Kinder- und Jugendbücher / Märchen und Sagen / Volksbücher
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Holting, Gustav (d. i. Karl Gustav Winkelmann). Der kleine Däumling. Nach dem Französischen. Berlin, Winckelmann und Söhne o. J. (1841). Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm.). 24 S. mit 16 handkolorierten Vignetten in Federlithographie von T(heodor) H(osemann). Pappband der Zeit mit montiertem illustr. Orig.-Umschlag.
Brieger, Hosemann 65. Wegehaupt III, 1726. Vgl. Bilderwelt 266. Hobrecker, Frankfurt 153. Rümann. Illustr. Bücher 862. Rümann, Kinderbücher 189 (mit Farbabb.) und Wegehaupt I, 1018 (Alle französische Ausgabe). – Erste Ausgabe. – Das Märchen ist der Perrault’schen Fassung von Winkelmann neu nacherzählt. – „Hosemann streut Vignetten in den Märchentext ein, der als preiswerte Monographie erschienen ist. Diese Art der Durchsetzung hat als erster Pocci im „Märlein von Sneewittchen“ (1837) angewandt“ (A. Petri in Bilderwelt). – Rücken erneuert, Umschlag berieben, Name auf dem Titel, im Blattrand teils fingerfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Märchen u. Sagen, Winckelmann & Söhne |
240,-- | ![]() |
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| Grimm, (Jakob u. Wilhelm). Die Bremer Stadtmusikanten. Ein Märchen. Mit Bildern von Hans (Erich) Fischer. Zürich, Büchergilde Gutenberg (1944). 4°. [15] Bl. mit farblithogr. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Doderer-Müller 830. u. S. 379 (mit Abb. S. 380). Slg. Hürlimann 110. Hürlimann, Bilderbuch S. 201. Klotz 9000/1816. LKJ I, 388 f. (mit Abb.). SBI 137 u. S. 23. Weismann S. 27. Vgl. Bilderwelt 776. – Erste Ausgabe des ersten von Fischer illustrierten Bilderbuchs. Druck: Wolfsberg Zürich. – Die humorvollen, flott hingezeichneten Illustrationen erinnern an Kinderzeichnungen und auch wegen der köstlichen, oft skurrilen szenischen Einfälle wurden Fischers Bilderbücher von allen Kindern sofort geliebt und erfuhren deshalb hohe Auflagen. – Deckel und Blattränder etwas fingerfleckig, sonst gutes Exemplar. Schlagwörter: Büchergilde Gutenberg, Erstlingswerk, Märchenbilderbücher, Schweizer Kinderbücher |
50,-- | ![]() |
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| Grimm, (Jakob u. Wilhelm). Schneeweisschen und Rosenrot. Ziehbilderbuch von Hilde Langen. Text frei nach Grimm, mit zwei Gedichten von Gerda Langen. Dornach, Verlag der Werkstatt „Zu den sieben Zwergen“ (1932). Quer-Gr.-4° (30,5 x 40,5 cm.). [7] Bl. mit illustr. Titel, 6 Farbtafeln mit beweglichen Teilen u. Ziehmechanismus u. Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Lexow-Hahn, Das Kind im Bild. Buergerl. Kindauffassungen im Spiegel von Maerchenbildern mit bes. Beruecks. anthroposoph. Maerchen-Alben aus d. Werkstatt von Hilde Langen in Dornach. Basel 1988. Nicht bei Laub, Seebaß und im SBI. – Einzige Ausgabe des seltenen anthroposophischen Spielbilderbuchs. Die beweglichen Teile lassen sich mithilfe von Ziehstreifen oder Schnüren bewegen. – Die Steiner-Schülerin Hilde Langen (1901-1979) hat einige Märchen-Bilderbücher und Künstler-Postkarten gestaltet. – Von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen gut erhalten, alle Mechanismen voll funktionsfähig. Schlagwörter: Anthroposophie, Anthroposophy, Märchenbilderbücher, Schweizer Kinderbücher, Spielbilderbücher |
240,-- | ![]() |
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| Grimm, (Jakob und Wilhelm). Schneewittchen. Aus Grimms Märchen. Ziehbilderbuch von Hilde Langen. Stuttgart, Waldorf-Spielzeug & Verlag (1926). Quer-Gr.-4° (30,5 x 40,5 cm.). [15] Bl. mit illustr. Titel, 12 Farbtafeln, davon 7 mit Ziehmechanismus. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Lexow-Hahn, Das Kind im Bild. Buergerl. Kindauffassungen im Spiegel von Maerchenbildern mit bes. Beruecks. anthroposoph. Maerchen-Alben aus d. Werkstatt von Hilde Langen in Dornach. Basel 1988. Nicht bei Laub, Seebaß und im SBI. – Erste Ausgabe des seltenen ersten anthroposophischen Spielbilderbuchs. Die beweglichen Teile lassen sich mithilfe von, teils mehreren Ziehstreifen bewegen. – Die Steiner-Schülerin Hilde Langen (1901-1979) hat einige Märchen-Bilderbücher und Künstler-Postkarten gestaltet. – Von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen sehr gut erhalten, alle Mechanismen voll funktionsfähig. Schlagwörter: Anthroposophie, Anthroposophy, Märchen, Märchenbilderbücher, Schweizer Kinderbücher, Spielbilderbücher |
240,-- | ![]() |
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| Strachwitz, Marta (v.). Aschenbrödel. Bilderbuch von Hilde Langen. Dornach, Verlag der Werkstatt „Zu den sieben Zwergen“ (1941). Quer-4°. 11 (6 Doppel-)Bl. mit teils ganzs., (10 farb.) Illustrationen, Ausstanzungen und einigen beweglichen Teilen. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Deckelillustration.
Klotz 7164/1. Nicht im SBI. – Seltenes anthroposophisches Spielbilderbuch, bei dem verschiedene Türen und Fenster geöffnet werden können. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Anthroposophie, Märchen, Märchenbilderbücher, Schweizer Kinderbücher, Spielbilderbücher, Verlag der Werkstatt „Zu den sieben Zwergen“ |
180,-- | ![]() |
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| Grimm, (Jacob und Wilhelm). Kinder- und Hausmärchen. Mit 197 Federzeichnungen von Max Slevogt. Tübingen, Rainer Wunderlich Verlag, Hermann Leins (1976). 4°. 240 S. mit 197 Illustrationen. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag in Pappschuber.
Erste Gesamtausgabe der von Slevogt illustrierten Märchen der Brüder Grimm. – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Märchen u. Sagen |
30,-- | ![]() |
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| Simrock, Karl (Hrsg.). Das kleine Heldenbuch. Stuttgart und Augsburg, J. G. Cotta 1859 Kl.-8°. [2] Bl., 725 S. Halbledereinband des 20. Jahrhundert mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Goedeke XIII, 573, 74. LKJ III, 399 f. – Erste Ausgabe. – Mit den Sagen: Walther und Hildegunde, Alphart, Der hölzerne Siegfried, Der Rosengarten, Das Hildebrandslied, Ornit und Hugdietrich und Wolfdietrich. Von Karl Simrock (1802-1876) „oft dichterisch ausgestaltete Übersetzungen aus dem … Mittelhochdeutschen“ (C. Freitag in LKJ) – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Sagen |
50,-- | ![]() |
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| Zimmermann, Joachim. Alte Märchen. Mit der Feder erzählt von Max Slevogt, in Worte gefaßt von Joachim Zimmermann. Berlin, Propyläen-Verlag (1920). Quer-Folio (32 x 39 cm.). [42] Bl. mit illustr. Titel und 19 Tafeln. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Deckeltitel.
Mit den Märchen: Das tapfere Schneiderlein, Das kalte Herz, Aladdin, Der gestiefelte Kater, Kalif Storch, Zwerg Nase u. a. – Gelenke berieben, Vorderdeckel im oberen Rand fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Märchen, Märchenbilderbücher |
60,-- | ![]() |
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| (Grimm, Jacob und Wilhelm). König Drosselbart. Ein Märchen mit neun Steinzeichnungen von Max Slevogt. Berlin, Bruno Cassirer 1922. Folio (38 x 26,5 cm.). 16 S. mit 9 (1 ganzseitige) Feder-Lithographien. Orig.-Halbpergamentband mit Deckelschild.
