Geschichte
Die Liste enthält 169 Einträge. Suchergebnisse löschen und Gesamtbestand anzeigen.
| Abbildung |
Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
|
|---|---|---|---|
| Reinach, Joseph. Histoire de l’affaire Dreyfus. (Tome I): Le procès de 1894. Paris, Édition de la Revue Blanche 1901. 8°. [3] Bl., 640 S. mit 6 Tafeln. Halblederband im Stil des 18. Jahrhunderts mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.
Erste Ausgabe. Später erschienen weitere 6 Bände. – „Die Dreyfus-Affäre war ein Justizskandal, der die französische Politik und Gesellschaft in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts tief spaltete. Er betraf die Verurteilung des jüdischen Hauptmanns Alfred Dreyfus 1894 durch ein Kriegsgericht in Paris wegen angeblichen Landesverrats zugunsten des Deutschen Kaiserreichs, die in jahrelange öffentliche Auseinandersetzungen und weitere Gerichtsverfahren mündete. Die Verurteilung des aus dem Elsass stammenden Artillerieoffiziers basierte auf rechtswidrigen Beweisen und zweifelhaften Handschriftengutachten. Für die Wiederaufnahme des Verfahrens und den Freispruch Dreyfus’ setzten sich zunächst nur Familienmitglieder und einige wenige Personen ein, denen im Verlauf des Prozesses Zweifel an der Schuld des Angeklagten gekommen waren“ (Wikipedia). – Der Politiker und Journalist J. Reinach (1856-1921) war 1889 bis 1898 und von 1906 bis 1914 war er Abgeordneter in der Nationalversammlung, wo er in der republikanischen Fraktion Union démocratique bzw. Gauche démocratique saß. – Einband etwas berieben, schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Antisemitism, Antisemitismus, Dreyfus, Alfred |
70,-- | ![]() |
|
| Winckelmann, Joh(ann Joachim). Werke. Einzig rechtmäßige Original-Ausgabe. 2 Bände. Stuttgart, Hoffmann’sche Verlagsbuchhandlung 1847. 4° (26 x 18,5 cm.). L, 585 S.; (VIII), 676 S. mit 1 gestoch. Faksimile und 57 (statt 68) Kupfertafeln. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.
Goedeke IV/1, 302, 17.3. – Gesamtausgabe der Werke des Begründers der wissenschaftlichen Archäologie und Kunstgeschichte in Deutschland. Die Tafeln zeigen Gesamt- und Detaildarstellungen von Gebäuden, Säulen, Büsten, Statuen, Reliefs u. a. – Titelblätter alt aufgezogen, ohne das Portrait und 11 Tafeln, die Tafeln teils stärker wasserrandig, sonst nur stellenweise etwas braunfleckig, noch gutes Arbeitsexemplar. Schlagwörter: Archaeology, Archäologie, Gesamtausgaben |
80,-- | ![]() |
|
| Roepell, Richard. Die Grafen von Habsburg. Eine von der Universität zu Halle gekrönte Abhandlung über Genealogie und Besitzungen dieses Geschlechts bis zur Thronbesteigung Rudolfs im J. 1273. Halle, C. A. Schwetschke und Sohn 1832. 8°. 136 S. mit 1 gefalteten Stamm-Tafel. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
ADB LIII, 464 ff. GV 119, 143. – Erste Ausgabe, selten. – R. Roepell (1808-1893) war über 50 Jahre lang Professor für Geschichte an der Universität Breslau und wurde anlässlich „seiner 50jährigen Breslauer Universitätslehrthätigkeit zum Geheimen Regierungsrat ernannt. Außerdem wurde seine Büste, ein Geschenk seiner Universitätscollegen, im Provinzialmuseum aufgestellt und eine „Roepellstiftung“ zur Unterstützung von Studirenden gegründet.“ (H. Hahn in ADB). – Kanten etwas berieben und bestoßen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Genealogie, Genealogy, Habsburger, Österreich |
70,-- | ![]() |
|
| Babelon, Ernest. Description historique et chronologique des monnaies de la république romaine, vulgairement appelées monnaies consulaires. (Réimpression anastatique de l’édition de Paris et Londres 1885-1886). 2 volumes. Bologna, Arnaldo Forni (1963). Gr.-8° (24,5 x 18,5 cm.). XVIII, LVI, 562 S.; [2] Bl., 669 S. mit zahlr. Abbildungen. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Antike, Faksimile, Numismatics, Numismatik, Römisches Reich |
140,-- | ![]() |
|
| (Cahn, Herbert A., Prefazione). Catalogo della Collezione (Ernst Justus) Haeberlin. Monete d’oro e d’argento della Repubblica Romana. Con lista dei prezzi di aggiudicazione. (Nachdruck des Auktions-Katalogs: Sammlung Ernst Justus Haeberlin. Die Gold- und Silbermünzen der Römischen Republik. Frankfurt, A. E. Cahn 1933). Lugano, Nummorum Auctiones (1977). 4° (29,5 x 23,5 cm.). XIII, [7] Bl., 190 S., [1] Bl., 29 Tafeln, 8, 20 S., [1] Bl. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückentitel und Klarsicht-Schutzumschlag.
Eines von 300 num. Exemplaren. – Nachdruck des wichtigen Katalogs einer der bedeutendsten Sammlungen antiker Münzen. – Der Frankfurter Jurist E. J. Haeberlin (1847-1925) war 1906 Mitgründer der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft. Seine Münzsammlung wurde nach seinem Tod aufgelöst, ein Teil versteigert, nur der Aes-grave-Bestand und Teile der Münzsammlung kamen im Jahr 1940 in das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Auktionskatalog, Auktionskataloge, Faksimile, Numismatics, Numismatik, Römisches Reich |
180,-- | ![]() |
|
| Cohen, Henry. Description historique des monnaies frappées sour l’empire romain communément appelées médailles impériales. (Unveränderter Nachdruck der 1880 in Paris bei Rollin et Feuardent erschienenen Ausgabe). 8 Bände. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstaltalt 1955. 8°. Mit zahlr. Abbildungen. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückenschildern.
Sehr gutes Exemplar des Standardwerks. Schlagwörter: Antike, Faksimile, Münzen, Numismatics, Numismatik, Römisches Reich |
220,-- | ![]() |
|
| Krieg von Hochfelden, Georg Heinrich. Geschichte der Grafen von Eberstein in Schwaben. Auf Befehl Sr. Königlichen Hoheit des Grßherzogs Leopold von Baden aus den Quellen bearbeitet. Karlsruhe, Wilhelm Hasper 1836. 4° (25 x 16,5 cm.). Titel mit gestoch. Titelvignette, XIV, 519, (1) S. mit 7 (1 gefalteten) Stahlstich-Tafeln, 1 grenzkolorierten Karte, 1 gefaltetes lithogr. Panorama und 2 gefaltete Stamm-Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.
Gundlach 56. Lautenschlager 6659. – Mit Ansichten von Alt- und Neu-Eberstein und einem großen Panoramablick auf das Murgtal, von Schloß Eberstein aus gesehen. – Durchgehend teils stärker braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Genealogie, Genealogy, Schwaben |
240,-- | ![]() |
|
| Mone, F(ranz) J(oseph), (Hrsg.). Quellensammlung der badischen Landesgeschichte. Erster Band (von 4). Karlsruhe, E. Macklot 1848. 4°. VIII, 98, 564 S. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.
Bis 1867 erschienen weitere drei Bände. – Mit den Quellen: I. Leben der Heiligen. – II. Lateinische Chroniken. – III. Lateinische Annalen. – IV. Teutsche Chroniken. – Gutes Exemplar aus der Bibliothek des Dichters Johann Ludwig Uhland (1787-1862) mit dessen eigenhändigem Besitzvermerk. Schlagwörter: Autographen, Baden-Württemberg, Badenia, Landeskunde, Ortsgeschichte, Signierte Bücher |
300,-- | ![]() |
|
| Geroldseck – (Reinhard, Johann Jakob oder Christof Jakob Kremer). Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek wie auch derer Reichsherschaften Hohengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben. Mit CCXIII Urkunden, einigen Kupfern und zweien Registeren. Frankfurt, Leipzig, o. Dr. 1766. 4°. [4] Bl., 175, 472 S. mit 213 Urkunden, 7 gestoch. Wappen und 2 gefalt. Stammtafeln. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher floraler Rückenvergoldung.
