NEUER E-KATALOG: Neueingänge August 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, [https://rarebookweek.berlin] – Polycopies Photobook-Fair, Paris, Bateau Concorde-Atlantique – Port de Solferino, 11.-15. November 2026, [http://www.polycopies.net/] – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) [https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22] (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe – NEW E-CATALOGUE: New arrivals August 2026 – We are exhibiting at: Rare Book Week Berlin. International Fair for Books & Prints, 18–20 September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Polycopies Photobook Fair, Paris, Bateau Concorde-Atlantique – Port de Solferino, 11–15 November 2026, http://www.polycopies.net/ – Joint catalogue with Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POP CULTURE – books, photographs, records and prints. – PHOTOGRAPHY – important photobooks from 1839 to the present day, including numerous signed copies and books containing original photographs (available under ‘Current Catalogues’). – You will also find our listings in the virtual ‘shop window’ of the Association of German Antiquarian Booksellers (VDA) at https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (or via the ‘Links’ section on the VDA website) – postage costs for international orders available on request. – Visit us at our new shop at Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mon–Fri 11am–6pm, Sat 11am–4pm), where you’ll find a rich selection of rare and beautiful books from all subject areas, as well as prints and photographs. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Gesamtbestand

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Beschreibung
Gesamte Buchaufnahme
Preis
EUR
1 Kokoschka – Bethusy-Huc, Reinhold (Hrsg.). O(skar) K(okoschka) – die frühe Graphik. Text von Ivan Fenjö. Wien, Euro Art (1976). 4° (30,5 x 28,5 cm.). 75 S. mit 46 (13 ganzseitigen, 7 farbigen montierten) Abbildungen. Grüner Orig.-Büffellederband mit blindgepr. Deckel-Illustration in Papp-Buchkassette mit mont. farbigem Deckelbild.

Nr. XXXIII der Luxusausgabe auf Hahnemühl-Bütten im Handeinband von Ernst Ammering (Gesamtauflage 1000 Exemplare). – Hier ohne die Separatsuite der Postkarten. – Den schönen Hand-Einband fertigte Ernst Ammering mit einer blindgeprägten Deckel-Illustration nach einem Einband für die ital. Schauspielerin Eleonore Duse. – Die Buch-Kassette am Fuß geringfügig angeplatzt (1,5 cm), sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Expressionisme, Expressionismus, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse, Wiener Jugendstil, Wiener Werkstätte

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250,--  Bestellen
1 Le Brun, (Antoine Louis). Epigrammes, madrigaux et chansons. Paris, Micolas Le Breton 1714. 8°. [8] feuilles, 418 p., avec un frontispice gravé par I. B. Scotin. Reliure en cuir de veau d’époque, avec étiquette de dos estampée à l’or et décor floral doré sur le dos.

Cioranescu 38115. – Rare première édition complète des poèmes du poète, romancier et fabuliste français A. L. Le Brun (1680-1743). – Articulations, dos et tranches légèrement usés, sinon en bon état.
Rare complete first edition of the poems by the French poet, novelist and fabulist A. L. Le Brun (1680–1743). – Joints, spine and edges slightly worn, otherwise in good condition.

Schlagwörter: Lyrik

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140,--  Bestellen
01 Beck, Siegfried. Rübezahl. Ausgewählte Sagen und Schwänke erzählt. Mit Bildschmuck von Robert Engels-München. Mainz, Josef Scholz o. J. (1907). Quer-Gr.-8° (23,5 x 30 cm.). 23, (1) S. mit illustr. Titel, 8 farblithogr. Tafeln und 8 Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag. (″Das deutsche Bilderbuch“, Nr. 11).

Hobrecker, Braunschweig 516 (Reihen-Nr. 111). Klotz 319/1. Ries 506, 9 (Reihen-Nr. 28, „später 111“). Ries, Scholz S. 138. Stuck-Villa I, 349 und II, 179 (mit Abb., Reihen-Nr. 11). – Seltene erste Ausgabe. – Bilderbuch-Ausgabe der berühmten Sage mit hervorragenden Jugendstil-Illustrationen von R. Engels (1866-1926). – Der in Solingen geborene Maler, Illustrator, Glasmaler und Bühnenbildner, studierte in Düsseldorf und München, 1891 in Paris. Er lebte seit 1898 in München, wo er seit 1905 am Künstlerinnenheim, seit 1910 an der Kunstgewerbeschule unterrichtete. Er war seit 1898 Mitarbeiter der Zeitschrift „Jugend“ und hat vorwiegend Märchen und Sagen illustriert. – Schöne farbig illustrierte Vorsätze (Hasen in einem Feld). – Der meist fehlende Schutzumschlag mit Randläsuren, Buchblock aus der Klammerheftung gelöst, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Jugendstil, Märchen u. Sagen, Märchenbilderbücher, Rübezahl, Scholz

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140,--  Bestellen
1 Rey, Guido. Das Matterhorn. Vorwort von Edmondo de Amicis, geologische Erläuterungen von Vittorio Novarese. Deutsche Übersetzung von Otto Hauser. Mit 37 Zeichnungen von Eduardo Rubino und 11 Abbildungen nach photographischen Aufnahmen (des Verfassers, Emile Gos, J. Gaberell u. a.). Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt 1905. 4° (30 x 22,5 cm.). XI, 258 S., [1] Bl. mit 35 (15 montierten) Tafeln und Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.

Dreyer 992. – Erste deutsche Ausgabe des schön ausgestatteten Werks. Die italienische Originalausgabe erschien 1904 in Mailand. – „Mit Guido Rey ( gestorben am 24. Juni 1935 ) hat Italien seinen grössten Bergsteiger verloren, und die gesamte alpine Welt ist um einen Bergschriftsteller und Bergdichter ärmer geworden, dem sich nur wenige an die Seite stellen lassen und dessen Werke nicht nur dem alpinen Schrifttum, sondern der klassischen Literatur seines Heimatlandes für immer angehören. Henry Bordeaux hat ihn mit Recht einen « General im Heere der Alpinisten » genannt. … Das letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts steht für Rey unter dem Zeichen des Berges, dessen Name für immer mit dem seinen verknüpft ist: des Matterhorns. Von der Kuppe des Monte Bo hatte ihm Sella die blaue Pyramide gezeigt, die sich in der Ferne in kühnem Aufschwung über das weite Gipfelmeer erhob. Bei der Fahrt zur Punta dei Cors sah er den Cervino aus dem Valtournanche aus grösserer Nähe und empfing wieder einen überwältigenden Eindruck. Bald verdichtete sich das Interesse für den Berg zu dem Entschluss, ihn zu ersteigen: zwei Jahre später bereitet er mit einigen Freunden eine führerlose Begehung des Matterhorns vor, da trifft ihn die Nachricht vom Todessturz seines Bruders und lässt ihn die Fahrt sofort abbrechen. 1890 finden wir ihn wieder am Cervino; an Mummerys vergeblichen Versuch von 1880 anknüpfend, sucht er den Gipfel über den Furggengrat zu gewinnen. Innerhalb von acht Tagen kommt es zu fünf Versuchen; während des letzten gebietet ein Steinhagel vom Matterhornkopf auf der Furggenschulter Halt und lässt ihn das ganze Unternehmen als aussichtslos und unsinnig aufgeben. Aber der Dämon des Matterhorns war stärker als seine Vernunft und sein Wille: nachdem er das Hörn inzwischen von Zermatt nach Breuil überschritten und einen durch Wetterungunst vereitelten Versuch gemacht hatte, den Furggengrat im Abstieg zu begehen, nimmt er nach neun Jahren seine früheren Pläne wieder auf. Mit Antoine und Aimé Maquignaz steigt er zur Furggenschulter und lässt sich von Daniel Maquignaz, der mit zwei Begleitern auf dem gewöhnlichen Wege zum Gipfel gestiegen war, ein unterhalb der Spitze verankertes Seil zuwerfen. Mit seiner Hilfe klimmen sie bis auf fünfzehn Meter unter der oberen Gruppe empor, da gerät das Seil am letzten Überhang ins Pendeln, und sie müssen wieder zurück. Auch jetzt gibt sich Rey noch nicht geschlagen. Zwei Tage später ersteigt er den Gipfel über den italienischen Grat, geht auf der Furggenseite soweit wie möglich hinunter, befestigt dort eine Strickleiter und steigt auf ihr soweit ab, bis er den höchsten im Anstieg erreichten Punkt gewonnen hat. Damit war der Furggengrat in seiner ganzen Länge begangen. Eine Ersteigung « by fair means », wie sie Mummery vorgeschwebt hatte, war das freilich nicht, eher eine Niederlage, aber, wie er später bekennt, « diese Niederlage ist mir jetzt teurer als ein Sieg ». Die wirkliche Bezwingung des Furggengrats gelang bekanntlich erst 1911 Reys Landsmann Piacenza, der freilich in die Südflanke ausweichen musste; die erste Begehung bis zur Furggenschulter im Abstieg mit Ausweichen nach Norden wurde 1929 von Blanchet durchgeführt“ (Aus einem Nachruf von Paul Geissler im Jahrbuch des Schweizer Alpen Clubs 1936). – Rücken am Fuß mit Papierstreifen überklebt, schönes Exlibris mit Bergmotiv, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Alpen, Alpinismus, Alpinistik, Helvetica, Photographie, Schweiz

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100,--  Bestellen
1 Hirmer – (Aurbacher, Ludwig oder Ludwig Bechstein). Die Sieben Schwaben. Deutsche Handschrift auf Papier von (Helmut Hirmer). Neuhofen, Oktober 1990. Imperial-Folio (40,5 x 26 cm.). [40], (38 beschriebene) Bl., kalligraphiert in schwarzblauer und roter Tinte mit 11 ganzs. Illustrationen (von Adrian Ludwig Richter) in Siebdruck auf Hahnemühle-Bugra-Bütten. Orig.-Pappband mit Rückentitel in Gold.

Hervorragendes unikates Künstlerbuch des bedeutenden Kalligraphen H. Hirmer (1948-2014). Auf einer beiliegenden maschinenschriftlichen Karte schildert der Künstler den Herstellungsprozess: „Handgeschriebenes Buch der kompl. Saga der sieben Schwaben nach einer Ausgabe von 1862 mit 11 Illustrationen in Siebdruck auf Bugra-Bütten. Text: als Experiment wurde Italic mit der eigenen Handschrift vermischt geschrieben! Anfangsbuchstaben, die in rot geschrieben sind-sind (sic!) in klass. Antiqua mit einer 1mm Bandzugfeder; jeweils der Titel am Beginn einer Sage in Italic mit einer 1,5mm Bandzugfeder, und der übrige Text mit einer 1/7mm Bandzugfeder. Die Anfangsbuchstaben zu Textbeginn werden vergoldet und farblich hinterlegt. Das Buch umfaßt 69 Seiten und es wurden bisher 95 Stunden dafür aufgewendet. Eigene Bindung. – Dieses Exemplar ist unverkäuflich !! Im kommenden Jahr werden 4 weitere Bücher mit gleichem Text gefertigt – aber in Verschiedenen Schrifttypen geschrieben – die bei ernsthaftem Interesse zu erwerben sind! Preis auf Anfrage!!!“; rückseitig mit Bleistift datiert „Okt. 1990“ und mit der Preisangabe „2200,– DM“. – Von den großen Anfangs-Initialen der 26 Kapitel wurde nur eines in Gold auf rotem Grund ausgeführt, die anderen sind mit Bleistift vorgezeichnet. Als Vorlage für den Text diente wohl die zuerst 1832 in Aurbachers „Volksbüchlein“ erschienene Fassung der Sage oder diejenige von Ludwig Bechstein (vielleicht aus dessen Märchen-Sammlung von 1862). Die 11 Illustrationen des berühmten Malers und Illustrators A. L. Richter (1803-1884) erschienen zuerst 1849 bei Georg Wigand in Leipzig. – „Helmut Hirmer war ein Kalligraph, ein Künstler, der sich mit der Gestaltung von Text und Schriften befasst hat. Sein wichtigstes Werk ist seine Handschrift des Neuen Testaments. Er hat es in verschiedenen Schriftarten, darunter eine selbst entworfene Schrift, und mit Initialen und Miniaturen aufwendig gestaltet. … Sein Talent sei schon früh offensichtlich gewesen und gefördert worden. Seine Leidenschaft für Schrift habe er schon in jungen Jahren entdeckt und sich kunsthandwerklich ausgebildet und Unterricht genommen. Auf seinen Gesellenreisen habe er in alten Klöstern Handschriften und alte Techniken studiert. Das Wissen habe er nicht für sich behalten wollen, sagte Bahrs. Deshalb habe Hirmer als Dozent an der Berufsbildenden Schule Mannheim gewirkt und auch privat Kurse gegeben uns Seminare gehalten. Seine Kenntnisse und seine Kunst waren weltweit gefragt. Auch für sich selbst habe Hirmer immer nach neuem Wissen gesucht und sei zum Beispiel 1986 nach Chicago in die USA gereist, um besondere Techniken der Vergoldung zu lernen. Er habe umfassende Kenntnisse alter Schriften gehabt und mit Farben, Tuschen und weiteren Materialien experimentiert“ (Rheinpfalz, 13. 11. 2018 anlässlich der Enthüllung eines Gedenksteins in Neuhofen).

