NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juli 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

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Beschreibung
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1 Tschichold, Jan. Die neue Typographie. Ein Handbuch für zeitgemäss Schaffende. Berlin, Verlag des Bildungsverbandes der Deutschen Buchdrucker 1928. 8°. 240 S. mit zahlreichen, teils zweifarbigen und doppelblattgroßen Abbildungen. Schwarzer Orig.-Leinenband.

NDB XXVI, 476 ff. Schauer II, 127. – Erste Ausgabe dieses für die neue Typographie richtungweisenden Werkes. – Der Typograph, Buch- und Schriftgestalter Jan Tschichold (bis 1931 Johannes Tzschichhold, 1902-1974) „arbeitete in München auch als Plakatgestalter für den Phoebus-Palast, eines der größten bayer. Kinos in München. 1928 erschien im „Verlag des Bildungsverbandes der dt. Buchdrucker“, Berlin, T.s erste selbständige Publikation, ein Lehrbuch für Typographen, Drucker und Setzer, die „Neue Typographie“. Mit „Eine Stunde Druckgestaltung“ (1931) und „Schriftschreiben für Setzer“ sowie „Typographische Entwurfstechnik“ (1932) erschienen weitere Lehrbücher. Seit 1930 arbeitete er u. a. für den Berliner Verlag „Der Bücherkreis“, dessen Hauptgestalter er wurde. 1928 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des von Kurt Schwitters (1887–1948) geleiteten „Rings neuer Werbegestalter“, einem Zusammenschluß von Typographen, Malern und Werbedesignern. 1929 konstruierte T. eine erste „phonetische“ Schrift, mit dem Ziel, die avantgardistische Schriftgestaltung umzusetzen. Später folgten die „Zeus“ (1931) für die „Schriftguss KG“ Dresden, die Zierschrift „Saskia“ (1932) für „Schelter & Giesecke“ in Leipzig und die „Transito“ (1931) für die „Amsterdam Type Foundry“. 1933 erhielt er einen Auftrag der Fa. „Uhertype“ in München zur Entwicklung einer Schrift für eine Lichtsetzmaschine. Er entwarf ca. 10 Schriftschnitte, als wichtigste darunter die Uhertype-Standard-Grotesk. … T. hat die Typographie des 20. Jh. maßgeblich mitbestimmt. Durch seine theoretischen Schriften der 1920er Jahre verbreitete er einerseits die Ideen des Bauhauses und des Konstruktivismus, wodurch er das moderne Grafikdesign beeinflußte; ebenso trugen aber auch seine späteren Veröffentlichungen über die klassisch-traditionelle Typographie zur Entwicklung der Buchgestaltung bei und wirken auf Gestalter und Grafikdesigner bis in die Gegenwart“ (G. Netsch in NDB). – Rücken und Gelenke restauriert, Vorsätze etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar der seltenen Originalausgabe.

Schlagwörter: Bauhaus, Typographie

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500,--  Bestellen
1 Goldast von Haiminsfeld, Melchior (Hrsg.). Rervm Svevicarvm scriptores aliqvot veteres. Velleji Galli fragmentum vetustum. Isidori Hispalensis, Joannis Boemi Aubani; Henrici Bebelii nonnulla ad res Sueuorum. Praecipue Felicis Fabri Historia Svevica. Partim primum editi, partim emedatius auctiusque. … Editio secunda, emendatior. Ulm, Daniel Bartholomaei 1727. Folio [6] Bl., 113, (1) S., [6] Bl. mit Titelvignette und 4 Kopfvignetten in Holzschnitt. Halblederband des 20. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel.

ADB IX, 327 ff. Dahlmann-Waitz 239/92. Graesse III, 107. Heyd 175. NDB VI, 601 f. Potthast LXXX. VD18 14473437. – Zuerst bereits 1605 erschienene Sammlung (Frankfurt am Main, W. Richter, in okatv) aus schwäbischen Handschriften des Mittelalters. – Der Polyhistor Goldast von Haiminsfeld (1578-1635) erwies den „Historikern … große Dienste durch die beiden werthvollen Sammlungen der alemannischen und schwäbischen Scriptores …“ (A. v. Gonzenbach in ADB). – „G.s Leistung liegt vor allem in den zwar nicht durchweg einwandfreien, zum Teil aber noch nicht ersetzten Editionen bedeutender Quellen zur Reichs- und Rechtsgeschichte sowie historischer und literarischer Quellen besonders des Mittelalters, die die Forschung stark befruchteten“ (O. Vasella in NDB). – Wappen-Exlibris, die letzte Seite stärker angestaubt, sonst gut erhaltenes Exemplar.

Schlagwörter: Handschriften, Mittelalter, Schwaben, Württembergica

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220,--  Bestellen
1 Bachmayer, Monika und Peter Schmitt. Karlsruher Majolika 1901 – 2001. 100 Jahre Kunstkeramik des 20. Jahrhunderts. (Karlsruhe), G. Braun (2001). 4°. 234 S. mit zahlr., teils farb. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Keramik, Kunstgewerbe, Staatliche Majolika-Manufaktur Karlsruhe, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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45,--  Bestellen
1 Kemelman, Harry. The Nine Mile Walk. The Nicky Welt Stories. New York, G. P. Putman’s Sons (1967). 8°. 186 p. Original hardcover with dust jacket. (Red Mask Mystery).

First edition, second printing (″Book Club Edition“). – Dust jacket with small tears along the edges; a fine copy.

Schlagwörter: Judaica, Kriminalliteratur

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40,--  Bestellen
1 Kobell, Franz v. Oberbayrische Lieder. Mit ihren Singweisen. Seiner Majestät des Königs für das bayerische Gebirgsvolk gesammelt und herausgegeben. Mit Bildern von A(rthur) v. Ramberg. München, Braun & Schneider 1860. 8°. 100 S., [1] Bl. mit Holzstich-Illustrationen und Musiknoten. Illustrierter Orig.-Pappband.

Rümann 1696. – Seltene erste Ausgabe. – Sammlung traditioneller Volkslieder, Jodler und „Gsangln“ aus dem oberbayerischen Raum. – Rücken erneuert, Kanten bestoßen, sonst gutes Exemplar.

Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Lieder, Mundart

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70,--  Bestellen
1 Obermaier, Uschi. Das wilde Leben. Aufgezeichnet von Claudius Seidl. Hamburg, Hoffmann und Campe (1994). Gr.-8°. 192 S. mit zahlr. teils farbigen Abblidungen. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – „Für diese Frau, sagte Rainer Langhans einmal, würde ich jede Revolution verraten. Ihr Poster hing in Jugendzimmern und Wohngemeinschaften, es schmückte die Titelseiten der Magazine, von Twen und Stern bis zur amerikanischen Vogue – doch über ihr Leben kursierten bislang nur Gerüchte. Es waren wilde, spannende Gerüchte. Aber jetzt erzählt Uschi Obermair selber und beweist, daß ihr Leben noch viel spannender war. … Sie schildert, wie sie sich in Jimi Hendrix verliebte und mit Mick Jagger und Keith Richards durch die Welt zog. Sie erzählt, wie sie Dieter Bockhorn, den „Prinzen vom Kiez“, traf und mit ihm erst Hamburg unsicher machte und dann durch Indien und Amerika reiste, wo sie heute noch lebt“ (M. Althen, Süddeutsche Zeitung). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Groupies, High-Fish-Kommune München, Kommune I Berlin, Pop music, Pop-Kultur, Rock music

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50,--  Bestellen
1 Milosz, Czeslaw. Wiersze (Poems). (Mit illustr. Umschlag und 4 illustr. Vorsätzen von Jan Le Witt). Londyn (London), Oficyna Poetów i Malarzy 1967. 8°. 340 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).

Erste Ausgabe; mit eigenhändiger Widmung von C. Milosz für den französischen Schauspieler Georges Rucki „À Georges Rucki Czeslaw Milosz 27. II. 82 Paryz“. – Legendäre Exilausgabe der Sammlung mit Gedichten aus den Jahren 1934 bis 1965 des polnischen Nobelpreis-Trägers C. Milosz (1911-2004). Mit kongenialer Buch-Ausstattung des herausragenden polnisch-britischen Grafikers, Illustrators und Malers Jan Le Witt (1907-1991). – Milosz gilt „als der herausragendste polnische Dichter des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1951 und 1993 war er im Exil, bis 1960 in Frankreich, dann in den Vereinigten Staaten; in Polen bis 1980 wurde er zensiert. … Die Gedichte von Czeslaw Milosz sind intellektuell, und die Metaphern, die er verwendet, sind suggestiv. Sein Werk aus den 30-er Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg ist von Katastrophen gesättigt. Es wird von Momentum, Metapherlichkeit, Rhythmizität, Visionen der Apokalypse dominiert. Die Gedichte, die während des Krieges geschrieben wurden, haben nicht mehr so viel Pathos in sich. Sie sind viel weniger dekorativ. Der Dichter konzentriert sich auf die Kommunikativität des Gedichts – auf die darin enthaltene Verständlichkeit philosophischer und intellektueller Inhalte. Einige dieser Gedichte sind von Milosz dem besetzten Warschau (Stadt, Wandering) gewidmet, in dem er fast die gesamte Zeit des Krieges verbrachte. In der Arbeit von Milosz während des Krieges ist es auch möglich, eine bewusste Abkehr vom Thema Krieg zu bemerken. Darunter sind Gedichte, die die gewöhnliche Schönheit der Welt beschreiben, die – wie es scheinen mag – den Krieg nie kannte. Dies ist der Fall in dem Gedicht Das Pastorallied oder in der Reihe World (naiv) von 1943. Er führte in die polnische Literatur ein neues literarisches Genre ein – eine poetische Abhandlung (Vertragsgedicht), die nach Angaben des Dichters auf die Moderne abzielte, die als Verengung verstanden wurde und die „Fähigkeit“ der Poesie erweiterte. Im Band Licht des Tages stigmatisiert der Moralvertrag das Verschwinden von Werten, kritisiert den Mangel an Moral und zeigt an, was seiner Meinung nach in der menschlichen Mentalität verändert werden sollte“ (Wikipedia aus dem Polnischen Übersetzt). – Sehr schönes Exemplar.
First edition; inscribed by C. Milosz to the French actor Georges Rucki: ‘To Georges Rucki, Czeslaw Milosz, 27 February 1982, Paris’. – Legendary exile edition of the collection of poems from 1934 to 1965 by the Polish Nobel Prize laureate C. Milosz (1911–2004). With exquisite book design by the outstanding Polish-British graphic designer, illustrator and painter Jan Le Witt (1907–1991). – Milosz is regarded as ‘the most outstanding Polish poet of the 20th century’. He lived in exile between 1951 and 1993, first in France until 1960, then in the United States; his work was censored in Poland until 1980. … Czeslaw Milosz’s poems are intellectual, and the metaphors he uses are evocative. His work from the 1930s, prior to the Second World War, is steeped in catastrophe. It is dominated by momentum, metaphorical imagery, rhythm and visions of the apocalypse. The poems written during the war no longer contain quite so much pathos. They are far less ornate. The poet focuses on the communicative power of the poem – on the clarity with which it conveys philosophical and intellectual content. Some of these poems are dedicated by Milosz to occupied Warsaw (City, Wandering), where he spent almost the entire duration of the war. In Milosz’s wartime work, it is also possible to observe a deliberate shift away from the theme of war. Among these are poems that describe the ordinary beauty of the world, which – as it might seem – never knew war. This is the case in the poem ‘The Pastoral Song’ or in the 1943 series ‘World (naive)’. He introduced a new literary genre into Polish literature – the poetic treatise (contract poem) , which, according to the poet, was aimed at modernity – understood as a narrowing of perspective – and expanded the ‘capacity’ of poetry. In the collection *Light of Day*, *Social Contract* condemns the disappearance of values, criticises the lack of morality and highlights what, in his view, should be changed in the human mindset” (Wikipedia, translated from Polish). – A very fine copy.

