NEUER E-KATALOG: Neueingänge Mai 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Gesamtbestand

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Beschreibung
Gesamte Buchaufnahme
Preis
EUR
1 Jerrold, Walter (Editor). The big book of nursery rhymes. Illustrated by Charles Robinson. London, Blackie and Son o. J. (1903). 4° (25,5 x 19 cm.). 320 S. mit 16 Farbtafeln und zahlr. (16 ganzs.) Illustrationen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, goldgepr. Rücken- und Deckel-Illustration und Goldschnitt.

Erste Ausgabe. – Der englische Aquarellmaler und Buchillustrator Charles Robinson (1870-1937) wurde mit seinen Illustrationen zu Robert Louis Stevensons A Child’s Garden of Verses (1895) bekannt, die bereits zehn Jahre zuvor veröffentlichte Gedicht-Sammlung (mit dem Titel „Penny Whistles“) wurde erst mit Robinsons Illustrationen erfolgreich. „Er illustrierte außerdem Neuauflagen u. a. von Alice im Wunderland von Lewis Carroll und den Märchen der Brüder Grimm. … Charles Robinsons Werk wurde von zeitgenössischen Kunstströmungen wie dem Präraffaelismus und dem Jugendstil geprägt. Es besteht aus über 700 Bildern und ist durch die Vereinigung verschiedener Stilrichtungen sehr vielschichtig. Während seine Gravuren an Holzschnitte alter Meister wie Albrecht Dürer erinnern, wurden seine Farblithografien von japanischer Kunst beeinflusst. Hinzu kommen einige Gemälde mit Wasserfarben im Stile Aubrey Beardsleys. Gerade Robinsons Farblithografien sind von einem ganz unverkennbaren Stil geprägt. Trotz scharfer Konturen ist die Farbgebung hier nicht flächig, sondern variiert innerhalb der von den Konturen abgesteckten Flächen, was eben eher typisch für japanische Malerei ist“ (Wikipedia). – Gelenke am Kapital restauriert, gutes sauberes Exemplar.
First edition. – The English watercolourist and book illustrator Charles Robinson (1870–1937) became known for his illustrations for Robert Louis Stevenson’s *A Child’s Garden of Verses* (1895); the collection of poems published ten years earlier (under the title *Penny Whistles*) only achieved success with Robinson’s illustrations. “He also illustrated new editions of, among others, Lewis Carroll’s Alice’s Adventures in Wonderland and the Brothers Grimm’s fairy tales. … Charles Robinson’s work was influenced by contemporary art movements such as Pre-Raphaelite and Art Nouveau. It comprises over 700 images and is highly multifaceted due to the fusion of various styles. Whilst his engravings are reminiscent of the woodcuts of old masters such as Albrecht Dürer, his colour lithographs were influenced by Japanese art. In addition, there are several watercolour paintings in the style of Aubrey Beardsley. ‘Robinson’s colour lithographs in particular are characterised by a quite unmistakable style. Despite sharp contours, the colouring here is not flat, but varies within the areas defined by the contours, which is more typical of Japanese painting’ (Wikipedia). – Joints on the capital restored, a good, clean copy.

Schlagwörter: Jugendstil

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160,--  Bestellen
1 May, Karl. Karl Mays Wild-West- & Amerika-Romane. Leipziger Ausgabe, Erzählungen getreu nach den Erstausgaben herausgegeben von Fritz van Eycken. 4 Bände. Leipzig, Haffmans Verlag bei Zweitausendeins (2015). 8°. Orig.-Leinenbände mit illustr. Bauch-Binden in farbig illustr. Pappschuber.

I-III. Winnetou der rote Gentleman, Reiseerzählungen. Leipziger Ausgabe getreu nach der Erstausgabe. IV. Der Schatz im Silbersee. Erzählung. – Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Abenteuer

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20,--  Bestellen
1 Brancusi – Jianu, Ionel. Brancusi. Préface de Jean Cassou. Deuxième edition, revue et mise à jour. Paris, Arted (1963). 4°. 223 S., [1] Bl. mit 105 Abbildungen. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag. (Collection les grands sculpteurs).

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Bildhauerei, Skulpturen

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50,--  Bestellen
1 Karl V. – Terlinden, Charles. Carolus Quintus. Charles Quint empereur des deux mondes. Brügge, Brüssel, Desclée de Brouwer (1965). Folio (35 x 26 cm.). 267 S. mit 157 teils farbigen und montierten Abbildungen und Karten sowie farbig illustr. Beilagen-Heft. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Rückentitel und Deckelvignette in Pappschuber. (Bibliothèque européenne).

Aufwendig ausgestattete Monographie über Kaiser Karl V. (1500-1558). – Der belgische Historiker Charles Terlinden (1878-1972) war von 1918 bis 1948 Professor für Neuere und Zeitgeschichte an der Katholischen Universität Löwen und seit 1955 Präsident des Belgischen Historischen Instituts in Rom. – Sehr schönes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches

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50,--  Bestellen
01 Duisberg, F. B. (Schriftleiter). Die Reklame. Zeitschrift des Verbandes Deutscher Reklamefachleute. Fachblatt für das gesamte Werbewesen. 17. Jahrgang. (Erstes Halbjahr), Januar-Juni 1924. 7 Hefte in 1 Band. Berlin, Francken & Lang 1924. 4°. 319, (1) S. mit zahlreichen Abbildungen und teils montierten Beilagen. Orig.-Leinenband (Orig.-Vorderdeckel von Heft 1 und 4 beigebunden).

Mit den Sonderheften „Dresden“ (März) und „Rheinland und Westfalen“ (April). Unter den Künstlern H. Wüst, F. Lehmann, H. Ruland, R. Lange, L. Zabel, L. Hohlwein, A. Fuss, Kirchbach, F. Schaaf, O. Anton u. v. a. – Einband etwas berieben und angestaubt, Gelenke teils angeplatzt, 1 Beilage (S. 136) fehlt, stellenweise im unteren Blattrand mit leichten Feuchtigkeitsspuren, insgesamt noch gut erhalten.

Schlagwörter: Gebrauchsgraphik, Plakat, Plakatkunst, Plakatliteratur, Reklame, Werbung, Zeitschriften

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350,--  Bestellen
1 Wangermée, Robert. Die flämische Musik in der Gesellschaft des 15. und 16. Jahrhunderts. (Aus dem Französischen übertragen von Elisabeth und Harald Heckmann). Brüssel, Kunstverlag Arcade (1965). Gr.-4° (32 x 27 cm.). 371 S., [2] Bl. mit zahlr. teils montierten und farbigen Abbildungen und 2 Schallplatten (33 UpM) mit „Schallplattenbeschreibung“ (4 S.). Orig.-Halbpergamentband und Halbpergament-Mappe in Pappschuber.

Schuber mit leichten Gebrauchsspuren, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Belgien, Schallplatten

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100,--  Bestellen
01 Picasso – Jacob, Max. Chronique des temps héroiques. Illustré par (Pablo) Picasso. Paris, Luis Broder (1956). 4° (25,5 x 19,5 cm.). 126 S., [4] Bl. mit 2 Orig.-Lithographien (Umschlag und Frontispiz) und 3 Orig.-Radierungen von P. Picasso sowie 24 Orig.-Holzschnitten von Georges Aubert nach Zeichnungen von P. Picasso; außerdem Prospekt des Verlegers (4 S.). Lose Bogen in Orig.-Umschlag und Papp-Decke in farblithogr. Papp-Schuber. (Écrits et gravures, 2).

Katalog Basel 1996, Nr. 78. Bloch 743-745 und 802-804, Bloch, Bücher 71. Cramer 78. Hordoisch S. 72. Monod 6297. – Nr. 147 von 150 numerierten Exemplaren auf Vergé de Montval, im Druckvermerk von P. Picasso signiert. – „Max Jacob erzählt von den Futuristen, den Surrealisten, von seinen Freunden Apollinaire und Picasso und natürlich auch von Paul Guillaume, als Sammler afrikanischer Kunst. Picasso machte für dieses Buch zu Ehren seines früh verstorbenen Freundes am 7. September 1956 drei Kaltnadelarbeiten: Max Jacob beim Schreiben, in Rückenansicht und im Profil . Ein am 23. September in Vallauris entstandenes lithographisches Portrait diente als Frontispiz … Das Buch ist außerdem mit 24 Holzschnitten von Georges Aubert nach Picasso-Zeichnungen illustriert“ (Kat. Basel 1996). – Pappschuber am Fuß mit kleiner Druckstelle und geringfügig angestaubt, sehr gutes sauberes Exemplar.
No. 147 of 150 numbered copies on Vergé de Montval paper, signed by P. Picasso in the colophon. – „Max Jacob talks about the Futurists, the Surrealists, his friends Apollinaire and Picasso, and of course Paul Guillaume, the collector of African art. Picasso created three drypoint engravings for this book in honour of his friend, who died young, on 7 September 1956: Max Jacob writing, seen from behind and in profile. A lithographic portrait created on 23 September in Vallauris served as the frontispiece … The book is also illustrated with 24 woodcuts by Georges Aubert based on Picasso’s drawings” (Cat. Basel 1996). – Cardboard slipcase with a small pressure mark at the base and slightly dusty, a very good, clean copy.

Schlagwörter: Autobiographie, Illustrated books, Illustration des livres, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher

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3.800,--  Bestellen
01 Zwart, Piet. Het boek van PTT. Dit boekje werd in opdracht van en in samenwerking met het Hoofdbestuur der Posterijen, Telegrafie en Telefonie, samengesteld door Piet Zwart. Leiden, Nederlandische Rotogravure Mij. 1938. 4° (25 x 18 cm.). 49 S. mit farbigen Illustrationen und Foto-Montagen. Farbig illustr. Orig.-Broschurumschlag.