Bang 138. Rümann, Slevogt 34 a. Söhn 549-557. – Eines von 360 num. Exemplaren auf Bütten; im Druckvermerk von Max Slevogt signiert. – Die Steinzeichnungen wurden von M. W. Lassally in Berlin mit der Handpresse gedruckt. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Künstlerbilderbücher, Märchen, Märchenbilderbücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher |
240,-- | ![]() |
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| Burkhard, Balthasar und Markus Jakob. „Klick!“ sagte die Kamera. Baden, Lars Müller (1997). Quer-4° (24 x 35 cm.). 21 Duotone-Tafeln auf dünnem Karton mit rückseitigem Text von M. Jakob. Illustr. Orig.-Pappband mit Metall-Ringheftung.
Schweizer Fotobücher 454 ff. – Erste Ausgabe. – „Zwanzig Tiere treffen sich zum Schönheitswettbewerb beim Fotografen. Auf Balthasar Burkhards Porträts sind alle Tiere gleichermassen schön. Die Protagonistin der Geschichte ist eine scheue Eselin, die dem fröhlichen Treiben zusieht. Liebevoll und mit viel Humor beschreibt Markus Jakob das illustre Stelldichein“ (Lars Müller). – B. Burkhard, Lehrling von Kurt Blum in Bern, „arbeitete zunächst als Dokumentarfotograf der Kunsthalle Bern, bevor er im Jahr 1969 seine Künstlerlaufbahn begann. Seine Arbeiten wurden vor allem im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunst ausgestellt, in der Fotografieszene tauchte sein Name nur selten auf. Dabei brachte er durchaus seine Fähigkeit als klassischer Fotograf zur Geltung – mit Werken in Schwarzweiss und im Grossformat. Das Buch „Klick!, sagte die Kamera“ kann denn auch als eine Hommage an die Geschichte der Fotografie gedeutet werden. Burkhard ist in die Rolle eines Studiofotografen geschlüpft. Indem er die Zirkustiere vor einem Laken posieren lässt, schliesst er alles Exotische aus. Bei seinen Bildern denkt man an Porträts des 19. Jahrhunderts, als Fotografen ihr Studio auf den Jahrmärkten aufbauten. Die serielle Vorgehensweise verweist aber auch auf eine wegweisende Arbeit des 20. Jahrhunderts, die Urformen der Kunst von Karl Blossfeldt. Das 1928 erschienene Fotobuch führte ein, was später zu einem Merkmal der deutschen Fotografie werden sollte: die Beschäftigung mit „Typologien“. Die seriellen Aufnahmen erlaubten es, die individuellen Merkmale einer Kategorie herauszuarbeiten. August Sander ging bei seiner Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Typen ähnlich vor. Ein spätes Echo auf diese Arbeiten der 1920er-Jahre. Mit seinem Ansatz beugt er, genau wie die Fotografen der Neuen Sachlichkeit, jedwedem subjektiven Ausdruck vor. Diese stringente und ungekünstelte Vorgehensweise findet sich auch bei anderen Künstlern seiner Generation wieder, so etwa bei Bernd und Hilla Becher. Das Subjekt, das seinem Kontext enthoben ist, wird zum Motiv“ (N. Herschdorfer in Schweizer Fotobücher S. 457). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Schweizer Kinderbücher |
60,-- | ![]() |
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| Jerrold, Walter (Editor). The big book of nursery rhymes. Illustrated by Charles Robinson. London, Blackie and Son o. J. (1903). 4° (25,5 x 19 cm.). 320 S. mit 16 Farbtafeln und zahlr. (16 ganzs.) Illustrationen. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, goldgepr. Rücken- und Deckel-Illustration und Goldschnitt.
Erste Ausgabe. – Der englische Aquarellmaler und Buchillustrator Charles Robinson (1870-1937) wurde mit seinen Illustrationen zu Robert Louis Stevensons A Child’s Garden of Verses (1895) bekannt, die bereits zehn Jahre zuvor veröffentlichte Gedicht-Sammlung (mit dem Titel „Penny Whistles“) wurde erst mit Robinsons Illustrationen erfolgreich. „Er illustrierte außerdem Neuauflagen u. a. von Alice im Wunderland von Lewis Carroll und den Märchen der Brüder Grimm. … Charles Robinsons Werk wurde von zeitgenössischen Kunstströmungen wie dem Präraffaelismus und dem Jugendstil geprägt. Es besteht aus über 700 Bildern und ist durch die Vereinigung verschiedener Stilrichtungen sehr vielschichtig. Während seine Gravuren an Holzschnitte alter Meister wie Albrecht Dürer erinnern, wurden seine Farblithografien von japanischer Kunst beeinflusst. Hinzu kommen einige Gemälde mit Wasserfarben im Stile Aubrey Beardsleys. Gerade Robinsons Farblithografien sind von einem ganz unverkennbaren Stil geprägt. Trotz scharfer Konturen ist die Farbgebung hier nicht flächig, sondern variiert innerhalb der von den Konturen abgesteckten Flächen, was eben eher typisch für japanische Malerei ist“ (Wikipedia). – Gelenke am Kapital restauriert, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Jugendstil |
160,-- | ![]() |
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| May, Karl. Karl Mays Wild-West- & Amerika-Romane. Leipziger Ausgabe, Erzählungen getreu nach den Erstausgaben herausgegeben von Fritz van Eycken. 4 Bände. Leipzig, Haffmans Verlag bei Zweitausendeins (2015). 8°. Orig.-Leinenbände mit illustr. Bauch-Binden in farbig illustr. Pappschuber.
I-III. Winnetou der rote Gentleman, Reiseerzählungen. Leipziger Ausgabe getreu nach der Erstausgabe. IV. Der Schatz im Silbersee. Erzählung. – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Abenteuer |
20,-- | ![]() |
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| Zwart, Piet. Het boek van PTT. Dit boekje werd in opdracht van en in samenwerking met het Hoofdbestuur der Posterijen, Telegrafie en Telefonie, samengesteld door Piet Zwart. Leiden, Nederlandische Rotogravure Mij. 1938. 4° (25 x 18 cm.). 49 S. mit farbigen Illustrationen und Foto-Montagen. Farbig illustr. Orig.-Broschurumschlag.
Brentjens, Piet Zwart, (2008), 235 ff. Le Guen, Cent cinquante ans de photolittérature pour les enfants 66 f. Purvis/De Jong, Nederlands grafisch ontwerp van de negentiende eeuw tot nu, 121 ff. Nicht bei Heiting, Dutch Photo Publications 1918-1980. – Erste Ausgabe des interessanten Foto-Bilderbuchs des berühmten niederländischen Architekten, Typografen, Designer und Fotografen Piet Zwart (1885-1977). – „Lire un manuel sur le fonctionnement des postes, télécommunications et télégrammes hollandais n’a certainement rien de très attrayant pour un enfant, à moins que son auteur ne le transforme livre-spectacle, comme dans cet Het Boek van PTT, paru en 1938. Tout est dans le visuel, dans la construction architecturale d’une double page, qui dans un même espace rassemble texte et reproductions de cartes, photographies d’objets, de personnes faisant la queue au bureau de poste, de personnages en carton – qui ne sont pas sans rappeler ceux que Varvara Stepanova réalise pour Rodtchenko –, de photomontages… Le tout accompagné de multiples couleurs, d’une typographie variée et variable dans sa taille et perturbée par l’irruption de mots manuscrits! L’humour ne manque pas, avec ce monstre enfermé dans un paquet, pas plus que l’irrationnel, avec ces paysages imaginaires parcourus par un postier qui semble emporté par la vitesse. Aux commandes de cet ouvrage, Piet Zwart, architecte, typographe, designer hollandais, proche du mouvement De Stijl et de la revue du même nom, en contact avec Lissitzky, Rodchenko, Doesburg, Schwitters et les membres du Bauhaus. Il semble réaliser avec ce livre une compilation de toutes les avant-gardes des années 1930“ (L. de Guen). – Umschlag etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Fotomontage, Niederl. Kinderbücher, Niederlande, Photo montage, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Post |
1.400,-- | ![]() |
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| Struwwelpeteriade – Hobrecker, Karl (Max Stephan). Rundfunk-Struwwelpeter. Erfindung und Text von Karl Hobrecker. Zeichnung nach H(einrich) Hoffmann von M(aria ?) Aveirinós. Oldenburg i. O., Gerhard Stalling 1926. Kl.-8° (15,5 x 9 cm.). Leporello, [12] einseitig bedruckte Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Nürnberger Bilderbücher, Band 48).
