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NEUER E-KATALOG: Neueingänge Dezember 2022 (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) und in den Online-Katalogen „Meisterwerke der Einbandkunst“ und „Photographie“, abrufbar auf abooks.de – Für alle Direkt-Bestellungen aus Deutschland fallen keine Versandkosten an. Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Wir wünschen allen Bücherfreunden ein schönes Neues Jahr.

Alte Drucke / Inkunabeln

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Beschreibung
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1 Schmid(t), Joseph. Examen Chirurgicum, Das ist Wie alle junge angehende Feldscherer / Barbier un[d] Wundärtzt sollen befragt werden / wie sie sich in allen begebenden Verwundungen in deß Menschen Leib vom Haupt biß auff die Fußsolen verhalten sollen. Ingleichem wie alle Chirurgische Instrumenten zugericht / und gebraucht werden / in Kupffer vor Augen gestellt. 2 Werke in 1 Band. Augsburg, Johann Weh u. Johann Schultes 1649. Kl.-8° (14 x 7,5 cm.). [12] Bl., 497, (15) S.; [12] Bl., 208 S. mit 1 (statt 2) gestoch. Frontispiz, gestoch. Portrait u. 62 (statt 90) Kupfertafeln. Moderner Ldr. mit goldgepr. Rückenschild.

Krivatsy 10525 (unvollst.). VD17 23:297229P u. 23:297235Q. Waller 8637 und 8638. Zachert/Zeidler IV, 1491. – Erste Ausgaben, beide Werke meist zusammengebunden und sehr selten. – Der Augsburger Stadt- und Wundarzt Joseph Schmid wurde bekannt durch seine mobilen Hand-Apotheken (Feld-Kästen), die besonders in der Militär-Medizin Verwendung fanden. – J. Schmid (auch Schmidt, 1601 oder 1603-1667) „(e)rlernte das Bader- und Barbierhandwerk bei seinem Vater Balthasar Schmid. Nach der Meistergerechtigkeit in städtischen Diensten. Im Sommer 1630 wurde er vom Rat nach Italien entsandt, um dort Johannes Henisius bei der Bekämpfung der Pest zu unterstützen. Im April 1632 Barbier im Pilgerhaus. Im Sommer 1635 Pestchirurg in Kempten und Salzburg, anschließend Feldscher in der kaiserlichen Armee. 1648-1667 Wundarzt im Lazarett. Ende 1641 begann er, seine als Feldscher gemachten Erfahrungen niederzuschreiben. Verfasste insgesamt mindestens zehn medizinisch-chirurgische Fachschriften, deren erste 1644 in Augsburg erschien (‘Examen chirurgicum’). Die meisten davon erlebten mehrere Auflagen; noch im 18. Jahrhundert zählten sie zu den bekanntesten deutschsprachigen Chirurgica“ (Ute Ecker-Offenhäußer, ‚Pest, Frantzosen, Scharbock‘. Krankheitserfahrung und medizinischer Alltag des 17. Jahrhunderts im Spiegel der Werke des Augsburger Wundarztes Joseph Schmid, Augsburg 1994). – Einband und Vorsätze fachgerecht erneuert, stellenweise teils stärker braunfleckig, insgesamt ordentliches Exemplar des seltenen, direkt nach dem 30-jährigen Krieg erschienenen Handbuchs.

Schlagwörter: Barockliteratur, Baroque, Chirurgie, Medizin

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750,--  Bestellen
1 Thomas a Kempis (Thomas von Kempen). Opera omnia. Ad avtographa eivsdem denvo emendata, atq[ue] etiam in editione tum prima tum secunda aucta plurimum: omnia verò in tres tomos distributa: opera ac stvdio R. P. Henrici Sommalii è Societate Iesv … Editio Secunda. 3 Teile in 2 Bänden. Antverpiae (Antwerpen), M. Nutius 1607. Gr.-8°. Gestoch. Frontispiz, 470 S.; S. 471-879, (1) mit wdh. Druckermarken auf den Titelbl. Hldr. des 18. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückensch. u. reicher Rückenverg.

De Backer-S. VII, 1378. Real-Encyklopädie für protestantische Theologie und Kirche XIX, 720. Thomas a Kempis Sammlung Köln MKVI187. – Berühmte Gesamtausgabe, herausgegeben von dem Jesuiten Henricus Sommalius (Henri de Sommal, 1534-1619). Die erste Auflage erschien 1600. 1615 erschien noch eine dritte Auflage bei Nutius, danach folgten zahlreiche Nachdrucke, zuletzt 1759 in Köln, herausgegeben von Eusebius Amort. – „Thomas von Kempen (lat. Thomas a Kempis) wurde als Thomas Hemerken (Malleolus, Hämmerlein) um 1380 als Handwerkersohn aus Kempen am Niederrheingeboren. 1392 kam er als Schüler in Deventer mit den „Brüdern vom Gemeinsamen Leben“ in Kontakt, in deren Haus er ab 1398 lebte. Er lernte in dieser Gemeinschaft das Abschreiben von Büchern und das Auslegen von biblischen Texten. Auf Anraten seines Lehrers Florentius Radewijns trat er 1399 in das Augustinerchorherrenstift Agnetenberg bei Zwolle ein, dessen Prior, Vorsteher, sein älterer Bruder Johannes (um 1365-1432) war. 1406 legte Thomas die Gelübde ab, 1414 empfing er die Priesterweihe. Über 70 Jahre lebte Thomas, von Gestalt klein, als stiller Mönch in dieser zur Windesheimer Kongregation gehörenden Klostergemeinschaft, der er auch als Subprior bzw. Novizenmeister diente. Er starb am 25. Juli 1471. Seit 1897 ruhen die Gebeine des bekanntesten Vertreters der Devotio Modema in der Michaels-Kirche in Zwolle“ (Thomas a Kempis Sammlung Köln). – Deckel u. Kanten etwas berieben, zeitgenöss. Besitzvermerk a. T. (Robineaus), stellenweise teils stärker gebräunt, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Jesuiten, Theologie

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600,--  Bestellen
1 Speyer – Lehmann, Christoph. Chronica der freyen Reichs-Statt Speyr. Darinn von dreyerley fürnemblich gehandelt, Erstlich vom Ursprung, Uffnemen, Befreyung, Beschaffenheit deß Regiments, Freyheiten, Privilegien …, Zum andern, von Anfang unnd Uffrichtung deß Teutschen Reichs, desselben Regierung …, Zum dritten, von Anfang und Beschreibung der Bischoffen zu Speyr, unnd deß Speyrischen Bisthumbs. 7 Teile in 1 Band. Frankfurt aam Main, N. Hoffmann für J. Rose 1612. Folio (35,5 x 24 cm.). [4] Bl., 1024 S., [49] Bl. mit Titelbl. in Rot u. Schwarz u. 8 wdh. großen Holzschnitt-Druckermarken. Prgt. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild.

ADB XVIII, 136. Dahlmann-Weitz 1556. Graesse IV, 151. VD17 23:231115A. – Erste Ausgabe des Hauptwerks des sächsischen Historikers C. Lehmann (1570-1638). Lehmann war seit 1594 Lehrer an der Gelehrten- und Rathsschule (schola senatoria) in Speyer und wurde 1595 zum Conrector befördert. Seit 1604 war er der erste Stadtschreiber. – Seinen litterarischen Ruf verdankt L. zwei Werken, der „Chronica der Freyen Reichs Stadt Speyr …“ und seiner Sprichwörtersammlung „Florilegium Politicum“. Ganz besonders aber ist es die erstere, zugleich sein frühestes Werk, durch welches er sich nicht nur in Speyer einen Namen begründet hatte, um dessen willen man ihn als den „berühmten L.“, ja den „deutschen Livius“ mit bereitwilligster Hingebung anerkannte, sondern das auch weit über Speyer hinaus (soll doch der Minister Colbert befohlen haben, eine französische Uebersetzung der Chronik anzufertigen) im Gebiete deutscher Städtegeschichte einen bewährten Ruf bis auf den heutigen Tag sich erhalten hat. Bei der Abfassung dieser seiner Chronik beobachtete er gewissenhaft das „nonum prematur in annum“, denn erst nach zehnjähriger Arbeit übergab er das Manuscript vorschriftsmäßig dem Rathe der Reichsstadt zur amtlichen Censur, worauf der Druck, auch äußerlich ein stattliches Opus, in Großfolio zu Frankfurt 1612 in Verlegung Jonas Rosen erschien. Die dreifache Aufgabe, die sich L. setzte und in extenso schon auf dem Titel präcisirte, führt er in sieben Büchern von den ältesten Zeiten bis auf den Regierungsantritt Kaiser Maximilians I. durch. … L. schrieb seine Chronik in deutscher Sprache und zwar ist sein Deutsch für jene Zeit, wo man bereits begonnen hatte, unsere Muttersprache mit allerlei ausländischen Lappen zu verunstalten, von anerkennenswerther Reinheit, seine Darstellung ist durchgängig frisch und nicht selten wird er wahrhaft beredt, bei aller Breite zeigen seine Erzählungen eine ergötzliche Natürlichkeit und sicher ist, daß er an Sprache und Darstellungsgabe seinem Fortseher und Erweiterer Melchior Fuchs, der fast hundert Jahre, sowie seinem Biographen Baur, der 150 Jahre später schrieb, weit voransteht. Einen bedeutenden Werth aber gewinnt sein Werk besonders dadurch, daß er überall die wesentlichen Belegstellen für seine Angaben ausführlich mittheilt und auf solche Weise den Leser in den Stand setzt, die Resultate, die er gewinnt oder gewonnen zu haben glaubt, mit den Quellen selbst zu vergleichen. L. hat, wie er selbst in einem Schreiben an Landgraf Moritz von Hessen sagt (Baur a. a. O., S. 177), vier Bibliotheken benützt und in der That eine Menge von Schriftstellern gelesen, um sich die Zustände und Einrichtungen des Deutschen Reiches in geschichtlichem Zusammenhange klar zu machen. Für die Speyerer Angelegenheiten stand ihm das damals (Vaur, S. 48) bereits von seinem Vorgänger im Stadtschreiberamte, Hermann Schießer trefflich geordnete reichsstädtische Archiv (die gegenwärtige schöne Ordnung dieses Archivs verdankt man dem sehr verdienten, am 18. August 1836 verstorbenen K. Kreisarchivar Peter Bernh. Geyer) zu Gebote, wie für allgemeinere Städteangelegenheiten das seiner Aufsicht anvertraute bereits erwähnte Archiv der Städte rheinischer Bank. Von den Urkunden, welche er benützte und seiner Chronik einverleibte, sind zunächst unstreitig die Kaiserurkunden die wichtigsten; übrigens hat er kaum die Hälfte dieser aus dem Zeitraum, welchen sein Werk behandelt, im Speyerer Archive vorhandenen Urkunden veröffentlicht, wie die Vergleichung mit den Geyer’schen Repertorien ergiebt. Außerdem enthält die Chronik noch einige päpstliche und mehrere bischöfliche Urkunden, sowie eine Menge Rathserlasse, Verträge mit benachbarten Fürsten und Städten, Vergleichshandlungen und, was zu dem Interessantesten des mitgetheilten urkundlichen Materials gehört, die alten Richterordnungen der Reichsstadt. Unter den letzteren hat er übrigens die sogen. Vierrichterordnung nicht nach dem ältesten Original von 1314, sondern in der etwas abgeänderten Redaction von 1328, enthalten im Cod. 6 (Geyer; bei Zeuß, Die freie Reichsstadt Speier, 1843, S. 2. Cod. C.) abdrucken lassen“ (J. Franck in ADB). – Rücken am Fuß mit kl. Fehlstelle, zeitgenöss. Besitzvermerk a. T., nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Deutsche Landeskunde, Ortsgeschichte, Pfalz, Speyer

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1.400,--  Bestellen
01 Vida, Marco Girolamo. Opera. Quorum catalogum sequens pagella continet. Antverpiae (Antwerpen), Christoph Plantin 1567. 12° (11 x 7,5 cm.). 535, (1) S., 2 w. Bl. mit Holzschnitt-Druckermarke. Hldr. um 1800 mit goldgepr. Rückenschild u. Linienverg.

