Gesamtbestand
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Beck, Siegfried. Rübezahl. Ausgewählte Sagen und Schwänke erzählt. Mit Bildschmuck von Robert Engels-München. Mainz, Josef Scholz o. J. (1907). Quer-Gr.-8° (23,5 x 30 cm.). 23, (1) S. mit illustr. Titel, 8 farblithogr. Tafeln und 8 Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag. (″Das deutsche Bilderbuch“, Nr. 11).
Hobrecker, Braunschweig 516 (Reihen-Nr. 111). Klotz 319/1. Ries 506, 9 (Reihen-Nr. 28, „später 111“). Ries, Scholz S. 138. Stuck-Villa I, 349 und II, 179 (mit Abb., Reihen-Nr. 11). – Seltene erste Ausgabe. – Bilderbuch-Ausgabe der berühmten Sage mit hervorragenden Jugendstil-Illustrationen von R. Engels (1866-1926). – Der in Solingen geborene Maler, Illustrator, Glasmaler und Bühnenbildner, studierte in Düsseldorf und München, 1891 in Paris. Er lebte seit 1898 in München, wo er seit 1905 am Künstlerinnenheim, seit 1910 an der Kunstgewerbeschule unterrichtete. Er war seit 1898 Mitarbeiter der Zeitschrift „Jugend“ und hat vorwiegend Märchen und Sagen illustriert. – Schöne farbig illustrierte Vorsätze (Hasen in einem Feld). – Der meist fehlende Schutzumschlag mit Randläsuren, Buchblock aus der Klammerheftung gelöst, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Jugendstil, Märchen u. Sagen, Märchenbilderbücher, Rübezahl, Scholz |
140,-- | ![]() |
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| Pangkofer, Jos(ef) Ans(elm). Gedichte in altbayerischer Mundart. 2 Bände. Nürnberg, Ebner 1854. Kl.-8° (15,5 x 11,5 cm.). VIII, 350 S.; 348 S. mit 5 Holzschnitt-Tafeln nach Julius Zimmermann in Band I und 7 (2 getönte) lithogr. Tafeln von Ludwig Volz in Band II. Weinrote Orig.-Samteinbände mit goldgepr. Rückentiteln, Deckel-Filetten und Goldschnitt.
ADB XXV, 121. Goedeke VII, 668. – Sehr seltene Gesamtausgabe der Mundart-Lyrik des neben Franz v. Kobell bedeutendsten bayrischen Dialektdichters im 19. Jahrhundert. Der erste Band in 3. erweiterter Auflage; der zweite Band in erster Auflage. Mit kongenialen Illustrationen von J. Zimmermann (1824-1906) und L. Voltz (1825-1911). – J. A. Pangkofer (1804-1854) veröffentlichte bereits 1827 erste Mundart-Gedichte (″Krystalle“), „denen er später eine neue Auswahl (1839) folgen ließ. … Hervorzuheben sind seine mit J. R. Schuegraf verfaßte „Geschichte der Buchdruckerkunst in Regensburg“ (1840) und die kurz vor seinem Tode gegründete Monatsschrift „Deutschlands Mundarten“, welche mit größerer Wissenschaftlichkeit von K. Frommann (VI, 1854—59) fortgesetzt wurde. An Dichtungen veröffentlichte er noch „Gedichte in hochdeutscher und altbayrischer Mundart“ (1842); „Jesu geheimes Leben, ein Epos in Legenden und Paramythien“ (1844); „Gedichte in altbayrischer Mundart“ (II, 1845—47. Neue Folge 1854). Nächst v. Kobell war P. seiner Zeit der vortrefflichste Dialektdichter im altbayrischen Idiom. „Seine Dichtungen, zumal die erzählenden, zu objectiver Rundung herausgebildet, sind meist naiv-innige, naturfreudige, dem Volksgeist abgelauschte, die Zustände als rein menschliche unbefangen wiederspiegelnde Darstellungen, die bei aller Treuherzigkeit doch einen Anflug von Ironie und Genre-Derbheit verrathen“.“ (F. A. Greger in ADB). – Rücken etwas berieben und mit Resten von Bibliotheks-Signaturen am Fuß, Exlibris, stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik, Mundart |
160,-- | ![]() |
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| Rey, Guido. Das Matterhorn. Vorwort von Edmondo de Amicis, geologische Erläuterungen von Vittorio Novarese. Deutsche Übersetzung von Otto Hauser. Mit 37 Zeichnungen von Eduardo Rubino und 11 Abbildungen nach photographischen Aufnahmen (des Verfassers, Emile Gos, J. Gaberell u. a.). Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt 1905. 4° (30 x 22,5 cm.). XI, 258 S., [1] Bl. mit 35 (15 montierten) Tafeln und Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Dreyer 992. – Erste deutsche Ausgabe des schön ausgestatteten Werks. Die italienische Originalausgabe erschien 1904 in Mailand. – „Mit Guido Rey ( gestorben am 24. Juni 1935 ) hat Italien seinen grössten Bergsteiger verloren, und die gesamte alpine Welt ist um einen Bergschriftsteller und Bergdichter ärmer geworden, dem sich nur wenige an die Seite stellen lassen und dessen Werke nicht nur dem alpinen Schrifttum, sondern der klassischen Literatur seines Heimatlandes für immer angehören. Henry Bordeaux hat ihn mit Recht einen « General im Heere der Alpinisten » genannt. … Das letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts steht für Rey unter dem Zeichen des Berges, dessen Name für immer mit dem seinen verknüpft ist: des Matterhorns. Von der Kuppe des Monte Bo hatte ihm Sella die blaue Pyramide gezeigt, die sich in der Ferne in kühnem Aufschwung über das weite Gipfelmeer erhob. Bei der Fahrt zur Punta dei Cors sah er den Cervino aus dem Valtournanche aus grösserer Nähe und empfing wieder einen überwältigenden Eindruck. Bald verdichtete sich das Interesse für den Berg zu dem Entschluss, ihn zu ersteigen: zwei Jahre später bereitet er mit einigen Freunden eine führerlose Begehung des Matterhorns vor, da trifft ihn die Nachricht vom Todessturz seines Bruders und lässt ihn die Fahrt sofort abbrechen. 1890 finden wir ihn wieder am Cervino; an Mummerys vergeblichen Versuch von 1880 anknüpfend, sucht er den Gipfel über den Furggengrat zu gewinnen. Innerhalb von acht Tagen kommt es zu fünf Versuchen; während des letzten gebietet ein Steinhagel vom Matterhornkopf auf der Furggenschulter Halt und lässt ihn das ganze Unternehmen als aussichtslos und unsinnig aufgeben. Aber der Dämon des Matterhorns war stärker als seine Vernunft und sein Wille: nachdem er das Hörn inzwischen von Zermatt nach Breuil überschritten und einen durch Wetterungunst vereitelten Versuch gemacht hatte, den Furggengrat im Abstieg zu begehen, nimmt er nach neun Jahren seine früheren Pläne wieder auf. Mit Antoine und Aimé Maquignaz steigt er zur Furggenschulter und lässt sich von Daniel Maquignaz, der mit zwei Begleitern auf dem gewöhnlichen Wege zum Gipfel gestiegen war, ein unterhalb der Spitze verankertes Seil zuwerfen. Mit seiner Hilfe klimmen sie bis auf fünfzehn Meter unter der oberen Gruppe empor, da gerät das Seil am letzten Überhang ins Pendeln, und sie müssen wieder zurück. Auch jetzt gibt sich Rey noch nicht geschlagen. Zwei Tage später ersteigt er den Gipfel über den italienischen Grat, geht auf der Furggenseite soweit wie möglich hinunter, befestigt dort eine Strickleiter und steigt auf ihr soweit ab, bis er den höchsten im Anstieg erreichten Punkt gewonnen hat. Damit war der Furggengrat in seiner ganzen Länge begangen. Eine Ersteigung « by fair means », wie sie Mummery vorgeschwebt hatte, war das freilich nicht, eher eine Niederlage, aber, wie er später bekennt, « diese Niederlage ist mir jetzt teurer als ein Sieg ». Die wirkliche Bezwingung des Furggengrats gelang bekanntlich erst 1911 Reys Landsmann Piacenza, der freilich in die Südflanke ausweichen musste; die erste Begehung bis zur Furggenschulter im Abstieg mit Ausweichen nach Norden wurde 1929 von Blanchet durchgeführt“ (Aus einem Nachruf von Paul Geissler im Jahrbuch des Schweizer Alpen Clubs 1936). – Rücken am Fuß mit Papierstreifen überklebt, schönes Exlibris mit Bergmotiv, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Alpen, Alpinismus, Alpinistik, Helvetica, Photographie, Schweiz |
100,-- | ![]() |
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| (Lechler, Cornelie). Hurra, der Osterhas (Deckeltitel). Nürnberg, Theo(dor) Stroefer (Druck und Lithographie von Ernst Nister) o. J. (um 1895). 4° (28,5 x 16 cm.). [14] S. mit teils chromolithogr. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband als Umriss eines weißen Hasen ausgestanzt.
Nicht bei Rammensee, bei LKJ II, 326 und anderen Kinderbuch-Bibliographien. – Typisches Umriss-Bilderbuch aus dem bekannten Nürnberger Verlag. Mit sieben gereimten Texten: Der Englein Osterlied!; Was ich vom Häschen weiß; Ein Störenfried; Vom Hühnervölkchen; Im Kaninchenstall; Der Peter in der Fremde; Schäflein im Frühling und Gute Nachbarn. – Die schwäbische Kinderbuch-Autorin C. Lechler (1857-1939) hat rund 200 Kinderbücher verfasst und war eine der wichtigsten AutorInnen von T. Stroefer. Die Illustrationen stammen wohl, wie oft bei Stroefer von einem britischen Künstler. – Innengelenke etwas angeplatzt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Hasen, Osterhase, Ostern, Umriß-Bilderbücher, Umrissbilderbuch |
140,-- | ![]() |
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| (Aurbacher, Ludwig oder Ludwig Bechstein). Die Sieben Schwaben. Deutsche Handschrift auf Papier. Heidelberg (?), Oktober 1990. Imperial-Folio (40,5 x 26 cm.). [40], (38 beschriebene) Bl., kalligraphiert in schwarzblauer und roter Tinte mit 11 ganzs. Illustrationen (von Adrian Ludwig Richter) in Siebdruck auf Hahnemühle-Bugra-Bütten. Orig.-Pappband mit Rückentitel in Gold.
