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NEUER E-KATALOG: Neueingänge Februar 2024 (der nächste E-Katalog erscheint Ende Mai) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). Printexemplar (304 S. mit zahlreichen farb. Abb.) mit einem Vorwort von Manfred Heiting und einem Literaturverzeichnis ist zum Preis von 30,— € erhältlich. – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlruhe (Mo.-Fr. 11-18 h., Sam. 11-16 h) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien.

Recht / Staat / Wirtschaft

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Beschreibung
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  Dupin, Pierre. Traité des peines des secondes nôces. Dans lequel on voit de quelle maniere les peines des secondes nôces son observées, tant dans les provinces du droit écrit, que dans la France coûtumiere… Paris, Denis Mouchet et Durand 1743. 4°. XII, 535, (1) S. mit Buchschmuck in Holzschnitt. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.

Erste Ausgabe. – Interessante juristische Abhandlung über die Wiederverheiratung von Wittwen und Wittwern und die zivilrechtliche Behandlung der Kinder aus der ersten Ehe. – P. Dupin (1690-1751) war Staatsanwalt in Bordeaux. – Stellenweise etwas gebräunt und leicht braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Ehe, Frankreich, Gewohnheitsrecht, Kulturgeschichte, Scheidung, Strafrecht, Zivilrecht

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240,--  Bestellen
  Vorentwurf zu einem Strafgesetzbuch für das kaiserlich japanische Reich. Übersetzt von Assatoro Okada. Berlin, J. Guttentag 1899. 8°. 53 S. OBr. (Sammlung außerdeutscher Strafgesetzbücher in deutscher Übersetzung, hrsg. von der Redaktion der Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft, Band 14).

Erste Ausgabe, sehr selten. – Erschien als Anhang zu den Mitteilungen der Internationalen kriminalistischen Vereinigung. 8. Band, Heft 2. Berlin, ebda. 1900. – „Das Bedürfnis nach einer Revision des geltenden japanischen Strafgesetzbuches vom 1. Januar 1882 machte sich schon bald nach seinen Inkrafttreten geltend. Als Hauptmängel ergaben sich die Enge Strafrahmen und die Unklarheit vieler Verbrechensdefinitionen, welche zu unerfreulichen Ungleichmässigkeiten und Schwankungen in der Rechtssprechung führte“ (A. Okada). – Umschlag etwas angestaubt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Japan, Strafrecht

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140,--  Bestellen
  Ostwald, Hans. Die Bekämpfung der Landstreicherei. Darstellung und Kritik der Wege, die zur Beseitigung der Wanderbwettelei führen. Stuttgart, Robert Lutz 1903. 8°. 278 S., [1] Bl. OKart.

NDB XIX, 634. – Erste Ausgabe, selten. – „O. lernte wie sein Bruder Gustav den Beruf des Goldschmieds. 1894 ging er auf Wanderschaft, die ihn bis nach Riga führte zu Verwandten, die dort Kaufleute waren. 1896/97 arbeitete er in Leipzig als Redakteur der Leipziger Volkszeitung; der Kontakt mit Wilhelm Ostwald (1853–1932) und dessen Kreis vermittelte ihm moderne wissenschaftliche Sichtweisen und Rüstzeug für sozialreformerische Vorstellungen. Nach Berlin zurückgekehrt, arbeitete er seit 1898 als Redakteur der linksliberalen „Welt am Montag“. Der Mitredakteur und Freund Felix Holländer vermittelte Kontakte zum Friedrichshagener Dichterkreis. Später gehörte O. zum Kreis der Neuen Gemeinschaft um die Brüder Hart. Auf Anregung Holländers veröffentlichte O. 1900 mit dem Roman „Vagabonden“ („Vagabunden“, Neuausg. 1980; seit d. 3. Aufl. mit d. Untertitel „Ein autobiograph. Roman“) die literarische Verarbeitung seiner Erfahrungen „auf der Walz“. Der große Erfolg dieses Buches (und späterer Werke) ermöglichte ihm das Leben als freier Schriftsteller … Aus seinen Erfahrungen auf der Wanderschaft resultierte sein soziales Engagement für die Verbesserung der Lebenssituation der Landstreicher. O. übte heftige Kritik an den Einrichtungen der „Wanderfürsorge“ (Die Bekämpfung der Landstreicherei, 1903) und deren Überwachungssystem. Dabei ging es ihm nicht um die Abschaffung der „Walz“. Er entwickelte Ideen zu Arbeitsbeschaffungsprogrammen und engagierte sich bei der Initiierung von Siedlungsprojekten für Arbeitslose (1909 Gründung u. Vorsitz im „Komitee für innere soziale Kolonisation“), von denen einige 1911-16 verwirklicht werden konnten“ (Ralf Dose in NDB). – Vorderdeckel fehlt, Rückendeckel lose, Titelblatt im unteren Drittel etwas fleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Landstreicher, Obdachlosigkeit, Soziologie

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60,--  Bestellen
Beaumont, Gustave de et Alexis de Tocqueville. Système pénitentiaire aux Etats-Unis et de son application en France. Séconde Édition, entièrement refondue et augmentée d’une introduction, etc. 2 Bände. Paris, Charles Gosselin 1836. 8°. [2] Bl., 394 S., 1 w. Bl.; [2] Bl., 374 S. mit 5 (3 gefalt.) lithogr. Tafeln. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch. u. dezenter Rückenvergoldung.

Goldsmith 28184. Sabin 4190. – Zweite überarbeitete Ausgabe des grundlegenden Werks über das amerikanische Strafvollzugssystem, massgeblich auch für die Reform des französischen Gefängsniswesens. Die erste Ausgabe erschien 1833. – Die Tafeln mit Grundrissen und Ansichten von Strafanstalten, darunter auch Sing Sing. – Gelenke berieben und stellenweise angeplatzt, Rücken von Band II mit Brandfleck, durchgehend stockfleckig, sonst gutes Exemplar aus der Bibliothek von Baron James Mayer de Rothschild (1792-1868), Gründer des französischen Zweigs der prominenten Bankiers-Familie mit dessen Exlibris.

Schlagwörter: America, Americana, Amerika, Gefängnis, Strafrecht

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450,--  Bestellen
  Fuchs, Ralf-Peter. Um die Ehre. Westfälische Beleidigungsprozesse vor dem Reichskammergericht (1525 – 1805). Paderborn, Schöningh 1999. Gr.-8°. VIII, 387 S. mit Abb. OLn. (Forschungen zur Regionalgeschichte, Band 28).

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Ehre, Gerichtsprozesse, Prozess, Reichskammergericht, Westfalen

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50,--  Bestellen
  (Holbach, Paul Henri Thiry de). Système social ou principes naturels de la morale et de la politiques. Avec un examen de l’influence du gouvernement sur les moeurs. 3 Teile in 1 Band. Londres (d. i. Amsterdam, M. M. Rey) 1774. 8°. Titel, 210 S.; Titel, S. 5-176; Titel, S. 5-166, (1). Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild u. reicher floraler Rückenvergoldung.

ADB XII, 711 u. LV, 889 f. Barbier IV, 621. Graesse III, 316. NDB IX, 510. Tchemerzine VI, 246. Weller, Druckorte II 187. Vgl. Slg. Borst 258, Cioranescu II, 34061, Einaudi 2911, Higgs 5873, Kress 6940 u. Menger 1050. – Zweite Ausgabe; die erste Ausgabe erschien 1773. – Hauptwerk seiner Staatsphilosophie, in welchem Holbach aus einer vollständig materialistischen und atheistischen Grundthese eine Morallehre und eine Ethik entwickelt. Eine der wichtigsten Arbeiten der französischen atheistischen Moralphilosophie im Zeitalter der Aufklärung. – Paul Heinrich Dietrich Baron von Holbach (1723-1789) wurde in Edesheim bei Landau geboren und ging nach seinem Studium in Leiden 1748 nach Paris, wo er die französische Staatsbürgerschaft erwarb. „Der vom Onkel ererbte Reichtum und Adel erlaubte ihm, ein großes Haus zu führen, in dem die bedeutendsten Wissenschaftler (vor allem Chemiker, Ärzte, Ingenieure) und Schriftsteller sich regelmäßig zweimal in der Woche trafen und nach Paris reisende Gelehrte, Fürsten, Dichter und Künstler aus ganz Europa zu Gast waren, angezogen nicht zuletzt auch durch die noble Gesinnung und menschliche Güte des Hausherrn. Lebenslänglich befreundet war er mit Denis Diderot, dem Begründer der Encyclopédie, und mit dem Regensburger Pfarrerssohn Friedrich Melchior Grimm, dem Herausgeber der an zahlreichen europäischen Höfen zirkulierenden Correspondance littéraire, philosophique et critique. … Seine erste schriftstellerische Tätigkeit in den 50er Jahren – als Übersetzer von Werken führender Chemiker und Mineralogen ins Französische … trug ihm die Mitgliedschaft in 3 Akademien ein … Gleichzeitig begann er seine Mitarbeit an Diderots Encyclopédie (ab Band 2), zu der er über 1100 Artikel beitrug. … In den 60er Jahren betätigte er sich heimlich, mit einem Team von Gleichgesinnten, als Herausgeber kirchenfeindlicher, aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts stammender Streitschriften, sowohl französischer Autoren wie bekannter englischer Deisten. Diese gegen die Kirche wie auch gegen die damalige Staatsordnung gerichtete Tätigkeit krönte er mit seinem Hauptwerk „Système de la nature, ou des lois du monde physique et du monde moral“, 1770 unter dem Pseudonym Mirabaud und mit der (fingierten) Angabe von London als Druckort erschienen und trotz Verbot und Verbrennung immer wieder neu gedruckt, bekämpft von rund anderthalb Dutzend Gegenschriften. Die Hauptgedanken des „Système de la nature“ lauten: Aus der Materie und ihrer Bewegung, die allein existent sind, entspringen die Erscheinungsformen und Eigenschaften der Dinge und auch der Mensch mit seinem Fühlen und Denken. Die Seele ist nur ein Name für Eigenschaften der Materie; im Gehirn treffen alle Nerven, das heißt alle Organe der sogenannten Seelentätigkeit, zusammen. Ideen und Instinkt werden uns nur durch die Sinne, Erziehung und Gewohnheit gegeben; es gibt weder Willensfreiheit noch persönliche Unsterblichkeit. Getrieben von Selbstliebe, strebt der Mensch nach Glück und Selbsterhaltung. Der Glaube an Götter stammt aus der Furcht des über die Natur und ihre Gesetze nicht aufgeklärten Menschen. Aufklärung, gute Gesetze und Erziehung werden den Menschen aus der Knechtung durch Kirche und Despoten befreien. Diese Gedanken seines Hauptwerks, das von Friedrich dem Großen scharf angegriffen und von Goethe zurückgewiesen wurde, werden in seinen (ebenfalls anonym erschienenen) späteren Werken über Fragen der Politik und der Moral (1773 und 1776) weitergeführt. H. ist im Kern ein philosophischer Einzelgänger und in seinem Denken ichbezogen und standesgebunden. Selbst durchdrungen von Menschlichkeit und dem Willen, wohl zu tun, setzt er sein eigenes Wesen als Modell des Menschentums in der neu zu schaffenden, aufgeklärten, glücklicheren Welt. Als Angehöriger des reichen Bürgertums, das zum Kampf gegen die herrschenden Institutionen in Kirche und Staat angetreten war, wird er zum „Theoretiker der Bourgeoisie“, zum Verkünder von (vielfach einseitigen) Vorstellungen, die ihn zum Beispiel für bürgerlichen Grundbesitz und freien Handel plädieren, die Probleme der Arbeit und Vermögensbildung durch Arbeit aber gar nicht sehen lassen. Von Umstürzen wollte er nichts wissen, Rettung erwartete er von „weisen Fürsten“. … H. ließ alle seine Werke, auch seine Übersetzungen naturwissenschaftlicher Werke, anonym oder unter Pseudonymen erscheinen, eine für seine Staats- und religionsfeindlichen Schriften notwendige Vorsichtsmaßnahme, die aber die Unsicherheit seiner Autorschaft in vielen Fällen zur Folge hat“ (H. Sauter in NDB). – Einband etwas berieben, Titelblatt etwas angestaubt und fleckig, Reihentitel von Band II und III fehlen, nur vereinzelt etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Philosophie, Political philosophy, Politics and government, Politik, Sociology, Soziologie, Staatsphilosophie