Baumgartner III, 14. Evers, Von Struwwelhitler bis Punkerpeter 8 f. Hobrecker, Braunschweig 3375. Hobrecker, Frankfurt 126. Klotz 2716/23. Liebert, Stalling 48. Oldenburg/Künstler 204. Pressler S. 204 (Abb. 132). Rühle I, 1186. Stuck-Villa II, 216. – Sehr seltene Struwwelpeter-Parodie auf die damals aufkommende Rundfunktechnik. – Mit Bildern und vierzeiligen Versen: Der Struwwelpeter; Der böse Friederich; Paulinchen; Der Mohr; Die Tintenbuben; Niklas; Der wilde Jäger; Der Daumenlutscher; Kaspar; Der Zappelphilipp; Hans (Guck-in-die-Luft) und Der fliegende Robert. – „Bei Hobreckers Struwwelpeter-Bilderbuch handelt es sich um die Verstrickung der bekannten Hoffmannschen Figuren in die Errungenschaften der Rundfunktechnik. Dabei geht es dem Autor nicht um eine durchgängige Handlung, die Figuren dienen vielmehr als Aufhänger für die verschiedenen, voneinander unabhängigen Vierzeiler. Die Zeichnungen Avierinos nehmen die Hoffmannschen Originale zur Grundlage, um sie dann durch die Ausstattung mit rundfunk-technischen Gerätschaften zu verfremden. Dort, wo dem Original-Struwwelpeter aufs unbändigste Haare und Fingernägel sprießen, zucken beim Rundfunk-Struwwelpeter grelle Blitze. Hobreckers durchweg positive Darstellung des neuen Mediums gipfelt in ‚Drum Melde-Niklas / warnend spricht: / Vergeßt nur die Bezahlung nicht!‘ (und) ‚Ja, ja, wer ehrlich / rundfunkt, / Wird nicht ins Tintenfaß getunkt‘ (und) ‚Der Mohr, die Tinten- / bubenschaft / Schwarzhörer sind es schauderhaft‘.“ (Oldenburg-Künstler). 1924/1925 erschien ein Vorabdruck mit 9 Illustrationen in „Die Arche Noah“, Jugendbeilage der Zeitschrift „Daheim“ (vgl. Rühle II, 1186 c). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Rundfunk, Rundfunkgeschichte, Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade, Technik |
950,-- | ![]() |
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| Doisneau, Robert. 1, 2, 3, 4, 5. Compter en s’amusant. (Conçu et mis en page par Albert Plécy). Lausanne, La Guilde du Livre et Editions Clairefontaine (1955). 4°. [15] Bl. mit 12 Duetone-Tafeln und 12 farbig illustr. Ziffern. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.
Bilderwelt 2701. Koetzle, Fotografen A-Z 98. Parr/Badger I, 187 ff. (mit Abb.). – Seltene erste Ausgabe des berühmten Photo-Bilderbuchs zum Zählen lernen. – Auf witzig-spielerische und humorvolle Art und Weise werden Menschen, Tiere und Dinge aus der Kinderwelt dargestellt, um zum Zählen von 1 bis 12 zu animieren. – Exemplar mit der Umschlag-Darstellung eines Kleinkinds, das seine Zehen zählt; es gab auch eine Variante mit der Darstellung von 2 hoch gehaltenen Kinderhänden mit Blumenköpfen auf den Fingern. Die im selben Jahr erschiene deutsche Ausgabe mit einer Aufnahme des Eiffelturms auf dem Umschlag. – „Die Arbeiten von Robert Doisneau stellen eine der eindruckvollsten Leistungen der als ‚humanistische Reportage‘ bekannten Richtung der Fotografie dar. … Doisneaus Fotos sind das Ergebnis von Geduld, Reflexion, komplitzenhafter Teilnahme und Betroffensein. Mit ihren weitgehend urbanen Inhalten erfassen sie aber auch ein bestimmendes Element der Moderne“ (P. Hamilton in Koetzle). – Schutzumschlag am Rücken geringf. berieben, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Französische Kinderbücher, Juvenile literature, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Rechenbücher |
320,-- | ![]() |
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| Geigenberger, Aug(ust). Märchen-Buch. (Die Ueberarbeitung und Ergänzung des Textes in der vorliegenden Fassung für die Jugend besorgte Alphons Krämer-Kempten). Kempten, München, Jos(eph) Kösel o. J. (1910). Gr.-4° (32 x 24,5 cm.). 35 S. mit farbigen Illustrationen und Buchschmuck von A. Geigenberger. Typogr. Orig.-Pappband.
Bilderwelt 528. Ries 546, 2. Stuck Villa I, 357 und II, 192. – Erste und einzige Ausgabe des hervorragend typographisch gestalteten Jugendstil-Bilderbuchs. – „Trotz vorzüglicher neuer Schriftentwürfe blieb es für den illustrierenden Künstler um 1900 ein Anliegen, der Verwandtschaft von Bild und Text durch eine individuelle und flexible handschriftliche Gestaltung anstelle der Drucktype Rechnung zu tragen. August Geigenberger (1875-1909) belebt bei desem Verfahren die Ränder mit zeilenfüllenden Grotesken“ (Hans Ries in Bilderwelt). – Einband angestaubt und leicht fleckig, Rücken unauffällig restauriert, im Blattrand teils etwas fingerfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Jugendstil, Märchenbilderbücher |
160,-- | ![]() |
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| (Solms-Hohensolms-Lich), E(mma Fürstin zu). Wie Pumpelmann entstanden ist. Deutsche Handschrift auf Papier. (Lich) 11. Juni 1927. Gr.-8° (22 x 17,5 cm.). [18] Bl. mit eigenhändiger Widmung und 16 (12 aquarellierte) Tuschezeichnungen mit kalligraphischen Versen in Rot und Schwarz. Orig.-Pappband mit farbigem Deckelschild.
