NEUER E-KATALOG: Neueingänge August 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, [https://rarebookweek.berlin] – Polycopies Photobook-Fair, Paris, Bateau Concorde-Atlantique – Port de Solferino, 11.-15. November 2026, [http://www.polycopies.net/] – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) [https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22] (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe – NEW E-CATALOGUE: New arrivals August 2026 – We are exhibiting at: Rare Book Week Berlin. International Fair for Books & Prints, 18–20 September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Polycopies Photobook Fair, Paris, Bateau Concorde-Atlantique – Port de Solferino, 11–15 November 2026, http://www.polycopies.net/ – Joint catalogue with Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POP CULTURE – books, photographs, records and prints. – PHOTOGRAPHY – important photobooks from 1839 to the present day, including numerous signed copies and books containing original photographs (available under ‘Current Catalogues’). – You will also find our listings in the virtual ‘shop window’ of the Association of German Antiquarian Booksellers (VDA) at https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (or via the ‘Links’ section on the VDA website) – postage costs for international orders available on request. – Visit us at our new shop at Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mon–Fri 11am–6pm, Sat 11am–4pm), where you’ll find a rich selection of rare and beautiful books from all subject areas, as well as prints and photographs. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Gesamtbestand

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Beschreibung
Gesamte Buchaufnahme
Preis
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1 Ferry, Gabriel (d. i. Louis Gabriel de Bellemare). Der Waldläufer. Mit Steinzeichnungen von Max Slevogt. (Übersetzt von Julius Hoffmann). Berlin, Propyläen-Verlag (1921). Gr.-4°. 359 S., [2] Bl. mit 1 signierten ganzs. Orig.-Lithographie auf Japanpapier (Frontispiz) und 66 (9 ganzs.) Lithographien Illustr. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rückenschild.

Lang, Impressionismus 209. Rümann, Slevogt 20 a. Söhn 405–471. – Eines von 1200 num. Exemplaren mit der handsignierten Orig.-Lithographie „Reiterkampf“ (Gesamtauflage 1500 Exemplare). – Hergestellt in der Reichsdruckerei, Berlin. – Das bekannteste, erstmalig 1850 veröffentlichte Werk des französischen Schriftstellers Gabriel Ferry (1809-1852) gilt als Klassiker der Abenteuer- und Indianerliteratur. – Rücken leicht angestaubt, Exlibris, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Abenteuer, Bibliophilie, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Indianer, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Signierte Künstler-Graphik

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140,--  Bestellen
01 Tausend und eine Nacht – Ali Baba und die vierzig Räuber. Illustriert von Max Slevogt. 2. Auflage. Berlin, Bruno Cassirer 1921. Gr.-4° (32 x 25 cm.). 44 S., [2] Bl. mit teils ganzseitigen und farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband. (Das Märchenbuch. Eine Folge von Märchenbüchern für Kinder und Erwachsene. 10. Buch).

Deckel etwas angestaubt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Märchenbilderbücher, Tausend und eine Nacht

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50,--  Bestellen
1 (Pestalozzi, Johann Heinrich). Lienhard und Gertrud. Ein Buch für das Volk. Erster Teil (von 4). Berlin und Leipzig, George Jakob Decker 1781. Kl.-8° (17 x 10,5 cm.). [8] Bl., 379 S. mit gestoch. Titelvignette von Daniel Chodowiecki und 1 gefalteten Musik-Beilage. Pappband der Zeit mit handschr. Rückenschild.

Slg. Borst 425. Engelmann, Chodowiecki 381. Goedeke XII, 62,1a. Israel, Pestalozzi I, 43, 7. Rümann 848. VD18 11214422. – Seltene erste Ausgabe des ersten Teils von Pestalozzis Hauptwerk, „einer Art Erziehungsroman“. Der letzte Band (4) erschien erst 1784. – Pestalozzi berichtet über die Entstehung des Werks in einem Brief an Battier: „Ich fing bei der Hütte einer gedrückten Frau und mit dem Bild der größten Zerrüttung des Dorfes an und endete mit seiner Ordnung“ (Israel S. 50). Diese Frau wird Ausgangspunkt und Vorbild für die allgemeine Volkserziehung, also auch für die „Schule des Volkes“, die das den Kindern ersetzen soll, was sie von ihren Eltern nicht bekommen, aber doch so unumgänglich nötig haben. Pestalozzi „hat seine Erziehungsromane auch ‚Volksbücher‘ genannt. Sie sollten breiten Kreisen des Volkes die Grundlagen seines Denkens nahebringen. Er dachte dabei vor allem an bäuerliche Leser und daran, dass die Details der Geschichten mit dem ganzen Reiz auf Kinder wirken könnten. J. H. Campe übernahm Teile aus Lienhard und Gertrud in seine Kinderbibliothek“ (Bertlein in LKJ III, 21). Die Musikbeilage enthält das von Keißer vertonte Gedicht Goethes „Der du von dem Himmel bist“. – Einband stärker berieben, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

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140,--  Bestellen
1 Geroldseck – (Reinhard, Johann Jakob oder Christof Jakob Kremer). Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek wie auch derer Reichsherschaften Hohengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben. Mit CCXIII Urkunden, einigen Kupfern und zweien Registeren. Frankfurt, Leipzig, o. Dr. 1766. 4°. [4] Bl., 175, 472 S. mit 213 Urkunden, 7 gestoch. Wappen und 2 gefalt. Stammtafeln. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher floraler Rückenvergoldung.

ADB IX, 43. Holzmann-Bohatta II, 7032 (nennt als möglichen Verfasser auch Christof Jakob Kremer; vgl. Jöcher-A. III, 857 u. NDB XIII, 6). Lautenschlager 6630. NDB VI, 317. VD18 10528156. – Erste und einzige Ausgabe. – „Das uralte Haus G. (Hohengeroldseck), welches die Kastenvogtei über die Klöster Schuttern und Ettenheimmünster ausübte und 1259 das Augustinerkloster in Lahr gründete, war das mächtigste der Ortenau, sein Gebiet erstreckte sich vom Rhein über den Schwarzwald bis Schwaben“ (A. Kleinschmidt in ADB). – Gelenke und Kanten etwas berieben, hinteres freies Vorsatzblatt fehlt, stellenweise leicht braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Genealogie, Genealogy, Lahr, Schwarzwald

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600,--  Bestellen
1 Wrage, Klaus. Das Wölundlied. Brynhilds Helfahrt. Nach der Übersetzung Felix Genzters. 2 Teile in 1 Band. Berlin, Holle & Co. (1926-1930). Folio (35,5 x 32 cm.). 34 Doppelblatt mit 62 Orig.-Holzschnitten von K. Wrage. Orig.-Halbleinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel (als Blockbuch gebunden). (Edda-Blockbücher, Nordischer Geist, Band 11).

Rodenberg, Nachtrag S. 27. – „… mit welch unendlicher Mühe Wrage an seinem Werk arbeitet …Diese Blockbücher bedeuten eine Abkehr vom Rationalismus und Mechanismus, die unsere Zeit beherrschen, weisen in die Zukunft, die wieder einem gesunden Individualismus huldigen wird“ (Rodenberg). – Deckel etwas fleckig, sonst sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Pressendrucke

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35,--  Bestellen
1 Lavater, J(ohann) C(aspar). Physiognomik. Zur Beförderung der Menschenkenntniss und Menschenliebe. Vervollständigte neue Auflage der verkürzt herausgegebenen Physiognomischen Fragmente. (Im Einverständnisse mit dem Verleger). 4 Bände. Wien, J. P. Sollinger 1829. Gr.-8° (24,5 x 15,5 cm.). Mit zusammen 119 Kupfertafeln und 2 gefalt. lithographierten Tafeln (Handschrift-Faksimiles). Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.

Goedeke IV/1, 263. Graesse IV, 126. Vgl. Bautz IV, 1259 ff. – Dritte, zweite leicht gekürzte Ausgabe, herausgegeben von Johann Michael Armbruster, des berühmten Hauptwerks. Die 119 Kupfertafeln zeigen weit über 600 Gesichts-, Körper- und Tierstudien. – Deckel etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes breitrandiges und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Physiognomie, Physiognomy

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450,--  Bestellen
1 Grisar, Erich. Mit Kamera und Schreibmaschine durch Europa. Berlin, Verlag Der Bücherkreis 1932. Gr.-8°. 135 S. mit 96 Abbildungen auf 48 Duotone-Tafeln in Kupfer-Tiefdruck. Illustr. Halbleinenband (Entwurf: Jan Tschichold).

Heidtmann 16663. Heidting/Jaeger I, 286 ff. Holstein, Buchumschläge 51. – Erste und einzige Ausgabe des sozialkritischen Reiseberichts aus dem kriesengeschüttelten Europa. – „Kurz nach dem Staat ohne Arbeitslosen erschien im Verlag Der Bücherkreis (Berlin) eine Reisereportage vollkommen anderer Natur: Der Dortmunder Arbeiterdichter Erich Grisar zog Mit Kamera und Schreibmaschine durch Europa (1932) und dokumentierte seine Erlebnisse in Texten und 96 Bildern. Hervorstechendes Merkmal des illustrierten Halbleinenbandes ist die Gesamtausstattung durch einen Pionier der Neuen Typografie, Jan Tschichold, der nicht nur die Einrichtung des Textes in einer serifenlosen Antiqua-Schrift besorgte, sondern auch die Einbindung der Bilder mit den Legenden (sogar auf dem Vorderumschlag!). Grisars Blick ist klar auf die Klassengegensätze gerichtet, und so kontrastiert er Fotos eines Heims von Kapitänswitwen mit Arbeiterwohnungen in einem Bahndamm, zeigt Bettler, Zeitungsjungen, Müllsammler und die Frauenarbeit auf Abraumhalden. Grisar verwendet also, in der Sprache des Films ausgedrückt, die Technik der Parallelmontage, und im Gegensatz zum Staat ohne Arbeitslose handelt es sich dabei um eine echte Fotoreportage, nicht um eine Zusammenstellung von Agenturmaterial“ (P. Rössler in Heiting/Jaeger). – Kanten wie meist etwas berieben, schönes Exlibris, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Reportage-Photographie, Sozialismus

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100,--  Bestellen
1 Flaubert, Gustave. Salammbô. Dix compositions par (Victor)-A(rmand) Poirson gravées à l’eau-forte par Louveau-Rouveyre, L. Muller et G. Mercier. Paris, Maison Quantin s. d. (1887). Gr.-4° (29,3 x 21,5 cm.). [3] f., 366 p., [1] f. avec deux suites de 10 gravures hors-textes. Reliure originale en plein maroquin décorée avec de petits lions estampés en doré, des filets sur le couvercle, des bords intérieurs dorés et une tranche dorée.

Monod 4692. Talvart/Place 2. G. Vicaire II, 349. – Première édition illustrée. Édition de luxe sur Japon en grand format, tirée à 50 exemplaires, avec deux suites des 10 gravures hors-textes. Exemplaire personnel de l’illustrateur Armand Poirson avec note manuscripte de l’editeur. – Victor-Armand Poirson (1858-1893) illustrée aussi L’Âne de Lucius (traduction de Paul-Louis Courier) en 1887, La Guerre de Carlo du Monge en 1886, Le Conte de l’archer d’Armand Silvestre en 1883 (aquarelles gravées par Gillot). Il a également travaillé pour les journaux illustrés La Vie moderne, Le Chat noir et Le Journal de la jeunesse. – Dos légèrement décoloré, très bel exemplaire magnifiquement relié.
First illustrated edition. A deluxe edition printed on Japanese paper on large-format, with a print run of 50 copies, including two sets of 10 out-of-text engravings. A personal copy belonging to the illustrator Armand Poirson, with a handwritten note from the publisher. – Victor-Armand Poirson (1858–1893) also illustrated L’Âne de Lucius (translated by Paul-Louis Courier) in 1887, La Guerre by Carlo du Monge in 1886, and Le Conte de l’archer by Armand Silvestre in 1883 (watercolours engraved by Gillot). He also worked for the illustrated journals La Vie moderne, Le Chat noir and Le Journal de la jeunesse. – Spine slightly discoloured, a very fine copy in a beautifully bound edition.

