Kinder- und Jugendbücher / Märchen und Sagen / Volksbücher
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| May, Karl. Saiwa tjalem. Erstdruck in: Vom Fels zum Meer. Spemmans Illustrirte Zeitschrift für das Deutsche Haus. Zweiter Band (April 1883 bis September 1883), Seite 1-17. Stuttgart, W. Spemann 1883. Gr.-8°. IV, 692 S. mit Illustrationen in Holzstich. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Plaul 166. – Die Erzählung erschien später in dem Sammelband „Auf fremden Pfaden“ (Plaul 294 A und 548 A). – Einband etwas berieben, durchgehend etwas gebräunt und vereinzelt braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Abenteuer, Zeitschriften |
40,-- | ![]() |
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| Tolkien, J(ohn) R(onald) R(euel). Der Herr der Ringe. (Die Gefährten; Die zwei Türme; Die Rückkehr des Königs). Aus dem Englischen übersetzt von Margaret Carroux. (Gedichtübertragungen von E. M. v. Freymann). 2. Auflage. 3 Teile in 1 Band. Stuttgart, Klett-Cotta (1992). Gr.-8°. 1177 S. mit zahlr. farb. Abb. auf Tafeln und 2 beiligenden gefalteten Karten. Weinroter Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.
Dünndruck-Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Dünndruck-Ausgaben |
50,-- | ![]() |
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| Andersen, Hans Christian. Sämtliche Märchen. (Vollständige Ausgabe in zwei Bänden, aus dem Dänischen übertragen von Thyra Dohrenburg, herausgegeben und mit einem Nachwort und Anmerkungen versehen von Erling Nielsen, mit den Illustrationen von Vilhelm Pedersen und Lorenz Frolich). 2 Bände. München, Winkler Verlag (1959). 776 S., [2] Bl.; 785, (1) S. mit zahlr. Illustrationen. Graublaue Orig.-Lederbände mit goldgepr. Rückentiteln, Linienvergoldung, Deckel-Signaturen und Kopfgoldschnitt.
Dünndruck-Ausgabe. – Stempel auf dem Vorsatz, Rücken teils etwas berieben, gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe. Schlagwörter: Dünndruck-Ausgaben, Gesamtausgaben, Märchen u. Sagen |
80,-- | ![]() |
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| Frerichs, Gisela Knibberling und andere kleine Geschichten aus aller Welt (Deckeltitel). Geschichten aus aller Welt (Haupttitel). Zeichnungen von Else Koch. Berlin, Felguth-Verlag (1946). 4°. 24 S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag. (Buntes Kinderland).
Doderer-Müller 1114. Liebert, Fehlguth 4. Mück II, 3447. Weismann S. 139. – Erste Ausgabe, selten wie alle Kinderbücher des Felguth-Verlags. – Mit sechs kleinen Geschichten, darunter zwei Struwwelpeteriaden: „Naschkatrin“ und „Der allzu große Mund“. – In der Geschichte „Naschkatrin“ isst Katrin ihrem kleinen Bruder das Brot weg, daß sie beim Bäcker holen soll. Sie erklärt ihrer Mutter „der Bäcker hat heut kein Brot“. In der Geschichte „Der allzu große Mund“ sammelt ein Junge mit dem Teufel Pfefferkörner und als er sich weigert eine scharf gewürzte Suppe von dessen Großmutter zu essen wird er vom Teufel dazu gezwungen. „‚Pfui Teufel!‘ schrie der Junge, ‚diesen Höllenfraß soll ich essen?‘ … Wißt ihr, was das merkwürdigste an der ganzen Geschichte ist? Der Junge hat nie wieder ein vorlautes Wort gesagt. Bei jeder Mahlzeit, wenn er das Pfeffer- und Salznäpfchen auf dem Tisch stehen sieht, erinnert er sich seiner Blamage beim Teufel! Jedes dumme Wort behält er schnell im Mund zurück“ (S. 24). – Die anderen Geschichten erklären den kleinen Lesern verschiedene Nutzpflanzen (Baumwolle, Kokospalme, Radischen, Dill, Kürbis u.a.) und deren Herkunft. – Sehr gut erhalten. Schlagwörter: Felguth-Verlag, Struwwelpeter(iaden) |
60,-- | ![]() |
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| Grimm (Jakob und Wilhelm). The Four Clever Brothers. The story by the Brothers Grimm. With pictures by Felix Hoffmann. London, Oxford University Press 1967. Quer-Gr.-8° (21,5 x 30 cm.). [16] Bl. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Vgl. Slg. Hürlimann 163. SBI 1011 und S. 36. Wendland, Hoffmann 56. – Erste englische Ausgabe. Die deutsche Originalausgabe erschien 1966 bei Sauerländer in Aarau. – Schönes Exemplar. Schlagwörter: Märchenbilderbücher, Schweizer Kinderbücher |
60,-- | ![]() |
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| Leyen, Ferdinand von der. Die Märchen der Weltliteratur. 10 Bände der Reihe. Mischauflage. Düsseldorf, Köln, Diederichs Verlag (1956-1976). 8°. Orig.-Lederbände mit goldgepr. Rückentiteln, Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt.
Dabei: I. Indianermärchen aus den Kordilleren. Märchen der Araukaner. Gesammelt und übertragen von Bertha Kössler-Ilg. 6.-10. Tsd. 1956. 318 S., [1] Bl. – II. Italienische Märchen. (Herausgegeben und übertragen von Walter Keller und Lisa Rüdiger. Nachwort von Walter Keller und Horst Rüdiger). 4.-10. Tsd. 1959. 393, (2) S. – III. Deutsche Märchen aus dem Donauland. (In Verbindung mit Viktor v. Geramb, J. R. Bünker, P. Romuald Pramberger, Sigfried Troll und Adolf Schullerus herausgegeben von Paul Zaunert). 11.-16. Tsd. 1958. 379, (1) S. [2] Bl. – IV. Indische Märchen. (Herausgegeben und übertragen von Johannes Hertel). 24.-27. Tsd. 1959. 421, (2) S. – V. Russische Märchen. (Übertragen von August von Löwis of Menar. Verbesserte und erweiterte Ausgabe von Reinhold Olesch). 28.-32. Tsd. 1959. 336 S., [2] Bl. – VI. Chinesische Märchen. (Aus dem Chinesischen übertragen von Richard Wilhelm). 41.-45. Tsd. 1961. 384 S., [2] Bl. – VII. Zigeunermärchen. Herausgegeben von Walther Aichele und Martin Block. 6.-11. Tsd. 1962. 387, (4) S. – VIII. Legendenmärchen aus Europa. Herausgegeben von Felix Karlinger und Bohdan Mykytiuk. 1. Auflage. 1967. 311, (1) S. – IX. Schweizer Volksmärchen. Herausgeben von Robert Wildhaber und Leza Uffer. 1. Auflage. 1971. 279, (1) S. – X. Märchen aus dem Pandschab. Aus dem Punjabi übersetzt und herausgegeben von Helmtraut Sheikh-Dilthey. 1. Auflage. 1976. – Sehr gute Exemplare der schönen Ganzlederausgabe. Schlagwörter: Anthologie, Märchen, Sage |
150,-- | ![]() |
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| Denneborg, Heinrich Maria. Das Eselchen Grisella. Mit Bildern von Horst Lemke. 78. bis 82. Tausend. Hamburg, Cecilie Dressler (1969). 8°. 140 S., [2] Bl. mit teilks ganzs. Illustrationen. Orig.-Seidenbatist-Einband.
LKJ I, 297 f. und II, 335 f. – Erschien zuerst 1955. – Eines von 400 num. Exemplaren „für die Freunde des Verlages“; von H. M. Denneborg signiert. Außerdem mit eigenhändiger Widmung und 2 signierten Postkarten des Autors für die Duisburger Bibliothekarin Irmgard Wick. – „Unter seinen fgrei erzählten Geschichten haben die Bücher „Das Eselchen Grisella“ (1955) und „Jan und das Wildpferd“ (1957) – beide verfilmt – besondere Beliebtheit erlangt. Sie behandeln lebenswirklich das Thema der Beziehung zwischen Kind und Tier“ (B. Nottebohm in LKJ). – Der Maler und Illustrator H. Lemke (1922-1985) „kann unter den Nachkriegsillustratoren und Bilderbuchkünstlern in Deutschland eines der umfangreichsten Oeuvre vorweisen. … Die grafische Stärke von L. liegt in der reinen Federzeichnung, in der er heiter und realistisch mit lockerem Vortrag überzeugende Kindertypen und einprägsame Tierporträts gestaltet“ (K. R. Werner in LKJ). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
70,-- | ![]() |
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| Sachs, Hans. Das Schlaraffenland. Mit Bildern von Karl (Maximilian) Arnold. Berlin, Volksverband der Bücherfreunde Wegweiser-Verlag 1925. Quer-4° (25,5 x 29,5 cm.). 27, [1] S. mit farbig illustr. Titel und farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Bilderwelt 663. LKJ III, 284. Raabe 53. Stuck-Villa II, 134 und S. 59 ff. – Erste Ausgabe des wohl schönsten Bilderbuchs von Karl Arnold (1883-1953). – „Verehrter Herr Karl Arnold! Die Nachricht, daß Sie eine größere Anzahl Ihrer Zeichnungen auf Ausstellungsreisen schicken wollen, folgt dem köstlichen Geschenk Ihres »Schlaraffenland«-Buches sehr glücklich auf dem Fuße; denn nun kann ich mit meiner Danksagung für das eine recht herzliche Glückwünsche zu dem anderen verbinden und dabei hoffen, daß ich eine dieser Ausstellungen bald zu sehen bekommen werde. Die Kostgänger der sogenannten Buchgemeinschaft sind nicht so dumm, als unsere Sortimenter es wahrhaben möchten. Von Zeit zu Zeit tun sie einen Fang, um den die weitere und breitere, die selbständige Öffentlichkeit allen Grund hat, sie beneiden, und so ein Fang und Fund ist Ihr buntes Schlaraffenbuch, um das auch ich jenes mild gegängelte Publikum zu beneiden hätte, wenn Ihre Güte und Aufmerksamkeit nicht gewesen wäre. Ich habe den alten Wunschtraum des Volkes nie anschaulicher, »natürlicher«, kindlich-wollistiger versinnbildlicht gesehen als in Ihren Bildern, die so echt Volk sind, nicht nur durch ihre deutsch-mittelalterliche Kostümierung und Physiognomie, sondern selbst noch durch den Einschlag von Selbstverspottung, der zweifellos diesem völlerischen Faulheitsideale innewohnt, in welchem eine platte Sinnlichkeit, der Traum schmatzender Versorgtheit, sich humoristisch die Zügel schießen läßt. … Drei-, viermal habe ich durchgeblättert, und das Buch dann meinen Kindern geschenkt, was ich als schönen Zug zu würdigen bitte, da ich es sehr gern selbst behalten hätte. Aber heißt nicht das überhaupt erst schenken, wenn man gibt, was man am liebsten selbst behielte?“ (Thomas Mann, Briefe 1889-1936, Frankfurt 1978). – Kanten leicht berieben, sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Schlaraffenland |
320,-- | ![]() |
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| Bilderbogen – Kinderspiele. 2 Bilderbogen mit jeweils sechs Darstellungen, handkolorierte Federlithographie. Nürnberg, G(eorg) N(ikolaus) Renner & Schuster (um 1835). 42 x 30,5 cm. Bildgröße jeweils 11 x 8 cm. (Verlags-Nr. 410 und 411).