Originalmanuskript zu dem im selben Jahr bei Kindt in Giessen gedruckten Bilderbuch (Exemplar liegt bei). – Mit der Widmung auf dem Vorsatz „Für meinen lieben Enkel Philipp zu seinem dreijährigen Geburtstag am IIten Juli 1927 von seiner Großmama „E.“ – „Angeregt durch mancherlei Beschäftigung mit meinem dreijährigen Enkel, kam ich auf den Gedanken, den bekannten Kinderreim: „Punkt, Punkt, Komma, Strich, Fertig ist der Pampelmann“, weiter auszubauen und aus dem ersten Punkt einen ganzen „Pampelmann“ entstehen zu lassen. Die Zahl meiner Enkel hat sich seitdem beträchtlich vermehrt und alle Haben viel Spaß daran, das so entstandene Buch „Pumpelmann“ anzusehen und, während sie die unter der Zeichnung stehenden Worte hersagen, auch die betreffenden Striche dazu zu machen. Groß ist das Vergnügen, wenn dann am Schluß des Buches ein selber hergestellter Pumpelmann entstanden ist. Um auch anderen Kindern diese lustige Beschäftigung zu verschaffen, will ich das Buch nun in die Welt hinausschicken“ (E. zu Solms-Hohensolms-Lich im Vorwort zur gedruckten Ausgabe). – Emma Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich, Prinzessin zu Stolberg-Wernigerode (1875-1956) war die Gattin von Carl Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich (1866-1920) und die Tochter von Otto zu Stolberg-Wernigerode (1837-1896), der Vizekanzler unter Otto von Bismarck war. – Rücken der gedruckten Ausgabe am Fuß mit kl. Fehlstelle, sonst beide Bände von Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen gut erhalten. Schlagwörter: Bilderbuch-Manusskript, Handschriften, Originale, Originalzeichnung |
750,-- | ![]() |
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| Luedecke, Heinz. Williams’ neues Autobuch oder Wer gewinnt die Wette? Gezeichnet von Oscar Nerlinger. Fotos von Christian Nicolai. Potsdam, Williams & Co. o. J. (1939). Quer-4° (23,5 x 32 cm.). 38 S. mit illustr. Titel und 16 Farbtafeln mit Fotomontagen sowie einer Tafel mit Verkehrszeichen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Flechtmann, Williamsverlag 61. Nicht bei Heidtmann. – Einzige Ausgabe des interessanten Bilderbuchs. Die Tafeln mit einmontierten Fotografien von 51 verschiedenen Fahrzeugen (PKW, LKW und Busse), darunter Adler Trumpf, BMW 326 und 328, DKW Meisterklasse, Fiat 500 Topolino, Ford Eifel, Graham Special, VW KDF (Ur-Käfer), Mercedes 500, Maybach Zeppelin, Morris MG Sport, Opel Kapitän, LKW und Busse von Borgward, Büssing, Ford, Henschel und M.A.N. sowie Rennwagen von Autounion und Mercedes. Alle abgebildeten Fahrzeuge mit den technischen Daten und teils mit Preisangaben in Reichsmark. – Der im April 1924 in Berlin von Edith Jacobsen (geb. Schiffer, 1891-1935), Edith Weinreich-Williams und Annie Williams (geb. Ball) gegründete Verlag Williams & Co. war besonders mit seinen Kinderbuch-Klassikern Pu der Bär von A. A. Milne und Emil und die Detektive von Erich Kästner in den späten 1920er Jahren erfolgreich. „1933 musste Edith Jacobsohn über Wien und die Schweiz nach England emigrieren. Sie überließ die Geschäftsführung ihrer Mitarbeiterin Cecilie Dressler. Im selben Jahr kaufte Kurt Leo Maschler, damals schon Inhaber mehrerer Verlage, den Verlag Williams & Co. Zwei Jahre später gründete er zusätzlich in Basel den Atrium Verlag, damit Erich Kästner, dessen Texte inzwischen in Deutschland verboten waren, seine Bücher weiterhin veröffentlichen konnte. Fast alle Rechte des Williams-Verlags übertrug Maschler, um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen, an den Atrium-Verlag in der Schweiz. Cecile Dressler erwarb 1936 von Maschler Anteile am Verlag, der jetzt für einige Jahre unter der Bezeichnung Williams-Verlag, Inhaberin Cecilie Dressler firmierte. 1941 erfolgte eine Umbenennung in Cecilie Dressler Verlag. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Cecilie Dressler Eigentümerin des Verlages, der 1971 von der Verlagsgruppe Friedrich Oetinger übernommen wurde“ (Wikipedia). – Deckel leicht angestaubt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Verkehrs-Bilderbücher |
480,-- | ![]() |
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| Meissen, Conny. Thomas schreibt aus Mexiko. Berlin, Atlantis Verlag (1938). Gr.-8°. 48 S. mit 4 Farbtafeln und Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Slg. Hürlimann 930. LKJ II, 463. – Erste Ausgabe. – „Durch Bild und Text versucht M., immer wieder auf die Umwelt, Kenntnisse und Erfahrungen ihrer kindlichen Leser rekurrierend, Informationen über ferne Kontinente… und deren Bewohner zu vermitteln und durch den „Blick für die fremde Art“ zur Toleranz und Völkerverständigung beizutragen…“ (R. Rauter in LKJ). – Conny Meissen (1887-1961), Verfasserin der berühmten „Männchen“-Bilderbücher, wanderte in den dreißiger Jahren nach Mexiko aus. – Schutzumschlag etwas angestaubt und mit geringf. Randläsuren, gutes Exemplar. Schlagwörter: Geographie, Mexiko |
60,-- | ![]() |
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| Fibel – Gärtner, Emil und Eduard Gerweck (Hrsg.). Kinderfibel. Bühl, Konkordia (1943). Gr.-8°. 96 S. mit 73 farbigen Illustrationen von Karl Geitz. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
May-Schweitzer 137. Vgl. Waldschmidt 117 (Ausg. von 1942 mit Abb.). – Erschien zuerst 1935. – „Die Leselernmethode dieser Fibel ist eine Mischung aus analytisch-synthetischer Methode und Ganzheitsmethode… Politisch zählt diese Fibel zu den weniger militanten Erstleseschriften. Zwar tragen alle Jungs die braunen Hemden der Hitlerjugend, aber auf allzu starke Propaganda hat man verzichtet. Textlich basiert die Fibel zum großen Teil auf Kinderliedern und Reimen, die fast alle traditionelles Fibelgut sind“ (May/Schweitzer). – Einband leicht braunfleckig, papierbedingt etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Fibeln, Schul- und Lehrbücher |
60,-- | ![]() |
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| Fibel – Zimmermann, Otto. Hansa-Fibel. Erstes Lesebuch für Hamburger Kinder. Ausgabe K I. 8. Auflage. Braunschweig und Hamburg, Georg Westermann 1926. 8°. Titel, VIII, 104 S. mit farbigen Illustrationen von Eugen Osswald. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Vgl. Bilderwelt 1962. May-Schweitzer 103 (mit 3 Abb.). Müller 82. Ries 762, 24. Waldschmidt 90 (mit Abb. S. 51). – „Die „Hansa-Fibel“ ist ein Meilenstein deutscher Fibelgeschichte. Sie ist Vorbild für eine Vielzahl anderer Fibeln geworden. Sie hat Figuren, Typen, Motive und Szenen geschaffen, die immer wieder aufgegriffen und variiert worden sind. Die Fibel spiegelt die aufgeklärte und psychologisch bewußte und geschulte Pädagogik der zwanziger Jahre wieder. Ursprünglich für die Hamburger Schulen konzipiert fand sie in ganz Deutschland Verbreitung und Nachahmung“ (May-Schweitzer). – „Nach Zimmermann soll die Fibel sowohl für den Synthetiker als auch den Analytiker zu gebrauchen sein. Der letzte möge die ersten Seiten überschlagen… Daß die Bilder nicht nur der Lautvermittlung dienen sollen, sondern auch den Kindern Spaß und Freude machen werden, sieht man ihnen an“ (Havekost-Klattenhoff C-22). – Sehr gutes Exemplar der berühmten Fibel. Schlagwörter: Fibeln, Hamburg, Schul- und Lehrbücher |
60,-- | ![]() |
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| Faller, Lies. Our tiny darlings ! A picture-book for children. Karlsruhe, Kunstdruckerei Künstlerbund o. J. (1948). 4°. [14] Bl. mit farb. illustr. Titel und 11 ganzs. farb. Illustrationen von Leo Faller. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Picture-Book Nr.1).
Vgl. Muck II, 6662 und Slg. Kling 64 (beide deutsche Ausgabe mit dem Titel: „Vogel, Katze, Käfer, Kind!“). – Sehr seltene englische Ausgabe für die Kinder der US-Armee, die bis 1995 in fünf Kasernen in Karlsruhe und Ettlingen betrieb. – „Die Vermenschlichung der Tierwelt nimmt hier eine Zwischenstellung zwischen Jugendstil und Comic ein. Sie erinnert teilweise an „Lurchis Abenteuer“, die späteren Werbehefte der Schuh-Firma Salamander.“ (V. Haase in Slg. Kling). Text in Schreibschrift. – Kanten und Deckel etwas berieben, papierbedingt leicht gebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Karlsruhe, Kunstdruckerei Künstlerbund |
70,-- | ![]() |
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| Album (Deckeltitel). Ohne Ort, Druck und Jahr (Mulhouse, Engelmann um 1860). Quer-4° (22 x 32 cm.). 20 handkol. lithogr. Tafeln. Orig.-Pappband mit goldgepr. Deckeltitel und Deckelvergoldung.