ADB IX, 43. Holzmann-Bohatta II, 7032 (nennt als möglichen Verfasser auch Christof Jakob Kremer; vgl. Jöcher-A. III, 857 u. NDB XIII, 6). Lautenschlager 6630. NDB VI, 317. VD18 10528156. – Erste und einzige Ausgabe. – „Das uralte Haus G. (Hohengeroldseck), welches die Kastenvogtei über die Klöster Schuttern und Ettenheimmünster ausübte und 1259 das Augustinerkloster in Lahr gründete, war das mächtigste der Ortenau, sein Gebiet erstreckte sich vom Rhein über den Schwarzwald bis Schwaben“ (A. Kleinschmidt in ADB). – Gelenke und Kanten etwas berieben, hinteres freies Vorsatzblatt fehlt, stellenweise leicht braunfleckig, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Baden-Württemberg, Badenia, Genealogie, Genealogy, Lahr, Schwarzwald |
600,-- | ![]() |
|
| (Jablonski, Daniel Ernst). Das Betrübte Thorn, Oder die Geschichte so sich zu Thorn Von Dem II. Jul. 1724. biß auf gegenwärtige Zeit zugetragen. Aus zuverläßigen Nachrichten Unverfänglich zusammen getragen, und der Recht- und Wahrheit-liebenden Welt zur Beurtheilung mitgetheilet. – Beigebunden. Schmeizel, Martin. Wahrhafftige Historische Nachricht von dem am 16. Jul. 1724. zu Thorn in Preussen paßirten Tumult des gemeinen Volcks, wider das Jesuiter-Collegium, Und der hierauf am 7. Dec. erfolgten sehr scharffen Execution einiger zum Todt verurtheilten Personen. – Beigebunden: Fassmann, David. Extraordinaires Gespräche In Dem Reiche derer Todten: Bestehende In einer Entrevuë Zwischen Dem Thornischen Ober-Praesidenten Roessner, Welcher, im Decembr. des letztverwichenen 1724ten Jahres, decolliret worden, Und Dem Stamm-Vater, auch Stiffter des Jesuiter Ordens, Ignatio von Loyola, Worinnen nicht nur die gantze Thornische Affaire …. unpartheyisch erzehlet, sondern auch, … discuriret wird … – Beigebunden: Boccavera, Gabriele (Pseud.). Jesuitischer-Pilgrim, Welcher Als abgeordneter Clerisey-Bothe, Von denen Pohlnischen Magnaten Mit wichtigen Depechen wegen des zu Thoren vorgegangenen Tumults 1724. nach Rom reiset, Und unter wegens mit einen aus der Sclaverey kommenden Protestanten einen merckwürdigen Disput bekömmt. Nach dem in der Schweiz gedruckten Exemplar. 4 Werke in 1 Band. Berlin, Ambrosius Haude (I.) und Jena, Joh. Volckmar Marggraf (II.) 1725. Gr.-8° (20 x 17 cm.). [3] Bl., 112, 64 S. mit gestoch. Portrait und 2 (1 gefaltete) Kupfertafeln; 120 S.; gestoch. Frontispiz, [3] Bl., 215 S.; [18] Bl. mit 2 Kupferstichen auf dem Titelblatt. Pappband der Zeit.
I. VD18 14740710. – II. VD18 1086539X. – III. VD18 11499605. – IV. VD18 14525127. – Interessanter Sammelband mit vier sehr seltenen Schriften über religiöse Ausschreitungen und die Hinrichtung des Bürgermeisters in der polnischen Stadt Torun (dt. Thorn) 1724. – „Bei der Fronleichnamsprozession am 16. Juli 1724, die einen nicht genehmigten Weg nahm, um einen Protest zu provozieren, kam es wie erwartet zu Streitigkeiten zwischen den Jesuitenzöglingen und den Schülern des protestantischen Gymnasiums. Aus diesem Tumult heraus wurde das Jesuitenkloster gestürmt und verwüstet. Die Regierung des polnischen Königs August des Starken führte daraufhin ein Verfahren gegen die Stadt, ließ den Bürgermeister Johann Gottfried Rösner und neun weitere Bürger am 7. Dezember 1724 enthaupten (Thorner Blutgericht) und bestimmte, dass der Magistrat künftig zur Hälfte aus Katholiken bestehen müsse und die Marienkirche den Katholiken zu übergeben sei“ (Wikipedia). – Johann Gottfried Rösner (1658-1724) wurde 1703 einer von vier Bürgermeistern der Stadt. „Er war zeitweise turnusmäßig Präsident (vorsitzender Bürgermeister) oder Burggraf (offizieller Vertreter des polnischen Königs), seit 1706 auch Kurator des Gymnasiums. In seine Amtszeit fielen der Nordische Krieg und eine Pestepidemie, die die Stadt schwer beeinträchtigten. Rösner war Kaufmann und betrieb eine private Branntweinbrennerei, die in Konkurrenz zur städtischen stand, weswegen es heftige Zwistigkeiten zwischen einigen Ratsherren und ihm gab. 1724 kam es zum Thorner Blutgericht zwischen protestantischen und katholischen Gymnasiasten in der Stadt, in deren Folge das Jesuitenkloster schwer verwüstet wurde. Rösner schritt nicht ausreichend resolut dagegen ein und wurde daraufhin von den Jesuiten angeklagt und vom Hofgericht in Warschau zum Tode verurteilt. Einen Übertritt zum katholischen Glauben, womit er sein Leben hätte retten können, lehnte er vehement ab. Petitionen und Proteste auch vom preußischen König Friedrich Wilhelm konnten die Hinrichtung mit neun weiteren Bürgern nicht verhindern“ (Wikipedia). – Einband teils stärker berieben und angestaubt, stellenweise leicht fleckig und gebräunt, sonst sehr gut erhalten. Schlagwörter: Jesuiten, Poland, Polen, Pommern, Thorner Blutgericht, Torun (Thorn) |
1.500,-- | ![]() |
|
| Vanotti, J(ohann) N(epomuk) v. Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg. Ein Beitrag zur Geschichte Schwabens, Graubündtens, der Schweiz und des Vorarlbergs. Belle-Vue, bei Constanz, Verlags- und Sortimentsbuchhandlung zu Belle-Vue 1845. Gr.-8° (23 x 15,5 cm.). XXII, 658, (2) S. Halblederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern.
Seltene erste Ausgabe. – Ohne die 2 heraldischen und 8 genealogischen Tafeln, Stempel auf dem Titelblatt, durchgehend braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Genealogie, Genealogy, Helvetica, Schwaben, Schweiz, Vorarlberg |
70,-- | ![]() |
|
| Karl V. – Terlinden, Charles. Carolus Quintus. Charles Quint empereur des deux mondes. Brügge, Brüssel, Desclée de Brouwer (1965). Folio (35 x 26 cm.). 267 S. mit 157 teils farbigen und montierten Abbildungen und Karten sowie farbig illustr. Beilagen-Heft. Orig.-Halbpergamentband mit goldgepr. Rückentitel und Deckelvignette in Pappschuber. (Bibliothèque européenne).
Aufwendig ausgestattete Monographie über Kaiser Karl V. (1500-1558). – Der belgische Historiker Charles Terlinden (1878-1972) war von 1918 bis 1948 Professor für Neuere und Zeitgeschichte an der Katholischen Universität Löwen und seit 1955 Präsident des Belgischen Historischen Instituts in Rom. – Sehr schönes Exemplar. Schlagwörter: Biographie, Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches |
50,-- | ![]() |
|
| Gottfried, Johann Ludwig. Historische Chronick, oder Beschreibung der merckwürdigsten Geschichte, so sich von Anfang der Welt, bis auf das Jahr Christi 1619 zugetragen… Nach Ordnung der IV. Monarchien, mit beygefügter Jahr-Rechnung, in VIII. Theilen verfasset; auch mit 156 kleinen Portraits und 328 Merianischen Kupfer-Stichen gezieret. Nunmehro in vielen Stücken verbessert, und so wohl mit richtigen Marginalien, als einem neu-verfertigten vollständigen Register versehen. Erster Theil (von 3). 8 Teile in 1 Band. Frankfurt a. M., Philipp Heinrich Hutter 1743. Folio (35,5 x 21,5 cm.). [4] Bl. mit Titelblatt in Rot und Schwarz, 31 gestoch. Tafeln mit zus. 372 Portraits, [6] Bl., 1184 S., [71] Bl. mit 328 Kupferstichen im Text von Matthäus Merian. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild (in Englisch und goldgepr. Jahresangabe).
Wüthrich III, 80. Vgl. Dahlmann-Waitz 278/50. Ebert 8722. Graesse III, 122. Lipperheide Ci 14 (Ausg. von 1674). (Alle frühere Ausgaben). – Achte und letzte deutsche Ausgabe der reich illustrierten, zuerst 1629-1630 erschienenen Weltchronik. Die Bände II und III erschienen 1745 und 1759 mit dem Titel „Fortgesetzte Historische Chronick…“ – „Obwohl die späteste Ausgabe, ist sie doch wegen der verbesserten Register und Texte die brauchbarste“ (Wüthrich). – Unter den Textkupfern viele von historischem Quellenwert, wie z. B. das des Prager Fenstersturzes, die Ansicht einer Druckwerkstatt, die faustähnliche Darstellung eines Gelehrten mit Höllenhund etc. – Der Theologe, Übersetzer, Autor, Herausgeber und Korrektor Johann Ludwig Gottfried (1584-1633) kam durch seine lateinische Nacherzählung von Ovids Metamorphosen in Oppenheim in Beziehung zum Verlagshaus de Bry und wirkte dort u. a. als Mitarbeiter von Matthaeus Merian dem Älteren. – Der Verleger Hutter kam in den Besitz vieler Kupferplatten des Hauses Merian, das in den Jahren um 1740 seine Tätigkeit einstellte. Zuerst veröffentlichte Hutter 1743 die Gottfried’sche Chronik neu mit der Bezeichnung ‚Erster Teil‘. Viele der Kupfer stammen aus Merians „Theatrum Europaeum“. – Einband berieben und am Kapital geringfügig eingerissen, ohne den Titelkupfer, Drucktitel alt aufgezogen und fleckig, einige meist restaurierte Randläsuren, stellenweise etwas braunfleckig, sonst sehr gut erhaltenes, bis auf das Frontispiz vollständiges Exemplar. Schlagwörter: Weltgeschichte |
1.200,-- | ![]() |
|
| (Westenrieder, Lorenz v. (Hrsg.). Historischer Kalender für 1790. München, J. Lindauer (1789). 12° (13,5 x 8,5 cm.). [13] Bl., 262 S. mit gestoch. illustr. Titel und 12 Kupfertafeln von (J(ohann) M(ichael) Mettenleiter). Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung.
