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Aufklärung

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Beschreibung
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1 Condillac, (Etienne Bonnot) de. Cours d’etude pour l’instruction du Prince de Parme, aujourd’hui S. A. R. l’infant D. Ferdinand, Duc de Parme,… 16 Bände. Londres, chez les Libraires Francois 1776. 8°. Mit gestoch. Frontispiz (Portrait) u. 8 gefalt. Kupfertafeln in Band I. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch. u. reicher floraler Rückenverg.

Cioranescu 20325. Monschein, Kinder- und Jugendbücher der Aufklärung 37 (Ausgabe Zweibrücken 1782). Quérard II, 267. Ziegenfuß I, 2. – Frühe Ausgabe des pädagogischen Hauptwerks. Die Originalausgabe erschien 1775 bei Bodoni, wurde sofort verboten und konnte erst 1782 offiziell erscheinen. – Das umfassende Werk des französischen Philosophen entstand seit 1769 während seiner Tätigkeit als Lehrer des Prinzen und späteren Herzogs Ferdinand von Parma. Es behandelt „Grammaire“, die Künste des Schreibens, der Vernunft und des Denkens sowie alte und moderne Geschichte. Am Ende von Band XVI die „Directions pour la conscience d’un Roi“ von François de Salignac de Mothe-Fénelon von 1747. Die Kupfertafeln mit Darstellungen zu Physik und Astronomie. – „Im „Discourse préliminaire“ stellt Condillac fest, die Methode, nach welcher er beim Unterricht des Prinzen vorgehe, würde neu erscheinen, obwohl sie im Grunde so alt sei wie die menschlichen Kenntnisse. Es sei die Art, in der die Menschen sich verhalten haben, um Künste und Wissenschaften zu erschaffen. Man nehme an, daß Kinder zu Erkenntnissen, die einiger Überlegungen bedürfen, unfähig seien. Man warte, um ihnen solche Kenntnisse zu vermitteln, das Alter der Vernunft ab, so las ob es im Leben einen Augenblick gäbe, wo uns die Vernunft, die wir im Augenblick vorher nicht hatten, eingeflößt worden wäre. Der Verfasser gibt sodann einen kurzen Abriß der Entwicklung der Menschheit und stellt fest, es gebe kein Alter, in welchem man die Allgemeinprinzipien einer Wissenschaft verstünde, wenn man nicht die Beobachtungen gemacht habe, die zu diesen Prinzipien führen. Das Alter der Vernunft sei somit jenes, wo man beobachtet habe, die Vernunft werde dann zeitgerecht kommen, wenn wir die Kinder zu Beobachtungen anhalten. Man werde sehen, daß die wahre und einzige Methode darin bestehe, den Schüler vom Bekannten zum Unbekannten zu führen; daher genüge es mit dem zu beginnen, was er weiß, um ihn etwas zu lehren, was er noch nicht weiß. … Etienne Bonnot de Condillac, 1715-1780, französischer Philosoph … ist der Begründer des Sensualismus (″Traité des sensations“ London, Paris 1754), indem er nicht mehr, wie vorher mit Locke, die innere Wahrnehmung als eine zweite Erkenntnisquelle neben der äußeren gelten ließ, sondern aus der äußeren als einziger Quelle alle Vorstellungen als Umbildungen (sensations transformées) der Sinneswahrnehmung genetisch abzuleiten suchte“ (J. Monschein). – Rücken etwas berieben, stellenweise etwas gebräunt, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Aufklärung, Frankreich, Gesamtausgaben, Geschichte, Pädagogik, Philosophie

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1.400,--  Bestellen
1 (Voit, Johann Peter u. a.). Schauplatz der Natur und der Künste, in vier Sprachen deutsch, lateinisch, französisch und italienisch. Vierter Jahrgang. Von 48. Platten und 48 Beschreibungen, nebst Titelkupfer und Vorbericht. – Spectacle de la Nature et des Arts, en quatre langues… Wien, Joseph Kurzböck 1776. 4°. Gestoch. Frontispiz, [54] Bl. (Text), 47 (statt 48) Kupfertafeln, 2 gestoch. Vignetten u. 2 Holzschnitt-Vignetten von J. Wagner, F. A. Isner u. a. nach F. Assner, F. Lindner, A. P. Stoessel. Kart. d. Zt. mit handschr. Rückenschild.