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500,--  Bestellen
  Loisel (auch Loysel), (Antoine). Institutes coutumières. Avec des renvois aux ordonnances de nos rois, aux coûtumes et aux autheurs qui les ont commentées aux arrêts, aux anciens pratticiens et aux historiens dont les règles ont été tirées. Et avec des notes nouvelles par Eusebe de Lauriere. 2 Bände. Paris, Nicolas Gosselin 1710. Kl.-8°. [36] Bl., 453, (1) S.; [2] Bl., 373, (1) S., [50] Bl., XXX S., [3] Bl. Kalbslederbände mit goldgepr. Rückensch. u. floraler Rückenvergoldung.

Erste von E. de Lauriere (1659-1728) erweiterte Ausgabe, die noch bis ins 19. Jahrhundert immer wieder aufgelegt wurde. – Die „Institutes coutumières“, zuerst 1607 erschienen, stellen die Grundlage des modernen französischen Rechts dar. Der bedeutende Jurist A. Loysel (1536-1617), Nachfolger von Du Moulin, gilt als der Vater des französischen Gewohnheitsrechts. Loysel, seit 1564 Generalstaatsanwalt in Paris, stellte in 40 Jahren eine Sammlung von 948 Maximen zusammen. – Gelenke u. Ecken geringf. berieben, Exlibrisstempel „Rieu de Montvaillant“, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: France, Frankreich, Staatsrecht, Staatswissenschaften

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400,--  Bestellen
Lassalle, Ferdinand. Sammelband mit 6 Schriften. Chicago, Charles Ahrens (d. i. Düsseldorf, Schaub) u. Zürich, Meyer & Zeller 1863 ff. 8°. Hln. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel.

Frühe bzw. erste Ausgaben. Die „Chicagoer“ Drucke sind Stammhammer unbekannt. – Enthält: Arbeiterprogramm. Ueber den besondern Zusammenhang der gegenwärtigen Geschichtsperiode mit der Idee des Arbeiterstandes. Chicago, Ahrens (Düsseldorf, Schaub) o. J. 36 S. – Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine Vertheidigungsrede vor dem Berliner Criminalgericht gegen die Anklage die besitzlosen Klassen zum Haß und zur Verachtung gegen die Besitzenden öffentlich angereizt zu haben. Ebda. o. J. 44 S. – Der Lassallesche Criminalprozeß. Zweites Heft. Die mündliche Verhandlung nach dem stenographischen Bericht. Zürich, Meyer & Zeller 1863. 52 S. – Der Lassallesche Criminalprozeß. Drittes Heft. Das Urtheil erster Instanz mit kritischen Randnoten zum Zweck der Appellationsrechtfertigung. Ebda. 1863. 79 S. – Die indirecte Steuer und die Lage der arbeitenden Klassen. Eine Vertheidigungsrede vor dem K. Kammergericht zu Berlin gegen die Anklage die besitzlosen Klassen zum Haß und zur Verachtung gegen die Besitzenden öffentlich angereizt zu haben. Ebda. 1863. 1 Bl., 136 S. – Der Prozeß wider Ferdinand Lassalle, vor der korrektionellen Appellkammer zu Düsseldorf am 27. Juni 1864. SA aus der Düsseldorfer Zeitung, Ffm. 1866. 31 S. – Deckel etwas berieben, stellenweise etwas fleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Geschichte, Sozialismus

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180,--  Bestellen
  Moreau, (Jacob Nicolas). Principes de morale, de politique et de droit public, puisés dans l’histoire de notre monarchie, ou discours sur l’histoire de France, dédiés au Roi. Tome treizième (de 21). Paris, l’Imprimerie royale 1782. 8°. Titel, 446, XVI, (2) S. Weinroter Maroquineinband mit goldgepr. Rückenschild, reicher floraler Rückenvergoldung, dreifachen Deckelfiletten, goldgepr. Deckel- Monogramm „E.D“, Innenkantenvergoldung u. Goldschnitt.

13. Band der 21-teiligen Publikation (Paris 1777-1789) zur Politik und zum Staatsrecht des Ancient Regime. – Sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar aus der englischen Schloß-Bibliothek Ragley Hall (Warwickshire, nähe Alcester und Stratford-upon-Avon), das Schloß diente als Filmkulisse für die Fernsehversion von „Das scharlachrote Siegel“ und wurde in der britischen Science-Fiction-Serie „Doctor Who“ (2006) als Kulisse (Schloß Versailles) verwendet.

Schlagwörter: Einbände, France, Frankreich, Geschichte, History, Monarchy, Politics and government, Staatsrecht, Staatswissenschaften

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200,--  Bestellen
  Bourdeau, Jean. Tolstoï, Lenine et la Révolution Russe. Paris, Félix Alcan 1921. 8°. [2] Bl., 225 S., [1] Bl. Weinroter Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel (Orig.-Umschlag beigebunden).

Erste Ausgabe, selten. – Mit eigenhändiger Widmung von J. Bourdeau für Tatiana Soukhotina-Tolstoi, die Tochter von Leon Tolstoi (1828-1910). – Tatiana Lvovna Soukhotina-Tolstaïa (1864-1950) ist das zweite Kind L. Tolstoi und Sophie Behrs (1844-1919). 1899 heiratete sie Mikhaïl Soukhotine, trotz der Vorbehalte ihres Vaters. 1923 und 1925 war sie Direktorin des Tolstoi-Museums in Moskau und gründete eine Zeichenschule für Kinder. 1925 wanderte sie mit ihrer Tochter und ihrem zweiten Mann L. Albertini nach Paris aus und verkehrte mit russischen Auswanderern, u. a. mit Bounine, Chaliapine, Strawinsky und Benois. Sie starb 1950 in Rom. – Der franz. Philosoph und Sozialist J. Bourdeau (1848-1928) hat vorwiegend Bücher über den Sozialismus veröffentlicht und Nietzsche und Schopenhauer ins Französische übersetzt. – Sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Autographen, Signierte Bücher, Sozialismus

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240,--  Bestellen
  Prinz, Arthur. Juden im deutschen Wirtschaftsleben. Soziale und wirtschaftliche Struktur im Wandel 1850 – 1914. Tübingen, Mohr 1984. Gr.-8°. XII, 202 S., 1 Bl. OLn. mit OU. (Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo-Baeck-Instituts, 43).

Schutzumschlag mit Gebrauchsspuren, sonst gutes Exemplar.

Schlagwörter: Judaica, Sozialstruktur, Wirtschaftsentwicklung

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25,--  Bestellen
Junius (d. i. Hugh Boyd, Philip Francis oder andere). Letters of Junius complete: interspersed with the letters and articles to which he replied, and with notes biographical and explanatory; also a prefatory enquiry respecting the real author, by John Almon. 2 Bände. London, Richard Phillips 1806. 8°. Titel, LXXXIV, 355 S.; Titel, IV, 385, (7) S. mit 3 gestoch. Portraits u. 1 gefalt. Brief-Faksimile. Weinrote Maroquinbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln, Rücken-, Deckel- u. Innenkantenvergoldung u. Goldschnitt.

