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NEUER E-KATALOG: Neueingänge Dezember 2022 (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) und in den Online-Katalogen „Meisterwerke der Einbandkunst“ und „Photographie“, abrufbar auf abooks.de – Für alle Direkt-Bestellungen aus Deutschland fallen keine Versandkosten an. Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Wir wünschen allen Bücherfreunden ein schönes Neues Jahr.

Avantgarde

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Beschreibung
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1 Lissitzky, El. Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken. Katalog des Sowjet-Pavillons auf der Internationalen Presse-Ausstellung „Pressa“, Köln 1928. (Redaktion: M. Guss und P. Kakisa, Vorwort: Staatskommissar A. B. Chalatow). Köln, DuMont 1928. 8°. 111 S. u. 18-seitiges Foto-Leporello mit zahlr. mont. Abb. (20,5 x 235 cm.). Hellroter OKart. mit Deckeltitel.

Bowld/Hernad 99. Dokumentations-Bibliothek VI, 681. Heiting/Jaeger II, 62 f. Küppers-Lissitzky S. 81 ff. Lang, Konstruktivismus 59. – Wichtiger Katalog zu der Ausstellung die 227 Exponate von 38 Künstlern präsentierte. Als künstlerischer Leiter der Ausstellung gestaltete El Lissitzky auch den Katalog mit dem berühmten achtzehnseitigen Leporello, das mit Lenin als Redner beginnt – „Hier sehen Sie in einer typographischen Kinoschau den Inhalt des Sowietpavillons vorüberziehen“ (S. 16). – „Ohne Zweifel gehört der Katalog zu den bedeutendsten typographischen Gestaltungen Lissitzkys“ (H. Bolliger). – „El Lissitzky entwickelte eine Ausstellungsarchitektur mit beweglichen Wandelementen, die eine dynamische Raumerfahrung erzeugen sollten. Trotz der Verwendung verschiedenster Gestaltungsmittel wie Diagrammen, Leuchtreklamen sowie Illustrationen bildeten Fotografie und Fotomontage die wesentlichen Repräsentationsformen der Ausstellung. Kernstück war der über 23,5 m lange Fotofries ‚Die Erziehung der Massen ist die Hauptaufgabe der Presse in der Übergangszeit vom Kapitalismus zum Kommunismus‘, der durch die Opulenz des fotografischen Materials aus Alltag und Politik und seine filmartige Montagetechnik auffiel“ (J. Reuter, Mit voller Kraft, Hamburg 2001, S. 100). – „Erstmals in größerem Stil und damit vorbildhaft kam die Fotografie auf diese Weise bei der Pressa zum Einsatz, die als bislang umfassendste Ausstellung zum Pressewesen weltweit vom 12. Mai bis zum Oktober 1928 auf dem Kölner Messegelände stattfand. Die Veranstaltung war im Sinne demokratischer Massenkommunikation ein ebenso kulturelles wie politisches Ereignis, aufgrund ihrer Ausstellungsbauten aber auch architektonisch bemerkenswert. … Fotogeschichtliche Bedeutung erlangte die Pressa vor allem durch den sowjetischen Pavillon, den El Lissitzky und Sergei Serkin mit einem fotografischen Wandfries von 3,80 Höhe und 23,5 m Länge ausgestattet hatten. Ihre multimediale Rauminszenierung, die aus Großfotos, Fotomontagen, Plakaten, Schautafeln, Statistiken, Schriften, Grafiken, Farben und Lichteffekten bestand, bot eine facettenreiche und propagandistisch effektvolle Darstellung der sowjetischen Errungenschaften im Bereich des Pressewesens. Ebenso außergewöhnlich wie einzigartig ist der dazu von El Lissitzky gestaltete Katalog ‚Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken‘…“ (R. Jaeger). – Rücken wie meist etwas aufgehellt, Deckel im oberen und unteren Rand mit kl. handschr. Nummerierung, St. verso T., Klammern etwas angerostet, der Katalog und das Leporello sauber und sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Avantgarde, Journalismus, Neue Sachlichkeit, Neues Sehen, Presse, Sowjetunion, Typographie, UdSSR

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7.500,--  Bestellen
1 Drtikol, Frantisek (Ferdinand). Les nus de Drtikol. Préface de Claude de Santeul. Paris, Librairie des Arts décoratifs A. Calavas (1929). Folio (40 x 30 cm.). [4] Bl. u. 30 Tafeln in Heliogravure. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel, Art-Deco-Vorsätzen in Gold u. Grün u. Kopfgoldschnitt.