Schlagwörter: Handschriften, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Kalligraphie, Künstlerbuch, Märchen u. Sagen, Unikat

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600,--  Bestellen
1 Grimme, Joh(ann) Aug(ust, Hrsg.). Christliche Religionsgesänge zur öffentlichen und häuslichen Gottesverehrung für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinen des Fürstenthums Schaumburg-Lippe. Beigebunden: Anhang zu dem Gesangbuche der evangelisch-lutherischen Gemeinden des Fürstenthums Schaumburg-Lippe. Bückeburg, Joh. Aug. Grimme 1834 und 1857. Kl.-8° (17,5 x 11 cm.). XVI, 559 S., [2] Bl.; VIII, 118, 143 S. Schwarzer Ledereinband der Zeit mit herzförmigen roten Leder-Einlagen auf beiden Deckeln, reicher Deckelvergoldung und Goldschnitt.

Gesangbuch-Bibliographie der Württembergischen Landesbibliothek (Slg. Metzger) 1834-507. – 1805 eingeführtes Gesangbuch; hier mit einem 1857 erschienenem Lieder-Anhang und Gebeten zusammengebunden. Der Buchbinder hat um 1860 die prachtvollen Deckel, die „1844“ datiert sind, mit einem breiteren schwarzen Lederrücken versehen. Die roten Ledereinlagen der Deckel sind mit dem goldgepr. Monogramm „S. P. E.“, „Geborene Klahren“ und der Jahreszahl „1844“ versehen. Auf einem am Schuß beigebundenen weißen Blatt sind Taufeinträge vermerkt vom Mai 1844 bis Juni 1853. – Sehr schönes Exemplar.

Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Gesangbuch, Gesangbücher

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300,--  Bestellen
1 Changyu Pioneer Wine Company. The 130th anniversary of Changyu 1892-2022. (Catalogue). 2 volumes. Yantai (Shandong), Changyu Pioneer Wine Company 2022. 4° (26,5 x 20,5 cm.) and Smal-8° (17,5 x 10,5 cm.). 240 pages with numerous illustrations, some in colour; 250 pages with numerous illustrations, some in colour, and 86 blank pages. Original linen binding with a gold-embossed title on the cover and a wine-red flexible leather binding with a blind-embossed title on the cover, in a printed linen carry bag.

A deluxe edition of the anniversary publication of China’s oldest and largest industrialised winery. Founded in 1892 by the diplomat and businessman Zhang Bishi (also known as Cheong Fatt Tze) in Yantai (Shandong Province), the company is regarded as the cradle of modern Chinese wine culture. – „In 1892, Cheong Fatt Tze, also known as Chang Bishi (1840–1916), a businessman and Chinese consul in Singapore, founded a winery called ‘Chang Yu’ in Yantai, in the Chinese province of Shandong. The name is derived from his surname and the Chinese characters for ‘prosperity’. The establishment of the winery is regarded as marking the beginning of modern wine history in China. Chang Bishi purchased 67 hectares of land and introduced 150 European Vitis vinifera varieties for cultivation trials. He was aware that modern viticulture would only be possible with the support of European experts. The Austro-Hungarian consul Baron Max von Babo (1862–1933), son of August-Wilhelm von Babo (1827–1894), director of the Klosterneuburg Viticulture Institute, was appointed as consultant and cellar master. Max von Babo subsequently imported barrels, presses and 400,000 Welschriesling vine cuttings of various clones from Austria, and used modern methods to bring the winery to international renown. Under Chang Chengquing (1872–1914), the founder’s nephew and first general manager, the Grand Cellar was completed, over 3,000 hectares of vineyards were planted and many products were developed. In 1992, the ‘Changyu Wine Culture Museum’ was opened in Zhifu District, showcasing the winery’s long history through numerous artefacts, as well as those of other Chinese wine producers. Today, ‘Yantai Changyu Pioneer Wine Company’ is a multinational with international shareholders. It operates seven wineries in China – most of which are imitations of French châteaux – as well as others abroad. Its headquarters are in Yantai (Shandong). Its market share in China stands at around 25 per cent. Zhou Hongjiang serves as the multinational’s general manager. The ‘Great Cellar’, which covers over 3,000 m² and is seven metres deep, lies one metre below sea level, just 800 metres from the sea. The wide-ranging product range includes not only red and white wines but also sparkling wine, brandy, vermouth and cider. The absolute bestseller is the ‘Noble Dragon’ brand wine (Cabernet Sauvignon, Cabernet Gernischt). Produced since 1937, around 25 million bottles of this wine are sold annually and also exported to Europe. In 2017, to mark the 80th anniversary of the brand’s registration, the sale of a total of 460 million bottles was celebrated“ (wein(dot)plus/yantai-changyu transl. from German).

Schlagwörter: China, Company history, Corporate commemorative publications, Firmenfestschriften, Firmengeschichte, Oenologie, Wein, Weinbau, Wine and wine making

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650,--  Bestellen
1 Hesse, Hermann. Siddhartha. (Un poema indio. Versión al castellano de Ricardo Bumantel). Segundo edición. Guatemala, Mexico, Editora Latino Americana (1963). 8°. 171 págs., [2] hojas. Cubierta original de cartón con ilustraciones a color y sobrecubierta con ilustraciones a color.

Vgl. Mileck I, 414 (Ausgabe Buenos Aires, Editorial Argonauta 1947). – Zweite mexikanische Ausgabe; erschien zuerst im März 1957. Die erste lateinamerikanische Ausgabe dieser Übersetzung erschien 1947 in Buenos Aires. Vermutlich handelt es sich bei dem Namen des Übersetzers um ein Pseudonym und auch der Gestalter des Umschlags ist nicht zu ermitteln. In den 1940er und 1950er-Jahren war es im lateinamerikanischen Verlagswesen (besonders in Argentinien) gängige Praxis, dass Übersetzer aus urheberrechtlichen, politischen oder vertraglichen Gründen unter einem Pseudonym arbeiteten. Oft verbargen sich dahinter bekannte Exil-Autoren oder Verlagsmitarbeiter, die schnell Übersetzungen aus dem Deutschen anfertigten. – Die erste Ausgabe erschien im Oktober 1922 bei S. Fischer in Berlin. – „Einen Buddha zu schaffen, der den allgemein anerkannten Buddha übertrifft, das ist eine unerhörte Tat, gerade für einen Deutschen. Siddhartha ist für mich eine wirksamere Medizin als das Neue Testament.“ (Henry Miller). Miller, der das Werk als sein Lieblingsbuch bezeichnete, hatte sich schon in den frühen fünfziger Jahren für Übersetzungen der Bücher Hesses in den USA eingesetzt. – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, stellenweise Bleistiftanmerkungen in Spanisch, sonst sehr gut erhalten.
Second Mexican edition; first published in March 1957. The first Latin American edition of this translation was published in Buenos Aires in 1947. The translator’s name is thought to be a pseudonym, and the designer of the cover cannot be identified either. In the 1940s and 1950s, it was common practice in the Latin American publishing industry (particularly in Argentina) for translators to work under a pseudonym for reasons relating to copyright, politics or contractual obligations. Often, these pseudonyms concealed the identities of well-known authors in exile or publishing house staff who produced translations from German at short notice. – The first edition was published in October 1922 by S. Fischer in Berlin. – ‘To create a Buddha who surpasses the universally recognised Buddha is an unprecedented feat, especially for a German. For me, *Siddhartha* is a more effective remedy than the New Testament.’ (Henry Miller). Miller, who described the work as his favourite book, had already championed translations of Hesse’s books in the USA as early as the 1950s. – Dust jacket with slight discolouration at the edges, pencil annotations in Spanish in places, otherwise in very good condition.

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200,--  Bestellen
1 Lochner, Stephan. Gebetbuch, 1451. Handschrift 70 der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt. (Und): Kommentar von Eberhard König mit Beiträgen von Kurt Hans Staub und Beate Braun-Niehr. 2 Bände (Faksimile und Kommentarband). Lachen am Zürichsee, Coron-Verlag und Stuttgart, Müller und Schindler (1989). Kl.-8° (12 x 9 cm.) und 8°. 235] Bl. mit 57 farbigen Pracht-Initialen sowie reich verzierten Goldornamenten und Miniaturen; 188 S. mit zahlr. teils farbigen Abbildungen. Blindgeprägter Orig.-Lederband mit 2 Messing-Schließen und Orig.-Pappband zusammen in dunkelroter Samtkassette mit farbiger Deckelvignette.

Nr. 349 von 1995 num. Exemplaren. – „Stephan Lochners Gebetbuch aus dem Jahr 1451 enthält Gebete für die private Andacht und zur Erbauung des Laien. In Köln entstand die prächtige Handschrift mit 470 Seiten wohl in Zusammenarbeit mit Lochners Werkstatt und im Auftrag einer aristokratischen Kölner Familie. Es gibt Vermutungen, dass es sich um einen Zweig der Hardenrather oder Judden handeln könnte. Herrlich sind die 57 historisierten Initialen, die von einer ganzseitigen Miniatur ergänzt werden. Stephan Lochner (1400–1451) ist als der bedeutendste Künstler der Kölner Malerschule und als Hauptvertreter des Weichen Stils bekannt. Zudem war er einer der ersten Rezipienten der neuen niederländischen Malerei um Robert Campin und Jan van Eyck“ (Coron-Verlag). – Tadellos.

Schlagwörter: Buchmalerei, Faksimile, Gebetbuch, Gebetbücher, Handschriften, Nummerierte Bücher

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450,--  Bestellen
1 Kinsky, Franz (Joseph Graf v.). Des Grafen Franz Kinsky gesamlete Schriften. 2 Teile in Band. Wien, Christian Friedrich Wappler 1785. 8°. [8] Bl., 119 S.; [2] Bl., 135 S. mit 8 gefalteten Kupfertafeln. Kalbslederband der Zeit.

ADB XV, 773 f. BLKÖ XI, 290. Jähns II, 2474 und 2568. VD18 9091032X. – Erste Gesamtausgabe der militärhistorischen Schriften des österr. Generals Franz Joseph Graf Kinsky von Wchinitz und Tettau (1739-1805). – „Bei Ausbruch des baierischen Erbfolgekrieges befehligte er zuerst eine Brigade in Baiern, später in Böhmen und zeichnete sich bei der bedeutendsten Affaire dieses ganzen Krieges, dem Wurmser’schen Ueberfall auf Habelschwerdt (18. Jan. 1779) vortheilhaft aus. Mit einem Schatze von Erfahrungen auf rein militärischem Gebiete, die K. während der Feldzüge gesammelt, und reich an Kenntnissen humanitären Wissens, die Frucht ununterbrochener Studien, wurde er 1779 Localdirector und 1785 Oberdirector der Militärakademie zu Wiener-Neustadt mit gleichzeitiger Ernennung zum Feldmarschall-Lieutenant. … Während der 20jährigen Wirksamkeit in der Militärakademie, welche nicht ohne harte Kämpfe gegen Vorurtheile der Zeit bleiben konnte, hatte K. in umfangreichen Memoires all’ das seinem Monarchen klar vor Augen gebracht, was die Erziehung zum wahren Krieger fordert, und diese Schriften geben beredtes Zeugniß von dem Streben eines Mannes, in dessen Brust Soldaten- und Menschen-Tugend gleich mächtig waren. – Begreiflich ist es darum, daß gerade er 1788 von Kaiser Josef zum Begleiter und Rathgeber des zur Armee abgehenden Erzherzogs Franz (nachmaligen Kaisers) ausersehen wurde. – Dies und die Feldzüge 1793 und 1794 unterbrachen zeitweilig Kinsky’s Wirken in der Militärakademie. In letzterem Jahre traten seine militärischen Eigenschaften in glänzendem Lichte hervor“ (K. F. H. Albrecht in ADB). – Einband am Fuß und unteren Vorderdeckel restauriert, Innengelenke angeplatzt, im unteren Blattrand stellenweise etwas fingerfleckig, gutes Exemplar aus der Bibliothek des Schach-Großmeisters und Karl May-Verlegers Lothar Maximilian Schmid (1928 -2013) mit dessen Exlibris.

