Am Ankauf interessanter Bücher aller Gebiete, sowie ganzen Sammlungen und Bibliotheken sind wir jeder Zeit interessiert.

Als bibliophiles und wissenschaftliches Antiquariat unterhalten wir hier ein umfangreiches Angebot an seltenen und wertvollen Büchern aus vielen Interessengebieten.


NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juni 2024 – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). Printexemplar (304 S. mit zahlreichen farb. Abb.) mit einem Vorwort von Manfred Heiting und einem Literaturverzeichnis ist zum Preis von 30,— € erhältlich. – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlruhe (Mo.-Fr. 11-18 h., Sam. 11-16 h) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien.

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Beschreibung
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  Frimel (auch Friemel), Johann. Witteberga a Calvinismo graviter divexata & divinitus liberata, Das ist Warhafftiger und Außführlicher Bericht, Wie der Sacramentirische Teuffel den schädlichen Calvinismum … in die Kirche zu Wittenberg … einzuführen sich unterstanden … Witttenberg, Michael Wendt für Johann Berger 1646. 8°. [6] Bl., 120 S. Hprgt. des 18. Jahrhunderts mit handschr. Rückentitel.

I. VD17 14:015299V. – Erste Ausgabe der seltenen anti-calvinistischen Streitschrift des Breslauer Pfarrers Johann Frimel (1606-1660). Der Verfasser war 1631 als Substitut für den unter Depression leidenden Dekan Johann Person in der Stadtkirche Wittenberg eingesetzt worden. – Vorgebunden: Blume, Nikolaus. Leichpredig/ Uber den Custodirten D. Nicolaum Krell. Welcher den 9. Octobris/ wegen seiner verbrechung/ auff der Römischen Kayserlichen Maiestat Endurtheil/ offentlich zu Dreßden entheuptet worden. Anno Christi M.DC.I. Geschehen In der Kirchen zu unser lieben Frawen/ den folgenden Tag hernach. Dresden, Hieronimus Schütz o. J. (1601). Titel, [93] S. – II. VD17 12:124037F. – Eine von mehreren Leichen-Predigen nach der Hinrichtung des sächsischen Kanzlers Nikolaus Crell am 9. Oktober 1601. – „Der Adel, der durch die Einschränkung gewisser Privilegien, zum Beispiel des Jagdrechts, weiter verstimmt war, verstand es geschickt, die Empörung des Volkes gegen die Neuerungen auf religiösem Gebiet für seine Zwecke, nämlich den Kampf gegen C., einzuspannen. Auch den außenpolitischen Bestrebungen C.s, der sich bemühte, den Kurfürsten zum Anschluß an die calvinistisch-pfälzische Gruppe der protestantischen Reichsfürsten und zur Unterstützung der Hugenotten in Frankreich durch Truppen und Hilfsgelder zu gewinnen, widersetzten sich die Stände. Der frühe Tod Christians I. (am 25.9.1591) besiegelte das Schicksal des Kanzlers. C. wurde seines Amtes enthoben, nach der Festung Königstein gebracht und von einem Ausschuß der „Ritter und Landschaft“ der Prozeß gegen ihn angestrengt. Die Stände drängten auf Beseitigung C.s. Trotz des entschiedenen Einspruchs des Reichskammergerichts wurde C. keine ausreichende Möglichkeit zur Verteidigung gegeben. Das Urteil fällte schließlich die böhmische Appellationskammer zu Prag, die entschied, daß der Kanzler durch seine Einflußnahme auf den verstorbenen Kurfürsten „wider den uffgerichten Landfride“ gearbeitet – hiermit wird auf die den Hugenotten gewährte Unterstützung gegen die Ligue angespielt – und darum „leib und leben“ verwirkt habe“ (C. Schille in NDB III, 407 f.). – Rücken etwas berieben, durchgehend teils stärker gebräunt, sonst gut erhalten; interessanter Sammelband mit zwei seltenen Werken zur sächsischen Kirchengeschichte im 17. Jahrhundert.

Schlagwörter: Calvinismus, Reformation, Sachsen, Theologie, Wittenberg

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400,--  Bestellen
  Bernstein, F. W. (d. i. Fritz Wegele). Bernsteins Buch der Zeichnerei. Ein Lehr-, Lust-, Sach- und Fachbuch sondergleichen. Unter editorischer Mitwirkung von Pedro Zimmermann. 1. – 4. Tsd. Zürich, Haffmans (1989). 4°. 541, (2) S. mit zahlr. Abb. und Illustratrationen. Illustr. Orig.-Kaliko-Einband mit illustr. OU. im Orig.-Pappschuber.

Flemig, Karikaturisten-Lexikon 22. – Erste Ausgabe. – Mit signierter Kugelschreiber-Zeichnung von F. W. Bernstein auf dem Vortitel. – „Der Satiriker, Lyriker und Zeichner F. W. Bernstein gehörte zur Gründergeneration von Pardon und Titanic. Bernstein trat nicht gerne ins Rampenlicht, weshalb der geflügelte Spruch von den Kritikern der Elche meist seinem Jugendfreund Robert Gernhardt zugeordnet wird – zu Unrecht. F.W. Bernstein ist am 20. Dezember 2018 im Alter von 80 Jahren gestorben. Geboren wurde er am 4. März 1938 als Fritz Weigle im schwäbischen Göppingen. Bernstein gehörte mit dem Karikaturisten F.K. Waechter und Robert Gernhardt zu den Gründern der Satirezeitschrift Pardon. Die Pardon und auch die Folgezeitschrift Titanic haben den politischen Humor der Bundesrepublik nachhaltig geprägt, und so geht mit dem Tod des etwas stilleren Autors F.W. Bernstein eine Epoche zu Ende. Bernstein, der einmal gesagt hat, dass er weder berühmt noch reich werden wollte, war ein unermüdlich Schaffender. Zettel und Block hatte er stets griffbereit, und nichts war ihm profan genug um in Windeseile bemalt zu werden, Briefkuvert, Pappe, Bierdeckel; die schnelle Zeichnung war dann meist begleitet von einem hintergründigen Vers. Dem Karikaturisten Bernstein war unlängst eine Ausstellung im Caricatura Museum in Frankfurt gewidmet, der Lyriker Bernstein hat seine Gedichte im Münchner Kunstmann Verlag veröffentlicht. Im Interview erklärt der Verlagssprecher Andreas Schäfler, warum der Künstlername Bernstein gut zu dem vielseitigen Künstler passt, und was es mit seinem berümtesten Zweizeiler auf sich hat, „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.“.“ (Andreas Schäfler im Gespräch mit Tanya Lieske zum Tod des Künstlers im Deutschlandfunk am 21. 12. 2018). – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Karikatur, Neue Frankfurter Schule, Originalzeichnung, Pop-Kultur, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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140,--  Bestellen
  Gernhardt, Robert, F. W. Bernstein (d. i. Fritz Weigle) und F(riedrich) K(arl) Waechter. Welt im Spiegel. WimS 1964-1976. 13. Aufl. Frankfurt a.M., Zweitausendeins (1994). 4°. 552 S., [4] Bl. mit zahlr. Abb. OLn. mit silbergepr. Rücken- und Deckeltitel und Deckelbild.

Zuerst 1979 erschienene Gesamtausgabe der Kolumne aus der Satire-Zeitschrift „pardon“. – Mit drei signierten und datierten Kugelschreiber-Zeichnungen von R. Gernhardt, F. W. Bernstein und F. K. Waechter (1994-1998). – „Welt im Spiegel (WimS) war 1964 bis 1976 eine doppelseitige als Provinzzeitung aufgemachte Kolumne in der satirischen Monatszeitschrift pardon, erschienen im Frankfurter Verlag Bärmeier & Nikel. Die im Kopfteil des Titels abgebildete Weltkugel war tatsächlich spiegelbildlich dargestellt und entsprach damit dem Titel. Daneben erschien das lateinische Motto: „PRO BONO – CONTRA MALUM“ (Für das Gute, gegen das Böse). Hier veröffentlichten unter verschiedenen Pseudonymen vor allem ihre drei Erfinder, die Lyriker, Autoren und Zeichner Robert Gernhardt, F. W. Bernstein und F. K. Waechter, kurze Texte, in denen sie mit vielen journalistischen und literarischen Gattungen von der einfachen Meldung über den Kommentar bis zum Feuilleton und Gedicht spielten. Außerdem zeichnete sich WimS durch zahlreiche Cartoons (z. B. Jochen von F. K. Waechter) und Comic Strips (z. B. Schnuffis Abenteuer von R. Gernhardt) oder (verfremdete) Fotos aus. WimS gilt als Vorläufer des Nonsens, einer Form des deutschen Humors, die später durch Otto Waalkes u. a. populär wurde und sich dadurch auszeichnet, dass die Form selbst zum Gegenstand der Satire wird, etwa indem der Provinzialismus einer Zeitungsmeldung herausgekehrt wird. Ähnlich wie die englische Fernsehserie Monty Python’s Flying Circus in Bezug auf das Medium Fernsehen griff WimS aktuelle Formen und Klischees der Zeitungslandschaft auf. Dabei setzten die Autoren bei ihren Lesern sowohl eine umfassende Allgemeinbildung als auch geistige Beweglichkeit und nicht zuletzt eine gewisse Toleranz gegenüber bisher in der deutschsprachigen Literatur seit Dichtern wie Morgenstern, Ringelnatz oder Eugen Roth nicht gewagten Kalauern voraus“ (Wikipedia). – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Karikatur, Neue Frankfurter Schule, Originalzeichnung, Pop-Kultur, Satire, Signierte Bücher, Widmungsexemplar, Zeitschrift, Satirische, Zeitschriften

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200,--  Bestellen
  Kunkel, Eberhard und Patrik. Karl. Ballon Bonaparte. Zeichnungen: Michael Apitz. 1. Auflage. Walluf, AK-Verlag (1995). 4°. 44 S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. OKart. in Orig.-Flügelmappe mit Deckelschild „STRENG GEHEIM !“. (Karl, Band 6).