Auer 146. Bertolotti 58. Koetzle 120 f. Vgl. Heiting, Czech and Slovak Photo Publications 92/75. Parr/Badger I, 79. The Open Book 94 f. Roth, The Book of 101 Books 64 f. (Alle tschech. Ausgabe „Zena ve Svetle“, Prag 1930). – Sehr seltene erste Ausgabe des wichtigsten Aktwerks der Avantgarde der 30er Jahre – „Höhepunkt seiner Ende der 20er Jahre mehr und mehr zu Expressionismus, Kubismus und Art déco tendierenden Kamerakunst“ (H.-M. Koetzle). – Aufwendiger Luxusdruck auf kräftigem Büttenpapier; hier in einem hervorragenden Art-Deco-Handeinband. Das Werk erschien als Portfolio in einer schlichten Leinenkassette. – „Along with portraits, Frantisek Drtikol began to take pictorialist photographs of dreamy, melancholy female nudes, set against backgrounds trated with light colors painted directly on to the negative, which he presented in a beautiful folio volume“ (A. Bertolotti). – „Drtikol studied photography in Munich, and set up a highly commercial studio in Prague in 1910, specializing in portraits and nudes. ‚Zena ve svetle‘ is a typical of his Art Deco phase, and just as Art Deco proper derived from Art Nouveau, the photographer’s earlier nudes were Photo Secessionist in style, favouring heavily worked bromoil and gum prints. The only thing that changed when he went ‚modernist‘ was the creation of geometrically shaped plywood sets composed of angular and circular forms, which he lit dramatically with a single arc lamp. He shot his models from dynamic viewpoints, and sometimes his imagery plays arround with mock-Cubist effects, but usually he gives us the style rather than the substance of modernism. … Drtikol remained a consistent and obsessive photographer of the female nude, his artistic persona managing to convey both a muscular heterosexuality and a formalist asexuality. These are quite clearly ‚artistic‘ nudes, and remain extremely popular to this day“ (Parr/Badger zu „Zena ve Svetle“). – „Paradox muss erscheinen, dass sich unter jenen, die auf dem Weg am sezessionistischen Piktorialismus zur Avantgarde am weitesten vordrangen, Frantisek Drtikol befindet, der in den 20er Jahren häufig für einen konservativen Vertreter des Symbolismus und der Sezession gehalten wurde. Heute sehen wir, dass Drtikol, obwohl im Radikalismus und linke Utopien der meisten Avantgarde-künstler ebenso fremd waren wie ihre Neigung zum Experiment, in vielen seiner Werke der Avantgarde näher stand, als deren Vertreter bereit waren zuzugeben“ (V. Birgus in Koetzle). – Sehr schönes sauberes Exemplar in einem klassischen Art-Deco-Einband.

Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Art Déco, Avantgarde, Einbände, Photography of the nude

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20.000,--  Bestellen
1 Kriwet, Ferdinand. Campaign’ 72. Wahlkampf in den USA. Duesseldorf, Droste Verlag 1974. 4° (31 x 31 cm.). 114 S. mit zahlr. Abb. u. 3 Schallplatten (Langspielplatten, 33 1/3 UpM). Illustr. OKart. u. Orig.-Cover in illustr. Orig.-Pappschuber.

Seltenes Kunst-Projekt zum US-Wahlkampf 1972. Die Abbildungen zeigen Wahlkampf-Propaganda im US-Fernsehn. – Die Schallplatten mit Reden der Präsidentschaftskandidaten und anderes. – Schallplatte A: Democratic National Convention 1972, Seite 1: voices, Seite 2: George Stanley McGovern, Acceptance speech, analytical cut. Schallplatte B: National Republican Convention 1972, Seite 1: voices, Seite 2: Richard Milhouse Nixon: Acceptance speech, analytical cut. Schallplatte C: Hörtext IX, radio-text IX 1972/73, Seite 1: Introduction Democratic National Convention, Seite 2: National Republican Convention, Presidential election campaign. – Schuber mit geringf. Gebrauchs- u. Altersspuren, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Avantgarde, Concept-art, Konzeptkunst, Politics and government, Politik, USA

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480,--  Bestellen
1 Klein, Yves. Yves Klein présente: Le dimanche 27 Novembre 1960. Festival d’art d’avant-garde, novembre-décembre 1960. La révolution bleue continue. Le journal d’un seul jour. Numéro unique. Paris, Selbstverlag 1960. Imperial-Folio (56 x 38 cm.). [2] Bl. mit 6 Abb., gefalt. Doppelbogen.

Von Yves Klein herausgegebene Avantgarde Zeitungs Parodie zum ’Festival d’Art d’Avant-Garde Novembre-Décembre 1960’ mit der großen Abbildung vom Sprung in die Leere „Le Saut dans le vide“ (Photomontage von John Kender und Harry Shunk). Die Zeitungs Parodie wurde zusammen mit dem Original „Le Journal du Dimanche“ von Kiosken in Paris verkauft. – Papierbedingt wie immer gebräunt, sehr gutes Exemplar. – Yves Klein’s Avant-garde newspaper parody. – The full sheet folded (22,05 x 29,92 in.) very good overall condition.

Schlagwörter: Avantgarde, Concept-art, Konzeptkunst

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2.800,--  Bestellen
1 Wengoborski, Brigitte. Fünf Finger sind eine Faust. Berlin, Basis Verlag o. J. (1970). 4°. [19] Bl. mit 18 ganzs. farb. Illustrationen. Farbig illustr. OKart. (Das neue Kinderbuch).