Brentjens, Piet Zwart, (2008), 235 ff. Le Guen, Cent cinquante ans de photolittérature pour les enfants 66 f. Purvis/De Jong, Nederlands grafisch ontwerp van de negentiende eeuw tot nu, 121 ff. Nicht bei Heiting, Dutch Photo Publications 1918-1980. – Erste Ausgabe des interessanten Foto-Bilderbuchs des berühmten niederländischen Architekten, Typografen, Designer und Fotografen Piet Zwart (1885-1977). – „Lire un manuel sur le fonctionnement des postes, télécommunications et télégrammes hollandais n’a certainement rien de très attrayant pour un enfant, à moins que son auteur ne le transforme livre-spectacle, comme dans cet Het Boek van PTT, paru en 1938. Tout est dans le visuel, dans la construction architecturale d’une double page, qui dans un même espace rassemble texte et reproductions de cartes, photographies d’objets, de personnes faisant la queue au bureau de poste, de personnages en carton – qui ne sont pas sans rappeler ceux que Varvara Stepanova réalise pour Rodtchenko –, de photomontages… Le tout accompagné de multiples couleurs, d’une typographie variée et variable dans sa taille et perturbée par l’irruption de mots manuscrits! L’humour ne manque pas, avec ce monstre enfermé dans un paquet, pas plus que l’irrationnel, avec ces paysages imaginaires parcourus par un postier qui semble emporté par la vitesse. Aux commandes de cet ouvrage, Piet Zwart, architecte, typographe, designer hollandais, proche du mouvement De Stijl et de la revue du même nom, en contact avec Lissitzky, Rodchenko, Doesburg, Schwitters et les membres du Bauhaus. Il semble réaliser avec ce livre une compilation de toutes les avant-gardes des années 1930“ (L. de Guen). – Umschlag etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten.
First edition of the fascinating illustrated book by the renowned Dutch architect, typographer, designer and photographer Piet Zwart (1885–1977). – „Reading a manual on how the Dutch postal, telecommunications and telegraph services work is certainly not very appealing to a child, unless the author turns it into a visual spectacle, as in this *Het Boek van PTT*, published in 1938. It’s all about the visuals, the architectural layout of a double-page spread, which brings together within the same space text and reproductions of maps, photographs of objects, people queuing at the post office, cardboard cut-outs – reminiscent of those created by Varvara Stepanova for Rodchenko – and photomontages… All accompanied by a riot of colours, varied typography of fluctuating sizes, and disrupted by the sudden appearance of handwritten words! There is no shortage of humour, with this monster enclosed in a parcel, nor of the irrational, with these imaginary landscapes traversed by a postman who seems carried away by speed. At the helm of this work is Piet Zwart, a Dutch architect, typographer and designer, closely associated with the De Stijl movement and the magazine of the same name, and in contact with Lissitzky, Rodchenko, Doesburg, Schwitters and the members of the Bauhaus. With this book, he seems to have produced a compilation of all the avant-garde movements of the 1930s“ (L. de Guen). – Cover slightly dusty and slightly stained, otherwise in very good condition.

Schlagwörter: Avantgarde, Fotomontage, Niederl. Kinderbücher, Niederlande, Photo montage, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Post

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1.400,--  Bestellen
1 San Lazzarro, G. di (Ed.). XXe Siècle. Nouvelle série, XXXe année, No 30. Juin 1968. Panorama 68. Paris 1968. 4°. 152, (6) S. mit zahlreichen (16 farbigen) Abbildungen und 2 Orig.-Farblithographien von Marino Marini und Maurice Estève. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Textes de G. Marchiori, Bernard Dorival, Pierre Courthion, Dora Vallier, Dore Ashton, Jean Dypréau, Jacques Dupin, René Massat, Marino Marini, Eugène Ionesco, M. Fagiolo, Zoran Krzisnok. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Original-Graphik, Zeitschriften

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200,--  Bestellen
1 Walser, Robert. Prosastücke. Zürich, Rascher & Cie. 1917. 8°. 50 S., [3] Bl. Illustr. Orig.-Leinenband (Illustration: Karl Walser). (Schriften für Schweizer Art und Kunst, Band 55).

Badorrek-Hoguth B 88. W.-G.² 9. – Erste separate Ausgabe und das erste in der Schweiz verlegte Buch des Schriftstellers. Auf dem Vorderdeckel ist „1916“ angegeben. Eines von 2000 Exemplaren. – Sammlung bis dahin ungedruckter Prosa mit den Erzählungen: Das Seestück; Die italienische Novelle; Koffermann und Zimmermann; Der Flinke und der Faule; Der Maskenball; Die Verlassene; Die Mörderin; Die Brüder; Schüler und Lehrer; Sohn und Mutter; Die böse Frau; Berta; Die Wurst; Der Junggeselle; Zahnschmerzen; Der andere Junggeselle; Schwendimann und Ich habe nichts. – „Der Verlag brachte den Band sowohl broschiert mit Reihentitel als auch gebunden (Leinen und Pappband) heraus. Ausserdem wurden Druckbögen in das ‚Schweizer Novellen und Skizzenbuch‘ intergriert, das 1917 als vierte Folge von ‚Raschers Jahrbuch für Schweizer Art und Kunst‘ erschien“ (Echte, Robert Walser. Sein Leben und Werk, 2006, Nr. 564). – Einband etwas angestaubt, Name auf dem Vorsatz, gutes Exemplar der sehr seltenen gebundenen Ausgabe.

Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus

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240,--  Bestellen
1 Cyon, Élie de. Dieu et science. Essais de psychologie des sciences. Avec deux planches hors texte et le portrait de l’auteur par J.-C. Chaplain. Deuxième édition, revue et augmentée. Paris, Félix Alcan 1912. Gr.-8°. XIII, 487 S.; [1] Bl. mit Portrait und 2 Tafeln. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. (Bibliothèque de philosophie contemporaine).

Hirsch-Hübotter II, 162 und Supplement 208. Pagel Sp. 363 f. – Zweite, wesentlich erweiterte Ausgabe des letzten Werks des berühmten russisch-französischen Mediziners und Psychologen E. v. Cyon (1843-1912). – Cyon „studierte Medizin in Warschau, Kiew und Berlin. 1866 war er in Leipzig Assistent von Carl Ludwig, mit dem er die dämpfende Wirkung des Nervus vagus auf das Herz beschrieb. Auch mit Ernst Wilhelm von Brücke in Wien arbeitete er zusammen. 1867 wurde er, als Nachfolger von Iwan Michailowitsch Setschenow, an der Universität Sankt Petersburg auf den Lehrstuhl für Anatomie und Physiologie berufen. Zu seinen Schülern zählte Iwan Petrowitsch Pawlow. Zar Alexander II. schlug ihn zum Ritter und ernannte ihn zum Staatsrat. 1872 wurde er Mitglied der Petersburger medizinischen Akademie. In dieser Zeit gewann der Russische Nihilismus in Petersburg die Oberhand und es kam zu Studentenunruhen, in deren Folge er seine Lehrtätigkeit aufgab. 1875 emigrierte er nach Frankreich, wo er seine Forschung in Zusammenarbeit mit Claude Bernard (1813-1881) fortsetzte“ (Wikipedia). – Zeitgenöss. Widmung auf dem Vorsatz, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.
Second, substantially expanded edition of the philosophical magnum opus by the renowned Russian-French physician and psychologist E. v. Cyon (1843–1912). – Cyon „studied medicine in Warsaw, Kiev and Berlin. In 1866, he was an assistant to Carl Ludwig in Leipzig, with whom he described the inhibitory effect of the vagus nerve on the heart. He also collaborated with Ernst Wilhelm von Brücke in Vienna. In 1867, he was appointed to the Chair of Anatomy and Physiology at the University of Saint Petersburg as the successor to Ivan Mikhailovich Sechenov. Among his students was Ivan Petrovich Pavlov. Tsar Alexander II knighted him and appointed him a State Councillor. In 1872, he became a member of the St Petersburg Medical Academy. During this period, Russian nihilism gained the upper hand in St Petersburg and student unrest broke out, as a result of which he gave up his teaching post. In 1875, he emigrated to France, where he continued his research in collaboration with Claude Bernard“ (Wikipedia). – Contemporary dedication on the flyleaf, a beautiful, decoratively bound copy.

Schlagwörter: Philosophie, Philosophy, Psychologie, Psychology

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240,--  Bestellen
1 Popova – Sarabianov (Sarab’janov), Dmitrij V(adimirovic) and Natalia L. Adaskina. (Liubov Sergeevna) Popova. Translated from the Russian by Marian Schwartz. New York, Harry N. Abrams (1990). Gr.-4° (32 x 27 cm.). 396 S. mit 133 Farbtafeln und 300 Abbildungen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Erste englische Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Constructivism (Art), Konstruktivismus, Russian Avantgarde

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60,--  Bestellen
1 Lawrence, D(avid) H(erbert). Lady Chatterley’s Lover. Hamburg, Paris, Bologna, The Odyssey Press (1933). 8°. 359, (3) S. Orig.-Kartonumschlag. (The Albatross modern continental Library, 56).

Seltene Taschenbuch-Ausgabe der dritten Fassung des berühmten erotischen Romans; herausgegeben und mit einem offenen Brief von Frida Lawrence vom 26. Januar 1933. – „Not to be Introduced into the British Empire or the U.S.A“. – „L. begann seinen letzten Roman im Okt. 1926 in Italien. Ende Februar des folgenden Jahres lag die erste Fassung vor (die unter dem Titel „The First Lady Chatterley“ erstmals veröffentlicht wurde), eine verhältnismäßig kurze Skizze mit starken politischen Akzenten, die L. noch im Sommer desselben Jahres umarbeitete. In einer erneuten Revision 1927 bis Jan. 1928) bemühte sich der Autor um größere Plausibilität der Handlung. In allen Barbeitungen fällt die zunehmende Offenheit in der Darstellung der Liebesszenen auf. 1928 erschien die dritte und endgültige Version als Privatdruck in Florenz. Von ihm nicht autorisierte Nachdrucke veranlaßten L., 1929 in Paris eine Volksausgabe herauszugeben“ (KLL). – „In “Accumulated Mail” (1925) Lawrence wrote that “it’s no fun, writing unpopular books” (RDP 239). But generally he was keen to see his books sold. When Lady Chatterley’s Lover (1928) was widely pirated he sought to beat the pirates at their own game by arranging for the so-called “Paris Popular Edition” of Lady Chatterley’s Lover to be published there in 1929 with an initial print run of 3000 copies. It was quickly followed by second and third printings of the same quantity. Lawrence’s wish is confirmed by Frieda Lawrence in her “open letter” prefixed to the Odyssey Press edition of the book published in 1933, where she stated that Lawrence “wanted to reach the people he voiced and from whom he came”. This paper will explore the intended audience of the Florence first edition, bearing in mind the print run of only 1000 copies. It will then look at Lawrence’s view of the piracies, with some illustrations of those, and then consider whether the Paris Popular Edition marked a rethink by Lawrence of who the intended audience was or whether it was a natural progression from the Florence first edition. Finally, comparisons will be made with other editions of Lawrence’s books that were considered to be “popular’’ editions“ (J. Long, D.H. Lawrence, Lady Chatterley’s Lover and “Popular” Editions, Études Lawrenciennes [Online] 54, 2022). – Rücken etwas aufgehellt, sehr gutes Exemplar.
A rare paperback edition of the third version of the famous erotic novel; edited and featuring an open letter from Frida Lawrence dated 26 January 1933. – The spine is slightly faded; a very good copy.

Schlagwörter: Erotica

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100,--  Bestellen
1 Aalto – Fleig, Karl (Hrsg.). Alvar Aalto. (Vorwort Hans Girsberger, Einleitung Göran Schildt). Zürich, Editions Girsberger und Stuttgart, Karl Krämer o. J. (1963). Quer-Gr.-8° (23,5 x 28,3 cm.). 271 S. mit zahlr. Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.