Schlagwörter: Exilliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Inscribtion, Lyrik, Poetics, Signed books, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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750,--  Bestellen
Hesse, Hermann. Sinclairs Notizbuch. Zürich, Rascher & Cie. 1923. Gr.-8° (24,5 x 18,5 cm.). 108 S., [2] Bl. mit 4 Farbtafeln nach Aquarellen des Verfassers. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.

Kliemann/Silomon 43. Mileck II, 44. Waibler E 172. W.-G.² 127. – Erste Ausgabe; eines von 1100 Exemplaren der Luxusausgabe, im Druckvermerk von H. Hesse signiert. – Die Aufsätze und Dichtungen dieses kleinen Buches sind in den Jahren 1917 bis 1920 geschrieben, und die Mehrzahl von ihnen ist damals in Zeitungen und Zeitschriften unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen, demselben Pseudonym, unter welchem ich damals den Roman „Demian“ erscheinen ließ. Sie gehören innerlich zusammen. Ihre Ergänzung finden sie in meinen beiden Schriften „Zarathustras Wiederkehr“ und „Blick ins Chaos“ (H. Hesse im Vorwort). – „Der Band, der durch die limitierte Auflage, den Verlagswechsel und durch den Ladenpreis alle Merkmale eines Privatdrucks unter Ausschluß der Öffentlichkeit hat, enthielt nur eine Auswahl aus den pseudonym veröffentlichten Aufsätzen; darunter die erste Sinclair-Veröffentlichung überhaupt, „Im Jahre 1920“; aus der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom 15./16.11.1917. „Eigensinn“ aus dem Jahrbuch „Die Schweiz“, Jg. 22 von 1918 und „Aus Martins Tagebuch“ aus der Berner Zeitschrift „O mein Heimatland“, Jg. 9 von 1921. Hesse unterlegte der pseudonymen Veröffentlichung ein imaginäres Tagebuch seines jüngsten Sohnes Martin. Später ließ er das Stück als „Fragment aus einem unvollendeten Roman“ drucken“ (Hesse Katalog Marbach S. 108). – Rücken etwas aufgehellt und berieben, Vorsätze etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signed books, Signierte Bücher

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600,--  Bestellen
Pfau, Karl Fr(iedrich). Das Buch berühmter Buchhändler. Eine Sammlung von Lebensbildern berühmter Männer. Leipzig, Selbstverlag 1885. 152 S. mit 6 Porträts. Orig.-Leinenband mit Rücken- und Deckelvergoldung.

Erste Ausgabe. – Mit 14 Biographien von Aldus Manutius, Anton Koberger, Johann Frobeen, Philipp Ersamus Reich, Johann Philipp Palm, Johann Gottlieb Immanuel Breitkopf, Christoph Friedrich Nicolai, Georg Joachim Göschen, Johann Friedrich Cotta, Friedrich Christoph Perthes, Friedrich Arnold Brockhaus, Benedictus Gotthelf Teubner und Johann Jacob Weber. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Buchhandel, Buchhändler

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30,--  Bestellen
Rey, Guido. Das Matterhorn. Vorwort von Edmondo de Amicis, geologische Erläuterungen von Vittorio Novarese. Deutsche Übersetzung von Otto Hauser. Mit 37 Zeichnungen von Eduardo Rubino und 11 Abbildungen nach photographischen Aufnahmen (des Verfassers, Emile Gos, J. Gaberell u. a.). Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt 1905. 4° (30 x 22,5 cm.). XI, 258 S., [1] Bl. mit 35 (15 montierten) Tafeln und Illustrationen im Text. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.

Dreyer 992. – Erste deutsche Ausgabe des schön ausgestatteten Werks. Die italienische Originalausgabe erschien 1904 in Mailand. – „Mit Guido Rey ( gestorben am 24. Juni 1935 ) hat Italien seinen grössten Bergsteiger verloren, und die gesamte alpine Welt ist um einen Bergschriftsteller und Bergdichter ärmer geworden, dem sich nur wenige an die Seite stellen lassen und dessen Werke nicht nur dem alpinen Schrifttum, sondern der klassischen Literatur seines Heimatlandes für immer angehören. Henry Bordeaux hat ihn mit Recht einen « General im Heere der Alpinisten » genannt. … Das letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts steht für Rey unter dem Zeichen des Berges, dessen Name für immer mit dem seinen verknüpft ist: des Matterhorns. Von der Kuppe des Monte Bo hatte ihm Sella die blaue Pyramide gezeigt, die sich in der Ferne in kühnem Aufschwung über das weite Gipfelmeer erhob. Bei der Fahrt zur Punta dei Cors sah er den Cervino aus dem Valtournanche aus grösserer Nähe und empfing wieder einen überwältigenden Eindruck. Bald verdichtete sich das Interesse für den Berg zu dem Entschluss, ihn zu ersteigen: zwei Jahre später bereitet er mit einigen Freunden eine führerlose Begehung des Matterhorns vor, da trifft ihn die Nachricht vom Todessturz seines Bruders und lässt ihn die Fahrt sofort abbrechen. 1890 finden wir ihn wieder am Cervino; an Mummerys vergeblichen Versuch von 1880 anknüpfend, sucht er den Gipfel über den Furggengrat zu gewinnen. Innerhalb von acht Tagen kommt es zu fünf Versuchen; während des letzten gebietet ein Steinhagel vom Matterhornkopf auf der Furggenschulter Halt und lässt ihn das ganze Unternehmen als aussichtslos und unsinnig aufgeben. Aber der Dämon des Matterhorns war stärker als seine Vernunft und sein Wille: nachdem er das Hörn inzwischen von Zermatt nach Breuil überschritten und einen durch Wetterungunst vereitelten Versuch gemacht hatte, den Furggengrat im Abstieg zu begehen, nimmt er nach neun Jahren seine früheren Pläne wieder auf. Mit Antoine und Aimé Maquignaz steigt er zur Furggenschulter und lässt sich von Daniel Maquignaz, der mit zwei Begleitern auf dem gewöhnlichen Wege zum Gipfel gestiegen war, ein unterhalb der Spitze verankertes Seil zuwerfen. Mit seiner Hilfe klimmen sie bis auf fünfzehn Meter unter der oberen Gruppe empor, da gerät das Seil am letzten Überhang ins Pendeln, und sie müssen wieder zurück. Auch jetzt gibt sich Rey noch nicht geschlagen. Zwei Tage später ersteigt er den Gipfel über den italienischen Grat, geht auf der Furggenseite soweit wie möglich hinunter, befestigt dort eine Strickleiter und steigt auf ihr soweit ab, bis er den höchsten im Anstieg erreichten Punkt gewonnen hat. Damit war der Furggengrat in seiner ganzen Länge begangen. Eine Ersteigung « by fair means », wie sie Mummery vorgeschwebt hatte, war das freilich nicht, eher eine Niederlage, aber, wie er später bekennt, « diese Niederlage ist mir jetzt teurer als ein Sieg ». Die wirkliche Bezwingung des Furggengrats gelang bekanntlich erst 1911 Reys Landsmann Piacenza, der freilich in die Südflanke ausweichen musste; die erste Begehung bis zur Furggenschulter im Abstieg mit Ausweichen nach Norden wurde 1929 von Blanchet durchgeführt“ (Aus einem Nachruf von Paul Geissler im Jahrbuch des Schweizer Alpen Clubs 1936). – Einband etwas berieben, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Alpen, Alpinismus, Alpinistik, Helvetica, Photographie, Schweiz

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120,--  Bestellen
1 Licht, Hans (d. i. Paul Brandt). Sittengeschichte Griechenlands. In 2 Bänden und einem Ergänzungsband. – Die griechische Gesellschaft. – Das Liebesleben der Griechen. – Die Erotik in der griechischen Kunst. 3 Bände. Dresden und Zürich, Paul Aretz & Co. (1925-1928). 4° (29 x 22,5 cm.). 318, (2) S. mit 500 Tafeln und Textabbildungen; 261, (2) S. mit 500 Tafeln und Textabbildungen; 278, (2) S. mit 650 Tafeln und Textabbildungen. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückenschildern, Rückenvergoldung, goldgepr. Deckelvignetten.

Erste Ausgabe. – Ein Meilenstein der Erforschung der antiken griechischen Sexualität, Erotik und des alltäglichen gesellschaftlichen Lebens. Hauptwerk des Philologen P. Brandt (1875-1929), das begeisterte Leser gefunden hat, darunter auch die Schriftsteller Hermann Hesse, Thomas Mann oder Franz Blei. – Sehr schönes Exemplar.

Schlagwörter: Antike, Erotica, Griechenland, Sittengeschichte

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90,--  Bestellen
1 Genet, Jean. Der Seiltänzer. Ein Gedicht. (Deutsch von Manon Grisebach). Hamburg, Merlin-Verlag (1963). Gr.-4° (34,5 x 24,5 cm.). 33 S., [1] Bl. mit 6 Illustrationen von Alexander Camaro. Illustr. Orig.-Leinenband.

Erste deutsche Ausgabe; eines von 500 num. Exemplaren (Gesamtausgabe 525 Exemplare). – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher

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35,--  Bestellen
1 Evans-Wentz, W(alter) Y(eeling, Hrsg.). The Tibetan book of the great liberation. Or the method of realizing Nirvana through knowing the mind. Preceded by an epitome of Padma-Sambhava’s biography and followed by Guru Phadampa Sangay’s teachings. According to English renderings by Sardar Bahadur S. W. Laden La, and by the Lamas Karma Sumdhon Paul, Lobzang Mingyur Dorje, and Kazi Dawa-Samdup. With psychological commentary by C(arl) G(ustav) Jung. London, New York, Toronto, Oxford University Press, Geoffrey Cumberlege 1954. 8°. LXIV, 261, (1) pp., with a colour frontispiece and 8 plates. Original linen binding with a gold-stamped title on the spine and a vignette on the cover.

First edition. – The American anthropologist W. Y. Evans-Wentz (1878-1965) „was a pioneer in the study of Tibetan Buddhism, and in transmission of Tibetan Buddhism to the Western world. … In 1927, The Tibetan Book of the Dead was published by Oxford University Press. Evans-Wentz chose the title „Book of the Dead“ because it reminded him of the Egyptian Book of the Dead. For Westerners, the book would become a principal reference on Tibetan Buddhism. Evans-Wentz credited himself only as the compiler and editor of these volumes; the actual translation was performed by Tibetan Buddhists, primarily Lama Kazi Dawa-Samdup. Evans-Wentz’s interpretations and organisation of this Tibetan material is hermeneutically controversial, being influenced by preconceptions he brought to the subject from Theosophy and other metaphysical schools. This book was followed by Tibet’s Great Yogi Milarepa (1928), also based on Samdup’s translations. Evans-Wentz was a practitioner of the religions he studied. He became Dawa-Samdup’s „disciple“ (E-W’s term), wore robes, and ate a simple vegetarian diet. In 1935, he met Ramana Maharshi and went to Darjeeling, where he employed three translators, Sikkimese of Tibetan descent, to translate another text which was published as Tibetan Yoga and Secret Doctrines (1935). Evans-Wentz intended to settle permanently in India, but was compelled by World War II to return to the U.S. There he would publish The Tibetan Book of the Great Liberation in 1954. A final work, Cuchama and Sacred Mountains (1989), was published posthumously. In 1946, he wrote the preface to Yogananda’s well known Autobiography of a Yogi, that introduced both Yogananda and himself to wider audiences in a book which has been in print for over sixty-five years and translated into at least thirty-four languages. He mentions having personally met Yogananda’s guru, Swami Sri Yukteswar Giri, at his ashram in Puri and noted positive impressions of him. Evans-Wentz remains best known for his lasting legacy to Tibetology“ (Wikipedia). – A very fine, clean copy.

