Gesamtbestand
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Arnold GmbH. 60 Jahre L. & C. Arnold GmbH (1871-1931). Katalog B 31. Grösste deutsche Stahlmöbel-Fabrik. Werke in Schorndorf-Stendal-Kempen/Rh. Stuttgart, Strecker und Schröder (1931). 4° (25 x 17,5 cm.). 176 S. mit zahlreichen teils farbigen Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Seltener Verkaufskatalog des ältesten deutschen Herstellers von Stahlrohrmöbeln. – Mit Sitzmöbeln und Tischen, Fluhrgarderoben, Nacht- und Waschtischen, Stahlrohr- und Polsterbetten und Metall- und Stahlrohrmöbel für Krankenanstalten. – „1871 gründen Louis Arnold und sein Sohn Carl die Eisenmöbelfabrik L.&C. Arnold im baden-württembergischen Schorndorf und eröffnen 1889 das bis heute als einziges erhaltene Werk in Stendal. Bis 1926 entwickeln sich die Arnold Werke zu den führenden Stahlrohrmöbelherstellern in Europa: 1.400 Mitarbeiter produzieren Gartenmöbel, Stahlrohrbetten, Stühle, Garderoben und u.a. Tische. In den Zwanziger Jahren erweist sich die Nachbarschaft zum Bauhaus Dessau als glückliche Fügung. Die Bauhäusler streben nach einer Zusammenarbeit mit der Industrie. L.& C. Arnold in Stendal bietet sich als experimentierfreudiger Kooperationspartner an, und so entstehen visionäre Ideen, gemeinsame Prototypen und erfolgreiche Wettbewerbsbeiträge. 1927 zeigt L&C auf der Werkbundausstellung in Stuttgart einen von Mart Stam entwickelten und von L&C gefertigten ersten hinterbeinlosen Stuhl, den heutigen Freischwinger. 1930 startet in Stendal die umfangreiche Serienproduktion von verchromten Stahlrohrmöbeln für den Innenraum. Auch Entwürfe weiterer Bauhäusler werden realisiert: Unter anderem entsteht 1933 eine exklusive Produktion für Marcel Breuer von über 36 Modelle im Bauhaus Stil. Die Ausstattung des Luftschiffs „Hindenburg“ mit Aluminium Sitzmöbeln und Tischen 1936 zeigt L&C’s hohe Fertigungskunst und macht das Unternehmen auch international bekannt. Originalmöbel können bis heute im Werk Stendal sowie im Zeppelinmuseum in Friedrichshafen besichtigt werden“ (lc-stendal(dot)de, L & C stendal). – Rückendeckel mit vertikaler Knickspur und Stempel, ohne die Preisliste, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Bauhaus, Innenarchitektur, Möbel, Stahlrohrmöbel, Verkaufskataloge |
140,-- | ![]() |
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| Biel, Hans. Tage in Schruns. (Mit einem Vorwort von Jean-Pierre Schobinger). München, Selbstverlag (1970). Kl.-Folio (33 x 22 cm.). [60] S. mit mont. Portrait, 18 handschr. Faksimiles und 17 farbige Illustrationen. Orig.-Pergamentband mit Deckel-Ornamentik (von Gotthilf Kunz, München) in Leinen-Kassetten mit goldgepr. Rückenschild.
Eines von 65 Exemplaren; als Privatdurck zum 50. Geburtstag von Hans Biel. – „Um Klärung und Vertiefung dieser Erfahrung vom ganzen Menschen hat Hans Biel in Kenntnis ihres dauernden Wertes gerungen, wofür seine malerische Auslegung von zeitlosen Selbstbetrachtungen – Tage in Schruns – ein kraftvolles Zeugnis ist. In einsiedlerischer Besinnung 1962 während eines, durch eine schwere Herzerkrankung bedingten Kuraufenthaltes in Schruns entstanden, strahlen diese feinsinnigen Miniaturen schöpferische Intensität aus: Persönliche Aufzeichnungen weisen fast jedem Tag, vom 14. bis 30. März, ein Bild einem Aphorismus zu, deren Sammlung seit geraumer Zeit beständiger Begleiter geworden war. Im Umgang mit ihr muß sich Hans Biel etwas bewährt haben, das zu dieser bildnerischen Gestaltung zwang. Es wird faßbar in der getroffenen Auswahl, die eine einheitliche Thematik offenbart: Ein Verständnis des Menschen Auftrags, gewonnen am Maßstab seines Wesens“ (J.-P. Schobinger). – Mit einem zeittypischen Handeinband des Münchner Buchbinders, Buchkünstlers und Grafikers G. Kurz (1963-2010) der 1967 bis 1982 Präsident der internationalen Vereinigung „Meister der Einbandkunst“ war. Kurz hat seine Sammlung von 521 Handeinbänden mit allen denkbaren Bezugsarten von Leder bis Plexiglas der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart vermacht. Den Rest seines großen Nachlasses vermachte seine 2020 verstorbene Witwe Maria Kurz geb. Geissler der Gemeinde Dettingen unter Teck. – Tadellos. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Privatdruck |
180,-- | ![]() |
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| Bulgakov, Mikhail (Afanassjewitsch). The Master and the Margarita. Translated from the Russian by Michael Glenny. London, Collins and The Harvill Press (1967). 8°. 445 S. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag (von Alex Jawdokimov).
Erster Druck der ersten englischen Ausgabe. Der Schutzumschlag mit der Preisangabe „30 s. net“. – Die russische Originalausgabe erschien ab November 1966 in Fortsetzungen in der Literaturzeitschrift Moskwa und 1967 erschien eine Buchausgabe in der YMCA Press in Paris. – „Bulgakow schrieb den Roman ab 1928 und diktierte seiner Frau Jelena kurz vor seinem Tod im März 1940 die letzte Fassung. Der Roman schildert in einer allegorischen und humorvollen, satirischen Weise das Leben in Moskau in den 1930er Jahren. Viele Kritiker zählen den Roman zu den wichtigsten russischen Erzählungen des 20. Jahrhunderts und halten ihn für eine der besten Satiren der Zeit, gerichtet gegen die starre, von Willkür geprägte Bürokratie sowie die Überwachungspraktiken und die Versorgungsengpässe in der dogmatisch atheistischen Sowjetunion. Das zweite Hauptthema des Romans ist mit den menschlichen Werten wie Gut und Böse, Gott und Teufel, Leben und Tod verbunden. Die Erlösung aller Beteiligten, deren freiwilliges Werkzeug auch der Teufel ist, steht hierbei im Mittelpunkt. Einige Kapitel enthalten eine auf historische Glaubwürdigkeit bedachte Erzählung über Pontius Pilatus während der letzten Tage Jesu Christi, der in der Erzählung mit seinem hebräischen Namen Jeschua genannt wird. Aus beiden Handlungssträngen ergibt sich das dritte Hauptthema: Es gibt keine größere Sünde als die Feigheit. Keiner der Moskauer Beteiligten ist wirklich bereit, sich der höheren Macht – teils der Staatsmacht, teils der des Satans (in Gestalt des Schwarzen Magiers Woland) – zu stellen. Auch Pontius Pilatus verzichtet angesichts der politisch-gesellschaftlichen Konsequenzen auf die Freilassung Jeschuas“ (Wikipedia). – Mick Jagger wurde durch die vorliegende Ausgabe zu seinem Song Sympathy for the Devil inspiriert. Das Buch wurde Jagger von seiner Freundin Marianne Faithful empfohlen. Der Song erschien im Dezember 1968 auf dem Stones Album Beggars Banquet (ein Exemplar der ersten englischen Pressung des Albums liegt bei). – Schutzumschlag am Rückendeckel mit kleinem Randeinriss, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Faust, Faustdichtung |
500,-- | ![]() |
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| Schischkoff, Georgi (Hrsg.). Zeitschrift für philosphische Forschung. Unter Mitwirkung v. O. F. Bollnow, W. Hellpach, Ph. Lersch u.v.a. (Erster bis dritter Jahrgang). 3 Bände. Reutlingen, Gryphius-Verlag 1946-1948. Gr.-8°. 636 S., [2] Bl. mit 1 Portrait-Tafel; 656 S., [2] Bl.; 640 S., [2] Bl. Orig.-Halbleinenbände.