Vgl. Brunet V, 1181. Graesse VI, 2, 302. Van der Linde II, 260. Van der Linde/Neumann 4563. – Seltene Gesamtausgabe der Dichtungen des ital. Humanisten M. G. Vida (1485-1566). – Die erste Gesamtausgabe erschien 1535 in sechs Bänden und war seinerzeit sehr erfolgreich. – Enthält auf S. 483 bis 504 das berühmte Schach-Gedicht Scacchia Ludus. Das Epos beschreibt eine Schachpartie zwischen Apollo und Merkur, erklärt die Figurenaufstellung und Anleitung des Spiels. – „Mittelst des vollständigen Götter- und Schlachtenapparats und der gesamten heidnischen Scenerie wird diese … Götterpartie des neuen, erst in Vida’s Zeit verbreiteten Schach beschrieben. Mercur siegt, und Jupiter lässt nun auch den Menschen das Spiel offenbaren“ (Van der Linde). – Vidas Lehrgedicht, das ihm die Bezeichnung „Schach-Vergil“ einbrachte, gilt als die „älteste poetische Darstellung des neuen Schachs“ (Van der Linde). – „Vida wurde als Sohn verarmter Adeliger in Cremona geboren. Vida kam dann nach Rom, wo er um 1510 zum Priester geweiht wurde. Er schloss sich Giovanni de’ Medici an, der bald zum Papst Leo X. gewählt wurde. Vida schrieb für ihn lateinische Gedichte über das Schachspiel und die Seidenraupe und begann mit der Niederschrift des Gedichts „Christias“ über das Leben Christi. Das Werk erschien 1535 in sechs Bänden und war sehr erfolgreich. Unter Papst Clemens VII. wurde Vida Bischof von Alba (1532) und beteiligte sich später am Konzil von Trient. Vida wurde wegen seiner klaren Gedanken und seines eleganten Stils bewundert. Er schrieb auch ein Lehrgedicht über die Dichtkunst (1527), das sich hauptsächlich mit Vergil befasste“ (Wikipedia). – Durchgehend gleichmäßig gebräunt, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Schach

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450,--  Bestellen
1 Costantini, Angelo. La vie de Scaramouche. Paris, à l’Hôtel de Bourgogne et chez C. Barbin 1695. Kl-8°. [14] Bl., 246 S., [1] Bl. Ldr. d. 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel u. reicher floraler Rückenverg.

Conlon 7135. Goldsmith C 1419. – Erste Ausgabe. – Sehr seltene Beschreibung der berühmten, um 1640 von Tiberio Fiorillo geschaffenen Gestalt der Commedia dell’Arte. Der Verfasser war unter den Namen Mézétin „Comedien Ordinaire du Roy dans sa Troupe Italienne“. – Fiorillo war Schauspieler beim Herzog von Mantua, später Hofschauspieler Ludwig XIV., über 50 Jahre spielte er noch zu Zeiten Corneilles und Molières, der von ihm beeinflußt wurde. – Ohne das Frontispiz (liegt in Kopie bei), sonst sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Commedia dell’arte, Theater

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320,--  Bestellen
1 (Laet, Johannes de). De imperio magni Mogolis. Sive India vera commentarius e variis auctoirbus congestus. Lugduni Batavorum (Leiden), Elzevir 1631. 12° (10,5 x 5,5 cm.). [3] Bl., 285, (1) S., [8] Bl. mit gestoch. illustr. Titel u. 1 ganzs. Holzschnitt. Ldr. d. Zt. mit reicher Rückenverg. u. Kantenverg.

Berghman 1920. Rahir 331. Willems 354. – Erste Ausgabe, eine von zwei inhaltlich identischen Druckvarianten der im handlichen Taschenformat gedruckten Geschichte des Mogulreichs auf dem indischen Subkontinent. Der flämische Kaufmann und Geograph Johannes de Laet (1581-1649) war einer der Gründungsdirektoren der Niederländischen Westindien-Kompanie, u. a. verfasste er für die von Elzevir herausgegebene, 48 Teile umfassende Reihe mit lateinischen Länderbeschreibungen elf Bände. – Rückenschild fehlt, mod. Besitzvermerk a. V., sehr gutes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Geographie, Geography, India, Indien

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320,--  Bestellen
1 Jansenius, Cornelius. Pentateuchus sive commentarius in quinque libros Moysis. (Beigebunden): Analecta in proverbia, ecclesiasten, sapientiam, habacuc, sophoniam. 2 Teile in 1 Band. Paris, J. Jost 1649. 4° (25,5 x 18,5 cm.). [4] Bl., 408 S., [9] Bl.; 190 S., [8] Bl. mit Titel in Rot u. Schwarz u. Titelvignette in Holzschnitt. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild, Rückenverg. u. Deckelfiletten.

ADB XIII, 704 ff. BBKL II, Sp. 1551 f. – Der berühmte Thora-Kommentar des niederl. Theologen C. Jansen (1585-1638), des Begründers des Jansenismus. – „Seine Erklärung der alttestamentlichen Bücher zeichnete sich durch Scharfsinn aus“ (J. C. van Slee in ADB). – Vord. Gelenk stellenweise etwas angeplatzt, zeitgenöss. Besitzvermerk a. T., sehr gutes nahezu fleckenfreies und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Bibel, Judaica, Thora

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320,--  Bestellen
1 (Le Maistre de Sacy, Isaac-Louis). Les enluminures du fameux almanach des PP. Jésuites, intitulé, la deroute’ et la confusion des Jansenistes. Ou triomphe de Molina Jésuite sur S. Augustin. Avec l’onguant pour la brulure. Ou le secret d’empescher aux Jesuites de Bruler des Livres (par J. Barbier d’Aucour). 3 Teile in 1 Band. Liege (Lüttich), J. le Noir 1683. 8°. [14] Bl., 164, 112 S. mit gestoch. u. gefalt. Frontispiz u. 1 Kupfertafel. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild, reicher Rückenverg. u. Kantenverg.

Goldsmith J 99. Hoefer XXX, 569. – Erstmals 1654 erschienene Antwort des Zöglings von Port-Royal auf eine von den Jesuiten 1653 herausgegebene Streitschrift „La Déroute et la Confession des Jansénistes“. Lemaistre verteidigt Arnauld, offensichtlich in so gutem Französisch, daß der streng katholisch gesinnte Autor des Hoefer-Artikels ihn hörbar zähneknirschend loben muß: „Cet écrit, d’un goût détestable [der Tritt ans Schienbein], eut du succès dans le parti“ [so, jetzt ist aber Schluß; jetzt gibt er’s ihm kräftig:] „Les autres ouvrages poétiques de Lemaistre de Saci ne valent guère mieux. A peine parmi des milliers de vers en trouve-ton quelques uns de supportables.“ – Die im zweiten Teil enthaltene „Salbe für die Verbrennungen“ von Jean Barbier d’Aucour ist ebenfalls gegen die Jesuiten gerichtet und war erstmals 1664 in Paris erschienen (Hoefer IV, 449). – Die Kupfertafel zeigt eine Bücherverbrennung. – Sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Jansenismus, Jansenists, Jesuiten, Katholizismus, Polemik, Theologie

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380,--  Bestellen
1 Swalve, Bernhard. Naturae et artis instrumenta pugilica alcali et acidum. Per Neochmum & Palaephatum hinc inde ventilata & praxi medicae superstructae praemissa. Editio altera, correctior & indice locupletior. Frankfurt, o. Dr. 1677. 12° (12,5 x 7,5 cm.). [7] Bl., 320 S., [12] Bl. mit Titel in Rot u. Schwarz u. gestoch. Frontispiz. Moderner Goldbrokatpapierumschlag.

Brüning 2369. Ferguson II, 419. Hirsch-H. V, 484. VD17 39:143541W. – Zweite Ausgabe; die erste Ausgabe erschien 1670 in Amsterdam. – B. Swalve (1625-1680), geb. in Westphalen, studierte 1645 bei Van der Linden in Franeker und später in Leiden. Swalve praktizierte seit 1648 in Harlingen als Stadtarzt. – St. verso Titel, durchgehend etwas gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Alchemie, Chemie, Medizin

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450,--  Bestellen
1 Pecquet, Jean. Experimenta nova anatomica. Quibus incognitum hactenus chyli receptaculum & ab eo per thoracem in ramos usque subclavios vasa lactea deteguntur. Dissertatio anatomica de circulatione sanguinis, & chyli motu. Editio altera. Amstelaedami, Franciscum van der Plaats 1700. 12° (13 x 7,5 cm.). [12] Bl. (letztes Bl. weiß), 204 S. mit Titel in Rot u. Schwarz u. 6 (1 gefalt.) Kupfertafeln. Marmorierter Pbd. d. Zt.

Vgl. DSB X, 476/8. Garrison-Morton 1095. Heirs of Hippocrates 543. Hirsch/Hüb. IV, 543. – Zuerst 1651 in Paris erschienenes berühmtes Werk. – „… P. berühmt durch die Entdeckung des auch seinen Namen führenden ‚Ductus thoracicus‘.“ (Hirsch-Hüb.). – „… It was not until 1651 that Pecquet reported his discovery of the receptaculum chyli and thoracic duct in the present work. Pecquet, a native of Dieppe, was a graduate of Montpellier and a Paris physician. In the book he accurately described the lacteal veins of Aselli and showed that they terminate in the receptaculum chyli and that the thoracic duct joins the venous systems at the junction of the jugular and subclavian veins“ (Heirs of Hippocrates). – „The quantity of Pecquet’s scientific production is slight. He participated in experiments on the transfusion of blood performed in 1666/67 at the Académie des Sciences, as did his friend Gayant … and Perrault. … Pecquet’s only important accomplishment was the discovery of the chyle reservoir, which he called the „Receptaculum chyli“.“ (DSB). – Der franz. Anatom J. Pecquet (1622-1674) gilt als Pionier der Physiologie. „Sein 1646 in Paris begonnenes Studium der Medizin setzte Pecquet 1651 in Montpellier fort, wo er 1652 promovierte wurde. Während seines Studiums, 1648, führte er die Obduktion eines lebenden Hundes durch, wobei er den Thorax öffnete. Dabei fiel ihm eine weiße, milchähnliche Flüssigkeit auf, von der er annahm, dass es sich um Lymphflüssigkeit handelte. Er stellte fest, dass die diesen „Milchsaft“ leitenden Strukturen nicht in die Leber münden, sondern in der oberen Hohlvene und in einem Reservoir, der Lendenzisterne (im frankophonen Sprachraum Cisterna de Pecquet), hinter dem Magen enden. In Folge beschrieb er erstmals den von ihm entdeckten Ductus thoracicus und die Unterschiede von Vene und Lymphgefäß. Weiterhin formulierte er seine Theorien über die Blutaufnahme, Kapillarwirkung und Durchlässigkeit von Gefäßen. Die Forschungsergebnisse veröffentlichte er 1651 unter dem Titel Experimenta Nova Anatomica unter seinem wissenschaftlichen Pseudonym Joannis Pecqueti“ (Wikipedia). – Zeitgenöss. Besitzvermerk a. V. u. T., gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Anatomie, Medicine, Medizin, Physiologie

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600,--  Bestellen
1 (Keyser, Georg). Asylum Creditorum. Oder (I). Ahnleitung, wie sich ein iedweder Gläubiger zuverhalten, wenn er keine güthliche Bezahlung von seinem Schuldner erlangen kan, und welcher gestalt er deßwegen entweder den Hülffs-Proceß gebührend anstellen, solcher auch von denen Gerichten verführet, und einem iedweden zu seinigen verholffen werden soll. Allen Gerichts-Personen, angehenden Practicis, Notariis, und Gerichts-Schreibern, so wohl denen Kauff- und Handels-Leuthen, auch andern… zum besten. – (II). Nohtdürfftiger Unterricht, und nützliche Ahnweisung, wie so wohl Kauff- und Handels-Leute, als auch ins gemein ein jedweder Creditor… zu erlangung eines Juris Realis, und damit er vor andern bezahlet werde, den Arrest-Proceß gebührend anstellen, die Gerichts-Personen auch solchen Legaliter verführen sollen. 2 Teile in 1 Band. Altenburg, Gottfried Richter 1678-1679. Gr.-8°. [2] Bl., 98 (recte 90) S., [9] Bl.; [1] Bl., 103 S., [15] S. (Titelblatt von Teil I in Rot und Schwarz). Moderner Prgt. mit goldgepr. Deckelschild.