Hervorragendes unikates Künstlerbuch eines anonymen Kalligraphen. Auf einer beiliegenden maschinenschriftlichen Karte schildert der Künstler den Herstellungsprozess: „Handgeschriebenes Buch der kompl. Saga der sieben Schwaben nach einer Ausgabe von 1862 mit 11 Illustrationen in Siebdruck auf Bugra-Bütten. Text: als Experiment wurde Italic mit der eigenen Handschrift vermischt geschrieben! Anfangsbuchstaben, die in rot geschrieben sind-sind (sic!) in klass. Antiqua mit einer 1mm Bandzugfeder; jeweils der Titel am Beginn einer Sage in Italic mit einer 1,5mm Bandzugfeder, und der übrige Text mit einer 1/7mm Bandzugfeder. Die Anfangsbuchstaben zu Textbeginn werden vergoldet und farblich hinterlegt. Das Buch umfaßt 69 Seiten und es wurden bisher 95 Stunden dafür aufgewendet. Eigene Bindung. – Dieses Exemplar ist unverkäuflich !! Im kommenden Jahr werden 4 weitere Bücher mit gleichem Text gefertigt – aber in Verschiedenen Schrifttypen geschrieben – die bei ernsthaftem Interesse zu erwerben sind! Preis auf Anfrage!!!“; rückseitig mit Bleistift datiert „Okt. 1990“ und mit der Preisangabe „2200,– DM“. – Von den großen Anfangs-Initialen der 26 Kapitel wurde nur eines in Gold auf rotem Grund ausgeführt, die anderen sind mit Bleistift vorgezeichnet. Als Vorlage für den Text diente wohl die zuerst 1832 in Aurbachers „Volksbüchlein“ erschienene Fassung der Sage oder diejenige von Ludwig Bechstein (vielleicht aus dessen Märchen-Sammlung von 1862). Die 11 Illustrationen des berühmten Malers und Illustrators A. L. Richter (1803-1884) erschienen zuerst 1849 bei Georg Wigand in Leipzig. Schlagwörter: Handschriften, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Kalligraphie, Künstlerbuch, Märchen u. Sagen, Unikat |
500,-- | ![]() |
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| Jünger, Ernst. In Stahlgewittern. Ein Kriegstagebuch. 9. Auflage, 26. bis 29. Tausend. Berlin, E. S. Mittler & Sohn 1929. 8°. 283, (5) S. mit 1 Portrait des Verfassers. Gelber Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckeltitel in Rot.
Des Coudres / Mühleisen B 1 d. – Dritte Fassung; gegenüber früheren Auflagen mit veränderten Verlagsanzeigen am Schluß. – „In Stahlgewittern ist das erste Buch Ernst Jüngers. Es beschreibt Jüngers Erlebnisse an der deutschen Westfront im Ersten Weltkrieg von Dezember 1914 bis August 1918. Das Buch begründete in den 1920er Jahren Jüngers Ruhm als Schriftsteller. Im Urteil der Zeitgenossen wie auch späterer Kritiker spiegelt sich die Ambivalenz des Werkes wider, das den Krieg zwar in all seiner Brutalität beschreibt, ihn aber weder ausdrücklich verurteilt noch auf seine politischen Ursachen eingeht. Man kann es daher affirmativ, neutral oder als Antikriegsbuch lesen. Fernab jeder politischen oder moralischen Parteinahme wird der Krieg bei Jünger zum inneren Erlebnis und zu einer das Bewusstsein des Mitwirkenden schärfenden Erfahrung, die den Verfasser zur Erkenntnis der Bedeutung der Tatkraft des Einzelnen im Überlebenskampf führt“ (Wikipedia). – Rückendeckel leicht fleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I |
40,-- | ![]() |
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| Suttner, Bertha v. Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte. 11. Tausend. 2 Bände. Dresden, E. Pierson 1894. 8°. [3] Bl., 309, (3) S.; [3] Bl., 324 S. Weinrote Orig.-Leinenbände mit reicher Gold- und Schwarzprägung.
Frühe Ausgabe des zuerst 1889 erschienen berühmten Roman der österreichischen Friedensaktivistin und Nobelpreisträgerin Bertha von Suttner. Das Werk gilt als das wichtigste Buch der europäischen Friedensbewegung und der Buchtitel wurde zum universellen Schlachtruf der internationalen Friedensbewegung vor dem Ersten Weltkrieg. Der erfolgreiche Roman, die fiktive Autobiografie der Wiener Aristokratin Martha Althaus, inspirierte Alfred Nobel maßgeblich zur Stiftung des Friedensnobelpreises, den Bertha von Suttner 1905 als erste Frau erhielt. – Am 3. September 1891 forderte Bertha von Suttner in einem Artikel der Neuen Freien Presse die Gründung einer „Österreichischen Gesellschaft der Friedensfreunde“ mit den Worten: „Darum ist es nothwendig, daß überall dort, wo Friedensanhänger existieren, dieselben auch öffentlich als solche sich bekennen und nach Maßstab ihrer Kräfte an dem Werke mitwirken.“ – Bertha von Suttner (1843-1914), „geborene Gräfin Kinsky, stammte aus einer böhmischen Adelsfamilie, die aber nach dem Tod des Vaters verarmt war, so dass die 30jährige Bertha im Hause Suttner ihren Lebensunterhalt als Gouvernante verdienen musste. Dort verliebte sie sich in den um sieben Jahre jüngeren Sohn des Hauses, wurde entlassen und als Privatsekretärin an Alfred Nobel nach Paris vermittelt. … 1889 veröffentlichte Bertha von Suttner ihren Antikriegsroman Die Waffen nieder, der über Nacht ein Welterfolg wurde, bis 1905 37 Auflagen erreichte und in 16 Sprachen übersetzt wurde. … Bertha von Suttner musste aber auch Spott und Ächtung ertragen. Ihre Tätigkeit wurde als »unweiblich« kritisiert. Sie aber war von ihrer Friedensmission bis an ihr Lebensende erfüllt. Ihre größte Niederlage erlebte sie nicht mehr – sie starb 1914, wenige Wochen vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, vor dem sie so oft gewarnt hatte“ (S. Duda in fembio(dot)org). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Feminismus, Friedens-Nobelpreis, Friedensbewegung, Pazifismus |
80,-- | ![]() |
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| Grimme, Joh(ann) Aug(ust, Hrsg.). Christliche Religionsgesänge zur öffentlichen und häuslichen Gottesverehrung für die Evangelisch-Lutherischen Gemeinen des Fürstenthums Schaumburg-Lippe. Beigebunden: Anhang zu dem Gesangbuche der evangelisch-lutherischen Gemeinden des Fürstenthums Schaumburg-Lippe. Bückeburg, Joh. Aug. Grimme 1834 und 1857. Kl.-8° (17,5 x 11 cm.). XVI, 559 S., [2] Bl.; VIII, 118, 143 S. Schwarzer Ledereinband der Zeit mit herzförmigen roten Leder-Einlagen auf beiden Deckeln, reicher Deckelvergoldung und Goldschnitt.
Gesangbuch-Bibliographie der Württembergischen Landesbibliothek (Slg. Metzger) 1834-507. – 1805 eingeführtes Gesangbuch; hier mit einem 1857 erschienenem Lieder-Anhang und Gebeten zusammengebunden. Der Buchbinder hat um 1860 die prachtvollen Deckel, die „1844“ datiert sind, mit einem breiteren schwarzen Lederrücken versehen. Die roten Ledereinlagen der Deckel sind mit dem goldgepr. Monogramm „S. P. E.“, „Geborene Klahren“ und der Jahreszahl „1844“ versehen. Auf einem am Schuß beigebundenen weißen Blatt sind Taufeinträge vermerkt vom Mai 1844 bis Juni 1853. – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Gesangbuch, Gesangbücher |
300,-- | ![]() |
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| Schaeffer, Albrecht. Lene Stelling. Originallithographien von Alfred Kubin. Berlin, Otto v. Holten (1923). 4° (25 x 20,5 cm.). 42 S., [1] Bl. mit 3 (1 signierten) Orig.-Lithographien. Orig.-Pappband mit Rücken- und illustr. Deckelschild.
Marks A 74. Raabe 227. Rodenberg 246. – Eines von 100 nummerierten Exemplaren auf van-Gelder-Bütten (Gesamtauflage 300 Exemplare). Die erste Lithographie von A. Kubin und im Druckvermerk von A. Schaeffer signiert. Privat-Druck von O. v. Holten im Auftrag des Berliner Konfektionär und Bibliophilen Gotthard Laske (1882-1936). Laske trug eine der erlesensten Privatsammlungen moderner Buchkunst, illustrierter Bücher und Erstausgaben in Deutschland zusammen. Er besaß unter anderem eine lückenlose Sammlung von Werken expressionistischer Autoren. Zwischen 1913 und 1932 gab Laske auf eigene Kosten rund 30 bibliophile Privatdrucke heraus (darunter auch das vorliegende Werk). Er beauftragte führende Künstler wie Alfred Kubin, Marcus Behmer oder Karl Walser mit Illustrationen und ließ die Werke bei Meisterdruckern wie Otto von Holten oder in der Offizin Haag-Drugulin fertigen. – Kapital restauriert, gutes Exemplar. Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik |
240,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Siddhartha. (Un poema indio. Versión al castellano de Ricardo Bumantel). Segundo edición. Guatemala, Mexico, Editora Latino Americana (1963). 8°. 171 págs., [2] hojas. Cubierta original de cartón con ilustraciones a color y sobrecubierta con ilustraciones a color.
Vgl. Mileck I, 414 (Ausgabe Buenos Aires, Editorial Argonauta 1947). – Zweite mexikanische Ausgabe; erschien zuerst im März 1957. Die erste lateinamerikanische Ausgabe dieser Übersetzung erschien 1947 in Buenos Aires. Vermutlich handelt es sich bei dem Namen des Übersetzers um ein Pseudonym und auch der Gestalter des Umschlags ist nicht zu ermitteln. In den 1940er und 1950er-Jahren war es im lateinamerikanischen Verlagswesen (besonders in Argentinien) gängige Praxis, dass Übersetzer aus urheberrechtlichen, politischen oder vertraglichen Gründen unter einem Pseudonym arbeiteten. Oft verbargen sich dahinter bekannte Exil-Autoren oder Verlagsmitarbeiter, die schnell Übersetzungen aus dem Deutschen anfertigten. – Die erste Ausgabe erschien im Oktober 1922 bei S. Fischer in Berlin. – „Einen Buddha zu schaffen, der den allgemein anerkannten Buddha übertrifft, das ist eine unerhörte Tat, gerade für einen Deutschen. Siddhartha ist für mich eine wirksamere Medizin als das Neue Testament.“ (Henry Miller). Miller, der das Werk als sein Lieblingsbuch bezeichnete, hatte sich schon in den frühen fünfziger Jahren für Übersetzungen der Bücher Hesses in den USA eingesetzt. – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, stellenweise Bleistiftanmerkungen in Spanisch, sonst sehr gut erhalten. |
200,-- | ![]() |
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| Lochner, Stephan. Gebetbuch, 1451. Handschrift 70 der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt. (Und): Kommentar von Eberhard König mit Beiträgen von Kurt Hans Staub und Beate Braun-Niehr. 2 Bände (Faksimile und Kommentarband). Lachen am Zürichsee, Coron-Verlag und Stuttgart, Müller und Schindler (1989). Kl.-8° (12 x 9 cm.) und 8°. 235] Bl. mit 57 farbigen Pracht-Initialen sowie reich verzierten Goldornamenten und Miniaturen; 188 S. mit zahlr. teils farbigen Abbildungen. Blindgeprägter Orig.-Lederband mit 2 Messing-Schließen und Orig.-Pappband zusammen in dunkelroter Samtkassette mit farbiger Deckelvignette.