Erste Ausgabe des ersten Werkverzeichnisses. – Texte in Deutsch, Französisch und Englisch. – Der meist fehlende Schutzumschlag mit kleinem Randeinriss am Vorderdeckel, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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80,--  Bestellen
1 Breuer – Jones, Cranston (Légendes et introduction). Marcel Breuer. Réalisations et projets 1921-1962. (Traduction en francais par Janine Flitz). Paris, Èditions Vincent, Fréal & Cie. (1963). Quer-4° (22,5 x 28 cm.). [264] S. mit zahlr., teils farbigen Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.

Erste französische Ausgabe; die amerikanische Orig.-Ausgabe erschien gleichzeitig mit der deutschen Ausgabe 1962. – Schutzumschlag mit kleinem Randeinriss am Vorderdeckel, sonst gut erhalten.
Première édition française; l’édition originale américaine est parue en même temps que l’édition allemande en 1962. – La jaquette présente une petite déchirure sur le bord de la couverture avant, mais est par ailleurs en bon état.

Schlagwörter: Bauhaus, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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120,--  Bestellen
1 Bacon – Alley, Ronald. Francis Bacon. Catalogue Raisonne and documentation by Ronald Alley. Introduction by John Rothenstein. London, Thames & Hudson (1964). 4°. 292 S. mit 287 (27 farbigen und montierten) Tafeln. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag und Japanpapier-Schutzumschlag.

Sehr gutes Exemplar. – Fine copy with very good dust jacket and halftransparent paper dust wrapper.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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350,--  Bestellen
1 Guillaumin – Serret, Georges et Dominique Fabiani. Armand Guillaumin 1841 – 1927. Catalogue raisonné de l’oeuvre peint. Précédé de Armand Guillaumin dans son temps par Raymond Schmit. Paris, Editions Mayer (1971). 4°. 569 S., [1] Bl. mit 847 teils farbige und montierte Abbildungen. Orig.-Kunstledereinband mit goldgepr. Rückentitel und farbigem Deckelbild.

Maßgebliches Werkverzeichnis mit Abbildungen aller Gemälde Guillaumins. – Sehr gutes Exemplar.
Catalogue raisonné faisant autorité, avec des reproductions de toutes les peintures de Guillaumin. – Très bel exemplaire.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Impressionism, Impressionismus, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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500,--  Bestellen
1 Zweig, Arnold. Das Beil von Wandsbek. Roman 1938 – 1943. Stockholm, Neuer Verlag (1947). 8°. 682 S., [3] Bl. Orig.-Leinenband mit 2 goldgepr. Rückenschildern.

Sternfeld/Tiedemann 568. W.-G.² 59. – Erste deutsche Ausgabe. Neubearbeitung der hebräischen Originalausgabe von 1943. – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Exil, Exilliteratur, Nationalsozialismus

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40,--  Bestellen
1 Hoffmann, E(rnst) T(heodor) A(madeus). Juristische Arbeiten. Herausgegeben und erläutert von Friedrich Schnapp. München, Winkler Verlag (1973). 8°. 610 S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.

„Der wichtigste und umfangreichste Teil des Buches besteht aus mehr als 100 Schriftstücken, die Hoffmann als Mitglied der ‚Königlichen Immediat-Untersuchungs-Kommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe‘ in den Jahren 1819-1820 verfasst hat und die nahezu alle unbekannt waren. Darunter befinden sich so brisante Stücke wie Hoffmanns Gutachten zum Landesverratsprozess gegen den Turnvater Jahn“ (F. Schnapp). – Sehr gutes Exemplar.

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30,--  Bestellen
1 Puhlmann, Gerhard, (Max Ittenbach) u. a. Die Stalinallee. Nationales Aufbauprogramm 1952. Berlin, Verlag der Nation (1952). Folio (34,5 x 25 cm.). [102] Bl. mit 286 Abbildungen, 3 Fotomontagen und Illustrationen. Orig.-Halbleinenband.

Parr/Badger I, 182. – Erste Ausgabe des seltenen Propaganda-Fotobuchs über die Berliner Prachtstraße. – Das Werk „sollte einen Beitrag dazu leisten, die Überlegenheit des Sozialismus darzustellen und zeigen, wie der sozialistische Staat für die Arbeiterklasse sorgt, indem großzügig anspruchsvolle Wohnungen gebaut werden. Das Entstehen der Straße sollte ursprünglich nur filmdokumentarisch begleitet werden. Da Gerhard Puhlmann aber den Architekten Professor Hermann Henselmann persönlich kannte, verantwortlich für die Wohnbebauung am Strausberger Platz und den ersten Abschnitt der Stalinallee, sicherte er sich den Auftrag für die fotografische Begleitung des gesamten Bauvorhabens und konnte so die ganze Bandbreite seines Könnens auf brillante Weise unter Beweis stellen. Die hohe Qualität von Puhlmanns Arbeit an diesem Projekt wurde geehrt mit dem Nationalpreis 1. Klasse, verbunden mit einem Geldpreis von 100.000 Mark. 1953 betrug das durchschnittliche Monatseinkommen in der DDR laut Rententabelle 324 Mark“ (Zu einer Neuausgabe im Berlin Story Verlag 2022). – „Propaganda-Fotobücher gibt es in allen Formen, Größen und Ideologien. Manchmal erzählen sie Halbwahrheiten, manchmal lügen sie unverhohlen, manchmal sind sie so sachlich wie Unternehmensberichte. Gerhard Puhlmanns fotografische Dokumentation des viel gepriesenen Wiederaufbauprojekts der DDR gehört zwar eindeutig zur letzteren Kategorie, den harmlosesten Propagandabüchern, lobt aber dennoch eindeutig die Vorzüge des Vorhabens. Die Stalinallee, die 1961 (als Stalins Name in Ungnade fiel) in Frankfurter Allee und Karl-Marx-Allee umbenannt wurde, war das wichtigste städtebauliche Projekt, das in Ost-Berlin durchgeführt wurde. Dieser riesige, 75 bis 80 Meter breite Ost-West-Boulevard endete am Alexanderplatz, dem Zentrum des sowjetisch besetzten Berlins. Entworfen von einem Team unter der Leitung des ostdeutschen Architekten Heinrich Henselmann, war es ein äußerst ehrgeiziges Projekt, dessen erste Phase in Puhlmanns Buch liebevoll dokumentiert wurde“ (M. Parr). – Deckel etwas angestaubt, gutes sauberes Exemplar.
First edition of the rare propaganda photo book about Berlin’s magnificent boulevard. – „Propaganda photobooks come in all shapes, sizes and ideologies. Sometimes they tell half-truths; sometimes they lie outright; sometimes they are as factual as company reports. Gerhard Puhlmann’s photographic record of East Germany’s most trumpeted reconstruction initiative, whilst clearly extolling the virtues of the enterprise, is in the latter category, the most benign of propaganda books. The Stalinallee, which was renamed the Frankfurter Alee and the Karl-Marx Allee in 1961 (when Stalin’s name fell from grace), was the most important townplanning project to be carried out in East Berlin. This vast east-west boulevard, 75 to 80 metres wide, ende d at the Alexanderplatz, the centre of Soviet-occupied Berlin. Designed by a team under the East German architect Heinrich Henselmann, it was an enormously ambitious scheme, the first phase of which was lovingly documented in Puhlmann’s book“ (M. Parr). – The cover is slightly dusty, but it is a good, clean copy.

Schlagwörter: Berlin, Propaganda, Städtebau

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280,--  Bestellen
1 Cartier-Bresson, Henri. Images à la sauvette. Photographies. Paris, Éditions Verve (1952). Folio (37 x 28 cm.). [148] S. mit 126 Duotone-Tafeln. Farbig illustr. Orig.-Pappband (von Henri Matisse) und Japan-Papierschutzumschlag.

Auer 343. Koetzle, Fotografen A-Z 66 f. Roth, The book of 101 books 134. Sinibaldi/Couturier 99. Vgl. Parr/Badger I, 207 f. und Roth, The Open Book 154 f. (beide parallel erschienene amerikanische Ausgabe „The Decisive Moment“, „because their publication in the United States made Cartier-Bresson an international superstar“). – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von H. Cartier-Bresson „à Monsieur Hans Saebens avec mon trés cordial souvenir Henri Cartier-Bresson, Hamburg 1952“ und 2 Orig.-Portraitphotographien von H. Cartier-Bresson. – Der Bremer Maler, Grafiker und Fotograf Hans Saebens (1895-1969) lebte im Künstlerdorf Worpswede bei Bremen und begann bereits 1932 mit der Leica zu fotografieren. – „Seit Oskar Barnacks Erfindung der Leica, jener Kleinbildkamera, die durch ihre reduzierte Größe den Fotografen mitten ins Geschehen rückte und ihm ermöglichte, direkt unter seinen Motiven zu arbeiten, war die moderne Bildreportage geboren. Der Fotograf wurde nun flexibel, die Kamera ermöglichte es ihm, aus dem Geschehen heraus seine Bilder zu schießen und ohne zu auffällig zu werden, den Decisive Moment, den entscheidenden Moment, auszunutzen. Henri Cartier-Bresson, den Saebens 1953 in Hamburg traf, hatte im Jahr zuvor die Theorie des Decisive Moment aufgestellt. „Für mich besteht das Wesen der Fotografie in der Fähigkeit, in Bruchteilen einer Sekunde Bedeutung und Gewicht eines Ereignisses zu erfassen und gleichzeitig in eine Form zu bannen, die das Wesen dieses Geschehens gültig ausdrückt“, schreibt Cartier-Bresson (In: Leica-Fotografie 1953, Heft 1, S. 4). Und damit nutzte er – im Gegensatz zu Saebens – die Möglichkeiten aus, die die Leica dem Fotografen bietet“ (Wikipedia). – „Strictly speaking … a monograph of Cartier-Bresson’s best work, but it has overriding unifying factors that elevate it into … one of the greatest of all photobooks …“ (Parr/Badger). – Henri Cartier-Bresson (1908–2004) gilt als der Wegbereiter des modernen Fotojournalismus. Gemeinsam mit Robert Capa und David »Chim« Seymour gründete er 1947 die Fotografenkooperative und -Agentur „Magnum“. Sein Blick für das Skurrile im Alltag war legendär. Er fotografierte unter anderem in Spanien, Kamerun, Italien, Indien, Pakistan, China, Mexiko und den USA. – Sehr gutes Exemplar mit bedeutender Provienz.
First edition. – With a handwritten dedication by H. Cartier-Bresson: ‘To Mr Hans Saebens, with my warmest regards, Henri Cartier-Bresson, Hamburg 1952’ and 2 original portrait photographs by H. Cartier-Bresson. – The Bremen-based painter, graphic artist and photographer Hans Saebens (1895–1969) lived in the artists’ village of Worpswede near Bremen and began taking photographs with a Leica as early as 1932. – „Since Oskar Barnack’s invention of the Leica, that 35mm camera which, thanks to its compact size, placed the photographer right at the heart of the action and enabled him to work directly amongst his subjects, modern photojournalism was born. The photographer had now become flexible; the camera enabled him to shoot his pictures from within the action and, without drawing too much attention to himself, to capitalise on the decisive moment. Henri Cartier-Bresson, whom Saebens met in Hamburg in 1953, had formulated the theory of the decisive moment the year before. “For me, the essence of photography lies in the ability to capture the meaning and significance of an event in a fraction of a second and, at the same time, to capture it in a form that validly expresses the essence of that event,” writes Cartier-Bresson (In: Leica-Fotografie 1953, Issue 1, p. 4). And in doing so – unlike Saebens – he exploited the possibilities that the Leica offers the photographer” (Wikipedia). – – ‘Strictly speaking … a monograph of Cartier-Bresson’s best work, but it has overriding unifying factors that elevate it into … one of the greatest of all photobooks …’ (Parr/Badger). – Henri Cartier-Bresson (1908–2004) is regarded as the pioneer of modern photojournalism. Together with Robert Capa and David ‘Chim’ Seymour, he founded the photographers’ cooperative and agency ‘Magnum’ in 1947. His eye for the bizarre in everyday life was legendary. He photographed in Spain, Cameroon, Italy, India, Pakistan, China, Mexico and the USA, amongst other places. – A very fine copy with distinguished provenance.