Schlagwörter: Buddha and Buddhism, Buddhismus, Buddhistische Philosophie, Nirvana, Yoga

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120,--  Bestellen
1 Stevens, Henry Newton. The first delineation of the new world and the first use of the name America on a printed map. An analytical comparison of three maps for each of which priority of representation has been claimed … London, Henry Stevens, Son and Stiles 1928. Gr.-4° (32,5 x 26,5 cm.). XVI, 127, (4) pp. and 2 folded maps (″The Stevens-John Carter Map“ and „The 1513 Ptolemy Map“). Publisher’s cloth with gold-embossed titles on the spine and cover.

An important cartographic study by the influential British antiquarian bookseller and bibliophile H. N. Stevens (1855-1930). His father, Henry Stevens of Vermont (1819–1886), was the legendary American bibliographer who effectively pioneered the market for ‘Americana’ in London and supplied major collectors as well as the British Museum. – Stevens compares three historical maps, each of which has been claimed to be the first to depict the New World. Two of these maps bear the name ‘America’, whilst one does not. He argues, on the basis of coastlines, inscriptions and technical details, that the copy discovered in 1893 and held at the John Carter Brown Library is the earliest. This study is closely linked to Martin Waldseemüller’s monumental world map from 1507, which is regarded as the milestone on which the name ‘America’ first appeared. – A fine copy of the rare first edition.

Schlagwörter: America, Americana, Amerika, Early maps, Kartographie

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120,--  Bestellen
1 Jones, LeRoi (später Amiri Baraka). Schwarze Musik. (Aus dem Amerikanischen übersetzt von Marianne Dommermuth). Frankfurt, März-Verlag 1970. 8°. 235, (1) S. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Erste deutsche Ausgabe; die amerikanische Originalausgabe erschien 1967 in New York. Sammlung radikaler Essays, Reportagen, Interviews und Plattenkritiken aus den Jahren 1959 bis 1967. Die wegweisende Avantgarde des Free Jazz und der afroamerikanischen Musikszene. Behandelt werden Ikonen wie John Coltrane, Thelonious Monk, Miles Davis, Ornette Coleman, Cecil Taylor, Albert Ayler und Sun Ra. – „Seit Schwarze Musik als Phänomen ins Bewußtsein der Massen in Amerika und Europa getreten ist, hat es Weiße gegeben, die ihr eigenes Elend, ihre eigene Unterdrückung deutlicher und bewußter spürten, wenn sie diese Musik hörten, und sie, obwohl Ausdruck einer ihnen fremder Kultur, zugleich als Ausdruck auch ihres ei genen Widerstandes gegen Unterdrückung empfanden“ (Gerold und Marianne Dommersmuth im Nachwort). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Black music, Jazz

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50,--  Bestellen
1 Prondzynski, Ferdinand v. Versuch einer Kriegs-Theorie. Aus dem Gesichtspunkte des Subaltern-Officiers als Erfahrungs-Wissenschaft folgerecht dargestellt. Bielefeld, Velhagen & Klasing 1836. 8°. XVI, 504 S., [1] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.

Jähns III, 1468. – Erste Ausgabe. – Seltenes Lehr- und Handbuch für jüngere Offiziere. Der preussische General F. v. Prondzynski (1804-1871) begreift die Kriegführung nicht als starres mathematisches System, sondern als Erfahrungswissenschaft. Für ihn lässt sich Kriegführung nur durch logische Folgerungen aus realen Erlebnissen, Pragmatismus und praktischer Anwendung auf dem Schlachtfeld verstehen und erlernen. Das Buch entstand in einer Epoche, in der das preußische Militärdenken stark durch die napoleonischen Kriege und die Schriften von Carl von Clausewitz beeinflusst war. Während Clausewitz die philosophische und politische Natur des Krieges analysierte, lieferte Prondzynski das handwerkliche Gegenstück für die ausführende Ebene der Truppenführer. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Preussen

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200,--  Bestellen
1 Banville, Théodore de. Les princesses. Compositions de Georges Rochegrosse. Paris, Librairie des Amateurs, A. et F. Ferroud 1904. 4° (28,4 x 19,8 cm.). VI S., [1] Bl., 42 S., [7] Bl. mit 24 (21 ganzs.) Radierungen von Eugène Decisy nach G. Rochegrosse. Grünblauer Halblederband mit goldgepr. Rückentitel, floraler Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Kopfgoldschnitt (signiert: É(mile) Carayon, Orig.-Umschlag beigebunden).

Carteret IV, 56. Monod 934. – N° 299 sur 400 exemplaires sur vélin d’Arches. – „Une des meilleures illustrations de l’artiste“ (Carteret) qui est surtout une affaire de famille puisque la mère de Rochegrosse s’est remariée avec Banville en 1875. „Ainsi j’ai tenté la folle entreprise d’évoquer en vingt Sonnets les images de ces grandes Princesses aux lèvres de pourpre et aux prunelles mystérieuses, qui ont été à travers les âges le désir et les délices de tout le genre humain, ayant gardé ce privilège d’être adorées comme Déesses et aimées d’amour, alors que les siècles ont dispersé les derniers restes de la poussière qui fut celle de leurs corps superbes.“ – Demi maroquin bleu à coins liseré (reliure de l’époque signée Carayon), dos lisse à motifs floraux mosaïqués de maroquin rouge, tête dorée; signée É(mile) Carayon (1843-1912). – Très rares rousseurs, Très bon état.
No. 299 of 400 copies on Arches vellum. – “One of the artist’s finest illustrations” (Carteret), which is above all a family affair, as Rochegrosse’s mother remarried Banville in 1875. “Thus I have attempted the mad endeavour of evoking, in twenty sonnets, the images of these great princesses with crimson lips and mysterious eyes, who throughout the ages have been the desire and delight of all mankind, having retained the privilege of being worshipped as goddesses and loved with passion, whilst the centuries have scattered the last remnants of the dust that once was their magnificent bodies.” – Half blue morocco with edged corners (contemporary binding by Carayon), smooth spine with floral motifs inlaid in red morocco, gilt head; signed É(mile) Carayon (1843–1912). – Very few foxing spots, very good condition.

Schlagwörter: Art nouveau, Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nummerierte Bücher

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500,--  Bestellen
1 Marshak (Marsak), S(amuil Jakovlevic). MACTEP (Master, Meister). (Faksimile-Druck der ersten Ausgabe, Leningrad 1927). Sankt Petersburg, Verlag „Künstler der RSFSR“ (UdSSR) o. J. (um 1980). 4° (28,5 x 21 cm.). [8] S. mit farbigen Illustrationen von Alexei Fedorovich Pakhomov. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag (Junge als Handwerker mit Gestell-Säge und Axt).

Vgl. Lemmens/Stommels, Russian Artists and the Children’s Book 1890-1992 S. 407 f. und LKJ II, 441 f. – Die Illustrationen zeigen einen Jungen und seinen Großvater bei Holzarbeiten. – Mit hervorragenden expressionistischen Illustrationen des sowjetischen Malers, Grafikers und Illustrators A. F. Pakhomov (1900-1973). Pakhomov wurde vor allem als Meister der Lithografie und durch seine Kinderbuchillustrationen berühmt. Er gehörte zur Leningrader Schule und prägte die sowjetische Buchkunst maßgeblich mit. – „When compared to his illustrations for Marshak’s Master-lomaster [Master-breaker] in 1930, the main difference lies in the mood of the children depicted. The ‚master‘ in the Marshak poem is a boy who happens to break the tools during his inexpert work is a happy child, somewhat mischievous grimacing, while the motherland. They all show the approach that war Socialist-Realism prescribed by the principle: man should be the centre of attention.“ (Lemmens/Stommels). – Tadellos.

Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus, Faksimile, Handwerk, Russische Kinderbücher

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60,--  Bestellen
1 Struwwelpeter – Hoffmann, Heinrich. Strubbelpeter und andere Geschichten für kleine Leute. Meiringen, Walter Loepthien o. J. (1948). Gr.-8° (24,5 x 18 cm.). [16] Bl. mit farbigen Illustrationen von Werner Theiß. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.

Rühle 235. Vgl. Baumgartner IV, 16. – Erste Ausgabe. – Im selben Jahr erschien noch eine wesentlich verkleinerte Ausgabe für den Christlichen Buchversand, Stuttgart. – „Inhaltlich nur gering veränderte Version,… Die Bilder zeigen zwar die bekannten Motive, sind aber „modernisiert“ und in der Darstellung gegenüber dem Original sehr unterschiedlich“ (R. Rühle). – Einband fleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden)

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40,--  Bestellen
1 Struwwelpeteriade – Vigna, Erny. Die sieben Früchtchen. Ein Bilderbuch. Berlin-Grunewald, Hermann Klemm o. J. (1932). 4°. [20] Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.

Klotz, Bilderbücher 6038/1. Rühle 406. – Einzige Ausgabe. – Text und Titel in Sütterlin-Schrift. – „Skurril und reizvoll in eigenwilliger Weise illustrierte struwwelpeternahe Struwwelpeteriade mit sechs Geschichten, die zum Teil ganz neue Unarten schildern. Die sieben unartigen Kinder landen als ‚Früchtchen‘ in einem Baum, von dem sie Knecht Ruprecht erst heruntersteigen läßt, wenn sie artig geworden sind“ (R. Rühle). – Deckel etwas fleckig und mehrfach gestempelt, zeitgenöss. Besitzvermerk, Innengelenk nach Bl. 12 angeplatzt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade

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80,--  Bestellen
1 Stieler, Karl. Von Dahoam. In Bildern von Franz Defregger, Dichtungen. 2. Auflage. München, Franz Hanfstaengl o. J. (ca. 1885). 4°. [28] Bl. mit 23 mont. Orig.-Photographien nach Gemälden und 1 Portrait von F. Defregger (Albuminabzüge, ca. 12 x 10 cm.). Illustr. Orig.-Leinenband mit Goldschnitt.

Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam 406. – Wohl zweite illustrierte Ausgabe mit Mundart-Gedichten auf den Rückseiten der Trägerkartons; die erste Ausgabe erschien 1881 mit nur 18 Photographien. Die 3. Ausgabe erschien 1887 mit 25 Tafeln und die 4. Ausgabe erschien 1890 wieder mit 24 Photographien. – Franz Seraph Hanfstaengl (1804-1877) eröffnete 1852 zusammen mit seinem Schwager Moritz Eduard Lotze (1809-1890) sein „aristisch-photographisches Atelier“. Später zum bayr. Hoffotografen ernannt, porträtierte er zahlreiche berühmte Persönlichkeiten König Ludwig II von Bayern, O. v. Bismarck, Kaiserin Elisabeth von Österreich, F. Liszt, R. Wagner u.v.a. Auf der Pariser Weltausstellung 1855 gewann er eine Goldmedaille für die Vorführung retuschierter Fotografien und gilt als Erfinder der Negativretusche. – Deckel berieben und etwas fleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Bayrisch, Lyrik, Mundart, Original-Photographie

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100,--  Bestellen
1 (Ett, Caspar und Johann Michael Hauber, Hrsg.). Melodien zum katholischen Gesangbuche für die k(öniglichen) Volks- und Elementar-Schulen in Baiern. Ite (und) IIte Abtheilung. 2 Teile in 1 Band. München, königl. Central-Schulbücher-Verlag, gedruckt bei J. Siedler o. J. (ca. 1817). Folio (35 x 23,5 cm.). 119 S. mit Musiknoten, vollständig lithographiert. Marmorierter Pappband der Zeit mit handschr. Deckelschild.