Lowndes III, 1240 f. – Gesamtausgabe der Briefe über die Politik Englands, welche zuerst in der Zeitschrift Public Advertiser in London vom 21. Januar 1769 bis zum 12. Mai 1772 erschienen. – Vorliegende Ausgabe enthält in der Vorrede des Herausgebers ein Portrait und einen Brief des irischen Essayisten H. Boyd (1746-1794), der 1768 politische Briefe in den Dubliner Zeitschriften veröffentlichte und später auch häufig Beiträge für den Public Advertiser in London und andere Zeitschriften schrieb. Sein Anspruch auf einen Platz in der Geschichte der englischen Literatur beruht weitgehend auf der von J. Almon und George Chalmers vertretene Annahme, er sei der Autor der Briefe des Junius gewesen. – „Auf gleiche Weise wurden darin König, Minister, Parlament, Gerichtshöfe und Staatsbeamte, die Umtriebe der Whigs und Torys und ihre Kämpfe untereinander, mit schonungsloser Satire, aber dabei mit Geist, gründlicher Sachkenntnis und Beredsamkeit angeprangert. Ihre Hauptangriffe waren gegen Augustus FitzRoy, 3. Herzog von Grafton, Lord Frederick North und andere Minister sowie gegen die damaligen Oppositionshäupter John Wilkes, John Horne Tooke u. a. gerichtet; nur wenige, wie Charles James Fox, Henry Vassall-Fox, 3. Baron Holland oder William Pitt, 1. Earl of Chatham blieben verschont. Sie atmeten trotz ihres republikanischen Zynismus ganz den monarchistischen Geist der britischen Verfassung und machten sich nicht selten der Parteilichkeit wie des Mangels an Freisinnigkeit schuldig. Die Schreibart, bei welcher tiefe, aus getäuschten Hoffnungen entstandene Bitterkeit die Feder geführt zu haben scheint, ist gedrängt, oft epigrammatisch, aber immer klar, sicher und präzis im Ausdruck und reiht den Verfasser unter die ersten Prosaisten Englands. … Über den Verfasser der Briefe erschöpfte man sich bald nach deren Erscheinen in Mutmaßungen aller Art; mehr als 30 verschiedene Personen hatte man im Verdacht, Junius zu sein, darunter Charles Lee, Edmund Burke, den Dichter Richard Glover, den Herzog von Portland, den Genfer Jean Louis Delolme, den Lord Temple u. a. Auch in neuester Zeit hat der Streit über die Autorschaft der Briefe noch fortgedauert“ (Wikipedia). – „Work which must always preserve its high place among the classics of England: the author was a first-rate master of the art of rhetorical invective“ (Lowndes). – Exlibris, nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Briefe, Briefsammlung, Einbände, England, Politik

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450,--  Bestellen
  (Goezman de Thun, Louis Valentin de). Connoissances politiques, utiles et nécessaires sur l’autorité des richesses du clergé et sur les avantages qu’on peut en tirer sans attenter à sa propriété. (Introduction par Simon-Nicolas-Henri Linguet). O. O. u. Dr. (Paris ?) 1787. 8°. [2] Bl., 228 S. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. Rückenvergoldung.

Äußerst seltene poltische Streitschrift des Elsässer Juristen und Diplomaten L. V. Goezman de Thun (auch Goetzmann u. Goetsmann, 1729-1794). – „Politisches, nützliches und notwendiges Wissen über die Autorität des Reichtums des Klerus und über die Vorteile, die daraus gezogen werden können, ohne das eigene Eigentum zu verletzen.“ – Goezman war Staatsanwalt am „Maupeou-Parlament“ musste jedoch 1774 aus politischen Gründen sein Amt aufgeben (Affaire Goëzman). Als Geheimagent der Regierung war er seit 1775 für den franz. Marineminister und das Außenministerium in London tätig. Er operierte hier unter dem fingierten Namen Baron von Thun. 1781 verlor er das Vertrauen der englischen Regierung; außerdem wurde ihm die Komplizenschaft mit dem Buchhändler David Boissère vorgeworfen, der in Frankreich verbotene Bücher herausgab. 1783 kehrte er nach Frankreich zurück. Er plante nach Amerika auszuwandern um dort Wein anzubauen und schickte Franklin diesbezüglich ein Schreiben. Des Terrors verdächtigt und während der „Conspiration des prisons“ (Gefängnisverschwörung) wurde vor Gericht gestellt und am 25. Juli 1794 guillotiniert. – „Goëzman, désavoué en Cour et raillé dans l’opinion, entame une nouvelle carrière, celle d’agent secret pour le gouvernement. Il est successivement chargé de diverses « commissions » à Londres par le secrétaire d’État de la Marine puis par les Affaires étrangères, dans le courant de l’année 1775 et pendant une quinzaine d’années. Sous le nom emprunté de baron de Thurn, prétextant de son séjour par la composition d’une Histoire de la Guerre d’Amérique, il se livre à l’espionnage et au renseignement. Il surveille les mouvements des bâtiments britanniques et tente d’apprécier la situation économique et politique du royaume, en particulier la chute attendue du ministère North. Il se charge de diverses missions secrètes, transmet des extraits d’ouvrages et de journaux londoniens à Versailles. Il est aussi chargé de diverses missions de surveillance des „mauvais français“ installés à Londres, à l’instar de Simon-Nicolas-Henri Linguet. C’est sous les noms de Lerchenberg, de baron de Thurn ou de John Williams qu’il signe des dépêches, apparemment prisées dans un premier temps, puis avec le temps, considérées comme vagues et imprécises. Son correspondant principal est le maréchal de camp Baudouin. Pendant la guerre d’Indépendance, il séjourne un moment à Ostende, craignant pour sa sécurité. Dans ses voyages, son fils Georges, formé au régiment de Royal-Bavière, l’accompagne. Mais à partir de l’été 1781, la confiance du gouvernement en ses bons services vacille, Lenoir ainsi juge sa conduite suspecte : on lui prête des liaisons malhonnêtes avec lord Shelburne et avec Charles James Fox. Au-delà, il est accusé de complicité avec le libraire David Boissière qui distribue des ouvrages clandestins en France. Mais on continue à lui verser une pension. Durant l’été 1783, son retour en France est évoqué et au même moment, il livre un Mémoire à Franklin pour l’informer de son projet de s’établir en Amérique pour y cultiver la vigne. Apparemment, il devait regagner la France seulement quelques années plus tard, tout en continuant probablement de servir sous les ordres du comte de Montmortin. Suspecté sous la Terreur, jugé lors de la « conspiration des prisons », il meurt guillotiné à Paris, le 7 thermidor an II (25 juillet 1794)“ (Wikipedia). – Sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Staatsrecht, Staatswissenschaften

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400,--  Bestellen
(Burgermeister, Johann Sephan). Des Heiligen Römischen Reichs ohnmittelbahr-freyer Ritterschafft, der sechs Ort in Francken erneuert-, vermehrt- und confirmirte Ordnungen, samt deroselben … Privilegien, und Befreyungs-Brieffen, auch Kayserlichen Rescripten. (Nürnberg) 1720. Gr.-8°. 331 (recte: 339), 20 S., [20] Bl. mit gestochenem Frontispiz, 1 gefalteten Kupfertafel, gestochener Kopfvignette und Holzschnittvignetten. Moderner Pbd.

Pfeiffer 15471. VD18 14692880. – Nach Pfeiffer die fünfte und vorletzte Ausgabe, gegenüber der ersten Auflage von 1645 stark erweitert. Enthält außer den Satzungen und Ordnungen die der Reichsritterschaft im Ritterkreis Franken gewährten Privilegien und Befreiungsbriefe sowie Verträge mit anderen Reichsständen. Mit dem Anhang „verschiedener Kayserl. Mandaten, die Differentien zwischen dem Stifft Fulda, und der Reichs-freyen Ritterschafft in Francken, Buchischen Viertels, betreffend“. – Der in Geislingen geborene, vielseitig gebildete Jurist wirkte als Rechtskonsulent, Syndikus der Reichsritterschaft und kayserlicher Rat in Ulm. – „Er war der eifrigste Vertheidiger der Privilegien der freien Reichsritterschaft. Diesen Gegenstand betreffen fast alle seine, deutsch abgefaßten Schriften“ (ADB III, 601). – Die gefaltete Tafel mit restauriertem Einriss und etwas fleckig, sonst sehr gutes und sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Bavarica, Franken, Staatsrecht

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240,--  Bestellen
  (Schumacher, Georg Friedrich). Die sieben Göttinger Professoren. Nach ihrem Leben und Wirken. Braunschweig, Fridolin Lucius 1838. 8°. 61, (1) S. mit 1 gefalt. lithogr. Tafel nach einer Zeichnung von (Carl Rohde). Moderner Papierumschlag mit mont. vorderen Orig.-Umschlag.