Bilder-Album ohne Text mit 20 Genre- und Kinderszenen: Bärenjagd, raufende Jungen, kleiner Junge welcher einen schlafenden Wanderer bestehlen will, drei Schiffbrüchige, Kückenszene, Marktszene, Schulszene, Großmutter mit ABC-Buch etc. – Mit einem Etikett der Elsässer Lithographie-Anstalt Engelmann Père & Fils. Der Zeichner und Lithograph Godefroy Engelmann (1788-1839) erhielt am 31. August 1837 zusammen mit seinem Sohn Jean ein zehnjähriges Patent für „ein neues lithografisches Farbdruckverfahren“, das sie „lithocolore impression“ und bald darauf „chromolithographie“ nannten. – Rücken mit Fehlstellen, Kanten berieben, vorderes Innengelenk angeplatzt und unsachgemäss geklebt, sonst gut erhalten. |
250,-- | ![]() |
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| Florian, (Jean-Pierre Claris) de. Fables. Illustrustrée par J(ean) I(gnace) (Isidore) Grandville. Suivies de Tobie et de Ruth. Poemes tirés de l’écriture Sainte et précédées d’une notice sur la vie et les ouvrages de Florian par P. J. Stahl (d. i. Pierre Jules Hetzel). Paris, J.-J. Dubochet et Cie. 1842. Gr.-8° (24 x 15,5 cm.). XX, 292 S. mit gestoch. Frontispiz, 79 Holzstich-Tafeln und zahlr. Holzstiche im Text. Schwarzer Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantiker-Vergoldung.
Bodemann 301.1. Carteret III, 238. Sander 268. Vicaire III, 746. – Erste von Grandville illustrierte Ausgabe. – Fünf Teile mit jeweils 22 Fabeln. – „Als Fabelillustrationen Tier-Mensch-Karikaturen wie zu den Fabeln La Fontaines (Paris 1838). Gelegendlich die eigene Vorstellung Grandvilles von der Moral als ‚Bild im Bild‘, etwa als Fenstermotiv oder Gemälde mit der übertragenen Fabelsituation im Hintergrund“ (W. Metzner in Bodemann). – Nur vereinzelt leicht braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
160,-- | ![]() |
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| Musäus, J(ohann) (Karl) A(ugust). Volksmährchen der Deutschen. Mit einem Vorwort von Friedrich Jacobs. Neue Auflage. 5 Teile in 1 Band. Gotha, Ettingersche Buchhandlung 1838. Kl.-8° (14,5 x 11,5 cm.). Mit 5 gestoch. Titelvignetten. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und goldgepr. Supralibros „The Society of Writers to the Signet“.
Goedeke IV 1, 580, 5. LKJ II, 523 ff. – Dritte Auflage der zuerst 1782 bis 1786 erschienenen Kunstmärchen. Jeder Band mit gestoch. Titelblatt mit reizvollen Vignetten. – „M. hat in seiner Sammlung Märchen, Sagen der Geschichte und Lokalsagen, Legenden, Wunder- und Spukgeschichten nebeneinander gestellt und ihre Motive unbedenklich verknüpft. Er gewann die Stoffe aus mündlicher Überlieferung, aus alten Chroniken, altdeutschen Mythen und zeitgenössischen, vor allem aus Frankreich kommenden Feenmärchen und Sagen“ (M. Dierks in LKJ). – Gelenke etwas angeplatzt, Deckel und Kanten geringfügig berieben, gutes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar aus der Bibliothek der schottischen Juristen-Vereinigung The Society of Writers to His Majesty’s Signet (gegründet 1594 in Edinburgh). Schlagwörter: Märchen u. Sagen |
240,-- | ![]() |
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| Widmann, Willy. Hänschen, Lieschen, Fritz, die Mieze und der Spitz (Deckeltitel). Ein Bilderbuch für unsere Kleinen. Stuttgart, Gustav Weise o. J. (1911). Quer-8°. Leporello, 14 (statt 16) farblithogr. Tafeln (inkl. Titel) von Josef Böhm auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 948).
Klotz 8225/3. Ries 441, 3. – Erste Ausgabe. – Seltenes Kleinkinder-Bilderbuch mit zeittypischen Illustrationen im Caspari-Stil auf graubraunem Hintergrund. Titel in deutscher Schreibschrift. – Der böhmische Dekorationsmaler, Illustrator und Kunstgewerbler J. Böhm (geb. 1877) lebte in Stuttgart, später in Wien und seit 1920 in der Tschechoslowakei. – Das innengelenk der letzten Tafel alt mit schwarzem Leinenstreifen restauriert, 2 Tafeln am Schluß fehlen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher, Leporello, Weise |
50,-- | ![]() |
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| Musäus, (Johann Karl August). Rübezahl, der Herr des Riesengebirges. Deutsche Volkssagen von Musaeus. Bearbeitet von Hans Fraungruber. Bilderschmuck von Hans Schwaiger und Jos(ef) J. Loukota. Wien und Leipzig, Gerlach & Wiedling o. J. (1907). Kl.-8°. 118 S., [1] Bl. mit 82 teils farb. u. ganzs. Illustrationen. Illustr. Orig.-Leinenband. (Gerlach’s Jugendbücherei, Band 18).
Heller 18. Nebehay, Gerlach 18. Ries 696, 1 u. 876, 1. – Erste Ausgabe. – Zeitgenöss. Widmung gegenüber dem Titelblatt, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Jugendstil, Märchen u. Sagen, Rübezahl |
70,-- | ![]() |
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| Jäde, Heinrich. Hans Hänschen, das etwas werden wollte. Ein Büchlein für kleine Kinder. Mit Bildern von Leopold Venus und Rudolf Geißler. 4. Auflage. Glogau, Carl Flemming o. J. (1886). Gr.-8° (25 x 17,5 cm.). Titelblatt, 20 chromolithogr. Tafeln mit eingedruckten Versen, [2] Bl. Orig.-Halbleinenband mit farb. Deckelbild.
Ries 940, 14. Wegehaupt II, 1697 (3. Auflage von 1880) . – Zuerst 1853 erschienenes Bilderbuch mit dekorativen Berufs-Darstellungen (Fischer, Hufschmied, Schmied, Müller, Bergmann, Bauer, Bäcker, Metzger, Zimmermann, Schneider, Soldat etc.). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Berufe |
100,-- | ![]() |
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| Diek, Charles (Hrsg.). Schweinchen-Schlachten, Würstchen-Machen, quiek, quiek, quiek. Lustige Kleinkinderreime für Mutter und Kind. Mit Bildern von Else Wenz-Vietor. Oldenburg i.O., Gerhard Stalling o. J. (1921). Quer-4°. [8] Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag. (Stalling-Bilderbuch, Band 19).
Bilderwelt 638. Liebert, Stalling 19. – Erste Ausgabe. – „Das Buch mit dem etwas grausigen Titel war merkwürdigerweise einer der größten Erfolge unter den Stalling-Bilderbüchern, 1970 war das 132. Taus. lieferbar, und selbst 1977 erschien noch einmal eine Sonderausgabe“ (K. Flemming in Bilderwelt). – Sehr schönes sauberes Exemplar mit dem seltenen Schutzumschlag (dieser mit geringen Randläsuren). |
70,-- | ![]() |
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| Durian, Wolf (d. i. Walter Wolfgang Bechtle). Kai aus der Kiste. Eine ganz unglaubliche Geschichte. Berlin, Williams Verlag (1948). 4°. 32 S., [1] Bl. mit Illustrationen von Horst Lemke. Farbig illustr. Halbleinenband mit Deckelschild. (Williams Jugendhefte, Band 1).
Slg. Brüggemann I, 198. Flechtmann 74. Klotz 1163/12. Kümmerling/Meibauer, Klassiker I, 307. LKJ I, 332. – Erste Nachkriegsausgabe. – „Kai aus der Kiste ist eines der wenigen wirklich modernen Kinderbücher der 20er Jahre und erweist sich als Kinderbuch im Stil der ‚Neuen Sachlichkeit‘“ (Kümmerling/Meibauer). – „Helga Karrenbrock, die sich mit diesem Buch ausführlich auseinandersetzt, stellt Kästners ‚Emil‘ als Musterknabe dem Straßenjungen ‚Kai‘ gegenüber und resümiert: Vergleicht man diese beiden modernen Kinderbestseller aus der Stabilisierungsphase der Weimarer Republik, liest sich ‚Emil‘ wie eine demokratische Antwort auf die anarchische Handlung von ‚Kai‘“ (T. Brüggemann, Williams Verlag S. 254). – Papierbedingt wie immer etwas gebräunt, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Schmidt |
70,-- | ![]() |
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| Hofmann, Emil. Meine liebe kleine Puppe. Ein neues Bilderbuch. Mit 14 Buntbildern von M(arianne) Frimberger. Unzerreisbare Ausgabe. Stuttgart, Loewes Verlag Ferdinand Carl o. J. (1913). Quer-4° (24,8 x 23,5 cm.). [28] S. mit 14 chromolithographierten Tafeln auf Karton. Farbig illustr. Halbleinenband. (Verlags-Nr. 821).