RISM ANAN 1757d. – Sehr seltene frühe (erste ?) Ausgabe der Melodien zum „Katholischen Gesangbuche für die Kirchen und Schulen des Königreichs Baiern“, welches 1812 durch den bayerischen König Maximilian I. Joseph und seinen Minister Maximilian von Montgelas im neu gegründeten Königreich Bayern offiziell eingeführt wurde. Mit den Liedtexten in deutscher Kursivschrift. Die lithographierten Noten dienten als Begleitbuch für Organisten, Lehrer und Kantoren, damit diese die Lieder aus dem reinen Textgesangbuch korrekt anstimmen konnten. – Einband berieben, Rücken mit kleinen Fehlstellen, Innengelenke stellenweise angeplatzt, die letzten Blatt von Teil I wasserfleckig, zeitgenöss. Besitzvermerke auf den Titelbl., sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Bavarica, Gesangbücher, Kirchenlied, Kirchenmusik, Lieder, Liederbücher, Liturgie, Schul- und Lehrbücher

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220,--  Bestellen
1 Weber, Horst. Zielpunkt Südeifel. Ein Tagebuch über Luftkriegsereignisse der Jahre 1939 bis 1945 in den Kreisen Bitburg und Prüm 1939-45 in zwei Bänden. I. 1939-August 1944. – August 1944-1945. Bitburg, Geschichtlichen Arbeitskreis Bitburger Land (GAK) (2000). Gr.-8°. 316 S.; 364 S. mit zahlr. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Pappbände mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Einzige Ausgabe, selten. – Inhalt: Ein chronologisches Tagebuch über Abstürze von alliierten und deutschen Flugzeugen, Luftangriffe, den Einsatz von Flak-Einheiten und technologische Entwicklungen (wie die „Schräge Musik“ bei Nachtjägern). Der Luftraum über der Eifel diente im Zweiten Weltkrieg als Aufmarschgebiet für den Westfeldzug 1940 sowie als wichtige Einflugschneise für Bomberverbände der britischen RAF und der US-amerikanischen USAAF. Das Buch dient Regionalhistorikern und Heimatforschern oft als verlässliche Quelle für lokale Absturzstellen. Unter anderem wird darin der Abschuss einer US-Maschine im Jahr 1944 bei Matzen (einem Stadtteil von Bitburg) und das anschließende Schicksal der überlebenden Besatzung im nahegelegenen Preist präzise rekonstruiert. – Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II

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80,--  Bestellen
1 Parke, Thomas Heazle. My personal experiences in equatorial Africa. As medical officer of the Emin Pasha relief expedition. London, Sampson Low, Marston & Company 1891. Gr.-8° (23 x 14,5 cm.). XXVI, [1] Bl., 526, 32 S. mit Portrait-Frontispiz, 17 Holzstich-Tafeln und 1 gefalteten Karte. Pappband mit goldgepr. Rückenschild.

Czech 132. Hess/Coger 7533. Kainbacher 321. – Rare first edition. – The Irish physician, British Army officer T. H. Parke (1857-1893) „was invited by Edmund Musgrave Barttelot in January 1887 … to accompany him on the Emin Pasha Relief Expedition. The expedition would be led by Henry Morton Stanley, and would journey through the African wilderness in relief of Emin Pasha, an Egyptian administrator who had been cut off by Mahdist forces following the Siege of Khartoum. Parke was initially rejected by Stanley upon his arrival in Alexandria, but was invited by telegram a day later to join the expedition in Cairo.[6] On 25 February 1887, the expedition set off from Zanzibar in the east for the Congo in the east. The expedition lasted for three years and faced great difficulty, with the expedition of 812 men suffering from poor logistical planning and leadership. The rainforest was much larger than Stanley expected, leading much of the party to face starvation and disease. Parke, for his part, saved the lives of many in the party, including Stanley, who suffered from acute abdominal pain and a bout of sepsis. Stanley described Parke’s care as „ever striving, patient, cheerful and gentle…most assiduous in his application to my needs, and gentle as a woman in his ministrations“. Parke also treated Arthur Jephson for fever, and nursed Robert H. Nelson through starvation. Furthermore, after a conflict with the natives, Parke had to save William Grant Stairs by orally sucking the poison out of an arrow wound“ (Wikipedia). – The cover and endpapers have been professionally restored; the title page, foreword and table of contents show minor damage; otherwise in good condition.

Schlagwörter: Africa, Afrika, Entdeckungsreisen, Travel

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240,--  Bestellen
1 Araki, Nobuyoshi. Tokyo Love (Japanisch). Tokyo, Poplar Publishing (2008). 8°. [76] Bl. mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag und Bauchbinde (Obi, Bellyband).

Japanische Originalausgabe. – Die Aufnahmen zeigen Personen bei Sportveranstaltungen und anderen Freizeitbeschäftigungen in Tokio. – „Wie ein Getriebener hetzt er von Aufnahme zu Aufnahme, von Bild zu Bild. Wolkenhimmel, Blicke in die Badewanne, Katzen, Stadtansichten, immer wieder Blumen und natürlich Nackte – es scheint, als wolle der rastlose Bildersammler jeden Moment im Foto festhalten. Für Nobuyoshi Araki sind die unzähligen Aufnahmen, die er täglich macht, wie eine Art Tagebuch, das ‚die Vergangenheit ebenso beinhaltet wie die Projektion der Zukunft‘. Nicht selten belichtet er mehr als 80 Filme am Tag, denn je mehr Bilder er seiner Umgebung entreißt, desto eher erreicht seine Arbeit für ihn eine ‚kosmische Dimension‘ und wird zu einer Art ‚buddhistischem Mandala‘.“ (W. Baatz in Koetzle, Fotografie A-Z, S. 13). – Tadellos.

Schlagwörter: Japan, Street photography, Tokio

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100,--  Bestellen
1 Winkler, K(arl) G(ottlieb) Th(eodor), (d. i. Theodor Hell). Des Maurers Leben. Dargestellt in neun Gesängen. Dresden, Selbstverlag 1816. 8°. XVI, 110 S. mit gestoch. Frontispiz und 9 gestoch. illustr. Zwischentiteln. Halblederband um 1880 mit goldgepr. Rückenschild, dekorativer Rückenvergoldung (Winkel und Zirkel) und Kopfgoldschnitt.

ADB XI, 693 f. Wolfstieg 26704. – Seltene erste Ausgabe. – Gesänge über Religion, Vaterlandsliebe, Bruderliebe, die Liebe zu den Schwestern, die Hallen, die Weihe, den Maurer in der Fremde etc. – Der Dramatiker und Dichter T. Hell (1775-1856) war sächsischer Hofrat, Opern-Regisseur und Theater-Intendant in Dresden. – Sehr schönes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar aus der berühmten Charlesworth Masonic Library in Hanley (heute ein Stadtteil von Stoke-on-Trent in der Grafschaft Staffordshire). Am 24. Oktober 1900 übergab James Charlesworth den Großteil seiner umfassenden Sammlung offiziell als Geschenk an die freimaurerische Gordon Lodge in Hanley. Dort wurde sie institutionalisiert und für die Mitglieder verwaltet. Für die Bestände wurde um die Jahrhundertwende ein eigener biografischer und bibliografischer Katalog gedruckt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Bibliothek der Loge aufgelöst.
A rare first edition. – Poems on religion, love of one’s country, brotherly love, love for one’s sisters, the halls, the initiation, the Mason abroad, etc. – The playwright and poet T. Hell (1775–1856) was a Saxon court councillor, opera director and theatre manager in Dresden. – A very fine copy, uncut at the sides and bottom, from the famous Charlesworth Masonic Library in Hanley (now a district of Stoke-on-Trent in the county of Staffordshire). On 24 October 1900, James Charlesworth officially presented the bulk of his extensive collection as a gift to the Gordon Lodge, a Masonic lodge in Hanley. There, it was institutionalised and managed on behalf of the members. A separate biographical and bibliographical catalogue of the holdings was printed at the turn of the century. During the course of the 20th century, the lodge’s library was dissolved.

Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei

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320,--  Bestellen
1 Durlach – Fecht, Karl Gustav. Geschichte der Stadt Durlach. Heidelberg, Adolph Emmerling 1869. X, 691, (1) S. mit 1 lithogr. Ansicht (″Durlach vor dem Brande von 1689“). Marmorierter Pappband der Zeit mit handschr. Rückenschild.

Lautenschlager V, 28448. – Erste und einzige Ausgabe, selten. – Einband berieben und etwas bestoßen, durchgehend etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Ortsgeschichte

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140,--  Bestellen
1 Daisenberger, J(ohann) M(ichael, Hrsg.). Auswahl neuer Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen in der Oekonomie, Stadt- und Landwirthschaft, Feldbau, Viehzucht, Gärtnerey, Bräuerey &c. Für Künstler, Fabrikanten, Handwerker, Güterbesitzer und Haushälter aller Gattung. 6 Bände. Stadtamhof, J. M. Daisenberger 1803(-1805). Kl.-8° (17,5 x 11 cm.). Mit 20 (7 handkol., 9 gefaltete) Kupfertafeln. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern. (Sammlung neuer Erfindungen, Entdeckungen und Verbesserungen in der Oekonomie,… Erster und zweyter Theil).

Engelmann, Bibliotheca Oeconomica S. 14. Holzmann/Bohatta 3824. Humpert 711. – Vollständig sehr seltene Kompilation mit neuen Methoden zur Steigerung von Ernteerträgen, Fruchtfolgen oder Düngung, Ratschlägen zur Haltung und Pflege von Nutztieren, Konservierungsmethoden für Lebensmittel, Gartenbau- und Gesundheitsratschlägen sowie Verbesserungen beim Bierbrauen, Branntweinbrennen oder in handwerklichen Manufakturen. – Die kolorierten Tafeln mit Darstellung verschiedener Pflanzen und die dritte Kupfertafel in Band III zeigt einen „fliegenden Wanderer“ (einen kuriosen Flugapparat; Mann mit einem kleinen Fesselballon auf dem Kopf und zwei Seitenrudern). Der anonyme Verfasser beschreibt die Erfindung ausführlich und bemerkt am Ende: „Wir glauben nicht nöthig zu haben, unsere Leser nochmals auf die Vortheile aufmerksam zu machen, die diese Ausrüstung jedem Fußgänger darbiethen muß. Hoffentlich wird sie von Geschäftsmännern sowohl als Luftrittern mit Vergnügen ergriffen werden. Wohlfeiler als das geringste Fuhrwerk oder Reitpferd, in der Unterhaltung ihrer Kraft so genügsam und in ihrem Gebrauch so nützlich, wie vergnügend, kann sie unmöglich das nicht seltene Schicksal haben, zurückgesetzt zu werden; und wird mit dieser guten Absicht derselben haben wir nicht genug eilen können, unser Publikum mit ihr bekannt zu machen, besonders für Reisende über Ströme und Laaks zu gehen, wo unten an den Füßen noch dritte Korkplatten kommen.“ (S. 208). – J. M. Daisenberger (1772-nach 1848) betrieb seit 1799 eine Buchhandlung und einen Verlag in Stadtamhof; 1810 bis 1826 in Regensburg und später in Passau und in München. – Sehr schönes Exemplar der vollständig kaum auffindbaren Reihe.
A very rare complete compilation covering new methods for increasing crop yields, crop rotation and fertilisation; advice on the rearing and care of farm animals; food preservation methods; horticultural and health advice; as well as improvements in beer brewing, spirits distillation and artisanal manufacturing. – The coloured plates depicting various plants, and the third copperplate in Volume III, show a ‘flying wanderer’ (a curious flying machine; a man with a small tethered balloon on his head and two rudders). The anonymous author describes the invention in detail and remarks at the end: „We do not consider it necessary to draw our readers’ attention once again to the advantages that this equipment must offer every pedestrian. We hope it will be welcomed with pleasure by businessmen as well as by adventurers. Cheaper than even the humblest cart or riding horse, so economical to maintain and so useful – as well as enjoyable – in its use, it cannot possibly suffer the not uncommon fate of being neglected; and with this good intention in mind, we cannot be too hasty in introducing it to our readership, particularly for travellers crossing rivers and lakes, where a third layer of cork is added at the very bottom of the soles.” (p. 208). – J. M. Daisenberger (1772–after 1848) ran a bookshop and publishing house in Stadtamhof from 1799; from 1810 to 1826 in Regensburg, and later in Passau and Munich. – A very fine copy of this compilation, which is almost impossible to find in its entirety.

