Kinder- und Jugendbücher / Märchen und Sagen / Volksbücher
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Metz, Josefa. Kasperl auf Reisen. Mit Bildern von Eva Herrmann, geschrieben von Martha Meisel-Kallmann. München, Verlag der Münchner Drucke 1924. Quer-8°. [20] Bl. mit 9 handkolorierten lithographierten Tafeln sowie Illustrationen und Vignetten im Text. Orig.-Pappband mit handkolorierter Deckelillustration.
Doderer-Müller 582. Klotz 4618/5. Nicht bei Rodenberg. – Außergewöhnliches, durchgehend lithographiertes Kasperlbuch, das in einer limitierten Auflage von nur 500 Exemplaren erschien, von denen 250 für den Handel bestimmt waren. Das bei Wolf & Sohn, München hergestellte Buch ist „Dem warmherzigen Dichter und Neu-Beleber der Kasperlkomödien seines Großvaters, Franz Pocci“ gewidmet und erschien anlässlich der Geburt eines Neffen des Verlegers. – Mit beeindruckenden humorvollen Illustrationen (Kasperltheater, Autounfall, Kino, Schule, Straßenbahn, Zoo etc.), Art-Deco-Buchschmuck und reizvollen farbigen Vorsätzen (Kasperl). Das Deckelbild zeigt Kasperl auf einem rosa Nilpferd. – Die deutsch-amerikanische Malerin, Karikaturistin und Illustratorin E. Herrmann (1901-1978) war die Tochter des amerikanischen Malers Frank S. Herrmann. In München geboren und aufgewachsen war sie eng mit Erika und Klaus Mann und später mit Johann R. Becher befreundet. In den späten zwanziger Jahren war sie in den USA eine gefragte Karikaturistin. In den dreißiger Jahren lebte sie in Sanary-sur-Mer und lernte dort Aldous Huxley und Lion Feuchtwanger kennen. 1939 kehrte sie in die USA zurück. – Vorderdeckel gebräunt und leicht fleckig, Kanten etwas berieben, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Kasperle, Künstlerbilderbücher, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Privatdruck |
850,-- | ![]() |
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| Teffi (d. i. Nadejda Alexandrovna Lokhvitskaia). Baba-Jaga. Narodnaja skazka. (Russisch: Baba-Jaga. Volksmärchen). Risunki (Bilder) N(atal’ja) Paren (Nathalie Parain). Paris, YMCA Press (1932). Gr.-4° (32,5 x 28,5 cm.). [12] Bl. mit meist ganzseitigen farblithographierten Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Bilderwelt 2792. Lemens/Stommels 145 u. 411 ff. (mit mehr. Abb.). Lévèque/Plantureux 208 (mit Abb.). Passagen S. 46 u. S. 73 (mit Farbabb. S. 59). Vgl. Slg. Cotsen 1974 u. Slg. Hürlimann 2887 (beide franz. Ausgabe, mit ganzs. Farbabb. im Tafelteil). – Erste Ausgabe dieses sehr seltenen, von der Künstlerin im Exil in Frankreich veröffentlichten, russischen Bilderbuchs. Gegenüber der franz. Ausgabe „grosszügiger im Format (und) schöner im Druck“ (E. Waldmann). – Das Märchenbilderbuch von der Hexe Baba-Jaga erschien im selben Jahr auch auf Französisch bei Flammarion in der Serie „Albums du Père Castor“, deren künstlerischen Stil die Illustratorin entscheident mitprägte. 1935 erschien eine englische Ausgabe in New York. – Die erfolgreiche französische Bilderbuch-Serie an der vorwiegend russische Künstler mit arbeiteten geht zurück auf die erste Ausstellung russischer Kinderbücher in der Galerie Bonaparte in Paris 1929. – N. Paren (1897-1958) ist bekannter unter ihrer französischen Namensform Nathalie Parain. – Deckel im Rand gebräunt und leicht fleckig, obere Ecke am Vorderdeckel mit Knickspur, gutes Exemplar des einflussreichsten und erfolgreichsten russischen Bilderbuchs des 20. Jahrhunderts. Schlagwörter: Exilliteratur, Märchenbilderbücher, Russische Kinderbücher, YMCA Press |
1.200,-- | ![]() |
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| Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. Der Struwwelpeter. Lustige Geschichten und drollige Bilder. 51.-70. Tausend. München, Lukas Cranach Verlag (1957). 4°. 28 S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Rühle 75 (Anm.). Vgl. Klotz 2780/35 (Ausgabe von 1948). – Die erste Ausgabe erschien 1948 bei Federmann in München. – „Der Hintergrund der Einbandillustration wirkt auf Grund des Rasterdrucks wie punktiert… Man kann kaum davon ausgehen, daß der Federmann-Verlag, 1946 als einer der vielen neuen Nachkriegsverlage gegründet, nach einem Zeitraum von 5 Monaten (die 1. Aufl. erschien im Nov. 1948) erneut eine derart hohe Auflage herausgegeben und mit der Auflagenangabe wieder von vorne begonnen hat. Höchstwahrscheinlich handelt es sich insgesamt nur um eine Auflage von 50000, deren spätere Bindequoten einen aktualisierten bzw. leicht veränderten Druckvermerk erhielten“ (R. Rühle). – Vorderdeckel mit kleiner Abriebstelle, schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Federmann, Struwwelpeter(iaden) |
40,-- | ![]() |
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| Hoffmann, Franz (Friedrich Alexander). Weihnachten. Eine Erzählung für meine jungen Freunde. 7. Auflage. Stuttgart, Schmidt & Spring (ca. 1888). Kl.-8° (14,5 x 10,5 cm.). 109 S. mit 4 Stahlstich-Tafeln und 3 teils weißgehöhten Orig.-Bleistift-Zeichnungen (Blattgr. 12 x 8,5 cm.) von (Carl Ferdinand Mayer). Illustr. Orig.-Pappband. (Franz Hoffmann’s Jugendbibliothek, Band 54).
Wegehaupt II, 1567. – Erschien zuerst 1855. – Mit den Orig.-Entwürfen für die zweite, dritte und vierte Tafel, jeweils in dreiteiliger Bildaufteilung. – Der Künstler, Grafiker und Verleger C. F. Mayer (auch Karl Mayer oder Meyer, 1798-1868), Schüler von Friedrich Fleischmann, gründete 1828 in Nürnberg ein „Atelier für Kupferstich und Druckerei“, übernahm später den Verlag der Frauenholzschen Kunsthandlung und gab mit seiner Carl Mayer’s Kunst-Anstalt eigene Bilderwerke heraus, die er dem Sortimentsbuchhandel direkt anbot. – Der Jugendschriftsteller Franz Hoffmann (1814-1882) „hat in vierzig Jahren etwa 250 größere und kleinere Erzählungen geschrieben, oft unter Zwang vertraglich festgesetzter Termine.“ (M. Dierks in LKJ II, 555 ff.). – Einband angestaubt, Rücken im unteren Drittel mit Fehlstelle, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Original-Vorlagen, Originalzeichnung, Weihnachten |
240,-- | ![]() |
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| Forrer, Clara. Jungbrunnen. Erster Band: Ein Buch für Kinder. Mit Bildern von Ernst Georg Rüegg. 1. und 2. Tausend. Zürich, Orell Füßli o. J. (1910). 4°. 62 S. mit teils farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
SBI 144 und S. 65. – Erste Ausgabe; mit eigenhändiger Widmung von C. Forrer „Dem lieben Max Holzmann ein Weihnachtsgrüsschen von der Tante, die dieses Buch geschrieben hat. 1910“. Mit Versen in Schweizer Mundart. – Die Züricher Lyrikerin Clara Holzmann-Forrer (1868-1950) „heiratete 1889 Musikalienhändler und Sänger Adolf Holzmann. Mit ihm hatte sie drei Kinder, darunter den späteren Maler und Graphiker Adolf Holzmann (1890–1968). Als Hausfrau und Mutter fand Clara Forrer nur unregelmässig Zeit für ihre schriftstellerische Neigung, so dass ein weiterer Band mit Gedichten unter dem Titel Blütenschnee: neue Gedichte erst 1895 publiziert wurde. Dieser Band erschien im Zürcher Verlag Raustein. Ein dritter Gedichtband, mit dem Titel Neue Gedichte, nahm weitere dreizehn Jahre Arbeit in Anspruch. Dieser erschien im Jahr 1908 beim Verlag Orell Füssli in Zürich. Im selben Verlag veröffentlichte sie 1910 Ein Buch für Kinder als ersten Band der Serie Jungbrunnen gemeinsam mit dem Maler und Illustrator Ernst Georg Rüegg (1880–1948), der von 1916 bis 1948 als Zeichenlehrer an der Kunstgewerbeschule Zürich wirkte (1916 bis 1948)“ (Wikipedia). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Helvetica, Jugendstil, Mundart, Schweizer Kinderbücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
140,-- | ![]() |
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| Grimm, (Jacob und Wilhelm). Märchen. Bilder von Moritz Kennel. Hänsel und Gretel – Hans im Glück – Der Wolf und die sieben Geisslein – Das tapfere Schneiderlein – Rotkäppchen. Zürich, Konstanz, Artina Verlag (1961). 4°. [23] Bl. mit teils ganzs. farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
SBI 650 und S. 44. – Einzige Ausgabe des Schweizer Märchenbilderbuchs. – M. Kennel (1911-1984) arbeitete seit 1945 als Werbegraphiker und Illustrator. „Er illustrierte zahlreiche Bilderbücher, vor allem Märchen, ausserdem mehrere Folgen der Bild geschichten von Ringgi und Zofi. Nach Kindheitserinnerungen entstanden die beiden Bücher „Die Bergbahn“ und „Tripp-trapp Resli“, die beide die Rigi als Schauplatz haben. Die Bilder haben ausgeprägt erzählerischen Charakter, sie erina usgeprägt erzählerischen Charakter, sie eringen, auf denen mehrere Episoden des Handlungsablaufs zu einer Einheit komponiert sind“ (V. Rutschmann). – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Märchen, Märchenbilderbücher |
50,-- | ![]() |
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| Grimm, (Jakob und Wilhelm). Schneewittchen. Aus Grimms Märchen. Ziehbilderbuch von Hilde Langen. Stuttgart, Waldorf-Spielzeug & Verlag (1926). Quer-Gr.-4° (30,5 x 40,5 cm.). [15] Bl. mit illustr. Titel, 12 Farbtafeln, davon 7 mit Ziehmechanismus. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Lexow-Hahn, Das Kind im Bild. Buergerl. Kindauffassungen im Spiegel von Maerchenbildern mit bes. Beruecks. anthroposoph. Maerchen-Alben aus d. Werkstatt von Hilde Langen in Dornach. Basel 1988. Nicht bei Laub, Seebaß und im SBI. – Erste Ausgabe des seltenen ersten anthroposophischen Spielbilderbuchs. Die beweglichen Teile lassen sich mithilfe von, teils mehreren Ziehstreifen bewegen. – Die Steiner-Schülerin Hilde Langen (1901-1979) hat einige Märchen-Bilderbücher und Künstler-Postkarten gestaltet. – Von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen sehr gut erhalten, alle Mechanismen voll funktionsfähig. Schlagwörter: Anthroposophie, Anthroposophy, Märchen, Märchenbilderbücher, Schweizer Kinderbücher, Spielbilderbücher |
240,-- | ![]() |
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| Holting, Gustav (d. i. Karl Gustav Winkelmann). Der kleine Däumling. Nach dem Französischen. Berlin, Winckelmann und Söhne o. J. (1841). Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm.). 24 S. mit 16 handkolorierten Vignetten in Federlithographie von T(heodor) H(osemann). Pappband der Zeit mit montiertem illustr. Orig.-Umschlag.
