NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juli 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Weltkrieg II

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Beschreibung
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1 Weber, Horst. Zielpunkt Südeifel. Ein Tagebuch über Luftkriegsereignisse der Jahre 1939 bis 1945 in den Kreisen Bitburg und Prüm 1939-45 in zwei Bänden. I. 1939-August 1944. – August 1944-1945. Bitburg, Geschichtlichen Arbeitskreis Bitburger Land (GAK) (2000). Gr.-8°. 316 S.; 364 S. mit zahlr. Abbildungen. Farbig illustr. Orig.-Pappbände mit farbig illustr. Schutzumschlag.

Einzige Ausgabe, selten. – Inhalt: Ein chronologisches Tagebuch über Abstürze von alliierten und deutschen Flugzeugen, Luftangriffe, den Einsatz von Flak-Einheiten und technologische Entwicklungen (wie die „Schräge Musik“ bei Nachtjägern). Der Luftraum über der Eifel diente im Zweiten Weltkrieg als Aufmarschgebiet für den Westfeldzug 1940 sowie als wichtige Einflugschneise für Bomberverbände der britischen RAF und der US-amerikanischen USAAF. Das Buch dient Regionalhistorikern und Heimatforschern oft als verlässliche Quelle für lokale Absturzstellen. Unter anderem wird darin der Abschuss einer US-Maschine im Jahr 1944 bei Matzen (einem Stadtteil von Bitburg) und das anschließende Schicksal der überlebenden Besatzung im nahegelegenen Preist präzise rekonstruiert. – Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II

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80,--  Bestellen
1 Seghers, Anna (d. i. Netty Radvanyi geb. Reiling). Das siebte Kreuz. Roman aus Hitlerdeutschland. Mexico, Editorial „El Libro Libre“ 1942 (Januar 1943). 8°. 468 S., [2] Bl. Orig.-Pappband mit Rücken- und Deckeltitel in Rot und Schwarz.

Sternfeld/Tiedemann 461. W.-G.² 13. – Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger signierter Widmung von A. Seghers „Gutes Neues Jahr! Anna Seghers“. Darunter eine Bleistiftnotiz von anderer Hand mit Zitat aus einem Brief von A. Seghers vom 5. 1. 1947 an Grete Katz, die vermutlich die Widmungsempfängerin ist. Grete Katz (1919-?) war die jüngste Schwester des Schriftstellers und Journalisten Otto Katz (1895-1952), der Mitarbeiter des 1942 gegründeten Emigranten-Verlag El libro libre in Mexiko war. – „Dieses Buch ist den toten und lebenden Antifaschisten Deutschlands gewidmet. Es verdankt sein Erscheinen in Mexiko der Freundschaft und gemeinsamen Arbeit deutscher und mexicanischer Schriftsteller, Kuenstler und Drucker“ (Anna Seghers). – „1938 begann Anna Seghers die Arbeit an ihrem Roman im Exil in Südfrankreich. Da sie keine Recherchen an den Örtlichkeiten des Romans durchführen konnte, griff sie auf eine Region als Schauplatz zurück, die sie als gebürtige Mainzerin kannte. Das von ihr zugrundegelegte Konzentrationslager Osthofen befand sich auf einem damals stillgelegten Fabrikgelände nahe Worms. Bereits 1939 erschien das erste Kapitel in der Moskauer Zeitschrift Internationale Literatur. 1942 wurde der komplette Roman in den USA in englischer Sprache und im mexikanischen Exilverlag El Libro Libre („Das Freie Buch“) in deutscher Sprache veröffentlicht. Ebenfalls 1942 wurde in den USA eine Comic-Fassung verlegt. Durch den Abdruck in zahlreichen Zeitungen Amerikas dürfte die complete pictorial version damals bis zu 20 Millionen Leser erreicht haben. 1944 erschien eine überarbeitete und gekürzte Ausgabe für die auf den europäischen Kriegsschauplatz entsandten US-Soldaten. Später wurde von Anna Seghers das weitere Leben einiger Romanfiguren in Erzählungen fortgeführt (Das Ende, Die Saboteure, Vierzig Jahre der Margarete Wolf)“ (Wikipedia). – Rücken etwas gebräunt, vorderes Gelenk in der Mitte leicht beschädigt, Deckel etwas angestaubt und leicht fleckig, sonst gut erhalten.
First edition. – Inscribed by A. Seghers: ‘Happy New Year! Anna Seghers’. Beneath this is a pencil note in another hand containing a quotation from a letter by A. Seghers dated 5 January 1947 to Grete Katz, who is presumably the recipient of the dedication. Grete Katz (1919–?) was the youngest sister of the writer and journalist Otto Katz (1895–1952), who worked for the émigré publishing house El libro libre in Mexico, founded in 1942. – “This book is dedicated to the anti-fascists of Germany, both living and dead. It owes its publication in Mexico to the friendship and collaboration between German and Mexican writers, artists and printers” (Anna Seghers). – “In 1938, Anna Seghers began work on her novel whilst in exile in the south of France. As she was unable to conduct research at the novel’s actual locations, she chose as her setting a region she knew well, having been born in Mainz. The Osthofen concentration camp on which she based her story was situated on a disused factory site near Worms. As early as 1939, the first chapter appeared in the Moscow-based journal *Internationale Literatur*. In 1942, the complete novel was published in English in the USA and in German by the Mexican exile publishing house *El Libro Libre* (“The Free Book”). A comic-book version was also published in the USA in 1942. Thanks to its serialisation in numerous American newspapers, the ‘complete pictorial version’ is thought to have reached up to 20 million readers at the time. In 1944, a revised and abridged edition was published for US soldiers deployed to the European theatre of war. Anna Seghers later continued the stories of some of the novel’s characters in short stories (*Das Ende*, *Die Saboteure*, *Vierzig Jahre der Margarete Wolf*)” (Wikipedia). – Spine slightly tanned, front joint slightly damaged in the centre, cover slightly dusty and slightly stained, otherwise in good condition.

