NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juni 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Literatur und Literaturwissenschaft / Illustrierte Bücher / Pressendrucke

Die Liste enthält 783 Einträge. Suchergebnisse löschen und Gesamtbestand anzeigen.

: : :
Abbildung
 
Beschreibung
Gesamte Buchaufnahme
Preis
EUR
Storm, Theodor. Sämtliche Werke in zwei Bänden. [Mit einem Nachwort von Johannes Klein]. 2 Bände. München, Winkler (1967). 8°. 1193, (3) S.; 1048, (4) S. Hellbraune Orig.-Lederbände mit goldgepr. Rückentiteln, Linienvergoldung, Deckelsignaturen und Kopfgoldschnitt. (Winkler Weltliteratur Dünndruck Ausgabe).

Sehr gutes Exemplar der schönen Ganzlederausgabe.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

Details anzeigen…

60,--  Bestellen
Tolstoi, Leo N. Krieg und Frieden. (Aus dem Russischen übertragen Marianne Kegel). München, Winkler (1975). 8°. 1597 S. Dunkelroter Orig.-Lederband mit goldgepr. Rückentitel, Linienvergoldung, Deckelvignette und Kopfgoldschnitt. (Winkler Weltliteratur Dünndruck Ausgabe).

Schönes Exemplar der Ganzleder-Ausgabe.

Details anzeigen…

60,--  Bestellen
1 Hofbauer, Ludwig. Der Pestkrieg. Ein Zukunftsroman. Regensburg, Ludwig Rath 1927. 8°. 350 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband.

Bloch 2/1502. – Erste Ausgabe. – Von L. Hofbauer auf dem Vortitel signiert „L. Hofbauer, Schwandorf i. Bayern“. -Science-Fiction- und Katastrophenroman; Eine geheime asiatische und amerikanische Organisation versucht, mithilfe von künstlich gezüchteten Pestkulturen die Weltherrschaft zu erringen. Bevor die Seuche eingedämmt werden kann, fallen Hunderttausende Menschen dem biologischen Krieg zum Opfer. Am Ende steht der utopische beziehungsweise dystopische Neuanfang einer vermeintlich gestärkten Gesellschaft. – Der Roman gilt in der Karl-May-Forschung als vermeintliche Quelle für die reale Existenz Winnetous; Ludwig Hofbauer schreibt S. 82, Winnetou sei keine reine Phantasiegestalt, sondern eine historisch reale Person gewesen: „Mein Großvater hatte als Häuptling der Apachen in den Bergen des Westens einen guten Namen. Sie haben von Winnetou, dem großen Häuptling, gehört. Ein Deutscher hat vor Jahrzehnten viel von ihm geschrieben…“ – Hofbauer „stützt sich dabei auf historische Briefe des deutschen Auswanderers Fritz Saul aus den Jahren 1869/1870. Saul schrieb damals aus Nordamerika an seinen Bruder in Deutschland und behauptete, den echten Apachenhäuptling Winnetou im Südwesten der USA persönlich gekannt zu haben. Da Karl Mays erster großer Winnetou-Roman erst 1893 erschien, löste diese Erwähnung in einem Dokument aus dem Jahr 1869 unter Karl-May-Anhängern eine Sensation aus. Es entstand kurzzeitig die Theorie, Karl May habe seine Figur nach einem realen Vorbild geformt oder alte Reiseberichte als Quelle genutzt. Der Karl May Verleger E. A. Schmid veröffentlichte im Karl-May-Jahrbuch 1929 die Ergebnisse der Nachforschungen, demnach hatte Fritz Saul sich wohl geirrt. Er hatte in Arizona sehr wahrscheinlich mit dem realen Apachen-Häuptling Chief Victorio zu tun (dem Nachfolger von Cochise) und brachte diesen Jahrzehnte später fälschlicherweise mit Karl Mays berühmter Romanfigur in Verbindung. Winnetou bleibt somit eine reine Erfindung Karl Mays. Hofbauers „Pestkrieg“ ging dadurch jedoch als eines der kuriosesten Fundstücke in die literaturwissenschaftliche Geschichte der Karl-May-Forschung ein“ (Karl-May Gesellschaft). – Rücken etwas berieben, Deckel leicht fleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Phantastik / Utopie, Phantastische Literatur, Signed books, Signierte Bücher

Details anzeigen…

70,--  Bestellen
1 Almanach – Dieterich, Heinrich (Hrsg.). Göttingisches Taschenbuch zum Nutzen und Vergnügen. Für das Jahr 1812. Göttingen, Heinrich Dieterich (1811). Kl.-8° (16,5 x 8,5 cm. Titel, 64, 170, 38 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz und 12 (2 gefaltete) Kupfertafeln, 2 Modetafeln von Ernst Ludwig Riepenhausen und 10 nach W(illiam) Hogarth. Moderner Pappband mit Brokatpapierbezug.