Nr. 349 von 1995 num. Exemplaren. – „Stephan Lochners Gebetbuch aus dem Jahr 1451 enthält Gebete für die private Andacht und zur Erbauung des Laien. In Köln entstand die prächtige Handschrift mit 470 Seiten wohl in Zusammenarbeit mit Lochners Werkstatt und im Auftrag einer aristokratischen Kölner Familie. Es gibt Vermutungen, dass es sich um einen Zweig der Hardenrather oder Judden handeln könnte. Herrlich sind die 57 historisierten Initialen, die von einer ganzseitigen Miniatur ergänzt werden. Stephan Lochner (1400–1451) ist als der bedeutendste Künstler der Kölner Malerschule und als Hauptvertreter des Weichen Stils bekannt. Zudem war er einer der ersten Rezipienten der neuen niederländischen Malerei um Robert Campin und Jan van Eyck“ (Coron-Verlag). – Tadellos. Schlagwörter: Buchmalerei, Faksimile, Gebetbuch, Gebetbücher, Handschriften, Nummerierte Bücher |
450,-- | ![]() |
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| Changyu Pioneer Wine Company. The 130th anniversary of Changyu 1892-2022. (Catalogue). 2 volumes. Yantai (Shandong), Changyu Pioneer Wine Company 2022. 4° (26,5 x 20,5 cm.) and Smal-8° (17,5 x 10,5 cm.). 240 pages with numerous illustrations, some in colour; 250 pages with numerous illustrations, some in colour, and 86 blank pages. Original linen binding with a gold-embossed title on the cover and a wine-red flexible leather binding with a blind-embossed title on the cover, in a printed linen carry bag.
A deluxe edition of the anniversary publication of China’s oldest and largest industrialised winery. Founded in 1892 by the diplomat and businessman Zhang Bishi (also known as Cheong Fatt Tze) in Yantai (Shandong Province), the company is regarded as the cradle of modern Chinese wine culture. – „In 1892, Cheong Fatt Tze, also known as Chang Bishi (1840–1916), a businessman and Chinese consul in Singapore, founded a winery called ‘Chang Yu’ in Yantai, in the Chinese province of Shandong. The name is derived from his surname and the Chinese characters for ‘prosperity’. The establishment of the winery is regarded as marking the beginning of modern wine history in China. Chang Bishi purchased 67 hectares of land and introduced 150 European Vitis vinifera varieties for cultivation trials. He was aware that modern viticulture would only be possible with the support of European experts. The Austro-Hungarian consul Baron Max von Babo (1862–1933), son of August-Wilhelm von Babo (1827–1894), director of the Klosterneuburg Viticulture Institute, was appointed as consultant and cellar master. Max von Babo subsequently imported barrels, presses and 400,000 Welschriesling vine cuttings of various clones from Austria, and used modern methods to bring the winery to international renown. Under Chang Chengquing (1872–1914), the founder’s nephew and first general manager, the Grand Cellar was completed, over 3,000 hectares of vineyards were planted and many products were developed. In 1992, the ‘Changyu Wine Culture Museum’ was opened in Zhifu District, showcasing the winery’s long history through numerous artefacts, as well as those of other Chinese wine producers. Today, ‘Yantai Changyu Pioneer Wine Company’ is a multinational with international shareholders. It operates seven wineries in China – most of which are imitations of French châteaux – as well as others abroad. Its headquarters are in Yantai (Shandong). Its market share in China stands at around 25 per cent. Zhou Hongjiang serves as the multinational’s general manager. The ‘Great Cellar’, which covers over 3,000 m² and is seven metres deep, lies one metre below sea level, just 800 metres from the sea. The wide-ranging product range includes not only red and white wines but also sparkling wine, brandy, vermouth and cider. The absolute bestseller is the ‘Noble Dragon’ brand wine (Cabernet Sauvignon, Cabernet Gernischt). Produced since 1937, around 25 million bottles of this wine are sold annually and also exported to Europe. In 2017, to mark the 80th anniversary of the brand’s registration, the sale of a total of 460 million bottles was celebrated“ (wein(dot)plus/yantai-changyu transl. from German). Schlagwörter: China, Company history, Corporate commemorative publications, Firmenfestschriften, Firmengeschichte, Oenologie, Wein, Weinbau, Wine and wine making |
650,-- | ![]() |
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| Kinsky, Franz (Joseph Graf v.). Des Grafen Franz Kinsky gesamlete Schriften. 2 Teile in Band. Wien, Christian Friedrich Wappler 1785. 8°. [8] Bl., 119 S.; [2] Bl., 135 S. mit 8 gefalteten Kupfertafeln. Kalbslederband der Zeit.
ADB XV, 773 f. BLKÖ XI, 290. Jähns II, 2474 und 2568. VD18 9091032X. – Erste Gesamtausgabe der militärhistorischen Schriften des österr. Generals Franz Joseph Graf Kinsky von Wchinitz und Tettau (1739-1805). – „Bei Ausbruch des baierischen Erbfolgekrieges befehligte er zuerst eine Brigade in Baiern, später in Böhmen und zeichnete sich bei der bedeutendsten Affaire dieses ganzen Krieges, dem Wurmser’schen Ueberfall auf Habelschwerdt (18. Jan. 1779) vortheilhaft aus. Mit einem Schatze von Erfahrungen auf rein militärischem Gebiete, die K. während der Feldzüge gesammelt, und reich an Kenntnissen humanitären Wissens, die Frucht ununterbrochener Studien, wurde er 1779 Localdirector und 1785 Oberdirector der Militärakademie zu Wiener-Neustadt mit gleichzeitiger Ernennung zum Feldmarschall-Lieutenant. … Während der 20jährigen Wirksamkeit in der Militärakademie, welche nicht ohne harte Kämpfe gegen Vorurtheile der Zeit bleiben konnte, hatte K. in umfangreichen Memoires all’ das seinem Monarchen klar vor Augen gebracht, was die Erziehung zum wahren Krieger fordert, und diese Schriften geben beredtes Zeugniß von dem Streben eines Mannes, in dessen Brust Soldaten- und Menschen-Tugend gleich mächtig waren. – Begreiflich ist es darum, daß gerade er 1788 von Kaiser Josef zum Begleiter und Rathgeber des zur Armee abgehenden Erzherzogs Franz (nachmaligen Kaisers) ausersehen wurde. – Dies und die Feldzüge 1793 und 1794 unterbrachen zeitweilig Kinsky’s Wirken in der Militärakademie. In letzterem Jahre traten seine militärischen Eigenschaften in glänzendem Lichte hervor“ (K. F. H. Albrecht in ADB). – Einband am Fuß und unteren Vorderdeckel restauriert, Innengelenke angeplatzt, im unteren Blattrand stellenweise etwas fingerfleckig, gutes Exemplar aus der Bibliothek des Schach-Großmeisters und Karl May-Verlegers Lothar Maximilian Schmid (1928 -2013) mit dessen Exlibris. Schlagwörter: Austriaca, Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Military history, Österreich |
160,-- | ![]() |
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| Winckell, George Franz Dietrich aus dem. Handbuch für Jäger, Jagdberechtigte und Jagdliebhaber. 2. vermehrte und ganz umgearbeitete Auflage. 3 Bände. Leipzig, F. A. Brockhaus 1820-1822. Gr.-8° (21 x 13 cm.). 32, CCCCLXIV, 477, (1) S., [2] Bl. (Musikbeilagen), 4 gefaltete Tabellen und 1 gefaltete Kupfertafel; XVIII, 813 S., XIV, 874 S. und 1 gefaltete Kupfertafel. Marmorierte Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern.
ADB XLIII, 343 f. Slg. Knorring 1304. Lindner 11.2279.02. Souhart S. 495. Vgl. Schwerdt IV, 101. – Das klassische Handbuch, das neben allen Bereichen der niederen, mittleren und hohen Jagd umfangreiche Kapitel über Jagdzeug, Hundekrankheiten und Anlage eines Wildgeheges enthält. Außerdem mit zwei Anhängen „Vom Schießgewehr“ und „Teutsch-französisches Wörterbuch der Jägersprache“. Das Werk erschien zuerst 1804-06. – „Dieses classische Buch behandelt alle zur Jagd gehörigen Gegenstände auf Grund eigener Kenntniß und Erfahrungen mit der größten Gründlichkeit in ausführlicher Weise. Man kann es noch heute als die beste Grundlage für jagdliches Wissen und jagdliche Erfahrungen bezeichnen; es wird auch thatsächlich fast stets angerufen, wenn unter den Jüngern Diana’s eine Meinungsverschiedenheit über einen jagdlichen Gegenstand entsteht“ (R. Heß in ADB). – Einbände etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. |
320,-- | ![]() |
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| Gehry – Dal Co, Francesco, Kurt Forster und Hadley Soutter Arnold. Frank O(wen) Gehry, das Gesamtwerk. Aus dem Englischen von Laila Neubert-Mader. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) (1998). 4° (29 x 26 cm.). 612 S., [1] Bl. mit zahlr. teils farbigen Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Erste Ausgabe. – „Die Bauten von Frank O. Genry, der mit seinen ausgefallenen Ideen bekannt geworden ist, sind Werke ohne definitives Ende: Er hält sich immer die Möglichkeit offen, in seine Arbeiten einzugreifen, wenn er zu neuen Erkenntnissen gekommen ist. Im vorliegenden Band wird der höchst interessante Werdegang dieses amerikanischen Architekten nachvollzogen, angefangen von seinen ersten Projekten in den frühen sechziger Jahren bis zu den Entwürfen, die ihn in aller Welt berühmt gemacht haben wie das Design Museum der Firma Vitra in Weil am Rhein und das Guggenheim Museum in Bilbao“ (DVA). – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
220,-- | ![]() |
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| Horvath, Alexis (eig. Aleksei Nikolaevich Khorvat). Beiträge zur Lehre über die Wurzelkraft. (Bewegung des Wassers in der Pflanze). Strassburg, Karl J. Trübner 1877. 8°. 63, (1) S. Halbleinenband der Zeit.