Schlagwörter: Edition de luxe, Einbände, Einbandkunst, Illustrated books, Illustration des livres, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Vorzugsausgaben

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850,--  Bestellen
1 Langlois, (Joseph Adolphe) Ferdinand et Emile Morice (editeurs). L’Historial du Jongleur: Chroniques et Légendes Françaises. Ornées d’initiales, vignettes et fleurons imités des manuscrits originaux. Imprimé par Firmin Didot, Imprimeur du Roi, pour Lami-Denozan, libraire. Paris, Firmin Didot 1829. 8°. CCXXXVII, [1] f. (blanc), 64 p. avec itre imprimé en rouge et noir, 5 miniatures gravées sur métal dans une bordure historiée en pleine page, de nombreuses initiales gravées sur métal, dont deux avec des prolongements, enluminées et colorées à la main. Cartonnage illustré de l’éditeur.

Brunet III, 819. Carteret III, 294. Graesse IV, 99. Vicaire IV, 155. – Rare recueil de récits rédigés dans un style médiéval et s’inspirant de contes populaires français ainsi que de légendes historiques. L’ouvrage est surtout célèbre pour sa mise en page typographique somptueuse, de style néogothique. Il est richement décoré d’initiales, de vignettes et d’ornements imitant l’enluminure médiévale. – Ex-libris héraldique (Carolus Seidl), page de titre avec cachet effacé, bel exemplaire dans sa reliure d’origine rare.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustration des livres, Illustrierte Bücher, Typographie, Typography

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320,--  Bestellen
1 Bizot, (Pierre). Histoire metallique de la republique de Hollande. Nouvelle édition, augmentée de 140 medailles. 3 Bände. Amsterdam, Pierre Mortier 1688 und 1690. 8°. [11] Bl., 160 (recte 220) S.; Titel, S. 161-315, 12 S., [17] Bl.; Titel, 18, 256, 56 S., [2] Bl. mit 3 gestoch. Frontispizen, 1 gestoch. Portrait und 253 Kupferstichen im Text und auf teils gefalteten Tafeln. Kalblederbände der Zeit mit reicher Rückenvergoldung.

Brunet VI, 25154. Graesse I, 433. Lipsius/L. S. 47. – Gegenüber früheren Ausgaben stark erweiterte letzte Ausgabe des wichtigsten numismatischen Werks des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden. Von 1638 bis 1690 erschienen 12 Auflagen. – Mit vielen fein gestochenen und sehr dekorativen Abbildungen von Medaillen und Münzen. – Rückenschilder von Band I und II fehlen, Band III leicht abweichend gebunden. Einbände etwas berieben, nur vereinzelt leicht braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar mit dem meist fehlenden Supplement-Band.
The latest edition of the most important numismatic work of the 17th century in the Netherlands, significantly expanded compared to earlier editions. Twelve editions were published between 1638 and 1690. – With many finely engraved and highly decorative illustrations of medals and coins. – Spine labels of Volumes I and II are missing; Volume III is bound slightly differently. Bindings are slightly rubbed, with only occasional light brown staining; a fine, decoratively bound copy including the supplementary volume, which is usually missing.

Schlagwörter: Handelsgeschichte, Holland, Medals, Money, Niederlande, Numismatics, Numismatik, Wirtschaftsgeschichte

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650,--  Bestellen
1 Instruction über die Einrichtung und Verwendung des Repertier-Gewehres M. 95. Mit Einbeziehung des 1. Nachtrages und sonstiger Neuerungen. Wien, K. K. Hof- und Staatsdruckerei 1899. 8°. 80 S. mit 2 Tabellen und 3 gefaltete farblithographierte Tafeln. Moderner Leinenband mit goldgepr. Rückentitel.

Erste Ausgabe; im selben Jahr erschien eine um 6 S. und 1 Tafel erweiterte 2. Auflage. – „Das Gewehr Mannlicher Modell 1895 ist ein Repetiergewehr mit Geradezugverschluss. Es diente als Ordonnanzgewehr in der Armee Österreich-Ungarns vor und im Ersten Weltkrieg. … Das Gewehr wurde in Österreich von der Firma Steyr Mannlicher und in Ungarn von der Gewehrfabrik Budapest etwa 5,5 Millionen Mal hergestellt. Bis in die 1970er-Jahre hinein fand die Waffe noch Verwendung bei Kämpfen (zuletzt in Afrika). Ursprünglich wurde der M95 als langes Infanteriegewehr für die österreichisch-ungarische Armee entwickelt“ (Wikipedia). – Titelblatt verso mit zeitgenöss. Besitzvermerk und Wappen-Exlibris, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Austriaca, Gewehr, Gewehre, Gewehrschießen, Militaria, Österreich, Schusswaffe, Schusswaffen, Waffen

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240,--  Bestellen
1 Jakob, Ludwig Heinrich v. Academische Freiheit und Disciplin mit besonderer Rücksicht auf die preußischen Universitäten. Leipzig, F. A. Brockhaus 1819. 8°. XII, 116 S., [1] Bl. Typogr. Orig.-Broschur.

ADB XIII, NDB X, 216 f. – Erste Ausgabe der wichtigen Quellenschrift zur Geschichte der deutschen Burschenschaften. – Der bedeutende Philosoph und Staatswissenschaftler L. H. v. Jakob (1759-1827), einer „der bedeutendsten Wegbereiter der Ideen von Adam Smith in Deutschland“, war 1801 bis 1804 Prorektor der Universität Halle. „Als 1806 durch Napoleon die Universität geschlossen wurde, trat J. in russ. Dienste, indem er 1807 einen Ruf als Professor für politische Ökonomie und Staatskunst an die erst 1804 gegründete Univ. Charkow annahm. Doch gestalteten sich die dortigen Universitäts- und Lebensverhältnisse nicht so günstig wie erhofft, so daß J. es vorzog, nach Petersburg überzusiedeln. Er hatte nämlich mit einer durch die Papiergeldinflation angeregten Schrift „Ueber Rußlands Papiergeld und die Mittel dasselbe bey einem unveränderlichen Werthe zu erhalten“ (1809) die Aufmerksamkeit des Zaren erregt und war daraufhin durch den Staatssekretär Speransky zur Ausarbeitung eines Vorschlags zur Verbesserung des Münzwesens herangezogen worden. … Da nach dem Sturz Speranskys (1812) das Reformwerk ins Stocken geriet, nahm J., inzwischen versehen mit dem Titel eines Staatsrates und einer stattlichen Dotation, 1816 einen Ruf zur Rückkehr nach Halle an, diesmal auf den Lehrstuhl der Staatswissenschaften. Bis zu seinem Tode entfaltete er dort eine reiche Lehrtätigkeit, die mit einer Vielzahl literarischer Veröffentlichungen und – in heikler Zeit studentischer Unruhen – erneutem erfolgreichem Wirken als Prorektor verbunden war“ (M.-E. Vopelius in NDB). – Durchgehend etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Burschenschaft, Studentenverbindung, Studentica / Hochschulwesen, Students

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160,--  Bestellen
1 Krull, Germaine. Métal. (Neuausgabe der Ausgabe Paris 1928 als Mappenwerk von Ann und Jürgen Wilde). Köln, Stiftung Fotografie und Kunstwissenschaft Ann und Jürgen Wilde 2003. 4° (31 x 24,5 cm.). [4], [8] Bl. und 64 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Halbleinenmappe in Pappschuber.

Vgl. Bouqueret 16 f. und Parr/Badger I, 95. – Nr. 221 von 1000 num. Exemplaren. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Faksimile, Industrie-Photographie, Neue Sachlichkeit, Nummerierte Bücher

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500,--  Bestellen
1 Moncalvo, Riccardo. Le Pininfarina nella fotografia di Riccardo Moncalvo. 1a mostra itinerante internazionale. Sala Bolaffi, Via Roma N. 116 (Turin), dal 26 ottobre al 10 novembre 68. (Cambiano, Pininfarina S.p.A. 1968). Quer-4° (20,5 x 33,5 cm.). 111 (67 farbige) montierte Orig.-Photographien (12 x 8 bis 13 x 17 cm.). Illustr. Orig.-Halbleinenband mit Metallschrauben-Heftung.

Eines von wenigen Exemplaren. Wohl für Presse-Zwecke hergestelltes Album. Die hervorragenden Aufnahmen zeigen die Ausstellung, legendäre Fahrzeuge aus den 1950er und 1960er Jahren und kunstvolle Detail-Fotos aus der Fahrzeug-Produktion (″Ritmi di Serie“). Mit Fotografien von Prototypen, Sonder-Karosserien und Serien-Fahrzeugen, unter anderen Rolls-Royce Coupé 2 + 2 1951, Cisitalia Berlinetta 1947, Lancia Aurelia PF 200 Cabriolet und Coupé, Alfa Romeo Giulietta Spider 1954, Ferrari 250 GT 1957, Lancia Flavia Coupé 1961, Alfa Romeo Abarth Monoposto sperimentale 1957, Fiat 600 „Y“ Berlinetta aerodinamica 1962, Ferrari 250 Le Mans 1963, „Dino“ Berlinetta 1965, „Dino“ 206 GT 1968, Ferrari 275 GTB und Ferrari 250 Le Mans (mit Enzo Ferrari), Ferrari 250 P5 und Dino Competizione Berlinetta 1967 (mit 18 Detail-Aufnahmen). – Das italienische Designstudio Pininfarina „wurde 1930 als Carrozzeria Pinin Farina von Battista „Pinin“ Farina (1893–1966) gegründet. … Pininfarinas Designer entwarfen zahlreiche Fahrzeuge der Marken Alfa Romeo, Ferrari, Fiat, Jaguar, Lancia, Maserati und Peugeot. Nach Battistas Tod führten sein Sohn Sergio (1926–2012) und sein Enkel Andrea (1957–2008) die Firma weiter.“ (Wikipedia). – R. Moncalvo (1915-2008) „wurde 1915 in Turin geboren und begann 1928, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten: Carlo Emilio Moncalvo war seit 1925 Inhaber des Fotostudios „Fotografia Artistica e Industriale“ (Künstlerische und Industrielle Fotografie). Seit 1930 war Riccardo Mitglied des Fotovereins Subalpina. Zwischen den beiden Weltkriegen wurden einige seiner Bilder in den Jahrbüchern „Luci ed Ombre“ (Lichter und Schatten) veröffentlicht, die zu den wegweisenden Werken der fortschrittlichsten fotografischen Forschung in Italien zählten. In seinen Bildern zeigt Moncalvo eine neue Vision, deren Ausdruck romantisch ist, aber auf die wesentliche Geometrie der Zeichen abzielt. Er ist einer der ersten Fotografen in Italien, der professionelle Farbdrucke in einem fotografischen Umfeld anfertigte. Seine Zusammenarbeit mit dem Architekten Carlo Mollino war von langer Dauer. Er nahm erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben auf der ganzen Welt teil: Von 1956 bis 1968 war er in der FIAF-Rangliste vertreten und erhielt 1957 die EFIAP-Auszeichnung. 1988 ernannte ihn die FIAF zum Meister der italienischen Fotografie. Über sein Schaffen sind zahlreiche Bücher erschienen, von denen viele Monografien sind“ (riccardomoncalvo(dot)com übersetzt aus dem Italienischen). – Kanten und Gelenke etwas berieben, sonst sehr gut erhalten.
One of only a few copies. An album likely produced for press purposes. The superb photographs depict the exhibition, legendary vehicles from the 1950s and 1960s, and artistic close-ups from vehicle production (“Ritmi di Serie”). Featuring photographs of prototypes, special-edition bodies and production vehicles, including the 1951 Rolls-Royce Coupé 2 + 2, the 1947 Cisitalia Berlinetta, the 1950s and 1960s, including the 1951 Rolls-Royce Coupé 2 + 2, the 1947 Cisitalia Berlinetta, Ferrari 250 Le Mans 1963, ‘Dino’ Berlinetta 1965, ‘Dino’ 206 GT 1968, Ferrari 275 GTB and Ferrari 250 Le Mans (with Enzo Ferrari), Ferrari 250 P5 and Dino Competizione Berlinetta 1967 (with 18 detailed photographs). – The Italian design studio Pininfarina „was founded in 1930 as Carrozzeria Pinin Farina by Battista ‘Pinin’ Farina (1893–1966). … Pininfarina’s designers created numerous vehicles for the brands Alfa Romeo, Ferrari, Fiat, Jaguar, Lancia, Maserati and Peugeot. After Battista’s death, his son Sergio (1926–2012) and his grandson Andrea (1957–2008) continued to run the company.” (Wikipedia). – R. Moncalvo (1915-2006). „Born in Turin in 1915 he started to take pictures in 1928 following his father’s footsteps: Carlo Emilio Moncalvo has been the owner of the photography studio „Fotografia Artistica e Industriale“ (Artistic and Industrial Photography) since 1925. Since 1930 Riccardo he has been a partner of the Subalpina Photography Society . Between the two World Wars some of his pictures were published on the „Luci ed Ombre“ (Lights and Shadows) annual reports, which were one of the reference points of the most advanced photography research in Italy. In his pictures Moncalvo shows a new vision, whose expression is romantic but aims at the essential geometry of the signs. He is one of the first photographers in Italy to do professional color printings in a photography environment. His cooperation with the architect Carlo Mollino has been one of long duration. He successfully took part in various competitions all over the world: He had his place in the FIAF classification from 1956 till 1968 and he got the EFIAP award in 1957. In 1988 FIAF nominated him Master of Italian Photography. There are many books published on his career and many of them are monographs.“ (riccardomoncalvo(dot)com). – The edges and joints are slightly worn, but otherwise in very good condition.