Köhring 156. Lanckoronska/Rümann S. 15. Musenalm 170. – Vorletzter Jahrgang des seit dem Jahr 1776 erscheinenden und aufgrund seines häufig sarkastischen Inhalts sehr beliebten Göttinger Taschenbuchs. – Mit der Fortsetzung der „Hogarthische(n) Skizze“ und 10 satirischen Kupfertafeln des berühmten englischen Karikaturisten, darunter die bekannten Stiche „Die Advocaten und Notare (The Attorneys and Notaries)“, „Die Quacksalber (The Mock-doctors)“, „Der Tanz (The Dance)“ und „Die Kunst des Faustkampfs oder Boxens (Broughton, Slack and Figg)“. – Mit zusammen 72 Beiträgen (vollständige Inhaltsangabe bei Musenalm). – Gutes, teils unbeschnittenes Exemplar.

Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Boxen, Boxsport, Illustrated books, Illustrierte Bücher

Details anzeigen…

240,--  Bestellen
1 Almanach – (Rittler, Franz). Der Freund des schönen Geschlechts. Taschenbuch für das Jahr 1836. Wien, Heinrich Buchholz (1835). 12° (11,3 x 7,3 cm). [13] Bl., 126 S., [1] Bl. mit gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel und 12 (6 handkol.) Kupfertafeln. Blindgepr. Orig.-Pappband mit Deckelfiletten, goldgepr. Deckelvignette und Goldschnitt.

Goedeke VIII, 61, 68 a. Köhring S. 48. Lanckoronska/Rümann S. 64. Musenalm 988. – Schön ausgestatteter beliebter Taschenkalender, der von 1804 bis 1848 erschien. – Mit 6 handkol. Modekupfern und 6 Kupfertafeln von J. Langer nach J. v. Perger. – Einband etwas berieben, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Mode

Details anzeigen…

240,--  Bestellen
1 Kraus, Karl. Weltgericht. 2 Bände. Leipzig, Verlag der Schriften von Karl Kraus (Kurt Wolff) 1919. 8°. 251 S.; 336 S. mit 3 Tafeln und 1 gefalteten Faksimile. Orig.-Pappbände.

Kerry EA 36. W.-G.² 26. – Erste Ausgabe. – „Dem Andenken an Franz Grüner, Franz Janowitz, Stefan Fridezko, Franz Koch“ gewidmet. – „Seiner dramatischen Vergegenwärtigung des Kriegsgeschehens, den Letzten Tagen der Menschheit, hat Karl Kraus in demselben Jahr, als das Drama in erster Fassung erschien, 1919, mit den beiden Bänden von Weltgericht die essayistische Chronik seiner Kriegsaufsätze an die Seite gestellt. Auch in diesen Schriften dienen authentische Dokumentation und stringente Reflexion einer ebenso ausgreifenden Darstellung wie tiefschürfenden Erklärung der Katastrophe – wobei vor allem den »Bilanzknechten« und »Schlachtbankiers« der Presse, als den wahren Urhebern des Krieges, der Prozeß gemacht wird. Das Buch enthält einige der schneidendsten Satiren von Karl Kraus (Die Laufkatze, Die Fundverheimlichung) und mit dem abschließenden Nachruf auf die Donaumonarchie, »dem stärksten Kriegsfluch, der in deutscher Sprache geschrieben wurde«, ein Meisterwerk politischer Publizistik, vergleichbar nur der Dritten Walpurgisnacht von 1933. Das Ganze ist heute so aktuell wie vor siebzig Jahren: ein Lehr- und Lesebuch des kämpferischen Pazifismus“ (Suhrkamp zu einer Neuausgabe). – Vorderes Innengelenk von Band II leicht angeplatzt, sonst gut erhalten.

Details anzeigen…

40,--  Bestellen
1 Busoni – Ježower, Ignaz (Hrsg.). Venedig. (Einführung). Berlin, B. Behr 1908. Kl.-8° (17 x 13 cm.). XX S. Einfacher Papierumschlag. (Poetische Cicerone: Städte und Länder in der Dichtung, Band 1).