Die zeittypischen Illustrationen bebildern die Kinderspiele: „Schussern“ (Murmelspiel), „Drachenfliegen“, „Schleifen“ (Rutschen auf vereisten Wegen), „Laufen“, „Gaukeln“ (Seiltanz, Handstand u. a.), „Schlittenfahren“, „Schlittschuhlaufen“, „Ballspiel“ (Tennis), „Kegelspiel“, „Schneeballwerfen“, „Reifspiel“ und „Soldatenspiel“. – Der Kunsthändler und Verleger Georg Nikolaus Renner (1803–1854) betrieb das Geschäft in Nürnberg ab dem Jahr 1826. In den Jahren 1835/1837 stieg sein Schwager Friedrich Schuster als Partner in das Unternehmen ein, woraufhin die Firma unter G. N. Renner & Schuster (später auch G. N. Renner & Co.) firmierte. – Beide Bogen mit horizontaler Faltung, ein Bogen mit hinterlegter Fehlstelle im weißen Rand, im Blattrand etwas fingerfleckig. Schlagwörter: Biedermeier, Bilderbogen, Kinderspiele |
240,-- | ![]() |
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| Spiele – Neuestes Eisenbahn-, Dampfschiff-, Post- und Reise-Spiel. Stuttgart, Rudolph Chelius o. J. (um 1855). 15,5 x 11,5 cm. Mehrfach gefalt. handkol. lithogr. Spielplan in 15 Segmenten (53,5 x 44 cm) auf Leinwand aufgezogen. Illustr. Pappumleger und Orig.-Pappschuber mit handkol. lithogr. Deckelbild (Postkutsche und eine Eisenbahn im Hintergrund).
Sehr seltenes Laufspiel mit 84 Ereignisfeldern. Erschien gleichzeitig auch bei Carl Hoffmann in Stuttgart. – Der großformatige Spielplan mit 1 größerem Mittelbild (″Ankunft“ eines Zugs im Bahnhof) umgeben von 82 kleineren Illustrationen (Postkutschen, verschiedene Dampfschiffe, Wirtshäuser, Züge etc.). – Rudolph Chelius (1816-1885) gründete seinen Verlag im September 1851 durch Ankauf der Kinderschriften von Carl Hoffmann und von Krais & Hoffmann (Inhaber: Fr. Aaron Krais und Carl Hoffmann). Im Oktober 1854 tritt Hermann Chelius als Teilhaber ein. Im August 1875 wird der Verlag an Emil Berndt in Leipzig (und Odessa) verkauft“ (Ute Liebert, Geschichte der Stuttgarter Kinder- und Jugendbuchverlage im 19. Jahrhundert, S. 28). – Schuber, Pappumleger und Spielplan etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Eisenbahn, Marine, Post, Spiele, Verkehr |
750,-- | ![]() |
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| Tolkien, J(ohn) R(onald) R(euel). Kleiner Hobbit und der grosse Zauberer. (Aus dem Englischen übertragen von Walter Scherf). Recklinghausen, Paulus-Verlag (1957). 8°. 350 S. mit Illustrationen von Horus Engels. Illustrierter Orig.-Leinenband.
Vgl. LKJ III, 547 (dat. die erste Übersetzung falsch 1967). – Sehr seltene erste deutsche Ausgabe von „The Hobbit or there and back again“ (London 1937). Die vorliegende Übersetzung von W. Scherf (1920-2010) erschien erst 1971 als überarbeitete Neuausgabe mit dem Titel „Der kleine Hobbit“. 1992 erschien bei Klett-Cotta eine Neuübersetzung von Wolfgang Krege. Bereits 1938 verhandelte George Allen & Unwin mit dem Potsdamer Verlag Rütten & Loening über eine Übersetzung des Hobbit. Ein Vertrag kam jedoch nicht zustande, da Tolkien es ablehnte, den vom deutschen Verlag geforderten Ariernachweis zu liefern. – Der zwischen 1930 (oder 1931) und 1936 verfasste Fantasy-Roman für Kinder wurde weltweit über 100 Millionen Mal verkauft und in über 60 Sprachen übersetzt. – Mit kindgerechten zeittypischen Illustrationen des in London geborenen Malers, Illustrators und Bildhauers Horus Engels (eig. Richard E., 1914-1991). Engels hat bereits 1946 erste Entwürfe und einen Schutzumschlag-Entwurf direkt an J.R.R. Tolkien geschickt. Tolkien stand den Zeichnungen damals eher skeptisch gegenüber und kritisierte sie in Briefen an seinen Verlag als „zu sehr im Disney-Stil“ („too Disnified“). – Einband etwas angestaubt, sonst sehr gut erhaltenes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie |
1.200,-- | ![]() |
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| Dehmel, Paula. Rumpumpel. Ein Buch für junge Mütter und ihre Kleinsten. Mit Bildern von Karl Hofer. Köln, Schaffstein & Cie. o. J. (1903). Quer-4° (25 x 30 cm.). 45, (1) S. mit handkoloriertem illustr. Titelblatt und 15 handkolorierten und teils goldgehöhten Tafeln. Leinenband mit mont. farbigem Deckelbild.
Bilderwelt 513. Doderer/Müller 709 und S. 250 ff. Klotz, Bilderbücher 2345/3. LKJ I, 292 ff. und 551. OLdenburg, Künstler 154. Pressler 203. Ries 596, 1. Stark, Schaffstein S. 32. Stuck-Villa I, 379 und II, 212 und S. 137. – Erste Ausgabe des berühmten Künstlerbilderbuchs. – „Dieser Hofer ist ja wundervoll!! So habe ich mir im Traum die Bilder zum Rumpumpel gedacht“ (Paula Dehmel zitiert nach Stark). – „Rumpumpel ist eines der ungewöhnlichsten Bilderbücher aus der Zeit um 1900. Der Innentitel weist schon in den kühnen, vehementen Farbklängen der umrahmenden Straußenfedern aus der Jugendstil-Palette hinaus in das Vorfeld des Expressionismus. Klänge als Farbmelodie läßt Hofer auf den Wegen durch dieses Bilderbuch aufwachsen. In 15 Vollbildern führt er, oft in harten, doch überzeugenden Farb-Kontrasten, gleichsam szenische Pantomimen vor, komponiert zu jeder einzelnen Szene den gemäßen Bühnenraum und Fond, wobei er das Schwarz als Hintergrund nicht scheut, und versteht es dennoch bei aller Expressivität in Farbe und Form, einen echt kindlichen Tenor vom Anfang bis zum Ende durchzuhalten“ (H. A. Halbey in Doderer/Müller). – Von Freyhold inspiriert, legt Hofer das erste Bilderbuch vor, das den Jugendstil durch den Rückgriff auf naiv-kindliche Sehweise überwindet“ (H. Ries in Bilderwelt). – Einband und Vorsätze unter Verwendung des Orig.-Deckelbilds fachgerecht erneuert, dieses etwas gebräunt und berieben, im Blattrand teils etwas fingerfleckig, die Tafeln sauber, gutes Exemplar. Schlagwörter: Künstlerbilderbücher |
400,-- | ![]() |
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| Moeschlin, Elsa. Das rote Pferd. Ein Kinderbuch. Berlin, Herbert Stuffer (1927). 4°. 19, (1) S. mit farbig illustr. Titel und 21 (2 ganzs.) farbigen Illustrationen. Leinenband mit farbigem Deckelbild.