Katalog der Commerz-Bibliothek in Hamburg 293 (Ausg. von 1711). VD17 39:159791U u. 39:159793K. – Zweite vermehrte und verbesserte Ausgabe. – Sehr seltene Abhandlungen zum deutschen Kredit-Recht im 17. Jahrhundert. – „Wie nun bey begebenden Fall / und da gütliche Vergnüg- und wieder Bezahlung nicht zu erlangen / sowohl der Creditor bey denen Gerichten sich gebührend anzumelden / und entweder auff geständige / und auff klaren Brief und Siegel bestehende Schulden die Execution und Hülffe zu klagen / oder bey Verspierung deß debitoris Schulden-Last bey Zeiten zu dessen Vermögen Arrest zu suchen / als von denen Gerichten darauff Verfügung zu thun / ist in folgenden beyden Tractätlein wohlmeinend gewiesen worden / welches der geneigte Leser zum besten auffnehmen / und zu seinem Nutzen zu gebrauchen belieben wolle.“ (S. 3). – Handschr. Verfassername und Titel auf dem Vortitel „Processus executivus, oder Anweisung / Wie auff geständige Schulden die Hülffe zu suchen / und zu vollstrecken“, durchgehened gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Jura, Jurisprudence, Jurisprudenz, Kredit, Kreditwesen, Recht

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650,--  Bestellen
1 Schoock, Marten. Lusus imaginis iocosae, sive, Echus a variis poetis, variis linguis & numeris exculti. Ex bibliotheca Theodori Dousae I. F. Eccessit M. Schoockii Dissertatio de natura soni & echus. Ultraiecti (Utrecht), Ex Officina Aegidius Roman 1638. 8°. [8] Bl., 102 S., [1] Bl.; 69, (3) S. mit gestoch. Frontispiz (nach dem Titel eingebunden) von J. G. Bron. Prgt. d. Zt.

ADB XXXII, 324 f. Oberlé 26. – Sehr seltene Sammlung mit Texten in verschiedenen Sprachen (Latein, Griechisch, Englisch und Niederländisch) über das Echo. Schoock bezieht sich dabei auf „Echo, sive lvsvs imaginis iocosae quibus titulus Halcedonia“ (Leiden 1603) von Jan Dousa (J. van der Does, 1545-1604) und Werken aus der Bibliothek von dessen Sohn Theodor van der Does (1580-1663). – Nach der Anthologie folgt die Dissertation des bedeutenden niederl. Historikers, Juristen, Philosophen und Theologen M. Schoock (1614-1669) „De natura soni et echus“ über den Schall und das Echo. – „Gleichwol studirte er zu Franeker und seit 1632 zu Leiden unter Walaeus Theologie und Philosophie. Nach Utrecht heimgekehrt, trat er als Privatdocent an der neuerrichteten Illustren Schule auf und als diese 1636 in eine Hochschule verwandelt ward, war er der erste, welcher dort unter Voetius den Doctorgrad der Philosophie erwarb. 1638 wurde er Professor für classische Litteratur und Eloquenz, aber noch im selben Jahre übernahm er zu Deventer das Professorat der Geschichte, und 1640 zu Groningen das der Logik und Physik. Dort blieb er mehrere Jahre und erwies sich zwar als ein höchst gelehrter, zugleich aber auch anmaßender, leicht gereizter und streitsüchtiger Mann, was ihm viele Verdrießlichkeiten zuzog. Schon 1638 rief der von Libertus Fromond herausgegebene Augustinus des verstorbenen Jansenius eine Streitschrift hervor zur Darlegung der, wie es auf dem Titel heißt „desperatissima causa papatus, nupermisere prodita, nunc turpiter deserta a C. Jansenio et postremo magno auctuario locupletata a Lib. Fromondo“ (Amsterdam 1638), und 1645 ließ er sein „Auctuarium ad desperatissimam causam papatus“ folgen. Weit schärfer und abstoßender aber war seine Streitschrift gegen Cartesius. In seiner „Philosophia Cartesiana, sive admiranda methodus novae philosophiae Renati Descartes“, 1643 mit einer Vorrede von Voetius zu Utrecht erschienen, bezichtigt er den fränkischen Philosophen geradezu des Atheismus. Cartesius reichte dawider eine Klage auf Ehrenerklärung bei der Groninger Stadtregierung ein. Ob S. wirklich infolge dessen zu Utrecht einige Tage verhaftet wurde, ist allerdings sehr zweifelhaft; jedenfalls aber wurde er zum Widerruf seiner Anklage gezwungen. … Als vielseitig gebildeter Mann, dessen Feder nur selten ruhte, ist er den scharfsinnigsten Gelehrten seiner Zeit beizuzählen“ (J. C. van Slee in ADB). – Einband etwas braunfleckig, stellenweise etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Akustik, Anthologie, Literatur, Philosophie, Physik, Schall

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1.200,--  Bestellen
1 Camera obscura – (Leurechon, Jean). Les recreations mathematiques. Avec l’examen de ses problemes en arithmetique, geometrie, mechanique, cosmographie, optique, catoptrique, &c. Premierement reveu par D(enis) Henrion. Depuis par M. Mydorge, et tout nouvellement corrigé & augmenté. Cinquiesme & derniere edition. 3 Teile in 1 Band. Paris, Cardin Besonge 1660. Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm). [8] Bl., 416 S. mit 84 Holzschnitten. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild, reicher Rückenverg. u. Wappen-Supralibros.

Brunet IV, 1140. De Backer-S. II, 732. Graesse VI, 46. Sotheran 3170. (Alle andere Ausgaben). – Sehr seltenes frühes Kompendium mit teils kuriosen Problemstellungen u.a. zur Optik, Zeitmessung, Ballistik und Pyrotechnik. Das Werk des Mathematikers und Jesuiten J. Leurechon (Pseud. Van Etten, 1591-1670) erschien zuerst 1627 mit dem Titel „Notes sur les récréations mathématiques…“ – S. 6-13 eine frühe und ausführliche Beschreibung der Camera obscura (mit 2 Holzschnitten). „Probleme II. Representer en vue chambre close tout ce qui sepasse par dehors.“ – „Der photographische Apparat geht unmittelbar zurück auf die Camera obscura, die ursprünglich, wie der Name andeutet, buchstäblich ein dunkler Raum war, mit einem kleinen Loch in der Wand, im Dach oder im Fensterladen, durch das das Bild der Außenwelt auf die gegenüberliegende Wand oder auf einen weißen Schirm projiziert wurde. Ihre Erfindung hat man fälschlicherweise Roger Bacon, Leon Battista Alberti, Leonardo da Vinci und Giovanni Battista della Porta zuerkannt; tatsächlich wurde sie jedoch zweihundertfünfzig Jahre vor Bacon von Hassan ibn Hassan, genannt Al-Haitham, beschrieben, dem arabischen Gelehrten des 10. Jahrhunderts, der unter dem lateinisierten Namen Alhazan bekannt wurde. … Die älteste veröffentlichte Darstellung der Camera obscura findet sich in der ersten italienischen Ausgabe von Vitruvs „De architectura“ (1521) in Form einer Anmerkung des Übersetzers. Cesare Cesariano, ein Schüler Leonardos, gibt eine zeitgemäße Interpretation des von Vitruv verwendeten Begriffs „spectaculum.“ … Auch Girolamo Cardano, Arzt und Professor der Mathematik in Mailand und einer der bedeutendsten Köpfe der Renaissance, hat in seiner berühmten wissenschaftlichen Enzyklopädie „De Subtilitate“ (1550) schon vor Giovanni Battista della Porta die Camera obscura beschrieben. Vor allem aber scheint er der erste gewesen zu sein, der in diesem Zusammenhang von einer bikonvexen Linse spricht … Angesichts der hier angeführten Beispiele wird man kaum noch bezweifeln, daß die Camera obscura schon weit vor dem 16. Jahrhundert bekannt war. Daß ihre Erfindung meistens, freilich unzutreffenderweise, dem neapolitanischen Forscher Giovanni Battista della Porta zugeschrieben wurde, liegt daran, daß er als erster ihre Verwendung in der Zeichenkunst angeregt hat und daß seine Beschreibung weitaus vollständiger ist als alle zuvor erschienenen“ (H. Gernsheim, Geschichte der Photographie S. 11 ff.). – Außerdem enthält das Werk im Vorwort einen Hinweis auf den Amazonas, interessante Artikel über „Lunettes“, Gravitation, Thermometer und die Heizung. Der Autor erwähnt Albrecht Dürer, Galileo Galilei und andere bedeutende Persönlichkeiten und der dritte Teil beschreibt ausführlich die Pyrotechnik mit schönen Holzschnitten (Raketen etc.). – Gelenke restauriert, durchgehend etwas braunfleckig, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Camera obscura, Mathematics, Mathematik, Optics, Optik, Physics, Physik

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1.200,--  Bestellen
1 Gellius, Aulus. Noctes Atticae. Lugduni (Lyon), A. Gryphius 1566. 12° (12,5 x 8 cm.). 734 (recte 736) S., [55] Bl. mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Ldr. d. Zt. über 4 Bünden mit Rückenverg., Deckelfiletten u. goldgepr. Deckelvignetten.

Adams G 364. Baudrier VIII, 345. – Die berühmte Gryphius Ausgabe des Klassikers. – Aulus Gellius (um 125 – 170), römischer Jurist, begann sein Sammel- und Exzerptenwerk während der „langen Winternächte“ seines Studienaufenthalts in Athen. Zwanzig Bücher füllten die Zettel, als er sich, wohl um das Jahr 170, zur Herausgabe entschloß. Daß damals Publizierte ist nicht unversehrt geblieben: Buch 8 ging bis auf die Kapitelüberschriften verloren, und ebenso ist am Anfang und Ende des Werks ein Stück abgebrochen. Auch wenn Augustin und Erasmus sein Lob in höchsten Tönen singen, bleibt das Werk eine disparate Sammlung von Notizen, Exzerpten und Zitaten aus allen möglichen Büchern und Quellen, vom Verfasser allerdings in unterhaltsamer Form zusammengebracht und vorgetragen. (Vgl. KNLL VI, 197 ff.). – Kapital u. Gelenke restauriert, durchgehend etwas gebräunt, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

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500,--  Bestellen
1 Sirigatti, Francesco. De ortu et occasu signorum. 2 Teile in 1 Band. (Neapoli, Johannes Sultzbach 1531). 8°. 77 num. Bl. (ohne die ersten 4 nn. Bl. mit Vortitel u. Frontispiz u. ohne das letzte weiße Bl.). Prgt. mit altem Material.

