Austriaca
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Roepell, Richard. Die Grafen von Habsburg. Eine von der Universität zu Halle gekrönte Abhandlung über Genealogie und Besitzungen dieses Geschlechts bis zur Thronbesteigung Rudolfs im J. 1273. Halle, C. A. Schwetschke und Sohn 1832. 8°. 136 S. mit 1 gefalteten Stamm-Tafel. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
ADB LIII, 464 ff. GV 119, 143. – Erste Ausgabe, selten. – R. Roepell (1808-1893) war über 50 Jahre lang Professor für Geschichte an der Universität Breslau und wurde anlässlich „seiner 50jährigen Breslauer Universitätslehrthätigkeit zum Geheimen Regierungsrat ernannt. Außerdem wurde seine Büste, ein Geschenk seiner Universitätscollegen, im Provinzialmuseum aufgestellt und eine „Roepellstiftung“ zur Unterstützung von Studirenden gegründet.“ (H. Hahn in ADB). – Kanten etwas berieben und bestoßen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Genealogie, Genealogy, Habsburger, Österreich |
70,-- | ![]() |
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| Precechtel, (Josef) Rupert (Maria). Bildnissreihe sämmtlicher Kaiser aus dem allerdurchlauchtigsten Hause Habsburg und Lothringen von Rudolf I. bis auf die gegenwärtige Zeit. Nach den besten Originalien. – Pinacotheca Caesarum Augustissimae Domus Habsburgo-Lothringicae. – Série des portraits de tous les empereurs de l’auguste maison Habsbourg-Lorraine. Wien, Selbstverlag, Druck von Hugo Hoffmann 1876. Gr.-8° (23 x 19 cm.). [7] Bl. und 25 montierte Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 17 x 10,5 cm.) auf dünnem Trägerkarton. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Deckel-Filetten und Goldschnitt.
Wurzbach XXIII, 232. Nicht bei Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam und anderen Foto-Bibliographien. – Erste Ausgabe. – Sehr seltene Genalogie der Habsburger; die vorliegende erste Ausgabe mit den fotografischen Portraits ist nur in vier Bibliotheken in Bayern und in Wien nachweisbar (lt. KVK). 1879 erschien eine zweite Ausgabe mit lithographierten Portraits. – Der Priester, Historiker und Zeichner J. R. M. Precechtel (1821 – 1897) schreibt im Vorwort: „Es kann einem jeden Sackenner einleuchtend sein, dass ich mit dem Herausgeben der photographischen Bildnisse cler allerdurchlauchtigsten Habsburger-Dynastie ein sehr schwieriges Werk unternommen habe, indem wir aus dem XIII., XIV. und XV. Jahrhunderte wenig Quellen besitzen, aus denen aus denen auf die Echtheit der Bildnisse geschlossen werden könnte, doch dürfen wir diejenigen Quellen, die wir haben, nicht absolut verwerfen. Selbst Dr. Ern. Birk sagt in seinen Berichten und Mittheilungen des Alterthum-Vereines zu Wien, Band I. 1856 pag. 95: dass eine ″ neue vollständige Ausgabe der Monumenta des allerhöchsten Kaiserhauses (″Monumenta Aug. Domus Austriacae, Viennae A. MDCCL.“) mit Anwendung aller vervollkommnten technischen Hilfsmittel der Gegenwart wohl noch lange ein frommer Wunsch bleiben dürfte.“ Zu meinem äusserst schwierigen Unternehmen gesellte sich noch der erschwerende Umstand, dass ich aus der k. k. Hof- und Fideicommiss-Bibliothek vermöge eines Gesetzes Porträte zu leihen nicht bekommen konnte und dieselben in den Antiquariaten schon äusserst spärlich sind. Doch forschte und sammelte ich in den Privat Bibliotheken ohne Rast, und mit grosser Mühe gelang es mir, soviel es möglic h war, die ältesten und besten Porträte des allerdurchlauchtigsten Kaiserhauses zu sammeln, chronologisch zu ordnen und im photographischen Wege ein Werk herauszugeben, wie es bisher nicht existirt.“ – Titelblatt, die Seiden-Hemdchen und 15 Fotos in einer Ecke mit dem Stempel einer Wiener Schul-Bibliothek, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Austriaca, Genealogie, Genealogy, Habsburger, Original-Photographie, Österreich, Portrait photography, Portraitphotographie, Portraits, Porträtfotografie, Porträtphotographie |