Schlagwörter: Automobil, Automobildesign, Automobiles, Design, Industrial, Italien, Original-Photographie

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2.800,--  Bestellen
1 Moeller, Johann. Similitudines Physico-Theologicae: Das ist: Mancherley schöne nützliche und Geistliche Gleichnüsse. Darinn Natürliche Dinge … auff Geistliche Sachen, Die Häuptstücke deß wahren Christenthumbs … appliciret und zusammen verglichen werden. Franckfurt, Lübeck, August Johann Becker 1665. Gr.-8° (21 x 16 cm.). [6] Bl., 392 S., [31] (statt41) Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz. Pergamentband der Zeit.

VD17 3:604337B. – Dritte Ausgabe des zuerst 1652 erschienen Werks. – Moeller war „Prediger der christlichen Gemeine Augspurgischer Confession zu Dirschau in Preussen“. – Einband stärker fleckig und am Kapital leicht beschädigt, Titelblatt fleckig und mit zeitgenöss. Besitzvermerk, durchgehend teils stärker gebräunt, stellenweise Wurmspuren, am Schluß fehlen 10 Blatt vom III. Register.

Schlagwörter: Theologie

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180,--  Bestellen
1 Karl V. – Terlinden, Charles. Carolus Quintus. Charles Quint empereur des deux mondes. Brügge, Brüssel, Desclée de Brouwer (1965). Folio (35 x 26 cm.). 267 S. mit 157 teils farbigen und montierten Abbildungen und Karten sowie farbig illustr. Beilagen-Heft. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Rückentitel und Deckelvignette in Pappschuber. (Bibliothèque européenne).

Aufwendig ausgestattete Monographie über Kaiser Karl V. (1500-1558). – Der belgische Historiker Charles Terlinden (1878-1972) war von 1918 bis 1948 Professor für Neuere und Zeitgeschichte an der Katholischen Universität Löwen und seit 1955 Präsident des Belgischen Historischen Instituts in Rom. – Sehr schönes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches

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50,--  Bestellen
1 Wangermée, Robert. Die flämische Musik in der Gesellschaft des 15. und 16. Jahrhunderts. (Aus dem Französischen übertragen von Elisabeth und Harald Heckmann). Brüssel, Kunstverlag Arcade (1965). Gr.-4° (32 x 27 cm.). 371 S., [2] Bl. mit zahlr. teils montierten und farbigen Abbildungen und 2 Schallplatten (33 UpM) mit „Schallplattenbeschreibung“ (4 S.). Orig.-Halbpergamentband und Halbpergament-Mappe in Pappschuber.

Schuber mit leichten Gebrauchsspuren, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Belgien, Schallplatten

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100,--  Bestellen
1 Brancusi – Jianu, Ionel. Brancusi. Préface de Jean Cassou. Deuxième edition, revue et mise à jour. Paris, Arted (1963). 4°. 223 S., [1] Bl. mit 105 Abbildungen. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag. (Collection les grands sculpteurs).

Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Bildhauerei, Skulpturen

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50,--  Bestellen
1 May, Karl. Karl Mays Wild-West- & Amerika-Romane. Leipziger Ausgabe, Erzählungen getreu nach den Erstausgaben herausgegeben von Fritz van Eycken. 4 Bände. Leipzig, Haffmans Verlag bei Zweitausendeins (2015). 8°. Orig.-Leinenbände mit illustr. Bauch-Binden in farbig illustr. Pappschuber.

I-III. Winnetou der rote Gentleman, Reiseerzählungen. Leipziger Ausgabe getreu nach der Erstausgabe. IV. Der Schatz im Silbersee. Erzählung. – Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Abenteuer

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20,--  Bestellen
01 Duisberg, F. B. (Schriftleiter). Die Reklame. Zeitschrift des Verbandes Deutscher Reklamefachleute. Fachblatt für das gesamte Werbewesen. 17. Jahrgang. (Erstes Halbjahr), Januar-Juni 1924. 7 Hefte in 1 Band. Berlin, Francken & Lang 1924. 4°. 319, (1) S. mit zahlreichen Abbildungen und teils montierten Beilagen. Orig.-Leinenband (Orig.-Vorderdeckel von Heft 1 und 4 beigebunden).

Mit den Sonderheften „Dresden“ (März) und „Rheinland und Westfalen“ (April). Unter den Künstlern H. Wüst, F. Lehmann, H. Ruland, R. Lange, L. Zabel, L. Hohlwein, A. Fuss, Kirchbach, F. Schaaf, O. Anton u. v. a. – Einband etwas berieben und angestaubt, Gelenke teils angeplatzt, 1 Beilage (S. 136) fehlt, stellenweise im unteren Blattrand mit leichten Feuchtigkeitsspuren, insgesamt noch gut erhalten.

Schlagwörter: Gebrauchsgraphik, Plakat, Plakatkunst, Plakatliteratur, Reklame, Werbung, Zeitschriften

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350,--  Bestellen
1 Burkhard, Balthasar und Markus Jakob. „Klick!“ sagte die Kamera. Baden, Lars Müller (1997). Quer-4° (24 x 35 cm.). 21 Duotone-Tafeln auf dünnem Karton mit rückseitigem Text von M. Jakob. Illustr. Orig.-Pappband mit Metall-Ringheftung.

Schweizer Fotobücher 454 ff. – Erste Ausgabe. – „Zwanzig Tiere treffen sich zum Schönheitswettbewerb beim Fotografen. Auf Balthasar Burkhards Porträts sind alle Tiere gleichermassen schön. Die Protagonistin der Geschichte ist eine scheue Eselin, die dem fröhlichen Treiben zusieht. Liebevoll und mit viel Humor beschreibt Markus Jakob das illustre Stelldichein“ (Lars Müller). – B. Burkhard, Lehrling von Kurt Blum in Bern, „arbeitete zunächst als Dokumentarfotograf der Kunsthalle Bern, bevor er im Jahr 1969 seine Künstlerlaufbahn begann. Seine Arbeiten wurden vor allem im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunst ausgestellt, in der Fotografieszene tauchte sein Name nur selten auf. Dabei brachte er durchaus seine Fähigkeit als klassischer Fotograf zur Geltung – mit Werken in Schwarzweiss und im Grossformat. Das Buch „Klick!, sagte die Kamera“ kann denn auch als eine Hommage an die Geschichte der Fotografie gedeutet werden. Burkhard ist in die Rolle eines Studiofotografen geschlüpft. Indem er die Zirkustiere vor einem Laken posieren lässt, schliesst er alles Exotische aus. Bei seinen Bildern denkt man an Porträts des 19. Jahrhunderts, als Fotografen ihr Studio auf den Jahrmärkten aufbauten. Die serielle Vorgehensweise verweist aber auch auf eine wegweisende Arbeit des 20. Jahrhunderts, die Urformen der Kunst von Karl Blossfeldt. Das 1928 erschienene Fotobuch führte ein, was später zu einem Merkmal der deutschen Fotografie werden sollte: die Beschäftigung mit „Typologien“. Die seriellen Aufnahmen erlaubten es, die individuellen Merkmale einer Kategorie herauszuarbeiten. August Sander ging bei seiner Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Typen ähnlich vor. Ein spätes Echo auf diese Arbeiten der 1920er-Jahre. Mit seinem Ansatz beugt er, genau wie die Fotografen der Neuen Sachlichkeit, jedwedem subjektiven Ausdruck vor. Diese stringente und ungekünstelte Vorgehensweise findet sich auch bei anderen Künstlern seiner Generation wieder, so etwa bei Bernd und Hilla Becher. Das Subjekt, das seinem Kontext enthoben ist, wird zum Motiv“ (N. Herschdorfer in Schweizer Fotobücher S. 457). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Schweizer Kinderbücher

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60,--  Bestellen
01 Zwart, Piet. Het boek van PTT. Dit boekje werd in opdracht van en in samenwerking met het Hoofdbestuur der Posterijen, Telegrafie en Telefonie, samengesteld door Piet Zwart. Leiden, Nederlandische Rotogravure Mij. 1938. 4° (25 x 18 cm.). 49 S. mit farbigen Illustrationen und Foto-Montagen. Farbig illustr. Orig.-Broschurumschlag.

Brentjens, Piet Zwart, (2008), 235 ff. Le Guen, Cent cinquante ans de photolittérature pour les enfants 66 f. Purvis/De Jong, Nederlands grafisch ontwerp van de negentiende eeuw tot nu, 121 ff. Nicht bei Heiting, Dutch Photo Publications 1918-1980. – Erste Ausgabe des interessanten Foto-Bilderbuchs des berühmten niederländischen Architekten, Typografen, Designer und Fotografen Piet Zwart (1885-1977). – „Lire un manuel sur le fonctionnement des postes, télécommunications et télégrammes hollandais n’a certainement rien de très attrayant pour un enfant, à moins que son auteur ne le transforme livre-spectacle, comme dans cet Het Boek van PTT, paru en 1938. Tout est dans le visuel, dans la construction architecturale d’une double page, qui dans un même espace rassemble texte et reproductions de cartes, photographies d’objets, de personnes faisant la queue au bureau de poste, de personnages en carton – qui ne sont pas sans rappeler ceux que Varvara Stepanova réalise pour Rodtchenko –, de photomontages… Le tout accompagné de multiples couleurs, d’une typographie variée et variable dans sa taille et perturbée par l’irruption de mots manuscrits! L’humour ne manque pas, avec ce monstre enfermé dans un paquet, pas plus que l’irrationnel, avec ces paysages imaginaires parcourus par un postier qui semble emporté par la vitesse. Aux commandes de cet ouvrage, Piet Zwart, architecte, typographe, designer hollandais, proche du mouvement De Stijl et de la revue du même nom, en contact avec Lissitzky, Rodchenko, Doesburg, Schwitters et les membres du Bauhaus. Il semble réaliser avec ce livre une compilation de toutes les avant-gardes des années 1930“ (L. de Guen). – Umschlag etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten.
First edition of the fascinating illustrated book by the renowned Dutch architect, typographer, designer and photographer Piet Zwart (1885–1977). – „Reading a manual on how the Dutch postal, telecommunications and telegraph services work is certainly not very appealing to a child, unless the author turns it into a visual spectacle, as in this *Het Boek van PTT*, published in 1938. It’s all about the visuals, the architectural layout of a double-page spread, which brings together within the same space text and reproductions of maps, photographs of objects, people queuing at the post office, cardboard cut-outs – reminiscent of those created by Varvara Stepanova for Rodchenko – and photomontages… All accompanied by a riot of colours, varied typography of fluctuating sizes, and disrupted by the sudden appearance of handwritten words! There is no shortage of humour, with this monster enclosed in a parcel, nor of the irrational, with these imaginary landscapes traversed by a postman who seems carried away by speed. At the helm of this work is Piet Zwart, a Dutch architect, typographer and designer, closely associated with the De Stijl movement and the magazine of the same name, and in contact with Lissitzky, Rodchenko, Doesburg, Schwitters and the members of the Bauhaus. With this book, he seems to have produced a compilation of all the avant-garde movements of the 1930s“ (L. de Guen). – Cover slightly dusty and slightly stained, otherwise in very good condition.