Erste Ausgabe, sehr selten. – Interessante Arbeit des russischen Mediziners und Psychologen A. Horvath (1836-nach 1897) . Horvath forschte 1877 an der Universität Straßburg zur Respiration und wurde 1882 als außerordentlicher Professor für Pathologie an die Universität Kasan berufen. – Schon im 18. Jahrhundert hatte Stephen Hales (Vegetable Staticks, 1727) nachgewiesen, dass Wurzeln Wasser mit erstaunlicher Kraft nach oben pressen können. Im 19. Jahrhundert wollte man verstehen, wie diese Kraft biologisch und physikalisch entsteht. Man nannte das Phänomen damals universell „Wurzelkraft“ oder „Wurzeldruck“. Der berühmte Botaniker Julius von Sachs machte den Wurzeldruck zu einem zentralen Thema seiner Vorlesungen über Pflanzen-Physiologie. Sachs bewies, dass der Wurzeldruck ein lebender (vitaler) Prozess ist. Wurden die Wurzeln mit Gift (z. B. Chloroform) betäubt, im Sauerstoff entzogen oder stark abgekühlt, brach der Wurzeldruck sofort zusammen. Im selben Erscheinungsjahr von Horvaths Buch (1877) gelang Wilhelm Pfeffer (1845-1920) der Durchbruch. „Dabei entwickelte er die nach ihm benannte Pfeffersche Zelle, ein Membranosmometer. Diese Messapparatur bestand aus einer Tonzelle, deren poröse Wände mit den von Moritz Traube im Jahre 1867 beschriebenen, semipermeablen Niederschlagsmembranen belegt waren. Die Pfeffersche Zelle ermöglichte erstmals die quantitative Bestimmung des osmotischen Drucks wässriger Lösungen“ (Wikipedia). – Beigebunden: Derselbe. Zur Abkühlung der Warmblüter. (Separatdruck aus: Pflüger’s Archiv für die gesamte Physiologie des Menschen und der Tiere. Band 12, Heft 1, Bonn, Max Cohen & Sohn 1876). S. 278-279. – Sehr seltene Arbeit über die künstlichen Absenkung der Körpertemperatur (Hypothermie) bei gleichwarmen Tieren (Säugetieren und Vögeln). Im 19. Jahrhundert galt die konstante Körpertemperatur von Warmblütern als biologisches Dogma. Horvath gehörte zu den Pionieren, die experimentell untersuchten, unter welchen Bedingungen dieser Regulationsmechanismus versagt oder künstlich manipuliert werden kann. Horvath kühlte lebende Warmblüter (meist Kaninchen oder Hunde) künstlich in Eisbädern ab, um den Zustand der Lethargie (Kälteschlaf) zu erforschen. Er wies in dieser Studie nach, dass Warmblüter bei einer extremen, kontrollierten Absenkung der Kernkörpertemperatur ihre Fähigkeit zur eigenständigen Thermoregulation zeitweise komplett verlieren. Sobald eine kritische Untergrenze erreicht war, verhielten sich die Tiere physiologisch wie wechselwarme Reptilien (Poikilotherme). Setzte man sie danach jedoch wieder einer äußeren Erwärmung aus, konnte die körpereigene Wärmeregulation reaktiviert werden und die Tiere erwachten unbeschadet. Diese spezifische Arbeit von 1876 lieferte Horvath die theoretische und experimentelle Grundlage für seine kurz darauf folgenden, berühmten Schriften über den Winterschlaf (z. B. „Untersuchungen über den Winterschlaf“, 1878–1881). – Stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Botanik, Botany, Osmose, Physiologie, Physiology, Zoologie, Zoology |
160,-- | ![]() |
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| Kraemer, Hermann. Das Dorf Gausbach in Vergangenheit und Gegenwart. Gausbach im Murgtal, Gemeinde Gausbach 1957. 8°. 168 S. mit 16 Abbildungen auf Tafeln und 1 gefalteten Plan. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.
Einzige Ausgabe. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Murgtal, Ortsgeschichte |
30,-- | ![]() |
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| Schindehütte, Albert. Radsherrn & Pedaleure. Die Draisinen des Albert Schindehütte zu Ehren von Karl Friedrich von Drais, dem Erfinder des Fahrrads. Mit einer Würdigung von Horst Brandstätter. Hamburg, Rasch und Röhring 1996. 4°. 95, (1) S. mit zahlr. Abbildungen, 2 signierten Orig.-Radierungen und 1 signierten Orig.-Tuschezeichnung. Illustr. Orig.-Halbleinenband und roter Kartonumschlag in illustr. Pappschuber.
Nr. 27 von 66 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der Original-Zeichnung (lavierte Feder- und Pinselzeichnung; Gesamtauflage der Vorzugsausgabe 222 Exemplare). – „Albert Schindehütte, Mitbegründer der legendären Berliner ‚Rixdorfer Werkstatt‘, widmet dem genialen Erfinder Karl von Drais und seinen Nachfolgern eine prachtvolle, humorvolle und künstlerisch virtuose Hommage. Seine unnachahmlichen Zeichnungen fangen den Geist der frühen ‚Laufmaschinen‘ und die Leidenschaft der Pedaleure ein. Ein literarisch-grafischer Genuss für Liebhaber der Radsportgeschichte und feiner Buchkunst. Mit einer einführenden Würdigung von Horst Brandstätter“ (Rasch und Röhring). Erschienen als offizielle bibliophile Begleitpublikation zur großen Kunstausstellung der HEW Cyclassics 1996 in Hamburg. – Tadellos. Schlagwörter: Fahrrad, Fahrräder, Fahrradliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Originalzeichnung, Signed books, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik, Vorzugsausgaben |
240,-- | ![]() |
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| Tausend und eine Nacht – Habicht, (Christian) Max(imilian) und Fr(iedrich) H(einrich) von der Hagen (Übersetzung). Tausend und eine Nacht. Arabische Erzählungen. Neu herausgegeben von Karl Martin Schiller. 12 Bände. Leipzig, F. W. Hendel 1926. 8°. Mit 11 verschiedenen illustrierten Titelblättern. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln, dekorativer Rückenvergoldung (von Magda Gerber) und Deckelvignetten (von Moritz v. Schwind).
Vgl. Goedeke IX, 488, 13 und Hayn/Gotendorf IX, 575 f. – „Zum erstenmal aus einer Tunesischen Handschrift ergänzt und vollständig übersetzt…“ (Untertitel der ersten Ausgabe dieser Übersetzung, Breslau 1826). – Sehr gutes Exemplar der schön ausgestatteten Neuausgabe. Schlagwörter: Märchen u. Sagen, Orient, Tausend und eine Nacht |
60,-- | ![]() |
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| Wallace, Lewis (″Lew“). Ben Hur. Eine Erzählung aus der Zeit Christi. Mit Genhemigung des Verfassers frei nach dem Englischen bearbeitet von B. Hammer. Illustriert von Ant(on) C(arl) Baworowski. 2. Auflage. Stuttgart, Leipzig, Berlin, Wien, Deutsche Verlags Anstalt o. J. (ca.1894). 4° (26,5 x 18 cm.). VIII, 454 S. mit über 160 teils ganzs. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Leinenband.
Seltene Pracht-Ausgabe des weltberühmten historischen Romans von L. Wallace (1827-1905). – Mit Illustrationen des Wiener Genre- und Historienmalers A. C. Baworowski (1853-1927), der seit 1883 in München lebte. Seit 1892 widmete er sich verstärkt und sehr erfolgreich der Buchillustration. Er stattete zahlreiche literarische Klassiker und zeitgenössische Bestseller mit Zeichnungen aus, darunter Bertha von Suttners „Die Waffen nieder!“, Johann Heinrich Voß’ „Luise“ und eben Lewis Wallaces „Ben Hur“. – Einband etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk, gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
70,-- | ![]() |
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| Tschichold, Jan. Die neue Typographie. Ein Handbuch für zeitgemäss Schaffende. Berlin, Verlag des Bildungsverbandes der Deutschen Buchdrucker 1928. 8°. 240 S. mit zahlreichen, teils zweifarbigen und doppelblattgroßen Abbildungen. Schwarzer Orig.-Leinenband.
NDB XXVI, 476 ff. Schauer II, 127. – Erste Ausgabe dieses für die neue Typographie richtungweisenden Werkes. – Der Typograph, Buch- und Schriftgestalter Jan Tschichold (bis 1931 Johannes Tzschichhold, 1902-1974) „arbeitete in München auch als Plakatgestalter für den Phoebus-Palast, eines der größten bayer. Kinos in München. 1928 erschien im „Verlag des Bildungsverbandes der dt. Buchdrucker“, Berlin, T.s erste selbständige Publikation, ein Lehrbuch für Typographen, Drucker und Setzer, die „Neue Typographie“. Mit „Eine Stunde Druckgestaltung“ (1931) und „Schriftschreiben für Setzer“ sowie „Typographische Entwurfstechnik“ (1932) erschienen weitere Lehrbücher. Seit 1930 arbeitete er u. a. für den Berliner Verlag „Der Bücherkreis“, dessen Hauptgestalter er wurde. 1928 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des von Kurt Schwitters (1887–1948) geleiteten „Rings neuer Werbegestalter“, einem Zusammenschluß von Typographen, Malern und Werbedesignern. 1929 konstruierte T. eine erste „phonetische“ Schrift, mit dem Ziel, die avantgardistische Schriftgestaltung umzusetzen. Später folgten die „Zeus“ (1931) für die „Schriftguss KG“ Dresden, die Zierschrift „Saskia“ (1932) für „Schelter & Giesecke“ in Leipzig und die „Transito“ (1931) für die „Amsterdam Type Foundry“. 1933 erhielt er einen Auftrag der Fa. „Uhertype“ in München zur Entwicklung einer Schrift für eine Lichtsetzmaschine. Er entwarf ca. 10 Schriftschnitte, als wichtigste darunter die Uhertype-Standard-Grotesk. … T. hat die Typographie des 20. Jh. maßgeblich mitbestimmt. Durch seine theoretischen Schriften der 1920er Jahre verbreitete er einerseits die Ideen des Bauhauses und des Konstruktivismus, wodurch er das moderne Grafikdesign beeinflußte; ebenso trugen aber auch seine späteren Veröffentlichungen über die klassisch-traditionelle Typographie zur Entwicklung der Buchgestaltung bei und wirken auf Gestalter und Grafikdesigner bis in die Gegenwart“ (G. Netsch in NDB). – Rücken und Gelenke restauriert, Vorsätze etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar der seltenen Originalausgabe. Schlagwörter: Bauhaus, Typographie |
500,-- | ![]() |
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| Goldast von Haiminsfeld, Melchior (Hrsg.). Rervm Svevicarvm scriptores aliqvot veteres. Velleji Galli fragmentum vetustum. Isidori Hispalensis, Joannis Boemi Aubani; Henrici Bebelii nonnulla ad res Sueuorum. Praecipue Felicis Fabri Historia Svevica. Partim primum editi, partim emedatius auctiusque. … Editio secunda, emendatior. Ulm, Daniel Bartholomaei 1727. Folio [6] Bl., 113, (1) S., [6] Bl. mit Titelvignette und 4 Kopfvignetten in Holzschnitt. Halblederband des 20. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel.
ADB IX, 327 ff. Dahlmann-Waitz 239/92. Graesse III, 107. Heyd 175. NDB VI, 601 f. Potthast LXXX. VD18 14473437. – Zuerst bereits 1605 erschienene Sammlung (Frankfurt am Main, W. Richter, in okatv) aus schwäbischen Handschriften des Mittelalters. – Der Polyhistor Goldast von Haiminsfeld (1578-1635) erwies den „Historikern … große Dienste durch die beiden werthvollen Sammlungen der alemannischen und schwäbischen Scriptores …“ (A. v. Gonzenbach in ADB). – „G.s Leistung liegt vor allem in den zwar nicht durchweg einwandfreien, zum Teil aber noch nicht ersetzten Editionen bedeutender Quellen zur Reichs- und Rechtsgeschichte sowie historischer und literarischer Quellen besonders des Mittelalters, die die Forschung stark befruchteten“ (O. Vasella in NDB). – Wappen-Exlibris, die letzte Seite stärker angestaubt, sonst gut erhaltenes Exemplar. Schlagwörter: Handschriften, Mittelalter, Schwaben, Württembergica |
220,-- | ![]() |
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| Bachmayer, Monika und Peter Schmitt. Karlsruher Majolika 1901 – 2001. 100 Jahre Kunstkeramik des 20. Jahrhunderts. (Karlsruhe), G. Braun (2001). 4°. 234 S. mit zahlr., teils farb. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Keramik, Kunstgewerbe, Staatliche Majolika-Manufaktur Karlsruhe, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse |
45,-- | ![]() |
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| Kemelman, Harry. The Nine Mile Walk. The Nicky Welt Stories. New York, G. P. Putman’s Sons (1967). 8°. 186 p. Original hardcover with dust jacket. (Red Mask Mystery).
