Kinder- und Jugendbücher / Märchen und Sagen / Volksbücher
Die Liste enthält 338 Einträge. Suchergebnisse löschen und Gesamtbestand anzeigen.
| Abbildung |
Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
|
|---|---|---|---|
| Musäus, Johann Karl August (Hrsg.). Contes populaires de L’Allemagne. Traduit par A(lphonse) Cerfberr de Médelsheim. Édition illustrée de 300 vignettes allemandes (par Ludwig Richter). 2 Teile in 1 Band. Paris, Gustave Havard 1846. 8°. [4] Bl., 144 S; [2] Bl., 140 S., [1] Bl. mit 300 Holzschnitt-Illustrationen. Etwas späterer Halblederband mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt (signiert: G(eorges) Dubois d’ Enghin, illustr. Orig.-Umschläge beigebunden).
Hoff-Budde 864-1015. Vicaire V, 1205. – Erste französische Ausgabe. – „Angesichts dieser herrlichen Märchen ging ihm (Richter) das Herz auf, hier konnte er aus der Tiefe seines Gemütes zu den Menschen sprechen. Er zeichnete 151 Holzschnitte … die zu seinen köstlichsten Schöpfungen gehören … Heute gehört dieses Werk zu den Perlen einer Sammlung illustrierter deutscher Bücher“ (A. Rümann, Das illustrierte Buch S. 269). – Die beigebundenen Umschläge teils stärker gebräunt, schönes Exemplar in einem dekorativen signierten Handeinband des bedeutenden belgischen Buchbinders G. Dubois d’ Enghin. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Märchen u. Sagen |
100,-- | ![]() |
|
| Busch, Wilhelm. Der heilige Antonius von Padua. Straßburg, Moritz Schauenburg o. J. (1871). Gr.-8°. 72 S. mit 74 Holzschnitten. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Vgl. Hayn-Gotendorf I, 510. Houben, Verbotene Literatur I, 90 ff. (ausführl.). LKJ I, 236. Rümann, Illustr. Bücher 210. Vanselow 48. – Seltene veränderte zweite Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien 1870 ebenfalls bei M. Schauenburg in Lahr. – Die letzten beiden Zeilen in der Erstauflage von 1870: „Es kommt so manches Schaf herein, warum nicht auch ein braves Schwein!“ und angeblich unzüchtige Zeichnungen veranlaßten den Staatsanwalt, den Verleger wegen Gotteslästerung anzuklagen. Sie fehlen in der 3. Auflage, wurden aber später wieder hineingenommen. Sogar Fr. Th. Vischer erhob gegen Busch den Vorwurf der Pornographie. Die Bildergeschichte war lange in verschiedenen Ländern verboten, in Österreich sogar bis ins 20. Jahrhundert hinein. – Exlibris, wie immer papierbedingt etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Verbotene Bücher |
70,-- | ![]() |
|
| Spiele – Geduld-Mosaik- und Combinations-Spiel. Le jeu de patience – de mosaique et de combinaison. – The game of patience – of mosaicwork and of combination. – Il giorno della patienza del mosaico e dell composizione. Ohne Ort, Druck und Jahr (Deutschland um 1850). 19 x 23,5 cm. 1 handkolorierte lithogr. Tafel (20,5 x 17 cm.) auf Holz, geometrisch in 38 (statt 40) dreieckige Teile geschnitten und rückseitig in Gelb und Schwarz lackiert. Orig.-Holzkassette mit Schiebedeckel und handkol. Deckelbild.
Frühes Tangram-Puzzlespiel. – Die schöne Tafel zeigt zwei Jungen und einen Hund mit Brot und einem Becher Wein mit der viersprachigen Bildunterschrift „Glücklicher als ein König ! – Plus heureux qu’un roi ! – More happy than a king ! – Mas feliz que un Rey !“ – „Das Tangramspiel war seit 1817 gut bekannt und war in Deutschland im 19. Jh. beliebter als anderswo in Europa. So kommt es, dass in Deutschland die geometrisch zerschnittenen Spiele am häufigsten gefunden wurden“ (Geert Bekkering, Spaß und Geduld. Zur Geschichte des Puzzlespiels in Deutschland S. 45). – 2 Teile im Rand fehlen (das zweite Teil oben rechts und das erste Teil unten links), von geringen Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen gut erhalten. Schlagwörter: Kinderspiele, Puzzle |
180,-- | ![]() |
|
| Hauff, Wilhelm. Das kalte Herz. Mit Zeichnungen von Karl Rössing. München, Hyperionverlag (1920). Kl.-8° (16,5 x 12,5 cm.). 113, (2) S. mit 15 handkolorierten Stichätzungen nach Zeichnungen von K. Rössing. Orig.-Pergamenteinband mit goldgepr. Rückentitel, handkol. Deckel-Illustration und Kopfgoldschnitt.
Eichhorn/Mair 1.12. – Nr. 38 von 50 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten; die Illustrationen eigenhändig koloriert und im Druckvermerk von K. Rössing signiert. – Rücken etwas braunfleckig, goldgepr. Wappen-Exlibris, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Märchen, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Vorzugsausgaben |
240,-- | ![]() |
|
| Raabe, Margarete. Zaubermeister Klumpedump. Von Heribert Grüger. Bilder von Johannes Grüger. Breslau, Ostdeutsche Verlagsanstalt (1928). 4°. 26 S. mit farbigen Illustrationen, davon 6 Bl. mit Ausstanzungen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Einzige Ausgabe des originellen Spielbilderbuchs. – Durch ein ausgestanztes Fenster in der Mitte der Bilder läßt der „Zauberer Klumpedump“ beim Umblättern einen Gegenstand oder den Kopf eines Kindes erscheinen. – Der Breslauer Bilderbuchkünstler H. Grüger (1906-?) wollte ursprünglich Musiker werden. Nach seiner Ausbildung als Bühnenbildner in der Theaterklasse der Breslauer Kunstgewerbeschule veröffentlichte er 1927 zusammen mit seinem Bruder den ersten Band der „Liederfibel“. Bis 1933 erschienen zwei weitere Bände. Mit „einer Auflage von 400.000 Exemplaren erzielte (das Bilderbuch) einen beachtlichen Erfolg und wurde von Lippincott in Philadelphia in einer amerikanischen Ausgabe verlegt. … Für die Dauer des Zweiten Weltkriegs muß er seine künstlerische Arbeit unterbrechen, weil er zum Kriegsdienst eingezogen wird. Nach 1945 wohnt G., der viele seiner Werke infolge des Krieges verloren hatte, zunächst in Niederbayern; er beteiligt sich 1947 an einer Kollektivausstellung in der Kunsthalle von Regensburg und übersiedelt 1951 nach Düsseldorf. Neben einem umfangreichen Schaffen für Kinder hat er sich als Gebrauchsgraphiker, Mitgestalter von Kirchenausstattungen, Maler von Kirchenfenstern und Wandbildern betätigt“ (H. Künnemann in LKJ I, 505, verzeichnet vorliegenden Titel nicht). – Kanten und Deckel im Rand berieben, Vorsätze etwas braunfleckig, bei 2 Tafeln sind die Köpfe des Zauberers und von 3 Kindern in Farbkopie ersetzt, beim letzten Bl. fehlen 2 Längsstreben in einem ausgeschnittenen Autofenster, im unteren Blattrand teils etwas fingerfleckig, insgesamt noch gutes Exemplar. Schlagwörter: Spielbilderbücher |
100,-- | ![]() |
|
| Tardieu, Jean. Il était une fois, deux fois, trois fois… ou la table de multiplication en vers. Avec des images d’Elie Lascaux. Paris, Gallimard (1947). 4°. [18] feuilles avec 92 illustrations en couleur. Reliure cartonnée originale illustrée en couleur.
Bénézit VI, 461. – Premier édition du livre d’images joliment illustré pour apprendre à compter. – Elie Lascaux (1888-1969) „natif de Limoges, depuis qu’il expose au Salon d’Automne, cet artiste bien particulier fut vite remarqué des amateurs. Ses compositions débordent de trouvailles que l’on est tenté, paradoxalement, de qualifier de savantes. Ses oeuvres figurent souvent dans les galeries les plus avancées d’esprit. Scrupuleusement descriptif, il énumère les feuilles, les arbres, les fenêtres des maisons, ses paysages ne sont pas d’ici ; transfigurant le réel, ils projettent le spectateur dans l’imaginaire, décor de théâtre ou décor d’un rêve, selon le degré d’illusions“ (Bénézit). – Couverture arrière légèrement taché, très bon état. Schlagwörter: Französische Kinderbücher |
70,-- | ![]() |
|
| Welti, Helene. Famulus der seltsame Pudel. Mit 4 farbigen Bildern von Ernst Kreidolf. Erlenbach-Zürich, Rotapfel (1925). Gr.-8°. 122 S., [3] Bl. mit 4 Farbtafeln. Orig.-Leinenband mit Rückenvergoldung und Deckelvignette.