Houzeau-Lancaster 2441 (″Fort rare“). Riccardi I/2 col. 459 (″Rarissimo“). Thorndyke V, 253. Nicht bei Adams u. STC Ital. – Sehr seltene erste Ausgabe der einzigen selbständigen Veröffentlichung des Florentiner Astrologen und Astronomen. Die zweite Ausgabe erschien 1536 bei S. Grypius in Lyon. – Auf dem ptolemäischen System basierende Arbeit über die Bewegung der Planeten. Das erste Buch beschreibt die Planetenläufe nach den Monaten, das zweite Buch behandelt astronomische Probleme und die Tierkreiszeichen. Sirigatti übersetzte das „Liber astronomiae“ von Guido Bonatti und Lugio Bellantis’ „Tractatus astronomiae“ und widmet sein Werk dem Medici-Papst Leo X. – Einband mit altem Material fachgerecht erneuert, im unteren Blattrand mit kl. Wurmspuren, die Lagen H-I (16 Bl.) im unteren Rand etwas kleiner, wie oft ohne 4 Blatt (Vortitel, Frontispiz, Widmungsblatt und Epigramm) am Anfang und das letzte weiße Blatt, stellenweise teils stärker gebräunt, das letzte Blatt mit kl. Ausriss im w. Rand, sonst gut erhalten. – Lacking the last blank leaf and the first quire of 4 leaves holding the first title and the frontispice, often missing.

Schlagwörter: Astrologie, Astrology, Astronomie, Astronomy

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1.200,--  Bestellen
1 (Bossigny, Louise de, Contesse d’Auneuil). Cupidon dans le bain, ou aventures amoureuses de personnes de qualité. Par Mme. D***. 2 Teile in 1 Band. La Haye, Meyndert Uytwerf 1698. Kl.-8°. [5] Bl., 322 S. mit gestoch. Frontispiz. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. reicher Rückenverg.

Gay I, 767. Vgl. VD17 23:666902E (dt. Übersetzung, Nürnberg ca. 1700). Nicht bei Barbier u. Hayn-G. – Erste Ausgabe, selten. – Die franz. Schriftstellerin Louise de Bossigny (? – 1700) gründete nach ihrer Heirat mit dem Comte d’Auneuil in Paris einen Salon und ist besonders als Märchen-Autorin bekannt. Einige Märchen wurden auch in die umfangreichste Märchensammlung des 18. Jahrhunderts „Le Cabinet des Fées“ (Paris 1786). Der Herausgeber C.-J. Mayer berichtet in Band 37 über das Leben und die Werke von L. de Bossigny. – N.a.T., gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Antike, Erotica, Literatur

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240,--  Bestellen
1 Matthioli, Petrus Andreas. Kreutterbuch. Sampt dreyen wolgeordneten nützlichen Registern der Kreutter Lateinische und Teutsche Namen, und dann die Artzeneyen, darzu dieselbigen zu gebrauchen innhaltendt. Beneben genugsamen Bericht von den Distillier und Brennöfen. Frankfurt am Main, Jacob Fischers Erben 1626. Folio (40 x 26 cm.). [10] Bl., 460 Bl., [27] Bl. mit handkol. illustr. Titel, ca. 800 handkol. Holzschnitten u. handkol. Druckermarke. Blindgepr. Schweinslederband d. Zt. über Holzdeckeln mit 2 Messing-Schließen.

Hunt 210. Krivatsy 7576. Nissen, BBI 1311. VD17 23:297608Q. – Vierte von Joachim Camerarius bearbeitete Ausgabe, die erstmals 1563 erschienen war und zugleich die letzte Frankfurter Ausgabe. „Der von Camerarius besorgten Ausgabe liegt die Prager Übersetzung durch Georg Handsch zugrunde. Die Abbildungen stammen aus dem Nachlaß Conrad Geßners, den Camerarius erworben hatte“ (Nissen, Kräuterbucher, S. 68). Neben Geßners Holzschnitten wurden auch Holzschnitte der Valgrisi-Ausgabe verwendet. – 6 Bl. (319-324) in alter Handschrift mit 11 Tuschezeichnungen ergänzt, stellenweise gebräunt und etwas feuchtigkeitsfleckig, außergewöhnlich schönes Exemplar der sehr seltenen kolorierten Ausgabe in einem dekorativen zeitgenössischen Einband.

Schlagwörter: Botanik, Botany, Kräuterbücher, Medizin

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12.000,--  Bestellen
1 Moret, Theodor u. Gottfried Fibig. Propositiones mathematicae ex harmonica, de soni magnitudine. Propositae … a nobili & erudito D. Godefrido Fibig, Silesio Vratislaviensi … Anno 1664. die 4. Septembris, horis pomeridianis, in gymnasio Caesarei regiiq[ue]; collegii Vratislaviensis in burgo Societas Jesu. Praeside R. P. Theodoro Moreto … Breslau, Baumannische Druckerei Johann Christoph Jacob 1664. 8°. [10] Bl. mit 1 schematischen Holzschnitt-Tafel u. 2 Vignetten u. Druckermarke in Holzschnitt am Schluß. Moderner Hprgt.

VD17 3:015387D. – Sehr seltene Arbeit zur Harmonielehre. – „Die Pädagogik der Jesuiten, die damals zur modernen ars educandi gehörte, bot viele Möglichkeiten, sich mit Musik zu beschäftigen. In Schulen, Seminaren und Konvikten wurde unter der Leitung der Musikpräfekten und Lehrer, die auch Musiktheorie behandelten, gesungen und gespielt. Denn Musik war an den Jesuitenkollegien Schlesiens einSchulfach. Neben den gebürtigen Schlesiern Balthasar Debitz und Johannes Grodel, die später in Polen und Litauen als Musikpädagogen wirkten, müßen hier auch Théodor Moret (1602–1667), der am 4. September 1664 in Breslau seine Musiktheorie in eineröffentlichen Disputation verteidigen ließ, und Wojciech Tylkowski (1629–1695) genannt werden, der sich in seinem philosophischen Monumentalwerk auch mit Akustik befaßte“ (T. Jez, Musikkultur der Jesuiten im barocken Schlesien. In Bohemia Jesuitica 1556-2006, S. 1022). – Der flämische Mathematiker, Physiker und Astronom T. Moret (auch Theodorus Moretus) war Professor an den Jesuiten-Hochschulen in Prag, Olmütz und seit 1659 in Breslau. „Moretus war ein Mathematiker mit außerordentlich breit gefächerten Interessen. Moretus’ mathematische Werke behandeln vorwiegend praktische Anwendungen dieser Wissenschaft. Aus heutiger Sicht würde man sie zum überwiegenden Teil in die Physik einordnen. Sie behandeln beispielsweise Fragen der Akustik und der Hydrostatik. Aufgrund seiner astronomischen Tätigkeit wurde der Mondkrater Moretus nach ihm benannt“ (Wikipedia). – Der schlesische Jurist G. Fibig (1612-1646) studierte seit 1630 Philosophie und Jura in Leipzig und war danach Professor in Jena (vgl. ADB VI, 757). – Zeitgenöss. Besitzvermerk a. T., stellenweise etwas braunfleckig, sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Harmonielehre, Mathematik, Musik

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600,--  Bestellen
1 Rubeis, Joannes Jacobus de (Ed.). Heroicas Regum Hispaniarum ab imagines Ataulpho ad Carolum II. … Rom, J. J. Rubeis (1685). Folio (37 x 27 cm.). Kalligr. Titel, gestoch. doppelblattgr. illustr. Titel, gestoch. doppelblattgr. illustr. Einleitung u. 85 Herrscher-Portraits in Radierung von Jacques Blondeau nach Ciro Ferri (je 18 x 13 cm.) alle auf kräftiges Büttenpapier montiert und mit Tusche gerahmt. Moderner Leinenband mit goldgepr. Rückenschild.

Sehr seltene Sammlung mit 85 Barock-Portraits von Athaulf, dem Anführer der Westgoten, bis Karl II., König von Spanien, jeweils mit kurzen Lebensbeschreibungen im dekrativen architektonischen Rahmen. – Wir können weltweit nur ein Exemplar (mit nur 81 Portraits) in der Österreichischen National-Bibliothek nachweisen (lt. KVK). – Der ital. Maler, Zeichner, Bildhauer und Architekt C. Ferri (1633-1689) war Schüler von Pietro da Cortona und vollendete nach dem Weggang seines Meisters aus Florenz dessen Fresken im Palazzo Pitti. Später kehrte er nach Rom zurück, wo er als Maler und Architekt tätig war. – Der flämische Kupferstecher Jacques Blondeau (1655-1698) ging nach seiner Ausbildung bei Frederik Bouttats d. J. in Antwerpen, 1675 nach Rom. – Alle Radierungen bis an den Plattenrand beschnitten, sauber und sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Portrait, Portraits, Porträt, Porträts, Porträtwerke, Spanien

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2.500,--  Bestellen
1 Engelgrave, Johannes Baptista. Meditationes pro toto anno in tres partes distribvtæ. Sensum litteralem et moralem Evangeliorum, piis affectibus illustrantes, ad usum privatum, & publicum concionatorum, qvarvm prima est in dominicas, & ferias majores. Secunda in Festa Sanctorum illustrium, & Communia de Sanctis. Tertia in vitam Christi reliquam, & Passionem … 3 Teile in 1 Band. Antwerpen, J. Cnobbar 1658. Gr.-8°. [8] Bl., 454 S., [6] Bl. mit gestoch. illustr. Titel (von Jak(ob) Neefs nach Ph(ilip) Fruytiers) u. illustr. Holzschnitt-Initiale. Prgt. d. Zt. mit handschr. Rückentitel.

De Backer-Sommervogel III, 398. – Erste Ausgabe. – Der belgische Jesuit Jean Baptiste Engelgrave (1601-1658) war der Bruder von Henri (Heinrich) Engelgrave und seit 1619 Rektor des Collége de Bruges. – Der dekorative Barock-Titel wurde von dem flämischen Maler und Grafiker P. Fruytiers (1610-1666) ausgeführt, der 1631 und 1632 Meister der Antwerpener Lukasgilde war. Fruytiers ist besonders als Miniaturmaler bekannt, seine berühmtste Miniatur zeigt Rubens vier Kinder, seine zweite Frau Helena Fourment und zwei Bedienstete aus dem Jahr 1638 (Royal Collection, Windsor Castle ). – Spiegel von den Innendeckeln gelöst, sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Jesuiten, Theologie

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280,--  Bestellen
1 Horn, Georg. Orbis politicus imperiorum, regnorum, principatuum, rerumpublicarum. Cum memorabilibus historicis, & geographia veteri ac recenti. Editio septima auctior & Emendatior. 4 Teile in 1 Band. Frankfurt am Main, Arnst 1675. 12° (13,5 x 8 cm.). [12] Bl., 146, 120, 155, 94 S., [22] Bl. mit gestoch. illustr. Titel. Prgt. d. Zt. mit kalligr. Rückentitel.

ADB XIII, 137 f. Graesse III, 370 f. VD17 23:325428 N. – Erschien zuerst 1668. – Die ersten drei Teile bringen Nachrichten über alle Herrscher und Reiche Deutschlands, Europas und der Welt, „die heute blühen“, der vierte Teil die alte und neue Geographie. – Mit interessanten Artikeln über Aethiopien Arabien, China, Korea, Japan und Amerika. – Lange Zeit von der Wissenschaft kaum wahrgenommen, gilt der Geograph und Historiker G. Horn (1620-1670) heute als einer der originellsten deutschen Geschichtstheoretiker seiner Zeit. Er entfaltete „eine große litterarische Thätigkeit, die, gegen den Scholasticismus gerichtet, der Erleichterung des Studiums der Realien gewidmet war. Für die studirende Jugend bestimmt, erlangten seine lateinisch geschriebenen Lehrbücher der Universalgeschichte eine weite Verbreitung in Holland und Deutschland noch lange nach seinem Tod, nämlich seine „Historia ecclesiastica et politica“, „Arca Noae“, „Orbis Politicus“ und „Orbis Imperans“, die zusammen eine Encyklopädie der Geschichte und Geographie bilden“ (ADB). – Einband stärker angestaubt u. fleckig, Kapital am hinteren Gelenk etwas eingerissen, durchgehend etwas gebräunt und fleckig, stellenweise Wurmspuren im unteren Blattrand (minimaler Textverlust), noch gutes Exemplar.