First edition, second printing (″Book Club Edition“). – Dust jacket with small tears along the edges; a fine copy. Schlagwörter: Judaica, Kriminalliteratur |
40,-- | ![]() |
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| Kobell, Franz v. Oberbayrische Lieder. Mit ihren Singweisen. Seiner Majestät des Königs für das bayerische Gebirgsvolk gesammelt und herausgegeben. Mit Bildern von A(rthur) v. Ramberg. München, Braun & Schneider 1860. 8°. 100 S., [1] Bl. mit Holzstich-Illustrationen und Musiknoten. Illustrierter Orig.-Pappband.
Rümann 1696. – Seltene erste Ausgabe. – Sammlung traditioneller Volkslieder, Jodler und „Gsangln“ aus dem oberbayerischen Raum. – Rücken erneuert, Kanten bestoßen, sonst gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Lieder, Mundart |
70,-- | ![]() |
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| Obermaier, Uschi. Das wilde Leben. Aufgezeichnet von Claudius Seidl. Hamburg, Hoffmann und Campe (1994). Gr.-8°. 192 S. mit zahlr. teils farbigen Abblidungen. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.
Erste Ausgabe. – „Für diese Frau, sagte Rainer Langhans einmal, würde ich jede Revolution verraten. Ihr Poster hing in Jugendzimmern und Wohngemeinschaften, es schmückte die Titelseiten der Magazine, von Twen und Stern bis zur amerikanischen Vogue – doch über ihr Leben kursierten bislang nur Gerüchte. Es waren wilde, spannende Gerüchte. Aber jetzt erzählt Uschi Obermair selber und beweist, daß ihr Leben noch viel spannender war. … Sie schildert, wie sie sich in Jimi Hendrix verliebte und mit Mick Jagger und Keith Richards durch die Welt zog. Sie erzählt, wie sie Dieter Bockhorn, den „Prinzen vom Kiez“, traf und mit ihm erst Hamburg unsicher machte und dann durch Indien und Amerika reiste, wo sie heute noch lebt“ (M. Althen, Süddeutsche Zeitung). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Groupies, High-Fish-Kommune München, Kommune I Berlin, Pop music, Pop-Kultur, Rock music |
50,-- | ![]() |
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| Milosz, Czeslaw. Wiersze (Poems). (Mit illustr. Umschlag und 4 illustr. Vorsätzen von Jan Le Witt). Londyn (London), Oficyna Poetów i Malarzy 1967. 8°. 340 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Erste Ausgabe; mit eigenhändiger Widmung von C. Milosz für den französischen Schauspieler Georges Rucki „À Georges Rucki Czeslaw Milosz 27. II. 82 Paryz“. – Legendäre Exilausgabe der Sammlung mit Gedichten aus den Jahren 1934 bis 1965 des polnischen Nobelpreis-Trägers C. Milosz (1911-2004). Mit kongenialer Buch-Ausstattung des herausragenden polnisch-britischen Grafikers, Illustrators und Malers Jan Le Witt (1907-1991). – Milosz gilt „als der herausragendste polnische Dichter des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1951 und 1993 war er im Exil, bis 1960 in Frankreich, dann in den Vereinigten Staaten; in Polen bis 1980 wurde er zensiert. … Die Gedichte von Czeslaw Milosz sind intellektuell, und die Metaphern, die er verwendet, sind suggestiv. Sein Werk aus den 30-er Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg ist von Katastrophen gesättigt. Es wird von Momentum, Metapherlichkeit, Rhythmizität, Visionen der Apokalypse dominiert. Die Gedichte, die während des Krieges geschrieben wurden, haben nicht mehr so viel Pathos in sich. Sie sind viel weniger dekorativ. Der Dichter konzentriert sich auf die Kommunikativität des Gedichts – auf die darin enthaltene Verständlichkeit philosophischer und intellektueller Inhalte. Einige dieser Gedichte sind von Milosz dem besetzten Warschau (Stadt, Wandering) gewidmet, in dem er fast die gesamte Zeit des Krieges verbrachte. In der Arbeit von Milosz während des Krieges ist es auch möglich, eine bewusste Abkehr vom Thema Krieg zu bemerken. Darunter sind Gedichte, die die gewöhnliche Schönheit der Welt beschreiben, die – wie es scheinen mag – den Krieg nie kannte. Dies ist der Fall in dem Gedicht Das Pastorallied oder in der Reihe World (naiv) von 1943. Er führte in die polnische Literatur ein neues literarisches Genre ein – eine poetische Abhandlung (Vertragsgedicht), die nach Angaben des Dichters auf die Moderne abzielte, die als Verengung verstanden wurde und die „Fähigkeit“ der Poesie erweiterte. Im Band Licht des Tages stigmatisiert der Moralvertrag das Verschwinden von Werten, kritisiert den Mangel an Moral und zeigt an, was seiner Meinung nach in der menschlichen Mentalität verändert werden sollte“ (Wikipedia aus dem Polnischen Übersetzt). – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Exilliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Inscribtion, Lyrik, Poetics, Signed books, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
750,-- | ![]() |
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| Hesse, Hermann. Sinclairs Notizbuch. Zürich, Rascher & Cie. 1923. Gr.-8° (24,5 x 18,5 cm.). 108 S., [2] Bl. mit 4 Farbtafeln nach Aquarellen des Verfassers. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Kliemann/Silomon 43. Mileck II, 44. Waibler E 172. W.-G.² 127. – Erste Ausgabe; eines von 1100 Exemplaren der Luxusausgabe, im Druckvermerk von H. Hesse signiert. – Die Aufsätze und Dichtungen dieses kleinen Buches sind in den Jahren 1917 bis 1920 geschrieben, und die Mehrzahl von ihnen ist damals in Zeitungen und Zeitschriften unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen, demselben Pseudonym, unter welchem ich damals den Roman „Demian“ erscheinen ließ. Sie gehören innerlich zusammen. Ihre Ergänzung finden sie in meinen beiden Schriften „Zarathustras Wiederkehr“ und „Blick ins Chaos“ (H. Hesse im Vorwort). – „Der Band, der durch die limitierte Auflage, den Verlagswechsel und durch den Ladenpreis alle Merkmale eines Privatdrucks unter Ausschluß der Öffentlichkeit hat, enthielt nur eine Auswahl aus den pseudonym veröffentlichten Aufsätzen; darunter die erste Sinclair-Veröffentlichung überhaupt, „Im Jahre 1920“; aus der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom 15./16.11.1917. „Eigensinn“ aus dem Jahrbuch „Die Schweiz“, Jg. 22 von 1918 und „Aus Martins Tagebuch“ aus der Berner Zeitschrift „O mein Heimatland“, Jg. 9 von 1921. Hesse unterlegte der pseudonymen Veröffentlichung ein imaginäres Tagebuch seines jüngsten Sohnes Martin. Später ließ er das Stück als „Fragment aus einem unvollendeten Roman“ drucken“ (Hesse Katalog Marbach S. 108). – Rücken etwas aufgehellt und berieben, Vorsätze etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signed books, Signierte Bücher |
600,-- | ![]() |
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| Pfau, Karl Fr(iedrich). Das Buch berühmter Buchhändler. Eine Sammlung von Lebensbildern berühmter Männer. Leipzig, Selbstverlag 1885. 152 S. mit 6 Porträts. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckelvergoldung.
Erste Ausgabe. – Mit 14 Biographien von Aldus Manutius, Anton Koberger, Johann Frobeen, Philipp Ersamus Reich, Johann Philipp Palm, Johann Gottlieb Immanuel Breitkopf, Christoph Friedrich Nicolai, Georg Joachim Göschen, Johann Friedrich Cotta, Friedrich Christoph Perthes, Friedrich Arnold Brockhaus, Benedictus Gotthelf Teubner und Johann Jacob Weber. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Buchhandel, Buchhändler |
30,-- | ![]() |
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| Rey, Guido. Das Matterhorn. Vorwort von Edmondo de Amicis, geologische Erläuterungen von Vittorio Novarese. Deutsche Übersetzung von Otto Hauser. Mit 37 Zeichnungen von Eduardo Rubino und 11 Abbildungen nach photographischen Aufnahmen (des Verfassers, Emile Gos, J. Gaberell u. a.). Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt 1905. 4° (30 x 22,5 cm.). XI, 258 S., [1] Bl. mit 35 (15 montierten) Tafeln und Illustrationen im Text. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Dreyer 992. – Erste deutsche Ausgabe des schön ausgestatteten Werks. Die italienische Originalausgabe erschien 1904 in Mailand. – „Mit Guido Rey ( gestorben am 24. Juni 1935 ) hat Italien seinen grössten Bergsteiger verloren, und die gesamte alpine Welt ist um einen Bergschriftsteller und Bergdichter ärmer geworden, dem sich nur wenige an die Seite stellen lassen und dessen Werke nicht nur dem alpinen Schrifttum, sondern der klassischen Literatur seines Heimatlandes für immer angehören. Henry Bordeaux hat ihn mit Recht einen « General im Heere der Alpinisten » genannt. … Das letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts steht für Rey unter dem Zeichen des Berges, dessen Name für immer mit dem seinen verknüpft ist: des Matterhorns. Von der Kuppe des Monte Bo hatte ihm Sella die blaue Pyramide gezeigt, die sich in der Ferne in kühnem Aufschwung über das weite Gipfelmeer erhob. Bei der Fahrt zur Punta dei Cors sah er den Cervino aus dem Valtournanche aus grösserer Nähe und empfing wieder einen überwältigenden Eindruck. Bald verdichtete sich das Interesse für den Berg zu dem Entschluss, ihn zu ersteigen: zwei Jahre später bereitet er mit einigen Freunden eine führerlose Begehung des Matterhorns vor, da trifft ihn die Nachricht vom Todessturz seines Bruders und lässt ihn die Fahrt sofort abbrechen. 1890 finden wir ihn wieder am Cervino; an Mummerys vergeblichen Versuch von 1880 anknüpfend, sucht er den Gipfel über den Furggengrat zu gewinnen. Innerhalb von acht Tagen kommt es zu fünf Versuchen; während des letzten gebietet ein Steinhagel vom Matterhornkopf auf der Furggenschulter Halt und lässt ihn das ganze Unternehmen als aussichtslos und unsinnig aufgeben. Aber der Dämon des Matterhorns war stärker als seine Vernunft und sein Wille: nachdem er das Hörn inzwischen von Zermatt nach Breuil überschritten und einen durch Wetterungunst vereitelten Versuch gemacht hatte, den Furggengrat im Abstieg zu begehen, nimmt er nach neun Jahren seine früheren Pläne wieder auf. Mit Antoine und Aimé Maquignaz steigt er zur Furggenschulter und lässt sich von Daniel Maquignaz, der mit zwei Begleitern auf dem gewöhnlichen Wege zum Gipfel gestiegen war, ein unterhalb der Spitze verankertes Seil zuwerfen. Mit seiner Hilfe klimmen sie bis auf fünfzehn Meter unter der oberen Gruppe empor, da gerät das Seil am letzten Überhang ins Pendeln, und sie müssen wieder zurück. Auch jetzt gibt sich Rey noch nicht geschlagen. Zwei Tage später ersteigt er den Gipfel über den italienischen Grat, geht auf der Furggenseite soweit wie möglich hinunter, befestigt dort eine Strickleiter und steigt auf ihr soweit ab, bis er den höchsten im Anstieg erreichten Punkt gewonnen hat. Damit war der Furggengrat in seiner ganzen Länge begangen. Eine Ersteigung « by fair means », wie sie Mummery vorgeschwebt hatte, war das freilich nicht, eher eine Niederlage, aber, wie er später bekennt, « diese Niederlage ist mir jetzt teurer als ein Sieg ». Die wirkliche Bezwingung des Furggengrats gelang bekanntlich erst 1911 Reys Landsmann Piacenza, der freilich in die Südflanke ausweichen musste; die erste Begehung bis zur Furggenschulter im Abstieg mit Ausweichen nach Norden wurde 1929 von Blanchet durchgeführt“ (Aus einem Nachruf von Paul Geissler im Jahrbuch des Schweizer Alpen Clubs 1936). – Einband etwas berieben, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Alpen, Alpinismus, Alpinistik, Helvetica, Photographie, Schweiz |
120,-- | ![]() |
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| (Born, Ignaz v.). Monacologie. Illustrée de figures sur bois. – Monachologia, figuris ligno incisis illustrata. Eridaniae, Typis Philanthropicis 1782. Paris, Jean-Baptiste-Alexandre Paulin 1844. Schmal-8° (18,5 x 10 cm.). 96 S. mit 2 Titelvignetten und 33 Holzstich-Illustrationen. Weinroter Halblederband um 1900 mit goldgepr. Rückentitel.