500,-- | ![]() |
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| Instruction über die Einrichtung und Verwendung des Repertier-Gewehres M. 95. Mit Einbeziehung des 1. Nachtrages und sonstiger Neuerungen. Wien, K. K. Hof- und Staatsdruckerei 1899. 8°. 80 S. mit 2 Tabellen und 3 gefaltete farblithographierte Tafeln. Moderner Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Erste Ausgabe; im selben Jahr erschien eine um 6 S. und 1 Tafel erweiterte 2. Auflage. – „Das Gewehr Mannlicher Modell 1895 ist ein Repetiergewehr mit Geradezugverschluss. Es diente als Ordonnanzgewehr in der Armee Österreich-Ungarns vor und im Ersten Weltkrieg. … Das Gewehr wurde in Österreich von der Firma Steyr Mannlicher und in Ungarn von der Gewehrfabrik Budapest etwa 5,5 Millionen Mal hergestellt. Bis in die 1970er-Jahre hinein fand die Waffe noch Verwendung bei Kämpfen (zuletzt in Afrika). Ursprünglich wurde der M95 als langes Infanteriegewehr für die österreichisch-ungarische Armee entwickelt“ (Wikipedia). – Titelblatt verso mit zeitgenöss. Besitzvermerk, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Gewehr, Gewehre, Gewehrschießen, Militaria, Österreich, Schusswaffe, Schusswaffen, Waffen |
240,-- | ![]() |
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| (Köpp von) Felsenthal, Rudolph v. Aus der Praxis eines österreichischen Polizeibeamten. I. Band (mehr nicht erschienen). Der Banknotenfälscher Peter von B(oor). Wien, Fr. Manz 1853. 8°. XLVII, 256 S. Weinroter Seiden-Einband mit goldgepr Rückentitel, dekorativer Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt.
Gugitz 2347. Huelke/Etzler 618. Krieg, MNE I, 221. Wurzbach, ÖBL XII, 233. – Erste Ausgabe, selten. – R. v. Köpp von Felsenthal (1807-1861) war „der erste Leiter des aus den vier Vierteln zusammengezogenen Stadt-Kommissariates (und) der erfolgreichste Kriminalist des Vormärz. Sein Name wurde bekannt durch die Aufdeckung der Banknotenfälschereien des Peter Ritter von Boor (Bor, Bohr). Über diese „cause célébre“ verfaßte K. eine Publ., die möglicherweise als Memoirenwerk gedacht, jedoch vermutlich über höhere Weisung nicht fortgesetzt wurde. Die übrigen, angeblich vorhanden gewesenen Aufzeichnungen K.s sind verschollen“ (Schreiner in Wurzbach). – Rücken und Deckel unten etwas wasserfleckig, stellenweise leicht braunfleckig, sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Polizei, Strafrecht, Wien |
200,-- | ![]() |
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| Neu-eröffnete sonst allergehaimste / Geistlich-Statistische Jesuiter Rahts-Stube / oder Erstes Gründlich abgefastes In XI Sonderbahren / Mit allerhand Lehrreich- wichtig- und zuweilen ergötzlichen / so Politisch-Machiavellistischen / als Theologisch-Christischen Haupt- und Incident-Fragen angefülleten und den Weltlauff / ad vivum, vorstellenden / Votis bestehendes Consilium und Deliberation. Uber die jetzo allerwichtigste Von einem Hohen K. Etats-Minister, an ein hochberühmtes / mit den qualificirsten und guten theils Christ-redlich-gesinnten Männern / besetztes Jesuiter-Collegium … gesandte / Staats- und Gewissens-Frage / Wegen Teckelisch- und Evangelisch-Ungarischer Malcontanten Restitution; und Fortsetzung des Türckenkriegs [et]c. Sampt einer Compendiösen Relation ex Votis &c. Verainigungs-Concluso, auch kurtzem Final-Discours dieses Jesuiter-Consilii. Ohne Ort und Druck (Wien ?) 1684. 4°. [3] Bl., 148 S. mit Titel in Rot und Schwarz. Halblederband der Zeit mit Rückenvergoldung.