Schlagwörter: Avantgarde, Fotomontage, Niederl. Kinderbücher, Niederlande, Photo montage, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Post

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1.400,--  Bestellen
1 Walser, Robert. Prosastücke. Zürich, Rascher & Cie. 1917. 8°. 50 S., [3] Bl. Illustr. Orig.-Leinenband (Illustration: Karl Walser). (Schriften für Schweizer Art und Kunst, Band 55).

Badorrek-Hoguth B 88. W.-G.² 9. – Erste separate Ausgabe und das erste in der Schweiz verlegte Buch des Schriftstellers. Auf dem Vorderdeckel ist „1916“ angegeben. Eines von 2000 Exemplaren. – Sammlung bis dahin ungedruckter Prosa mit den Erzählungen: Das Seestück; Die italienische Novelle; Koffermann und Zimmermann; Der Flinke und der Faule; Der Maskenball; Die Verlassene; Die Mörderin; Die Brüder; Schüler und Lehrer; Sohn und Mutter; Die böse Frau; Berta; Die Wurst; Der Junggeselle; Zahnschmerzen; Der andere Junggeselle; Schwendimann und Ich habe nichts. – „Der Verlag brachte den Band sowohl broschiert mit Reihentitel als auch gebunden (Leinen und Pappband) heraus. Ausserdem wurden Druckbögen in das ‚Schweizer Novellen und Skizzenbuch‘ intergriert, das 1917 als vierte Folge von ‚Raschers Jahrbuch für Schweizer Art und Kunst‘ erschien“ (Echte, Robert Walser. Sein Leben und Werk, 2006, Nr. 564). – Einband etwas angestaubt, Name auf dem Vorsatz, gutes Exemplar der sehr seltenen gebundenen Ausgabe.

Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus

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240,--  Bestellen
1 Cyon, Élie de. Dieu et science. Essais de psychologie des sciences. Avec deux planches hors texte et le portrait de l’auteur par J.-C. Chaplain. Deuxième édition, revue et augmentée. Paris, Félix Alcan 1912. Gr.-8°. XIII, 487 S.; [1] Bl. mit Portrait und 2 Tafeln. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. (Bibliothèque de philosophie contemporaine).

Hirsch-Hübotter II, 162 und Supplement 208. Pagel Sp. 363 f. – Zweite, wesentlich erweiterte Ausgabe des letzten Werks des berühmten russisch-französischen Mediziners und Psychologen E. v. Cyon (1843-1912). – Cyon „studierte Medizin in Warschau, Kiew und Berlin. 1866 war er in Leipzig Assistent von Carl Ludwig, mit dem er die dämpfende Wirkung des Nervus vagus auf das Herz beschrieb. Auch mit Ernst Wilhelm von Brücke in Wien arbeitete er zusammen. 1867 wurde er, als Nachfolger von Iwan Michailowitsch Setschenow, an der Universität Sankt Petersburg auf den Lehrstuhl für Anatomie und Physiologie berufen. Zu seinen Schülern zählte Iwan Petrowitsch Pawlow. Zar Alexander II. schlug ihn zum Ritter und ernannte ihn zum Staatsrat. 1872 wurde er Mitglied der Petersburger medizinischen Akademie. In dieser Zeit gewann der Russische Nihilismus in Petersburg die Oberhand und es kam zu Studentenunruhen, in deren Folge er seine Lehrtätigkeit aufgab. 1875 emigrierte er nach Frankreich, wo er seine Forschung in Zusammenarbeit mit Claude Bernard (1813-1881) fortsetzte“ (Wikipedia). – Zeitgenöss. Widmung auf dem Vorsatz, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.
Second, substantially expanded edition of the philosophical magnum opus by the renowned Russian-French physician and psychologist E. v. Cyon (1843–1912). – Cyon „studied medicine in Warsaw, Kiev and Berlin. In 1866, he was an assistant to Carl Ludwig in Leipzig, with whom he described the inhibitory effect of the vagus nerve on the heart. He also collaborated with Ernst Wilhelm von Brücke in Vienna. In 1867, he was appointed to the Chair of Anatomy and Physiology at the University of Saint Petersburg as the successor to Ivan Mikhailovich Sechenov. Among his students was Ivan Petrovich Pavlov. Tsar Alexander II knighted him and appointed him a State Councillor. In 1872, he became a member of the St Petersburg Medical Academy. During this period, Russian nihilism gained the upper hand in St Petersburg and student unrest broke out, as a result of which he gave up his teaching post. In 1875, he emigrated to France, where he continued his research in collaboration with Claude Bernard“ (Wikipedia). – Contemporary dedication on the flyleaf, a beautiful, decoratively bound copy.

Schlagwörter: Philosophie, Philosophy, Psychologie, Psychology

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240,--  Bestellen
01 Picasso – Jacob, Max. Chronique des temps héroiques. Illustré par (Pablo) Picasso. Paris, Luis Broder (1956). 4° (25,5 x 19,5 cm.). 126 S., [4] Bl. mit 2 Orig.-Lithographien (Umschlag und Frontispiz) und 3 Orig.-Radierungen von P. Picasso sowie 24 Orig.-Holzschnitten von Georges Aubert nach Zeichnungen von P. Picasso; außerdem Prospekt des Verlegers (4 S.). Lose Bogen in Orig.-Umschlag und Papp-Decke in farblithogr. Papp-Schuber. (Écrits et gravures, 2).

Katalog Basel 1996, Nr. 78. Bloch 743-745 und 802-804, Bloch, Bücher 71. Cramer 78. Hordoisch S. 72. Monod 6297. – Nr. 147 von 150 numerierten Exemplaren auf Vergé de Montval, im Druckvermerk von P. Picasso signiert. – „Max Jacob erzählt von den Futuristen, den Surrealisten, von seinen Freunden Apollinaire und Picasso und natürlich auch von Paul Guillaume, als Sammler afrikanischer Kunst. Picasso machte für dieses Buch zu Ehren seines früh verstorbenen Freundes am 7. September 1956 drei Kaltnadelarbeiten: Max Jacob beim Schreiben, in Rückenansicht und im Profil . Ein am 23. September in Vallauris entstandenes lithographisches Portrait diente als Frontispiz … Das Buch ist außerdem mit 24 Holzschnitten von Georges Aubert nach Picasso-Zeichnungen illustriert“ (Kat. Basel 1996). – Pappschuber am Fuß mit kleiner Druckstelle und geringfügig angestaubt, sehr gutes sauberes Exemplar.
No. 147 of 150 numbered copies on Vergé de Montval paper, signed by P. Picasso in the colophon. – „Max Jacob talks about the Futurists, the Surrealists, his friends Apollinaire and Picasso, and of course Paul Guillaume, the collector of African art. Picasso created three drypoint engravings for this book in honour of his friend, who died young, on 7 September 1956: Max Jacob writing, seen from behind and in profile. A lithographic portrait created on 23 September in Vallauris served as the frontispiece … The book is also illustrated with 24 woodcuts by Georges Aubert based on Picasso’s drawings” (Cat. Basel 1996). – Cardboard slipcase with a small pressure mark at the base and slightly dusty, a very good, clean copy.

Schlagwörter: Autobiographie, Illustrated books, Illustration des livres, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher

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3.800,--  Bestellen
1 San Lazzarro, G. di (Ed.). XXe Siècle. Nouvelle série, XXXe année, No 30. Juin 1968. Panorama 68. Paris 1968. 4°. 152, (6) S. mit zahlreichen (16 farbigen) Abbildungen und 2 Orig.-Farblithographien von Marino Marini und Maurice Estève. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Textes de G. Marchiori, Bernard Dorival, Pierre Courthion, Dora Vallier, Dore Ashton, Jean Dypréau, Jacques Dupin, René Massat, Marino Marini, Eugène Ionesco, M. Fagiolo, Zoran Krzisnok. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Original-Graphik, Zeitschriften

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200,--  Bestellen
1 Gottfried, Johann Ludwig. Historische Chronick, oder Beschreibung der merckwürdigsten Geschichte, so sich von Anfang der Welt, bis auf das Jahr Christi 1619 zugetragen… Nach Ordnung der IV. Monarchien, mit beygefügter Jahr-Rechnung, in VIII. Theilen verfasset; auch mit 156 kleinen Portraits und 328 Merianischen Kupfer-Stichen gezieret. Nunmehro in vielen Stücken verbessert, und so wohl mit richtigen Marginalien, als einem neu-verfertigten vollständigen Register versehen. Erster Theil (von 3). 8 Teile in 1 Band. Frankfurt a. M., Philipp Heinrich Hutter 1743. Folio (35,5 x 21,5 cm.). [4] Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz, 31 gestoch. Tafeln mit zus. 372 Portraits, [6] Bl., 1184 S., [71] Bl. mit 328 Kupferstichen im Text von Matthäus Merian. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild (in Englisch und goldgepr. Jahresangabe).

Wüthrich III, 80. Vgl. Dahlmann-Waitz 278/50. Ebert 8722. Graesse III, 122. Lipperheide Ci 14 (Ausg. von 1674). (Alle frühere Ausgaben). – Achte und letzte deutsche Ausgabe der reich illustrierten, zuerst 1629-1630 erschienenen Weltchronik. Die Bände II und III erschienen 1745 und 1759 mit dem Titel „Fortgesetzte Historische Chronick…“ – „Obwohl die späteste Ausgabe, ist sie doch wegen der verbesserten Register und Texte die brauchbarste“ (Wüthrich). – Unter den Textkupfern viele von historischem Quellenwert, wie z. B. das des Prager Fenstersturzes, die Ansicht einer Druckwerkstatt, die faustähnliche Darstellung eines Gelehrten mit Höllenhund etc. – Der Theologe, Übersetzer, Autor, Herausgeber und Korrektor Johann Ludwig Gottfried (1584-1633) kam durch seine lateinische Nacherzählung von Ovids Metamorphosen in Oppenheim in Beziehung zum Verlagshaus de Bry und wirkte dort u. a. als Mitarbeiter von Matthaeus Merian dem Älteren. – Der Verleger Hutter kam in den Besitz vieler Kupferplatten des Hauses Merian, das in den Jahren um 1740 seine Tätigkeit einstellte. Zuerst veröffentlichte Hutter 1743 die Gottfried’sche Chronik neu mit der Bezeichnung ‚Erster Teil‘. Viele der Kupfer stammen aus Merians „Theatrum Europaeum“. – Einband berieben und am Kapital geringfügig eingerissen, ohne den Titelkupfer, Drucktitel alt aufgezogen und fleckig, einige meist restaurierte Randläsuren, stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes, bis auf das Frontispiz vollständiges Exemplar.
The eighth and final German edition of the richly illustrated *Weltchronik*, first published in 1629–1630. Volumes II and III were published in 1745 and 1759 under the title *Fortgesetzte Historische Chronick…* – “Although this is the latest edition, it is nevertheless the most useful due to the improved indexes and texts” (Wüthrich). – Among the text plates are many of historical documentary value, such as the one depicting the Defenestration of Prague, a view of a printing workshop, and the Faust-like depiction of a scholar with a hellhound, etc. – The theologian, translator, author, editor and proofreader Johann Ludwig Gottfried (1584–1633) came into contact with the de Bry publishing house in Oppenheim through his Latin retelling of Ovid’s *Metamorphoses* and worked there, amongst other things, as an assistant to Matthaeus Merian the Elder. – The publisher Hutter came into possession of many copper plates from the Merian firm, which ceased operations around 1740. Hutter first republished Gottfried’s chronicle in 1743 under the title ‘First Part’. Many of the copper plates originate from Merian’s *Theatrum Europaeum*. – The binding is scuffed and slightly torn at the head, without the title copperplate; the printed title page is old and mounted, and is stained; there are some marginal discolorations, mostly restored; there are some brown spots in places; otherwise a very well-preserved copy, complete except for the frontispiece.