Debertol, Konjunkturen eines Feindbildes: Die Mönchssatire „Monachologia“ und ihre Nachleben. In: Das Achtzehnte Jahrhundert und Österreich. Band 36, Wien 2021. Hayn/Gotendorf V, 341. – Bilinguale Ausgabe des antiklerikalen Propaganda-Werks des österreichischen Aufklärers Mineralogen und Freimaurers I. v. Born (1742-1791). Das 1783 anonym auf Latein erschienene Werk parodiert die wissenschaftliche Systematik der Naturreiche von Carl von Linné. Statt Pflanzen oder Tieren teilt Born darin die verschiedenen Mönchsorden in Klassen, Gattungen und Arten ein. Born beschreibt die Mönche in einen extrem reduzierten, pseudowissenschaftlichen Zoologie-Stil, wie neu entdeckte Tierarten nach anatomischen Merkmalen (wie Tonsur, Kapuzenform, Gürtel oder Kleidungsfarbe). Die Holzstiche illustrieren diese „äußeren Merkmale“ der Mönche. – Born, selbst Mitglied im Jesuitenorden 1757 bis 1762, prangert die Nutzlosigkeit und Rückständigkeit des Mönchswesens an. Unter dem Decknamen Furius Camillus war Born Mitglied von Adam Weishaupts Illuminatenorden. 1770 war er in der Freimaurerloge Zu den drei gekrönten Säulen in Prag aufgenommen worden, 1781 wurde er Mitglied und am 9. März 1782 Meister vom Stuhl der Wiener Loge Zur wahren Eintracht. Mozart, selbst seit 1784 Mitglied der Wiener Loge Zur Wohltätigkeit, „besuchte aber regelmäßig die Wiener Loge Zur wahren Eintracht und wurde von Born am 7. Januar 1785 in den Gesellengrad befördert. Auch nahm Born die Aufnahme von Leopold Mozart vor. Die am 30. September 1791 uraufgeführte Oper Die Zauberflöte sollte als allegorische und volkstümliche Darstellung der aufklärerischen Ideale der Freimaurerei verstanden werden, wobei Ignaz von Born das Vorbild für den Weisen Sarastro war“ (Wikipedia). – „1844 erschien in Paris bei Jean-Baptiste-Alexandre Paulin (1796–1859), der vor allem als Mitbegründer der illustrierten Zeitschrift L’Illustration bekannt ist, eine zweisprachige, lateinisch-französische Ausgabe. Im Vorwort wird hier explizit Born als Autor genannt. Außerdem wird begründet, warum eine Neuauflage notwendig sei: Bisher sei keine weitere Monographie über die Gattung der Mönche erschienen. Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts seien die Mönche zudem fast vollständig aus Frankreich verschwunden. Die Naturforscher seien uneinig, woran das liege und manche vermuteten, dass die Mönche nicht wirklich ausgestorben seien, sondern nur im Verborgenen lebten und daher selten beobachtet werden könnten, wie das Aye-Aye oder der Orang-Utan. … Hinter der Fassade der ironischen Pseudo-Naturbeschreibung, der bewusst die satirische Strategie des Haupttextes aufgreift, beschwört dieses Vorwort also ein Bedrohungsszenario herauf, in dem die Mönche weiter im Verborgenen wirken, nachdem sie zumindest einen großen Teil ihres öffentlichen Einflusses eingebüßt haben“ (Markus Debertol). – Sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Ordensgeschichte, Parodie, Satire |
140,-- | ![]() |
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| Genet, Jean. Der Seiltänzer. Ein Gedicht. (Deutsch von Manon Grisebach). Hamburg, Merlin-Verlag (1963). Gr.-4° (34,5 x 24,5 cm.). 33 S., [1] Bl. mit 6 Illustrationen von Alexander Camaro. Illustr. Orig.-Leinenband.
Erste deutsche Ausgabe; eines von 500 num. Exemplaren (Gesamtausgabe 525 Exemplare). – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher |
35,-- | ![]() |
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| Evans-Wentz, W(alter) Y(eeling, Hrsg.). The Tibetan book of the great liberation. Or the method of realizing Nirvana through knowing the mind. Preceded by an epitome of Padma-Sambhava’s biography and followed by Guru Phadampa Sangay’s teachings. According to English renderings by Sardar Bahadur S. W. Laden La, and by the Lamas Karma Sumdhon Paul, Lobzang Mingyur Dorje, and Kazi Dawa-Samdup. With psychological commentary by C(arl) G(ustav) Jung. London, New York, Toronto, Oxford University Press, Geoffrey Cumberlege 1954. 8°. LXIV, 261, (1) pp., with a colour frontispiece and 8 plates. Original linen binding with a gold-stamped title on the spine and a vignette on the cover.
First edition. – The American anthropologist W. Y. Evans-Wentz (1878-1965) „was a pioneer in the study of Tibetan Buddhism, and in transmission of Tibetan Buddhism to the Western world. … In 1927, The Tibetan Book of the Dead was published by Oxford University Press. Evans-Wentz chose the title „Book of the Dead“ because it reminded him of the Egyptian Book of the Dead. For Westerners, the book would become a principal reference on Tibetan Buddhism. Evans-Wentz credited himself only as the compiler and editor of these volumes; the actual translation was performed by Tibetan Buddhists, primarily Lama Kazi Dawa-Samdup. Evans-Wentz’s interpretations and organisation of this Tibetan material is hermeneutically controversial, being influenced by preconceptions he brought to the subject from Theosophy and other metaphysical schools. This book was followed by Tibet’s Great Yogi Milarepa (1928), also based on Samdup’s translations. Evans-Wentz was a practitioner of the religions he studied. He became Dawa-Samdup’s „disciple“ (E-W’s term), wore robes, and ate a simple vegetarian diet. In 1935, he met Ramana Maharshi and went to Darjeeling, where he employed three translators, Sikkimese of Tibetan descent, to translate another text which was published as Tibetan Yoga and Secret Doctrines (1935). Evans-Wentz intended to settle permanently in India, but was compelled by World War II to return to the U.S. There he would publish The Tibetan Book of the Great Liberation in 1954. A final work, Cuchama and Sacred Mountains (1989), was published posthumously. In 1946, he wrote the preface to Yogananda’s well known Autobiography of a Yogi, that introduced both Yogananda and himself to wider audiences in a book which has been in print for over sixty-five years and translated into at least thirty-four languages. He mentions having personally met Yogananda’s guru, Swami Sri Yukteswar Giri, at his ashram in Puri and noted positive impressions of him. Evans-Wentz remains best known for his lasting legacy to Tibetology“ (Wikipedia). – A very fine, clean copy. Schlagwörter: Buddha and Buddhism, Buddhismus, Buddhistische Philosophie, Nirvana, Yoga |
120,-- | ![]() |
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| Stevens, Henry Newton. The first delineation of the new world and the first use of the name America on a printed map. An analytical comparison of three maps for each of which priority of representation has been claimed … London, Henry Stevens, Son and Stiles 1928. Gr.-4° (32,5 x 26,5 cm.). XVI, 127, (4) pp. and 2 folded maps (″The Stevens-John Carter Map“ and „The 1513 Ptolemy Map“). Publisher’s cloth with gold-embossed titles on the spine and cover.
An important cartographic study by the influential British antiquarian bookseller and bibliophile H. N. Stevens (1855-1930). His father, Henry Stevens of Vermont (1819–1886), was the legendary American bibliographer who effectively pioneered the market for ‘Americana’ in London and supplied major collectors as well as the British Museum. – Stevens compares three historical maps, each of which has been claimed to be the first to depict the New World. Two of these maps bear the name ‘America’, whilst one does not. He argues, on the basis of coastlines, inscriptions and technical details, that the copy discovered in 1893 and held at the John Carter Brown Library is the earliest. This study is closely linked to Martin Waldseemüller’s monumental world map from 1507, which is regarded as the milestone on which the name ‘America’ first appeared. – A fine copy of the rare first edition. Schlagwörter: America, Americana, Amerika, Early maps, Kartographie |
120,-- | ![]() |
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| Jones, LeRoi (später Amiri Baraka). Schwarze Musik. (Aus dem Amerikanischen übersetzt von Marianne Dommermuth). Frankfurt, März-Verlag 1970. 8°. 235, (1) S. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Erste deutsche Ausgabe; die amerikanische Originalausgabe erschien 1967 in New York. Sammlung radikaler Essays, Reportagen, Interviews und Plattenkritiken aus den Jahren 1959 bis 1967. Die wegweisende Avantgarde des Free Jazz und der afroamerikanischen Musikszene. Behandelt werden Ikonen wie John Coltrane, Thelonious Monk, Miles Davis, Ornette Coleman, Cecil Taylor, Albert Ayler und Sun Ra. – „Seit Schwarze Musik als Phänomen ins Bewußtsein der Massen in Amerika und Europa getreten ist, hat es Weiße gegeben, die ihr eigenes Elend, ihre eigene Unterdrückung deutlicher und bewußter spürten, wenn sie diese Musik hörten, und sie, obwohl Ausdruck einer ihnen fremder Kultur, zugleich als Ausdruck auch ihres ei genen Widerstandes gegen Unterdrückung empfanden“ (Gerold und Marianne Dommersmuth im Nachwort). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Black music, Jazz |
50,-- | ![]() |
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| Prondzynski, Ferdinand v. Versuch einer Kriegs-Theorie. Aus dem Gesichtspunkte des Subaltern-Officiers als Erfahrungs-Wissenschaft folgerecht dargestellt. Bielefeld, Velhagen & Klasing 1836. 8°. XVI, 504 S., [1] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Jähns III, 1468. – Erste Ausgabe. – Seltenes Lehr- und Handbuch für jüngere Offiziere. Der preussische General F. v. Prondzynski (1804-1871) begreift die Kriegführung nicht als starres mathematisches System, sondern als Erfahrungswissenschaft. Für ihn lässt sich Kriegführung nur durch logische Folgerungen aus realen Erlebnissen, Pragmatismus und praktischer Anwendung auf dem Schlachtfeld verstehen und erlernen. Das Buch entstand in einer Epoche, in der das preußische Militärdenken stark durch die napoleonischen Kriege und die Schriften von Carl von Clausewitz beeinflusst war. Während Clausewitz die philosophische und politische Natur des Krieges analysierte, lieferte Prondzynski das handwerkliche Gegenstück für die ausführende Ebene der Truppenführer. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Preussen |
200,-- | ![]() |
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| Banville, Théodore de. Les princesses. Compositions de Georges Rochegrosse. Paris, Librairie des Amateurs, A. et F. Ferroud 1904. 4° (28,4 x 19,8 cm.). VI S., [1] Bl., 42 S., [7] Bl. mit 24 (21 ganzs.) Radierungen von Eugène Decisy nach G. Rochegrosse. Grünblauer Halblederband mit goldgepr. Rückentitel, floraler Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Kopfgoldschnitt (signiert: É(mile) Carayon, Orig.-Umschlag beigebunden).