Kopitzsch, Hamburgische Biografie III, 354 f. – Sehr seltene erste und einzige Ausgabe des wichtigen Quellenwerks zum Vormärz verfasst von dem Hamburger Lehrer G. F. Schumacher (1771-1852). – Die Göttinger Professoren W. E. A. Albrecht, F. C. Dahlmann, H. Ewald, G. G. Gervinus, J. u. W. Grimm und W. E. Weber protestierten 1837 gegen die Aufhebung der 1833 eingeführten liberalen Verfassung im Königreich Hannover durch Ernst August I. Die sieben Professoren wurden deshalb entlassen; drei von ihnen wurden darüber hinaus des Landes verwiesen. – „Als Ernst August schließlich am 1. November das Staatsgrundgesetz außer Kraft setzte, versuchte Dahlmann erneut, die gesamte Universität zur Opposition gegen diesen Staatsstreich zu bewegen, und verfasste eine Protestation. Es fanden sich jedoch nur sechs andere Professoren zur Unterschrift bereit: der Jurist Wilhelm Eduard Albrecht, der Theologe und Orientalist Georg Heinrich August Ewald, der Historiker Georg Gottfried Gervinus, die Germanisten Jakob und Wilhelm Grimm und der Physiker Wilhelm Weber. Ihre eigentliche Sprengkraft entwickelte diese Schrift in dem Moment ihrer Veröffentlichung vermutlich durch Gervinus – hunderte von Studenten stellten innerhalb weniger Tage einige tausend Abschriften her und versandten sie in ganz Deutschland. Jetzt sah sich der König, um sein Gesicht als noch „junger“ Landesherr zu wahren, zu hartem Durchgreifen genötigt: Am 4. Dezember wurden die sieben Professoren vor dem Universitätsgericht vernommen und bereits am 14. Dezember ihrer Ämter enthoben. Dahlmann, Gervinus und Jakob Grimm mussten wegen Verbreitung der Schrift außerhalb des Königreiches binnen drei Tagen Göttingen verlassen und wurden des Landes verwiesen. Den übrigen, so die Anweisung, sei nach ihrer Entlassung der Aufenthalt in Göttingen weiterhin gestattet“ (U. Hunger, Die Georgia Augusta als hannoversche Landesuniversität, Göttingen 2002). – Die schöne Tafel mit den Porträts der „Göttinger Sieben“. – Durchgehend etwas braunfleckig, die Tafel liegt lose bei, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Die Göttinger Sieben, Geschichte, Politik, Schleswig-Holstein, Vormärz

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240,--  Bestellen
Ostwald, Hans. Landstreicher. (Eine kulturhistorische Darstellung). Berlin, Marquardt & Co. o. J. (1906). Kl.-8°. 66 S., [1] Bl. mit mont. farb. Frontispiz u. 10 Tafeln. OPbd. mit Rücken- u. Deckeltitel. (Die Kultur, herausgegeben von Cornelius Gurlitt, Band 8).

NDB XIX, 634. – Erste Ausgabe. – „O. lernte wie sein Bruder Gustav den Beruf des Goldschmieds. 1894 ging er auf Wanderschaft, die ihn bis nach Riga führte zu Verwandten, die dort Kaufleute waren. 1896/97 arbeitete er in Leipzig als Redakteur der Leipziger Volkszeitung; der Kontakt mit Wilhelm Ostwald (1853–1932) und dessen Kreis vermittelte ihm moderne wissenschaftliche Sichtweisen und Rüstzeug für sozialreformerische Vorstellungen. Nach Berlin zurückgekehrt, arbeitete er seit 1898 als Redakteur der linksliberalen „Welt am Montag“. Der Mitredakteur und Freund Felix Holländer vermittelte Kontakte zum Friedrichshagener Dichterkreis. Später gehörte O. zum Kreis der Neuen Gemeinschaft um die Brüder Hart. Auf Anregung Holländers veröffentlichte O. 1900 mit dem Roman „Vagabonden“ („Vagabunden“, Neuausg. 1980; seit d. 3. Aufl. mit d. Untertitel „Ein autobiograph. Roman“) die literarische Verarbeitung seiner Erfahrungen „auf der Walz“. Der große Erfolg dieses Buches (und späterer Werke) ermöglichte ihm das Leben als freier Schriftsteller … Aus seinen Erfahrungen auf der Wanderschaft resultierte sein soziales Engagement für die Verbesserung der Lebenssituation der Landstreicher. O. übte heftige Kritik an den Einrichtungen der „Wanderfürsorge“ (Die Bekämpfung der Landstreicherei, 1903) und deren Überwachungssystem. Dabei ging es ihm nicht um die Abschaffung der „Walz“. Er entwickelte Ideen zu Arbeitsbeschaffungsprogrammen und engagierte sich bei der Initiierung von Siedlungsprojekten für Arbeitslose (1909 Gründung u. Vorsitz im „Komitee für innere soziale Kolonisation“), von denen einige 1911-16 verwirklicht werden konnten“ (Ralf Dose in NDB). – Rücken berieben und restauriert, Deckel etwas angestaubt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Landstreicher, Obdachlosigkeit, Soziologie

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60,--  Bestellen
(Montesquieu, Charles Louis de Secondat de). De l’esprit des loix ou du rapport que les loix doivent avoir avec la constitution de chaque gouvernement, les moeurs, le climat, la religion, le commerce, &c. A quoi l’auteur a ajouté des recherches nouvelles sur les Loix Romaines touchant les successions, sur les Loix Francoise, & sur les Loix féodales. Nouvelle Edition. 3 Bände. Geneve, Barillot, & Fils 1751. Kl.-8°. [2], XXVIII, 447 S.; [2], XXIII, 427 S.; [1], XXIV, 609 S. mit 1 gefalt. u. gestoch. Karte in Band II. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild und reicher floraler Rückenvergoldung.

Brunet III, 1859. Cioranescu 46152. VD18 10759522. Vgl. Goldsmith 8375. Kress 4920. PMM 197. Tchemerzine VIII, 459. – „In vieler Hinsicht eines der bemerkenswertesten Bücher des 18. Jahrhunderts, widersetzt sich der Geist der Gesetze hauptsächlich wegen der hohen Abstraktheit, womit seine Erkenntnisse vorgetragen werden, der Einordnung und hat sich aus diesem Grund nie einer großen Popularität erfreut … Als das Buch vollendet war, rieten ihm nahezu alle seine Freunde von der Veröffentlichung ab. Montesquieu schenkte dem keine Beachtung und ließ das Buch im Herbst 1748 in Genf drucken … Der ausgeprägteste Zug dieses gewaltigen Kompendiums ist seine Mäßigung … Es ist eine auf Schritt und Tritt originale, selbstständige Überschau, die weder doktrinär, visionär, exzentrisch noch übermäßig systematisch ist … das hier entworfene Bild einer liberalen, wohlwollenden Monarchie, die durch Sicherungen der persönlichen Freiheit eingeschränkt ist, sollte sich als ungewöhnlich einflußreich erweisen“ (Carter-Muir). – „Montesquieu is known for the destructive criticism of French legal and political institutions contained in the Lettres persanes (1721) and for the constructive critiscism of De l’esprit des lois, in which he compared the various kinds of constitution, with special reference to the defects of the French monarchical system. He put forward a liberal and benevolent form of monarchy subject to safeguards of individual liberty. His theories deeply influenced the political thinking which led to the French and the American Revolutions“ (PMM 342). – Kanten u. Ecken etwas berieben und bestoßen, Gelenke von Band II u. III mit 4 kleinen Wurmlöcher, Kapital von Band II mit Fehlstelle, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Gesetzgebung, Naturrecht, Rechtsphilosophie, Staatsphilosophie

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400,--  Bestellen
(Necker, Jacques). Sur la législation et le commerce des grains. Troisième édition. 3 Teile in 1 Band. Paris, Pissot 1775. 8°. [2] Bl., 236 S.; 184 S., [1] Bl. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, reicher floraler Rückenvergoldung u. Kantenvergoldung.

Goldsmiths 11267. Higgs 6260. Kress 7144. – Dritte Auflage im Jahr der Erstausgabe. – Eines der Hauptwerke Neckers, gegen die Physiokraten gerichtet. – J. Necker (1732-1804), Genfer Bankier und Finanzminister unter Ludwig XVI., war „vom 29. Juni 1777 bis zum 19. Mai 1781 Generaldirektor der Finanzen, directeur général des finances. Er versuchte die Finanzen wieder in geregelte Bahnen zu lenken, indem er die taille (Kopfsteuer) gleichmäßiger verteilte, den vingtième d’industrie abschaffte und monts de piété (gemeinnützige Pfandleihen) einrichtete. Seine wichtigste finanzielle Maßnahme war jedoch der Versuch, die französischen Schulden sowie die Einführung von Jahresrenten unter Bürgschaft durch den Staat zu finanzieren“ (Wikipedia). – Gestoch. Exlibris (″Beuniel Lagardie Ex-Officier d’Adm. de la Marine“), stellenweise etwas gebräunt, sehr schönes, prachvoll gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Finanzpolitik / Geschichte, Finanzwissenschaften

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320,--  Bestellen
Darier, Hugues. Tableau du titre, poids et valeur, des différentes monnaies d’or et d’argent, qui circulent dans le commerce avec empreintes. Auquel on a joint diverses tables, tarifs et regles utiles à ceux qui travaillent ou font le commerce des matières d’or et d’argent, ainsi que la loi du 19 brumaire an 6, relative à la surveillance du titre et aux droits de garantie, avec les loix, arretés et décrets qui y ont rapports. Geneve (Genf), Selbstverlag 1807. 4°. Gestoch. illustr. Titel, [2] Bl., 86 S. u. 52 Kupfertafeln. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel.

Lipsius/Leitzmann 31. – Erste Ausgabe. – Interessante Übersicht über die im Anfang des 19. Jahrhunderts in Europa kursierenden Gold- und Silbermünzen; jede Tafel mit Abb. von 4 bis 8 Münzen mit Vorder- u. Rückseite, mit Angabe der Bezeichnung, Größe und Gewicht. – Enthält neben zahlr. Tabellen mit Karat- und Wertangaben der Münzen Tafeln mit Münzdarstellungen aus Russland, Dänemark, Deutschland, Schweden, Polen, Preussen, Bayern, Österreich, Ungarn, Holland, England, Frankreich, Schweiz, Italien, Spanien, Portugal, Amerika, Türkei und Asien. – Rücken am Fuß mit Fehlstelle, vorderes Gelenk etwas spröde, nur vereinzelt im Blattrand leicht braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Handelsgeschichte, Maße und Gewichte, Money, Numismatics, Numismatik, Weights and measures

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320,--  Bestellen
Godonnesche, (Nicolas). Medailles du regne de Louis XV. Paris, Selbstverlag (1736). Gr.-4° (33,5 x 24 cm.). Gestoch. Frontispiz von (Laurent) Cars nach F(rançois) le Moine, gestoch. illustr. Titel, gestoch. illustr. Widmung u. 54 Kupfertafeln mit Münz-Darstellungen. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rückenvergoldung u. goldgepr. Deckelfiletten mit Eck-Vignetten

Cohen-Ricci 397 u. 441. Ornamentstichslg., Berlin 4264 (33 Tafeln bis 1727) u. 4265 (70 Tafeln bis 1746). – Seltene zweite (?) Ausgabe der Sammlung mit Medaillen von 1715 bis 1736. Die letzte Ausgabe mit 78 Kupfertafeln erschien 1748. Vollständig in Kupferstich gedruckt. – Der Kupferstecher N. Godonnesche (?-1761) war Direktor des königlichen Münz-Kabinetts. Später wurde er in der Bastille inhaftiert weil er ein Pamphlet von Pierre-Joseph Boudier de Villemert (1716-1801) gedruckt hatte. – Vorderes Gelenk am Kapital eingerissen (4,5 cm.), eine Ecke berieben, das Titelkupfer mit 2 Tintenflecken, sonst sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Numismatics, Numismatik

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700,--  Bestellen
  Baum, Marie. Drei Klassen von Lohnarbeiterinnen in Industrie und Handel der Stadt Karlsruhe. Bericht erstattet an das Großherzogliche Ministerium des Innern und herausgegeben von der Großherzoglich Badischen Fabrikinspektion. Karlsruhe, G. Braun 1906. Gr.-8°. XI, 232 S. mit einigen Tabellen u. einer Karte. Hln. mit mont. Orig.-Umschlag.