Schlagwörter: Austriaca, Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Military history, Österreich

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160,--  Bestellen
1 Gehry – Dal Co, Francesco, Kurt Forster und Hadley Soutter Arnold. Frank O(wen) Gehry, das Gesamtwerk. Aus dem Englischen von Laila Neubert-Mader. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) (1998). 4° (29 x 26 cm.). 612 S., [1] Bl. mit zahlr. teils farbigen Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – „Die Bauten von Frank O. Genry, der mit seinen ausgefallenen Ideen bekannt geworden ist, sind Werke ohne definitives Ende: Er hält sich immer die Möglichkeit offen, in seine Arbeiten einzugreifen, wenn er zu neuen Erkenntnissen gekommen ist. Im vorliegenden Band wird der höchst interessante Werdegang dieses amerikanischen Architekten nachvollzogen, angefangen von seinen ersten Projekten in den frühen sechziger Jahren bis zu den Entwürfen, die ihn in aller Welt berühmt gemacht haben wie das Design Museum der Firma Vitra in Weil am Rhein und das Guggenheim Museum in Bilbao“ (DVA). – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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220,--  Bestellen
1 Winckell, George Franz Dietrich aus dem. Handbuch für Jäger, Jagdberechtigte und Jagdliebhaber. 2. vermehrte und ganz umgearbeitete Auflage. 3 Bände. Leipzig, F. A. Brockhaus 1820-1822. Gr.-8° (21 x 13 cm.). 32, CCCCLXIV, 477, (1) S., [2] Bl. (Musikbeilagen), 4 gefaltete Tabellen und 1 gefaltete Kupfertafel; XVIII, 813 S., XIV, 874 S. und 1 gefaltete Kupfertafel. Marmorierte Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern.

ADB XLIII, 343 f. Slg. Knorring 1304. Lindner 11.2279.02. Souhart S. 495. Vgl. Schwerdt IV, 101. – Das klassische Handbuch, das neben allen Bereichen der niederen, mittleren und hohen Jagd umfangreiche Kapitel über Jagdzeug, Hundekrankheiten und Anlage eines Wildgeheges enthält. Außerdem mit zwei Anhängen „Vom Schießgewehr“ und „Teutsch-französisches Wörterbuch der Jägersprache“. Das Werk erschien zuerst 1804-06. – „Dieses classische Buch behandelt alle zur Jagd gehörigen Gegenstände auf Grund eigener Kenntniß und Erfahrungen mit der größten Gründlichkeit in ausführlicher Weise. Man kann es noch heute als die beste Grundlage für jagdliches Wissen und jagdliche Erfahrungen bezeichnen; es wird auch thatsächlich fast stets angerufen, wenn unter den Jüngern Diana’s eine Meinungsverschiedenheit über einen jagdlichen Gegenstand entsteht“ (R. Heß in ADB). – Einbände etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

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320,--  Bestellen
1 Horvath, Alexis (eig. Aleksei Nikolaevich Khorvat). Beiträge zur Lehre über die Wurzelkraft. (Bewegung des Wassers in der Pflanze). Strassburg, Karl J. Trübner 1877. 8°. 63, (1) S. Halbleinenband der Zeit.

Erste Ausgabe, sehr selten. – Interessante Arbeit des russischen Mediziners und Psychologen A. Horvath (1836-nach 1897) . Horvath forschte 1877 an der Universität Straßburg zur Respiration und wurde 1882 als außerordentlicher Professor für Pathologie an die Universität Kasan berufen. – Schon im 18. Jahrhundert hatte Stephen Hales (Vegetable Staticks, 1727) nachgewiesen, dass Wurzeln Wasser mit erstaunlicher Kraft nach oben pressen können. Im 19. Jahrhundert wollte man verstehen, wie diese Kraft biologisch und physikalisch entsteht. Man nannte das Phänomen damals universell „Wurzelkraft“ oder „Wurzeldruck“. Der berühmte Botaniker Julius von Sachs machte den Wurzeldruck zu einem zentralen Thema seiner Vorlesungen über Pflanzen-Physiologie. Sachs bewies, dass der Wurzeldruck ein lebender (vitaler) Prozess ist. Wurden die Wurzeln mit Gift (z. B. Chloroform) betäubt, im Sauerstoff entzogen oder stark abgekühlt, brach der Wurzeldruck sofort zusammen. Im selben Erscheinungsjahr von Horvaths Buch (1877) gelang Wilhelm Pfeffer (1845-1920) der Durchbruch. „Dabei entwickelte er die nach ihm benannte Pfeffersche Zelle, ein Membranosmometer. Diese Messapparatur bestand aus einer Tonzelle, deren poröse Wände mit den von Moritz Traube im Jahre 1867 beschriebenen, semipermeablen Niederschlagsmembranen belegt waren. Die Pfeffersche Zelle ermöglichte erstmals die quantitative Bestimmung des osmotischen Drucks wässriger Lösungen“ (Wikipedia). – Beigebunden: Derselbe. Zur Abkühlung der Warmblüter. (Separatdruck aus: Pflüger’s Archiv für die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere. Band 12, Heft 1, Bonn, Max Cohen & Sohn 1876). S. 278-279. – Sehr seltene Arbeit über die künstlichen Absenkung der Körpertemperatur (Hypothermie) bei gleichwarmen Tieren (Säugetieren und Vögeln). Im 19. Jahrhundert galt die konstante Körpertemperatur von Warmblütern als biologisches Dogma. Horvath gehörte zu den Pionieren, die experimentell untersuchten, unter welchen Bedingungen dieser Regulationsmechanismus versagt oder künstlich manipuliert werden kann. Horvath kühlte lebende Warmblüter (meist Kaninchen oder Hunde) künstlich in Eisbädern ab, um den Zustand der Lethargie (Kälteschlaf) zu erforschen. Er wies in dieser Studie nach, dass Warmblüter bei einer extremen, kontrollierten Absenkung der Kernkörpertemperatur ihre Fähigkeit zur eigenständigen Thermoregulation zeitweise komplett verlieren. Sobald eine kritische Untergrenze erreicht war, verhielten sich die Tiere physiologisch wie wechselwarme Reptilien (Poikilotherme). Setzte man sie danach jedoch wieder einer äußeren Erwärmung aus, konnte die körpereigene Wärmeregulation reaktiviert werden und die Tiere erwachten unbeschadet. Diese spezifische Arbeit von 1876 lieferte Horvath die theoretische und experimentelle Grundlage für seine kurz darauf folgenden, berühmten Schriften über den Winterschlaf (z. B. „Untersuchungen über den Winterschlaf“, 1878–1881). – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Botanik, Botany, Osmose, Physiologie, Physiology, Zoologie, Zoology

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160,--  Bestellen
1 Wallace, Lewis (″Lew“). Ben Hur. Eine Erzählung aus der Zeit Christi. Mit Genhemigung des Verfassers frei nach dem Englischen bearbeitet von B. Hammer. Illustriert von Ant(on) C(arl) Baworowski. 2. Auflage. Stuttgart, Leipzig, Berlin, Wien, Deutsche Verlags Anstalt o. J. (ca.1894). 4° (26,5 x 18 cm.). VIII, 454 S. mit über 160 teils ganzs. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Leinenband.

Seltene Pracht-Ausgabe des weltberühmten historischen Romans von L. Wallace (1827-1905). – Mit Illustrationen des Wiener Genre- und Historienmalers A. C. Baworowski (1853-1927), der seit 1883 in München lebte. Seit 1892 widmete er sich verstärkt und sehr erfolgreich der Buchillustration. Er stattete zahlreiche literarische Klassiker und zeitgenössische Bestseller mit Zeichnungen aus, darunter Bertha von Suttners „Die Waffen nieder!“, Johann Heinrich Voß’ „Luise“ und eben Lewis Wallaces „Ben Hur“. – Einband etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher

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70,--  Bestellen
1 Kraemer, Hermann. Das Dorf Gausbach in Vergangenheit und Gegenwart. Gausbach im Murgtal, Gemeinde Gausbach 1957. 8°. 168 S. mit 16 Abbildungen auf Tafeln und 1 gefalteten Plan. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.

Einzige Ausgabe. – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Murgtal, Ortsgeschichte

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30,--  Bestellen
1 Schindehütte, Albert. Radsherrn & Pedaleure. Die Draisinen des Albert Schindehütte zu Ehren von Karl Friedrich von Drais, dem Erfinder des Fahrrads. Mit einer Würdigung von Horst Brandstätter. Hamburg, Rasch und Röhring 1996. 4°. 95, (1) S. mit zahlr. Abbildungen, 2 signierten Orig.-Radierungen und 1 signierten Orig.-Tuschezeichnung. Illustr. Orig.-Halbleinenband und roter Kartonumschlag in illustr. Pappschuber.

Nr. 27 von 66 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Original-Zeichnung (lavierte Feder- und Pinselzeichnung; Gesamtauflage der Vorzugsausgabe 222 Exemplare). – „Albert Schindehütte, Mitbegründer der legendären Berliner ‚Rixdorfer Werkstatt‘, widmet dem genialen Erfinder Karl von Drais und seinen Nachfolgern eine prachtvolle, humorvolle und künstlerisch virtuose Hommage. Seine unnachahmlichen Zeichnungen fangen den Geist der frühen ‚Laufmaschinen‘ und die Leidenschaft der Pedaleure ein. Ein literarisch-grafischer Genuss für Liebhaber der Radsportgeschichte und feiner Buchkunst. Mit einer einführenden Würdigung von Horst Brandstätter“ (Rasch und Röhring). Erschienen als offizielle bibliophile Begleitpublikation zur großen Kunstausstellung der HEW Cyclassics 1996 in Hamburg. – Tadellos.

Schlagwörter: Fahrrad, Fahrräder, Fahrradliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Originalzeichnung, Signed books, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik, Vorzugsausgaben

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240,--  Bestellen
1 Obermaier, Uschi. Das wilde Leben. Aufgezeichnet von Claudius Seidl. Hamburg, Hoffmann und Campe (1994). Gr.-8°. 192 S. mit zahlr. teils farbigen Abblidungen. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – „Für diese Frau, sagte Rainer Langhans einmal, würde ich jede Revolution verraten. Ihr Poster hing in Jugendzimmern und Wohngemeinschaften, es schmückte die Titelseiten der Magazine, von Twen und Stern bis zur amerikanischen Vogue – doch über ihr Leben kursierten bislang nur Gerüchte. Es waren wilde, spannende Gerüchte. Aber jetzt erzählt Uschi Obermair selber und beweist, daß ihr Leben noch viel spannender war. … Sie schildert, wie sie sich in Jimi Hendrix verliebte und mit Mick Jagger und Keith Richards durch die Welt zog. Sie erzählt, wie sie Dieter Bockhorn, den „Prinzen vom Kiez“, traf und mit ihm erst Hamburg unsicher machte und dann durch Indien und Amerika reiste, wo sie heute noch lebt“ (M. Althen, Süddeutsche Zeitung). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Groupies, High-Fish-Kommune München, Kommune I Berlin, Pop music, Pop-Kultur, Rock music

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50,--  Bestellen
1 Tschichold, Jan. Die neue Typographie. Ein Handbuch für zeitgemäss Schaffende. Berlin, Verlag des Bildungsverbandes der Deutschen Buchdrucker 1928. 8°. 240 S. mit zahlreichen, teils zweifarbigen und doppelblattgroßen Abbildungen. Schwarzer Orig.-Leinenband.

NDB XXVI, 476 ff. Schauer II, 127. – Erste Ausgabe dieses für die neue Typographie richtungweisenden Werkes. – Der Typograph, Buch- und Schriftgestalter Jan Tschichold (bis 1931 Johannes Tzschichhold, 1902-1974) „arbeitete in München auch als Plakatgestalter für den Phoebus-Palast, eines der größten bayer. Kinos in München. 1928 erschien im „Verlag des Bildungsverbandes der dt. Buchdrucker“, Berlin, T.s erste selbständige Publikation, ein Lehrbuch für Typographen, Drucker und Setzer, die „Neue Typographie“. Mit „Eine Stunde Druckgestaltung“ (1931) und „Schriftschreiben für Setzer“ sowie „Typographische Entwurfstechnik“ (1932) erschienen weitere Lehrbücher. Seit 1930 arbeitete er u. a. für den Berliner Verlag „Der Bücherkreis“, dessen Hauptgestalter er wurde. 1928 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des von Kurt Schwitters (1887–1948) geleiteten „Rings neuer Werbegestalter“, einem Zusammenschluß von Typographen, Malern und Werbedesignern. 1929 konstruierte T. eine erste „phonetische“ Schrift, mit dem Ziel, die avantgardistische Schriftgestaltung umzusetzen. Später folgten die „Zeus“ (1931) für die „Schriftguss KG“ Dresden, die Zierschrift „Saskia“ (1932) für „Schelter & Giesecke“ in Leipzig und die „Transito“ (1931) für die „Amsterdam Type Foundry“. 1933 erhielt er einen Auftrag der Fa. „Uhertype“ in München zur Entwicklung einer Schrift für eine Lichtsetzmaschine. Er entwarf ca. 10 Schriftschnitte, als wichtigste darunter die Uhertype-Standard-Grotesk. … T. hat die Typographie des 20. Jh. maßgeblich mitbestimmt. Durch seine theoretischen Schriften der 1920er Jahre verbreitete er einerseits die Ideen des Bauhauses und des Konstruktivismus, wodurch er das moderne Grafikdesign beeinflußte; ebenso trugen aber auch seine späteren Veröffentlichungen über die klassisch-traditionelle Typographie zur Entwicklung der Buchgestaltung bei und wirken auf Gestalter und Grafikdesigner bis in die Gegenwart“ (G. Netsch in NDB). – Rücken und Gelenke restauriert, Vorsätze etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar der seltenen Originalausgabe.