Erste Ausgabe von Band 6 der Comic-Reihe um den Pfälzer Karl. – Mit signierter Orig.-Zeichnung von Michael Apitz, außerdem von E. und P. Kunkel auf dem Titelblatt signiert. – „Kurz nach der „Mongolfiere“ stieg auch der erste Gasballon, die „Charliere“, auf. Bald began das französische Militär damit, Ballons für seine Zwecke zu nutzen. Im Sommer 1793 belagerten die alliierten preußischen und österreichischen Truppen die französisch besetzte Stadt Mainz. Die Verteidigung von Mainz leitete einer der führenden Ballonforscher seiner Zeit, der französische General Jean Baptiste Marie Charles Meusnier de la Place. Am 4. Juni wagten die Franzosen unter seiner Führung einen Ausfall … Am 5. Juni 1793 in der Nähe von Kloster Johannisberg…“ (beobachten Karl und Oskar den Absturz eines Fesselballons). – „Die Comicserie Karl handelt von Begebenheiten im Rheingau, die regelmäßig mit dem dort wachsenden Wein zusammenhängen. Das Werk von Zeichner Michael Apitz und den Autoren Eberhard Kunkel und Patrick Kunkel erzählt Geschichten ihrer Comicfigur Karl. Die 12 Bände erschienen zwischen 1988 und 2004 beim ak-Verlag in Walluf. Von 2017 bis 2018 erschien eine vierteilige Gesamtausgabe bei Finix Comics. … Die Geschichten drehen sich sämtlich um historische Ereignisse und Besonderheiten des Rheingaus und des Weins. Die Abenteuer führen zum Beispiel Karl und Oskar auf den Spuren von Goethes Italienischer Reise nach Italien, zur Kaiserkrönung nach Frankfurt oder bis nach Paris. Eine große Rolle spielen immer wieder die Franzosen, da der Rheingau damals zeitweise von französischen Revolutionstruppen besetzt war“ (Wikipedia). – Mit beiliegendem Pressetext (2 Blatt) anlässlich der Vorstellung des Bands auf der Frankfurter Buchmesse. – Tadellos.

Schlagwörter: Ballonflug, Comics, Geschichte, Luft- u. Raumfahrt, Originalzeichnung, Pfalz, Signierte Bücher

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70,--  Bestellen
  Waechter, Friedrich Karl. Der rote Wolf. Zürich, Diogenes (1998). 4°. 58 S., [3] Bl. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. OPbd.

Erste Ausgabe. – Von F. K. Waechter auf dem Titelblatt signiert. – Das Bilderbuch wurde 1999 mit dem Deutschen Jugendliteratur Preis ausgezeichnet. Jurybegründung: „Das Bilderbuch „Der rote Wolf“ beschreibt die Odyssee eines kleinen Hundes. Eine seiner frühesten Erfahrungen ist der Verlust der Familie, ist eisige Kälte auf der Flucht im Krieg. Eine graue Wölfin rettet ihn und zieht ihn mit ihren Jungen auf. Sie lehrt den kleinen Hund jagen und kämpfen wie ein Wolf. Als sie stirbt, ist es auch mit ihm fast aus. Diesmal wird er von dem Mädchen Olga gerettet, bei der er eine neue Heimat findet. Als sein Leben zu Ende geht, erweist Olga dem „roten Wolf“ einen letzten Dienst. Waechters leise, knappe Sprache steht in der Spannung zu seinen erzählerischen, skizzenhaften Zeichnungen und zartfarbenen Aquarellen, die von verhaltenem Humor erfüllt sind. Sie zeigen seine Souveränität und Meisterschaft. In der Dichte und Geschlossenheit dieses Bilderbuchs ist Waechter eine exemplarische Geschichte gelungen. Sie erzählt von Verlust, kämpferischem Mut, aber auch von Geborgenheit, Liebe und Tod.“ – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Neue Frankfurter Schule, Signierte Bücher

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60,--  Bestellen
  Halbritter, Kurt. Halbritters Buch der Entdeckungen. Die Wahrheit über Unbekanntes und Bekanntes. Ein Nachschlagewerk für jedermann. Mit Texten von Robert Gernhardt. München, Wien, Carl Hanser (1980). Quer-Gr.-8°. 117 S., [2] Bl. mit teils ganzs. Illustrationen. Illustr. OPbd.

Erste Ausgabe. – Von Robert Gernhardt auf dem Titelblatt signiert. – „1962 gehörte Halbritter neben Chlodwig Poth und Hans Traxler zu den Zeichnern der ersten Stunde beim Satiremagazin „pardon“. Robert Gernhardt weist auf eine atemberaubende Wandlung vom konventionellen Witzzeichner zum komischen Grafiker bei seinem Zeichner-Kollegen Kurt Halbritter hin, der in seinen späteren Jahren zeichnend und schreibend geradezu unter Strom zu stehen scheint. … Kurt Halbritter wurde 1924 in Frankfurt am Main geboren. Nach einer Ausbildung zum Chemigraphen wurde er zur Deutschen Kriegsmarine einberufen. Er kam für drei Jahre in englische Kriegsgefangenschaft. Wieder zurück in Deutschland studierte Kurt Halbritter an der Werkkunstschule Offenbach, der heutigen Hochschule für Gestaltung, Illustration und Gebrauchsgrafik. Seit 1952 lebte er als freier Illustrator und Karikaturist in Frankfurt-Rödelheim. Kurt Halbritter starb 1978 während einer Irlandreise“ (Caricatura-Museum, Frankfurt). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Humor / Bilder, Karikatur, Neue Frankfurter Schule, Pop-Kultur, Signierte Bücher

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50,--  Bestellen
  Poth, Chlodwig. Sekt mit sechzig Frankfurt am Main, Vito bei Eichborn (1990). 4°. [52] S. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. OPbd.

Erste Ausgabe. – Von C. Poth signiert. – Der Satiriker, Zeichner, Karikaturist und Comiczeichner C. Poth (1930-2004) gehörte zu den Gründern der Neuen Frankfurter Schule und der Zeitschriften Pardon und Titanic. – Tadellos.

Schlagwörter: Comics, Humor, Karikatur, Neue Frankfurter Schule, Satire, Signierte Bücher

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40,--  Bestellen
  Poth, Chlodwig. Tanz auf dem Vulkan. 24 Bildergeschichten. Hamburg, Hofmann und Campe (1984). 4°. 165, (3) S. mit Illustrationen. Farbig illustr. OKart.

Erste Ausgabe. – Mit signierter Orig.-Zeichnung (Selbstporträt) von C. Poth auf dem Titelblatt. – Der Satiriker, Zeichner, Karikaturist und Comiczeichner C. Poth (1930-2004) gehörte zu den Gründern der Neuen Frankfurter Schule und der Zeitschriften Pardon und Titanic. – Tadellos.

Schlagwörter: Comics, Humor, Karikatur, Neue Frankfurter Schule, Satire, Signierte Bücher

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100,--  Bestellen
01 Müller, Joseph. Gedichte und Prosa in Aachener Mundart. Erster (und zweiter) Theil. 2. Aufl. 2 Teile in 1 Band. Aachen, P. Kaatzer 1869. 8°. XVI, 238 S.; XI, 244 S. Weinroter Hldr. der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.

ADB XXII, 637 f. Kosch X, 1508. – Mit eigenhändiger Widmung von J. Müller. – Erste Gesamtausgabe der Mundart-Gedichte; die ersten Ausgaben der beiden Teile erschienen zuerst 1840 und 1853. – Kanten etwas berieben und bestoßen, papierbedingt etwas gebräunt und stellenweise leicht braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Aachen, Lyrik, Mundart, Nordrhein-Westfalen, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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100,--  Bestellen
1 Ono(-Lennon), Yoko. Conceptual Photography. Edited by Jon Hendricks. (Introduction: Lars Schwander. Translation: Pamela Starbird. Photography: Larry Bercow, Jon Hendricks & Lain Macmillan). (Kopenhagen), Tiger Stories (2015). Quer-4°. [80] Bl. mit teils fab. Abb. OPbd. mit Orig.-Bauchbinde (Bellyband, 3-sprachiger Text: Dänisch, Englisch, Japanisch).

