Wir wünschen allen Bücherfreunden ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr – NEUER E-KATALOG: Neueingänge Dezember 2025 – Wir stellen aus: Bücher-Sonntag Deluxe. Börse für antiquarische Bücher. 11. 1. 2026, 10-17 Uhr, Wohnung Emil Löwenbach by Adolf Loos. Reischachstraße 3, 1010 Wien. – 63. Stuttgarter Antiquariatsmesse, 23. bis 25. Januar 2026, Liederhalle, Stuttgart, Stand 54, www.antiquariatsmessestuttgart.com (mit Messekatalog und Ausstellerverzeichnis) – 32. Leipziger Antiquariatsmesse, 19. bis 22. März 2026, Messe Leipzig. – Vienna Vintage Photo Fair, So. 12. April 2026, 10-18 Uhr, Architekturzentrum Museums Quartier 1070 Wien, photofairwien.com – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien.

Photomontage

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Beschreibung
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1 Benjamin, Walter. Einbahnstraße. Berlin, Ernst Rowohlt 1928. 8° (20,5 x 15,5 cm.). 83, (1) S. Dunkelblauer Orig.-Kartonumschlag mit Schutzumschlag mit Fotomontage von Sascha Stone (d. i. Aleksander Serge Steinsapir) in modernem Leinenschuber.

Ahnert/Jordan 126. Brodersen C 3. Holstein, Buchumschläge 341 (Faksimile-Ausgabe von 1983). Slg. Leinweber 12. – Sehr seltene erste Ausgabe. Gedruckt bei Poeschel und Trepte in Leipzig in einer stark vom Bauhaus beeinflussten Typographie. Der berühmte Schutzumschlag unter Verwendung einer eigenen Fotomontage von S. Stone ist ein Meilenstein der modernen Einbandkunst. – „Gerade in seinen exzentrischen Elementen ist das Buch wenn nicht Trophäe so doch Dokument eines inneren Kampfes“ (W. Benjamin in einem Brief an Hugo von Hofmannsthal). – „Wenn Benjamins Philosophie, die alle bündigen, losungsähnlichen Resultate verschmäht, eine Forderung erfüllt, so ist es die, die sein Freund T. W. Adorno in seinen ‚Minima Moralia‘ (1951) an alles dialektisch-kritische Denken richtet: ‚In einem philosophischen Text sollten alle Sätze gleich nahe zum Mittelpunkt stehen‘. Diese Forderung ist verbunden mit der nach ‚Abschaffung des Unterschiedes von These und Argument‘, die Benjamin schon in … den Fragmenten der ‚Einbahnstraße‘ verwirklichte“ (KNLL). – „Dieses Buch … ist durch seine Druckanordnung und äußere Gestaltung, ebenso wie durch seine fragmentarische Schreibweise als eines der bedeutendsten Werke der avantgardistischen deutschsprachigen Literatur der zwanziger Jahre ausgewiesen“ (Bernd Witte). – S. Stone (1895-1940), mit W. Benjamin seit Anfang der 1920er Jahre eng befreundet und wie dieser auf der Flucht in der Nähe der span. Grenze gestorben, „gehört zu den wichtigsten Fotografen der Weimarer Republik. Die Präsenz seiner Bilder in der illustrierten Presse. Die Tatsache, dass er auf der epochemachenden Ausstellung des Deutschen Werkbundes ‚Film und Foto‘ 1929 als Fotograf mit den meisten Bildern vertreten war – Formen der öffentlichen Anerkennung wie diese sind es zunächst, die auf den Rang seiner Bilder verweisen. Dennoch ist seine Arbeit im öffentlichen Bewusstsein weitgehend in Vergessenheit geraten“ (E. Köhn in Koetzle, Fotografen A-Z, S. 388). – Schutzumschlag an den Gelenken geringfügig berieben und mit unauffällig restaurierten Fehlstellen an den Kanten, gutes sauberes Exemplar.
Very rare first edition. Printed by Poeschel und Trepte in Leipzig in a typography strongly influenced by the Bauhaus. The famous dust jacket, featuring a photomontage by S. Stone, is a milestone in modern cover art. – “It is precisely in its eccentric elements that the book is, if not a trophy, then at least a document of an inner struggle” (W. Benjamin in a letter to Hugo von Hofmannsthal). „If Benjamin’s philosophy, which spurns all concise, slogan-like conclusions, fulfills one requirement, it is the one that his friend T. W. Adorno addresses to all dialectical-critical thinking in his Minima Moralia (1951): ’In a philosophical text, all sentences should be equally close to the center. This demand is linked to the demand for ‘the abolition of the difference between thesis and argument’, which Benjamin already realized in … the fragments of ‘Einbahnstraße’ (KNLL). “This book … is recognized as one of the most important works of avant-garde German-language literature of the 1920s, both for its layout and external design and for its fragmentary style of writing” (Bernd Witte). – S. Stone (1895-1940), a close friend of W. Benjamin since the early 1920s and, like him, who died while fleeing near the Spanish border, „is one of the most important photographers of the Weimar Republic. The presence of his pictures in the illustrated press. The fact that he was the photographer with the most pictures represented at the epoch-making exhibition of the German Werkbund ‘Film and Photo’ in 1929 – forms of public recognition such as these are what initially indicate the status of his pictures. Nevertheless, his work has largely been forgotten in the public consciousness“ (E. Köhn in Koetzle, Photographers A-Z, p. 388). – Dust jacket slightly rubbed at the joints and with inconspicuously restored missing areas at the edges, very good clean copy.