Schlagwörter: Bauhaus, Typographie

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500,--  Bestellen
1 Goldast von Haiminsfeld, Melchior (Hrsg.). Rervm Svevicarvm scriptores aliqvot veteres. Velleji Galli fragmentum vetustum. Isidori Hispalensis, Joannis Boemi Aubani; Henrici Bebelii nonnulla ad res Sueuorum. Praecipue Felicis Fabri Historia Svevica. Partim primum editi, partim emedatius auctiusque. … Editio secunda, emendatior. Ulm, Daniel Bartholomaei 1727. Folio [6] Bl., 113, (1) S., [6] Bl. mit Titelvignette und 4 Kopfvignetten in Holzschnitt. Halblederband des 20. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel.

ADB IX, 327 ff. Dahlmann-Waitz 239/92. Graesse III, 107. Heyd 175. NDB VI, 601 f. Potthast LXXX. VD18 14473437. – Zuerst bereits 1605 erschienene Sammlung (Frankfurt am Main, W. Richter, in okatv) aus schwäbischen Handschriften des Mittelalters. – Der Polyhistor Goldast von Haiminsfeld (1578-1635) erwies den „Historikern … große Dienste durch die beiden werthvollen Sammlungen der alemannischen und schwäbischen Scriptores …“ (A. v. Gonzenbach in ADB). – „G.s Leistung liegt vor allem in den zwar nicht durchweg einwandfreien, zum Teil aber noch nicht ersetzten Editionen bedeutender Quellen zur Reichs- und Rechtsgeschichte sowie historischer und literarischer Quellen besonders des Mittelalters, die die Forschung stark befruchteten“ (O. Vasella in NDB). – Wappen-Exlibris, die letzte Seite stärker angestaubt, sonst gut erhaltenes Exemplar.

Schlagwörter: Handschriften, Mittelalter, Schwaben, Württembergica

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220,--  Bestellen
1 Bachmayer, Monika und Peter Schmitt. Karlsruher Majolika 1901 – 2001. 100 Jahre Kunstkeramik des 20. Jahrhunderts. (Karlsruhe), G. Braun (2001). 4°. 234 S. mit zahlr., teils farb. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Keramik, Kunstgewerbe, Staatliche Majolika-Manufaktur Karlsruhe, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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45,--  Bestellen
1 Milosz, Czeslaw. Wiersze (Poems). (Mit illustr. Umschlag und 4 illustr. Vorsätzen von Jan Le Witt). Londyn (London), Oficyna Poetów i Malarzy 1967. 8°. 340 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).

Erste Ausgabe; mit eigenhändiger Widmung von C. Milosz für den französischen Schauspieler Georges Rucki „À Georges Rucki Czeslaw Milosz 27. II. 82 Paryz“. – Legendäre Exilausgabe der Sammlung mit Gedichten aus den Jahren 1934 bis 1965 des polnischen Nobelpreis-Trägers C. Milosz (1911-2004). Mit kongenialer Buch-Ausstattung des herausragenden polnisch-britischen Grafikers, Illustrators und Malers Jan Le Witt (1907-1991). – Milosz gilt „als der herausragendste polnische Dichter des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1951 und 1993 war er im Exil, bis 1960 in Frankreich, dann in den Vereinigten Staaten; in Polen bis 1980 wurde er zensiert. … Die Gedichte von Czeslaw Milosz sind intellektuell, und die Metaphern, die er verwendet, sind suggestiv. Sein Werk aus den 30-er Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg ist von Katastrophen gesättigt. Es wird von Momentum, Metapherlichkeit, Rhythmizität, Visionen der Apokalypse dominiert. Die Gedichte, die während des Krieges geschrieben wurden, haben nicht mehr so viel Pathos in sich. Sie sind viel weniger dekorativ. Der Dichter konzentriert sich auf die Kommunikativität des Gedichts – auf die darin enthaltene Verständlichkeit philosophischer und intellektueller Inhalte. Einige dieser Gedichte sind von Milosz dem besetzten Warschau (Stadt, Wandering) gewidmet, in dem er fast die gesamte Zeit des Krieges verbrachte. In der Arbeit von Milosz während des Krieges ist es auch möglich, eine bewusste Abkehr vom Thema Krieg zu bemerken. Darunter sind Gedichte, die die gewöhnliche Schönheit der Welt beschreiben, die – wie es scheinen mag – den Krieg nie kannte. Dies ist der Fall in dem Gedicht Das Pastorallied oder in der Reihe World (naiv) von 1943. Er führte in die polnische Literatur ein neues literarisches Genre ein – eine poetische Abhandlung (Vertragsgedicht), die nach Angaben des Dichters auf die Moderne abzielte, die als Verengung verstanden wurde und die „Fähigkeit“ der Poesie erweiterte. Im Band Licht des Tages stigmatisiert der Moralvertrag das Verschwinden von Werten, kritisiert den Mangel an Moral und zeigt an, was seiner Meinung nach in der menschlichen Mentalität verändert werden sollte“ (Wikipedia aus dem Polnischen Übersetzt). – Sehr schönes Exemplar.
First edition; inscribed by C. Milosz to the French actor Georges Rucki: ‘To Georges Rucki, Czeslaw Milosz, 27 February 1982, Paris’. – Legendary exile edition of the collection of poems from 1934 to 1965 by the Polish Nobel Prize laureate C. Milosz (1911–2004). With exquisite book design by the outstanding Polish-British graphic designer, illustrator and painter Jan Le Witt (1907–1991). – Milosz is regarded as ‘the most outstanding Polish poet of the 20th century’. He lived in exile between 1951 and 1993, first in France until 1960, then in the United States; his work was censored in Poland until 1980. … Czeslaw Milosz’s poems are intellectual, and the metaphors he uses are evocative. His work from the 1930s, prior to the Second World War, is steeped in catastrophe. It is dominated by momentum, metaphorical imagery, rhythm and visions of the apocalypse. The poems written during the war no longer contain quite so much pathos. They are far less ornate. The poet focuses on the communicative power of the poem – on the clarity with which it conveys philosophical and intellectual content. Some of these poems are dedicated by Milosz to occupied Warsaw (City, Wandering), where he spent almost the entire duration of the war. In Milosz’s wartime work, it is also possible to observe a deliberate shift away from the theme of war. Among these are poems that describe the ordinary beauty of the world, which – as it might seem – never knew war. This is the case in the poem ‘The Pastoral Song’ or in the 1943 series ‘World (naive)’. He introduced a new literary genre into Polish literature – the poetic treatise (contract poem) , which, according to the poet, was aimed at modernity – understood as a narrowing of perspective – and expanded the ‘capacity’ of poetry. In the collection *Light of Day*, *Social Contract* condemns the disappearance of values, criticises the lack of morality and highlights what, in his view, should be changed in the human mindset” (Wikipedia, translated from Polish). – A very fine copy.

Schlagwörter: Exilliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Inscribtion, Lyrik, Poetics, Signed books, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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750,--  Bestellen
1 Hesse, Hermann. Sinclairs Notizbuch. Zürich, Rascher & Cie. 1923. Gr.-8° (24,5 x 18,5 cm.). 108 S., [2] Bl. mit 4 Farbtafeln nach Aquarellen des Verfassers. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.

Kliemann/Silomon 43. Mileck II, 44. Waibler E 172. W.-G.² 127. – Erste Ausgabe; eines von 1100 Exemplaren der Luxusausgabe, im Druckvermerk von H. Hesse signiert. – Die Aufsätze und Dichtungen dieses kleinen Buches sind in den Jahren 1917 bis 1920 geschrieben, und die Mehrzahl von ihnen ist damals in Zeitungen und Zeitschriften unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen, demselben Pseudonym, unter welchem ich damals den Roman „Demian“ erscheinen ließ. Sie gehören innerlich zusammen. Ihre Ergänzung finden sie in meinen beiden Schriften „Zarathustras Wiederkehr“ und „Blick ins Chaos“ (H. Hesse im Vorwort). – „Der Band, der durch die limitierte Auflage, den Verlagswechsel und durch den Ladenpreis alle Merkmale eines Privatdrucks unter Ausschluß der Öffentlichkeit hat, enthielt nur eine Auswahl aus den pseudonym veröffentlichten Aufsätzen; darunter die erste Sinclair-Veröffentlichung überhaupt, „Im Jahre 1920“; aus der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom 15./16.11.1917. „Eigensinn“ aus dem Jahrbuch „Die Schweiz“, Jg. 22 von 1918 und „Aus Martins Tagebuch“ aus der Berner Zeitschrift „O mein Heimatland“, Jg. 9 von 1921. Hesse unterlegte der pseudonymen Veröffentlichung ein imaginäres Tagebuch seines jüngsten Sohnes Martin. Später ließ er das Stück als „Fragment aus einem unvollendeten Roman“ drucken“ (Hesse Katalog Marbach S. 108). – Rücken etwas aufgehellt und berieben, Vorsätze etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signed books, Signierte Bücher

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600,--  Bestellen
1 (Born, Ignaz v.). Monacologie. Illustrée de figures sur bois. – Monachologia, figuris ligno incisis illustrata. Eridaniae, Typis Philanthropicis 1782. Paris, Jean-Baptiste-Alexandre Paulin 1844. Schmal-8° (18,5 x 10 cm.). 96 S. mit 2 Titelvignetten und 33 Holzstich-Illustrationen. Weinroter Halblederband um 1900 mit goldgepr. Rückentitel.

