Nationalsozialismus
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Hoffmann – Braeckow, Ernst und Heinrich Hoffmann (Hrsg.). Großdeutschland im Weltgeschehen. Tagesbildberichte 1939-1942. Geleitworte: Hans Fritzsche und Max Stampe. 4 Bände. Berlin, Joh. Kasper & Co. 1939-1942. Quer-Folio (31 x 43,5 cm.). Mit zus. 1327 mont. Orig.-Photographien (Brom-Sibergelatine, ca. 10 x 13,5 cm.) meist von Heinrich Hoffmann. Orig.-Kunstlederbände mit goldgepr. Deckeltiteln und Metallschrauben-Bindung.
Gerhard, Bilder des Krieges – Krieg der Bilder. Paderborn 2004. Herz, Hoffmann & Hitler. Fotografie als Medium des Führer-Mythos. Berlin 1994. Heidtmann 14727. Heiting/Jäger I, 424 ff. – Die umfangreichste deutsche Fotodokumentation der ersten Jahre des Zweiten Weltkriegs. – „Premium-Propagandamedium“ herausgegeben von E. Braeckow (1910-?), Oberregierungsrat im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP). Braeckow arbeitete seit 1933 in der Presseabteilung der Reichsregierung. Bis Juni 1940 stieg er zum stellvertretenden Leiter der Abteilung Inlandspresse des RMVP auf. Nach seinem Ausscheiden aus dem Ministerium im September 1941 war er als Propagandist in der berüchtigten Einsatzgruppe B der Sicherheitspolizei und des SD tätig. – Die prestigeträchtigen Propaganda-Alben (Neupreis rund 120 Reichsmark pro Band) waren der Versuch, das vermeintlich flüchtige Medium der tagesaktuellen Pressefotografie („Tagesbildberichte“) als dauerhaftes Repräsentationsmedium darzustellen. Sie sind ein Paradebeispiel für die Etablierung des „Führer-Mythos“ und die visuelle Begleitung des Vernichtungskrieges. Dabei werden reale Kampfhandlungen für das Inland zu einer heroischen „Tagesberichterstattung“ ästhetisiert. Deshalb sind die Alben auch wichtige Quellen für medienhistorische Dissertationen über die Arbeit der Propandakompanien (PK) der Wehrmacht. Die chronologische Anordnung der Aufnahmen (Begegnungen von Nazi-Größen mit ausländischen Staatsmännern, Propagandaveranstaltungen und Kriegsszenen) suggeriert eine objektive, fast tagebuchartige Dokumentation, welche die Niederlagen, Verbrechen und die Realität des Krieges vollständig ausblendet oder uminterpretiert. Die luxuriösen Propaganda-Publikationen sollten die Elite des Regimes (Parteidienste, höhere Beamte, Offiziere und das gehobene Bürgertum) ideologisch auf Kurs zu halten. – Heinrich Hoffmann (1885-1957), „Chonist der Bewegung“ (T. Friedrich in Heiting/Jaeger), war nach seiner Lehre in Heidelberg und Frankfurt am Main Mitarbeiter verschiedener Fotografen, darunter auch des bedeutenden Presse- und Portraitfotografs E. O. Hoppé in London. Hoffmann eröffnete 1909 in München ein Fotoatelier und arbeitete als Portrait- und Pressefotograf. Bereits 1919 lernte er Hitler kennen, trat 1920 der NSDAP bei, und begann Parteigrößen wie Hermann Göring und Rudolf Heß zu portraitieren und wurde Hitlers Leibfotograf. Im Oktober 1929 gründete er das „Photohaus Hoffmann“. Unter seinen neuen Mitarbeitern war auch die 17-jährige Eva Braun, die vermutlich dort A. Hitler begegnete. In seinem Verlag „Heinrich Hoffmann, Verlag national-sozialistische Bilder“ betrieb Hoffmann propagandistische Bildberichterstattung für die NSDAP. Er beschäftigte bis zu 300 Mitarbeiter und konnte durch den Vertrieb von Fotobildbänden bald Umsätze in der Höhe von Millionen Reichsmark verbuchen. – Von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen, sehr gut erhalten; vollständig mit dem meist fehlenden vierten Jahrgang (Angriff der deutschen Wehrmacht der Sowjetunion) sehr selten. Schlagwörter: Deutschland, Documentary photography, Dokumentarphotographie, Germany, Nationalsozialismus, Propaganda, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II |
5.800,-- | ![]() |
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| Rückleben, Hermann und Hermann Erbacher (Hrsg.). Die Evangelische Landeskirche in Baden im „Dritten Reich“. Quellen zu ihrer Geschichte. Im Auftrag des Evangelischen Oberkirchenrats Karlsruhe. 6 Bände. Karlsruhe, Evangelischer Presseverband für Baden 1991-2005. Gr.-8°. Orig.-Leinenbände. (Veröffentlichungen des Vereins für Kirchengeschichte in der Evangelischen Landeskirche in Baden, Band 43-62).