Schlagwörter: Avantgarde, Avantgardeliteratur, Einbände, Fotomontage, Photographie, Photography, Photomontage

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7.500,--  Bestellen
01 Rasch, Heinz u. Bodo (Hrsg.). Gefesselter Blick. 25 kurze Monographien und Beiträge über neue Werbegestaltung. Mit Unterstützung des „Rings der Werbegestalter des Schweizer Werkbundes“ u. a. herausgegeben und mit einer Einleitung versehen. Stuttgart, Zaugg & Co. (1930). 111, (1 w.) S. mit 140 Abb., teils in Orangerot u. Schwarz gedruckt u. 1 Bl. (Errata). OLn. (Vorderdeckel aus durchsichtigem Zelluloid).

Fleischmann, Drucksachen S. 354. Dokumentations-Bibliothek VI, 91.Heidtmann 8618. Heiting/Jaeger II, 350 ff. Die Lesbarkeit der Kunst. Katalog Berlin 1999. Nr. 40. – Seltene Original-Ausgabe. – „Eine der hervorragendsten Publikationen über Werbegestaltung. … Typographisch hervorragend gestaltet, in einem neue Wege gehenden Einband mit wirkungsvollem Titel in Rot und Blau (sic!), der durch die durchsichtige Zelluloidfolie wie aus einem Schaufenster sichtbar wird“ (H. Bolliger). – Kurze monographische Texte über 26 (nicht 25 wie auf dem Titel angegeben) progressive Werbegestalter der späten zwanziger Jahre, die alle heute zu den Klassikern gehören, unter anderen O. Baumberger, W. Baumeister, M. Bill, M. Burchartz, W. Cyliax, W. Dexel, H. Elias, W. Graff, J. Heartfield, El Lissitzky, R. Michel, L. Moholy-Nagy, H. Richter, K. Schwitters, Mart Stam, K. Teige, Jan Tschichold, Vordemberge-Gildewart und Piet Zwart. – „Der von Heinz und Bodo Rasch herausgegebene Band ‚Gefesselter Blick‘ wurde Ende Mai 1930 ausgeliefert. Im Buch selbst wird der Titel allerdings nicht erwähnt, auch nicht in der Einleitung. Lediglich in der Selbstdarstellung von Otto Baumberger findet sich die Formulierung „Fesselung des Blickes“ (S. 17). Diese Irritation setzt sich beim Untertitel ‚25 kurze Monografien und Beiträge über neue Werbegestaltung‘ fort. Denn tatsächlich sind es 26 Gestalter, die in der Namensliste darunter aufgeführt und im Buch vorgestellt werden. Vermutlich wurde die Zahl ‚25‘ von den Herausgebern für markanter gehalten. Ferner fällt auf, dass der Ring ‚neue werbegestalter‘ in der Titelei – scheinbar – nicht vorkommt, obgleich seine Mitglieder und Gäste den Hauptanteil des Buches ausmachen. Stattdessen findet sich auf Titelblatt und -streifen der prominente Hinweis: „Mit Unterstützung des ‚Ringes der Werbegestalter des Schweizer Werkbundes‘ u. a.“ Diese Formulierung ist von der Fachliteratur stets wörtlich übernommen, aber nie kritisch hinterfragt worden. Denn einen ‚Ring der Werbegestalter des Schweizer Werkbundes‘ hat es nie gegeben. Vielmehr dürfte hier ein Fehler bei der Zeichensetzung vorliegen. Im Sinne einer Aufzählung müsste es wohl richtig heißen: „mit Unterstützung des ‚Ringes der Werbegestalter‘, des Schweizer Werkbundes u. a.“ Für diese Deutung spricht auch die Danksagung im Impressum, die an Kurt Schwitters (für den Ring ‚neue werbegestalter‘) und Hans Schmidt (für den Schweizer Werkbund) gerichtet wird…“ (R. Jaeger in Heiting/Jaeger). – Rücken etwas berieben und leicht aufgehellt, der Zelluloid-Deckel etwas gebräunt und leicht fleckig, im oberen Falz teils schwach braunfleckig, sehr gutes Exemplar mit dem Errata-Blatt.