Sehr seltene erste Ausgabe der ersten selbständigen Buchveröffentlichung der Soziologin und Frauenrechtlerin. – Die Chemikerin und Politikerin M. Braun (1874-1964), geb. in Danzig, arbeitete nach ihrem Studium in Zürich seit 1899 als Chemikerin bei der Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation (AGFA) in Berlin. „Die dort erfahrenen Missstände durch profitorientierte rücksichtslose Unternehmer und daraus resultierende unzumutbare Arbeitsbedingungen veranlassten sie, ihr weiteres Leben in den Dienst der sozialen Fürsorge zu stellen. Sie kündigte bei AGFA und zog 1902 nach Karlsruhe, wo sie als Nachfolgerin von Else Jaffé-von Richthofen beim Badischen Innenministerium die Stelle einer Fabrikinspektorin antrat. Ihre Aufgabe war es, die Einhaltung der gesetzlichen Arbeitsschutzbestimmungen für die etwa 55.000 Frauen und circa 17.000 Jugendlichen in badischen Betrieben zu überwachen. 1906 erschien im G. Braun Verlag Baums erste Publikation über die soziale Lage der Lohnarbeiterinnen in Karlsruhe, die sie für die hohe Säuglingssterblichkeit verantwortlich machte. Wegen ständiger Differenzen mit dem Vorstand der badischen Fabrikinspektion, Karl Bittmann, nahm sie 1907 die Stelle der Geschäftsführerin des „Vereins für Säuglingsfürsorge“ im Regierungsbezirk Düsseldorf an, wo sie ihr Konzept einer gezielten Familienfürsorge entwickelte. Als Abgeordnete der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) gehörte Baum der Weimarer Nationalversammlung und als Abgeordnete des Wahlkreises Schleswig-Holstein dem ersten Reichstag der Weimarer Republik an. 1919 kehrte sie als Referentin für Wohlfahrtspflege beim Badischen Arbeitsministerium (ab 1924 Innenministerium) nach Karlsruhe zurück. Für die Betreuung notleidender Kinder der Nachkriegszeit verantwortlich, baute sie ab 1920 auf dem Heuberg in der Schwäbischen Alb ein mustergültiges Kinderdorf für etwa 1.000 Kinder auf, das bis zu seiner Auflösung durch die Nationalsozialisten 1933 über 100.000 Kindern aus ganz Deutschland als Erholungsheim diente. Aufgrund mangelnder Unterstützung von staatlicher Seite gab Baum 1926 die Referentenstelle auf. 1927 veröffentlichte sie ihr Standardwerk zur Familienfürsorge. Von 1928-1933 und 1946-1952 war sie Lehrbeauftragte für soziale Fürsorge und Wohlfahrtspflege an der Universität Heidelberg. Während des Lehrverbots im Dritten Reich aufgrund ihrer jüdischen Großmutter Rebecka Mendelssohn-Bartholdy half sie jüdischen Bürgern bei der Ausreise. Zum 75. Geburtstag 1949 erhielt sie von der Universität Heidelberg die Ehrenbürgerwürde sowie zum 80. Geburtstag 1954 das Bundesverdienstkreuz. Die Marie-Baum-Straße in Karlsruhe wurde 2000 nach ihr benannt“ (K. Förster im Stadtlexikon Karlsruhe). – „In ihren Begabungen und Interessen spiegelt sich das Erbe verschiedener Vorfahren: der naturwissenschaftliche Drang ihres Großvaters Peter Gustav Lejeune Dirichlet, eines berühmten Mathematikers, und ihres Vaters, der aus einer Medizinerfamilie stammt und dessen soziale Empathie; das demokratische, freiheitsliebende Engagement ihrer Großmutter Rebecka Lejeune Dirichlet, geb. Mendelssohn Bartholdy, und ihrer Mutter Flora, die sich für die Frauenbewegung einsetzt, die Bereitschaft zur Grenzüberschreitung. Unter den Nachkommen Moses Mendelssohns gehört sie mit Fanny Hensel, ihrer Großtante, und deren Tante Dorothea Schlegel zu den selbstbewussten Frauen, die gegen Rollenerwartungen der Gesellschaft ihren eigenen Weg finden“ (Mendelssohn-Gesellschaft). – St. a. D., V. u. T., sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Frauen, Frauenarbeit, Frauenemanzipation, Karlsruhe, Soziologie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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140,--  Bestellen
NATO – Documentation sur l’OTAN. Documentation sur l’Organisation du Traité de l’Atlantique Nord. Paris, OTAN, Service de l’Information o. J. (ca. 1958). 4°. Ca. 250 Bl. mit einigen teils gefalt. Tafeln und Tabellen. OKart. mit Kunststoffrücken u. Metallschrauben-Heftung.

Seltene Dokumentation des am 4. April 1949 gegründeten „Verteidigungsbündnis von 31 europäischen und nordamerikanischen Mitgliedstaaten, das dem gemeinsamen Schutz der eigenen Territorien dient und darüber hinaus das Ziel weltweiter politischer Sicherheit und Stabilität verfolgt“ (Wikipedia). – Dabei: Ismay, (Hastings Lionel ), Lord. OTAN 1949-1954. Les cinq premieres annees. Paris (1954). Gr.-8°. XI, 297 S. OKart. – Und: Die Organisation des Nordatlantikvertrages NATO. 5. Ausgabe. Paris 1958. 8°. 103 S. – Zusammen 3 Bände, alle sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Militaria, NATO

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160,--  Bestellen
  (Claudius, Matthias). Auch ein Beytrag über die Neue Politick. Herausgegeben von Asmus. O. O., Dr. u. J. (Hamburg 1794). 12° (15 x 10 cm.). Titel mit Holzschnitt-Vignette, 74 S. Marm. Pbd. im Stil der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.

Goed. IV1, 981, 23. Schröder I, 537, 12. VD18 14416840. W.-G.² 26. – Seltene erste Ausgabe. – Der Herausgeber des „Wandsbecker Bothen“ tritt für die Menschenrechte ein und setzt sich mit dem alten monarchistischen und dem neuen republikanischen System auseinander. – Auf kräftiges Papier gedruckt, Vorsätze etwas braunfleckig, sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Politik

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400,--  Bestellen
Souchet, (Etienne-André). Traité de l’usure. Servant de réponse à une lettre sur ce sujet, publiée en 1770, sous le nom de M. Prost de Royer, … [et] au traité anonyme sur le même sujet imprimé à Cologne en 1769. Paris, Bureau de l’Abonnement Littéraire 1778. Kl.-8°. XI, (1), 249, (3) S. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild, reicher floraler Rückenvergoldung u. Deckelfiletten.

Erste Ausgabe. – Seltene Abhandlung des franz. Juristen E. A. Souchet (1731-1824), der seit 1790 Staatsanwalt in Angoulême war. – Mit zeitgenöss. Besitzvermerk „Etienne Salignac de La Mothe-Fénelon“, wohl ein Nachkomme des berühmten Erzbischofs, Pädagogen und Staatsethikers François de Salignac de La Mothe-Fénelon (1651-1715). – Im unteren Blattrand stellenweise Wurmspuren, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

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140,--  Bestellen
More, Thomas. Idée d’une republique heureuse: ou l’utopie de Thomas Morus, Chancelier d’Angleterre. Contenant le plan d’une république dont les loix, les usages & les coûtumes tendent uniquement à rendre heureuses les societez qui les suivront. Traduite en Francois par (Nicolas) Gueudeville et enrichie de figures en taille-douche. Amsterdam, Francois l’Honoré 1730. 8°. [4] Bl., CIV, 364 S. mit Titel in Rot u. Schwarz, gestoch. Frontispiz, gestoch. Titelvignette, gestoch. Wappen u. 16 Kupfertafeln von (Frans van Bleyswyck). Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. floraler Rückenverg.

