Nordrhein-Westfalen
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Risse, (Friedrich Wilhelm) Edmund. Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation zu Bochum in Westfahlen. Bochum, (Druck der Trägerkartons von H. Kunstmann & Co., Berlin), (1872-1873). Quer-Gr.-Folio (45 x 48,5 cm.). Portfolio, 11 Orig.-Photographien (Albuminabzüge, 28,5 x 23 cm.) auf bedruckten Trägerkartons (47,5 x 45 cm.). Leinen-Flügelmappe mit goldgepr. Deckeltitel.
Wichtiges Dokument der Industrie-Fotografie in Deutschland; die frühesten Fotografien der Bochumer Stahlhütte (BVG). Eine Inkunabel der Industriefotografie. Wir können nur ein Exemplar dieser Foto-Serie im Technisches Museum Wien (TMW) nachweisen (Exemplar für die Weltausstellung 1873 in Wien). – Die Aufnahmen zeigen: Gussstahlfabrik in Bochum; Mülheimer Hütte in Mülheim am Rhein; Hochöfen der Mülheimer Hütte in Mülheim am Rhein; Schienenwalzwerk; Werkstatt zum Abschneiden der Räderangüsse; Hammerwerk I; Hammerwerk II; Bandagenwalzwerk II; Achsendreherei; Zeche Vereinigte Maria Anna und Steinbank, neuer Schacht; Zeche Vereinigte Maria Anna und Steinbank, Schacht II und III. – Die Aufnahmen der Hammerwerke I und II, der Achsendreherei, des Bandagenwalzwerks II sowie der hochspezifischen „Werkstatt zum Abschneiden der Räderangüsse“ zeigen die damalige Weltspitze der Eisenbahn- und Radsatzproduktion. Die Mülheimer Hütte am Rhein wurde vom Bochumer Verein im Jahr 1872 erworben. Ziel war es, die akute Abhängigkeit von englischem Roheisen zu brechen und die Zeit zu überbrücken, bis die eigenen Hochöfen in Bochum fertiggestellt waren. Da der BVG bald darauf eigene Hochöfen direkt in Bochum betrieb, verlor der Standort am Rhein schnell seine exklusive Bedeutung für das Hauptwerk. Die beiden Fotos zeigen die Mülheimer Hütte exakt auf dem Zenit seiner strategischen Wichtigkeit für den BVG. – Der Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation (BVG) war einer der bedeutendsten und prägendsten Montankonzerne im Ruhrgebiet. Gegründet im Jahr 1842 als Gussstahlfabrik Mayer & Kühne, entwickelte sich das Unternehmen zum dominierenden Wirtschaftsfaktor der Stadt Bochum und beschäftigte in Spitzenzeiten über 20.000 Mitarbeiter. Der technisch versierte Jacob Mayer und der Kaufmann Eduard Kühne gründeten die Fabrik, um das englische Verfahren der Tiegelstahlfabrikation nach Deutschland zu bringen. Eine technische Sensation gelang Jacob Mayer mit der Erfindung des Stahlformgusses (patentiert 1851). Dem Unternehmen glückte es als erstem weltweit, flüssigen Stahl direkt in komplexe Formen zu gießen. Das historische Hammerwerk II von 1865 gilt mit seinen wegweisenden Dreigelenkbindern als Meilenstein der deutschen Ingenieurskunst. – Edmund Risse (1835-1891) war nicht nur ein renommierter kaiserlicher Hoffotograf, sondern in den 1870er Jahren auch als Pionier der frühen deutschen Industriefotografie aktiv. Er betrieb unter anderem Filialen in Bochum und Essen. Seine Aufnahmen für den Bochumer Verein dokumentieren