Bilderwelt 1871. LKJ I, 113 (″Basis-Verlag“). – Sehr seltene erste Ausgabe, erkennbar an den blauen Fingern. In späteren Auflagen (bis 1978 erschienen 7 Auflagen) sind die Finger in Rot dargestellt. – Entwurf und Druck durch das sozialistische Verlagskollektiv im Basis Verlag Birnstiel, Reinke, Schilling. – Die nach oben gereckte Faust als Symbol der Arbeiterklasse, die gegen die Kapitalisten und das Großbürgertum kämpft, taucht in antiautoritären deutschen Bilderbüchern dieser Zeit regelmäßig auf. Sie macht auf die prekäre Situation des arbeitenden Volks aufmerksam und fordert den kindlichen Leser auf, mit dem Kampf der Arbeiterklasse um Freiheit, Solidarität und Gleichberechtigung zu sympathisieren. Die einfachen Zeichnungen verweisen auf die zeitgenössische politische Plakatkunst und entsprechen der ideologischen und zugleich propagandistischen Botschaft: Die Menschen müssen sich zusammenschließen, um die unbefriedigenden sozialen und politischen Verhältnisse zu ändern. – „Alte Fabeln lassen sich trefflich auf soziale und politische Probleme umarbeiten. Das Zusammenhalten der Finger in einer Faust ist hier vorzüglich in einer fast abstrakten Geschichte dargestellt. Da die Geschichte so bedeutungsvoll ist, wüßte man auch gern was die Farben bedeuten. Es lassen sich mindestens vier Auflagen nachweisen“ (A. Schug in Bilderwelt). – „Der Versuchscharakter dieser Bücher drückt sich darin aus, daß sie lange Zeit unangetastete hierarchische Gefälle Autor/Leser nicht akzeptieren wollen und den Spieß umdrehen möchten. Beispielhaft ist dafür das im Berliner Basis Verlag herausgebrachte Bilderbuch ‘Fünf Finger sind eine Faust’“ (Kaminski, Antizipation und Erinnerung S. 59). – „Die Bücher entstehen in kollektiver Arbeit der Verlagsmitglieder in Zusammenarbeit mit Kinderläden, Schulklassen, Lehrern, Eltern und Erziehern. … Die Bücher werden in Kinder- und Jugendgruppen getestet und erscheinen nur in kleinen Auflagen (ca. 2500-3000 Exemplaren), um sie inhaltlich und in der graphischen Gestaltung, schnell in einer Neuauflage dem jeweiligen Stand der Diskussion innerhalb der Kollektive anpassen zu können. … Der Verlag wurde am 1. Mai 1970 … in Berlin gegründet“ (LKJ). – Umschlag etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Politische Kinderbücher, Sozialismus

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600,--  Bestellen
1 Berman, Mieczyslaw (Gestaltung). Fotomontaze. 1924 – 1934. May 1970, Galeria Wspólczesna. Warszawa, Zwiazek Polskich Artystów Plastyków 1970. 8°. [25] Bl. mit 18 Tafeln u. 10 Porträts. Illustr. OKart.

Seltener Ausstellungskatalog. – Mit Texten und Fotomontagen von Janusz Bogucki, Hans Richter, Mieczyslaw Szczuka, Teresa Zarnowerówna, Kazimierz Podsadecki, Mieczyslaw Berman, Wladyslaw Daszewski, Mieczyslaw Choynowski, Aleksander Krzywoblocki, Jan Polinski, Stefan Themerson, Margit Sielska, Jerzy Janisch und Wieland Herzfelde). – Umschlag etwas gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Fotomontage, Photomontage

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60,--  Bestellen
1 Tzara, Tristan. Sept manifestes dada. Quelques dessins de Francis Picabia. Paris, Éditions du diorama Jean Budry (1924). 8°. 97 S., [3] Bl. mit Portraitzeichnung u. 10 Illustrationen. Schwarzer OKart. mit blauem Deckelschild.

Dada global 218 (mit Abb.). Dokumentations-Bibliothek I, 64 u. IV, 136. Harwood 5. Motherwell-Karpell 11, 415 u. S. 75 ff. – Erste Ausgabe der Sammlung von Tzaras Dada-Manifesten. – Mit eigenhändiger Widmung von T. Tzara „F(ord) M(adox) Ford et les meilleurs sentiments de Tristan TZARA, oct. 1924“. – Tristan Tzara, eigentlich Samuel Rosenstock (1896–1963), zählt zu den Mitbegründern von Dada Zürich. Sein „Manifeste de Monsieur Antipyrine“ von 1916 gilt als die erste Publikation der Zürcher Dadaisten. Acht Jahre danach fasst der seit 1919 in Paris lebende Dichter seine wichtigsten Texte zusammen: „Manifeste de Monsieur Antipyrine“, „Manifeste Dada 1918“, „Proclamation sans prétention“, „Manifeste de Monsieur Aa l’antiphilosophe“, „Tristan Tzara“, „Monsieur Aa l’Antiphilosophe nous envoie ce manifeste“; „Dada manifeste sur l’amour faible et l’amour amer“ und „Annexe“. – Der engl. Schriftsteller F. M. Ford (eig. Ford Hermann Hueffer, 1873-1939) gründete 1924 in Paris die Zeitschrift Transatlantic Review. Durch diese verlegerische Arbeit machte er Bekanntschaft u. a. von Gertrude Stein und Ernest Hemingway. – Umschlag unauffällig restauriert, Deckelschild stärker berieben, das Blatt mit der Widmung im Bug zur Hälfte eingerissen, 2 Blatt mit kl. Eckabrissen, papierbedingt durchgehend gleichmäßig gebräunt, gutes breitrandiges Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Dada, Dadaismus, Expressionismus, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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2.400,--  Bestellen
1 Krull – Sichel, Kim Avantgarde als Abenteuer. Leben und Werk der Photographin Germaine Krull. München, Schirmer/Mosel 1999. 4°. XXIII, 367 S. mit zahlr. Abb. OPbd. mit illustr. OU.

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde

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40,--  Bestellen
1 Krejcar – Teige, Karel. Práce Jaromira Krejcara. Monografie staveb a projektu. Praha (Prag), Vaclav Petr (1932). Gr.-8°. 208 S. mit zahlr. Abb. u. Grundrissen. Mod. Ln. mit mont. Orig.-Umschlag auf dem Vorder- u. Rückendeckel.