Bilderwelt 656. Doderer-Müller 706 u. S. 308 ff. (mit Abb.). Klotz 4733/2. LKJ II, 491 f. Murken, Stuffer 3 u. S. 61 f. (mit Abb. 4). SBI 832 u. S. 53 f. (mit Abb. auf Tafel 26). Stuck-Villa II, 261. – Erste und einzige deutsche Ausgabe (nur 5000 Exemplare). – „Im Bilderbuch „Das rote Pferd“ schildert Elsa Moeschlin den kindlichen Traum von der Belebung eines Spielzeugs und der Flucht aus vertrauter, aber beengter Umgebung, aus dem Schutz der Familie und der Aufsicht der Mutter. Diese Freiheit bringt jedoch Entbehrungen und neue Verpflichtungen mit sich. Die Rückkehr in die familiäre Geborgenheit bedeutet ein Stück Aufgabe der persönlichen Freiheit, die sich in der Trennung von dem wieder zu einem gewöhnlichen Holzpferd gewordenen Traumpferd symbolisiert. (Das Buch) gilt wegen seiner einfachen, ornamental wirkenden, in Form und Farbe aber auch expressionistisch beeinflußten Bilder als Beispiel für expressionistische Kunst im Bilderbuch.“ (B. Murken). – „Bild und Text siedeln das Märchen nicht, wie viele Versuche der Zeit, in einer unbestimmten Vergangenheit, sondern im ländlichen Schweden des 20. Jahrhunderts an, charakterisiert durch Radio, Motoren, Eisenbahn, Landschaften mit Birken und Tannen, Mädchen in der Volkstracht von Dalarne.“ (R. Rauter in LKJ). – Das Buch erschien auch 1929, 1933 und 1944 in den USA unter dem Titel „The red horse“. – Einband fachgerecht unter Verwendung des Orig.-Deckelbilds erneuert, im unteren Blattrand teils etwas fingerfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Expressionismus, Schweden |
100,-- | ![]() |
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| Goltz, Joachim von der. Klein Stöffel und die vier Soldatenpferde. Ein Kinderbuch. Bilder von Friederike von der Goltz. 31.-45. Tausend. München, Langen-Müller (1945). 29 S., [1] Bl. mit illustr. Titel, 4 Farbtafeln und Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Doderer-Müller 877. Klotz 1983/1. – Mit eigenhändiger Widmung des Verfasser „Für Rauthgundis von den „Stoffel-Eltern“ November 62“, sowie maschinenschriftlicher Brief des Verlegers K. Holm (3 S., 4°) und 7 Orig.-Photographien des Verfassers und seines Sohns. Außerdem farblithogr. Werbeblatt zu dem Bilderbuch. – Die erste Ausgabe erschien 1940. – „Manches Bilderbuch gab sich vom Titel her völlig unpolitisch, war aber dennoch auf die von den damaligen Jugendschriftlern vertretenen weltanschaulichen Ziele ausgerichtet. Als besonders interessantes Beispiel ist ‚Klein Stöffel…‘ anzuführen… Eine gefährliche Verniedlichung des Krieges… Daß die nicht ungeschickt aufgebaute Erzählung in plumper Manier propagandistisch zu wirken versucht, zeigt die Einleitung.“ (Doderer-Müller S. 333 ff.). – Die Widmungsemfängerin ist die Schwiegertochter des Verfassers. – Einband etwas fleckig und berieben, das Werbeblatt im unteren Rand mit horizontaler Knickspur und geschlossenem Randeinriss, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Langen-Müller, Politische Kinderbücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
200,-- | ![]() |
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| McBurney Green, Mary. Is it hard? Is it easy? Illustrations by Len Gittleman. New York, Young Scott Books (1960). 4° (26 x 21,5 cm.). [32] p. with illustrations after photographs, printed in ochre and black. Illustrated hardcover with illustrated dustjacket.
First edition. – „The book … is highly regarded for its innovative visual design, featuring experimental high-contrast photography by Len Gittleman. Gittleman utilized a distinct silhouetting technique that eliminated mid-tones to present striking graphic figures against white pages, helping young readers focus entirely on the actions and expressions related to the theme of the book“ (New York Times). – Leonard J. „Len“ Gittleman (1932-2022) studied at the renowned Institute of Design in Chicago (the ‘New Bauhaus’) and graduated there in 1954 with a Bachelor of Science (BS) in photography. He studied under the legendary photographers Harry Callahan and Aaron Siskind. He worked as a freelance advertising photographer and filmmaker in Manhattan, including for the New York Times and the Museum of Modern Art (MoMA). From 1962 to 1975, he taught photography at the Carpenter Centre for the Visual Arts at Harvard University. As well as illustrating children’s books, he gained international recognition for his experimental short films (which were screened at the Cannes Film Festival, amongst other venues) and for his portfolio *Lunar Transformations* (1972) – a series of NASA moon photographs from the Apollo 15 mission that had been heavily altered graphically. – The rare dust jacket with minor edge wear; a very good copy. Schlagwörter: Photobilderbücher, Photobooks for children, Photography |
240,-- | ![]() |
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| Potter, Edna. This Way and That. A book of singing games. Compiled and illustrated. New York, Oxford University Press (1930). Quer-4° (27 x 30,5 cm.). [26] Bl. mit farbig illustr. Titel, 24 Farbtafeln und Illustrationen im Text. Orig.-Leinenband mit farbigem Deckelbild.
Nicht bei Bader, American Picturebooks from Noah’s Ark to the Beast Within. – Erste Ausgabe. – Mit zeittypischen Illustrationen in Pastellfarben und dekorativen Vorsätzen. Potters Illustrationen spiegeln den reformpädagogischen Trend der Zwischenkriegszeit wieder, Kunst direkt mit der Erfahrungswelt und Aktivität des Kindes zu verknüpfen. Ihr Stil läßt sich als ästhetisiert-nostalgischer Realismus mit dekorativ-moderner Linienführung beschreiben, der genau an der Schwelle zwischen klassischer Tradition und moderner, reduzierter Gebrauchsgrafik steht. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Amerikanische Kinderbücher, Kinderlieder, Songs for children |
180,-- | ![]() |
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| Molnár, Franz (d. i. Ferenc Neumann). Die Jungen der Paulstrasse. Mit fünfzehn Bildern von Tibor Gergely. (Deutsch von Edmund Alkalay). 12.-15. Tausend. Leipzig, Wien, E. P. Tal & Co. 1934. 8°. 268 S., [1] Bl. mit 15 ganzs. Illustrationen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzschlag.
Zuerst 1928 erschienene deutsche Ausgabe des Schüler-Romans. Die ungarische Orig.-Ausgabe erschien als Fortsetzungsroman 1905 bis 1906 in der ungarischen Jugendzeitschrift „Tanulók Lapja“ (Schüler-Zeitung) und als erste Buchausgabe 1907 in Budapest. – Der bedeutende ungarische Schriftsteller und Journalist Franz Molnár (1878-1952) verarbeitete in dem Roman seine eigene Jugendzeit. Der ungarische Bildhauer Péter Szanyi schuf 2017 eine Skulptur mit lebensgroßen Bronzefiguren der „Jungen der Paulstraße“ (Paul-Street-Denkmal) in Budapest, Práter utca 11. – Molnár arbeitete zunächst als Reporter und Feuilletonist für Budapester Tageszeitungen. Seinen internationalen Durchbruch als Dramatiker feierte er mit der tragikomischen Vorstadtlegende „Liliom“ (1909) (später die Vorlage für das weltberühmte Broadway-Musical Carousel). Sein bekanntestes Prosawerk blieb der Jugendroman „Die Jungen der Paulstraße“. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung und des drohenden Faschismus in Europa emigrierte Molnár 1940 über Genf in die USA. Er lebte bis zu seinem Tod im New Yorker Exil, wo er verarmt und isoliert im legendären Plaza Hotel wohnte und schließlich an den Folgen einer Krebsoperation verstarb. – Der seltene Schutzumschlag am Kapital etwas beschädgt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Budapest, Ungarn |
120,-- | ![]() |
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| Puppenkochbuch – (Geiringer, Grete). Das Puppenkochbuch. Vierundzwanzig Speisen für den Puppentisch mit Bildern von Erwin Tintner. (Mit einer Einleitung von Alma v. Rheinsberg, d. i. Walter Kauders). Wien, Leipzig, München, Rikola-Verlag (1922). Kl.-8° (15,3 x 12,2 cm.). 43, (4) S. mit 6 Farbtafeln. Farbig illustr. Orig.-Broschurumschlag.
Heller, Bunte Welt 564 mit Abbildung 79, S. 61. – Erste Ausgabe, selten. – „Das Kochbuch soll nicht nur den Puppenkindern, sondern auch den „kleinen Fräulein“ selbst dienen. – Tintners Illustrationen, in großzügig anregender Realistik“ (F. C. Heller). – Der Wiener Kinderbuch-Illustrator E. Tintner (1885-1957) hat auch die beiden erfolgreichen österreichischen Bilderbücher „Hatschi Bratschis Luftballon“ (1922) und „Florians wundersame Reise über die Tapete“ (1930) ausgestattet. – Kapital und Fuß etwas eingerissen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Kochbücher, Puppenkochbücher, Puppenküche |
240,-- | ![]() |
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| Stevens, Cat (d. i. Steven Demetre Georgiou, seit 1978 Yusuf Islam). Teaser and the firecat. (Text in) Chinese, English, French, German, Greek, Hebrew, Italian, Japanese, Russian, Spanish (and) Welsh. London, Bernhard Jacobson (1972). Gr.-8° (22,5 x 21 cm.). [24] Bl. mit 20 Farbtafeln. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Einzige Ausgabe. – Kinderbuch des berühmten Singer/Songwriters Cat Stevens. Das Buch, mit Aquarellen des Künstlers, erschien ein Jahr nach seinem gleichnamigen fünften Studioalbum, welches auch seinen größten Hit „Morning Has Brocken“ enthält. Außerdem enthält das Album auch die bekannten Songs „Moonshadow“ und „Peace Train“. Das Plattencover zeigt die beiden Hauptfiguren des Bilderbuchs, den Jungen Teaser und seine Katze Firecat, die den auf ein Haus gestürzten Mond mit der Hilfe von Eulen wieder an den Nachthimmel befördern. – Umschlag leicht braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Englische Kinderbücher, Pop-Kultur |
75,-- | ![]() |
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| Stöber, Karl. Erzählungen. Gesammt-Ausgabe mit Zeichnungen nach Ludwig Richter. 2. Auflage (I und II) und 1. Auflage. 3 Bände. Dresden, Julius Naumann 1843-1846. 8°. VI, [1] Bl., 287 S.; IV, 291, (1) S.; Titel, 296 S. mit 12 Radierungen und 5 Lithographien nach L. Richter. Halblederbände der Zeit mit Romantiker-Vergoldung.