Schlagwörter: Agriculture, Economics, Erfindungen, Hausvater-Literatur, Hauswirtschaft, Inventions, Obstbau, Technik, Technikgeschichte

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1.200,--  Bestellen
1 Marino, (Giovan Battista). L’Adone. Poema … con gli Argomenti, le allegorie e l’aggiunta di pezzi fuggitivi. 4 volumi. Londra (eig. Livorno, Gaetano Poggiali) 1789. Kl.-8° (15 x 9,5 cm.). XLIV, 491 p.; 463 p.; 482 p.; 384 p. con un ritratto inciso, 4 titoli illustrati incisi e 20 tavole in rame di (Johann Rudolf) Schellenberg. Rilegature in mezza pelle dell’epoca con etichette sul dorso stampate in oro e decorazioni dorate a linee.

Brunet, III, 1434. Gamba 2002. Gay, I, 42. Graesse, IV, 401. – „Buona è altresì l’edizione moderna di Londra (Livorno), fatta per cura di Gaetano Poggiali“(Gamba) con le splendide tavole in rame del pittore e incisore svizzero J. R. Schellenberg (1740-1806). – L’epopea „L’Adone“ di Giovan Battista Marino fu pubblicata per la prima volta a Parigi nel 1623 da Olivier de Varennes (1598–1666) ed è dedicata a Luigi XIII. Racconta la storia d’amore tra Venere e Adone. Con le sue 5.124 ottave e 40.992 versi, questo poema epico è uno dei più lunghi della letteratura italiana: è leggermente più lungo dell’Orlando furioso e circa tre volte più lungo della Divina Commedia e della Gerusalemme liberata. – Il testo stampato su carta di colore bluastro. – Esemplare molto bello e in ottime condizioni.
‘The modern edition published in London (Livorno), edited by Gaetano Poggiali’ (Gamba), is also excellent, featuring the splendid copperplate engravings by the Swiss painter and engraver J. R. Schellenberg (1740–1806). – Giovan Battista Marino’s epic poem *L’Adone* was first published in Paris in 1623 by Olivier de Varennes (1598–1666) and is dedicated to Louis XIII. It tells the love story of Venus and Adonis. With its 5,124 octaves and 40,992 lines, this epic poem is one of the longest in Italian literature: it is slightly longer than *Orlando Furioso* and about three times as long as *The Divine Comedy* and *Jerusalem Delivered*. – The text is printed on bluish paper. – A very fine copy in excellent condition.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher

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400,--  Bestellen
1 Ubac – Skira, Albert et E. Tériade (Ed.). Minotaure. Revue artistique et littéraire. No. 11. Paris, Albert Skira 1938. 4°. [2] Bl., 66, (1) S. mit zahlr. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag (von Max Ernst).

Wichtiges Heft der bedeutenden Zeitschrift. – Mit 9 Fotografien von Raoul Ubac, davon 4 zu dem Artikel „Miroirs“ von Pierre Mabille und 5 zu dem Artikel „Eritis sicut dii…“ von Maurice Heine. Außerdem enthält das Heft eine Aufnahme von Brassai (nach Jacques Berthier) zu dem Beitrag „L’homme qui perd son ombre“ von Paul Recht und Reproduktioen von Arbeiten von André Masson, Georges Seurat, Hans Arp, Max Ernst, Yves Tanguy, Wolfgang Paalen, Botticelli, Piero di Cosimo und Bartolomeo Veneto. – Der in Köln geborene Fotograf R. Ubac (d. i. Rudolf Gustav Maria Ernst Ubach, 1910-1985) lebte und arbeitete seit 1929 mit Unterbrechungen in Paris. – „Wenn Man Ray versucht hatte, die Form durch ein vor das Objektiv geschobenes Prisma aufzulösen, so ist Ubac seinerseits der Ansicht, man müsse die Materie selbst zum sprechen bringen. Er entwickelt die Vorstellung, hinter dem schmalen Schleier, der die Dinge umhüllt, existiere eine andere Wirklichkeit im latenten Zustand. Fünfzig Jahre später wird Dieter Appelt das Prinzip für seine Serie überlagerter Gesichter wieder aufnehmen. Ubac schafft durch das Mittel des kontrollierten Zufalls und durch die Auflösung der Materie eine neue Bilderwelt“ (C. Bouqueret in Koetzle). – „Le Minotaure, die letzte bedeutende Zeitschrift des Surrealismus, zeigt die Bewegung in ihrer neuen Phase: der Surrealismus ist zu einer Bewegung geworden, dessen künstlerische Lehren allgemeine Anerkennung gefunden haben und die ungeheure Anziehung auf die dichterischen und künstlerischen Kräfte ausüben. Minotaure wird die luxuriöseste vielseitigste Zeitschrift und die mit der breitesten Wirkung“ (H. Bolliger). – Rücken restauriert, sonst gut erhalten.
An important issue of this leading journal. – Featuring 9 photographs by Raoul Ubac, 4 of which accompany the article ‘Miroirs’ by Pierre Mabille and 5 of which accompany the article ‘Eritis sicut dii…’ by Maurice Heine. The issue also contains a photograph by Brassai (after Jacques Berthier) accompanying the article “L’homme qui perd son ombre” by Paul Recht, and reproductions of works by André Masson, Georges Seurat, Hans Arp, Max Ernst, Yves Tanguy, Wolfgang Paalen, Botticelli, Piero di Cosimo and Bartolomeo Veneto. – The Cologne-born photographer R. Ubac (i.e. Rudolf Gustav Maria Ernst Ubach, 1910–1985) lived and worked in Paris, with interruptions, from 1929 onwards. – “Whilst Man Ray had attempted to dissolve form by placing a prism in front of the lens, Ubac, for his part, believed that matter itself must be made to speak. He developed the idea that, behind the thin veil enveloping things, another reality exists in a latent state. Fifty years later, Dieter Appelt would revisit this principle for his series of superimposed faces. Through the use of controlled chance and the dissolution of matter, Ubac creates a new visual world” (C. Bouqueret in Koetzle). – “Le Minotaure, the last major journal of Surrealism, showcases the movement in its new phase: Surrealism has become a movement whose artistic principles have gained widespread recognition and which exerts an immense attraction on poetic and artistic forces. Le Minotaure is set to become the most lavish, most versatile journal, and the one with the widest reach” (H. Bolliger). – Spine restored, otherwise in good condition.

Schlagwörter: Surrealismus, Zeitschrift

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200,--  Bestellen
1 Seghers, Anna (d. i. Netty Radvanyi geb. Reiling). Das siebte Kreuz. Roman aus Hitlerdeutschland. Mexico, Editorial „El Libro Libre“ 1942 (Januar 1943). 8°. 468 S., [2] Bl. Orig.-Pappband mit Rücken- und Deckeltitel in Rot und Schwarz.

Sternfeld/Tiedemann 461. W.-G.² 13. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger signierter Widmung von A. Seghers „Gutes Neues Jahr! Anna Seghers“. Darunter eine Bleistiftnotiz von anderer Hand mit Zitat aus einem Brief von A. Seghers vom 5. 1. 1947 an Grete Katz, die vermutlich die Widmungsempfängerin ist. Grete Katz (1919-?) war die jüngste Schwester des Schriftstellers und Journalisten Otto Katz (1895-1952), der Mitarbeiter des 1942 gegründeten Emigranten-Verlag El libro libre in Mexiko war. – „Dieses Buch ist den toten und lebenden Antifaschisten Deutschlands gewidmet. Es verdankt sein Erscheinen in Mexiko der Freundschaft und gemeinsamen Arbeit deutscher und mexicanischer Schriftsteller, Kuenstler und Drucker“ (Anna Seghers). – „1938 begann Anna Seghers die Arbeit an ihrem Roman im Exil in Südfrankreich. Da sie keine Recherchen an den Örtlichkeiten des Romans durchführen konnte, griff sie auf eine Region als Schauplatz zurück, die sie als gebürtige Mainzerin kannte. Das von ihr zugrundegelegte Konzentrationslager Osthofen befand sich auf einem damals stillgelegten Fabrikgelände nahe Worms. Bereits 1939 erschien das erste Kapitel in der Moskauer Zeitschrift Internationale Literatur. 1942 wurde der komplette Roman in den USA in englischer Sprache und im mexikanischen Exilverlag El Libro Libre („Das Freie Buch“) in deutscher Sprache veröffentlicht. Ebenfalls 1942 wurde in den USA eine Comic-Fassung verlegt. Durch den Abdruck in zahlreichen Zeitungen Amerikas dürfte die complete pictorial version damals bis zu 20 Millionen Leser erreicht haben. 1944 erschien eine überarbeitete und gekürzte Ausgabe für die auf den europäischen Kriegsschauplatz entsandten US-Soldaten. Später wurde von Anna Seghers das weitere Leben einiger Romanfiguren in Erzählungen fortgeführt (Das Ende, Die Saboteure, Vierzig Jahre der Margarete Wolf)“ (Wikipedia). – Rücken etwas gebräunt, vorderes Gelenk in der Mitte leicht beschädigt, Deckel etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst gut erhalten.
First edition. – Inscribed by A. Seghers: ‘Happy New Year! Anna Seghers’. Beneath this is a pencil note in another hand containing a quotation from a letter by A. Seghers dated 5 January 1947 to Grete Katz, who is presumably the recipient of the dedication. Grete Katz (1919–?) was the youngest sister of the writer and journalist Otto Katz (1895–1952), who worked for the émigré publishing house El libro libre in Mexico, founded in 1942. – “This book is dedicated to the anti-fascists of Germany, both living and dead. It owes its publication in Mexico to the friendship and collaboration between German and Mexican writers, artists and printers” (Anna Seghers). – “In 1938, Anna Seghers began work on her novel whilst in exile in the south of France. As she was unable to conduct research at the novel’s actual locations, she chose as her setting a region she knew well, having been born in Mainz. The Osthofen concentration camp on which she based her story was situated on a disused factory site near Worms. As early as 1939, the first chapter appeared in the Moscow-based journal *Internationale Literatur*. In 1942, the complete novel was published in English in the USA and in German by the Mexican exile publishing house *El Libro Libre* (“The Free Book”). A comic-book version was also published in the USA in 1942. Thanks to its serialisation in numerous American newspapers, the ‘complete pictorial version’ is thought to have reached up to 20 million readers at the time. In 1944, a revised and abridged edition was published for US soldiers deployed to the European theatre of war. Anna Seghers later continued the stories of some of the novel’s characters in short stories (*Das Ende*, *Die Saboteure*, *Vierzig Jahre der Margarete Wolf*)” (Wikipedia). – Spine slightly tanned, front joint slightly damaged in the centre, cover slightly dusty and slightly stained, otherwise in good condition.

Schlagwörter: Exilliteratur, Signed books, Signierte Bücher, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II, Widmungsexemplar

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1.800,--  Bestellen
1 Altherr, Alfred. Marionetten. Mit textlichen Beiträgen von Hans Jelmoli und René Morax. Mit drei Original-Lithographien von Pierre Gauchat und E. G. Rüegg. Drei farbige und 30 Schwarz-Abbildungen. Erlenbach – Zürich, Eugen Rentsch (1926). 4°. 49 S., [2] Bl. mit 33 (3 farb.) Abbildungen und 3 Orig.-Farblithographien. Farbig illustr. Orig.-Pappband (von Ernst Gubler).