die monumentale Phase der Hochindustrialisierung im Ruhrgebiet. Die Bilder zeigen den Bochumer Verein exakt in seiner wichtigsten Expansionsphase unter Generaldirektor Louis Baare. Sie dokumentieren Werksanlagen, Hochöfen oder Arbeiter, die heute größtenteils längst abgerissen oder völlig verändert sind. – Der Duisburger Lithograf und Fotograf F. W. E. Risse war Hof-Fotograf des deutschen Kronprinzenpaares (Friedrich Wilhelm und Victoria) sowie später von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria. Zudem trug er Titel als Hoffotograf weiterer europäischer Adelshäuser, darunter für die Großfürstin Wera von Württemberg (Großfürstin von Russland). Edmund Risse baute ein beeindruckendes, überregionales Netzwerk aus Ateliers auf; sein Hauptatelier befand sich in Berlin (u. a. in der Prachtstraße Unter den Linden 15). Außerdem betrieb er Ateliers in Essen (Limbecker Platz 8), Bochum, auf Norderney und in Bad Ems. – Flügel und Spiegel der Mappe fachgerecht erneuert, die Trägerkartons angestaubt und etwas fleckig, Trägerkarton von „Werkstatt zum Abschneiden der Räderangüsse“ mit größerer restaurierter Fehlstelle (Verlust der Buchstaben „Werk“), die Fotografien sehr gut erhalten und kontrastreich. Schlagwörter: Architectural photography, Architektur, Architekturfotografie, Bergbau, Eisenbahntechnik, Industrial Photopraphy, Industrial railways, Industriefotografie, Industriephotographie, Nordrhein-Westfalen, Stahl-Industrie |
7.500,-- | ![]() |
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| Büsching, Anton Friderich. Neue Erdbeschreibung. Dritter Theil, welcher das deutsche Reich nach seiner gegenwärtigen Staatsverfassung enthält. (Erster Band). 5. rechtmäßige und stark verbesserte und vermehrte Auflage. Hamburg, Joh. Carl Bohn 1771. 8°. [4] Bl., 1412 S. mit gestoch. Titelvignette. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher floraler Rückenvergoldung.
Vgl. Engelmann 16. – Vollständiger erster Band des dritten Teils der ausführlichen Orts- und Landesgeschichte. – Enthält Beschreibungen u. a. der Regionen Böhmen, Schlesien und Mähren, Lausitz, Österreich (mit dem Breisgau und der Grafschaft Tirol), Luxemburg, Flandern, Nordrhein-Westfahlen, Rheinland-Pfalz und Hessen. – „Als Geograph ist Anton Friedrich Büsching (1724-1793) von historischer Bedeutsamkeit, seine ‚Neue Erdbeschreibung‘ war bahnbrechend für die Darstellung der neueren Geographie und wurde in fremde Sprachen übersetzt. … Nach Büsching’s Tode wurde sein Werk fortgesetzt“ (ADB III, 644 f.). – Gestoch. Wappen-Exlibris, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar aus einer Schloß-Bibliothek. Schlagwörter: Böhmen, Geschichte, Hessen, Mähren, Nordrhein-Westfalen, Ortsgeschichte, Österreich, Pfalz, Schlesien |
280,-- | ![]() |
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| Chargesheimer (d. i. Karl Heinz Hargesheimer) Köln 5 Uhr 30. Köln, DuMont Schauberg (1970). Folio (38 x 28 cm.). [32] Bl. mit 64 Tafeln. Illustr. Orig.-Kartonumschlag mit Pappschuber.