Hess-Wachter B 28. Huggler 197. LKJ II, 256. Loosli S. 199. – Erste Ausgabe, selten. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Hunde, Rotapfel, Schweizer Kinderbücher |
50,-- | ![]() |
|
| Hauriac, Marcel. Die Geschichte vom pfiffigen Häslein. Mit Bildern von H(orst) S(choenwalter). Freudenstadt, Schwarzwald-Verlag (1948). Gr.-4°. 15, (1) Blatt mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Muck II, 1838. Weismann S. 135. – Erste und einzige Ausgabe. – Eines der ersten Bilderbücher des Freudenstadter Schwarzwald Verlags, der bereits 1961 seine Tätigkeit einstellte. – Einband leicht angestaubt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Hasen |
40,-- | ![]() |
|
| Miniaturbuch – Le petit Paroissien de l’enfance. Paris, (Firmin Didot) (1830-1835). 29 x 20 mm. 80 S. mit gestoch. Frontispiz (Kreuzigung) und 4 gestoch. Tafeln. Weinroter Maroquin-Lederband der Zeit mit Rückenvergoldung, goldgepr. Deckel-Filetten und Deckel-Vignetten sowie Goldschnitt.
Bondy, Miniature Books S. 77 f. – Reizvolles franz. Miniatur-Gebetbuch für Kinder. – „Two religious children’s books of very small size must have been published in large numbers over quite a long period. They are Le Petit Paroissien de l’Enfance and Le Petit Paroissien de la Jeunesse which often bear the Marcilly imprint and were printed by Firmin Didot, Ad. B. Lainé, Rignoux, René et Cie., Maulde-Renou, Langlumé et Peltier, Eberhart and others in Paris and L. Lefort in Lille, Martial Ardant in Limoges and perhaps in other towns as well. These attractive prayerbooks for children measure usually about 1 13 by inches, have engraved titles and 5 plates, varying a great deal in quality and even design“ (L. W. Bondy). – Die letzten Blätter mit Fehlstellen im unteren Rand (kein Textverlust), sonst gut erhalten. Schlagwörter: Gebetbücher, Livres de prières, Livres minuscules, Marcilly, Miniaturbücher, Miniature books |
240,-- | ![]() |
|
| Reineke Fuchs – Marbach, G(otthard) O(swald), (Hrsg.). Reineke der Fuchs. Leipzig, Otto Wigand o.J. (1840). Kl.-8°. 262 S. mit Titelvignette und 20 Textholzschnitten (davon 12 nach Ludwig Richter). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung. (Volksbücher, Nr. 15-17).
Hobrecker, Braunschweig 6201. Hoff-Budde 766-777. Klotz 4399/23. Oldenburg, Künstler 52 (mit Abb.). Rümann, Illustr. Bücher 2029. – Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Beigebunden: Ders. Geschichte von Fortunats Söhnen und was sich weiter mit dem Glücksseckel und dem Wünschhütlein zugetragen. 60 S. mit illustr. Titelblatt. (Volksbücher, Nr. 23). – Gelenke restauriert, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Illustrierte Bücher, Reineke Fuchs, Volksbücher, Wigand |
70,-- | ![]() |
|
| Orbis pictus – Gailer, J(acob) E(berhard). Neuer Orbis Pictus für die Jugend, oder Schauplatz der Natur, der Kunst und des Menschenlebens… mit genauer Erklärung in deutscher, lateinischer und französischer Sprache nach der früheren Anlage des Comenius bearbeitet und dem jetzigen Zeitbedürfnisse gemäss eingerichtet. 2. durchg. Auflage. Reutlingen, Johann C. Mäcken 1833. Gr.-8°. [2] Bl., VI, 586 S. mit lithogr. Frontispiz und 322 Abb. auf 162 lithogr. Tafeln nach Zeichnungen von (Johann Michael Voltz). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und dekorativer Rückenvergoldung.
Bilderwelt 246. Slg. Brüggemann 252. HKJL 246. Pilz 361. LKJ I, 430 u. II, 613 f. Pressler S. 204 u. 38 f. (mit Titelabb. S. 44). Rümann 120 (and. Verlagsang.). Oldenburg, Sachbücher S. 185, Seebaß II, 601. Stuck-Villa I, 115. Wegehaupt I, 693. – Text in Latein, Deutsch und Französisch. – „Die Gailersche Bearbeitung des Orbis pictus ist eine der wichtigsten des 19. Jahrhunderts“ (A. Petri in Bilderwelt). – „Das von starkem Sachinteresse gekennzeichnete Werk gibt u.a. einen umfassenden Überblick über den Stand der handwerklichen und industriellen Produktion um 1830 und spiegelt die damalige technische Entwicklung (Dampfschiff, Vorläufer der Eisenbahn) wider“ (T. Brüggemann). – Über den Verfasser dieses erfolgreichen Lehrbuchs ist wenig bekannt. Er wurde als Sohn eines Reutlinger Schreinermeisters geboren, war von 1822 an Präceptor am Lyceum in Tübingen, bis er 1841 wegen Trunkenheit suspendiert wurde. Danach zog er gänzlich verarmt, mit seiner Familie nach Großbottwar, war bis 1842 wieder als Präceptor tätig und schrieb von da an vorwiegend für Zeitungen und Wochenblätter. Von 1844 an lebte er in Nagold, wo er bereits vor seiner Tübinger Zeit gewohnt hatte. – Einband geringfügig berieben, sehr gutes, sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar des auch wegen der zahlreichen Berufsdarstellungen gesuchten Werkes. Schlagwörter: Berufe, Handwerk, Mäcken, Schul- und Lehrbücher |
380,-- | ![]() |
|
| Hoppe, Felicitas und Ingrid Jörg. Drei Kapitäne. Berlin, Berliner Handpresse 1998. Folio (35 x 34 cm.). 21, (1) S. mit 7 achtfarbigen Original-Linolschnitten von I. Jörg. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (101. Druck der Berliner Handpresse).
Eines von 100 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage); im Druckvermerk von I. Jörg signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – „Ingrid Jörg zum 90. Geburtstag! Sie ist eine der ganz wenigen bedeutenden Pressendruckerinnen ihrer Generation (zusammen mit Elfriede Weidenhaus), und sie hat mit den von ihr in der Berliner Handpresse geschaffenen original-grafischen Kinderbüchern ein ganz eigenes Genre begründet. Wolfgang Jörg (1934 – 2009) und Erich Schöning (1935 – 1989) hatten sich 1961 zur „Berliner Handpresse“ zusammengeschlossen, einige Jahre später stieß Ingrid Jörg zum Männerbund. Der 7. Druck der Presse 1965 war der erste von Ingrid Jörg. 6 der 17 orig.-grafischen Bücher von Ingrid Jörg hat die Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe verfasst, mit der die Künstlerin befreundet ist, diese sind wie praktisch alle Berliner Handpressendrucke literarische Erstausgaben. Ingrid Jörg ist als Pressendruckerin und Schöpferin wunderbarer Farblinolschnitte bekannt, aber zu ihrem Lebenswerk gehört auch die Malerei. Bis heute entstehen in ihrem Berlin-Kreuzberger Dachatelier kraftvolle, farbenfrohe Landschaftsbilder, die in keiner Weise an ein Alterswerk denken lassen, wovon Sie sich unten überzeugen können. Am 16. Februar 2025 konnte die Künstlerin, die weiß Gott größere Würdigung verdient, ihren 90. Geburtstag feiern“ (Frankfurter Grafikbrief). – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Künstlerbilderbücher, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Signierte Bücher |
180,-- | ![]() |
|
| Widmer, Walter. Zehn kleine Negerlein. Bilder von Heinrich Strub. Zürich, Edition Carlit (1950). 4°. 12 Bl. mit farblithogr. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Kaiser S. 90 f. Muck II, 7566. SBI 1115 u. S. 76. – Erste Ausgabe. – Versuch einer nicht diskriminierenden Version des bekannten Kettenverses. – „Strub’s „Negerlein“, however black, actually are nothing else but disguised Swiss contemporaries. Elements such as painted lips and eyes, large earrings, and the masses of rings around the neck are hardly exotic or tropical – they are clearly inspired by fashion caricature of the forties (″Schoenenbergerli“). Strub spoils the reader with multitude of visual effects and inventions such as the animal-band which accompanies the tale and presents it as a ballad (″Schnitzelbank“).“ (M. Kaiser). – Kanten und Ecken etwas bestoßen und berieben, vereinzelt etwas fingerfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Carlit, Schweizer Kinderbücher, Zehn kleine Negerlein |
60,-- | ![]() |
|
| Müller, Maria. Veljko und Darinka. Ein serbisches Volksmärchen. Nach dem Originaltext aus: „Wege ins andere Land“, Mellinger Verlag, Stuttgart. Zürich, Atelier Maria Müller o. J. (1992). Quer-4°. Titelblatt und 11 Farbtafeln mit Texten auf der Rückseite und beweglichen Teilen sowie 1 Blatt (Anleitung). Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Deckeltitel.
