NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juli 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Militarismus

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1 Clausewitz, Carl v. Vom Kriege. Hinterlassenes Werk. 2. Auflage. 3 Bände. Berlin, Ferd(inand) Dümmler 1853-1857. 8°. XXIV, 318 S., [1] Bl.; VI, 386 S.; VI, 330 S. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung (Band I) und Leinenbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. (Hinterlassene Werke des Generals Carl von Clausewitz über Krieg und Kriegführung, 1.-3. Band).

Slg. Borst 1651, Anm. Jahns 2852 f. PMM 297. – Seltene zweite Ausgabe des erstmals 1832-34 erschienenen Klassikers der „Philosophie des Krieges“ (Carter/Muir). – „Dieses Werk mit seinen tausend Seiten nimmt unter den militärischen Schriften aller Zeiten und Zeiten und Völker einen einzigartigen Platz ein. Obwohl in ihm die Erkenntnisse aus den Kriegen Napoleons und denen der Französischen Revolution verwertet wurden, ist es doch weniger ein Handbuch für Strategie und Taktik als eine umfassende Untersuchung über die Grundprinzipien des Krieges. Der Krieg, So behauptete Clausewitz, müsse immer als politisches Instrument betrachtet werden; denn, so lautet sein berühmtester Aphorismus: „Krieg ist die fortgesetzte Staatspolitik mit anderen Mitteln.“ Er weist die Ansicht vom schädlichen Einfluß der Politik auf die Kriegsführung zurück, da Vor oder Nachteile des Einflusses ganz bei der Politik lägen. Ist die Politik gut, so kann sie sich auf die Kriegsführung nur vorteilhaft auswirken: die Siege der Französischen Revolution über zwanzig Jahre hinweg ergaben sich hauptsächlich aus der fehlerhaften Politik der gegnerischen Regierungen. … Sein Werk „Vom Kriege“ entstand aus einer Reihe von Aphorismen, die er zwischen 1816 -18 notierte und als Basis für seine Vorlesungen an der Akademie benützte. Nachdem er als Generalstabschef von Gneisenau wie dieser im polnischen Feldzug an der Cholera gestorben war wurde das Buch von seiner Frau als Kernstück seiner „Hinterlassenen Werke über Krieg und Kriegführung“ (10 Bände, 1832 bis 1837) veröffentlicht. Es fand sofort Anerkennung als eine der tiefsten Ausführungen über die Philosophie des Krieges – ein Rang, der ihm nie streitig gemacht wurde“ (Carter/Muir). – „Carl von Clausewitz, preußischer General und Militärtheoretiker, wird 1780 in Burg bei Magdeburg geboren. Er tritt 1792 in die preußische Armee ein, nimmt 1793/94, während der Koalitionskriege, am Rheinfeldzug teil und besucht anschließend die Militärakademie in Berlin. 1806 wird Clausewitz in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt von den Franzosen gefangengenommen. Zwei Jahre später kommt er im Zuge eines Gefangenenaustausches wieder frei und kehrt nach Preußen zurück. Dort erteilt er dem Kronprinzen «militärischen Unterricht» und ist gleichzeitig Inspekteur der Artillerie im Kriegsministerium. Er schließt sich dem Kreis um die Heeresreformer Scharnhorst und Gneisenau an und wirkt an der Durchführung der Heeresreform in Preußen mit. 1812 tritt er in russische Dienste und kämpft auf russischer Seite gegen Napoleon. Am Zustandekommen der Konvention von Tauroggen ist er 1812 maßgeblich beteiligt. Nach seinem Wiedereintritt in die preußische Armee 1815 nimmt er an der Schlacht von Waterloo teil. Von 1815 bis 1818 ist er Chef des Stabes beim Generalkommando in Koblenz. Von 1818 bis 1830 leitet er die Allgemeine Kriegsschule, die spätere Kriegsakademie, in Berlin. In dieser Zeit entsteht sein unvollendetes Hauptwerk «Vom Kriege». Während des polnischen Aufstands 1831 ist er Chef des Generalstabes der preußischen Observationsarmee in Posen. Er stirbt 1831 in Breslau“ (Bibliotheca Agustana, Augsburg). – Rücken am Fuß mit Resten von Bibliothekssignaturen, zeitgenöss. Besitzvermerk in Band II und III, stellenweise braunfleckig, wie meist ohne die 5 Karten, die wohl nur einem kleinen Teil der Auflage beigebunden wurden, gutes Exemplar.
A rare second edition of the classic *Philosophy of War* (Carter/Muir), first published in 1832–34. – „This thousand-page work occupies a unique place amongst military writings of all ages, eras and nations. Although it draws on the lessons learnt from the Napoleonic Wars and those of the French Revolution, it is less a handbook on strategy and tactics than a comprehensive study of the fundamental principles of war. War, Clausewitz argued, must always be regarded as a political instrument; for, as his most famous aphorism states: ‘War is the continuation of state policy by other means. ’ He rejects the view that politics has a harmful influence on the conduct of war, since the advantages or disadvantages of that influence lie entirely with politics itself. If politics is sound, it can only have a beneficial effect on the conduct of war: the victories of the French Revolution over a period of twenty years resulted chiefly from the flawed policies of the opposing governments. … His work *On War* grew out of a series of aphorisms which he jotted down between 1816 and 1818 and used as the basis for his lectures at the Academy. After he, like Gneisenau, had died of cholera during the Polish campaign whilst serving as Chief of the General Staff, the book was published by his wife as the centrepiece of his *Posthumous Works on War and Warfare* (10 volumes, 1832 to 1837). It was immediately recognised as one of the most profound treatises on the philosophy of war – a status that has never been disputed” (Carter/Muir). – „Carl von Clausewitz, a Prussian general and military theorist, was born in Burg near Magdeburg in 1780. He joined the Prussian Army in 1792, took part in the Rhine Campaign in 1793–94 during the Coalition Wars, and subsequently attended the Military Academy in Berlin. In 1806, Clausewitz was taken prisoner by the French during the twin battles of Jena and Auerstedt. Two years later, he was released as part of a prisoner exchange and returned to Prussia. There, he provided the Crown Prince with ‘military instruction’ whilst also serving as Inspector of Artillery at the Ministry of War. He joined the circle around the army reformers Scharnhorst and Gneisenau and played a part in implementing the army reform in Prussia. In 1812, he entered Russian service and fought on the Russian side against Napoleon. He played a key role in the conclusion of the Convention of Tauroggen in 1812. After rejoining the Prussian Army in 1815, he took part in the Battle of Waterloo. From 1815 to 1818, he served as Chief of Staff at the General Command in Koblenz. From 1818 to 1830, he headed the General War School, later known as the War Academy, in Berlin. It was during this period that he wrote his unfinished magnum opus *On War*. During the Polish Uprising of 1831, he served as Chief of the General Staff of the Prussian Observation Army in Posen. He died in Breslau in 1831” (Bibliotheca Agustana, Augsburg). – Spine at the foot bears traces of library call numbers; contemporary owner’s inscription in Volumes II and III; brown staining in places; as is usually the case, the 5 maps are missing, having presumably been bound in only a small proportion of the print run; a good copy.

