Avantgarde
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Warhol – Koch, Stephen. Stargazer. Andy Warhol’s world and films. New York, Praeger (1973). 8°. 155 S. mit ca. 50 Abb. auf Tafeln. OLn. mit illustr. OU.
Erste Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Avantgarde, Film, Pop art |
90,-- | ![]() |
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| Nivinsky – (Gozzi, Carlo). Prinzessa Turandot. Tragiko-theatralisches chinesisches Märchen in 5 Akten (russisch). Moskau und Petrograd, Gos, Izdat (1923). Gr.-4° (33,2 x 24,8 cm.). 222 S., [1] Bl. mit 12 Farblithographien und zahlreichen Vignetten von Ignatius Ignatjewitsch Nivinsky sowie 14 Zinkographien und zahlreichen Abbildungen nach Fotografien. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Bowlt/Hernad 75. Compton S. 158. Hellyer 134. Rowell/Wye 493. – Erste Ausgabe. – Ausführliche Dokumentation zur legendären Turandot-Aufführung durch das 3. Studio des Moskauer Akademischen Theaters unter der Regie von Evgeny Vakhtangov (Wachtangow). – „In 1923 a commemorative volume was devoted to Vakhtangov’s colourful production of Carlo Gozzi’s Princess Turandot for the Third Studio of the Moscow Arts Theatre. Unfortunately he died of illness without seeing the production, which he directed from his hospital bed. Costumes and decor were by Ignaty Nivinsky who was also responsable for the book, providing a cubistic design for the cover, printed in pastel shades of yellow, blue, pink and green. The publication, which includes colour plates as well as photographs, gives an idea of the look of the production“ (Susan Compton, Russian Avant-Garde Books). – Das Gedenkbuch für den im Jahr der Aufführung verstorbenen Theater-Leiter Jewgeni Bagrationowitsch Wachtangow (1883-1922) enthält Texte zur Inszenierung, der Geschichte des Theaters und zu den künstlerischen Auffassungen Wachtangows sowie Text und die Partitur des Märchenspiels. – Die Farblithographien zeigen Niwinskis expressive Bühnenbilder und Figurinen, die Schauspielerporträts teils mit transparenten Vorblättern mit von ihm entworfenen konstruktivistischen Vignetten. Von Ignaz Niwinsky, der 1921 bis 1930 Lehrer an den berühmten WChUTEMAS-Werkstätten war, stammt die gesamte Buchgestaltung inklusive der konstruktivistische Umschlaglithographie. – Der bedeutende russische Maler, Zeichner, Grafiker, Architekt und Bühnenbildner Ignatius Ignatjewitsch Nivinsky (1880-1933) arbeitete seit 1910 besonders als Monumental- und Dekorationsmaler in Moskau und entwarf auch das Mausoleum Lenins. Als Architekt arbeitete Nivinsky mit dem Jugendstil-Architekten Valentin Dubovski zusammen und entwickelte einen neuen Bautypus. Seit 1912 lebte und arbeitete er in seinem von ihm selbst entworfenen Atelier, das sich zum Treffpunkt der kulturellen Elite Moskaus entwickelte und wo Nivinsky Ausstellungen, Lesungen und Musikabende veranstaltete. In den 20er Jahren war Nivinsky Leiter der Dekorationswerkstätten des Mali-Theaters. – Umschlag mit geringen Randläsuren und etwas gebräunt, Rücken am Kapital und Fuss unauffällig restauriert, Tafelränder teils etwas braunfleckig, papierbedingt leicht gebräunt, sehr gutes Exemplar und sehr selten!. Schlagwörter: Avantgarde, Expressionismus, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Konstruktivismus, Kubismus, Märchen, Theater |
1.600,-- | ![]() |
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| Hausmann, Raoul u. Kurt Schwitters. PIN. And the story of PIN. Introduced by Jasia Reichardt. Designed by Anna Lowell. London, Gaberbocchus Press 1962. Gr.-8°. 56 S. mit 2 Portraits, 1 Collage, 1 Illustration und 2 Handschriften-Faksimiles von K. Schwitters und 4 (1 ganzs.) Photomontagen u. 2 ganzs. Photogrammen von R. Hausmann. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag.