Einzige Ausgabe. – „Alfred Altherr, der Schöpfer des schweizerischen Marionettentheaters in Zürich, hat hier ein prachtvoll ausgestattetes und dennoch preiswertes Buch zusammengestellt. … Besonders bemerkenswert sind die wundervollen Inszenierungen der Oper „Meister Pedros Puppenspiel“ von Manuel de Falla, des Faustspiels sowie Donizettischer, Pergolesischer und Mozartscher Miniaturopern. Die Beispiele zielbewußten Stilschaffens, die sich freihalten von den Auswüchsen expressionistischer Launen, andererseits aber modernem Geschmack durchaus entgegenkommen, können allen Puppenspielern leuchtende Vorbilder sein. Wir können dem Verlag für diese kostbare Gabe dankbar sein“ (Puppentheater, Leipzig). – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Helvetica, Marionette, Marionetten-Theater, Marionettenspiel, Puppentheater, Puppet theater, Zürich

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50,--  Bestellen
1 (Scott, Walter). Waverley novels. 48 volumes. Edinburgh, Cadell & Company and London, Simkin and Marshall 1829-1833. Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm.). Each volume with an engraved frontispiece and an engraved, illustrated title page. Contemporary half-leather bindings, each with two gold-embossed spine labels and decorative gold lettering on the spine.

The first complete and final edition of the novels; the „Opus Magnum“-Edition. – I. and II. Waverley; III. and IV. Guy Mannering; V. and VI. The Antiquary; VII. and VIII. Rob Roy; IX. and X. Black Dwarf; Old Mortality Vol. I and II; XI.-XIII. Heart of Midlothian Vol. I-III, Bride of Lammermoor Vol. I; XIV. Bride of Lammermoor Vol. II; XV. Legend of Montrose; XVI. and XVII. Ivanhoe; XVIII. and XIX. The Monastery; XX. and XXI. The Abbot; XXII. and XXIII. Kenilworth; XXIV. and XXV. The Pirate; XXVI. and XXVII. Fortunes of Nigel; XXVIII.-XXX. Peveril of the Peak; XXXI. and XXXII. Quentin Durward; XXXIII. and XXXIV. St. Ronan’s Well; XXXV. and XXXVI. Redgauntlet; XXXVII. The Betrothed; XXXVIII. The Talisman; XXXIX. and XL. Woodstock; XLI. Chronicles of the Canongate; XLII. and XLIII. Fair Maid of Perth; XLIV. and XLV. Anne of Geierstein; XLVI. and XLVII. Count Robert of Paris; XLVIII. The Surgeon’s Daughter. – Scott personally revised the texts for this edition and contributed extensive new introductions, notes and illustrations. As Sir Walter Scott died in September 1832, the final volumes published in 1833 became his direct literary legacy. The series was a colossal commercial triumph. By setting the price at just five shillings per volume, Cadell made the previously unaffordable novels accessible to a broad middle class for the first time and helped Scott to pay off his enormous debts. – “It was not least the language of Scott’s novels, with its alternation between direct, indirect and reported speech, between dialect, Latinised and formulaic prose, self-parodying diction and lyrical interludes, that fascinated readers abroad. Numerous poets admired Scott or engaged with his novelistic technique; in the German-speaking world, for example, Goethe, Hebbel, Fontane and Stifter; in France, Balzac, Vigny, Mérimée, Dumas and Hugo …” (Killy, Literaturlexikon XV, 91, translated from German). – Spines slightly rubbed, bookplates, frontispieces and title pages slightly brown-stained; a very fine, decoratively bound copy from this entirely rare series.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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950,--  Bestellen
1 Clausewitz, Carl v. Vom Kriege. Hinterlassenes Werk. 2. Auflage. 3 Bände. Berlin, Ferd(inand) Dümmler 1853-1857. 8°. XXIV, 318 S., [1] Bl.; VI, 386 S.; VI, 330 S. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung (Band I) und Leinenbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. (Hinterlassene Werke des Generals Carl von Clausewitz über Krieg und Kriegführung, 1.-3. Band).

Slg. Borst 1651, Anm. Jahns 2852 f. PMM 297. – Seltene zweite Ausgabe des erstmals 1832-34 erschienenen Klassikers der „Philosophie des Krieges“ (Carter/Muir). – „Dieses Werk mit seinen tausend Seiten nimmt unter den militärischen Schriften aller Zeiten und Zeiten und Völker einen einzigartigen Platz ein. Obwohl in ihm die Erkenntnisse aus den Kriegen Napoleons und denen der Französischen Revolution verwertet wurden, ist es doch weniger ein Handbuch für Strategie und Taktik als eine umfassende Untersuchung über die Grundprinzipien des Krieges. Der Krieg, So behauptete Clausewitz, müsse immer als politisches Instrument betrachtet werden; denn, so lautet sein berühmtester Aphorismus: „Krieg ist die fortgesetzte Staatspolitik mit anderen Mitteln.“ Er weist die Ansicht vom schädlichen Einfluß der Politik auf die Kriegsführung zurück, da Vor oder Nachteile des Einflusses ganz bei der Politik lägen. Ist die Politik gut, so kann sie sich auf die Kriegsführung nur vorteilhaft auswirken: die Siege der Französischen Revolution über zwanzig Jahre hinweg ergaben sich hauptsächlich aus der fehlerhaften Politik der gegnerischen Regierungen. … Sein Werk „Vom Kriege“ entstand aus einer Reihe von Aphorismen, die er zwischen 1816 -18 notierte und als Basis für seine Vorlesungen an der Akademie benützte. Nachdem er als Generalstabschef von Gneisenau wie dieser im polnischen Feldzug an der Cholera gestorben war wurde das Buch von seiner Frau als Kernstück seiner „Hinterlassenen Werke über Krieg und Kriegführung“ (10 Bände, 1832 bis 1837) veröffentlicht. Es fand sofort Anerkennung als eine der tiefsten Ausführungen über die Philosophie des Krieges – ein Rang, der ihm nie streitig gemacht wurde“ (Carter/Muir). – „Carl von Clausewitz, preußischer General und Militärtheoretiker, wird 1780 in Burg bei Magdeburg geboren. Er tritt 1792 in die preußische Armee ein, nimmt 1793/94, während der Koalitionskriege, am Rheinfeldzug teil und besucht anschließend die Militärakademie in Berlin. 1806 wird Clausewitz in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt von den Franzosen gefangengenommen. Zwei Jahre später kommt er im Zuge eines Gefangenenaustausches wieder frei und kehrt nach Preußen zurück. Dort erteilt er dem Kronprinzen «militärischen Unterricht» und ist gleichzeitig Inspekteur der Artillerie im Kriegsministerium. Er schließt sich dem Kreis um die Heeresreformer Scharnhorst und Gneisenau an und wirkt an der Durchführung der Heeresreform in Preußen mit. 1812 tritt er in russische Dienste und kämpft auf russischer Seite gegen Napoleon. Am Zustandekommen der Konvention von Tauroggen ist er 1812 maßgeblich beteiligt. Nach seinem Wiedereintritt in die preußische Armee 1815 nimmt er an der Schlacht von Waterloo teil. Von 1815 bis 1818 ist er Chef des Stabes beim Generalkommando in Koblenz. Von 1818 bis 1830 leitet er die Allgemeine Kriegsschule, die spätere Kriegsakademie, in Berlin. In dieser Zeit entsteht sein unvollendetes Hauptwerk «Vom Kriege». Während des polnischen Aufstands 1831 ist er Chef des Generalstabes der preußischen Observationsarmee in Posen. Er stirbt 1831 in Breslau“ (Bibliotheca Agustana, Augsburg). – Rücken am Fuß mit Resten von Bibliothekssignaturen, zeitgenöss. Besitzvermerk in Band II und III, stellenweise braunfleckig, wie meist ohne die 5 Karten, die wohl nur einem kleinen Teil der Auflage beigebunden wurden, gutes Exemplar.
A rare second edition of the classic *Philosophy of War* (Carter/Muir), first published in 1832–34. – „This thousand-page work occupies a unique place amongst military writings of all ages, eras and nations. Although it draws on the lessons learnt from the Napoleonic Wars and those of the French Revolution, it is less a handbook on strategy and tactics than a comprehensive study of the fundamental principles of war. War, Clausewitz argued, must always be regarded as a political instrument; for, as his most famous aphorism states: ‘War is the continuation of state policy by other means. ’ He rejects the view that politics has a harmful influence on the conduct of war, since the advantages or disadvantages of that influence lie entirely with politics itself. If politics is sound, it can only have a beneficial effect on the conduct of war: the victories of the French Revolution over a period of twenty years resulted chiefly from the flawed policies of the opposing governments. … His work *On War* grew out of a series of aphorisms which he jotted down between 1816 and 1818 and used as the basis for his lectures at the Academy. After he, like Gneisenau, had died of cholera during the Polish campaign whilst serving as Chief of the General Staff, the book was published by his wife as the centrepiece of his *Posthumous Works on War and Warfare* (10 volumes, 1832 to 1837). It was immediately recognised as one of the most profound treatises on the philosophy of war – a status that has never been disputed” (Carter/Muir). – „Carl von Clausewitz, a Prussian general and military theorist, was born in Burg near Magdeburg in 1780. He joined the Prussian Army in 1792, took part in the Rhine Campaign in 1793–94 during the Coalition Wars, and subsequently attended the Military Academy in Berlin. In 1806, Clausewitz was taken prisoner by the French during the twin battles of Jena and Auerstedt. Two years later, he was released as part of a prisoner exchange and returned to Prussia. There, he provided the Crown Prince with ‘military instruction’ whilst also serving as Inspector of Artillery at the Ministry of War. He joined the circle around the army reformers Scharnhorst and Gneisenau and played a part in implementing the army reform in Prussia. In 1812, he entered Russian service and fought on the Russian side against Napoleon. He played a key role in the conclusion of the Convention of Tauroggen in 1812. After rejoining the Prussian Army in 1815, he took part in the Battle of Waterloo. From 1815 to 1818, he served as Chief of Staff at the General Command in Koblenz. From 1818 to 1830, he headed the General War School, later known as the War Academy, in Berlin. It was during this period that he wrote his unfinished magnum opus *On War*. During the Polish Uprising of 1831, he served as Chief of the General Staff of the Prussian Observation Army in Posen. He died in Breslau in 1831” (Bibliotheca Agustana, Augsburg). – Spine at the foot bears traces of library call numbers; contemporary owner’s inscription in Volumes II and III; brown staining in places; as is usually the case, the 5 maps are missing, having presumably been bound in only a small proportion of the print run; a good copy.

Schlagwörter: Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Military history, War

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450,--  Bestellen
1 Engelberger(-Meyer), (Friedericke). Koch-Buch. 4. Auflage. Zürich, Engelberger-Meyer (um 1905). 8°. 503 S. Illustr. Orig.-Leinenband.

Weiss 926 (mit Abb. der ersten Ausgabe von 1893). – Schönes Schweizer Kochbuch mit 1980 Rezepten, darunter auch Rezepte mit Bärenfleisch (738-745). – Friedericke Engelberger-Meyer war Gründerin einer Privatkochschule, welche noch heute existiert, die über die Jahre aber stets die Namen der jeweiligen Leiterin angenommen hat. – Im Blattrand etwas gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Helvetica, Kochbücher, Schweiz

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50,--  Bestellen
1 Lamorisse, Albert (Emanuel) und D(enys) Colomb de Daunant. Der weisse Hengst. „Crin Blanc“. Nach dem gleichnamigen Film. Frankfurt am Main, Rütten & Loening (1955). 4°. [24] Bl. mit Abbildungen nach Photographien. Illustr. Orig.-Halbleinenband mit illustr. Schutzumschlag.