Seltenes anthroposophisches Märchen-Bilderbuch. Die schönen Farbbilder mit Zieh- bzw. Drehmechanismen. – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Anthroposophie, Schweizer Kinderbücher, Spielbilderbücher |
70,-- | ![]() |
|
| Ungerer, Tomi. Flix. Deutsch von Anna von Cramer-Klett. (Zürich), Diogenes (1997). 4°. 30 S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Erste deutsche Ausgabe. – „Das Ende der falschen Niedlichkeit, die Entrümplung des Bilderbuchs von pädagogischem Muff und artigen Nichtigkeiten verdanken wir neben Maurice Sendak auch Tomi Ungerer. Beide sind inzwischen Klassiker geworden“ (Brigitte). – Sehr gutes Exemplar. |
30,-- | ![]() |
|
| Robison – Defoe, Daniel. Robison Crusoe. Nach der Originalausgabe neu erzählt von Ulrich Keyn und mit zahlreichen Bildchen begleitet von Oskar Laske. Wien, Berglandverlag (1946). 8°. 186 S., [3] Bl. mit zahlr. teils ganzs. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Klotz 998/49. Stach S. 5. – Erste Ausgabe dieser Jugend-Bearbeitung mit den Bildern des bekannten Wiener Malers und Illustrators O. Laske (1874-1951). – Deckel leicht gebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Berglandverlag, Österr. Kinderbücher, Robinson und Robinsonaden |
40,-- | ![]() |
|
| Puchner, Willy. Tagebuch der Natur. 2. Auflage. St. Pölten, Wien, Linz, NP-Buchverlag (2002). 4°. [45] S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Mit eigenhändiger Widmung von Willy Puchner. – „In einem Schulheft reportierte der Schüler Willy Puchner, was er beobachten konnte auf der Wiese: dass die Farben von Löwenzahn, Sauerampfer, Hahnenfuß, Glockenblume u. a. m., auch des Schmetterlings, auffallen. Der Erwachsene behielt sich seine kindhafte Sehweise und die Lust am Sammeln, am Kombinieren von Fundstücken und setzt sie künstlerisch um.“ (Oberösterreichische Nachrichten). – „Manche Seiten muten wie der Inhalt von Kinderrucksäcken nach einem Herbstausflug an, andere wiederum hätten Antoine de St. Exupéry und seinen Prinzen hell auflachen lassen. In diesem Tagebuch findet ein stetes Fließen zwischen Wiedergabe von Gesehenem und den Kapriolen der Phantasie statt, nicht aber den Blick auf die Realität zu verlieren.“ (Der Standard). – „Einerseits erzählen die Heftseiten vom Wunsch, die Eindrücke zu ordnen, buchstäblich zu verarbeiten. Andererseits dokumentieren sie die Aussichtslosigkeit, die Welt auf den Punkt zu bringen. Denn wie jeder Sammler, so wird auch Puchner, der Sammler von Visionen und Erlebnissen, der Welt keineswegs gerecht. Er kreiert vielmehr eine neue: seine eigene.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). – Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
50,-- | ![]() |
|
| Bretschneider, Gusti (Auguste Juliane). Der verlorene Schuh. Ein Bilderbuch mit Versen. Wien, Gerlach & Wiedling o. J. (1946). Quer-Gr.-8°. [16] Bl. mit farblithogr. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Korotin, biografiA. Lexikon österreichischer Frauen I, 420. – Erste Ausgabe des ersten Bilderbuchs der Wiener Kinderbuch-Autorin und -Künstlerin A. J. Bretschneider (1908-2001). – Bretschneider arbeitete bei einigen Kinderbüchern mit der Illustratorin Margit Doppler (1909-2001) zusammen. – Rückendeckel etwas fleckig, die ersten vier Bilder auf dem vorderen Innendeckel von Kinderhand ankoloriert, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Österr. Kinderbücher |
50,-- | ![]() |
|
| Hergé (d.i. Remi, Georges). Tintin en Amérique. Paris, Casterman (1949). 4°. Titel, 62 S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Les aventures de Tintin, volume 2).
Erschien zuerst im Juli 1946. – Einband etwas berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Comics, Französische Kinderbücher |
60,-- | ![]() |
|
| Busch, Wilhelm. Max und Moritz. Eine Bubengeschichten in sieben Streichen. Faksimile-Ausgabe. München, Braun & Schneider 1923. 4°. [53] Bl. mit farb. Illustrationen. Weinroter Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückentitel.
Schön ausgestattetes Faksimile des Original-Manuskripts. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Faksimile, Max-und-Moritz(iade) |
60,-- | ![]() |
|
| Basedow, Johann Bernhard. Die ganze Natürliche Weisheit im Privatstande der gesitteten Bürger. Halle, in Kommission bei Curte o. J. (1768). Kl.-8°. 184 S. Lederband der Zeit mit reicher floraler Rückenvergoldung, goldgepr. Deckel-Filetten und Goldschnitt.
ADB II, 118. Brüggemann/Ewers, HBKJ 50. VD18 10548548. – Seltene erste Ausgabe. – „Ständische Sittenlehre in Paragraphen, gedacht zum Unterricht der erwachsenen Jugend; umfaßt in vier Abteilungen Betrachtungen über ‚die Seele, das Leben und den Tod‘, ‚über Gott und seine Eigenschaften‘, ‚die Sittenlehre aus natürlicher Erkenntniß Gottes und der Welt‘ sowie Verstandesübungen“ (T. Brüggemann). – Die XXIV S. (Vorrede) sind hier nicht beigebunden, zeitgenöss. Besitzvermerk auf dem vord. Innendeckel, stellenweise braunfleckig, dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Pädagogik, Philosophie |
160,-- | ![]() |
|
| Rein, V(eronika, d. i. V. Reinhardt). 24 alte und neue Spiele. Mit Versen, Erklärungen von V. Rein und zwölf farbigen Bildern nach Aug(ust) Reinhardt. Dresden, Rudolf Kuntze (Deckel: Wilhelm Bock) 1862. 4° (26,6 x 21,5 cm.). [26] Bl. mit 12 farblithogr. Tafeln. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Heinsius XIV, 301. Pataky II, 179 (mit dem Titel: „Das Spielbuch für Kinder“). Nicht in den einschlägigen Kinderbuch-Bibliographien. – Wohl einzige Ausgabe, sehr seltene Gemeinschaftsarbeit des Dresdner Ehepaars Veronika (1836-?) und August Reinhardt (1831-1915). Am erfolgreichsten war das erste Bilderbuch „Das Ein mal Eins wird hier gebracht, wie es den Kindern Freude macht“ (Dresden, Bock 1861), das bis 1888 sechsmal aufgelegt wurde. – Beschrieben und dargestellt werden 24 heute meist vergessene Kinderspiele, darunter „Reifspiel“, „Blinde Kuh“, „Brücke bauen“ und „Kränzchen winden“. – Der Leipziger Landschaftsmaler, Zeichner und Illustrator August Reinhardt lebte und arbeitete seit 1859 in Dresden. 1893 bis 1911 war er Zeichenlehrer am Kadettenkorps. – Rückendeckel und Vorsätze fachgerecht erneuert, Titel und das letzte Blatt mit restaurierten Randläsuren, stellenweise etwas braun- und fingerfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Kinderspiele |
320,-- | ![]() |
|
| Poppe, J(ohann) H(einrich) M(oritz) v. Der astronomische Jugendfreund oder Faßliche und unterhaltende Darstellung der Sternkunde. Dritter (und) vierter Theil (von 4). 2 Teile in 1 Band. Tübingen, C. F. Osiander 1822. Kl.-8°. [2] Bl., 315 S.; [2] Bl., 308 S. mit 2 gestoch. illustr. Titelbl. und 6 gefalt. lithogr. Tafeln. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung.