Baumgärtel 206. Köhring 174. Lanckoronska-Rumann 20. – Seltener 4. Jahrgang des von dem Münchener Geschichtsschreiber Lorenz v. Westenrieder (1748-1829) herausgegebenen historischen Almananchs. – Die beiden ersten Jahrgange 1787-88 waren noch unter dem Titel „Baierisch- historischer Calender oder Jahrbuch der merkwürdigsten baierischen Begebenheiten“ erschienen. – „Der künstlerische Schmuck, aus artigen Frontispizen und historischen Kupfern bestehend, stammt von dem „bayrischen Chodowiecki“ J. M. Mettenleiter“ (Lanckoronska-Rumann). Unter den Tafeln im vorliegenden Jahrgang historische Szenen: „Die Hanse macht Deutschland reich und mächtig und beginnt in Deutschlad zu herrschen 1241 hört auf 1630“, „Conradin wird zu Neapel enthauptet 1268“, „Die Buchdruckerkunst wird der Welt mit getheilt 1462“, „Erste Beschäftigung der Universitäten 1347-1550“, „Zustand der Geistescultur zu anfang dieses Jahrhunderts“ (Moritatensänger) u. a. – Einband teils stärker berieben, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender |
140,-- | ![]() |
|
| Bloem, Walter (Julius Gustav). Vormarsch. Jubiläums-Ausgabe, 100. Tausend. Leipzig, Grethlein & Co. o. J. (um 1920). 8°. 373, (2) S. mit Portrait des Verfassers. Orig.-Halblederband mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung.
NDB II, 312. – Eines von 1000 num. Exemplaren der Jubiläums-Ausgabe. – Erschien zuerst 1916. – W. Bloem (1868-1951) war 1911-14 „Dramaturg am Stuttgarter Hoftheater, nachdem er schon vorher am Neuen Theater in Berlin eine gleiche Tätigkeit ausgeübt hatte. Sein größter Erfolg war die Trilogie über den Krieg von 1870/71: „Das eiserne Jahr“, „Volk wider Volk“, „Die Schmiede der Zukunft“ (1911-13). An beiden Weltkriegen nahm B. als Kompanie- bzw. Bataillonsführer teil und wurde mehrmals verwundet. An seinem 65. Geburtstag erhielt er die Goethemedaille. Seine Romane, die von betont vaterländischer Gesinnung und dem Glauben an die Mission des Reiches getragen sind, haben eine Gesamtauflage von 2 Millionen erreicht“ (G. Werner in NDB). – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Autobiographie, Nummerierte Bücher, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I |
50,-- | ![]() |
|
| Leuckfeld, Johann Georg. Kurtze historische Nachricht von einem sehr raren und schönen Merseburgischen Bracteaten. So vor mehr den 500 Jahren ein gewesener Merseburgischer Bischoff hat schlagen lassen. Anitzo aus seiner Verborgenheit an das Licht gestellet und mit einen Noten erleutert und erklähret. – Beigebunden. Derselbe. Fernere historische Nachricht, von unterschiedenen alten und raren silbern Bracteaten oder Blech-Müntzen einiger vormahls gewesenen Magdeburgischen Ertz-Bischöffe. Mit Fleiß aus ihrer bisherigen Verborgenheit in richtigen Abrissen zusammen getragen, auch mit beygefügten Noten und Erleuterungen erkläret und bewiesen, und zur Verbesserung der Ertz-Bischöfflichen Müntz-Historie denen Liebhabern mitgetheilet. 2 Werke in 1 Band. Halberstadt, Johann Michael Teubner 1723. 8° (19 x 15 cm.). [3] Bl., 40 S.; [3] Bl., 31, (1) S. mit 1 Holzschnitt-Tafel mit 33 Münz-Abbildungen. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
ADB XVIII, 481 f. VD18 11449608 und 15246957. – Einzige Ausgaben. – Der Thüringer Historiker und Numismatiker J. G. Leuckfeld (1668-1726) studierte zunächst an der Universität Leipzig Theologie. Er war seit 1702 „Pastor primarius zu Gröningen im Halberstädtischen und von jetzt an theilte er seine Zeit zwischen den Pflichten seines Amtes und dem Studium der Geschichte und der mit ihr verbundenen Wissenschaften. Seine litterarischen, sämmtlich in deutscher Sprache verfaßten Arbeiten bestehen aus sehr ausführlichen und mit Urkunden belegten Beschreibungen von Städten, besonders aber von Stiften und Klöstern, aus Biographien von Gelehrten sowie von Münzen. … Was endlich seine „Antiquitates numariae“ (Leipzig und Wolfenbüttel) anbelangt, so beschrieben dieselben eine große Anzahl von silbernen Bracteaten, welche die verschiedenen halberstädtischen Bischöfe, die magdeburgischen Erzbischöfe und die quedlinburgischen Aebtissinnen prägen ließen…“ (J. Franck in ADB). – Einband etwas berieben und fleckig, zeitgenöss. Besitzvermerk, das Widmungsblatt nach dem Titel mit Eckabriß (kein Textverlust), die Tafel im rechten Rand knapp beschnitten, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Numismatics, Numismatik, Sachsen |
450,-- | ![]() |
|
| Aikin, Lucy. Memoirs of the court of King James the First. (Illustrated with contemporary portraits of many artists compiled by T. Mackinslay in 1850). Second edition. 2 Bände. London, Longman, Rees, Orme, Brown, Green and Longman 1833. Gr.-8° (22 x 14 cm.). XV (1) S., [12] Bl. (davon 6 beschrieben „Index to 150 inlaid plates inserted since publication“), 544 S.; XV, 611 S. mit 2 zusätzlichen kalligraphischen Titelblättern, 2 gestoch. Frontispizen, 152 teils mont. gestoch. Portraits, 1 gefalt. Brief-Faksimile und 1 mehrfach. gefalteten Faksimile-Urkunde auf Leinen kaschiert. Lederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln, floraler Rückenvergoldung, dekorativen breiten Deckel-Bordüren, Kanten- und Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.
Zuerst 1822 erschienene Darstellung über die Zeitgenossen König, Jacobs I. von England. – Unikales Exemplar ergänzt um 152 Portrait-Kupferstichen des 17. bis 19. Jahrhunderts, darunter Shakespeare (″From the Edition of his Poems 1640“), Sr. John Moor (″From a scarce Print in the Collection of R. Bull Esq.“, Farb-Radierung in Rot, Braun und Schwarz), Queen Mary I., Sr. F. Bacon, King Henry VIII., Admiral Blake, Oliver Cromwell, John Milton und Kardinal Richelieu. – Die britische Historikerin und Schriftstellerin Lucy Aikin (1781-1864) veröffentlichte vorwiegend biographisch-historische Werke. „1810 erschien ihr erstes größeres Werk, Epistles on Women, Exemplifying their Character and Condition in Various Ages and Nations, with Miscellaneous Poems, und 1814 ihr einziges belletristisches Werk, Lorimer, a Tale. Dies waren nur frühe Versuche, aber ihren Ruf erwarb sie vollständig durch historische Werke, die zwischen 1818 und 1843 veröffentlicht wurden: Memoirs of the Court of Queen Elizabeth (1818), Memoirs of the Court of James I. (1822), Memoirs of the Court of Charles I. (1833) und Life of Addison (1843). Das letztgenannte Werk, das viele bisher unveröffentlichte Briefe Addisons enthält, war Gegenstand eines Essays von Macaulay, der zwar Aikins andere Werke und insbesondere ihre Memoirs of the Court of James I lobte, aber feststellte, dass sie „unter den Halskrausen und Spitzbärten der Theobalds weit mehr zu Hause war als unter den Steenkirschen und wallenden Perücken, die Königin Annes Teetisch in Hampton umgaben“. Sie selbst sah das ähnlich und soll nach der Fertigstellung von Charles I. geäußert haben: „Ich bin entschlossen, mich nicht weiter mit englischen Herrschern zu befassen. Charles II. ist kein Thema für mich: Er würde mich dazu bringen, meine Art zu verdammen.“ (Wikipedia). – Exlibris (″Samuel F. Barker“), unikale mit 152 Portraits getrüffelte „Luxus-Ausgabe“ in einem prachtvollen Handeinband. Schlagwörter: Biographie, Biography, Einbände, Einbandkunst, England, Great Britain, Großbritannien, Portraits, Porträts, Porträtwerke |
800,-- | ![]() |
|
| Paulsen, Nikolaus. Gespräche mit dem Staat von Oesterreich und seine Gutachten an dessen Majestät seit 1784. Deutschland (d. i. München, Lindauer) 1808. 8°. XXIV, 372 S. mit gestoch. Portrait-Frontispiz von Schramm. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
Seltene Arbeit des Lübecker Politikers N. Paulsen (1742-1818), der sich am Ende seiner Einleitung als „Doktor Paulsen aus Lübeck, hanseatischer Bürger des deutschen Bundes mit Frankreich“ bezeichnet. Paulsen erläutert hier bereits die Verhandlungen mit Österreich, die 1815 zur Gründung des Deutschen Bundes führten. – „Der Deutsche Bund war ein Staatenbund, auf den sich im Jahr 1815 die „souveränen Fürsten und freien Städte Deutschlands“ mit Einschluss des Kaisers von Österreich und der Könige von Preußen, Dänemark (hinsichtlich Holsteins) und der Niederlande (hinsichtlich Luxemburgs) geeinigt hatten. Dieser Bund existierte von 1815 bis 1866 und hatte bereits bundesstaatliche Züge, da sich ein Recht des Deutschen Bundes entwickelte, das die Gliedstaaten band. Dennoch besaß der Deutsche Bund keine Staatsgewalt, sondern nur eine „völkerrechtsvertraglich vermittelte Vereinskompetenz“. Laut Präambel der Bundesakte hatten sich die Fürsten zu einem „beständigen Bund“ vereint; sie sind allerdings als Repräsentanten ihrer Staaten anzusehen. Der Bund hatte zur Aufgabe, die innere und äußere Sicherheit der Gliedstaaten zu gewährleisten. Damit war der Bundeszweck deutlich begrenzter als beim Heiligen Römischen Reich, das im Jahr 1806 aufgelöst worden war. Dieser deutsche Bund scheiterte schließlich an den unterschiedlichen Vorstellungen von Staat und Gesellschaft, vor allem aber am politischen Machtkampf zwischen Preußen und Österreich“ (Wikipedia). – Einband angestaubt und leicht fleckig, vorderes Gelenk unten etwas angeplatzt, Stempel auf dem Vorsatz und Titel, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Austriaca, Deutscher Bund, Österreich, Politik |
140,-- | ![]() |
|
| Raynal, (Guillaume Thomas François). Révolution de l’Amérique. Londres, Lockyer Davis et a La Haye, P. F. Gosse 1781. 8°. XVI, 171 p. Reliure moderne en toile.