Brunet III, 1894. Cioranescu 32957. Cohen/Ricci 740. Gibson 24. Hevesi 862. Vgl. Sander 1411. – Dritte Ausgabe von Gueudevilles Übersetzung (vorher: 1715 u. 1717). – Mit schönen Illustrationen des niederl. Kupferstechers Frans van Bleyswyck (1671-1746). – Raphael Hythlodayus, der gerade von Reisen mit Amerigo Vespucci zurückgekehrt ist, erzählt von einer fernen Insel mit dem Namen Utopia. Einer Welt, wo der gesamte Besitz in gemeinschaftlichem Besitz ist, wo lediglich sechs Stunden am Tag der Arbeit gewidmet sind, wo Gold und Silber für den alltäglichen Haushalts-Gebrauch verwendet werden, und wo Sklaven (Kriminelle und Kriegsgefangene) fair behandelt werden, einer Welt, die durch das Recht geschützt ist, in Frieden zusammenzuleben. – Der berühmte von Thomas Morus (1478–1535) zuerst 1516 in Löwen veröffentlichte Roman, die Schilderung einer fernen idealen Gesellschaft, begründet das Genre der Sozialutopie. – Modernes Exlibris, stellenweise gebräunt und leicht braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Staatsphilosophie, Utopia, Utopie

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450,--  Bestellen
  (Boulanger, Nicolas Antoine, Pseud. Mr. B.I.D.P.E.C.). Recherches sur l’origine du despotisme oriental. ouvrage posthume. (Editée par Paul Henri Thiry d’Holbach). O. O. u. Dr. (Amsterdam ?) 1777. Kl.-8°. [4] Bl., 287 S. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. floraler Rückenverg.

Vgl. Cioranesci, 18e siècle 13420. Caillet 1532. Goldsmiths 9926. Higgs 2850. – Zuerst 1761 in Genf erschienenen politischen Abhandlung, welche zuerst als Einführung und Erläuterung von Monsquieus „De l’esprit des lois“ gedacht war. – „Les ‚Recherches‘ int été attribuées à Boulanger dès leur parution, le rôle d’Holbach et de ses amis se réduisant à celui d’éditeur et peut-être d’adapteur. Les initiales qui apparaissent dans les titres des éditions de 1761 et 1762 désignent clairement l’auteur et ses fonctions: B-oulanger I-ngénieur D-es P-onts et C-haussées“ (J. Vercruysse, Bibliographie descriptive des écrits du baron d’Holbach). – Rücken, Gelenke und Kanten etwas berieben, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Orient, Staatsrecht

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240,--  Bestellen
  (Féroux, Christophe Léon). Vues d’un solitaire patriote. 2 Teile in 1 Band. La Haye et Paris, Clousier 1784. Kl.-8° (16,5 x 10 cm.). 237 S.; 244 S. mit 2 gestoch. Fronisp. von P. M. Martinet. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rückenverg. u. Kantenverg.

Cohen-Ricci 1050. Nicht bei Kress u. Goldsmiths. – Erste Ausgabe, selten. – „Livre curieux sur les institutions et privilèges de l’ancien régime“ (Cohen-Ricci). – Die schönen Kupfertafeln mit den Motti „Qu’ importe la forme ou la couleur de son manteau, pour vu que de son ombre il protège le pauvre.“ und „Prenez le miel, laissez les ruches“. – C. L. Féroux (1730-1803) stellt die Einflüsse von Staat und Kirche auf den Wohlstand der Bevölkerung gegenüber. Er plädiert für eine Einheitssteuer, die Abschaffung der Knechtschaft und für eine unabhängige Justiz. – Zeitgenöss. Besitzvermerk a. T., schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Frankreich, Geschichte, Philosophie

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350,--  Bestellen
  Burlamaqui, J(ean) J(acques). Élémens du droit naturel. 2 Teile in 1 Band. Geneve, Barrillot & Fils 1748. 8°. LXXXIV, 364 S.

ESS II, 76. Harvey, Jean Jacques Burlamaqui. A Liberal Tradition in American Constitutionalism 178 f. Higgs 2840 Anm. Longchamp 499. Vgl. VD18 11728787 (Ausg. Lausanne 1775). – Zweite Ausgabe; die erste Ausgabe erschien ein Jahr zuvor. – „Burlamaqui formulated the principles of popular sovereignty, of delegated power, of a constitution as a fundamental law, of a personal and functional separation of powers into three independent departments and finally, he provided for an institutional guardian of the fundamental law“ (Harvey). – „His Droit naturel begins with a study of the nature of man considered as moraly responsible and subject to law. Burlamaqui then attempts to establish the origin of rights in general“ (ESS). – Der Genfer Jurist J. J. Burlamaqui (1694-1748) „erteilte Söhnen aus reichem Haus sowie jungen ausländischen Adligen, die sich eine juristische Ausbildung aneignen wollten, Privatunterricht. Der Erfolg dieser Privatlektionen in Verbindung mit dem Antrag deutscher Studenten, an der Akademie Kurse in Naturrecht und öffentlichem Recht einzurichten, veranlasste Burlamaqui, die Universitätslaufbahn einzuschlagen. Er bewarb sich und erhielt 1720 die Stelle und den Titel eines Ehrenprofessors. 1720-1721 hielt er sich in England und in den Niederlanden auf, namentlich bei Jean Barbeyrac in Groningen. 1723 wurde Burlamaqui mit Jean Cramer zum Professor für Natur- und Zivilrecht ernannt. In dieser Eigenschaft unterrichtete er abwechselnd Naturrecht nach Samuel von Pufendorfs «De officio hominis et civis» und römisches Recht nach den «Institutes» Justinians. Während seines England-Aufenthalts wurde er in den Rat der Zweihundert, 1730 in den Rat der Sechzig aufgenommen und nahm so auch am politischen Leben der Stadt teil“ (A. Dufour in HLS). – Vorderes Gelenk am Kapital etwas eingerissen und unten geringf. angeplatzt, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Naturrecht

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320,--  Bestellen
Mably, (Gabriel Bonnot de). Le droit public de l’Europe. Fondé sur les traités. Nouvelle édition. 3 Bände. Genève, Paris, Bailly 1776. 8°. XII, 525 S.; III, 563 S.; III, 507 S. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch. u. floraler Rückenverg.

VD18 12263818. Vgl. Cioranescu 41163. Higgs 2630. Tchemerzine VII, 263. – Klassische Abhandlung zum Staatsrecht, erstmals 1740 erschienen. – „Das Buch gehört zu den klassischen Schriften über Politik. (Es) erregte ungeheures Aufsehen (und) war tatsächlich eine Geschichte der auswärtigen Politik der europäischen Kabinette von 1648 bis 1748“ (Die Gesellschafts- u. Staatslehren des Abbes Mably, S. 16 f.). – Sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Staatsrecht

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280,--  Bestellen
Locke, (John). Du gouvernement civil. Où l’on traite de l’origine, des fondemens, de la nature, du pouvoir, et des fins des sociétés politiques. Traduit de l’Anglois (par David Mazel). Nouvelle édition, revue & corrigée. Bruxelles 1749. Kl.-8°. XII, 358 S., [1] Bl. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. reicher floraler Rückenverg.

Barbier II, 549. – Bereits 1691 zuerst erschienene Übersetzung von Lockes politischem Hauptwerk „Two Treatises of Government“. Die engl. Orig.-Ausgabe erschien 1689 anonym und hatte grundlegenden Einfluss auf die Glorious Revolution von 1688/1689 und die danach eingerichtete Staatsordnung in England sowie im 18. Jahrhundert auf die Amerikanische Verfassung von 1787 und die Französische Revolution von 1789. – Gestoch. Wappen-Exlibris, sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Staatsphilosophie

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180,--  Bestellen
Montesquieu, (Charles de Secondat). Oeuvres. Tome premier [–] troisième. Nouvelle édition, revue, corrigée et considérablement augmentée par l’auteur. 3 Bände. Amsterdam et Leipsick, Arkstée & Merkus 1758. 4° (25,5 x 19 cm.). [2] Bl., LXXXVI, 527 S.; [2] Bl., XVI, 634 S.; [2] Bl., 638 S. mit 2 gefalt. Karten in Kupferstich (Europa- und Weltkarte) u. 1 gestoch. Vignette. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch. u. reicher floraler Rückenverg.

Brunet VII, 1107. Tchemerzine VIII, 463 a. Vgl. Cioranescu 46065 (Ausg. London 1767). – Seltene Quart-Ausgabe. – Enthält in Band I die großen Karten. – Am Beginn von Band I mit dem`″Éloge de Monsieur le Président de Montesquieu“ aus dem 5. Band der „Encyclopédie“ und „Analyse de l’Esprit des Loix“ von Jean-Baptiste le Rond d’Alembert. – Der bedeutende französische Schriftsteller, Philosoph und Staatstheoretiker der Aufklärung Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède de Montesquieu (1689-1755) gilt als Mitbegründer der modernen Geschichtswissenschaft und Vorläufer der Soziologie. Seinerzeit auch erfolgreicher belletristischer Autor, ist Montesquieu besonders als geschichtsphilosophischer und staatstheoretischer Denker in die Geistesgeschichte eingegangen und beeinflusst noch heute aktuelle Debatten. – Gelenke teils etwas spröde, nur vereinzelt schwach braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar der Luxusausgabe.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Geschichte, Literatur, Philosophie, Philosophy, Political science, Staatsphilosophie, Staatsrecht

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800,--  Bestellen
  (Pothier, Robert Joseph). Traité du contrat de constitution de rente. Par l’auteur du traité des obligations. (Et): Traité du contrat de change, de la négociation, qui se fait par la lettre de change, des billets de change, & autres billets de commerce. 2 Bände in 1 Band. Paris, Debure pere et Orleans, veuve Rouzeau-Montaut 1773. Kl.-8°. VIII, 275 S.; VIII, 258 S., [1] Bl. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. reicher floraler Rückenverg.

Barbier IV, 792. Brunet IV, 845. Querard VII, 293. – R. J. Pothier (1699-1772), Richter und Professor in Orleans, veröffentlichte einige Arbeiten zum römischen und Zivilrecht und hatte bedeutenden Einfluß auf den Code civil. – Kapital geringf. beschädigt, sehr gutes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Commercial law, Handelsgeschichte, Handelsrecht, Negotiable instruments, Notariat

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140,--  Bestellen
  Alice, Maria. Frauenrecht und Frauenmacht. Ein zeitgemässes Wort an alle Frauen. Paderborn, Ferdinand Schöningh 1911. 8°. 131, (1) S. OKart.