Brieger, Hosemann 65. Wegehaupt III, 1726. Vgl. Bilderwelt 266. Hobrecker, Frankfurt 153. Rümann. Illustr. Bücher 862. Rümann, Kinderbücher 189 (mit Farbabb.) und Wegehaupt I, 1018 (Alle französische Ausgabe). – Erste Ausgabe. – Das Märchen ist der Perrault’schen Fassung von Winkelmann neu nacherzählt. – „Hosemann streut Vignetten in den Märchentext ein, der als preiswerte Monographie erschienen ist. Diese Art der Durchsetzung hat als erster Pocci im „Märlein von Sneewittchen“ (1837) angewandt“ (A. Petri in Bilderwelt). – Rücken erneuert, Umschlag berieben, Name auf dem Titel, im Blattrand teils fingerfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Märchen u. Sagen, Winckelmann & Söhne |
240,-- | ![]() |
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| Strachwitz, Marta (v.). Aschenbrödel. Bilderbuch von Hilde Langen. Dornach, Verlag der Werkstatt „Zu den sieben Zwergen“ (1941). Quer-4°. 11 (6 Doppel-)Bl. mit teils ganzs., (10 farb.) Illustrationen, Ausstanzungen und einigen beweglichen Teilen. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Deckelillustration.
Klotz 7164/1. Nicht im SBI. – Seltenes anthroposophisches Spielbilderbuch, bei dem verschiedene Türen und Fenster geöffnet werden können. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Anthroposophie, Märchen, Märchenbilderbücher, Schweizer Kinderbücher, Spielbilderbücher, Verlag der Werkstatt „Zu den sieben Zwergen“ |
180,-- | ![]() |
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| Simrock, Karl (Hrsg.). Das kleine Heldenbuch. Stuttgart und Augsburg, J. G. Cotta 1859 Kl.-8°. [2] Bl., 725 S. Halbledereinband des 20. Jahrhundert mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Goedeke XIII, 573, 74. LKJ III, 399 f. – Erste Ausgabe. – Mit den Sagen: Walther und Hildegunde, Alphart, Der hölzerne Siegfried, Der Rosengarten, Das Hildebrandslied, Ornit und Hugdietrich und Wolfdietrich. Von Karl Simrock (1802-1876) „oft dichterisch ausgestaltete Übersetzungen aus dem … Mittelhochdeutschen“ (C. Freitag in LKJ) – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Sagen |
50,-- | ![]() |
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| May, Karl. Karl Mays Wild-West- & Amerika-Romane. Leipziger Ausgabe, Erzählungen getreu nach den Erstausgaben herausgegeben von Fritz van Eycken. 4 Bände. Leipzig, Haffmans Verlag bei Zweitausendeins (2015). 8°. Orig.-Leinenbände mit illustr. Bauch-Binden in farbig illustr. Pappschuber.
I-III. Winnetou der rote Gentleman, Reiseerzählungen. Leipziger Ausgabe getreu nach der Erstausgabe. IV. Der Schatz im Silbersee. Erzählung. – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Abenteuer |
20,-- | ![]() |
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| Burkhard, Balthasar und Markus Jakob. „Klick!“ sagte die Kamera. Baden, Lars Müller (1997). Quer-4° (24 x 35 cm.). 21 Duotone-Tafeln auf dünnem Karton mit rückseitigem Text von M. Jakob. Illustr. Orig.-Pappband mit Metall-Ringheftung.
Schweizer Fotobücher 454 ff. – Erste Ausgabe. – „Zwanzig Tiere treffen sich zum Schönheitswettbewerb beim Fotografen. Auf Balthasar Burkhards Porträts sind alle Tiere gleichermassen schön. Die Protagonistin der Geschichte ist eine scheue Eselin, die dem fröhlichen Treiben zusieht. Liebevoll und mit viel Humor beschreibt Markus Jakob das illustre Stelldichein“ (Lars Müller). – B. Burkhard, Lehrling von Kurt Blum in Bern, „arbeitete zunächst als Dokumentarfotograf der Kunsthalle Bern, bevor er im Jahr 1969 seine Künstlerlaufbahn begann. Seine Arbeiten wurden vor allem im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunst ausgestellt, in der Fotografieszene tauchte sein Name nur selten auf. Dabei brachte er durchaus seine Fähigkeit als klassischer Fotograf zur Geltung – mit Werken in Schwarzweiss und im Grossformat. Das Buch „Klick!, sagte die Kamera“ kann denn auch als eine Hommage an die Geschichte der Fotografie gedeutet werden. Burkhard ist in die Rolle eines Studiofotografen geschlüpft. Indem er die Zirkustiere vor einem Laken posieren lässt, schliesst er alles Exotische aus. Bei seinen Bildern denkt man an Porträts des 19. Jahrhunderts, als Fotografen ihr Studio auf den Jahrmärkten aufbauten. Die serielle Vorgehensweise verweist aber auch auf eine wegweisende Arbeit des 20. Jahrhunderts, die Urformen der Kunst von Karl Blossfeldt. Das 1928 erschienene Fotobuch führte ein, was später zu einem Merkmal der deutschen Fotografie werden sollte: die Beschäftigung mit „Typologien“. Die seriellen Aufnahmen erlaubten es, die individuellen Merkmale einer Kategorie herauszuarbeiten. August Sander ging bei seiner Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Typen ähnlich vor. Ein spätes Echo auf diese Arbeiten der 1920er-Jahre. Mit seinem Ansatz beugt er, genau wie die Fotografen der Neuen Sachlichkeit, jedwedem subjektiven Ausdruck vor. Diese stringente und ungekünstelte Vorgehensweise findet sich auch bei anderen Künstlern seiner Generation wieder, so etwa bei Bernd und Hilla Becher. Das Subjekt, das seinem Kontext enthoben ist, wird zum Motiv“ (N. Herschdorfer in Schweizer Fotobücher S. 457). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Schweizer Kinderbücher |
60,-- | ![]() |
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| Zwart, Piet. Het boek van PTT. Dit boekje werd in opdracht van en in samenwerking met het Hoofdbestuur der Posterijen, Telegrafie en Telefonie, samengesteld door Piet Zwart. Leiden, Nederlandische Rotogravure Mij. 1938. 4° (25 x 18 cm.). 49 S. mit farbigen Illustrationen und Foto-Montagen. Farbig illustr. Orig.-Broschurumschlag.