Sabin 68101. Hill Collection 250. Howes R 85. – Première édition rare, publiée à l’insu de Raynal. – „Le nom de Guillaume-Thomas Raynal reste attaché à son œuvre majeure, l’Histoire philosophique et politique des établissements et du commerce des Européens dans les deux Indes. Cette compilation à visée encyclopédique, l’un des grands succès de librairie de la fin du 18e siècle, suscita autant de critiques que d’éloges de la part de ses contemporains. Elle apparaît comme pleinement représentative d’un paysage éditorial marqué par l’évolution du simple récit de voyage vers la réflexion philosophique sur le rôle de l’Europe dans le monde, particulièrement sur le continent américain. Le tricentenaire de la naissance de l’abbé Raynal (1713-1796) est l’occasion de mettre en valeur la singularité du regard porté par un homme des Lumières sur l’Amérique, regard plongé dans l’actualité du moment – la guerre d’Indépendance dont il se fait le chroniqueur – et annonciateur des profondes transformations politiques et sociales qu’engagera la Révolution française, notamment l’abolition de l’esclavage. Ce regard est aussi le reflet des lectures multiples dont s’est nourri un auteur qui n’a lui-même jamais traversé l’Atlantique“ (Raynal un regard vers l’Amérique, Exposition dans la Bibliothèque Mazarine, Paris 2013). – Quelques taches brunes et brunissement plus prononcé à certains endroits, sinon exemplaire bien conservé, non rogné sur les côtés et en haut. Schlagwörter: America, Americana, Amerika, USA |
300,-- | ![]() |
|
| Mühlbach, L(uise, d. i. Klara Mundt). Rastatt und Jena. 2. Auflage. 8 Teile in 1 Band. Berlin, Otto Janke 1859. 8°. VII, 723, (1) S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung. (Napoleon in Deutschland, Erster Band).
Kosch3 X, 1400. Pataky II, 66. – Erster Teil der vierbändigen Reihe über die Napoleonischen Kriege. Die Bände II bis IV behandeln „Napoleon und Königin Louise“ und „Napoleon und Blücher“. – Einband etwas berieben, stellenweise teils stärker braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Napoleon I. Frankreich, Kaiser, Napoleonica, Napoleonische Kriege, Rastatter Kongreß |
40,-- | ![]() |
|
| Hoffmann, Christian Gottfried. Gründliche Vorstellung Derer In dem Heil. Röm. Reiche Teutscher Nation Obschwebenden Religions-Beschwerden. In zwey Abtheilungen gefasset, Davon die Erste Nebst der Grund-Veste derer dreyen Religionen im Heiligen Römischen Reiche die vornehmsten principia derer streitigen Puncte … vorstellet: Die Andere Eine kurtze Erzehlung derer … erregten Gravaminum in sich hält … 2 Teile in 1 Band. Leipzig, Joh. Friedrich Gleditschens sel. Sohn 1722. 8°. [8] Bl., 553 S., [11] Bl. mit gestoch. Frontispiz. Pappband der Zeit mit handschr. Rückenschild.
ADB XII, 574 f. VD18 10898824. – Erste Ausgabe. – Wichtige Arbeit des sächsischen Staatsrechtlers C. G. Hoffmann (1692-1735) der seit 1718 Professor für Natur- und Völkerrecht in Leipzig und später in Frankfurt an der Oder war. – Gelenke und Kanten berieben, durchgehend etwas gebräunt, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Staatsrecht |
140,-- | ![]() |
|
| Leu Numismatik AG, Zurich. Auction 13. Zurich. 27 May 2023. Winterthur, Leu Numismatik AG 2023. 4°. 320 S. mit zahlr. teils farb. Abb. Orig.-Leinenband mit OU.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Coins, Münzen, Numismatics, Numismatik |
50,-- | ![]() |
|
| Leu Numismatik AG, Zurich. Auction 18. Zurich. 1 June 2025. Winterthur, Leu Numismatik AG 2025. 4°. 223 S. mit zahlr. teils farb. Abb. Orig.-Leinenband mit OU.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Coins, Münzen, Numismatics, Numismatik |
45,-- | ![]() |
|
| Herminenthal, Rudolph Jakob v. Der Soldatenstand. Wien, Druck und Verlag der typographisch-literatisch-artistischen Anstalt 1862. 8°. [6] Bl., 305, (5) S. Weinroter Maroquin-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Rücken-, Deckel- und Innenkanten, goldgepr. Deckelvignette (Doppeladler) und Goldschnitt.
Erste Ausgabe; sehr selten, wohl nur in kleiner Auflage erschienen. – Sehr dekorativ gebundenes Geschenkexemplar. – Gewidmet Kronprinz Rudolph. Enthält Kapitel u. a. über Gebieten und Befehlen; Exerciren; Verpflegung des Soldaten; Beförderung; Heldenmuth; Fahnen und Standarten; Operationspläne; Kriegsgefangenschaft; Adjutant; General und General-Stab. – Der Autor war k.k. Major im Feldmarschall-Lieutenant Ladislaus Freiherrn Nagy von Also-Szopor Linien-Infanterie-Regimente Nr. 70. – Teils braunfleckig, schönes Exemplar aus der Bibliothek von Rolf Keller mit dessen Exlibris (gestaltet 1929 von Rudolf Oeffinger). Schlagwörter: Austriaca, Einbände, Einbandkunst, Militaria, Militarismus, Österreich |
350,-- | ![]() |
|
| La Porterie, (Francois) de. Institutions militaires pour la cavalerie et les dragons. Paris, Guillyn 1754. 8°. XIV, [1] Bl., 439 S. mit 11 gefalt. Kupfertafeln. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.
Mennessier de La Lance II, 48. – Erste Ausgabe des umfassenden Handbuchs für Kavalleristen. Über Uniformen, Ausrüstung und Bewaffnung der Kavallerie. Außerdem mit Kapiteln zur Behandlung und Dressur der Pferde. Die Kupfertafeln zeigen Waffen und Ausrüstung der Kavalleristen (Reit-Zubehör, ein Pferd, Zelte etc.). – Kapital geringfügig beschädigt, sehr gutes sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Militaria, Pferde |
320,-- | ![]() |
|
| (Brauer, Johann Nikolaus Friedrich, Hrsg.). Abdruck derer in angemaßter Klagsache der Stadt Baden … gegen des Herrn Marggraven zu Baden Hochfürstliche Durchlaucht wegen vermeintlicher Religionsbeschwerden … bey dem … Reichshofrath zu Wien vorgekommenen Schriften: nemlich denen Klägerischen Implorationen, und denen Marggrävlich Badischen darauf erstatteten Berichten, auch erfolgten Kayserlichen Rescripten. Nebst einem Anhang. Erste Hälfte (von 2). Karlsruhe, Michael Macklot 1780. Folio (36 x 23,5 cm.). [4] Bl., 371, (1) S. Moderner Lederband mit goldgepr. Rückenschild.