„Bei der Gründung der Zeitschrift ging es Georgi Schischkoff nicht nur um die Wiederaufnahme des philosophischen Diskurses im Nachkriegsdeutschland, sondern auch um eine moralisch-politische Erneuerung. So beginnt das erste Heft des Frühjahrs 1946 mit einem Beitrag des Herder- und Leibnizforschers Kurt Huber,[3] der der Widerstandsgruppe Weiße Rose angehörte und 1943 hingerichtet worden war. Zudem erschien aus Anlass des 300. Geburtstages von Leibniz aus Hubers Nachlass die Abhandlung Leibniz und wir. Schischkoffs Programm, „eine wirklich freie philosophische Diskussion“ in alle Richtungen zu ermöglichen, fühlt sich die Zeitschrift für philosophische Forschung bis heute verpflichtet“ (O. Höffe im Vorwort zum 50. Jahrgang 1996). – Stempel auf den Titelblättern, gutes Exemplar. Schlagwörter: Zeitschriften |
50,-- | ![]() |
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| Tucholsky, Kurt. Deutschland, Deutschland über alles. Ein Bilderbuch von Kurt Tucholsky und vielen Fotografen. Montiert von John Heartfield (d. i. Helmut Herzfeld). 1. – 20. Tausend. Berlin, Neuer Deutscher Verlag (1929). Gr.-8°. 231, (1) S., [2] Bl. mit ca. 180 Abbildungen. Gelber Orig.-Leinenband mit mont. Foto-Collage von J. Heartfield.
Auer 148. Holstein, Blickfang S. 147. Heidtmann 12782. Heiting/Jaeger I, 292 ff. Herzfelde II, 33. KNLL XVI, 807 f. Koetzle 195 f. The Open Book 76 f. Siepmann A 109. – Erste Ausgabe. – Die berühmte Gemeinschaftsarbeit von Tucholsky und Heartfield, „das gelungenste Beispiel gegenseitiger Ergänzung von Text und Photomontage“ (J. Holstein). – „Es kommt darauf an, die Fotografie – und nur diese – noch ganz anders zu verwenden: als Unterstreichung des Textes, als witzige Gegenüberstellung, als Ornament, als Bekräftigung – das Bild soll nicht mehr Selbstzweck sein“ (KNLL). – „Es war kein gewöhnliches Fotobuch, das im Sommer 1929, auf dem Höhepunkt der überhitzten Weimarer Gesellschaft, in hoher Auflage über die deutschen Ladentheken wanderte. Hier präsentiert sich kein Fotograf mit seinen wohl temperierten Lichtbildstudien, es wurde keine aufsehenerregende Ausstellung dokumentiert, Ästhetik und das seinerzeit modische ‚Neue Sehen‘ spielten keine Rolle. Der Untertitel war vielsagend „Ein Bilderbuch von Kurt Tucholsky und vielen Fotografen / Montiert von John Heartfield“ – es ging also um die Kompilation von Text und Abbildungen, ohne Rücksicht auf deren Urheber, zu einem ‚Bilderbuch‘. Die assoziative Verknüpfung zum Kinderbuchgenre schien durchaus erwünscht, so wie der Titel selbst zwischen märchenhaftem und ironischem Unterton changiert: ‚Deutschland, Deutschland über alles‘. … Und doch ist es alles andere als ein Schlaraffenland, das sich auf den 231 Textseiten mit ihren gut 180 Fotos, Fotomontagen, Bildausschnitten und Vignetten ausbreitet … Die ist nicht nur motivisch bemerkenswert – sie wurde bereits in ihrer Zeit hochgelobt und gilt heute als Heartfields berühmteste buchkünstlerische Arbeit. Vielmehr machte sie den Band in kürzester Zeit so berühmt wie berüchtigt, und beruht dabei auf einer auch buchbinderisch besonderen Leistung: Für die Ganzleinenausgabe wurden die einzelnen Elemente der Fotomontage separat gedruckt, ausgestanzt und auf den gelben geprägten Hintergrund appliziert; dies gilt auch für die 29 einzelnen Buchstaben des Titels (zwei sind Teil der Montage). Schwarz aufgedruckt wurde lediglich der Autorenname, die Titelangabe auf dem Buchrücken … und die besagte Sentenz auf der Umschlagrückseite, weshalb das gesamte Unterfangen einen erheblichen Aufwand bei der Herstellung mit sich gebracht haben dürfte und auch für die verzögerte Auslieferung verantwortlich sein könnte. Es handelt sich um eine in ihrer Differenzierung und Kleinteiligkeit seinerzeit singuläre Form der Einbandprägung, deren handwerkliche Ausführung heute im Detail nicht mehr nachvollzogen werden kann“ (P. Rössler in Heiting/Jaeger). – „John Heartfield ist ein Klassiker in dem Sinne, dass seine Arbeit Folgen hatte, schon immer allerdings mehr in den Künsten als in der Politik“ (H. Müller in Koetzle). – Einband minimal angestaubt und berieben, sehr gutes sauberes Exemplar des wichtigen Werks. Schlagwörter: Fotomontage, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Photomontage, Weimarer Republik |
600,-- | ![]() |
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| Singapur – Kostümfest der Voigtschen Liedertafel. „Herrn Gustav Sobbe in Anerkennung seiner Verdienste um das Fest an Bord des Schiffes „V. L.“ im Hafen von Singapore 4. März 1904. Die Voigtsche Liedertafel.“ Album mit 34 Orig.-Photographien (Silbergelatine-Abzüge). Singapur 1904. Quer-8°. [24] Karton-Bl. mit 34 mont. Orig.-Photographien (je ca. 15 x 11 cm.). Orig.-Lederband mit goldgepr. Deckeltitel.
Geschenkgabe für den Seemann Gustav Sobbe, wohl der Organisator eines Kostümfests an Bord eines mit den Initialen „V. L.“ benannten Schiffes, das im März 1904 im Hafen von Singapur lag. Die Besatzung veranstalte an Bord ein Kostümfest, zu dem auch Vertreter des Inselstaates eingeladen waren, die in ihren traditionellen Trachten vor asiatisch anmutenden Paravanen posieren. Daneben finden sich auch Gruppenaufnahmen der Besatzung (darunter Matrosen der „S. M. S. Olga“) sowie vermutlich von honorigen Handelsvertretern, die offenbar ebenfalls eingeladen waren. Wahrscheinlich hatte das Fest in Teilen auch den Charakter eines Varietéabends (ein Portraitierter trägt ein Schild um den Hals mit der Aufschrift „Bauchredner“, ein anderer mit Zylinder im Gestus eines Zauberers wird flankiert von zwei Statisten in skurrilen Krokodilskostümen). – Einband etwas berieben, die Fotos mit geringen Altersspuren. Schlagwörter: China, Kostüm, Kostümgeschichte, Original-Photographie, Singapore, Singapur |
240,-- | ![]() |
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| Clergue, Lucien (Georges). Toros Muertos. (Mit Texten von Jean Cocteau und Jean-Marie Magnan, übersetzt von Edwin Maria Landau). Stuttgart, E. Battenberg o. J. (1965). 4°. [26] Bl. mit 21 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Halbleinenband in illustr. Halbleinenschuber.
