoriker Cornelius Gustav Gurlitt (1850-1938), seit 1893 ordentlicher Professor für Geschichte der Baukunst und Entwerfen an der Königlichen Technischen Hochschule Dresden, war der wichtigste Mentor und Förderer des akademischen Architekturnachwuchses in Dresden. Mit Entwürfen von Gustav Deubner E. Ulrici, A. Käppler, L. Engler, A. Lincke, C. Einert, Bruno Busch u. a. unter der Leitung von Karl Weissbach; sowie von St. Kämmel, H. Weiner, R. Möbius, H. Koch u. a. unter der Leitung von Ernst Giese. Außerdem Entwürfe von Karl Böhme, Richard Dörschel, Theodor Ferber, Julius Gräbner, Stephan Kämmel, Friedrich Mebius, Heinrich Tscharmann u. a. – Rückendeckel stärker wasserfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Dresden, Sachsen |
350,-- | ![]() |
|
| Hesse – Ball, Hugo. Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk. Mit einem Anhang von Anni Carlsson. 7.-16. Tausend. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag 1947. 8°. 306 S., [2] Bl. Orig.-Pappband mit goldgepr. Rückenschild und Schutzumschlag.
Erweiterte Fassung der zuerst 1927 veröffentlichten Biographie. – Schutzumschlag etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Suhrkamp |
25,-- | ![]() |
|
| Clarke, Arthur C(harles). 2001, a space odyssey. A novel, based on the screenplay by Stanley Kubrick and Arthur C. Clarke. London, Hutchinson of London (1968). 8°. 224 p. Publisher’s cardboard binding with a colour-illustrated dust jacket (designed by Michael Brett).
Currey p. 27 f. Samuelson A21. – First UK edition. Published in June 1968, at the same time as the American edition (New York, The New American Library), just a few weeks after the film’s UK cinema release in May 1968. Arthur C. Clarke himself noted in his memoirs (The Lost Worlds of 2001) that Stanley Kubrick’s final approval of the book manuscript had delayed its publication until the summer of that year. – The front of the dust jacket features the actor Keir Dullea as Dr David Bowman. The back shows the spaceship Discovery. – The story is based in part on various short stories by Clarke, including „The Sentinel“ (written in 1948 for a BBC competition, but first published in 1951 under the title „Sentinel of Eternity“). The first part of the novel, in which aliens influence the primitive ancestors of humans, is similar to the plot of Clarke’s 1953 short story „Encounter in the Dawn“. – „The novel has very little of the poetry of the picture“ and „lacks most of the picture’s strengths“, but that „it has to be read before one can understand the picture“ (James Blish, The Future in Books, 1969, p. 141 f.). – „And, of course, it is a fantasy—you need not believe it—but a fantasy by a master who is as deft at generating accelerating, almost painful suspense as he is knowledgeable and accurate (and fascinating) about the technical and human details of space flight and exploration. But it is finally the stretching of the imagination that is most enthralling as Mr. Clarke entices the reader into strange and magnificent conceptions of other forms of time, dimension and existence“ (Eliot Fremont-Smith, New York Times, July 5, 1968). – The dust jacket has minor tears at the edges; a fine copy. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie, Science Fiction |
850,-- | ![]() |
|
| Eberhard, (Christian) A(ugust) G(ottlob). Vermischte Gedichte. 2 Bände. Halle, Renger 1833. 12° (14 x 9 cm.). IV, 240 S.; Titel, 254 S. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
Goedeke IX, 8, VI, 427, 30. – Erste Gesamtausgabe der Gedichte, erschien auch als Teil der „Gesammelten Schriften“. – August Gottlob Eberhard (1769-1845), typischer Vertreter der Spätaufklärung, der Biedermeier-Zeit und der literarischen Nachklassik, wurde mit dem Kinderbuch „Hannchen und die Küchlein“ (1802) berühmt. – Deckel etwas berieben, Name auf den Titelblättern, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Gesamtausgaben, Lyrik |
80,-- | ![]() |
|
|
Einträge 1–50 von 4074
Zurück · Vor
|
|||