NDB II, 542. VD18 10656332. – Erster Teil der sehr seltenen ersten Veröffentlichung des bedeutenden badischen Beamten und Politikers J. N. F. Brauer (1754-1813) zum Syndikatsstreit 1777–1789. – „Am 27. November 1780 ging beim Reichstag in Regensburg die von Brauer verfaßte umfangreiche Rekursschrift ein. Sie erfuhr die Unterstützung nahezu aller protestantischen sowie zweier katholischer Reichsstände. Die anderen katholischen Reichsstände äußerten sich zurückhaltend oder nichtssagend. Am 6. April 1781 kam die Rekursschrift zur Diktatur des Reichstages, wo sie liegen blieb. Der Reichstag hatte aufgrund der „Grafensach“ den wichtigsten Teil seiner Funktionen eingestellt“ (C. Würtz, Johann Niklas Friedrich Brauer (1754–1813). Badischer Reformer in napoleonischer Zeit, Stuttgart 2005, S. 32). – „B., religiös erzogen, trat nach dem Studium der Jurisprudenz in Gießen und Göttingen, der Hochburg reichsrechtlichen und reichsgeschichtlichen Wissens, 1774 in die Dienste des Markgrafen Karl Friedrich von Baden und seiner aufgeklärten, in vielem musterhaften Regierung. 1774 wurde er Regierungsrat, 1788 Geheimer Hofrat, 1790 Hofratsdirektor mit Sitz und Stimme im Geheimratskollegium, 1792 Wirklicher Geheimer Rat; ferner bekleidete er hier die verschiedensten Ämter. 1808 wurde er Mitglied des Staatsrats, zugleich Ministerialdirektor im Justizministerium und Vorsitzender der Kommission zur Einführung des Code Napoléon, 1809/10 Ministerialdirektor im Ministerium des Auswärtigen. 1811 Mitglied des neugebildeten Staatsrates, trat er zugleich ins Ministerium des Inneren über und war vortragender Geheimer Kabinettsrat im großherzoglichen Kabinett für dieses Ministerium sowie das Ministerium der Justiz“ (A. Willy in NDB). – Sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Badenia |
250,-- | ![]() |
|
| Müller, Hans (Emil Felix). Badische Fürsten-Bildnisse. I. Von Karl I. (gest. 1475) bis Karl Friedrich (1728-1811). – II. Von Markgraf Friedrich (1756-1817) bis zur Gegenwart. 2 Bände. Karlsruhe, Christian Theodor Groos 1888-1893. Folio (37 x 28 cm.). 28 S., [54] Bl.; 46 S., [32] Bl., XXI S. mit zus. 86 Lichdruck-Tafeln. Orig.-Leinenbände.
Einzige Ausgabe des schön ausgestatteten Werks. – Der Musikwissenschaftler und Schriftsteller H. E. F. Müller (1854-1897), Sohn des Dichters und Arztes Wolfgang Müller von Königswinter, war seit 1885 Bibliothekar an der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe und wechselte noch im selben Jahre an die Musikabteilung der Königlichen Bibliothek in Berlin. Am 1. Oktober 1893 wurde er als Nachfolger von Robert Dohme Erster ständiger Sekretär der Berliner Akademie der Künste. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Adel, Badenia |
320,-- | ![]() |
|
| Gose, Erich. Der gallo-römische Tempelbezirk im Altbachtal zu Trier. Als Manuskript herausgegeben von Reinhard Schindler. 2 Bände (Text und Tafeln). Mainz (am Rhein), Philipp von Zabern (1972). Folio (35,5 x 27 cm.). XV, (1), 277 S. [1] Bl.; [2] Bl. und 398 Abbildungen auf 90 Tafeln und 22 Karten in Rückenlasche. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel. (Trierer Grabungen und Forschungen, Band 7).
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Altertum, Antike, Archäologie, Architektur, Bildende Kunst, Tempelbezirk, Trier |
100,-- | ![]() |
|
| Machiavelli, Niccolò. Historische Fragmente und Gesandtschaften und Sendungen Erster (und) zweiter Band. Aus dem Italienischen übersetzt von Joh(ann) Ziegler. – (Und) Ders. Lustspiele und andere poetische Schriften. 3 Teile in 1 Band. Karlsruhe, Christian Theodorr Groos 1838. 8°. [3] Bl., 372 S.; [3] Bl., 369 S.; [3] Bl., 321 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung. (Niccolo Machiavelli’s Sämmtliche Werke, 5.-7. Band).
Band 5 bis 7 der achtbändigen deutschen Gesamtausgabe. – Einband etwas berieben, Wappen-Exlibris, St. a.T., durchgehend etwas braunfleckig und gebräunt, gutes Exemplar. Schlagwörter: Italien, Italy, Literatur, Renaissance |
100,-- | ![]() |
|
| Napoleon I. – Kurze Lebensbeschreibung Napoleon Buonaparte’s. Von seiner Geburt an bis zu seiner Ankunft auf der Insel Elba. 2. verm. Aufl. Frankfurt u. Leipzig, o. Dr. 1816. 8°. 144 S. mit gefalt. gestoch. Frontispiz (Ansicht u. Karte von St. Helena). Typogr. Orig.-Broschur.
Nicht bei Holzmann-Bohatta. – Gegenüber der ersten Ausgabe von 1815 (70 S.) wesentlich erweiterte 2. Ausgabe. – Das Frontispiz mit einer Ansicht des Hafens der Insel und einer Karte des Atlantiks. – Umschlag leicht fleckig und Knickspuren, dier ersten Bl. etwas eselsohrig, nur vereinzelt leicht braunfleckig, gutes unbeschnittenes Exemplar. Schlagwörter: Napoleon I. Frankreich, Kaiser, Napoleonica |
140,-- | ![]() |
|
| Erdmann, Karl Dietrich, Hans Booms und Wolfgang Mommsen (Hrsg.). Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik (und) Regierung Hitler. Herausgegeben für die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. – Und: Booms, Hans (Hrsg.). Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. 1949 und 1950 (in 2 Bänden). Zusammen 26 Bände. Boppard am Rhein, Harald Boldt 1980-1984. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen.
Bis auf Band I (Schulze, Hagen. Das Kabinett Scheidemann, 13. Februar bis 20. Juni 1919, ist im Buchhandel lieferbar) vollständige Reihe. – Dabei: II. Golecki, Anton. Das Kabinett Bauer, 21. Juni 1919 bis 27. März 1920. – III. Vogt, Martin. Das Kabinett Müller I, 27. März bis 21. Juni 1920. – IV. Wulf, Peter. Das Kabinett Fehrenbach, 25. Juni 1920 bis 4. Mai 1921. – V, 1. und 2. Schulze-Bidlingmaier, Ingrid. Die Kabinette Wirth I und II. 10. Mai 1921 bis 22. November 1922. – VI. Harbeck, Karl-Heinz. Das Kabinett Cuno, 22. November 1922 bis 12. August 1923. – VII, 1. und 2. Erdmann, Karl Dietrich und Martin Vogt. Die Kabinette Stresemann I u. II, 13. August bis 30. November 1923. – VIII, 1. und 2. Abramowski, Günter. Die Kabinette Marx I und II, 30. November 1923 bis 15. Januar 1925. – IX., 1. und 2. Minuth, Karl-Heinz. Die Kabinette Luther I und II, 15. Januar 1925 bis 17. Mai 1926. – X, 1. und 2. Abramowski, Günter. Die Kabinette Marx III und IV, 17. Mai 1926 bis 29. Juni 1928. – XI, 1. und 2. Vogt, Martin. Das Kabinett Müller II, 28. Juni 1928 bis 27. März 1930. – XII, 1. bis 3. Koops, Tilman. Die Kabinette Brüning I und II, 30. März 1930 bis 1. Juni 1932. – XIII, 1. und 2. Minuth, Karl-Heinz. Das Kabinett von Papen, 1. Juni bis 3. Dezember 1932. – XIV. Golecki, Anton. Das Kabinett von Schleicher, 3. Dezember 1932 bis 30. Januar 1933. – XV, 1. und 2. Minuth, Karl-Heinz. Die Regierung Hitler, Teil I: 1933/34. – XVI, 1. und 2. Enders, Ulrich und Konrad Reiser. Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung 1949 und 1950. – Aus dem Nachlass des Historikers Walter Bußmann (1914-1993). – Schutzumschläge, teils mit leichten Gebrauchs- und Altersspuren, sonst alle Bände sehr gut erhalten. Schlagwörter: Bundesrepublik Deutschland, Drittes Reich, Weimarer Republik |
1.200,-- | ![]() |
|
| Freydorf, Rud(olf) v. Die geschichtlichen Uniformen des jetzigen Bad. Leib-Grenadier-Regiments. Eine gelegentliche Zusammenstellung urkundlicher Quellen ueber badisches Uniformwesen. Zur Hundertjahrfeier des Regiments. Als Manuskript gedruckt. Illustriert von Gustav Crecellius. Karlsruhe, 1903. 4°. V, 220 S. mit farbiglithogr. Frontispiz und 9 mont. farblithogr. Tafeln. Orig.-Kartonumschlag mit Leinenrücken, Deckeltitel und Wappen.
Badische Biographien IV, 137 ff. NDB XL, VIII. – Einzige Ausgabe des schön ausgestatteten Uniformwerks. – „Durch die Vereinigung des Justizministeriums mit jenem des großherzoglichen Hauses und der auswärtigen Angelegenheiten fand F. als Präsident des also neugebildeten Ministeriums Gelegenheit, auch in Baden eine reiche Thätigkeit auf dem ihm besonders vertrauten Gebiete zu entfalten und überall den Anforderungen der modernen Anschauungen in der Rechtspflege die Bahn zu ebnen, dabei die Gerichtsorganisation zu vereinfachen, die Stellung der Richter zu verbessern und durch treffliche Einführungsgesetze den neuen Reichsgesetzen einen festen Boden im badischen Lande zu bereiten. Als im J. 1876 Staatsminister Jolly vom Großherzog seine Entlassung erbat und alle Mitglieder des Cabinets ihre Portefeuilles zur Verfügung stellten, wurde F. in den Ruhestand versetzt. Bis 1881 gehörte er noch der zweiten Kammer des badischen Landtages an, in der er seit 1867 die Stadt Durlach vertrat. Die ihm nun gewährte Muße benutzte F. zu litterarischen Arbeiten auf dem Gebiete der Rechtswissenschaft. Sein Haus, in das er kurze Zeit nach seiner Ernennung zum Minister eine junge, schöne und reichbegabte Gemahlin, Albertine geb. Freiin von Cornberg, eingeführt hatte, blieb auch jetzt, wie zur Zeit, da mit seinem Amte umfassende Repräsentationspflichten verbunden waren, der Mittelpunkt einer vornehmen, geistreichen und dabei gemüthlich anheimelnden Geselligkeit. Diesem schönen Leben entriß den scheinbar überaus rüstigen Mann im 64. Lebensjahre am 16. November 1882 ein plötzlicher Tod“ (F. v. Weech in NDB). – Der Karlruher Maler G. Crecelius (1881-1914) studierte an der Akademie in Karlsruhe bei Hans Thoma und L. Schmid-Reutte. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Badenia, Militaria, Uniform, Uniformwerke |
200,-- | ![]() |
|
| Mader, Andreas Evaristus. Mambre. Die Ergebnisse der Ausgrabungen im heiligen Bezirk Ramet el-Halil in Südpalästina 1926 – 1928. 2 Bände. Freiburg, Wewel 1957. 4°. 356 S.; [36] Bl. mit 108 Zeichnungen, 103 und 4 mehrfach gefalt. Tafeln. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückensch u. Deckelvignetten.