Mit eigenhändiger Widmung und Brief von I. Ježower für den italienischen Pianisten und Komponisten Ferruccio Busoni (1866-1924). „Lichterfelde W – Karlstr. 80, 8. November 1908. Sehr geehrter Herr! Ich übersende Ihnen und Ihrer Frau Gemahlin die Einleitung, die ich dem Venedig Buche vorangestellt habe. Ich würde mich freuen, wenn Sie mit der kleinen Arbeit zufrieden sein würden. Mit besten Grüssen, ganz ergebenst – Ignaz Ježower.“ – Einleitung zur ersten Veröffentlichung des Berliner polnisch-deutschen Kulturhistorikers, Schriftstellers und Übersetzers I. Ježower (1878-1942). Die Anthologie erschien im selben Jahr mit Dichtungen von Friedrich Adler, Andre Chenier, Felix Dahn, Benno Geiger, Robert Hamerling, Hermann Lingg, Alfred Meissner, Richard Monckton Milnes, Thomas Moore, Alfred Musset, Anton Renk, August Wilhelm Schlegel, Lorenzo Stecchetti, Heinrich Stieglitz, Theodor Suse, Jaroslav Vrchlicky sowie venezianischen Volksliedern. – Ježower war mit George Grosz, Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin, Kurt Schwitters und anderen Künstlern befreundet. Zusammen mit Franz Hessel übersetzte und edierte er die Memoiren „Histoire de ma vie“ des Giacomo Casanova (1725–1798). Sein wichtigstes Werk ist eine umfassende Traumanthologie, Das Buch der Träume. Er wurde mit Transport 8, Zug Da 44 am 13. Januar 1942 von Berlin nach Riga deportiert und dort ermordet.
With a handwritten dedication and letter from I. Ježower to the Italian pianist and composer Ferruccio Busoni (1866–1924). “Lichterfelde W – Karlstr. 80, November 8, 1908. Dear Sir! I am sending you and your wife the introduction that I included at the beginning of the Venice book. I would be delighted if you were satisfied with this small work. With best regards, most sincerely—Ignaz Ježower.” – Introduction to the first publication by the Berlin-based Polish-German cultural historian, writer, and translator I. Ježower (1878–1942). The anthology was published that same year and included poems by Friedrich Adler, André Chénier, Felix Dahn, Benno Geiger, Robert Hamerling, Hermann Lingg, Alfred Meissner, Richard Monckton Milnes, Thomas Moore, Alfred Musset, Anton Renk, August Wilhelm Schlegel, Lorenzo Stecchetti, Heinrich Stieglitz, Theodor Suse, Jaroslav Vrchlicky, as well as Venetian folk songs. – Ježower was friends with George Grosz, Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin, Kurt Schwitters, and other artists. Together with Franz Hessel, he translated and edited Giacomo Casanova’s (1725–1798) memoirs, *Histoire de ma vie*. His most important work is a comprehensive anthology of dreams, *Das Buch der Träume* (The Book of Dreams). He was deported from Berlin to Riga on January 13, 1942, on Transport 8, Train Da 44, and was murdered there.

Schlagwörter: Autographen, Widmungsexemplar

Details anzeigen…

100,--  Bestellen
1 Grass, Günter. Die Blechtrommel. Roman. (Gütersloh und Stuttgart), Bertelsmann und Europäischer Buch- und Phonoclub (um 1965). 8°. 571, (2) S. Orig.-Leinenband mit farbig illustr. Schutzumschlag.

KLL I, 1685. – Von G. Grass auf dem Titelblatt signiert. – Grass erhält den seit 1955 nicht mehr vergebenen Preis der „Gruppe 47“ als siebenter Preisträger und 1999 den Nobelpreis für Literatur, weil er – so die Begründung der Jury – „in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“. – Die „Blechtrommel“ wird zum größten literarischen Erfolg der deutschen Nachkriegsliteratur. – „Günter Grass brachte das hervor, was kein Deutscher seit Thomas Mann hervorgebracht hatte: Aufregung in der internationalen literarischen Welt. Grass erbeitet mit einem Ausmaß an theatralischer Erfindungsgabe, das von Goethe … bis zu Ionesco reicht. Die Blechtrommel ist ein überwältigend ungleichmäßiges Prachtexemplar von einem Roman…“ (New York Times Book Review). – Schutzumschlag restauriert, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Signierte Bücher

Details anzeigen…

140,--  Bestellen
1 Jagemann, Ludwig v. Deutsche Städte und deutsche Männer. Nebst Betrachtungen über Kunst, Leben und Wissenschaft. Reiseskizzen aus den Jahren 1837-1840. 2 Bände. Leipzig, Robert Binder 1842. 8°. IV, 217 S., [2] Bl.; VI, 266 S., [1] Bl. Olivgrüne Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung.