Neuwertiges Exemplar. Schlagwörter: Badenia, Geschichte, Nationalsozialismus |
70,-- | ![]() |
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| Zweig, Arnold. Das Beil von Wandsbek. Roman 1938 – 1943. Stockholm, Neuer Verlag (1947). 8°. 682 S., [3] Bl. Orig.-Leinenband mit 2 goldgepr. Rückenschildern.
Sternfeld/Tiedemann 568. W.-G.² 59. – Erste deutsche Ausgabe. Neubearbeitung der hebräischen Originalausgabe von 1943. – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Exil, Exilliteratur, Nationalsozialismus |
40,-- | ![]() |
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| Stereo-Photographie – Achenbach, Oscar Robert u. Siegfried Kleinknecht. Der Traditionsgau München-Oberbayern. München, Buchverlag Heinrich Hoffmann (1939). 4°. 60 S. mit 100 Stereo-Photographien von Heinrich Hoffmann, aufklappbarer Stereobetrachter aus Metall. Weinroter Orig.-Kallikoband über Holzdeckeln mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel.
Heiting/Jaeger I, 470 f. (mit Abb. 12). – Erste Ausgabe, sehr selten. – Schönsteins erstes Raumbildwerk (Venedig, 1935) „wurde von der Reichstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums, die das Raumbild als anachronistisch und „überholt“ bewertete, 1936 „restlos“ abgelehnt. … Dass die zuvor formulierten Einwände vollständig zurück genommen wurden, dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass 1937 Heinrich Hoffmann, der Leib- und Hoffotograf Hitlers, zunächst als stiller Gesellschafter in den Schönstein Verlag eingetreten war. Zwar konnte Schönstein durch die Zusammenarbeit mit Hoffmann seine finaziellen Schwierigkeiten lösen und erhielt nun für die Raumbildbände auch ereignisnahe Fotografien des Reichsbildberichtserstatters, jedoch verlor er immer mehr an Mitsprache und wurde 1939 sogar angehalten, den Geschäftssitz des Verlags nach München in die Nähe von Hoffmann zu verlegen. … 1939 wurde Heinrich Hoffmann dann Kommanditist im Schönstein Verlag und war nun vertraglich zur Lieferung von Stereobildern verpflichtet. … In den neun Jahren zwischen 1935 und 1943 sind 26 Raumbildbände erschienen. Aufgrund ihres hohen Ausstattungsstandards und der geringen Auflagenhöhe von durchschnittlich 2.500 bis 3.000 Exemplaren waren diese Bücher mit Preisen zwischen RM 18 und RM 36 eine kostspielige Anschaffung und richtete sich damit an einen solventen Leserkreis“ (S. Fitzner in Heiting/Jaeger). – Sehr gutes sauberes und vollständiges Exemplar. Schlagwörter: Nationalsozialismus, Raumbildalben, Stereophotographie |
2.200,-- | ![]() |
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| Beradt, Charlotte. Das Dritte Reich des Traums. München, Nymphenburger Verlagshandlung 1966. 8°. 151, (1) S. OLn. mit Orig.-Schutzumschlag.