Debertol, Konjunkturen eines Feindbildes: Die Mönchssatire „Monachologia“ und ihre Nachleben. In: Das Achtzehnte Jahrhundert und Österreich. Band 36, Wien 2021. Hayn/Gotendorf V, 341. – Bilinguale Ausgabe des antiklerikalen Propaganda-Werks des österreichischen Aufklärers Mineralogen und Freimaurers I. v. Born (1742-1791). Das 1783 anonym auf Latein erschienene Werk parodiert die wissenschaftliche Systematik der Naturreiche von Carl von Linné. Statt Pflanzen oder Tieren teilt Born darin die verschiedenen Mönchsorden in Klassen, Gattungen und Arten ein. Born beschreibt die Mönche in einen extrem reduzierten, pseudowissenschaftlichen Zoologie-Stil, wie neu entdeckte Tierarten nach anatomischen Merkmalen (wie Tonsur, Kapuzenform, Gürtel oder Kleidungsfarbe). Die Holzstiche illustrieren diese „äußeren Merkmale“ der Mönche. – Born, selbst Mitglied im Jesuitenorden 1757 bis 1762, prangert die Nutzlosigkeit und Rückständigkeit des Mönchswesens an. Unter dem Decknamen Furius Camillus war Born Mitglied von Adam Weishaupts Illuminatenorden. 1770 war er in der Freimaurerloge Zu den drei gekrönten Säulen in Prag aufgenommen worden, 1781 wurde er Mitglied und am 9. März 1782 Meister vom Stuhl der Wiener Loge Zur wahren Eintracht. Mozart, selbst seit 1784 Mitglied der Wiener Loge Zur Wohltätigkeit, „besuchte aber regelmäßig die Wiener Loge Zur wahren Eintracht und wurde von Born am 7. Januar 1785 in den Gesellengrad befördert. Auch nahm Born die Aufnahme von Leopold Mozart vor. Die am 30. September 1791 uraufgeführte Oper Die Zauberflöte sollte als allegorische und volkstümliche Darstellung der aufklärerischen Ideale der Freimaurerei verstanden werden, wobei Ignaz von Born das Vorbild für den Weisen Sarastro war“ (Wikipedia). – „1844 erschien in Paris bei Jean-Baptiste-Alexandre Paulin (1796–1859), der vor allem als Mitbegründer der illustrierten Zeitschrift L’Illustration bekannt ist, eine zweisprachige, lateinisch-französische Ausgabe. Im Vorwort wird hier explizit Born als Autor genannt. Außerdem wird begründet, warum eine Neuauflage notwendig sei: Bisher sei keine weitere Monographie über die Gattung der Mönche erschienen. Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts seien die Mönche zudem fast vollständig aus Frankreich verschwunden. Die Naturforscher seien uneinig, woran das liege und manche vermuteten, dass die Mönche nicht wirklich ausgestorben seien, sondern nur im Verborgenen lebten und daher selten beobachtet werden könnten, wie das Aye-Aye oder der Orang-Utan. … Hinter der Fassade der ironischen Pseudo-Naturbeschreibung, der bewusst die satirische Strategie des Haupttextes aufgreift, beschwört dieses Vorwort also ein Bedrohungsszenario herauf, in dem die Mönche weiter im Verborgenen wirken, nachdem sie zumindest einen großen Teil ihres öffentlichen Einflusses eingebüßt haben“ (Markus Debertol). – Sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.
A bilingual edition of the anti-clerical propaganda work by the Austrian Enlightenment thinker, mineralogist and Freemason I. v. Born (1742–1791). Published anonymously in Latin in 1783, the work parodies Carl von Linné’s scientific classification of the natural kingdoms. Instead of plants or animals, Born classifies the various monastic orders into classes, genera and species. Born describes the monks in an extremely simplified, pseudo-scientific zoological style, as if they were newly discovered animal species, categorising them according to anatomical features (such as the tonsure, hood shape, belt or colour of clothing). The woodcuts illustrate these ‘external characteristics’ of the monks. – Born, himself a member of the Jesuit Order from 1757 to 1762, denounces the futility and backwardness of monastic life. Under the pseudonym Furius Camillus, Born was a member of Adam Weishaupt’s Order of the Illuminati. In 1770 he was admitted to the Masonic lodge ‘Zu den drei gekrönten Säulen’ in Prague; in 1781 he became a member of the Viennese lodge ‘Zur wahren Eintracht’, and on 9 March 1782 he was elected Worshipful Master of that lodge. Mozart, himself a member of the Viennese lodge ‘Zur Wohltätigkeit’ since 1784, ‘regularly attended the Viennese lodge ‘Zur wahren Eintracht’ and was promoted to the degree of Fellow Craft by Born on 7 January 1785. Born also initiated Leopold Mozart. The opera *The Magic Flute*, which premiered on 30 September 1791, was intended to be understood as an allegorical and popular representation of the Enlightenment ideals of Freemasonry, with Ignaz von Born serving as the model for the sage Sarastro’ (Wikipedia). – „In 1844, a bilingual Latin-French edition was published in Paris by Jean-Baptiste-Alexandre Paulin (1796–1859), who is best known as the co-founder of the illustrated magazine *L’Illustration*. The preface explicitly names Born as the author. It also explains why a new edition was necessary: no other monograph on the species of monks had been published to date. Furthermore, since the beginning of the 19th century, the monks had almost completely disappeared from France. Naturalists were divided as to the reason for this, and some suspected that the monks were not actually extinct, but merely lived in seclusion and could therefore rarely be observed, much like the aye-aye or the orangutan. … “Behind the façade of an ironic pseudo-natural history account – which deliberately echoes the satirical strategy of the main text – this foreword thus conjures up a scenario of threat in which the monks continue to operate in secret, having lost at least a large part of their public influence” (Markus Debertol). – A very fine copy in decorative binding.

Schlagwörter: Ordensgeschichte, Parodie, Satire

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140,--  Bestellen
1 Kemelman, Harry. The Nine Mile Walk. The Nicky Welt Stories. New York, G. P. Putman’s Sons (1967). 8°. 186 p. Original hardcover with dust jacket. (Red Mask Mystery).

First edition, second printing (″Book Club Edition“). – Dust jacket with small tears along the edges; a fine copy.

Schlagwörter: Judaica, Kriminalliteratur

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40,--  Bestellen
1 Kobell, Franz v. Oberbayrische Lieder. Mit ihren Singweisen. Seiner Majestät des Königs für das bayerische Gebirgsvolk gesammelt und herausgegeben. Mit Bildern von A(rthur) v. Ramberg. München, Braun & Schneider 1860. 8°. 100 S., [1] Bl. mit Holzstich-Illustrationen und Musiknoten. Illustrierter Orig.-Pappband.

Rümann 1696. – Seltene erste Ausgabe. – Sammlung traditioneller Volkslieder, Jodler und „Gsangln“ aus dem oberbayerischen Raum. – Rücken erneuert, Kanten bestoßen, sonst gutes Exemplar.

Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Lieder, Mundart

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70,--  Bestellen
1 Rey, Guido. Das Matterhorn. Vorwort von Edmondo de Amicis, geologische Erläuterungen von Vittorio Novarese. Deutsche Übersetzung von Otto Hauser. Mit 37 Zeichnungen von Eduardo Rubino und 11 Abbildungen nach photographischen Aufnahmen (des Verfassers, Emile Gos, J. Gaberell u. a.). Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt 1905. 4° (30 x 22,5 cm.). XI, 258 S., [1] Bl. mit 35 (15 montierten) Tafeln und Illustrationen im Text. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.

Dreyer 992. – Erste deutsche Ausgabe des schön ausgestatteten Werks. Die italienische Originalausgabe erschien 1904 in Mailand. – „Mit Guido Rey ( gestorben am 24. Juni 1935 ) hat Italien seinen grössten Bergsteiger verloren, und die gesamte alpine Welt ist um einen Bergschriftsteller und Bergdichter ärmer geworden, dem sich nur wenige an die Seite stellen lassen und dessen Werke nicht nur dem alpinen Schrifttum, sondern der klassischen Literatur seines Heimatlandes für immer angehören. Henry Bordeaux hat ihn mit Recht einen « General im Heere der Alpinisten » genannt. … Das letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts steht für Rey unter dem Zeichen des Berges, dessen Name für immer mit dem seinen verknüpft ist: des Matterhorns. Von der Kuppe des Monte Bo hatte ihm Sella die blaue Pyramide gezeigt, die sich in der Ferne in kühnem Aufschwung über das weite Gipfelmeer erhob. Bei der Fahrt zur Punta dei Cors sah er den Cervino aus dem Valtournanche aus grösserer Nähe und empfing wieder einen überwältigenden Eindruck. Bald verdichtete sich das Interesse für den Berg zu dem Entschluss, ihn zu ersteigen: zwei Jahre später bereitet er mit einigen Freunden eine führerlose Begehung des Matterhorns vor, da trifft ihn die Nachricht vom Todessturz seines Bruders und lässt ihn die Fahrt sofort abbrechen. 1890 finden wir ihn wieder am Cervino; an Mummerys vergeblichen Versuch von 1880 anknüpfend, sucht er den Gipfel über den Furggengrat zu gewinnen. Innerhalb von acht Tagen kommt es zu fünf Versuchen; während des letzten gebietet ein Steinhagel vom Matterhornkopf auf der Furggenschulter Halt und lässt ihn das ganze Unternehmen als aussichtslos und unsinnig aufgeben. Aber der Dämon des Matterhorns war stärker als seine Vernunft und sein Wille: nachdem er das Hörn inzwischen von Zermatt nach Breuil überschritten und einen durch Wetterungunst vereitelten Versuch gemacht hatte, den Furggengrat im Abstieg zu begehen, nimmt er nach neun Jahren seine früheren Pläne wieder auf. Mit Antoine und Aimé Maquignaz steigt er zur Furggenschulter und lässt sich von Daniel Maquignaz, der mit zwei Begleitern auf dem gewöhnlichen Wege zum Gipfel gestiegen war, ein unterhalb der Spitze verankertes Seil zuwerfen. Mit seiner Hilfe klimmen sie bis auf fünfzehn Meter unter der oberen Gruppe empor, da gerät das Seil am letzten Überhang ins Pendeln, und sie müssen wieder zurück. Auch jetzt gibt sich Rey noch nicht geschlagen. Zwei Tage später ersteigt er den Gipfel über den italienischen Grat, geht auf der Furggenseite soweit wie möglich hinunter, befestigt dort eine Strickleiter und steigt auf ihr soweit ab, bis er den höchsten im Anstieg erreichten Punkt gewonnen hat. Damit war der Furggengrat in seiner ganzen Länge begangen. Eine Ersteigung « by fair means », wie sie Mummery vorgeschwebt hatte, war das freilich nicht, eher eine Niederlage, aber, wie er später bekennt, « diese Niederlage ist mir jetzt teurer als ein Sieg ». Die wirkliche Bezwingung des Furggengrats gelang bekanntlich erst 1911 Reys Landsmann Piacenza, der freilich in die Südflanke ausweichen musste; die erste Begehung bis zur Furggenschulter im Abstieg mit Ausweichen nach Norden wurde 1929 von Blanchet durchgeführt“ (Aus einem Nachruf von Paul Geissler im Jahrbuch des Schweizer Alpen Clubs 1936). – Einband etwas berieben, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Alpen, Alpinismus, Alpinistik, Helvetica, Photographie, Schweiz

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120,--  Bestellen
1 Pfau, Karl Fr(iedrich). Das Buch berühmter Buchhändler. Eine Sammlung von Lebensbildern berühmter Männer. Leipzig, Selbstverlag 1885. 152 S. mit 6 Porträts. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckelvergoldung.

Erste Ausgabe. – Mit 14 Biographien von Aldus Manutius, Anton Koberger, Johann Frobeen, Philipp Ersamus Reich, Johann Philipp Palm, Johann Gottlieb Immanuel Breitkopf, Christoph Friedrich Nicolai, Georg Joachim Göschen, Johann Friedrich Cotta, Friedrich Christoph Perthes, Friedrich Arnold Brockhaus, Benedictus Gotthelf Teubner und Johann Jacob Weber. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Buchhandel, Buchhändler

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30,--  Bestellen
1 Banville, Théodore de. Les princesses. Compositions de Georges Rochegrosse. Paris, Librairie des Amateurs, A. et F. Ferroud 1904. 4° (28,4 x 19,8 cm.). VI S., [1] Bl., 42 S., [7] Bl. mit 24 (21 ganzs.) Radierungen von Eugène Decisy nach G. Rochegrosse. Grünblauer Halblederband mit goldgepr. Rückentitel, floraler Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Kopfgoldschnitt (signiert: É(mile) Carayon, Orig.-Umschlag beigebunden).

Carteret IV, 56. Monod 934. – N° 299 sur 400 exemplaires sur vélin d’Arches. – „Une des meilleures illustrations de l’artiste“ (Carteret) qui est surtout une affaire de famille puisque la mère de Rochegrosse s’est remariée avec Banville en 1875. „Ainsi j’ai tenté la folle entreprise d’évoquer en vingt Sonnets les images de ces grandes Princesses aux lèvres de pourpre et aux prunelles mystérieuses, qui ont été à travers les âges le désir et les délices de tout le genre humain, ayant gardé ce privilège d’être adorées comme Déesses et aimées d’amour, alors que les siècles ont dispersé les derniers restes de la poussière qui fut celle de leurs corps superbes.“ – Demi maroquin bleu à coins liseré (reliure de l’époque signée Carayon), dos lisse à motifs floraux mosaïqués de maroquin rouge, tête dorée; signée É(mile) Carayon (1843-1912). – Très rares rousseurs, Très bon état.
No. 299 of 400 copies on Arches vellum. – “One of the artist’s finest illustrations” (Carteret), which is above all a family affair, as Rochegrosse’s mother remarried Banville in 1875. “Thus I have attempted the mad endeavour of evoking, in twenty sonnets, the images of these great princesses with crimson lips and mysterious eyes, who throughout the ages have been the desire and delight of all mankind, having retained the privilege of being worshipped as goddesses and loved with passion, whilst the centuries have scattered the last remnants of the dust that once was their magnificent bodies.” – Half blue morocco with edged corners (contemporary binding by Carayon), smooth spine with floral motifs inlaid in red morocco, gilt head; signed É(mile) Carayon (1843–1912). – Very few foxing spots, very good condition.

Schlagwörter: Art nouveau, Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher

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500,--  Bestellen
1 Prondzynski, Ferdinand v. Versuch einer Kriegs-Theorie. Aus dem Gesichtspunkte des Subaltern-Officiers als Erfahrungs-Wissenschaft folgerecht dargestellt. Bielefeld, Velhagen & Klasing 1836. 8°. XVI, 504 S., [1] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.