Apponyi 2197. VD17 12:114999F. Nicht bei Brunet, Ebert und Graesse. – Seltene politische Streitschrift mit persiflagischer Tendenz gegen die Wiener Regierung und ihre kleinlichen Händel während des fünften Österreichischen Türkenkriegs (1683-1699). – „Der habsburgische Gesandte in Konstantinopel Georg Christoph von Kuniz, bemühte sich unterdessen seit 1681 um die Verlängerung des Friedens von Eisenburg, was wiederum der französische Gesandte versuchte zu hintertreiben. Im April 1682 traf mit Albert von Caprara ein Sondergesandter aus Wien ein mit dem Auftrag den Frieden zu sichern. Dieser stellte bei den Verhandlungen im Juni/Juli 1682 fest, dass Kara Mustafa quasi unannehmbare Forderungen stellte, wie z. B. die Abtretung der Schlüsselfestung Raab. Er warf den Kaiserlichen eine Reihe von Vertragsverletzungen vor, die Caprara mit dem Hinweis auf die osmanische Unterstützung Thökölys konterte. Bei anderer Gelegenheit wurde der Kaiser aufgefordert, die Besitztümer der ungarischen Kuruzen zurückzuerstatten und den Osmanen einen Jahrestribut von 500.000 Dukaten zu entrichten. Allerdings handelte es sich dabei erkennbar um eine Hinhaltetaktik, denn der venezianische Botschafter meldete bereits, dass der Großwesir sich intensiv mit dem Projekt eines habsburgischen Krieges beschäftigte. Am 6. August 1682 fand in Konstantinopel schließlich eine Sitzung des großen Staatsrates statt, in der Kara Mustafa sein Projekt eines Angriffs auf die habsburger Länder im kommenden Jahr vorstellte; der osmanische Staatsrat und Sultan Mehmed IV. stimmten dem zu. Zur gleichen Zeit ging man in Wien noch davon aus, den Krieg vermeiden und sich stattdessen auf die französische Herausforderung konzentrieren zu können. … Als am 7. September 1683 sich ein vom Papst Innozenz XI. mitfinanziertes Entsatzheer des Heiligen Römischen Reiches unter Karl von Lothringen mit Truppen des polnischen Königs Jan Sobieski III. in Tulln an der Donau ungefähr 30 Kilometer vor Wien vereinigte, dauerte die Belagerung schon seit dem 15. Juli an. Unter der Führung des polnischen Königs überraschte man die osmanische Streitmacht und schlug sie fünf Tage später am 12. September 1683 in der Schlacht am Kahlenberg vernichtend“ (Wikipedia). – Gelenke berieben und stellenweise angeplatzt, Fuß mit kleiner Fehlstelle, Titelblatt im oberen und unteren Rand knapp beschnitten, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Austriaca, Flugschriften, Österreich, Türkenkriege, Wien |
380,-- | ![]() |
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| Kalender – Pilgram, Anton. Calendarium chronologicum medii potissimum aevi monumentis accommodatum. Wien, Joseph von Kurzböck 1781. 4° (26 x 21 cm.). XIV, 260 S. mit gestoch. Titelvignette und einigen Holzschnitt-Schmuckvignetten. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.