Schlagwörter: Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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6.000,--  Bestellen
1 (Dorat, Claude-Joseph). Les baisers, précédés du mois de mai. Den Haag et Paris, Delalain 1771. 8°. 186 S., [3] Bl. (Verlagsanzeigen) mit gestoch. Titelvignette, gestoch. Titelkupfer, 1 Kupfertafel und 45 gestoch. Vignetten nach Eisen und Marillier sowie einigen Holzschnittvignetten. Weinroter Maroquinledereinband des 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rücken- u. Deckelvergoldung, Innenkantenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt.

Vgl. Gay-L. I, 344. Cohen-de Ricci 308-310. Sander 495. – Zweite Ausgabe in Okatv-Format. Die erste Oktav-Ausgabe erschien gleichzeitig mit der Quartausgabe 1770. Eines der schönsten französischen Bücher des ausgehenden 18. Jahrhunderts. – Diese vollständigste Fassung mit den beiden Kupfertafeln und 45 Vignetten, „die, bis auf zwei Ausnahmen, von Eisen stammen und zu dem Feinsten zählen, was die französische Kunst auf diesem Gebiet hervorgebracht hat. Man kann hier bereits von einer vollendeten Durchbildung des Louis-XVI-Stils in der Kunst Eisens sprechen“ (Fürstenberg 91/92). – Enthalt ferner neben dem Gedicht von Dorat auf den Seiten 135-186: „Imitations de plusieurs poetes latines“, mit hübschen Holzschnittvignetten. – Gelenke und Kanten geringfügig berieben, sehr schönes sauberes Exemplar in einem prachtvollen Einband im Rokoko-Stil.
Second edition in octavo format. The first octavo edition was published simultaneously with the quarto edition in 1770. One of the most beautiful French books of the late 18th century. – This most complete version with the two copper plates and 45 vignettes, “which, with two exceptions, are by Eisen and are among the finest that French art has produced in this field. One can already speak here of a complete development of the Louis XVI style in the art of Eisen” (Fürstenberg 91/92). – Also contains, in addition to the poem by Dorat on pages 135-186: “Imitations de plusieurs poetes latines”, with pretty woodcut vignettes. – Joints and edges slightly rubbed, a very nice clean copy in a splendid rococo-style binding.

Schlagwörter: Einbände, Erotica, Erotik, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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320,--  Bestellen
1 Lem, Stanislaw. Biblioteka XXI wieku (polnisch, Bibliothek des 21. Jahrhunderts). Kraków (Krakau), Wydawn. Literackie (1986). 8°. 105, (6) S. Orig.-Kartonumschlag.

Seltene erste Ausgabe. – „Die „Bibliothek des 21. Jahrhunderts“ ist eine Sammlung fiktiver Rezensionen und Einleitungen zu nicht existierenden Büchern, in der der Autor zunächst meisterhaft zeitgenössische literarische Stile parodiert, um sich anschließend in das Abenteuer der Schaffung apokrypher Konzepte von Welt und Mensch zu stürzen, die in das Reich endlos sprudelnder Texte und – manchmal verrückter – Ideen vordringen. Diese Ideen gleiten mal in groteske Absurdität ab – mal erweisen sie sich als scharfsinnige Prognose für zukünftige Zustände unserer Zivilisation“ (solaris(dot)lem(dot)pl, übersetzt aus dem polnischen). – „Ich glaube, dass mit den Jahren meine Ungeduld gegenüber der gewissenhaften, handwerklichen und langsamen Ausarbeitung einer Geschichte immer größer wurde. Um die Erleuchtung einer Idee in eine Erzählung zu verwandeln, muss man sich furchtbar abmühen, und zwar in einer Weise, die über das Intellektuelle hinausgeht. Das war einer der Hauptgründe, warum ich so grausame Abkürzungen genommen habe, wie sie diese Bücher waren. In diesen Büchern habe ich versucht, verschiedene Stile nachzuahmen: den Stil einer Rezension, eines Vortrags, einer Rede, einer Dankesrede (eines Nobelpreisträgers) und dergleichen. Diese Erfahrungen sind wie „Kisten“, die, übereinandergestapelt, eine Treppe bilden, über die ich in das Stockwerk geklettert bin, von dem aus der Golem spricht“ (S. Lem). – Gelenke, Kapital und Fuß leicht berieben, sehr gutes Exemplar.
A rare first edition. – ″ The “Library of the 21st Century” is a collection of fictional reviews and introductions to non-existent books, in which the author first masterfully parodies contemporary literary styles, before plunging into the adventure of creating apocryphal concepts of the world and humanity that venture into the realm of endlessly bubbling texts and – sometimes crazy – ideas. These ideas sometimes descend into grotesque absurdity – at other times they prove to be astute predictions of future states of our civilisation‘ (solaris(dot)lem(dot)pl, translated from Polish). – ’I believe that over the years my impatience with the painstaking, artisanal and slow crafting of a story has grown ever greater. To transform the flash of an idea into a narrative requires a tremendous amount of effort, and in a way that goes beyond the intellectual. That was one of the main reasons why I took such drastic shortcuts as these books represent. In these books I have tried to imitate various styles: the style of a review, a lecture, a speech, an acceptance speech (by a Nobel laureate) and the like. These experiences are like ‘boxes’ which, stacked one on top of the other, form a staircase by which I climbed to the floor from which the Golem speaks” (S. Lem). – Joints, spine and bottom slightly rubbed, very good copy.

Schlagwörter: Bibliographie, Bibliography, Imaginary books and libraries, Phantastik / Utopie, Science Fiction, Technology and civilization

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140,--  Bestellen
1 Wienbarg, L(udolf Christian). Aesthetische Feldzüge. Dem jungen Deutschland gewidmet. Hamburg, Hoffmann und Campe 1834. 8°. Halblederband um 1900 mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.

ADB XLII, 419 f. Slg. Borst 1740. Hamburger Schriftstellerlexikon VIII, 26. Houben I, 605 ff. Kayser, Hamburger Bücher 110. – Sehr seltene erste Ausgabe der Vorlesungen des Altonaer Philosophen, Philologen und Journalist, welche er 1833 als Privatdozent an der Kieler Universität hielt. Wienbargs Hauptwerk, die wichtigste theoretische und zugleich programmatische Schrift des „Jungen Deutschland“. Das Werk prägte den Namen einer ganzen Epoche, mit seiner Einleitung hat Wienbarg ganz wesentlich zur Verbreitung des Begriffs beigetragen. – 1835 gründete L. C. Wienbarg (1802-1872) in Frankfurt am Main zusammen mit Karl „Gutzkow die Zeitschrift „Deutsche Revue“, die jedoch bald staatlich unterdrückt ward. Seine Schriften wurden vom Bundestag verboten und er aus Frankfurt polizeilich ausgewiesen. Nachdem er sich nun eine Zeit lang in den Rheinlanden aufgehalten, kehrte er nach Hamburg zurück, wo er bei der Redaction der Börsenhalle betheiligt war und namentlich von 1842 bis 1846 die Hamburger litterarischen und kritischen Blätter redigirte. Hier beschäftigte ihn schon stark die schleswig-holsteinische Sache und 1848 machte er den schleswig-holsteinischen Krieg als Freiwilliger mit. Nach diesem Kriege lebte er wieder in Altona und Hamburg vielfach schriftstellerisch beschäftigt“ (E. C. Carstens in ADB). – Gelenke und Kanten berieben, stellenweise braunfleckig und im unteren Blattrand wasserrandig, sonst gut erhaltenes Exemplar aus der Bibliothek des bekannten Schriftstellers Otto Erich Hartleben (1864-1905) mit dessen eigenhändigem Besitzvermerk vom Juni 1883.

Schlagwörter: Aesthetics, Ästhetik, Das junge Deutschland, Hamburg, Verbotene Bücher, Vormärz

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450,--  Bestellen
1 Klein, William New York. Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels. London, Photography Magazine (1956). 4°. 192 p. with 188 Pictures on plates and Booklet (16 p., „Delay may be serious now free…“). Original cloth binding with color illustrated dust jacket. (Album Petite Planète, Vol. 1).

Auer 365. Parr/Badger I, 243. Roth, The Book of 801 Books 140 ff. Roth, The Open Book 165 f. – First edition in England (“Imprimé en Suisse”). The first printing of the first edition was published by Editions du Seul in Paris. – „By virtue of its preface, written by Jack Kerouac, Robert Frank’s The Americans is usually regarded as the epitome of the Beat photobook. But William Klein’s magnum opus, Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels, a book with Beat mantra for a title, surely has the edge in this regard. This is partly because it was the earlier model, partly because it is less political and more exuberant, and impotantly, because its conception is so complete – photographs, layout, design, topography, ‚found‘ ephemera coalescing into what is in effect one of the first great ‚Pop‘ books. … Klein’s masterpiece reminds us that much great, serious art is often about play, archieved simply by experimenting with the possibilities of the material. Forget trance and witness – the revels are the thing“ (Parr/Badger). – „With no interest from American publishers, Klein went back to Paris and set to work on a graphic design that was as aggressive and idiosyncratic as its photos. „I saw the book as a tabloid gone berserk, gross, over-inked, brutal layout, bull-horn headlines,“ he wrote in its radically revised 1995 edition. „This is what New York deserved and would get.“ Published in France, Italy, and England, but not in America, Life is good for you and good in New York was a sensation“ (A. Roth). – Dust jacket on the back cover with a repaired tear along the edge; a very good copy.

Schlagwörter: New York, Pop art, Pop-Kultur, Street photography

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2.200,--  Bestellen
1 Collin, Heinrich Joseph v. Sämmtliche Werke. (Herausgegeben und mit einer Biographie von Matthäus v. Collin und mit einem Nachruf von Moritz Graf v. Dietrichstein). 6 Bände. Wien, Anton Strauß 1812-1814. 8°. Mit 6 gestoch. Frontispizen von F. John und 1 gefalteten Kupfertafel (Collins Grabmal). Typogr. Orig.-Pappbände.