Rücken etwas aufgehellt, sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Archäologie, Architektur, Biblische Archäologie, Ikonographie, Mosaik |
50,-- | ![]() |
|
| Huck, Jürgen. Die Bock von Wülfingen. I. Allgemeines sowie Wachsen des Geschlechts. – II, 1. Halbband: Allgemeines sowie Linie Bockerode. – II, 2. Halbband: Linie Elze, Quellen und Stammtafeln. 3 Bände. Hannover, Hahn 2000-2010. 8°. XII, 497 S.; XVI, 853 S.; VIII, S. 855-1439 mit zahlr. Abb im Text, Skizzen u. Grundrissen u. 16 Farbtafeln sowie 24 gefalt. Stamm-Tafeln. Orig.-Pappbände. (Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens, Band 122).
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Adelsgeschichte, Genealogie, Niedersachsen |
100,-- | ![]() |
|
| Wielandt, Friedrich und Joachim Zeitz. Die Medaillen des Hauses Baden. Denkmünzen zur Geschichte des zähringen-badischen Fürstenhauses aus der Zeit von 1499 bis 1871. (Karlsruhe, Braun 1980). Quer.-4°. 212 S. mit zahlr. Textabb. und 1 Stammtafel. Orig.-Leinenband.
Mit eigenhändiger Widmung von Joachim Zeitz. – Gutes Exemplar. Schlagwörter: Badenia, Medaillen, Münzen, Numismatik |
40,-- | ![]() |
|
| (Goegg, Amand). Nachträgliche authentische Aufschlüsse über die Badische Revolution von 1849, deren Entstehung, politischen und militärischen Verlauf. Nebst einem Nachtrag und als Einleitung eine gedrängte Darstellung der politischen Vorgänge in Baden von 1818 an, unter Hinweisung auf die Hauptereignisse in den übrigen Theilen Deutschlands. Zürich, Verlags-Magazin 1876. Kl.-8°. 192 S. Halbleinenband um 1900 mit handschr. Rückenschild.
Kärcher 7154. Lautenschlager 8225. – Einzige Ausgabe, selten. – Der Freiheitskämpfer, Mitglied des badischen Exekutionsausschusses 1848, Politiker und Kaufmann A. Goegg (1820-1897) war „nach dem Stud. der Kameralwissenschaften Beamter des Grossherzogtums Baden. 1848-49 Teilnehmer der Revolution, zuletzt Finanzminister und Mitglied der provisor. Regierung. Nach der Niederlage Flucht in die Schweiz (Zürich und Genf), 1849 und nochmals 1854 ausgewiesen. Bis 1856 in Paris, London und den USA, Beteiligung an Revolutionsprojekten der Emigration. 1856 Gründung einer Spiegelfabrik in Genf. Nach der Amnestie 1862 Leiter einer Glasfabrik in Offenburg (Baden). Ab 1866 wieder in Genf als Leiter einer Londoner Firma, zugleich aktiv im dt. Arbeiterbildungsverein Genf und in der sog. Zentralisation, der Dachorganisation der dt. Arbeitervereine (1869 Mitglied des Zentralkomitees, Mitredaktor des „Felleisens“). 1868 Mitorganisator des Genfer Bauarbeiterstreiks. 1867 Mitbegründer der Internat. Liga für Frieden und Freiheit, Mitglied des Zentralkomitees. Zwischen 1872 und 1882 ausgedehnte Vortrags- und Studienreisen in Nord- und Südamerika sowie in Australien. Ab 1883 in Renchen“ (M. Bürgi in HLS). – Siehe auch ausführlich bei C. F. Lautenschlager, „Amand Goegg, ein badischer Achtundvierziger“, in Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins, Band 96, 1948, S. 19 ff. – N.a.V., stellenweise leicht braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Badenia, Badischer Aufstand, Revolution, 1848-1849 |
140,-- | ![]() |
|
| Mullie, C(harles). Fastes de la France ou tableaux chronologiques, synchroniques et géographiques de l’histoire de France. Depuis l’établissement des francs jusqu’à nos jours. Indiquant les evénemens politiques, les progrès de la civilisation et les hommes célèbres de chaque règne. 4. édition, entièrement refondue. Lille, Vanackere Fils et Paris, vor Magen 1836. Folio (46 x 30 cm.). [1] Bl., gestoch. illustr. Titel, 204 S. und 8 doppelblattgr. lithographierte Karten sowie einige Holzstich-Vignetten auf den Zwischentiteln. Weinroter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und dekorativer Rückenvergoldung.
Frühe Ausgabe des zuerst 1832 erschienenen französischen Geschichts-Atlas. – C. Mullié (nach 1790 – nach 1852) war Professor an der l’Université de Lille. – Gelenke etwas berieben, Kanten etwas bestoßen, nur im Blattrand teils etwas braunfleckig, sehr gutes dekorativ gebundenes Exemplar. Schlagwörter: Atlanten, France, Frankreich |
150,-- | ![]() |
|
| Duclos, (Charles Pinot). Histoire de Louis XI. 3 Bände. Amsterdam, Aux dépens de la Compagnie 1746 Kl.-8° (17 x 11 cm.). [12] Bl., 375 S.; [2] Bl., 430 S., [21] Bl.; [5] Bl., 399 S. mit Titelbl. in Rot und Schwarz, 3 gestoch. Titelvignetten, gestoch. Frontispiz-Portrait (von Fritzsch) in Band I und 1 doppelblattgr. Stamm-Tafel. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückensch. und reicher Rückenvergoldung und Pappband der Zeit (Band III).
Vgl. Brunet VI, 23413. Querard II, 628. – Zweite Ausgabe der zuerst 1745 erschienenen umfassenden Biographie König Ludwigs XI. – C. P. Duclos (1704-1772) „fut nommé historiographe de France lorsque Voltaire partit en Prusse. Protégé de Mme de Pompadour, il fut très répandu dans tous les salons philosophiques et les cafés littéraires, et membre du Caveau, des académies de Londres et de Berlin, nommé à l’Académie des Inscriptions en 1739, et remplaça l’abbé de Mongault, le 22 septembre 1746, à l’Académie française où il fut reçu par le cardinal de Bernis le 26 janvier 1747 ; il avait été battu l’année précédente par l’abbé de La Ville. Il fut, à l’Académie, l’un des chefs du parti philosophique et y exerça une grande influence surtout lorsqu’il devint secrétaire perpétuel le 15 novembre 1755, remplaçant dans cette fonction Mirabaud, démissionnaire. … Ses relations avec les encyclopédistes ne furent pas toujours cordiales. Il fut en froid avec Voltaire que l’on disait lui avoir refusé sa voix lors de son élection à l’Académie ; il se brouilla et ne se réconcilia jamais complètement avec d’Alembert ; il ne paraît pas avoir répondu à l’attente de Voltaire qui le pressait de faire agréer par Mme de Pompadour la candidature de Diderot à l’Académie. Un jour, Duclos, parlant des encyclopédistes, dit : „Ils en diront et en feront tant, qu’ils finiront par m’envoyer à confesse. Son caractère très autoritaire le mit en lutte avec plusieurs de ses confrères, il eut avec eux des altercations fréquentes“. Il fut peu regretté à sa mort“ (Academie Francaise). – „De tous les hommes que je connais, Duclos est celui qui a le plus d’esprit dans un temps donné“ (D’Alembert). – Band III abweichend gebunden (Kanten und Gelenke berieben und etwas fleckig), Band I und II in dekorativen Barock-Einbänden aus einer deutschen Schloß-Bibliothek. Schlagwörter: Biographie, France, Frankreich, Ludwig XI. (König von Frankreich) |
240,-- | ![]() |
|
| Lasker, (Ignatz) J(ulius) und Friedr(ich) Gerhard. Des deutschen Volkes Erhebung im Jahre 1848, sein Kampf um freie Institutionen und sein Siegesjubel. Ein Volkes- und Erinnerungsbuch für die Mit- und Nachwelt. Danzig, Friedrich Gerhard 1848. 8°. 640 S. mit 20 lithogr. Portraits. Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel.
