NEUER E-KATALOG: Neueingänge Frühjahr 2026 – Wir stellen aus: 32. Leipziger Antiquariatsmesse, 19. bis 22. März 2026, Messe Leipzig. – Vienna Vintage Photo Fair, So. 12. April 2026, 10-18 Uhr, Architekturzentrum Museums Quartier 1070 Wien, photofairwien.com – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Gesamtbestand

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Beschreibung
Gesamte Buchaufnahme
Preis
EUR
1 Hultén, K(arl) G(unnar) Pontus (Hrsg.). The Machine as seen at the end of the mechanical age. New York, Museum of Modern Art (1968). 4°. 216 S. mit zahlr. teils farb. Abb. u. 2 Tafeln nach Tinguelys „Homage to New York“. Farbig illustr. und geprägter Orig.-Metalleinband.

Katalog zu der legendären Ausstellung mit dem ebenso berühmten Einband, hergestellt in Schweden nach einem Entwurf von Anders Österlin unter Verwendung eines Fotos von Alicia Legg (Eingang des MOMA, mit einem New Yorker ‚Yellow Cab‘ und Passanten im Vordergrund). – Die Ausstellung zeigte Maschinen und deren Darstellung in der Kunst von Leonardo bis in die Gegenwart mit besonderem Schwerpunkt bei den Futuristen und Surrealisten sowie der russischen Avantgarde. – Sehr gutes Exemplar.
Catalogue accompanying the legendary exhibition with its equally famous cover, produced in Sweden based on a design by Anders Österlin using a photograph by Alicia Legg (entrance to MOMA, with a New York yellow cab and passers-by in the foreground). The exhibition showed machines and their representation in art from Leonardo to the present day, with a special focus on the Futurists and Surrealists as well as the Russian avant-garde. Very good copy.

Schlagwörter: Maschinen, Pop-art, Pop-Kultur, Technik

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90,--  Bestellen
1 Walser, Robert. Geschichten. Mit Zeichnungen von Karl Walser. Leipzig, Kurt Wolff 1914. 8°. IV, 231 S. mit 31 Illustrationen, davon eine auf dem Titel. Illustr. teilkolorierter Orig.-Kartonumschlag.

Badorrrek-Hoguth A 30.1. Göbel 176. Kerr S. 385. Schäfer 7. W.-G.² 7. – Erste Ausgabe. – Sauberes seitlich und unten unbeschnittenes Exemplar der Broschurausgabe, die neben der Auflage in Halbleder erschien.

Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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320,--  Bestellen
1 Album comemorativo da Exposição-feira de Angola. Luanda (Edição do Governo Geral de Angola) 1938. Quer-4° (23,5 x 30,5 cm.). Titel in Rot und Schwarz, 6 S., [1] Bl., 141 Tafeln in Heliogravure nach Fotografien von C. Duarte (d. i. Firmino Marques da Costa), [1] Bl. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag mit Kordel-Heftung.

Dekoratives Art déco-Fotoalbum der Kolonial-Ausstellung in Angola 1938. – „Das von der Generalregierung Angolas herausgegebene Gedenkalbum, das sicherlich nur zu Geschenkzwecken diente und nur in geringer Auflage verteilt wurde, ist eine fotografische Produktion von außergewöhnlicher Qualität und zeugt von der Übernahme architektonischer und dekorativer Programme, die die offizielle moderne Monumentalität, aber auch das Beste des portugiesischen Art Déco und einen überraschenden experimentellen Eklektizismus veranschaulichen. Vasco Vieira da Costa, der später zum berühmten modernistischen Architekten von Luanda wurde (Entwurf des Marktes von Kinaxixe – 1950/1952, 2008 zerstört), war sein Hauptschöpfer, noch in seiner Funktion als Zollbeamter und Zeichner, damals als Leiter der technischen Dienste und „Künstler von hohem Verdienst” bezeichnet. Die Fotos, die C. Duarte zugeschrieben werden, stammen von Firmino Marques da Costa“ (Alexandre Pomar, Africa in the Photobook, übersetzt aus dem Portugisischen). – Umschlag und Titelblatt mit restaurierten Randläsuren, sonst gut erhalten.
Decorative Art Deco photo album from the Colonial Exhibition in Angola in 1938. – „The commemorative album published by the General Government of Angola, certainly only for gifts and rarely distributed, is a photographic production of exceptional quality and reflects the adoption of architectural and decorative programmes that illustrate official modern monumentality but also the best of Portuguese Art Deco, as well as a surprising experimental eclecticism. Vasco Vieira da Costa, who became the famous modernist architect of Luanda (designer of the Kinaxixe market – 1950/1952, destroyed in 2008), was its main creator, while still a customs officer and designer, then identified as head of technical services and an ‘artist of high merit’. The photographs, attributed to C. Duarte, are believed to be by Firmino Marques da Costa“ (Alexandre Pomar, Africa in the Photobook, translated from Portuguese). – Cover and title page with restored edge wear, otherwise in good condition.

Schlagwörter: Africa, Afrika, Art Déco, Weltausstellungen

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1.400,--  Bestellen
1 Rohr, Karl. Jumbo. Eine lustige Elefanten-Geschichte mit Bildern und Reimen. Esslingen u. Mchn., Schreiber o.J. (um 1950). 4°. [9] Bl. mit 16 (8 farb.) halbs. Illustrationen. Farbig illustr., teils geprägter Orig.-Pappband in Form eines Elefanten ausgestanzt. (Verlags-Nr. 0198).

Vgl. Hoppensack 97 a u. b und Klotz, Bilderbücher 4712/13 (beide erste Ausgabe von 1927) . – Nachkriegsausgabe dieses humorvoll illustrierten Umriß-Bilderbuchs. – Rücken und Kanten geringfügig berieben, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Schreiber, Umriß-Bilderbücher

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50,--  Bestellen
1 Kandinsky, Wassily. Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente. München, Albert Langen (1926). Gr.-8°. 190 S., [4] Bl. mit 102 Figuren im Text und 26 (1 farb.) Tafeln. Orig.-Kartonumschlag mit illustr. Schutzumschlag in Blau und Schwarz. (Bauhausbücher, Band 9).

Dokumentations-Bibliothek VI, 68. Fleischmann 168 f. Lang, Bauhaus 245. Wingler 563. – Erste Ausgabe. – Typographie und Umschlagentwurf von Herbert Bayer. – Druck bei Hesse & Becker, Leipzig. – „Organische Fortsetzung meines Buches ‚Über das Geistige in der Kunst‘. … Äußerlich kann der Punkt als die kleinste Elementarform bezeichnet werden, was aber nicht genau ist. … der Punkt kann wachsen, zur Fläche werden und unbemerkt die ganze Grundfläche bedecken – wo wäre dann die Grenze zwischen Punkt und Fläche?“ (S. 24). – Rücken stärker aufhellt, zeitgenöss. Besitzvermerk und Stempel auf dem Vortitel, gutes Exemplar der seltenen kartonierten Ausgabe.
First edition. – Typography and cover design by Herbert Bayer. – Printed by Hesse & Becker, Leipzig. – „Organic continuation of my book “On the Spiritual in Art”. … Outwardly, the point can be described as the smallest elementary form, but this is not entirely accurate. … the dot can grow, become a surface and unnoticed cover the entire base area – where then would the boundary between dot and surface be?“ (p. 24). – Spine slightly faded, contemporary ownership note and stamp on the half-title page, good copy of the rare paperback edition.

Schlagwörter: Avantgarde, Bauhaus, Expressionisme, Expressionismus

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1.600,--  Bestellen
1 Requark, Emil Marius (d. i. Max Josef Wolff). Vor Troja nichts Neues. 1. – 10. Tausend. Berlin, Brunnen-Verlag, Karl Winckler (1930). 8°. 119, (1) S. mit beil. Verlagsprospekt (4 S.). Orig.-Kartonumschlag.

Erste Ausgabe der mehrfach aufgelegten Parodie auf Erich Maria Remarques berühmten Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ (Berlin 1929). – Der jüdische Jurist, Schriftsteller und Shakespeare-Übersetzer M. J. Wolff (1868-1941) starb nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Oktober 1941 in Berlin durch Suizid. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Parodie

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40,--  Bestellen
1 Petrarcha (Petrarca), Francesco. Von der Artzney bayder Glück, des guten vnd widerwertigen. Unnd wes sich ain yeder inn Gelück und unglück halten sol. Aus dem Lateinischen indas Teutsch gezogen. Mit künstlichen fyguren durchaus/ ganz lustig und schön gezyeret. (Reprint der Ausgabe: Augsburg, Heynrich Steyner, 1532. Herausgegeben und kommentiert von Manfred Lemmer). (Hamburg), Friedrich Wittig (1983). 4°. [24], 209 S. mit zahlr. Abbildungen nach Holzschnitten. Orig.-Pappband mit illustr. Pappschuber.

Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Faksimile

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40,--  Bestellen
1 Kandinsky, Wassily und Franz Marc (Hrsg.). Der Blaue Reiter. 2. Auflage. München, R. Piper & Co. 1914. 4° (30 x 23 cm.). [5] Bl., 140 S. mit 4 pochoirkolorierten Tafeln, darunter 2 nach Kandinsky und Marc, 30 Tafeln, 3 (2 gefalt., 1 doppelblattgr.) Musikbeilagen, 8 Initialen und Vignetten sowie zahlr. Abbildungen im Text. Hellgrauer farbig illustr. Orig.-Leinenband mit Galvano nach einem Farbholzschnitt von Kandinsky in den Farben Schwarz, Blau und Rot sowie einer Vignette Kandinskys auf dem Hinterdeckel.

