NEUER E-KATALOG: Neueingänge September 2026 – Wir stellen aus: Polycopies Photobook-Fair, Paris, Bateau Concorde-Atlantique – Port de Solferino, 11.-15. November 2026, [http://www.polycopies.net/] – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) [https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22] (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe – NEW E-CATALOGUE: New arrivals August 2026 – We are exhibiting at: Polycopies Photobook Fair, Paris, Bateau Concorde-Atlantique – Port de Solferino, 11–15 November 2026, http://www.polycopies.net/ – Joint catalogue with Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POP CULTURE – books, photographs, records and prints. – PHOTOGRAPHY – important photobooks from 1839 to the present day, including numerous signed copies and books containing original photographs (available under ‘Current Catalogues’). – You will also find our listings in the virtual ‘shop window’ of the Association of German Antiquarian Booksellers (VDA) at https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (or via the ‘Links’ section on the VDA website) – postage costs for international orders available on request. – Visit us at our new shop at Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mon–Fri 11am–6pm, Sat 11am–4pm), where you’ll find a rich selection of rare and beautiful books from all subject areas, as well as prints and photographs. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Alte Drucke / Inkunabeln

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Beschreibung
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1 Marchantius, Jacobus (d. i. Jacques Marchant). Vitis Florigera. In qua doctrina et veritas evangelica continetur sacerdotibus, pastoribus, ac concionatoribus ad pectus appendenda & diebus festis per anni circulum e cathedris proponenda. Köln, Peter Henning 1651. 4° (24 x 20 cm.). [4] Bl., 580, 380 [i. e. 186] S. Lederband der Zeit mit dekorativer Rollwerk-Kartusche auf beiden Deckeln.

VD17 547:675210G. – Seltenes Handbuch für Prediger und Pfarrer mit Texten zu den Feiertagen, Totenmessen, Lobreden auf den Adel, Pest-Predigen etc. – Der belgische Theologe J. Marchant (1587-1648) war seit 1630 Dekan des Rates von Chimay. 1625 gründete er den Orden „Oblats de Saint-Charles“ und 1635 „N-D du Mont-Carmel“ in Saint-Germain. Die meisten seiner Werke wurden seiner Zeit auf Kosten der Universität Paris veröffentlicht. – Vorderes Gelenk unten etwas angeplatzt, stellenweise etwas braunfleckig, schönes Exemplar in einem bemerkenswerten zeitgenössischen Einband.

Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Theologie

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350,--  Bestellen
1 Bontekoe, Cornelius (d. i. C. Dekker). Opus posthumum, sive oeconomia animalis. Das ist: Kurtze und ausführliche Beschreibung des gantzen menschlichen Leibes, und desselben Würckungen. Wie solche fürnemlich in dem Umlauff des Geblüths bestehen, und daher ihren Ursprung nehmen. Aus dem Lateinischen und Holländischen ins Hochdeutsche übergesetzet von H. H. Bremen, Philip Gottfried Saurmann 1692. Kl.-8°. [5] Bl., 174 S. Hldr. d. 18. Jahrhunderts, Deckel mit Pergamentbezug.

Wellcome II, 201. Wolfenb. 235. Vgl. Hirsch-Hüb. I, 626. Nicht bei Waller, Lesky u. Kat. British Library, Dt. Drucke des 17. Jh. – Wohl einzige deutsche Ausgabe. – Eines der im 17. und 18. Jahrhundert beliebten medizinischen Werke des niederländischen Mediziners C. Dekker (1647-1685). „Die bedeutendste kulturgeschichtliche Leistung Bontekoes war die Einführung des Kaffees, der Schokolade und des Tees in Berlin am Hofe des Großen Kurfürsten, wo er als kurfürstlicher Leibarzt wirkte. Als Kaffee (wie auch Tee, Schokolade und Tabak) im 17. Jahrhundert in Europa eingeführt wurden, gab es erbitterte Gegner (Pamphlet der Londoner Frauen gegen den Kaffee und Antwort der Männer darauf, 1674) und glühende Befürworter, zu denen Bontekoe zählte. … Angesichts des hohen Bierkonsums, eine Folge der traumatischen Kriegserlebnisse des noch nicht lange zurückliegenden Dreißigjährigen Krieges, war die medizinische Verordnung von Kaffee und Tee nicht zuletzt eine Maßnahme gegen den weit verbreiteten Alkoholismus“ (Wikipedia). – Rücken alt gekalkt, Deckel etwas fleckig, Titel leicht gebräunt, mit altem Besitzverm. u. zweimal gestemp., Ränder teils mit Tintenfleck.

