Fechner, Über die physikalische und philosophische Atomenlehre
Fechner, Über die physikalische und philosophische Atomenlehre
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Fechner, Gustav Theodor. Über die physikalische und philosophische Atomenlehre. 2., vermehrte Auflage. Leipzig, Hermann Mendelssohn 1864. XXII, 260 S. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. ADB LV, 762. Slg. Borst 2568. Kosch IV, 807. NDB LV, 37 f. Poggend. I, 728. Ziegenfuß I, 314. – Zweite vermehrte Ausgabe; erschien zuerst 1855. – Fechners Hauptwerk, welches den Begriff der Psychophysik mitprägte und somit eine entscheidende Vorarbeit für das weltberühmte psychologische Experimentalinstitut von W.Wundt wurde. – „Die nachhaltigste Wirkung übte F. auf die Psychologie aus. In der Psychophysik stellte er sich die Aufgabe, auf empirisch-experimenteller Grundlage die „Beziehungen zwischen Leib und Seele“ in mathematisch-exakte Form zu kleiden. Das Grundgesetz, daß die Empfindung proportional dem Logarithmus des Reizes wächst, trägt seinen Namen. Die Empfindungen werden von F. wie Atome behandelt; die Intensität der Empfindung wird zu einer Größe im engeren physikalischen Sinne, so daß es bei F. für das Psychische ein Maß und für Physisches und Psychisches ein gemeinsames Maß gibt, wodurch das Seelische ganz physikalisiert wird. Traf diese Methode auch auf den Widerstand der Psychologen, die sich an der Kommensurabilität physikalischer und psychologischer Vorgänge stießen, so ist F. dennoch zum Begründer der Experimentalpsychologie geworden, und er hat geschichtlich wertvolle Vorarbeit für das weltberühmte psychologische Experimentalinstitut von Wilhelm Wundt an der Universität Leipzig geleistet“ (G. Hennemann in NDB). – Sehr gutes Exemplar.
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