Brentjens, Piet Zwart, (2008), 235 ff. Le Guen, Cent cinquante ans de photolittérature pour les enfants 66 f. Purvis/De Jong, Nederlands grafisch ontwerp van de negentiende eeuw tot nu, 121 ff. Nicht bei Heiting, Dutch Photo Publications 1918-1980. – Erste Ausgabe des interessanten Foto-Bilderbuchs des berühmten niederländischen Architekten, Typografen, Designer und Fotografen Piet Zwart (1885-1977). – „Lire un manuel sur le fonctionnement des postes, télécommunications et télégrammes hollandais n’a certainement rien de très attrayant pour un enfant, à moins que son auteur ne le transforme livre-spectacle, comme dans cet Het Boek van PTT, paru en 1938. Tout est dans le visuel, dans la construction architecturale d’une double page, qui dans un même espace rassemble texte et reproductions de cartes, photographies d’objets, de personnes faisant la queue au bureau de poste, de personnages en carton – qui ne sont pas sans rappeler ceux que Varvara Stepanova réalise pour Rodtchenko –, de photomontages… Le tout accompagné de multiples couleurs, d’une typographie variée et variable dans sa taille et perturbée par l’irruption de mots manuscrits! L’humour ne manque pas, avec ce monstre enfermé dans un paquet, pas plus que l’irrationnel, avec ces paysages imaginaires parcourus par un postier qui semble emporté par la vitesse. Aux commandes de cet ouvrage, Piet Zwart, architecte, typographe, designer hollandais, proche du mouvement De Stijl et de la revue du même nom, en contact avec Lissitzky, Rodchenko, Doesburg, Schwitters et les membres du Bauhaus. Il semble réaliser avec ce livre une compilation de toutes les avant-gardes des années 1930“ (L. de Guen). – Umschlag etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Avantgarde, Fotomontage, Niederl. Kinderbücher, Niederlande, Photo montage, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Post |
1.400,-- | ![]() |
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| Struwwelpeteriade – Hobrecker, Karl (Max Stephan). Rundfunk-Struwwelpeter. Erfindung und Text von Karl Hobrecker. Zeichnung nach H(einrich) Hoffmann von M(aria ?) Aveirinós. Oldenburg i. O., Gerhard Stalling 1926. Kl.-8° (15,5 x 9 cm.). Leporello, [12] einseitig bedruckte Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Nürnberger Bilderbücher, Band 48).
Baumgartner III, 14. Evers, Von Struwwelhitler bis Punkerpeter 8 f. Hobrecker, Braunschweig 3375. Hobrecker, Frankfurt 126. Klotz 2716/23. Liebert, Stalling 48. Oldenburg/Künstler 204. Pressler S. 204 (Abb. 132). Rühle I, 1186. Stuck-Villa II, 216. – Sehr seltene Struwwelpeter-Parodie auf die damals aufkommende Rundfunktechnik. – Mit Bildern und vierzeiligen Versen: Der Struwwelpeter; Der böse Friederich; Paulinchen; Der Mohr; Die Tintenbuben; Niklas; Der wilde Jäger; Der Daumenlutscher; Kaspar; Der Zappelphilipp; Hans (Guck-in-die-Luft) und Der fliegende Robert. – „Bei Hobreckers Struwwelpeter-Bilderbuch handelt es sich um die Verstrickung der bekannten Hoffmannschen Figuren in die Errungenschaften der Rundfunktechnik. Dabei geht es dem Autor nicht um eine durchgängige Handlung, die Figuren dienen vielmehr als Aufhänger für die verschiedenen, voneinander unabhängigen Vierzeiler. Die Zeichnungen Avierinos nehmen die Hoffmannschen Originale zur Grundlage, um sie dann durch die Ausstattung mit rundfunk-technischen Gerätschaften zu verfremden. Dort, wo dem Original-Struwwelpeter aufs unbändigste Haare und Fingernägel sprießen, zucken beim Rundfunk-Struwwelpeter grelle Blitze. Hobreckers durchweg positive Darstellung des neuen Mediums gipfelt in ‚Drum Melde-Niklas / warnend spricht: / Vergeßt nur die Bezahlung nicht!‘ (und) ‚Ja, ja, wer ehrlich / rundfunkt, / Wird nicht ins Tintenfaß getunkt‘ (und) ‚Der Mohr, die Tinten- / bubenschaft / Schwarzhörer sind es schauderhaft‘.“ (Oldenburg-Künstler). 1924/1925 erschien ein Vorabdruck mit 9 Illustrationen in „Die Arche Noah“, Jugendbeilage der Zeitschrift „Daheim“ (vgl. Rühle II, 1186 c). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Rundfunk, Rundfunkgeschichte, Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade, Technik |
950,-- | ![]() |
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| (Solms-Hohensolms-Lich), E(mma Fürstin zu). Wie Pumpelmann entstanden ist. Deutsche Handschrift auf Papier. (Lich) 11. Juni 1927. Gr.-8° (22 x 17,5 cm.). [18] Bl. mit eigenhändiger Widmung und 16 (12 aquarellierte) Tuschezeichnungen mit kalligraphischen Versen in Rot und Schwarz. Orig.-Pappband mit farbigem Deckelschild.
Originalmanuskript zu dem im selben Jahr bei Kindt in Giessen gedruckten Bilderbuch (Exemplar liegt bei). – Mit der Widmung auf dem Vorsatz „Für meinen lieben Enkel Philipp zu seinem dreijährigen Geburtstag am IIten Juli 1927 von seiner Großmama „E.“ – „Angeregt durch mancherlei Beschäftigung mit meinem dreijährigen Enkel, kam ich auf den Gedanken, den bekannten Kinderreim: „Punkt, Punkt, Komma, Strich, Fertig ist der Pampelmann“, weiter auszubauen und aus dem ersten Punkt einen ganzen „Pampelmann“ entstehen zu lassen. Die Zahl meiner Enkel hat sich seitdem beträchtlich vermehrt und alle Haben viel Spaß daran, das so entstandene Buch „Pumpelmann“ anzusehen und, während sie die unter der Zeichnung stehenden Worte hersagen, auch die betreffenden Striche dazu zu machen. Groß ist das Vergnügen, wenn dann am Schluß des Buches ein selber hergestellter Pumpelmann entstanden ist. Um auch anderen Kindern diese lustige Beschäftigung zu verschaffen, will ich das Buch nun in die Welt hinausschicken“ (E. zu Solms-Hohensolms-Lich im Vorwort zur gedruckten Ausgabe). – Emma Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich, Prinzessin zu Stolberg-Wernigerode (1875-1956) war die Gattin von Carl Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich (1866-1920) und die Tochter von Otto zu Stolberg-Wernigerode (1837-1896), der Vizekanzler unter Otto von Bismarck war. – Rücken der gedruckten Ausgabe am Fuß mit kl. Fehlstelle, sonst beide Bände von Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen gut erhalten. Schlagwörter: Bilderbuch-Manusskript, Handschriften, Originale, Originalzeichnung |
750,-- | ![]() |
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| Doisneau, Robert. 1, 2, 3, 4, 5. Compter en s’amusant. (Conçu et mis en page par Albert Plécy). Lausanne, La Guilde du Livre et Editions Clairefontaine (1955). 4°. [15] Bl. mit 12 Duetone-Tafeln und 12 farbig illustr. Ziffern. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.