Schlagwörter: Medizin

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280,--  Bestellen
1 Grimaudet, François. Les Oeuvres. Reveuës, corrigées et mises en un tome. Paris, Robert Foüet 1669. Folio (33 x 22 cm.). [12] Bl., 717 S., [10] Bl. mit Titel in Rot u. Schwarz u. Titelvignette in Holzschnitt. Ldr. d. Zt. goldgepr. Rückenschild u. reicher Rückenverg.

Cioranescu 11024 (EA von 1613). – Gesamtausgabe der Werke des französischen Juristen und Ökonomen François Grimaudet (1520-1580) mit Traktaten über die Finanzpolitik „monnoyes“ Frankreichs, über die Wucherei (″usures“) und den sog. „Kirchenzehnt“ (″dixmes ecclesiastiques“), also der seit dem Mittelalter üblichen Forderung der katholischen Kirche an die Gläubigen, die „Decima“, einen Zehntel des Ertrages aus der Feldarbeit abzugegen. Grimaudet behandelt außerdem die generelle Machtverteilung zwischen Staat und Kirche, viele seiner Schriften enthalten interessante staatstheoretische Ansätze. Damit ist er Vordenker, auf den sich zwei Jahrhunderte später die Aufklärer mit ihrer Forderung der Trennung von sakraler und profaner Macht beziehen sollten. Wichtige Werke sind: „La paraphrase des droicts des usures“ (1577), „La paraphrase du droicts des dixmes ecclesiastiques & infeodées“ (1574), „Des Monnoyes“ (1576, Kress 162) und „De la puissance royale et sacerdotale“. – „Dans ce discours imprimé sous le titre de ’Remontrances aux États d’Anger’, il y soutenait entre autres propositions que ‚le concile général ne doit pas seulement se composer d‘évêques et de prélats, mais aussi de laïques, en sorte que le concile indiqué à Trente devait être nul si les laïques n’y prenaient part“ (Hoefer XXII, 84). – Einband etwas berieben, Kapital und Fuß geringf. bestoßen, durchgehend im rechten unteren Blattrand mit Feuchtigkeitsspuren, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Finanzpolitik / Geschichte, Finanzwirtschaft, Finanzwissenschaften, Frankreich, Recht, Staatswissenschaften, Wirtschaft, Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaftspolitik, Wirtschaftswissenschaften

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400,--  Bestellen
1 Du Laurens, André. L’histoire anatomique en laquelle toutes les parties du corps humain sont amplement declarées. Enrichie de controverses & observations nouvelle. De la traduction de François Sizé. Lyon, Simon Rigaud 1621. 8°. [19] Bl., 1451, [1] S., [46] Bl. mit gestoch. Portrait. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel, Linienverg. u. goldgepr. Deckelvignette.

Hirsch/Hüb. III, 693. Krivatsy 3528 (spät. Ausg.). Wellcome 1939 (inkomplett). – Zweite französische Ausgabe; die lateinische Orig.-Ausgabe erschien 1593 in Lyon mit dem Titel „Opera anatomica“. – Hauptwerk des bedeutenden Anatomen A. du Laurens (1558-1609). – Du Laurens war Professor in Montpellier und später Leibarzt von Marie de Medici und Henri IV. – Einband leicht berieben, Titelblatt etwas fleckig und mit zeitgenöss. Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Anatomie, Medizin

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350,--  Bestellen
1 Ephraem Syrus. Divina qvaedam S. Ephraem opera. Mille ducentisiam annis e Syra in Graecam linguam, nunc autem e Graeca in Latinam versa. Dilingae (Dillingen), Sebald Mayer 1562. Kl.-8° (15 x 9,5 cm.). [7] Bl., 144 Bl. mit illustr. Holzschnitt-Initiale am Anfang. Ldr. d. 18. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückenschild u. floraler Rückenverg.