Seltene erste Ausgabe der wichtigen Arbeit. – „Charlotte Beradt, die als Journalistin in Berlin arbeitete, wurde ab 1933 nicht mehr beschäftigt, floh 1939 nach England und 1940 weiter nach New York. Charlotte Beradt sammelte Träume, die zwischen 1933 und 1939 geträumt wurden, und befragte dazu Menschen ihrer Umgebung: Schneiderin, Nachbar, Tante, Milchmann, den befreundeten Unternehmer, den Arzt … Fünfzig „von der Diktatur diktierte Träume“ hat sie in ihren 1966 erstmals erschienenen Klassiker der Traumdokumentation aufgenommen. Eine erste Auswahl, 1943 in einer amerikanischen Zeitschrift erschienen, begann mit den Sätzen: „Ich erwachte schweissgebadet, mit zusammengebissenen Zähnen. Wieder, wie in zahllosen Nächten davor, war ich in einem Traum von einem Ort zum nächsten und immer weiter gejagt worden – angeschossen, gefoltert, skalpiert. Aber in dieser Nacht kam mir in den Sinn, dass ich wohl nicht die einzige unter Abertausenden war, die durch die Diktatur zu solchen Träumen verurteilt wurde. Was meine Träume beherrschte, musste auch ihre beherrschen – atemlose Flucht über Felder, Versteck auf schwindelerregend hohen Türmen, Sichverkriechen in Gräbern, die SS-Männer stets auf den Fersen. Ich begann, andere Leute nach ihren Träumen zu befragen.“ (Suhrkamp Verlag zu einer Neuausgabe). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Nationalsozialismus, Psychologie, Psychology, Traumdeutung, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II |
120,-- | ![]() |
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| Illek & Paul, Karel Hájek, O. Stanek, K. Parik – Fierlinger, Z(denek), Václav Kopecky, B. Nemec u. a. Košický vládni Program. Program nové Ceskoslovenské vlády národni fronty cechu a slovaku. Prijaty na prvé schuzi vlády dne 1. dubna 1945 v Kosicich Praha (Prag), Svet v Obrazech (1945). 4°. [44] Bl. mit 18 (17 ganzs.) Foto-Montagen, meist in Rot und Schwarz. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Heiting, Czech and Slovak Photo Publikations 266. – Orig.-Ausgabe des seltenen Propagandawerks der neuen tschechischen Regierung anlässlich der Beendigung der nationalsozialistischen Besetzung durch deutsche Truppen und des deutschen Protektorats Böhmen und Mähren. „Bereits am 21. Oktober 1938 hatte Hitler die Wehrmacht angewiesen, sich auf die „Erledigung der Rest-Tschechei“ vorzubereiten. Nach einem deutschen Ultimatum erklärte sich die Slowakei am 14. März 1939 für unabhängig (Slowakischer Staat). Am nächsten Tag erreichte Hitler durch die Androhung einer Bombardierung Prags, dass der bisherige tschechoslowakische Staatspräsident Emil Hácha sein Land „dem Schutz des Deutschen Reiches“ unterstellte“ (Wikipedia). – Die interessanten an J. Heartfield oder Rodtschenko erinnernden Fotomontagen wurden unter Verwendung von Aufnahmen von Alexandr Paul (1907-1981) und Frantisek Illek (1904-1969), (Illek & Paul), Karel Hájek (1900-1978), O. Stanek, K. Parik und Pressefotos gestaltet. – Rücken u. vord. Gelenk etwas berieben, sehr gutes Exemplar. – Original edition of the rare propaganda work of the new Czech government on the occasion of the end of the National Socialist occupation by German troops and the German Protectorate of Bohemia and Moravia. “On October 21, 1938, Hitler had already instructed the Wehrmacht to prepare for the “liquidation of the rest of Czechoslovakia”. Following a German ultimatum, Slovakia declared itself independent (Slovakian state) on March 14, 1939. The next day, by threatening to bomb Prague, Hitler succeeded in getting the previous Czechoslovak President Emil Hácha to place his country “under the protection of the German Reich” (Wikipedia). – The interesting photomontages, reminiscent of J. Heartfield or Rodchenko, were created using photographs by Alexandr Paul (1907-1981) and Frantisek Illek (1904-1969), (Illek & Paul), Karel Hájek (1900-1978), O. Stanek, K. Parik and press photos. – Spine and front hinge somewhat rubbed, very good copy. Schlagwörter: Fotomontage, Nationalsozialismus, Propaganda, Tschechoslowakei, Weltkrieg <1939-1945> |
650,-- | ![]() |
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