Bilderwelt 2701. Koetzle, Fotografen A-Z 98. Parr/Badger I, 187 ff. (mit Abb.). – Seltene erste Ausgabe des berühmten Photo-Bilderbuchs zum Zählen lernen. – Auf witzig-spielerische und humorvolle Art und Weise werden Menschen, Tiere und Dinge aus der Kinderwelt dargestellt, um zum Zählen von 1 bis 12 zu animieren. – Exemplar mit der Umschlag-Darstellung eines Kleinkinds, das seine Zehen zählt; es gab auch eine Variante mit der Darstellung von 2 hoch gehaltenen Kinderhänden mit Blumenköpfen auf den Fingern. Die im selben Jahr erschiene deutsche Ausgabe mit einer Aufnahme des Eiffelturms auf dem Umschlag. – „Die Arbeiten von Robert Doisneau stellen eine der eindruckvollsten Leistungen der als ‚humanistische Reportage‘ bekannten Richtung der Fotografie dar. … Doisneaus Fotos sind das Ergebnis von Geduld, Reflexion, komplitzenhafter Teilnahme und Betroffensein. Mit ihren weitgehend urbanen Inhalten erfassen sie aber auch ein bestimmendes Element der Moderne“ (P. Hamilton in Koetzle). – Schutzumschlag am Rücken geringf. berieben, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Französische Kinderbücher, Juvenile literature, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Rechenbücher |
320,-- | ![]() |
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| Luedecke, Heinz. Williams’ neues Autobuch oder Wer gewinnt die Wette? Gezeichnet von Oscar Nerlinger. Fotos von Christian Nicolai. Potsdam, Williams & Co. o. J. (1939). Quer-4° (23,5 x 32 cm.). 38 S. mit illustr. Titel und 16 Farbtafeln mit Fotomontagen sowie einer Tafel mit Verkehrszeichen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Flechtmann, Williamsverlag 61. Nicht bei Heidtmann. – Einzige Ausgabe des interessanten Bilderbuchs. Die Tafeln mit einmontierten Fotografien von 51 verschiedenen Fahrzeugen (PKW, LKW und Busse), darunter Adler Trumpf, BMW 326 und 328, DKW Meisterklasse, Fiat 500 Topolino, Ford Eifel, Graham Special, VW KDF (Ur-Käfer), Mercedes 500, Maybach Zeppelin, Morris MG Sport, Opel Kapitän, LKW und Busse von Borgward, Büssing, Ford, Henschel und M.A.N. sowie Rennwagen von Autounion und Mercedes. Alle abgebildeten Fahrzeuge mit den technischen Daten und teils mit Preisangaben in Reichsmark. – Der im April 1924 in Berlin von Edith Jacobsen (geb. Schiffer, 1891-1935), Edith Weinreich-Williams und Annie Williams (geb. Ball) gegründete Verlag Williams & Co. war besonders mit seinen Kinderbuch-Klassikern Pu der Bär von A. A. Milne und Emil und die Detektive von Erich Kästner in den späten 1920er Jahren erfolgreich. „1933 musste Edith Jacobsohn über Wien und die Schweiz nach England emigrieren. Sie überließ die Geschäftsführung ihrer Mitarbeiterin Cecilie Dressler. Im selben Jahr kaufte Kurt Leo Maschler, damals schon Inhaber mehrerer Verlage, den Verlag Williams & Co. Zwei Jahre später gründete er zusätzlich in Basel den Atrium Verlag, damit Erich Kästner, dessen Texte inzwischen in Deutschland verboten waren, seine Bücher weiterhin veröffentlichen konnte. Fast alle Rechte des Williams-Verlags übertrug Maschler, um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen, an den Atrium-Verlag in der Schweiz. Cecile Dressler erwarb 1936 von Maschler Anteile am Verlag, der jetzt für einige Jahre unter der Bezeichnung Williams-Verlag, Inhaberin Cecilie Dressler firmierte. 1941 erfolgte eine Umbenennung in Cecilie Dressler Verlag. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Cecilie Dressler Eigentümerin des Verlages, der 1971 von der Verlagsgruppe Friedrich Oetinger übernommen wurde“ (Wikipedia). – Deckel leicht angestaubt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Verkehrs-Bilderbücher |
480,-- | ![]() |
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| Meissen, Conny. Thomas schreibt aus Mexiko. Berlin, Atlantis Verlag (1938). Gr.-8°. 48 S. mit 4 Farbtafeln und Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Slg. Hürlimann 930. LKJ II, 463. – Erste Ausgabe. – „Durch Bild und Text versucht M., immer wieder auf die Umwelt, Kenntnisse und Erfahrungen ihrer kindlichen Leser rekurrierend, Informationen über ferne Kontinente… und deren Bewohner zu vermitteln und durch den „Blick für die fremde Art“ zur Toleranz und Völkerverständigung beizutragen…“ (R. Rauter in LKJ). – Conny Meissen (1887-1961), Verfasserin der berühmten „Männchen“-Bilderbücher, wanderte in den dreißiger Jahren nach Mexiko aus. – Schutzumschlag etwas angestaubt und mit geringf. Randläsuren, gutes Exemplar. Schlagwörter: Geographie, Mexiko |
60,-- | ![]() |
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| Fibel – Gärtner, Emil und Eduard Gerweck (Hrsg.). Kinderfibel. Bühl, Konkordia (1943). Gr.-8°. 96 S. mit 73 farbigen Illustrationen von Karl Geitz. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
May-Schweitzer 137. Vgl. Waldschmidt 117 (Ausg. von 1942 mit Abb.). – Erschien zuerst 1935. – „Die Leselernmethode dieser Fibel ist eine Mischung aus analytisch-synthetischer Methode und Ganzheitsmethode… Politisch zählt diese Fibel zu den weniger militanten Erstleseschriften. Zwar tragen alle Jungs die braunen Hemden der Hitlerjugend, aber auf allzu starke Propaganda hat man verzichtet. Textlich basiert die Fibel zum großen Teil auf Kinderliedern und Reimen, die fast alle traditionelles Fibelgut sind“ (May/Schweitzer). – Einband leicht braunfleckig, papierbedingt etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Fibeln, Schul- und Lehrbücher |
60,-- | ![]() |
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| Fibel – Zimmermann, Otto. Hansa-Fibel. Erstes Lesebuch für Hamburger Kinder. Ausgabe K I. 8. Auflage. Braunschweig und Hamburg, Georg Westermann 1926. 8°. Titel, VIII, 104 S. mit farbigen Illustrationen von Eugen Osswald. Illustr. Orig.-Halbleinenband.
Vgl. Bilderwelt 1962. May-Schweitzer 103 (mit 3 Abb.). Müller 82. Ries 762, 24. Waldschmidt 90 (mit Abb. S. 51). – „Die „Hansa-Fibel“ ist ein Meilenstein deutscher Fibelgeschichte. Sie ist Vorbild für eine Vielzahl anderer Fibeln geworden. Sie hat Figuren, Typen, Motive und Szenen geschaffen, die immer wieder aufgegriffen und variiert worden sind. Die Fibel spiegelt die aufgeklärte und psychologisch bewußte und geschulte Pädagogik der zwanziger Jahre wieder. Ursprünglich für die Hamburger Schulen konzipiert fand sie in ganz Deutschland Verbreitung und Nachahmung“ (May-Schweitzer). – „Nach Zimmermann soll die Fibel sowohl für den Synthetiker als auch den Analytiker zu gebrauchen sein. Der letzte möge die ersten Seiten überschlagen… Daß die Bilder nicht nur der Lautvermittlung dienen sollen, sondern auch den Kindern Spaß und Freude machen werden, sieht man ihnen an“ (Havekost-Klattenhoff C-22). – Sehr gutes Exemplar der berühmten Fibel. Schlagwörter: Fibeln, Hamburg, Schul- und Lehrbücher |
60,-- | ![]() |
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| Faller, Lies. Our tiny darlings ! A picture-book for children. Karlsruhe, Kunstdruckerei Künstlerbund o. J. (1948). 4°. [14] Bl. mit farb. illustr. Titel und 11 ganzs. farb. Illustrationen von Leo Faller. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Picture-Book Nr.1).
Vgl. Muck II, 6662 und Slg. Kling 64 (beide deutsche Ausgabe mit dem Titel: „Vogel, Katze, Käfer, Kind!“). – Sehr seltene englische Ausgabe für die Kinder der US-Armee, die bis 1995 in fünf Kasernen in Karlsruhe und Ettlingen betrieb. – „Die Vermenschlichung der Tierwelt nimmt hier eine Zwischenstellung zwischen Jugendstil und Comic ein. Sie erinnert teilweise an „Lurchis Abenteuer“, die späteren Werbehefte der Schuh-Firma Salamander.“ (V. Haase in Slg. Kling). Text in Schreibschrift. – Kanten und Deckel etwas berieben, papierbedingt leicht gebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Karlsruhe, Kunstdruckerei Künstlerbund |
70,-- | ![]() |
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| Album (Deckeltitel). Ohne Ort, Druck und Jahr (Mulhouse, Engelmann um 1860). Quer-4° (22 x 32 cm.). 20 handkol. lithogr. Tafeln. Orig.-Pappband mit goldgepr. Deckeltitel und Deckelvergoldung.
Bilder-Album ohne Text mit 20 Genre- und Kinderszenen: Bärenjagd, raufende Jungen, kleiner Junge welcher einen schlafenden Wanderer bestehlen will, drei Schiffbrüchige, Kückenszene, Marktszene, Schulszene, Großmutter mit ABC-Buch etc. – Mit einem Etikett der Elsässer Lithographie-Anstalt Engelmann Père & Fils. Der Zeichner und Lithograph Godefroy Engelmann (1788-1839) erhielt am 31. August 1837 zusammen mit seinem Sohn Jean ein zehnjähriges Patent für „ein neues lithografisches Farbdruckverfahren“, das sie „lithocolore impression“ und bald darauf „chromolithographie“ nannten. – Rücken mit Fehlstellen, Kanten berieben, vorderes Innengelenk angeplatzt und unsachgemäss geklebt, sonst gut erhalten. |
250,-- | ![]() |
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| Musäus, J(ohann) (Karl) A(ugust). Volksmährchen der Deutschen. Mit einem Vorwort von Friedrich Jacobs. Neue Auflage. 5 Teile in 1 Band. Gotha, Ettingersche Buchhandlung 1838. Kl.-8° (14,5 x 11,5 cm.). Mit 5 gestoch. Titelvignetten. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und goldgepr. Supralibros „The Society of Writers to the Signet“.
Goedeke IV 1, 580, 5. LKJ II, 523 ff. – Dritte Auflage der zuerst 1782 bis 1786 erschienenen Kunstmärchen. Jeder Band mit gestoch. Titelblatt mit reizvollen Vignetten. – „M. hat in seiner Sammlung Märchen, Sagen der Geschichte und Lokalsagen, Legenden, Wunder- und Spukgeschichten nebeneinander gestellt und ihre Motive unbedenklich verknüpft. Er gewann die Stoffe aus mündlicher Überlieferung, aus alten Chroniken, altdeutschen Mythen und zeitgenössischen, vor allem aus Frankreich kommenden Feenmärchen und Sagen“ (M. Dierks in LKJ). – Gelenke etwas angeplatzt, Deckel und Kanten geringfügig berieben, gutes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar aus der Bibliothek der schottischen Juristen-Vereinigung The Society of Writers to His Majesty’s Signet (gegründet 1594 in Edinburgh). Schlagwörter: Märchen u. Sagen |
240,-- | ![]() |
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| Florian, (Jean-Pierre Claris) de. Fables. Illustrustrée par J(ean) I(gnace) (Isidore) Grandville. Suivies de Tobie et de Ruth. Poemes tirés de l’écriture Sainte et précédées d’une notice sur la vie et les ouvrages de Florian par P. J. Stahl (d. i. Pierre Jules Hetzel). Paris, J.-J. Dubochet et Cie. 1842. Gr.-8° (24 x 15,5 cm.). XX, 292 S. mit gestoch. Frontispiz, 79 Holzstich-Tafeln und zahlr. Holzstiche im Text. Schwarzer Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantiker-Vergoldung.