Dokumentations-Bibliothek VI, 553. Jentsch 5. Lankheit, Der Blaue Reiter, Dokumentarische Neuausgabe, München 1965, S. 280. Lang S. 147. Reed 160. Roethel 141 und S. 450, 10, 3. The Artist and the Book 139 (die vorl. zweite Auflage). Vom Jugendstil zum Bauhaus Nr. 83. – Eines von 1200 Exemplaren. Mit neuem Vorwort von W. Kandinsky und F. Marc. – Der Almanach „Der blaue Reiter“ gilt als „die bedeutendste Programmschrift der Kunst des 20. Jahrhunderts“ (Hans Bolliger). – „Die Herausgeber Marc und Kandinsky verstanden den Almanach als das Sprachrohr der ‚Epoche des Großen Geistigen‘ wie es im Vorwort von 1911 hieß. Gegen die Zeit der materiellen Kunst des 19. Jahrhunderts wollte man die Kunst des Geistigen setzen.“ (J. Lammers, im Katalog Vom Jugendstil zum Bauhaus). – Kandinsky schrieb am 11. Juni 1911 an seinen Freund F. Marc über seine Idee, mit ihm einen Almanach mit zahlr. Beiträgen anderer Künstler herauszugeben: „In dem Buch muß sich das ganze Jahr spiegeln, und eine Kette zur Vergangenheit und ein Strahl in die Zukunft müssen diesem Spiegel das volle Leben geben“ (vgl. Roethel S. 450). – „The philosophy behind this almanac is one of the most important concepts of the twentieth century art scene“ (Reed). – Mit Illustrationen von Kandinsky, Marc, Kirchner, Arp, Nolde, Klee, Pechstein, Kubin u. v. a., sowie Textbeiträgen von Marc, Kandinsky, Macke, Schönberg u. a. Die Musikbeilagen mit Partituren von Arnold Schönberg, Alband Berg und Anton v. Webern und Texten von M. Maeterlink, Alfred Mombert und Stefan George. – Einband etwas berieben und leicht angestaubt, Seidenhemdchen der ersten Farbtafel (Frontispiz) mit Knickspuren und Eckabriss, sonst sehr gut erhalten.
One of 1,200 copies. With a new foreword by W. Kandinsky and F. Marc. The almanac ‘Der blaue Reiter’ is considered ‘the most important manifesto of 20th-century art’ (Hans Bolliger). – ‘The editors Marc and Kandinsky understood the almanac as the mouthpiece of the “era of the Great Spiritual”, as stated in the foreword of 1911. They wanted to counter the material art of the 19th century with the art of the spiritual.’ (J. Lammers, in the catalogue Vom Jugendstil zum Bauhaus). – On 11 June 1911, Kandinsky wrote to his friend F. Marc about his idea of publishing an almanac with numerous contributions from other artists: ‘The book must reflect the whole year, and a chain to the past and a ray into the future must give this mirror its full life’ (cf. Roethel p. 450). – ‘The philosophy behind this almanac is one of the most important concepts of the twentieth-century art scene’ (Reed). – With illustrations by Kandinsky, Marc, Kirchner, Arp, Nolde, Klee, Pechstein, Kubin and many others, as well as text contributions by Marc, Kandinsky, Macke, Schönberg and others. The music supplements include scores by Arnold Schönberg, Alband Berg and Anton von Webern and texts by M. Maeterlink, Alfred Mombert and Stefan George. – Cover slightly rubbed and slightly dusty, silk cover of the first colour plate (frontispiece) with crease marks and torn corner, otherwise very well preserved.

Schlagwörter: Avantgarde, Expressionismus

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4.800,--  Bestellen
1 Offices de la Semaine Sainte depuis les Ténèbres du jeudi saint jusques et compris les vespres du samedi saint. Französische Handschrift auf Papier. Paris 1783. 8° (18 x 12,2 cm.). Titel, 107 (eig. 106) S. mit Musiknoten und lateinischem Text in Tinte auf bläulichem Papier und 3 Kupfertafeln von (Jacques)-N(icolas) Tardieu. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rückenvergoldung, Deckel-Filetten, Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.

Schön ausgeführtes Gesangbuch-Manuskript mit den Melodien und der Liturgie in Latein auf bläulichem Papier. Mit Tenebrae-Liturgie für Donnerstag, Freitag und Samstag der Karwoche. Die Gesänge wurden traditionell bei Kerzenschein in den frühen Morgenstunden vor Tagesanbruch gesungen. Tenebrae bedeuted Dunkelheit. – Die schönen Kupfertafeln stammen vermutlich von dem französischen Kupferstecher Jacques-Nicolas Tardieu (″Tardieu fils“ 1716-1791), dem Sohn des Kupferstechers Nicolas-Henri Tardieu und der Kupferstecherin Marie-Anne Horthemels. Tardieu wurde 1749 an der Académie de peinture aufgenommen. Im Salon de 1750 war er ebenfalls vertreten. Tardieu schuf eine Vielzahl von Stichen mit historischen, religiösen und profanen Themen. – Gelenke teils etwas spröde und berieben, sonst sehr gut erhalten und dekorativ gebunden.
Beautifully executed hymnbook manuscript with melodies and liturgy in Latin on bluish paper. Includes Tenebrae liturgy for Thursday, Friday and Saturday of Holy Week. The hymns were traditionally sung by candlelight in the early hours of the morning before dawn. Tenebrae means darkness. The beautiful copperplate engravings are probably by the French engraver Jacques-Nicolas Tardieu (‘Tardieu fils’ 1716-1791), son of the engraver Nicolas-Henri Tardieu and the engraver Marie-Anne Horthemels. Tardieu was admitted to the Académie de peinture in 1749. He was also represented at the Salon de 1750. Tardieu created a large number of engravings with historical, religious and secular themes. – Joints somewhat brittle and rubbed in places, otherwise very well preserved and decoratively bound.

Schlagwörter: Church music, Gesangbuch, Gesangbücher, Handschriften, Hymn books, Kirchenmusik, Lieder, Manuscripts

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450,--  Bestellen
1 Holst, Adolf. König ist unser Kind! (Bilder) von Gertrud Caspari. (Deckeltitel). 18.-22. Aufl. Leipzig, Alfred Hahn o. J. (um 1915). Quer-8° (19 x 23,5 cm.). 16 farb. Tafeln (Autotypien) mit eingedr. Versen in Sütterlin-Schrift auf starkem Karton. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 7 P).

Blaume, Holst 13. Klotz 2869/91. LKJ I, 247 (mit Abb.) und 566. Neubert, Caspari 14.1.2. Ries 464, 15 und S. 363. Vgl. Bilderwelt 2007 (24. Aufl.). – Frühe Ausgabe eines der erfolgreichsten von Holst und Caspari gemeinsam bearbeiteten Bilderbücher. – Mit typischen Illustrationen der bekannten Bilderbuch-Künstlerin auf hellgrauem Hintergrund und blau gedruckten Versen in deutscher Schreibschrift. – „Die Künstlerin zeichnete die Umwelt des Kindes in auffälligen, leuchtenden Grundfarben. Die Konturen der Gegenstände wurden aber – im Gegensatz zur Malweise – mit kräftigen Linien hervorgehoben“ (G. Rabenstein in LKJ). – Deckel im Rand berieben, sonst gutes Exemplar der „unzerreisbaren“ Ausgabe.

Schlagwörter: Jugendstil, Kleinkind-Bilderbücher, Sütterlin-Schrift

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120,--  Bestellen
1 Grieshaber, HAP. Totentanz von Basel. Mit den Dialogen des mittelalterlichen Wandbildes. – The dance of death at Basle. – La danse des morts à Bâle. – (Mit einem Nachwort von Rudolf Meyer). Dresden, Verlag der Kunst 1966. Folio. 40 Bl., 2 Bl., VII S. mit 40 Orig.-Farbholzschnitten. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Deckelillustration und Schutzumschlag. (4. Druck der Leipziger Presse).

Fichtner 55. Fürst 66/1-40. „Ihr müßt alle nach meiner Pfeife tanzen“. Ausst.-Kat. Herzog August Bibliothek und Bibliothek Otto Schäfer 2000/2001, S. 241 ff. Spindler 65, 4. Tiessen III, 9. „Zum Sterben schön“. Ausst.-Kat. Schnütgen Museum Köln 2006, No. 106. – Erste Ausgabe. – Dreisprachiger Text. Die Schriften für die deutschen Texte entwarf Albert Kapr, sie wurden in Holz geschnitten. Sämtliche Holzschnitte wurden von den Originalstöcken in den Werkstätten der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst gedruckt. – „Ein Totentanz von vierzig Paaren, mit handwerklicher Beharrlichkeit in Holz geschnitten vom 24. Dezember 1965 bis zum 13. Juni 1966 … der Knochenmann als Schnitter, Totengräber oder Spielmann“ (Nachwort). – „Das Buch erregte 1966 auf der Buchmesse in Frankfurt a. M. großes Aufsehen und ebenso die zahlreichen Ausstellungen (die ersten im Juli 1966 in Leipzig und gleichzeitig in Essen). Obwohl Grieshaber die mittelalterlichen Stände sowie die Ständeordnung gänzlich übernahm, sind seine Bilder nicht nur originell, sondern oft von einer eindringlichen Aktualität. Mittels seiner sehr persönlichen, von jeder Stilrichtung unabhängigen Bildersprache ist es ihm gelungen, aus vielen der alten Motiv Symbole unserer Zeit zu schaffen.“ (Schuster, Mensch und Tod. Graphiksammlung der Univ. Düsseldorf. Bestandskat. Nrn. 262-302 (mit ausführl. Beschreibung aller Holzschnitte). – Schutzumschlag mit kleinen Randläsuren und leicht angestaubt, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Pressendrucke, Totentanz

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400,--  Bestellen
1 Lactantius, (Lucius Caecilius Firmianus). Opera omnia, quae supersunt Jo(hannes) Georg Walch. Leipzig, Officina Weidmanniana 1735. 8°. [8] Bl., 64, 1235 S., [14] Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung.