BBKL I, Sp. 1519 f. Bucher, Dillingen 160. Lexikon des Mittelalters III, Sp. 2052 ff. LThK III, Sp. 708 ff. VD16 E 1576. – Lateinische Übersetzung einiger Texte des persischen Kirchenschriftstellers Ephraim Syrus (auch Afrem, Ephraem und Ephrem, um 306-373). Ephraem „gilt als Begründer der Schule der Perser und neben seinem älteren Zeitgenossen Aphrahat als einer der größten Theologen der syrischen Kirche. Da Ephräm vor den großen Kirchenspaltungen lebte, wird er in vielen östlichen und westlichen Kirchen sehr geschätzt und als Heiliger verehrt. … Die besondere Frömmigkeit der „Bundessöhne“, einer asketischen, dem Mönchtum ähnlichen Gemeinschaft, prägte Ephräm. Die eigentliche monastische Bewegung, die in Mesopotamien vom Manichäismus beeinflusst war, bekämpfte er jedoch. Aufgrund seiner Frömmigkeit und Intelligenz wurde er zum Lehrer der Schule von Nisibis, später zu deren Leiter ernannt. Eine Legende erzählt, dass er dort durch Bischof Basilios von Caesarea zum Diakon geweiht wurde“ (Wikipedia). – Alter Besitzvermerk a. T., schönes dekorartiv gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Persien, Syrien

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420,--  Bestellen
1 Garzoni, Tommaso. La Sinagoga degl’Ignoranti. Novamente formata, & posta in luce. Venetia, Giacomo Antonio Somasco 1594. 8° (20,3 x 15 cm.). [6] Bl., 203 S. mit Titelvignette, 1 illustr. Initiale und Schlußvignette in Holzschnitt. Halblederband des 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.

Adams G 262. – Dritte Ausgabe, erschien zuerst 1589. – Seltene Streitschift des italienischen Renaissance Schriftstellers T. Garzoni (1549-1589) gegen einen ungenannten franzos. Schriftsteller gerichtet, der G. einen Ignoranten genannt hatte. Eine gelehrte und geistreiche Analyse des Begriffes „Ignoranz“, orientiert sich im Stil an den Adagia des Erasmus, ohne dies jedoch anzumerken. – Einband etwas berieben, gestoch. Wappen-Exlibris, anfangs etwas wasserrandig und gebräunt, gutes Exemplar. – Terza edizione, pubblicata per la prima volta nel 1589 – Rara polemica dello scrittore rinascimentale italiano T. Garzoni (1549-1589) contro un innominato scrittore francese che aveva definito G. un ignorante. Garzoni aveva definito G. un ignorante. Un’analisi erudita e arguta del termine „ignoranza“, orientata nello stile agli Adagia di Erasmo, ma senza rilevarlo. – Legatura un po’ rovinata, inciso. Targa corazzata in rilievo, un po’ macchiata e brunita all’inizio, buona copia.

Schlagwörter: Philosophie, Philosophy, Psychologie, Psychology

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350,--  Bestellen
1 Platani, Paulus. Gentis Hungaricae prima incunabula. Wittenberg, Christian Schrödter 1676. 8°. [8] Bl. Moderner Hldr.

VD 17, 3:009719K. – Interessante Dissertation über den Ursprung der ungarischen Völker (bes. Skythen und Hunnen). – Durchgehend stärker gebräunt und etwas braunfleckig.

Schlagwörter: Dissertation, Dissertationen, Ungarn

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150,--  Bestellen
1 S(aint)-Gelais, Mellin de. Oeuvres poétiques. Paris, Charles de Sercy 1656. 12° (13 x 8 cm.). [8] Bl., 246 S. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild u. floraler Rückenverg.

Brunet V, 46. – C. Sicard, Saint-Gelais Bibliographie: „Cette édition reproduit largement l’édition Harsy de 1574 (même si on observe de menues différences avec l’original les deux dernières pièces manquent, la pagination est parfois un peu décalée, quelques coquilles). Elle présente surtout la particularité d’avoir été mise en vente sous trois pages de titres différentes“. – Der franz. Renaissance-Dichter M. de Saint-Gelais (ca. 1491-1558) war Hofpoet von Franz I. Zu seinen Freunden zählte er so unterschiedliche Persönlichkeiten wie die Dichter Clément Marot (1495–1544) und François Rabelais (1494–1553), den Philosophen Erasmus von Rotterdam (1469–1536) und den Bibelübersetzer Jacques Lefèvre d’Étaples (ca. 1450–1536). – Einband etwas berieben, nur vereinzelt leicht braunfleckig und etwas gebräunt, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Literatur, Renaissance

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280,--  Bestellen
1 La Rue, Charles de. Idyllia. Tertia editio auctior. Paris, Simon Bernard 1672. Kl.-8° (14,5 x 9 cm.). 108 S. mit gestoch. Titelvignette, 7 ganzs. emblematischen Kupfern sowie 9 gestoch. Kopf- u. 4 gestoch. Schlußvignetten von (Louis) Cossin. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dekorativer Rückenvergoldung.