Schlagwörter: Weltgeschichte

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1.000,--  Bestellen
1 Bacon – Alley, Ronald. Francis Bacon. Catalogue Raisonne and documentation by Ronald Alley. Introduction by John Rothenstein. London, Thames & Hudson (1964). 4°. 292 S. mit 287 (27 farbigen und montierten) Tafeln. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag und Japanpapier-Schutzumschlag.

Sehr gutes Exemplar. – Fine copy with very good dust jacket and halftransparent paper dust wrapper.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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350,--  Bestellen
1 Zweig, Arnold. Das Beil von Wandsbek. Roman 1938 – 1943. Stockholm, Neuer Verlag (1947). 8°. 682 S., [3] Bl. Orig.-Leinenband mit 2 goldgepr. Rückenschildern.

Sternfeld/Tiedemann 568. W.-G.² 59. – Erste deutsche Ausgabe. Neubearbeitung der hebräischen Originalausgabe von 1943. – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Exil, Exilliteratur, Nationalsozialismus

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40,--  Bestellen
1 Aalto – Fleig, Karl (Hrsg.). Alvar Aalto. (Vorwort Hans Girsberger, Einleitung Göran Schildt). Zürich, Editions Girsberger und Stuttgart, Karl Krämer o. J. (1963). Quer-Gr.-8° (23,5 x 28,3 cm.). 271 S. mit zahlr. Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.

Erste Ausgabe des ersten Werkverzeichnisses. – Texte in Deutsch, Französisch und Englisch. – Der meist fehlende Schutzumschlag mit kleinem Randeinriss am Vorderdeckel, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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80,--  Bestellen
1 Breuer – Jones, Cranston (Légendes et introduction). Marcel Breuer. Réalisations et projets 1921-1962. (Traduction en francais par Janine Flitz). Paris, Èditions Vincent, Fréal & Cie. (1963). Quer-4° (22,5 x 28 cm.). [264] S. mit zahlr., teils farbigen Abbildungen und Grundrissen. Orig.-Leinenband mit illustr. Schutzumschlag.

Erste französische Ausgabe; die amerikanische Orig.-Ausgabe erschien gleichzeitig mit der deutschen Ausgabe 1962. – Schutzumschlag mit kleinem Randeinriss am Vorderdeckel, sonst gut erhalten.
Première édition française; l’édition originale américaine est parue en même temps que l’édition allemande en 1962. – La jaquette présente une petite déchirure sur le bord de la couverture avant, mais est par ailleurs en bon état.

Schlagwörter: Bauhaus, Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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120,--  Bestellen
1 Popova – Sarabianov (Sarab’janov), Dmitrij V(adimirovic) and Natalia L. Adaskina. (Liubov Sergeevna) Popova. Translated from the Russian by Marian Schwartz. New York, Harry N. Abrams (1990). Gr.-4° (32 x 27 cm.). 396 S. mit 133 Farbtafeln und 300 Abbildungen. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Erste englische Ausgabe. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Avantgarde, Constructivism (Art), Konstruktivismus, Russian Avantgarde

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60,--  Bestellen
1 Guillaumin – Serret, Georges et Dominique Fabiani. Armand Guillaumin 1841 – 1927. Catalogue raisonné de l’oeuvre peint. Précédé de Armand Guillaumin dans son temps par Raymond Schmit. Paris, Editions Mayer (1971). 4°. 569 S., [1] Bl. mit 847 teils farbige und montierte Abbildungen. Orig.-Kunstledereinband mit goldgepr. Rückentitel und farbigem Deckelbild.

Maßgebliches Werkverzeichnis mit Abbildungen aller Gemälde Guillaumins. – Sehr gutes Exemplar.
Catalogue raisonné faisant autorité, avec des reproductions de toutes les peintures de Guillaumin. – Très bel exemplaire.

Schlagwörter: Catalogue raisonné, Catalogues raisonnés, Impressionism, Impressionismus, Werkverzeichnis, Werkverzeichnisse

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500,--  Bestellen
1 Lawrence, D(avid) H(erbert). Lady Chatterley’s Lover. Hamburg, Paris, Bologna, The Odyssey Press (1933). 8°. 359, (3) S. Orig.-Kartonumschlag. (The Albatross modern continental Library, 56).

Seltene Taschenbuch-Ausgabe der dritten Fassung des berühmten erotischen Romans; herausgegeben und mit einem offenen Brief von Frida Lawrence vom 26. Januar 1933. – „Not to be Introduced into the British Empire or the U.S.A“. – „L. begann seinen letzten Roman im Okt. 1926 in Italien. Ende Februar des folgenden Jahres lag die erste Fassung vor (die unter dem Titel „The First Lady Chatterley“ erstmals veröffentlicht wurde), eine verhältnismäßig kurze Skizze mit starken politischen Akzenten, die L. noch im Sommer desselben Jahres umarbeitete. In einer erneuten Revision 1927 bis Jan. 1928) bemühte sich der Autor um größere Plausibilität der Handlung. In allen Barbeitungen fällt die zunehmende Offenheit in der Darstellung der Liebesszenen auf. 1928 erschien die dritte und endgültige Version als Privatdruck in Florenz. Von ihm nicht autorisierte Nachdrucke veranlaßten L., 1929 in Paris eine Volksausgabe herauszugeben“ (KLL). – „In “Accumulated Mail” (1925) Lawrence wrote that “it’s no fun, writing unpopular books” (RDP 239). But generally he was keen to see his books sold. When Lady Chatterley’s Lover (1928) was widely pirated he sought to beat the pirates at their own game by arranging for the so-called “Paris Popular Edition” of Lady Chatterley’s Lover to be published there in 1929 with an initial print run of 3000 copies. It was quickly followed by second and third printings of the same quantity. Lawrence’s wish is confirmed by Frieda Lawrence in her “open letter” prefixed to the Odyssey Press edition of the book published in 1933, where she stated that Lawrence “wanted to reach the people he voiced and from whom he came”. This paper will explore the intended audience of the Florence first edition, bearing in mind the print run of only 1000 copies. It will then look at Lawrence’s view of the piracies, with some illustrations of those, and then consider whether the Paris Popular Edition marked a rethink by Lawrence of who the intended audience was or whether it was a natural progression from the Florence first edition. Finally, comparisons will be made with other editions of Lawrence’s books that were considered to be “popular’’ editions“ (J. Long, D.H. Lawrence, Lady Chatterley’s Lover and “Popular” Editions, Études Lawrenciennes [Online] 54, 2022). – Rücken etwas aufgehellt, sehr gutes Exemplar.
A rare paperback edition of the third version of the famous erotic novel; edited and featuring an open letter from Frida Lawrence dated 26 January 1933. – The spine is slightly faded; a very good copy.

Schlagwörter: Erotica

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100,--  Bestellen
1 Hoffmann, E(rnst) T(heodor) A(madeus). Juristische Arbeiten. Herausgegeben und erläutert von Friedrich Schnapp. München, Winkler Verlag (1973). 8°. 610 S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag.

„Der wichtigste und umfangreichste Teil des Buches besteht aus mehr als 100 Schriftstücken, die Hoffmann als Mitglied der ‚Königlichen Immediat-Untersuchungs-Kommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe‘ in den Jahren 1819-1820 verfasst hat und die nahezu alle unbekannt waren. Darunter befinden sich so brisante Stücke wie Hoffmanns Gutachten zum Landesverratsprozess gegen den Turnvater Jahn“ (F. Schnapp). – Sehr gutes Exemplar.

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30,--  Bestellen
1 Puhlmann, Gerhard, (Max Ittenbach) u. a. Die Stalinallee. Nationales Aufbauprogramm 1952. Berlin, Verlag der Nation (1952). Folio (34,5 x 25 cm.). [102] Bl. mit 286 Abbildungen, 3 Fotomontagen und Illustrationen. Orig.-Halbleinenband.

Parr/Badger I, 182. – Erste Ausgabe des seltenen Propaganda-Fotobuchs über die Berliner Prachtstraße. – Das Werk „sollte einen Beitrag dazu leisten, die Überlegenheit des Sozialismus darzustellen und zeigen, wie der sozialistische Staat für die Arbeiterklasse sorgt, indem großzügig anspruchsvolle Wohnungen gebaut werden. Das Entstehen der Straße sollte ursprünglich nur filmdokumentarisch begleitet werden. Da Gerhard Puhlmann aber den Architekten Professor Hermann Henselmann persönlich kannte, verantwortlich für die Wohnbebauung am Strausberger Platz und den ersten Abschnitt der Stalinallee, sicherte er sich den Auftrag für die fotografische Begleitung des gesamten Bauvorhabens und konnte so die ganze Bandbreite seines Könnens auf brillante Weise unter Beweis stellen. Die hohe Qualität von Puhlmanns Arbeit an diesem Projekt wurde geehrt mit dem Nationalpreis 1. Klasse, verbunden mit einem Geldpreis von 100.000 Mark. 1953 betrug das durchschnittliche Monatseinkommen in der DDR laut Rententabelle 324 Mark“ (Zu einer Neuausgabe im Berlin Story Verlag 2022). – „Propaganda-Fotobücher gibt es in allen Formen, Größen und Ideologien. Manchmal erzählen sie Halbwahrheiten, manchmal lügen sie unverhohlen, manchmal sind sie so sachlich wie Unternehmensberichte. Gerhard Puhlmanns fotografische Dokumentation des viel gepriesenen Wiederaufbauprojekts der DDR gehört zwar eindeutig zur letzteren Kategorie, den harmlosesten Propagandabüchern, lobt aber dennoch eindeutig die Vorzüge des Vorhabens. Die Stalinallee, die 1961 (als Stalins Name in Ungnade fiel) in Frankfurter Allee und Karl-Marx-Allee umbenannt wurde, war das wichtigste städtebauliche Projekt, das in Ost-Berlin durchgeführt wurde. Dieser riesige, 75 bis 80 Meter breite Ost-West-Boulevard endete am Alexanderplatz, dem Zentrum des sowjetisch besetzten Berlins. Entworfen von einem Team unter der Leitung des ostdeutschen Architekten Heinrich Henselmann, war es ein äußerst ehrgeiziges Projekt, dessen erste Phase in Puhlmanns Buch liebevoll dokumentiert wurde“ (M. Parr). – Deckel etwas angestaubt, gutes sauberes Exemplar.
First edition of the rare propaganda photo book about Berlin’s magnificent boulevard. – „Propaganda photobooks come in all shapes, sizes and ideologies. Sometimes they tell half-truths; sometimes they lie outright; sometimes they are as factual as company reports. Gerhard Puhlmann’s photographic record of East Germany’s most trumpeted reconstruction initiative, whilst clearly extolling the virtues of the enterprise, is in the latter category, the most benign of propaganda books. The Stalinallee, which was renamed the Frankfurter Alee and the Karl-Marx Allee in 1961 (when Stalin’s name fell from grace), was the most important townplanning project to be carried out in East Berlin. This vast east-west boulevard, 75 to 80 metres wide, ende d at the Alexanderplatz, the centre of Soviet-occupied Berlin. Designed by a team under the East German architect Heinrich Henselmann, it was an enormously ambitious scheme, the first phase of which was lovingly documented in Puhlmann’s book“ (M. Parr). – The cover is slightly dusty, but it is a good, clean copy.

Schlagwörter: Berlin, Propaganda, Städtebau

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280,--  Bestellen
1 Cartier-Bresson, Henri. Images à la sauvette. Photographies. Paris, Éditions Verve (1952). Folio (37 x 28 cm.). [148] S. mit 126 Duotone-Tafeln. Farbig illustr. Orig.-Pappband (von Henri Matisse) und Japan-Papierschutzumschlag.