ADB XIII, 643 ff. Weech, Badische Biographien I, 421 f. Engelmann 432 (nur spätere Ausgaben). – Erste Ausgabe, selten. – I. „Zur Physiognomik deutscher Hauptstädte und Reiseglossen“. – II. „Zur Charakteristik deutscher Männer“. – Der badische Jurist L. v. Jagemann (1805-1853) war seit 1843 Justizministerialrath und wichtiger Strafrechts-Reformer des 19. Jarhunderts. „Der reiche Schatz seines allgemeinen Wissens machte ihn zum Mittelpunkt kunstliebender Kreise und führte ihn zum belletristischen Schaffen hin; insbesondere bietet von seinen Arbeiten letzterer Gattung eine Skizze seiner Reiseeindrücke aus Deutschland und Oesterreich, welche 1846 in 2 Bänden unter dem Titel „Deutsche Männer und deutsche Städte, nebst Betrachtungen über Kunst, Leben und Wissenschaft“ erschien, interessante, damals zeitgenössische Bilder dar. Allein seine eigentliche Bedeutung besteht in der Förderung, welche er theoretisch und praktisch als Schriftsteller und Beamter der Pflege des Strafrechts, des Gefängnißwesens und des Civil- und Straf-Processes angedeihen ließ“ (v. Jagemann in ADB). – Sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Biographie, Reiseberichte, Reisebeschreibung, Reisebeschreibungen

Details anzeigen…

160,--  Bestellen
1 Dickens, Charles. The life and adventures of Martin Chuzzlewit. With illustrations by Phiz (d. i. Hablot Knight Browne). London, Chapman and Hall 1844. Gr.-8° (22 x 13 cm.). XIV, [1] Bl. (″Errata“), 624 S. mit gestoch. Frontispiz und illustr. Titel und 38 Radierungen. Moderner Halblederband mit goldgepr. Rückenschild, 5 unechten Bünden, Linienvergoldung und Goldschnitt.

Eckel 71 ff. Hatton-Cleaver S. 183 ff. Rümann, Das illustr. Buch im 19. Jhdt., S. 82. – Erster Druck der ersten Buchausgabe (Titelvignette mit dem Steckbrief „£ 100 Reward“ und das „£“-Symbol ist nicht auf dem Erratablatt erwähnt). – Dickens bereiste 1842 im Auftrag seiner Verleger die Vereinigten Staaten. Voller Enthusiasmus aufgebrochen, war er bald von den vorgefundenen Zuständen enttäuscht. Nach einem Aufenthalt in „Cairo, einem Elendsnest am Zusammenfluß von Ohio und Mississippi, das durch den Grundstücksschwindel der ‚Cairo Company‘ traurige Berühmtheit erlangt hatte (zu den Geschädigten soll Dickens selbst gehört haben), schwand seine Amerikabegeisterung vollends“ (KNLL). – „Dickens’ funniest novel“ (William Boyd). – „Considered the last of his picaresque novels. It was originally serialised between January 1843 and July 1844. While he was writing it, Dickens told a friend that he thought it was his best work thus far, but it was one of his least popular novels, judged by sales of the monthly instalments. Characters in this novel gained fame, including Pecksniff and Mrs Gamp. Like nearly all of Dickens’s novels, Martin Chuzzlewit was first published in monthly instalments. Early sales of the monthly parts were lower than those of previous works, so Dickens changed the plot to send the title character to the United States. Dickens had visited America in 1842 in part as a failed attempt to get the US publishers to honour international copyright laws. He satirized the country as a place filled with self-promoting hucksters, eager to sell land sight unseen. He also unfavourably highlighted slavery and featured characters with racist attitudes and a propensity to violence. In later editions, and in his second visit 24 years later to a much-changed US, he made clear in a speech that it was satire and not a balanced image of the nation and then included that speech in all future editions“ (Wikipedia). – Frontispiz, das illustrierte Titelblatt und die Tafeln im Rand teils stärker braunfleckig, sonst gutes dekorativ gebundenes Exemplar.
First printing of the first edition of the book (the title vignette featuring the “£ 100 Reward” wanted poster and the “£” symbol is not mentioned on the errata sheet). – The frontispiece, the illustrated title page, and the plates in the margins are in places more heavily stained with brown spots; otherwise, this is a fine, decoratively bound copy.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, USA