De Backer/S. VII, 291, 10. Goldsmith L 462. Landwehr 457. Praz S. 396. – Dritte Ausgabe dieses schönen Emblemwerks mit lateinischen Versen, gegenüber der Erstausgabe von 1669 um 2 weitere Embleme vermehrt. – Rücken am Kapital und Fuß unauffällig restauriert, sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Emblemata, Emblematik, Emblemliteratur, Theologie

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450,--  Bestellen
1 Bembo, Pietro. Delle lettere di M. Pietro Bembo. A sommi ponteficia, a cardinali et ad altri Signori et persone ecclesiastice, scritte. Con la giunta della vitta del Bembo. Primo (e) secondo volume. Band I u. II (von 3). Venetia, o. Dr. (G. Scotto) 1575. 8°. 381, (1) S.; 168 Bl. mit wdh. Titelvignette in Holzschnitt u. illustr. Initialen. Ldr. d. 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückensch., Rückenverg. u. Deckelfiletten.

Gamba 138. – Seltene frühe (2. ?) Ausgabe der 1548-1552 zuerst erschienenen Briefsammlung. Es erschien noch ein dritter Teil mit Briefen an Freunde. – „Questa bella e rara edizione meritava d’essere citata dai vocabolaristi“ (Gamba). – Der bedeutende ital. Humanist und Schriftsteller P. Bembo (1470-1547), „macht gegen 1496 die Bekanntschaft von Aldo Manuzio, einem der wichtigsten Buchdrucker und Publizisten der damaligen Zeit. Dieser veröffentlicht im selben Jahr Bembos Erstlingswerk „De Aetna“. Hier beschreibt Bembo in Latein die Besteigung des Ätna mit seinem Vater. … Bei Manuzio beschäftigt sich Bembo verstärkt mit Dante und Petrarca und vertieft vor allem sein Wissen um die Werke Francesco Petrarcas, … Während der Zeit bei Manuzio werden viele Werke der tre corone (Dante/Petrarca/Boccaccio) veröffentlicht. Unter ihnen sind Klassiker wie die „Divina Commedia“ und die „Terze Rime“ von Dante, sowie „Le cose volgari“ von Petrarca… Als sie 1501 veröffentlicht werden, weisen sie Unterschiede zur Urfassung von Petrarca auf. Bembo scheut sich nicht, seine eigene, moderne Orthographie auf Petrarcas Werk anzuwenden, und nach den Regeln der damaligen Zeit abzuändern. Um das Volgare eines Mitglieds der tre corone zu ändern, die schon zum damaligen Zeitpunkt als Klassiker angesehen werden, bedarf es eines hohen Selbstbewusstseins und der Kenntnis um seine eigenen Fähigkeiten. Des weiteren erhält Bembo Rückendeckung von Manuzio, der „Le cose volgari“ druckt, und Bembos Normalisierung des Werkes unverändert lässt. So änderte Bembo zum Beispiel die Kommasetzung, fügte Strichpunkte ein, oder änderte Apostrophen. All dies geschah zum Wohle der besseren Lesbarkeit des Textes. „Le cose volgari“ bleiben jedoch nicht das einzige Werk, das von Bembos Normalisierung betroffen ist. Die Texte, die bis 1503 gedruckt werden, erhalten Kommata, die in vielen Werken des bisherigen Volgare noch völlig fehlten, oder nach heutigen Vorstellungen falsch gesetzt wurden. Auch werden, wie oben erwähnt, andere syntaktische Feinheiten abgeändert oder eingefügt. … 1539 wird er von Papst Paul III. endlich zum Kardinal ernannt, und 1541 zum Bischof von Gubbio. Schon drei Jahre später wird er Bischof von Bergamo, erfüllt seine Aufgaben aber von Rom aus. Am 18.1.1547 stirbt Pietro Bembo und wird zwischen Papst Leo X. und Papst Clemens VII. begraben“ (A. Blahnik, Leben und Werk des Pietro Bembo, München 2006). – Titelblatt von Band I etwas fleckig, sonst sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Briefsammlung, Briefwechsel, Renaissance

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350,--  Bestellen
1 Sulamuth, Henri (d. i. Giuseppe Passi). Gamologia (griech.), regulas seu leges connubiales, pro consequendo ac conservando optatißimo ac felicißimo coniugio, infelici autem corrigendo, ex plurimis iisq[ue] probatißimis veteribus & recentioribus theologis, iureconsultis, historicis ac poetis excerptas, continens. Liber tam nuptias ambientibus, quam matrimonio iunctis utilissimus pariter ac iucundissimus. Frankfurt am Main, Christoph Vetter 1617. Kl.-8°. [8] Bl., 188 S., [4] Bl. mit wdh. Druckermarke in Holzschnitt. Moderner Prgt.