VD18 11540583. – Zuerst 1715 erschienene Gesamtausgabe der Werke des frühchristlichen Rhetorikers Laktanz (ca. 250-325 n. Chr), Lehrer des späteren Kaisers Konstantin I. Mit Kommentaren des sächsischen Philologen und Theologen J. G. Walch (1693-1775), der seit 1718 Professor für Philosophie, Altertumskunde und seit 1719 für Rhetorik an der Universität in Jena war. – „Sein Hauptwerk ist die „Religionslehre“ (Divinae institutiones), die erste Gesamtdarstellung des christlichen Glaubens in lateinischer Sprache. Die Schrift „Über Gottes Kunstwerk“ (De optificio dei) legt Schönheit und Zweckmäßigkeit des menschlichen Organismus dar, ohne christliche Anklänge; „Über den Zorn Gottes“ (De ira dei) behandelt das schon von der Stoa und von Epikur erörterte Problem, ob der Gottheit Affekte zugeschieben werden können. Die Echtheit der Schrift „Über die Todesarten der Verfolger“ (De mortibus persecutorum) ist umstritten. Wegen der Reinheit und Glätte seines Stils wurde L. von Humanisten der Renaissance der christliche Cicero genannt“ (Tusculum-Lexikon). – Einband etwas berieben, Vorsatz und Titel mit Bestitzvermerken, stellenweise teils stärker gebräunt und etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Antike, Barockliteratur, Rhetorik

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200,--  Bestellen
1 Pfenninger, Johann Konrad. Jüdische Briefe, Erzählungen, Dialogens um die Zeit Jesu, von Nazareth. Oder eine Messiade in Prose. Neuntes Bändchen. Mit einer Melodie. Wizenmann zugeeignet. (Und) zehntes Bändchen. Mit einer Melodie. Karoline, Charlotte, und Christiane von Palm zugeeignet. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, Johann Friedrich Junius 1788 und 1789. Kl.-8°. XXIV, 232, XIV S.; XII, 268, XXIV S. mit 2 mehrfach gefalteten Musikbeilagen. Pappband des frühen 19. Jahrhundert mit Rückenschild.

Fürst III, 84. Goedeke IV, 1, 286, 6. – Erste Ausgabe des neunten und zehnten Teils. Von 1783 bis 1792 erschienen 12 Teile. – „Das Werk umfaßt in 34 Büchern die Evangelien und die Apostelgeschichte. Es war auf wenigstens 14 Bände geplant und sollte noch die Briefe der Apostel, also das ganze Neue Testament umfassen. Es enthält auch mehrere Gedichte von Lavater“ (Goedeke). – Einband etwas berieben, Gelenke angeplatzt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Judaica, Judaism

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70,--  Bestellen
1 Bilderbogen, Anschauungs-Tafeln. Ohne, Ort, Druck und Jahr (um 1870). Quer-4° (28,5 x 36,5 cm.). 26 farblithographierte Tafeln, beidseitig auf Karton aufgezogen. Moderne Flügelmappe mit farblithgr. Deckelbild (Vögel).

Dekorative farbig lithographierte Anschauungs-Bilder mit dreizehn Berufsdarstellungen (Maurer, Zimmermann, Landwirt, HufschmiedSchneider, Tischler etc.) und Kinderszenen (Besuch im Zoo und auf dem Jahrmarkt und Kinder beim Spielen) sowie Tiere. – 6 Tafeln sporfleckig, 1 Tafel (Maultier) am linken Rand mit Abriebstellen, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Berufe, Bilderbogen

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240,--  Bestellen
01 Mozart, (Wolfgang Amadeus). (Dix chansons et deux mélodies). Illustrations du Heinrich Lefler. Wien, M(arkus und Hugo) Munk o. J. (1914). 4° (31 x 24,5 cm.). [25] Bl. mit 12 ganzseitigen, farbigen Illustrationen im Oval mit ornamentaler Goldbordüre, sowie Buchschmuck in Grün von Heinrich Lefler. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag mit ausgestanztem Schutzumschlag mit Deckeltitel und Ornamentrahmen.

Seltene französische Ausgabe mit dekorativen Jugendstil-Illustrationen und Buchschmuck von H. Lefler (1863-1919). Die deutsche Ausgabe erschien in gleicher Ausstattung mit 12 Gedichten von Richard Specht. – Mit den Melodien: „39e. Symphonie“ und „Quartette A“. Sowie den Liedern: „Bastien et Bastienne, L’enlevement au Serail, Cosi fan tutte, Les noces de Figaro (2), Don Juan (Trio des Masques), Don Juan (Rondeau), La flute enchanté“ (2) und „Requiem (Benedictus)“. – Bei M. und H. Munk erschienen auch Mörikes, Mozart auf der Reise nach Prag und Kinderbücher mit den Illustrationen von H. Lefler. – Schutzumschlag mit geringen Randläsuren, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lieder, Wiener Jugendstil

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140,--  Bestellen
1 Tausend und eine Nacht – König, Alexander (Übersetzung). Tausend und eine Nacht. Arabische Erzählungen. Neue, verbesserte Auflage, durchgesehen von Fr(iedrich) Herring. 4 Bände. Brandenburg, Adolph Müller o. J. (1875-1876). Kl.-8°. Dunkelgrüne Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln, Rückenvergoldung und goldgepr. Deckel-Illustration.

Vgl. Hayn-Gotendorf V, 278. – Seltene Bearbeitung der berühmten Übersetzung von A. König, die zuerst um 1840 erschien. – Innengelenke teils etwas angeplatzt, sonst sehr gutes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden.

Schlagwörter: Tausend und eine Nacht

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100,--  Bestellen
1 Nietzsche, Friedrich. Frühe Schriften. Herausgegeben von Hans Joachim Mette und Karl Schlechta. Mit einer editorischen Vorbemerkung von Rüdiger Schmidt zum Nachdruck der Ausgabe. (Fotomechanischer Nachdruck der Ausgabe München, Beck 1933-1940). 5 Bände. München, Dt. Taschenbuch Verlag 1994. Gr.-8°. Orig.-Kartonumschläge.

I. Jugendschriften 1854-61. – II. Jugendschriften 1861-64. – III. Schriften der Studenten- und Militärzeit 1864-68. – IV. Schriften der Studenten- und Militärzeit 1866-68. Schriften der letzten Leipziger Zeit 1868. V. Schriften der letzten Leipziger und ersten Basler Zeit 1868-69. – Ohne den Pappschuber, sehr gutes Exemplar der Studienausgabe.

Schlagwörter: Faksimile, Gesamtausgaben

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25,--  Bestellen
1 Gumpert, Thekla v. (d. i. Thekla von Schober, Hrsg.). Töchter-Album. Unterhaltungen im häuslichen Kreise zur Bildung des Verstandes und Gemüthes der heranwachsenden weiblichen Jugend. Zweiter Band. Glogau, Carl Flemming o. J. (1856). Gr.-8°. VII, 574 S., [1] Bl. mit lithogr. Portrait-Frontispiz, lithogr. illustr. hellblau lavierter Titel und 29 lithogr. Tafeln von (Hugo) Bürkner und H(ermann) Wagner. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.

Bilderwelt 1290. HKJL IV, 910. Hobrecker, Braunschweig 7848. LKJ I, 512 und III, 544 f. Seebaß II, 2053. Wegehaupt IV, 2737. – Seltener zweiter Jahrgang des, neben dem „Herzblättchen“ erfolgreichsten Mädchen-Jahrbuchs des 19. Jahrhunderts. – „Absicht der Herausgeberin und Inhalt lassen sich aus dem Motto ablesen, welches sich auf den hübsch lithographierten Titeln findet: „Willst du erfüllen die Pflichten, zu welchen Dich rufet Dein Dasein, Sei die Maria im Geist, sei in der Thätig keit Martha!“. Der Inhalt setzt sich aus Erzählungen, Biographien, geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Schilderungen, naturwissenschaftlichen Artikeln, Anleitungen zu Beschäftigungen usw. zusammen. Die Illustrationen sind oft bemerkenswert“ (A. Seebaß). – Rücken etwas berieben, durchgehend teils stärker braunfleckig, noch gutes Exemplar.

Schlagwörter: Jahrbücher, Mädchenbücher

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120,--  Bestellen
1 (Flittner, Christian Gottfried). Die Kunst mit Weibern glücklich zu seyn. (Ein Seitenstück zur Kunst mit Männern glücklich zu seyn). Berlin, Oehmigke der Jüngere 1800. 8°. VIII, 176 S. mit handkol. gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel mit handkol. Vignette und 3 handkol. Kupfertafeln von H. Dähling nach E. Henne. Pergamentband der Zeit (Remboitage, illustr. Orig.-Umschläge beigebunden). (Gynäologie, 2. Supplement oder XIV. Bändchen).

Hayn-Gotendorf III, 637. Holzmann-Bohatta II, 12665. Kosch V, 231. Rümann 272. – Erste Ausgabe. Erschien gleichzeitig auch mit dem Untertitel „ein Almanach für das Jahr 1800 nach Göthe Lafontaine Rousseau und Wieland mit Kupfern.“ (andere Paginierung). – Der Berliner Arzt und Apotheker Christian Gottfried Flittner (1770-1828) veröffentlichte zahlreiche sexualpädagogische Werke. – Enthält zahlreiche nützliche Ratschläge zu wichtigen Themen wie „Der glückliche Liebende wünscht ein glücklicher Gatte zu werden, er läßt sich daher bei der Wahl einer Gattin von vernünftigen Grundsätzen leiten“, „Näher bestimmte Regeln, die die Kunst ein glücklicher Ehemann zu seyn, anschaulicher machen“, „Kann der edel liebende Mann von Eifersucht frei seyn?“. – Der Einband mit goldgepr. Rückentitel: „LU CON SOCIAL“ und handschr. „BEISCHL. 1799“, durchgehend etwas bebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Ehe, Frauenliteratur, Medizin, Sexual-Pädagogik, Sexualerziehung, Sexualität

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280,--  Bestellen
1 Ovidius Naso, Publius. Erotische Gedichte des Ovid. Metrisch übersetzt von (Johann Isaac v.) Gerning. Frankfurt a. M., Hermann 1815. Kl.-8° (16 x 10 cm.). XX, 199, (1) S. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.