LKJ II, 306. Weismann 275. – Erste deutsche Ausgabe mit Aufnahmen nach dem gleichnamigen Film von A. Lamorisse (1922-1970). – „Durchschlagenden Erfolg hatte L. 1953 mit „Crin Blanc“, der den Großen Preis des Festival von Cannes bekam… Der Film… erzählt von Folco, einem Fischerjungen, dem es gelingt, den stolzen, wilden Camarguehengst Weiße Mähne vor der Gefangenschaft zu bewahren, dabei aber mit dem Tier in der Rhone ertrinkt. Das Ende wird im Textbuch gemildert durch den Satz: „Und Crin Blanc trug Folco auf eine wundersame Insel, wo Kinder und Pferde immer Freunde sind“ (M.-L. Christadler in LKJ). – Schutzumschlag mit geringfügigen Randläsuren, Name auf Vorsatz, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Film, Pferde, Photobilderbücher, Photographie

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60,--  Bestellen
1 Miró – Llorens Artigas, J(oseph), José Pierre, José Corredor-Matheos et Francoise Gaillard. Céramiques de (Joan) Miró et Artigas. Paris, Maeght Éditeur (1974). Quer-Gr.-4° (29 x 29,5 cm.). 228 S., [2] Bl. mit 365 teils farb. Abbildungen und 2 doppelblattgr. Orig.-Farblithographien. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Cramer 183. Maeght, Miró Lithograph V, 926 und 927. – Werkverzeichnis der Keramiken Mirós in Zusammenarbeit mit dem Keramiker Artigas. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Ceramics, Keramik, Original-Graphik, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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320,--  Bestellen
1 Arp, Hans. Gesammelte Gedichte (1903-1957). (In Zusammenarbeit mit dem Autor herausgegeben von Marguerite Arp-Hagenbach, Peter Schifferli und Aimée Bleikasten). 3 Bände. Zürich, Verlag Die Arche 1963-1984. 8°. 248 S.; 246 S.; 266 S. mit 24 ganzs. Illustrationen von H. Arp. Orig.-Pappbände mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung und farbig illustr. Schutzumschlägen.

Wilpert-Gühring² 32. – Erste Ausgabe. – „Die Welt Arps ist eine Welt der unaufhebbaren Widersprüche, aber er macht daraus keine Tragödie, sondern eine Groteske. Ein abgründiger Humor durchzieht die Dichtung Arps, aber ein Humor, der überall den Abgrund spüren läßt“ (Fritz Usinger). – Stempel auf den Vorsätzen, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik

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140,--  Bestellen
1 Remarque, Erich Maria (d. i. Erich Paul Remark). Im Westen nichts Neues. 176.-200. Tausend. Berlin, Propyläen-Verlag (Ullstein & Co.) 1929. 8°. 287, (1) S. Orig.-Leinenband.

Kosch³ XII, 983. NDB XXI, 415. – Frühe Ausgabe des berühmten Anti-Kriegsromans. Zuerst ab November 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung erschienen. – „Am 10.11.1928 begann in der „Vossischen Zeitung“ der Vorabdruck seines Romans „Im Westen nichts Neues“, in der R. die Geschichte einer Generation erzählt, „die vom Krieg zerstört wurde“; die erste dt. Buchausgabe erschien Anfang 1929 im Ullstein-Verlag, die Auflage überschritt bereits im Juni 1930 die Millionengrenze. Durch seinen in mehr als 20 Sprachen übersetzten Roman, der die Fronterlebnisse des 1. Weltkriegs literarisch verarbeitete, wurde R. über Nacht zu einem der berühmtesten, umstrittensten und reichsten dt.sprachigen Autoren seiner Zeit. Ebenfalls ein Welterfolg wurde der 1930 unter der Regie von Lewis Milestone in Hollywood gedrehte gleichnamige Film, dessen Vorführungen in Berlin Ende 1930 von den Nationalsozialisten massiv gestört wurden. Von der Filmprüfstelle bald zeitweise verboten und vom Reichstag in einer Debatte mehrheitlich scharf kritisiert, wurde er erst wieder nach 1952 in einer gekürzten Fassung in bundesdt. Kinos gebracht“ (W. v. Sternburg in NDB). – Gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Pazifismus, Weltkrieg <1939-1945>

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50,--  Bestellen
1 (Grimm, Jakob und Wilhelm). Jorinde und Joringel. Ein Märchen mit sieben Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. (Basel), Birkhäuser Verlag (1969). 4°. [12] Bl. mit 7 ganzs. Farbholzschnitten. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Rückentitel in Pappschuber.

Tiessen 58. – Eines 1800 num. Exemplaren. – Erschienen als 18. Basler Druck des Birkhäuser Verlags. – Der Druck erfolgte von den Originaldruckstöcken von Felix Hoffmann. – Bibliophile Ausgabe für Erwachsene. – Der Schweizer Graphiker Felix Hoffmann (1911-1975) trug zusammen mit Alois Carigiet und Hans Fischer zur Wiederbelebung des künstlerischen Bilderbuchs bei. – Schönes Exemplar.

Schlagwörter: Birkhäuser, Künstlerbilderbücher, Märchenbilderbücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher

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50,--  Bestellen
1 King, Stephen. 11/22/63. A novel. New York, London, Toronto, Sydney, New Delhi, Scribner November 2011. 8°. ix, 849 p. with 6 illustrations. Hardcover with color-illustrated dust jacket.

First Scribner hardcover edition. – „On november 22, 1963, three shots rang out in Dallas, President Kennedy died, and the world changed. What if you could change it back?“ – Near fine.

Schlagwörter: Fantasy, Phantastik / Utopie

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50,--  Bestellen
1 (La Fontaine, Jean de., Denis Diderot, Claude-Joseph Dorat u. a.). Launigte Winter-Mährchen beym Camin zu erzählen. (Herausgeben und übersetzt von Carl August Serini). Ohne Ort und Druck (Basel, Carl August Serini) 1780. 8°. 4, S. 3-63 (″Ueber die Erzehlungskunst. Aus dem Französischen des Dorat und Diderot“), 283 S. (vollständig) mit Titelvignete und einigen Schmuckvignetten in Holzschnitt. Leinenband des 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel.

Hayn/Gotendorf VIII, 549. Hobrecker, Braunschweig 355. VD18 10680861. – Erste Ausgabe der seltenen Märchen-Sammlung für Erwachsene. – Serini veröffentlichte 1783 auch „Launigte Sommer-Mährchen bei langen Sommertagen zu erzählen“ (VD18 11885416). – „Enthält 42 versificirte (meist pikante) Erzählungen. Einige nach d. Französ. des Bouflers, Chamfort, La Fontaine, Saint-Gilles, Saint-Marc, Senecé, Vergier u. Voltaire, u. viele anonyme, u. a.: Die Matrone von Ephesus. Der Gürtel der Liebe. Der verliebte Demosthenes. Der schönste Reiz der Venus. Was den Damen gefällt. Die beichtende Nais. etc. etc. Besonders interessant ist S. 3-63 die Einleitung (nach Dorat und Diderot), welche einen guten Überblick über die französ. Novellistik des 17. und 18.Jahrh. giebt, aber nicht allen Exemplaren beigebunden zu sein scheint“ (Hayn/Gotendorf). – C. A. Serini (1733-1791) betrieb zwischen 1777 und 1791 eine bekannte eigene Offizin in Basel. Er verlegte einige wichtige Autoren der Aufklärung, darunter Karl Viktor von Bonstetten, Carl Ludwig Junker und Johann Georg Schlosser. – Vorderdeckel im oberen Rand fleckig, stellenweise leicht feuchtigkeitsfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Aufklärung, Erotica, Märchen

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320,--  Bestellen
1 Lange, Ludwig. Original-Ansichten der vornehmsten Städte in Deutschland. Nach der Natur aufgenommen. In Stahl gestochen von Ernst & Carl Rauch, Joh(ann) Poppel, Gust(av) Ad(olf) Müller und andern deutschen Künstlern. Mit einem artistisch topographischen Text von Georg Lange. Band I-XVI (von 17). Darmstadt, Gustav Georg Lange 1832 – 1864. 4° (27 x 23,5 cm.). Mit 16 gestoch. illustr. Titelbl. und 954 (statt 955) Stahlstich-Ansichten. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung.

Andres I, 125. Schuchhard 49 A. – Fast vollständige Reihe des wichtigsten und wohl umfangreichsten deutschen Ansichtenwerks des 19. Jahrhunderts. Wie meist ohne den 1867 erschienenen Supplementband mit Nachträgen und neu gezeichneten Ansichten größerer Städte, die in den früheren Bänden entweder unvollständig waren oder deren Stadtbild sich durch die beginnende Industrialisierung und das Städtewachstum verändert hatte. – In Band XI fehlt die Ansicht Nr. 42 (Kohlmarkt in Braunschweig); in Band XIV fehlt Nr. 37 (Lüneburg), dafür ist eine nicht verzeichnete Ansicht (Stolberg) beigebunden; in Band XV fehlt Nr. 94 (Ballenstädt), dafür ist eine nicht verzeichnete Ansicht (Nienburg) beigebunden. Alle anderen Bände sind vollständig. – Einbände etwas berieben, die Ansicht „Das Palais Wallenstein in Prag“ in Band III stärker braunfleckig, sonst nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Österreich

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5.000,--  Bestellen
1 Schultheis, Friedrich. Der Ludwig-Kanal. Seine Entstehung und Bedeutung als Handels-Strasse. Mit 26 in Stahl gestochenen Ansichten von Alexander Marx. Nürnberg, ohne Verlagsangabe 1847. Quer-4° (21,5 x 31 cm.). Titel, XVI, 158 S. mit gestoch. illustr. Titelblatt, 26 Stahlstich-Ansichten und 1 gestoch. Karte. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.

Lentner 8843. Pfeiffer 26701. Vgl. Engelmann I, 461. Nicht bei Pfister. – Mit schönen Ansichten aus dem Altmühltal, von Kelheim, Dietfurt, Schelleneck, Randeck, Riedenburg, Berching, Neumarkt, Nürnberg, Erlangen, Forchheim, Bamberg u. a. Orten entlang des Kanals. Mit lebhafter Figurenstaffage und hübschen allegorischen Bildeinfassungen. Am Beginn des langen Subskribentenverzeichnisses Ludwig I., König von Bayern, nebst Gemahlin, Kronprinz Maximilian usw. – „Der Ludwig-Donau-Main-Kanal (auch Ludwigskanal oder regional „Alter Kanal“ genannt) war im 19. und 20. Jahrhundert eine 172,4 km lange Wasserstraße zwischen der Donau bei Kelheim und dem Main bei Bamberg. Im weiteren Sinne war der zwischen 1836 und 1846 erbaute Kanal Teil einer schiffbaren Verbindung zwischen der Nordsee bei Rotterdam und dem Schwarzen Meer bei Constan?a. Durch die Überquerung der Europäischen Hauptwasserscheide nahm das ehrgeizige Bauvorhaben eine besondere Stellung ein. 100 Schleusen, teilweise in den Flüssen Altmühl und Regnitz, bewältigten insgesamt einen Höhenunterschied von 264 Metern (80 m Aufstieg von der Donau und 184 m Abstieg zum Main). Nachfolger des 1950 aufgelassenen Kanals ist der 1960 bis 1992 errichtete Main-Donau-Kanal“ (Wikipedia mit Abb. der Stahlstich-Karte aus dem Album). – Kapital, Fuß und Kanten etwas berieben, sehr schönes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Altmühltal, Ansichten, Ansichtenwerke, Bavarica, Bayern, Franken, Ludwig-Donau-Main-Kanal

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500,--  Bestellen
1 Klein, Yves. YVES – Propositions Monochromes. Einladung zur Eröffnung: Freitag, 31. Mai 1957, 20-22 Uhr, Hunsrückenstr. 16-18. Es sprechen Ratsherr Schracke, Frau Hannelore Schubert, Düsseldorf. (Einladungskarte zur Ausstellung). Düsseldorf, Galerie Schmela 1957. 10,5 x 16,2 cm. (aufgefaltet 20,5 x 29,5 cm.). 1 Bl. beidseitig bedruckt in Yves Klein Blau (Siebdruck).