Carteret IV, 56. Monod 934. – N° 299 sur 400 exemplaires sur vélin d’Arches. – „Une des meilleures illustrations de l’artiste“ (Carteret) qui est surtout une affaire de famille puisque la mère de Rochegrosse s’est remariée avec Banville en 1875. „Ainsi j’ai tenté la folle entreprise d’évoquer en vingt Sonnets les images de ces grandes Princesses aux lèvres de pourpre et aux prunelles mystérieuses, qui ont été à travers les âges le désir et les délices de tout le genre humain, ayant gardé ce privilège d’être adorées comme Déesses et aimées d’amour, alors que les siècles ont dispersé les derniers restes de la poussière qui fut celle de leurs corps superbes.“ – Demi maroquin bleu à coins liseré (reliure de l’époque signée Carayon), dos lisse à motifs floraux mosaïqués de maroquin rouge, tête dorée; signée É(mile) Carayon (1843-1912). – Très rares rousseurs, Très bon état. Schlagwörter: Art nouveau, Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher |
500,-- | ![]() |
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| Marshak (Marsak), S(amuil Jakovlevic). MACTEP (Master, Meister). (Faksimile-Druck der ersten Ausgabe, Leningrad 1927). Sankt Petersburg, Verlag „Künstler der RSFSR“ (UdSSR) o. J. (um 1980). 4° (28,5 x 21 cm.). [8] S. mit farbigen Illustrationen von Alexei Fedorovich Pakhomov. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag (Junge als Handwerker mit Gestell-Säge und Axt).
Vgl. Lemmens/Stommels, Russian Artists and the Children’s Book 1890-1992 S. 407 f. und LKJ II, 441 f. – Die Illustrationen zeigen einen Jungen und seinen Großvater bei Holzarbeiten. – Mit hervorragenden expressionistischen Illustrationen des sowjetischen Malers, Grafikers und Illustrators A. F. Pakhomov (1900-1973). Pakhomov wurde vor allem als Meister der Lithografie und durch seine Kinderbuchillustrationen berühmt. Er gehörte zur Leningrader Schule und prägte die sowjetische Buchkunst maßgeblich mit. – „When compared to his illustrations for Marshak’s Master-lomaster [Master-breaker] in 1930, the main difference lies in the mood of the children depicted. The ‚master‘ in the Marshak poem is a boy who happens to break the tools during his inexpert work is a happy child, somewhat mischievous grimacing, while the motherland. They all show the approach that war Socialist-Realism prescribed by the principle: man should be the centre of attention.“ (Lemmens/Stommels). – Tadellos. Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus, Faksimile, Handwerk, Russische Kinderbücher |
60,-- | ![]() |
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| Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. Strubbelpeter und andere Geschichten für kleine Leute. Meiringen, Walter Loepthien o. J. (1948). Gr.-8° (24,5 x 18 cm.). [16] Bl. mit farbigen Illustrationen von Werner Theiß. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Rühle 235. Vgl. Baumgartner IV, 16. – Erste Ausgabe. – Im selben Jahr erschien noch eine wesentlich verkleinerte Ausgabe für den Christlichen Buchversand, Stuttgart. – „Inhaltlich nur gering veränderte Version,… Die Bilder zeigen zwar die bekannten Motive, sind aber „modernisiert“ und in der Darstellung gegenüber dem Original sehr unterschiedlich“ (R. Rühle). – Einband fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden) |
40,-- | ![]() |
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| Struwwelpeteriade – Vigna, Erny. Die sieben Früchtchen. Ein Bilderbuch. Berlin-Grunewald, Hermann Klemm o. J. (1932). 4°. [20] Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Klotz, Bilderbücher 6038/1. Rühle 406. – Einzige Ausgabe. – Text und Titel in Sütterlin-Schrift. – „Skurril und reizvoll in eigenwilliger Weise illustrierte struwwelpeternahe Struwwelpeteriade mit sechs Geschichten, die zum Teil ganz neue Unarten schildern. Die sieben unartigen Kinder landen als ‚Früchtchen‘ in einem Baum, von dem sie Knecht Ruprecht erst heruntersteigen läßt, wenn sie artig geworden sind“ (R. Rühle). – Deckel etwas fleckig und mehrfach gestempelt, zeitgenöss. Besitzvermerk, Innengelenk nach Bl. 12 angeplatzt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade |
80,-- | ![]() |
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| Stieler, Karl. Von Dahoam. In Bildern von Franz Defregger, Dichtungen. 2. Auflage. München, Franz Hanfstaengl o. J. (ca. 1885). 4°. [28] Bl. mit 23 mont. Orig.-Photographien nach Gemälden und 1 Portrait von F. Defregger (Albuminabzüge, ca. 12 x 10 cm.). Illustr. Orig.-Leinenband mit Goldschnitt.
Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam 406. – Wohl zweite illustrierte Ausgabe mit Mundart-Gedichten auf den Rückseiten der Trägerkartons; die erste Ausgabe erschien 1881 mit nur 18 Photographien. Die 3. Ausgabe erschien 1887 mit 25 Tafeln und die 4. Ausgabe erschien 1890 wieder mit 24 Photographien. – Franz Seraph Hanfstaengl (1804-1877) eröffnete 1852 zusammen mit seinem Schwager Moritz Eduard Lotze (1809-1890) sein „aristisch-photographisches Atelier“. Später zum bayr. Hoffotografen ernannt, porträtierte er zahlreiche berühmte Persönlichkeiten König Ludwig II von Bayern, O. v. Bismarck, Kaiserin Elisabeth von Österreich, F. Liszt, R. Wagner u.v.a. Auf der Pariser Weltausstellung 1855 gewann er eine Goldmedaille für die Vorführung retuschierter Fotografien und gilt als Erfinder der Negativretusche. – Deckel berieben und etwas fleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Bayrisch, Lyrik, Mundart, Original-Photographie |
100,-- | ![]() |
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| (Ett, Caspar und Johann Michael Hauber, Hrsg.). Melodien zum katholischen Gesangbuche für die k(öniglichen) Volks- und Elementar-Schulen in Baiern. Ite (und) IIte Abtheilung. 2 Teile in 1 Band. München, königl. Central-Schulbücher-Verlag, gedruckt bei J. Siedler o. J. (ca. 1817). Folio (35 x 23,5 cm.). 119 S. mit Musiknoten, vollständig lithographiert. Marmorierter Pappband der Zeit mit handschr. Deckelschild.
RISM ANAN 1757d. – Sehr seltene frühe (erste ?) Ausgabe der Melodien zum „Katholischen Gesangbuche für die Kirchen und Schulen des Königreichs Baiern“, welches 1812 durch den bayerischen König Maximilian I. Joseph und seinen Minister Maximilian von Montgelas im neu gegründeten Königreich Bayern offiziell eingeführt wurde. Mit den Liedtexten in deutscher Kursivschrift. Die lithographierten Noten dienten als Begleitbuch für Organisten, Lehrer und Kantoren, damit diese die Lieder aus dem reinen Textgesangbuch korrekt anstimmen konnten. – Einband berieben, Rücken mit kleinen Fehlstellen, Innengelenke stellenweise angeplatzt, die letzten Blatt von Teil I wasserfleckig, zeitgenöss. Besitzvermerke auf den Titelbl., sonst gut erhalten. Schlagwörter: Bavarica, Gesangbücher, Kirchenlied, Kirchenmusik, Lieder, Liederbücher, Liturgie, Schul- und Lehrbücher |
220,-- | ![]() |
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| Weber, Horst. Zielpunkt Südeifel. Ein Tagebuch über Luftkriegsereignisse der Jahre 1939 bis 1945 in den Kreisen Bitburg und Prüm 1939-45 in zwei Bänden. I. 1939-August 1944. – August 1944-1945. Bitburg, Geschichtlichen Arbeitskreis Bitburger Land (GAK) (2000). Gr.-8°. 316 S.; 364 S. mit zahlr. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Pappbände mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Einzige Ausgabe, selten. – Inhalt: Ein chronologisches Tagebuch über Abstürze von alliierten und deutschen Flugzeugen, Luftangriffe, den Einsatz von Flak-Einheiten und technologische Entwicklungen (wie die „Schräge Musik“ bei Nachtjägern). Der Luftraum über der Eifel diente im Zweiten Weltkrieg als Aufmarschgebiet für den Westfeldzug 1940 sowie als wichtige Einflugschneise für Bomberverbände der britischen RAF und der US-amerikanischen USAAF. Das Buch dient Regionalhistorikern und Heimatforschern oft als verlässliche Quelle für lokale Absturzstellen. Unter anderem wird darin der Abschuss einer US-Maschine im Jahr 1944 bei Matzen (einem Stadtteil von Bitburg) und das anschließende Schicksal der überlebenden Besatzung im nahegelegenen Preist präzise rekonstruiert. – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II |
80,-- | ![]() |
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| Parke, Thomas Heazle. My personal experiences in equatorial Africa. As medical officer of the Emin Pasha relief expedition. London, Sampson Low, Marston & Company 1891. Gr.-8° (23 x 14,5 cm.). XXVI, [1] Bl., 526, 32 S. mit Portrait-Frontispiz, 17 Holzstich-Tafeln und 1 gefalteten Karte. Pappband mit goldgepr. Rückenschild.