Sveistrup/Zahn-Harnack, Die Frauenfrage in Deutschland 180. – Einzige Ausgabe, selten. – „Populäre Ausführungen über: Schule u. Haus, Frauenstudium, Religion, Vergnügen u. Sport, Lebensberufe, Wahlrecht, Schundliteratur u. a.“ (Sveistrup/Zahn-Harnack). – Rücken mit Bibliothekssign., St.a.T., Umschlag etwas fleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Frauen, Frauenemanzipation

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50,--  Bestellen
Johnson, Samuel. Works. London, Printed by John Darby, for Andrew Bell, Egbert Sanger, and Nathaniel Cliff 1710. Folio (34 x 23 cm.). XXVIII, 488 S. Ldr. d. Zt. über 5 Bünden mit goldgepr. Rückenschild.

Lowndes III, 1217. – Erste Gesamtausgabe und wichtiges Quellenwerk zur Politik in Groß Britannien. – „Chaplain to Lord William Russell. The works of this well-known party writer, stigmatized by Dryden under the name of Ben-Jochanan, are now in little estimation“ (Lowndes). – Der engl. Geistliche und poltische Schriftsteller S. Johnson (1649-1703), genannt „The Whig“ um ihn von dem gleichnamigen Schriftsteller und Lexikographen zu unterscheiden, war seit 1679 Kaplan von Lord William Russell. – „In 1833, Samuel Taylor Coleridge wrote, “I do not know where I could put my hand upon a book containing so much sense with sound constitutional doctrine as this thin folio of Johnson’s works.” The “Johnson” to whom Coleridge referred was not the celebrated Doctor Samuel Johnson of the eighteenth century but instead the late seventeenth-century Whig clergyman, the Reverend Samuel Johnson. Reverend Johnson’s single volume of complete works impressed Coleridge; he scribbled laudatory remarks throughout the margins of a 1710 edition. Coleridge admired the directness of Johnson’s style and his persuasive method of argumentation. Johnson would have appreciated Coleridge’s comments. They reflected the way he himself understood his work—as sound constitutional doctrine, plainly put. Yet for all its clarity and consistency, Johnson’s political thinking was not always appreciated by England’s political elite of the 1680s and 1690s. The implications of Johnson’s political ideas—much like those of his contemporary John Locke—were understood as far too revolutionary and destabilizing. However, Johnson’s fiery prose and sardonic wit often proved useful to the political opposition: from the Whig exclusionists of the early 1680s, to the supporters of William and Mary in 1688/89, to the radical Whigs and country Tories of the 1690s and early eighteenth century. Johnson’s career as a Whig propagandist spanned 1679 to 1700. Among his contemporaries, he was undoubtedly most renowned for his strident anti-Catholicism and for the brutal punishments that he endured for his radical politics“ (M. Zook, Early Whig Ideology, Ancient Constitutionalism, and the Reverend Samuel Johnson, Cambridge 2014). – „Die Whigs waren von den 1680er bis in die 1850er Jahre eine der beiden Parteien des britischen Parlamentarismus. Ihre Gegner waren die konservativen Torys. 1859 schlossen sich die Whigs mit gemäßigten Tories zur Liberal Party zusammen. … Die Bezeichnung Whig wurde ursprünglich beleidigend von den politischen Gegnern gebraucht und bedeutet ‚Viehtreiber‘ (Whiggamore). Erstmals wurde der Begriff für eine Parlamentsgruppe während der Krise um den Popish Plot und die Exclusion Bill in den Jahren 1679–1681 verwendet. Diese versuchte erfolglos, mit einer großen antikatholischen Verschwörungstheorie Jakob, Herzog von York, als Thronfolger seines Bruders zu verhindern. Der offizielle Name der Whigs war anfangs Country Party (Landpartei), als Gegensatz zu den Tories, der Court Party (Hofpartei)“ (Wikipedia). – Einband geringf. berieben, gestoch. Wappen-Exlibris, nur vereinzelt leicht braunfleckig, schönes Exemplar aus einer engl. Schloß-Bibliothek (″Knopogue Castle“).

Schlagwörter: Controversial literature, England, Gesamtausgaben, Geschichte, Grossbritannien, Politics and government, Politik, Sermons, English, Theologie

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380,--  Bestellen
Arnould, (Ambroise Marie Henry). De la balance du commerce et des relations commerciales extérieures de la France. Dans toutes les parties du globe, particulièrement à la fin du règne de Louis XIV et au moment de la révolution. … Avec la valeur de ses importations et exportations progressives depuis 1716 jusqu’en 1788 inclusivement. 2 Bände. Paris, Buisson 1791. 8°. [2] Bl., XV, (1), 335 S.; VIII, 304 S. mit einigen Tabellen. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch. u. Rückenverg.

Einaudi 161. Goldsmiths 14698. Kress B. 2879 (nur Band II). Monglond II, 423. – Seltene erste Ausgabe; wie meist ohne den Tabellenband, der wohl nur in einer wesentlich geringeren Auflage gedruckt wurde. – Wichtiges Quellenwerk zur Handelsgeschichte Europas. – Der franz. Jurist und Finanzfachmann A. M. H. Arnould (1757-1812) war seit 1791 Direktor verschiedener Handelsverbände, später Mitglied im Rat der Fünfhundert und im Tribunat (1799). – „M. Arnould a publié plusieurs ouvrages sur des matières de finances et d’économie politique. Aucun de ces écrits n’est classique. Cependant on a trop ravalé sa capacité. Ses occupations passées ne sont pas sans rapport avec les fonctions qu’il remplit aujourd’hui et je le range parmi ceux de nos juges qui travaillent utilement“ (F. Barbé-Marbois, Präsident des Rechnungshofes 1808). – Rücken etwas berieben, Gelenke teils etwas spröde, St.a.T., stellenweise gebräunt und etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Frankreich, Französische Revolution, Handel, Handelsgeschichte

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400,--  Bestellen
  Bebel, A(ugust). Charles Fourier. Sein Leben und seine Theorien. Stuttgart, Dietz 1888. 8°. 311 S. mit 1 Porträt u. 1 gefalt. Tafel „Skizze eines Phalanx-Gebäudes (Phalanstère)“. Hln. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel u. Linienverg. (Internationale Bibliothek, Band 6).

Vgl. Stammhammer I,23,6. – Erste Ausgabe. – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Sozialismus

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45,--  Bestellen
(Chastellux, François-Jean de). De la félicité publique, ou considérations sur le sort des hommes dans les différentes epoques de l’histoire. 2 Teile in 1 Band. Amsterdam, Marc-Michel Rey 1772. 8°. VIII, XVIII, 238 S.; [2] Bl., 216 S. mit 2 gestoch. Titelvignetten. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild, reicher floraler Rückenverg. u. Kantenverg.

Goldsmiths 11375. Kress 6846. Palgrave I, 273. Quérard II, 247. – Seltene erste Ausgabe des wichtigen ökonomischen Werks. F.-J. de Chastellux (1734-1788) entwickelt die Vision einer auf Landwirtschaft basierenden Idealgesellschaft, in welcher der Souverän vor allem die Zufriedenheit der Bevölkerung fördert. – „Cet ouvrage, s’il est démodé dans la forme, est pourtant plein d’idées qui ne discréditeraient pas un livre de notre temps. En particulier, il a traité de la question de la population un quart de siècle plus tôt que Malthus“ (Palgrave). – Chastellux war mit Voltaire und den Enzyklopädisten befreundet. Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs kämpfte er in der Armee von Rochambeau. Dabei lernte er auch George Washington persönlich kennen und über diesen später auch Thomas Jefferson. 1781 wurde er sowohl in die American Academy of Arts and Sciences als auch in die American Philosophical Society gewählt. – Vorderes Gelenk etwas berieben, Kapital etwas bestoßen, mod. Exlibris (Jacques Lager, 1877-1952), St. a. T., sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Philosophie, Physiocracy, Physiokratie, Staatsphilosophie

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400,--  Bestellen
  Wagemann, Ernst. Konjunkturlehre. Eine Grundlegung zur Lehre vom Rhythmus der Wirtschaft. Berlin, Hobbing 1928. Gr.-8°. XVI, 301 S. mit zahlr. graph. Darst. OLn.

Einband mit leichten Gebrauchsspuren, Rücken etwas augehellt, sonst gutes Exemplar.

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22,--  Bestellen
Spate (auch: der Spahte, d. i. Caspar v. Stieler). Des Spatens Teutsche Sekretariat-Kunst. Zeigende, Was sie sey, worvon sie handele, was darzu gehöre, … ; Auch was zu Schreibfertigkeit und rechtschaffener Bestellung … erfordert werde ; Alles mit gründlichen Sätzen, zuverlässigen Anweisungen … nach heutigem … Gebrauch entworffen ; Von dem Verfasser selbsten übersehen, gebeßert, vermehret, Und mit zweyen vollständigen Registern versehen. (Band I von 2). Auch nunmehro auf inständiges Begehren zum drittenmal auffgeleget. 2 Teile in 1 Band. Franckfurt u. Leipzig, J. P. Andreä für J. Hoffmann 1705. Folio (35 x 21,5 cm.). [12] Bl., 674 S.; 288 S., [14] Bl. (Register) mit gestoch. Frontispiz von L. C. Glotsch. Prgt. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild.