Hayn/ G. V, 93. HKJL III, 786 u. Sp. 997 ff. Monschein, Kinder- und Jugendbücher der Aufklärung 147 (mit 11 Abb.). Nicht bei Kirchner u. Pilz. – 4. Jahrgang des reich illustrierten Periodikums in der Nachfolge des Orbis Pictus von Comenius und Vorläufer von Bertuchs Bilderbuch. Insgesamt erschienen bis 1783 zehn Jahrgänge mit zusammen 480 Kupfertafeln und 10 gestoch. Frontispizen. Die Zeitschrift wurde ab 1787 in ähnlicher Form in Baumeisters „Welt in Bildern“ weitergeführt. Vierspaltig gedruckter Text in Deutsch, Latein, Französisch und Italienisch. – „Enzyklopädisches Bilderbuch mit praktischer Ausrichtung… behandelt alle Wissensgebiete, schwerpunktmässig die Handwerke und Berufe“ (T. Brüggemann). – Der vorliegende Jahrgang mit den Kupfern: „Die Bibliothek, Die Sonnenuhren, Die Zauberlaterne (Laterna magica), Die Elektrisiermaschine, Der Komet, Der Thierkreis, Das Nordlicht, Die Thurniere, Die Jagd, Der Metzger, Der Tischler, Die Ehe, Der Apotheker, Der Arzt und Wundarzt, Die äußerlichen Theile des Menschen (Körper), Die Lebensstrafen (Todesstrafen), Der Aberglaube, Die Post u. a. – „Im Vorbericht zum vierten Jahrgang stellt der Herausgeber fest, daß die Wochenschrift vom Publikum mit Beifall aufgenommen worden ist. Dann wird darauf verwiesen, daß die ersten Eindrücke eines Kindes die nachhaltigsten sind und auf die Denk- und Handlungsart eines Menschen den größten Eindruck hinterlassen. Einige Kinderfreunde hätten geglaubt, daß das Werk für die Fähigkeiten der Kinder zu schwer wäre und man es nur zum Privatunterricht junger Standespersonen gebrauchen könne und nicht für öffentliche Schulen. Doch würde es nur an den Lehrern liegen, den Gegenstand faßlich zu machen. Die Lehrer sollten die Schüler jedesmal nur mit einem Stück unterweisen, dann könnten sie mit den Kindern gut darüber sprechen; das Gelesene könnte bald in der Muttersprache, bald in einer fremden erörtert werden. Man werde dieses Werk „zuverlässig“ noch einige Jahre fortsetzen … An der Ausarbeitung des „Schauplatzes“ war auch Johann Peter Voit maßgeblich beteiligt“ (J. Monschein). – Umschlag etwas berieben, eine Tafel „Die Grazien“ fehlt, Textbl. teils leicht braunfleckig u. gebräunt, sonst sehr gut erhalten die Tafeln alle fleckenfrei.

Schlagwörter: Anschauungsbücher, Aufklärung, Berufe, Zeitschriften

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600,--  Bestellen
1 Knigge, Adolph Freiherr v. Ueber den Umgang mit Menschen. 5. vermehrte u. verbesserte Aufl. 3 Teile in 1 Band. Frankfurt u. Leipzig 1808. Kl.-8°. [4] Bl., 156 S.; [4] Bl., 184 S.; [4] Bl., 159 S. Pbd. d. Zt.

Vgl. Goed. IV 1, 615, 14. KNLL IX, 531. – Die Erstausgabe erschien 1788 bei Schmidt in Hannover. – „Knigges zu sprichwörtlicher Berühmtheit gelangtes Buch… will praktische Lebensklugheit vermitteln. In seiner humanitären Zielsetzung und seiner starken Betonung des ethischen Lebensprinzips ist es ein typisches Produkt der Aufklärungszeit… Im Hinblick auf seinen Stil zeichnet sich der ‚Umgang‘ durch die Eleganz der Form und eine weltmännische Leichtigkeit aus. In leichter, gefälliger Form, fern jeder Pedanterie, häuft der Autor nicht trockene Materie oder abstrakte Verhaltensregeln, sondern versteht es, den Stoff durch eine Fülle reizvoller, humoriger oder auch satirischer Betrachtungen amüsant zu gestalten. – ‚Über den Umgang mit Menschen‘ war nicht nur ein ungemein populäres Buch, sondern es ist auch das bedeutendste gesellschaftsethische Werk des ausgehenden 18. Jh.s. Mit großem Beifall aufgenommen… hat es eine ernorme Wirkung auf die Zeitgenossen ausgeübt und bis ins 19. Jh. hinein den Verhaltenskodex des Bürgertums bestimmt, woraus schließlich die negative Einschätzung des Werkes resultierte, nämlich als Anleitung für normierte Umgangsformen im gesellschaftlichen Verkehr.“ (K. Rei in KNLL). – Einband teils stärker berieben, Ecken beschabt und bestoßen, Vorderdeckel in der oberen Ecke mit Fehlstelle am Bezugspapier, nur vereinzelt leicht stockfl., sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Anstandsbücher, Aufklärung, Hahn, Philosophie, Psychologe

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70,--  Bestellen
1 Ehrenberg, Friedrich. Die practische Lebensweisheit. Ein Handbuch für Aufgeklärte. 2 Bände. Leipzig, Barth 1805-1806. 8°. XVI, 591, (1) S.; VIII, 528 S. mit 2 gestoch. Titelvignetten. Pbde. d. Zt. mit goldgepr. Rückensch. (abweichend gebunden).

ADB V, 7111. Goed. VI, 226. NDB IV, 350 f. – Erste Ausgabe, selten. – F. Ehrenberg (1776-1852) war Hof- und Oberprediger in Berlin und wurde als Vertrauter Friedrich Wilhelms III. 1817 ins Kultusministerium berufen. – „Verfasser … vielverbreiteter und besonders beim weiblichen Geschlechte beliebter Erbauungsschriften“ (J. A. Wagenmann in ADB). – „Zu den evangelischen Theologen, die zu Anfang des 19. Jahrhunderts das kirchliche Leben Berlins und der preußischen Landeskirche entscheidend beeinflußt haben, gehört der Berliner Hof- und Domprediger Friedrich Ehrenberg (1776-1852), unter den damaligen Domgeistlichen der wohl unbestritten bedeutendste … Als Prediger wandte er sich, durchaus Kind seiner Zeit, mit einem von Sentimentalität nicht freien Pathos an seine Hörer, sonderlich die des weiblichen Geschlechtes. Unter seinen zahlreichen religiös-popularphilosophischen Arbeiten fand den weitesten Anklang sein ‚Andachtsbuch für Gebildete aus dem weiblichen Geschlecht‘“ (W. Hollweg in NDB). – Einband von Band I angestaubt u. teils stärker berieben, Titelblatt von Band II gestempelt, stellenweise leicht braunfleckig u. gebräunt, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Aufklärung

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120,--  Bestellen
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