ADB XXVI, 129. Houzeau-Lancaster I, 13487. Poggendorff I, 452. – Erste und einzige Ausgabe. – Der Wiener Astronom Anton Pilgram (1730-1793) war seit 1783 Assistent von Peter Hell an der Wiener Sternwarte. „Während der Reise, die Hell 1769 zur Beobachtung des Venusdurchgangs nach Vardöe machte, hatte ihn P. allein zu vertreten. Als Exjesuit erhielt derselbe den Titel eines kaiserlichen Astronomen und zugleich die Weisung, im Vereine mit seinem Collegen P. Triesnecker eine auf genauen Vermessungen beruhende Kartirung von Niederösterreich auszuführen. Von Pilgram’s Schriften sind acht in lateinischer, vier in deutscher Sprache erschienen, und unter diesen leßtern befindet sich auch ein den allerverschiedensten Zwecken angepaßtes Logarithmenwerk. Die „Ephemerides astronomicae ad meridianum Vindobonensem“ redigirte er für die Jahre 1769, 1770 und 1771 allein, für die späteren Jahre in Gemeinschaft mit P. Hell; unter seinen diesem Jahrbuch einverleibten Originalaussätzen dürfte die „Disquisitio de parallaxi solis“ (1774) besondere Erwähnung verdienen“ (Günther in ADB). – Einband etwas berieben, Exlibris, Stempel auf dem Titelblatt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Astronomie, Astronomy, Austriaca, Kalender, Österreich |
160,-- | ![]() |
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| Paulsen, Nikolaus. Gespräche mit dem Staat von Oesterreich und seine Gutachten an dessen Majestät seit 1784. Deutschland (d. i. München, Lindauer) 1808. 8°. XXIV, 372 S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz von Schramm. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Seltene Arbeit des Lübecker Politikers N. Paulsen (1742-1818), der sich am Ende seiner Einleitung als „Doktor Paulsen aus Lübeck, hanseatischer Bürger des deutschen Bundes mit Frankreich“ bezeichnet. Paulsen erläutert hier bereits die Verhandlungen mit Österreich, die 1815 zur Gründung des Deutschen Bundes führten. – „Der Deutsche Bund war ein Staatenbund, auf den sich im Jahr 1815 die „souveränen Fürsten und freien Städte Deutschlands“ mit Einschluss des Kaisers von Österreich und der Könige von Preußen, Dänemark (hinsichtlich Holsteins) und der Niederlande (hinsichtlich Luxemburgs) geeinigt hatten. Dieser Bund existierte von 1815 bis 1866 und hatte bereits bundesstaatliche Züge, da sich ein Recht des Deutschen Bundes entwickelte, das die Gliedstaaten band. Dennoch besaß der Deutsche Bund keine Staatsgewalt, sondern nur eine „völkerrechtsvertraglich vermittelte Vereinskompetenz“. Laut Präambel der Bundesakte hatten sich die Fürsten zu einem „beständigen Bund“ vereint; sie sind allerdings als Repräsentanten ihrer Staaten anzusehen. Der Bund hatte zur Aufgabe, die innere und äußere Sicherheit der Gliedstaaten zu gewährleisten. Damit war der Bundeszweck deutlich begrenzter als beim Heiligen Römischen Reich, das im Jahr 1806 aufgelöst worden war. Dieser deutsche Bund scheiterte schließlich an den unterschiedlichen Vorstellungen von Staat und Gesellschaft, vor allem aber am politischen Machtkampf zwischen Preußen und Österreich“ (Wikipedia). – Einband angestaubt und leicht fleckig, vorderes Gelenk unten etwas angeplatzt, Stempel auf dem Vorsatz und Titel, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Deutscher Bund, Österreich, Politik |
140,-- | ![]() |
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| Herminenthal, Rudolph Jakob v. Der Soldatenstand. Wien, Druck und Verlag der typographisch-literatisch-artistischen Anstalt 1862. 8°. [6] Bl., 305, (5) S. Weinroter Maroquin-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Rücken-, Deckel- und Innenkanten, goldgepr. Deckelvignette (Doppeladler) und Goldschnitt.
Erste Ausgabe; sehr selten, wohl nur in kleiner Auflage erschienen. – Sehr dekorativ gebundenes Geschenkexemplar. – Gewidmet Kronprinz Rudolph. Enthält Kapitel u. a. über Gebieten und Befehlen; Exerciren; Verpflegung des Soldaten; Beförderung; Heldenmuth; Fahnen und Standarten; Operationspläne; Kriegsgefangenschaft; Adjutant; General und General-Stab. – Der Autor war k.k. Major im Feldmarschall-Lieutenant Ladislaus Freiherrn Nagy von Also-Szopor Linien-Infanterie-Regimente Nr. 70. – Teils braunfleckig, schönes Exemplar aus der Bibliothek von Rolf Keller mit dessen Exlibris (gestaltet 1929 von Rudolf Oeffinger). Schlagwörter: Austriaca, Einbände, Einbandkunst, Militaria, Militarismus, Österreich |
350,-- | ![]() |
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| Helfert, Joseph. Die Rechte und Verfassung der Akatholiken in dem Österreichischen Kaiserstaate. Nach den k. k. Verordungen zusammen gestellt. Wien, J. G. Ritter v. Mösle sel. Witwe 1827. 8°. XII, 260 S. Orangefarb. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Deckelfiletten.