Goed. VI, 107, 13. NDB III, 323. W.-G² 14. – Erste Gesamtausgabe. – „Seine Bedeutung liegt aber zweifellos im dramatischen Bereich, wo er nach zaghaft dilettierenden Versuchen mit seinem „Regulus“ (1801) eine beachtenswerte Leistung vollbrachte. Das dramatische Werk C.s stellt eine interessante und noch viel zu wenig untersuchte Episode in der Sonderentwicklung des österreichischen Dramas dar. In der Tradition vom barocken (Volks-)Theater bis hin zu Grillparzer und Raimund bedeutete es jenen verhängnisvollen Umweg über (Corneille)-Racine-(Gottsched)-Lessing, der glücklicherweise ohne Nachfolge (Friedrich Halm?) geblieben ist. Mehr in der Gesinnung als in der Formgebung machte sich der Einfluß des röm.-französischen Barockheroismus (trotz ausdrücklicher Gegnerschaft!) bei ihm geltend, wofür seine Dramen sprechende Beispiele sind. C. stand mit den bedeutendsten Zeitgenossen in persönlichem und brieflichem Verkehr; 1807 komponierte Beethoven zu seinem „Coriolan“ (1802) die berühmte Ouvertüre“ (Kurt Vancsa in NDB). – Einbände etwas angestaubt, Rücken von Band VI im unteren Drittel mit Fehlstelle am Bezugspapier, Exlibris, stellenweise braunfleckig, sehr gutes Exemplar in den seltenen Verlagseinbänden.

Schlagwörter: Dramen, Gesamtausgaben

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280,--  Bestellen
1 (Westenrieder, Lorenz v. (Hrsg.). Historischer Kalender für 1790. München, J. Lindauer (1789). 12° (13,5 x 8,5 cm.). [13] Bl., 262 S. mit gestoch. illustr. Titel und 12 Kupfertafeln von (J(ohann) M(ichael) Mettenleiter). Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung.

Baumgärtel 206. Köhring 174. Lanckoronska-Rumann 20. – Seltener 4. Jahrgang des von dem Münchener Geschichtsschreiber Lorenz v. Westenrieder (1748-1829) herausgegebenen historischen Almananchs. – Die beiden ersten Jahrgange 1787-88 waren noch unter dem Titel „Baierisch- historischer Calender oder Jahrbuch der merkwürdigsten baierischen Begebenheiten“ erschienen. – „Der künstlerische Schmuck, aus artigen Frontispizen und historischen Kupfern bestehend, stammt von dem „bayrischen Chodowiecki“ J. M. Mettenleiter“ (Lanckoronska-Rumann). Unter den Tafeln im vorliegenden Jahrgang historische Szenen: „Die Hanse macht Deutschland reich und mächtig und beginnt in Deutschlad zu herrschen 1241 hört auf 1630“, „Conradin wird zu Neapel enthauptet 1268“, „Die Buchdruckerkunst wird der Welt mit getheilt 1462“, „Erste Beschäftigung der Universitäten 1347-1550“, „Zustand der Geistescultur zu anfang dieses Jahrhunderts“ (Moritatensänger) u. a. – Einband teils stärker berieben, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender

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140,--  Bestellen
01 Rieger, Erwin (Übersetzung). Aucassin und Nicolette. (Eine französische Dichtung des 13. Jahrhunderts in der Übertragung von Erwin Rieger … Die Satzanordnung und Ausschmücking des Druckwerkes mit Originalholzschnitten ist von Rudolf Junk …). Wien, Avalun-Verlag (1919). Folio (34,5 x 24,5 cm.). [1] w. Bl., [32] Bl., [1] w. Bl. mit 30 ornamentalen Orig.-Holzschnitten in Dunkelrot von Rudolf Junk und 1 sep. Textbl. vom Übersetzer. Orig.-Halbledereinband mit goldgepr. Deckeltitel und Deckelornamentik, sowie Kopfgoldschnitt in Pappschuber (von Carl Scheibe, Wien). (Vierter Avalun-Druck).

Rodenberg 331. – Eines von 380 num. Exemplaren (GA 385 Ex.). – Gegenüber dem Druckvermerk von R. Junk signiert. – „Dieses Sonderwerk wurde nach dem Plane von Arthur Rößler… auf bestem weißen Handschöpfpapier zweifarbig gedruckt und in goldbraunem Dogleder mit Echtgoldprägung und Goldschnitt handgebunden in der Handbindewerkstatt von Carl Scheibe in Wien.“ – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Signierte Bücher

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200,--  Bestellen
1 Stendhal (d. i. Marie-Henri Beyle). Vanina Vanini. Wien/Hellerau, Avalun-Verlag (1922). 8°. 86 S., [3] Bl. mit 12 (10 ganzseitige) Original-Radierungen von Karl M. Schultheiß. Roter Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt (signiert: E. A. Enders, Leipzig) in Pappschuber. (XXII. Avalun-Druck).

Rodenberg 334 ff. Sennewald 22,4. – Eines von 250 num. Exemplaren in Halbleder (Gesamtauflage 450 Exemplare); im Druckvermerk von K. M. Schultheiß signiert. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Signierte Bücher

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140,--  Bestellen
1 Struwwelpeteriade – Hobrecker, Karl (Max Stephan). Rundfunk-Struwwelpeter. Erfindung und Text von Karl Hobrecker. Zeichnung nach H(einrich) Hoffmann von M(aria ?) Aveirinós. Oldenburg i. O., Gerhard Stalling 1926. Kl.-8° (15,5 x 9 cm.). Leporello, [12] einseitig bedruckte Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Nürnberger Bilderbücher, Band 48).

Baumgartner III, 14. Evers, Von Struwwelhitler bis Punkerpeter 8 f. Hobrecker, Braunschweig 3375. Hobrecker, Frankfurt 126. Klotz 2716/23. Liebert, Stalling 48. Oldenburg/Künstler 204. Pressler S. 204 (Abb. 132). Rühle I, 1186. Stuck-Villa II, 216. – Sehr seltene Struwwelpeter-Parodie auf die damals aufkommende Rundfunktechnik. – Mit Bildern und vierzeiligen Versen: Der Struwwelpeter; Der böse Friederich; Paulinchen; Der Mohr; Die Tintenbuben; Niklas; Der wilde Jäger; Der Daumenlutscher; Kaspar; Der Zappelphilipp; Hans (Guck-in-die-Luft) und Der fliegende Robert. – „Bei Hobreckers Struwwelpeter-Bilderbuch handelt es sich um die Verstrickung der bekannten Hoffmannschen Figuren in die Errungenschaften der Rundfunktechnik. Dabei geht es dem Autor nicht um eine durchgängige Handlung, die Figuren dienen vielmehr als Aufhänger für die verschiedenen, voneinander unabhängigen Vierzeiler. Die Zeichnungen Avierinos nehmen die Hoffmannschen Originale zur Grundlage, um sie dann durch die Ausstattung mit rundfunk-technischen Gerätschaften zu verfremden. Dort, wo dem Original-Struwwelpeter aufs unbändigste Haare und Fingernägel sprießen, zucken beim Rundfunk-Struwwelpeter grelle Blitze. Hobreckers durchweg positive Darstellung des neuen Mediums gipfelt in ‚Drum Melde-Niklas / warnend spricht: / Vergeßt nur die Bezahlung nicht!‘ (und) ‚Ja, ja, wer ehrlich / rundfunkt, / Wird nicht ins Tintenfaß getunkt‘ (und) ‚Der Mohr, die Tinten- / bubenschaft / Schwarzhörer sind es schauderhaft‘.“ (Oldenburg-Künstler). 1924/1925 erschien ein Vorabdruck mit 9 Illustrationen in „Die Arche Noah“, Jugendbeilage der Zeitschrift „Daheim“ (vgl. Rühle II, 1186 c). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Rundfunk, Rundfunkgeschichte, Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade, Technik

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950,--  Bestellen
1 Doisneau, Robert. 1, 2, 3, 4, 5. Compter en s’amusant. (Conçu et mis en page par Albert Plécy). Lausanne, La Guilde du Livre et Editions Clairefontaine (1955). 4°. [15] Bl. mit 12 Duetone-Tafeln und 12 farbig illustr. Ziffern. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.

Bilderwelt 2701. Koetzle, Fotografen A-Z 98. Parr/Badger I, 187 ff. (mit Abb.). – Seltene erste Ausgabe des berühmten Photo-Bilderbuchs zum Zählen lernen. – Auf witzig-spielerische und humorvolle Art und Weise werden Menschen, Tiere und Dinge aus der Kinderwelt dargestellt, um zum Zählen von 1 bis 12 zu animieren. – Exemplar mit der Umschlag-Darstellung eines Kleinkinds, das seine Zehen zählt; es gab auch eine Variante mit der Darstellung von 2 hoch gehaltenen Kinderhänden mit Blumenköpfen auf den Fingern. Die im selben Jahr erschiene deutsche Ausgabe mit einer Aufnahme des Eiffelturms auf dem Umschlag. – „Die Arbeiten von Robert Doisneau stellen eine der eindruckvollsten Leistungen der als ‚humanistische Reportage‘ bekannten Richtung der Fotografie dar. … Doisneaus Fotos sind das Ergebnis von Geduld, Reflexion, komplitzenhafter Teilnahme und Betroffensein. Mit ihren weitgehend urbanen Inhalten erfassen sie aber auch ein bestimmendes Element der Moderne“ (P. Hamilton in Koetzle). – Schutzumschlag am Rücken geringf. berieben, sehr gutes sauberes Exemplar.
Rare first edition of the famous photo picture book for learning to count. – People, animals and objects from a child’s world are depicted in a playful and humorous way to encourage counting from 1 to 12. – A copy featuring a cover illustration of a toddler counting their toes; there was also a variant featuring two children’s hands held aloft with flower heads on the fingers. The German edition, published in the same year, features a photograph of the Eiffel Tower on the cover. – “The works of Robert Doisneau represent one of the most impressive achievements of the photographic genre known as ‘humanist reportage’. … Doisneau’s photographs are the result of patience, reflection, empathetic engagement and personal involvement. With their largely urban subject matter, however, they also capture a defining element of modernity” (P. Hamilton in Koetzle). – Dust jacket spine slightly rubbed and with minor edge wear; very good, clean copy.

Schlagwörter: Französische Kinderbücher, Juvenile literature, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Rechenbücher

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320,--  Bestellen
1 (Solms-Hohensolms-Lich), E(mma Fürstin zu). Wie Pumpelmann entstanden ist. Deutsche Handschrift auf Papier. (Lich) 11. Juni 1927. Gr.-8° (22 x 17,5 cm.). [18] Bl. mit eigenhändiger Widmung und 16 (12 aquarellierte) Tuschezeichnungen mit kalligraphischen Versen in Rot und Schwarz. Orig.-Pappband mit farbigem Deckelschild.