Hayn-Gotendorf I, 182. VD17 3:307678H. – Wohl dritte Ausgabe; die erste und zweite Ausgabe erschien 1602 und 1610 mit dem Titel „Dello state maritale“. – Sehr seltene Abhandlung über die Ehe (″Gamologie, Eheregeln oder Gesetze, um die wünschenswerteste und erfolgreichste Ehe zu erreichen und aufrechtzuerhalten“). – Der ital. Schriftsteller G. Passi (1569-um 1620) wurde durch sein umstrittenes Werk „I donneschi diffetti“ (Venedig 1598, dt. „All-erdenckliche, wahrhaffte Weiber-Mängel…“, Köln 1705) bekannt. Wohl wegen der zeitgenöss. Kritik ließ Passi seine Abhandlung „Dello state maritale“ folgen, in welcher er die Institution der Ehe verteidigte und verheiratete Frauen lobte. 1614 veröffentlichte Passi noch ein Werk über Magie. Alle seine Werke wurden mehrfach aufgelegt. – Einband fachgerecht erneuert, am Anfang stärker gebräunt und stellenw. braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Ehe, Kulturgeschichte, marriage, Wedding, wedlock

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400,--  Bestellen
1 Pascal, J(ean). Traité des eaux de Bourbon l’Archambaud. Selon les principes de la nouvelle physique. 2 Teile in 1 Band. Paris, Laurent d’Houry 1699. Kl.-8° (16,5 x 9 cm.). [6] Bl., 373, (5) S. mit 3 Kupfertafeln. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild, reicher floraler Rückenverg. u. Kantenverg.

Zweite Ausgabe des seltenen balneologischen Werks. Die erste Ausgabe erschien 1698 ohne die Tafeln. – Der Mediziner J. Pascal beschreibt die Stadt Bourbon l’Archambaud und ihre Thermalquellen und befasst sich ausführlich mit den chemischen und medizinischen Eigenschaften des Quellwassers. Pascals Abhandlung ist das vierte Werk über die Heilquellen von Bourbon l’Archambaud nach denen von Jean Aubéri (1604), Isaac Cottier (1650) und François Le Rat (1677). – Sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Balneologie, Frankreich, Medizin

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280,--  Bestellen
1 Jansenius, Cornelius. Pentateuchus sive commentarius in quinque libros Moysis. (Beigebunden): Analecta in proverbia, ecclesiasten, sapientiam, habacuc, sophoniam. 2 Teile in 1 Band. Paris, J. Jost 1649. 4° (25,5 x 18,5 cm.). [4] Bl., 408 S., [9] Bl.; 190 S., [8] Bl. mit Titel in Rot u. Schwarz u. Titelvignette in Holzschnitt. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückenschild, Rückenverg. u. Deckelfiletten.

ADB XIII, 704 ff. BBKL II, Sp. 1551 f. – Der berühmte Thora-Kommentar des niederl. Theologen C. Jansen (1585-1638), des Begründers des Jansenismus. – „Seine Erklärung der alttestamentlichen Bücher zeichnete sich durch Scharfsinn aus“ (J. C. van Slee in ADB). – Vord. Gelenk stellenweise etwas angeplatzt, zeitgenöss. Besitzvermerk a. T., sehr gutes nahezu fleckenfreies und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Bibel, Judaica, Thora

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280,--  Bestellen
1 Costantini, Angelo. La vie de Scaramouche. Paris, à l’Hôtel de Bourgogne et chez C. Barbin 1695. Kl-8°. [14] Bl., 246 S., [1] Bl. Ldr. d. 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel u. reicher floraler Rückenverg.

Conlon 7135. Goldsmith C 1419. – Erste Ausgabe. – Sehr seltene Beschreibung der berühmten, um 1640 von Tiberio Fiorillo geschaffenen Gestalt der Commedia dell’Arte. Der Verfasser war unter den Namen Mézétin „Comedien Ordinaire du Roy dans sa Troupe Italienne“. – Fiorillo war Schauspieler beim Herzog von Mantua, später Hofschauspieler Ludwig XIV., über 50 Jahre spielte er noch zu Zeiten Corneilles und Molières, der von ihm beeinflußt wurde. – Ohne das Frontispiz (liegt in Kopie bei), sonst sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Commedia dell’arte, Theater

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280,--  Bestellen
1 Tympe, Matthäus. Theatrum historicum. Continens vindictas divinas, et praemia Christianarum virtutum, ex gravissimis Graecis, Latinis, sacris ac profanis historicis, per locos communes iuxta alphabeti seriem dispositum. Editio secunda. Coloniae Agrippinae (Köln), Johann Gymnich 1614. 8°. [12] Bl., 387 S., [11] Bl., 364 S. [i. e. 370], [58] Bl. mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Blindgepr. Schweinslederband d. Zt. mit 1 (statt 2) Messing-Schließe.