„Rearrange the photos in your mind“ (Yoko Ono, January 31st 2015). – Dazu: Orig.-Farbphotographie (auf Fujicolor Crystal Archive Paper Supreme, 20,5 x 15 cm.) mit eigenhändiger Widmung von Yoko Ono „Love Yoko Ono (20)05“. Außerdem liegt der mehrfach gefaltete Ausstellungkatalog bei „Yoko Ono Remember Love“ 29 maj – 8 augusti 2004 im Kulturhuset Stockholm. – Ono (geb. 1933), eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Fluxus-Bewegung und Teilnehmerin der Documenta 5 (1972) und Documenta 8 (1987), inspirierte John Lennon mit ihrer Lyrik-Sammlung „Grapefruit“ (Tokio 1964) zu seinem bekanntesten Song „Imagine“ (1971). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Fluxus, Konzeptkunst, Original-Photographie, Pop-Kultur, Signierte Photographie, Widmungsexemplar

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320,--  Bestellen
1 Spiele – Atlas (Deckeltitel). 6 grenzkolorierte Stahlstich-Karten von Dyonnel nach A. R. Fremin auf Holzplatten montiert und als Puzzle-Spiel ausgestanzt. (Paris, Logerot um 1860). Quer-4° (30 x 22 cm.). Orig.-Pappkassette mit goldgepr. Deckeltitel mit goldgepr. Ornamentrahmen.

Eines von zahlreichen geographischen Puzzle-Spielen des 19. Jahrhunderts. Die Karten zeigen die Welt in zwei Hemisphären, Europa, Afrika, Nordamerika, Südamerika und Frankreich. Sie sind auf dünne, verso mit farbigem Papier beklebte Holzplatten aufgezogen und zu je 15 Puzzleteilen ausgesägt. – Laut G. Bekkering (″Spaß und Geduld. Zur Geschichte des Puzzlespiels in Deutschland“ Husum 2004) wurde das erste deutsche geographische Puzzlespiel Ende der 1730er Jahre von J. J. Lidl herausgegeben. Linda Hannas (″The English Jigsawpuzzle 1760 to 1890“) vermutet den Londoner Kupferstecher John Spilsbury als Erfinder des Puzzlespiels. „Auf einer Geschäftskarte aus dem Jahre 1763 bot John 28 verschiedene zerschnittene Landkarten an. In Spanschachteln verpackt, verlangte er zehn Schilling und sechs Pence, in einer netten Eichen- oder Mahagonischachtel zwölf Schilling. Ohne die Weltmeere kosteten diese Puzzlespiele (in Spanschachteln) nur sieben Schilling und sechs Pence. Da Spilsbury seine Landkarten auf dicke Edelholzbrettchen klebte, waren sie recht teuer“ (G. Beekering S. 8). – Die Kassette etwas berieben, die Karten leicht gebräunt und teils etwas braunfleckig, sehr gut erhalten und vollständig mit allen Teilen.

Schlagwörter: Geographie, Geography, Puzzle, Spiele

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280,--  Bestellen
1 Zichy, Michael v. (eig. Mihály). Liebe. Vierzig Zeichnungen. Leipzig, Privatdruck 1911. Quer-Folio (32 x 40,5 cm.). [4] Bl. und 38 (statt 40) braungetönte Lichtdruck-Tafeln. OHprgt. mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und dezenter Rückenvergoldung.

Bilderlexikon II, 925. Stern-Szana 250. Vgl. Hayn-Gotendorf IX, 639. – Eines von 300 num. Exemplaren (GA). „Diese Publikation erschien 1911 in Leipzig als Privatdruck des Verlegers in einer Auflage von 300 in der Maschine numerierten Exemplaren, welche ausschließlich für Subskribenten bestimmt sind. Ein Neudruck wird niemals stattfinden. Die zum Druck der Bilder verwendeten Kupferplatten wurden vernichtet.“ – „Michael von Zichy, der berühmte Hofmaler der letzten russischen Zaren, geboren 1827, ist der Schöpfer der berühmtesten erotischen Bilderreihe neuester Zeit … Äußerst selten und gesucht“ (Stern-Szana). – Erotische Folge des Hofmalers von Zar Alexander II, Mihály von Zichy (1827-1906): „In ganz besonderer Weise interessierte sich Zichy aber für die Darstellung des Geschlechtsaktes. Viele Jahre hat er diesem Studium gewidmet, mit unendlichem Fleiss gearbeitet, tausende Skizzen gemacht, die er, wie Zeitgenossen berichten, wieder vernichtete, weil sie ihn nicht befriedigten, nicht der vollendete Ausdruck dessen waren, was ihm vorschwebte. Er, der die Frauen nicht nur als Künstler, sondern auch als Menschenkenner und Anatom tausendmal beobachtet hatte, wusste nur zu gut, wie schwer es ist, in dem Betrachtenden den Eindruck vollständig restloser Hingabe hervorzurufen“ (C. W. Stern in Hayn-G.). – Rücken und Kanten berieben, Einband teils stärker angestaubt, Tafel 6 und 7 fehlen, im unteren Blattrand teils etwas fingerfleckig, sonst gut erhalten. – Dazu: Dasselbe. Neudruck der Raritätenpresse im Gala Verlag Hamburg (1969). Quer-4°. OLn. mit goldgepr. Rückenschild. – Eines von 600 num. Exemplaren.

Schlagwörter: Erotica, Erotik, Jugendstil, Nummerierte Bücher

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1.400,--  Bestellen
1 Hawarden – Dodier, Virginia. Clementina, Lady Hawarden. Studies from life, 1857-1864. Introduction by Marina Warner Afterword by Mark Haworth-Booth. New York, Aperture (1999). 4°. 127, (1) S. mit zahlr. Abb. OHln. mit illustr. OU.

Monographie über die britische Foto-Pionierin Clementina Maude, Viscountess Hawarden (1822-1865). – „Das große Erbe ihres Schwiegervaters verschaffte Clementina Maude den Wohlstand und damit die nötige Muße, sich der Fotografie zuzuwenden. In Irland erlernte sie die fotografische Technik. Lady Hawardens frühe Werke zeigen hauptsächlich stereotype Landschaftsbilder mit wenig Personal, die um ihren damaligen, irischen Landsitz herum entstanden. 1859 zogen die Hawardens nach London in ein neu erbautes Haus im Stadtteil South Kensington an den Princes Gardens. Zu dieser Zeit wurden in South Kensington viele neue Residenzen erbaut, es war zudem ein Zentrum für Ausstellungen und Institutionen und ein Schmelztiegel für Wissenschaft und Kunst. Hawardens, mit fast 800 Aufnahmen sehr umfangreiches, Hauptwerk entstand ab dieser Zeit, nach dem Umzug der Familie nach London“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Great Britain, Photography of children, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie

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50,--  Bestellen
1 Stieglitz, Alfred. Georgia O’Keeffe. A portrait. First edition. New York, The Metropolitan Museum of Art and Viking Press (1978). Folio (36 x 28 cm.). [18] S. und 54 Duotone-Tafeln. OHln. mit illustr. OU. in Orig.-Pappschuber.

„Herausragend … die mehrere Tausend Aufnahmen umfassende Serie von Aktaufnahmen und Porträts von O’Keefe“ (H.-M. Koetzle, Fotografen von A-Z, S. 386). – Schutzumschlag am Kapital etwas bestaucht, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie

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70,--  Bestellen
1 Cezanne – Vollard, Ambroise. Paul Cézanne. Huit phototypies d’après Cézanne. Paris, Zürich, Éditions Georges Crès 1919. 8°. XV, 227 S., [2] Bl. mit 8 Tafeln. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel u. Kopfgoldschnitt (Orig.-Umschlag beigebunden).

Erste Ausgabe der wichtigen Monographie. – Sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

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60,--  Bestellen
1 Kobell, Franz v. Schnadahüpfln und Gschichtln. München, Braun & Schneider 1872. 8°. 176 S. mit Holzstich-Illustrationen von Ernst Fröhlich und Ferdinand Barth und 1 Musik-Beilage. Illustr. OPbd.

Rümann 429 (verz. den Titel bei Barth nicht). W.-G.² 62. – Erste illustrierte Ausgabe der neben der „G’schicht von ’Brandner-Kasper“ bekanntesten Dialekt-Dichtung von F. v. Kobell. Die erste Ausgabe erschien 1846 mit dem Titel „Schnadahüpfln und Sprüchln“. – Einband leicht angestaubt, St. a. V., gutes Exemplar.

Schlagwörter: Bavarica, Bayrisch, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik, Mundart

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45,--  Bestellen
1 Brendel – Bataille, Georges. Dossier des l’oeil pinéal (Dossier de l’oeil pinéal). Und zwölf Fotografien von Micha Brendel. (Nachdichtung aus dem Französischen: Maldoror / Bernhard Schlichter). Berlin, Edition Quatre en Samisdat 1994. Quer-Gr.-8°. 63, (1) S., [1] Bl. mit 12 Duotone-Tafeln. OPbd. mit blindgepr. Deckelvignette in Orig.-Pappschuber. (Aletheia, Band III, herausgegeben von Maximilian Beck, Andreas Rost, Achim Sihler, Rainer Tschernay).