Slg. Borst 2309 (nur 18 Tafeln). Slg. Friedlaender 72. – Erste und einzige Ausgabe des populären Gedenkbuches mit interessanten, da meist authentischen Berichten über die Ereignisse in ganz Deutschland und über die politischen Kontrahenten aller Lager. – Mit Portraits u. a. von H. v. Gagern, Erzherzog Johann, H. Simon, Bassermann v. Auerswald, R. Blum, L. Uhland, Braun, S. Jordan, Jacoby, T. Dittmer, Todt, v. Soiron, L. T. Welcker, Beckerath, Hansemann, Vincke und Graf v. Schwerin. – Der Jounalist, Philosoph, Mediziner und Schriftsteller I. J. Lasker (1811-1876) ″ redigirte 1836 die „Schlesischen Blätter“ und die Kunst’ und Litteraturartikel der „Breslauer Zeitung“, gab 1837 unter dem Pseudonym Julius Sincerus, das er auch für mehrere Jahre beibehielt, die „Nachtwandlerin; eine Zeitschrift für Scherz und Ernst“ heraus und führte dann von 1838—1844 die Redaction des Danziger „Dampsboots“. Inzwischen hatte L. seinen Wohnsitz in Krotoschin und Posen gehabt und war 1843 nach Berlin übergesiedelt, wo er die Redaction des „Freimüthigen. Journal für Litteratur, Kunst und öffentliches Leben“ und 1845 auch die des „Volksfreundes“ übernahm. Nach einigen Jahren ging er nach Breslau, wo er von 1848 bis 1852 als Dramaturg des Breslauer Stadttheaters fungirte und die „Morgenzeitung“ redigirte, und kehrte dann nach Berlin zurück, wo er zuletzt Secretär und Dramaturg des Victoriatheaters war und am 16. November 1876 starb“ (F. Brümmer in ADB XVII, 735 ff.). – St.a.T., duchgehend teils stärker braunfleckig, die Tafeln meist sauber, gutes Exemplar. Schlagwörter: Revolution, 1848-1849 |
140,-- | ![]() |
|
| Schmidt, Friedrich Georg August. Beiträge zur Geschichte des Adels und zur Kenntniß der gegenwärtigen Verfassung desselben in Teutschland. Beigebunden: W(ahl, Samuel) F(riedrich Günther). Kurzer Abriß einer Geschichte des Ritterwesens und des deutschen Adels, benebst Nachricht von den vorhandenen Ritterorden. 2 Werke in 1 Band. Braunschweig, Schulbuchhandlung und Halle, Johann Christian Hendel 1794 und 1793. 8°. XXXVI, 205, (1) S.; IV, 284 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild.
I. VD18 10201289. – Erste Ausgabe. – „In Frankreich, wo der Adel großentheils durch entartete Sitten, durch Mißbrauch seiner Gerechtsame und durch Verachtung und Bedrückung der niedern Stände gerechten Haß und Verfolgung gegen sich erregt hatte, ist er bekanntlich ganz vernichtet. – Ob wir Teutschen diesem Beispiel folgen sollen? – hörte ich oft fragen und untersuchen“ (Vorrede S. VII/VIII). Enthält: I. Charakteristik der verschiedenen Geburtsstände insbesondere des hohen und niedern Adels in Teutschland. – II. Vom Ursprunge der Geschlechtsnahmen insbesondere unter den Vorfahren des niedern Adels in Teutschland. – III. Chronologisches Verzeichniß einiger in den Urkunden des zwölften Jahrhunderts nahmhaft gemachten Personen vom Ritterstande, deren Nahmen bis in unsere Zeiten unter den Geschlechtern des niedern Adels sich erhalten haben. – II. ADB XL, 593 f. VD18 10384723. – Erste Ausgabe. – S. F. G. Wahl (1760-1834) war Professor der orientalischen Sprachen in Halle. – Beide Autoren verurteilen die Auswirkungen der Französischen Revolution in ihren Vorreden. – Einband teils stärker berieben, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Adel, Ritter, Ritterorden |
200,-- | ![]() |
|
| (Vimercati, Giovanni). Cenni istorici intorno la vita dell’A. R. di Luigia Carlotta di Borbone, Infante di Spagna, duchessa di Sassonia. Roma, Salviucci 1858. 4°. [7] Bl., 118 S., [1] Bl. Weinroter Maroquin-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, reicher floraler Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt.
Erste Ausgabe. – Luisa Carlotta Maria Isabella von Neapel und Sizilien (1804-1844) war Prinzessin des Konigreichs Sizilien, Infantin von Spanien und Herzogin von Cádiz als Gemahlin von Francesco di Paola von Bourbon-Spanien. Isabella II., Königin von Spanien war ihre Nichte. – Sehr schönes prachtvoll gebundenes Exemplar. – Prima edizione. – Luisa Carlotta Maria Isabella di Napoli e Sicilia (1804-1844) fu Principessa del Regno di Sicilia, Infanta di Spagna e Duchessa di Cadice in quanto moglie di Francesco di Paola di Borbone-Spagna. Isabella II, regina di Spagna, era sua nipote. – Una copia molto bella e splendidamente rilegata. Schlagwörter: Biographie, Einbände, Einbandkunst, Italien, Spanien |
240,-- | ![]() |
|
| Bonneville, Pierre-Frédéric. Traité des monnaies d’or et d’argent qui circulent chez les différens peuples. examinées sous les rapports du poids, du titre et de la valeur réelle, avec leurs diverses empreintes. Paris, chez l’auteur et Duminil-Lesueur 1806. Folio (35 x 25 cm.). [2] Bl., XL, 266 S., [3] Bl. mit 187 Kupfertafeln, 1 Kupferstich im Text und zahlr. Tabellen. Späterer Halbleinenband mit goldgepr. Rückenschild.
Brunet I, 1103. Lipsius/L. Supplement 14. – Erste Ausgabe des reich illustrierten numismatischen Werks, u.a. auch mit Münzen aus Russland und China. – Von P.-F. Bonneville signiert. – Einband etwas berieben, die letzten Bl. (S. 247 ff.) im unteren Blattrand teils stärker braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Coinage, Money, Numismatics, Numismatik |
350,-- | ![]() |
|
| Kirchner, Anton. Geschichte der Stadt Frankfurt am Main. 2 Bände. Frankfurt am Main, Jäger 1807-1810. 8°. LI, 642 S.; XIV S., [1] Bl., 560 S. Marm. Halbleinen der Zeit mit goldgepr. Rückentitel u. Linienvergoldung.
ADB XVI, 20. – Erste Ausgabe vom Hauptwerk des Frankfurter Predigers, Historikers und Schulreformers Anton Kirchner (1779-1834), das sich insbesondere durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frankfurter Geschichte und den vorhandenen Quellen auszeichnet: „Was Kirchner’s Namen aber für alle Zeiten mit dem der Stadt Frankfurt verknüpft, ist seine Geschichte derselben. In ihrer Bearbeitung hat er sich eine hohe Aufgabe gestellt, ein großes Wagniß unternommen, denn noch gab es keine kritisch besorgte Urkundensammlung der Stadt Frankfurt. Ueber Kirchner’s Bedeutung als Geschichtschreiber hat sich Kriegk in der Vorrede zu seinem Werke: ‚Frankfurts Bürgerzwiste und Zustände im Mittelalter‘ (1862) folgendermaßen ausgesprochen: ’Kirchner’s Werk ist die erste wissenschaftlich gearbeitete Geschichte von Frankfurt, denn alle früheren Darstellungen derselben sind so verfaßt, daß sie chronikartig geschrieben und der eigentlichen Kritik ermangelnd, nur die rein äußerliche Aufeinanderfolge der Begebenheiten darlegen. Außerdem ist Kirchner’s Werk auch noch die erste mit Geschmack geschriebene ‚Geschichte von Frankfurt‘“ (ADB). – Buchdeckel mit Resten von Bibliothekssignaturen, Rückenverg. oxidiert, St. a. V. u. T. durchgehend etwas stockfl., sonst gutes Exemplar. Schlagwörter: Deutsche Landeskunde, Erstausgaben, Frankfurt am Main |
120,-- | ![]() |
|
| Gentz, Friedrich v. Schriften. Ein Denkmal. Herausgegeben von Gustav Schlesier. 5 Bände. Mannheim, Heinrich Hoff 1838-1840. 8°. Moderne Pappbände mit mont. typogr. Orig.-Umschlägen.
Goedeke VI, 192, 26. Ziegenfuss I, 382. – Erste Ausgabe dieser Auswahl. – Enthält u. a. den Briefwechsel zwischen Gentz und Johannes v. Müller, ungedruckte Denkschriften, Tagebücher, Briefe und kleinere Schriften. – F. v. Gentz (1764-1832) „beginnt seinen geistigen Werdegang als Schüler von Kant und als begeisterter Anhänger der französischen Revolution. Später verteidigt er das englische System des Ausgleichs der Interessen in innerer und äußerer Politik. Auf seine Veranlassung hin übersetzt Chr. Garve das Werk von Smith über den „Reichtum der Nationen“, und er selbst übersetzt Burkes „Gedanken über die französische Revolution“ (1793). Seine Kantische Denkweise trennt ihn ebenso von der reaktionären Romantik Adam Müllers wie von der liberalen Romantik W. v. Humboldts“ (W. Ziegenfuss). – Einbände und Vorsätze fachgerecht erneuert, St.a.T., nur stellenweise etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Befreiungskriege <1813-1815>, Briefwechsel, Gesamtausgaben, Napoleon I, Napoleonica, Philosophie |
320,-- | ![]() |
|
| Posselt, Ernst Ludwig und (Friedrich Buchholz), Hrsg. Staatsgeschichte Europa’s vom Tractat von Amiens bis zum Wiederausbruch des Krieges zwischen Frankreich und England. Als Taschenbuch für 1805. Tübingen und Stuttgart, J. G. Cotta (1804). Kl.-8°. [39 Bl., 127, 136 S., [5] Bl. mit 6 gestoch. Portrait-Tafeln und 6 mehrfach gefalt. handkol. gestoch. Karten und Tabellen. Moderner Kalbslederband mit goldgepr. Rückentitel.