Dokumentations-Bibliothek VI, 696. Heiting, Czech and Slovac Photo Publikations 76, 45. – Erste Ausgabe der umfassenden Monographie über den bedeutendsten Vertreter des Neuen Bauens in der Tschecholslowakei. – Buchgestaltung: Karel Teige. – Der tschech. Architekt, Designer, Hochschulprofessor und Architekturtheoretiker Jaromír Krejcar (1895-1950) studierte 1918 bis 1921 bei Jan Kotera an der Akademie der Bildenden Künste Prag. Er war seit Mitte der 20er Jahre Mitglied der Avantgarde-Gruppe Devetsil und 1934-1935 am staatlichen Institut für die Stadt- und Investitionsplanung GIPROGOR in Moskau beschäftigt. Seine Entwürfe waren am Anfang stark von Le Corbusier und dem Konstruktivismus beeinflußt. – Der tschech. Kritiker, Kunsttheoretiker, Publizist und Künstler Karel Teige (1900-1951) beschäftigte sich kontinuierlich mit der Ästhetik und der Soziologie der Architektur und interessierte sich auch für die Fotografie und das Filmschaffen seiner Zeit. Am wichtigsten sind seine buchkünstlerischen Arbeiten und seine surrealistischen Fotomontagen und Collagen. – Einband und Vorsätze fachgerecht erneuert, sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Architecture, Architektur, Avantgarde, Tschechien, Tschechoslowakei

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600,--  Bestellen
1 Warhol – Koch, Stephen. Stargazer. Andy Warhol’s world and films. New York, Praeger (1973). 8°. 155 S. mit ca. 50 Abb. auf Tafeln. OLn. mit illustr. OU.

Erste Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Film, Pop art

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100,--  Bestellen
1 Vostel, Wolf (1932-1998, deutscher Maler, Bildhauer und Happeningkünstler). 4 Orig.-Photographien von Sandro Becchetti (1935-2013). Rom 1973. Jeweils 40 x 30 cm. (ein Porträt im Quer-Format).

Der bedeutende Konzeptkünstler hält seinen Katalog „happening & fluxus“ (zur Ausstellung im Kölner Kunstverein 1970) in die Höhe und drei Halbporträts. Die Aufnahmen entstanden anlässlich der Ausstellung „Contemporanea“ in der Villa Borghese in Rom. – Rückseitig mit Stempel des Fotografen, vintage. – Dazu: 10 eigenhändige und unterschriebene Briefe von W. Vostel an den Wuppertaler Kunsthistoriker und Publizisten Georg F. Schwarzbauer sowie einigen maschinenschr. Antwortbriefen Schwarzbauers und umfangreiches Material zum Thema Fluxus (Kopien, Typoskripte etc.) in Sammelordner. – Die Briefe und die meisten Unterlagen mit Randlochung. – Wolf Vostell gilt als einer der Wegbereiter des Environments, der Installation, der Videokunst, des Happenings und der Fluxus-Bewegung. Techniken wie die Verwischung, die Dé-coll/age oder das Einbetonieren sind Kennzeichen seiner Werke.

Schlagwörter: Autographen, Avantgarde, Fluxus, Konzeptkunst, Kunst, Original-Photographie, Pop-Kultur, Portrait, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträt, Porträts

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2.400,--  Bestellen
01 Van Hecke, P(aul) G(ustave), (Ed.). Variété. Revue mensuelle illustrée de l’esprit contemporain. 2e année, No. 4, 15 Août 1929. Bruxelles (Brüssel), Editions „Variété“ 1929. Gr.-8°. XVIII, S. 227-308, S. XIX-XXX mit 64 Abb. auf Tafeln u. Illustrationen im Text. Illustr. OBr.

Sehr seltene nur in drei Jahrgängen erschienene surrealistische Zeitschrift. Herausgegeben von dem belgischen Journalisten, Kunstsammler und Mäzen P. G. van Hecke (1887-1967). – Mit interessanten fotografischen Beiträgen von Bérénice Abbott (Bilderserie über New York), Florence Henry (Werbeaufnahmen), Albert Valentin (surrealistische Fotomontagen), Aenne Biermann (Fêtes nationales, Feuerwerk), Eli Lotar (Film Szenen), Man Ray (3 Portraits) und André Kertez (Portrait: Jean Lurcat). – Rücken gebräunt u. mit restaurierten Fehlstellen, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Periodicals, Surrealism, Surrealismus, Zeitschriften

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220,--  Bestellen
1 Paris Plastique, No. 2. Paris, Les Editions Paris Plastique (1927). 4°. [16] Bl. mit 100 Abb. auf Tafeln. Violett-farbiger OKart. mit silbernem Deckeltitel und Ausstanzung in Form der Mondsichel.

Einzige Ausgabe, selten. – Künstlerische Aktaufnahmen, bei den Modellen handelt es sich wohl meist um Tänzerinnen. – „Nou présentons à nos fidèles lecteurs le second numéro de Paris Plastique. Dans cet album nous nous sommes surtout efforcés de reproduire des photographies de movement, d’augmenter le nombre des Modèles et des attitudes. Paris Plastique ne contient pas moins de cent dix photographies. Le papier employé est de la plus belle qualité existante, enfin l’impression a été particulièrement soignée.“ – Sehr schönes Exemplar.

Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Avantgarde, Photography of the nude