Eines von 99 num. Exemplaren (GA); im Druckvermerk von M. Brendel signiert. – Mit interessanten Aufnahmen des Thüringer Fotografen in der Tradition von Dada und Surrealismus. – M. Brendel (geb. 1959 in Weida) arbeitet seit 1987 in Berlin und seit 2010 in Hohendorf/Brandenburg als freischaffender Künstler. Von 1984 bis 1987 war er Herausgeber der originalgrafischen Künstlerzeitschrift „U.S.W.“ – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Surrealism, Surrealismus

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180,--  Bestellen
1 Aus Deutschlands schwerster Zeit. Deutsche Zahlungsmittel 1914 – 1924. Saulgau, Verlag Paul Hohner o. J. (1930). 4°. [30] Bl. mit 66 mit goldgepr. Siegelmarken mit dem Reichsadler auf schware Kartonbl. montierte Orig.-Geldscheine und 1 lose beil. Geldschein. OPbd. mit Kordelheftung, goldgepr. Deckeltitel und mont. Orig.-Geldschein.

Interessante Dokumentation zur Inflation nach dem Ersten Weltkrieg. Die Geldscheine sind nach Wert von 1 Mark bis 20 Billionen Mark geordnet. Die Geldscheine auf dem Vorderdeckel und der lose beiliegende sind mit dem roten Schiftzug „Eine Milliarde Mark“ überdruckte 1000 Mark Noten. Auf dem hinteren Innendeckel sind zwei Tabellen montiert mit den Börsenkursen vom 3. Januar bis zum 31. Dezember 1923. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Finanzkrise, Finanzpolitik / Geschichte, Finanzwirtschaft, Inflation, Notgeld, Weltwirtschaftskrise

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60,--  Bestellen
  Beck, Julius. Gigerl’s Freud und Leid. Ein Ziehbilderbuch. (Umschlagtitel). Esslingen, J. F. Schreiber o. J. (1894). Folio (37,5 x 26,5 cm.). 9 Bl. mit 8 chromolith. Tafeln mit Ziehmechanismus u. Illustrationen im Text von Lothar Meggendorfer. Farbig illustr. OHln. (Verlags-Nr. 132).

Slg. Breitschwerdt 96 u. 97 (mit Abb.). Klotz 316/2. Krahé 49 (mit Abb. S. 135). Ries 713, 88. Wegehaupt IV, 1411. – Erste Ausgabe. – „Das Gigerl-Bilderbuch gehört mit zu den beliebtesten und witzigsten Ziehbilderbüchern Meggendorfers. So zeigen die Abenteuer des ganz von sich überzeugten Lebemanns in besonderer Weise das Lebensgefühl der Zeit – enden allerdings mit einem nicht sehr gelungenen Waldhornkonzert“ (W. Geisenheyner in Slg. Breitschwerdt). – „Eines der wesentlichen Elemente zum Verständnis des künstlerischen Naturells Meggendorfers ist seine alles durchdringende Musikalität“ (H. Krahé, S. 128). – „Meggendorfer, das eigentliche Genie der Gattung (Bewegungsbilderbücher), hat hierfür virtuos ersonnene, komplexe Systeme ausgebildet, die er wie kein zweiter in den Dienst ebenso witziger wie ausdrucksstarker Bilderzählungen stellt, wobei er mit einer Fülle feinsinniger Effekte überrascht…“ (H. Ries S. 57). – Rücken etwas berieben, Vorderdeckel im oberen Rand etwas angestaubt, Textseiten etwas gebräunt, die Billardkugel bei der Tafel „Kaffeehausfreuden“ und der Kopf einer kleinen Katze auf der Tafel „Abendkonzert“ erneuert, Zugstreifen und Blattränder finger- und braunfleckig, sonst gut erhaltenes und voll funktionsfähiges Exemplar. – First edition. – “The Gigerl picture book is one of Meggendorfer’s most popular and wittiest picture books. The adventures of the self-confident bon vivant show the attitude to life of the time in a special way – but end with a not very successful French horn concerto” (W. Geisenheyner in Slg. Breitschwerdt). – “One of the essential elements for understanding Meggendorfer’s artistic nature is his all-pervading musicality” (H. Krahé, p. 128). – “Meggendorfer, the real genius of the genre (movement picture books), has developed virtuoso, complex systems for this purpose, which he places like no other in the service of equally witty and expressive picture narratives, surprising us with a wealth of subtle effects…” (H. Ries p. 57). – Spine somewhat rubbed, front cover somewhat dusty in upper margin, text pages somewhat browned, the billiard ball on the plate “Kaffeehausfreuden” and the head of a small cat on the plate “Abendkonzert” replaced, pullstrips and page edges finger- and brownstained, otherwise well-preserved and fully functional copy.

Schlagwörter: Schreiber, Spielbilderbücher

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2.000,--  Bestellen
1 Firdausi. Das Buch der Könige. Mit 16 Miniaturen zu dem altpersischen Epos. Übertragen von Uta v. Witzleben. Düsseldorf, Köln, Eugen Diederichs (1961). Gr.-8°. 139, (1) S. mit 16 mont. Farbtafeln. OHprgt. mit goldgepr. Rückentitel.

Erste Ausgabe dieser Übertragung. – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher

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40,--  Bestellen
1 Gleim, (Johann Wilhelm). Halladat oder Das rothe Buch. (Zum Vorlesen in den Schulen). Plauen, Carl Christoph Wieprecht 1813. Kl.-8°. 64 S. Marm. Pbd. der Zeit.

Goedeke IV/1, 87, 53. – Zuerst 1774 in Hamburg erschienene Schrift, in welcher Gleim – angeregt durch die Koranstudien seines Freundes Boysen – „in orientalisch-parabolischer Art Welt- und Lebensweisheit vorträgt“ (ADB). – Einband etwas berieben, stellenweise, am Schluß teils stärker braunfleckig.

Schlagwörter: Orient, Orientalismus

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40,--  Bestellen
001 Müller, (Friedrich, genannt) Maler Müller. Adonis, die klagende Venus, Venus Urania. Eine Trilogie. Leipzig, Gerhard Fleischer 1825. 8°. [2] Bl., S. 6 – 288 mit 4 Umriss-Radierungen von F(riedrich) Ruscheweyh nach Müller. Typogr. OPbd.

Slg. Borst 1469. Goedeke IV/1, 902, 35. Schulze/Strathaus 236, 14. – Sehr seltene erste Ausgabe. Müller (1749-1825) pflegte Kontakte zu vielen bedeutenden Schriftstellern seiner Zeit, darunter Lessing, Schiller und Wieland. Insbesondere mit Goethe verband ihn zunächst eine Freundschaft mit regem Briefwechsel. Im Jahr 1778 – Müller war inzwischen nach Rom gereist und schickte regelmäßig Bilder nach Weimar, die bei Goethe kein Gefallen fanden – kam es allerdings zum Bruch. Müller versuchte sich in der Gelegenheitslyrik, hatte jedoch nur wenig Erfolg und lebte meist in ärmlichen Verhältnissen. „Bedeutender ist die 1825 erschienene Trilogie Adonis, Die klagende Venus, Venus Urania, schon vor 1785 begonnen und im ersten Theil vor 1811 fertig. Der Adonisstoff hatte Müller früh und oft beschäftigt. Ein opernhaftes Drama mit großen typischen Figuren sollte durch ‚griechischen Geist‘ Goethe’s ‚Iphigenie‘ ausstechen. Aber Müller, der während des langen italienischen Aufenthaltes auch das Gefühl für deutsche Sprachrichtigkeit mehr und mehr einbüßte, brachte es nur zu einem undramatischen, verschwommenen, schwülstigen Wust willkürlicher Mythenumbildung“ (ADB XXII, 530ff). – Rücken erneuert, Deckel stärker angestaubt, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

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240,--  Bestellen
01 Goethe, Johann Wolfgang v. Die Wahlverwandtschaften. Ein Roman. 2. Auflage. 2 Teile in 1 Band. Stuttgart, J. G. Cotta 1810. 8°. Titel, 414 S. Pbd. d. Zt. (Werke, Band XIII).

Slg. Borst 1089. Fischer, Cotta Bibliographie 704. Goedeke IV/3, 388, 181. Hagen 328. Vgl. Kippenberg I, 384. – Titelauflage der ersten Ausgabe von 1809. – Darstellung „sozialer Verhältnisse“ und die symbolische Erfassung ihrer Konflikte. Die Problemstellung des Romans bedeutet aber auch eine Auseinandersetzung mit der Romantik durch die scheinbar unbekümmerte Schilderung stürmischer Diagonalverhältnisse. Goethe plante den Text zunächst als novellistische Einlage für Wilhelm Meisters Wanderjahre. Der Stoff wuchs sich während der Bearbeitung zu einem eigenständigen Roman aus. Der Begriff „Wahlverwandtschaft“ ist der zeitgenössischen Chemie entlehnt und zeigt Goethes in diesen Jahren intensive Betätigung auf naturwissenschaftlichem Gebiet. – Rücken restauriert, Deckel etwas berieben, vorderer freier Vorsatz fehlt, nur vereinzelt minimal braunfleckig, gutes Exemplar.