Details anzeigen…

140,--  Bestellen
1 Goethe, Johann Wolfgang v. (eig. Otto Philipp Zaunschliffer). Juristische Abhandlung über die Flöhe (de pulicibus). 2. Auflage. Altona, Verlags-Bureau 1864. Kl.-8° (16 x 12 cm.). IV, 97, (1) S. mit Frontispiz und 1 ganzs. Holzschnitt-Illustration (von J. P. Lyser) am Ende. Orig.-Broschurumschlag.

Goed. IV,3, 813, 6d. Hayn-G. II, 639. Rümann 1287. – Erste illustrierte Ausgabe; erschien auch mit 14 weiteren Holzschnitten. Die erste Auflage erschien 1839. – Gelehrtenscherz, Goethe untergeschoben. Bereits 1683 in Marburg als Dissertation veröffentlicht. Inhaltlich weitgehend identisch mit der 1702 in Dresden unter dem Titel „Curiöse Gedanken. Vom Flöhen“ unter dem Pseudonym Opizii Jocoserii erschienenen Schrift des Rechtsgelehrten O. P. Zaunschliffer (1653-1729). – Umschlag angestaubt und etwas fleckig, stellenweise etwas braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Curiosa, Illustrated books, Illustrierte Bücher

Details anzeigen…

80,--  Bestellen
1 Strachwitz, Moritz (Karl Wilhelm Anton) v. Neue Gedichte. Breslau, Eduard Trewendt 1848. 8°. VIII, 240 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel, Romantikervergoldung und Deckel-Filetten.

ADB XXXVI, 482. Slg. Borst 2323. W.-G.² 2. – Erste Ausgabe. – M. v. Strachwitz (1822-1847) „ist ausschließlich Lyriker in den beiden Sammlungen seiner poetischen Erzeugnisse: „Lieder eines Erwachenden“ (1842) und „Neue Gedichte“ (1848); auch die epischen Motive in den Romanzen unterliegen der lyrischen Grundstimmung, obwohl er sich höchst wahrscheinlich, nach den Ansätzen in den erzählenden Poesien, gerade zu einem hervorragenden Balladendichter entwickelt haben würde. Verwunderlich bleibt in all seinen Versgebilden die vorbildliche Pflege der Form, welch letztere sich in einzelnen Nummern bis zu classischer Vollendung erhebt. Stets wirkt ein frischer, meist ein großer Zug, ein Zug von Begeisterung in den Worten des Dichters. Allenthalben keck und unabhängig, wirst er allen griesgrämlichen Leuten, allen Krämer-, Bedientenseelen, allem Philister- und Spießbürgerthum den Fehdehandschuh hin“ (Ludwig Fränkel in ADB). – Kanten etwas berieben, sehr schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Lyrik, Mythologie, Revolution, 1848-1849

Details anzeigen…

100,--  Bestellen
1 Holitscher, Arthur. Der Narrenführer durch Paris und London. Mit fünfzehn Holzschnitten von Frans Masereel. Berlin, S. Fischer (1927). 8°. Titel, 201, (5) S. mit 15 Illustrationen. Illustr. Orig.-Leinenband.

