Helmholtz, Die Lehre von den Tonempfindungen
Helmholtz, Die Lehre von den Tonempfindungen
Helmholtz, H(ermann v.). Die Lehre von den Tonempfindungen, als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik. Braunschweig, Vieweg u. Sohn 1877. 8°. XI, 600 S. mit 57 Text-Holzstichen, einigen Notenbeispielen u. Tabellen. Hln. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel. Garrison-Morton 1562. Horblit 49 a. MGG VI, 126. NDB VIII, 500. Poggendorff III, 611. Slg. Borst 2867. – Erste Ausgabe des bahnbrechenden Werks. – H. v. Helmholtz (1821-1894), einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts, entwickelt hier eine mathematische Theorie zur Erklärung der Klangfarbe durch Obertöne, die Resonanztheorie des Hörens. – „Die Entdeckung und mathematische Begründung der Kombinationstöne, die Schwingungsanalyse der Vokale… die physikalischen und physiologischen Ursachen der Harmonie und Disharmonie, eine mechanisch-mathematische Theorie des Ohres sind in dem großen Werk dargestellt – bis zu Fragen der Ästhetik und der arabisch-persischen Tonleiter“ (W. Gerlach in NDB). – Helmholtz „ließ ein Harmonium bauen (vgl. S. 485 f.), das durch Mehrfachbesetzung der Einzeltöne das Musizieren in nahezu völlig reiner Stimmung in verschiedenen Tonarten ermöglichte. Bemerkenswerterweise hat die musikalische Praxis bis heute die entgegengesetzte Entwicklung durchgemacht, indem sie mehr und mehr Dissonanzen verwendet. Unabhängig davon bleibt es das Verdienst Helmholtz’, der gesamten musikalischen Akustik und Hörphysiologie die exakten Grundlagen gegeben zu haben, auf denen sich die neuere Akustik entwickeln konnte“ (MGG). – Rücken unauffällig restauriert, anfangs teils stärker braunfleckig, gutes Exemplar.
Unser Preis: EUR 288,-- |
![]() |