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200,--  Bestellen
1 Lissitzky – Tal, Boris (Ed.). Industriya (Industriia) Sotsializma (Sotzializma). Tyazhelaia promyshlennost’ k VII vsesoiuznomu s’ezdy sovetov. (The Industry of Socialism. Heavy Industry for the Seventh All-Union Congress of Soviets). (Publishing and Art-Editor: Filipp Amstislavsky and Isaak Abramsky; Text: A. M. Litvak. Photomontages: Vladimir Shtranikh; Illustrations: M. A. Medvedev, Fiodor Slutzky and Piotr Staronosov; Coverphoto: Anatoly Skurikhin; Photos: Semion Alperin, Max Alpert, Vsevolod Chekrizov, Victor Chemko, Vladimir Griuntal, Dmitry Debabov, Roman Karmen, Nikolai Kuleshov, Yeleazar Langman, G. Pasternak, Nikolai Petrov, Georgy Petrusov, Mikhail Prekhner, Arkady Shaikhet, David Shulkin, Anatoly Skurikhin, Gregory Zelma et al; Design: El Lissitzky and Sophie Küppers; Design Assistant: Victor Chemko). 6 (statt 7) Bände. (Moskau, IZOGIZ (State Publishing House for Fine Arts) 1935). Folio (37 x 28 cm.). [18] Bl. (davon 2 auf Japanpapier), 39, (2) S. (Text) mit illustr. Titel, zahlr. Abb., 1 doppelblattgr. illustr. Karte u. 1 gefalt. Tafel; [71] Bl. (davon 6 auf Japanpapier) mit zahlr. Abb. u. teils farb. Illustrationen u. 6 gefalt. Tafeln; [45] Bl. (davon 1 auf Japanpapier) mit zahlr. Abb. u. 2 gefalt. Tafeln; [24] Bl. mit zahlr. Abb. u. 1 gefalt. Tafel; [24] Bl. mit zahlr. Abb. u. 3 gefalt. Tafeln; [45] Bl. (davon 5 mit ausgestantzten rechteckigen Fenstern) mit zahlr. Abb. (davon 1 mit mont. farb. Stoffmuster) u. 3 gefalt. Tafel OKart. mit Leinenrücken u. silber- oder goldgepr. Deckelillustration in illustr. Orig.-Leinenkassette.

Karasik/Heiting, The Soviet Photobook 1920-1941, 214 ff. (mit zahlr. Abb.). Parr/Badger I, 160 ff. The Book of 101 Books 82 ff. The Open Book 116. – Einzige Ausgabe der sehr seltenen sovietischen Propaganda-Dokumentation. – Es erschien auch eine Luxusausgabe in einer Lederkassette. – „The Industry of Socialism is one of El Lissitzky’s masterpieces. Everything in the book, beginning with the cover image, speaks of the triumph of Soviet Industry. The cover … with an aluminium bas-relief carries the title of the book and Anatoly Skurikhin’s 1930 photograph „The Builders of Kuznetsk: the maschine-operator Maria Rogova and the furnace-man Fiodor Popov“. The shape of the relief – a rounded metal frame with rivets – resambles an aircraft window or a car door… The book is made up of seven brochures, each of which is devoted to a separate theme. The cover sheet of each gathering is designed with a bas-relief, printig in silver and bronze ink and the title in red. … Some of the pages are separate signatures – vertical and horizontal pages (with an area of half or a third of the usual page), fold-outs and book-lets. The pictorial material comprises photographs, photomontages, graphic art, diagrams, maps and reproductions of paintings. … This book makes use of all methods of printing available at the time and all sorts of materials: paper, card, tracing paper, film, fabric, metall and acrylic plastic. … The publication of ‚The Industry of Socialism‘ was itself a triumph of the Soviet heavy and printing industries“ (Karasik/Heiting). – „Following his success with the USSR Buils for Socialism, El Lissitzky was commissioned to disign a multi-volume report along similar lines for the Seventh Congress of Soviets in 1935, an interim review of the progress of Stalin’s second Five-Year Plan. In tone and content Socialist Industry closely follows the style of the magazine USSR in Construction, and El Lissitzky and his wife Sophie Küppers … took many of the more radical design ideas they had conceived for the periodical and developed them in book form. The result is a cornucopia of graphic design and photomontage, arguably the high point both of Lissitzky’s book-designing career and the Soviet propaganda photobook, rivalled, but certainly not surpassed by Moskva Rekonstruirruetsya (Moscow Under Reconstruction, 1938) by Alexander Rodchenko and Varvara Stepanova. It is the couple’s most cinematic photobook, the result of their theoretical discussions on the techniques of montage with the film-maker Dziga Vertov. In no other book is the imagery quite so brilliantly piled up, one picture upon the other, the ideas constantly inventive and dazzling … All Soviet propaganda books are relentlessly unbeat, but Lissitzky and Küppers have given new meaning to the world ‚possitive‘, investing a down-to-earth subject with a metaphysical quality somewhat at odds with the dialectic materialism of Marxism and much more in keeping with the incessant desire culture of consumers capitalism“ (Parr/Badger). – Kassette berieben, am Rücken und den Deckelrändern etwas aufgehellt, 3 Bl. in Heft VI mit ausgeschnittenen Personen auf den Abb. (bei 1 Bl. mehrere, wohl zensiert), Heft VII (Karten) fehlt, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Avantgarde, Industrie, Industriefotografie, Industriephotographie, Propaganda

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7.500,--  Bestellen
1 Krull, Germaine (1897-1985). Tanz und Revolte. Schwarz-Weiß-Photographien aus dem Nachlass der Photographin im Museum Folkwang, Essen. Sechs Fotografien 1925-1971. (Hamburg), Griffelkunst 2016. Gr.-4°. 3 Orig.-Photographien (Silbergelatine) u. 3 Inkjet-Prints (je 36 x 26 cm.) auf Karton aufgezogen u. Textheft (Leporello) von Kerstin Meincke. „Kritische Choreographien. Tanz im Werk der Photographin Germaine Krull.“ Orig.-Hln.-Flügelmappe mit Deckelschild. (Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnr. 362, C 1-6).

