Hirmer – Aurbacher, Die Sieben Schwaben
Hirmer - Aurbacher, Die Sieben Schwaben
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Hirmer – (Aurbacher, Ludwig oder Ludwig Bechstein). Die Sieben Schwaben. Deutsche Handschrift auf Papier von (Helmut Hirmer). Neuhofen, Oktober 1990. Imperial-Folio (40,5 x 26 cm.). [40], (38 beschriebene) Bl., kalligraphiert in schwarzblauer und roter Tinte mit 11 ganzs. Illustrationen (von Adrian Ludwig Richter) in Siebdruck auf Hahnemühle-Bugra-Bütten. Orig.-Pappband mit Rückentitel in Gold. Hervorragendes unikates Künstlerbuch des bedeutenden Kalligraphen H. Hirmer (1948-2014). Auf einer beiliegenden maschinenschriftlichen Karte schildert der Künstler den Herstellungsprozess: „Handgeschriebenes Buch der kompl. Saga der sieben Schwaben nach einer Ausgabe von 1862 mit 11 Illustrationen in Siebdruck auf Bugra-Bütten. Text: als Experiment wurde Italic mit der eigenen Handschrift vermischt geschrieben! Anfangsbuchstaben, die in rot geschrieben sind-sind (sic!) in klass. Antiqua mit einer 1mm Bandzugfeder; jeweils der Titel am Beginn einer Sage in Italic mit einer 1,5mm Bandzugfeder, und der übrige Text mit einer 1/7mm Bandzugfeder. Die Anfangsbuchstaben zu Textbeginn werden vergoldet und farblich hinterlegt. Das Buch umfaßt 69 Seiten und es wurden bisher 95 Stunden dafür aufgewendet. Eigene Bindung. – Dieses Exemplar ist unverkäuflich !! Im kommenden Jahr werden 4 weitere Bücher mit gleichem Text gefertigt – aber in Verschiedenen Schrifttypen geschrieben – die bei ernsthaftem Interesse zu erwerben sind! Preis auf Anfrage!!!“; rückseitig mit Bleistift datiert „Okt. 1990“ und mit der Preisangabe „2200,– DM“. – Von den großen Anfangs-Initialen der 26 Kapitel wurde nur eines in Gold auf rotem Grund ausgeführt, die anderen sind mit Bleistift vorgezeichnet. Als Vorlage für den Text diente wohl die zuerst 1832 in Aurbachers „Volksbüchlein“ erschienene Fassung der Sage oder diejenige von Ludwig Bechstein (vielleicht aus dessen Märchen-Sammlung von 1862). Die 11 Illustrationen des berühmten Malers und Illustrators A. L. Richter (1803-1884) erschienen zuerst 1849 bei Georg Wigand in Leipzig. – „Helmut Hirmer war ein Kalligraph, ein Künstler, der sich mit der Gestaltung von Text und Schriften befasst hat. Sein wichtigstes Werk ist seine Handschrift des Neuen Testaments. Er hat es in verschiedenen Schriftarten, darunter eine selbst entworfene Schrift, und mit Initialen und Miniaturen aufwendig gestaltet. … Sein Talent sei schon früh offensichtlich gewesen und gefördert worden. Seine Leidenschaft für Schrift habe er schon in jungen Jahren entdeckt und sich kunsthandwerklich ausgebildet und Unterricht genommen. Auf seinen Gesellenreisen habe er in alten Klöstern Handschriften und alte Techniken studiert. Das Wissen habe er nicht für sich behalten wollen, sagte Bahrs. Deshalb habe Hirmer als Dozent an der Berufsbildenden Schule Mannheim gewirkt und auch privat Kurse gegeben uns Seminare gehalten. Seine Kenntnisse und seine Kunst waren weltweit gefragt. Auch für sich selbst habe Hirmer immer nach neuem Wissen gesucht und sei zum Beispiel 1986 nach Chicago in die USA gereist, um besondere Techniken der Vergoldung zu lernen. Er habe umfassende Kenntnisse alter Schriften gehabt und mit Farben, Tuschen und weiteren Materialien experimentiert“ (Rheinpfalz, 13. 11. 2018 anlässlich der Enthüllung eines Gedenksteins in Neuhofen).
Unser Preis: EUR 600,-- |
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