Heidtmann 19187. Parr/Badger I, 219. Vgl. Koetzle 92 (mit Abb.). – Erste deusche Ausgabe; die franz. Orig.-Ausgabe erschien im selben Jahr. – Mit 1 Orig.-Photographie (Silbergelatine, 21 x 18 cm.), verso mit Atelier-Stempel des Fotografen. Das Foto (Stierkopf) ist nicht im Buch abgedruckt. – „The book’s design, bold and cinematic, is also extremely effective in both heightening the drama and maintaining a dynamic flow to the action. By repeating a series of close-ups, and showing us very little of the stadium, the crowd, or other players in the drama, Clergue keeps our attention focused on the bull’s plight, imparting a strong psychological sense to the drama. He emphasizes how primitive and elemental the whole business is – it is entirely about death, nothing less than ritual sacrifice, and by concentrating on the abattoir elements, he does not let us forget that. We are made not only to feel a part of it, literally down there with the bull, but compelled to experience strong emathy with the creature“ (Parr/Badger). – „Clergue ist das Thema Tod von allen Seiten angegangen; jede neue Auseinandersetzung mit ihm hat seinen Blick geschärft und ihn befähigt, es in allen seinen Verwandlungen zu erkennen. Die Summe dieser Begegnungen ist auch die Summe seines Werkes. Denn wie wir sehen werden: Alles, was er darstellte, steht über dem gemeinsamen Nenner Tod“ (M. Gasser in Koetzle). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bull Fighting, Original-Photographie, Stierkampf |
350,-- | ![]() |
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| Clergue, Lucien (Georges). Toros Muertos. (Mit Texten von Jean Cocteau und Jean-Marie Magnan, übersetzt von Edwin Maria Landau). Stuttgart, E. Battenberg o. J. (1965). 4°. [26] Bl. mit 21 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel in illustr. Halbleinenschuber.
Heidtmann 19187. Parr/Badger I, 219. Vgl. Koetzle 92 (mit Abb.). – Erste deusche Ausgabe; die franz. Orig.-Ausgabe erschien im selben Jahr. – Mit 1 Orig.-Photographie (Silbergelatine, 21 x 18 cm.), verso mit Atelier-Stempel des Fotografen. Das Foto (toter Stier) ist nicht im Buch abgedruckt. – „The book’s design, bold and cinematic, is also extremely effective in both heightening the drama and maintaining a dynamic flow to the action. By repeating a series of close-ups, and showing us very little of the stadium, the crowd, or other players in the drama, Clergue keeps our attention focused on the bull’s plight, imparting a strong psychological sense to the drama. He emphasizes how primitive and elemental the whole business is – it is entirely about death, nothing less than ritual sacrifice, and by concentrating on the abattoir elements, he does not let us forget that. We are made not only to feel a part of it, literally down there with the bull, but compelled to experience strong emathy with the creature“ (Parr/Badger). – „Clergue ist das Thema Tod von allen Seiten angegangen; jede neue Auseinandersetzung mit ihm hat seinen Blick geschärft und ihn befähigt, es in allen seinen Verwandlungen zu erkennen. Die Summe dieser Begegnungen ist auch die Summe seines Werkes. Denn wie wir sehen werden: Alles, was er darstellte, steht über dem gemeinsamen Nenner Tod“ (M. Gasser in Koetzle). – Sehr gutes Exemplar der Luxusausgabe im Ledereinband. Schlagwörter: Bull Fighting, Original-Photographie, Stierkampf |
400,-- | ![]() |
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| Miniaturbuch – Wiener Kochbuch. Das kleinste Kochbuch der Welt. Enthält über 100 praktisch erprobte Recepte von Suppen, Fleisch- und Mehlspeisen, Fische, Gemüse, Saucen, Salate etc. etc. Wien, o. Dr. u. J. (um 1900). 2,3 x 2,1 cm. S. 3-134 (statt 136). Silbereinband mit Blumenschmuck im Jugendstildekor mit Schließe und Öse (für eine Halskette).
Weiss. Gastronomia 4184. – Sehr seltenes und dekoratives Miniatur-Kochbuch. – In der Tat „das kleinste Kochbuch der Welt“. – Das erste und das letzte Blatt fehlen, S. 133/134 etwas lädiert (war teils mit dem hinteren Deckel verklebt). Schlagwörter: Kochbücher, Miniaturbücher |
400,-- | ![]() |
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| (Cervantes Saavedra, Miguel de). Leben und Thaten des weisen Junkers Don Quixote von Mancha. (Übersetzt) von Feidr(ich Just(us) Bertuch. Erster (bis) sechster Theil. 6 Bände. Wien und Prag, Franz Haas 1798. 8°. Mit 6 gestoch. Frontispizen von Johann Caspar Weinrauch nach Daniel Nikolaus Chodowiecki und 6 gestoch. Titelbl. mit Vignetten. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung.
Goedeke IV/1, 679, 12. Rümann 158. VD18 80304915. – Wiener Ausgabe mit neuen Kupferstichen des „österreichischen Chodowiecki“ Johann Caspar Weinrauch (1765-1836 oder 1846). – Die erste Ausgabe der Übertragung von Friedrich Justin Bertuch (1747-1822) erschien 1775 bis 1779 in Leipzig. – Einbände etwas berieben, vordere Gelenke von Band II und III unten mit Wurmspuren, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Don Quichotte, Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
380,-- | ![]() |
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| Anthus, Antonius (d. i. Gustav Blumroeder). Vorlesungen über Ess-Kunst. Leipzig, Otto Wigand 1838. 8°. VIII, 276 S. Moderner Halblederband mit goldgepr. Rückentitel (typogr. Orig.-Umschlag beigebunden).
ADB II, 755. Georg 484. Weiss 146. – Sehr seltene erste Ausgabe. – „Das gescheiteste Buch, das über unser Thema geschrieben wurde“ (H. Schraemli). – „Die vorliegende erste Ausgabe war ein Mißerfolg, so dass die nicht abgesetzten Exemplare mit einem neuen Titelblatt 1852 als 2. Ausgabe erschienen“ (H.-U. Weiss). – Der Neurologe G. Blumroeder (1802-1853) war auch 1848 Abgeordneter im ersten deutschen Parlament. „Er gehörte hier der gemäßigten Linken (Fraction Westendhalle) an, folgte aber schließlich dem Rumpfparlament nach Stuttgart. Nachdem dasselbe mit Waffengewalt auseinander getrieben worden war, kehrte er nach Kirchenlamitz zurück, und wurde hier am 22. August 1849 auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Stadtgerichte Augsburg verhaftet und unter Bedeckung dorthin abgeliefert.“ (Stahl in ADB). – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Gastronomy, Gastrosophie |
240,-- | ![]() |
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| Lindau, Marianna Catharina. Die Steyermärkische Köchin, oder neues bürgerliches Kochbuch für alle Stände, von welcher Art noch keines im Druck erschienen ist. Es enthält eine gründliche Anweisung, wie man alle Arten Fleisch- und Fasten-Speisen auf eine schmackhafte Weise nach hiesiger und Oesterreichischer Art, ohne kostspielig zu Werke zu gehen, zubereiten kann; mit einem vollständigen Anhange, alle Arten Zuckerbackereyen, Eingesottenen, Sulzen, Säften, Gefrornen und verschiedenen Getränken zu verfertigen. Graz, Christian Friedrich Trötscher 1797. 8°. 343, (9) S. mit 1 Holzschnitt-Vignette am Anfang. Halbleinenband um 1900 mit goldgepr. Rückentitel.