ADB XXVI, 418 ff. Houzeau-Lancaster 8982. Poggendorf II, 502. Wegehaupt I, 1707. – Einzige Ausgabe, selten. – Die beiden letzten Teile des „Astronomische Jugendfreunds“ behandeln die Fixsterne, die Sternbilder des Tierkreises, astronomische Teleskope, „die Eintheilung der Zeit in macherlei Räume überhaupt“, den „Mondcirkel mit der goldenen Zahl“, den „Einfluß der Himmelskörper auf die Witterung unserer Erde vermöge ihrer Schwerkraft und ihrer verschiedenen Stellung gegen einander“ u. a. – Der bedeutende Technologe und Mathematiker J. H. M. v. Poppe (1776-1854) war seit 1804 Lehrer und Professor für Mathematik und Physik in Frankfurt am Main und seit 1818 in Tübingen. Er hat fast 150, meist populärwissenschaftliche Werke veröffentlicht. – Nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Astronomie, Astronomy, Naturwissenschaften |
240,-- | ![]() |
|
| Fröhlich, Abraham Emanuel. Fabeln. (Und): M(artin) Distelli’s Umrisse zu A. E. Fröhlichs Fabeln. 2., verm. Aufl. 2 Bände. Aarau, Sauerländer 1829. Kl.-8° und Imperial-Folio (42 x 38 cm.). 200 S., 2 Bl.; gestoch. illustr. Titel, Drucktitel und 9 Kupfer-Tafeln alle unter Passepartouts (39,5 x 35 cm.). Typogr. Orig.-Broschurumschlag und Halbleder-Buchkassette mit goldgepr. Rückentitel.
Bodemann 266.1. Rümann 328. – Erste illustrierte Ausgabe, mit den skurrilen Umrisskupfern von Martin Disteli (1802-1844); die erste Ausgabe erschien 1825 unter dem Titel Hundert neue Fabeln. „Frisch nach dem Leben gezeichnet und ohne aufdringliche Hervorhebung der Moral wie um ihrer selbst willen da, begründeten sie mit einem Schlage ihres Dichters Ruf. Eine zweite vermehrte Auflage (1829) begleitete der bekannte Martin Disteli aus Olten mit einem Hefte kecker satirischer Umrisse“ (ADB VIII, 131). – Die Radierungen „entstanden seit ca. 1828… witzig-lebendige, karikierende Darstellungen von Tiergruppen in menschlichen Kostümen bzw. Uniformen und politisch-gesellschaftlich akzentuierten Situationen“ (U. Bodemann). – Umschlag des Textbandes etwas angestaubt, Text teils etwas braunfleckig, die Tafeln alle sauber unter Passepartouts in repräsentativer Buch-Kassette, sehr schönes Exemplar aus der Bibliothek des Verlegers Johann Wolfgang Otto Alfred Metzner (1909-1992) mit dessen Exlibris. Schlagwörter: Fabeln, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
350,-- | ![]() |
|
| Meggendorfer, Lothar. Nur für brave Kinder. Ein Verwandlungsbilderbuch mit 12 feinen Farbendruckbildern. 3. Aufl. Esslingen und München, J. F. Schreiber o. J. (1902). Quer-4° (28,5 x 32,5 cm.). [8] Bl. mit 6 farblithographierte Tafeln (jeweils viermal horizontal durchgeschnitten und mit 6 weiteren jalousieartig hinterlegt) mit Zieh-Mechanismus. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Verlags-Nr. 137).
Slg. Breitschwerdt 131. HKJL IV, 612. Katzenheim, Meggendorfer 266. Krahé 110. Laub 198 (Reprint von 1980 ohne die sechste Tafel). Ries 714, 102 u. S. 56. Stuck-Villa I, 434. Wegehaupt IV, 1437. – Erschien zuerst 1896. – Das schönste der vier Jalousie-Bilderbücher Meggendorfers. – „Jalouskebilderbuch. Durch Ziehen entsteht jeweils ein neues Bild das mit dem vorigen situationsmäßig verbunden ist, zu diesem aber in überraschendem, komischen Kontrast steht. In einer Schulszene z. B. steht der Lehrer zuerst zur Tafel gewandt, während in den Bänken der Schüler Tumult herrscht, der Zug an der Lasche bewirkt, dass der Lehrer sich umschaut, und sogleich sitzen die Schüler brav über ihre Schulbücher gebeugt. Zu jeder Szene gibt es einen gereimten Text, der teilweise eine moralische Nutzanwendung formuliert“ (M. Michels-Kohlhage in HJKL). – „Auch Meggendorfer hat für diese Verwandlungstechnik (Jalousietechnik) Bilderbücher geschaffen. Man hat es bei ihnen mit voneinander völlig unabhängigen (oft – wie bei den Nisterschen Drehbilderbüchern – nicht einmal inhaltlich miteinander in Zusammenhang gebrachten) alternierenden Bildzuständen zu tun, einem ersten vor, einem zweiten nach der Verwandlung. Der Übergangsprozess stellt zwar für sich eine gleitende Bewegung dar, die als solche aber nicht sinnvoll mit Elementen der Bilder übereingeht, sieht man von dem gezielt abstrakten oder notwendig die Bildinhalte abstrahierenden Kaleidoskopeffekt ab. Die Verwandlungsbewegung ist somit nur ein hinzukommender, aber kein ins Bild integrierter Vorgang“ (H. Ries). – Rücken im unteren Drittel etwas beschädigt, Deckel angestaubt, sonst gut erhalten, alle Zieh-Mechanismen voll funktionsfähig. Schlagwörter: Jalousie-Bilderbuch, Spielbilderbücher, Ziehbilderbuch |
1.400,-- | ![]() |
|
| Duras, Marguerite. Ach, Ernesto! Bilder von Bernhard Bonhomme. Deutsch von Elisabeth Borchers. Frankfurt, Insel Verlag (1972). 4°. 14 unbez. Bl. mit farb. Illustrationen u. 1 farb. Fotomontage von Roman Cieslewicz sowie 1 Beilagen-Blatt (Verlags-Werbung). Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Bilderwelt 2709. Weismann S. 2. Vgl. Harvey-Volat. Duras-Bibliography A 27 (frz. Ausg.). – Erste deutsche Ausgabe. – „Harlin Quist (Verleger der franz. Originalausgabe, erschienen im selben Jahr) schafft – in der unbeständigen Atmosphäre des Pin Push Studio – in Frankreich eine neue visuelle Ästhetik für Kinderbilderbücher, indem er der Phantasie bei der Illustration einen möglichst großen Spielraum läßt. damit stellt er sich gegen das traditionelle Kinderbuch, dessen imaginäre Welt nur auf sich selbst bezogen war. Da das wirkliche Leben des Kindes im auslaufenden 20. Jahrhundert mit der Welt der Werbung, mit provozierenden Formen, aggressieven Farben und ungewöhnlichen Gedankenassoziationen konfrontiert ist, muß das Kinderbilderbuch eine Welt darstellen, deren Formen mit der Vergangenheit brechen.“ (L. Noesser in Bilderwelt). – Schönes Exemplar des seltenen Pop-Art-Bilderbuchs mit dem meist fehlenden Beilagen-Blatt. Schlagwörter: Insel, Pop art, Pop-Kultur |
60,-- | ![]() |
|
| Ungerer, Tomi. L’ Alsace en torts et de travers. Paris, École des Loisirs 1988. 4°. 116 p. avec illustrations en couleur. Reliure en toile originale avec jaquette illustrée en couleur.
Première édition avec belle envoi de T. Ungerer „Pour Francois T. Ungerer“. – „Ce livre, de façon exagérée, manifeste ce que je ressens en tant qu’Alsacien. Mais je ne suis qu’un Alsacien parmi d’autres… J’enfin, j’espéride que mes batifollations, sans queue et sans trop de têtes, rédigées du coq à l’âme sauront vous fendre un sourire dans le visage.“ (T. Ungerer). – Très bon exemplaire. Schlagwörter: Elsass, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
120,-- | ![]() |
|
| Monreal, Guy. Alalas Fernseh-Spiele. Bilder von Nicole Claveloux. Aarau und Frankfurt am Main, Sauerländer 1971. 4°. [18] Bl. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband.