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200,--  Bestellen
1 Camus, Jean Pierre. Sermones sublimati, seu homiliae dominicales et festivales. Beigebunden: Ders. Primae homiliae quadragesimales et in passionem Domini nostri Jesu Christi habitae et conscriptae… – Beigebunden: Ders. Homiliae de passione Domini nostri Jesu Christi. 3 Teile in 1 Band. Coloniae Agrippinae (Köln), J. Kinch 1619-1621. 8°. [8] Bl., 361, (6) S.; 384, (7) S.; [8] Bl. (1 w.), 491, (3) S. Prgt. der Zeit mit handschr. Rückentitel.

VD 17 23:273998R. – Umfangreiche Predigtsammlung des franz. Bischofs und Barockschriftstellers. – Jean-Pierre Camus (1584-1652) wurde 1609 von Franz von Franz von Sales zum Bischof von Belley geweiht. 1650 wurde er zum Bischof von Arras berufen, starb aber vor Antritt seines Amtes. – „Bischof Camus war einer der fruchtbarsten Autoren der französischen Sprache. Im Dienste der katholischen Gegenreform schrieb er rund zweihundert erbauliche Romane, in denen er mit der drastischen Schilderung sündigen Verhaltens abschreckend wirken wollte und damit zum Vorläufer des roman noir wurde. Seine größte Leistung sind die zehn Bände mit dem Titel Diversités (1608–1618), die nach dem Vorbild der Essais von Montaigne mit großer humanistischer Gelehrsamkeit verfasst sind“ (Wikipedia). – Einband etwas angestaubt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Barockliteratur, Predigtsammlung, Theologie

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240,--  Bestellen
1 Lisch, G(eorg) C(hristian) F(riedrich). Meklenburg in Bildern. Mit 100 lithocr. Original-Ansichten, National-Trachten, Militair- und Portrait-Blättern. Welche mit erleuterndem Texte begleitet. 4 Jahrgänge in 1 Band (mehr nicht erschienen). Rostock, Tiedemannsche Hof-Steindruckerei 1842-1845. 8°. [2] Bl., 68 S.; Titel, 64 S.; Titel, 64 S.; Titel, 64 S., [2] Bl. mit goldgeh. lithogr. Gesamttitel, 4 lithogr. illustr. Titelbl., 82 handkol. lithogr. Ansichten und 16 handkol. lithogr. Trachten- und Uniform-Tafeln. Dunkelgrüner Halblederband um 1920 mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.

ADB XVIII, 752 ff. Engelmann II, 671 (verz. nur die ersten beiden Jgge.). Heeß 327. Lipperheide Dfm 1. – Eines der schönsten Ansichtenwerke Mecklenburgs, hier in der seltenen durchgehend kolorierten Ausgabe aller vier Jahrgänge. – Mit schönen teils mit Eiweiß gehöhten Ansichten von Dargun, Dömitz, Doberan, Dreibergen, Gadebusch, Goldberg, Güstrow, Hohenzieritz, Ludwigslust, Malchin, Neubrandenburg, Neustadt, Neustrelitz, Parchim, Penzlin, Plau, Prillwitz, Ratzeburg, Rostock, Sachsenberg, Schwerin, Warnemünde, Wismar u. v. a. Außerdem dekorativen Trachten- und Uniformtafeln sowie Portraits der Herzöge von Mecklenburg. – Es sind Exemplare mit bis zu 96 Ansichten bekannt. – G. C. F. Lisch (1801-1883), „großherzoglich mecklenburgschwerinscher Geh. Archivrath“, war der wichtigste Chronist Mecklenburger Geschichte im 19. Jahrhundert. – 2 moderne Exlibris, nur im Text vereinzelt leicht braunfleckig, sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Kostümgeschichte, Kostümkunde, Mecklenburg-Vorpommern, Norddeutschland, Trachten

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950,--  Bestellen
1 Jacobson, J(akob) H(irsch, Hrsg.). Rimmonim (Granatäpfel). Früchte aus dem Garten jüdischer Literatur und Geschichte alter und neuer Zeit. Haus- und Familienbuch besonders für Israel’s Jugend zur Bildung des Geistes und Gemüthes, zur Kräftigung des religiösen Sinnes mit Beiträgen hervorragender jüdischer Gelehrter und Schriftsteller. Neue Titelausgabe. Breslau, Wilh. Jacobsohn & Co. 1887. 8°. XX, 391, (5) S. Schwarzgepr. OLn. mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und Goldschnitt.

Shavit/Ewers 1094. – Neuauflage des zuerst 1859 erschienen jüdischen Lesebuchs mit dem Untertitel „Ein deutsches Lesebuch für Jisraeliten in Schule und Haus“. – „Die Rimonim („Granatäpfel“) sind äußere bekrönende Aufsätze der beiden hölzernen Rollstäbe einer Torarolle. „Neben dem Tora-Schild erhält die Tora-Rolle durch Krone oder Rimmonim einen zusätzlichen Schmuck …“ (Wikipedia). – „Eine deutschsprachige Anthologie, ebenso als Ergänzung des Lehrwerks „Awtalion“ wie als eigenständiges Lesebuch publiziert. Die vornehmlich an die ältere jüdische Jugend gerichtete Sammlung lyrischer und prosaischer Texte wurde nach den als Granatäpfeln gestalteten Aufsätzen der Tora-Stäbe benannt. Im Vorwort wird die kulturspezifische Lesebuchedition als eine Zusammenstellung „erhebenden und belehrenden, Geist und Gemüth bildenden und veredelnden Materials, angemessen dem Alter und der Bildungsstufe der Jugend“ (XII) gerechtfertigt. Das Lesebuch bietet in neun Abschnitten Texte aus der älteren und jüngeren Literatur sowie zur Geschichte der Juden … Die Beiträge stammen u.a. von D. Friedländer, C. S. Günsburg, D. Honigmann, J. H. Jacobson, I. M. Jost, I. Klein, M. Letteris, L. Philippson, S. Pleßner, M. Sachs, L. Stein, A. M. Tendlau“ (A. Völpel in Shavit/Ewers zu dieser Ausgabe). – Vorsätze, Titelblatt und das letzte Blatt papierbedingt gebräunt, sehr gutes Exemplar im dekorativen Verlagseinband.

Schlagwörter: Anthologie, Judaica, Schul- und Lehrbücher, Theologie, Tora

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160,--  Bestellen
1 Duret, Théodore. Die Impressionisten. Pissaro, Claude Monet, Sisley, Renoir, Berthe Morisot, Cézanne, Guillaumin. Berlin, Bruno Cassirer 1909. 4° (26 x 20,5 cm.). [5] Bl., 220 S., [2] Bl. mit zahlr. Abb. im Text und auf Tafeln und 7 Orig.-Radierungen von Auguste Renoir, Camille Pissaro, Paul Cézanne, Berthe Morisot, Armand Guillaumin sowie 1 Radierung von P. M. Roy nach Alfred Sisley. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dekorativer Rückenvergoldung.

Erste deutsche Ausgabe. – Eines von 970 num. Exemplaren (GA 1000 Exemplare). – Mit den Radierungen von A. Renoir (3 Akte – Delteil 12, 14 und 15), C. Pissarro (Faneuses – Delteil 94/XII), A. Guillaumin (Farbradierung), P. Cézanne (Porträt Guillaumin), B. Morisot und P. M. Roy nach Sisley. – Sehr gutes dekorativ gebundenes und sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Impressionism, Impressionismus, Nummerierte Bücher, Original-Graphik

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3.200,--  Bestellen
01 Wrangel, C(arl) G(ustav). Die Rassen des Pferdes. Ihre Entstehung, geschichtliche Entwicklung und charakteristischen Kennzeichen. 2 Bände. Stuttgart, Schickhardt & Ebner 1908-1909. Gr.-8°. VIII, 632 S.; VII, 456 S. mit 2 Frontisp., 168 Abb., zahlr. Tabellen und Stammtafeln. Orig.-Halb-Velourlederband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel sowie Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe. – Schönes Exemplar der seltenen Luxusausgabe in Halbleder.

Schlagwörter: Pferde, Pferdehaltung, Pferdekauf, Pferderassen, Zoologie

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180,--  Bestellen
1 Wrangel, C(arl) G(ustav). Das Buch vom Pferde. Ein Handbuch für jeden Besitzer und Liebhaber von Pferden. 5. verm. u. verb. Aufl. 2 Bände. Stuttgart, Schickhard & Ebner 1910. Gr.-8°. VIII, 709, (3) S.; [2] Bl., 738 S., 1 Bl. mit Portrait-Frontispiz, 951 Holzstich-Abb. und 20 Holzstich-Tafeln. OHldr. mit goldgepr. Rückensch. u. goldgepr. Wappen.