Jähns III, 1468. – Erste Ausgabe. – Seltenes Lehr- und Handbuch für jüngere Offiziere. Der preussische General F. v. Prondzynski (1804-1871) begreift die Kriegführung nicht als starres mathematisches System, sondern als Erfahrungswissenschaft. Für ihn lässt sich Kriegführung nur durch logische Folgerungen aus realen Erlebnissen, Pragmatismus und praktischer Anwendung auf dem Schlachtfeld verstehen und erlernen. Das Buch entstand in einer Epoche, in der das preußische Militärdenken stark durch die napoleonischen Kriege und die Schriften von Carl von Clausewitz beeinflusst war. Während Clausewitz die philosophische und politische Natur des Krieges analysierte, lieferte Prondzynski das handwerkliche Gegenstück für die ausführende Ebene der Truppenführer. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Preussen

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200,--  Bestellen
1 Evans-Wentz, W(alter) Y(eeling, Hrsg.). The Tibetan book of the great liberation. Or the method of realizing Nirvana through knowing the mind. Preceded by an epitome of Padma-Sambhava’s biography and followed by Guru Phadampa Sangay’s teachings. According to English renderings by Sardar Bahadur S. W. Laden La, and by the Lamas Karma Sumdhon Paul, Lobzang Mingyur Dorje, and Kazi Dawa-Samdup. With psychological commentary by C(arl) G(ustav) Jung. London, New York, Toronto, Oxford University Press, Geoffrey Cumberlege 1954. 8°. LXIV, 261, (1) pp., with a colour frontispiece and 8 plates. Original linen binding with a gold-stamped title on the spine and a vignette on the cover.

First edition. – The American anthropologist W. Y. Evans-Wentz (1878-1965) „was a pioneer in the study of Tibetan Buddhism, and in transmission of Tibetan Buddhism to the Western world. … In 1927, The Tibetan Book of the Dead was published by Oxford University Press. Evans-Wentz chose the title „Book of the Dead“ because it reminded him of the Egyptian Book of the Dead. For Westerners, the book would become a principal reference on Tibetan Buddhism. Evans-Wentz credited himself only as the compiler and editor of these volumes; the actual translation was performed by Tibetan Buddhists, primarily Lama Kazi Dawa-Samdup. Evans-Wentz’s interpretations and organisation of this Tibetan material is hermeneutically controversial, being influenced by preconceptions he brought to the subject from Theosophy and other metaphysical schools. This book was followed by Tibet’s Great Yogi Milarepa (1928), also based on Samdup’s translations. Evans-Wentz was a practitioner of the religions he studied. He became Dawa-Samdup’s „disciple“ (E-W’s term), wore robes, and ate a simple vegetarian diet. In 1935, he met Ramana Maharshi and went to Darjeeling, where he employed three translators, Sikkimese of Tibetan descent, to translate another text which was published as Tibetan Yoga and Secret Doctrines (1935). Evans-Wentz intended to settle permanently in India, but was compelled by World War II to return to the U.S. There he would publish The Tibetan Book of the Great Liberation in 1954. A final work, Cuchama and Sacred Mountains (1989), was published posthumously. In 1946, he wrote the preface to Yogananda’s well known Autobiography of a Yogi, that introduced both Yogananda and himself to wider audiences in a book which has been in print for over sixty-five years and translated into at least thirty-four languages. He mentions having personally met Yogananda’s guru, Swami Sri Yukteswar Giri, at his ashram in Puri and noted positive impressions of him. Evans-Wentz remains best known for his lasting legacy to Tibetology“ (Wikipedia). – A very fine, clean copy.

Schlagwörter: Buddha and Buddhism, Buddhismus, Buddhistische Philosophie, Nirvana, Yoga

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120,--  Bestellen
1 Genet, Jean. Der Seiltänzer. Ein Gedicht. (Deutsch von Manon Grisebach). Hamburg, Merlin-Verlag (1963). Gr.-4° (34,5 x 24,5 cm.). 33 S., [1] Bl. mit 6 Illustrationen von Alexander Camaro. Illustr. Orig.-Leinenband.

Erste deutsche Ausgabe; eines von 500 num. Exemplaren (Gesamtausgabe 525 Exemplare). – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher

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35,--  Bestellen
1 Stieler, Karl. Von Dahoam. In Bildern von Franz Defregger, Dichtungen. 2. Auflage. München, Franz Hanfstaengl o. J. (ca. 1885). 4°. [28] Bl. mit 23 mont. Orig.-Photographien nach Gemälden und 1 Portrait von F. Defregger (Albuminabzüge, ca. 12 x 10 cm.). Illustr. Orig.-Leinenband mit Goldschnitt.

Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam 406. – Wohl zweite illustrierte Ausgabe mit Mundart-Gedichten auf den Rückseiten der Trägerkartons; die erste Ausgabe erschien 1881 mit nur 18 Photographien. Die 3. Ausgabe erschien 1887 mit 25 Tafeln und die 4. Ausgabe erschien 1890 wieder mit 24 Photographien. – Franz Seraph Hanfstaengl (1804-1877) eröffnete 1852 zusammen mit seinem Schwager Moritz Eduard Lotze (1809-1890) sein „aristisch-photographisches Atelier“. Später zum bayr. Hoffotografen ernannt, porträtierte er zahlreiche berühmte Persönlichkeiten König Ludwig II von Bayern, O. v. Bismarck, Kaiserin Elisabeth von Österreich, F. Liszt, R. Wagner u.v.a. Auf der Pariser Weltausstellung 1855 gewann er eine Goldmedaille für die Vorführung retuschierter Fotografien und gilt als Erfinder der Negativretusche. – Deckel berieben und etwas fleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Bayrisch, Lyrik, Mundart, Original-Photographie

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100,--  Bestellen
1 Weber, Horst. Zielpunkt Südeifel. Ein Tagebuch über Luftkriegsereignisse der Jahre 1939 bis 1945 in den Kreisen Bitburg und Prüm 1939-45 in zwei Bänden. I. 1939-August 1944. – August 1944-1945. Bitburg, Geschichtlichen Arbeitskreis Bitburger Land (GAK) (2000). Gr.-8°. 316 S.; 364 S. mit zahlr. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Pappbände mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Einzige Ausgabe, selten. – Inhalt: Ein chronologisches Tagebuch über Abstürze von alliierten und deutschen Flugzeugen, Luftangriffe, den Einsatz von Flak-Einheiten und technologische Entwicklungen (wie die „Schräge Musik“ bei Nachtjägern). Der Luftraum über der Eifel diente im Zweiten Weltkrieg als Aufmarschgebiet für den Westfeldzug 1940 sowie als wichtige Einflugschneise für Bomberverbände der britischen RAF und der US-amerikanischen USAAF. Das Buch dient Regionalhistorikern und Heimatforschern oft als verlässliche Quelle für lokale Absturzstellen. Unter anderem wird darin der Abschuss einer US-Maschine im Jahr 1944 bei Matzen (einem Stadtteil von Bitburg) und das anschließende Schicksal der überlebenden Besatzung im nahegelegenen Preist präzise rekonstruiert. – Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II

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80,--  Bestellen
1 Parke, Thomas Heazle. My personal experiences in equatorial Africa. As medical officer of the Emin Pasha relief expedition. London, Sampson Low, Marston & Company 1891. Gr.-8° (23 x 14,5 cm.). XXVI, [1] Bl., 526, 32 S. mit Portrait-Frontispiz, 17 Holzstich-Tafeln und 1 gefalteten Karte. Pappband mit goldgepr. Rückenschild.

Czech 132. Hess/Coger 7533. Kainbacher 321. – Rare first edition. – The Irish physician, British Army officer T. H. Parke (1857-1893) „was invited by Edmund Musgrave Barttelot in January 1887 … to accompany him on the Emin Pasha Relief Expedition. The expedition would be led by Henry Morton Stanley, and would journey through the African wilderness in relief of Emin Pasha, an Egyptian administrator who had been cut off by Mahdist forces following the Siege of Khartoum. Parke was initially rejected by Stanley upon his arrival in Alexandria, but was invited by telegram a day later to join the expedition in Cairo.[6] On 25 February 1887, the expedition set off from Zanzibar in the east for the Congo in the east. The expedition lasted for three years and faced great difficulty, with the expedition of 812 men suffering from poor logistical planning and leadership. The rainforest was much larger than Stanley expected, leading much of the party to face starvation and disease. Parke, for his part, saved the lives of many in the party, including Stanley, who suffered from acute abdominal pain and a bout of sepsis. Stanley described Parke’s care as „ever striving, patient, cheerful and gentle…most assiduous in his application to my needs, and gentle as a woman in his ministrations“. Parke also treated Arthur Jephson for fever, and nursed Robert H. Nelson through starvation. Furthermore, after a conflict with the natives, Parke had to save William Grant Stairs by orally sucking the poison out of an arrow wound“ (Wikipedia). – The cover and endpapers have been professionally restored; the title page, foreword and table of contents show minor damage; otherwise in good condition.

Schlagwörter: Africa, Afrika, Entdeckungsreisen, Travel

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240,--  Bestellen
1 Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. Strubbelpeter und andere Geschichten für kleine Leute. Meiringen, Walter Loepthien o. J. (1948). Gr.-8° (24,5 x 18 cm.). [16] Bl. mit farbigen Illustrationen von Werner Theiß. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.

Rühle 235. Vgl. Baumgartner IV, 16. – Erste Ausgabe. – Im selben Jahr erschien noch eine wesentlich verkleinerte Ausgabe für den Christlichen Buchversand, Stuttgart. – „Inhaltlich nur gering veränderte Version,… Die Bilder zeigen zwar die bekannten Motive, sind aber „modernisiert“ und in der Darstellung gegenüber dem Original sehr unterschiedlich“ (R. Rühle). – Einband fleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden)

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40,--  Bestellen
1 Struwwelpeteriade – Vigna, Erny. Die sieben Früchtchen. Ein Bilderbuch. Berlin-Grunewald, Hermann Klemm o. J. (1932). 4°. [20] Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.

Klotz, Bilderbücher 6038/1. Rühle 406. – Einzige Ausgabe. – Text und Titel in Sütterlin-Schrift. – „Skurril und reizvoll in eigenwilliger Weise illustrierte struwwelpeternahe Struwwelpeteriade mit sechs Geschichten, die zum Teil ganz neue Unarten schildern. Die sieben unartigen Kinder landen als ‚Früchtchen‘ in einem Baum, von dem sie Knecht Ruprecht erst heruntersteigen läßt, wenn sie artig geworden sind“ (R. Rühle). – Deckel etwas fleckig und mehrfach gestempelt, zeitgenöss. Besitzvermerk, Innengelenk nach Bl. 12 angeplatzt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade

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80,--  Bestellen
1 Daisenberger, J(ohann) M(ichael, Hrsg.). Auswahl neuer Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen in der Oekonomie, Stadt- und Landwirthschaft, Feldbau, Viehzucht, Gärtnerey, Bräuerey &c. Für Künstler, Fabrikanten, Handwerker, Güterbesitzer und Haushälter aller Gattung. 6 Bände. Stadtamhof, J. M. Daisenberger 1803(-1805). Kl.-8° (17,5 x 11 cm.). Mit 20 (7 handkol., 9 gefaltete) Kupfertafeln. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern. (Sammlung neuer Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen in der Oekonomie,… Erster und zweyter Theil).

Engelmann, Bibliotheca Oeconomica S. 14. Holzmann/Bohatta 3824. Humpert 711. – Vollständig sehr seltene Kompilation mit neuen Methoden zur Steigerung von Ernteerträgen, Fruchtfolgen oder Düngung, Ratschlägen zur Haltung und Pflege von Nutztieren, Konservierungsmethoden für Lebensmittel, Gartenbau- und Gesundheitsratschlägen sowie Verbesserungen beim Bierbrauen, Branntweinbrennen oder in handwerklichen Manufakturen. – Die kolorierten Tafeln mit Darstellung verschiedener Pflanzen und die dritte Kupfertafel in Band III zeigt einen „fliegenden Wanderer“ (einen kuriosen Flugapparat; Mann mit einem kleinen Fesselballon auf dem Kopf und zwei Seitenrudern). Der anonyme Verfasser beschreibt die Erfindung ausführlich und bemerkt am Ende: „Wir glauben nicht nöthig zu haben, unsere Leser nochmals auf die Vortheile aufmerksam zu machen, die diese Ausrüstung jedem Fußgänger darbiethen muß. Hoffentlich wird sie von Geschäftsmännern sowohl als Luftrittern mit Vergnügen ergriffen werden. Wohlfeiler als das geringste Fuhrwerk oder Reitpferd, in der Unterhaltung ihrer Kraft so genügsam und in ihrem Gebrauch so nützlich, wie vergnügend, kann sie unmöglich das nicht seltene Schicksal haben, zurückgesetzt zu werden; und wird mit dieser guten Absicht derselben haben wir nicht genug eilen können, unser Publikum mit ihr bekannt zu machen, besonders für Reisende über Ströme und Laaks zu gehen, wo unten an den Füßen noch dritte Korkplatten kommen.“ (S. 208). – J. M. Daisenberger (1772-nach 1848) betrieb seit 1799 eine Buchhandlung und einen Verlag in Stadtamhof; 1810 bis 1826 in Regensburg und später in Passau und in München. – Sehr schönes Exemplar der vollständig kaum auffindbaren Reihe.
A very rare complete compilation covering new methods for increasing crop yields, crop rotation and fertilisation; advice on the rearing and care of farm animals; food preservation methods; horticultural and health advice; as well as improvements in beer brewing, spirits distillation and artisanal manufacturing. – The coloured plates depicting various plants, and the third copperplate in Volume III, show a ‘flying wanderer’ (a curious flying machine; a man with a small tethered balloon on his head and two rudders). The anonymous author describes the invention in detail and remarks at the end: „We do not consider it necessary to draw our readers’ attention once again to the advantages that this equipment must offer every pedestrian. We hope it will be welcomed with pleasure by businessmen as well as by adventurers. Cheaper than even the humblest cart or riding horse, so economical to maintain and so useful – as well as enjoyable – in its use, it cannot possibly suffer the not uncommon fate of being neglected; and with this good intention in mind, we cannot be too hasty in introducing it to our readership, particularly for travellers crossing rivers and lakes, where a third layer of cork is added at the very bottom of the soles.” (p. 208). – J. M. Daisenberger (1772–after 1848) ran a bookshop and publishing house in Stadtamhof from 1799; from 1810 to 1826 in Regensburg, and later in Passau and Munich. – A very fine copy of this compilation, which is almost impossible to find in its entirety.