Vgl. Frizot, Krull 102 f. (Der Tänzer Earl Tucker, andere Aufnahmen) u. 262 (″Brazzaville. Tanzende Krieger“, 1943). – Der Zeitpunkt der Aufnahmen erstreckt sich über einen Zeitraum von fast 50 Jahren. – „Menschliche Körper und Maschinen bilden die zentralen Sujets in Germaine Krulls Frühwerk. … Sie entwirft den Körper als Handlungsraum zeitlebens und in wechselnden Situationen immer wieder neu, ganz besonders im Tanz, als Metapher für die spielerische Veränderbarkeit von Welt. Diesen Choreographien spürt die für die Griffelkunst getroffene Auswahl nach … ist gestalterisch angelehnt an die Mappe Tanz, die Germaine Krull vermutlich um 1930 im Rückgriff auf ihr eigenes Archiv zusammengestellt hatte. … Biographisch und inhaltlich involviert die Edition drei zentrale Phasen politischen Engagements der Künstlerin“ (Begleittext). – „Um Germaine Krulls fotografisches Werk zu verstehen, muss man ihre obsessiv individualistischen politischen und beruflichen Überzeugungen berücksichtigen. Ihr Werk und ihr Leben waren unlösbar miteinander verknüpft. Die Fotografie erwies sich als pragmatisches Instrument, das es ihr erlaubte, an einer Vielzahl von Orten zu überleben und auf die Kulturen zu reagieren, deren Zeugin sie wurde. Germaine Krull war eine der einflussreichsten Fotografinnen der Zwischenkriegszeit, doch war sie sich der Wirkung ihres Werkes auf andere auffallend wenig bewusst“ (Kim Sichel in Koetzle). – Zu G. Krull siehe auch U. Hörner, Madame Man Ray. Fotografinnen der Avantgarde in Paris. S. 115-139. – Tadellos.

Schlagwörter: Avantgarde, Original-Photographie, Tanz

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1.200,--  Bestellen
001 Kollar, (François). 25 photos de Kollar. Remarques de V(assily) Photiades. (Paris, Les Presses de Sadag 1934). 4°. [15] Bl. mit 25 (1 farb.) Tafeln. OKart.

Auer 208. Bouqueret, Paris 138 ff. Koetzle 239 f. – Einzige Ausgabe, selten. – „Après ‚La France travaille‘, son grand succès, Kollar fit paraitre en avril 1934, à comte d’auteur, une petite plaquette de luxe très bien imprimée avec vingt-cinq de ses meilleurs chlichés: celle-ci constituera le catalogue de son exposition à la galerie de la Pléiade. Les choix sont audacieux, et les images se répondent. L’abstraction de certaines nous montre les recherches artitiques de l’artiste lorsqu’il se sentait libre de toute contrainte éditoriale“ (C. Bouqueret). – Der in Senec (Slowakei) geborene franz. Fotograf F. Kollar (1904-1979) gilt als „Vertreter einer gemäßigten Avantgarde um 1930“ (H.-M. Koetzle). – Mit einer Einführung des griech.-franz. Malers und Graphikers V. Photiadès (1902-1975), der seit 1938 in Lausanne arbeitete. – Umschlag etwas berieben u. geringf. angestaubt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde

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450,--  Bestellen
1 Hausmann, Raoul u. Kurt Schwitters. PIN. And the story of PIN. Introduced by Jasia Reichardt. Designed by Anna Lowell. London, Gaberbocchus Press 1962. Gr.-8°. 56 S. mit 2 Portraits, 1 Collage, 1 Illustration u. 2 Handschriften-Faksimiles von K. Schwitters u. 4 (1 ganzs.) Photomontagen u. 2 ganzs. Photogrammen von R. Hausmann. Farbig illustr. OKart.

Erste Ausgabe, selten. – Mit eigenhändiger Widmung von R. Hausmann auf dem Titelblatt für den französischen Schriftsteller Jean-François Bory (geb. 1938). – Der Wiener Multimedia Künstler R. Hausmann (1886-1971), „der 1918 zu den Gründern von Dada Berlin gehörte und ab 1922 mit den osteuropäischen Konstruktivisten und der holländischen De-Stijl-Gruppe zusammenarbeitete, war einer der vielseitigsten und originellsten Künstler seiner Zeit. Seine revolutionären Ideen und Theorien haben die künstlerische und literarische Avantgarde im Berlin der 20er Jahre unmittelbar und nachhaltig beeinflusst. Hausmann, der selbst ernannte ‚Dadasoph‘ und ‚Direktor des Circus Dada‘, war Maler und Typograf, Erfinder des optophonetischen Gedichts und der dadaistischen Fotomontage, Modeschöpfer und Tänzer, Fotograf und Literat, Anarchist und Utopist – der intellektuell elektrisierende Anreger einer ganzen Generation“ (J. Merkert in Koetzle). – „Jean François Bory ist ein wichtiger, französischer Vertreter der visuellen Poesie und Lautpoesie. Er kreierte anfänglich vielfältige Künstlerbüchern, bei denen er auf eine strenge und präzise Grafik achtete, ein kompositorisch akkurates Layout, meist in Schwarz-Weiß, umsetzte und somit bereits in frühen Jahren seiner künstlerischen Laufbahn Verbindungen zur visuellen Poesie und Typewriter Art herstellte. Er arbeitet eng mit experimentellen Verlagen in Frankreich, Italien und den USA zusammen, brachte aber auch selbst Bücher heraus. … 1974 wird er Teil der internationalen Künstlergruppe der visuellen Poesie Logomotives, der auch Paul de Vree angehört. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet er als Literaturkritiker, Autor und Drehbuchschreiber, er lebt und in Paris“ (Forschung-Kuenstlerpublikationen). – Tadellos.

Schlagwörter: Avantgarde, Dada, Dadaismus, Fotomontage, Photogramm, Photomontage, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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600,--  Bestellen
01 Eidenbenz, Hermann (1902-1993). 4 Aufnahmen (Silbergelatine) des Tanz-Theaters „L’avantgarde“. Leitung: Otto Zimmermann (1894-1956). Basel 1939. Jeweils 23,5 x 17,5 cm. (Hoch- und Quer-Format).