Holstein, Buchumschläge 263. Ritter C a 31. – Seltene zweite Fassung des zuerst 1925 mit dem Titel „Der Narrenbaedeker. Aufzeichnungen aus Paris und London“ erschienen satirisch-zeitkritischen Reiseführers. Der Titel musste auf Einspruch des Verlages Karl Baedeker geändert werden. – „Das XX. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Speed; die Entwicklung bewegte sich von der Postkutsche sehr rasch zum Aeroplan vorwärts; ich möchte wissen, was von unserer Zivilisation übrigbliebe, wollten wir die Schnelligkeit, mit der wir von einem Ort zum andern gelangen können, zugleich mit Jazz und Taylorsystem, Gasbomben und anderen Beschleunigungsmitteln, aus unserer Zivilisation wegdenken, abziehen oder streichen. Die große Stadt ist ein einziges Verkehrshindernis. Sie ist unter die Räder der Entwicklung geraten, erledigt, muß verschwinden. Die große Stadt leidet in den Hauptverkehrsadern, besonders um die Stunde der Verdauung, an Kongestionen; sie wird bald an Apoplexie sterben. Man hat sie unterbohrt; die Klistierspritzen der Metro-Untergrundzüge erleichtern sie indes nur ungenügend; an den Straßenecken stauen sich alle zehn Schritte weit Autokolonnen, Omnibusparks; lebende Semaphoren in Schutzmannstracht lenken sie mit Signalen: halt, vorwärts, zurück; nützt alles nichts, die Stadt, ein lebendes Wesen, unterliegt den Gesetzen des Kreislaufs; Embolien wirken auf die Dauer tödlich auf sie wie auf den Menschen“ (S. 7 f. zum Verkehr in Paris). – A. Holitscher (1869-1941) übt bissige Kritik an den politischen Wirren, dem kapitalistischen Großstadtleben sowie der sozialen Ungleichheit in Paris und London der frühen 1920er-Jahre. – Mit kongenialen expresssionistischen Holzschnitten von F. Masereel, die Figuren und Szenen oft leicht karikiert oder grotesk verzerrt dargestellt, um den „Irrsinn“ der Gesellschaft hervorzuheben. – Vorderes Innengelenk geringfügig angeplatzt, sonst sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Reiseführer

Details anzeigen…

160,--  Bestellen
1 Goethe, J(ohann) W(olfgang) v. Reineke Fuchs. In zwölf Gesängen. Unter des Duchlauchtigsten, Deutschen Bundes schützenden Privilegien. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta 1832. 8°. 229 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Rückenvergoldung.

Fischer, Cotta-Bibliographie 2180. Hagen 429. – Eines von 1000 Exemplaren. Die letzte zu Goethes Lebzeiten erschienene Ausgabe. – Goethe übersetzte den alten, bis ins Mittelalter zurückreichenden Fabelstoff im Jahr 1793 während des Ersten Koalitionskrieges in Hexameter-Verse. Er nutzte die Arbeit als Ablenkung von den politischen Unruhen der Französischen Revolution. – Rücken etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Fabeln, Reineke Fuchs

Details anzeigen…

70,--  Bestellen
1 Almanach – Schütze, St(ephan) (Hrsg.). Taschenbuch für das Jahr 1825. Der Liebe und Freundschaft gewidmet. Frankfurt a. M., F. Wilmans (1824). 12° (12 x 8,5 cm.). Gestoch. Frontispiz, gestoch. Titel, [1] Bl., 302 S. mit 13 Kupfertafeln. Halbleinenband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung.

Goedeke VIII, 53. Köhring S. 134. Lanckoronska-Rümann S. 71 f. Musenalm 392. – „Das 1800-1841 im Verlag von Gerhard Friedrich Wilmans (1764-1830) erschienene Taschenbuch gehörte zu den erfolgreichsten Unternehmungen dieser Art. Die buchkünstlerische Gestaltung und inhaltliche Ausrichtung der Bändchen erinnerte an die von Wilhelm Gottlieb Becker (1753-1813) herausgegebene Reihe mit dem Titel Taschenbuch und Almanach zum geselligen Vergnügen“ (Y.-G. Mix, Kalender? Ey, wie viel Kalender! Literarische Almanache zwischen Rokoko und Klassizismus. Ausstellung im Zeughaus der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Nr. 319 ff.). – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Almanache, Taschenbücher, Kalender, Romantik

Details anzeigen…

50,--  Bestellen
1 Becker, Jurek (eig. Georg B.). Jakob der Lügner. 7. Auflage. Rostock, Hinstorff 1984. 8°. 233, (1) S. Orig.-Leinenband mit Schutzumschlag (von Lothar Reher).