Schlagwörter: Agriculture, Economics, Erfindungen, Hausvater-Literatur, Hauswirtschaft, Inventions, Obstbau, Technik, Technikgeschichte

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1.200,--  Bestellen
1 Winkler, K(arl) G(ottlieb) Th(eodor), (d. i. Theodor Hell). Des Maurers Leben. Dargestellt in neun Gesängen. Dresden, Selbstverlag 1816. 8°. XVI, 110 S. mit gestoch. Frontispiz und 9 gestoch. illustr. Zwischentiteln. Halblederband um 1880 mit goldgepr. Rückenschild, dekorativer Rückenvergoldung (Winkel und Zirkel) und Kopfgoldschnitt.

ADB XI, 693 f. Wolfstieg 26704. – Seltene erste Ausgabe. – Gesänge über Religion, Vaterlandsliebe, Bruderliebe, die Liebe zu den Schwestern, die Hallen, die Weihe, den Maurer in der Fremde etc. – Der Dramatiker und Dichter T. Hell (1775-1856) war sächsischer Hofrat, Opern-Regisseur und Theater-Intendant in Dresden. – Sehr schönes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar aus der berühmten Charlesworth Masonic Library in Hanley (heute ein Stadtteil von Stoke-on-Trent in der Grafschaft Staffordshire). Am 24. Oktober 1900 übergab James Charlesworth den Großteil seiner umfassenden Sammlung offiziell als Geschenk an die freimaurerische Gordon Lodge in Hanley. Dort wurde sie institutionalisiert und für die Mitglieder verwaltet. Für die Bestände wurde um die Jahrhundertwende ein eigener biografischer und bibliografischer Katalog gedruckt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Bibliothek der Loge aufgelöst.
A rare first edition. – Poems on religion, love of one’s country, brotherly love, love for one’s sisters, the halls, the initiation, the Mason abroad, etc. – The playwright and poet T. Hell (1775–1856) was a Saxon court councillor, opera director and theatre manager in Dresden. – A very fine copy, uncut at the sides and bottom, from the famous Charlesworth Masonic Library in Hanley (now a district of Stoke-on-Trent in the county of Staffordshire). On 24 October 1900, James Charlesworth officially presented the bulk of his extensive collection as a gift to the Gordon Lodge, a Masonic lodge in Hanley. There, it was institutionalised and managed on behalf of the members. A separate biographical and bibliographical catalogue of the holdings was printed at the turn of the century. During the course of the 20th century, the lodge’s library was dissolved.

Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei

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320,--  Bestellen
1 Araki, Nobuyoshi. Tokyo Love (Japanisch). Tokyo, Poplar Publishing (2008). 8°. [76] Bl. mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag und Bauchbinde (Obi, Bellyband).

Japanische Originalausgabe. – Die Aufnahmen zeigen Personen bei Sportveranstaltungen und anderen Freizeitbeschäftigungen in Tokio. – „Wie ein Getriebener hetzt er von Aufnahme zu Aufnahme, von Bild zu Bild. Wolkenhimmel, Blicke in die Badewanne, Katzen, Stadtansichten, immer wieder Blumen und natürlich Nackte – es scheint, als wolle der rastlose Bildersammler jeden Moment im Foto festhalten. Für Nobuyoshi Araki sind die unzähligen Aufnahmen, die er täglich macht, wie eine Art Tagebuch, das ‚die Vergangenheit ebenso beinhaltet wie die Projektion der Zukunft‘. Nicht selten belichtet er mehr als 80 Filme am Tag, denn je mehr Bilder er seiner Umgebung entreißt, desto eher erreicht seine Arbeit für ihn eine ‚kosmische Dimension‘ und wird zu einer Art ‚buddhistischem Mandala‘.“ (W. Baatz in Koetzle, Fotografie A-Z, S. 13). – Tadellos.

Schlagwörter: Japan, Street photography, Tokio

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100,--  Bestellen
1 Marino, (Giovan Battista). L’Adone. Poema … con gli Argomenti, le allegorie e l’aggiunta di pezzi fuggitivi. 4 volumi. Londra (eig. Livorno, Gaetano Poggiali) 1789. Kl.-8° (15 x 9,5 cm.). XLIV, 491 p.; 463 p.; 482 p.; 384 p. con un ritratto inciso, 4 titoli illustrati incisi e 20 tavole in rame di (Johann Rudolf) Schellenberg. Rilegature in mezza pelle dell’epoca con etichette sul dorso stampate in oro e decorazioni dorate a linee.

Brunet, III, 1434. Gamba 2002. Gay, I, 42. Graesse, IV, 401. – „Buona è altresì l’edizione moderna di Londra (Livorno), fatta per cura di Gaetano Poggiali“(Gamba) con le splendide tavole in rame del pittore e incisore svizzero J. R. Schellenberg (1740-1806). – L’epopea „L’Adone“ di Giovan Battista Marino fu pubblicata per la prima volta a Parigi nel 1623 da Olivier de Varennes (1598–1666) ed è dedicata a Luigi XIII. Racconta la storia d’amore tra Venere e Adone. Con le sue 5.124 ottave e 40.992 versi, questo poema epico è uno dei più lunghi della letteratura italiana: è leggermente più lungo dell’Orlando furioso e circa tre volte più lungo della Divina Commedia e della Gerusalemme liberata. – Il testo stampato su carta di colore bluastro. – Esemplare molto bello e in ottime condizioni.
‘The modern edition published in London (Livorno), edited by Gaetano Poggiali’ (Gamba), is also excellent, featuring the splendid copperplate engravings by the Swiss painter and engraver J. R. Schellenberg (1740–1806). – Giovan Battista Marino’s epic poem *L’Adone* was first published in Paris in 1623 by Olivier de Varennes (1598–1666) and is dedicated to Louis XIII. It tells the love story of Venus and Adonis. With its 5,124 octaves and 40,992 lines, this epic poem is one of the longest in Italian literature: it is slightly longer than *Orlando Furioso* and about three times as long as *The Divine Comedy* and *Jerusalem Delivered*. – The text is printed on bluish paper. – A very fine copy in excellent condition.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher

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400,--  Bestellen
1 Ubac – Skira, Albert et E. Tériade (Ed.). Minotaure. Revue artistique et littéraire. No. 11. Paris, Albert Skira 1938. 4°. [2] Bl., 66, (1) S. mit zahlr. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag (von Max Ernst).

Wichtiges Heft der bedeutenden Zeitschrift. – Mit 9 Fotografien von Raoul Ubac, davon 4 zu dem Artikel „Miroirs“ von Pierre Mabille und 5 zu dem Artikel „Eritis sicut dii…“ von Maurice Heine. Außerdem enthält das Heft eine Aufnahme von Brassai (nach Jacques Berthier) zu dem Beitrag „L’homme qui perd son ombre“ von Paul Recht und Reproduktioen von Arbeiten von André Masson, Georges Seurat, Hans Arp, Max Ernst, Yves Tanguy, Wolfgang Paalen, Botticelli, Piero di Cosimo und Bartolomeo Veneto. – Der in Köln geborene Fotograf R. Ubac (d. i. Rudolf Gustav Maria Ernst Ubach, 1910-1985) lebte und arbeitete seit 1929 mit Unterbrechungen in Paris. – „Wenn Man Ray versucht hatte, die Form durch ein vor das Objektiv geschobenes Prisma aufzulösen, so ist Ubac seinerseits der Ansicht, man müsse die Materie selbst zum sprechen bringen. Er entwickelt die Vorstellung, hinter dem schmalen Schleier, der die Dinge umhüllt, existiere eine andere Wirklichkeit im latenten Zustand. Fünfzig Jahre später wird Dieter Appelt das Prinzip für seine Serie überlagerter Gesichter wieder aufnehmen. Ubac schafft durch das Mittel des kontrollierten Zufalls und durch die Auflösung der Materie eine neue Bilderwelt“ (C. Bouqueret in Koetzle). – „Le Minotaure, die letzte bedeutende Zeitschrift des Surrealismus, zeigt die Bewegung in ihrer neuen Phase: der Surrealismus ist zu einer Bewegung geworden, dessen künstlerische Lehren allgemeine Anerkennung gefunden haben und die ungeheure Anziehung auf die dichterischen und künstlerischen Kräfte ausüben. Minotaure wird die luxuriöseste vielseitigste Zeitschrift und die mit der breitesten Wirkung“ (H. Bolliger). – Rücken restauriert, sonst gut erhalten.
An important issue of this leading journal. – Featuring 9 photographs by Raoul Ubac, 4 of which accompany the article ‘Miroirs’ by Pierre Mabille and 5 of which accompany the article ‘Eritis sicut dii…’ by Maurice Heine. The issue also contains a photograph by Brassai (after Jacques Berthier) accompanying the article “L’homme qui perd son ombre” by Paul Recht, and reproductions of works by André Masson, Georges Seurat, Hans Arp, Max Ernst, Yves Tanguy, Wolfgang Paalen, Botticelli, Piero di Cosimo and Bartolomeo Veneto. – The Cologne-born photographer R. Ubac (i.e. Rudolf Gustav Maria Ernst Ubach, 1910–1985) lived and worked in Paris, with interruptions, from 1929 onwards. – “Whilst Man Ray had attempted to dissolve form by placing a prism in front of the lens, Ubac, for his part, believed that matter itself must be made to speak. He developed the idea that, behind the thin veil enveloping things, another reality exists in a latent state. Fifty years later, Dieter Appelt would revisit this principle for his series of superimposed faces. Through the use of controlled chance and the dissolution of matter, Ubac creates a new visual world” (C. Bouqueret in Koetzle). – “Le Minotaure, the last major journal of Surrealism, showcases the movement in its new phase: Surrealism has become a movement whose artistic principles have gained widespread recognition and which exerts an immense attraction on poetic and artistic forces. Le Minotaure is set to become the most lavish, most versatile journal, and the one with the widest reach” (H. Bolliger). – Spine restored, otherwise in good condition.

Schlagwörter: Surrealismus, Zeitschrift

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200,--  Bestellen
1 Seghers, Anna (d. i. Netty Radvanyi geb. Reiling). Das siebte Kreuz. Roman aus Hitlerdeutschland. Mexico, Editorial „El Libro Libre“ 1942 (Januar 1943). 8°. 468 S., [2] Bl. Orig.-Pappband mit Rücken- und Deckeltitel in Rot und Schwarz.