ADB XXXVI, 274 f. Hoff-Budde S. 351 ff. Rümann 2123. Wegehaupt I, 2091 und 2091. – „Nachdem St. seit 1811 das Gymnasium zu Ansbach besucht hatte, studirte er von 1814—1818 in Erlangen Theologie und übernahm dann im folgenden Jahre die Stelle eines Pfarradjuncten und Subrectors in seiner Vaterstadt (Pappenheim an der Altmühl). Hier schrieb er, zunächst für seine Schüler berechnet, seine „Lieder und Erzählungen für die reifere Jugend“, welche er dem Pfarrwaisenhaus in Windsbach als Geschenk überließ und die von diesem (1837) durch den Druck veröffentlicht wurden. Durch diese Erzählungen wurde der bekannte Missionsfreund, Dr. Christ. Barth in Calw, auf den Verfasser aufmerksam und gewann ihn als einen fleißigen und einflußreichen Mitarbeiter für die von ihm herausgegebenen Jugendblätter (Stuttgart, Steinkopf). … Bereits im J. 1841 war die Zahl der „Erzählungen“ Stöber’s so angewachsen, daß er eine Gesammtausgabe veranstalten konnte, die, mit Zeichnungen von Professor Richter geschmückt, 3 Bände umfaßte (4. Aufl. in 2 Bdn. 1876); eine Volksausgabe in 12 Bdchn. erschien 1870—1871. … Ein großer Theil der Geschichten Stöber’s eignet sich in erster Linie für Kinder, und sie sind darum auch ein Schmuck vieler Lesebücher geworden“ (F. Brümmer in ADB). – Gelenke berieben und bei Band II unten angeplatzt, stellenweise braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher |
90,-- | ![]() |
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| Snellen, Agatha. In der Maeusewelt. Eine neue Erzaehlung mit Klavier. Aus dem Holländischen. Mit Musik von Catharina van Rennes. Zeichnungen van (!) L(udwig) W(illem) R(eijmert) Wenckebach. (Deckeltitel). Stuttgart, Felix Krais o. J. (1895). 4°. 28 S. mit 9 farblithogr. Illustrationen, Vignetten und Buchschmuck. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Buchmesse 226. Doderer/Müller S. 270 f. Hobrecker, Braunschweig 7296. Ries 970, 1. Seebaß II, 1902. – Erste deutsche Ausgabe, selten. – „Sehr originelles Jugendstil-Kinderbuch, das die Traumerlebnisse zweier Kinder in der Mäusestadt erzählt, wobei der Text immer wieder durch längere oder kürzere Musikpassagen unterstrichen oder verlebendigt wird (ähnlich wie in dem bekannten russischen „Peter und der Wolf“-Märchen). Zu Beginn eine kurze Anweisung, wie die Geschichte Kindern vorgetragen werden soll“ (A. Seebaß). – Durch die ungewöhnliche Konzeption sollte bei den Kindern „(d)ie musikalische Fantasie (geweckt) und das musikalische Gedächtnis (geschärft) werden“ (Vorwort). – Wenig bekannt ist das ausgezeichnet illustrierte Bilderbuch „In der Mäusewelt“… Zwar ist die lebendige Bildbewegung von Jugendstil-Charakter, doch im Ganzen ist hier eine eigenständige, nur wenig vom Zeitgeschmack beeinflußte Leistung zu sehen.“ (H. A. Halbey in LKJ II, 100). – Die niederländische Originalausgabe erschien 1894 bei Beijers in Utrecht mit dem Titel „In de muizenwereld“. 1899 erschien in Amsterdam eine Ausgabe ohne Musikbeigaben. – Der Maler und Graphiker L. W. R. Wenckebach (1860-1937), Onkel von Ludwig Oswald W., studierte bei D. van Lokhorst und J. E. van Heemskerck in Amsterdam. Er illustrierte einige Kinderbücher, darunter auch E.T.A. Hoffmanns „Nußknacker und Mausekönig“ (1898), von denen jedoch nur das vorliegende in deutsch erschienen ist. – Deckel teils stärker angestaubt, zeitgenöss. Besitzvermerk, im unteren Blattrand teils etwas fingerfleckig. Schlagwörter: Jugendstil, Krais, Mäuse, Musik, Niederl. Kinderbücher |
120,-- | ![]() |
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| Wörishöffer, S(ophie, geb. Andresen). Durch Urwald und Wüstensand. 3. Auflage. Bielefeld und Leipzig, Velhagen & Klasing 1900. 8°. [2] Bl., 618 S. mit chromolithogr. Titelbild und Tafeln. Farbig illustr. Orig.-Leinenband.
LKJ III, 820. – Erschien zuerst 1886. – Die Hamburger Jugendbuchautorin Sophie Wörishöffer (1838-1890) „brachte es im Laufe ihres Lebens auf siebzehn Bände, von denen „Das Naturforscherschiff“ (1880), „Auf dem Kriegspfade“ (1881), „Kreuz und quer durch Indien“ (1886), „Onnen Visser. der Schmugglersohn von Norderney“ (1885), „Durch Urwald und Wüstensand“ (1886), „Die Diamanten des Peruaners“ (1888) und „Unter Korsaren“ (1890) die bekanntesten waren. Nach dem Tode der Autorin fand der Verlag noch genügend Manuskripte im Nachlaß, um noch Jahre danach neue Abenteuerbücher von W. herausbringen zu können. … Der Verlag Velhagen & Klasing, für den die Autorin die meisten ihrer Jugendbücher schrieb, legte großen Wert darauf, daß der Vorname der Autorin in den Abenteuererzählungen nur mit dem Anfangsbuchstaben S. erschien. So wurde lange Zeit bei den Käufern und Lesern der Eindruck erweckt, als stammten die Bücher von einem männlichen Autor, was man bei Erzählungen „für die reifere Knabenwelt“ von vornherein als selbstverständlich voraussetzte“ (H. Müller in LKJ). – Kapital, Fuß und Gelenke etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk auf dem Titel, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Abenteuer |
60,-- | ![]() |
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| Uzarski, Adolf. „Zirkus“ Charlie Chaplin. Mainz, Jos(ef) Scholz o. J. (1928). Gr.-8° (25,5 x 17,5 cm.). [8] Bl. mit farblithogr. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband (als Umriss-Bilderbuch ausgestanzt). (Scholz’ Künstler-Bilderbücher, Nr. 392).
LKJ IV, 526 f. Murken, Uzarski 10. – Einzige Ausgabe des sehr seltenen Umriss-Bilderbuchs. – „Alle Bilder sind dem Film CHARLIE CHAPLIN in „Zirkus“ mit Erlaubnis der United Artists – Film – Verleih – G.m.b.H. entnommen.“ – Etwas später erschien auch eine tschechische Ausgabe in Prag. – „Adolf Uzarski, Illustrator, Maler und Schriftsteller, wurde am 14. April 1885 in Ruhrort am Niederrhein (heute zu Duisburg gehörig) geboren. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf unter der Leitung von Peter Behrens und als Schüler von F.H. Ehmke war „UZ“ überwiegend als freischaffender Künstler im Bereich der Schriftstellerei, der Gebrauchsgraphik und Buchkunst tätig: von daher war die Illustration von Kinderbilderbüchern ein lohnendes Thema. 1914 erschien das 1. Bilderbuch „Der Weltkrieg“ für die Jugend, sein einziges patriotisches Werk für Kinder. Von 1924 an gestaltete Adolf Uzarski weitere 16 Kinder- und Jugendbücher. Alle 13 Vorkriegs-Bilderbücher erschienen bei J. Scholz in Mainz; im künstlerischen Nachlaß finden sich 8 weitere unveröffentlichte Bilderbuchentwürfe. Uzarski hatte wie viele Künstler während des Naziregimes wegen seiner politischen Haltung Publikationsverbot und mußte untertauchen. Nach 1945 konnte der 60jährige Künstler nicht mehr bei J. Scholz publizieren: mit seinen 3 Veröffentlichungen im Düsseldorfer Merkur-Verlag knüpfte Uzarski aber nicht mehr an seine früheren Erfolge an. Er starb weitgehend unbeachtet am 14. Juli 1970 in Düsseldorf“ (B. Murken). – Uzarski zählt zu den „wenigen überzeugenden Beispielen der expressionistischen Kunst in der Kinderliteratur“ (H. A. Halbey). – Einband etwas angestaubt, Vorderdeckel an der Hutkrempe und unteren Ecke etwas berieben, im unteren und rechten Blattrand fingerfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Chaplin, Charlie, Film, Filmgeschichte, Umriß-Bilderbücher, Umrissbilderbuch |
1.100,-- | ![]() |
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| Dix, Otto. Bilderbuch für „Muggeli“. (Herausgegeben von Wendelin Renn. Mit einem Text von René Hirmer). Ravensburg, Otto Maier (1991). Folio (35,5 x 27,5 cm.). [37] S. mit 16 Farbtafeln und 7 Abbildungen. Orig.-Pappband mit farbigem Deckelbild.
