NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juli 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Hoffmann – Braeckow, Großdeutschland im Weltgeschehen

Hoffmann - Braeckow, Großdeutschland im Weltgeschehen

Hoffmann – Braeckow, Ernst und Heinrich Hoffmann (Hrsg.). Großdeutschland im Weltgeschehen. Tagesbildberichte 1939-1942. Geleitworte: Hans Fritzsche und Max Stampe. 4 Bände. Berlin, Joh. Kasper & Co. 1939-1942. Quer-Folio (31 x 43,5 cm.). Mit zus. 1327 mont. Orig.-Photographien (Brom-Sibergelatine, ca. 10 x 13,5 cm.) meist von Heinrich Hoffmann. Orig.-Kunstlederbände mit goldgepr. Deckeltiteln und Metallschrauben-Bindung.

Gerhard, Bilder des Krieges – Krieg der Bilder. Paderborn 2004. Herz, Hoffmann & Hitler. Fotografie als Medium des Führer-Mythos. Berlin 1994. Heidtmann 14727. Heiting/Jäger I, 424 ff. – Die umfangreichste deutsche Fotodokumentation der ersten Jahre des Zweiten Weltkriegs. – „Premium-Propagandamedium“ herausgegeben von E. Braeckow (1910-?), Oberregierungsrat im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP). Braeckow arbeitete seit 1933 in der Presseabteilung der Reichsregierung. Bis Juni 1940 stieg er zum stellvertretenden Leiter der Abteilung Inlandspresse des RMVP auf. Nach seinem Ausscheiden aus dem Ministerium im September 1941 war er als Propagandist in der berüchtigten Einsatzgruppe B der Sicherheitspolizei und des SD tätig. – Die prestigeträchtigen Propaganda-Alben (Neupreis rund 120 Reichsmark pro Band) waren der Versuch, das vermeintlich flüchtige Medium der tagesaktuellen Pressefotografie („Tagesbildberichte“) als dauerhaftes Repräsentationsmedium darzustellen. Sie sind ein Paradebeispiel für die Etablierung des „Führer-Mythos“ und die visuelle Begleitung des Vernichtungskrieges. Dabei werden reale Kampfhandlungen für das Inland zu einer heroischen „Tagesberichterstattung“ ästhetisiert. Deshalb sind die Alben auch wichtige Quellen für medienhistorische Dissertationen über die Arbeit der Propandakompanien (PK) der Wehrmacht. Die chronologische Anordnung der Aufnahmen (Begegnungen von Nazi-Größen mit ausländischen Staatsmännern, Propagandaveranstaltungen und Kriegsszenen) suggeriert eine objektive, fast tagebuchartige Dokumentation, welche die Niederlagen, Verbrechen und die Realität des Krieges vollständig ausblendet oder uminterpretiert. Die luxuriösen Propaganda-Publikationen sollten die Elite des Regimes (Parteidienste, höhere Beamte, Offiziere und das gehobene Bürgertum) ideologisch auf Kurs zu halten. – Heinrich Hoffmann (1885-1957), „Chonist der Bewegung“ (T. Friedrich in Heiting/Jaeger), war nach seiner Lehre in Heidelberg und Frankfurt am Main Mitarbeiter verschiedener Fotografen, darunter auch des bedeutenden Presse- und Portraitfotografs E. O. Hoppé in London. Hoffmann eröffnete 1909 in München ein Fotoatelier und arbeitete als Portrait- und Pressefotograf. Bereits 1919 lernte er Hitler kennen, trat 1920 der NSDAP bei, und begann Parteigrößen wie Hermann Göring und Rudolf Heß zu portraitieren und wurde Hitlers Leibfotograf. Im Oktober 1929 gründete er das „Photohaus Hoffmann“. Unter seinen neuen Mitarbeitern war auch die 17-jährige Eva Braun, die vermutlich dort A. Hitler begegnete. In seinem Verlag „Heinrich Hoffmann, Verlag national-sozialistische Bilder“ betrieb Hoffmann propagandistische Bildberichterstattung für die NSDAP. Er beschäftigte bis zu 300 Mitarbeiter und konnte durch den Vertrieb von Fotobildbänden bald Umsätze in der Höhe von Millionen Reichsmark verbuchen. – Von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen, sehr gut erhalten; vollständig mit dem meist fehlenden vierten Jahrgang (Angriff der deutschen Wehrmacht der Sowjetunion) sehr selten.
The most comprehensive German photographic documentation of the early years of World War II. – “Premium-Propandamedium,” edited by E. Braeckow (1910-?), Senior Government Councilor at the Reich Ministry of Public Enlightenment and Propaganda (RMVP). Braeckow had worked in the press department of the Reich government since 1933. By June 1940, he had risen to become deputy head of the Domestic Press Department of the RMVP. After leaving the ministry in September 1941, he served as a propagandist in the notorious Einsatzgruppe B of the Security Police and the SD. – The prestigious propaganda albums (original price around 120 Reichsmarks per volume) were an attempt to present the supposedly ephemeral medium of daily press photography (“daily photo reports”) as a permanent medium of representation. They are a prime example of the establishment of the “Führer myth” and the visual documentation of the war of extermination. In the process, actual combat operations are aestheticized for the domestic audience into heroic “daily reporting.” For this reason, the albums are also important sources for dissertations in media history on the work of the Wehrmacht’s Propaganda Companies (PK). The chronological arrangement of the footage—encounters between Nazi leaders and foreign statesmen, propaganda events, and scenes of war-suggests an objective, almost diary-like documentation that completely omits or reinterprets the defeats, crimes, and reality of the war. These lavish propaganda publications were intended to keep the regime’s elite-party officials, high-ranking civil servants, military officers, and the upper middle class-ideologically on track. – Heinrich Hoffmann (1885–1957), “chronicler of the movement” (T. Friedrich in Heiting/Jaeger), worked for various photographers after completing his apprenticeship in Heidelberg and Frankfurt am Main, including the prominent press and portrait photographer E. O. Hoppé in London. Hoffmann opened a photography studio in Munich in 1909 and worked as a portrait and press photographer. He met Hitler as early as 1919, joined the NSDAP in 1920, began photographing party leaders such as Hermann Göring and Rudolf Hess, and became Hitler’s personal photographer. In October 1929, he founded the “Photohaus Hoffmann.” Among his new employees was 17-year-old Eva Braun, who presumably met A. Hitler there in October 1929. Through his publishing house, “Heinrich Hoffmann, Verlag national-sozialistische Bilder,” Hoffmann produced propaganda photo reports for the NSDAP. He employed up to 300 people and, through the sale of photo books, was soon generating revenues in the millions of Reichsmarks. – Apart from slight signs of wear and age, it is in very good condition; complete with the fourth volume (the German Wehrmacht’s invasion of the Soviet Union), which is usually missing, very rare.

Unser Preis: EUR 5.800,-- 

1
2
21
3
4
5
6
7
8
9
91
92
93
94
95
96
97
98
99
991
992
993
994
995
996
997
998
999
9991
9992
9994
9995
9996
9997
9998
9999
99991
99992
99993
99994
99995
99996
99997
99998
99999