Slg. Cotsen I, 4891. Klotz 2812/25. Ries 533, 6. Vgl. Bilderwelt 549. – Seltenes Jugendstil-Bilderbuch; erschien im selben Jahr auch mit Noten unter dem Titel ‚Lieder, die ich meiner Puppe singe‘ mit Versen von Tonina Gerstner-Starnfeld. – „Die farbenprächtigen Bilder von Marianne Frimberger erscheinen besonders reizvoll durch die präzise Darstellung von Interieur-Szenen: Hier wird das Mobiliar und die Mode der Wiener Stilkunst um 1900 in typischen Beispielen vorgestellt“ (F.C. Heller in Bilderwelt). – Rücken mit alt dunkelgrünem Leinenstreifen überklebt, Innengelenk vor der Tafel zu „In der Küche“ mit Leinenstreifen fixiert, Blattränder etwas angestaubt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Jugendstil, Puppenbilderbücher, Wien |
280,-- | ![]() |
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| Steinkamp, Maria. Petz spiel mit mir! Lustige Bärengeschichten. Bilder von Kaete Steinkamp. Duisburg, Steinkamp o. J. (um 1920). 4°. [9] Bl. mit illustr. Titel, 8 ganzs. farblithogr. Illustrationen, illustr. Textbordüren und Schlußvignette. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 734).
Bunk, Steinkamp-Verlag S. 67 (mit Abb.). – Seltenes Bilderbuch mit farbenfrohen Spielzeugdarstellungen. Titelblatt in Sütterlin-Schrift. Im Buch „Petz, spiel mit mir! Lustige Barengeschichten” wird laut Verlagswerbung „des Kindes Lieblingsspielzeug, der Teddybär in lustigen, farbenfrohen Bildern von Kaete Steinkamp dargestellt. Unerschöpfliche Freude gibt gerade dieses Buch den 2-4 jährigen, die in allem, was sie hier sehen, ihre Spielsachen und ihre eigene Umgebung erkennen. Maria Steinkamps Verse, umrahmt von munteren Zeichnungen, sowie farbige Vorsatzblatter ergänzen die Bilder in fröhlicher, den Kindern so leicht verständlicher Weise“.“ (Dieter Bunk). – Kaete Steinkamp, die 1895 geborene Tochter von Otto Steinkamp, hat nach Studien an den Kunstgewerbeschulen in Düsseldorf und München bei Emil Orlik in Berlin studiert. – „Nach den Arbeiten im väterlichen Verlag hat sie Wettbewerbe für Kunst am Bau gewonnen und besonders gerne Aquarelle, Monotypien und Collagen erstellt. Zwei Jahre nach ihrem Tod organisierte das Duisburger Lehmbruck Museum 1974 eine Gedächtnisausstellung mit über 40 Collagen, Aquarellen und Scherenschnitten“ (H.-D. Bunk in „Zur Geschichte des Steinkamp Verlags“, anlässlich der Ausstellung zur Ruhr Antiquaria 2010). – Deckel im Rand etwas fleckig, Innengelenke stellenweise angeplatzt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Bären, Spielzeug |
160,-- | ![]() |
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| Doderer, Klaus und Helmut Müller (Hrsg.). Das Bilderbuch. Geschichte und Entwicklung des Bilderbuchs in Deutschland von den Anfängen bis zur Gegenwart. Weinheim, Basel, Beltz (1973). Gr.-8°. VIII, 542 S., 1 Bl. mit 248 teils farb. Abbildungen. Orig.-Leinenband.
Gesuchtes Standardwerk. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Bibliographie, Bibliography, Bilderbuch |
50,-- | ![]() |
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| Ries, Hans. Illustration und Illustratoren des Kinder- und Jugendbuchs im deutschsprachigen Raum 1871 – 1914. Das Bildangebot der Wilhelmischen Zeit. Geschichte und Ästhetik der Original- und Drucktechniken. Internationales Lexikon der Illustratoren, Bibliographie ihrer Arbeiten in deutschsprachigen Büchern und Zeitschriften, auf Bilderbogen und Wandtafeln. Osnabrück, H. Th. Wenner (1992). Gr.-8°. 1067 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Sehr gutes Exemplar des unverzichtbaren Standardwerks. Schlagwörter: Bibliographie, Bibliography, Illustration, Illustrator, Jugendliteratur, Kinderliteratur, Kunst |
160,-- | ![]() |
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| Rühle, Reiner. „Böse Kinder“. Kommentierte Bibliographie von Struwwelpetriaden und Max-und-Moritziaden mit biographischen Daten zu Verfassern und Illustratoren. (Band I). Osnabrück, H. Th. Wenner (1999). Gr.-8°. 735 S. mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Leinenband. (Bibliographien des Antiquariats H. Th. Wenner, Band 4).
Neuwertiges Exemplar des Standardwerks. Schlagwörter: Bibliographie, Bibliography, Der Struwwelpeter (Hoffmann), Max und Moritz (Busch), Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade |
140,-- | ![]() |
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| Seebaß, Adolf. Alte Kinderbücher und Jugendschriften I. und II. – Livres de l’enfance I. et II. – Children’s books I. and II. Katalog 636 und 818. (Nachdruck der Ausgaben Basel 1955 und 1983). 2 Teile in 1 Band. Mansfield, M. Martino o. J. (1996). 8°. 239, (1) S. und 16 Tafeln; 424 S. und 24 Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückenschild.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Antiquariatskataloge, Bibliographie |
60,-- | ![]() |
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| Andersen, (Hans Christian). Märchen. Schattenbilder von Johanna Beckmann. Charlottenburg, Max Teschner (1909). 8°. 237, (3) S. mit Illustrationen nach Scherenschnitten. Illustr. Orig.-Leinenband.
Klotz, Bilderbücher I, 323/9. LKJ IV, 46. Ries 419, 6. Weber, Schwarze Kunst im Buch S. 16 ff. – Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – „Zum ersten Male sind Andersens Märchen durch Schattenbilder illustriert. Die Herausgeber meinen, daß dadurch der zarte, duftige Charakter der Andersenschen Märchenpoesie besonders gut zum Ausdruck gebracht wird“ (Vorwort). – „Weniger (mystisch) versponnen zeigt sich J. Beckmann (1868-1941) in ihren Silhouetten zu verschiedenen Märchenausgaben, an deren Auswahl und sprachlicher Umarbeitung sie selbst mitgewirkt hat“ (H. Müller in LKJ). – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Märchen u. Sagen, Schattenbilder, Scherenschnitt, Scherenschnitte, Silhouetten |
120,-- | ![]() |
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| Morgenstern, Christian. Hasenbuch. Wiesbaden, Insel Verlag (1960). Quer-Kl.-8°. [18] Bl. mit 16 Farbtafeln von K. F. Edmund v. Freyhold. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit Rücken- und Deckelschild. (Insel-Bücherei Nr. 707).
Vgl. Doderer/Müller 679. – Einzige Auflage. Neuausgabe des zuerst 1908 unter dem Titel „Osterbuch“ erschienenen Künstler-Bilderbuchs. – „Freyholds Bilderbücher sind, trotz ihrer kompositorischen und mitunter farblichen Abhängigkeit vom Hoferschen Vorbild, Marksteine in der frühen Entwicklung des Bilderbuches des 20. Jhdts.; auch sie wirken heute noch moderner als manches Bilderbuch der heutigen Zeit“ (Doderer-Müller, S. 252). – Exlibris-Stempel, gutes Exemplar. Schlagwörter: Hasen, Insel, Inselbücherei, Künstlerbilderbücher |
50,-- | ![]() |
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| Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. De badische Schdruwwelpeder. Ins Badische übertragen von Charlotte Eggarter. Herausgegeben von Martin Riegger und Ulrich Wiedmann. Karlsruhe, Rieger (1994). 4°. 30 S. mit farb. Illustrationen auf Karton. Farbig illustr. OHLn.