ADB XI, 688 ff. ÖBL II, 256. – Erste Ausgabe. – J. Helfert (1791-1847), seit 1820 Professor des römischen und canonischen Rechts in Prag, „gehört zu den wenigen Juristen seiner Zeit in Oesterreich, die wirklich wissenschaftlich waren; er hat die Nächstliegenden Quellen selbst studirt, bei dem Bestreben, brauchbare und rentable Bücher zu liefern, den Schwerpunkt stets auf die k. k. österr. Verordnungen in publico-ecclesiasticis gelegt. Die Censurverhältnisse und sein devoter Charakter verboten eine eigentliche Kritik an bestehenden Einrichtungen und Gesetzen; gleichwol merkt man vielfach, daß er mit ihnen nicht harmonirt und ein sehr gemäßigter Josephiner war. … seine Schriften waren für jenen Zeitraum das Beste und Erschöpfendste, was Oesterreich damals auf diesem Gebiete aufzuweisen hatte“ (v. Schulte in ADB). – Stellenweise etwas braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Kirchenrecht, Österreich |
70,-- | ![]() |
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| Fillitz, Hermann (Hrsg.). Geschichte der bildenden Kunst in Österreich. Band VI. 20. Jahrhundert. Herausgegeben von Wieland Schmied. München, London, New York, Prestel (2002). 4°. 653 S., [1] Bl. mit zahlr. teils farb. Abb. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.
Autoren: Peter Assmann, Matthias Boeckl, Monika Faber, Barbara Feller, Peter Gorsen, Gottfried Hattinger, Lorand Hegyi, Gebriele Jutz, Peter Klinger, Walter Koschatzky, Gabriele Reiterer, Wieland Schmied, Angela Völker und Maria Welzig. – Redaktion: Irma Trattner. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Kunstgeschichte, Österreich |
40,-- | ![]() |
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| Weingarten, Johann Jacob v. Extract der verneuerten Königl. Appellations-Instruction mit verschiedenen Annotatis, Kays. und Königl. Remissive allegirten auch etwelich erst new Allergnädigist ergangenen Rescripten. In Marginalibus angezogener Reichs-Hoff-Raths Ordnung, einen vollständigen Register, außgesetzten Taxen, Ferien und observirten Collegij Festis. Schlißlichen gefertiget zum Endt des Monaths Septembris. Sole Justitiae Signum ingresso. Prag, Johann Carl Gerzabek o. J. (1692). 8°. [2] Bl., 79, (25) S. Halbpergamentband des 20. Jahrhunderts mit schwarzgepr. Rückentitel.
Wurzbach, ÖBL LIV, 36 f. VD17 384:712259W. – J. J. v. Weingarten (1629-1707) war seit 1677 erster „Syndicus und zugleich Rath auf der Prager Kleinseite. 1678 erhielt er die Stelle eines deutschen Secretärs bei dem Appellationsgerichte auf dem Prager Schlosse. 1689 ward er zum Titularrathe daselbst ernannt und als solcher vom Kaiser beauftragt, den Codex Ferdinandeo-Leopoldinus auszuarbeiten, der auch 1701 im Druck erschien. 1693 erfolgte seine Einführung als wirklicher Appellationsrath, in welcher Eigenschaft er bis an sein Lebensende wirkte. In seinen letzten Jahren aber befand er sich mit seiner Familie in so mißlichen Vermögensumständen, daß er den Kaiser um ein Gnadengeld ansuchen mußte, welches ihm denn auch gewährt wurde. 1681 erhielt der verdiente Rechtsgelehrte von Kaiser Leopold I. den Adel, und 1683 wurde ihm der Sitz auf der böhmischen Ritterbank angewiesen. Die Zahl seiner Schriften ist so groß, daß sein Biograph Pelzel darüber bemerkt: „Wenn das Verdienst und die Größe eines Gelehrten nach der Menge und Größe der Werke, die er herausgibt, abgemessen werden sollte, so wäre Weingarten einer der größten Gelehrten, die Böhmen hervorgebracht hat“.“ (Wurzbach). – Einband etwas berieben, St.a.T., durchgehend teils stärker gebräunt und braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Austriaca, Jura, Prag, Staatsrecht, Tschechoslowakei |
250,-- | ![]() |
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| Mascarelli, Carlo de. Omaggio e ricordo al nostro Augusto Sovrano Francesco Giuseppe I. Poesie. Zara (Zadar), Selbstverlag 1889. 8°. 38 S. Mit 1 ganzs. Holzstich-Portrait (Büste Kaiser Franz Josef I.). Dunkelroter Orig.-Samteinband mit goldgepr. Deckeltitel, Deckelvergoldung und Goldschnitt in Pappkassette.