Erste Ausgabe. – „Dies Bilderbuch schenkt Onkel Jimmy dem Muggeli Ostern 1922“. – Otto Dix malte das unkonventionelle Album auf dem Höhepunkt seiner Karriere als dadaistischer und gesellschaftskritischer Künstler. Er schuf die 16 ganzseitigen Aquarelle als Ostergeschenk für seinen damaligen Stiefsohn Martin Wenzel Koch (Spitzname „Muggeli“), den Sohn seiner späteren Ehefrau Martha Koch. Es diente auch dazu, das Herz von Martha Koch zu gewinnen, die er ein Jahr später heiratete. Die Bilder zeigen ein farbenfrohes, teils ironisches Weltpanorama mit traditionellen und modernen Motiven wie Zirkusszenen, Akrobaten, Hexen, Luftfahrt und idyllischen Waldlandschaften. Auch ein Selbstbildnis von Dix ist enthalten. – Sehr gutes Exemplar. |
35,-- | ![]() |
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| Zeppelin – Graf Zeppelin D – L. Z. 127 (Deckeltitel). Umriss-Bilderbuch. Ohne Ort, Druck und Jahr (um 1930). Quer-4° (20 x 40 cm.). [8] S. mit 8 (6 farbigen) Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband, im oberen Rand in Form des Zeppelins ausgestanzt.
Vgl. Antiquariats-Katalog „Flieg mit“ I, 323. – Seltenes Umrissbilderbuch welches die erste Nordamerikafahrt des seiner Zeit größten Luftfahrzeugs der Welt thematisiert. „Hier sehen wir das Luftschiff über New York, der größten Stadt der Welt. … Aber als der Zeppelin seine Riesenschatten auf die Millionenstadt warf, da hat Europa bewiesen, daß es noch nicht geschlagen ist“ (S. 8). – LZ 127 „Graf Zeppelin“ (Kennzeichen D-LZ127) „gilt als das erfolgreichste Verkehrsluftschiff seiner Zeit. Es wurde am 18. September 1928 nach 21-monatiger Bauzeit in Dienst gestellt. Ursprünglich als Versuchsschiff gebaut, erwies sich LZ 127 als so zuverlässig, dass es bald durch zahlreiche spektakuläre Fahrten, wie die 20-tägige „Weltfahrt“ und die „Polarfahrt“, berühmt wurde und über mehrere Jahre einen regelmäßigen Transatlantikverkehr aufrechterhielt. Unmittelbar nach der Hindenburg-Katastrophe wurde der Zeppelin im Mai 1937 außer Dienst gestellt und 1940 verschrottet. … Zu seiner ersten interkontinentalen Fahrt legte das Luftschiff am 11. Oktober 1928 um 7:50 Uhr mit 20 Passagieren und 40 Besatzungsmitgliedern in Friedrichshafen mit Ziel Lakehurst bei New York ab. Eckener hatte den Termin absichtlich so gewählt, dass er mit den Festlichkeiten anlässlich des 12. Oktobers, dem Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, zusammenfiel, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu steigern. … Nach zweiwöchigem Reparaturaufenthalt in Amerika startete das Luftschiff am 29. Oktober zur Rückfahrt nach Deutschland und erreichte Friedrichshafen am 1. November“ (Wikipedia). – Kanten etwas berieben, größere Fehlstelle im unteren Rand des Vorderdeckels unauffällig restauriert, im Blattrand leicht braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Luftfahrt, Technik, Umriß-Bilderbücher, Umrissbilderbuch, Zeppelin |
380,-- | ![]() |
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| Clarke, Arthur C(harles). The young traveller in space. London, Phoenix House (1954). 4°. (25,5 x 19 cm.). 72 p. with 1 colour plate (frontispice, by R. A. Smith), 31 monochrome plates and 6 diagrams. Colour-illustrated hardcover with a colour-illustrated dust jacket (by Edmund Louis Blandford).
Currey 135282. Samuelson A 14 a. – Erste Ausgabe des frühen britischen Werks, welches jungen Lesern auf leicht verständliche Weise die Grundlagen der Raketentechnik, die Geschichte des astronomischen Denkens sowie Clarkes Visionen über zukünftige Reisen zum Mond und zu anderen Planeten vermittelt. Der berühmten britischen Science-Fiction-Autor und Zukunftsforscher Arthur C. Clarke (1917-2008) war in den 1950er Jahren Vorsitzender der British Interplanetary Society. – Die Tafeln zeigen: „artificial satellite or space-station“, einen Kupferstich des 18. Jahrhunderts „The first imaginary spaceship, how Cyrano de Bergerac visualized space-travel“, Szenen aus den Hollywood-Filmen „Destination Moon“ und „When Worlds Collide“, Portraits von Hermann Oberth, Robert Goddard und Wernher von Braun, die V 2 Rakete, Filmaufnahmen von zwei Mäusen im Weltraum u. a. – Schutzumschlag mit kleinen Randläsuren, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Raketen, Raketentechnik, Raumfahrt, Science Fiction, Space travel, Technik |
320,-- | ![]() |
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| Aebersold, Maria. Die verzauberte Trommel. Aarau und Frankfurt am Main, Verlag Sauerländer (1968). Gr.-4° (33,5 x 24 cm.). [20] Bl. mit farbigen Illustrationen von Walter Grieder. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
LKI I, 464 f. SBI 1008 und S. 30. – Erste Ausgabe; mit eigenhändigen Widmungen von W. Grieder und M. Aebersold. – Wohl eines der schönsten Bilderbücher des auch international bekannten Illustrators. – „Die verzauberte Trommel’ (ebenfalls 1968) ist eine mehrdimensionale Geschichte von einem Burschen, der durch einen Alptraum zu einem fleißigen Trommler anläßlich der Basler Fastnacht wird. In den Tafeln, die die vorbereitenden Dekorationsarbeiten zeigen, finden sich Bildzitate V. van Goghs und P. Picassos. Den eigendlichen Zug bilden Tafeln in flammend nächtlichen Farben ab; Kinder und mitfeiernde Tiere fügen sich natürlich ein in die Umgebung der skurrilen und dämonischen Gestalten mit lokalgebunden-folkloristischen und überregional-heidnischen Zügen“ (Horst Künnemann in LKJ). – „Schon in seinem ersten Bilderbuch, ‚Die Gebrurtstagsreise‘, sind realistische und phantastische Elemente ineinander verwoben, die Phantastik fehlt in kaum einem der nachfolgenden Bilderbücher. In ‚Pierrot und seine Freunde‘ nimmt er Erinnerungen auf aus seiner Kindheit bei Artisten in Frankreich, in der ‚Verzauberten Trommel‘ löst sich die alltägliche Welt im Fastnachtszauber auf. Während in den ersten Bilderbüchern noch zeichnerische, zum Teil holzschnittartige Illustrationen überwiegen, werden später die Formen üppiger, die Farben dominieren. Durchgehend ist eine karikierende Darstellung der Personen, der auch die Themen entsprechen“ (V. Rutschmann in SBI). – Rücken am Fuß geringfügig bestoßen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Schweizer Kinderbücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
140,-- | ![]() |
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| Rey, H(ans) A(ugusto). Feed the animals. London, Chatto and Windus not dated (ca. 1950). Quer-Kl.-8° (14 x 16 cm.). 11 fold-out colour plates. Colourfully illustrated cardboard cover with a metal spiral binding.
First British edition of the picture book, originally published in Boston by Houghton Mifflin in 1944 in the Lift-the-Flap Series. – Two children follow the Zookeeper as he walks around feeding the animals – seals, giraffe, zebras and more. – The German-American illustrator and children’s book author H. A. Rey (born Reyersbach, 1898–1977), creator of the famous children’s book *Curious George*, grew up in Hamburg near the famous Hagenbeck Zoo. This shaped his lifelong love of animals and drawing. Due to the economic crisis in Germany, he moved to Rio de Janeiro in 1924. There, he initially sold bathtubs whilst drawing posters on the side. In Brazil, he was reunited with Margret Waldstein, a Jewish photographer and artist who also hailed from Hamburg. The couple married in 1935 and moved to Paris in 1936. It was here that they produced their first book, *Raffy and the 9 Monkeys*, as well as the very first draft of *Curious George*. When the Nazis were on the outskirts of Paris in June 1940, the Reys, as Jewish citizens, fled at the very last moment. Hans assembled two bicycles from spare parts. With minimal luggage – including the manuscript of *Curious George* – they fled to the south of France, then on via Spain and Portugal back to Brazil and finally to New York. In New York, the Reys enjoyed immediate success. The publisher Houghton Mifflin published the first *Curious George* book in 1941. This was followed by numerous other classics, including this lift-the-flap book *Feed the Animals* (1944). – In very good condition. Schlagwörter: Paper toys, Spielbilderbücher, Zoo, Zoologischer Garten |
100,-- | ![]() |
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| Banck, Erwin (Otto Carl). 12 Kinderlieder. Bunte Bilder von Hans Soltmann. Berlin, August Scherl 1924. Gr.-4° (34 x 26,5 cm.). [18] S. mit farblithogr. Illustrationen und Musiknoten. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Erste Ausgabe des schönen Kinderlieder-Bilderbuchs. Mit zeittypischen expressionistischen Illustrationen des Breslauer Malers und Grafikers Hans Soltmann (1876-1955). Soltmann studierte ab 1897 an der Akademie der Bildenden Künste München,[2] bei Adolf Hölzel an der Dachauer Malschule, bei Ludwig Schmid-Reutte an der Kunstakademie Karlsruhe, an der Kunstakademie Berlin und in Paris. Später erhielt er eine Professur an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Zu seinen Schülern gehörten u. a. Hans Bunge-Ottensen, Bruno Eyermann, Gerhard Tag, Walther Kohlhase, Karl Krug, Johannes Lebek, Josef Georg Miller, Gabriele Meyer-Dennewitz, Erich Ohser, Erich Otto, Marianne Scheel, Günter Albert Schulz und Eva Schwimmer. – Der Violinist und Komponist der Lieder Erwin Otto Carl Banck (1870-1950) war der Sohn des Dresdner Komponisten Carl Ludwig Albert Banck (1809-1889). – Deckel etwas angestaubt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Kinderlieder |
60,-- | ![]() |
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| Holst, Adolf. Lustiges Kleinkinderbuch. (Bilder) von Gertrud Caspari. Mit Versen von Adolf Holst. 21.-25. Auflage, 127. – 146. Tausend. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (um 1925). Quer-8° (21,5 x 27,5 cm.). [24] S. mit farblithogr. Illustrationen auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 2, 2L, 2D).