Schlagwörter: Militärgeschichte, Militaria, Militarismus, Military history, War

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450,--  Bestellen
1 Herminenthal, Rudolph Jakob v. Der Soldatenstand. Wien, Druck und Verlag der typographisch-literatisch-artistischen Anstalt 1862. 8°. [6] Bl., 305, (5) S. Weinroter Maroquin-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Rücken-, Deckel- und Innenkanten, goldgepr. Deckelvignette (Doppeladler) und Goldschnitt.

Erste Ausgabe; sehr selten, wohl nur in kleiner Auflage erschienen. – Sehr dekorativ gebundenes Geschenkexemplar. – Gewidmet Kronprinz Rudolph. Enthält Kapitel u. a. über Gebieten und Befehlen; Exerciren; Verpflegung des Soldaten; Beförderung; Heldenmuth; Fahnen und Standarten; Operationspläne; Kriegsgefangenschaft; Adjutant; General und General-Stab. – Der Autor war k.k. Major im Feldmarschall-Lieutenant Ladislaus Freiherrn Nagy von Also-Szopor Linien-Infanterie-Regimente Nr. 70. – Teils braunfleckig, schönes Exemplar aus der Bibliothek von Rolf Keller mit dessen Exlibris (gestaltet 1929 von Rudolf Oeffinger).

Schlagwörter: Austriaca, Einbände, Einbandkunst, Militaria, Militarismus, Österreich

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350,--  Bestellen
1 Roberts – Brooke-Hunt, Violet. Lord (Frederick Sleigh) Roberts. A biography. London, James Nisbet & Co. 1907. 8°. VIII, [1] Bl., 346 S. mit Portrait-Frontispiz und 5 Portrait-Tafeln. Weinroter Maroquin-Lederband mit goldgepr. Rückenschild, reicher Rückenvergoldung, Deckel-Filetten, Wappen-Supralibros, Kanten- und Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.

