Germanistik
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Beschreibung Gesamte Buchaufnahme |
Preis EUR |
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| (Willenbücher, Johann Peter). Praktische Anweisung zur Kenntnis der Hauptveränderungen und Mundarten der teutschen Sprache. Von den ältesten Zeiten bis in vierzehnt Jarhundert, in einer Folge von Probestükken aus den Gothischen, Altfränkischen, oder Oberteutschen, Niederteutschen und Angelsächsischen, mit spracherläuternden Uebersezzungen und Anmerkungen. Leipzig, Crusius 1789. XVI, 181, (3) S. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.
ADB XLIII, 267 f. VD18 14177412. – Einzige Ausgabe, selten. – „Man kann dieses Büchlein die erste altdeutsche Chrestomathie für Anfänger und zum Selbstunterrichte nennen. In 12 Abtheilungen gibt W. ausgewählte Stücke aus der althochdeutschen, altniederdeutschen, angelsächsischen und gotischen Prosalitteratur mit Uebersetzung und sehr umfangreichem Commentar. Die gelehrte Leistung ist freilich schwach und steht weit hinter dem zurück, was schon lange vorher Männer wie Dietrich von Stade und Frisch gewußt und gelehrt haben. Eine so plumpe Fälschung wie das „Hilli kroti Woudana“ wird mit Andacht vorgeführt und erläutert. Aber die Absicht des Verfassers, wie sie in der Vorrede dargelegt ist, verdient Anerkennung: W. erklärt die Bekanntschaft mit den älteren Sprachzuständen für jeden nothwendig, der die Muttersprache genauer verstehn wolle, er wünscht, daß diese Kenntniß nicht länger auf wenige Specialgelehrte beschränkt bleibe, sondern daß auch Schulmänner, Juristen, Geschichtskundige danach streben mögen, sie sich anzueignen, und er sieht in dem Mangel an „Vestigkeit in der grammatischen Auslegung“ das größte Hemmniß für den Fortschritt der altdeutschen Studien“ (E. Schröder in ADB). – Sehr gutes sauberes Exemplar. Schlagwörter: Germanistik, Mundart, Mundarten, Philologie, Sprachwissenschaft, Sprachwissenschaften |
240,-- | ![]() |
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| Gottfried von Strassburg. Werke. Aus den beßten Handschriften mit Einleitung und Wörterbuch. Herausgegeben von Friedr(ich) Heinr(ich) von der Hagen. 2 Bände. Breslau, Max und Komp. 1823. 8°. XIV, 321 S.; 461, (3) S. mit gestoch. Frontispiz von Ludwig Meyer. Weinrote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.
ADB X, 335. Goedeke I, 100, 42. NDB VII, 476 ff. – Erste Ausgabe. – I. Tristan und Isolde mit Ulrichs von Turheim Fortsetzung. – II. Heinrichs von Friberg Fortsetzung von Gottfrieds Tristan. Gottfrieds Minnelieder. Die alten französischen, englischen, walisischen und spanischen Gedichte von Tristan und Isolde. Die Texte werden durch ein 139 Seiten umfassendes Wörterbuch erschlossen. – F. H. von der Hagen (1780-1856), „seit 1801 als Referendar am Kammergericht in Berlin, wurde er durch A. W. Schlegels Vorlesungen im Winter 1803/04 zum Studium des Nibelungenlieds geführt. Johannes von Müller förderte seine Bemühungen, indem er ihm Zugang zu Handschriften verschaffte. Schon die Proben einer „Erneuung“ des Nibelungenlieds in der „Eunomia“ 1805 weckten Goethes Aufmerksamkeit; die erste Ausgabe (Der Nibelungen Lied, 1807) veranlaßte ihn zu Stegreifübersetzungen des Liedes, die er in seiner Mittwochsgesellschaft gab. Die Briefe H.s und seines Freundes Johann Gustav Büsching an Goethe haben in den folgenden Jahren viel dazu beigetragen, Goethes Hinwendung zur altdeutschen Poesie und Kunst mit immer neuen Anregungen zu bereichern. … Sprachlich gab er eine Zwischenform von Mittelhochdeutsch und neuhochdeutscher Übersetzung, die Wilhelm Grimms heftige Kritik hervorrief. Der Gegensatz zwischen den Brüdern Grimm und H. sowie späterhin der zwischen Karl Lachmann und H. beruhte vornehmlich auf der autodidaktischen Verfahrensweise H.s bei der Edition mittelalterlicher Texte, die ihm zeitlebens eigentümlich blieb. Ihm kam es auf die stoffliche Erschließung an, kaum auf die philologisch-kritische Wiederherstellung der historisch getreuen Sprachgestalt. 