Blaume, Holst 4. Slg. Cotsen 4951 und 7896 (amerik. Ausgabe von 1911). Goebels III, 208. Klotz 2869/89. LKJ I, 247 und 566. Neubert 6.1.7. Ries 464, 7. Stuck-Villa II, 151. – Eines der erfolgreichsten Bilderbücher der berühmten Kinderbuch-Künstlerin. Erschien zuerst 1907 in verschiedener Ausstattung (als Leporello, auf Papier und auf starkem Karton wie hier). – Texte in deutscher Schreibschrift. – „Das „Lustige Kleinkinderbuch“ ist für Vorschulkinder bzw. für Leseanfänger gedacht. Die Bilder sind wie „gemalte Postkarten“. Gertrud Caspari stellt ihre scharf konturierten Figuren, ohne perspektivische Zutaten, flächig ausgemalt vor einen hellbraun getönten Hintergrund. Diese Art zu malen trug der Künstlerin gelegentlich den Vorwurf ein, ihre Illustrationen zu schablonisieren. Die erwachsenen Käufer und zumal die Kinder sahen die Sache anders, wie die erreichten Auflagen zeigen. Das Kind entdeckte in den farbbunten und unmittelbar nachzuvollziehenden Bildszenen seine Umwelt die nähere und die weitere – mit Haustieren, Schornsteinfeger, Auto und Eisenbahn, Bär und Elefant, mit der Großmutter und anderen ihm vertrauten Gestalten. Adolf Holsts schlichte Reime waren zum Vorlesen geeignet – und eines Tages auch zum Selberlesen in der erlernten Schreibschrift“ (Hubert Göbels). – Kanten und Ecken etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk (dat. 1928), sehr gutes Exemplar der seltenen „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher |
140,-- | ![]() |
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| Schachenmeier, Hanna. Wir fahren, wir fahren. Wer fährt mit? Ein Verkehrsbilderbuch. Oldenburg, Oldenburger Verlagshaus, vorm. Gerhard Stalling Verlag (1950). Quer-4° (21,5 x 27 cm.). [16] S. mit farbigen Illustrationen von Gottfried Eisenhut. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Stalling-Bilderbuch, Band 112).
Muck II, 7062. – Erste und einzige Ausgabe. – Seltenes Verkehrs-Bilderbuch mit zeittypischen Illustrationen. Schiffe, Autobahn, Flughafen, Stadtverkehr und Bahnhof, Autorennen und Omnibus. – Deckel etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Automobil, Verkehrs-Bilderbücher |
40,-- | ![]() |
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| Trier, Walter. 8192 crazy costumes in one book. For children from 5 and under to 75 and over. London, Atrium Press o. J. (1950). Kl.-8°. 32 S. mit farb. Illustrationen, jeweils dreimal quer durchgeschnitten. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit Kunststoff-Ringheftung.
Hatry 310. Hoppensack 76. – „Third impression“. – Humorvoll illustriertes Spiel-Bilderbuch ohne Text, bei dem durch die geteilten Blätter zahlr. unterschiedliche Figuren dargestellt werden können. Die Tafeln zeigen Trachten aus der ganzen Welt. Ein ähnliches deutsches Bilderbuch von W. Trier erschien bereits 1930 unter dem Titel „Männlein, Männlein, wandle dich“ (vgl. Hoppensack 73 u. Pressler S. 206). Eine Verlagsanzeige auf dem hint. Innendeckel verz. den ähnlichen Titel „Cracy people, quit crazy“, der 1949 (dt. Zürich 1953) erschien. – Titelblatt und die erste Tafel in der Mitte mit Spuren von 2 entfernten Tesafilmstreifen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Atrium Press, Engl. Kinderbücher, Spielbilderbücher, Trachten |
70,-- | ![]() |
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| Bohny, Nikolaus. Bohny’s neues Bilderbuch. Anleitung zum Anschauen, Denken Rechnen und Sprechen für Kinder von 2 1/2 – 7 Jahren. Zum Gebrauche in Familien, Kleinkinderschulen, Taubstummenanstalten und auf der ersten Stufe des Elementarunterrichtes. 11. Auflage. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (1880). Quer-4°. 6 S. und 36 chromolithogr. Tafeln mit über 400 Abbildungen. Halbleinenband der Zeit. (Verlags-Nr. 9).
Vgl. Bilderwelt 1985 (14. Aufl.). Klotz, Bilderbücher 563/1. LKJ IV, 82 f. Seebaß II, 224 (9. Aufl.). Wegehaupt II, 375 (11. Aufl.) und IV, 245 (10. Aufl.). Weilenmann 347. – „Der Basler Lehrer (N. Bohny 1815-1856) knüpft in seinem zuerst 1847 erschienenen Buch bewußt an Pestalozzis „Buch für Mütter“ an. Die Mütter sollen die frühe kindliche Betätigung leiten und ordnen. Es handelt sich um eine Art „Vorschulprogramm“, ausgestattet mit anschaulichen Bildern…“ (C. Pressler S. 41). – „Das als eine der ersten Mengenlehren geltende Buch, das gleichzeitig als Kleinkinder-Bilderbuch diente, wurde bis in die 20er Jahre unseres Jahrhunderts gedruckt. In ihm wird eine Lernmethode angewendet, welche auf das Erfassen von Maß– und Formverhältnissen abgestimmt ist. Deshalb unterscheidet sich sein Lehrbuch auch formal von vorher erschienenen. Anstatt einer vielfigurigen Szenerie wird die Seite jeweils in drei Zonen unterteilt, in denen das Kind vertraute Objekte erkennen kann“ (H. Herbst in LKJ mit Abbildung). – „Alle Ausgaben dieses Buches in einigermaßen gutem Zustande sind selten“ (A. Seebaß). – Mit Darstellungen aus dem täglichen Leben, Kinderspiele, Tiere, Pflanzen, Gerätschaften, Handwerkerszenen und Landschaften. Der Text meistens in Frageform. – Die ersten neun Tafeln im Rand mit Bleistiftnotizen, Blattränder etwas fingerfleckig, sonst gut erhalten. |
70,-- | ![]() |
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| Wer will lachen? Ein Bilderbuch für Jung und Alt. 2. Auflage. München, Braun & Schneider o. J. (um 1900). 4° (32,3 x 24,3 cm.). 32 S. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit Leinenrücken (von August Roeseler).
Ries 819, a. Wegehaupt II, 3577. – Erschien zuerst um 1895. Lustige Bildergeschichten aus den „Fliegenden Blättern“ und den „Münchener Bilderbogen“. – Deckel etwas angestaubt, gutes Exemplar. |
70,-- | ![]() |
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| Die fröhliche Kinderwelt. Ein Bilderbuch für brave Kinder mit Verschen, Erzählungen, Liedchen, Fabeln und Märchen. Mülheim a. d. Ruhr, Julius Bagel 1880. 4° (26,8 x 21,6 cm.). [8] Bl. mit illustr. Titel und 7 Farbholzstichen von H. Merté nach August Specht. Orig.-Halbleinenband mit farbigem Deckelbild. (Verlags-Nr. 1103).