4 Szenen aus einer Aufführung des pantomimischen, gesanglichen und satirischen Tanz-Märchens „Das Märchen von der Gewalt“ der Basler Tanztruppe „L’avantgarde“. – Der Leipziger Theater-Regisseur O. Zimmermann war nach seinem Studium Lehrer und Leiter der Bundesschule des Arbeiter-Sportverbands Leipzig und ab 1932 Kursleiter der Schweizerischen Arbeiterbildungszentrale. Nach seiner Ausbürgerung 1933, war Zimmermann als Regisseur von Sprech- und Bewegungschören in der Schweiz tätig. Er inzsenierte Theaterstücke zu Texten von Brecht, Erich Weinert, Jakob Bührer, Hans Mühlestein, Wolfgang Langhoff, Willi Bredel, Rosa Luxemburg u.a. 1935 gründete er das sozialdemokratisch orientierte „Rote Kollektiv“ in Basel. Zimmermann war auch als Lyriker, Journalist und Schriftsteller tätig. – Der Schweizer Fotograf H. Eidenbenz besuchte nach einer Graphiker-Ausbildung bei Orell Füssli, 1922 bis 1923 die Kunstgewerbeschule in Zürich. Nach einer kurzen Tätigkeit in Berlin war er von 1926 bis 1932 Lehrer für Schrift und Grafik in Magdeburg. 1932 gründete er gemeinsam mit seinen Brüdern Willi und Reinhold das Atelier Eidenbenz in Basel, welches er bis 1953 leitete. Eidendenz wurde 1935 und 1936 mit dem Fotopreis der Weltwoche ausgezeichnet. Seine Arbeiten wurden seit 1939 in der Schweiz ausgestellt. Die vorliegenden Aufnahmen entstanden im selben Jahr wie die Beiträge von H. Eidenbenz zum Katalogbuch der Schweizerischen Landesausstellung (LA) 1939. – Alle Abzüge mit Blindstempel „Atelier Eidenbenz“, 2 Aufnahmen rückseitig mit Stempel der Tanztruppe und handschr. Bezeichnungen der dargestellten Szenen, teils rückseitig mit Abriebstellen (Montagespuren), 1 Aufnahme oben mit geringf. Randläsuren, vintage.

Schlagwörter: Avantgarde, Theater

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800,--  Bestellen
01 Bellmer, Hans. Die Puppe. 1. Puppe. 2. Spiel der Puppe. 3. Die Anatomie des Bildes. Berlin, Gerhardt 1962. 8°. 190 S. mit 25 teils farbigen montierten Abbildungen und zahlreichen Textabbilddungen nach Zeichnungen. Farbig illustr. OKart. mit Klarsichtschutzumschlag.

Heidtmann 10257. Koetzle 41 f. Vgl. Parr/Badger I, 106 u. The Open Book 120 f. (beide franz. Orig.-Ausgabe). – Erste deutsche Gesamtausgabe der 1933 ff. erschienenen französischen Originalausgaben. – Eines von 2000 Exemplaren. – Bellmer begann seit 1933 „zwei menschengroße, seltsame, nackte Puppen zu konstruieren … Danach baute er sie langsam wieder auseinander, und dabei fotografierte er sie. Bellmers Puppen sahen ein bisschen nach verdrängten SM-Fantasien aus, ein bisschen nach Konzentrationslager, und es gibt Leute, die sagen, diese Fotos gehörten zu den besten und krankesten Bildern, die sich ein Künstler im letzten Jahrhundert vom Leben gemacht hatte“ (M. Biller, Bellmers böse Puppen, in Die Zeit 18/2008). – „Bei den Puppen aus den 30er Jahren, den ineinander verschlungenen Körpern von 1945/46 oder der Serie mit der gefesselten Unica aus dem Jahr´1958 handelt es sich immer um die gleiche, leidenschaftlich verfolgte Zielgebung. … Bellmer war nicht nur, um Michel Tourniers schöne Formulierung aufzunehmen, ein begnadeter Fotograf, sondern auch ein schöpferischer Mensch, dessen künstlerische Ambitionen ‚Heilmittel, Kompensation für eine bestimmte Lebensunfähigkeit‘ waren“ (A. Sayag in Koetzle). – Tadellos.

Schlagwörter: Avantgarde, Surrealism, Surrealismus

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240,--  Bestellen
1 Nivinsky – (Gozzi, Carlo). Prinzessa Turandot. Tragiko-theatralisches chinesisches Märchen in 5 Akten (russisch). Moskau und Petrograd, Gos, Izdat (1923). Gr.-4° (33,2 x 24,8 cm.). 222 S., [1] Bl. mit 12 Farblithographien und zahlreichen Vignetten von Ignatius Ignatjewitsch Nivinsky sowie 14 Zinkographien und zahlreichen Abbildungen nach Fotografien. Farbig illustr. OKart.