Bodemann 301.1. Carteret III, 238. Sander 268. Vicaire III, 746. – Erste von Grandville illustrierte Ausgabe. – Fünf Teile mit jeweils 22 Fabeln. – „Als Fabelillustrationen Tier-Mensch-Karikaturen wie zu den Fabeln La Fontaines (Paris 1838). Gelegendlich die eigene Vorstellung Grandvilles von der Moral als ‚Bild im Bild‘, etwa als Fenstermotiv oder Gemälde mit der übertragenen Fabelsituation im Hintergrund“ (W. Metzner in Bodemann). – Nur vereinzelt leicht braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
160,-- | ![]() |
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| Widmann, Willy. Hänschen, Lieschen, Fritz, die Mieze und der Spitz (Deckeltitel). Ein Bilderbuch für unsere Kleinen. Stuttgart, Gustav Weise o. J. (1911). Quer-8°. Leporello, 14 (statt 16) farblithogr. Tafeln (inkl. Titel) von Josef Böhm auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 948).
Klotz 8225/3. Ries 441, 3. – Erste Ausgabe. – Seltenes Kleinkinder-Bilderbuch mit zeittypischen Illustrationen im Caspari-Stil auf graubraunem Hintergrund. Titel in deutscher Schreibschrift. – Der böhmische Dekorationsmaler, Illustrator und Kunstgewerbler J. Böhm (geb. 1877) lebte in Stuttgart, später in Wien und seit 1920 in der Tschechoslowakei. – Das innengelenk der letzten Tafel alt mit schwarzem Leinenstreifen restauriert, 2 Tafeln am Schluß fehlen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher, Leporello, Weise |
50,-- | ![]() |
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| Musäus, (Johann Karl August). Rübezahl, der Herr des Riesengebirges. Deutsche Volkssagen von Musaeus. Bearbeitet von Hans Fraungruber. Bilderschmuck von Hans Schwaiger und Jos(ef) J. Loukota. Wien und Leipzig, Gerlach & Wiedling o. J. (1907). Kl.-8°. 118 S., [1] Bl. mit 82 teils farb. u. ganzs. Illustrationen. Illustr. Orig.-Leinenband. (Gerlach’s Jugendbücherei, Band 18).
Heller 18. Nebehay, Gerlach 18. Ries 696, 1 u. 876, 1. – Erste Ausgabe. – Zeitgenöss. Widmung gegenüber dem Titelblatt, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Jugendstil, Märchen u. Sagen, Rübezahl |
70,-- | ![]() |
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| Jäde, Heinrich. Hans Hänschen, das etwas werden wollte. Ein Büchlein für kleine Kinder. Mit Bildern von Leopold Venus und Rudolf Geißler. 4. Auflage. Glogau, Carl Flemming o. J. (1886). Gr.-8° (25 x 17,5 cm.). Titelblatt, 20 chromolithogr. Tafeln mit eingedruckten Versen, [2] Bl. Orig.-Halbleinenband mit farb. Deckelbild.
Ries 940, 14. Wegehaupt II, 1697 (3. Auflage von 1880) . – Zuerst 1853 erschienenes Bilderbuch mit dekorativen Berufs-Darstellungen (Fischer, Hufschmied, Schmied, Müller, Bergmann, Bauer, Bäcker, Metzger, Zimmermann, Schneider, Soldat etc.). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Berufe |
100,-- | ![]() |
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| Hofmann, Emil. Meine liebe kleine Puppe. Ein neues Bilderbuch. Mit 14 Buntbildern von M(arianne) Frimberger. Unzerreisbare Ausgabe. Stuttgart, Loewes Verlag Ferdinand Carl o. J. (1913). Quer-4° (24,8 x 23,5 cm.). [28] S. mit 14 chromolithographierten Tafeln auf Karton. Farbig illustr. Halbleinenband. (Verlags-Nr. 821).
Slg. Cotsen I, 4891. Klotz 2812/25. Ries 533, 6. Vgl. Bilderwelt 549. – Seltenes Jugendstil-Bilderbuch; erschien im selben Jahr auch mit Noten unter dem Titel ‚Lieder, die ich meiner Puppe singe‘ mit Versen von Tonina Gerstner-Starnfeld. – „Die farbenprächtigen Bilder von Marianne Frimberger erscheinen besonders reizvoll durch die präzise Darstellung von Interieur-Szenen: Hier wird das Mobiliar und die Mode der Wiener Stilkunst um 1900 in typischen Beispielen vorgestellt“ (F.C. Heller in Bilderwelt). – Rücken mit alt dunkelgrünem Leinenstreifen überklebt, Innengelenk vor der Tafel zu „In der Küche“ mit Leinenstreifen fixiert, Blattränder etwas angestaubt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Jugendstil, Puppenbilderbücher, Wien |
280,-- | ![]() |
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| Steinkamp, Maria. Petz spiel mit mir! Lustige Bärengeschichten. Bilder von Kaete Steinkamp. Duisburg, Steinkamp o. J. (um 1920). 4°. [9] Bl. mit illustr. Titel, 8 ganzs. farblithogr. Illustrationen, illustr. Textbordüren und Schlußvignette. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 734).
Bunk, Steinkamp-Verlag S. 67 (mit Abb.). – Seltenes Bilderbuch mit farbenfrohen Spielzeugdarstellungen. Titelblatt in Sütterlin-Schrift. Im Buch „Petz, spiel mit mir! Lustige Barengeschichten” wird laut Verlagswerbung „des Kindes Lieblingsspielzeug, der Teddybär in lustigen, farbenfrohen Bildern von Kaete Steinkamp dargestellt. Unerschöpfliche Freude gibt gerade dieses Buch den 2-4 jährigen, die in allem, was sie hier sehen, ihre Spielsachen und ihre eigene Umgebung erkennen. Maria Steinkamps Verse, umrahmt von munteren Zeichnungen, sowie farbige Vorsatzblatter ergänzen die Bilder in fröhlicher, den Kindern so leicht verständlicher Weise“.“ (Dieter Bunk). – Kaete Steinkamp, die 1895 geborene Tochter von Otto Steinkamp, hat nach Studien an den Kunstgewerbeschulen in Düsseldorf und München bei Emil Orlik in Berlin studiert. – „Nach den Arbeiten im väterlichen Verlag hat sie Wettbewerbe für Kunst am Bau gewonnen und besonders gerne Aquarelle, Monotypien und Collagen erstellt. Zwei Jahre nach ihrem Tod organisierte das Duisburger Lehmbruck Museum 1974 eine Gedächtnisausstellung mit über 40 Collagen, Aquarellen und Scherenschnitten“ (H.-D. Bunk in „Zur Geschichte des Steinkamp Verlags“, anlässlich der Ausstellung zur Ruhr Antiquaria 2010). – Deckel im Rand etwas fleckig, Innengelenke stellenweise angeplatzt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Bären, Spielzeug |
160,-- | ![]() |
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| Diek, Charles (Hrsg.). Schweinchen-Schlachten, Würstchen-Machen, quiek, quiek, quiek. Lustige Kleinkinderreime für Mutter und Kind. Mit Bildern von Else Wenz-Vietor. Oldenburg i.O., Gerhard Stalling o. J. (1921). Quer-4°. [8] Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag. (Stalling-Bilderbuch, Band 19).
Bilderwelt 638. Liebert, Stalling 19. – Erste Ausgabe. – „Das Buch mit dem etwas grausigen Titel war merkwürdigerweise einer der größten Erfolge unter den Stalling-Bilderbüchern, 1970 war das 132. Taus. lieferbar, und selbst 1977 erschien noch einmal eine Sonderausgabe“ (K. Flemming in Bilderwelt). – Sehr schönes sauberes Exemplar mit dem seltenen Schutzumschlag (dieser mit geringen Randläsuren). |
70,-- | ![]() |
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| Durian, Wolf (d. i. Walter Wolfgang Bechtle). Kai aus der Kiste. Eine ganz unglaubliche Geschichte. Berlin, Williams Verlag (1948). 4°. 32 S., [1] Bl. mit Illustrationen von Horst Lemke. Farbig illustr. Halbleinenband mit Deckelschild. (Williams Jugendhefte, Band 1).