Weltweit nur 1 Exemplar in der Österr. Nationalbibliothek nachweisbar. – Privatdruck und Geschenkexemplar für Kaiser Franz Josef mit italienischen Gedichten des Dalmatinischen Adeligen Carlo Mascarelli de Monteverde (1832-?). – Sehr gut erhalten. Schlagwörter: Austriaca, Einbände, Einbandkunst, Lyrik, Österreich, Privatdruck, Wien |
320,-- | ![]() |
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| Gesetzbuch über Verbrechen und schwere Polizey- Uibertretungen. 2 Teile in 1 Band. Wien, Thomas Edler v. Trattner 1803. 8°. [8] Bl., 326 S., [3] Bll.; 216 S., [2] Bl. mit Wappen-Holzschnitt auf dem Titelblatt und 1 gefalt. Tabelle. Pappband der Zeit mit Rückenschild.
Hellbling S. 336. Slg. Mayer 2720. Seemann 4516. Stubenrauch 1387. – Erste Ausgabe. Der erste Teil stammt hauptsächlich von Haan und Zeiller, der zweite wurde von Sonnenfels redigiert. – „Das auf Anordnung Leopolds II. ausgearbeitete neue Strafgesetz wurde 1796 zuerst in Westgalizien und nach Begutachtung durch verschiedene Länderkommissionen sowie Überprüfung durch die Hofkommission mit Patent vom 3. September 1803 in sämtlichen deutschen Erblanden in Kraft gesetzt“ (Hellbling). – Das Werk galt seinerzeit als legislatorische Meisterleistung. – Einband schwach braunfleckig, nur vereinzelt leicht braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Gesetzbuch, Österreich, Strafrecht |
140,-- | ![]() |
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| Gesetzbuch über Verbrechen und schwere Polizey- Uibertretungen. 2 Teile in 1 Band. Graz, Joh(ann) Andreas Kienreich 1804. 8°. [8] Bl., 326 S., [3] Bll.; 216 S., [2] Bl. mit Wappen-Holzschnitt auf dem Titelblatt und 1 gefalt. Tabelle. Pappband der Zeit.
Vgl. Hellbling S. 336. Slg. Mayer 2720. Seemann 4516. Stubenrauch 1387. – Zweite Ausgabe; die erste Ausgabe erschien 1803 bei Trattner in Wien. Der erste Teil stammt hauptsächlich von Haan und Zeiller, der zweite wurde von Sonnenfels redigiert. – „Das auf Anordnung Leopolds II. ausgearbeitete neue Strafgesetz wurde 1796 zuerst in Westgalizien und nach Begutachtung durch verschiedene Länderkommissionen sowie Überprüfung durch die Hofkommission mit Patent vom 3. September 1803 in sämtlichen deutschen Erblanden in Kraft gesetzt“ (Hellbling). – Das Werk galt seinerzeit als legislatorische Meisterleistung. – Einband etwas braunfleckig, vorderes Gelenk angeplatzt, nur vereinzelt leicht braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Gesetzbuch, Österreich, Strafrecht |
80,-- | ![]() |
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| Eyriès, J(ean) B(aptiste) B(enoît). L’ Autriche, ou costumes, moeurs et usages des Autrichiens. Paris, Librairie de Gide Fils o. J. (um 1825). 4° (27 x 17 cm.). [68] S. mit Titelvignette und 24 handkol. lithogr. Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.