Schlagwörter: Exilliteratur, Signed books, Signierte Bücher, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II, Widmungsexemplar

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1.800,--  Bestellen
1 Hoffmann – Braeckow, Ernst und Heinrich Hoffmann (Hrsg.). Großdeutschland im Weltgeschehen. Tagesbildberichte 1939-1942. Geleitworte: Hans Fritzsche und Max Stampe. 4 Bände. Berlin, Joh. Kasper & Co. 1939-1942. Quer-Folio (31 x 43,5 cm.). Mit zus. 1327 mont. Orig.-Photographien (Brom-Sibergelatine, ca. 10 x 13,5 cm.) meist von Heinrich Hoffmann. Orig.-Kunstlederbände mit goldgepr. Deckeltiteln und Metallschrauben-Bindung.

Gerhard, Bilder des Krieges – Krieg der Bilder. Paderborn 2004. Herz, Hoffmann & Hitler. Fotografie als Medium des Führer-Mythos. Berlin 1994. Heidtmann 14727. Heiting/Jäger I, 424 ff. – Die umfangreichste deutsche Fotodokumentation der ersten Jahre des Zweiten Weltkriegs. – „Premium-Propagandamedium“ herausgegeben von E. Braeckow (1910-?), Oberregierungsrat im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP). Braeckow arbeitete seit 1933 in der Presseabteilung der Reichsregierung. Bis Juni 1940 stieg er zum stellvertretenden Leiter der Abteilung Inlandspresse des RMVP auf. Nach seinem Ausscheiden aus dem Ministerium im September 1941 war er als Propagandist in der berüchtigten Einsatzgruppe B der Sicherheitspolizei und des SD tätig. – Die prestigeträchtigen Propaganda-Alben (Neupreis rund 120 Reichsmark pro Band) waren der Versuch, das vermeintlich flüchtige Medium der tagesaktuellen Pressefotografie („Tagesbildberichte“) als dauerhaftes Repräsentationsmedium darzustellen. Sie sind ein Paradebeispiel für die Etablierung des „Führer-Mythos“ und die visuelle Begleitung des Vernichtungskrieges. Dabei werden reale Kampfhandlungen für das Inland zu einer heroischen „Tagesberichterstattung“ ästhetisiert. Deshalb sind die Alben auch wichtige Quellen für medienhistorische Dissertationen über die Arbeit der Propandakompanien (PK) der Wehrmacht. Die chronologische Anordnung der Aufnahmen (Begegnungen von Nazi-Größen mit ausländischen Staatsmännern, Propagandaveranstaltungen und Kriegsszenen) suggeriert eine objektive, fast tagebuchartige Dokumentation, welche die Niederlagen, Verbrechen und die Realität des Krieges vollständig ausblendet oder uminterpretiert. Die luxuriösen Propaganda-Publikationen sollten die Elite des Regimes (Parteidienste, höhere Beamte, Offiziere und das gehobene Bürgertum) ideologisch auf Kurs zu halten. – Heinrich Hoffmann (1885-1957), „Chonist der Bewegung“ (T. Friedrich in Heiting/Jaeger), war nach seiner Lehre in Heidelberg und Frankfurt am Main Mitarbeiter verschiedener Fotografen, darunter auch des bedeutenden Presse- und Portraitfotografs E. O. Hoppé in London. Hoffmann eröffnete 1909 in München ein Fotoatelier und arbeitete als Portrait- und Pressefotograf. Bereits 1919 lernte er Hitler kennen, trat 1920 der NSDAP bei, und begann Parteigrößen wie Hermann Göring und Rudolf Heß zu portraitieren und wurde Hitlers Leibfotograf. Im Oktober 1929 gründete er das „Photohaus Hoffmann“. Unter seinen neuen Mitarbeitern war auch die 17-jährige Eva Braun, die vermutlich dort A. Hitler begegnete. In seinem Verlag „Heinrich Hoffmann, Verlag national-sozialistische Bilder“ betrieb Hoffmann propagandistische Bildberichterstattung für die NSDAP. Er beschäftigte bis zu 300 Mitarbeiter und konnte durch den Vertrieb von Fotobildbänden bald Umsätze in der Höhe von Millionen Reichsmark verbuchen. – Von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen, sehr gut erhalten; vollständig mit dem meist fehlenden vierten Jahrgang (Angriff der deutschen Wehrmacht der Sowjetunion) sehr selten.