Erste Ausgabe der ersten umfassenden Biographie des bedeutenden britischen Feldmarschalls Frederick Sleigh Roberts, 1. Earl Roberts (1832-1914), „einer der erfolgreichsten Heerführer des Viktorianischen Zeitalters. … Nach seiner Kindheit in Indien wurde er in Eton, in der Royal Military Academy Sandhurst und Addiscombe erzogen. Am 20. Februar 1852 reiste er von Southampton über Ägypten nach Indien. Im April begann er seinen Dienst bei der bengalischen Artillerie der Britischen Ostindien-Kompanie in Calcutta und diente dort als Second Lieutenant. Im November 1852 erreichte er Peschawar, an der North West Frontier, wo die Division seines Vaters stationiert war. Roberts diente dort in einer Gebirgsbatterie. Im April 1854 erhielt Roberts wegen häufiger Fieberanfälle einen sechsmonatigen Urlaub, den er in Kaschmir verbrachte. Nach seiner Rückkehr nach Peschawar wurde er als Lieutenant zur berittenen Artillerie versetzt. Im Frühjahr 1855 wurde er, wieder wegen des Fiebers, beurlaubt und ging für acht Monate erneut nach Kaschmir. Ab Sommer 1856 erfolgte seine Verwendung als Quartiermeister. Im Mai 1857 wurde Roberts in den Stab der neu aufgestellten fliegenden Kolonne versetzt. Mit dieser kämpfte er 1857/58 im Sepoy-Aufstand bei Delhi und Lakhnau. Für seinen Einsatz bei Khudaganj erhielt er 1858 das Victoria-Kreuz. … 1878 führte er im Zweiten Anglo-Afghanischen Krieg die durch das Tal des Kurum über den Paiwarpass vorrückenden Truppen. Daraufhin wurde er 1879 zum Major-General befördert und als Knight Commander des Bathordens in den Ritterstand („Sir“) erhoben. Nach Wiederausbruch des Krieges im September 1879 erhielt er den Oberbefehl über die ca. 10.000 Mann umfassenden Kabul- und Kandahar-Truppen. Am 9. Oktober 1879 besetzte er Kabul, setzte am 22. Juli 1880 Abdur Rahman Khan als Emir von Afghanistan ein und eilte dem nach der Schlacht von Maiwand von Ayub Khan in Kandahar eingeschlossenen General Primrose zu Hilfe, mit dem zusammen er Ayub Khan am 3. September eine entscheidende Niederlage beibrachte. Für seine Leistungen wurde Roberts am 11. Juni 1881 der erbliche Adelstitel Baronet, of the Army, verliehen. … Aufgrund der Neuordnung der Heeresverwaltung legte er 1904 sein Amt als Oberbefehlshaber nieder, das nun nicht mehr besetzt wurde. Er starb am 14. November 1914, während des Ersten Weltkriegs, in Saint-Omer an einer Lungenentzündung, als er einen Inspektionsbesuch bei den an der Westfront kämpfenden indischen Truppen unternahm“ (Wikipedia). – Außergewöhnlich schönes Exemplar in einem prachtvollen Schulpreis-Einband (Worcester Royal Grammar School), Rückendeckel leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten. – First edition of the first comprehensive biography of the distinguished British Field Marshal Frederick Sleigh Roberts, 1st Earl Roberts (1832-1914), ‘one of the most successful military leaders of the Victorian era. … After his childhood in India, he was educated at Eton, the Royal Military Academy Sandhurst and Addiscombe. On 20 February 1852 he travelled from Southampton via Egypt to India. In April he began his service with the Bengal Artillery of the British East India Company in Calcutta and served there as a second lieutenant. In November 1852 he reached Peshawar, on the North West Frontier, where his father’s division was stationed. Roberts served there in a mountain battery. In April 1854, Roberts was granted a six-month furlough, which he spent in Kashmir, due to frequent bouts of fever. After his return to Peshawar, he was transferred to the mounted artillery as a lieutenant. In the spring of 1855, he was again granted leave due to fever and went back to Kashmir for eight months. From the summer of 1856 he was posted as quartermaster. In May 1857, Roberts was transferred to the staff of the newly formed flying column. With this he fought in the Sepoy Uprising near Delhi and Lakhnau in 1857/58. He was awarded the Victoria Cross in 1858 for his service at Khudaganj. … In 1878, he led the troops advancing through the Kurum Valley over the Paiwar Pass in the Second Anglo-Afghan War. As a result, he was promoted to Major General in 1879 and knighted as Knight Commander of the Order of the Bath (‘Sir’). After the war broke out again in September 1879, he was given supreme command of the Kabul and Kandahar troops, which numbered around 10,000 men. He occupied Kabul on 9 October 1879, installed Abdur Rahman Khan as Emir of Afghanistan on 22 July 1880 and rushed to the aid of General Primrose, who had been trapped in Kandahar by Ayub Khan after the Battle of Maiwand and with whom he inflicted a decisive defeat on Ayub Khan on 3 September. For his achievements, Roberts was awarded the hereditary title of Baronet, of the Army, on 11 June 1881. … Due to the reorganisation of the army administration, he resigned his post as commander-in-chief in 1904, which was no longer filled. He died of pneumonia in Saint-Omer on 14 November 1914, during the First World War, while on an inspection visit to the Indian troops fighting on the Western Front’ (Wikipedia). – An exceptionally fine copy in a splendid school prize binding (Worcester Royal Grammar School), spine cover slightly stained, otherwise in very good condition.

Schlagwörter: Afghanistan, Africa, Afrika, Biographie, Biography, Burenkrieg, Einbände, Einbandkunst, England, Grossbritannien, Indien, Militaria, Militarismus

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