Mit einem Nachwort von Ulrich Wiedmann. – C. Eggarter war eine bekannte Durlacher Mundartdichterin. 1989 erhielt sie den ersten Preis im Mundartwettbewerb des Landes Nordbaden. Der Text ist nicht über″setzt“ im strengen Sinne des Wortes, sondern über″tragen“, indem manche Stellen behutsam aktualisiert wurden. Die Illustrationen sind eine Faksimile-Wiedergabe des Ur-Struwwelpeter. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Badenia, Struwwelpeter(iaden) |
40,-- | ![]() |
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| Holst, Adolf. Lustiges Kleinkinderbuch. (Bilder) von Gertrud Caspari. Mit Versen von Adolf Holst. 4. Auflage, 19. – 24. Tausend. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (ca. 1909). Quer-8° (21,5 x 27,5 cm.). [24] S. mit farblithogr. Illustrationen auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Blaume, Holst 4. Slg. Cotsen 4951 und 7896 (amerik. Ausgabe von 1911). Goebels III, 208. Klotz 2869/89. LKJ I, 247 und 566. Neubert 6.1.7. Ries 464, 7. Stuck-Villa II, 151. – Eines der erfolgreichsten Bilderbücher der berühmten Kinderbuch-Künstlerin. Erschien zuerst 1907 in verschiedener Ausstattung (als Leporello, auf Papier und auf starkem Karton wie hier). – Texte in deutscher Schreibschrift. – „Das „Lustige Kleinkinderbuch“ ist für Vorschulkinder bzw. für Leseanfänger gedacht. Die Bilder sind wie „gemalte Postkarten“. Gertrud Caspari stellt ihre scharf konturierten Figuren, ohne perspektivische Zutaten, flächig ausgemalt vor einen hellbraun getönten Hintergrund. Diese Art zu malen trug der Künstlerin gelegentlich den Vorwurf ein, ihre Illustrationen zu schablonisieren. Die erwachsenen Käufer und zumal die Kinder sahen die Sache anders, wie die erreichten Auflagen zeigen. Das Kind entdeckte in den farbbunten und unmittelbar nachzuvollziehenden Bildszenen seine Umwelt die nähere und die weitere – mit Haustieren, Schornsteinfeger, Auto und Eisenbahn, Bär und Elefant, mit der Großmutter und anderen ihm vertrauten Gestalten. Adolf Holsts schlichte Reime waren zum Vorlesen geeignet – und eines Tages auch zum Selberlesen in der erlernten Schreibschrift“ (Hubert Göbels). – Kanten und Deckel im Rand berieben, Deckel angestaubt, sonst gutes Exemplar der seltenen „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher |
120,-- | ![]() |
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| Rohr, Karl. Jumbo. Eine lustige Elefanten-Geschichte mit Bildern und Reimen. Esslingen u. Mchn., Schreiber o.J. (um 1950). 4°. [9] Bl. mit 16 (8 farb.) halbs. Illustrationen. Farbig illustr., teils geprägter Orig.-Pappband in Form eines Elefanten ausgestanzt. (Verlags-Nr. 0198).
Vgl. Hoppensack 97 a u. b und Klotz, Bilderbücher 4712/13 (beide erste Ausgabe von 1927) . – Nachkriegsausgabe dieses humorvoll illustrierten Umriß-Bilderbuchs. – Rücken und Kanten geringfügig berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Schreiber, Umriß-Bilderbücher |
50,-- | ![]() |
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| Holst, Adolf. König ist unser Kind! (Bilder) von Gertrud Caspari. (Deckeltitel). 18.-22. Aufl. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (um 1915). Quer-8° (19 x 23,5 cm.). 16 farb. Tafeln (Autotypien) mit eingedr. Versen in Sütterlin-Schrift auf starkem Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 7 P).
Blaume, Holst 13. Klotz 2869/91. LKJ I, 247 (mit Abb.) und 566. Neubert, Caspari 14.1.2. Ries 464, 15 und S. 363. Vgl. Bilderwelt 2007 (24. Aufl.). – Frühe Ausgabe eines der erfolgreichsten von Holst und Caspari gemeinsam bearbeiteten Bilderbücher. – Mit typischen Illustrationen der bekannten Bilderbuch-Künstlerin auf hellgrauem Hintergrund und blau gedruckten Versen in deutscher Schreibschrift. – „Die Künstlerin zeichnete die Umwelt des Kindes in auffälligen, leuchtenden Grundfarben. Die Konturen der Gegenstände wurden aber – im Gegensatz zur Malweise – mit kräftigen Linien hervorgehoben“ (G. Rabenstein in LKJ). – Deckel im Rand berieben, sonst gutes Exemplar der „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher, Sütterlin-Schrift |
120,-- | ![]() |
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| Bilderbogen, Anschauungs-Tafeln. Ohne, Ort, Druck und Jahr (um 1870). Quer-4° (28,5 x 36,5 cm.). 26 farblithographierte Tafeln, beidseitig auf Karton aufgezogen. Moderne Flügelmappe mit farblithgr. Deckelbild (Vögel).
Dekorative farbig lithographierte Anschauungs-Bilder mit dreizehn Berufsdarstellungen (Maurer, Zimmermann, Landwirt, HufschmiedSchneider, Tischler etc.) und Kinderszenen (Besuch im Zoo und auf dem Jahrmarkt und Kinder beim Spielen) sowie Tiere. – 6 Tafeln sporfleckig, 1 Tafel (Maultier) am linken Rand mit Abriebstellen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Berufe, Bilderbogen |
240,-- | ![]() |
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| Gumpert, Thekla v. (d. i. Thekla von Schober, Hrsg.). Töchter-Album. Unterhaltungen im häuslichen Kreise zur Bildung des Verstandes und Gemüthes der heranwachsenden weiblichen Jugend. Zweiter Band. Glogau, Carl Flemming o. J. (1856). Gr.-8°. VII, 574 S., [1] Bl. mit lithogr. Portrait-Frontispiz, lithogr. illustr. hellblau lavierter Titel und 29 lithogr. Tafeln von (Hugo) Bürkner und H(ermann) Wagner. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Bilderwelt 1290. HKJL IV, 910. Hobrecker, Braunschweig 7848. LKJ I, 512 und III, 544 f. Seebaß II, 2053. Wegehaupt IV, 2737. – Seltener zweiter Jahrgang des, neben dem „Herzblättchen“ erfolgreichsten Mädchen-Jahrbuchs des 19. Jahrhunderts. – „Absicht der Herausgeberin und Inhalt lassen sich aus dem Motto ablesen, welches sich auf den hübsch lithographierten Titeln findet: „Willst du erfüllen die Pflichten, zu welchen Dich rufet Dein Dasein, Sei die Maria im Geist, sei in der Thätig keit Martha!“. Der Inhalt setzt sich aus Erzählungen, Biographien, geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Schilderungen, naturwissenschaftlichen Artikeln, Anleitungen zu Beschäftigungen usw. zusammen. Die Illustrationen sind oft bemerkenswert“ (A. Seebaß). – Rücken etwas berieben, durchgehend teils stärker braunfleckig, noch gutes Exemplar. Schlagwörter: Jahrbücher, Mädchenbücher |
120,-- | ![]() |
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| Gumpert, Thekla v. (d. i. Thekla von Schober, Hrsg.). Töchter-Album. Unterhaltungen im häuslichen Kreise zur Bildung des Verstandes und Gemüthes der heranwachsenden weiblichen Jugend. Erster Band. Glogau, Carl Flemming o. J. (1855). Gr.-8°. [3] Bl., 599, (1) S. mit 30 lithogr. Tafeln, davon 14 mit Tonplatte von (Hugo) Bürkner, Alfred Hindorf und H(ermann) Wagner. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Bilderwelt 1289. Slg. Brüggemann I, 829. HKJL IV, 910. Hobrecker 129. LKJ I, 512 und III, 544 f. Seebaß II, 2053. Wegehaupt IV, 2737. – Seltener erster Jahrgang des, neben dem „Herzblättchen“ erfolgreichsten Mädchen-Jahrbuchs des 19. Jahrhunderts. – „Erster Band des – ursprünglich als Zeitschrift veröffentlichten Jahrbuchs, das bis 1930 regelmäßig erschien und danach unter dem Titel „Mädeljahr“ noch einige Jahre fortgeführt wurde. Zur Herausgeberin Thekla von Gumpert, zugleich Verfasserin vieler Beiträge, hauptsächlich Erzählungen, vgl. M. Dahrendorf in Lexikon KJL 1, S, 512 f., wo gegenüber ihrem Werk wegen seines Mangels an literarischer Qualität und seiner restaurativen Erziehungsintentionen (so Dahrendorf) ein kritischer Standpunkt eingenommen wird. Die seit Wolgast (1896) vorherrschenden z. T. kraß ablehnenden Stellungnahmen werden in einem weiteren Artikel im Lexikon KJL III, S. 544 f. ausführlicher referiert. Eine eingehende Würdigung dieses im Geschmack seiner Zeit anspruchsvoll ausgestatteten und beim Bürgertum der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr beliebten Jahrbuchs unternimmt Roswitha Budeus-Budde in ihrer Untersuchung: Das „Töchter-Album“ von Thekla von Gumpert. Phil. Diss. Innsbruck 1984“ (T. Brüggemann). – Durchgehend etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Jahrbücher, Mädchenbücher |
140,-- | ![]() |
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| Meggendorfer, Lothar. Schau mich an! Ein Ziehbilderbuch. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (ca. 1899). Quer-4° (26,5 x 36 cm.). [9] Bl. mit 8 farblithogr. Tafeln mit beweglichen Teilen und Ziehmechanismus sowie einigen Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 105).