Originalmanuskript zu dem im selben Jahr bei Kindt in Giessen gedruckten Bilderbuch (Exemplar liegt bei). – Mit der Widmung auf dem Vorsatz „Für meinen lieben Enkel Philipp zu seinem dreijährigen Geburtstag am IIten Juli 1927 von seiner Großmama „E.“ – „Angeregt durch mancherlei Beschäftigung mit meinem dreijährigen Enkel, kam ich auf den Gedanken, den bekannten Kinderreim: „Punkt, Punkt, Komma, Strich, Fertig ist der Pampelmann“, weiter auszubauen und aus dem ersten Punkt einen ganzen „Pampelmann“ entstehen zu lassen. Die Zahl meiner Enkel hat sich seitdem beträchtlich vermehrt und alle Haben viel Spaß daran, das so entstandene Buch „Pumpelmann“ anzusehen und, während sie die unter der Zeichnung stehenden Worte hersagen, auch die betreffenden Striche dazu zu machen. Groß ist das Vergnügen, wenn dann am Schluß des Buches ein selber hergestellter Pumpelmann entstanden ist. Um auch anderen Kindern diese lustige Beschäftigung zu verschaffen, will ich das Buch nun in die Welt hinausschicken“ (E. zu Solms-Hohensolms-Lich im Vorwort zur gedruckten Ausgabe). – Emma Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich, Prinzessin zu Stolberg-Wernigerode (1875-1956) war die Gattin von Carl Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich (1866-1920) und die Tochter von Otto zu Stolberg-Wernigerode (1837-1896), der Vizekanzler unter Otto von Bismarck war. – Rücken der gedruckten Ausgabe am Fuß mit kl. Fehlstelle, sonst beide Bände von Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen gut erhalten.

Schlagwörter: Bilderbuch-Manusskript, Handschriften, Originale, Originalzeichnung

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750,--  Bestellen
1 Schmidt, Arno und Eberhard Schlotter. Das zweite Programm. Zürich, Haffmans Verlag (1989). Gr.-4° (33,5 x 28 cm.). 31, (20) S. mit 19 Tafeln, 1 beiliegenden gefalt. Farbtafel und 1 signierten und nummerierten Orig.-Radierung von E. Schlotter. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Müther S. 319. – Erste Ausgabe. – Mit der signierten Originalradierung (31,5 x 26 cm., Nr. 16/75) von Eberhard Schlotter (Doppelportrait von A. Schmidt und E. Schlotter vor dem Gemälde ‚Die Bugwelt‘, einst im Besitz von A. Schmidt). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik

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180,--  Bestellen
1 Levitt, Helen. A way of seeing. Photographs of New York, with an essay by James Agee. New York, The Viking Press (1965). Quer-8° (19 x 23 cm.). [4] Bl., 78 S. mit 51 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.

Auer 447. Koetzle, Fotografen A-Z 234. Lederman/Yatskevich 167. Parr/Badger II, 252. Roth, The Book of 101 Books 178 f. Roth, The Open Book 214 f. – „Special Museum of Modern Art (softcover) Edition“. – „Published in 1965, Helen Levitt’s celebrated A Way ofSeeing is a record of an earlier time, capturing New York City street scenes from the late 1930s and 1940s. Originally planned for publication in 1946 by Reynolds and Hitchcock, the project was infinitely delayed after one of the firm’s partners died. It was picked up again in 1964 by The Viking Press and published a year later, though by this point James Agee, who wrote the book’s introductory essay, had died. A Way of Seeing documents minor-key human drama, children playing and the vitality of life on the streets of underserved communities before the postwar “urban renewal.” These photographs represent Levitt’s earliest decades as a photographer in the working-class neighborhoods of Spanish Harlem and the Lower East Side. The book’s design, by Marvin Hoshino, is elegant and restrained, giving each black-and-white photograph central placement on the page, allowing the subtle drama and careful composition of each frame to unfold on its own. Woven into a fluid narrative through their sequencing in the book, these pictures show children’s playfulness with revealing immediacy and capture subtleties of the adults’ interactions, as well as the tenderness of gazes and choreographies of bodies in urban spaces“ (P. V. Kupfer in Lederman/Yatskevich). – Edges slightly rubbed, a very good copy.

Schlagwörter: New York, Street photography, USA

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280,--  Bestellen
1 Luedecke, Heinz. Williams’ neues Autobuch oder Wer gewinnt die Wette? Gezeichnet von Oscar Nerlinger. Fotos von Christian Nicolai. Potsdam, Williams & Co. o. J. (1939). Quer-4° (23,5 x 32 cm.). 38 S. mit illustr. Titel und 16 Farbtafeln mit Fotomontagen sowie einer Tafel mit Verkehrszeichen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.

Flechtmann, Williamsverlag 61. Nicht bei Heidtmann. – Einzige Ausgabe des interessanten Bilderbuchs. Die Tafeln mit einmontierten Fotografien von 51 verschiedenen Fahrzeugen (PKW, LKW und Busse), darunter Adler Trumpf, BMW 326 und 328, DKW Meisterklasse, Fiat 500 Topolino, Ford Eifel, Graham Special, VW KDF (Ur-Käfer), Mercedes 500, Maybach Zeppelin, Morris MG Sport, Opel Kapitän, LKW und Busse von Borgward, Büssing, Ford, Henschel und M.A.N. sowie Rennwagen von Autounion und Mercedes. Alle abgebildeten Fahrzeuge mit den technischen Daten und teils mit Preisangaben in Reichsmark. – Der im April 1924 in Berlin von Edith Jacobsen (geb. Schiffer, 1891-1935), Edith Weinreich-Williams und Annie Williams (geb. Ball) gegründete Verlag Williams & Co. war besonders mit seinen Kinderbuch-Klassikern Pu der Bär von A. A. Milne und Emil und die Detektive von Erich Kästner in den späten 1920er Jahren erfolgreich. „1933 musste Edith Jacobsohn über Wien und die Schweiz nach England emigrieren. Sie überließ die Geschäftsführung ihrer Mitarbeiterin Cecilie Dressler. Im selben Jahr kaufte Kurt Leo Maschler, damals schon Inhaber mehrerer Verlage, den Verlag Williams & Co. Zwei Jahre später gründete er zusätzlich in Basel den Atrium Verlag, damit Erich Kästner, dessen Texte inzwischen in Deutschland verboten waren, seine Bücher weiterhin veröffentlichen konnte. Fast alle Rechte des Williams-Verlags übertrug Maschler, um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen, an den Atrium-Verlag in der Schweiz. Cecile Dressler erwarb 1936 von Maschler Anteile am Verlag, der jetzt für einige Jahre unter der Bezeichnung Williams-Verlag, Inhaberin Cecilie Dressler firmierte. 1941 erfolgte eine Umbenennung in Cecilie Dressler Verlag. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Cecilie Dressler Eigentümerin des Verlages, der 1971 von der Verlagsgruppe Friedrich Oetinger übernommen wurde“ (Wikipedia). – Deckel leicht angestaubt, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Verkehrs-Bilderbücher

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480,--  Bestellen
01 Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. Und. Derselbe. Der Weg zurück. 2 Werke. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929 und 1931. 8°. 287, (1) S.; 368 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit typogr. Schutzumschlag und typogr. Orig.-Kartonumschlag.

I. W.-G.² 3. – Erste Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Remarques Buch ist das Denkmal unseres unbekannten Soldaten von allen Toten geschrieben“ (Walter v. Molo). – „Mit vielen habe ich vorher darüber gesprochen, ehe ich zu schreiben anfing; – alle bestürmten mich, den Versuch zu machen. Deshalb möchte ich fast denken, daß eine Veröffentlichung Widerhall wecken könnte; wir waren ja Hunderttausende und gerade uns hat der Krieg ja am schärfsten gezeichnet. Erst jetzt, nach 10 Jahren, finden wir uns langsam wieder. Und ich möchte gern meinen Kameraden versuchen zu zeigen: Seht, das ist es, weshalb wir besonders schwer leben und uns fügen, und uns zerbrochen fühlten, obschon wir doch jung und davongekommen sind; – erkennen wir es, so überwinden wir es leichter und finden unsern Weg – Ich würde mich selbstverständlich ganz ungemein freuen, wenn diese Gründe … auch soviel Aussicht auf geschäftlichen Erfolg verbürgen könnten, daß der Druck und die Herausgabe in Erwägung gezogen würde“ (E. M. Remarque in einem Brief an den Schriftsteller Paul Eipper vom 10. 7. 1928). – Schutzumschlag am Kapital und oberen vorderen Gelenk geringfügig eingerissen, zeitgenöss. Besitzvermerk, sehr gutes Exemplar mit dem meist fehlenden Schutzumschlag. – II. W.-G.² 4. – Erste Ausgabe. – „Frontkameraden der Heimat wiedergegeben suchen den neuen Weg ins Leben“ (Umschlag). – „Die Fortsetzung von Remarques Roman Im Westen nichts Neues erschien zuerst zwischen Dezember 1930 und Januar 1931 in der Vossischen Zeitung, bevor er im April 1931 als Buch beim Propyläen Verlag publiziert wurde. Nach seinem Erscheinen wurde der Roman in Deutschland, wegen seiner pessimistischen Grundhaltung, kontrovers diskutiert und kritisiert. Im Mai 1933 wurde Der Weg zurück zusammen mit Im Westen nichts Neues von den Nationalsozialisten öffentlich verbrannt“ (Wikipedia). – Kapital unauffällig restauriert, sehr gutes Exemplar der seltenen kartonierten Ausgabe.
I. First edition of the famous anti-war novel. First published as a serial in the *Vossische Zeitung* from November 1928. – “Remarque’s book is the monument to our unknown soldier, written by all the dead” (Walter von Molo). – “I spoke to many people about it before I began writing; – everyone urged me to give it a try. That is why I am almost inclined to think that a publication might strike a chord; after all, there were hundreds of thousands of us, and it was we who were most severely scarred by the war. Only now, after 10 years, are we slowly finding our way back to ourselves. And I would like to try to show my comrades: Look, this is why we find life particularly hard and why we resign ourselves to it, and why we felt broken, even though we are young and have survived; – if we recognise this, we will overcome it more easily and find our way – I would, of course, be immensely pleased if these reasons … could also guarantee such prospects of commercial success that printing and publication might be considered” (E. M. Remarque in a letter to the writer Paul Eipper dated 10 July 1928). – Dust jacket slightly torn at the spine and upper front joint, contemporary owner’s inscription, a very good copy with the dust jacket (which is usually missing). – II. – First edition. – “Frontline comrades return home and seek a new path in life” (cover). – “The sequel to Remarque’s novel All Quiet on the Western Front first appeared in the Vossische Zeitung between December 1930 and January 1931, before being published as a book by Propyläen Verlag in April 1931. Following its publication, the novel was the subject of controversy and criticism in Germany due to its pessimistic tone. In May 1933, The Way Back, together with All Quiet on the Western Front, was publicly burned by the National Socialists” (Wikipedia). – Binding discreetly restored, a very fine copy of the rare paperback edition.

Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I

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2.500,--  Bestellen
1 Skowraneck – (Thielert, Max, Vorwort). Lebende Marmorgruppen (Lebende Marmor-Bildwerke). (Dargestellt an den Schönheit-Abenden in Berlin von Olga Desmond und Adolf Salge). (Steglitz-Berlin, Neue Photographische Gesellschaft A.G.) o. J. (1908). Gr.-8° (23 x 15,5 cm.). Portfolio, 10 (statt 11) Orig.-Photographien (Bromsilber-Abzüge, 22 x 14,5 cm.) von Otto Skowraneck (auch Skowranek). Orig.-Halbleinen-Flügelmappe mit Deckeltitel und Deckelvignette.

Heidtmann 18739. Vgl. Derra de Moroda 164 (Schwertertanz). – Im selben Jahr wie das berühmte Portfolio „Schwertertanz“ erschienen. Mit Aktaufnahmen der Tänzerin Olga Desmond und des Athleten Adolf Salge, mit weiß gepuderter Haut als „Marmor-Skulpturen“, wie den „Raub der Sabinerinnen“, „Das Weib oder die Vase“ oder „Die badende Psyche“. – Die Tänzerin Olga Desmond (1890-1964), „Preußens nackte Venus“ (J. E. Runge), „in einer Reihe mit Adorée Villani und der berüchtigten Mata Hari, begeisterte das Berliner Publikum mit „gewagten“ Nackttänzen“ (Müller/Stöckmann: „… jeder Mensch ist ein Tänzer“ S. 26 f.). 1907 begründete sie mit Karl Vanselow die sogenannten „Schönheit-Abende zur Förderung der Nacktkultur“ und trat erstmals in Berlin vor 1400 Zuschauern auf, später auch in Dresden, Leipzig, Breslau und St. Petersburg. Die Tanz- und Pantomime-Vorführungen verursachten Stürme der Entrüstung. 1909 wurden ihre Auftritte im Berliner Wintergarten polizeilich verboten und sorgten für einen Skandal, der sogar den Preußischen Landtag beschäftigte. Nach dem Ersten Weltkrieg machte O. Desmond als Fim- und Theaterschauspielerin Karriere. Olga Desmond trat mit ihrem Partner Adolf Salge von „The Seldoms“ u. a. in London, St. Petersburg, Warschau, Wien, Budapest und Paris auf. – „1894 begann die Neue Photographische Gesellschaft (N.P.G.) in Berlin-Schöneberg mit der Verarbeitung von Bromsilbergelatine-Entwicklungspapieren. Das Fotopapier war seit 1880 auf dem Markt und damit längst bekannt, aber erst die N.P.G. entwickelte unter der Bezeichnung „Kilometer-Photographie“ ein Verfahren, es für die Massenanfertigung zu nutzen. Dies hatte inerhalb kürzester Zeit immense Folgen für das gesamte Fotografiegewerbe“ (Karin Walter, Aktuelle Bilder vom laufenden Band, Die Postkartenproduktion der N.P.G., S. 56 ff. in Gütgemann-Holtz, Neue Photographische Gesellschaft Steglitz). – Vorderdeckel etwas braunfleckig, ohne das Textheft, außerdem fehlt eine Aufnahme der bekleideten O. Desmond, sonst gut erhalten.
Published in the same year as the famous „Schwertertanz“ (Sword Dance) portfolio. Featuring nude photographs of the dancer Olga Desmond and the athlete Adolf Salge, with their skin powdered white to resemble ‘marble sculptures’, such as ‘The Rape of the Sabine Women’, ‘The Woman or the Vase’ or ‘Psyche Bathing’. – The dancer Olga Desmond (1890–1964), “Prussia’s naked Venus” (J. E. Runge), “in the same league as Adorée Villani and the notorious Mata Hari, thrilled Berlin audiences with ‘daring’ nude dances” (Müller/Stöckmann: “… every person is a dancer‘, p. 26 ff.). In 1907, she founded the so-called ’Beauty Evenings for the Promotion of Nude Culture“ with Karl Vanselow and performed for the first time in Berlin before an audience of 1,400, later also in Dresden, Leipzig, Breslau and St Petersburg. The dance and pantomime performances caused a storm of indignation. In 1909, her performances at the Berlin Wintergarten were banned by the police and caused a scandal that even occupied the Prussian State Parliament. After the First World War, O. Desmond pursued a career as a film and theatre actress. Olga Desmond performed with her partner Adolf Salge of “The Seldoms” in London, St Petersburg, Warsaw, Vienna, Budapest and Paris, amongst other places. – „In 1894, the Neue Photographische Gesellschaft (N.P.G.) in Berlin-Schöneberg began processing bromide-silver gelatine photographic paper. The photographic paper had been on the market since 1880 and was therefore well established, but it was the N.P.G. that developed a process, known as ‘kilometre photography’, to utilise it for mass production. This had immense consequences for the entire photographic industry within a very short time“ (Karin Walter, Aktuelle Bilder vom laufenden Band, Die Postkartenproduktion der N.P.G., p. 56 ff. in Gütgemann-Holtz, Neue Photographische Gesellschaft Steglitz). – Front cover slightly stained with brown spots, missing the text booklet, and one photograph of the clothed O. Desmond is also missing; otherwise in good condition.

Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude

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1.200,--  Bestellen
1 Becher, Bernd und Hilla. Anonyme Skulpturen. Eine Typologie technischer Bauten. Düsseldorf, Art-Press Verlag 1970. 4°. [108] Bl. mit 194 Schwarz-Weiß-Fotografien auf Tafeln. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.

Auer 518. Dickel, Künstlerbücher 77 ff. Heidtmann 11816. Parr/Badger II, 266. Roth, The Book of 101 Books 194 f. Roth, The Open Book 258 f. – Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung von Bernd und Hilla Becher, eines der wichtigsten Fotobücher der Moderne. – Mit Aufnahmen von Kalk- und Hochöfen, Kühl-, Förder- und Wassertürmen sowie Gasbehältern und Silos. – „Mit der Publikation ihrer Photographien von ausgewählten Industriebauten in Buchform nutzten Bernd und Hilla Becher 1970 erstmals ein Medium, das die sukzessive Betrachtung gegenüber der simultanen ihrer in Ausstellungen gezeigten Photo-Tableaux gleichen Inhalts privilegiert“ (H. Dickel). – „The extensive series that the Bechers later made for Schirmer/Mosel and MIT Press, while preserving the aesthetic rigour of their earlier work, emphasizes the documentary aspect, and has a particular archival, historical value. Anonyme Skulpturen, though it hardly neglects the informational importance of their practice, seems much more about making an aesthetic statement and establishing the artists’ position in late twentieth-century art. All their books are polemical, but this represents their primary artistic credo. For those who are more interested in the Bechers as artists than as industrial archaeologists, this is the one to have on one’s shelf“ (Parr/Badger). – Neuwertiges Exemplar.
The first edition of Bernd and Hilla Becher’s debut book, one of the most important photobooks of the modern era. – Featuring photographs of lime kilns and blast furnaces, cooling towers, conveyor towers and water towers, as well as gas holders and silos. – “With the publication of their photographs of selected industrial buildings in book form in 1970, Bernd and Hilla Becher made use for the first time of a medium that favours sequential viewing over the simultaneous viewing of their photographic tableaux of the same content as seen in exhibitions” (H. Dickel). – Copy in mint condition.

Schlagwörter: Architektur, Architekturphotographie, Industrie, Industriephotographie

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1.600,--  Bestellen
01 Behmer – Dahlke, Paul (Übertragung). Buddha. (Auswahl aus dem Pali-Kanon). Berlin, Otto v. Holten (1920-1922). Folio (36 x 27 cm.). 262 S., 1 Bl. mit farbigem und vergoldetem Doppeltitel und Buchschmuck von Marcus Behmer. Originalpergamentband mit farbig intarsiertem und vergoldeten Deckelschild sowie reicher Rücken-, Deckel-, Innenkantenvergoldung und Kopfgoldschnitt (signiert P. A. Demeter, Hellerau) in Orig.-Pappschuber in Grün u. Gold.

Erlemann X, 5. Rodenberg S. 446. Schauer II, 44. Nicht bei Haucke. – Exemplar 108 von 225 Exemplaren auf Zanders-Bütten (GA 251 Exemplare). – Prächtig ausgestattete Ausgabe dieser Auswahl aus dem Pali-Kanon. Die Pali-Überlieferung, eine Sammlung von Dialogen und Lehrvorträgen Buddhas, gehört zum ältesten Schriftgut des Buddhismus. – Die gesamte künstlerische Gestaltung, der Buchschmuck, große Zierinitialen, prachtvolle Titel- und Zwischentitelblätter mit Bordüren, alle farbig und teils in Gold gedruckt, stammt von Marcus Behmer. – Entwurf der Deckelintarsie und Bemalung der Vorsatzpapiere von Max Schwerdtfeger. – Gedruckt bei Otto v. Holten unter der Aufsicht von Marcus Behmer. – Sehr schönes sauberes Exemplar dieses Meisterwerks der Jugendstil-Buchkunst.
Copy 108 of 225 copies on Zanders handmade paper (GA 251 copies). – A magnificently illustrated edition of this selection from the Pali Canon. The Pali Canon, a collection of Buddha’s dialogues and discourses, is among the oldest written records of Buddhism. – The entire artistic design, the book decoration, large ornamental initials, magnificent title and half-title pages with borders, all printed in colour and partly in gold, is by Marcus Behmer. – Design of the cover inlay and painting of the endpapers by Max Schwerdtfeger. – Printed by Otto v. Holten under the supervision of Marcus Behmer. – A very fine, clean copy of this masterpiece of Art Nouveau book art.

Schlagwörter: Einbände, Illustrated books, Illustration of books, Jugendstil, Nummerierte Bücher, Pressendrucke

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1.600,--  Bestellen
1 Stereo-Photographie – Espezel, Pierre de. Paris relief. Histoire de Paris des origines à nos jours. Accompagnée d’initiales ornées, de culs-de-lampe, de huit qadrichromies hors-texte et de cent vues stéréoscopiques originales. Paris, Chantecler s. d. (1945). 4°. 80 S., [4] Bl. mit 8 Farbtafeln, einigen Abb. im Text, 99 (statt 100) Stereo-Photographien, aufklappbarem Stereo-Betrachter aus Metall, 1 Bl. (Anleitung) und 1 gefalt. Stadtplan. Gelber Orig.-Leinenband über Holzdeckeln mit zweifarb. Rücken- und Deckeltitel.