Klotz 8697/1. Nicht bei Ries. – Einzige Ausgabe, selten wie alle Bilderbücher bei Julius Bagel. – Der Stuttgarter Maler und Illustrator A. Specht (1849-1923) war wie sein Bruder Friedrich Specht (1839-1909) auf Tierdarstellungen spezialisiert. – Buchblock fachgerecht fixiert, etwas gebräunt und stellenweise etwas fingerfleckig, sonst sehr gut erhalten. |
120,-- | ![]() |
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| Fibel – Tratzmüller, Jos(eph). Schau! Hör! Sprich! Fibelverse zu allen deutschen Lauten. (Deckeltitel: Ein Bilderbuch für kleine Schüler). Bilder von Jos(eph) Lutzenberger. 2. Auflage. München, F. P. Datterer & Cie. 1922. Gr.-8°. 59, (1) S. mit 24 ganzseitigen Illustrationen. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Bilderwelt 1955. DBV IX, 1007. Klotz, Bilderbücher 3525/3. Teistler 2529.1. – Sehr seltenes Bilderbuch, das Vorschüler auf den Fibelunterricht vorbereiten sollte. Es beginnt mit dem Vers: „Schau ins Büchlein, / hör die Sprüchlein, / sag’ sie nach, / lern’ und lach!“ – Der Müchener Pädagoge J. Tratzmüller (1882-1951) „hat gefunden, daß dem Lesenlernen der Kleinen erst das Anschauen von handlungsvollen Fibelbildern und das Sprechen von Versen vorauszugehen hat, welche in die Sinne fallende Anknüpfungspunkte für die Neubehandlung eines Lautes bzw. Buchstabens besitzen müssen.“ (Aus einer beiliegenden Besprechungs-Empfehlung des Verlags). – Das Buch ist mit hervorragenden Jugendstil-Illustrationen und Buchschmuck des Architekten und Illustrators J. Lutzenberger versehen, der 1920 nach Brasilien ausgewandert ist. Lutzenberger hat auch die „Bilder-Fibel“ (München 1920) von Tratzmüller ausgestattet, welche May-Schweitzer (Nr. 92) als „ein Meisterwerk, sowohl sprachlich als auch bildnerisch, und in dieser künstlerischen Vollendung im deutschen Sprachraum einmalig“ lobt. – Deckel etwas angestaubt, im Blattrand leicht fingerfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Datterer, Fibeln, Jugendstil, Schul- und Lehrbücher |
240,-- | ![]() |
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| Gay, (John). Fables. By the late Mr. Gay. London, printed for C. and J. Rivington, J. Nunn, J. Scatcherd and others 1823. 12° (14,3 x 9 cm.). [[2] Bl., 222 S. mit Frontispiz und zahlr. Holzschnitt-Vignetten nach (Thomas Bewick). Kalbslederband der Zeit mit Linienvergoldung.
Vgl. Bodemann 166.1 und 166.2 (Ausg. von 1792 und 1806). Lowndes II, 869 f. – Taschenausgabe der zuerst 1727 erschienene „Sammlung von 50 Versfabeln, dem fünfjährigen Prinz William, dritter Sohn Georges II., gewidmet, stilistisch nach dem Vorbild La Fontaines gearbeitet, im Anspruch nach stofflicher Originalität aber an La Motte-Houdart orientiert“ (W. Metzner in Bodemann). – Rücken und Kanten etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Fables, English, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
80,-- | ![]() |
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| Beck, Siegfried. Rübezahl. Ausgewählte Sagen und Schwänke erzählt. Mit Bildschmuck von Robert Engels-München. Mainz, Josef Scholz o. J. (1907). Quer-Gr.-8° (23,5 x 30 cm.). 23, (1) S. mit illustr. Titel, 8 farblithogr. Tafeln und 8 Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag. (″Das deutsche Bilderbuch“, Nr. 11).
Hobrecker, Braunschweig 516 (Reihen-Nr. 111). Klotz 319/1. Ries 506, 9 (Reihen-Nr. 28, „später 111“). Ries, Scholz S. 138. Stuck-Villa I, 349 und II, 179 (mit Abb., Reihen-Nr. 11). – Seltene erste Ausgabe. – Bilderbuch-Ausgabe der berühmten Sage mit hervorragenden Jugendstil-Illustrationen von R. Engels (1866-1926). – Der in Solingen geborene Maler, Illustrator, Glasmaler und Bühnenbildner, studierte in Düsseldorf und München, 1891 in Paris. Er lebte seit 1898 in München, wo er seit 1905 am Künstlerinnenheim, seit 1910 an der Kunstgewerbeschule unterrichtete. Er war seit 1898 Mitarbeiter der Zeitschrift „Jugend“ und hat vorwiegend Märchen und Sagen illustriert. – Schöne farbig illustrierte Vorsätze (Hasen in einem Feld). – Der meist fehlende Schutzumschlag mit Randläsuren, Buchblock aus der Klammerheftung gelöst, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Jugendstil, Märchen u. Sagen, Märchenbilderbücher, Rübezahl, Scholz |
140,-- | ![]() |
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| Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. Strubbelpeter und andere Geschichten für kleine Leute. Meiringen, Walter Loepthien o. J. (1948). Gr.-8° (24,5 x 18 cm.). [16] Bl. mit farbigen Illustrationen von Werner Theiß. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Rühle 235. Vgl. Baumgartner IV, 16. – Erste Ausgabe. – Im selben Jahr erschien noch eine wesentlich verkleinerte Ausgabe für den Christlichen Buchversand, Stuttgart. – „Inhaltlich nur gering veränderte Version,… Die Bilder zeigen zwar die bekannten Motive, sind aber „modernisiert“ und in der Darstellung gegenüber dem Original sehr unterschiedlich“ (R. Rühle). – Einband fleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden) |
40,-- | ![]() |
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| Struwwelpeteriade – Vigna, Erny. Die sieben Früchtchen. Ein Bilderbuch. Berlin-Grunewald, Hermann Klemm o. J. (1932). 4°. [20] Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Klotz, Bilderbücher 6038/1. Rühle 406. – Einzige Ausgabe. – Text und Titel in Sütterlin-Schrift. – „Skurril und reizvoll in eigenwilliger Weise illustrierte struwwelpeternahe Struwwelpeteriade mit sechs Geschichten, die zum Teil ganz neue Unarten schildern. Die sieben unartigen Kinder landen als ‚Früchtchen‘ in einem Baum, von dem sie Knecht Ruprecht erst heruntersteigen läßt, wenn sie artig geworden sind“ (R. Rühle). – Deckel etwas fleckig und mehrfach gestempelt, zeitgenöss. Besitzvermerk, Innengelenk nach Bl. 12 angeplatzt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade |
80,-- | ![]() |
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| Lamorisse, Albert (Emanuel) und D(enys) Colomb de Daunant. Der weisse Hengst. „Crin Blanc“. Nach dem gleichnamigen Film. Frankfurt am Main, Rütten & Loening (1955). 4°. [24] Bl. mit Abbildungen nach Photographien. Illustr. Orig.-Halbleinenband mit illustr. Schutzumschlag.
LKJ II, 306. Weismann 275. – Erste deutsche Ausgabe mit Aufnahmen nach dem gleichnamigen Film von A. Lamorisse (1922-1970). – „Durchschlagenden Erfolg hatte L. 1953 mit „Crin Blanc“, der den Großen Preis des Festival von Cannes bekam… Der Film… erzählt von Folco, einem Fischerjungen, dem es gelingt, den stolzen, wilden Camarguehengst Weiße Mähne vor der Gefangenschaft zu bewahren, dabei aber mit dem Tier in der Rhone ertrinkt. Das Ende wird im Textbuch gemildert durch den Satz: „Und Crin Blanc trug Folco auf eine wundersame Insel, wo Kinder und Pferde immer Freunde sind“ (M.-L. Christadler in LKJ). – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, Name auf Vorsatz, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Film, Pferde, Photobilderbücher, Photographie |
60,-- | ![]() |
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| Claire, W. (d. i. Ludwig v. Dóczy). Coranna. Eine Indianergeschichte. Zeichnungen von Max Slevogt zu einer Erzählung von W. Claire. 2. Auflage. Berlin, Paul Cassirer o. J. (1908). Gr.-4° (32 x 24,5 cm.). 66 S. mit 1 Farbtafel und teils ganzs. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Rümann, Slevogt 13. – Erschien zuerst 1907. – Deckel etwas angestaubt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Abenteuer, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Indianer |
40,-- | ![]() |
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| Thoma, Hans. Postkarten-Malbuch. Mainz, Jos(ef) Scholz o. J. (1935). Quer-8° (16,5 x 26 cm.). [8] Bl. mit 16 (8 farblithogr.) Postkarten (″Algraphien“) zum heraustrennen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag. (Das deutsche Malbuch, Serie B. Landschaften. Verlags-Nr. 820).