Slg. Hürlimann 1159. – Erste deutsche Ausgabe. – Die französische Originalausgabe erschien 1970 mit dem Titel „Les télémorphoses“. – Mit außergewöhnlichen surrealistischen Illustrationen im Pop-Art-Stil. – Nicole Claveloux (geb. 1940 in Saint-Etienne / Loire) gestaltete mit meisterhaften, farbenfrohen Illustrationen Buchumschläge, Plakate, Anzeigen, Schallplattenhüllen u.ä. Außerdem hat sie für Zeitschriften gearbeitet und zahlreiche Bücher illustriert. – „Ein Buch ist nicht Gegenstand, sondern Atmosphäre. Es geht nicht darum, makellose Bilder zu schaffen, sondern in eine Welt einzudringen… Jedes Bild muß eine eigene Welt darstellen, eine Welt, die nicht ohne Bezug zur Geschichte, aber dennoch unabhängig ist. Mich ziehen Texte an, in denen das Phantastische in der Illustration ihren Ausdruck findet“ (N. Claveloux in „Images à la page“ S. 83). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Pop-art, psychedelic, Sauerländer |
60,-- | ![]() |
|
| ABC – Felixmüller, Londa und Conrad. ABC. Ein geschütteltes, geknütteltes Alphabet in Bildern mit Versen. Dresden, Selbstverlag 1925. Quer-Gr.-4°. Zweifarbig gedruckter Holzschnitt-Titel und 15 eigenhändig kolorierte und signierte Holzschnitt-Tafeln. Halb-Pergamenteinband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
Jentsch 154. Pressler 25. Rifkind Collection 617. Söhn 348-363. – Eines von 100 num. Exemplaren auf gelblichen Ingres-Bütten (Gesamtauflage 350 Exemplare). Druckvermerk und sämtl. Holzschnitte von C. Felixmüller signiert. Eines der wenigen Exemplare, die Felixmüller selbst koloriert und jedem Holzschnitt signiert hat. Unterhalb der letzten Darstellung mit eigenhändigem Vermerk vom Künstler: „Eigenhändig coloriert – Conrad Felixmüller“ (laut Söhn wurden nur etwa 10 Exemplare vom Künstler koloriert). – „Für meine Kinder Luca und Titus und für die Kinder meiner Freunde gezeichnet und in Holz geschnitten… Unter meiner Aufsicht in der Firma F. Emil Boden Dresden im Dezember 1925 gedruckt.“ – Das wohl bedeutendste deutsche ABC-Bilderbuch des 20. Jahrhunderts mit schön kolorierten expressionistischen Holzschnitten mit Tier-, Zirkus-, Spiel- und Märchenszenen, bei dem Felixmüller ebenso wie die Autorin der Verse das Kunststück vollbringen mussten, immer zwei aufeinanderfolgende Buchstaben des Alphabets in 1 Bild und 1 Zweizeiler zu bringen: „Ein Riese ist der Elefant. Der Fotograf knipst ihn gewandt. – Die Katze sieht zum Fenster raus, und Luca schneidet Bilder aus“. – Zu seinem ABC-Buch erklärte Felixmüller am 25. April 1972: „Ich habe seiner Zeit nach der Inflation dieses kleine Bilderbuch gemacht, um unseren pekuniären wirtschaftlichen Nöten zu begegnen … Da einige Kunstfreunde sich ihre Exemplare colorieren ließen – und die noch letzten Exemplare von 1964 überhaupt nur coloriert und jedes Blatt voll signiert wurden – sind somit verschiedene Exemplare dieses Holzschnittbuches unterwegs“ (zit. nach Jentsch). Demnach handelt es sich bei dem vorliegenden Exemplar wohl wirklich um eines der wenigen Künstler-Exemplare aus den 1920er Jahren. – Sehr schönes und farbfrisches Exemplar. – One of the few rare copies colored and signed throughout by Felixmüller himself. 1 of 100 numb. copies on hand made paper (complete print run 350), publisher’s imprint and all woodcuts signed by the artist. Woodcut title, printed in two colors and 15 col. and signed woodcut plates, a nice and clean copy in fresh coloring. Schlagwörter: ABC-Bücher, Expressionismus, Künstlerbilderbücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik, Vorzugsausgaben |
18.000,-- | ![]() |
|
| Bilderschatz aus dem Kinder- und Familienleben. Nach Stufen geordnet. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (1844). Quer-4° (25,8 x 32,5 cm.). Illustr. handkol. lithogr. Titel und 12 handkol. lithogr. Tafeln mit zahlr. Abb. Orig.-Pappband mit goldgepr. Deckeltitel in Ornamentrahmen.
Slg. Breitschwerdt 20. Hauswedell 210. Stuck-Villa I, 17. Wegehaupt I, 160. – Einzige Ausgabe des großformatigen frühen Bilderbuchs aus dem berühmten Kinderbuch-Verlag. Laut einer Verlags-Anzeige im Exemplar der Slg. Breitschwerdt geht die Idee zu diesem „Bilderschatz“ auf die „Liederfibel“ (Esslingen 1841) von E. L. Rochholz zurück. – Die schönen sorgfältig kolorierten Tafeln mit jeweils 9 bis 13 Darstellungen und Versen sind thematisch geordnet: „Früheste Kindheit – Das selber spielende Kind – Das Thierreich – Die vier Elemente und der Mensch – Gewerbe – Die Tageszeiten – Jahreszeiten, Festtage und Festzeiten – Christlich-religiöses, sittliches und bürgerliches Leben – Räthsel – Fabeln – Parabeln, Romanzen und Volkslieder – Legenden und Schwänke“. – Einband stärker berieben und fleckig, zeitgenöss. Besitzvermerk „Philipp“ und „Amalie Louis Anna Johanne“, im Blattrand teils stärker finger- und braunfleckig, sonst gut erhalten. |
1.200,-- | ![]() |
|
| Gibass, Carl. Skizzen-Buch in Wort und Bild. Stuttgart, Rudolph Chelius 1853. Quer-4° (21,5 x 34 cm.). 20 S. mit handkol. lithogr. illustr. Titel von Kirn und 10 handkol. lithogr. Tafeln mit Tonplatte von Rigal. Orig.-Halbleinenband mit Deckelbild.
Daube, Slg. W. Benjamin 44. GV 101, 47. Wegehaupt III, 1155. – Einzige Ausgabe des schön ausgestatteten Bilderbuchs. – Die sparsam kolorierten Tafeln mit Genreszenen im mediterranen Stil des Haus-Illustrators von R. Chelius Rigal (biogr. Daten unbekannt) illustrieren die Erzählungen „Der Schabernack“, „Das Stück Gold“, „Die Überraschung“, „Der Sack mit Perlen“, „Der falsche Verdacht“, „Derwilde Jäger“, „Der Schutzgeist“, „Der Tambourin-Knabe“, „Jagdgeheimnisse“. – „Rudolph Chelius gründete seinen Verlag im September 1851 durch Ankauf der Kinderschriften von Carl Hoffmann und von Krais & Hoffmann (Inhaber: Fr. Aaron Krais und Carl Hoffmann). Im Oktober 1854 tritt Hermann Chelius als Teilhaber ein. Im August 1875 wird der Ver lag an Emil Berndt in Leipzig (und Odessa) verkauft. … Bei Rudolph Chelius werden in der Hauptsache Bilderbücher verlegt, …“ (U. Liebert, Geschichte der Stuttgarter Kinder- und Jugendbuchverlage im 19. Jahrhundert S. 28). – Rücken und Vorsätze fachgerecht erneuert, stellenweise, teils stärker braunfleckig und im Blattrand fingerfleckig, sonst gut erhalten. |
600,-- | ![]() |
|
| Beskow, Elsa. Hänschens Skifahrt. Bilderbuch. (Text von M. Cornelius). München, Georg W. Dietrich o. J. (1908). 4°. [15] Bl. mit farbig illustr. Titel und 14 (13 ganzs.) farblithogr. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband mit illustr. Vorsätzen (Hänschen beim Skifahren). (Dietrichs Münchener Künstler-Bilderbücher, Band 2).