Auer 343. Koetzle, Fotografen A-Z 66 f. Roth, The book of 101 books 134. Sinibaldi/Couturier 99. Vgl. Parr/Badger I, 207 f. und Roth, The Open Book 154 f. (beide parallel erschienene amerikanische Ausgabe „The Decisive Moment“, „because their publication in the United States made Cartier-Bresson an international superstar“). – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von H. Cartier-Bresson „à Monsieur Hans Saebens avec mon trés cordial souvenir Henri Cartier-Bresson, Hamburg 1952“ und 2 Orig.-Portraitphotographien von H. Cartier-Bresson. – Der Bremer Maler, Grafiker und Fotograf Hans Saebens (1895-1969) lebte im Künstlerdorf Worpswede bei Bremen und begann bereits 1932 mit der Leica zu fotografieren. – „Seit Oskar Barnacks Erfindung der Leica, jener Kleinbildkamera, die durch ihre reduzierte Größe den Fotografen mitten ins Geschehen rückte und ihm ermöglichte, direkt unter seinen Motiven zu arbeiten, war die moderne Bildreportage geboren. Der Fotograf wurde nun flexibel, die Kamera ermöglichte es ihm, aus dem Geschehen heraus seine Bilder zu schießen und ohne zu auffällig zu werden, den Decisive Moment, den entscheidenden Moment, auszunutzen. Henri Cartier-Bresson, den Saebens 1953 in Hamburg traf, hatte im Jahr zuvor die Theorie des Decisive Moment aufgestellt. „Für mich besteht das Wesen der Fotografie in der Fähigkeit, in Bruchteilen einer Sekunde Bedeutung und Gewicht eines Ereignisses zu erfassen und gleichzeitig in eine Form zu bannen, die das Wesen dieses Geschehens gültig ausdrückt“, schreibt Cartier-Bresson (In: Leica-Fotografie 1953, Heft 1, S. 4). Und damit nutzte er – im Gegensatz zu Saebens – die Möglichkeiten aus, die die Leica dem Fotografen bietet“ (Wikipedia). – „Strictly speaking … a monograph of Cartier-Bresson’s best work, but it has overriding unifying factors that elevate it into … one of the greatest of all photobooks …“ (Parr/Badger). – Henri Cartier-Bresson (1908–2004) gilt als der Wegbereiter des modernen Fotojournalismus. Gemeinsam mit Robert Capa und David »Chim« Seymour gründete er 1947 die Fotografenkooperative und -Agentur „Magnum“. Sein Blick für das Skurrile im Alltag war legendär. Er fotografierte unter anderem in Spanien, Kamerun, Italien, Indien, Pakistan, China, Mexiko und den USA. – Sehr gutes Exemplar mit bedeutender Provienz.
First edition. – With a handwritten dedication by H. Cartier-Bresson: ‘To Mr Hans Saebens, with my warmest regards, Henri Cartier-Bresson, Hamburg 1952’ and 2 original portrait photographs by H. Cartier-Bresson. – The Bremen-based painter, graphic artist and photographer Hans Saebens (1895–1969) lived in the artists’ village of Worpswede near Bremen and began taking photographs with a Leica as early as 1932. – „Since Oskar Barnack’s invention of the Leica, that 35mm camera which, thanks to its compact size, placed the photographer right at the heart of the action and enabled him to work directly amongst his subjects, modern photojournalism was born. The photographer had now become flexible; the camera enabled him to shoot his pictures from within the action and, without drawing too much attention to himself, to capitalise on the decisive moment. Henri Cartier-Bresson, whom Saebens met in Hamburg in 1953, had formulated the theory of the decisive moment the year before. “For me, the essence of photography lies in the ability to capture the meaning and significance of an event in a fraction of a second and, at the same time, to capture it in a form that validly expresses the essence of that event,” writes Cartier-Bresson (In: Leica-Fotografie 1953, Issue 1, p. 4). And in doing so – unlike Saebens – he exploited the possibilities that the Leica offers the photographer” (Wikipedia). – – ‘Strictly speaking … a monograph of Cartier-Bresson’s best work, but it has overriding unifying factors that elevate it into … one of the greatest of all photobooks …’ (Parr/Badger). – Henri Cartier-Bresson (1908–2004) is regarded as the pioneer of modern photojournalism. Together with Robert Capa and David ‘Chim’ Seymour, he founded the photographers’ cooperative and agency ‘Magnum’ in 1947. His eye for the bizarre in everyday life was legendary. He photographed in Spain, Cameroon, Italy, India, Pakistan, China, Mexico and the USA, amongst other places. – A very fine copy with distinguished provenance.

Schlagwörter: Signierte Bücher, Widmungsexemplar

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6.000,--  Bestellen
1 Klein, William New York. Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels. London, Photography Magazine (1956). 4°. 192 p. with 188 Pictures on plates and Booklet (16 p., „Delay may be serious now free…“). Original cloth binding with color illustrated dust jacket. (Album Petite Planète, Vol. 1).

Auer 365. Parr/Badger I, 243. Roth, The Book of 801 Books 140 ff. Roth, The Open Book 165 f. – First edition in England (“Imprimé en Suisse”). The first printing of the first edition was published by Editions du Seul in Paris. – „By virtue of its preface, written by Jack Kerouac, Robert Frank’s The Americans is usually regarded as the epitome of the Beat photobook. But William Klein’s magnum opus, Life is good for you and good in New York Trance witness Reveals: Trance Witness Revels, a book with Beat mantra for a title, surely has the edge in this regard. This is partly because it was the earlier model, partly because it is less political and more exuberant, and impotantly, because its conception is so complete – photographs, layout, design, topography, ‚found‘ ephemera coalescing into what is in effect one of the first great ‚Pop‘ books. … Klein’s masterpiece reminds us that much great, serious art is often about play, archieved simply by experimenting with the possibilities of the material. Forget trance and witness – the revels are the thing“ (Parr/Badger). – „With no interest from American publishers, Klein went back to Paris and set to work on a graphic design that was as aggressive and idiosyncratic as its photos. „I saw the book as a tabloid gone berserk, gross, over-inked, brutal layout, bull-horn headlines,“ he wrote in its radically revised 1995 edition. „This is what New York deserved and would get.“ Published in France, Italy, and England, but not in America, Life is good for you and good in New York was a sensation“ (A. Roth). – Dust jacket on the back cover with a repaired tear along the edge; a very good copy.

Schlagwörter: New York, Pop art, Pop-Kultur, Street photography

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2.200,--  Bestellen
1 Wienbarg, L(udolf Christian). Aesthetische Feldzüge. Dem jungen Deutschland gewidmet. Hamburg, Hoffmann und Campe 1834. 8°. Halblederband um 1900 mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.

ADB XLII, 419 f. Slg. Borst 1740. Hamburger Schriftstellerlexikon VIII, 26. Houben I, 605 ff. Kayser, Hamburger Bücher 110. – Sehr seltene erste Ausgabe der Vorlesungen des Altonaer Philosophen, Philologen und Journalist, welche er 1833 als Privatdozent an der Kieler Universität hielt. Wienbargs Hauptwerk, die wichtigste theoretische und zugleich programmatische Schrift des „Jungen Deutschland“. Das Werk prägte den Namen einer ganzen Epoche, mit seiner Einleitung hat Wienbarg ganz wesentlich zur Verbreitung des Begriffs beigetragen. – 1835 gründete L. C. Wienbarg (1802-1872) in Frankfurt am Main zusammen mit Karl „Gutzkow die Zeitschrift „Deutsche Revue“, die jedoch bald staatlich unterdrückt ward. Seine Schriften wurden vom Bundestag verboten und er aus Frankfurt polizeilich ausgewiesen. Nachdem er sich nun eine Zeit lang in den Rheinlanden aufgehalten, kehrte er nach Hamburg zurück, wo er bei der Redaction der Börsenhalle betheiligt war und namentlich von 1842 bis 1846 die Hamburger litterarischen und kritischen Blätter redigirte. Hier beschäftigte ihn schon stark die schleswig-holsteinische Sache und 1848 machte er den schleswig-holsteinischen Krieg als Freiwilliger mit. Nach diesem Kriege lebte er wieder in Altona und Hamburg vielfach schriftstellerisch beschäftigt“ (E. C. Carstens in ADB). – Gelenke und Kanten berieben, stellenweise braunfleckig und im unteren Blattrand wasserrandig, sonst gut erhaltenes Exemplar aus der Bibliothek des bekannten Schriftstellers Otto Erich Hartleben (1864-1905) mit dessen eigenhändigem Besitzvermerk vom Juni 1883.

Schlagwörter: Aesthetics, Ästhetik, Das junge Deutschland, Hamburg, Verbotene Bücher, Vormärz

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450,--  Bestellen
1 (Dorat, Claude-Joseph). Les baisers, précédés du mois de mai. Den Haag et Paris, Delalain 1771. 8°. 186 S., [3] Bl. (Verlagsanzeigen) mit gestoch. Titelvignette, gestoch. Titelkupfer, 1 Kupfertafel und 45 gestoch. Vignetten nach Eisen und Marillier sowie einigen Holzschnittvignetten. Weinroter Maroquinledereinband des 19. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückenschild, floraler Rücken- u. Deckelvergoldung, Innenkantenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt.

Vgl. Gay-L. I, 344. Cohen-de Ricci 308-310. Sander 495. – Zweite Ausgabe in Okatv-Format. Die erste Oktav-Ausgabe erschien gleichzeitig mit der Quartausgabe 1770. Eines der schönsten französischen Bücher des ausgehenden 18. Jahrhunderts. – Diese vollständigste Fassung mit den beiden Kupfertafeln und 45 Vignetten, „die, bis auf zwei Ausnahmen, von Eisen stammen und zu dem Feinsten zählen, was die französische Kunst auf diesem Gebiet hervorgebracht hat. Man kann hier bereits von einer vollendeten Durchbildung des Louis-XVI-Stils in der Kunst Eisens sprechen“ (Fürstenberg 91/92). – Enthalt ferner neben dem Gedicht von Dorat auf den Seiten 135-186: „Imitations de plusieurs poetes latines“, mit hübschen Holzschnittvignetten. – Gelenke und Kanten geringfügig berieben, sehr schönes sauberes Exemplar in einem prachtvollen Einband im Rokoko-Stil.
Second edition in octavo format. The first octavo edition was published simultaneously with the quarto edition in 1770. One of the most beautiful French books of the late 18th century. – This most complete version with the two copper plates and 45 vignettes, “which, with two exceptions, are by Eisen and are among the finest that French art has produced in this field. One can already speak here of a complete development of the Louis XVI style in the art of Eisen” (Fürstenberg 91/92). – Also contains, in addition to the poem by Dorat on pages 135-186: “Imitations de plusieurs poetes latines”, with pretty woodcut vignettes. – Joints and edges slightly rubbed, a very nice clean copy in a splendid rococo-style binding.

Schlagwörter: Einbände, Erotica, Erotik, Illustrated books, Illustrierte Bücher

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320,--  Bestellen
1 Lem, Stanislaw. Biblioteka XXI wieku (polnisch, Bibliothek des 21. Jahrhunderts). Kraków (Krakau), Wydawn. Literackie (1986). 8°. 105, (6) S. Orig.-Kartonumschlag.