VD18 11669950. Weiss 2322. – Erste Ausgabe; sehr selten. – Klassiker der österreichischen Küche in der Habsburgermonarchie und eines der besten Kochbücher des 18. Jahrhunderts in Österreich. – Auch mit zahlreichen Rezepten für regionale Süßspeisen, wie „Gogelhopfen“, Krumme Kipferl“, „Braune Krapfen“, „Wiener-Küchlein“ u.a. – Nur vereinzelt leicht fleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Kochbuch, Kochbücher, Österreich |
450,-- | ![]() |
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| Neues praktisches Badisches Kochbuch, oder vollständige bewährte Anleitung zur schmackhaftesten und wohlfeilen Zubereitung aller Suppen, Gemüse, Fleisch-, Fisch-, Mehl- und Eierspeisen, Backwerke, Pasteten, Gelées, Crêmes, Compots, warmer und kalter Getränke, des Eingemachten u.s.w. Ein nützliches und nothwendiges Handbuch für Haushaltungen und Köchinnen. 2., verbesserte und mit einem Speisezettel für’s ganze Jahr vermehrte Auflage. Karlsruhe, Creuzbauer und Nöldeke 1842. 8°. [2] Bl., 307 S. Moderner Pappband mit dekorativem Buntpapierbezug und goldgepr. Rückenschild.
Schraemli 236 (5. Aufl.). Weiss 2761. – Erschien zuerst 1840. – Seltene frühe Ausgabe des erfolgreichen Regional-Kochbuchs. – „Sachverständige Hausfrauen und Köchinnen werden sich leicht überzeugen, daß das vorliegende Kochbuch nich allein dem Bedürfniß einer guten bürgerlichen Küche, sondern auch den Anforderungen an die höhere Kochkunst entspricht, und daß die größtmöglichste Sparsamkeit bei Herstellung der Speisen berücksichtigt worden ist. Möge nun dieß Kochbuch auch in dieser neuen Auflage meinen Landsmänninnen und allen Freundinnen der Kochkunst als ein nützlicher und zuverlässiger Rathgeber willkommen sein. Baden-Baden, im April 1842. Die Verfasserin.“ (Vorwort). – „Baden-Baden ist angegeben als Wohnort der anonymen Verfasserin dieses speziell für Baden bestimmten Kochbuchs, das sich erwiesenermaßen auch bei Margareta Spörlin bediente. Ihre Identität ist ungeklärt“ (J. Hiller von Gaertringen zur Kochbuch-Ausstellung 2016 in der BLB, Karlsruhe). – Durchgehend braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Badenia, Kochbuch, Kochbücher |
160,-- | ![]() |
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| Sacher-Masoch, L(eopold) v. Die Liebe des Plato. Mit 5 Illustrationen von Franz von Bayros. Leipzig, Georg H. Wigand o. J. (1907). 8°. [1] Bl., 144 S. mit farbigem Frontispiz und 4 Tafeln. Dunkelblauer flexibler Lederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Rücken- und Deckelvergoldung und Kopfgoldschnitt.
Brettschneider 81 (irrig mit der Angabe Insel-Verlag, dieses Werk ist dort jedoch nie erschienen). Hayn/Gotendorf VII, 8. W.-G.² 109. – Erste Einzelausgabe; die Erzählung erschien zuerst in der Novellensammlung „Das Vermächniß Kains“ 1870. – Nr. 52 von 400 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – „Sacher-Masoch unterlegt das Motiv mit seiner eigenen Typologie der Geschlechter, die auch der berühmten Erzählung Venus im Pelz zugrunde liegt: Die Frauen sind zu wahrer Liebe nicht fähig. In „Venus im Pelz“ ersetzt der Held deshalb Liebe durch Unterwerfung, in „Die Liebe des Plato“ entsagt der junge Graf Tarnow vollständig der Liebe der Frauen – und wird deshalb zum Gegenstand einer raffinierten Täuschung. Schließlich spielt er wider besseres Wissen sogar mit in diesem Spiel, da er seinen „Anatol“ nicht verlieren will“ (M. Gratzke zu einer Neuausgabe). – Das erste und letzte Blatt etwas gebräunt, schönes Exemplar. Schlagwörter: Erotica, Homosexualität, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben |
200,-- | ![]() |
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| Clergue, Lucien. Aphrodite. (Texte von Frederico Garcia Lorca). Stuttgart, Ernst Battenberg (1963). 4° (27 x 26,5 cm.). [22] Bl. mit 25 (10 doppelblattgr.) Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Halbleinenband mit illustr. Halbleinenschuber. (Panorama Forces Vives).
Heidtmann 11287. Koetzle 92. – Erste deutsche Ausgabe. – Hervorragende Aktaufnahmen, entstanden seit Mitte der 50er Jahre an den Stränden der Camargue. Der ersten Buchveröffentlichung „Corps mémorable“ Clergues (1957) folgten über 80 weitere. – Schönes Exemplar. Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude, Photography, Erotic |
140,-- | ![]() |
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| Zander, Enoch. Die Zucht der Biene. Stuttgart, Eigen Ulmer 1920. 8°. VIII, 228 S. mit 176 Abbildungen. Pergamenteinband mit goldgepr. Rückentitel. (Handbuch der Bienenkunde in Einzelsdarstellungen, Band 5).
Seltene erste Ausgabe des Standardwerks zur Imkerei. – Sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Bienen, Bienenzucht, Entomologie, Entomology, Imkerei, Insekten |
70,-- | ![]() |
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| Mattingly, Harold and Edward Allen Sydenham (Editors). The Roman imperial coinage. Reprint. Volume I-V in 8 volumes. London, Spink & Son (1972). Gr.-8°. With numerous plates. Green cloth with gold-embossed titles on the spine.
I. Augustus to Vitellius. – II. Vespasian to Hadrian. – III. Antonius to Pius to Commodus. – IV, part I. Pertinax to Geta. – IV, part II. Macrinus and Diadumenian. – IV, part III. Gordian III to Uranius Antonius. – V, part I. Valeriani to Florian. – V, part II. Probus to Amadus. – All volumes well preserved. Schlagwörter: Antike, Numismatics, Numismatik, Römisches Reich |
500,-- | ![]() |
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| Freimaurerei – (S., Graf v.). Treue Bruderlehren (Umschlagtitel). Berlin, G. J. Decker 1780. 8°. 12 S., [1] Bl. mit Holzschnitt-Titelvignette. Typogr. Broschur.
Kloss, Bibliographie der Freimaurerei 1033. Wolfstieg 34739. Nicht bei Holzmann/Bohatta und kein Exemplar in einer öffentlichen Sammlung (lt. KVK). – „Selten. – An einen neu aufgenommenen Freund und Bekannten v. G. gehalten. Enthält Warnungen für einen angehenden Maurer.“ (A. Wolfstieg). – Sehr gut erhalten. Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei, Masonica |
600,-- | ![]() |
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| Du Cange (d. i. Charles du Fresne). Glossarium mediae et infimae latinitatis. Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1883-1887. 10 Teile in 5 Bänden. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt (ADEVA) 1954. 4°. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückenschildern.
Vgl. Zaunmüller 250 (Erste Ausgabe, Paris 1678). – „Standardwerk für die nachklassischen Sprachstufen. 140000 Wörter“ (W. Zaunmüller). – Rücken etwas aufgehellt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Wörterbuch, Wörterbücher, Lexika |
200,-- | ![]() |
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| Brinckmeier, Eduard. Glossarium diplomaticum. Erläuterung schwieriger, einer diplomatischen,historischen, sachlichen oder Worterklärung bedürftiger lateinischer, hoch- und besonders niederdeutscher Wörter und Formeln, die sich in öffentlichen und Privaturkunden, Kapitularien, Gesetzen, Verordnungen, Zuchtbriefen, Willküren, Weistümern, Traditions- und Flurbüchern, Heberollen, Chroniken, Rechnungen, Inschriften, Siegeln usw. des gesamten deutschen Mittelalters finden, mit urkundlichen Belegstellen versehen. Neudruck der Ausgabe: Gotha 1856. Aalen, Scientia Verlag 1967. 4° (32 x 24 cm.). XII, 1113 S.; [1] Bl., 762, 25 S., [1] Bl. Halbleinenbände mit goldgepr. Rückenschildern.