Schlagwörter: Neues Sehen, Photography, Photomontage, Reklame, Typographie, Werbung

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12.000,--  Bestellen
1 Hugnet, Georges. 1961. Illustré de quatre photomontages. Paris, chez l’auteur (1961). 8°. 60 S., [5] Bl. mit 4 Tafeln. OKart. mit OU.

Koetzle 213 f. – Erste Ausgabe. – Eines von 500 num. Exemplaren auf Vélin. – G. Hugnet (1906-1974), „führender Vetreter des Surrealismus um 1930“ (H.-M. Koetzle), „als großer Liebhaber der Malerei, der mit Picasso, Dominguez, Duchamp und Dali persönlich befreundet war ließ Hugnet … es sich nicht nehmen, auch in den Bereich der bildenden Künste vorzustoßen, und zwar mit Collagen, auf denen er Fotografien mit verschiedenartigen Materialien verbindet“ (E. Jaguer in Koetzle). – „Georges Hugnet est depuis 1936 un membre très actif du groupe surréaliste. Si l’on excepte Schwitters, Rodchenko et surtout Heartfield, il sera l’un des premiers à découper des images dans des magazines, notamment de femmes légères, tel Paris-Magazine, et à les utiliser dans des collages“ (C. Bouqueret zu „La Septième Face du dé“, Paris 1936). – Sehr gutes unbeschnittenes Exemplar.

Schlagwörter: Dada, Dadaismus, Fotomontage, Nummerierte Bücher, Photomontage, Surrealism, Surrealismus

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150,--  Bestellen
1 Berman, Mieczyslaw (Gestaltung). Fotomontaze. 1924 – 1934. May 1970, Galeria Wspólczesna. Warszawa, Zwiazek Polskich Artystów Plastyków 1970. 8°. [25] Bl. mit 18 Tafeln u. 10 Porträts. Illustr. OKart.

Seltener Ausstellungskatalog. – Mit Texten und Fotomontagen von Janusz Bogucki, Hans Richter, Mieczyslaw Szczuka, Teresa Zarnowerówna, Kazimierz Podsadecki, Mieczyslaw Berman, Wladyslaw Daszewski, Mieczyslaw Choynowski, Aleksander Krzywoblocki, Jan Polinski, Stefan Themerson, Margit Sielska, Jerzy Janisch und Wieland Herzfelde. – Umschlag etwas gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Fotomontage, Photomontage

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50,--  Bestellen
1 Hausmann, Raoul u. Kurt Schwitters. PIN. And the story of PIN. Introduced by Jasia Reichardt. Designed by Anna Lowell. London, Gaberbocchus Press 1962. Gr.-8°. 56 S. mit 2 Portraits, 1 Collage, 1 Illustration und 2 Handschriften-Faksimiles von K. Schwitters und 4 (1 ganzs.) Photomontagen u. 2 ganzs. Photogrammen von R. Hausmann. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.