Von Jurek Becker signiert und datiert „13. 11. 92“. – Der 1969 veröffentlichte Roman „gilt als eines der erfolgreichsten Bücher der DDR-Literatur. Der darauf basierende Film war die einzige Filmproduktion der DDR, die für einen Oscar nominiert wurde. … Jakob der Lügner war ursprünglich als Kinofilm angelegt. 1963 wurde Beckers Exposé von der DEFA angenommen. Er arbeitete dann zwei Jahre an dem Drehbuch, das im Februar 1966 in den Produktionsplan der DEFA aufgenommen wurde. Die Produktion wurde jedoch noch vor Beginn der Dreharbeiten im Sommer 1966 abgebrochen, nachdem der beteiligte Regisseur Frank Beyer für seinen Film „Spur der Steine“ von der staatlichen Zensur aus der DEFA verbannt wurde und jahrelang nicht mehr an Filmproduktionen arbeiten durfte. In den folgenden Jahren arbeitete Becker den Stoff zum Roman um, der schließlich 1969 in der DDR beim Aufbau Verlag und 1970 in der Bundesrepublik beim Luchterhand-Verlag (als Eröffnungsband der Reihe Sammlung Luchterhand) erschien“ (Wikipedia). – J. Becker (1937-1997) wurde zusammen mit seinen Eltern nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 ins Ghetto von Lódz deportiert. 1944 kam er mit seiner Mutter, Anette Bekker, zunächst in das KZ Ravensbrück und später nach Sachsenhausen bzw. ins KZ-Außenlager Königs Wusterhausen. Dort wurde er am 26. April 1945 durch die Rote Armee befreit. – Schutzumschlag mit geringf. Randläsuren, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Signierte Bücher

Details anzeigen…

100,--  Bestellen
1 Goffin, Robert. Pérou. (Édité par les amis de l’auteur). Bruges, Desclée, Deuwer et Cie (Inprimé) s. d. (1940). Gr.-8° (21,5 x 17,5 cm.). 18 S., [1] Bl. Illustr. Orig.-Broschurumschlag.

Eines von 200 num. Exemplaren. – Mit eigenhändiger Widmung von R. Goffin für Man Ray. – Die letzte Veröffentlichung Goffins in Belgien, bevor er im Mai 1940 in die USA emigrierte. Nachdem er in Belgien die antifaschistische Wochenzeitung Alerte gegründet und sich vehement gegen das Nazi-Regime ausgesprochen hatte, musste er nach dem deutschen Einfall über Frankreich, Spanien und Portugal nach New York fliehen. Er verbrachte dort die Kriegsjahre im Exil und kehrte 1945 nach Belgien zurück. Eine erste, rein touristische USA-Reise unternahm er bereits im Jahr 1939. – Der belgische Jurist und Schriftsteller R. Goffin (1898-1984) gründete bereits 1921 „die Literaturzeitung La Lanterne sourde; auch lud er Blaise Cendrars und Jean Cocteau nach Brüssel ein. 1922 publizierte er einen weiteren Gedichtband mit dem Titel Jazz Bands (Vorwort Jules Romains) – viele weitere Gedichtbände folgten bis 1982. Im Jahr 1923 wurde er Anwalt am Berufungsgericht in Brüssel; 1928 heiratete er. Nebenberuflich befasste er sich mit Jazz und veröffentlichte 1932 Aux Frontiers du Jazz (Éditions Sagittaire, Paris), das häufig als erstes ernstzunehmendes Werk zum Jazz angesehen wird (noch vor den Büchern der Franzosen Hugues Panassié und Charles Delaunay). Er war schon im Vorfeld der Besetzung durch die deutschen Truppen ein Gegner der Faschisten, der sich für die Aufgabe der Neutralität Belgiens und Kampf an der Seite Frankreichs einsetzte“ (Wikipedia). – Tadellos.
L’un des 200 exemplaires numérotés. – Avec une dédicace de la main de R. Goffin à Man Ray. – La dernière publication de Goffin en Belgique avant son émigration aux États-Unis en mai 1940. Après avoir fondé en Belgique l’hebdomadaire antifasciste *Alerte* et s’être prononcé avec véhémence contre le régime nazi, il dut, après l’invasion allemande, fuir vers New York en passant par la France, l’Espagne et le Portugal. Il y passa les années de guerre en exil et revint en Belgique en 1945. Il avait déjà effectué un premier voyage aux États-Unis, à titre purement touristique, en 1939. – Le juriste et écrivain belge R. Goffin (1898-1984) fonda dès 1921 « la revue littéraire La Lanterne sourde » ; il invita également Blaise Cendrars et Jean Cocteau à Bruxelles. En 1922, il publia un autre recueil de poèmes intitulé Jazz Bands (préface de Jules Romains) – de nombreux autres recueils suivirent jusqu’en 1982. En 1923, il devint avocat à la cour d’appel de Bruxelles ; il se maria en 1928. À titre accessoire, il s’intéressa au jazz et publia en 1932 *Aux Frontières du Jazz* (Éditions Sagittaire, Paris), souvent considéré comme le premier ouvrage sérieux sur le jazz (avant même les livres des Français Hugues Panassié et Charles Delaunay). « Dès avant l’occupation par les troupes allemandes, il était un opposant aux fascistes qui militait pour l’abandon de la neutralité de la Belgique et la lutte aux côtés de la France » (Wikipédia). – En parfait état.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Signierte Bücher, Widmungsexemplar

Details anzeigen…

320,--  Bestellen
1 Keller, Gottfried. Sieben Legenden. Zürich, Regierungsrat des Kantons Zürich (1956). 8°. 137 S., [1] Bl. mit Frontispiz und Illustrationen von Charles Hug. Orig.-Pergamentband mit goldgepr. Rückenschild und Kopfgoldschnitt in marmoriertem Pappschuber.