Bilderwelt 2828. LKJ I, 143. Liebert, Dietrich 2. Ries 435, 3. – Erste deutsche Ausgabe des wohl ersten Bilderbuchs zum Skifahren. Die schwedische Orig.-Ausgabe erschien 1907 in Stockholm mit dem Titel „Olles skidfärd“ mit Versen von E. Beskow. – „Olle’s Ski Trip. (1907) zeigt kindgemäße Bild- und Textkomposition zum Schilauf eines kleinen Jungen und eine eindringliche Wiedergabe des schwedischen Winters. Künstlerische Anstöße kommen aus dem Schaffen W. CRANES – eine Ausstellung seiner Werke in Stockholm 1896 beeinflußte ihre Arbeit nachhaltig“ (H. Künnemann in LKJ). – Einband etwas angestaubt und leicht fleckig, im unteren Blattrand leicht fingerfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Jugendstil, Skilaufen, Sport |
140,-- | ![]() |
|
| Rückert, Friedrich. Vom Büblein, das überall mitgenommen hat sein wollen, und andere Märchen. Illustriert von Sulomith Wülfing. Ausgewählt von Helena Bernhardt. Berlin-Grunewald, Pestalozzi-Verlag o. J. (1928). 4°. [8] Bl. mit teils farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Klotz 6056/10. – Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Titel in Sütterlin-Schrift. – Einband etwas angestaubt und braunfleckig, Kanten berieben, gutes Exemplar. Schlagwörter: Märchenbilderbücher, Sütterlin-Schrift |
50,-- | ![]() |
|
| Watzlik, Hans. Wo steckt Hans Überall. Bilder von Georg Walter Rössner. Köln, Herrmann Schaffstein 1932. Quer-4°. [13] Bl. mit farb. illustr. Titel u. 12 ganzs. farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.
Slg. Hürlimann 1670. Klotz 7938/18. – Einzige Ausgabe dieses seltenen Künstler-Bilderbuchs. – Der Maler und Graphiker G. W. Rössner (geb. 1885 in Leipzig) war Schüler von L. Corinth und seit 1920 Professor an der Staatlichen Kunstschule in Berlin, später (seit 1934) an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste (vgl. Vollmer IV, 91). – Der aus Böhmen stammende Romanschriftsteller und Jugendbuchautor H. Watzlik (1879-1948) hat vorwiegend Märchen und Sagenstoffe für Kinder bearbeitet (vgl. H. Bertlein in LKJ III, 766 f., verz. vorliegenden Titel nicht). – „Diese gereimte Kindermythologie trägt der kindlichen Vorstellung urhafter Dinge Rechnung und führt schalkisch und abenteuerlich in den tiefen deutschen Wald hinein zu Bauer und Jäger und seltsamem Getier, zu den Geschöpfen des Märchens, zu Wassergeist, Moosfrau, Glühebold und Himmelsvogel und endlich zu Wind und Mond und Sonne“ (H. Watzlik in der Verlagswerbung). – Deckel an der Vorderkante geringf. beschädigt, lädierter Orig.-Schutzumschlag liegt bei, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Künstlerbilderbücher, Märchenbilderbücher, Schaffstein |
200,-- | ![]() |
|
| Mön(c)keberg-Kol(l)mar, Vilma. Die Erzählung von der Weihnachtskrippe. (Deckeltitel: Heut war es / wo der heil’ge Christ ein Kind / wie du / geworden ist). Bilder von Else Wenz-Vietor. 10. Aufl. Oldenburg, Gerhard Stalling o. J. (um 1925). 4°. [10] Bl. mit teils ganzs. farb. Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Nürnberger Bilderbücher Nr. 26).
Seebaß II, 1315 (dat. 1928). Vgl. Bilderwelt 1154. DBV 8, 1175 (7. Aufl. v. 1925). Doderer-Müller 555. Hobrecker, Braunschweig 5208 (6. Aufl. v. 1925). Klotz 4726/2. Liebert, Stalling 26. Reetz 27. Stuck-Villa II, 350. – „Der Versuch einer Illustratorin lustiger Kinderbücher, das „Ehre sei Gott in der Höhe“ auf die allzu kindgemäße „kleine Engelchen-Weise“ ertönen zu lassen, ist typisch für die niedlich heile Welt in vielen Kinderbüchern der zwanziger Jahre.“ (A. Schug in Bilderwelt). – Deckel etwas angestaubt, Heftung teils etwas gelockert, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Stalling, Weihnachten |
50,-- | ![]() |
|
| (Schmid). Bilder zum Anschauungs-Unterricht für die Jugend. Dritter Theil. Enthaltend ausländische, nach geographischen Rücksichten geordnete Naturgegenstände. Stuttgart und Esslingen, Schreiber & Schill o.J. (1846). 4°. [2] Bl., 26 S. (Text) und 30 doppelblattgr. handkol. lithogr. Tafeln von D(avid) Englert (u. a. ?). Halbleinenband der Zeit.
Brunken-Hurrelmann-Pech 79 Anm. Doderer/Müller 153. Klotz, Bilderbücher 1279/1. – Zweite Ausgabe des seltenen dritten Teils dieses erfolgreichen Anschauungsbilderbuchs; die erste Ausgabe erschien 1844. Der Verlag hat erst ab 1846 (bis 1862) als „Schreiber & Schill“ firmiert. Die Vorrede stammt von Rektor Schmid. – Die schönen sorgfältig kolorierten Tafeln zeigen Tiere, Pflanzen sowie die Lebens- und Arbeitsweisen der Menschen aus Afrika, Amerika, Asien und der Polarregion. Mit Inhaltsverzeichnis in Deutsch und Französisch. – Einband leicht berieben, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Anschauungsbücher, Botanik, Botany, Ethnologie, Ethnology, Geographie, Sachbücher, Schreiber, Schul- und Lehrbücher, Völkerkunde, Zoologie, Zoology |
450,-- | ![]() |
|
| Böhm, J(osef). Hotte hotte Reiter. 18 künstlerische Bilder. Mit volkstümlichen Versen von Simrock, Hoffmann von Fallersleben u. A. Stuttgart, Gustav Weise Verlag O. J. (1910). 4°. [18] S. mit farblithogr. Illustrationen auf Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband (Kind mit Helm und Kindersäbel auf einem Schaukelpferd).
Ries 441, 1. – Einzige Ausgabe des seltenen Kleinkind-Bilderbuchs mit vierzeiligen Versen zu zeittypischen Illustrationen im Caspari-Stil. Ries verzeichnet in derselben Ausstattung den gleichzeitig erschienenen Titel „Ringel-Ringel-Reihe. Zwei Sorten.“ (″möglicherweise Teilausgaben von 1.“). – J. Böhm (geb. 1877 in Brobostove, Böhmen) arbeitete vor dem Ersten Weltkrieg in Stuttgart, später in Wien und seit 1920 in der Tschechoslowakei. – Deckelbild etwas angestaubt und braunfleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Jugendstil, Kinderreim, Kleinkind-Bilderbücher |
200,-- | ![]() |
|
| Bilibin, Iwan Jakowlewitsch. Sestricka Alhonuska a Braticek Ivanuska. Bila Kacenka. (Tschechisch: Schwesterchen Aljonuschka und Brüderchen Iwanuschka. Das weiße Entchen). Prag, B. Koci (1905). 4° (28,5 x 22,5 cm.). 14 S. mit 8 (5 blattgr.) farblithogr. Illustrationen und Buchschmuck von I. Bilibin. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Golynez, Tafel 9-11. Langer S. 253 ff. LKJ IV, 62 ff. Vgl. Bilderwelt 2732 und Bode, Bilibin S. 64 f. (beide russische Orig.-Ausgabe von 1903). – Erste tschechische Ausgabe. – „Kennzeichnend für Bilibins gesamtes Werk ist die Ausdruckskraft der schwarzen Linien. Sie vor allem bewirken die charakteristische Bewegtheit der Illustrationen. In Verbindung mit den durch die Linien eingerahmten Farbflächen entsteht eine starke Plastizität, obwohl alle Körper flächig dargestellt sind und jegliche Schraffierung fehlt. In den ganzseitigen Landschaftsbildern Bilibins wird der umrißbetonte Flächenstil noch deutlicher … Der in folkloristische Schmuckleisten eingefaßte Text und die großflächigen Illustrationen ergeben zusammen eine ideale Verbindung von Wort und Bild, die ganz in der Tradition der mittelalterlichen Buchkunst steht. Bilibins Märchenbücher hatten Vorbildcharakter für die Entwicklung des Kinderbuchs …“ (B. Zelinsky in Bilderwelten VI, I-5). – „In den Zeichnungen zu „Belaja utocka“ (Das weiße Entchen) begann B. stärker zu abstrahieren, doch bleibt die Landschaftsauffassung noch natürlich“ (A. Bode in LKJ). – Rücken im unteren Drittel eingerissen und etwas berieben, Vorderdeckel unten mit kl. Eckabriss, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Jugendstil, Künstlerbilderbücher, Märchenbilderbücher, Tschech. Kinderbücher |
250,-- | ![]() |
|
| Spiele – L(ipps), F(riedrich). Geduld-Spiel verf(ertigt) von den taubstummen Knaben zu Winnenden. Winnenden o. J. (um 1875). 14 x 17 cm. Farblithographie (12,5 x 16,3 cm.) auf Holz, als Puzzle-Spiel ausgesägt (19 Teile). Moderne Leinen-Kassette mit farblithogr. Deckelbild.