The most comprehensive German photographic documentation of the early years of World War II. – “Premium-Propandamedium,” edited by E. Braeckow (1910-?), Senior Government Councilor at the Reich Ministry of Public Enlightenment and Propaganda (RMVP). Braeckow had worked in the press department of the Reich government since 1933. By June 1940, he had risen to become deputy head of the Domestic Press Department of the RMVP. After leaving the ministry in September 1941, he served as a propagandist in the notorious Einsatzgruppe B of the Security Police and the SD. – The prestigious propaganda albums (original price around 120 Reichsmarks per volume) were an attempt to present the supposedly ephemeral medium of daily press photography (“daily photo reports”) as a permanent medium of representation. They are a prime example of the establishment of the “Führer myth” and the visual documentation of the war of extermination. In the process, actual combat operations are aestheticized for the domestic audience into heroic “daily reporting.” For this reason, the albums are also important sources for dissertations in media history on the work of the Wehrmacht’s Propaganda Companies (PK). The chronological arrangement of the footage—encounters between Nazi leaders and foreign statesmen, propaganda events, and scenes of war-suggests an objective, almost diary-like documentation that completely omits or reinterprets the defeats, crimes, and reality of the war. These lavish propaganda publications were intended to keep the regime’s elite-party officials, high-ranking civil servants, military officers, and the upper middle class-ideologically on track. – Heinrich Hoffmann (1885–1957), “chronicler of the movement” (T. Friedrich in Heiting/Jaeger), worked for various photographers after completing his apprenticeship in Heidelberg and Frankfurt am Main, including the prominent press and portrait photographer E. O. Hoppé in London. Hoffmann opened a photography studio in Munich in 1909 and worked as a portrait and press photographer. He met Hitler as early as 1919, joined the NSDAP in 1920, began photographing party leaders such as Hermann Göring and Rudolf Hess, and became Hitler’s personal photographer. In October 1929, he founded the “Photohaus Hoffmann.” Among his new employees was 17-year-old Eva Braun, who presumably met A. Hitler there in October 1929. Through his publishing house, “Heinrich Hoffmann, Verlag national-sozialistische Bilder,” Hoffmann produced propaganda photo reports for the NSDAP. He employed up to 300 people and, through the sale of photo books, was soon generating revenues in the millions of Reichsmarks. – Apart from slight signs of wear and age, it is in very good condition; complete with the fourth volume (the German Wehrmacht’s invasion of the Soviet Union), which is usually missing, very rare.

Schlagwörter: Deutschland, Documentary photography, Dokumentarphotographie, Germany, Nationalsozialismus, Propaganda, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II

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5.800,--  Bestellen
1 Seger, Gerhart H. Dictatorship, war, disaster. History of the Nazi regime. Oberaudorf, Raumbild-Verlag 1957. 8°. 103 S. und 300 Stereo-Photographien und Stereo-Betrachter aus Metall. Farbig illustr. Orig.-Halbleinen-Kassette in Pappschuber.

Heidtmann 18654 (dat. ca. 1954). Schönstein-Katalog, Deutsches Historisches Museum 4.20 (dat. ca. 1958). – Sehr seltene Nachkriegs-Publikation für den amerikanischen Markt. – Sehr gut erhalten und vollständig.
A very rare postwar publication intended for the American market. – In excellent condition and complete.

