Avantgardeliteratur
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| Benjamin, Walter. Einbahnstraße. Berlin, Ernst Rowohlt 1928. 8° (20,5 x 15,5 cm.). 83, (1) S. Dunkelblauer Orig.-Kartonumschlag mit Schutzumschlag mit Fotomontage von Sascha Stone (d. i. Aleksander Serge Steinsapir) in modernem Leinenschuber.
Ahnert/Jordan 126. Brodersen C 3. Holstein, Buchumschläge 341 (Faksimile-Ausgabe von 1983). Slg. Leinweber 12. – Sehr seltene erste Ausgabe. Gedruckt bei Poeschel und Trepte in Leipzig in einer stark vom Bauhaus beeinflussten Typographie. Der berühmte Schutzumschlag unter Verwendung einer eigenen Fotomontage von S. Stone ist ein Meilenstein der modernen Einbandkunst. – „Gerade in seinen exzentrischen Elementen ist das Buch wenn nicht Trophäe so doch Dokument eines inneren Kampfes“ (W. Benjamin in einem Brief an Hugo von Hofmannsthal). – „Wenn Benjamins Philosophie, die alle bündigen, losungsähnlichen Resultate verschmäht, eine Forderung erfüllt, so ist es die, die sein Freund T. W. Adorno in seinen ‚Minima Moralia‘ (1951) an alles dialektisch-kritische Denken richtet: ‚In einem philosophischen Text sollten alle Sätze gleich nahe zum Mittelpunkt stehen‘. Diese Forderung ist verbunden mit der nach ‚Abschaffung des Unterschiedes von These und Argument‘, die Benjamin schon in … den Fragmenten der ‚Einbahnstraße‘ verwirklichte“ (KNLL). – „Dieses Buch … ist durch seine Druckanordnung und äußere Gestaltung, ebenso wie durch seine fragmentarische Schreibweise als eines der bedeutendsten Werke der avantgardistischen deutschsprachigen Literatur der zwanziger Jahre ausgewiesen“ (Bernd Witte). – S. Stone (1895-1940), mit W. Benjamin seit Anfang der 1920er Jahre eng befreundet und wie dieser auf der Flucht in der Nähe der span. Grenze gestorben, „gehört zu den wichtigsten Fotografen der Weimarer Republik. Die Präsenz seiner Bilder in der illustrierten Presse. Die Tatsache, dass er auf der epochemachenden Ausstellung des Deutschen Werkbundes ‚Film und Foto‘ 1929 als Fotograf mit den meisten Bildern vertreten war – Formen der öffentlichen Anerkennung wie diese sind es zunächst, die auf den Rang seiner Bilder verweisen. Dennoch ist seine Arbeit im öffentlichen Bewusstsein weitgehend in Vergessenheit geraten“ (E. Köhn in Koetzle, Fotografen A-Z, S. 388). – Schutzumschlag an den Gelenken geringfügig berieben und mit unauffällig restaurierten Fehlstellen an den Kanten, gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Avantgarde, Avantgardeliteratur, Einbände, Fotomontage, Photographie, Photography, Photomontage |
7.500,-- | ![]() |
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| Steiger, Dominik. Über meine Knöchelchen-Zeichnungen (und anderes). (Herausgegeben von Otto Breicha in Zusammenarbeit mit dem Buchdienst Fesch). Wien, Selbstverlag (1982). 8°. [20] Bl. mit einem Portrait von Isolde Ohlbaum, 16 teils farb. Tafeln und Illustrationen im Text. Farbig illustr. OKart.
Erste Ausgabe. – Mit eigenhändiger Widmung von D. Steiger für Oswald Wiener „viele Bussi, Euer Dominik“. – „Die Knöchelchen-Zeichnungen waren meine ersten Bilder 1972/73. Sie waren einer Zergliederungsphase in meinen schriftlichen Arbeiten gefolgt an einem Punkt, wo die Schreibarbeit an die Knöchelchen stieß.Da hörte sie für eine Weile ganz auf, und es folgte das ledige Aufzeichnen vieler einzelner Knöchelchen in Zeilen, was ein listenmäßiges Aussehen hat. Es sollte aber wieder eine Zeit der Zusammensetzung folgen, nach neuen Vorstellungen, und damit war auch der Rückzug aus den Gefilden der Knöchelchen gekommen. Es entstand wieder eine neue Geschichte“ (S. 1). – Der österreichische Literat und Künstler D. Steiger (1940-2014), aus dem Umfeld der Wiener Gruppe und des Wiener Aktionismus, zählt mit seinen Werken zu den wichtigen Vertretern der österreichischen Avantgarden seit den 1950er Jahren. – Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Avantgarde, Avantgardeliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar, Wiener Aktionismus, Wiener Gruppe |
120,-- | ![]() |
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| Marinetti, F(ilippo) T(ommaso). Le monoplan du Pape. Roman politique en vers libres. Paris, E. Sansot & Co. 1912. 8°. 348 S., [1] Bl. Moderner Ln. mit goldgepr. Rückenschild (Orig.-Umschlag beigebunden).
Salaris 46. – Erste Ausgabe mit der fingierten Auflagenbezeichnung „Quatrieme Edition“ auf dem Umschlag. Eine ital. Übersetzung erschien erst 1914. – Antiösterreichischer und antiklerikaler Roman des Gründers der Futuristischen Bewegung. – „Der Roman ist „Triest, unserem schönen Pulverfass“ gewidmet und predigt die Notwendigkeit, „Italien zu räumen“ und Krieg gegen Österreich zu führen: eine Idee, die 1912, in Zeiten des Dreibunds, vielleicht gewagt schien, aber in den aktuellen Ereignissen zu blendenden Ereignissen wird zwei Jahre später, als nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Italien die Debatte zwischen Interventionisten und Nicht-Interventionisten tobte (nicht umsonst trägt die italienische Ausgabe den Untertitel „prophetischer Roman“).“ (Wikipedia, aus dem ital. Übersetzt). – Nur vereinzelt etwas braunfleckig, sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Avantgarde, Avantgardeliteratur, Futurismus |
280,-- | ![]() |
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