Brümmer 138. Frankfurter Personenlexikon 2369. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – J. I. v. Gerning (1767-1837), Königlich Sizilianischer Legationsrat. Großherzoglich und Landgräflich Hessischer Geheimer Rat, Dr. jur. et phil. Diplomat, Schriftsteller und Sammler, war „bis 1802 regelmäßiger Gast am Hof in Weimar. Von Goethe und Herder angeregt, schrieb er seine „Reise durch Österreich und Italien“ (3 Bde., 1803). Nach des Vaters Tod (1802) lebte G. zumeist in Ffm., daneben Sommer- und Landsitze in Kronberg, Homburg und Soden. 1817 hessen-homburgischer Bundestagsgesandter. … Neben Beiträgen in verschiedenen zeitgenössischen Blättern veröffentlichte G. vor allem poetische Landschafts- und Reisebeschreibungen, aber auch Ovid-Übersetzungen. Hauptwerke: „Die Heilquellen am Taunus“ (1813/14), „Die Rheingegenden von Mainz bis Cölln“ (1819, engl. 1820), „Die Lahn- und Maingegenden von Embs bis Ffm.“ (1821) sowie die Gedichte „Fft.s Erhaltung und Rettung“ (1795) und „Säculargedicht“ (1800)“ (S. Hock in Frankfurter Personenlexikon). – Einband etwas berieben, Rückenschild mit kl. Abriebstelle, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Antike, Erotica

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100,--  Bestellen
1 Paulsen, Nikolaus. Gespräche mit dem Staat von Oesterreich und seine Gutachten an dessen Majestät seit 1784. Deutschland (d. i. München, Lindauer) 1808. 8°. XXIV, 372 S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz von Schramm. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.

Seltene Arbeit des Lübecker Politikers N. Paulsen (1742-1818), der sich am Ende seiner Einleitung als „Doktor Paulsen aus Lübeck, hanseatischer Bürger des deutschen Bundes mit Frankreich“ bezeichnet. Paulsen erläutert hier bereits die Verhandlungen mit Österreich, die 1815 zur Gründung des Deutschen Bundes führten. – „Der Deutsche Bund war ein Staatenbund, auf den sich im Jahr 1815 die „souveränen Fürsten und freien Städte Deutschlands“ mit Einschluss des Kaisers von Österreich und der Könige von Preußen, Dänemark (hinsichtlich Holsteins) und der Niederlande (hinsichtlich Luxemburgs) geeinigt hatten. Dieser Bund existierte von 1815 bis 1866 und hatte bereits bundesstaatliche Züge, da sich ein Recht des Deutschen Bundes entwickelte, das die Gliedstaaten band. Dennoch besaß der Deutsche Bund keine Staatsgewalt, sondern nur eine „völkerrechtsvertraglich vermittelte Vereinskompetenz“. Laut Präambel der Bundesakte hatten sich die Fürsten zu einem „beständigen Bund“ vereint; sie sind allerdings als Repräsentanten ihrer Staaten anzusehen. Der Bund hatte zur Aufgabe, die innere und äußere Sicherheit der Gliedstaaten zu gewährleisten. Damit war der Bundeszweck deutlich begrenzter als beim Heiligen Römischen Reich, das im Jahr 1806 aufgelöst worden war. Dieser deutsche Bund scheiterte schließlich an den unterschiedlichen Vorstellungen von Staat und Gesellschaft, vor allem aber am politischen Machtkampf zwischen Preußen und Österreich“ (Wikipedia). – Einband angestaubt und leicht fleckig, vorderes Gelenk unten etwas angeplatzt, Stempel auf dem Vorsatz und Titel, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Austriaca, Deutscher Bund, Österreich, Politik

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140,--  Bestellen
1 Ehrenberg, Friedrich. Reden an Gebildete aus dem weiblichen Geschlechte. Dritte, veränderte und vermehrte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Elberfeld, Heinrich Büschler 1817. Kl.-8°. [5] Bl., 243 S.; [2] Bl., 240 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung.

ADB V, 711. Goedeke VI, 226, 4. NDB IV, 350. – Erschien zuerst 1804. – Mit 19 Reden an heranwachsende Frauen „Edle Weiblichkeit – Weibliche Bildung – Weibliche Würde – Weibliche Frömmigkeit – Das häusliche Weib – Hindernisse der Häuslichkeit – Weiblicher Lebenssinn – Das reiche Gemüth – Des Weibes Zuversicht“ etc. – „Unter (den) zahlreichen religiös-popularphilosophischen Arbeiten“ des Berliner Hof- und Domprediger F. Ehrenberg (1776-1852) „fand den weitesten Anklang sein „Andachtsbuch für Gebildete aus dem weiblichen Geschlecht“ (1816, 72 Bände, 1856)“ (W. Hollweg in NDB). – Gelöschter Bibliotheksstempel verso Titel, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Frauen, Frauen- und Mädchenbildung, Pädagogik

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100,--  Bestellen
1 Ganzo, Robert. Du dancing ou le danseur sentimental. Avec un frontispice et un bandeau originaux de Marcel Vertès. Paris, Éditions Lemarget 1930. 8°. 106 S., [1] Bl. mit Frontispiz und 1 Vignette in Lithographie. Orig.-Kartonumschlag.

Eines von 250 num. Exemplaren auf Vélin de Rives. – Mit eigenhändiger Widmung von Robert Ganzo. – Sehr gutes Exemplar.
Un des 250 exemplaires numérotés sur Vélin de Rives. – Avec dédicace manuscrite de Robert Ganzo. – Très bon exemplaire.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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160,--  Bestellen
1 Machiavelli, Niccolò (di Bernardo dei). Opere. Scelte da Giuseppe Zirardini. Paris, Baudry, Libreria Europea 1851. Gr.-8°. IV, 692 S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.

Seltene Gesamtausgabe herausgegeben von dem italienischen Litearturhistoriker Giuseppe Zirardini (1813-1871). – N. Machiavelli (1469-1527) gilt vor allem aufgrund seiner beiden Werke Il Principe (Der Fürst) und I Discorsi sopra la prima deca di Tito Livio (Discorsi) als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit. – Gelenke etwas berieben, durchgehend braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.
Rare edition published by Italian literary historian Giuseppe Zirardini (1813–1871). N. Machiavelli (1469-1527) is considered one of the most important political philosophers of modern times, primarily due to his two works Il Principe (The Prince) and I Discorsi sopra la prima deca di Tito Livio (Discorsi). Joints slightly rubbed, brown spots throughout, good decorative bound copy.

Schlagwörter: Complete edition, Gesamtausgaben

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140,--  Bestellen
1 Clergue, Lucien. Les Gitans. Préface inédite de Jean Cocteau. Introduction de Tony Gatlif. Paris, MarVal (1996). Gr.-8° (23 x 22,5 cm.). [6] Bl. und 45 Duotone-Tafeln. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von L. Clergue für Charlotte Reber-Bodmer vom 29. 1. 1996. – „La première image de ce livre est pour lui sa première bonne photographie, encore timide, vue de la fenêtre de sa chambre, en 1953. Les gitans faisaient halte à Arles avant d’aller au pèlerinage des Saintes-Maries-de-la-Mer. Pris de passion il les photographiés année par année y rencontrant des familles du sud mais aussi venues de Paris, du nord, et de Europe de l’Est et les la suivis sur d’autres sites plus tard. C’est dans l’une des ces roulottes qu’il découvrit Manitas de Plata et contribua à le rendre célèbre. Photographian famille et celle de José Reyes, il prenait sur le vif „les petits“ devenus plus tard les Gypsy Kings. La plupart de ces images réalisées entre 1953 et 1965 inédites. Certaines inspirèrent à Jean Cocteau trois fresques de la calle Saint-Pierre à Villefranche-sur-Mer“ (T. Gatlif). – Die Widmungsempfängerin ist die Wittwe des Schweizer Malers und Mediziners Willy Reber (1922-1995). – Sehr gutes Exemplar.
Première édition. – Avec dédicace manuscrite de L. Clergue à Charlotte Reber-Bodmer datée du 29 janvier 1996. – La dédicataire est la veuve du peintre et médecin suisse Willy Reber (1922-1995). – Très bon exemplaire.

Schlagwörter: Gypsies, Roma, Signierte Bücher, Sinti, Widmungsexemplar, Zigeuner

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240,--  Bestellen
1 Le Corbusier – Merkle, Paul und Esther. Ein Tag mit Ronchamp. Achtundvierzig Aufnahmen. Text von Robert Th. Stoll. Geleitwort von Hans Urs von Balthasar. (Buchgestaltung von Emil Ruder). Einsiedeln, Johannes-Verlag (1958). 4°. [4] Bl. und 48 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Halbleinenband.

Nicht bei Heidtmann und Schweizer Fotobücher. – Einzige Ausgabe. – „Dieses Buch von der Wallfahrtsu-Haut in Ronchamp ist kein Architekturbuch in dem Sinne, wie es etwa Le Corbusier selbst mit seinem zweiten „Carnet de la recherche patiente“ seinem Bauwerk gewidmet hat. Das vorliegende Buch ist das Zeugnis einer Begegnung. Die Kirche, die es mit Bild und Wort vorstellt, wird nicht nur als Bauwerk und Kunstwerk gesehen, sondern als Architektur, die in einem ganz bestimmten Dienst steht“ (R. T. Stoll). – Der Schweizer Fotograf Paul Merkle erhielt seine Ausbildung im 1933 gegründeten Fotoatelier Eidenbenz in Basel. – Tadellos.