Seltene erste Ausgabe. – „Die „Bibliothek des 21. Jahrhunderts“ ist eine Sammlung fiktiver Rezensionen und Einleitungen zu nicht existierenden Büchern, in der der Autor zunächst meisterhaft zeitgenössische literarische Stile parodiert, um sich anschließend in das Abenteuer der Schaffung apokrypher Konzepte von Welt und Mensch zu stürzen, die in das Reich endlos sprudelnder Texte und – manchmal verrückter – Ideen vordringen. Diese Ideen gleiten mal in groteske Absurdität ab – mal erweisen sie sich als scharfsinnige Prognose für zukünftige Zustände unserer Zivilisation“ (solaris(dot)lem(dot)pl, übersetzt aus dem polnischen). – „Ich glaube, dass mit den Jahren meine Ungeduld gegenüber der gewissenhaften, handwerklichen und langsamen Ausarbeitung einer Geschichte immer größer wurde. Um die Erleuchtung einer Idee in eine Erzählung zu verwandeln, muss man sich furchtbar abmühen, und zwar in einer Weise, die über das Intellektuelle hinausgeht. Das war einer der Hauptgründe, warum ich so grausame Abkürzungen genommen habe, wie sie diese Bücher waren. In diesen Büchern habe ich versucht, verschiedene Stile nachzuahmen: den Stil einer Rezension, eines Vortrags, einer Rede, einer Dankesrede (eines Nobelpreisträgers) und dergleichen. Diese Erfahrungen sind wie „Kisten“, die, übereinandergestapelt, eine Treppe bilden, über die ich in das Stockwerk geklettert bin, von dem aus der Golem spricht“ (S. Lem). – Gelenke, Kapital und Fuß leicht berieben, sehr gutes Exemplar.
A rare first edition. – ″ The “Library of the 21st Century” is a collection of fictional reviews and introductions to non-existent books, in which the author first masterfully parodies contemporary literary styles, before plunging into the adventure of creating apocryphal concepts of the world and humanity that venture into the realm of endlessly bubbling texts and – sometimes crazy – ideas. These ideas sometimes descend into grotesque absurdity – at other times they prove to be astute predictions of future states of our civilisation‘ (solaris(dot)lem(dot)pl, translated from Polish). – ’I believe that over the years my impatience with the painstaking, artisanal and slow crafting of a story has grown ever greater. To transform the flash of an idea into a narrative requires a tremendous amount of effort, and in a way that goes beyond the intellectual. That was one of the main reasons why I took such drastic shortcuts as these books represent. In these books I have tried to imitate various styles: the style of a review, a lecture, a speech, an acceptance speech (by a Nobel laureate) and the like. These experiences are like ‘boxes’ which, stacked one on top of the other, form a staircase by which I climbed to the floor from which the Golem speaks” (S. Lem). – Joints, spine and bottom slightly rubbed, very good copy.

Schlagwörter: Bibliographie, Bibliography, Imaginary books and libraries, Phantastik / Utopie, Science Fiction, Technology and civilization

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140,--  Bestellen
01 Rieger, Erwin (Übersetzung). Aucassin und Nicolette. (Eine französische Dichtung des 13. Jahrhunderts in der Übertragung von Erwin Rieger … Die Satzanordnung und Ausschmücking des Druckwerkes mit Originalholzschnitten ist von Rudolf Junk …). Wien, Avalun-Verlag (1919). Folio (34,5 x 24,5 cm.). [1] w. Bl., [32] Bl., [1] w. Bl. mit 30 ornamentalen Orig.-Holzschnitten in Dunkelrot von Rudolf Junk und 1 sep. Textbl. vom Übersetzer. Orig.-Halbledereinband mit goldgepr. Deckeltitel und Deckelornamentik, sowie Kopfgoldschnitt in Pappschuber (von Carl Scheibe, Wien). (Vierter Avalun-Druck).

Rodenberg 331. – Eines von 380 num. Exemplaren (GA 385 Ex.). – Gegenüber dem Druckvermerk von R. Junk signiert. – „Dieses Sonderwerk wurde nach dem Plane von Arthur Rößler… auf bestem weißen Handschöpfpapier zweifarbig gedruckt und in goldbraunem Dogleder mit Echtgoldprägung und Goldschnitt handgebunden in der Handbindewerkstatt von Carl Scheibe in Wien.“ – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Pressendrucke, Signierte Bücher

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200,--  Bestellen
1 (Westenrieder, Lorenz v. (Hrsg.). Historischer Kalender für 1790. München, J. Lindauer (1789). 12° (13,5 x 8,5 cm.). [13] Bl., 262 S. mit gestoch. illustr. Titel und 12 Kupfertafeln von (J(ohann) M(ichael) Mettenleiter). Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung.

Baumgärtel 206. Köhring 174. Lanckoronska-Rumann 20. – Seltener 4. Jahrgang des von dem Münchener Geschichtsschreiber Lorenz v. Westenrieder (1748-1829) herausgegebenen historischen Almananchs. – Die beiden ersten Jahrgange 1787-88 waren noch unter dem Titel „Baierisch- historischer Calender oder Jahrbuch der merkwürdigsten baierischen Begebenheiten“ erschienen. – „Der künstlerische Schmuck, aus artigen Frontispizen und historischen Kupfern bestehend, stammt von dem „bayrischen Chodowiecki“ J. M. Mettenleiter“ (Lanckoronska-Rumann). Unter den Tafeln im vorliegenden Jahrgang historische Szenen: „Die Hanse macht Deutschland reich und mächtig und beginnt in Deutschlad zu herrschen 1241 hört auf 1630“, „Conradin wird zu Neapel enthauptet 1268“, „Die Buchdruckerkunst wird der Welt mit getheilt 1462“, „Erste Beschäftigung der Universitäten 1347-1550“, „Zustand der Geistescultur zu anfang dieses Jahrhunderts“ (Moritatensänger) u. a. – Einband teils stärker berieben, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender

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140,--  Bestellen
1 Collin, Heinrich Joseph v. Sämmtliche Werke. (Herausgegeben und mit einer Biographie von Matthäus v. Collin und mit einem Nachruf von Moritz Graf v. Dietrichstein). 6 Bände. Wien, Anton Strauß 1812-1814. 8°. Mit 6 gestoch. Frontispizen von F. John und 1 gefalteten Kupfertafel (Collins Grabmal). Typogr. Orig.-Pappbände.

Goed. VI, 107, 13. NDB III, 323. W.-G² 14. – Erste Gesamtausgabe. – „Seine Bedeutung liegt aber zweifellos im dramatischen Bereich, wo er nach zaghaft dilettierenden Versuchen mit seinem „Regulus“ (1801) eine beachtenswerte Leistung vollbrachte. Das dramatische Werk C.s stellt eine interessante und noch viel zu wenig untersuchte Episode in der Sonderentwicklung des österreichischen Dramas dar. In der Tradition vom barocken (Volks-)Theater bis hin zu Grillparzer und Raimund bedeutete es jenen verhängnisvollen Umweg über (Corneille)-Racine-(Gottsched)-Lessing, der glücklicherweise ohne Nachfolge (Friedrich Halm?) geblieben ist. Mehr in der Gesinnung als in der Formgebung machte sich der Einfluß des röm.-französischen Barockheroismus (trotz ausdrücklicher Gegnerschaft!) bei ihm geltend, wofür seine Dramen sprechende Beispiele sind. C. stand mit den bedeutendsten Zeitgenossen in persönlichem und brieflichem Verkehr; 1807 komponierte Beethoven zu seinem „Coriolan“ (1802) die berühmte Ouvertüre“ (Kurt Vancsa in NDB). – Einbände etwas angestaubt, Rücken von Band VI im unteren Drittel mit Fehlstelle am Bezugspapier, Exlibris, stellenweise braunfleckig, sehr gutes Exemplar in den seltenen Verlagseinbänden.

Schlagwörter: Dramen, Gesamtausgaben

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280,--  Bestellen
1 Struwwelpeteriade – Hobrecker, Karl (Max Stephan). Rundfunk-Struwwelpeter. Erfindung und Text von Karl Hobrecker. Zeichnung nach H(einrich) Hoffmann von M(aria ?) Aveirinós. Oldenburg i. O., Gerhard Stalling 1926. Kl.-8° (15,5 x 9 cm.). Leporello, [12] einseitig bedruckte Bl. mit farbigen Illustrationen. Farbig illustr. Orig.-Pappband. (Nürnberger Bilderbücher, Band 48).

Baumgartner III, 14. Evers, Von Struwwelhitler bis Punkerpeter 8 f. Hobrecker, Braunschweig 3375. Hobrecker, Frankfurt 126. Klotz 2716/23. Liebert, Stalling 48. Oldenburg/Künstler 204. Pressler S. 204 (Abb. 132). Rühle I, 1186. Stuck-Villa II, 216. – Sehr seltene Struwwelpeter-Parodie auf die damals aufkommende Rundfunktechnik. – Mit Bildern und vierzeiligen Versen: Der Struwwelpeter; Der böse Friederich; Paulinchen; Der Mohr; Die Tintenbuben; Niklas; Der wilde Jäger; Der Daumenlutscher; Kaspar; Der Zappelphilipp; Hans (Guck-in-die-Luft) und Der fliegende Robert. – „Bei Hobreckers Struwwelpeter-Bilderbuch handelt es sich um die Verstrickung der bekannten Hoffmannschen Figuren in die Errungenschaften der Rundfunktechnik. Dabei geht es dem Autor nicht um eine durchgängige Handlung, die Figuren dienen vielmehr als Aufhänger für die verschiedenen, voneinander unabhängigen Vierzeiler. Die Zeichnungen Avierinos nehmen die Hoffmannschen Originale zur Grundlage, um sie dann durch die Ausstattung mit rundfunk-technischen Gerätschaften zu verfremden. Dort, wo dem Original-Struwwelpeter aufs unbändigste Haare und Fingernägel sprießen, zucken beim Rundfunk-Struwwelpeter grelle Blitze. Hobreckers durchweg positive Darstellung des neuen Mediums gipfelt in ‚Drum Melde-Niklas / warnend spricht: / Vergeßt nur die Bezahlung nicht!‘ (und) ‚Ja, ja, wer ehrlich / rundfunkt, / Wird nicht ins Tintenfaß getunkt‘ (und) ‚Der Mohr, die Tinten- / bubenschaft / Schwarzhörer sind es schauderhaft‘.“ (Oldenburg-Künstler). 1924/1925 erschien ein Vorabdruck mit 9 Illustrationen in „Die Arche Noah“, Jugendbeilage der Zeitschrift „Daheim“ (vgl. Rühle II, 1186 c). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Rundfunk, Rundfunkgeschichte, Struwwelpeter(iaden), Struwwelpetriade, Technik

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950,--  Bestellen
1 Levitt, Helen. A way of seeing. Photographs of New York, with an essay by James Agee. New York, The Viking Press (1965). Quer-8° (19 x 23 cm.). [4] Bl., 78 S. mit 51 Duotone-Tafeln. Illustr. Orig.-Kartonumschlag.

Auer 447. Koetzle, Fotografen A-Z 234. Lederman/Yatskevich 167. Parr/Badger II, 252. Roth, The Book of 101 Books 178 f. Roth, The Open Book 214 f. – „Special Museum of Modern Art (softcover) Edition“. – „Published in 1965, Helen Levitt’s celebrated A Way ofSeeing is a record of an earlier time, capturing New York City street scenes from the late 1930s and 1940s. Originally planned for publication in 1946 by Reynolds and Hitchcock, the project was infinitely delayed after one of the firm’s partners died. It was picked up again in 1964 by The Viking Press and published a year later, though by this point James Agee, who wrote the book’s introductory essay, had died. A Way of Seeing documents minor-key human drama, children playing and the vitality of life on the streets of underserved communities before the postwar “urban renewal.” These photographs represent Levitt’s earliest decades as a photographer in the working-class neighborhoods of Spanish Harlem and the Lower East Side. The book’s design, by Marvin Hoshino, is elegant and restrained, giving each black-and-white photograph central placement on the page, allowing the subtle drama and careful composition of each frame to unfold on its own. Woven into a fluid narrative through their sequencing in the book, these pictures show children’s playfulness with revealing immediacy and capture subtleties of the adults’ interactions, as well as the tenderness of gazes and choreographies of bodies in urban spaces“ (P. V. Kupfer in Lederman/Yatskevich). – Edges slightly rubbed, a very good copy.

Schlagwörter: New York, Street photography, USA

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280,--  Bestellen
1 (Solms-Hohensolms-Lich), E(mma Fürstin zu). Wie Pumpelmann entstanden ist. Deutsche Handschrift auf Papier. (Lich) 11. Juni 1927. Gr.-8° (22 x 17,5 cm.). [18] Bl. mit eigenhändiger Widmung und 16 (12 aquarellierte) Tuschezeichnungen mit kalligraphischen Versen in Rot und Schwarz. Orig.-Pappband mit farbigem Deckelschild.