Nissen ZBI 4474. – Gegenüber der Erstausgabe von 1888 wesentlich erweiterte Ausgabe des umfangreichen Standardwerks über Rassen, Zucht, Haltung, Dressur der Pferde sowie über Gespanne, Geschirre und anderes Zubehör. – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Pferde, Pferdedressur, Pferdehaltung, Pferderassen, Pferdesport, Reitsport, Zoologie

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160,--  Bestellen
1 Cervantes Saavedra, Miguel de. Don Quichote de la Mancha. Texto y notas de Martín de Riquer. Secunda edición con anotación ampliada y un indice onomástico y de situaciones. Barcelona, Editorial Juventud 1950. 8°. 1143 S., [2] Bl. mit Titel in Rot und Schwarz und Titelvignette. OLdr. mit goldgepr. Rückentitel, Rückenvergoldung und goldgepr. Deckelvignette.

Mit maschinenschriftlichem Brief und Orig.-Rechnung des Verlags vom 14. Mai 1955. – Der span. Philologe und Romanist Martín de Riquer y Morera (1914-2013), Spezialist für Troubadour-Dichtung, veröffentlichte 1958 seine „Introducción a la lectura del Quijote“. – Rücken aufgehellt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Don Quichotte, Dünndruck-Ausgaben

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70,--  Bestellen
1 La Fontaine, (Jean) de. Fables. Edition illustrée de 75 planches à l’eau-forte par A(uguste) Delierre. 2 Bände. Paris, A. Quantin (1880)-1883. Folio (32,5 x 22,5 cm.). XLIII, 310 S., [1] Bl.; XI, 354 S., [1] Bl. mit 75 Orig.-Radierungen (inkl. Frontispiz) von A. Delierre und zahlr. Kopf- und Schlussvignetten bzw. Buchschmuck. OPrgt. mit goldgepr. Rücken- u. Deckeltitel u. Rücken- u. Deckelverg.

Bodemann 357.1. Carteret IV, 227. Saur XXV, 466. Rochambeau 1147. Vicaire IV, 909 f. – Erschien in 13 Lieferungen ab 1880. – Prachtvoll ausgestattete, auf kräftigem Papier gedruckte und reizvoll illustrierte Ausgabe; die wohl schönste La Fontaine-Ausgabe des 19. Jahrhunderts. – „Als Fabelillustrationen wissenschaftlich exakt gezeichnete, pathosfrei, in aristokratischer Erscheinung präsentierte Tiere als Mittelpunkt des Fabelkosmos, Menschen nur als Füllsel oder zur Belebung des Hintergrunds; die Szenen meist in Medailloneinfassung, umgeben von phantasievollem Rahmendekor, was den präzis gezeichneten Tieren den Charakter von Schauobjekten, Ausstellungsstücken zum Zweck naturwissenschaftlicher Demonstration gibt“ (W. Metzner in Bodemann). – A. Delierre (1829-1890 ?) war Schüler des Dekorationskünstlers Pierre Luc Charles Ciceri (1782-1868) und stellte zwischen 1852 und 1882 im Pariser Salon aus. – Sehr schönes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden.

Schlagwörter: Fabeln, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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650,--  Bestellen
1 Ponten, Josef. Unterredung im Grase. Köln, Saaleck-Verlag 1924. 8°. 41, (1) S. OHldr. mit goldgepr. Rückentitel und Klarsicht-Schutzumschlag.

W.-G.² 23. – Erste Ausgabe. – Eines von 250 num. Exemplaren auf Zerkall-Bütten; im Druckvermerk von J. Ponten signiert. – Rücken am Kapital und Fuß etwas berieben, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Signierte Bücher

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60,--  Bestellen
1 Christmas-Dircking-Holmfeld, Edward v. Wunder. Ein Handbuch der spiritistischen Thatsachen und Lehren. Einzig autorisierte Uebersetzung aus dem Dänischen von Ernst Brausewetter. Leipzig, Spohr (überklebt: Zürich, R. Steiner-Wolff) 1896. 8°. 259, (1) S. Hln. um 1900 (illustr. vorderer Orig.-Umschlag von Fidus beigebunden).

Ackermann II, 73. – Erste deutsche Ausgabe. – Inhalt: Einleitung. – Die Phänomene: Wissenschaftliche Untersuchungen. – Psychische Sinne. – Medien. – Verschiedene Phänomene. – Materialisationen. – Geisterphotographien. – Mitteilungen: Der Spiritismus. – Was der Spiritismus uns lehrt. – Visionen. – Anhang: Résumé. Wie Seancen abgehalten werden müssen. – Rücken etwas fleckig, papierbedingt etwas gebräunt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Okkultismus / Geheimwissenschaften

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60,--  Bestellen
1 Struwwelpeteriade – Vigna, Erny. Die sieben Früchtchen. Ein Bilderbuch. Berlin-Grunewald, Hermann Klemm o. J. (1932). 4°. [20] Bl. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. OHln.

Klotz, Bilderbücher 6038/1. Rühle 406. – Einzige Ausgabe. – Text und Titel in Sütterlin-Schrift. – „Skurril und reizvoll in eigenwilliger Weise illustrierte struwwelpeternahe Struwwelpeteriade mit sechs Geschichten, die zum Teil ganz neue Unarten schildern. Die sieben unartigen Kinder landen als ‚Früchtchen‘ in einem Baum, von dem sie Knecht Ruprecht erst heruntersteigen läßt, wenn sie artig geworden sind“ (R. Rühle). – Rückendeckel etwas fleckig, sonst sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade

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150,--  Bestellen
1 Brjussoff (Brjusov), Valerij (Jakovlevic). Die Republik des Südkreuzes. Novellen. „Dieses Exemplar gehört zur 2. Auflage.“ München, Hans von Weber 1908. Gr.-8°. 108 S., [1] Bl. OPbd. mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel und goldgepr. Deckelillustration.

Hayn/G. I, 472. KNLL III, 190. – Erste deutsche Ausgabe. – Als 2. Auflage bezeichnete Normalausgabe, neben der gleichzeitig erschienen Vorzugsausgabe in 50 Exemplaren. – Die russische Originalausgabe erschien 1905 in Moskau. – Die dystopische Titelgeschichte schildert den Zusammenbruch einer fiktiven Wohlfahrtsdiktatur in der Antarktis. – „Mit Vergewaltigung, Mord, Raub, Menschenfresserei und Totschlag richtet sich das Volk in einem letzten Bacchanal der Grausamkeiten und sexuellen Exzesse selbst zugrund“. Brjussovs Zivilisationskritik geht „von Nietzsches Kategorie des Dionysischen aus, das die ‚dünne, obgleich jahrtausendealte Rinde‘ der Kultur durchbricht“ (KNLL III, 190). – Enthält außerdem die Novellen: „Die Schwestern“, „Im unterirdischen Kerker“, „Die letzten Märtyrer“, „Jetzt wo ich erwacht bin“, „Im Spiegel“ und „Das Köpfchen aus Marmor“. – V. J. Brjusov (1873-1924), Begründer des russischen Symbolismus, „trat 1920 im Gegensatz zu den anderen Symbolisten der Kommunistischen Partei bei. In verschiedenen Positionen künstlerischer Institutionen vor allem organisatorisch tätig, begründete er 1921 die Hochschule für Literatur und Kunst“ (Wikipedia). – „(W)enn Brjussof nicht so selbständig wäre, [könnte man] ihn gern den russichen Poe oder Hoffmann nennen“ (Aus dem Verlagsprospekt, zitiert nach Hayn/Gotendorf). – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Phantastik / Utopie, Phantastische Literatur, Utopie

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160,--  Bestellen
1 Kaleya, Tana. Women. Paris, Tana Kaleya Publicness (1980). 4°. [30] Bl. mit Portrait und 50 Farbtafeln. OPbd. mit farbig illustr. OU.

Vgl. Bertolotti 236 (Hommes von 1974). – Einzige Ausgabe, selten. – Interessante Aktaufnahmen im Stil der Zeit, meist unter Verwendung verschiedener Farb- und Weichzeichnerfilter. – „I work with very sensitive films because I like the atmosphere of soft light. I have noticed that the most essential thing to understand is to see the light and then to show it through the chosen object. Combining light with different colours demands awareness of perception, a critical and at the same time an enthralled eye. Only ecstasy allows one to see in depth. The mirrors of perception are the reflectors of ecstasy“ (T. Kaleya, My technique). – Arbeiten der polnischen Fotografin und Filmregiseurin T. Kaleya (geb. 1939) befinden sich u. a. in den Sammlungen des Museum of Fine Arts, Houston und Rijksmuseum, Amsterdam. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude

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80,--  Bestellen
1 Spelterini, E(duard) (d. i. E. Schweizer). Über den Wolken. Par dessus les nuages. 97 Bilder in Kupferdruck „in Cavo“. Geleitwort von Albert Heim und Emile Gautier. Zürich, Brunner & Co. (1928). 4°. 94 S. mit mont. farb. Frontispiz und 97 teils farb. u. ganzs. Abb. in Kupfertiefdruck. OLn. mit goldgepr. Rücken- u. Deckeltitel.