Bowlt/Hernad 75. Compton S. 158. Hellyer 134. Rowell/Wye 493. – Erste Ausgabe. – Ausführliche Dokumentation zur legendären Turandot-Aufführung durch das 3. Studio des Moskauer Akademischen Theaters unter der Regie von Evgeny Vakhtangov (Wachtangow). – „In 1923 a commemorative volume was devoted to Vakhtangov’s colourful production of Carlo Gozzi’s Princess Turandot for the Third Studio of the Moscow Arts Theatre. Unfortunately he died of illness without seeing the production, which he directed from his hospital bed. Costumes and decor were by Ignaty Nivinsky who was also responsable for the book, providing a cubistic design for the cover, printed in pastel shades of yellow, blue, pink and green. The publication, which includes colour plates as well as photographs, gives an idea of the look of the production“ (Susan Compton, Russian Avant-Garde Books). – Das Gedenkbuch für den im Jahr der Aufführung verstorbenen Theater-Leiter Jewgeni Bagrationowitsch Wachtangow (1883-1922) enthält Texte zur Inszenierung, der Geschichte des Theaters und zu den künstlerischen Auffassungen Wachtangows sowie Text und die Partitur des Märchenspiels. – Die Farblithographien zeigen Niwinskis expressive Bühnenbilder und Figurinen, die Schauspielerporträts teils mit transparenten Vorblättern mit von ihm entworfenen konstruktivistischen Vignetten. Von Ignaz Niwinsky, der 1921 bis 1930 Lehrer an den berühmten WChUTEMAS-Werkstätten war, stammt die gesamte Buchgestaltung inklusive der konstruktivistische Umschlaglithographie. – Der bedeutende russische Maler, Zeichner, Grafiker, Architekt und Bühnenbildner Ignatius Ignatjewitsch Nivinsky (1880-1933) arbeitete seit 1910 besonders als Monumental- und Dekorationsmaler in Moskau und entwarf auch das Mausoleum Lenins. Als Architekt arbeitete Nivinsky mit dem Jugendstil-Architekten Valentin Dubovski zusammen und entwickelte einen neuen Bautypus. Seit 1912 lebte und arbeitete er in seinem von ihm selbst entworfenen Atelier, das sich zum Treffpunkt der kulturellen Elite Moskaus entwickelte und wo Nivinsky Ausstellungen, Lesungen und Musikabende veranstaltete. In den 20er Jahren war Nivinsky Leiter der Dekorationswerkstätten des Mali-Theaters. – Umschlag mit geringen Randläsuren und etwas gebräunt, Rücken am Kapital und Fuss unauffällig restauriert, Tafelränder teils etwas braunfleckig, papierbedingt leicht gebräunt, sehr gutes Exemplar und sehr selten!.

First edition. – Detailed documentation on the legendary Turandot performance at the Vakhtangov Theater in Moscow. – The memorial book for the theater director Yevgeny Bagrationovich Vakhtangov (1883-1922), who died in the year of the performance, contains texts on the production, the history of the theater and Vakhtangov’s artistic views as well as the text and the score of the fairy tale play. – The color lithographs show Niwinsky’s expressive stage sets and figurines, the actor’s portraits partly with transparent cover sheets with vignettes designed by him. The entire book design, including the cubist cover lithography, comes from Niwinsky, who later became a teacher at the famous Vchutemas school. – Cover with minor marginal defects and slightly browned, spine at the capital and foot inconspicuously restored, edges of the plates partially browned, slightly browned due to the paper, very good copy and very rare!.

Schlagwörter: Avantgarde, Expressionismus, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Konstruktivismus, Kubismus, Märchen, Theater

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3.800,--  Bestellen
1 Puni – Magnaguagno, Guido (Vorwort). 0,10 – Iwan Puni. Werke aus der Sammlung Herman Berninger, Zürich und Fotografien der russischen Revolution aus der Sammlung Ruth und Peter Herzog, Basel. [Katalog zur Ausstellung „0,10 – Iwan Puni und Fotografien der Russischen Revolution“, Museum Jean Tinguely Basel 12. April bis 28. September 2003]. Bern, Benteli 2003. 4°. 264 S. mit zahlr. farb. Abb. Farbig illustr. OKart.

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Expressionismus, Konstruktivismus

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30,--  Bestellen
1 Kahlen, Wolf. Raumsegmente, Falten-Raumsegmente, Körper-Raumsegmente, Baum-Raumsegmente, Luft-Raumsegmente, Zeit-Raumsegmente, Wasser-Raumsegmente, Landschafts-Raumsegmente (1965-1971). [Katalog zur Ausstellung vom 27. August – 19. September 1971 zu den Berliner Festwochen, Haus am Waldsee, Berlin]. Berlin, Haus am Waldsee 1971. Gr.-8°. [52] S. mit Leinenstoff-Applikation am vord. Innendeckel u. zahlr. Abb. Illustr. OPbd. mit Leinenrücken.

Wolf Kahlen (geb. 1940 in Aachen) gilt als deutscher Videopionier, sowie Performance-, Objekt- und Medienkünstler. Er lebt und arbeitet in Berlin, wo er auch Professor an der Technischen Universität war. 1970–71 war er Initiator zur Gründung des Video-Forum für Künstlervideos in Deutschland beim Neuer Berliner Kunstverein und 1973 war er Mitbegründer der ADA-Aktionen der Avantgarde, anlässlich der Berliner Festwochen zusammen mit Wolf Vostell und den Leitern der Berlinischen Galerie, Jörn Merkert und Ursula Prinz. – Deckel etwas gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Konzeptkunst, Photographie, Videokunst

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35,--  Bestellen
01 Cucchi, Enzo. Diciannove disegni. Modena, Mazzoli o. J. (ca. 1980). Quer-4°. [28] Bl. mit ganzs. (1 farb.) Abb. Farbig illustr. OKart. mit Klarsicht-Umschlag.

Mit eigenh. Widmung von E. Cucchi (dat. 1982). – Der ital. Maler und Objektkünstler E. Cucchi (geb. 1949) zählt neben Sandro Chia, Horacio de Sosa Cordero, Francesco Clemente und Mimmo Paladino zu den Hauptvertretern der italienischen Transavantgarde. – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Pop-Kultur, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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60,--  Bestellen
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