Schlagwörter: Geographie, Geography, Politics and government, Politik

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280,--  Bestellen
1 Deslyons (auch Des Lions), Jean. Traitez singuliers et nouveaux contre le paganisme du roy-boit. Le I. Du Ieusue ancien de l’Eglise Catholique la Veille des Roys. Le II. De la Royauté des Saturnales remise & contrefaite par les Chretiens charnels et cette Feste. Le III. De la Superstition du Phoebé, ou de la sottise du Febué. A messieurs les theologaux de toutes les Eglises de France. Ouvrage utile aux curez, aux predicateurs, & au peuple. 3 Teile in 1 Band. Paris, C. Savreux M. DC. LXX. (1670). Kl.-8°. [56], 346 S., 1 w. Bl. OLdr. mit goldgepr. Rückenschild u. floraler Rückenverg.

Analecta Biblion II, 310 f. Bitting 122. Dinaux I, 320. Höfer XIII, 839. Oberlé Fastes 496. Simon, Gastr. 485. Vicaire 272. – Erste Ausgabe. – Wichtige zweite Arbeit des franz. Historikers über die Festbanquette am Vorabend der Krönungszeremonien der franz. Könige. Deslyons untersucht die Tradition von Festlichkeiten des Adels bis zurück in die Antike. Das Buch ist eine erweiterete Ausgabe von „Discours ecclesiastiques contre le paganisme des Roys de la Feve et du Roy-Boit“ (Paris 1664). – „C’est en vain que le savant Deslyons s’autorise, pour les temps anciens, de St. Augustin, des évêques d’Afrique, et pour les temps modernes, des Stappleton, Colveneres, Barthélémy Pierre et de tous les docteurs de la célèbre faculté de Douai, nous ne saurions concevoir la sérieuse indignation que lui cause notre banquet de veille des rois, avec ses cris Le Roy boit, sa fève royale et son innocente gaîté. Tant de sainte fureur pour si peu … Que la tradition populaire qui a perpétué chez nous cette coutume joyeuse ait sa source dans certaines cérémonies du paganisme, cela peut être; mais y a-t-il de quoi se fâcher? … Dans le second traité qui est aussi savant et plus amusant à lire… Il établit d’après Lucien, Macrobe, Athénée, Horace, Juvénal, Martial et Tacite que notre festin du Roi boit est une dégénération peu dissimulée des Saturnales … Au troisième traité, il se livre à des investigations étymologiques au sujet de la fève du gâteau des rois. Vient-elle du mot Phoebus ou de Faba ou d’éphèbe à cause de l’enfant qui tire le gâteau? Deslyons adopte l’étymologie de faba en quoi nous lui donnons toute raison“ (A. F. L. Marquis du Roure in Analecta Biblion). – Deslyons „violently opposes the ceremonies of the Roys de la Feve et du Roy-Boit and establishes that the eve of the Epiphany, like other fetes, was consecrated to prayer and not to joy and banquets. In the second discourse he seeks to reform the rejoicings and to suppress the feast as an orgy, resembling the Saturnalia of the ancients“ (Bitting 122 zu „Discours…“). – J. Deslyons (1615-1700) war Dekan und Doktor der Theologie an der Sorbonne. – Einband etwas berieben, N.a.T, durchgehend etwas gebräunt und vereinzelt leicht braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Adel, Epiphany, France, Frankreich, Gastronomie, Gastronomy, Kulturgeschichte, Soziologie

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400,--  Bestellen
1 I. Nach dem die königl. landtaffel… II. Gestaldt dan auch wier uns und den Regierenden Königen… III. Wann ein Testament Contract oder ein anders Instrument in die Landtafel… IV. Insonderheit sollen unsere unter ambt Leuthe… V. Ferner setzen und ordnen wier daß gleich wie von alters her kommen… VI. Wie wohl einem Jeden frey steh et dergleichen Pfandts Verschreibung… Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. 16. Jahrhundert. 4°. 2 S.

In schöner Kalligraphie in Rot und Schwarz ausgeführt. In den oberen Ecken num. „45/46“. – Etwas braunfleckig und gebräunt.

Schlagwörter: Handschrift, Handschriften, Manuscripts, Manuskripte

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180,--  Bestellen
1 Lipsius, Justus (eig. Joest Lips). De constantia libri duo. Qui alloquium praecipue continent in Publicis malis. Ultima editio, castigata. Antwerpen, J. Moretus für Plantin 1605. Gr.-8°. [8] Bl., 86 S., [5] Bl. mit großer gestoch. Druckermarke. Pbd. d. Zt.

Adams L 770 ff. Brunet III, 1093. Graesse IV, 220. Vgl. ADB XVIII, 741 ff. NDB XIV, 676 ff. Ziegenfuss II, 64. – Schöne Plantin-Ausgabe (5. Aufl.) der berühmten Abhandlung über die Beständigkeit, zuerst 1584 erschienen. – „Die kleine weitverbreitete Schrift ist das Hauptwerk des sich auf Seneca berufenden Neu-Stoizismus, in welchem der niederländ. Späthumanismus und die Erfahrungen der Religionskriege philosophisch Ausdruck fanden“ (G. Böhme in Lexikon der philosophischen Hauptwerke). – „Bedeutsamer waren im erzieherischen Sinne seine Kompendien zur stoischen Philosophie, handlich und schnell zu bewältigen auch für Welt- und Geschäftsleute. Die zwei Bücher „De constantia“ (1594) erlebten in zwei Jahrhunderten 75 Auflagen (Original und verschiedensprachige Übersetzungen). … L. war nicht der erste und einzige Propagator stoischer, vernunftbegründeter Ethik und Weltauffassung in einem Jahrhundert, das, von Fatalismus und Fortunaglauben heimgesucht, aus solcher – dem Christentum nicht fremder – alter und jetzt neu dargebotener Lehre und Kraft Trost erhoffte … L. war eine weiche, irenische, ängstliche und z. T. sicher auch unpolitische Gelehrtennatur. Sein wissenschaftlicher Ruhm und seine immense Wirkung wurde von den Zensuren und Anfeindungen der drei Religionsparteien nicht gemindert, sondern vermehrt“ (H. Dollinger in NDB). – Einband restauriert, Titelblatt stärker wasserfleckig, durchgehend im oberen und rechten Blattrand wasserfleckig und gegen Ende auch etwas sporfleckig, noch gutes Exemplar aus der Bibliothek des bedeutenden franz. Bibliothekars und Historikers Anatole de Montaiglon (1824-1895) mit dessen Exlibris.

Schlagwörter: Philosophie, Stoizismus

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350,--  Bestellen
1 Romphile (auch Rampalle, Jean Antoine). La chyromantie naturelle. Lyon, Antoine Jullieron 1666. Kl.-8°. [8] Bl., 78 S. mit Holzschnitt-Druckermarke u. 6 ganzs. Kupferstichen. Flexibler Prgt. d. Zt.

Caillet III, 427. Vgl. Graesse XVI, 155 (Ausgabe von 1653). Nicht bei Ackermann, Geh. Wiss. u. Rosenthal, Bibl. mag. et pneum. – Zweite Ausgabe, die erste Ausgabe erschien 1665 in Paris. – „C’est un des meilleurs traites de chiromancie qui existent, orne de nombreuses figures finement gravee“ (Caillet). – Die Kupfer mit Darstellungen und Erklärungen der wichtigsten Handlinien. – Einband stärker angestaubt und etwas fleckig, Spiegel von den Innendeckeln gelöst, Titel- u. Widmungs-Bl. mit Randläsuren, stellenweise etwas gebräunt, fleckig und wasserrandig, insgesamt gut erhalten.

Schlagwörter: Handlesekunst, Okkultismus / Geheimwissenschaften, Prophetie

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600,--  Bestellen
1 Strauch, Aegideus. Tabulae sinuum tangentium logarithmorum et per universam mathesin… 2 Teile in 1 Band. Amsterdam u. (Wittenberg), Schumacher 1700. 8°. 32, 562 S., [2] Bl.; 101 S. mit Titel in Schwarz u. Rot u. gestoch. Frontispiz. Prgt. d. Zt.

VD17 14:696234M. – Strauch (1632-1682) hatte seine Logarithmentafel erstmals 1662 publiziert. Eine deutsche Übersetzung beider Werke, ebenfalls zusammen veröffentlicht, erschien kurz nach der vorliegenden lateinischen Originalausgabe im Jahr 1700. – Einband etwas angestaubt, die ersten vier Bl. im unteren Rand hinterlegt (ohne Textverlust), stellenweise etwas gebräunt und leicht fleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Mathematik

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200,--  Bestellen
1 Coster, Franciscus. Enchiridion controversiarvm praecipvarvm nostri temporis de religione. In gratiam sodalitatis Beatissimae Virg. Mariae. Editio Postrema, Multò quàm antehac, auctior, vt in indice controuersiarum asteriscis notatum. Coloniae (Köln), Hermann Mylius 1612. 8°. [22] Bl., 732 S. Blindgepr. Schweinslederband über Holzdeckeln mit 2 Messing-Schließen.

De Backer-Sommervogel II, 1515. VD 17 12:107801R. – Hauptwerk des belgischen Jesuiten Franz Coster (1531-1619). – „Sein Wirken fällt in die Anfangszeit des Jesuitenordens in Deutschland; er wirkte eifrig für die Wiederbekehrung der Protestanten zum Katholicismus und verfaßte ein Handbuch der Controversistik (″Enchiridion controversiarum praecipuarum nostri temporis“, Köln 1585), welches bis zum J. 1621 herab eine ganze Reihe von Auflagen erlebte. Außerdem führte er mancherlei literarische Fehden über controversistische Themata mit calvinischen und lutherischen Theologen: Marbach, Gomarus, Grevinchov, Lucas Osiander etc.“ (Werner in ADB IV, 515). – Coster galt als „Malleus haereticorum“ (Wetzer-W. III, 1157). – Einband etwas berieben, St.a.T., zeitgenöss. Besitzvermerk a. T., schönes Exemplar in einem dekorativen zeitgenöss. Einband.

Schlagwörter: Einbände, Jesuiten, Reformation, Theologie

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240,--  Bestellen
1 Arnobius, (Afer). Disputationum adversus gentes libri septem. M. Minucii Felicis Octavius. Editio noua, ad editionem Romanum expressa, quibusdam tamen in locis e ms. Reg. aucta & emendata. Paris, M. Orry 1605. 8°. [8] Bl., 378 S., (14) Bl., 427, (34) S. Fexibler Prgt. d. Zt. mit kalligr. Rückentitel.

Vgl. Adams A 1994. Clement II, 132, 24 u. Ebert 1219 (alle erste Ausgabe, Rom 1542). – Kurz nach 303 verfaßte Streitschrift gegen das Heidentum. Hieronymus zufolge bewarb sich der aus Sicca in Nordafrika stammende Autor mit diesem Werk für die Zulassung zur Taufe. Wie die frühen Ausgaben, enthält die vorliegende Ausgabe neben der sieben Bücher umfassenden Streitschrift noch den als Apologie des Christentums konzipierten Dialog „Octavius“ des Marcus Minucius Felix (um 200). – Titelbl. mit alt hinterlegtem Stempelausschnitt, sehr gutes nahezu fleckenfreies Exemplar.

Schlagwörter: Theologie

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220,--  Bestellen
1 Tympe, Matthäus. Theatrum historicum. Continens vindictas divinas, et praemia Christianarum virtutum, ex gravissimis Graecis, Latinis, sacris ac profanis historicis, per locos communes iuxta alphabeti seriem dispositum. Editio secunda. Coloniae Agrippinae (Köln), Johann Gymnich 1614. 8°. [12] Bl., 387 S., [11] Bl., 364 S. [i. e. 370], [58] Bl. mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Blindgepr. Schweinslederband d. Zt. mit 1 (statt 2) Messing-Schließe.