Vgl. Bekkering, Spaß und Geduld. Zur Geschichte des Puzzlespiels in Deutschland S. 32 ff. – Dargestellt sind vier Kinder beim Spielen an einem Tisch. – „Gegen Ende des 19. Jh. sind spielende Kinder am häufigsten auf Puzzlespielen abgebildet“ (Geert Bekkering). – F. Lipps (biogr. Daten unbekannt) arbeitete von 1875 bis zur Jahrhundertwende für verschiedene Stuttgarter Kinderbuchverlage. – Die Lithographien etwas gebräunt. Schlagwörter: Puzzle, Spiele |
150,-- | ![]() |
|
| Martin, F(elix). Naturgeschichte für die Jugend beiderlei Geschlechts. 3., verm. und verb. Aufl. Stuttgart, Schmidt & Spring 1856. 8°. [2] Bl., 564 S. mit 262 meist handkol. Abbildungen auf 32 lithogr. Tafeln. Moderner Halblederband mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.
LKJ II, 541. Nissen, ZBI 2708. Seebaß II, 1245 (4. Auflage). Wegehaupt I, 1374 (erste Ausgabe von 1844). – Gegenüber der ersten Ausgabe um 8 Tafeln und ca. 100 S. erweitert. – Eine der erfolgreichsten Naturgeschichten für Kinder im 19. Jahrhundert. Die schönen sauber kolorierten Tafeln zeigen „Menschenracen“ (Frontispiz), Tiere und Pflanzen. – Einband und Vorsätze fachgerecht erneuert, Textteil teils stärker braunfleckig, die Tafeln sauber, gutes Exemplar. Schlagwörter: Botanik, Botany, Natural history, Naturgeschichte, Zoologie, Zoology |
100,-- | ![]() |
|
| Marchesi, Salvatore (Cavaliere de) C(astrone). Abenteuer und Erlebnisse des kleinen Hans. Ein Bilderbuch mit Musik und Gesang für Kinder. Deutsche Uebersetzung von Wolfgang Müller von Königswinter. Leipzig, Alphons Dürr 1868. 4°. [2] Bl., 40 S. mit 12 halbs. Holzschnitt-Illustrationen von Julius Koch und Musiknoten. Typogr. Orig.-Halbleinenband.
Bilderwelt 394. Doderer-Müller 120. Dürr-Verlags-Katalog S. 133. Hobrecker, Braunschweig 4982. Klotz 4401/1. Rümann, Illustr. Bücher 1121. Seebaß II, 1231. Wegehaupt IV, 1368. – Erste und einzige deutsche Ausgabe. – „Rar! …Moralisch-erbauliches, aber originelles Kinderbuch. Jedem Erlebnis des kleinen Hans folgt ein Lied; die Melodien sind sehr sangbar und leicht für Singstimme und Klavier gesetzt. Auch die etwa halbseitengroßen Holzschnitte sind sehr bemerkenswert.“ (A. Seebaß). – Salvatore Cavaliere de Castrone, Marchese della Rajata (1822-1908) studierte Jura, Philosophie und Gesang unter P. Raimondi (in Palermo) und F. Lamperti (in Mailand); er mußte wegen seiner Beteiligung an der Revolution von 1848 Italien verlassen und emigrierte nach New York. Dort debütierte als Opernsänger (Ernani von Verdi). Nach Europa zurückgekehrt, studierte er in Paris bei M. Garcia weiter und ging dann als Sänger und Gesangslehrer nach London. Nach seiner Heirat mit Mathilde Marchesi-Graumann unternahmen sie gemeinsam Konzertreisen durch Deutschland, England, Belgien und Italien. Er komponierte Kanzonen und übersetzte deutsche (u.a. Wagners „Lohengrin“ u. „Tannhäuser“) und französische Libretti ins Italienische und gab wie auch seine Frau eine Gesangsschule heraus. (Vgl. MGG VIII, 1624). – Einband stockfl. und angestaubt, Innengelenke mit Filmoplaststreifen überklebt, Besitzvermerk auf dem Vorsatz, sonst gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Kinderlieder, Lieder, Liederbücher, Musik |
240,-- | ![]() |
|
| Laurion, Stefanie und Claude. Elefanten. Holzschnitte Antje Wichtrey. Basel, Basler Papiermühle (2005). Gr.-4° (32 x 32 cm.). [24] S. mit 12 Orig.-Holzschnitten (davon 2 auf den Deckeln). Illustr. Orig.-Halbleinenband. (Künstlerbücher für Kinder, Band 1).
In limitierter Auflage von 1000 Exemplaren hergestelltes Künstler-Bilderbuch. – In der Basler Papiermühle von Original-Holzstöcken gedruckt. Buchbindearbeiten durch die Buchbinderei Burkhardt AG in Mönchaltdorf. – Die Münchner Malerin und Holzschneiderin A. Wichtrey (geb. 1966) lebt und arbeitet in Granada und München. „Seit 1989 widmet sie sich überwiegend dem Holzschnitt und erzielt eine ganz eigene Wirkung durch virtuos belebte Flächen. Von dieser Technik ausgehend entwickelte sie ihr Elefantenbuch: Ein wunderschönes Buch mit den Original-Holzschnitten der Künstlerin“ (Verlagswerbung). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Künstlerbilderbücher, Pressendrucke |
100,-- | ![]() |
|
| Vorrink, (Jacobus Jan) Koos (Hrsg.). De Meiroep. Uitgave van de Arbeiders Jeugd Centrale (AJC). Amsterdam, Afdeling Handelsdrukkerijen o. J. (um 1930). Gr.-4° (32,3 x 24,5 cm.). 15, (1) S. (inkl. Umschlag) mit 10 Illustrationen in Rot und Schwarz von Raoul Hynckes und 1 doppelblattgr. Fotomontage. Illustr. OBr.
Sehr seltene niederländische sozialistische Jugendzeitschrift. Mit Beiträgen von J. J. K. Vorrink, Hans Wispel, Theo Thijssen, J. F. Ankersmit, Klaas Toornstra, Piet Bakker, Henk van Dijk, Herman Molendijk und Henk van Laar. – „Die Arbeiders Jeugd Centrale (AJC) war zwischen 1918 und 1959 eine sozialistische Jugendbewegung, die von der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) und dem niederländischen Gewerkschaftsverband (NVV) gegründet wurde. Ziel des AJC war es, die Jugend der Arbeiterklasse auszubilden und zu fördern. Das sozialistische Kulturideal wurde mit traditionellen Sitten, ohne Alkohol und Tabak sowie mit körperlicher Bewegung, Volkstanz, Musik und Laienspielen verwirklicht. … Koos Vorrink (1891–1955) war ein inspirierender Anführer des AJC. Von 1927 bis 1934 war er Bundesvorsitzender. Er bat den ehemaligen Lehrer und Musiker Piet Tiggers (1891-1968), die Musikarbeit im AJC aufzubauen; Seine Frau Line Hoven sorgte für den Volkstanz bei den Führungskursen“ (Wikipedia). – Mit hervorragenden Illustrationen des belgisch-niederl. Künstlers R. Hynckes (1893-1973), einer der wichtigsten Vertreter des magischen Realismus. – Umschlag mit Randläsuren, größerer Randeinriss bei allen Blättern geschlossen (geringf. Textverlust auf letzten Seite), papierbedingt etwas gebräunt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Niederl. Kinderbücher, Politische Kinderbücher, Sozialismus, Zeitschriften |
300,-- | ![]() |
|
| Vos, Margot. Meiregen. Een bundel kinderverzen. Prenten van Raoul Hynckes. Amsterdam, Querido 1925. 4°. 61, (1) S. mit 14 (7 ganzs.) farblithogr. Illustrationen. Illustr. Orig.-Halbleinenband, als Blockbuch gebunden.