Heidtmann 13838. Schweizer Fotobücher 44 ff. – Eines von 350 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Im Druckvermerk von E. Spelterini signiert. – Text in Deutsch und Französisch. – Eduard Spelterini (1852-1931) unternahm zwischen 1870 und 1926 fast 600 Ballon-Fahrten und gilt als Pionier der Luftfotografie. – „(M)it knapp hundert Luftaufnahmen, wiedergegeben als herrliche grossformatige Bilder in Kupferdruck, die meisten im Format 17 × 23 Zentimeter. Tatsächlich unterschied sich dieses Buch gehörig von vergleichbaren Publikationen jener Zeit. Während Letztere meistens Aufnahmen verschiedener Agenturen versammelten, ohne dass eine namentliche Nennung der Fotografen erfolgte, stellt sich Über den Wolken/Par dessus les nuages als Denkmal zu Ehren eines einzigen Mannes heraus: des Schweizer Ballon- und Fotopioniers Eduard Spelterini (1852-1931). Gleich auf dem Titelblatt prangt sein Porträt und weist damit ohne Umschweife den Urheber der Fotografien als das eigentliche Thema des Buchs aus. … Tatsächlich hatte Spelterini, der eigentlich Eduard Schweizer hiess, seine ersten Flüge in den 1870er-Jahren unternommen und den Höhepunkt seines Ruhms um die Jahrhundertwende erlebt. Damals empfing der „Herr der Lüfte“, als den ihn Émile Gautier in „Mon ami Spelterini“ bezeichnet (S. 8), die europäische High Society im Korb seines Ballons, während am Boden Massen von Zuschauern gegen Geld seinen Starts beiwohnten. Relativ spät, nämlich rund 15 Jahre nach seinen ersten Flügen, wandte sich der Ballonfahrer dem Medium der Fotografie zu, um seine Grosstaten zu dokumentieren, die er dann auf unzähligen Lichtbildvorträgen auf der ganzen Welt präsentierte. … In Über den Wolken/Par dessus les nuages bekräftigt Albert Heim, die „fast unbegreifliche feierliche Stille und Ruhe“, die sich mit dem Ballonflug verbinden, „gestatten bessere Beobachtung und bessere photographische Aufnahmen“ als beim maschinengetriebenen, geräuschvollen, vibrierenden Flugzeug (S.5)“ (O. Lugon in Schweizer Fotobücher). – Rücken wie meist etwas aufgehellt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Aerial photography, Alpinistik, Alps, Ballonfahrt, Luft- u. Raumfahrt, Luftbild, Luftbildfotografie, Luftfahrt, Signierte Bücher, Vorzugsausgaben, Widmungsexemplar

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180,--  Bestellen
1 Totentanz – (Stuckert, Otto). Todtentanz der Stadt Basel. – The Dance of Death. – La Danse des Morts. In Holzschnitten nach den Frescogemälden der ehemaligen Kirchhofmauer der Predigerkirche. – Engraved from the fresco-paintings on the cemetry wall of St. John’s church at Basle. – Gravée d’après les tableaux à fresque qui se trouvaient sur le mure du cimetière de l’église St. Jean à Bâle. Basel, Felix Schneider 1875. 12° (13,5 x 11 cm.). [44] Bl. mit 43 fast ganzs. Holzschnitten. Illustr. OPbd.

Vgl. Oppermann 1141. – Erstmals 1858 im Verlag von Otto Stuckert erschienen (den Oppermann auch als Autor vermutet), dann mit verbesserten Holzschnitten 1875 wieder aufgelegt. Text dreisprachig in Deutsch, Englisch und Französisch. – Heute seltene Taschenausgabe der berühmten Totentanz-Folge eines unbekannten Künstlers, die dieser zum Gedenken der Pestopfer in Basel an die Mauern des Friedhofs am Dominikanerkloster malte. – Sehr gutes sauberes Exemplar im seltenen Orig.-Einband.

Schlagwörter: Basel, Helvetica, Schweiz, Totentanz

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100,--  Bestellen
1 Radziwill – Firmenich, Andrea u. Rainer W. Schulze (Hrsg.). Franz Radziwill. 1895 bis 1983. Monographie und Werkverzeichnis. Köln, Wienand 1995. 4°. 494 S. mit zahlr.teils farb. Abb. OLn. mit farb. illustr. OU. in Orig.-Pappschuber.

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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300,--  Bestellen
1 Thoma, Hans. Biblische Geschichten in alemannischer Mundart erzählt. Bern, Verlag Seldwyla (1921). 8°. 86 S. OHprgt.

Eines von 300 num. Exemplaren auf Büttenpapier. – Von H. Thoma im Druckvermerk signiert und mit Orig.-Portraitphotographie (Albuminabzug, 16,5 x 10,5 cm.) von Gebr. Hirsch, Karlsruhe. – Titel in Rot und Schwarz gedruckt. – Stellenweise etwas stockfl., gutes Exemplar.

Schlagwörter: Bibel, Mundart, Nummerierte Bücher, Original-Photographie, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Signierte Bücher, Vorzugsausgaben

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140,--  Bestellen
1 Thoma, Hans. Biblische Geschichten in alemannischer Mundart erzählt. Bern, Verlag Seldwyla (1921). 8°. 86 S. OHprgt.

Eines von 300 num. Exemplaren auf Büttenpapier. – Von H. Thoma im Druckvermerk signiert und mit signierter Orig.-Portraitphotographie (Albuminabzug, 16,5 x 5,5 cm.) von E. Hardock, Karlsruhe. – Titel in Rot und Schwarz gedruckt. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Bibel, Mundart, Nummerierte Bücher, Original-Photographie, Portrait photography, Portraitphotographie, Porträtfotografie, Porträtphotographie, Signierte Bücher, Vorzugsausgaben

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200,--  Bestellen
1 Stieler, Karl. Von Dahoam. In Bildern von Franz Defregger, Dichtungen. (2. Aufl.). München, Franz Hanfstaengl o. J. (ca. 1885). 4°. [28] Bl. mit 23 mont. Orig.-Photographien nach Gemälden und 1 Portrait von F. Defregger (Albuminabzüge, ca. 12 x 10 cm.). Illustr. OLn. mit Goldschnitt.

Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam 406. – Wohl zweite illustrierte Ausgabe mit Mundart-Gedichten auf den Rückseiten der Trägerkartons; die erste Ausgabe erschien 1881 mit nur 18 Photographien. Die 3. Ausgabe erschien 1887 mit 25 Tafeln und die 4. Ausgabe erschien 1890 wieder mit 24 Photographien. – Franz Seraph Hanfstaengl (1804-1877) eröffnete 1852 zusammen mit seinem Schwager Moritz Eduard Lotze (1809-1890) sein „aristisch-photographisches Atelier“. Später zum bayr. Hoffotografen ernannt, porträtierte er zahlreiche berühmte Persönlichkeiten König Ludwig II von Bayern, O. v. Bismarck, Kaiserin Elisabeth von Österreich, F. Liszt, R. Wagner u.v.a. Auf der Pariser Weltausstellung 1855 gewann er eine Goldmedaille für die Vorführung retuschierter Fotografien und gilt als Erfinder der Negativretusche. – Einband geringf. berieben und leicht fleckig, Bindung stellenweise gelockert, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Bavarica, Bayern, Bayrisch, Lyrik, Mundart, Original-Photographie

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120,--  Bestellen
1 Troll, Thaddäus (d. i. Hans Bayer). Wo kommet denn dia kloine Kender her? A Bilderbuach ieber a hoikles Thema ohne Dromromgschwätz fir Kender ond fir Alte, wo jong blieba sent, noch dem englischa Buach vom Peter Mayle. 4. Aufl. Hamburg, Hoffmann und Campe (1979). 4°. [24] Bl. mit farb. Illustrationen von Arthur Robins. OPbd. mit farbig illustr. OU.

Das einzige deutsche Aufklärungs-Bilderbuch in Mundart. – „Wo kommet denn dia kloine Kender her?“ ist ein Buch für verlegene Eltern und andere Erwachsene. Es erzählt auf schwäbisch (weil man das viel urwüchsiger auf schwäbisch als auf hochdeutsch erzählen kann), „wia mr Kendla macht ond Kendla kriagt“, und es erzählt diese Tatsachen so, daß Kinder sie verstehen und Eltern ihre Freude daran haben (net bloß am Kendlesmacha)“ (Klappentext). – Deutsche Bearbeitung nach dem amerikanischen Originaltitel „Where did I come from?“ (Lyle Stuart Inc., Seacaucus/New Jersey). – T. Troll (1914-1980), einer der bekanntesten schwäbischen Mundartdichter, „verfasste Essays, Feuilletons, Glossen, Reise- und Städtebücher, Kinderbücher, Romane, Satiren, Sketche, Mund-Art-Gedichte, Hör- und Fernsehspiele, Theaterstücke. Außerdem entstanden mehrere Bühnenbearbeitungen, u. a. Pariser Leben (1952), komische Oper von Jacques Offenbach und 1965 für Erwin Piscator Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk von Jaroslav Hašek. … Ab 1948 arbeitete er zudem als freier Schriftsteller. Für diese belletristische Seite seines Werkes wählte er das Pseudonym Thaddäus Troll, um so in „alphabetisch geordneten Bücherschränken links neben Tucholsky zu stehen“. In dessen satirischer Tradition war er auch bis 1953 Texter für das Düsseldorfer Kabarett „Kom(m)ödchen“ (Wikipedia). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Aufklärungsbuch, Deutscher Bücherbund, Mundart, Schwäbisch, Sexual-Pädagogik, Sexualerziehung, Sexualität

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35,--  Bestellen
1 Mark, Quirin (Einleitung). Wiener Blut. Ein Bilderzyklus mit Liedern. München, Rogner & Bernhard (1970). Kl.-8°. 18 S., [96] Bl. mit 48 ganzs. farb. Illustrationen nach Aquarellen und Bleistiftzeichnungen. OLn. mit farbig illustr. OU. (Bibliotheca erotica et curiosa).