ADB XXXIX, 55. VD17 12:104714B. – Erschien zuerst 1611 mit dem Titel „Triumphus seu admiranda praemia christianarum virtutum“. 1625 erschien eine dritte Ausgabe. – M. Tympe (biogr. Daten unbekannt), „ein überaus fruchtbarer theologischer Schriftsteller, der 1615 nach seiner eigenen Angabe schon 79 Bücher geschrieben und „denselben so vil tausendt gedruckte exemplaria“ hat verbreiten lassen. Nachdem er drei Jahre lang Conrector in Jülich, darauf vier Jahre hindurch Professor der Philosophie und Beredsamkeit in Köln gewesen, berief ihn das Osnabrücker Domcapitel Anfang 1595 (Bestallung vom Dienstag nach Judica) als Rector an die dortige Domschule. Diese war seit der Zeit des Augsburger Interims (1548) von katholischen und evangelischen Schülern besucht worden; jetzt aber, als der neue streng katholische Rector die früheren Lehrer durch andere – jesuitische nannte sie das Volk – ersetzte, die lutherischen Schulbücher abschaffte, den Katechismus des Canisius einführte und die evangelischen Einwohner auch anderweitig verletzte, nahmen letztere fast sämmtlich ihre Söhne aus der Domschule und erhielten am 18. October 1595 vom Stadtrath die bereits 1583 für den Fall eines confessionellen Zwistes ausgebaute Kirchspielsschule zu St. Marien als neue Rathsschule (später Rathsgymnasium) überwiesen. Da den neuen Lehrern der Domschule mancherlei Unglimpf widerfuhr und an Schutz nicht zu denken war, forderte der Rector des Laurentianischen Gymnasiums zu Köln die von dort abgegebenen Lehrer wieder zurück, während T. selbst das Pastorat zu St. Petri in Köln in Aussicht gestellt wurde … Die Klagen über T. dauerten fort: hauptsächlich legte man ihm zur Last, daß er unpassende Collaboratoren anstelle und den Schülern zu viel Geld abnehme … Schließlich konnte sich auch das Domcapitel der Ueberzeugung nicht mehr verschließen, daß unter Tympe’s Rectorat ein rechtes Gedeihen der Domschule nicht zu erwarten sei, und da T. die Unzufriedenheit des Capitels verschiedentlich zu spüren hatte, legte er im Winter 1608 die schon seit einem Jahrzehnt ihm gründlich verleidete Stelle nieder und übernahm das Rectorat des v. Detten’schen Collegs in seiner Vaterstadt Münster“ (P. Bahlmann in ADB). – Einband etwas berieben, St.a.T., stellenweise leicht fleckig und gebräunt, gutes Exemplar in einem dekorativen zeitgenöss. Einband.

Schlagwörter: Theologie

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220,--  Bestellen
01 Goldast von Haiminsfeld, Melchior. Svevicarvm rervm scriptores aliqvot veteres, partim primum editi, partim emendatius atq. auctius. Frankfurt am Main, Wolgang Richter (1605). 8°. 317 S., [15] Bl. mit Druckermarke auf dem Titel. Schafslederband der Zeit über 3 Bünden und 4 Schließbändern.

ADB IX, 327 ff. Dahlmann-Waitz 239/92. Graesse III, 107. Heyd 175. NDB VI, 601 f. Potthast LXXX. – Seltene erste Ausgabe. – Eine Sammlung aus schwäbischen Handschriften des Mittelalters. – Der Polyhistor Goldast von Haiminsfeld (1578-1635) erwies den „Historikern … große Dienste durch die beiden werthvollen Sammlungen der alemannischen und schwäbischen Scriptores …“ (A. v. Gonzenbach in ADB). – „G.s Leistung liegt vor allem in den zwar nicht durchweg einwandfreien, zum Teil aber noch nicht ersetzten Editionen bedeutender Quellen zur Reichs- und Rechtsgeschichte sowie historischer und literarischer Quellen besonders des Mittelalters, die die Forschung stark befruchteten“ (O. Vasella in NDB). – Vorsätze alt erneuert, stellenweise teils stärker gebräunt und etwas stockfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Baden-Württemberg, Geschichte, Mittelalter, Württembergica

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320,--  Bestellen
1 Creutzing, Caspar. Dissertatio de Jocalibus. Vom Weiber-Schmuck. Quam in illustri academia Salana, praeside Petro Müllero. Jena, Müller 1680. 8°. [30] Bl. Heftstreifen.