ADB XXXIX, 55. VD17 12:104714B. – Erschien zuerst 1611 mit dem Titel „Triumphus seu admiranda praemia christianarum virtutum“. 1625 erschien eine dritte Ausgabe. – M. Tympe (biogr. Daten unbekannt), „ein überaus fruchtbarer theologischer Schriftsteller, der 1615 nach seiner eigenen Angabe schon 79 Bücher geschrieben und „denselben so vil tausendt gedruckte exemplaria“ hat verbreiten lassen. Nachdem er drei Jahre lang Conrector in Jülich, darauf vier Jahre hindurch Professor der Philosophie und Beredsamkeit in Köln gewesen, berief ihn das Osnabrücker Domcapitel Anfang 1595 (Bestallung vom Dienstag nach Judica) als Rector an die dortige Domschule. Diese war seit der Zeit des Augsburger Interims (1548) von katholischen und evangelischen Schülern besucht worden; jetzt aber, als der neue streng katholische Rector die früheren Lehrer durch andere – jesuitische nannte sie das Volk – ersetzte, die lutherischen Schulbücher abschaffte, den Katechismus des Canisius einführte und die evangelischen Einwohner auch anderweitig verletzte, nahmen letztere fast sämmtlich ihre Söhne aus der Domschule und erhielten am 18. October 1595 vom Stadtrath die bereits 1583 für den Fall eines confessionellen Zwistes ausgebaute Kirchspielsschule zu St. Marien als neue Rathsschule (später Rathsgymnasium) überwiesen. Da den neuen Lehrern der Domschule mancherlei Unglimpf widerfuhr und an Schutz nicht zu denken war, forderte der Rector des Laurentianischen Gymnasiums zu Köln die von dort abgegebenen Lehrer wieder zurück, während T. selbst das Pastorat zu St. Petri in Köln in Aussicht gestellt wurde … Die Klagen über T. dauerten fort: hauptsächlich legte man ihm zur Last, daß er unpassende Collaboratoren anstelle und den Schülern zu viel Geld abnehme … Schließlich konnte sich auch das Domcapitel der Ueberzeugung nicht mehr verschließen, daß unter Tympe’s Rectorat ein rechtes Gedeihen der Domschule nicht zu erwarten sei, und da T. die Unzufriedenheit des Capitels verschiedentlich zu spüren hatte, legte er im Winter 1608 die schon seit einem Jahrzehnt ihm gründlich verleidete Stelle nieder und übernahm das Rectorat des v. Detten’schen Collegs in seiner Vaterstadt Münster“ (P. Bahlmann in ADB). – Einband etwas berieben, St.a.T., stellenweise leicht fleckig und gebräunt, gutes Exemplar in einem dekorativen zeitgenöss. Einband.

Schlagwörter: Theologie

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240,--  Bestellen
1 Aletophilus, Constantin (d. i. Nicolaus Gürtler). Der bedruckte Palm-Baum Christlicher Warheit, oder Verfolgte Protestant und Waldenser. Vorgestellt in einer ausführlichen und warhafften historischen Beschreibung aller derer Verfolgungs-Gewitter, so über dieselbe von der Regierungs-Zeit deß Königs von Franckreich, Philippi, deß Zweyten, biß auf … Ludwig den Vierzehenden … ergangen … Dabey auch Die fürnehmste Königliche Edicta, so von der Clerisey gegen sie ausgewirckt worden … Und endlich, Wie man solcher Gewissens-Freyheit … die Flügel gekürtzt … Erster Theil (von 2). Nürnberg, Endter 1687. Gr.-8°. [4] Bl., 790 [i.e. 792] S. mit gestoch. Frontispiz. Prgt. d. Zt.

VD17 3:005129R. – Seltene erste Ausgabe. – N. Gürtler (1654-1711) war einer der gelehrtesten und belesensten protestant. Theologen seiner Zeit (vgl. ADB X, 185). – Einband angestaubt und etwas fleckig, durchgehend gebräunt und etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Barockliteratur, Protestantismus, Theologie, Waldenser

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200,--  Bestellen
8 Ferentilli, Agostino. Discorso universale, nel quale discorrendosi per le sei eta, & le quattro monarchie; si raccontano tutte l’historie & l’origine di tutti gl’inperij, regni, & nationi; cominciando dal principio del mondo, fino all’anno MDLXIX. Nel fine del quale si mostra con diligente calcolo de’ tempi, quanto habbia da durare il presente secolo, seguitando in ciò l’opinione di Elia Rabino, & di lattantio firmiano. Aggiuntaui la creatione del mondo, descritta da filone hebreo, et tradotta dal medesimo Ferentilli. 2 Teile in 1 Band. Vinetia (Venedig), Giolito de Ferrari 1574. 8°. [8] Bl., 231 S., [28] Bl. mit 2 Druckermarken in Holzschnitt auf den Titeln, 10 Holzschnitten im Text und figürlichen Holzschnitt-Initialen. Prgt. d. Zt.

Vgl. BM STC, Italian Books S. 246. STC 246. Gamba 1393. Jöcher II, 565 f. Nicht bei Adams. – Frühe Ausgabe der erstmals 1570 erschienenen schön ausgestatteten Weltgeschichte, die den Zeitraum bis 1569 behandelt. Mit interessanten Artikeln über die Erfindung der Buchdruckerkunst durch J. Gutenberg, den Tod Michelangelos (1560, S. 229) oder über Tizian (S. 231). – „Il suo discorso è un ben eseguito compendio di storia di tutte le età“ (Gamba). – Einband leicht fleckig, das erste Titelbl. alt aufgezogen, stellenweise teils stärker braunfleckig, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Geschichte, Italien, Weltgeschichte

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700,--  Bestellen
  Martin, B(arthélemy). Traité de l’usage du lait. Paris, Thierry 1684. Kl.-8°. [6] Bl., 146 S., [4] Bl. Hprgt. d. 18. Jahrhunderts.

Vgl. Quérard V, 575 (Ausgabe von 1706). – Sehr seltene erste Ausgabe. – Behandelt Butter, Käse und andere Milchprodukte sowie medizinische Anwendungen der Milch. – B. Martin (1612-1698) war Apotheker am Hof von Louis III. de Bourbon, Prince de Condé (1668-1719). – Rücken etwas berieben und fleckig, Ecken bestossen, hinterer freier Vorsatz fehlt, zeitgenöss. Besitzvermerk a. T., sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Käse, Lebensmittel, Medizin, Milch, Milch-Produkte, Pharmazie

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750,--  Bestellen
1 Bonanno (eig. Buonanni), Filippo. Recreatio mentis et oculi in observatione animalium testaceorum curiosis naturae inspectoribus … Nunc denuo ab eodem Latine oblata, centum additis testaceorum iconibus … 2 Teile in 1 Band. Rom, Varesius 1684. Gr.-8°. [8] Bl., 270 S., [6] Bl. (das letzte weiss) mit 2 Kupfertiteln, 3 gestoch. Zwischentiteln sowie 140 Kupfertafeln. Ldr. d. Zt. auf 5 Bünden mit goldgepr. Rückenschild u. floraler Rückenverg.

Agassiz I, 352, 3. DSB II, 591. Nissen 754 und II, 127. Zachert/Zeidler I, 289. Vgl. Poggendorff I, 341. – Erste lateinische Ausgabe. – Aufwendig gestalteter, erster ausschließlich Schnecken und Muscheln gewidmete Sammlungskatalog. Gegenüber der italien. Original-Ausgabe von 1681 um zahlr. Figuren vermehrt. – Buonanni war Schüler von Athanasius Kircher und folgte diesem 1698 auf seinen Lehrstuhl am Collegium Romanum. – „In his Recreazione … a work valuable for its many illustrations of shells, he explicitly affirmed his belief in the spontaneous generation of mollusks and rekindled the controversy over generation that had flared in 1671 between Kircher and Freancesco Redi“ (DSB). – Die schönen Kupfer zeigen über 500 Schnecken und Muscheln, unterteilt in die 3 Klassen Testaceorum univalvium non turbinatorum, Testaceorum bivalvium und Testaceorum univalvium turbinatorum. Außer den detailgetreu dargestellten Muscheln und Schnecken zeigen die letzten 6 Tafeln und die 2 Titelkupfer Muschelköpfe und -figuren im Stil des Archimboldo, darunter einen von 2 Delphinen getragenen Neptun. – Außerdem enthält das Werk interessante Artikel über Mikroskopie (S. 26 ff.) und Teleskopie (S. 85), über Amerco Vespuci (S. 94), Columbus und Amerika (S. 79), René Descartes (S. 211), über den Farbstoff Purpur und anderes. – Einband etwas berieben, Rückenverg. teils oxidiert, nur vereinzelt leicht braunfleckig, sehr gutes Exemplar eines der schönsten Bücher zum Thema.

Schlagwörter: Biologie, Mollusken, Muscheln, Naturwissenschaften, Schnecken, Weichtiere, Zoologie

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3.500,--  Bestellen
1 Colbert, Jean-Baptiste, Marquis de Seignelay (1651-1690, französ. Minister der Marine und des königlichen Hauses, gleichnamiger Sohn des Finanzministers). Brief mit eigenhändiger Unterschrift „Seignelay“. Versailles 12. Mai 1682. 4° (32 x 21,5 cm.). 1 Bl., 1 S. beschrieben.

„Pour response a la lettre que vous avez pris la peine de mescrire le 2e. des ce mois, J’escris par ordre du Roy aux officiers des admirautez de Languedoc de faire toutes les diligences necessaires pour faire arrester trois, ou quatre des matelots qui ont fuy lors de la derniere levée, et de les faire punir suivant la rigueur de l’edit de 1673…“. – Etwas angestaubt und mit geringen Randläsuren, links ein Streifen des abgeschnittenen hinteren Blattes überklebt und mit Sammlerstempel (Börje Israelsons).

Schlagwörter: Autograph, Autographen, Autographs, Barock, Frankreich, Marine, Militaria

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380,--  Bestellen
1 Creutzing, Caspar. Dissertatio de Jocalibus. Vom Weiber-Schmuck. Quam in illustri academia Salana, praeside Petro Müllero. Jena, Müller 1680. 8°. [30] Bl. Heftstreifen.

Hayn-Gotendorff V, 196. – Seltene erste Ausgabe dieser wiederholt aufgelegten Dissertation. Über die Arten des Schmucks, Verarbeitung, Material etc. Mit deutschen Texteinschüben. – Etwas gebräunt, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Kunsthandwerk, Schmuck

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200,--  Bestellen
1 Gillier, P(ierre). Livre d’airs et de simphonies meslés de quelques fragmens d’opera de la compostion. Paris, Chez l’auteur et Foucault s. d. (1697). Quer-4°. 99 S. mit 2 illustr. Titelbl. u. Musiknoten, alles in Kupferstich von (Jérôme) Bonneuil nach (Francois) Lemoyne. Ldr. d. Zt. mit reicher floraler Rückenverg.