Schlagwörter: Architecture photography, Architektur, Architekturfotografie, Architekturphotographie, Kirchenbau, Kirchenbauten

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140,--  Bestellen
1 Doisneau – Chevalier, Maurice. My Paris. Photographs by Robert Doisneau. Foreword by M. F. K. Fisher. New York, London, The Macmillan Company, Collier-Macmillan (1972). 4°. 153, (1) S. mit ca. 120 teils doppelblattgr. und farbigen Abbildungen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Vgl. Koetzle, Fotogrtafen A-Z 98 f. – Erste Ausgabe. Erschien anlässlich des Todes des französischen Schauspielers und Chansonsängers M. Chevalier am 1. Januar 1972. – „To the Paris streets of my childhood, with tender thanks for having taught me life“ (Maurice Chevalier). – „Die Arbeiten von Robert Doisneau stellen eine der eindrucksvollsten Leistungen der als „humanistische Reportage“ bekannten Richtung der Fotografie dar. … Doisneaus Fotos sind das Ergebnis von Geduld, Reflexion, komplizenhafter Teilnahme und Betroffensein. Mit ihren weitgehend urbanen Inhalten erfassen sie aber auch ein bestimmendes Element der Moderne“ (P. Hamilton in Koetzle). – Sehr gutes Exemplar.
First edition. Published on the occasion of the death of French actor and chanson singer M. Chevalier on January 1, 1972. – “To the Paris streets of my childhood, with tender thanks for having taught me life” (Maurice Chevalier). – “The works of Robert Doisneau represent one of the most impressive achievements of the genre of photography known as ‘humanistic reportage’. … Doisneau’s photos are the result of patience, reflection, complicit participation, and empathy. With their largely urban content, they also capture a defining element of modernity” (P. Hamilton in Koetzle). – Very good copy.

Schlagwörter: Paris

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70,--  Bestellen
1 Hesekiel, (Johann) George (Ludwig). Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts der Grafen Königsmarck. Berlin, Alexander Duncker 1854. Gr.-8°. VI, 41 S. mit 1 gefalteten Stamm-Tafel. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung.

NDB VIII, 744 f. – Seltene genealogische Arbeit des sächsischen Historikers und Journalisten J. G. L. Hesekiel (1819-1874) über das altmärkische Adelsgeschlecht Königsmarck, das im 17. Jahrhundert seine größte Blüte hatte. – Gelenke und Kanten etwas berieben, gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Genealogie, Genealogy

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100,--  Bestellen
1 Gumpert, Thekla v. (d. i. Thekla von Schober, Hrsg.). Töchter-Album. Unterhaltungen im häuslichen Kreise zur Bildung des Verstandes und Gemüthes der heranwachsenden weiblichen Jugend. Erster Band. Glogau, Carl Flemming o. J. (1855). Gr.-8°. [3] Bl., 599, (1) S. mit 30 lithogr. Tafeln, davon 14 mit Tonplatte von (Hugo) Bürkner, Alfred Hindorf und H(ermann) Wagner. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).

Bilderwelt 1289. Slg. Brüggemann I, 829. HKJL IV, 910. Hobrecker 129. LKJ I, 512 und III, 544 f. Seebaß II, 2053. Wegehaupt IV, 2737. – Seltener erster Jahrgang des, neben dem „Herzblättchen“ erfolgreichsten Mädchen-Jahrbuchs des 19. Jahrhunderts. – „Erster Band des – ursprünglich als Zeitschrift veröffentlichten Jahrbuchs, das bis 1930 regelmäßig erschien und danach unter dem Titel „Mädeljahr“ noch einige Jahre fortgeführt wurde. Zur Herausgeberin Thekla von Gumpert, zugleich Verfasserin vieler Beiträge, hauptsächlich Erzählungen, vgl. M. Dahrendorf in Lexikon KJL 1, S, 512 f., wo gegenüber ihrem Werk wegen seines Mangels an literarischer Qualität und seiner restaurativen Erziehungsintentionen (so Dahrendorf) ein kritischer Standpunkt eingenommen wird. Die seit Wolgast (1896) vorherrschenden z. T. kraß ablehnenden Stellungnahmen werden in einem weiteren Artikel im Lexikon KJL III, S. 544 f. ausführlicher referiert. Eine eingehende Würdigung dieses im Geschmack seiner Zeit anspruchsvoll ausgestatteten und beim Bürgertum der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr beliebten Jahrbuchs unternimmt Roswitha Budeus-Budde in ihrer Untersuchung: Das „Töchter-Album“ von Thekla von Gumpert. Phil. Diss. Innsbruck 1984“ (T. Brüggemann). – Durchgehend etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Jahrbücher, Mädchenbücher

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140,--  Bestellen
1 Meggendorfer, Lothar. Schau mich an! Ein Ziehbilderbuch. Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (ca. 1899). Quer-4° (26,5 x 36 cm.). [9] Bl. mit 8 farblithogr. Tafeln mit beweglichen Teilen und Ziehmechanismus sowie einigen Illustrationen im Text. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Verlags-Nr. 105).

Bilderwelt 2053. Hauswedell 832. Katzenheim 284 ff. Krahé 119 (mit farb. Abb. S. 43, 130 und 146). Klotz, Bilderbücher 3678/131. LKJ II,460. Ries 711, 49. Wegehaupt IV, 1442. – Erschien zuerst 1888. Die Verlagsanzeige auf der Rückseite der letzten Tafel ausschließlich mit Werbung für Meggendorfer-Titel, darunter auch das 1898 erschienene Ziehbilderbuch „Prinz Liliput“. – Eines der bekanntesten Ziehbilderbücher Meggendorfers. Mit den Ziehbildern: St. Nikolaus kommt. – Das Duett. – Die Zimmerleute. – Der störrische Esel. – In der Kinderstube. – Beim Friseur. – Hausmusik. – Der gefoppte Ami. Die letzte Tafel und die Verlagswerbung ist in späteren Auflagen nicht mehr vorhanden. – „In den Ziehbildern dieses Buches präsentiert Meggendorfer eine besonders ausgeklügelte Mechanik, so zum Beispiel in dem Bild von Kru und Kra (Abbildung, siehe Krahé S. 130). Die Bewegungsabläufe der beiden Akteure sind genau aufeinander abgestimmt. Während Kru auf seiner Ziehharmonika spielt, begleitet ihn Kra auf der Gitarre. Nicht nur die Arme, sondern auch die Mundpartien sind beweglich, so daß der Eindruck eines Wechselgesanges entsteht“ (S. Blöcker in Bilderwelt). – Einband etwas berieben und leicht fleckig, das Nikolausbild mit 2 geschlossenen Randeinrissen, im Blattrand und die Ziehstreifen etwas fingerfleckig, sehr gutes und voll funktionsfähiges Exemplar.
First published in 1888. The publisher’s advertisement on the back of the last plate exclusively features Meggendorfer titles, including the pull-out picture book “Prince Liliput,” published in 1898. One of Meggendorfer’s best-known pull-out picture books. With the movable pictures: St. Nicholas is coming. The duet. The carpenters. The stubborn donkey. In the nursery. At the hairdresser’s. House music. The teased American. The last plate and the publisher’s advertisement are no longer present in later editions. – „In the pull-out pictures in this book, Meggendorfer presents a particularly ingenious mechanism, for example in the picture of Kru and Kra (illustration, see Krahé p. 130). The movements of the two characters are precisely coordinated. While Kru plays his accordion, Kra accompanies him on the guitar. Not only the arms, but also the mouths are movable, creating the impression of a duet“ (S. Blöcker in Bilderwelt). – Cover slightly rubbed and slightly stained, the picture of St. Nicholas with 2 closed edge tears, the page margin and the pull strips slightly finger-stained, very good and fully functional copy.

Schlagwörter: Movable books, Spielbilderbücher

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1.600,--  Bestellen
1 Bürger, Joachim. Singularium observationum iuridico-politico militarium centuriae quatuor. Quibus in fine centuriae secundae, iuxta desiderium multorum, annexus est modus, iudicium militare exercendi. Accedit huic editioni centuria quinta hactenus nunquam edita. Opus non tam in re militari, quam in iure civili versantibus apprime utile ac necessarium. Köln, Hermann Demen 1685. 8°. Gestoch. Frontispiz, [3] Bl., 817 [i. e. 816] S., [11] Bl. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung.

VD17 39:155483U. – Gegenüber früheren Auflagen wesentlich erweiterte Ausgabe dieser Sammlung zum Zivil- und Militärrecht des Juristen J. Bürger, tätig 1631 bis 1654 in Odenthal. – Einband etwas berieben, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Jura, Militaria, Military law, Rechtsgeschichte, Rheinland, Zivilrecht

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200,--  Bestellen
1 Karlinger, Hans. Theodor Fischer. Ein deutscher Baumeister. München, Georg D. W. Callwey 1932. 4°. 99, (1) S. mit 18 Abbildungen im Text und 54 Tafeln. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückentitel.

NDB V, 206 f. – Einzige Ausgabe. Mit mont. zeitgenöss. Orig.-Porträtphotographie (Albuminabzug). – Seltene Monographie über den bedeutenden Münchner Architekten T. Fischer (1862-1938). – Die Technische Hochschule Stuttgart verlieh Fischer 1922 die Ehrendoktorwürde „als dem deutschen Baumeister, der die Baukunst vom Formalismus befreit und sie in Wort und Beispiel zurückgeführt hat zu Innerlichkeit und Wahrheit“. – Rücken etwas berieben, papierbedingt etwas gebräunt, gutes Exemplar der gebundenen Ausgabe.

Schlagwörter: München, Städtebau

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140,--  Bestellen
1 Jäger, Jos(eph) N(ikolaus). Empirische Psychologie. Wien, J. G. Heubner 1840. 8°. XII, 340 S. Dunkelgrüner Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.