Erste Ausgabe, selten. – Mit eigenhändiger Widmung von R. Hausmann auf dem Titelblatt für den französischen Schriftsteller Jean-François Bory (geb. 1938). – Der Wiener Multimedia Künstler R. Hausmann (1886-1971), „der 1918 zu den Gründern von Dada Berlin gehörte und ab 1922 mit den osteuropäischen Konstruktivisten und der holländischen De-Stijl-Gruppe zusammenarbeitete, war einer der vielseitigsten und originellsten Künstler seiner Zeit. Seine revolutionären Ideen und Theorien haben die künstlerische und literarische Avantgarde im Berlin der 20er Jahre unmittelbar und nachhaltig beeinflusst. Hausmann, der selbst ernannte ‚Dadasoph‘ und ‚Direktor des Circus Dada‘, war Maler und Typograf, Erfinder des optophonetischen Gedichts und der dadaistischen Fotomontage, Modeschöpfer und Tänzer, Fotograf und Literat, Anarchist und Utopist – der intellektuell elektrisierende Anreger einer ganzen Generation“ (J. Merkert in Koetzle). – „Jean François Bory ist ein wichtiger, französischer Vertreter der visuellen Poesie und Lautpoesie. Er kreierte anfänglich vielfältige Künstlerbüchern, bei denen er auf eine strenge und präzise Grafik achtete, ein kompositorisch akkurates Layout, meist in Schwarz-Weiß, umsetzte und somit bereits in frühen Jahren seiner künstlerischen Laufbahn Verbindungen zur visuellen Poesie und Typewriter Art herstellte. Er arbeitet eng mit experimentellen Verlagen in Frankreich, Italien und den USA zusammen, brachte aber auch selbst Bücher heraus. … 1974 wird er Teil der internationalen Künstlergruppe der visuellen Poesie Logomotives, der auch Paul de Vree angehört. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet er als Literaturkritiker, Autor und Drehbuchschreiber, er lebt und in Paris“ (Forschung-Kuenstlerpublikationen). – Tadellos. – With handwritten dedication by R. Hausmann on the title page to the French writer Jean-François Bory (born 1938) – The Viennese multimedia artist R. Hausmann (1886-1971), “who was one of the founders of Dada Berlin in 1918 and collaborated with the Eastern European Constructivists and the Dutch De Stijl group from 1922, was one of the most versatile and original artists of his time. His revolutionary ideas and theories had a direct and lasting influence on the artistic and literary avant-garde in Berlin in the 1920s. Hausmann, the self-proclaimed ‚Dadasoph‘ and ‚director of Circus Dada‘, was a painter and typographer, inventor of the optophonetic poem and the Dadaist photomontage, fashion designer and dancer, photographer and writer, anarchist and utopian – the intellectually electrifying stimulus of an entire generation” (J. Merkert in Koetzle). – “Jean François Bory is an important French representative of visual poetry and sound poetry. He initially created a wide variety of artist’s books, in which he paid attention to strict and precise graphics, implemented a compositionally accurate layout, mostly in black and white, and thus established links to visual poetry and typewriter art early on in his artistic career.He worked closely with experimental publishers in France, Italy and the USA, but also published books himself. …
In 1974, he became part of the international visual poetry group Logomotives, of which Paul de Vree was also a member. In addition to his artistic activities, he works as a literary critic, author and screenwriter and lives in Paris” (Forschung-Kuenstlerpublikationen). – Impeccable.

Schlagwörter: Avantgarde, Dada, Dadaismus, Fotomontage, Photogramm, Photomontage, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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