1810 wurde H. nach mehrmaligem eigenem Antrag zum außerordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur an der neu gegründeten Universität Berlin ernannt, von wo er jedoch schon im folgenden Jahr Büsching nach Breslau folgte. Dort war er als Bibliothekar und als außerordentlicher Professor an der Universität tätig“ (A. Elschenbroich in NDB). – Schönes Exemplar aus der Bibliothek des elsässischen Politikers Eduard Freiherr von Türckheim (1829-1909) mit dessen Wappen-Exlibris. Schlagwörter: Germanistik |
160,-- | ![]() |
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| Grimm, Wilhelm. Über Freidank. Gelesen in der Königlichen Akademie der Wissenschaften am 15. März 1849. Berlin, Königliche Akademie der Wissenschaften 1850. 4°. 85 S. Pbd. der Zeit.
Goed. I, 165. – Erste Ausgabe. – Bereits 1834 veröffentlichte Grimm den Text des Gedichtes nach der ältesten überlieferten Heidelberger Handschrift aus dem 13. Jahrhundert und eine Untersuchung über den Verfasser. Grimm vermutete Walther von der Vogelweide. – „Der mittelalterliche Spruchdichter Freidank ist eine Gestalt, mit der sich Wilhelm Grimm jahrelang beschäftigt hat … Bis heute gehören Grimms Arbeiten zu den wichtigsten innerhalb der literarhistorischen Forschung über Freidank“ (Kat. Grimm I, 478 f.). – Gelenke stellenweise etwas angeplatzt, St.a.V.u.T., gutes Exemplar. Schlagwörter: Germanistik, Literaturgeschichte |
60,-- | ![]() |
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| Schwab, Gustav (Übers.). Die Legende von den heiligen drei Königen von Johann von Hildesheim. Aus einer von (Johann Wolfgang v.) Goethe mitgetheilten lateinischen Handschrift und einer deutschen der Heidelberger Bibliothek bearbeitet und mit zwölf Romanzen begleitet von Gustav Schwab. Stuttgart u. Tübingen, Cotta 1822. Kl.-8°. 222 S. Pappband der Zeit.
Slg. Borst 1410. Fischer, Cotta-Bibliographie II, 1366. Goedeke VIII, 250, 6. Hagen 723. – Seltene erste Buchausgabe der Übersetzung von „De tribus sanctis regibus“, die zuerst in Goethes Zeitschrift „Über Kunst und Alterthum“ (II, 2. u. 3. Heft) erschien. „S. 199-200 bietet einen Brief Goethes (des Finders des Ms.) an Sulpiz Boisserée; der Abschnitt „Über Entstehung dieser Legende“ (S. 212-222) ist lt. Goedeke von S. Boisserée verfaßt. Auflagenhöhe: 1000 Flora Pap + Autorenex.: 12 Vel.“ (B. Fischer). – Einband geringfügig berieben, St.a.T., sehr gutes sauberes Exemplar aus der Schloss-Bibliothek Fürstenberg, Donaueschingen (ursprünglich Bibliothek Joseph von Laßberg, Schloss Meersburg). Schlagwörter: Germanistik, Goethe, Johann Wolfgang von, Heilige drei Könige, Literaturgeschichte, Mittelalter |
320,-- | ![]() |
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| Lichtenstein, Ulrich v. Mit Anmerkungen von Theodor v. Karajan. Herausgegeben von Karl (Georg) Lachmann. (Nachdruck der Ausgabe Berlin 1841). Hildesheim, Olms 1974. 8°. 4 Bl., 728 S., 1 Bl. OLn. mit goldgepr. Rücken- u. Deckeltitel.
Sehr gutes Exemplar. Schlagwörter: Faksimile, Germanistik, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft |
30,-- | ![]() |
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