Karl Ruhrberg, Alfred Schmela: Galerist – Wegbereiter der Avantgarde (1996) S. 25-27 (mit Abb.). – Sehr seltene Einladungskarte zur ersten Yves Klein Einzel-Ausstellung in Deutschland. – Mit einem Essay von Pierre Restany „La minute de vérité“. – Die in Zusammenarbeit mit der Galerie Iris Clert, Paris konzipierte Schau war die offizielle Eröffnungsausstellung der neu gegründeten Galerie von Alfred Schmela in der Düsseldorfer Hunsrückenstraße. Klein präsentierte seine radikalen, einfarbigen Leinwände. Zu diesem Zeitpunkt festigte sich seine Arbeit mit dem weltberühmten, matten Ultramarinblau, dem späteren International Klein Blue (IKB). Während der Ausstellung lernte Klein die Düsseldorfer Künstler Heinz Mack und Otto Piene kennen. Dies führte zu einer engen Zusammenarbeit mit der deutschen ZERO-Bewegung. – Minimale Randläsuren und papierbedingt etwas gebräunt, sehr gut erhalten.
A very rare invitation card to the first solo exhibition by Yves Klein in Germany. – Featuring an essay by Pierre Restany entitled ‘La minute de vérité’. – The exhibition, organised in collaboration with the Galerie Iris Clert, Paris, was the official opening exhibition of Alfred Schmela’s newly founded gallery on Hunsrückenstraße in Düsseldorf. Klein presented his radical, monochrome canvases. It was at this time that his work began to be defined by the world-famous, matt ultramarine blue, later known as International Klein Blue (IKB). During the exhibition, Klein met the Düsseldorf artists Heinz Mack and Otto Piene. This led to close collaboration with the German ZERO movement. – Slightly browned due to the nature of the paper, but in very good condition.

Schlagwörter: Avantgarde, Concept-art, Konzeptkunst, ZERO

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1.000,--  Bestellen
1 Schaeffer, Jacob Christian. Neuentdeckte Theile an Raupen und Zweyfaltern. Nebst der Verwandlung der Hauswurzraupe zum schönen Tagvogel mit rothen Augenspiegeln. Nebst zwo Kupfertafeln mit Figuren in Farben. Regensburg, Johann Leopold Montag 1754. Gr.-8° (23,5 x 19,5 cm.). [3] Bl., 54 S. und 2 handkol. gestoch. Tafeln mit 30 Abbildungen. Papierumschlag des 20. Jahrhunderts.

Hagen II, 112. Horn-Schenkling 19038. Nissen, ZBI 3633. VD18 10917985. – Erste Ausgabe. – Der Naturforscher, Technologe und Theologe J. C. Schaeffer (1718-1790) befasste sich 1752 mit einer Raupenplage, die Teile des damaligen Sachsen samt seiner Heimatstadt Querfurt heimgesucht hatte und versuchte außerdem, Präparationstechniken zu verbessern. Schaeffer gilt auch als Begründer der Pilzkunde in Deutschland und erforschte physikalische Fragestellungen der Elektrizitätslehre, der Farbenlehre und der Optik. Außerdem entwickelte er eine Waschmaschine für Haushalte und veröffentlichte in Regensburg 1765 revolutionäre Forschungen zu alternativen Rohstoffen in der Papierherstellung. – Titelblatt angestaubt und etwas fleckig, sonst meist nur im Blattrand etwas braunfleckig, gutes Exemplar.
First edition. – In 1752, the naturalist, technologist and theologian J. C. Schaeffer (1718–1790) investigated a caterpillar infestation that had ravaged parts of what was then Saxony, including his home town of Querfurt, and also sought to improve taxidermy techniques. Schaeffer is also regarded as the founder of mycology in Germany and conducted research into physical aspects of the science of electricity, colour theory and optics. He also developed a washing machine for domestic use and, in Regensburg in 1765, published groundbreaking research on alternative raw materials in paper production. – The title page is dusty and slightly stained; otherwise, there are mostly just a few brown spots along the margins; a good copy.

Schlagwörter: Butterflies, Entomologie, Entomology, Insects, Insekten, Schmetterlinge, Zoologie

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240,--  Bestellen
1 Nietzsche, Friedrich. Werke – Kritische Gesamtausgabe. Begründet von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. Weitergeführt von Wolfgang Müller-Lauter und Karl Pestalozzi. 32 Bände. Berlin, New York, Walter de Gruyter 1967-1995. 8°. Orig.-Leinenbände mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern, 10 Bände mit Orig.-Schutzumschlägen.

Standard-Referenzwerk der modernen Nietzsche-Forschung. Die italienischen Philologen Giorgio Colli und Mazzino Montinari bereinigten Nietzsches Schriften und den Nachlass radikal von den ideologischen Fälschungen, Kürzungen und chronologischen Verzerrungen, die seine Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche (insbesondere beim manipulierten Konstrukt „Der Wille zur Macht“) vorgenommen hatte. – I. Abteilung (1., 2. und 4. Band von 5), (1852–1869; Schriften, Gedichte, Tagebücher und Entwürfe aus Nietzsches Jugendzeit, Schulzeit in Schulpforta und seiner Studienzeit in Bonn und Leipzig). – II. Abteilung (5 Bände): Philologische Schriften (1867–1873; Wissenschaftliche Arbeiten aus Nietzsches Zeit als Professor für klassische Philologie in Basel). – III. Abteilung (5 in 6 Bänden): Werke und Fragmente (1869–1874; Die ersten großen philosophischen Veröffentlichungen und der zugehörige Nachlass). – IV. Abteilung (4 Bände): Werke und Fragmente (1875–1878, Übergangswerke und der Beginn von Nietzsches aphoristischer Phase). – V. Abteilung (2 Bände): Werke und Fragmente (1879–1882, Die Phase der „Freigeisterei“ und der Ausarbeitung der „Fröhlichen Wissenschaft“). – VI. Abteilung (4 Bände): Werke und Fragmente (1883–1885, Die Entstehung von Nietzsches wirkungsmächtigstem philosophischen Dichtwerk Also sprach Zarathustra, Teile I–IV, nebst den sehr umfangreichen, vorbereitenden Notizen und Entwürfen). – VII. Abteilung (4 in 5 Bänden): Werke und Fragmente (1885–1887, Das reife Spätwerk und die scharfe Abrechnung mit der traditionellen Moral). – VIII. Abteilung (3 Bände): Werke und Fragmente (1888–1889, Die hochexplosiven, fieberhaften Schriften des letzten produktiven Jahres vor seinem geistigen Zusammenbruch im Januar 1889). – Ohne die Bände I/3 (Nachgelassene Aufzeichnungen, Herbst 1862 – Sommer 1864), I/5 (Nachgelassene Aufzeichnungen Frühjahr 1868 – Herbst 1869), V/3 (Nachbericht zum ersten Band der fünften Abteilung „Morgenröthe“) und die erst 2001-2021 erschienene IX. Abteilung (Der späte handschriftliche Nachlass, 14 Bände).

Schlagwörter: Gesamtausgaben

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980,--  Bestellen
1 Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). USSR im Bau. Illustrierte Monatsschrift. (Erster Jahrgang) 1930. 9 Hefte (Heft 5/6, 7/8 und 10/11 als Doppel-Nr.). Moskau, State Publishing House of the RSFSR 1930. Folio (43 x 30 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen. Orig.-Kartonumschläge.

Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – Erster Jahrgang des wichtigsten sowjetischen Propagandamagazins. Die Zeitscchrift erschien von 1930 bis 1949 monatlich in fünf Sprachen (Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch). Jede Ausgabe war einem anderen Thema gewidmet, beispielsweise Lebensmittel- und Industrieproduktion, der Republik Georgien, dem sowjetischen Kino und Wahlen. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Umschläge teils etwas fleckig und am Rücken berieben, 3 Hefte mit Fehlstellen am Rücken, sonst gut erhalten.
The first volume of the most important Soviet propaganda magazine. The magazine was published monthly from 1930 to 1949 in five languages (Russian, English, French, Spanish and German). Each issue was devoted to a different topic, such as food and industrial production, the Republic of Georgia, Soviet cinema and elections. – The covers are slightly stained in places and worn on the spine; three issues have missing sections on the spine, but are otherwise in good condition.

Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften

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2.000,--  Bestellen
1 Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). USSR im Bau. Illustrierte Monatsschrift. (Zweiter Jahrgang) 1931. 10 Hefte (Heft 1/2 und 7/8 als Doppel-Nr.). Moskau, State Publishing House of the RSFSR 1931. Folio (43 x 30 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen. Orig.-Kartonumschläge (Heft 12 mit illustriertem Umschlag von John Heartfield).

Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – Zweiter Jahrgang des wichtigsten sowjetischen Propagandamagazins. Die Zeitscchrift erschien von 1930 bis 1949 monatlich in fünf Sprachen (Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch). Jede Ausgabe war einem anderen Thema gewidmet, beispielsweise Lebensmittel- und Industrieproduktion, der Republik Georgien, dem sowjetischen Kino und Wahlen. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Umschlag von Heft 1/2 etwas angestaubt, sonst sehr schön erhalten.
The second volume of the most important Soviet propaganda magazine. The magazine was published monthly from 1930 to 1949 in five languages (Russian, English, French, Spanish and German). Each issue was devoted to a different topic, such as food and industrial production, the Republic of Georgia, Soviet cinema and elections. – The cover of issue 1/2 is slightly dusty, but otherwise in fine condition.

Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften

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2.400,--  Bestellen
01 Pjatakov, G(eorgi Leonidowitsch, Editor in Chief). USSR im Bau. Illustrierte Monatsschrift. (Dritter Jahrgang) 1932. 12 Hefte. Moskau, State Publishing House of the RSFSR 1932. Folio (43 x 30 cm.). Mit zahlreichen Abbildungen. Orig.-Kartonumschläge (Heft 1 mit illustr. Umschlag von N. Troschin).

Hellyer 860. Karasik/Heiting 17 ff. Parr/Badger I, 148 f. Rowell/Wye 242 f. – Dritter Jahrgang des wichtigsten sowjetischen Propagandamagazins. Die Zeitscchrift erschien von 1930 bis 1949 monatlich in fünf Sprachen (Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch). Jede Ausgabe war einem anderen Thema gewidmet, beispielsweise Lebensmittel- und Industrieproduktion, der Republik Georgien, dem sowjetischen Kino und Wahlen. – „In the early 1930s photo-reportage became the foundation of the magazine USSR in Construction that „was created as a publication for the popularization of large-scale construction projects by photographic means. But as the magazine grew and developed, the task of ‘popularization’ evolved into that of presenting Socialist reality with dramatic artistry.“ (L. Mezhericher, „Na putiakh k sotsialisticheskomu stiliu fotografii” [“On the way to a Socialist style of photography“], No. 2, p. 14). Well known Soviet designers and photographers worked on USSR in Construction. The industrial spirit of the magazine, expressed in compositionally sharp subjects, panoramas and dynamic shots evokes admiration even today and conveys the atmosphere of enthusiasm that carried along not just the photographers, but also the builders themselves. The creative scale of the construction engendered the photographic epic, a style of monumental artistic photography. The founders of this most successful and high-quality periodical were Gorky and Koltsov“ (Mikhail Karasik). – Umschläge etwas berieben, alle Hefte sehr schön erhalten.
The third volume of the most important Soviet propaganda magazine. The magazine was published monthly from 1930 to 1949 in five languages (Russian, English, French, Spanish and German). Each issue was devoted to a different topic, such as food and industrial production, the Republic of Georgia, Soviet cinema and elections. – The covers are slightly worn, but all the issues are in fine condition.

Schlagwörter: Avantgarde, Magazines, Propaganda, Soviet Union, Zeitschriften

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