Czech 132. Hess/Coger 7533. Kainbacher 321. – Rare first edition. – The Irish physician, British Army officer T. H. Parke (1857-1893) „was invited by Edmund Musgrave Barttelot in January 1887 … to accompany him on the Emin Pasha Relief Expedition. The expedition would be led by Henry Morton Stanley, and would journey through the African wilderness in relief of Emin Pasha, an Egyptian administrator who had been cut off by Mahdist forces following the Siege of Khartoum. Parke was initially rejected by Stanley upon his arrival in Alexandria, but was invited by telegram a day later to join the expedition in Cairo.[6] On 25 February 1887, the expedition set off from Zanzibar in the east for the Congo in the east. The expedition lasted for three years and faced great difficulty, with the expedition of 812 men suffering from poor logistical planning and leadership. The rainforest was much larger than Stanley expected, leading much of the party to face starvation and disease. Parke, for his part, saved the lives of many in the party, including Stanley, who suffered from acute abdominal pain and a bout of sepsis. Stanley described Parke’s care as „ever striving, patient, cheerful and gentle…most assiduous in his application to my needs, and gentle as a woman in his ministrations“. Parke also treated Arthur Jephson for fever, and nursed Robert H. Nelson through starvation. Furthermore, after a conflict with the natives, Parke had to save William Grant Stairs by orally sucking the poison out of an arrow wound“ (Wikipedia). – The cover and endpapers have been professionally restored; the title page, foreword and table of contents show minor damage; otherwise in good condition. Schlagwörter: Africa, Afrika, Entdeckungsreisen, Travel |
240,-- | ![]() |
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| Araki, Nobuyoshi. Tokyo Love (Japanisch). Tokyo, Poplar Publishing (2008). 8°. [76] Bl. mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag und Bauchbinde (Obi, Bellyband).
Japanische Originalausgabe. – Die Aufnahmen zeigen Personen bei Sportveranstaltungen und anderen Freizeitbeschäftigungen in Tokio. – „Wie ein Getriebener hetzt er von Aufnahme zu Aufnahme, von Bild zu Bild. Wolkenhimmel, Blicke in die Badewanne, Katzen, Stadtansichten, immer wieder Blumen und natürlich Nackte – es scheint, als wolle der rastlose Bildersammler jeden Moment im Foto festhalten. Für Nobuyoshi Araki sind die unzähligen Aufnahmen, die er täglich macht, wie eine Art Tagebuch, das ‚die Vergangenheit ebenso beinhaltet wie die Projektion der Zukunft‘. Nicht selten belichtet er mehr als 80 Filme am Tag, denn je mehr Bilder er seiner Umgebung entreißt, desto eher erreicht seine Arbeit für ihn eine ‚kosmische Dimension‘ und wird zu einer Art ‚buddhistischem Mandala‘.“ (W. Baatz in Koetzle, Fotografie A-Z, S. 13). – Tadellos. Schlagwörter: Japan, Street photography, Tokio |
100,-- | ![]() |
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| Winkler, K(arl) G(ottlieb) Th(eodor), (d. i. Theodor Hell). Des Maurers Leben. Dargestellt in neun Gesängen. Dresden, Selbstverlag 1816. 8°. XVI, 110 S. mit gestoch. Frontispiz und 9 gestoch. illustr. Zwischentiteln. Halblederband um 1880 mit goldgepr. Rückenschild, dekorativer Rückenvergoldung (Winkel und Zirkel) und Kopfgoldschnitt.
ADB XI, 693 f. Wolfstieg 26704. – Seltene erste Ausgabe. – Gesänge über Religion, Vaterlandsliebe, Bruderliebe, die Liebe zu den Schwestern, die Hallen, die Weihe, den Maurer in der Fremde etc. – Der Dramatiker und Dichter T. Hell (1775-1856) war sächsischer Hofrat, Opern-Regisseur und Theater-Intendant in Dresden. – Sehr schönes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar aus der berühmten Charlesworth Masonic Library in Hanley (heute ein Stadtteil von Stoke-on-Trent in der Grafschaft Staffordshire). Am 24. Oktober 1900 übergab James Charlesworth den Großteil seiner umfassenden Sammlung offiziell als Geschenk an die freimaurerische Gordon Lodge in Hanley. Dort wurde sie institutionalisiert und für die Mitglieder verwaltet. Für die Bestände wurde um die Jahrhundertwende ein eigener biografischer und bibliografischer Katalog gedruckt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Bibliothek der Loge aufgelöst. Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei |
320,-- | ![]() |
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| Durlach – Fecht, Karl Gustav. Geschichte der Stadt Durlach. Heidelberg, Adolph Emmerling 1869. X, 691, (1) S. mit 1 lithogr. Ansicht (″Durlach vor dem Brande von 1689“). Marmorierter Pappband der Zeit mit handschr. Rückenschild.
Lautenschlager V, 28448. – Erste und einzige Ausgabe, selten. – Einband berieben und etwas bestoßen, durchgehend etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Ortsgeschichte |
140,-- | ![]() |
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| Daisenberger, J(ohann) M(ichael, Hrsg.). Auswahl neuer Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen in der Oekonomie, Stadt- und Landwirthschaft, Feldbau, Viehzucht, Gärtnerey, Bräuerey &c. Für Künstler, Fabrikanten, Handwerker, Güterbesitzer und Haushälter aller Gattung. 6 Bände. Stadtamhof, J. M. Daisenberger 1803(-1805). Kl.-8° (17,5 x 11 cm.). Mit 20 (7 handkol., 9 gefaltete) Kupfertafeln. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern. (Sammlung neuer Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen in der Oekonomie,… Erster und zweyter Theil).
Engelmann, Bibliotheca Oeconomica S. 14. Holzmann/Bohatta 3824. Humpert 711. – Vollständig sehr seltene Kompilation mit neuen Methoden zur Steigerung von Ernteerträgen, Fruchtfolgen oder Düngung, Ratschlägen zur Haltung und Pflege von Nutztieren, Konservierungsmethoden für Lebensmittel, Gartenbau- und Gesundheitsratschlägen sowie Verbesserungen beim Bierbrauen, Branntweinbrennen oder in handwerklichen Manufakturen. – Die kolorierten Tafeln mit Darstellung verschiedener Pflanzen und die dritte Kupfertafel in Band III zeigt einen „fliegenden Wanderer“ (einen kuriosen Flugapparat; Mann mit einem kleinen Fesselballon auf dem Kopf und zwei Seitenrudern). Der anonyme Verfasser beschreibt die Erfindung ausführlich und bemerkt am Ende: „Wir glauben nicht nöthig zu haben, unsere Leser nochmals auf die Vortheile aufmerksam zu machen, die diese Ausrüstung jedem Fußgänger darbiethen muß. Hoffentlich wird sie von Geschäftsmännern sowohl als Luftrittern mit Vergnügen ergriffen werden. Wohlfeiler als das geringste Fuhrwerk oder Reitpferd, in der Unterhaltung ihrer Kraft so genügsam und in ihrem Gebrauch so nützlich, wie vergnügend, kann sie unmöglich das nicht seltene Schicksal haben, zurückgesetzt zu werden; und wird mit dieser guten Absicht derselben haben wir nicht genug eilen können, unser Publikum mit ihr bekannt zu machen, besonders für Reisende über Ströme und Laaks zu gehen, wo unten an den Füßen noch dritte Korkplatten kommen.“ (S. 208). – J. M. Daisenberger (1772-nach 1848) betrieb seit 1799 eine Buchhandlung und einen Verlag in Stadtamhof; 1810 bis 1826 in Regensburg und später in Passau und in München. – Sehr schönes Exemplar der vollständig kaum auffindbaren Reihe. Schlagwörter: Agriculture, Economics, Erfindungen, Hausvater-Literatur, Hauswirtschaft, Inventions, Obstbau, Technik, Technikgeschichte |
1.200,-- | ![]() |
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| Marino, (Giovan Battista). L’Adone. Poema … con gli Argomenti, le allegorie e l’aggiunta di pezzi fuggitivi. 4 volumi. Londra (eig. Livorno, Gaetano Poggiali) 1789. Kl.-8° (15 x 9,5 cm.). XLIV, 491 p.; 463 p.; 482 p.; 384 p. con un ritratto inciso, 4 titoli illustrati incisi e 20 tavole in rame di (Johann Rudolf) Schellenberg. Rilegature in mezza pelle dell’epoca con etichette sul dorso stampate in oro e decorazioni dorate a linee.
Brunet, III, 1434. Gamba 2002. Gay, I, 42. Graesse, IV, 401. – „Buona è altresì l’edizione moderna di Londra (Livorno), fatta per cura di Gaetano Poggiali“(Gamba) con le splendide tavole in rame del pittore e incisore svizzero J. R. Schellenberg (1740-1806). – L’epopea „L’Adone“ di Giovan Battista Marino fu pubblicata per la prima volta a Parigi nel 1623 da Olivier de Varennes (1598–1666) ed è dedicata a Luigi XIII. Racconta la storia d’amore tra Venere e Adone. Con le sue 5.124 ottave e 40.992 versi, questo poema epico è uno dei più lunghi della letteratura italiana: è leggermente più lungo dell’Orlando furioso e circa tre volte più lungo della Divina Commedia e della Gerusalemme liberata. – Il testo stampato su carta di colore bluastro. – Esemplare molto bello e in ottime condizioni. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
400,-- | ![]() |
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| Ubac – Skira, Albert et E. Tériade (Ed.). Minotaure. Revue artistique et littéraire. No. 11. Paris, Albert Skira 1938. 4°. [2] Bl., 66, (1) S. mit zahlr. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag (von Max Ernst).
Wichtiges Heft der bedeutenden Zeitschrift. – Mit 9 Fotografien von Raoul Ubac, davon 4 zu dem Artikel „Miroirs“ von Pierre Mabille und 5 zu dem Artikel „Eritis sicut dii…“ von Maurice Heine. Außerdem enthält das Heft eine Aufnahme von Brassai (nach Jacques Berthier) zu dem Beitrag „L’homme qui perd son ombre“ von Paul Recht und Reproduktioen von Arbeiten von André Masson, Georges Seurat, Hans Arp, Max Ernst, Yves Tanguy, Wolfgang Paalen, Botticelli, Piero di Cosimo und Bartolomeo Veneto. – Der in Köln geborene Fotograf R. Ubac (d. i. Rudolf Gustav Maria Ernst Ubach, 1910-1985) lebte und arbeitete seit 1929 mit Unterbrechungen in Paris. – „Wenn Man Ray versucht hatte, die Form durch ein vor das Objektiv geschobenes Prisma aufzulösen, so ist Ubac seinerseits der Ansicht, man müsse die Materie selbst zum sprechen bringen. Er entwickelt die Vorstellung, hinter dem schmalen Schleier, der die Dinge umhüllt, existiere eine andere Wirklichkeit im latenten Zustand. Fünfzig Jahre später wird Dieter Appelt das Prinzip für seine Serie überlagerter Gesichter wieder aufnehmen. Ubac schafft durch das Mittel des kontrollierten Zufalls und durch die Auflösung der Materie eine neue Bilderwelt“ (C. Bouqueret in Koetzle). – „Le Minotaure, die letzte bedeutende Zeitschrift des Surrealismus, zeigt die Bewegung in ihrer neuen Phase: der Surrealismus ist zu einer Bewegung geworden, dessen künstlerische Lehren allgemeine Anerkennung gefunden haben und die ungeheure Anziehung auf die dichterischen und künstlerischen Kräfte ausüben. Minotaure wird die luxuriöseste vielseitigste Zeitschrift und die mit der breitesten Wirkung“ (H. Bolliger). – Rücken restauriert, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Surrealismus, Zeitschrift |
200,-- | ![]() |
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