Vgl. Fischer, Cotta Bibliographie I, 471 (″Europäische Annalen“ Band 1-4) und 530 (Jahrgang 1806). – Erster Jahrgang des seltenen historischen Almanachs. Bis 1816 erschienen noch 6 weitere Jahrgänge. – Mit Porträts von Zar Alexander I. von Russland, Napoleon I., Lord Nelson u. a. – Die schönen Karten zeigen Frankreich und Italien, darunter eine „Karte über die Entschädigung der durch Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich an Land & Leuten beschädigten deutschen Erbfürsten“. – Einband fachgerecht erneuert, 1 Karte im Falz etwas eingerissen, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Befreiungskriege <1813-1815>, Napoleon I, Napoleonica, Napoleonische Kriege |
250,-- | ![]() |
|
| Gentz, Friedrich v. Fragmente aus der neuesten Geschichte des politischen Gleichgewichts in Europa. 2. Aufl. St. Petersburg (eig. Riga), Johann Friedrich Hartknoch 1806. 8°. LIV, 264 S. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.
Goedeke VI, 191, 17. Weller, Druckorte 205. – Die erste Ausgabe erschien im selben Jahr mit abweichender Paginierung. – „Die Auswirkungen der französischen Expansionspolitik auf die europäischen Staatenwelt, der Napoleons Machtergreifung 1799 eine neue Dimension gab, machte aus dem Revolutionskritiker Gentz den Analytiker der europäischen Ordnung, der die Gefahr einer französischen Hegemonie anprangerte … Sein Wirken als antinapoleonischer Publizist erreichte mit den Fragmenten … einen Höhepunkt“ (Killy IV,114). – „Schärfer konnten die Fehler der Regierungen, die Verirrungen des öffentlichen Geistes der Völker nicht gegeißelt werden, als es in der umfangreichen Vorrede, die fast zu einem selbständigen Werk anschwoll, geschah“ (ADB VIII, 582). – Einband etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. |
240,-- | ![]() |
|
| Brissot (de Warville), J(acques) P(ierre). Schilderung der jetzigen Anarchie Frankreichs, der maechtigen Einwirkung der Anarchisten in die National-Convention, und aller der Uebel und des Ungluecks, worein sie Frankreich gestuerzt haben, in einem Berichte an seine Committenten. Leipzig, Johann Benjamin Georg Fleischer 1794. Kl.-8°. XIV, 202 S. Interims-Pappband der Zeit.
Fromm 4161. VD18 13023950. – Sehr seltene erste deutsche Ausgabe der radikalen Anklage gegen die Montagnards, posthum übersetzt. Diese schonungslose Schilderung der Anarchie, von seiner „Leidenschaft für Freyheit“ diktiert, bedeutete wohl sein Todesurteil. „Ordnung in ihrer innern Verfassung … an diesem einzigen Worte hängt wahre Freyheit, und diese allein ists, zu deren Behufe ich schreibe“ (S. VI). – Der Advokat Brissot (1754-1793), ein Gegner des Sklavenhandels und Anhänger der Rousseauschen Gleicheitsideen, war einer der einflussreichsten Revolutionäre. Nach dem Ausbruch der Revolution „gab der von unruhigem Ehrgeiz erfüllte Brissot 1789 ein Journal: ‚Le Patriot français‘ heraus, das bald großen Einfluß gewann. In die Pariser Kommune gewählt, spielte er … unter den Beförderern der Revolution eine so bedeutende Rolle, daß der Hof alle Anhänger der Reform Brissotins (später Girondisten) nannte… Die Kriegserklärungen an Österreich 1792 und an England und Holland 1793 waren vorzüglich sein Werk. Weil er aber dann dem Terrorismus Robespierres entgegentrat, wurde letzterer sein Gegner, und als 2. Juni die Girondisten gestürzt wurden, war auch sein Untergang entschieden. Zwar entfloh er, war aber in Moulins ergriffen und zu Paris 31. Okt. 1793 mit 20 seiner Genossen hingerichtet“ (Meyers Konversations-Lexikon, 5. Auflage). – Einband etwas angestaubt und fleckig, gekröntes Wappen-Exlibris, im oberen und unteren Blattrand etwas wasserfleckig und stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar. Schlagwörter: Französische Revolution |
320,-- | ![]() |
|
| Gentz, Friedrich v. Ueber den Ursprung und Charakter des Krieges gegen die Französische Revoluzion. Berlin, Heinrich Frölich 1801. 8°. Titel, 333 S. Moderner Halbleinenband mit goldgepr. Rückentitel.
ADB VIII 580. Kircheisen, Gentz 105. Goedeke VI, 191, 16. Humpert 7677 (Titel und Verlag ungenau). NDB VI, 190 ff. – Erste Ausgabe des glänzend geschriebenen Buches, eine Fortsetzung seines „Historischen Journals“. Gentz bezeichnet die Jakobiner als Urheber des Krieges und erklärt die französischen Erfolge mit der Zaghaftigkeit Preußens und Österreichs, die den Krieg gegen die Republik nur als Verteidigungskrieg geführt hätten. „Diese Arbeit gehört unstreitig zu dem Besten, was Gentz schrieb“ (Beer in ADB). – F. v. Gentz (1764-1832), einer der wichtigsten Gegner Napoleons, „sein im Sinne einer eigengesetzlichen Dynamik entwickelter Revolutionsbegriff und die klare Kennzeichnung der Phasen und des Endes der Revolution waren aufsehenerregende Leistungen. Aber erst seit der Kriegspolitik Bonapartes kam bei G. – sichtbar in der Verwerfung der Projekte ewigen Friedens und einer Rechtfertigung des Krieges – ein politischer Realismus zum Durchbruch; aus dem pazifistischen Streiter wider die Prinzipien der Französischen Revolution wurde der Herold des Kampfes um die Wiederherstellung der politischen Grundordnung Europas, des von Frankreich zerstörten Gleichgewichts der Mächte. Ließ schon diese Tendenz die preußische Regierung abrupt von G. abrücken, so gefährdete er seine Sonderstellung in Preußen, als er 1801 die von Hauterive verkündete Europapolitik des bonapartistischen Frankreich desillusionierte, England als den Hort der Freiheit Europas pries und die Überwindung des deutschen Dualismus forderte, um den Kontinent vor einer Unterwerfung durch den Hegemoniewillen Napoleons zu bewahren“ (H. Rumpel in NDB). – Durchgehend teils stärker braunfleckig. Schlagwörter: Französische Revolution, Napoleon I, Napoleonica, Politik |
280,-- | ![]() |
|
| Mallet du Pan, (Jacques). Über die französische Revolution und die Ursachen ihrer Dauer. Uibersetzt mit einer Vorrede und Anmerkungen von Friedrich Gentz. O. O. u. Dr. 1794. Kl.-8°. 188 S., [1] Bl. Interims-Pappband der Zeit mit Rückenschild.
Goed. VI, 191, 3 (Gentz). Vgl. Fromm 16009 und VD18 14799073 (erste Ausgabe im selben Jahr bei Vieweg in Berlin). – Raubdruck der ersten deutschen Ausgabe von „Considérations sur la nature de la Révolution de France, et sur les causes qui en prolongent la durée“ (London 1793) des franz. Publizisten J. Mallet-du-Pan (1749-1800). Die bedeutendste von drei 1794 erschienenen Übersetzungen. Eine der wichtigsten Streitschriften gegen die Auswirkungen der Französischen Revolution. – Einband etwas fleckig, zeitgenöss. Besitzvermerk „Ex Libris Joannis Trebiecki“) auf dem Vorsatz und Exlibris-Stempel auf dem Titelblatt, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten. Schlagwörter: Französische Revolution |
160,-- | ![]() |
|
| Tzschirner, H(einrich) G(ottlieb). Die Gefahr einer Deutschen Revolution. Leipzig, Gerhard Fleischer 1823. Kl.-8°. Titel, 142 S. Moderner Lederband.
ADB XXXIX, 62. NDB XXVI, 208 ff. – Erste Ausgabe. – Der Leipziger Theologe H. G. Tzschirner (1778-1828) „verfolgte ein spätaufklärerisches, pragmatisches Geschichtskonzept, das in dem Werk „Der Fall des Heidenthums“ (postum 1829) seinen Höhepunkt fand. … Große Aufmerksamkeit erfuhr T. nach 1817 als Gelegenheitsautor. Mit Schriften wie „Der Uebertritt des Herrn von Haller zur katholischen Kirche“ (1821), „Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet“ (1822, 1824), „Die Gefahr einer Deutschen Revolution“ (1823, ²1823) und „Das Reactionssystem, dargestellt und geprüft“ (1824) vertrat er gegen die im Zuge der Rekonfessionalisierung erhobenen Forderungen des Katholizismus und der politischen Restauration das Konzept eines liberalen Protestantismus“ (Dirk Fleischer in NDB). – Titelblatt angestaubt, stellenweise etwas braunfleckig und gebräunt. Schlagwörter: Französische Revolution |
240,-- | ![]() |
|
|
Einträge 1–50 von 169
Zurück · Vor
|
|||