Hayn-Gotendorff V, 196. – Seltene erste Ausgabe dieser wiederholt aufgelegten Dissertation. Über die Arten des Schmucks, Verarbeitung, Material etc. Mit deutschen Texteinschüben. – Etwas gebräunt, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Kunsthandwerk, Schmuck

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180,--  Bestellen
1 I. Nach dem die königl. landtaffel… II. Gestaldt dan auch wier uns und den Regierenden Königen… III. Wann ein Testament Contract oder ein anders Instrument in die Landtafel… IV. Insonderheit sollen unsere unter ambt Leuthe… V. Ferner setzen und ordnen wier daß gleich wie von alters her kommen… VI. Wie wohl einem Jeden frey steh et dergleichen Pfandts Verschreibung… Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. 16. Jahrhundert. 4°. 2 S.

In schöner Kalligraphie in Rot und Schwarz ausgeführt. In den oberen Ecken num. „45/46“. – Etwas braunfleckig und gebräunt.

Schlagwörter: Handschrift, Handschriften, Manuscripts, Manuskripte

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150,--  Bestellen
1 Maimbourg, Louis. Histoire du Calvinisme. Seconde édition. 2 Bände. Paris, S. Marbre-Cramoisy für J. Girin et B. Riviere in Lyon 1682. Kl.-8°. [12] Bl., 376 S.; [4] Bl., 391 S., [11] Bl. mit Druckermarken und einigen Schmuckvignetten. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch. u. reicher floraler Rückenverg.

Vgl. Cioranescu 44425 u. De Backer/Sommervogel V, 353. – Im Jahr der Erstausgabe. – Der Jesuit, Kirchenhistoriker und Prediger Louis Maimbourg (1610-1686) bekämpfte den Protestantismus und Jansenismus im Sinne der uniformistischen Kirchenpolitik Ludwigs XIV. Er wurde wegen seiner Kritik am Heiligen Stuhl durch Betreiben von Papst Innozenz XI. aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen. Zahlreiche seiner teils kritischen Werke (er verfasste u. a. auch eine Geschichte des Luthertums, der Kreuzzüge, der Häresie sowie des Kirchenschismas) standen auf dem Römischen Index. – Kapitale etwas bestoßen u. gering beschädigt, St. u. N. a. V., Titelbl. mit zeitgenöss. Besitzvermerk, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Calvin, Johannes, Calvinismus, Theologie

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220,--  Bestellen
1 (Pinamonti, Giovanni Pietro). La vera sapienza overo considerazioni utilissime all’acquisito del timor di Dio. Bologna u. Parma, Pazzoni e Paolo Monti 1696. 12° (11 x 5,5 cm.). 96 S. Goldlackierter Pbd. d. Zt.

De Backer-S. VI, 778. LThK VIII, Sp. 281. – Zuerst 1677 erschienenes kleinformatiges mystisches Gebetbuch. Eine deutsche Übersetzung erschien mit dem Titel „Wahre Weisheit, oder sehr nützliche Betrachtungen die heilsame Furcht Gottes zu erlangen“ u. a. in Konstanz. – Der ital. Jesuit G. P. Pinamonti (1632-1703) wirkte zusammen mit Paolo Segneri (1624-1694) als Volksmissionar in Mittel- und Norditalien. Zusammen mit Johannes Eudes und Joseph de Gallifet gilt er als wichtigster Förderer der Verehrung des Herzens Mariä in seiner Zeit. – Rücken im unteren Drittel etwas beschädigt, durchgehend etwas gebräunt und am Ende teils eselsohrig.

Schlagwörter: Jesuiten, Mystik, Theologie

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120,--  Bestellen
1 Colbert, Jean-Baptiste, Marquis de Seignelay (1651-1690, französ. Minister der Marine und des königlichen Hauses, gleichnamiger Sohn des Finanzministers). Brief mit eigenhändiger Unterschrift „Seignelay“. Versailles 12. Mai 1682. 4° (32 x 21,5 cm.). 1 Bl., 1 S. beschrieben.