Erste Ausgabe, selten. – Mit eigenhändiger Widmung von R. Hausmann auf dem Titelblatt für den französischen Schriftsteller Jean-François Bory (geb. 1938). – Der Wiener Multimedia Künstler R. Hausmann (1886-1971), „der 1918 zu den Gründern von Dada Berlin gehörte und ab 1922 mit den osteuropäischen Konstruktivisten und der holländischen De-Stijl-Gruppe zusammenarbeitete, war einer der vielseitigsten und originellsten Künstler seiner Zeit. Seine revolutionären Ideen und Theorien haben die künstlerische und literarische Avantgarde im Berlin der 20er Jahre unmittelbar und nachhaltig beeinflusst. Hausmann, der selbst ernannte ‚Dadasoph‘ und ‚Direktor des Circus Dada‘, war Maler und Typograf, Erfinder des optophonetischen Gedichts und der dadaistischen Fotomontage, Modeschöpfer und Tänzer, Fotograf und Literat, Anarchist und Utopist – der intellektuell elektrisierende Anreger einer ganzen Generation“ (J. Merkert in Koetzle). – „Jean François Bory ist ein wichtiger, französischer Vertreter der visuellen Poesie und Lautpoesie. Er kreierte anfänglich vielfältige Künstlerbüchern, bei denen er auf eine strenge und präzise Grafik achtete, ein kompositorisch akkurates Layout, meist in Schwarz-Weiß, umsetzte und somit bereits in frühen Jahren seiner künstlerischen Laufbahn Verbindungen zur visuellen Poesie und Typewriter Art herstellte. Er arbeitet eng mit experimentellen Verlagen in Frankreich, Italien und den USA zusammen, brachte aber auch selbst Bücher heraus. … 1974 wird er Teil der internationalen Künstlergruppe der visuellen Poesie Logomotives, der auch Paul de Vree angehört. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet er als Literaturkritiker, Autor und Drehbuchschreiber, er lebt und in Paris“ (Forschung-Kuenstlerpublikationen). – Tadellos. – With handwritten dedication by R. Hausmann on the title page to the French writer Jean-François Bory (born 1938) – The Viennese multimedia artist R. Hausmann (1886-1971), “who was one of the founders of Dada Berlin in 1918 and collaborated with the Eastern European Constructivists and the Dutch De Stijl group from 1922, was one of the most versatile and original artists of his time. His revolutionary ideas and theories had a direct and lasting influence on the artistic and literary avant-garde in Berlin in the 1920s. Hausmann, the self-proclaimed ‚Dadasoph‘ and ‚director of Circus Dada‘, was a painter and typographer, inventor of the optophonetic poem and the Dadaist photomontage, fashion designer and dancer, photographer and writer, anarchist and utopian – the intellectually electrifying stimulus of an entire generation” (J. Merkert in Koetzle). – “Jean François Bory is an important French representative of visual poetry and sound poetry. He initially created a wide variety of artist’s books, in which he paid attention to strict and precise graphics, implemented a compositionally accurate layout, mostly in black and white, and thus established links to visual poetry and typewriter art early on in his artistic career.He worked closely with experimental publishers in France, Italy and the USA, but also published books himself. … Schlagwörter: Avantgarde, Dada, Dadaismus, Fotomontage, Photogramm, Photomontage, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
400,-- | ![]() |
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| Van Hecke, P(aul) G(ustave), (Ed.). Variété. Revue mensuelle illustrée de l’esprit contemporain. 2e année, No. 4, 15 Août 1929. Bruxelles (Brüssel), Editions „Variété“ 1929. Gr.-8°. XVIII, S. 227-308, S. XIX-XXX mit 64 Abb. auf Tafeln u. Illustrationen im Text. Illustr. OBr.
Sehr seltene nur in drei Jahrgängen erschienene surrealistische Zeitschrift. Herausgegeben von dem belgischen Journalisten, Kunstsammler und Mäzen P. G. van Hecke (1887-1967). – Mit interessanten fotografischen Beiträgen von Bérénice Abbott (Bilderserie über New York), Florence Henry (Werbeaufnahmen), Albert Valentin (surrealistische Fotomontagen), Aenne Biermann (Fêtes nationales, Feuerwerk), Eli Lotar (Film Szenen), Man Ray (3 Portraits) und André Kertez (Portrait: Jean Lurcat). – Rücken gebräunt u. mit restaurierten Fehlstellen, gutes Exemplar. Schlagwörter: Avantgarde, Periodicals, Surrealism, Surrealismus, Zeitschriften |
200,-- | ![]() |
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| Kollar, (François). 25 photos de Kollar. Remarques de V(assily) Photiades. (Paris, Les Presses de Sadag 1934). 4°. [15] Bl. mit 25 (1 farb.) Tafeln. Orig.-Kartonumschlag.
Auer 208. Bouqueret, Paris 138 ff. Koetzle 239 f. – Einzige Ausgabe, selten. – „Après ‚La France travaille‘, son grand succès, Kollar fit paraitre en avril 1934, à comte d’auteur, une petite plaquette de luxe très bien imprimée avec vingt-cinq de ses meilleurs chlichés: celle-ci constituera le catalogue de son exposition à la galerie de la Pléiade. Les choix sont audacieux, et les images se répondent. L’abstraction de certaines nous montre les recherches artitiques de l’artiste lorsqu’il se sentait libre de toute contrainte éditoriale“ (C. Bouqueret). – Der in Senec (Slowakei) geborene franz. Fotograf F. Kollar (1904-1979) gilt als „Vertreter einer gemäßigten Avantgarde um 1930“ (H.-M. Koetzle). – Mit einer Einführung des griech.-franz. Malers und Graphikers V. Photiadès (1902-1975), der seit 1938 in Lausanne arbeitete. – Umschlag etwas berieben u. geringf. angestaubt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Avantgarde |
400,-- | ![]() |
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| Krull, Germaine (1897-1985). Tanz und Revolte. Schwarz-Weiß-Photographien aus dem Nachlass der Photographin im Museum Folkwang, Essen. Sechs Fotografien 1925-1971. (Hamburg), Griffelkunst 2016. Gr.-4°. 3 Orig.-Photographien (Silbergelatine) u. 3 Inkjet-Prints (je 36 x 26 cm.) auf Karton aufgezogen u. Textheft (Leporello) von Kerstin Meincke. „Kritische Choreographien. Tanz im Werk der Photographin Germaine Krull.“ Halbleinen-Flügelmappe mit Deckelschild. (Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnr. 362, C 1-6).
