Traumdeutung
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Freud, Sigm(und). Die Traumdeutung. 3. vermehrte Auflage. Leipzig und Wien, Franz Deuticke 1911. Gr.-8° (22,3 x 15,5 cm.). IX, (1), 414 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit Jugendstil-Ornamentik.
Carter/Muir, PMM 389. Garrison-Morton 4980. Grinstein 277. – Mit dem Motto nach Virgil auf dem Titelblatt: „Flectere si nequeo superos, acheronta movebo“ (″Wenn mich der Himmel nicht hört, dann ruf’ ich die Hölle zur Hilfe“). – „Die Traumdeutung“, faßte Freud 1909 zusammen, „ist die Via regia zur Kenntnis des Unbewussten im Seelenleben.“ – „Daß von diesem schwer lesbaren Buche noch vor Vollendung des ersten Jahrzehnts eine zweite Auflage notwendig geworden ist, verdanke ich nicht dem Interesse der Fachkreise, an die ich mich in den vorstehenden Sätzen gewendet hatte. Meine Kollegen von der Psychiatrie scheinen sich keine Mühe gegeben zu haben, über das anfängliche Befremden hinauszukommen, welches meine neuartige Auffassung des Traumes erwecken konnte, und die Philosophen von Beruf, die nun einmal gewöhnt sind, die Probleme des Traumlebens als Anhang zu den Bewußtseinszuständen mit einigen – meist den nämlichen – Sätzen abzuhandeln, haben offenbar nicht bemerkt, daß man gerade an diesem Ende allerlei hervorziehen könne, was zu einer gründlichen Umgestaltung unserer psychologischen Lehren führen muß. Das Verhalten der wissenschaftlichen Buchkritik konnte nur die Erwartung berechtigen, daß Totgeschwiegenwerden das Schicksal dieses meines Werkes sein müsse; auch die kleine Schar von wackeren Anhängern, die meiner Führung in der ärztlichen Handhabung der Psychoanalyse folgen und nach meinem Beispiel Träume deuten, um diese Deutung in der Behandlung von Neurotikern zu verwerten, hätte die erste Auflage des Buches nicht erschöpft. So fühle ich mich denn jenem weiteren Kreise von Gebildeten und Wißbegierigen verpflichtet, deren Teilnahme mir die Aufforderung verschafft hat, die schwierige und für so vieles grundlegende Arbeit nach neun Jahren von neuem vorzunehmen“ (Freud aus seinem Vorwort zur zweiten Auflage, das er im Sommer 1908 in Berchtesgaden schrieb). – „Herr Otto Rank hat mir bei der Auswahl der Zusätze wertvolle Dienste geleistet und die Revision der Druckbogen allein besorgt. Ich bin ihm und vielen anderen für ihre Beiträge und Berichtigungen zu Dank verpflichtet“ (Vorwort zur 3. Auflage). – „His book represents the first attempt at a serious scientific study of the phenomenon of dreams, and Freud always regarded it as his greatest effort. (…) It is somewhat fitting that the first year of the twentieth century should witness the publication of Freud’s landmark work probing the human mind. Judged by its originality, impact, and influence, his work ranks as high as any in the history of science“ (Bruno, The Tradition of Science, S. 167 f.). – Einband stärker berieben und angestaubt, Titelblatt mit restauriertem Eckabriss (minimaler Textverlust bei der Verlagsangabe, sonst gut erhaltenes Exemplar im seltenen Verlagseinband). – The cover is heavily scuffed and dusty; the title page has a restored corner tear (minimal loss of text in the publisher’s information); otherwise, this is a well-preserved copy in a rare publisher’s binding. Schlagwörter: Psychologie, Psychology, Traumdeutung |
320,-- | ![]() |
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| Beradt, Charlotte. Das Dritte Reich des Traums. München, Nymphenburger Verlagshandlung 1966. 8°. 151, (1) S. OLn. mit Orig.-Schutzumschlag.
Seltene erste Ausgabe der wichtigen Arbeit. – „Charlotte Beradt, die als Journalistin in Berlin arbeitete, wurde ab 1933 nicht mehr beschäftigt, floh 1939 nach England und 1940 weiter nach New York. Charlotte Beradt sammelte Träume, die zwischen 1933 und 1939 geträumt wurden, und befragte dazu Menschen ihrer Umgebung: Schneiderin, Nachbar, Tante, Milchmann, den befreundeten Unternehmer, den Arzt … Fünfzig „von der Diktatur diktierte Träume“ hat sie in ihren 1966 erstmals erschienenen Klassiker der Traumdokumentation aufgenommen. Eine erste Auswahl, 1943 in einer amerikanischen Zeitschrift erschienen, begann mit den Sätzen: „Ich erwachte schweissgebadet, mit zusammengebissenen Zähnen. Wieder, wie in zahllosen Nächten davor, war ich in einem Traum von einem Ort zum nächsten und immer weiter gejagt worden – angeschossen, gefoltert, skalpiert. Aber in dieser Nacht kam mir in den Sinn, dass ich wohl nicht die einzige unter Abertausenden war, die durch die Diktatur zu solchen Träumen verurteilt wurde. Was meine Träume beherrschte, musste auch ihre beherrschen – atemlose Flucht über Felder, Versteck auf schwindelerregend hohen Türmen, Sichverkriechen in Gräbern, die SS-Männer stets auf den Fersen. Ich begann, andere Leute nach ihren Träumen zu befragen.“ (Suhrkamp Verlag zu einer Neuausgabe). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Nationalsozialismus, Psychologie, Psychology, Traumdeutung, Weltkrieg <1939-1945>, Weltkrieg II |
120,-- | ![]() |
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