Hirsch III, 768. MGG V, Sp. 125 ff. RISM G 2087. – Einzige Ausgabe der äußerst seltenen Barock-Partitur. Weltweit nur 4 Exemplare in öffentlichen Sammlungen nachweisbar (3 in Paris und 1 in London, lt. RISM). – „Das Livre d’Airs et de symphonies mesles de quelques fragmens d’opera ist besonders interessant, weil es einwandfrei von Pierre Gillier stammt und weil es sowohl Vokal-, als auch Instrumental-Musik enthält. Es umfaßt 80 Stücke, Orchester-Zwischenspiele in Form von Ouvertüren, Préludes, Airs für Violine, Airs „à jouer et à chanter“, Fanfaren, Tanz-Sinfonien als charakteristische Ballett-Entrées (Schäfer, Schäferinnen), Märsche, Chaconnen, Louren, Gavotten, Passacaglien und Sarabanden, gesungene Airs aller Art, dramatische Airs mit vorhergehendem Rezitativ, kleine Airs mit Vorspielen, Zwischenspielen und Nachspielen oder „ritournelles“ sowie 2- und 3stimmige Chöre. Zu allen Stücken ist Cembalo vorgeschrieben, zu dem bei den Tanzairs noch Oboe und Flöte hinzukommen… Der italienische Einfluß ist deutlich erkennbar…“ (MGG). – Der franz. Komponist und Sänger P. Gillier (1665-nach 1698) „wurde möglicherweise – ebenso wie sein Bruder Jean-Claude (1667-1737) – zunächst an der Maîtrise von Notre-Dame in Paris unterrichtet. In der Folge war er „Page de la musique de la Chambre du roi sous les plus habiles maîtres“ (Widmung zum Livre d’airs von 1697) und somit Schüler von M. Lambert. Es kann als gesichert gelten, daß sich Abraham du Pradel (1692) bei der Nennung der in Paris ansässigen „maîtres pour le chant“ auf Pierre Gillier bezieht. 1694 wird Gillier im Etat de la France als „ordinaire de la musique de Monsieur (dem Bruder Ludwigs XIV.)“ genannt. Sein Livre d’airs (1697) ist dem Herzog von Chartres (dem Sohn Monsieurs) gewidmet, in dessen Diensten er zur Zeit der Veröffentlichung ebenfalls stand“ (MGG² online). – Einband unauffällig fachgerecht restauriert, Vorsatz mit zeitgenöss. Besitzvermerk „L’abbe de Gévaudan“, die ersten und letzten Bl. im Rand etwas braunfleckig, sonst sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Barock, Frankreich, Musik

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8.000,--  Bestellen
1 La Suze, (Henriette de Châtillon de Coligny, Comtesse de). Recueil de pieces galantes en prose et en vers. De Madame la Comtesse de la Suze et de Monsieur Pelisson. Augmenté de plusieurs elegies. 3 Teile in 1 Band. Paris, Quinet M.DC.XCV. (1695). Kl.-8°. 616 S. mit Titel in Rot u. Schwarz u. Druckermarke. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch. u. reicher Rückenverg.

Vgl. Vapereau 1198. – Zuerst 1668 erschienene Sammlung mit Gedichten und kleinen Erzählungen der französischen Dichterin H. de la Suze (1618-1673). – Einband teils stärker berieben, Gelenke spröde u. angeplatzt, durchgehend gebräunt.

Schlagwörter: Barockliteratur, Erotica, Literatur

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70,--  Bestellen
1 Lanuza, Géronimo Battista de. Medulla cedri libani, sive conceptus praedicabiles super Dominicas et festa totius anni. Collegit qui et primus in latinum transtulit. Editio secunda auctior & correctior. 2 Teile in 1 Band. Köln, Kalcovius 1655. 8°. [12] Bl., 383 S.; [23] Bl., 334 S. Prgt. d. Zt.

VD17 12:204493G. – Zuerst 1653 in Antwerpen erschienene Predigtsammlung des span. Theologen G. B. de Lanuza (1553-1625). – Rücken alt restauriert, stellenweise teils stärker gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Homiletik, Predigtsammlung

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170,--  Bestellen
1 Mazarin – (Vialart, Charles). Ministerivm Cardinalis Mazarini cum observationibvs politicis. (Ab anno 1610. Usque ad annum 1650). O.O., Dr. u. J. (Frankfurt a. M., Schönwetter u. Weiss 1652). 8°. 612 S., [5] Bl. Prgt. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild.

Barbier II, Sp. 783. VD17 39:123534F. Vgl. Holzmann-Bohatta III, 4842 (andere Ausgabe). – In sich abgeschlossener zweiter Teil, welcher die Regierungszeit Kardinal Mazarinis beschreibt. – Stellenweise etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Frankreich, Geschichte, Mazarin, Jules / Biographien

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70,--  Bestellen
1 Ovidius Naso, Publius. L’art d’aimer d’Ovide. Traduit en vers francois (par Claude Nicole). Dedié à Monseigneur le Duc de St. Aignan. Paris, Ch. de Sercy 1664. Kl-8°. [11] Bl., 71 S. mit gestoch. Frontispiz u. 1 Kupfertafel von Picart nach Thomas Menessier. Flexibler Prgt. d. Zt.

Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – Der franz. Schriftsteller und Übersetzer C. Nicole (1611-1685) hat außer seiner Komödie „Le Phantosme“ (1656) ausschließlich antike Klassiker in Französische übersetzt. Die vorliegende schön ausgestattete Ausgabe erschien auch als 2. Band seiner „Oeuvres“ (1662 ff.). – Deckel etwas verzogen, Titel mit kl. Wurmspur im Falz, nur vereinzelt leicht gebräunt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Erotica, Philosophie

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170,--  Bestellen
1 (Pinamonti, Giovanni Pietro). La vera sapienza overo considerazioni utilissime all’acquisito del timor di Dio. Bologna u. Parma, Pazzoni e Paolo Monti 1696. 12° (11 x 5,5 cm.). 96 S. Goldlackierter Pbd. d. Zt.

De Backer-S. VI, 778. LThK VIII, Sp. 281. – Zuerst 1677 erschienenes kleinformatiges mystisches Gebetbuch. Eine deutsche Übersetzung erschien mit dem Titel „Wahre Weisheit, oder sehr nützliche Betrachtungen die heilsame Furcht Gottes zu erlangen“ u. a. in Konstanz. – Der ital. Jesuit G. P. Pinamonti (1632-1703) wirkte zusammen mit Paolo Segneri (1624-1694) als Volksmissionar in Mittel- und Norditalien. Zusammen mit Johannes Eudes und Joseph de Gallifet gilt er als wichtigster Förderer der Verehrung des Herzens Mariä in seiner Zeit. – Rücken im unteren Drittel etwas beschädigt, durchgehend etwas gebräunt und am Ende teils eselsohrig.

Schlagwörter: Jesuiten, Mystik, Theologie

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140,--  Bestellen
1 Polanco, J(uan Alfonso). Breve Directorivm Ad Confessarii & confitentis munus recte obeundum. Paris, Corboni 1589. 12° (12 x 8,5 cm.). Titel, 171, [2] Bl. mit 2 Druckermarken, 2 blattgr. Holzschnitten u. einigen verzierten Initialen. Prgt. d. Zt. mit handschr. Rückentitel.

Adams C 2817. De Backer/S. VI, 942. – Mit dem Zwischentitel „Methodus ad eos adivvandos qui moriuntur“. – J. A. Polanco (1517-1576) war Generalsekretär des Jesuitenordens, Sekretär von Ignatius von Loyola, Diego Lainez und Francisco des Bor. – Einband etwas fleckig, Exlibris, zeitgenöss. Besitzvermerk a. T., gutes Exemplar.

Schlagwörter: Jesuiten, Theologie

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240,--  Bestellen
1 Savary (des Bruslons), Jacques. Der vollkommene Kauff- und Handels-Mann, oder allgemeiner Unterricht alles, was zum Gewerb und Handlung allerhand beydes Frantzösischer als Außländischer Kauff-Wahren gehört … Von dem Banco, Wechsel und Gegenwechsel. Von den gewöhnlichen Handlungs-Gesellschafften. Von den Fallimenten, Banquerotten, Absonderungen … Von der Art und Weise, Iournal- und Tags-Bücher über Kauff und Verkauff, Cassa- und Schuld-Bücher zuhalten. Nebenst denen Formularien der Wechsel-Brieffe … 2 Teile in 1 Band. Genf, Widerhold 1676. 8°. [14] Bl., 476 S.; 372 (recte 374) S., [1] Bl., 23, (1) S. (Ordonnanz Ludwigs XIV. von 1673), [16] Bl. mit 2 gestoch. Frontisp. Mod. Ldr. im Stil der Zeit mit goldgepr. Rückentitel u. schwarzgepr. Ornamentik.

Kress 1419. Sauer & Auvermann, Kat. 5, 1404 f. Sundhoff, Dreihundert Jahre Handelswissenschaft S. 30 f. (ausführlich). VD17 32:664627F. Vgl. Einaudi 5097. Goldsmiths 2167. Humpert 312. Sabin 77270 (franz. Ausg.). Nicht bei Fromm u. Stammhammer. – Einzige vollständige deutsche Ausgabe des Klassikers der Nationalökonomie, im gleichen Jahr erschien in Genf auch eine deutsch-französische Ausgabe – die zweite Ausgabe überhaupt – deren deutscher Text mit der vorlieg. Ausgabe identisch ist. Die französ. Originalausgabe „Le parfait Négociant“ des Handelsschriftstellers Jacques Savary (1622-1690) erschien 1675 in Paris. – „Das umfangreiche Material, das Savary in seinem Werke übersichtlich darbietet, ist aus mehreren Quellen geschöpft. Vieles geht auf die reiche eigene Erfahrung und seine große Sachkenntnis zurück, sowohl aus der Zeit früherer kaufmännischer als auch aus der späteren Periode vorwiegend beratender Tätigkeit. Besonders diesem Umstand verdankt das Buch seine außerordentlich große Wirkung auf die Praktiker vieler Generationen, so daß man es bis in das 19. Jahrhundert als Ratgeber in den französischen Kontoren fand“ (Sundhoff S. 38). – „Das berühmte klassische Kaufmannsbuch, für die Geschichte des Handels von unschätzbarem Quellenwert. Das Werk vermittelt einen einzigartigen Einblick in die Geschäftswelt um die Wende des 17. Jhdts. und ist selbst heute hinsichtlich seiner Brauchbarkeit nicht überholt. Man kann sogar ohne Übertreibung sagen, daß kein zweites Werk jemals einen solchen Einfluß auf die Entwicklung der Betriebswirtschaft gewonnen hat, auch über die Grenzen seiner sprachlichen Heimat hinaus“ (Sauer & Auvermann). – Enthält auch vieles über den Überseehandel (Afrika, Asien, Amerika). – Einband fachgerecht erneuert, ohne die Kupfertafel (versch. Waagen, liegt in verkl. Kopie bei), stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar mit dem oft fehlenden Supplement (Ordonnanz Ludwigs XIV.) mit verschiedenen Edikten des Königs von Frankreich.

Schlagwörter: Handel, Handelsgeschichte, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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2.800,--  Bestellen
1 Stradanus, Johannes (eig. Jan van der Straet) Cosmus med. magn. etruriae dux cum nobilissimis artificum omne genus operibus urbem, et aulam suam magnificentissime exornasset. Regias etiam ædes ad Caianam uillam suis, & proprijs ornamentis decorare instituit… Antwerpen, Philipp Galle 1578. Quer.-4°. Illustr. gestoch. Titel u. 27 (von 32 ?) Kupfer-Tafeln. Flexibler Prgt. d. Zt.

New Hollstein, Stradanus 415, 420, 437, 439, 443, 460, 464 u. a. Schwerdt II, 227. Thiebaud 856. – Sehr seltene Folge der berühmten Jagd- und Fischereiszenen. Insgesamt erschienen bis 1580 über 100 Kupfertafeln bei Galle mit Tier-Darstellungen, darunter die vorliegenden Jagdszenen. – Die lebendigen dekorativen Kupferstiche mit großen Jagdgesellschaften bei der Jagd auf Strauße, Elefanten, Löwen, Wildschweine (2), Steinböcke und Gemsen, Vögel (7), Leoparden, Bären, Wölfe (2), Hirsche (2); ferner 6 Fischerei-Szenen (im Arno in Florenz) und die gesuchte Stier-Kampf-Szene. – Der flämische Maler und Zeichner Jan van der Straet (1523-1605) hatte von 1553 bis 1571 am Hofe Cosimo de Medicis Kartons für die Wandteppiche in Poggio a Caiano entworfen und dafür zahlreiche neue Bildkompositionen ganz im Stile des Manierismus geschaffen, die seinen Stichen zugrunde liegen. – Einband stärker fleckig, Titelblatt und die letzte Tafel mit unauffällig ergänzten Eckabrissen, Blattränder durchgehend teils stärker finger- und braunfleckig, Titelblatt und die letzten Blätter mit Randläsuren, noch gutes Exemplar eines der schönsten Jagdbücher aller Zeiten im zeitgenössischen Einband.

