NEUER E-KATALOG: Neueingänge Mai 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

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1 Popper-Lynkeus, Josef. Die allgemeine Nährpflicht als Lösung der sozialen Frage. Eingehend bearbeitet und statistisch durchgerechnet; mit einem Nachweis der theoretischen und praktischen Wertlosigkeit der Wirtschaftslehre. Dresden, Carl Reissner 1912. 8°. XVI, 813, (1) S. Orig.-Kartonumschlag.

ÖBL VIII, 205. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von J. Popper-Lynkeus „Dem sehr geehrten Herrn Friedrich Quitta mit freundschaftlichen Grüßen zugeeignet vom Verfasser ! Wien den 2. Mai 1920 Josef Popper-Lynkeus“ sowie hektographiertem maschinenschr. Brief vom 7. 3. 1920 an die „Redaktion der Arbeiter-Zeitung″ mit einer eigenhändigen Korrektur. – Der Wiener Techniker und Philosoph J. Popper (Pseudonym J. Popper-Lynkeus, 1838-1921) „betont die Unmeßbarkeit des Wertes des Individuums, indem er die Nichtexistenz als Maßstab nimmt, nach welchem alle intellektuellen und kulturellen Werte einer Zivilisation gegenüber dem eines Individuums verschwinden. Der Staat wird als soziales Geschöpf betrachtet, das niemals eine prinzipiell über dem Individuum stehende Macht sein soll. P. lehnt daher auch sozialen Zwang, der die Grundrechte des Individuums kompromittiert, z. B. den erzwungenen Kriegsdienst, kategor. ab. Die letzten Konsequenzen dieser Argumentation, die im Anarchismus münden, umgeht P., indem er das soziale Ideal einer der Erhaltung des menschlichen Lebens gewidmeten solidar. Ges. propagiert. Seine Sozialkritik gipfelte 1912 in seinem Konzept der „allgemeinen Nährpflicht“ – einem sozialen Programm zur kostenlosen Sicherstellung eines Minimums an Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztlicher Behandlung etc. für jedes Individuum. Dieses Minimum an Waren und Diensten sollte ohne Geldverkehr durch einen staatlichen Arbeitsdienst, an dem sich zu beteiligen alle Bürger verpflichtet wären, bereitgestellt werden. P.s Sozialprogramm erregte internationales Interesse und führte auch zu Auseinandersetzungen mit dem Sozialismus“ (W. W. Swoboda in ÖBL). – Umschlag angestaubt, Rücken restauriert, gutes Exemplar.
First edition. – With a handwritten dedication by J. Popper-Lynkeus: „Dedicated to the esteemed Mr Friedrich Quitta with friendly regards from the author! Vienna, 2 May 1920 Josef Popper-Lynkeus‘ and a hectographed typewritten letter dated 7 March 1920 to the ’Editorial Office of the Arbeiter-Zeitung″ with a handwritten correction. – The Viennese engineer and philosopher J. Popper (pseudonym J. Popper-Lynkeus, 1838–1921) “emphasises the immeasurability of the value of the individual by taking non-existence as the yardstick against which all the intellectual and cultural values of a civilisation pale in comparison to those of an individual. The state is regarded as a social entity that should never be a power standing, in principle, above the individual. P. therefore categorically rejects social coercion that compromises the fundamental rights of the individual, e.g. compulsory military service. P. sidesteps the ultimate consequences of this line of argument, which lead to anarchism, by advocating the social ideal of a society based on solidarity dedicated to the preservation of human life. His social critique culminated in 1912 in his concept of the ‘general duty to provide sustenance’ – a social programme to guarantee, free of charge, a minimum of food, clothing, housing, medical treatment, etc. for every individual. This minimum of goods and services was to be provided without monetary transactions through a state labour service, in which all citizens would be obliged to participate. P.’s social programme aroused international interest and also led to debates on socialism” (W. W. Swoboda in ÖBL). – Jacket dusty, spine restored, a good copy.

Schlagwörter: Basic income, Grundeinkommen, Signierte Bücher, Sozialismus, Soziologie, Widmungsexemplar, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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