Slg. Brüggemann I, 198. Flechtmann 74. Klotz 1163/12. Kümmerling/Meibauer, Klassiker I, 307. LKJ I, 332. – Erste Nachkriegsausgabe. – „Kai aus der Kiste ist eines der wenigen wirklich modernen Kinderbücher der 20er Jahre und erweist sich als Kinderbuch im Stil der ‚Neuen Sachlichkeit‘“ (Kümmerling/Meibauer). – „Helga Karrenbrock, die sich mit diesem Buch ausführlich auseinandersetzt, stellt Kästners ‚Emil‘ als Musterknabe dem Straßenjungen ‚Kai‘ gegenüber und resümiert: Vergleicht man diese beiden modernen Kinderbestseller aus der Stabilisierungsphase der Weimarer Republik, liest sich ‚Emil‘ wie eine demokratische Antwort auf die anarchische Handlung von ‚Kai‘“ (T. Brüggemann, Williams Verlag S. 254). – Papierbedingt wie immer etwas gebräunt, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Schmidt |
70,-- | ![]() |
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| Ries, Hans. Illustration und Illustratoren des Kinder- und Jugendbuchs im deutschsprachigen Raum 1871 – 1914. Das Bildangebot der Wilhelmischen Zeit. Geschichte und Ästhetik der Original- und Drucktechniken. Internationales Lexikon der Illustratoren, Bibliographie ihrer Arbeiten in deutschsprachigen Büchern und Zeitschriften, auf Bilderbogen und Wandtafeln. Osnabrück, H. Th. Wenner (1992). Gr.-8°. 1067 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Sehr gutes Exemplar des unverzichtbaren Standardwerks. Schlagwörter: Bibliographie, Bibliography, Illustration, Illustrator, Jugendliteratur, Kinderliteratur, Kunst |
160,-- | ![]() |
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| Seebaß, Adolf. Alte Kinderbücher und Jugendschriften I. und II. – Livres de l’enfance I. et II. – Children’s books I. and II. Katalog 636 und 818. (Nachdruck der Ausgaben Basel 1955 und 1983). 2 Teile in 1 Band. Mansfield, M. Martino o. J. (1996). 8°. 239, (1) S. und 16 Tafeln; 424 S. und 24 Tafeln. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückenschild.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Antiquariatskataloge, Bibliographie |
60,-- | ![]() |
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| Doderer, Klaus und Helmut Müller (Hrsg.). Das Bilderbuch. Geschichte und Entwicklung des Bilderbuchs in Deutschland von den Anfängen bis zur Gegenwart. Weinheim, Basel, Beltz (1973). Gr.-8°. VIII, 542 S., 1 Bl. mit 248 teils farb. Abbildungen. Orig.-Leinenband.
Gesuchtes Standardwerk. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Bibliographie, Bibliography, Bilderbuch |
50,-- | ![]() |
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| Holst, Adolf. Lustiges Kleinkinderbuch. (Bilder) von Gertrud Caspari. Mit Versen von Adolf Holst. 4. Auflage, 19. – 24. Tausend. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (ca. 1909). Quer-8° (21,5 x 27,5 cm.). [24] S. mit farblithogr. Illustrationen auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Blaume, Holst 4. Slg. Cotsen 4951 und 7896 (amerik. Ausgabe von 1911). Goebels III, 208. Klotz 2869/89. LKJ I, 247 und 566. Neubert 6.1.7. Ries 464, 7. Stuck-Villa II, 151. – Eines der erfolgreichsten Bilderbücher der berühmten Kinderbuch-Künstlerin. Erschien zuerst 1907 in verschiedener Ausstattung (als Leporello, auf Papier und auf starkem Karton wie hier). – Texte in deutscher Schreibschrift. – „Das „Lustige Kleinkinderbuch“ ist für Vorschulkinder bzw. für Leseanfänger gedacht. Die Bilder sind wie „gemalte Postkarten“. Gertrud Caspari stellt ihre scharf konturierten Figuren, ohne perspektivische Zutaten, flächig ausgemalt vor einen hellbraun getönten Hintergrund. Diese Art zu malen trug der Künstlerin gelegentlich den Vorwurf ein, ihre Illustrationen zu schablonisieren. Die erwachsenen Käufer und zumal die Kinder sahen die Sache anders, wie die erreichten Auflagen zeigen. Das Kind entdeckte in den farbbunten und unmittelbar nachzuvollziehenden Bildszenen seine Umwelt die nähere und die weitere – mit Haustieren, Schornsteinfeger, Auto und Eisenbahn, Bär und Elefant, mit der Großmutter und anderen ihm vertrauten Gestalten. Adolf Holsts schlichte Reime waren zum Vorlesen geeignet – und eines Tages auch zum Selberlesen in der erlernten Schreibschrift“ (Hubert Göbels). – Kanten und Deckel im Rand berieben, Deckel angestaubt, sonst gutes Exemplar der seltenen „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher |
120,-- | ![]() |
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| Rohr, Karl. Jumbo. Eine lustige Elefanten-Geschichte mit Bildern und Reimen. Esslingen u. Mchn., Schreiber o.J. (um 1950). 4°. [9] Bl. mit 16 (8 farb.) halbs. Illustrationen. Farbig illustr., teils geprägter Orig.-Pappband in Form eines Elefanten ausgestanzt. (Verlags-Nr. 0198).
Vgl. Hoppensack 97 a u. b und Klotz, Bilderbücher 4712/13 (beide erste Ausgabe von 1927) . – Nachkriegsausgabe dieses humorvoll illustrierten Umriß-Bilderbuchs. – Rücken und Kanten geringfügig berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Schreiber, Umriß-Bilderbücher |
50,-- | ![]() |
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| Holst, Adolf. König ist unser Kind! (Bilder) von Gertrud Caspari. (Deckeltitel). 18.-22. Aufl. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (um 1915). Quer-8° (19 x 23,5 cm.). 16 farb. Tafeln (Autotypien) mit eingedr. Versen in Sütterlin-Schrift auf starkem Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 7 P).
Blaume, Holst 13. Klotz 2869/91. LKJ I, 247 (mit Abb.) und 566. Neubert, Caspari 14.1.2. Ries 464, 15 und S. 363. Vgl. Bilderwelt 2007 (24. Aufl.). – Frühe Ausgabe eines der erfolgreichsten von Holst und Caspari gemeinsam bearbeiteten Bilderbücher. – Mit typischen Illustrationen der bekannten Bilderbuch-Künstlerin auf hellgrauem Hintergrund und blau gedruckten Versen in deutscher Schreibschrift. – „Die Künstlerin zeichnete die Umwelt des Kindes in auffälligen, leuchtenden Grundfarben. Die Konturen der Gegenstände wurden aber – im Gegensatz zur Malweise – mit kräftigen Linien hervorgehoben“ (G. Rabenstein in LKJ). – Deckel im Rand berieben, sonst gutes Exemplar der „unzerreisbaren“ Ausgabe. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher, Sütterlin-Schrift |
120,-- | ![]() |
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| Bilderbogen, Anschauungs-Tafeln. Ohne, Ort, Druck und Jahr (um 1870). Quer-4° (28,5 x 36,5 cm.). 26 farblithographierte Tafeln, beidseitig auf Karton aufgezogen. Moderne Flügelmappe mit farblithgr. Deckelbild (Vögel).
Dekorative farbig lithographierte Anschauungs-Bilder mit dreizehn Berufsdarstellungen (Maurer, Zimmermann, Landwirt, HufschmiedSchneider, Tischler etc.) und Kinderszenen (Besuch im Zoo und auf dem Jahrmarkt und Kinder beim Spielen) sowie Tiere. – 6 Tafeln sporfleckig, 1 Tafel (Maultier) am linken Rand mit Abriebstellen, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Berufe, Bilderbogen |
240,-- | ![]() |
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| Gumpert, Thekla v. (d. i. Thekla von Schober, Hrsg.). Töchter-Album. Unterhaltungen im häuslichen Kreise zur Bildung des Verstandes und Gemüthes der heranwachsenden weiblichen Jugend. Zweiter Band. Glogau, Carl Flemming o. J. (1856). Gr.-8°. VII, 574 S., [1] Bl. mit lithogr. Portrait-Frontispiz, lithogr. illustr. hellblau lavierter Titel und 29 lithogr. Tafeln von (Hugo) Bürkner und H(ermann) Wagner. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Bilderwelt 1290. HKJL IV, 910. Hobrecker, Braunschweig 7848. LKJ I, 512 und III, 544 f. Seebaß II, 2053. Wegehaupt IV, 2737. – Seltener zweiter Jahrgang des, neben dem „Herzblättchen“ erfolgreichsten Mädchen-Jahrbuchs des 19. Jahrhunderts. – „Absicht der Herausgeberin und Inhalt lassen sich aus dem Motto ablesen, welches sich auf den hübsch lithographierten Titeln findet: „Willst du erfüllen die Pflichten, zu welchen Dich rufet Dein Dasein, Sei die Maria im Geist, sei in der Thätig keit Martha!“. Der Inhalt setzt sich aus Erzählungen, Biographien, geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Schilderungen, naturwissenschaftlichen Artikeln, Anleitungen zu Beschäftigungen usw. zusammen. Die Illustrationen sind oft bemerkenswert“ (A. Seebaß). – Rücken etwas berieben, durchgehend teils stärker braunfleckig, noch gutes Exemplar. Schlagwörter: Jahrbücher, Mädchenbücher |
120,-- | ![]() |
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| Gumpert, Thekla v. (d. i. Thekla von Schober, Hrsg.). Töchter-Album. Unterhaltungen im häuslichen Kreise zur Bildung des Verstandes und Gemüthes der heranwachsenden weiblichen Jugend. Erster Band. Glogau, Carl Flemming o. J. (1855). Gr.-8°. [3] Bl., 599, (1) S. mit 30 lithogr. Tafeln, davon 14 mit Tonplatte von (Hugo) Bürkner, Alfred Hindorf und H(ermann) Wagner. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).