Schlagwörter: Jagd, Fischerei, Renaissance, Zoologie

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5.000,--  Bestellen
1 Tacitus, Cornelius u. Agricola, Gnaeus Julius. Corn. Taciti Agricola. Et in eum Marcum Zuerii Boxhornii commentarius. (Beigebunden): Boxhorn, Marcus Zuerius van. Apologia adversus dialogistam pro commentario ad Agricolam Taciti. 2 Werke in 1 Band. Lugduni Batavorum (Leiden), Isaac Commelini 1642. Kl.-8° (12,5 x 7,5 cm.). [2] Bl., 258 S., [1] Bl.; 24 S. mit 2 Titelvignetten in Holzschnitt. Prgt. d. Zt. mit kalligr. Rückentitel.

ADB III, 218 f. Schweiger II, 1002. – Erste Ausgabe. – Der niederländische Gelehrte M. Z. van Boxhorn (1602-1653) war seit 1631 Professor für Rhetorik und seit 1648 als Nachfolger von Daniel Heinsius für Geschichte. – Mod. Exlibris, 2 Bl. (S. 45 f. u. 189 f.) mit größeren Einrissen (kein Textverlust), sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Altphilologie, Antike, Geschichte

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140,--  Bestellen
01 Aristoteles – Colegio de Carmelitas Descalzos (Alcalá de Henares). Collegii Complutensis Sancti Cyrilli Discalceatorum Fratrum Ordinis B. Mariæ de Monti Carmeli, disputationes in octo libros Physicorum Aristotelis. Iuxta miram angelici doctoris D. Thomæ doctrinam & Schola eius doctrinam, eidem communi magistro, et Florentissimæ scholæ dicatæ. Lugduni (Lyon), H. Boissat & G. Remeus 1668. 4°. Titel mit großer Druckermarke (Segelschiff) in Holzschnitt, [3] Bl., 303 S. Hprgt. d. Zt.

In sich abgeschlossener Band II (von 4) der seltenen Aristoteles-Kommentare des spanischen Karmeliterordens. – Titel mit Stempeln eines südfranzösichen Domenikaner-Klosters u. kleinem Brandloch, durchgehend leicht braunfleckig u. gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Logik, Naturwissenschaften, Philosophie, Physics, Physik

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300,--  Bestellen
001 Lipsius, Justus (eig. Joest Lips). De militia Romana libri quinque. Commentarius ad Polybium. Ed. ultima. Antwerpen, Plantin für Moretus 1614. 397 S., 3 Bl. mit gestoch. Titelvign. (Druckermarke), 12 (5 ganzs., 1 doppelblattgr.) Kupfern u. einigen Holzschnitten im Text. – Beigebunden: Ders. Politicorum Politicorum sive civilis doctrinae libri sex… additae notae… omnia postremo auctor recensuit. 2 Teile. Antwerpen, Plantin für Moretus 1610. Gr.-8°. 223 S.; 103 S., 2 Bl. mit gestoch. Titelvignette (Druckermarke) u. Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titelbl. des 2. Teils. Hrgt. d. Zt. mit handschr. Rückentitel.

I. Cockle 620. Vgl. Adams 782 u. 760. ADB XVIII, 741 ff. Jähns I, 561. (andere Ausg.). – Erstmals 1596 erschienen. – Der flämische Humanist J. Lipsius (1547-1606) hat sich intensiv mit dem Heeres- und Kriegswesen der Römer auseinandergesetzt, seine Veröffentlichung gilt als grundlegendes Werk über das antike Kriegswesen. – Die militärhistorischen Werke von Lipsius „sind um so wichtiger geworden und haben Epoche gemacht, weil ihr Verfasser sich nicht , wie eigentlich alle seine Vorgänger, an Vegetius anklammerte, sondern sich wesentlich auf Polybios stützte. Joest Lips’ Vergleich der modernen und der antiken Kriegskunst fällt durchaus zu gunsten der letzteren aus“ (Jähns). – „Er arbeitete empirisch-rational im Sinne der sich entwickelnden modernen Wissenschaftsmethode, aber seine ausschließlichen Forschungsgegenstände waren klassische Texte, d. h. die von der abendländischen Kultur noch immer benötigten Autoritäten der griech.-röm. Antike“ (H. Dollinger in NDB XIV, 676 ff.). – II. Vgl. Adams L 801-802. ADB XVIII, 741 ff. Graesse IV, 220. – Berühmtes Werk über die Staatskunst. – Der zweite Teil mit sep. Titel „Ad libros politicorum notae, et de una religione liber.“ – Die „Politica“ des L. sprechen sich sehr formal aus politischen Gründen für die religiöse Einheit des Staates aus; das Christentum speziell wird in diesem Werk nur selten und nicht ohne Kritik erwähnt. L. lehnt dogmatische Streitigkeiten ab und plädiert für ein ethisches, ein Tat-Christentum, wobei er sich auf Luctanz beruft. Er leidet bei dem Gedanken, daß Europa „per speciem pietatis“ durch die Konfessionskriege aufgewühlt ist. … Sein wissenschaftlicher Ruhm und seine immense Wirkung wurde von den Zensuren und Anfeindungen der drei Religionsparteien nicht gemindert, sondern vermehrt“ (H. Dollinger). – Einband geringf. angestaubt, mod. Exlibris, nur vereinzelt geringf. fleckig, sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Antike, Militaria, Plantin, Politik, Römisches Reich, Staatswissenschaften

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600,--  Bestellen
1 Sainte Marie Magdeleine, Pierre de. Traitte’ d’horlogiographie. Contenant plusieurs manieres de construire, sur toutes surfaces, toutes sortes de lignes horaires & autres cercles de la sphere. Avec quelques instrumens pour la mesme pratique, & pour connoistre les heures durant la nuict & l’heure du flus & reflus de la mer. Plus la methode de couper, en pierre ou en bois, les corps reguliers & autres polyëdres, par le cube & par la cylindre. Reveu, corrigé & augmenté en cette troisiéme édition, de plusieurs propositions & figures. Paris, Jean Dupuis 1665. Kl.-8°. Gestoch. illustr. Frontispiz, [7] Bl., 312 S., [1] w. Bl. u. 70 (2 gefalt.) gestoch. Tafeln. Hldr. d. 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel u. Linienverg.

Houzeau-Lancaster I, 11455 (diese Ausgabe). – Zuerst 1641 erschienenes ausführliches technisches Handbuch. – Behandelt werden mathematische und nautische Instrumente, Zeitmessung, Globen, Kompasse, Gezeiten etc. – Die Kupfer zeigen Sonnenuhren, Tierkreiszeichen, physikalische Instrumente, mathematische Figuren u.a. – Vorderes Innengelenk angebrochen, fliegender Vorsatz mit Besitzvermerk von alter Hand, das Frontispiz oben bis zum Bildrand beschnitten, Tafel 69 fehlt, dafür Tafel 70 doppelt vorhanden, die Tafeln 65-67 in umgekehrter Reihenfolge eingebunden, stellenweise teils stärker gebräunt u. leicht braunfl., gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Astrologie, Geodäsie, Horology, Mathematik, Nautik, Nautische Instrumente, Navigation, Physik, Sonnenuhren, Sundials, Technik, Uhren

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400,--  Bestellen
1 Thulden, Christian Adolph. Historiae nostri temporis ab anno Christi M.DC.LII. (usque ad MDCLVI). Pars prima (& altera). In qua decem Germaniae in S. R. Imperio Circuli, Octoviri Electores, aliique Principes cum singulorum religionibus amoenissime describuntur: ac res prope omnes in Francia, Suedia, Polonia, Anglia caeterisq[ue] totius Europae terris … commemorantur. Tractatus historico-politici … ut aurea bulla, pax religionis, aliique subiiciuntur. 2 (von 4 ?) Teile in 1 Band. Köln, J. A. Kinckius 1657. 8°. [2] Bl., 20 S., [1] Bl., 207, (1) S.; 280 S. mit Titel in Rot u. Schwarz, Titelvignette, 1 blattgr. Wappenkupfer, 18 gestoch. Portraits sowie 1 (statt 5 ?) gefalt. gestoch. Karte (Frankreich). Prgt. d. Zt.

VD17 23:249567H. Vgl. Dahlmann-Waitz 8341. – Seltene erste Ausgabe dieser Fortsetzung von „Historia sui temporis…“ von Adolph J. Brachel (Ebda. 1650). – Wichtiges Quellenwerk zum 30jährigen Krieg. – „(E)ine Gesamtdarstellung der Epoche des Krieges bis über den Friedensschluß hinaus, jedoch mit vorwiegender Berücksichtigung der Vorgänge in Deutschland …“ (Wegele S. 364). – Die Porträts zeigen Regenten, Kirchenfürsten und Heerführer. – Das Werk erschien in mehreren unterschiedlich ausgestatteten Ausgaben. – Einband etwas angestaubt, Schließbänder fehlen, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Frankreich, Geschichte, Porträts, Porträtwerke

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200,--  Bestellen
1 Netter of Walden, Thomas (auch Th. Waldensis). Doctrinale antiquitatum fidei ecclesiae catholicae. Opus sane divinum, in tres tomos digestum; In quorum primo de Deo Christo, Petro, ecclesia, ac religiosis; in secundo de Sacramentis; in tertio vero de Sacramentalibus … disseritur. Tomus primus (von 3). Venetiis (Venedig), V. Valgrisus (u. G. Ziletti) 1571. 4°. [26] Bl., 581 (recte 577) S. mit gr. Druckermarken auf dem Titel und am Schluß sowie zahlr. Holzschnitt-Initialen. Pbd. im Stil der Zeit in Pergamentoptik.

Brunet V, 831 (″Bonne édition de cet ouvrage, dont les exempl. sont plus rares que recherchés. Il devait y avoir une quadrième partie, mais elle n’a pas été donnée“). Edit 16 CNCE 39090. Graesse VII, 142. – Seltene Ausgabe des Hauptwerks. – Herausgegeben von Giovanni Battista di Rossi mit einer Biographie des Verfassers von Niccolo Aurificio Buonfigli. – Erster Teil der „apologetische(n) Schrift gegen die Lehren von John Wyclif und über die Sakramente; der Papst brachte 1427 seine Zufriedenheit mit diesem Werk zum Ausdruck, das noch im 16. und 17. Jahrhundert oft herangezogen wurde. „In den Angelegenheiten des Glaubens sollen qualifizierte spirituelle Männer verstehen, der Rest des Volkes nur einfach glauben“.“ (J. Schäfer in Ökumenisches Heiligenlexikon). – Der engl. Theologe T. Netter von Walden (um 1372-1430) lehrte nach seinem Studium in Oxford Philosophie, kanonisches Recht und Theologie. 1409 nahm er am Konzil von Pisa teil, „wo – erfolglos – versucht wurde, das Abendländische Schisma aufzuheben. In England hatte er eine wichtige Rolle inne bei der Verfolgung der Anhänger von John Wyclif und der daraus entstandenen Lollarden. 1414 wurde er Beichtvater von König Heinrich V. von England und Provinzial der Karmeliter; für den Orden wurde er ein strengen Reformer. 1415 sandte der König ihn zum Konzil von Konstanz. Von dort aus reiste er mehrfach in den Osten und wurde zum Apostel Litauens ernannt; in Preußen gründete er auch mehrere Klöster seines Ordens. 1420 kehrte er nach England zurück, 1421 starb König Heinrich V. in Thomas’ Armen; dessen Nachfolger Heinrich VI. diente er als Lehrer, dessen Frömmigkeit ging zumindest teilweise auf Netters Einfluss zurück. 1430 begleitete er König Heinrich VI. nach Frankreich und starb dort sechs Monate später im Ruf der Heiligkeit“ (J. Schäfer). – Vorderer freier Vorsatz fehlt, Titelblatt mit hinterlegtem Ausschnitt (kein Textverlust), sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Theologie

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