Wurzbach, BLKÖ X, 38. – Erste Ausgabe der seltenen frühen Darstellung. Erst durch die Arbeiten von Wilhelm Maximilian Wundt (1832-1920) im späten 19. Jahrhundert konnte sich die Psychologie als eigenständige Wissenschaft zwischen Philosophie und Physiologie etablieren. – J. N. Jäger (biographische Daten unbekannt) war bis 1845 Professor für Philosophie in Wien. – Rücken und Kanten etwas berieben, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Psychologie, Psychology

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80,--  Bestellen
1 Morand, Paul. Mr. U. Paris, Éditions des Cahiers Libres 1927. 8°. 38 S., [1] Bl. mit 1 Kaltnadel-Radierung von Tsuguharu-Léonard Foujita. Dunkelgrüner Halblederband mit goldgepr. Rückentitel (signiert B. Salvignol, typogr. Orig.-Umschlag beigebunden).

Monod 8447. – Eines von 480 num. Exemplaren auf Normandy teinté (Gesamtauflage 510 Exemplare). – Die makabere Kaltnadel-Radierung des japanisch-französischer Malers und Graphikers T. L. Foujita (1886-1968) zeigt den Chinesen „Mr. U.“, bis zum Skelett abgemagert mit einem Huhn an einer Leine. Paul Morand (1888-1976) schätzte Foujita als den einzigen japanischen Künstler, dem in Frankreich ein echter Durchbruch gelang. Beide waren zentrale Figuren der Pariser Bohème und gehörten zur internationalen Kunstszene von Montparnasse. 1928 veröffentlichte Morand die erste Monographie über Foujita. – Sehr schönes Exemplar in einem signierten Handeinband.
Reliure en demi-cuir vert foncé avec titre doré au dos (signé B. Salvignol, couverture d’origine typographique reliée). – Un des 480 exemplaires numérotés sur Normandy teinté (tirage total : 510 exemplaires). – La gravure à la pointe sèche macabre du peintre et graphiste franco-japonais T. L. Foujita (1886-1968) représente le Chinois « M. U. », amaigri jusqu’à l’os, avec un poulet en laisse. Paul Morand (1888-1976) considérait Foujita comme le seul artiste japonais à avoir véritablement percé en France. Tous deux étaient des figures centrales de la bohème parisienne et faisaient partie de la scène artistique internationale de Montparnasse. En 1928, Morand publia la première monographie sur Foujita. Très bel exemplaire dans une reliure artisanale signée.

Schlagwörter: Avantgarde, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher

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250,--  Bestellen
1 Longus. Daphnis et Chloé, ou les pastorales de Longus. Traduites du grec par J(acques) Amyot. Nouvelle édition revue, corrigée et complétée. Paris, Leclere 1863. 8° (20 x 12,5 cm.). [2] Bl., XLVI, 205 S., [1] Bl. mit Titel in Rot und Schwarz mit gestoch. Vignette, gestoch. Portrait-Frontispiz, 5 gestoch. Vignetten von De Longueil nach Eisen (3) und Wille fils (2) , 4 gestoch. Zwischentitel in Rot, Blau und Braun und 8 Radierungen in Sepia von Normand, Lingée, Devilliers und Le Bas nach Prud’hon (2) und Gérard (7). Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rückenvergoldung, Deckelfiletten, Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.

Vicaire V, 388. – Luxusausgabe mit den meist nicht Radierungen in Sepia. Die Vignetten, wurden erstmals 1766 in Rosoi’s „Les Sens“ verwendet (vgl. Sander 594). – Gelenke restauriert, Vorderdeckel leicht fleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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140,--  Bestellen
1 Hoffmann, Heinrich. „Struwwelpeter-Hoffmann“ erzählt aus seinem Leben. Lebenserinnerungen. Herausgegeben von Eduard Hessenberg. Frankfurt am Main, Englert und Schlosser 1926. 4°. [4] Bl., 231, (1) S. mit 8 (2 farbigen) Tafeln. Illustr. Orig.-Leinenband. (Frankfurter Lebensbilder. Band IX).

Erste Ausgabe. – Wichtiges Quellenwerk. Der Herausgeber war der Enkel Hoffmanns. – Schönes Exlibris, zeitgenöss. Widmung auf dem Titelblatt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Englert u. Schlosser, Struwwelpeter(iaden)

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50,--  Bestellen
1 Gaucher, N(icolas, Hrsg.). Pomologie des praktischen Obstbaumzüchters. 102 Chromotafeln der besten Tafelobstsorten mit Beschreibung und Kulturanweisung. Stuttgart, A. Jung’s Verlag (Jung & Brecht) 1894. 4° (25,5 x 18,5 cm.). [113] Bl. mit 8 Zwischentiteln und 102 chromolithogr. Tafeln von Gottlieb Ebenhusen und Adolf Rupp. Orig.-Halblederband goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und reicher Rückenvergoldung.

Martini 80. Nicht bei Nissen, BBI und Stafleu/C. – Eines der schönsten deutschen Bücher über den Obstanbau. Die dekorativen Tafeln wurden zuerst in der Zeitschrift „Der praktische Obstbaumzüchter“ (1885-1890, Kirchner 20852) veröffentlicht und tragen noch deren Numerierung (abweichend von den vorliegenden Textblättern). – Die Tafeln, gedruckt von der Lithographie Anstalt A. Eckstein in Stuttgart, mit farbenprächtigen Abbildungen von Äpfeln (25), Birnen (47), Aprikosen, Kirschen (7), Pfirsichen (10), Pflaumen (8), Johannisbeeren (2) und Stachelbeeren (2). – Außergewöhnlich schönes und sauberes Exemplar im dekorativen Verlagseinband.

Schlagwörter: Obst, Obstbau, Obstbaum

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850,--  Bestellen
1 Raynal, (Guillaume Thomas François). Révolution de l’Amérique. Londres, Lockyer Davis et a La Haye, P. F. Gosse 1781. 8°. XVI, 171 p. Reliure moderne en toile.

Sabin 68101. Hill Collection 250. Howes R 85. – Première édition rare, publiée à l’insu de Raynal. – „Le nom de Guillaume-Thomas Raynal reste attaché à son œuvre majeure, l’Histoire philosophique et politique des établissements et du commerce des Européens dans les deux Indes. Cette compilation à visée encyclopédique, l’un des grands succès de librairie de la fin du 18e siècle, suscita autant de critiques que d’éloges de la part de ses contemporains. Elle apparaît comme pleinement représentative d’un paysage éditorial marqué par l’évolution du simple récit de voyage vers la réflexion philosophique sur le rôle de l’Europe dans le monde, particulièrement sur le continent américain. Le tricentenaire de la naissance de l’abbé Raynal (1713-1796) est l’occasion de mettre en valeur la singularité du regard porté par un homme des Lumières sur l’Amérique, regard plongé dans l’actualité du moment – la guerre d’Indépendance dont il se fait le chroniqueur – et annonciateur des profondes transformations politiques et sociales qu’engagera la Révolution française, notamment l’abolition de l’esclavage. Ce regard est aussi le reflet des lectures multiples dont s’est nourri un auteur qui n’a lui-même jamais traversé l’Atlantique“ (Raynal un regard vers l’Amérique, Exposition dans la Bibliothèque Mazarine, Paris 2013). – Quelques taches brunes et brunissement plus prononcé à certains endroits, sinon exemplaire bien conservé, non rogné sur les côtés et en haut.
Rare first edition, published without Raynal’s knowledge. – „The name Guillaume-Thomas Raynal remains linked to his major work, the Philosophical and Political History of the Settlements and Trade of the Europeans in the Two Indies. This encyclopedic compilation, one of the great publishing successes of the late 18th century, drew as much criticism as praise from his contemporaries. It appears to be fully representative of a publishing landscape marked by the evolution from simple travel narratives to philosophical reflection on the role of Europe in the world, particularly on the American continent. The tercentenary of the birth of Abbé Raynal (1713-1796) is an opportunity to highlight the unique perspective of a man of the Enlightenment on America, a view steeped in the events of the day—the War of Independence, which he chronicled—and a harbinger of the profound political and social transformations that the French Revolution would bring about, notably the abolition of slavery. This perspective also reflects the wide-ranging reading that nourished an author who himself never crossed the Atlantic“ (Raynal un regard vers l’Amérique, Exhibition at the Bibliothèque Mazarine, Paris 2013). – A few brown spots and more pronounced browning in some places, otherwise well preserved, untrimmed copy.

Schlagwörter: America, Americana, Amerika, USA

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300,--  Bestellen
1 Abraham a Santa Clara (d. i. Ulrich Megerle). Abrahamisches Gehab dich wohl! oder Urlaube / In diesem End-Wercke seiner Schrifften / Schaue hinein / und lise das / Und mach dir ein Knopf auf die Nas… Wien und Nürnberg, Johann Paul Krauß 1738. Gr.-8° (20,5 x 16 cm.). Titel in Rot und Schwarz, [8] Bl., 505 (1) S., [18] Bl. mit gestoch. Frontispiz. Halb-Schweinslederband der Zeit mit handschr. Rückentitel

Dünnhaupt 56.1. Goedeke III, 241, 32. – Erschien zuerst posthum 1729 bei Lehmann in Wien. – „Der sprachgewaltigste der christlichen Prediger im deutschen Sprachraum des 17. Jahrhunderts“ (Wikipedia) behandelt in dem Werk in 32 zeit- und kulturgeschichtlich interessanten „Discursen“ Faulheit, Falschheit, Neid, Fasten, die „Entheiligung derer Sonn-und Feyertägen“, Teufel, Priestertum, Geld, „der Weiber Boßheit“, Ehe, Beruf, Tod u.a. – Besonders interessant ist der 10. „Disurs“: „Am Fest des H. Bischoffs und Beichtigers Nicolai… Förchtet euch nicht dann ich bin da / Und stell heunt vor den Nicola“ darin beschreibt Megerle Teufelsgestalten als Begleiter des Heiligen Nikolaus (280/286-351). Der Text gilt als eine der frühen christlichen Quellen für die Nikolaus-Legende. – Vorderdeckel mit Abriebstelle, Stempel verso Frontispiz, stellenweise etwas braun- und fingerfleckig, insgesamt gutes Exemplar dieses seltenen Barock-Werkes.