Bilderwelt 2053. Hauswedell 832. Katzenheim 284 ff. Krahé 119 (mit farb. Abb. S. 43, 130 und 146). Klotz, Bilderbücher 3678/131. LKJ II,460. Ries 711, 49. Wegehaupt IV, 1442. – Erschien zuerst 1888. Die Verlagsanzeige auf der Rückseite der letzten Tafel ausschließlich mit Werbung für Meggendorfer-Titel, darunter auch das 1898 erschienene Ziehbilderbuch „Prinz Liliput“. – Eines der bekanntesten Ziehbilderbücher Meggendorfers. Mit den Ziehbildern: St. Nikolaus kommt. – Das Duett. – Die Zimmerleute. – Der störrische Esel. – In der Kinderstube. – Beim Friseur. – Hausmusik. – Der gefoppte Ami. Die letzte Tafel und die Verlagswerbung ist in späteren Auflagen nicht mehr vorhanden. – „In den Ziehbildern dieses Buches präsentiert Meggendorfer eine besonders ausgeklügelte Mechanik, so zum Beispiel in dem Bild von Kru und Kra (Abbildung, siehe Krahé S. 130). Die Bewegungsabläufe der beiden Akteure sind genau aufeinander abgestimmt. Während Kru auf seiner Ziehharmonika spielt, begleitet ihn Kra auf der Gitarre. Nicht nur die Arme, sondern auch die Mundpartien sind beweglich, so daß der Eindruck eines Wechselgesanges entsteht“ (S. Blöcker in Bilderwelt). – Einband etwas berieben und leicht fleckig, das Nikolausbild mit 2 geschlossenen Randeinrissen, im Blattrand und die Ziehstreifen etwas fingerfleckig, sehr gutes und voll funktionsfähiges Exemplar. Schlagwörter: Movable books, Spielbilderbücher |
1.600,-- | ![]() |
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| Hoffmann, Heinrich. „Struwwelpeter-Hoffmann“ erzählt aus seinem Leben. Lebenserinnerungen. Herausgegeben von Eduard Hessenberg. Frankfurt am Main, Englert und Schlosser 1926. 4°. [4] Bl., 231, (1) S. mit 8 (2 farbigen) Tafeln. Illustr. Orig.-Leinenband. (Frankfurter Lebensbilder. Band IX).
Erste Ausgabe. – Wichtiges Quellenwerk. Der Herausgeber war der Enkel Hoffmanns. – Schönes Exlibris, zeitgenöss. Widmung auf dem Titelblatt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Englert u. Schlosser, Struwwelpeter(iaden) |
50,-- | ![]() |
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| Rowling, J(oanne) K. Harry Potter. Illustrations by Mary GrandPré. Mischauflage. 7 Bände. New York, Arthur A. Levine Books 1998-2007. Gr.-8° (23,5 x 16 cm.). Orig.-Halbleinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und farbig illustr. Schutzumschlägen.
Frühe Auflagen der schön ausgestatteten amerikanischen Ausgabe. – I. Harry Potter and the sorcerer’s stone. (4. Druck der ersten Auflage, 1998). – II. Harry Potter and the Chamber of Secrets. (4. Druck der ersten Auflage, 1999). – III. Harry Potter and the Prisoner of Azkaban. (4. Druck der ersten Auflage, 1999). – IV. Harry Potter and the Goblet of Fire. (4. Druck der ersten Auflage, 2000). – V. Harry Potter and the Order of the Phoenix. (7. Druck der ersten Auflage, 2003). – VI. Harry Potter and the Half-Blood Prince. (9. Druck der ersten Auflage, 2005). – VII. Harry Potter and the Deathly Hallows. (11. Druck der ersten Auflage, 2007). – „GrandPré’s work on the Harry Potter novel series came when David Saylor of Scholastic contacted her. Though GrandPré initially declined the assignment due to her schedule, he eventually convinced her to take it. GrandPré says, „By the time I was working on Book 3, we knew we were dealing with something very special.“ GrandPré illustrated all of the American editions of the Harry Potter novels. She was one of the few people who were able to read the Harry Potter books before they were released to the general public. When she received each new book, she read the story through once, highlighting descriptions that she felt would do well as an illustration. She then created various sketches as ideas for the cover and chapter art before sending her favorites to the editors to decide which should appear in the final publication. GrandPré devises her images after reading the manuscripts for the books, and does not collaborate with or receive input from J.K. Rowling, although the two have met. Her artwork for the final novel in the series, Harry Potter and the Deathly Hallows, was created using pastels on toned printmaking paper, while the chapter headings were black-and-white charcoal drawings“ (Wikipedia). – Alle Bände in sehr gutem Zustand. Schlagwörter: Magic |
180,-- | ![]() |
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| Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. Der Struwwelpeter. Lustige Geschichten und drollige Bilder. 51.-70. Tausend. München, Lukas Cranach Verlag (1957). 4°. 28 S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Rühle 75 (Anm.). Vgl. Klotz 2780/35 (Ausgabe von 1948). – Die erste Ausgabe erschien 1948 bei Federmann in München. – „Der Hintergrund der Einbandillustration wirkt auf Grund des Rasterdrucks wie punktiert… Man kann kaum davon ausgehen, daß der Federmann-Verlag, 1946 als einer der vielen neuen Nachkriegsverlage gegründet, nach einem Zeitraum von 5 Monaten (die 1. Aufl. erschien im Nov. 1948) erneut eine derart hohe Auflage herausgegeben und mit der Auflagenangabe wieder von vorne begonnen hat. Höchstwahrscheinlich handelt es sich insgesamt nur um eine Auflage von 50000, deren spätere Bindequoten einen aktualisierten bzw. leicht veränderten Druckvermerk erhielten“ (R. Rühle). – Schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Federmann, Struwwelpeter(iaden) |
50,-- | ![]() |
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| Kinderfreuden. Festgabe für die Schülerinnen und ihre Freunde zur freundlichen Erinnerung an die Einweihung des neuen Töchterschul-Gebäudes in Zürich am 7. April 1853. Zürich, Orell, Füßli und Comp. 1853. Quer-8° (16,5 x 25,5 cm.). VIII S., 15 S. mit Mit 8 ganzseitigen Kreidelithographien von Johann Conrad Werdmüller, 6 Federlithographien auf 2 Blättern und 1 Holzstich-Illustration im Text. Typogr. Orig.-Kartonumschlag.
Hauswedell 703. Seebaß I,1033 und II, 1010. Weilenmann 1622. – Erste und wohl einzige Ausgabe. – „Einem Prolog folgen Gedichte, kurze Theaterszenen und Charaden in Versen sowie ein Versmärchen. Ausser einem sind alle Texte in Zürcher Mundart verfasst, wobei jeder Beitrag mit einem ganzseitigen Bild illustriert ist“ (C. Weilenmann). – Umschlag angestaubt und fingerfleckig, Textteil etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Schweizer Kinderbücher |
160,-- | ![]() |
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