Vgl. Zaunmüller 65. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Faksimile, Wörterbücher, Lexika |
120,-- | ![]() |
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| Ruck, Michael. Bibliographie zum Nationalsozialismus. Vollständig überarbeitete und wesentlich erweiterte Ausgabe. 2 Bände. Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2000. 4°. XXVI, 820 S.; IX, S. 821-1610. Orig.-Leinenbände.
Ohne die CD-Rom, die mit den aktuellen Systemen nicht oder nur eingeschränkt kompatibel ist. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bibliographie, Nationalsozialismus |
40,-- | ![]() |
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| Moll, Helmut (Hrsg.). Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Herausgegeben im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. 5., erweiterte und aktualisierte Auflage. 2 Bände. Paderborn, München, Wien, Zürich, Ferdinand Schöningh (2010). 4°. LXXVI, 778 S.; XXX, S. 779-1623, (1) mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Leinenbände mit farbig illustr. Schutzumschlägen.
Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Märtyrer |
50,-- | ![]() |
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| Joachim, Erich und Walter Hubatsch. Regesta Historico-Diplomatica Ordinis S. Mariae Theutonicorum 1198 – 1525. 6 Bände. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 1948-1973. Gr.-8°. Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern.
I. Index Tabulari Ordinis S. Mariae Theutonicorum, Regesten zum Ordensbriefarchiv, Vol. 1: 1198-1454. – II. Regesta Privilegiorum Ordinis S. Mariae Theutonicorum, Regesten der Pergament-Urkunden aus der Zeit des Deutschen Ordens. – III. 1433-1454, Nr. 6320-13418. – IV. Register zu Pars I und II. – V. Pars I: Index Tabularii Ordinis S. Mariae Theutonicorum, Regesten zum Ordensbriefarchiv, Vol. 2: 1455-1510. – VI. Pars I: Index Tabularii Ordinis S. Mariae Theutonicorum, Regesten zum Ordensbriefarchiv, Vol. 3: 1511–1525 mit Registern zu Band I 3. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Genealogie, Mittelalter, Regesten-Sammlung |
320,-- | ![]() |
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| Rietstap, J(ohannes) B(aptiste). Armorial général. Précédé d’un dictionnaire des termes du blason. Reproduced from the 2nd edition, 1884-1887. 2 volumes. (And): V. & H. V. Rolland’s illustrations to the armorial général by J.B. Rietstap. 6 parts in 3 volumes. – (And): V. & H. V. Rolland’s. Supplement to the Armorial général by J.-B. Rietstap. Volume I-VIII. 13 Bände. London, Heraldry Today (1965-1971). 8°. Mit zahlr. Wappen-Abbildungen. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln.
Alle Bände gut erhalten. Schlagwörter: Genealogie, Genealogy, Heraldic, Heraldik, Wappen, Wappenkunde |
450,-- | ![]() |
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| Biblia germanica – Wenzelsbibel. König Wenzels Prachthandschrift der deutschen Bibel. Erläutert von Horst Appuhn. Mit einer Einführung von Manfred Kramer. 8 Bände. (Dortmund), Harenberg (1990). 8°. Zus. 2500 S. mit 654 farb. Miniaturen, Medaillons, Randbordüren und Initialen. Orig.-Kartonumschläge mit Schutzumschlägen in farbig illustr. Papp-Kassette. (Die bibliophilen Taschenbücher 1001).
Verkleinerte Ausgabe (1/3) des farbigen Faksimiles der Akademischen Druck- und Verlagsanstalt Graz … nach dem Original in der Österreichischen Nationalbibliothek Wien Cod. Vind. 2759 – 2763. – I. Genesis und Exodus. (416 S.). II. Leviticus und Numeri. (313 S.). III. Deuteronomium und Josua. (268 S.). IV. Judicum, Ruth und Regum I. (300 S.). V. Regum II und Regum III. (304 S.). VI. Regum IV und Paralipomenon I. (288 S.). VII. Paralipomenon II, Esdras I und Esdras II. (312 S.). VIII. Esdras III, Tobias und Ecclesiasticus. (367 S., 2 Bl. Anzeigen). – Beinahe eineinhalb Jahrhunderte vor dem Erscheinen von Luthers Bibelübersetzung wurde zwischen 1390 und 1400 die Wenzelsbibel mit 646 Miniaturen und reichem, oft symbolbeladenem und erzählendem Randschmuck in Prag geschrieben und gemalt. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Bibeln, Buchmalerei, Faksimile |
50,-- | ![]() |
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| Struck, Hermann. Die Kunst des Radierens. Ein Handbuch. 10.-14. Tausend. Berlin, Paul Cassirer 1923. 4° (25,5 x 331, (1) S. mit 1 Original-Radierung von Max Liebermann (Eislauf) und zahlreichen Abbildungen im Text und auf Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, goldgepr. Deckel-Illustration (von Karl Walser) und Deckelfiletten.
Feilchenfeldt-Brandis 193.4. Söhn, HDO 262. – Rücken etwas berieben und am Kapital leicht eingerissen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Original-Graphik |
70,-- | ![]() |
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| Dehmel, Richard. Gesammelte Werke in 3 Bänden. 3 Bände. Berlin, S. Fischer 1913. 8°. Mit Portrait in Band I. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung.
Rücken leicht berieben, gutes Exemplar der schönen Halblederausgabe. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
60,-- | ![]() |
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| Rabelais, François. Gargantua und Pantagruel. Aus dem Französischen verdeutscht durch Gottlob Regis. Neu herausgegeben von Wilhelm Weigand. 2 Bände. München, Georg Müller 1911. 8°. LXXXVII, 521 S.; 464 S. mit Portrait-Frontispiz. Dunkelblaue Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung. (Werke der Weltliteratur).
25 Jahre Georg Müller Verlag 110. Hayn-Gotendorf VI, 339. Schauer II, 55. – Das kleine Rückenschildchen mit „1“ von Band I fehlt, gutes sauberes Exemplar der schönen Halblederausgabe. |
60,-- | ![]() |
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| Winkelmann, Eduard. Geschichte der Angelsachsen bis zum Tode König Aelfreds. Berlin, G. Grote 1883. 8°. 185 S. mit 7 (1 gefalteten farblithogr.) Tafeln. Kalbslederband mit goldgepr. Rückenschild. (Allgemeine Geschichte in Einzeldarstellungen, … herausgegeben von Wilhelm Oncken, Hauptabteilung 2, Geschichte des Mittelalters 3).
ADB XLIII, 435 ff. – Erste Ausgabe. – E. Winkelmann, seit 1873 Professor für Geschichte in Heidelberg, „sollte in der Allgemeinen Geschichte von Oncken … die Geschichte des Mittelalters geben; er verzichtete doch schließlich darauf, da ihn diese Aufgabe zu sehr von seinem bisherigen Thema auf viele Jahre hinaus abgelenkt hätte, wenn er etwas Gründliches, auf eingehendem Quellenstudium Beruhendes liefern wollte: so beschränkte er sich auf die „Geschichte der Angelsachsen bis zum Tode König Aelfreds“, in knapper, aber lebensvoller Form geschrieben“ (A. Winkelmann in ADB). – Sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: England, Grossbritannien, Mittelalter |
50,-- | ![]() |
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| Choderlos de Laclos, (Pierre Ambroise François). Die gefährlichen Liebschaften. Aus dem Französischen übertragen und eingeleitet von August Brücher. 4 Teile in 1 Band. Berlin und Leipzig, Wilhelm Borngräber o. J. (1914). 8°. 177, (2) S.; 163 S.; 154 S.; 172 S., [2] Bl. mit 4 montierten Frontispizen von Ernst M. Simon. Halblederband mit goldgepr. Rückentitel.
Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – Zeitgenöss. Besitzvermerk auf dem ersten Titelblatt, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Erotica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil |
40,-- | ![]() |
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| Polgar, Alfred. Schwarz auf Weiss. Berlin, Ernst Rowohlt 1929. 8°. X, 290 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.
W.-G.² 26. – Erste Ausgabe. – „Geschichten werden niemals richtig erlebt, nur manchmal richtig erzählt“ (A. Polgar). – Der seltene Schutzumschlag am Rücken etwas gebräunt, sonst gutes Exemplar. |
50,-- | ![]() |
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| Fibel – Gansberg, Fritz. Bei uns zu Haus. Eine Fibel für kleine Stadtleute. Mit Bildern von Arpad Schmidhammer. Vierter, unveränderter Abdruck. Leipzig, R. Voigtländer 1908. 8°. 98 S. mit Illustrationen. Halbleinenband der Zeit.
May/Schweitzer 89 (11. Auflage). Ries 849, 6. – „Fritz Gansberg gehörte zum Kreis des Leipziger Lehrervereins, der sich um die Reform der Fibel besonders verdient gemacht hat. In den Fibeln des Leipziger Lehrervereins wird zum erstenmal die sogenannte „Altersmundart“ verwendet. Die „Chemnitzer Fibel“ (1911) war die erste, die die kindliche Sprache zur Grundlage von Fibeltexten machte. „Die Fibel soll ein rechtes Kinderbuch sein; dazu gehört in erster Linie, daß sie in sprachlicher und inhaltlicher Beziehung der Entwicklungsstufe des Kindes gerecht wird.“ (P. J. Vogel: Kind und Fibel) Diese Sätze können als Motto über allen Fibeln des Leipziger Lehrervereins stehen. Im Vorwort der Fibel verspricht Fritz Gansberg den Eltern, daß er „…nur Kinderleben in einfacher Sprache biete“. Waren die Fibeln des 19. Jahrhunderts zu „schwierig“, so laufen die Fibeln des zwanzigsten Jahrhunderts Gefahr, zu „einfach“ zu werden. Gansbergs Fibel ist jedoch auch in sprachlicher Hinsicht sehr gut gelungen. Er hat einfache Sätze, die von starker poetischer Aussagekraft sind“ (May/Schweitzer). – Deckel etwas berieben, Innengelenke leicht angeplatzt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Fibel, Fibeln, Schul- und Lehrbücher |
50,-- | ![]() |
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| Baselitz, Georg, Johannes Cladders, L. Fritz Gruber u. a. Benjamin Katz. Photographien. (Katalog zur Ausstellung): 20. Dezember 1985 bis 9. Februar 1986, Kestner-Gesellschaft Hannover. Herausgegeben von Carl Haenlein. Hannover, Kestner-Gesellschaft 1985. Quer-8°. 135 S. mit zahlr. Abbildungen. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Mit eigenhändiger Widmung von G. Baselitz für einen Kunstsammler, zweimal in Schwarz und Blau signiert. – B. Katz (geb. 1939 in Antwerpen) ist „führender Chronist der westdeutschen Kunstszene seit den 1970er-Jahren. Porträts, aber auch Atelierbesuche, Bilder von Vernissagen oder Dokumentation von temporären Kunstereignissen (sämtlich in Schwarzweiß)“ (H.-M. Koetzle). Katz porträtierte zahlreiche international renommierte Künstler u. a. Richard Avedon, Georg Baselitz, Christian Boltanski, John Cage, James Lee Byars, Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Robert Rauschenberg, Gerhard Richter und Andy Warhol. Schlagwörter: Kunst, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
300,-- | ![]() |
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| Franklin, Otto v. Das Reichshofgericht im Mittelalter. (Reprogrographischer Nachdruck der Ausgabe Weimar, 1867 – 1869). 3 Teile in 1 Band. Hildesheim, Georg Olms 1967. 8°. VIII, 388 S.; XII, 384 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel.
Nachdruck der Hauptwerks der Berliner Rechtshistorikers O. v. Franklin (1830-1905). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Mittelalter, Rechtsgeschichte |
30,-- | ![]() |
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| Stevens, Thomas. Um die Erde auf dem Zweirad. Bearbeitet nach dem Englischen durch F. M. Schröter. I. Von San Francisco nach Teheran. – II. Von Teheran nach Jokohama. Erste und zweite Auflage (Band II). 2 Bände. Leipzig, Hirt & Sohn 1887 und 1889. 8°. 510 S., [1] Bl.; 464 S., [4] Bl. mit 2 (1 farblithogr.) Fontispizen und 177 Holzstichen im Text. Illustr. Orig.-Leinenbände.
Erste deutsche Ausgabe der Beschreibung dieser abenteuerlichen ersten Weltreise auf dem Hoch-Fahrrad. – Der britisch-amerikanische Abenteurer T. Stevens (1854-1935) „schrieb über seine Fahrt mit einem gewöhnlichen 50-Zoll-Hochrad des Herstellers Columbia … eine Serie von Artikeln für die Zeitschrift Outing, die dem Fahrradproduzenten Colonel Albert Pope gehörte. Pope erklärte sich bereit, Stevens eine Reise um die Welt zu finanzieren, die drei Jahre dauern sollte. Am 9. April 1885 verließ Stevens New York und erreichte am 19. April 1885 mit dem Schiff Liverpool, das er am 2. Mai in Begleitung einiger britischer Radfahrer verließ. Stevens fuhr mit seinem Pope-Rad von Frankreich über Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien bis zum Osmanischen Reich. Auf seiner Reise auf dem Fahrrad Richtung Osten wurde er immer wieder von Menschenmengen bestaunt, die ihn aufforderten, Vorführungen mit dem Rad zu machen. Er nahm das mit Humor, auch wenn er davon sowie von ständigen Befragungen durch die Polizei mitunter genervt war. In Konstantinopel legte er eine Pause ein; bei der Weiterfahrt wurde er überfallen, konnte jedoch die Räuber mit seinem Smith-&-Wesson-Revolver abschrecken. Den Winter verbrachte er in Teheran, um weiter nach Russland zu fahren, was ihm verwehrt wurde, so dass er trotz Warnungen eine Route durch Afghanistan und Indien wählte. Im afghanischen Farah wurde er jedoch inhaftiert und an der Weiterfahrt gehindert, so dass er mit dem Zug nach Konstantinopel zurückkehren und mit dem Schiff nach Indien reisen musste. Dort durchquerte er das Land über die Grand Trunk Road bis nach Hongkong. Wiederum schlug er Warnungen in den Wind und fuhr weiter nach China, das er jedoch nach wenigen Wochen wegen der feindseligen Einstellung der Bewohner wieder Richtung Shanghai verließ. Dort nahm er ein Dampfschiff nach Japan, das ihm wegen seiner freundlichen Bevölkerung und der guten Straßen gefiel. Am 17. Dezember 1886 erreichte Stevens Yokohama, das Ziel seiner Reise, nach einer Fahrt von 13.500 Meilen (22.000 Kilometer). Er fuhr mit dem Schiff weiter nach San Francisco, verfasste ein zweibändiges, 1000 Seiten dickes Buch über seine Erlebnisse, wurde berühmt und reiste durch die USA zu Lesungen und Vorträgen“ (Wikipedia). – Einband von Band I etwas angestaubt und berieben und Innen stellenweise etwas fingerfleckig, der zweite Band sehr gut erhalten. Schlagwörter: Fahrradliteratur, Weltreise |
500,-- | ![]() |
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| Herklotz, Ingo. Cassiano Dal Pozzo und die Archäologie des 17. Jahrhunderts. München, Hirmer Verlag (1999). 4°. 439 S. mit zahlr. Abbildungen im Text und auf Tafeln. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag in Pappschuber. (Römische Forschungen der Bibliotheca Hertziana, Band 28).
Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Altertumswissenschaft, Antike, Archaeology, Archäologie, Classical antiquities in art, Dal Pozzo, Cassiano, Drawing, Drawing, Italian, Forschung, Zeichnung, Sammlung, Antike, Archäologie, Kunstgeschichte, Rechtsgesc, Klassische Archäologie |
140,-- | ![]() |
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| Freud, Sigmund. Kulturtheoretische Schriften. Frankfurt am Main, S. Fischer (1986). 8°. 653 S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Psychologie, Psychotherapie |
30,-- | ![]() |
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| Gracián y Morales, Baltasar. Baltasar Gracians Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit. Aus dessen Werken gezogen von Don Vincencio Juan de Lastanosa, und aus dem Spanischen original, treu und sorgfältig übersetzt von Arthur Schopenhauer. Berlin, Euphorion Verlag 1923. 8°. 242 S., [1] Bl. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Eines von 300 num. Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 408 Exemplare). – Schöne bibliophile Ausgabe der berühmten Übersetzung von A. Schopenhauer, die 1828 bis 1832 entstanden ist. Graciáns „Oráculo manual y arte de prudencia“ wurde bereits 1686 erstmals von Johann Leonhard Sauter ins Deutsche übersetzt, wobei allerdings nicht das spanischsprachige Original, sondern eine französischsprachige Ausgabe als Vorlage diente. – Rücken etwas berieben, Exlibris, gutes Exemplar. Schlagwörter: Nummerierte Bücher |
100,-- | ![]() |
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| Schmidt, Friedrich. Die Anfänge des Welfischen Geschlechtes. 2 Teile in 1 Band. Hannover, M. & H. Schaper 1900. Gr.-8° (25 x 18,5 cm.). XI, 60S S.; 52 S. mit 1 mehrfach gefalteten Stammtafel. Dunkelroter Halblederband mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Kopfgoldschnitt in Leinen-Kassette.
Erste Ausgabe. – Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar aus der Fürstlich-Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen. Schlagwörter: Genealogie, Genealogy, Welfen |
140,-- | ![]() |
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| (Bleichröder, Hans v.). James Grunert. Roman aus Berlin W. Vollständige Textausgabe. Ohne Ort und Jahr, Aretino-Presse (ca. 1936). 8°. 340 S. Halbleinenband in Halbleder-Optik mit goldgepr. Rückenschild.
Vgl. Bilderlexikon II, 476 f. und Hayn-Gotendorf IX, 54 (frühere Ausgaben). – Eines von 300 „in der Maschine numerierten Exemplaren … nur für Wissenschaftler und Sammler bestimmt“. – „Diese ganz und gar vorurteilslosen Erinnerungen eines ehrenwerten jungen Mannes aus feiner Berliner Bankiersfamilie, der schon im zartesten Knabenalter leidenschaftlich gern weibliche Hüften streichelt, Backfische liebkost und später in den Salons des Berliner Westens sein Unwesen treibt, erschienen 1908 als Privatdruck. Mit den Erinnerungen der Josefine Mutzenbacher gehört dieser Roman längst zu den amüsantesten Kabinettstücken der literarischen Pornographie“ (Rowohlt Verlag zur Neuausgabe). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Erotica, Nummerierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Cervantes (Saavedra, Miguel de). Sämmtliche Werke. Aus der Ursprache neu übersetzt (von Leberecht Gotthilf Förster). 12 Bände. Quedlinburg und Leipzig, Gottlieb Basse 1825-1826. Kl.-8° (13,5 x 9 cm.). Halblederbände der Zeit mit jeweils 2 handschr. Rückenschildern und dezenter Rückenvergoldung.
Goedeke X, 275, 14. – Erste deutsche Gesamtausgabe. – Der sächsische Schriftsteller und Übersetzer L. G. Förster (1788-1846) übersetzte 1827 auch Voltaires Werke ins Deutsche. – Einbände etwas berieben und bestoßen, stellenweise braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Gesamtausgaben |
280,-- | ![]() |
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| (Swinburne, Algernon Charles, zugeschrieben). Flossie, die fünfzehnjährige Venus. Von Einem, der die entzückende Göttin gekannt und an ihrem Altar geopfert hat. In deutscher Übertragung von Richard Werther (d. i. Ernst Klein). Privatdruck. Ohne Ort und Druck (Berlin, Wien, Schindler 1908. 8°. 136 S. mit 4 montierten lithographierten Tafeln. Hellroter Orig.-Leinenband. (Dokumente zur Sittengeschichte der Menschheit, Band 15).
Vgl. Carrington, Forbidden Books (1902) p. 140 ff. – Erste deutsche Ausgabe der erotischen Novelle „Flossie, a Venus of Fifteen“ (Amsterdam 1897). Eines von 390 num. Exemplaren (Gesamtauflage 400 Exemplare). – „The book has no other pretension than to be thoroughly obscene“ (C. Carrington). – Innengelenke vor den Tafeln teils etwas gelockert, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Erotica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher |
240,-- | ![]() |
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| Stimmen aus Zion, oder: Erbauliche Lieder. Zur Verherrlichung Gottes und Erbauung vieler Seelen heraus gegeben. Neue revidirte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Kopenhagen und Stargard, Christian Gottlob Prost 1775. Schmal-8°. 360 S.; S. 361-754, [6] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Zuerst 1744 erschienenes und bis ins 19. Jahrhundert immer wieder aufgelegtes Gesangbuch. – Einband etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig und gebräunt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Gesangbuch, Gesangbücher, Kirchenlied, Kirchenmusik, Liederbuch, Liederbücher |
50,-- | ![]() |
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| May – Seul, Jürgen. Old Shatterhand vor Gericht. Die 100 Prozesse des Schriftstellers Karl May. Bamberg, Radebeul, Karl-May-Verlag (2009). 8°. 623, (1) S. mit Titelbild. Orig.-Leinenband mit farbigem Deckelbild.
Erste Ausgabe. – „Dieses Buch erläutert erstmals im Gesamtzusammenhang die über 100 zum Teil spektakulären Gerichtsverfahren im Leben des ‚Winnetou‘-Autors – beginnend mit Karl Mays Vorstrafen, dem Ehescheidungsdrama über die Flut der Presseprozesse bis hin zu seinem großen, siegreichen Auftritt vor dem Reichsgericht in einem Aufsehen erregenden Urheberrechtsverfahren. Der Jurist Jürgen Seul trug die einzelnen Fakten durch jahrelange Forschung zusammen. Doch ‚Old Shatterhand vor Gericht‘ ist kein juristisches Fachbuch. Es wendet sich an alle Freunde Karl Mays und auch an Leser, die sich für rechtshistorische und zeitgeschichtliche Vorgänge interessieren“ (Karl-May-Verlag). – Sehr gutes Exemplar der im Buchhandel vergriffenen gebundenen Ausgabe. Schlagwörter: Literatur, Recht und Gesellschaft, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Strafrecht |
30,-- | ![]() |
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| Sprenger, Jakob und Heinrich Institoris (Kramer). Der Hexenhammer. Zum ersten Male ins Deutsche übertragen und eingeleitet von J. W. R. Schmidt. (Unveraenderter reprografischer Nachdruck der 1. Auflage in 3 Teilen, Berlin, Barsdorf, 1906). 3 Teile in 1 Band. Darmstadt, Wissenschaftl. Buchges, 1980. XLVII, 247 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel.