Brodt / Kapelle, Prentenboeken S. 15 und 44. – Einzige Ausgabe des seltenen expressionistischen niederl. Kinderbuchs. – „Manche Bilderbücher fügen sich sehr direkt in einen aktuellen Malstil ein, dies ist vor allem ab den 1920er Jahren der Fall. Die Drucke, die der in den Niederlanden lebende Belgier Raoul Hynckes 1925 in Meiregen, einer Sammlung von Kinderversen von Margot Vos, veröffentlichte, passen gut zu seinem freien Werk. Hynckes entwickelte sich in den 1920er Jahren vom Kubismus zu einem realistischeren, um nicht zu sagen magisch realistischen Stil. In diesen Illustrationen kann man sein Streben nach Hyperrealismus mit vereinfachten Formen und so wenig Details wie möglich erkennen. Der Junge mit seinem Regenschirm auf dem Vers ‚Einkaufen‘ besteht beispielsweise aus recht einfachen Formen und geht wie ein fremdes Element in einer fast unheimlichen Umgebung der Trostlosigkeit.“ und „Margot Vos’ Meiregen (Amsterdam 1925) ist wegen seiner farbigen Illustrationen des magischen Realisten Raoul Hynckes und seiner eigenwilligen Buchform eines der außergewöhnlichsten Kinderbücher, die in den Niederlanden veröffentlicht wurden. Dass es zu den fünfzig besten Büchern gehört, überrascht nicht“ (Brodt / Kapelle übersetzt aus dem Niederländischen). – Die Verse der niederl. Lyrikerin M. Vos (1891-1985) weisen „Ähnlichkeiten mit denen anderer modernistischer Dichter wie T. S. Eliot und Ezra Pound auf, die beide versuchten, mit traditionellen poetischen Formen zu brechen. Vos wurde auch von der Imagisten-Bewegung beeinflusst, die die Verwendung einer präzisen Sprache und einer konkreten Bildsprache betonte“ (allpoetry(dot)com aus dem Englischen). – Mit hervorragenden Illustrationen des belgisch-niederl. Künstlers R. Hynckes (1893-1973), einer der wichtigsten Vertreter des magischen Realismus. – Deckel etwas fleckig, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Expressionismus, Niederl. Kinderbücher |
220,-- | ![]() |
|
| Richer, Henri. Fables choisies et nouvelles, mises en vers, dédiées à son Altesse Serenissime Monseigneur le Comte de La Marche. Avec la vie d’Esope, tirée de Plutarque & d’autres auteurs. Paris, veuve Pissot & Bullot 1744. Kl.-8°. XX, 116 S., [2] Bl. mit gestoch. Frontispiz von J(ean)-B(aptiste) Oudry. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.
Vgl. Bodemann 129.1 (spätere Gesamtausgabe). – Seltene erste Ausgabe des zweiten Teils der Fabelsammlung mit 22 Fabeln. Der erste Teil erschien 1729. 1748 erschien eine Gesamtausgabe. – Die Fabeln „in freien Versen, z. T. nach traditionellen Motiven, stark orientiert am Vorbild La Fontaine“ (W. Metzner). – Gelenke und Kanten etwas berieben, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Fabeln, Illustrated books, Illustrierte Bücher |
70,-- | ![]() |
|
| Musäus, J(ohann) K(arl) A(ugust). Volksmärchen der Deutschen. Herausgegeben von Karl Martin Schiller. Leipzig, F. W. Hendel 1926. 4°. XVII, 1 Bl., 642 S., 1 Bl. mit zahlr. Textillustr. von L. Richter, A. Schrödter, R. Jordan und G. Osterwald sowie 12 Tafeln mit Illustr. von L. Richter. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Deckel-Vignette und Rückenvergoldung.
Schönes Exemplar. Schlagwörter: Hendel, Illustrierte Bücher, Märchen u. Sagen |
54,-- | ![]() |
|
| Kruspe, H(einrich). Schiefertafel-Lust. In Bildern und Reimen. (Neue Ausgabe). Gotha, H. Bartholomäus o. J. (1909). 8°. [20] Bl. mit illustr. Titel, 20 S. in Schreibschrift und 18 ganzs. weißen Illustrationen auf schwarzem Grund alles in Lithographie, sowie 1 ausklappbaren Schiefertafel im hinteren Innendeckel. Farbig illustr. OHln.
Ries 662, 3. Vgl. HKJL IV, 1543. Slg. Hauswedell 1685. Klotz 3767/3. Mondschein 197. Wegehaupt II, 1888. – Neuausgabe des zuerst 1851 erschienenen Schiefertafel-Buches mit Gedichten zu der entsprechenden Darstellung. Alle Ausgaben sind äußerst selten. – Die Illustrationen weiß auf schwarzem Grund, knüpfen an die ersten Erfahrungen der Schulkinder im Umgang mit Tafel und Griffel an. – „Das müssen sehr geschickte Kinder sein, welche solche Bilder sollen nachzeichnen können. Und zum Betrachten sind doch gut gemalte Bilder gewiss besser. Nr. 13, die Galgenvögel gehört nicht in ein solches Buch für Kinder“ (Bernhardi, Wegweiser durch die dt. Volks- u. Jugendschriften, Lpz. 1852, II, 650.). – N.a.V., 12 Tafeln sauber von Kinderhand ankoloriert, ein Griffel-Stift in einer Lasche am Vorderdeckel fehlt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Schiefertafelbilderbuch |
220,-- | ![]() |
|
| Hall Ets, Marie and Aurora Labastida. Nine days to Christmas. A story of Mexico. Illustrated by Marie Hall Ets. New York, The Viking Press (1959). 4°. 45, (3) S. mit farblithogr. Illustrationen. Illustr. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Orig.-Schutzumschlag.
Erste Ausgabe. – Das Bilderbuch wurde 1960 mit dem renomierten Kinderbuch-Preis „Caldecott Medal“ ausgezeichnet. Fünf Kinderbücher der amerik. Kinderbuch-Autorin und Illustratorin Marie Hall Ets (1895-1984) belegten zwischen 1945 und 1966 den zweiten Platz bei dieser Ehrung, ein Rekord, der nur von Maurice Sendak übertroffen wurde. – Constantine Georgiou bemerkt in Children and Their Literature , dass Ets’ „Bildergeschichten und leicht zu lesende Bücher“ (ebenso wie die von Maurice Sendak ) „voller liebenswerter und uriger menschlicher Details sind, die sie genau in den richtigen Winkel zum Leben in der frühen Kindheit rücken“ (Georgiou, Constantine. Children and Their Literature. New York 1969, S. 81). – Schutzumschlag am Rückendeckel mit kl. Randausriss und geringen Randläsuren, gutes Exemplar. Schlagwörter: Amerikanische Kinderbücher, Weihnachten |
120,-- | ![]() |
|
| Bonnieux, Yves. Horoldamba, le petit Mongol. Photos: Ergy Landau. Collection dirigée par Alex Grall. Paris, Calmann-Lévy (1957). 4°. [24] Bl. mit 47 teils doppelblattgr. und ganzs. Fotografien. OKart. mit illustr. OU.
Le Guen, Cent cinquante ans de photolittérature pour les enfants S. 112 ff. – Einzige Ausgabe des seltenen franz. Foto-Bilderbuchs. – „Tout au long de sa carrière, Ergy Landau, une des principales actrices de la photographie française des années 1930 à 1950, a reçu dans son studio parisien des centaines d’enfants, dont les portraits non posés se retrouvent dans toutes les revues et journaux de l’époque. Proche des nouvelles pédagogies, elle a également réalisé un ouvrage avec la pédagogue anglaise Beatrix Tudor-Hart et photographié l’atelier du Père Castor. C’est tout naturellement que s’insèrent donc dans sa carrière deux publications pour enfants. … Avec la complicité d’Yves Bonnieux, elle réalise ensuite Horoldamba le petit Mongol qui fait le récit des aventures d’un enfant et de son poulain dans les steppes de Mongolie. Entre documentaire et fiction, le livre fait découvrir la vie et la culture d’ailleurs, le dressage des animaux, le montage des Yourtes, les jeux d’enfants et les fêtes familiales. La photographie y joue à parts égales avec le texte dans une mise en page très classique“ (L. Le Guen). – Umschlag etwas angestaubt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Mongolei, Mongolen, Photobilderbücher, Photographically illustrated books, Photographie, Photography of children |
90,-- | ![]() |
|
| Magasin des demoiselles. Morale, Histoire ancienne et moderne, Sciences, économie domestique, Littérature, Beaux-Arts, Voyages, Récréations, Biographie, Petit Courrier des Demoiselles. Tome quatrième. Paris, Magasin des Demoiselles 1848-1849. Gr.-8°. [2] Bl., 378 S., [1] Bl. mit 12 (11 handkolorierten) Stahlstich-Tafeln und einigen Holzschnitten im Text. Halblederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und Linienvergoldung.
Einband etwas berieben, stellenweise geringfügig braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Mädchenbücher, Mode, Zeitschriften |
120,-- | ![]() |
|
|
Einträge 51–100 von 338
|
|||