„Pour response a la lettre que vous avez pris la peine de mescrire le 2e. des ce mois, J’escris par ordre du Roy aux officiers des admirautez de Languedoc de faire toutes les diligences necessaires pour faire arrester trois, ou quatre des matelots qui ont fuy lors de la derniere levée, et de les faire punir suivant la rigueur de l’edit de 1673…“. – Etwas angestaubt und mit geringen Randläsuren, links ein Streifen des abgeschnittenen hinteren Blattes überklebt und mit Sammlerstempel (Börje Israelsons).

Schlagwörter: Autograph, Autographen, Autographs, Barock, Frankreich, Marine, Militaria

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300,--  Bestellen
1 Polanco, J(uan Alfonso). Breve Directorivm Ad Confessarii & confitentis munus recte obeundum. Paris, Corboni 1589. 12° (12 x 8,5 cm.). Titel, 171, [2] Bl. mit 2 Druckermarken, 2 blattgr. Holzschnitten u. einigen verzierten Initialen. Prgt. d. Zt. mit handschr. Rückentitel.

Adams C 2817. De Backer/S. VI, 942. – Mit dem Zwischentitel „Methodus ad eos adivvandos qui moriuntur“. – J. A. Polanco (1517-1576) war Generalsekretär des Jesuitenordens, Sekretär von Ignatius von Loyola, Diego Lainez und Francisco des Bor. – Einband etwas fleckig, Exlibris, zeitgenöss. Besitzvermerk a. T., gutes Exemplar.

Schlagwörter: Jesuiten, Theologie

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220,--  Bestellen
1 Sainte Marie Magdeleine, Pierre de. Traitte’ d’horlogiographie. Contenant plusieurs manieres de construire, sur toutes surfaces, toutes sortes de lignes horaires & autres cercles de la sphere. Avec quelques instrumens pour la mesme pratique, & pour connoistre les heures durant la nuict & l’heure du flus & reflus de la mer. Plus la methode de couper, en pierre ou en bois, les corps reguliers & autres polyëdres, par le cube & par la cylindre. Reveu, corrigé & augmenté en cette troisiéme édition, de plusieurs propositions & figures. Paris, Jean Dupuis 1665. Kl.-8°. Gestoch. illustr. Frontispiz, [7] Bl., 312 S., [1] w. Bl. u. 70 (2 gefalt.) gestoch. Tafeln. Hldr. d. 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückentitel u. Linienverg.

Houzeau-Lancaster I, 11455 (diese Ausgabe). – Zuerst 1641 erschienenes ausführliches technisches Handbuch. – Behandelt werden mathematische und nautische Instrumente, Zeitmessung, Globen, Kompasse, Gezeiten etc. – Die Kupfer zeigen Sonnenuhren, Tierkreiszeichen, physikalische Instrumente, mathematische Figuren u.a. – Vorderes Innengelenk angebrochen, fliegender Vorsatz mit Besitzvermerk von alter Hand, das Frontispiz oben bis zum Bildrand beschnitten, Tafel 69 fehlt, dafür Tafel 70 doppelt vorhanden, die Tafeln 65-67 in umgekehrter Reihenfolge eingebunden, stellenweise teils stärker gebräunt u. leicht braunfl., gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Astrologie, Geodäsie, Horology, Mathematik, Nautik, Nautische Instrumente, Navigation, Physik, Sonnenuhren, Sundials, Technik, Uhren

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320,--  Bestellen
01 Aristoteles – Colegio de Carmelitas Descalzos (Alcalá de Henares). Collegii Complutensis Sancti Cyrilli Discalceatorum Fratrum Ordinis B. Mariæ de Monti Carmeli, disputationes in octo libros Physicorum Aristotelis. Iuxta miram angelici doctoris D. Thomæ doctrinam & Schola eius doctrinam, eidem communi magistro, et Florentissimæ scholæ dicatæ. Lugduni (Lyon), H. Boissat & G. Remeus 1668. 4°. Titel mit großer Druckermarke (Segelschiff) in Holzschnitt, [3] Bl., 303 S. Hprgt. d. Zt.

In sich abgeschlossener Band II (von 4) der seltenen Aristoteles-Kommentare des spanischen Karmeliterordens. – Titel mit Stempeln eines südfranzösichen Domenikaner-Klosters u. kleinem Brandloch, durchgehend leicht braunfleckig u. gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Logik, Naturwissenschaften, Philosophie, Physics, Physik

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250,--  Bestellen
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