Heiting/Jaeger I, 472 (mit Abb. von 4 verschiedenfarb. Einbandvarianten). – Seltenes Raumbild-Album im Stil des Münchner Schönstein-Verlags. – Einband etwas berieben, Innengelenke restauriert, Bild 26 fehlt, sonst gut erhalten.
Album rare d’illustrations d’intérieurs, dans le style de la maison d’édition Schönstein de Munich. – Couverture légèrement usée, articulations intérieures restaurées, sans le photo n° 26, sinon en bon état.

Schlagwörter: Paris, Raumbildalben, Stereophotographie

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450,--  Bestellen
1 Metzner, Antonie. Die sich selbst belehrende Köchin, oder allgemeines deutsches Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen. Enthaltend gründliche und allgemein verständliche Anweisungen … 8., verbesserte Auflage. Quedlinburg, Leipzig, Basse 1841. 8°. XIV, 256 S. mit 2 lithogr. Tafeln. Pappband der Zeit mit lithogr. Rückenschild.

Horn/Arndt 523 f. Weiss 2541. – Die Tafeln mit Anweisungen zum Tranchieren und Tafelanordnungen. – Einband berieben und bestoßen, stellenweise braunfleckig (Titelblatt stärker) und gebräunt, noch gutes Exemplar.

Schlagwörter: Kochbücher

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100,--  Bestellen
1 Weber, Johannes M(artin) E(rich). Schule und Praxis des Konditors. Eine Schatzkammer der modernen Konditorei mit ca. 100 Special-Rezepten, 266 Textabbildungen und 42 Tafeln im Vierfarbendruck. – Theory and practice of the confectioner – Skola och praktik för konditorn. Ausgabe in deutscher, englischer und schwedischer Sprache. 4. Auflage. Radebeul-Dresden, Internationaler Fachverlag Weber (1931). 4°. 442 S. mit 1 Porträt, 266 Textabb. und 42 Farbtafeln. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel.

Erste Ausgabe. – Deckel etwas fleckig, gutes Exemplar der schönen Halblederausgabe.

Schlagwörter: Konditorei

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60,--  Bestellen
01 Bloem, Walter (Julius Gustav). Vormarsch. Jubiläums-Ausgabe, 100. Tausend. Leipzig, Grethlein & Co. o. J. (um 1920). 8°. 373, (2) S. mit Portrait des Verfassers. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung.

NDB II, 312. – Eines von 1000 num. Exemplaren der Jubiläums-Ausgabe. – Erschien zuerst 1916. – W. Bloem (1868-1951) war 1911-14 „Dramaturg am Stuttgarter Hoftheater, nachdem er schon vorher am Neuen Theater in Berlin eine gleiche Tätigkeit ausgeübt hatte. Sein größter Erfolg war die Trilogie über den Krieg von 1870/71: „Das eiserne Jahr“, „Volk wider Volk“, „Die Schmiede der Zukunft“ (1911-13). An beiden Weltkriegen nahm B. als Kompanie- bzw. Bataillonsführer teil und wurde mehrmals verwundet. An seinem 65. Geburtstag erhielt er die Goethemedaille. Seine Romane, die von betont vaterländischer Gesinnung und dem Glauben an die Mission des Reiches getragen sind, haben eine Gesamtauflage von 2 Millionen erreicht“ (G. Werner in NDB). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Autobiographie, Nummerierte Bücher, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I

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50,--  Bestellen
1 Meissen, Conny. Thomas schreibt aus Mexiko. Berlin, Atlantis Verlag (1938). Gr.-8°. 48 S. mit 4 Farbtafeln und Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Slg. Hürlimann 930. LKJ II, 463. – Erste Ausgabe. – „Durch Bild und Text versucht M., immer wieder auf die Umwelt, Kenntnisse und Erfahrungen ihrer kindlichen Leser rekurrierend, Informationen über ferne Kontinente… und deren Bewohner zu vermitteln und durch den „Blick für die fremde Art“ zur Toleranz und Völkerverständigung beizutragen…“ (R. Rauter in LKJ). – Conny Meissen (1887-1961), Verfasserin der berühmten „Männchen“-Bilderbücher, wanderte in den dreißiger Jahren nach Mexiko aus. – Schutzumschlag etwas angestaubt und mit geringf. Randläsuren, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Geographie, Mexiko

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60,--  Bestellen
1 Hartleben, Otto Erich. Von reifen Früchten. Meiner Verse zweiter Theil. München, Albert Langen 1902. Gr.-8°. 49, (1) S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Deckeltitel und Deckelillustration (Entwurf: Emil Orlik).

NDB VII, 720 f. W.-G.² 22. – Erste Ausgabe. – Nummer 6 von 30 (?) vom Verfasser nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan-Papier; mit eigenhändiger Widmung von O. E. Hartleben für seine Schwester, die Malerin Annemarie Pallat (1875-1972) mit deren Jugendstil-Exlibris (von Franz Hein). Die Sammlung mit 30 Gedichten enthält auf S. 48 das im Juli 1901 in Rom entstandene Gedicht „Annemarie“. – Die Gedichte entstanden von 1895 bis 1902 in Berlin, Bozen, Florenz, Kaltenleutgeben, Rom und in Salò am Gardasee in Hartlebens Villa Halkyone. – Sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Jugendstil, Lyrik, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben, Widmungsexemplar

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180,--  Bestellen
1 Schröder, Christel Matthias (Hrsg.). Klassiker des Protestantismus. 8 Bände. Bremen, Carl Schünemann 1962-1967. 8°. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen. (Sammlung Dieterich).

I. Wegbereiter der Reformation. – II. Der Glaube der Reformatoren. – III. Reformatorische Verkündigung und Lebensordnung. – IV. Der linke Flügel der Reformation. – V. Der Protestantismus des 17. Jahrhunderts. – VI. Das Zeitalter des Pietismus. – VII. Das Zeitalter der Aufklärung. – VIII. Der Protestantismus im 19. und 20. Jahrhhundert. – Schutzumschläge mit leichten Gebrauchs- und Altersspuren, gutes Exemplar der gebundenen Ausgabe.

Schlagwörter: Evangelische Theologie, Protestantismus, Reformation

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40,--  Bestellen
1 Hartleben, Otto Erich. Hanna Jagert. Comödie. Berlin, S. Fischer 1893. 8°. 110 S., [1] S. Illustr. Orig.-Leinenband mit Jugendstil-Ornamentik.

NDB VII, 720 f. W.-G.² 9. – Erste Ausgabe, selten. – „H.s wesentliche Bedeutung liegt in der kunstvoll lockeren Prosa hingeplauderter Geschichten von lächelndem Humor, die einen neuen Ton in die deutsche Erzählkunst brachten, ihm den Namen eines „deutschen Maupassant“ eintrugen, vor allem aber auch Fontanesche Züge aufweisen“ (C. F. W. Behl in NDB). – Sehr schönes Exemplar aus der Bibliothek der Schwester des Autors, der Malerin Annemarie Pallat (1875-1972) mit deren Jugendstil-Exlibris (von Franz Hein).

Schlagwörter: Dramen, Jugendstil, Komödie

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70,--  Bestellen
1 Seger, Gerhart H. Dictatorship, war, disaster. History of the Nazi regime. Oberaudorf, Raumbild-Verlag 1957. 8°. 103 S. und 300 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter aus Metall. Farbig illustr. Orig.-Halbleinen-Kassette in Pappschuber.

Heidtmann 18654 (dat. ca. 1954). Schönstein-Katalog, Deutsches Historisches Museum 4.20 (dat. ca. 1958). – Sehr seltene Nachkriegs-Publikation für den amerikanischen Markt. – Sehr gut erhalten und vollständig.
A very rare postwar publication intended for the American market. – In excellent condition and complete.

Schlagwörter: Raumbild, Raumbildalben, Stereophotographie, Stereoscope, Stereoskopie, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II

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1.200,--  Bestellen
1 Stereo-Photographie – Barz, Karl. Großdeutschlands Wiedergeburt. Geleitwort Hermann Göring. 100 Raumbildaufnahmen von Heinrich Hoffmann. Diessen am Ammersee, Raumbild-Verlag (1938). 4°. 87, (1) S. mit 8 (2 farb.) Tafeln, 120 Stereo-Photographien von Heinrich Hoffmann und aufklappbarer Stereobetrachter aus Metall. Roter Orig-Halbleinenband über Holzdeckeln mit Rücken- und Deckeltitel.

Heiting/Jaeger I, 467 (mit Abb.). – Einzige Ausgabe. – „Drei Reichsparteitage – der Ehre, der Arbeit und Großdeutschland – wurden in der Reihe Raumbild-Zeitgeschichte als stereoskopisches Fotobuch dokumentiert und ergänzen so die zahlreichen Bild- und Filmkampagnen der zentralen propagandistischen Veranstaltung. … Die nachvollzierbare Zeitlichkeit und Prozessualität des Reichsparteitages wird durch den chronologischen Aufbau der Darstellung und die entsprechende Abfolge der Aufnahmen gestützt … Die Stereofotografien vermitteln unterschiedliche Perspektiven der Beteiligung. Dies gelingt vor allem durch Aufnahmen, die beständig zwischen Akteur- und Rezipientensicht wechseln. Konstitutiv für die hier beigelegten Stereofotografien ist darüber hinaus die Gegenüberstellung von Überblicks- und Detaildarstellungen: Nach diesem Prinzip sind vorrangig die zahlreichen redudanten Aufnahmen von Vorbeimärschen, Appellen und Reden strukturiert, indem sich Einzel- und Gruppenaufnahmen mit Massendarstellungen abwechseln“ (S. Fitzner in Heiting/Jaeger). – Brillenfach am Rand eingerissen, Stempel auf dem Vorsatz, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nationalsozialismus, Raumbildalben, Stereophotographie

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200,--  Bestellen
1 Stereo-Photographie – Orlovius, Heinz. Fliegen und Siegen. Ein Raumbildwerk von unserer Luftwaffe. München, Schönstein-Verlag o. J. (1942). 4°. 87, (1) S. mit 8 Farbtafeln und 100 Orig.-Stereo-Photographien sowie aufklappbarer Metall-Stereo-Betrachter. Hellblauer Orig.-Halbleinenband über Holzdeckeln mit Rücken- und Deckeltitel.

Heiting/Jaeger I, 456 ff. – „In den neun Jahren zwischen 1935 bis 1943 sind 26 Raumbildbände erschienen. Aufgrund ihres hohen Ausstattungsstandards und der geringen Auflagenhöhen von durchschnittlich 2.500 bis 3.000 Exemplaren waren diese Bücher mit Preisen zwischen RM 18 und RM 36 eine kostspielige Anschaffung und richteten sich damit an einen solventen Leserkreis“ (S.Fitzner in Heiting/Jaeger). – Das vorliegende Album erschien in drei verschiedenfarbigen Einbandvarianten (Hellbraun, Hellblau und Dunkelgrün). – Einband etwas berieben, Stempel auf dem Vorsatz, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Luft- u. Raumfahrt, Luftfahrt, Original-Photographie, Raumbild, Raumbildalben, Stereophotographie

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350,--  Bestellen
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