Originalmanuskript zu dem im selben Jahr bei Kindt in Giessen gedruckten Bilderbuch (Exemplar liegt bei). – Mit der Widmung auf dem Vorsatz „Für meinen lieben Enkel Philipp zu seinem dreijährigen Geburtstag am IIten Juli 1927 von seiner Großmama „E.“ – „Angeregt durch mancherlei Beschäftigung mit meinem dreijährigen Enkel, kam ich auf den Gedanken, den bekannten Kinderreim: „Punkt, Punkt, Komma, Strich, Fertig ist der Pampelmann“, weiter auszubauen und aus dem ersten Punkt einen ganzen „Pampelmann“ entstehen zu lassen. Die Zahl meiner Enkel hat sich seitdem beträchtlich vermehrt und alle Haben viel Spaß daran, das so entstandene Buch „Pumpelmann“ anzusehen und, während sie die unter der Zeichnung stehenden Worte hersagen, auch die betreffenden Striche dazu zu machen. Groß ist das Vergnügen, wenn dann am Schluß des Buches ein selber hergestellter Pumpelmann entstanden ist. Um auch anderen Kindern diese lustige Beschäftigung zu verschaffen, will ich das Buch nun in die Welt hinausschicken“ (E. zu Solms-Hohensolms-Lich im Vorwort zur gedruckten Ausgabe). – Emma Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich, Prinzessin zu Stolberg-Wernigerode (1875-1956) war die Gattin von Carl Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich (1866-1920) und die Tochter von Otto zu Stolberg-Wernigerode (1837-1896), der Vizekanzler unter Otto von Bismarck war. – Rücken der gedruckten Ausgabe am Fuß mit kl. Fehlstelle, sonst beide Bände von Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen gut erhalten.

Schlagwörter: Bilderbuch-Manusskript, Handschriften, Originale, Originalzeichnung

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750,--  Bestellen
1 Doisneau, Robert. 1, 2, 3, 4, 5. Compter en s’amusant. (Conçu et mis en page par Albert Plécy). Lausanne, La Guilde du Livre et Editions Clairefontaine (1955). 4°. [15] Bl. mit 12 Duetone-Tafeln und 12 farbig illustr. Ziffern. Orig.-Pappband mit illustr. Schutzumschlag.

Bilderwelt 2701. Koetzle, Fotografen A-Z 98. Parr/Badger I, 187 ff. (mit Abb.). – Seltene erste Ausgabe des berühmten Photo-Bilderbuchs zum Zählen lernen. – Auf witzig-spielerische und humorvolle Art und Weise werden Menschen, Tiere und Dinge aus der Kinderwelt dargestellt, um zum Zählen von 1 bis 12 zu animieren. – Exemplar mit der Umschlag-Darstellung eines Kleinkinds, das seine Zehen zählt; es gab auch eine Variante mit der Darstellung von 2 hoch gehaltenen Kinderhänden mit Blumenköpfen auf den Fingern. Die im selben Jahr erschiene deutsche Ausgabe mit einer Aufnahme des Eiffelturms auf dem Umschlag. – „Die Arbeiten von Robert Doisneau stellen eine der eindruckvollsten Leistungen der als ‚humanistische Reportage‘ bekannten Richtung der Fotografie dar. … Doisneaus Fotos sind das Ergebnis von Geduld, Reflexion, komplitzenhafter Teilnahme und Betroffensein. Mit ihren weitgehend urbanen Inhalten erfassen sie aber auch ein bestimmendes Element der Moderne“ (P. Hamilton in Koetzle). – Schutzumschlag am Rücken geringf. berieben, sehr gutes sauberes Exemplar.
Rare first edition of the famous photo picture book for learning to count. – People, animals and objects from a child’s world are depicted in a playful and humorous way to encourage counting from 1 to 12. – A copy featuring a cover illustration of a toddler counting their toes; there was also a variant featuring two children’s hands held aloft with flower heads on the fingers. The German edition, published in the same year, features a photograph of the Eiffel Tower on the cover. – “The works of Robert Doisneau represent one of the most impressive achievements of the photographic genre known as ‘humanist reportage’. … Doisneau’s photographs are the result of patience, reflection, empathetic engagement and personal involvement. With their largely urban subject matter, however, they also capture a defining element of modernity” (P. Hamilton in Koetzle). – Dust jacket spine slightly rubbed and with minor edge wear; very good, clean copy.

Schlagwörter: Französische Kinderbücher, Juvenile literature, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Rechenbücher

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320,--  Bestellen
1 Skowraneck – (Thielert, Max, Vorwort). Lebende Marmorgruppen (Lebende Marmor-Bildwerke). (Dargestellt an den Schönheit-Abenden in Berlin von Olga Desmond und Adolf Salge). (Steglitz-Berlin, Neue Photographische Gesellschaft A.G.) o. J. (1908). Gr.-8° (23 x 15,5 cm.). Portfolio, 10 (statt 11) Orig.-Photographien (Bromsilber-Abzüge, 22 x 14,5 cm.) von Otto Skowraneck (auch Skowranek). Orig.-Halbleinen-Flügelmappe mit Deckeltitel und Deckelvignette.

Heidtmann 18739. Vgl. Derra de Moroda 164 (Schwertertanz). – Im selben Jahr wie das berühmte Portfolio „Schwertertanz“ erschienen. Mit Aktaufnahmen der Tänzerin Olga Desmond und des Athleten Adolf Salge, mit weiß gepuderter Haut als „Marmor-Skulpturen“, wie den „Raub der Sabinerinnen“, „Das Weib oder die Vase“ oder „Die badende Psyche“. – Die Tänzerin Olga Desmond (1890-1964), „Preußens nackte Venus“ (J. E. Runge), „in einer Reihe mit Adorée Villani und der berüchtigten Mata Hari, begeisterte das Berliner Publikum mit „gewagten“ Nackttänzen“ (Müller/Stöckmann: „… jeder Mensch ist ein Tänzer“ S. 26 f.). 1907 begründete sie mit Karl Vanselow die sogenannten „Schönheit-Abende zur Förderung der Nacktkultur“ und trat erstmals in Berlin vor 1400 Zuschauern auf, später auch in Dresden, Leipzig, Breslau und St. Petersburg. Die Tanz- und Pantomime-Vorführungen verursachten Stürme der Entrüstung. 1909 wurden ihre Auftritte im Berliner Wintergarten polizeilich verboten und sorgten für einen Skandal, der sogar den Preußischen Landtag beschäftigte. Nach dem Ersten Weltkrieg machte O. Desmond als Fim- und Theaterschauspielerin Karriere. Olga Desmond trat mit ihrem Partner Adolf Salge von „The Seldoms“ u. a. in London, St. Petersburg, Warschau, Wien, Budapest und Paris auf. – „1894 begann die Neue Photographische Gesellschaft (N.P.G.) in Berlin-Schöneberg mit der Verarbeitung von Bromsilbergelatine-Entwicklungspapieren. Das Fotopapier war seit 1880 auf dem Markt und damit längst bekannt, aber erst die N.P.G. entwickelte unter der Bezeichnung „Kilometer-Photographie“ ein Verfahren, es für die Massenanfertigung zu nutzen. Dies hatte inerhalb kürzester Zeit immense Folgen für das gesamte Fotografiegewerbe“ (Karin Walter, Aktuelle Bilder vom laufenden Band, Die Postkartenproduktion der N.P.G., S. 56 ff. in Gütgemann-Holtz, Neue Photographische Gesellschaft Steglitz). – Vorderdeckel etwas braunfleckig, ohne das Textheft, außerdem fehlt eine Aufnahme der bekleideten O. Desmond, sonst gut erhalten.
Published in the same year as the famous „Schwertertanz“ (Sword Dance) portfolio. Featuring nude photographs of the dancer Olga Desmond and the athlete Adolf Salge, with their skin powdered white to resemble ‘marble sculptures’, such as ‘The Rape of the Sabine Women’, ‘The Woman or the Vase’ or ‘Psyche Bathing’. – The dancer Olga Desmond (1890–1964), “Prussia’s naked Venus” (J. E. Runge), “in the same league as Adorée Villani and the notorious Mata Hari, thrilled Berlin audiences with ‘daring’ nude dances” (Müller/Stöckmann: “… every person is a dancer‘, p. 26 ff.). In 1907, she founded the so-called ’Beauty Evenings for the Promotion of Nude Culture“ with Karl Vanselow and performed for the first time in Berlin before an audience of 1,400, later also in Dresden, Leipzig, Breslau and St Petersburg. The dance and pantomime performances caused a storm of indignation. In 1909, her performances at the Berlin Wintergarten were banned by the police and caused a scandal that even occupied the Prussian State Parliament. After the First World War, O. Desmond pursued a career as a film and theatre actress. Olga Desmond performed with her partner Adolf Salge of “The Seldoms” in London, St Petersburg, Warsaw, Vienna, Budapest and Paris, amongst other places. – „In 1894, the Neue Photographische Gesellschaft (N.P.G.) in Berlin-Schöneberg began processing bromide-silver gelatine photographic paper. The photographic paper had been on the market since 1880 and was therefore well established, but it was the N.P.G. that developed a process, known as ‘kilometre photography’, to utilise it for mass production. This had immense consequences for the entire photographic industry within a very short time“ (Karin Walter, Aktuelle Bilder vom laufenden Band, Die Postkartenproduktion der N.P.G., p. 56 ff. in Gütgemann-Holtz, Neue Photographische Gesellschaft Steglitz). – Front cover slightly stained with brown spots, missing the text booklet, and one photograph of the clothed O. Desmond is also missing; otherwise in good condition.

Schlagwörter: Aktfotografie, Aktphotographie, Photography of the nude

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1 Luedecke, Heinz. Williams’ neues Autobuch oder Wer gewinnt die Wette? Gezeichnet von Oscar Nerlinger. Fotos von Christian Nicolai. Potsdam, Williams & Co. o. J. (1939). Quer-4° (23,5 x 32 cm.). 38 S. mit illustr. Titel und 16 Farbtafeln mit Fotomontagen sowie einer Tafel mit Verkehrszeichen. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband.

Flechtmann, Williamsverlag 61. Nicht bei Heidtmann. – Einzige Ausgabe des interessanten Bilderbuchs. Die Tafeln mit einmontierten Fotografien von 51 verschiedenen Fahrzeugen (PKW, LKW und Busse), darunter Adler Trumpf, BMW 326 und 328, DKW Meisterklasse, Fiat 500 Topolino, Ford Eifel, Graham Special, VW KDF (Ur-Käfer), Mercedes 500, Maybach Zeppelin, Morris MG Sport, Opel Kapitän, LKW und Busse von Borgward, Büssing, Ford, Henschel und M.A.N. sowie Rennwagen von Autounion und Mercedes. Alle abgebildeten Fahrzeuge mit den technischen Daten und teils mit Preisangaben in Reichsmark. – Der im April 1924 in Berlin von Edith Jacobsen (geb. Schiffer, 1891-1935), Edith Weinreich-Williams und Annie Williams (geb. Ball) gegründete Verlag Williams & Co. war besonders mit seinen Kinderbuch-Klassikern Pu der Bär von A. A. Milne und Emil und die Detektive von Erich Kästner in den späten 1920er Jahren erfolgreich. „1933 musste Edith Jacobsohn über Wien und die Schweiz nach England emigrieren. Sie überließ die Geschäftsführung ihrer Mitarbeiterin Cecilie Dressler. Im selben Jahr kaufte Kurt Leo Maschler, damals schon Inhaber mehrerer Verlage, den Verlag Williams & Co. Zwei Jahre später gründete er zusätzlich in Basel den Atrium Verlag, damit Erich Kästner, dessen Texte inzwischen in Deutschland verboten waren, seine Bücher weiterhin veröffentlichen konnte. Fast alle Rechte des Williams-Verlags übertrug Maschler, um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen, an den Atrium-Verlag in der Schweiz. Cecile Dressler erwarb 1936 von Maschler Anteile am Verlag, der jetzt für einige Jahre unter der Bezeichnung Williams-Verlag, Inhaberin Cecilie Dressler firmierte. 1941 erfolgte eine Umbenennung in Cecilie Dressler Verlag. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Cecilie Dressler Eigentümerin des Verlages, der 1971 von der Verlagsgruppe Friedrich Oetinger übernommen wurde“ (Wikipedia). – Deckel leicht angestaubt, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Automobil-/Motorradliteratur, Photobilderbücher, Photographic children books, Photographie, Verkehrs-Bilderbücher

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480,--  Bestellen
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