Schlagwörter: Raumbild, Raumbildalben, Stereophotographie, Stereoscope, Stereoskopie, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II

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1.200,--  Bestellen
1 Churchill, Winston. The second world war and an epilogue on the years 1945 to 1957. Abridged one-volume edition. London, Cassell & Company (1959). 8°. XVIII, 1033 S. OLn. mit farbig illustr. OU. (von Biro).

PMM 424. – Erste Ausgabe. – „Winston Churchill ist der einzige Staatsmann der Neuzeit, der die umwälzenden Ereignisse, an deren Gestaltung er maßgeblich beteiligt war, selbst in einem großen, sehr persönlichen Geschichtswerk geschildert hat. An die sechs Bände seiner ‚Weltkrise‘, die den Ersten Weltkrieg, seine Vorgeschichte und Nachwehen umfassen, schließt sich mit abermals sechs Bänden „Der Zweite Weltkrieg“ mit seiner Vorgeschichte an. Diese zwölf Bände hat Churchill stets als ein Ganzes begriffen und sie eine ‚Chronik des Zweiten Dreißigjährigen Krieges‘ genannt. … Im Februar 1959 brachte er die hier angeführte einbändige Ausgabe von ‚Der Zweite Weltkrieg‘ heraus und fügte ihr einen Epilog an, in welchem er über sein Nachkriegswirken Rechenschaft gibt und aus der Sicht seines neunten Lebensjahrzehnts gleichsam die Summe zieht. Dieser Epilog kann als sein Vermächtnis gelten. Er erinnert darin an seine Rede in Fulton, im März 1946, in der er erstmals vom ‚Eisernen Vorhang‘ sprach und erklärte: „Dies ist gewiß nicht das Befreite Europa, für dessen Aufbau wir kämpften.“ Er erinnert an seine Züricher Rede vom Herbst 1945, in der er als ersten Schritt zur Neuschaffung der europäischen Familie die Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich forderte. Er erörtert die Europa-Bewegung und ist vom langsamen Wachstum ihres Gedankens nicht enttäuscht: „Bei großen Unternehmungen ist ein Fehler zu versuchen, alles auf einmal in Angriff zu nehmen.“ Er betrachtet die Sowjetunion nach Stalins Tod und dem ungarischen Aufstand und gelangt zum prophetischen Schluß: „Niemand kann glauben, daß dieser Zustand ewig dauern wird. Die Lehre des Kommunismus trennt sich allmählich von der russischen Militärmaschine ab. Die Völker werden auch weiterhin gegen das sowjetische Kolonialreich aufbegehren, nicht weil es kommunistisch, sondern, weil es eine bedrückende Fremdherrschaft ist.“ Der Große Alte Mann ist nicht entmutigt: „Ich bin nicht der Meinung, daß die Mühen und Opfer Großbritanniens und seiner Verbündeten, die ich in meinen sechs Bänden aufgezeichnet habe, zu nichts geführt und lediglich einen noch gefahrvolleren und düstereren Zustand als zuvor geschaffen haben. Im Gegenteil, ich bin zutiefst überzeugt, daß wir uns nicht umsonst bemüht haben. Streit zwischen Völkern und Kontinenten wird es vermutlich immer geben. Aber im großen Ganzen wird die menschliche Gesellschaft in zahlreiche Formen hineinwachsen, von denen die Parteimaschinen keinen Begriff haben.“ Damit legte er die Feder nieder. Es ist in jedem Sinn sein letztes Buch“ (Carter/Muir). – Der schöne Schutzumschlag am Kapital mit geringfügigen Randläsuren und an den Kanten leicht berieben, sehr gutes sauberes Exemplar. – First edition. – “Winston Churchill is the only statesman of modern times who has himself described the revolutionary events in the shaping of which he played a decisive role in a large, very personal historical work. The six volumes of his ‚World Crisis‘, which cover the First World War, its prehistory and aftermath, are followed by another six volumes of ‚The Second World War‘ with its prehistory. Churchill always saw these twelve volumes as a whole and called them a ‚Chronicle of the Second Thirty Years‘ War’. … In February 1959, he published the one-volume edition of ‚The Second World War‘ cited here and added an epilogue in which he gives an account of his post-war work and sums it up, as it were, from the perspective of the ninth decade of his life. This epilogue can be regarded as his legacy. This epilogue can be regarded as his legacy. In it, he recalls his speech in Fulton in March 1946, in which he first spoke of the ‚Iron Curtain‘ and declared: “This is certainly not the Liberated Europe we fought to build.” He recalls his speech in Zurich in the fall of 1945, in which he called for a partnership between Germany and France as the first step towards recreating the European family. He discusses the European movement and is not disappointed by the slow growth of its ideas: “In great undertakings, it is a mistake to try to tackle everything at once.” He looks at the Soviet Union after Stalin’s death and the Hungarian uprising and comes to the prophetic conclusion: “No one can believe that this state of affairs will last forever. The doctrine of communism is gradually separating itself from the Russian military machine. The peoples will continue to revolt against the Soviet colonial empire, not because it is communist, but because it is an oppressive foreign rule.” The Grand Old Man is not discouraged: “I am not of the opinion that the labors and sacrifices of Great Britain and her allies, which I have recorded in my six volumes, have led to nothing and have merely created an even more perilous and gloomy condition than before. On the contrary, I am profoundly convinced that we have not labored in vain. There will probably always be strife between peoples and continents. But on the whole, human society will grow into numerous forms of which the party machines have no conception.” With that he laid down his pen. It is in every sense his last book” (Carter/Muir). – The beautiful dust jacket with minor edge wear at the spine and slightly rubbed at the edges, a very good clean copy.