Einzige Ausgabe, selten. – „Diese unzweideutigen Reime und Aquarelle werden erstmals öffentlich gedruckt. Ihr Defilé hier ist gerade gut genug, um einer befangenen Bürgerlichkeit einen Schuß „Bacchantentum“ zu infiltrieren. – Ungewiß, ob es sie bis zum ersehnten Lustschrei zu haranguieren vermag. Zugleich sind die Bilder und Vierzeiler ein Hinweis auf die jeweilige Unterbewußtseinslage einer Epoche. Sie ermöglichen einen reflektierten Kitschgenuß und bieten Einblicke in Zusammenhänge der Unsittengeschichte Wiens. „Wiener Blut“ ist eine Dokumentation des Komisch-Obszönen. Es mündet mit wachsender Refrainkraft in den Ruf: „Alle Blumen sollen leben, wozu wir den Stengel geben!“.“ (Klappentext). – Sehr schönes verlagsfrisches Exemplar mit dem meist fehlenden „Revers“-Blatt zum Volljährigkeitsnachweis.

Schlagwörter: Erotica, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Wien

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50,--  Bestellen
1 Winckler, Johannes Friedrich. Uberschwengliche Gnade Gottes. Nach ihren mancherley Wohlthaten. Aus den gewöhnlichen Evangeliis der christlichen Gemeine zu St. Nicolai in Hamburg vormahls öffentlich vorgetragen. 4 Teile in 2 Bänden. Hamburg, Christian Wilhelm Brandt 1738-1742. Gr.-8° (21,5 x 17,5 cm.). [12] Bl., 966 S.; [6] Bl., S. 967-1568; [6] Bl., 922 S., [19] Bl. mit Titel in Rot und Schwarz und gestoch. Frontispiz-Portrait. Ldr. der Zeit mit goldgepr. Rückensch. und reicher Rückenvergoldung.

ADB XLIII, 375 ff. VD18 15651533. – Erste Ausgabe der umfangreichen Predigt-Sammlung. – J. F. Winckler (1679-1738), seit 1710 Hauptpastor von St. Nicolai, „war ein außerordentlich beliebter Prediger; seine Kirche war so gefüllt, daß die Kirchenvorsteher immer neue Sitzplätze mußten anlegen lassen“ (C. Bertheau in ADB). – Stellenweise etwas gebräunt, sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar aus einer Schloß-Bibliothek.

Schlagwörter: Einbände, Hamburg, Predigtsammlung

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320,--  Bestellen
1 Hebel – Becker, Friedrich. J(ohann) P(eter) Hebel. Festgabe zu seinem hundertsten Geburtstage. Briefe Hebels an Freund und Freundin, dichterische Grüße an sein Andenken, über die Basler Mundart, Basler Helgen. 2., wohlfeile Ausg. Basel, Bahnmaier (C. Dettloff) 1862. Gr.-8°. XVI, 350 S. mit 5 gefalt. Stahlstich-Ansichten von Nep(omuk) Echtle nach Em(anuel) Büchel, 1 lithogr. Karikatur (″Scholer Buchbinder“) von Franz Feyerabend und 1 mehrfach gefalt. lithogr. Panorama von G. Wolf nach L. R. Dunkelblauer Maroquinlederband im Stil der Zeit mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, dekorativer Rücken- und Deckelvergoldung und Kopfgoldschnitt in marm. Halbleinenkassette.

Goed. VII, 534. – Die Festschrift enthält u. a. Briefe Hebels an seine langjährige Freundin Gustave Fecht, an Herrn Vogt (Güntert), an seinen Jugendfreund Zenoides und den Kirchenrat Friedrich Wilhelm Hitzig. – Gesucht wegen der schönen Baseler Ansichten, von N. Echtle nach den bereits 1761 angefertigten Zeichnungen E. Büchei gestochen: Gesamtansicht, Münsterplatz, Petersplatz, Rheinbrücke, Münster; das Panorama zeigt das Markgräfler Land, vom Münsterturm gesehen. – Nur vereinzelt etwas fingerfleckig, außergewöhnlich schönes Exemplar in einem prachtvollen Handeinband.

Schlagwörter: Briefe, Briefsammlung, Einbände, Literaturgeschichte

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400,--  Bestellen
1 Wolf, Siegmund A(ndreas). Wörterbuch des Rotwelschen. Deutsche Gaunersprache. Mannheim, Bibliographisches Institut (1956). Gr.-8°. 430 S., [1] S. OLn. mit OU.

Zaunmüller 65. – Erste Ausgabe. – Schutzumschlag mit Randläsuren, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Wörterbücher, Lexika

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40,--  Bestellen
1 Egles, René. Maikäfer fliej. Im René Egles sini Kinderliedle mit Bilder vun Raymond Piela. Pfulgriesheim, Editions EMA (1995). 4°. [40] Bl. mit farb. Illustrationen. Farbig illustr. OPbd.

Mit eigenhändiger Widmung von R. Egles für den pfälzer Mundartdichter Bruno Hain. – Schönes Kinderliederbuch in elsässischer Mundart mit humorvollen Illustrationen im Stil von Tomi Ungerer. – Sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Elsass, Elsässisch, Kinderlieder, Mundart

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50,--  Bestellen
1 Nitsch, Hermann. Das bildnerische Werk. Unter Mitarbeit von Christian Gargerle. Mit Beiträgen von Günter Brus, Hermann Nitsch, Ingrid Rein, Dieter Ronte, Armin Zweite. (Herausgeber: Museum Moderner Kunst Wien und Städtische Galerie im Lenbachhaus München). Salzburg, Wien, Residenz Verlag 1988. 4°. 198 S. mit zahlr. farb. OLn. mit farbig illustr. OU.

Erste Ausgabe. – Eines von 60 Exemplaren der Vorzugsausgabe; von H. Nitsch auf dem Vortitel signiert. – Nach seiner Ausbildung zum Graphiker in Wien wurde Hermann Nitsch (geboren 1938) Anfang der 60er Jahre mit seinen „Schüttbildern“ bekannt. Angeregt vom amerikanischen „Action Painting“ bespritzt Nitsch zunächst Leinwand und später auch menschliche Körper und Tierkadaver mit Farbe und Blut. – „Seitdem die Schüttbilder, die befleckten Messgewänder und blutigen Damenbinden Hermann Nitschs ihre Funktion als teures Schmücke-dein-Heim erfüllen (ein Blick in die Auktionslisten genügt), fiel alles Skandalöse, Provokative von Nitschs Schaffen ab“ (Die Welt, 25. 5. 2007). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Aktionskunst, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Konzeptkunst, Nitsch, Hermann, Pop-Kultur, Signierte Bücher, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse, Wiener Aktionismus

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300,--  Bestellen
1 Henle, E(lise) (verh. Levi). Guat is’s. Kochrecepte in oberbayrischer Mundart. Eine Gabe für Bräute und junge Frauen oder Jungfrauen, welche beides werden wollen. – Und: Dies. So mag i’s. Kochrecepte in schwäbischer Mundart. Eine Gabe für Bräute und junge Frauen oder Jungfrauen, welche beides werden wollen. – Und: Dies. A fein’s Benehma. An A’leitong für Backfischla. 7. Aufl., 4. Aufl. u. 1. Aufl. 3 Bände. München, Braun & Schneider o. J. (1895 f.). Kl.-8°. 72 S.; 79, (1) S.; 51 S., [2] Bl. Illustr. und schwarzgepr. OLn. mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln.

I. Methler 2753. Weiss 1544. – Mit gereimten Rezepten in alphabetischer Reihenfolge und neuem ebenfalls gereimtem Vorwort zur 7. Auflage. – II. Methler 2764. Weiss 1545. – Die Erstausgabe erschien 1892. – III. Methler 2747. – Erste Ausgabe. – „Die erfolgreiche Schriftstellerin schätzte zugleich das Hauswesen, zwei erfolgreiche Kochbücher legen davon beredtes Zeugnis ab. In ihrem 1877 veröffentlichten Werk ″ Was soll ich deklamieren” äußerte sich Elise Henle zur „Frauenfrage“: „unter unsern aufgeklärten, Hochgelehrte Damen, sprecht, Die so thöricht sich gebärden Und erstreben Männer-Recht! Männer-Recht! für zarte Damen! Männer-Recht! es macht mich lachen, Sagt mir doch in Gottes Namen, Was nur wollt ihr damit machen?”.“ (W. Methler). – Teils papierbedingt etwas gebräunt, gute Exemplare.

Schlagwörter: Bavarica, Bayrisch, Kochbücher, Mundart, Schwäbisch, Württembergica

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40,--  Bestellen
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