Dünnhaupt 3959, 23.3 (dieser Band mit nur 7 Bl. Register). Faber du Faur II 345 b (Erste Ausgabe von 1673). VD18 1131396X. – Ausführliches „Kompendium für Kaufleute; bietet aufschlußreiche Einblicke in das pedantische Geschäftsgebaren des 17. Jhs., z.T. aus eigener Erfahrung Stielers“ (Dünnhaupt, zur 1. Ausgabe 1673). Mit zahlr. Briefmustern, Fremdwörterglossar und Widmungsgedichten. – Der Autor trug als Mitglied der ‚Fruchtbringenden Gesellschaft‘ den Beinamen ‚Der Spate‘. – 1707 erschien noch ein ähnlich umfangreicher zweiter Band, welcher vorwigend juristische Abhandlungen enthält. – Einband angestaubt und etwas fleckig, Innengelenke angeplatzt, St.a.V., durchgehend etwas braunfleckig u. gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Briefsteller, Handelsgeschichte, Handelsrecht

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480,--  Bestellen
  Magyar, Nikolaus. Maschine gegen Mensch. Wien, Leipzig, Prager (1933). Gr.-8°. 191, (1) S. Illustr. OKart.

Erste Ausgabe, selten. – „Das Buch befaßt sich mit dem Problem der Arbeitslosigkeit. Es überblickt die Geschichte der Krise und mißt der Anwendung und der ungeheuren Entwicklung der Maschinen die größte Schuld an der Krise bei …(Magyars) Schlußfolgerung geht dahin, es gebe keine andere Lösung, als durch Kürzung der Arbeitszeit die Arbeitslosen wieder konsumfähiger zu machen.“ (Klappentext). – Umschlag berieben und mit größerem Einriss u. kleineren Randläsuren, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Böhmen, Kapitalismus, Philosophie, Prag, Prager, Sozialismus, Technik / Geschichte, Tschechien, Wirtschaftswissenschaften

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30,--  Bestellen
Darier, Hugues. Tableau du titre, poids et valeur, des différentes monnaies d’or et d’argent, qui circulent dans le commerce avec empreintes. Auquel on a joint diverses tables, tarifs et regles utiles à ceux qui travaillent ou font le commerce des matières d’or et d’argent, ainsi que la loi du 19 brumaire an 6, relative à la surveillance du titre et aux droits de garantie, avec les loix, arretés et décrets qui y ont rapports. Geneve (Genf), Selbstverlag 1807. 4°. Gestoch. illustr. Titel, [2] Bl., 86, 4 S. u. 52 Kupfertafeln. Marm. Pbd. d. Zt. mit goldgepr. Deckelschild u. Linienverg.

Lipsius/Leitzmann 31. – Erste Ausgabe. – Interessante Übersicht über die im Anfang des 19. Jahrhunderts in Europa kursierenden Gold- und Silbermünzen; jede Tafel mit Abb. von 4 bis 8 Münzen mit Vorder- u. Rückseite, mit Angabe der Bezeichnung, Größe und Gewicht. – Enthält neben zahlr. Tabellen mit Karat- und Wertangaben der Münzen Tafeln mit Münzdarstellungen aus Russland, Dänemark, Deutschland, Schweden, Polen, Preussen, Bayern, Österreich, Ungarn, Holland, England, Frankreich, Schweiz, Italien, Spanien, Portugal, Amerika, Türkei und Asien. – Gelenke teils angeplatzt und etwas spröde, Rücken im unteren Drittel alt mit weinrotem Leder restauriert, zeitgenöss. Besitzvermerk a. V., Blattränder teils etwas fingerfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Handelsgeschichte, Maße und Gewichte, Money, Numismatics, Numismatik, Weights and measures

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400,--  Bestellen
  Musgrave, Richard Abel. Finanztheorie. Übersetzt von Lore Kullmer unter Mitarbeit von Hans Fechner. Tübingen, Mohr 1966. Gr.-8°. XX, 537 S., 1 Bl. OLn. mit OU.

Erste Ausgabe. – N.a.V., sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Finance, Finanzwissenschaften

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22,--  Bestellen
  Keynes, John Maynard. Vom Gelde. (A treatise on money). Ins Deutsche übersetzt von Carl Krämer unter Mitwirkung von Louise Krämer. München, Leipzig, Duncker & Humblot 1932. 8°. XX, 635, (10) S. OKart. mit OU.

Vgl. PMM 423 (engl. Orig.-Ausgabe von 1930). – Erste deutsche Ausgabe. – Mit eigens für diese deutsche Ausgabe geschriebenem Vorwort von John M. Keynes. – Umschlag teils stärker angestaubt und mit kl. Randläsuren, gutes unbeschnittenenes Exemplar.

Schlagwörter: Finanzpolitik / Geschichte, Finanzwissenschaften, Volkswirtschaft, Volkswirtschaftslehre, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaftswissenschaften

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100,--  Bestellen
Rettig, F(riedrich Christian). Die Polizeigesetzgebung des Großherzogthums Baden. 4. Auflage. Nach dem seit 1839 erschienenen Gesetzen und Verordnungen, Ministerial-Entscheidungen und schriftlichen Verfühungen bearbeitet von P. Guerillot. Karlsruhe, Müller 1853. 8°. XXII, 862 S. OLn. mit goldgepr. Rückentitel, Rückenverg. u. goldgepr. Deckelvignette (badisches Wappen).

Lautenschlager 127781 (diese Auflage). – Letzte und beste Ausgabe der zuerst 1826 herausgegebenen Sammlung. – Rücken etwas aufgehellt und leicht fleckig, etwas stockfleckig, gutes Exemplar im dekorativen Originaleinband.

Schlagwörter: Badenia, Strafrecht, Zivilrecht

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60,--  Bestellen
  Beck, Andreas. Die Straßburger Eide in der Frühen Neuzeit. Modellstudie zu vor- und frühgermanistischen Diskursstrategien. Wiesbaden, Harrassowitz 2014. 4°. XI, 2 Bl., 386 S., 1 Bl. Illustr. OPbd. (Gratia, Band 52).

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Geschichte

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40,--  Bestellen
  Herzog, Wilhelm. Hymnen und Pamphlete. 30 Jahre Arbeit und Kampf. Paris, Editions Nouvelles Internationales (Internationale Verlagsanstalt) 1939. Gr.-8°. 432 S. OLn.

Einzige Ausgabe, selten. – Stellenweise mit geringf. Bleistiftanstreichungen, sonst gut erhaltenes Exemplar.

Schlagwörter: 20th century, Erstausgaben, Germany, Literature, Politics and government, Politik

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30,--  Bestellen
  Engelmann, J. Geschichte des Handels und Weltverkehrs. Uebersichtlich dargestellt zum Gebrauche für junge Kaufleute. 2., umgearb. u. sehr verm. Aufl. Leipzig, Spamer 1866. 8°. VIII, 324 S. Pbd. d. Zt. (Kaufmännische Bibliothek. Sammlung praktischer Lehr- und Handbücher für den Handelsstand, Band 1).

Einband etwas berieben, Ecken leicht best., St. a. T., gutes Exemplar.

Schlagwörter: Handel, Handelsgeschichte

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30,--  Bestellen
  Schmidt, Karl. Jus primae noctis. Eine geschichtliche Untersuchung. Freiburg i. Br., Herder 1881. 8°. XLIII, 397 S. Etwas späterer Hln. mit goldgepr. Rückentitel.

Hayn-Gotendorf VII, 190. – Erste Ausgabe. – Umfangreiche Darstellung zum Recht der ersten Nacht in den verschiedenen Ländern und Zeiten. – „Sehr gelehrtes Werk, wohl das umfassendste über dieses heikle Thema“ (Hayn-Gotendorf). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Hochzeit, Kulturgeschichte

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70,--  Bestellen
  Lorbeer, Julius. Die Grenz-Linien der Rede- und Preß-Freiheit nach englischem Rechte mit Beispielen aus der Gerichtspraxis, nebst einem Anhange, einige der wichtigeren Statuten enthaltend. Nach dem Englischen bearbeitet. Erlangen, Palm und Enke 1851. 8°. XXII, 554 S. OLn. mit goldgepr. Rückentitel u. Linienverg.

Hagelweide, Literatur zur deutschsprachigen Presse XV, 168069. – Erste Ausgabe. – „Die Absicht der Herausgabe dieser Schrift ist mehr als erreicht, wenn ein Theil der Leser von der vorgefaßten Meinung zurückkommt, als liege in jeder Bestrafung eines Pressevergehens an sich schon ein Eingriff in die Rechte der persönlichen Freiheit. Möchte sie etwas dazu beitragen, daß diejenigen, welche zu gehorchen bestimmt sind, ihre Bürgerpflichten, ihre Gesetze und mit ihnen ihr Vaterland liebgewinnen lernen, auch sich im Besitze dessen zufriedener erachten, was zum Theil von Anderen noch erst errungen werden muß“ (S. XIII). – Lorbeer war königl. Regierungs-Assessor. – Sehr gutes, nahezu fleckenfreies Exemplar.

Schlagwörter: England, Presse, Pressefreiheit, Zensur

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130,--  Bestellen
  Mably, (Gabriel Bonnot), Abbé de. De la législation, ou principes des loix. 2 Teile in 1 Band. Paris, Desray 1792. Kl.-8°. VIII, 256 S.; 262 S. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. floraler Rückenverg.

Camus II, 121. Stammhammer I, 140. Tschemerzine VII, 167. – Mablys’ Hauptwerk, in dem er seine utopische Gesellschaft skizziert. – Die erste Ausgabe erschien 1777 in Amsterdam. Durch Revision der Besitz-, Handels- und bürgerlichen Gesetze sollen Bedingungen für eine neue Gesellschaft geschaffen werden. Diese Ideen fanden ihre politische Umsetzung in der französischen Revolution. Allgemein strebte Mably, der Bruder des Philosophen Etienne Bonnot de Condillac, in seinen Schriften danach, die Politik auf einer rigoros moralischen Grundlage zu erneuern. – „In his work „De la législation …“ and ’Des droits et des devoirs du citoye“ (1789) he supported the system of community in goods. He feared, however, that property would not allow itself to be abolished as easily as he wished“ (Palgrave II, 656). – Titelblatt etwas fleckig, sonst nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Frankreich, Politik, Staatsphilosophie, Staatswissenschaften, Utopie

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220,--  Bestellen
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