Schlagwörter: Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II

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120,--  Bestellen
1 Beradt, Charlotte. Das Dritte Reich des Traums. München, Nymphenburger Verlagshandlung 1966. 8°. 151, (1) S. OLn. mit Orig.-Schutzumschlag.

Seltene erste Ausgabe der wichtigen Arbeit. – „Charlotte Beradt, die als Journalistin in Berlin arbeitete, wurde ab 1933 nicht mehr beschäftigt, floh 1939 nach England und 1940 weiter nach New York. Charlotte Beradt sammelte Träume, die zwischen 1933 und 1939 geträumt wurden, und befragte dazu Menschen ihrer Umgebung: Schneiderin, Nachbar, Tante, Milchmann, den befreundeten Unternehmer, den Arzt … Fünfzig „von der Diktatur diktierte Träume“ hat sie in ihren 1966 erstmals erschienenen Klassiker der Traumdokumentation aufgenommen. Eine erste Auswahl, 1943 in einer amerikanischen Zeitschrift erschienen, begann mit den Sätzen: „Ich erwachte schweissgebadet, mit zusammengebissenen Zähnen. Wieder, wie in zahllosen Nächten davor, war ich in einem Traum von einem Ort zum nächsten und immer weiter gejagt worden – angeschossen, gefoltert, skalpiert. Aber in dieser Nacht kam mir in den Sinn, dass ich wohl nicht die einzige unter Abertausenden war, die durch die Diktatur zu solchen Träumen verurteilt wurde. Was meine Träume beherrschte, musste auch ihre beherrschen – atemlose Flucht über Felder, Versteck auf schwindelerregend hohen Türmen, Sichverkriechen in Gräbern, die SS-Männer stets auf den Fersen. Ich begann, andere Leute nach ihren Träumen zu befragen.“ (Suhrkamp Verlag zu einer Neuausgabe). – Sehr gutes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Nationalsozialismus, Psychologie, Psychology, Traumdeutung, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II

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120,--  Bestellen
1 Lucas, Robert. Teure Amalia, vielgeliebtes Weib. Die Briefe des Gefreiten Adolf Hirnschal an seine Frau in Zwieselsdorf. Zürich, Europa Verlag (1945). 8°. 188 S. mit Illustrationen im Text. OLn.

Exilarchiv 3550. Sternfeld-Tiedemann 321. – Erste Ausgabe, erschien zeitgleich auch in Wien. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Exilliteratur, Propaganda, Satire, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II, Zweiter Weltkrieg

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40,--  Bestellen
1 Lucas, Robert. Teure Amalia, vielgeliebtes Weib. Die Briefe des Gefreiten Adolf Hirnschal an seine Frau in Zwieselsdorf. Zürich, Europa Verlag (1945). 8°. 188 S. mit Illustrationen im Text. OLn. u. illustr. OU.

Exilarchiv 3550. Sternfeld-Tiedemann 321. – Erste Ausgabe, erschien zeitgleich auch in Wien. – Mit eigenhändiger Widmung und maschinenschr. Brief von R. Lucas an den Schweizer Rundfunk-Intendanten Erwin Roth (dat. 11. August 1979). – Auswahl aus den von der BBC London während der Kriegsjahre 1940-45 gesendeten „Briefen des Gefreiten Hirnschal“. – Einband leicht fleckig, vorderes freies Vorsatzblatt fehlt, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Autographen, Exilliteratur, Propaganda, Satire, Signierte Bücher, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II, Widmungsexemplar, Zweiter Weltkrieg

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180,--  Bestellen
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