Nachdruck der ersten deutschen Ausgabe des „Malleus maleficarum“. – Die erste Ausgabe erschien 1486 in Speyer und bis Ende des 17. Jahrhunderts erschienen 29 Auflagen. – „Kramers Werk fand zunächst offiziell weder kirchliche noch weltliche Anerkennung. Zwar hatte er seinem Buch die päpstliche Bulle Summis desiderantes affectibus vorangestellt, doch der Canon episcopi, ein auf unbekannte Vorlage zurückgehendes kirchenrechtliches Dokument, das zur Zeit der Abfassung des Hexenhammers bereits über 500 Jahre alt war und Eingang in die bedeutendsten Sammlungen des Kirchenrechts gefunden hatte, verurteilte vielmehr den Glauben an Hexenflüge in Gefolgschaft heidnischer Göttinnen als Einbildung teuflischen Ursprungs und Häresie. Viele Juristen und Theologen hielten an dieser Überzeugung fest, Humanisten wie Erasmus von Rotterdam und Willibald Pirckheimer machten sich öffentlich lustig über die Dummheit der Inquisitoren, was auch in den Volksbüchern der Frühen Neuzeit ein Echo fand. Andreas Perneder befand in seinem Strafrechtskommentar (Ingolstadt 1551), „weiße Magie“ sei gar nicht strafbar. Diese und andere Indizien ließen erwarten, dass die Hexenverfolgungen, die Anfang des 15. Jahrhunderts in der Schweiz begonnen hatten und die der Hexenhammer zu systematisieren und zu popularisieren suchte, bald zu einem Ende kommen würden. Doch nicht zuletzt weil einflussreiche Intellektuelle wie Martin Luther und Paracelsus von der Realität der Hexerei überzeugt waren, konnte der Hexenhammer mehr als 70 Jahre nach seiner Veröffentlichung eine, wie der Historiker Wolfgang Behringer schreibt, „für viele unerwartete Fernwirkung“ entfalten. Der Schweizer Germanist André Schnyder warnt vor einer Dämonisierung des Buches: Da die großen Verfolgungen erst deutlich später einsetzten und komplexe und situationsspezifische Ursachen hatten, lasse sich eine unmittelbare Verbindung zwischen Kramers Theorie und den Taten der Hexenrichter nur selten nachweisen; beobachten ließen sich allenfalls mittelbare Wechselwirkungen“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Faksimile, Hexenglaube, Hexenprozeß, Hexenverfolgung, Inquisition, Kirchenrecht, Theologie |
50,-- | ![]() |
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| Rilke, Rainer Maria. Sämtliche Werke. Herausgegeben vom Rilke-Archiv. In Verbindung mit Ruth Sieber-Rilke. Besorgt durch Ernst Zinn. 6 Bände. Frankfurt a. M., Insel-Verlag (1955-1966). 8°. Hellbraune Originalkalblederbände mit Rückenblindprägung und blaugrauem goldgepr. Rückenschild mit Schutzumschlägen in Pappschuber.
Mises 154. Sarkowski 1296 (mit vollst. Inhaltsangabe). – Zweite Gesamtausgabe. – Dünndruck-Ausgabe. – Rücken trotz der Schutzumschläge etwas aufgehellt, sehr gutes Exemplar der Vorzugsausgabe in Ganzleder. Schlagwörter: Dünndruck-Ausgaben, Gesamtausgaben, Vorzugsausgaben |
600,-- | ![]() |
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| Platz, Gustav Adolf. Wohnräume der Gegenwart. Berlin, Propyläen-Verlag (1933). 4° (26,5 x 19,5 cm.). 516, (2) S. mit zahlr. Abbildungen, Grundrissen und 15 (12 farbigen) teils montierten Tafeln. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Deckelvignette. (Propyläen-Kunstgeschichte, Ergänzungsband).
Jaeger, Gustav Adolf Platz und sein Beitrag zur Architekturhistoriographie der Moderne, Berlin 2000. – Erste Ausgabe, selten. Mit Interiors von Gropius, Le Corbusier, André Lurçat, L.Kozma, Rietveld u. a. – Gustav Adolf Platz (1881-1947), von 1913 bis 1932 als Stadtbaudirektor in Mannheim, arbeitete 1932 bis 1941 als freischaffender Architekt in Berlin. 1942 kehrte er nach Mannheim zurück und wurde Bauleiter der Stadtverwaltung. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Bauhaus, Innenarchitektur |
240,-- | ![]() |
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| Baselitz – Böttcher, Petra (Red.). Photokontakt Benjamin Katz – Georg Baselitz. (Mit einem Essay von Heinrich Heil „Bildnisselbst“). Köln, Wienand Verlag (2004). 8° (22 x 16 cm.). 13, [62] S. mit zahlr. Abbildungen und 1 nummerierten und signierten Orig.-Photographie (Silbergelatine, 17,5 x 13 cm.). Illustr. Orig.-Pappband.
Koetzle, Fotografen A-Z 196. – Eines von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe; der beiliegende Orig-Abzug von G. Baselitz monogrammiert und von B. Katz signiert. – B. Katz (geb. 1939 in Antwerpen) ist „führender Chronist der westdeutschen Kunstszene seit den 1970er-Jahren. Porträts, aber auch Atelierbesuche, Bilder von Vernissagen oder Dokumentation von temporären Kunstereignissen (sämtlich in Schwarzweiß)“ (H.-M. Koetzle). Katz porträtierte zahlreiche international renommierte Künstler u. a. Richard Avedon, Georg Baselitz, Christian Boltanski, John Cage, James Lee Byars, Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Robert Rauschenberg, Gerhard Richter, Roni Horn. – „Benjamin Katz arbeitete überwiegend im eigenen Auftrag, kooperierte jedoch vor allem zu Beginn der 80er-Jahre häufig mit Museen, insbesondere dem Museum Ludwig, Köln, und dokumentierte so im Jahr 1981 in dessen Auftrag die große Ausstellung „Westkunst“. Aber auch andere Großereignisse, so die Ausstellungen „Von hier aus“, „Bilderstreit“; und die documenta IX, wurden von ihm ausführlich in Bildern dokumentiert. Seine Künstlerfreunde aus der Galeriezeit blieben für ihn auch als Fotograf ein wichtiges Thema. Er fotografierte in Ateliers und Kneipen, auf Ausstellungen, Vernissagen und Künstlerfesten und dokumentierte Ausstellungsaufbauten und Peformances. Katz ist nicht nur ein herausragender Porträtist, er hat auch die essayistische Bildsequenz zur Perfektion entwickelt“ (Reinhold Misselbeck in Koetzle). – Tadellos. Schlagwörter: Kunst, Nummerierte Bücher, Original-Photographie, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtphotographie, Signierte Photographie |
850,-- | ![]() |
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| Carter, David A. 600 schwarze Punkte. Ein Pop-up-Buch für Neugierige und Tüftler jedes Alters. (Deutsche Fassung von Uli Blume). Köln, Boje-Verlag (2008). Quer-Gr.-8° (23,5 x 23,5 cm.). [9] Bl. mit 10 farb. Aufstellbildern und Zugmechanismen. Illustr. Orig.-Pappband.
Die amerikanische Originalausgabe erschien 2007 mit dem Titel „600 Black Spots“. – Der amerikanische Graphiker David A. Carter (geb. 1954) gilt als einer der erfolgreichsten und besten zeitgenössischen Pop-up-Künstler. Er arbeitet seit 1987 als Autor, Papier-Künstler, „paper engineer“ und „book designer“ vorwiegend für Kinderbücher für verschiedene englische und amerikanische Verlage. – Tadellos. Schlagwörter: Pop-up books, Spielbilderbücher, Spielbuch, Toy and movable books |
30,-- | ![]() |
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| Dickens, Charles. Great Expectations. Illustrated by Thomas Hart Benton. Norwalk, Connecticut, The Easton Press (1979). Gr.-8° (23,5 x 15,5 cm.). 457 p. with illustrations. Darkred full leather, spine and cover decorated in gilt, gilt edges, moire endpapers and silk ribbon bookmark. (Collector’s edition, The 100 Greatest Books Ever Written).
As good as new. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Weltliteratur |
50,-- | ![]() |
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