Vgl. Beringer 237 ff. LKJ III, 532 f. Ries 923, I-VIII und S. 198. – Spätere Ausgabe des zuerst 1904 auch unter den Titeln „Postkarten-Malheft“, „Malbuch mit Landschaften“ und „Großes Postkarten-Malbuch“ erschienenen Vorlagenwerks. – „Es verrät die alles andere als elitär, vielmehr auf Volkstümlichkeit bedachte Haltung dieses Malers, daß er sich im Alter als höchst angesehener Künstler und Akademiedirektor bereitwillig zur Herstellung billiger Malbücher für Kinder verstand“ (Hans Ries S. 48). – „Von Th. sind unter den sogenannten Künstlerbildebüchern, die in dem im ersten Jahrzehnt nach der Jahrhundertwende künstlerisch äußerst ambitionierten Verlag Jos. Scholz in Mainz in dessen Reihe „Das deutsche Malbuch“ erschienen, zwei Bände zu finden: „Der Landschaftsmaler“ (1904) und „Malbuch mit Landschaften“ (1906)“ (K. Doderer in LKJ). – Eine schwarzweiß Postkarte sorgfältig mit Wasserfarbe ausgemalt, sehr gut erhalten. Schlagwörter: Badenia, Malbücher, Postkarten, Spielbilderbücher, Vorlagenwerke |
140,-- | ![]() |
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| Neujahrsblätter – Sammelband mit 52 Neujahrsblättern. Der Tugend und Wissenschaft liebenden Jugend gewidmet von der Stadt-Bibliothek in Zürich. 52 Hefte in 1 Band. Zürich Stadtbibliothek 1756-1841. Gr.-8° (22 x 18 cm.). Mit 52 gestochenen Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Rohr, Neujahrsblätter S. 7 ff. Slg. Hürlimann 244 (Jahrgänge 1759-99). – Umfangreiche Sammlung der seltenen Jahresgaben für Jugendliche. Enthält die Blätter für die Jahre 1759, 1762, 1763, 1765, 1772-1775, 1797-1841. – Die Jahrgänge 1759 und 1762 mit Radierungen von Salomon Gessner zu Texten von J. R. Werdmüller und F. W. Zachariä; die Jahrgänge 1765 bis 1775 mit Kupfern von Joh. Balthasar Bullinger zu Texten von Salomon Hirzel (meist Darstellungen aus der Schweizer Geschichte); Die Jahrgänge 1797 bis 1800 mit Radierungen von J. U. Schellenberg nach Martin Usteri und Texten von J. H. Füssli; Die Jahrgänge 1801 bis 1815 mit Kupfern von H. Lips nach M. Usteri zu Texten von Salomon Hirzel; ab 1816 wechseln historische Begebenheiten mit Biographien (mit Porträts), die Kupfer und Radierungen stammen von M. Usteri, M. Esslinger, Franz Hegi, C.F. Irminger, H. Meyer und R. Denzler; Jahrgang 1831 mit lithogr. Porträt der Lady Jane Gray von J. Brodtmann nach Hans Holbein. – „Der einzigartige Brauch der Publikation von Neujahrsblättern für die Jugend Zürichs, viel später von verschiedenen anderen schweizerischen und einigen deutschen Orten übernommen, reicht in der Entstehungszeit bis zur Mitte des 17. Jh. zurück… Es war damals Sitte, dass die Kinder von Mitgliedern kultureller Gesellschaften und Institutionen am Berchtoldstag einen Geldbetrag zum Beheizen der gesellschaftseigenen Trinkstuben überbrachten… Bei dieser Gelegenheit wurden die Kinder mit Kuchen oder dem klassischen Gebäck der Zürcher, den „Tirggeli“ und mit Veltlinerwein bewirtet. Die Bewirtung wurde später von der Bürgerbibliothek durch die Uebergabe eines Neujahrsblattes ersetzt und damit die Einrichtung der Neujahrsblätter begründet… Die illustrierten Blätter in dieser bilderarmen Zeit müssen die Jugendlichen von damals stark beeindruckt und erfreut haben. Sie gehören in Bezug auf die allgemeine Kinderliteratur zu den frühesten Kinder-Periodica“ (H. Rohr in Zürcher Neujahrsblätter. Beschreibendes Verzeichnis. Zürich 1971). – Rücken und Gelenke etwas berieben, sehr gut erhaltene Sammlung in einem dekorativen zeitgenössischen Einband. Schlagwörter: Helvetica, Neujahrsblätter, Schweizer Kinderbücher, Switzerland |
650,-- | ![]() |
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| Grimm, (Jakob u. Wilhelm). Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm. Zeichnungen und farbige Blätter von Gerhard Oberländer. Mischauflage. 3 Bände. Hamburg, Ellermann 1961-1962. Gr.-8°. 279 S., 2 Bl.; 236 S., 2 Bl.; 242 S., 2 Bl. mit zusammen 44 Farbtafeln und zahlr. Illustrationen im Text. Orig.-Leinenbände mit farbig illustr. Schutzumschlägen.
Vgl. LKJ 587 f. Wegehaupt, Grimm S. 49 (mit Abb.). Woeller S. 16 (mit Abb.). – Band I und II in 3. und 2. Auflage; Band III in 1. Auflage. – In den Bildern des, unter den Kinderbuchillustratoren der sechziger Jahre herausragenden Künstlers, „tritt zur Federzeichnung eine kraftvolle Farbigkeit, die sich besonders in den Illustrationen zur Gesamtausgabe der „Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm“ (1958-1961) zu wirkungsvoll plakativer Leuchtkraft steigert“ (Horst Künnemann in LKJ). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Ellermann, Märchen u. Sagen |
90,-- | ![]() |
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| Hoffmann, Karl Friedrich Vollrath. Die Erde und ihre Bewohner. Ein Hand- und Lesebuch für alle Stände. Erster allgemeiner Theil bearbeitet von Heinr(ich) Berghaus und Dan(iel) Völker (und) zweiter specieller Theil bearbeitet von Daniel Völker. 6., durchaus neu bearbeitete Ausgabe. 2 Bände. Stuttgart, Rieger 1865. Gr.-8°. X, 888 S.; IV, S. 889-1928 mit 454 Holzschnitten im Text, 60 Stahlstich-Ansichten und 23 gefaltete farblithogr. Karten. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.
Vgl. Wegehaupt IV, 982 (Ausgabe von 1840). – Wesentlich erweitete, reich illustrierte Neubearbeitung des erfolgreichen Geographie Lehrbuchs für Schule und Haus. Die erste Ausgabe erschien 1835 als erstes Jugendbuch bei Julius Hoffmann in Stuttgart. – Rücken berieben, vorderes Gelenk von Band II im oberen Drittel eingerissen, Innengelenke etwas angeplatzt, stellenweise stockfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Geographie, Völkerkunde |
120,-- | ![]() |
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| Kotthaus, Ursula. Pünktchen und Anton. Nach dem gleichnamigen Film von Erich Kästner (nacherzählt). Hamburg-Altona, Holsteinisches Margarinewerk Elbgau, von Storch & Co. o. J. (1954). 4°. 63 S. mit zahlr. Illustrationen von Herbert Lehmann und 96 eingeklebten Sammelbildern nach Fotografien aus dem Film. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Elbgau-Bibliothek, Band 3).
Gelenke und Kanten etwas berieben, gutes vollständiges Exemplar. Schlagwörter: Film, Photobilderbücher |
30,-- | ![]() |
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| Landsberg, Hans Heinz. Was Onkel Hans erzählt. Märchen mit Kinderreimen. Mit Buchschmuck von W. Hannismann, 3 bunten Vollbildern von A. Stiller und dem Bildnis des Verfassers. Berlin-Lankwitz, Heinrich Hiob 1921. Quer-8° (19 x 27 cm.). 56 S. mit 3 Farbtafeln und Illustrationen im Text. Orig.-Halbleinenband mit Deckeltitel auf einer „Schiefertafel“.
Klotz 2316/1. – Einzige Ausgabe des sehr seltenen Märchenbilderbuchs. – Mit den Märchen: Vom ersten Sternlein; Froschkönig; Des gelben Onels Heimat; Rotkäppchen; Der Engel Gottes; Vom Mohren und der Goldprinzessin; Vom Mäuschen, Vom Würstchen und von der Erbse; Das Osterhäschen und seine Eier; Christkindchens Wunderglocke; Hänsel und Gretel; Die Fabel vom Hasen und vom Löwen; Märchenprinzeßchens Abschied. – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Märchen, Märchenbilderbücher |
140,-- | ![]() |
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| Struwwelpeteriade – Hoffmann, Heinrich. Bastian der Faulpelz. Eine Bildergeschichte für Kinder. 14. Auflage. Frankfurt am Main, Litterarische Anstalt (Rütten und Loening) o. J. (1918). 4°. 24 eins. bedr. Blatt mit farblithogr. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Vgl. Bilderwelt 330. Rühle 426 a. Seebaß II, 872. Stuck-Villa I, 149. Wegehaupt II, 1590. – GV datiert für die 10. Auflage 1913 und für die 20. Auflage 1925. – „Bastian ist eine typische Figur der Struwwelpeter-Familie: sein Laster ist die Faulheit, und ihretwegen wird er zum verkommenen, kränklichen Bettler, der einen einsammen Tod stirbt. Im äußeren Erscheinungsbild läßt Hoffmann Elemente des ABC-Buches einfließen, indem personifizierten Buchstaben Bastian im Traum vergeblich von der Notwendigkeit des Lernens zu überzeugen versuchen“ (R. Rühle). – Rücken unauffällig erneuert, Deckel berieben und angestaubt, Innengelenke mit Papierstreifen verstärkt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade |
80,-- | ![]() |
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| Metz, Josefa. Kasperl auf Reisen. Mit Bildern von Eva Herrmann, geschrieben von Martha Meisel-Kallmann. München, Verlag der Münchner Drucke 1924. Quer-8°. [20] Bl. mit 9 handkolorierten lithographierten Tafeln sowie Illustrationen und Vignetten im Text. Orig.-Pappband mit handkolorierter Deckelillustration.
Doderer-Müller 582. Klotz 4618/5. Nicht bei Rodenberg. – Außergewöhnliches, durchgehend lithographiertes Kasperlbuch, das in einer limitierten Auflage von nur 500 Exemplaren erschien, von denen 250 für den Handel bestimmt waren. Das bei Wolf & Sohn, München hergestellte Buch ist „Dem warmherzigen Dichter und Neu-Beleber der Kasperlkomödien seines Großvaters, Franz Pocci“ gewidmet und erschien anlässlich der Geburt eines Neffen des Verlegers. – Mit beeindruckenden humorvollen Illustrationen (Kasperltheater, Autounfall, Kino, Schule, Straßenbahn, Zoo etc.), Art-Deco-Buchschmuck und reizvollen farbigen Vorsätzen (Kasperl). Das Deckelbild zeigt Kasperl auf einem rosa Nilpferd. – Die deutsch-amerikanische Malerin, Karikaturistin und Illustratorin E. Herrmann (1901-1978) war die Tochter des amerikanischen Malers Frank S. Herrmann. In München geboren und aufgewachsen war sie eng mit Erika und Klaus Mann und später mit Johann R. Becher befreundet. In den späten zwanziger Jahren war sie in den USA eine gefragte Karikaturistin. In den dreißiger Jahren lebte sie in Sanary-sur-Mer und lernte dort Aldous Huxley und Lion Feuchtwanger kennen. 1939 kehrte sie in die USA zurück. – Vorderdeckel gebräunt und leicht fleckig, Kanten etwas berieben, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Kasperle, Künstlerbilderbücher, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Privatdruck |
850,-- | ![]() |
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