Schlagwörter: Barockliteratur, Nikolaus <Heiliger>, Theologie

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240,--  Bestellen
1 Aristophanes. Lysistrate. Komödie. Übertragen von Ludwig Seeger. Mit Illustrationen von Pablo Picasso. Frankfurt am Main, Insel-Verlag 2014. 8°. 106 S., [1] Bl. mit 22 ganzs. Illustrationen. Dunkelroter Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel (Herstellung: Buchbinderei Hiemenz, Heidelberg) und Pappschuber. (Insel-Bücherei, Band 1401).

Eines von 650 Exemplaren der Vorzugsaugabe. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Inselbücherei, Vorzugsausgaben

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50,--  Bestellen
1 Balzac, Honoré de. Das unbekannte Meisterwerk. Mit Illustrationen von Pablo Picasso. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Sebastian Goeppert und Herma Goeppert-Frank. Ins Deutsche übertragen von Herma Goeppert-Frank. (4. Auflage). Frankfurt am Main, Insel-Verlag 1992. 8°. 127, (3) S. mit teils ganzs. Illustrationen. Schwarzer Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel und blindgepr. Deckelvignetten. (Insel-Bücherei, Band 1031).

Eines von 750 Exemplaren der Vorzugsausgabe erschienen zum achtzigjährigen Jubiläum der Inselbücherei. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

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80,--  Bestellen
1 Verlaine, Paul. Männer. Deutsche und Französische Ausgabe des Buches Hombres. (Übersetzt von Curt Moreck und Hans Schiebelhuth). (Zürich, Offizin I. H. François i. e. Hannover, Paul Steegemann 1920). Gr.-8°. 54 S., [1] Bl. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Rückentitel.

Hayn-Gotendorf IX, 605. Pia 652. Raabe 210.76. – Privatdruck, Nr. 772 von 1100 Exemplaren auf handgeschöpftes Büttenpapier. Eine der ersten deutschen Ausgaben der Sammlung homoerotischer Gedichte, die Verlaine für seinen Liebhaber Arthur Rimbaud verfasste. Die französische Original-Ausgabe erschien posthum 1903 als der letzte von drei erotischen Gedichtbänden des Autors nach „Les Amies“ (1867) und „Femmes“ (1891), die weibliche Homosexualität bzw. Heterosexualität behandeln. – Mit beiligendem Subskriptions-Prospekt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Erotica, Homosexualität, Lyrik, Nummerierte Bücher, Privatdruck

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70,--  Bestellen
1 Goya, Francisco y Lucientes (1746-1828). Four original etchings from Los Proverbios (first impressions) and one etching after Goya (Self-Portrait). In: L’Art. Revue hebdomaire illustrée. Troisième année 1877, tome II, (Tome IX de la Collection). Paris, London, A. Ballue Éditeur 1877. Folio (45 x 32 cm.). [3] Bl., 324 S. mit 17 Radierungen, darunter 4 von F. Goya und 3 Heliogravuren und zahlr. Holzstichen im Text. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung, Deckelfiletten und Kopfgoldschnitt (signiert: (Georges) Canape-Belz).

Harris 266-269 III. – Der wichtigste Jahrgang der bedeutenden französischen Kunstzeitschrift mit den 5 Original-Aquatintaradierungen von Francisco de Goya y Lucientes: „Goya“, „Lluvia de toros“, „Ortas leyes por el pueblo“, „Que guerrero“ und „Una reina del circo“. Die Graphiken aus der Serie „Los Proverbios“ wurden hier zuerst veröffentlicht. – Die Radierungen sind besonders gratig und sauber, sehr schönes sauberes Exemplar in einem prachtvollen signierten Handeinband.
The most important issue of the renowned French art magazine featuring five original aquatint etchings by Francisco de Goya y Lucientes: “Goya,” “Lluvia de toros,” “Ortas leyes por el pueblo,” “Que guerrero,” and “Una reina del circo.” The prints from the series “Los Proverbios” were first published here. – The etchings are particularly crisp and clean, a very beautiful, clean copy in a magnificent signed binding.

Schlagwörter: Einbände, Einbandkunst, Magazines, Original-Graphik, Radierung, Zeitschriften

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8.000,--  Bestellen
1 Manet – Duret, Théodore. Histoire d’ Edouard Manet et de son oeuvre. Avec un catalogue des peintures et des pastels. Paris, Floury 1902. 4°. [3] Bl., 301 S., [3] Bl., [2] Bl. (″Subscription“-Prospekt) mit 19 teils farb. Tafeln, einigen Abb. im Text, 2 Original-Radierungen von Manet sowie 1 Holzstich und 1 Holzschnitt nach Manet. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt (illustr. Orig.-Umschlag beigebunden).

Mahé I, 810. – Eines von 550 Exemplaren auf Vélin (Gesamtauflage 600 Exemplare). – Mit dem Werkverzeichnis der Gemälde und Pastelle sowie den beiden Original-Radierungen „Le gamin au chien“ und „L’Olympia“ (Guerin 28 und 39); sowie der Holzschnitt-Fassung der „L’Olympia“ und dem Holzschnitt „Rendez-vous de chats“ von T. Boltrand nach Monet. – „1865 wurde der Frauenakt des damals 33 Jahre alten Künstlers im Rahmen des Pariser Salon gezeigt. Zwar hatte man dem Maler durchaus manche Zumutung zugetraut, seine merkwürdigen Bilder aus den Vorjahren ließen das Schlimmste erwarten. Dieses Gemälde war dann aber doch zu viel: Eine nackte Frau, die dem Betrachter direkt ins Gesicht blickt, ausgestreckt auf einem Bett, eine Hand im Schoß, zu Füßen eine Katze, im Hintergrund eine schwarze Dienerin mit Blumenstrauß. Und ganz offensichtlich war sie keine Gestalt aus der Antike – die akzeptierte Darstellungsweise des Aktes –, sondern eine Prostituierte. Manets Gemälde wurde zu einem der größten Skandale der Kunstgeschichte. Um es vor Zerstörung zu retten, hängte man es schließlich – unerreichbar für Schirme und Stöcke – über eine Tür. … Bis auf wenige Ausnahmen – zum Beispiel eine hinreißende und kenntnisreiche Verteidigung des Gemäldes durch Émile Zola und eine Würdigung Max Liebermanns – fallen die Besprechungen negativ aus. Die von vielen Rezensenten lustvoll protokollierten Lachanfälle des Publikums sind noch die harmloseste Variante. Schwerer wiegt der Vorwurf der kalkulierten Provokation und Exzentrik. … Tatsächlich waren Manets Farbgebung, sein Einsatz von Schwarz- und Weißtönen und der starke Hell-Dunkel-Kontrast neu. … Alles, wofür der Maler später gepriesen und weltberühmt wurde – heute gilt die Olympia als Meisterwerk und hängt im Pariser Musée d’Orsay –, stieß den Zeitgenossen auf“ (Deutschlandfunk in der Buchbesprechung von D. Heicker. Manet, ein Streit und die Geburt der modernen Malerei. Berlin 2015). – Außergewöhnlich schönes und dekorativ gebundenes Exemplar, mit dem beigebundenen Subskribtions-Prospekt.
One of 550 copies on Vélin paper (total edition of 600 copies). – With the catalogue raisonné of paintings and pastels, as well as the two original etchings “Le gamin au chien” and “L’Olympia” (Guerin 28 and 39); and the woodcut version of “L’Olympia” and the woodcut “Rendez-vous de chats” by T. Boltrand after Monet. – „In 1865, the nude painting by the then 33-year-old artist was exhibited at the Paris Salon. Although the painter had been known to produce some rather shocking works, his strange paintings from previous years led viewers to expect the worst. But this painting was too much: a naked woman looking directly at the viewer, stretched out on a bed, one hand in her lap, a cat at her feet, a black servant with a bouquet of flowers in the background. And she was clearly not a figure from antiquity—the accepted way of depicting nudes—but a prostitute. Manet’s painting became one of the greatest scandals in art history. To save it from destruction, it was finally hung above a door, out of reach of umbrellas and sticks. … With a few exceptions—for example, a captivating and knowledgeable defense of the painting by Émile Zola and a tribute by Max Liebermann—the reviews were negative. The audience’s fits of laughter, which many reviewers relished recording, were still the most harmless variant. More serious was the accusation of calculated provocation and eccentricity. … In fact, Manet’s use of color, his use of black and white tones, and the strong chiaroscuro contrast were new. … Everything for which the painter was later praised and became world-famous – today Olympia is considered a masterpiece and hangs in the Musée d’Orsay in Paris – was rejected by his contemporaries“ (Deutschlandfunk in the book review by D. Heicker. Manet, a dispute and the birth of modern painting. Berlin 2015). – Exceptionally beautiful and decoratively bound copy, with the subscription prospectus attached.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Nummerierte Bücher, Original-Graphik, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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2.800,--  Bestellen
1 Hugnet, Georges. Non vouloir. Illustré de 4 gravures par Pablo Picasso. Paris, Éditions Jeanne Bucher 1942. 8°. 76 S., [1] Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz und 4 Zinkotypien (165 x 115 mm.). Orig.-Kartonumschlag.