Vgl. Frizot, Krull 102 f. (Der Tänzer Earl Tucker, andere Aufnahmen) u. 262 (″Brazzaville. Tanzende Krieger“, 1943). – Der Zeitpunkt der Aufnahmen erstreckt sich über einen Zeitraum von fast 50 Jahren. – „Menschliche Körper und Maschinen bilden die zentralen Sujets in Germaine Krulls Frühwerk. … Sie entwirft den Körper als Handlungsraum zeitlebens und in wechselnden Situationen immer wieder neu, ganz besonders im Tanz, als Metapher für die spielerische Veränderbarkeit von Welt. Diesen Choreographien spürt die für die Griffelkunst getroffene Auswahl nach … ist gestalterisch angelehnt an die Mappe Tanz, die Germaine Krull vermutlich um 1930 im Rückgriff auf ihr eigenes Archiv zusammengestellt hatte. … Biographisch und inhaltlich involviert die Edition drei zentrale Phasen politischen Engagements der Künstlerin“ (Begleittext). – „Um Germaine Krulls fotografisches Werk zu verstehen, muss man ihre obsessiv individualistischen politischen und beruflichen Überzeugungen berücksichtigen. Ihr Werk und ihr Leben waren unlösbar miteinander verknüpft. Die Fotografie erwies sich als pragmatisches Instrument, das es ihr erlaubte, an einer Vielzahl von Orten zu überleben und auf die Kulturen zu reagieren, deren Zeugin sie wurde. Germaine Krull war eine der einflussreichsten Fotografinnen der Zwischenkriegszeit, doch war sie sich der Wirkung ihres Werkes auf andere auffallend wenig bewusst“ (Kim Sichel in Koetzle). – Zu G. Krull siehe auch U. Hörner, Madame Man Ray. Fotografinnen der Avantgarde in Paris. S. 115-139. – Tadellos. Schlagwörter: Avantgarde, Original-Photographie, Tanz |
800,-- | ![]() |
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| Eidenbenz, Hermann (1902-1993). 4 Aufnahmen (Silbergelatine) des Tanz-Theaters „L’avantgarde“. Leitung: Otto Zimmermann (1894-1956). Basel 1939. Jeweils 23,5 x 17,5 cm. (Hoch- und Quer-Format).
4 Szenen aus einer Aufführung des pantomimischen, gesanglichen und satirischen Tanz-Märchens „Das Märchen von der Gewalt“ der Basler Tanztruppe „L’avantgarde“. – Der Leipziger Theater-Regisseur O. Zimmermann war nach seinem Studium Lehrer und Leiter der Bundesschule des Arbeiter-Sportverbands Leipzig und ab 1932 Kursleiter der Schweizerischen Arbeiterbildungszentrale. Nach seiner Ausbürgerung 1933, war Zimmermann als Regisseur von Sprech- und Bewegungschören in der Schweiz tätig. Er inzsenierte Theaterstücke zu Texten von Brecht, Erich Weinert, Jakob Bührer, Hans Mühlestein, Wolfgang Langhoff, Willi Bredel, Rosa Luxemburg u.a. 1935 gründete er das sozialdemokratisch orientierte „Rote Kollektiv“ in Basel. Zimmermann war auch als Lyriker, Journalist und Schriftsteller tätig. – Der Schweizer Fotograf H. Eidenbenz besuchte nach einer Graphiker-Ausbildung bei Orell Füssli, 1922 bis 1923 die Kunstgewerbeschule in Zürich. Nach einer kurzen Tätigkeit in Berlin war er von 1926 bis 1932 Lehrer für Schrift und Grafik in Magdeburg. 1932 gründete er gemeinsam mit seinen Brüdern Willi und Reinhold das Atelier Eidenbenz in Basel, welches er bis 1953 leitete. Eidendenz wurde 1935 und 1936 mit dem Fotopreis der Weltwoche ausgezeichnet. Seine Arbeiten wurden seit 1939 in der Schweiz ausgestellt. Die vorliegenden Aufnahmen entstanden im selben Jahr wie die Beiträge von H. Eidenbenz zum Katalogbuch der Schweizerischen Landesausstellung (LA) 1939. – Alle Abzüge mit Blindstempel „Atelier Eidenbenz“, 2 Aufnahmen rückseitig mit Stempel der Tanztruppe und handschr. Bezeichnungen der dargestellten Szenen, teils rückseitig mit Abriebstellen (Montagespuren), 1 Aufnahme oben mit geringf. Randläsuren, vintage. Schlagwörter: Avantgarde, Theater |
320,-- | ![]() |
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