Bilderwelt 1289. Slg. Brüggemann I, 829. HKJL IV, 910. Hobrecker 129. LKJ I, 512 und III, 544 f. Seebaß II, 2053. Wegehaupt IV, 2737. – Seltener erster Jahrgang des, neben dem „Herzblättchen“ erfolgreichsten Mädchen-Jahrbuchs des 19. Jahrhunderts. – „Erster Band des – ursprünglich als Zeitschrift veröffentlichten Jahrbuchs, das bis 1930 regelmäßig erschien und danach unter dem Titel „Mädeljahr“ noch einige Jahre fortgeführt wurde. Zur Herausgeberin Thekla von Gumpert, zugleich Verfasserin vieler Beiträge, hauptsächlich Erzählungen, vgl. M. Dahrendorf in Lexikon KJL 1, S, 512 f., wo gegenüber ihrem Werk wegen seines Mangels an literarischer Qualität und seiner restaurativen Erziehungsintentionen (so Dahrendorf) ein kritischer Standpunkt eingenommen wird. Die seit Wolgast (1896) vorherrschenden z. T. kraß ablehnenden Stellungnahmen werden in einem weiteren Artikel im Lexikon KJL III, S. 544 f. ausführlicher referiert. Eine eingehende Würdigung dieses im Geschmack seiner Zeit anspruchsvoll ausgestatteten und beim Bürgertum der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr beliebten Jahrbuchs unternimmt Roswitha Budeus-Budde in ihrer Untersuchung: Das „Töchter-Album“ von Thekla von Gumpert. Phil. Diss. Innsbruck 1984“ (T. Brüggemann). – Durchgehend etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Jahrbücher, Mädchenbücher |
140,-- | ![]() |
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| Meggendorfer, Lothar. Schau mich an! Ein Ziehbilderbuch. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (ca. 1899). Quer-4° (26,5 x 36 cm.). [9] Bl. mit 8 farblithogr. Tafeln mit beweglichen Teilen und Ziehmechanismus sowie einigen Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 105).
Bilderwelt 2053. Hauswedell 832. Katzenheim 284 ff. Krahé 119 (mit farb. Abb. S. 43, 130 und 146). Klotz, Bilderbücher 3678/131. LKJ II,460. Ries 711, 49. Wegehaupt IV, 1442. – Erschien zuerst 1888. Die Verlagsanzeige auf der Rückseite der letzten Tafel ausschließlich mit Werbung für Meggendorfer-Titel, darunter auch das 1898 erschienene Ziehbilderbuch „Prinz Liliput“. – Eines der bekanntesten Ziehbilderbücher Meggendorfers. Mit den Ziehbildern: St. Nikolaus kommt. – Das Duett. – Die Zimmerleute. – Der störrische Esel. – In der Kinderstube. – Beim Friseur. – Hausmusik. – Der gefoppte Ami. Die letzte Tafel und die Verlagswerbung ist in späteren Auflagen nicht mehr vorhanden. – „In den Ziehbildern dieses Buches präsentiert Meggendorfer eine besonders ausgeklügelte Mechanik, so zum Beispiel in dem Bild von Kru und Kra (Abbildung, siehe Krahé S. 130). Die Bewegungsabläufe der beiden Akteure sind genau aufeinander abgestimmt. Während Kru auf seiner Ziehharmonika spielt, begleitet ihn Kra auf der Gitarre. Nicht nur die Arme, sondern auch die Mundpartien sind beweglich, so daß der Eindruck eines Wechselgesanges entsteht“ (S. Blöcker in Bilderwelt). – Einband etwas berieben und leicht fleckig, das Nikolausbild mit 2 geschlossenen Randeinrissen, im Blattrand und die Ziehstreifen etwas fingerfleckig, sehr gutes und voll funktionsfähiges Exemplar. Schlagwörter: Movable books, Spielbilderbücher |
1.600,-- | ![]() |
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| Hoffmann, Heinrich. „Struwwelpeter-Hoffmann“ erzählt aus seinem Leben. Lebenserinnerungen. Herausgegeben von Eduard Hessenberg. Frankfurt am Main, Englert und Schlosser 1926. 4°. [4] Bl., 231, (1) S. mit 8 (2 farbigen) Tafeln. Illustr. Orig.-Leinenband. (Frankfurter Lebensbilder. Band IX).
Erste Ausgabe. – Wichtiges Quellenwerk. Der Herausgeber war der Enkel Hoffmanns. – Schönes Exlibris, zeitgenöss. Widmung auf dem Titelblatt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Englert u. Schlosser, Struwwelpeter(iaden) |
50,-- | ![]() |
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| Kinderfreuden. Festgabe für die Schülerinnen und ihre Freunde zur freundlichen Erinnerung an die Einweihung des neuen Töchterschul-Gebäudes in Zürich am 7. April 1853. Zürich, Orell, Füßli und Comp. 1853. Quer-8° (16,5 x 25,5 cm.). VIII S., 15 S. mit Mit 8 ganzseitigen Kreidelithographien von Johann Conrad Werdmüller, 6 Federlithographien auf 2 Blättern und 1 Holzstich-Illustration im Text. Typogr. Orig.-Kartonumschlag.
Hauswedell 703. Seebaß I,1033 und II, 1010. Weilenmann 1622. – Erste und wohl einzige Ausgabe. – „Einem Prolog folgen Gedichte, kurze Theaterszenen und Charaden in Versen sowie ein Versmärchen. Ausser einem sind alle Texte in Zürcher Mundart verfasst, wobei jeder Beitrag mit einem ganzseitigen Bild illustriert ist“ (C. Weilenmann). – Umschlag angestaubt und fingerfleckig, Textteil etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Schweizer Kinderbücher |
160,-- | ![]() |
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| (Neurath, Otto, Hrsg.). Die bunte Welt. Mengenbilder für die Jugend. Wien, Arthur Wolf (1929). quer-8“. 47, (1) S. mit 36 (15 farbigen) Tafeln von Gerd Arntz. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Veröffentlichungen des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums, Wien).
Bilderwelt 556. LKJ II, 151. Heller 1165. Neurath-Bibliothek 181 B. – Erste und einzige Ausgabe. – „Das seit 1924 in Wien bestehende Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum (begründet durch Otto Neurath) gilt heute als Pionierleistung sozialpädagogischer (und damit eminent politischer) Museumsarbeit. Seit 1926 wurden Kontakte zu dem jungen Graphiker Gerd Arntz aufgenommnen, der schließlich von 1929 bis 1934 als ‚grafischer Leiter‘ des Museums wirkte. Die von Neurath und Arntz entwickelte ‚Wiener Methode‘ der bildlichen Darstellung statistischer Fakten war schulbildend, aus ihr hat sich später die Methode der ISOTYPE (International System of Typographic Education) entwickelt“ (F. C. Heller in Bilderwelt). – „Die bunte Welt war der erste Versuch, das neue Verfahren in einem Jugendbuch vorzustellen. Der Text und vor allem die Tafeln vermitteln einen gezielten und umfassend wirkenden Einblick in demographische, wirtschaftliche und soziale Verhältnisse auf der Erde, aber auch in politische und historische Tatbestände. So werden u. a. gezeigt: Pflanzenregionen der Erde, die Staaten der Welt, Bodennutzung, Automobilbestand, Regierungsformen, Gewerkschaften, Reallöhne, Reiche und Arme, Säuglingssterblichkeit, Altersaufbau, aber auch: Die Kämpfenden des Weltkrieg 1914-18, Schicksal der Soldaten 1914–18. – Mit solchen Themenbehandlungen, die sich aller patriotischen, glorifizierenden, historisch konservativen Tendenzen enthalten und die quasi „nüchternen Zahlen“ sprechen lassen, stellt sich das Buch bewusst abseits der in den späten 1920er-Jahren immer noch und schon wieder manifestierenden Kriegs-Ideologien und bürgerlich-konservativen „Weltdarstellungen“ in Kinderbüchern und Schulliteratur. Damit zählt dieses Bilderbuch zu jenen wenigen Veröffentlichungen, die damals in Österreich den Typus eines modernen „Sachbuchs“; repräsentieren: Bücher, die tatsächlich und ohne scheinhafte „pädagogische Rücksicht“ die „Sachen“ und die „Sachlichkeit“ mitteilen und nicht eine heile „Welt für die Kinder“, fern von aller problemreichen Realität, vortäuschen. Gleichzeitig aber steht es auch in der jahrhundertealten Tradition der „Bildpädagogik“, die es auf eine moderne (nämlich die geänderten Bild-Erfahrungen der technischen Welt berücksichtigenden) Weise transformiert“ (F. C. Heller). – Deckel geringfügig angestaubt, sehr schönes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Sachbücher, Statistik, Volkswirtschaftslehre, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften |
2.800,-- | ![]() |
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| Dantz, Carl. Peter Stoll. Ein Kinderleben. Von Ihm selbst erzählt. Zeichnungen von Max Graeser. Berlin, Dietz Nachf. 1925. 8°. 126 S., [1] Bl. mit 7 ganzs. Illustrationen und dem lose beiliegenden rosa „Löschblatt“. Illustr. Orig.-Kartonumschlag mit Deckelschild.