Bloch 360. Bloch, Livres 36. Geiser/Baer 721-724. Goeppert 36. Rauch 62. – Erste von Picasso illustrierte Ausgabe. Eines von 400 num. Exemplaren auf Vergé d’Arches (Gesamtauflage 426 Exemplare). Mit eigenhändiger Widmung von G. Hugnet „à Roger Lannes ces souvenirs d’un tunnel bien amicalement Georges Hugnet 6 Avril 45“. – „1940 hatte Hugnet sein Gedicht „Non voulaire“ mit einer Zeichnung von Miró veröffentlicht (siche Nr. 35). Zwei Jahre später erschien eine neue Ausgabe dieses Gedichtes, erweitert um fünfzig andere poetische Texte aus den Jahren 1940 und 1941. Hugnet widmete diesen Band Paul Eluard, der im Sommer 1942, wie Hugnet vor ihm, untertauchte und sich der Résistance anschloß. Picasso … machte für das Buch vier Tuschezeichnungen, deren Druckplatten er anschließend weiter (mit dem Grabstichel) bearbeitete: ein Portrait von Dora Maar, Tänzerin I und II sowie eine Frau im Lehnstuhl“ (S. Goeppert). – Rücken restauriert und mit Knickspuren, sonst gut erhalten.
First edition illustrated by Picasso. One of 400 numbered copies on Vergé d’Arches paper (total print run 426 copies). With a handwritten dedication by G. Hugnet: “To Roger Lannes, these memories of a tunnel, with warm regards, Georges Hugnet, April 6, 1945.” – “In 1940, Hugnet had published his poem ”Non voulaire“ with a drawing by Miró (see no. 35). Two years later, a new edition of this poem was published, expanded to include fifty other poetic texts from 1940 and 1941. Hugnet dedicated this volume to Paul Eluard, who, like Hugnet before him, went into hiding in the summer of 1942 and joined the Resistance. Picasso … made four ink drawings for the book, whose printing plates he then further worked on (with a graver): a portrait of Dora Maar, Dancer I and II, and a Woman in an Armchair“ (S. Goeppert). – Spine restored and with crease marks, otherwise well preserved.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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1.200,--  Bestellen
1 Lilien – Zweig, Stefan (Einleitung). E(phraim) M(ose) Lilien. Sein Werk. Berlin und Leipzig, Schuster & Loeffler 1903. 4° (29,5 x 24 cm.). 347 S., [4] Bl. mit Portrait und zahlr. meist ganzs. Abbildungen. Illustrierter Orig.-Leinenband.

NDB XIV, 550 f. und XXVIII, 794 ff. W.-G.² 5 (S. Zweig). – Erste und einzige Ausgabe der in kleiner Auflage erschienenen Monographie über den Jugendstilgraphiker und Illustrator Ephraim Moses Lilien (1874-1925), der mit seinen Arbeiten nachhaltig das Erscheinungsbild der jungen zionistischen Bewegung prägte. – „Stefan Zweig propagierte ihn in einer 1903 erschienenen reich illustrierten Monographie „E. M. Lilien, sein Werk“. L. zählte in Berlin zu den Vertretern der „Jüd. Renaissance“, einer Gruppe um Martin Buber, Berthold Feiwel und Chaim Weizmann, die 1901 den Jüd. Verlag gründete und seit 1902 mit dem Jüd. Almanach hervortrat, dessen künstlerische Leitung L. übernahm. … Mit äußerster Konsequenz verwendet L. in seinem Werk die von Aubrey Beardsley vor der Jahrhundertwende entwickelten Prinzipien einer kontrastreichen Schwarz-Weiß-Zeichenkunst, die auf der Wechselwirkung von geschlossenen Flächen und sensitiver Linienführung beruhen. Dabei findet L. vor allem im Motivischen durch die Konzentration auf jüdische Themen zu einer persönlichen Ausprägung. Er wird damit zum Vertreter des Jugendstils in der jüd. Kunst“ (Hans Ries in NDB). – Einband etwas berieben, Gelenke unauffällig restauriert, stellenweise im Blattrand etwas braunfleckig, gutes Exemplar.
First and only edition of the small-run monograph on Art Nouveau graphic artist and illustrator Ephraim Moses Lilien (1874-1925), whose work had a lasting impact on the image of the young Zionist movement. – „Stefan Zweig promoted him in a richly illustrated monograph published in 1903, “E. M. Lilien, sein Werk” (E. M. Lilien, His Work). In Berlin, Lilien was one of the representatives of the “Jewish Renaissance,” a group around Martin Buber, Berthold Feiwel, and Chaim Weizmann, who founded the Jewish Publishing House in 1901 and made a name for themselves in 1902 with the Jewish Almanac, for which Lilien took over the artistic direction. … In his work, L. consistently applies the principles of high-contrast black-and-white drawing developed by Aubrey Beardsley before the turn of the century, which are based on the interplay of closed surfaces and sensitive lines. L. finds his personal style primarily in his motifs, concentrating on Jewish themes. He thus became a representative of Art Nouveau in Jewish art“ (Hans Ries in NDB). – Binding slightly rubbed, joints inconspicuously restored, some brown spots on the margins in places, good copy.

Schlagwörter: Art nouveau, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Judaica, Judaism, Jugendstil, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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580,--  Bestellen
1 Laforgue, Jules. Stéphane Vassiliew. Nouvelle. Frontispiz de Georges de Traz. Genève, Club des Bibliophiles (1943). 4° (31 x 22,5 cm.). 65 S., [4] Bl. mit 1 Aquatinta-Radierung von G. de Traz. Orig.-Kartonumschlag mit Japanpapier-Schutzumschlag.

„Premier ouvrage de la collection publiée par le Club des Bibliophiles, dont il constitue l’édition princeps, Stéphane Vassiliew de Jules Laforgue a été tiré à cent cinquante exemplaires, numérotés de 1 à 150, sur vergé de Hollande antique à la cuve des Papeteries Van Gelder Zonen. … L’eau-forte de Georges de Traz a été barrée après le tirageLa couverture de l’ouvrage reproduit exactement l’écriture de Jules Laforgue. Exemplaire nº 11 destiné à MONSIEUR ALBERT NATURAL“. – Der Japanpapier-Schutzumschlag mit Randläsuren, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher

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120,--  Bestellen
1 Wilder, Thornton (Niven). The bridge of San Luis Rey. London, Westminster Press for Longmans, Green and Co. 1927. 8°. VII, 139, (2) p. Original cloth binding with gold-stamped spine title and cover signature, and dust jacket.

Burke/Howe p. 826. Johnson/Blanck p. 541. – First English edition; „English trade edition issued a few days before American trade edition.“ (Johnson/Blanck). – T. N. Wilder (1897-1975) won his first Pulitzer Price for this novel in 1928, and it was the best-selling work of fiction that year. – „The Bridge of San Luis Rey tells the story of people who die in the collapse of an Inca rope bridge in Peru, and the events that lead up to their being on the bridge. A friar who witnesses the accident then goes about inquiring into the lives of the victims, seeking some sort of cosmic answer to the question of why each had to die. – Wilder explained that the plot was inspired in its external action by a one-act play [Le Carrosse du Saint-Sacrement] by [the French playwright] Prosper Mérimée, which takes place in Latin America and one of whose characters is a courtesan. However, the central idea of the work, the justification for a number of human lives that comes up as a result of the sudden collapse of a bridge, stems from friendly arguments with my father, a strict Calvinist. Strict Puritans imagine God all too easily as a petty schoolmaster who minutely weights guilt against merit, and they overlook God’s ‚Caritas‘ which is more all-encompassing and powerful. God’s love has to transcend his just retribution. But in my novel I have left this question unanswered. As I said earlier, we can only pose the question correctly and clearly, and have faith one will ask the question in the right way“ (Wikipedia). – Dust jacket inconspicuously restored at the top, near fine copy of Wilder’s most famous novel.

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320,--  Bestellen
1 Baj, Enrico. Catalogue de l’oeuvre graphique et des multiples. Catalogue of the graphic work and multiples. Réalise par Jean Petit. I. 1952-1970. – II. 1970-1973. 2 Bände. Genève, Editions Rousseau 1970-1973. 4° (27,7 x 27,5 cm.). [126] p.; [136] p. with numerous illustrations, some in colour. Illustrated original clothbound volumes with colour illustrated dust jackets. (Panoramas forces vives).

Near fine copy.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Multiple, Pop art, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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140,--  Bestellen
1 Aguesseau, (Henri François) de. Discours de Monsieur le Chancelier d’Aguesseau. Paris, Veuve Savoye, Saillant & Nyon, Cellot, Veuve Desaint, Delalain 1773. Kl.-8° (16,5 x 10,5 cm.). 364 S. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher floraler Rückenvergoldung.

Brunet II, 468 f. Cioranescu 7316. – Sammlung interessanter Essais und Reden des französischen Juristen und Staatsmanns H.-F. d’Aguesseau (1668-1751), meist über die Pflichten des Anwalts. Aguesseau war 1715 bis 1750 Kanzler von Frankreich (Chancelier de France) und mit Unterbrechungen Justizminister. Sein Widerstand gegen die Lawsche Finanzspekulation hatte 1718 seine Entlassung zur Folge; aber schon 1720 wurde er restituiert. Unter Guillaume Dubois’ Ministerium 1722 nochmals auf sein Landgut Fresnes verwiesen, erlangte er 1727 durch den Kardinal André-Hercule de Fleury seine Ämter und 1737 auch das große Siegel wieder. Wegen Altersschwäche trat er 1750 als Kanzler zurück und starb am 9. Februar 1751. – Sehr schönes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.
Recueil d’essais et de discours intéressants du juriste et homme d’État français H.-F. d’Aguesseau (1668-1751), traitant principalement des devoirs de l’avocat. Aguesseau fut chancelier de France de 1715 à 1750 et, avec quelques interruptions, ministre de la Justice. Son opposition à la spéculation financière de Law entraîna son licenciement en 1718, mais il fut réintégré dès 1720. Renvoyé une nouvelle fois dans son domaine de Fresnes sous le ministère de Guillaume Dubois en 1722, il retrouva ses fonctions en 1727 grâce au cardinal André-Hercule de Fleury, puis le Grand Sceau en 1737. En raison de son âge avancé, il démissionna de son poste de chancelier en 1750 et mourut le 9 février 1751. – Très bel exemplaire propre et relié de manière décorative.

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120,--  Bestellen
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