Sternfeld/Tiedemann 461. W.-G.² 13. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger signierter Widmung von A. Seghers „Gutes Neues Jahr! Anna Seghers“. Darunter eine Bleistiftnotiz von anderer Hand mit Zitat aus einem Brief von A. Seghers vom 5. 1. 1947 an Grete Katz, die vermutlich die Widmungsempfängerin ist. Grete Katz (1919-?) war die jüngste Schwester des Schriftstellers und Journalisten Otto Katz (1895-1952), der Mitarbeiter des 1942 gegründeten Emigranten-Verlag El libro libre in Mexiko war. – „Dieses Buch ist den toten und lebenden Antifaschisten Deutschlands gewidmet. Es verdankt sein Erscheinen in Mexiko der Freundschaft und gemeinsamen Arbeit deutscher und mexicanischer Schriftsteller, Kuenstler und Drucker“ (Anna Seghers). – „1938 begann Anna Seghers die Arbeit an ihrem Roman im Exil in Südfrankreich. Da sie keine Recherchen an den Örtlichkeiten des Romans durchführen konnte, griff sie auf eine Region als Schauplatz zurück, die sie als gebürtige Mainzerin kannte. Das von ihr zugrundegelegte Konzentrationslager Osthofen befand sich auf einem damals stillgelegten Fabrikgelände nahe Worms. Bereits 1939 erschien das erste Kapitel in der Moskauer Zeitschrift Internationale Literatur. 1942 wurde der komplette Roman in den USA in englischer Sprache und im mexikanischen Exilverlag El Libro Libre („Das Freie Buch“) in deutscher Sprache veröffentlicht. Ebenfalls 1942 wurde in den USA eine Comic-Fassung verlegt. Durch den Abdruck in zahlreichen Zeitungen Amerikas dürfte die complete pictorial version damals bis zu 20 Millionen Leser erreicht haben. 1944 erschien eine überarbeitete und gekürzte Ausgabe für die auf den europäischen Kriegsschauplatz entsandten US-Soldaten. Später wurde von Anna Seghers das weitere Leben einiger Romanfiguren in Erzählungen fortgeführt (Das Ende, Die Saboteure, Vierzig Jahre der Margarete Wolf)“ (Wikipedia). – Rücken etwas gebräunt, vorderes Gelenk in der Mitte leicht beschädigt, Deckel etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst gut erhalten.
First edition. – Inscribed by A. Seghers: ‘Happy New Year! Anna Seghers’. Beneath this is a pencil note in another hand containing a quotation from a letter by A. Seghers dated 5 January 1947 to Grete Katz, who is presumably the recipient of the dedication. Grete Katz (1919–?) was the youngest sister of the writer and journalist Otto Katz (1895–1952), who worked for the émigré publishing house El libro libre in Mexico, founded in 1942. – “This book is dedicated to the anti-fascists of Germany, both living and dead. It owes its publication in Mexico to the friendship and collaboration between German and Mexican writers, artists and printers” (Anna Seghers). – “In 1938, Anna Seghers began work on her novel whilst in exile in the south of France. As she was unable to conduct research at the novel’s actual locations, she chose as her setting a region she knew well, having been born in Mainz. The Osthofen concentration camp on which she based her story was situated on a disused factory site near Worms. As early as 1939, the first chapter appeared in the Moscow-based journal *Internationale Literatur*. In 1942, the complete novel was published in English in the USA and in German by the Mexican exile publishing house *El Libro Libre* (“The Free Book”). A comic-book version was also published in the USA in 1942. Thanks to its serialisation in numerous American newspapers, the ‘complete pictorial version’ is thought to have reached up to 20 million readers at the time. In 1944, a revised and abridged edition was published for US soldiers deployed to the European theatre of war. Anna Seghers later continued the stories of some of the novel’s characters in short stories (*Das Ende*, *Die Saboteure*, *Vierzig Jahre der Margarete Wolf*)” (Wikipedia). – Spine slightly tanned, front joint slightly damaged in the centre, cover slightly dusty and slightly stained, otherwise in good condition.

Schlagwörter: Exilliteratur, Signed books, Signierte Bücher, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II, Widmungsexemplar

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1.800,--  Bestellen
1 Altherr, Alfred. Marionetten. Mit textlichen Beiträgen von Hans Jelmoli und René Morax. Mit drei Original-Lithographien von Pierre Gauchat und E. G. Rüegg. Drei farbige und 30 Schwarz-Abbildungen. Erlenbach – Zürich, Eugen Rentsch (1926). 4°. 49 S., [2] Bl. mit 33 (3 farb.) Abbildungen und 3 Orig.-Farblithographien. Farbig illustr. Orig.-Pappband (von Ernst Gubler).

Einzige Ausgabe. – „Alfred Altherr, der Schöpfer des schweizerischen Marionettentheaters in Zürich, hat hier ein prachtvoll ausgestattetes und dennoch preiswertes Buch zusammengestellt. … Besonders bemerkenswert sind die wundervollen Inszenierungen der Oper „Meister Pedros Puppenspiel“ von Manuel de Falla, des Faustspiels sowie Donizettischer, Pergolesischer und Mozartscher Miniaturopern. Die Beispiele zielbewußten Stilschaffens, die sich freihalten von den Auswüchsen expressionistischer Launen, andererseits aber modernem Geschmack durchaus entgegenkommen, können allen Puppenspielern leuchtende Vorbilder sein. Wir können dem Verlag für diese kostbare Gabe dankbar sein“ (Puppentheater, Leipzig). – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Helvetica, Marionette, Marionetten-Theater, Marionettenspiel, Puppentheater, Puppet theater, Zürich

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50,--  Bestellen
1 (Scott, Walter). Waverley novels. 48 volumes. Edinburgh, Cadell & Company and London, Simkin and Marshall 1829-1833. Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm.). Each volume with an engraved frontispiece and an engraved, illustrated title page. Contemporary half-leather bindings, each with two gold-embossed spine labels and decorative gold lettering on the spine.

The first complete and final edition of the novels; the „Opus Magnum“-Edition. – I. and II. Waverley; III. and IV. Guy Mannering; V. and VI. The Antiquary; VII. and VIII. Rob Roy; IX. and X. Black Dwarf; Old Mortality Vol. I and II; XI.-XIII. Heart of Midlothian Vol. I-III, Bride of Lammermoor Vol. I; XIV. Bride of Lammermoor Vol. II; XV. Legend of Montrose; XVI. and XVII. Ivanhoe; XVIII. and XIX. The Monastery; XX. and XXI. The Abbot; XXII. and XXIII. Kenilworth; XXIV. and XXV. The Pirate; XXVI. and XXVII. Fortunes of Nigel; XXVIII.-XXX. Peveril of the Peak; XXXI. and XXXII. Quentin Durward; XXXIII. and XXXIV. St. Ronan’s Well; XXXV. and XXXVI. Redgauntlet; XXXVII. The Betrothed; XXXVIII. The Talisman; XXXIX. and XL. Woodstock; XLI. Chronicles of the Canongate; XLII. and XLIII. Fair Maid of Perth; XLIV. and XLV. Anne of Geierstein; XLVI. and XLVII. Count Robert of Paris; XLVIII. The Surgeon’s Daughter. – Scott personally revised the texts for this edition and contributed extensive new introductions, notes and illustrations. As Sir Walter Scott died in September 1832, the final volumes published in 1833 became his direct literary legacy. The series was a colossal commercial triumph. By setting the price at just five shillings per volume, Cadell made the previously unaffordable novels accessible to a broad middle class for the first time and helped Scott to pay off his enormous debts. – “It was not least the language of Scott’s novels, with its alternation between direct, indirect and reported speech, between dialect, Latinised and formulaic prose, self-parodying diction and lyrical interludes, that fascinated readers abroad. Numerous poets admired Scott or engaged with his novelistic technique; in the German-speaking world, for example, Goethe, Hebbel, Fontane and Stifter; in France, Balzac, Vigny, Mérimée, Dumas and Hugo …” (Killy, Literaturlexikon XV, 91, translated from German). – Spines slightly rubbed, bookplates, frontispieces and title pages slightly brown-stained; a very fine, decoratively bound copy from this entirely rare series.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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950,--  Bestellen
1 (Grimm, Jakob und Wilhelm). Jorinde und Joringel. Ein Märchen mit sieben Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. (Basel), Birkhäuser Verlag (1969). 4°. [12] Bl. mit 7 ganzs. Farbholzschnitten. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Rückentitel in Pappschuber.

Tiessen 58. – Eines 1800 num. Exemplaren. – Erschienen als 18. Basler Druck des Birkhäuser Verlags. – Der Druck erfolgte von den Originaldruckstöcken von Felix Hoffmann. – Bibliophile Ausgabe für Erwachsene. – Der Schweizer Graphiker Felix Hoffmann (1911-1975) trug zusammen mit Alois Carigiet und Hans Fischer zur Wiederbelebung des künstlerischen Bilderbuchs bei. – Schönes Exemplar.

Schlagwörter: Birkhäuser, Künstlerbilderbücher, Märchenbilderbücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher

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50,--  Bestellen
1 Arp, Hans. Gesammelte Gedichte (1903-1957). (In Zusammenarbeit mit dem Autor herausgegeben von Marguerite Arp-Hagenbach, Peter Schifferli und Aimée Bleikasten). 3 Bände. Zürich, Verlag Die Arche 1963-1984. 8°. 248 S.; 246 S.; 266 S. mit 24 ganzs. Illustrationen von H. Arp. Orig.-Pappbände mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung und farbig illustr. Schutzumschlägen.

Wilpert-Gühring² 32. – Erste Ausgabe. – „Die Welt Arps ist eine Welt der unaufhebbaren Widersprüche, aber er macht daraus keine Tragödie, sondern eine Groteske. Ein abgründiger Humor durchzieht die Dichtung Arps, aber ein Humor, der überall den Abgrund spüren läßt“ (Fritz Usinger). – Stempel auf den Vorsätzen, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik

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140,--  Bestellen
1 Lamorisse, Albert (Emanuel) und D(enys) Colomb de Daunant. Der weisse Hengst. „Crin Blanc“. Nach dem gleichnamigen Film. Frankfurt am Main, Rütten & Loening (1955). 4°. [24] Bl. mit Abbildungen nach Photographien. Illustr. Orig.-Halbleinenband mit illustr. Schutzumschlag.

LKJ II, 306. Weismann 275. – Erste deutsche Ausgabe mit Aufnahmen nach dem gleichnamigen Film von A. Lamorisse (1922-1970). – „Durchschlagenden Erfolg hatte L. 1953 mit „Crin Blanc“, der den Großen Preis des Festival von Cannes bekam… Der Film… erzählt von Folco, einem Fischerjungen, dem es gelingt, den stolzen, wilden Camarguehengst Weiße Mähne vor der Gefangenschaft zu bewahren, dabei aber mit dem Tier in der Rhone ertrinkt. Das Ende wird im Textbuch gemildert durch den Satz: „Und Crin Blanc trug Folco auf eine wundersame Insel, wo Kinder und Pferde immer Freunde sind“ (M.-L. Christadler in LKJ). – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, Name auf Vorsatz, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Film, Pferde, Photobilderbücher, Photographie

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60,--  Bestellen
1 Miró – Llorens Artigas, J(oseph), José Pierre, José Corredor-Matheos et Francoise Gaillard. Céramiques de (Joan) Miró et Artigas. Paris, Maeght Éditeur (1974). Quer-Gr.-4° (29 x 29,5 cm.). 228 S., [2] Bl. mit 365 teils farb. Abbildungen und 2 doppelblattgr. Orig.-Farblithographien. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Cramer 183. Maeght, Miró Lithograph V, 926 und 927. – Werkverzeichnis der Keramiken Mirós in Zusammenarbeit mit dem Keramiker Artigas. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Ceramics, Keramik, Original-Graphik, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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320,--  Bestellen
1 Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. 176.-200. Tausend. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929. 8°. 287, (1) S. Orig.-Leinenband.

Kosch³ XII, 983. NDB XXI, 415. – Frühe Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Am 10.11.1928 begann in der „Vossischen Zeitung“ der Vorabdruck seines Romans „Im Westen nichts Neues“, in der R. die Geschichte einer Generation erzählt, „die vom Krieg zerstört wurde“; die erste dt. Buchausgabe erschien Anfang 1929 im Ullstein-Verlag, die Auflage überschritt bereits im Juni 1930 die Millionengrenze. Durch seinen in mehr als 20 Sprachen übersetzten Roman, der die Fronterlebnisse des 1. Weltkriegs literarisch verarbeitete, wurde R. über Nacht zu einem der berühmtesten, umstrittensten und reichsten dt.sprachigen Autoren seiner Zeit. Ebenfalls ein Welterfolg wurde der 1930 unter der Regie von Lewis Milestone in Hollywood gedrehte gleichnamige Film, dessen Vorführungen in Berlin Ende 1930 von den Nationalsozialisten massiv gestört wurden. Von der Filmprüfstelle bald zeitweise verboten und vom Reichstag in einer Debatte mehrheitlich scharf kritisiert, wurde er erst wieder nach 1952 in einer gekürzten Fassung in bundesdt. Kinos gebracht“ (W. v. Sternburg in NDB). – Gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1939-1945>

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50,--  Bestellen
1 King, Stephen. 11/22/63. A novel. New York, London, Toronto, Sydney, New Delhi, Scribner November 2011. 8°. ix, 849 p. with 6 illustrations. Hardcover with color-illustrated dust jacket.

First Scribner hardcover edition. – „On november 22, 1963, three shots rang out in Dallas, President Kennedy died, and the world changed. What if you could change it back?“ – Near fine.

Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie

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50,--  Bestellen
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