Bilderwelt 1865. Klotz 981/7. Kunze-Wegehaupt S. 306 f. LKJ IV, 136. Märchen und Mühsal 121. Nagel, Bremen 1431 (mit Einband-Abbildung). Wegehaupt, Arbeiterklasse 460. Vgl. Slg. Brüggemann I, 154 (Ausg. von 1946). – Erste Ausgabe. – Das Buch, als Schulheft aufgemacht mit beiliegendem bedrucktem „Löschblatt“, „kann als das bedeutendste Werk von D. angesehen werden. In der Form steht es der Kinderbiographie und der von D. selbst mitentwickelten Kinderreportage nahe. Die Romanform wird dabei zur offenen Szenenform hin aufgesprengt. In der losen Reihung biographischer Szenen, Reportagen, Anekdoten, auch märchenhafter Einschübe kommt das Leben des proletarischen Kindes Peter Stoll in den faktischen Lebensverhältnissen der Arbeiter in der Weimarer Republik in den Blick. Dabei wird der Erlebnishorizont des kindlichen ‚Helden‘ niemals durch erfahrungsmindernde parteipolitische Doktrinen eingeengt“ (H. Boehncke in LKJ). – „Die Schilderungen aus dem Leben eines Arbeiterkindes sind mit einfachen Federzeichnungen ausgestattet, die dem entbehrungsreichen Leben Witz und Teilnahme abgewinnen“ (A. Schug in Bilderwelt). – C. Dantz (1884-1967), Lehrer und später Schulleiter in Bremen, gehörte zu den namhaften Verfassern sozialistischer Kinderbücher, ohne daß er einer bestimmten parteipolitischen Linie zuzurechnen wäre. – Die ersten und letzten Seiten braunfleckig, gutes Exemplar mit dem seltenen Beilageblatt. Schlagwörter: Arbeiterklasse, Politische Kinderbücher, Sozialismus |
50,-- | ![]() |
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| Geissler, P(eter) C(arl), (Hrsg.). Das Reich der Blumenkönigin. L’empire de la reine des fleurs. The Realm of the Queen of Flowers. Sinnige Unterhaltung durch Zusammenstellung der schönsten Zierpflanzen zu Bouquets und Kränzen in tausendfacher Veränderung. Nürnberg, P(eter) C(arl) Geissler o. J. (1860). Gr.-4° (34 x 26,5 cm.). 8 S. (Textheft), 4 farblithogr. Einsteck-Tafeln und 50 farblithogr. Einsteck-Blumen von Peter Carl Geissler. Orig.-Halbleinen-Flügelmappe mit farblithogr. Deckelbild.
Hobrecker, Braunschweig 6168 (4. Aufl., um 1880). Osborne Collection I, 420. Nicht bei LKJ IV, 215, Rammensee und Wegehaupt II-IV. – Erste Ausgabe. – Seltenes Spiel-Bilderbuch mit Text in Französisch, Deutsch und Englisch. Bis zur Jahrhundertwende erschienen mindestens 9 Auflagen bei verschiedenen Verlagen, von denen jedoch nur noch wenige Exemplare in gutem Zustand und vollständig mit allen Elementen und dem Text erhalten geblieben sind. – „Die einzelnen Blumen werden auf einen der 4 Cartons in die darin angebrachten Einschnitte gesteckt, und dadurch die anmutigsten Kränze und Bouquets geformt, entweder durch freie Wahl der Blumen, oder je nach der Jahreszeit, in welcher sie blühen, oder nach dem Sinn ihrer Bedeutung. Zu letzerem Zweck dient das im Text dem Namen jeder Blume beigesetzte Motto…“ (aus der Spielanleitung). – Der Nürnberger Aquarellmaler, Zeichner, Illustrator und Verleger P. C. Geissler (1802-1872) hat zahlreiche Kinderbücher ausgestattet. – Flügelmappe, Textheft und die Einstecktafeln angestaubt und fingerfleckig, bei zwei Blumen fehlt der Stil, sonst gut erhalten und vollständig mit allen Teilen. Schlagwörter: Spielbilderbücher |
750,-- | ![]() |
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| Grimm, (Jacob und Wilhelm). Hans im Glück. Märchen. Leipzig, Insel-Verlag o. J. (1938). 8°. [22] Bl. mit farbig illustr. Titel und 18 Farbtafeln von Wili Harwerth. Farbig illustr. Orig.-Pappband mit Rücken- und Deckelschild. (Insel-Bücherei Nr. 530).
Jenne 530 (1A),1. Klotz, Bilderbücher 2081/16. – Erste Ausgabe. – Text geschrieben von Martin Hermersdorf in der Offenbacher Schulschrift von Rudolf Koch. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Inselbücherei, Märchen |
35,-- | ![]() |
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| Schur, Ernst. Das lustige Jahr. Bilderbuch. (Deckeltitel). Stuttgart, Loewes Verlag Ferdinand Carl o. J. (1910). Quer-4° (24,5 x 32,5 cm.). 12 unbez. S. mit farblithogr. Illustrationen von Ilse Schur auf Karton. Orig.-Halbleinenband mit farbigem Deckelbild.
Bilderwelt 507. Klotz 6659/1. Ries 875, 1. – Erste Ausgabe des ersten Bilderbuchs der Berliner Bilderbuch-Künstlerin. Erschien auch als Papierausgabe und 1914 erschien eine zweite Ausgabe. – – Ilse Schur, geborene Schütze (1868-1923) war Lehrerin an der Zeichenschule des Vereins für Künstlerinnen in Berlin. Sie gestaltete mehrere Bilderbücher, zu denen ihr Mann, der Schriftsteller Ernst Schur den Text verfaßte (vgl. Thieme-Becker XXX, 319). – „Das lustige Jahr“ zeichnet sich durch genaue Wiedergabe der zeitgenössischen bürgerlichen Wohn- und Lebensverhältnisse aus“ (Hans Ries in Bilderwelt). – Einband etwas berieben, im Blattrand teils etwas fingerfleckig und angestaubt, gutes Exemplar dieses schönen Jugendstil-Bilderbuchs. Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher |
320,-- | ![]() |
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| Tolkien, J(ohn) R(onald) R(euel). The lord of the rings. I. The fellowship of the ring. – II. The two towers. – III. The return of the king. Second edition, fourth (and) third (III) impression. 3 volumes. London, Allen & Unwin (1968-1869). 8°. 423, (1) p.; 352 p.; 440 p. with 3 folded maps in black and red. Original dark red cloth, gilt lettered spines and illustrated dustjackets.
LKJ III, 547 f. – Eine der letzten Ausgaben in 1960er Jahren; die erste deutsche Übersetzung erschien ebenfalls erst 1969 bis 1970. – „In „Lord of the rings“ drückt sich eine Abneigung gegen die moderne Gesellschaft und eine Sehnsucht nach vorindustriellen Zuständen aus. So wird T. auch von seiner derzeit größten Anhängerschar, den Jugendlichen, begriffen, die ihren Überdruß am Bestehenden und ihre Sehnsucht nach Neuem von H. HESSE und T. am besten dargestellt sehen“ (W. Neumann in LKJ). – Schutzumschlag von Band III an den Gelenken geringfügig berieben, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie, Phantastische Literatur |
750,-- | ![]() |
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| Selchow, Felix (d. i. Meynier, Johann Heinrich). Europa’s Länder und Völker. Ein lehrreiches Unterhaltungsbuch für die gebildete Jugend. 2. vermehrte und verbesserte Auflage. 3 Teile in 2 Bänden. Berlin, Carl Friedrich Amelung 1828. 8° (19 x 12 cm.). VIII, 301, (3) S.; VI, 257, (1) S.; XVI, 416 S. mit 2 handkol. Frontispizen, 2 gestoch. Titelblättern mit handkol. Vignetten und 28 Kupfertafeln. Marmorierte Kartonumschläge der Zeit und Goldschnitt.
Bilderwelt 231 f. Hauswedell 1197 f. Hobrecker, Braunschweig 5162. Klotz 4658/1. LKJ II, 473. Stuck-Villa I, 257. Wegehaupt I, 1411 (mit Farbabb.). – Zweite erweiterte Ausgabe des erfolgreichen Geographiebuchs. Erschien zuerst 1826 und gleichzeitig auch bei Macklot in Stuttgart. – Die schönen in leuchtenden Farben handkol. Tafeln zeigen Landschaften und nationale Besonderheiten (″Polnischer Jahrmarkt“, „Spiele der Bewohner des Pinzgaues“, „Volksbelustigungen der Russen“ u.a.). – J. H. Meynier (1764-1824) war einer der ersten Jugendschriftsteller, der von seiner schriftstellerischen Tätigkeit leben konnte. – „Mit rund 250 Werken war M. der fruchtbarste Jugendschriftsteller seiner Zeit… M.s größte Stärke liegt in einer kindgerechten Schreibweise, wie wir sie ähnlich bei J. A. Chr. Löhr finden. Die geographischen Werke und die Reiseerzählungen lassen sich auch heute noch lesen…“ (E. Strobach in LKJ). – Einbände etwas berieben, Exlibris, die Tafeln teils im Rand etwas fingerfleckig und gebräunt, gutes Exemplar des vollständig seltenen Werks. Schlagwörter: Europa, Macklot, Reiseberichte, Völkerkunde |
450,-- | ![]() |
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