Colas 1013. Hiler 300. Quérard III, 50. Nicht bei Lipperheide. – Erste und einzige Ausgabe. – Mit dekorativen Trachten-Darstellungen verschiedenster lokaler österreichischer Provenienz, und vertritt die gesamte ethnographische Breite des austro-ungarischen Reiches (u.a. Ungarn, Kroaten, Russen, Slowaken, Slowenen und polnische Juden). – Leder-Exlibris, die Textseiten teils etwas braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Ethnographie, Ethnologie, Ethnology, Österreich, Trachten, Völkerkunde |
400,-- | ![]() |
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| (Stürmer, Margit). Hundertwasser Kunstbauwerke in Österreich. Photographiert von Gregor Semrad. Wien, H. B. Medienverlag (2004). Quer-4°. 128 S. mit zahlr. farb. Abb. Farbig illustr. OPbd. mit farbig illustr. OU.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Kunst, Österreich |
40,-- | ![]() |
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| Schubert, G(otthilf) H(einrich) v. Wanderbüchlein eines reisenden Gelehrten nach Salzburg, Tirol und der Lombardey. Erlangen, J. J. Palm u. Ernst Enke 1823. Kl.-8°. VIII, 278 S., [1] Bl. Hldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel u. Rückenvergoldung.
Goedeke X, 180, 5. Kosch XVI, 417. – Erste Ausgabe. – Gotthilf Heinrich v. Schubert (1780-1860) verfasste neben philosophischen und naturwissenschaftlichen Arbeiten auch einige Reisebeschreibungen. Hier der Bericht einer 1822 unternommenen Reise von Salzburg über Berchtesgaden, Hallein, das Großglocknergebiet ins Etschtal, nach Bozen, Trient, Rovereto, Verona, Innsbruck und wieder zurück nach Nürnberg. – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Italie, Italien, Italy, Österreich, Reiseberichte, Reisebeschreibungen |
120,-- | ![]() |
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| Chimani, Leopold. Vaterländischer Jugendfreund. Ein Lesebuch für die Jugend,… Erster bis sechster Theil. 6 Bände. Wien, Doll 1814. 8°. Mit 6 gestoch. Ansichten. Pbde. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch.
Goedeke VI, 561, 14. Brunken/Hurrelmann/Pech, HJKL 132. LKJ IV, 116 ff. Wegehaupt I, 416 (nur Teil 4), III, 563 (Teil 2, 2. Aufl.) u. IV, 347 a (Teil 5), 349 (Teil 2) u. 352 (Teil 1). – Erste Ausgaben. Vollständig sehr seltene Reihe; die Bände enthalten neben den Beschreibungen aus den Staaten der Monarchie auch kleine Erzählungen, Fabeln und Rätsel. – I. Belehrende Darstellungen aus dem Vaterlande. – II. Merkwürdigkeiten der Länder und Völker des österreichischen Kaiserstaates. – III. Kurze Schilderungen zur Kenntniß des Vaterlandes. – IV. Unterhaltendes Lesebuch für die Jugend meines Vaterlandes. – V. Gemeinnützige Unterhaltungen für die Jugend des österreichischen Kaiserstaates. – VI. Der Freund des Vaterlandes. Bei den späteren Auflagen wurden alle Titel nochmal geändert. – Mit Ansichten von Wien, Prag, Ofen und Pest, Lemberg, Baden, Stift in Klosterneuburg. – Einbände etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar der vollständig fast nicht auffindbaren Reihe. Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Austria, Austriaca, Geographie, Geography, Österreich |
500,-- | ![]() |
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| Schacht, Th(eodor). Aus und über Ottokar’s von Horneck Reimkronik oder Denkwuerdigkeiten seiner Zeit. Zur Geschichte, Literatur und Anschauung des öffentlichen Lebens der Teutschen im dreizehnten Jahrhundert. Mainz, Kupferberg 1821. 8°. 354 S. Marm. Pbd. d. Zt. mit handschr. Rückenschild.
Goedeke I, 277. – Erste Ausgabe. – Einband etwas berieben, vereinzelt leicht stockfl., gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Literaturgeschichte, Österreich |
50,-- | ![]() |
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