Heidtmann 17836. Koetzle 86 (mit Abb.). Parr/Badger I, 223. – Einzige Ausgabe, selten. – „Chargesheimer was one of the most profilic German photographers of the 1950s and 60s, a portraitist and member of the Fotoform group, who also worked for the resurgent German illustrated press before the rise of television changed magazine photography irrevocably. ‚Köln 5 Uhr 30‘ (Cologne 5. 30), however, is not so much a journalistic document as a photographer’s personal project, probably generated by Chargesheimer’s fascination with the deserted early morning city, possibly also as a try-out for one of the wide-angle lenses – 21 mm or 24 mm – that had been newly introduced and were popular with photographers of the day. … The new Cologne might have been a symbol of the postwar German economic miracle, but it represented a homogenized, dehumanized technological society, a product of global corporate capitalism“ (Parr/Badger). – „Wenig schmeichelhaft erscheinen die Städte in Chargesheimers letzten beiden Büchern. Während er für ‚Köln 5 Uhr 30‘ ausschließlich extreme Weitwinkelperspektiven zeigte, die er in den frühen Morgenstunden in den menschenleeren Kölner Innenstadtstraßen aufgenommen hatte, ist das Motivspektrum in ‚Hannover‘ vielfältiger“ (T. Wiegand zu ‚Hannover‘ in Heiting/Wiegand, Deutschland im Fotobuch). – „Er war eine schillernde, widersprüchliche Künstlerpersönlichkeit, temperamentvoll im Gespräch, voller Einfälle und Unruhe in seiner schöpferischen Arbeit; im Laufe seines kurzen Lebens war er nacheinander und manchmal nebeneinander Maler, Bildhauer, Lichtgrafiker, Fotogrammer, Erfinder kinetischer Maschinen, Bühnenbildner, Regisseur und Fotograf. Das fotografische Werk in seiner Breite und in seiner Vollendung bleibt seine höchste künstlerische Tat. Und dies nicht nur innerhalb seines eigenen OEuvres: Chargesheimer schrieb als Fotograf eines der wichtigsten Kapitel der Fotografie in Deutschland nach 1945“ (E. Weiss in Koetzle). – Schuber wie immer mit Alters- und Gebrauchsspuren und etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Köln, Nordrhein-Westfalen |
1.200,-- | ![]() |
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| Rhein – Horn, W. O. (d. i. Friedrich Wilhelm Philipp Oertel). Der Rhein. Geschichte und Sagen seiner Burgen, Abteien, Klöster und Städte. 2. verb. Auflage. Wiesbaden, Julius Niedner u. Philadelphia, Schäfer & Koradi 1875. Gr.-8° (23,5 x 16,5 cm.). IV, 552 S. mit 36 Stahlstich-Tafeln von Carl Mayer nach Eugen Klimsch. Blindgepr. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt.
ADB XXIV, 435 ff. Schmitt 107. – Zuerst 1867 veröffentlichtes, beliebtes Werk des Volksschriftstellers Wilhelm Oertel (1798-1867). – „Letztes größeres illustriertes Werk über den Rhein, das noch Stahlstiche verwendet“ (Schmitt). – Mit Ansichten von Andernach, Bacharach, Biebrich, Bingen, Bonn, Godesberg, Hammerstein, Heisterbach, Koblenz, Köln etc. – Rücken unter Verwendung des Orig.-Bezugs fachgerecht erneuert, stellenweise im Blattrand etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Ansichten, Ansichtenwerke, Nordrhein-Westfalen, Rhein, Rhein-Gebiet, Rheinland-Pfalz, Sagen |
140,-- | ![]() |
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| Müller, Joseph. Gedichte und Prosa in Aachener Mundart. Erster (und zweiter) Theil. 2. Aufl. 2 Teile in 1 Band. Aachen, P. Kaatzer 1869. 8°. XVI, 238 S.; XI, 244 S. Weinroter Hldr. der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung.
ADB XXII, 637 f. Kosch X, 1508. – Mit eigenhändiger Widmung von J. Müller. – Erste Gesamtausgabe der Mundart-Gedichte; die ersten Ausgaben der beiden Teile erschienen zuerst 1840 und 1853. – Kanten etwas berieben und bestoßen, papierbedingt etwas gebräunt und stellenweise leicht braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Aachen, Lyrik, Mundart, Nordrhein-Westfalen, Signierte Bücher, Widmungsexemplar |
90,-- | ![]() |
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| Münster, Bistum – Monasteri ensis episcopatus. Altkol. Kupferstich-Karte aus Atlas Minor, von G. Mercator u. J. Janssonius. Amsterdam 1648. Ca. 20 x 15 cm. Unter Passepartout.
Umfasst das Gebiet von Recklinghausen bis Oldenburg und von Borkeloh bis Osnabrück. – Oben rechts mit schöner Rollwerkkartusche. Schlagwörter: Karten, Münster, Nordrhein-Westfalen, Oldenburg |
60,-- | ![]() |
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