Eines von 700 num. Exemplaren; von C. Hug im Druckvermerk signiert. – Schönes sauberes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher

Details anzeigen…

60,--  Bestellen
1 Joyce, James. Ulysses. New York, Random House (1946). XVII, 767, (1) S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel (Einbandgestaltung: Ernst Reichl). (The modern library of the world’s best books).

Rücken etwas angestaubt, gutes Exemplar.

Details anzeigen…

30,--  Bestellen
1 Wandt, Heinrich (Louis). Etappe Gent. Streiflichter zum Zusammenbruch. I. Band. Berlin, Buchverlag der „Freien Presse“ o. J. (1920). 8°. 182 S., [1] Bl. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Seltene erste Ausgabe. – Dazu: Derselbe. Etappe Gent. Zweites Hunderttausend, erweiterte Ausgabe. Berlin, Wien, Agis-Verlag 1926. 8°. 176 S. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschlag. – Derselbe. Etappe Gent. Streiflichter zum Zusammenbruch. Nie wieder Krieg. I. Band. 3. Auflage, 50. Tausend. Berlin, Buchverlag der „Freien Presse“ o. J. (um 1925). Kl.-8°. 182 S., [1] Bl. Orig.-Broschur. – Derselbe. Erotik und Spionage in der Etappe Gent. (Band II). Erste Ausgabe. Wien, Berlin 1928. 8°. 208 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag (von John Heartfield). – Derselbe. Das Justizverbrechen des Reichsgerichts an dem Verfasser der „Etappe Gent“. Berlin, Verlag „Der Syndikalist“ Fritz Kater 1926. Gr.-8°. 28 S. Illustr. Orig.-Kartonumschlag. – Derselbe. Der Gefangene von Potsdam. 2 Bände. Wien, Berlin, Agis-Verlag 1927. 8°. 206 S., [1] Bl.; 207, (1) S. Illustr. Orig.-Kartonumschläge. – Haufe/Rettej, Heartfield 97 f. (Band II). Holstein, Buchumschläge 438 ff. (Abbildungen von I, II, IV und V.). NDB XXVII, 402. – Interessante Sammlung zu dem bedeutendenen Enthüllungs- und Antikriegsbuch, welches in der Weimarer Republik einen der größten politischen Skandale auslöste. – H. L. Wandt (1890-1965) arbeitete 1912 „kurzzeitig als Redaktionssekretär der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“. Noch im selben Jahr zum Militärdienst eingezogen, desertierte W. 1913 nach Paris. Im März 1914 stellte er sich, verbüßte acht Monate Haft in einem Militärgefängnis und kam nach seiner Entlassung an die Westfront. Im Frühjahr 1915 wurde W. als nicht mehr frontdienstfähig zur Etappen-Inspektion 4 nach Gent versetzt, wo er bis 1918 bei der Kriegszeitung der 4. Armee tätig war. Nach Kriegsende arbeitete er als Redakteur der linksradikalen Tageszeitung „Freie Presse“ in Berlin. In deren Verlag erschien 1920 W.s Buch „Etappe Gent, Streiflichter zum Zusammenbruch“ (zahlr. Nachdrr., niederl. u. franz. Übers.), in dem er am Beispiel namentlich genannter Offiziere und ihrer Verfehlungen die endemische Korruption der dt. Besatzungsherrschaft im belg. Etappengebiet anprangerte. Ein zweiter Band, der wegen seines von John Heartfield (1891–1968) gestalteten, als moralisch anstößig empfundenen Umschlags bald vom Markt genommen werden mußte, erschien 1928. … W.s Buch brachte ihm zahlreiche Beleidigungsklagen ehemaliger Offiziere ein. Nachdem der Oberreichsanwalt beim Reichsgericht im Okt. 1921 ein Verfahren wegen des Diebstahls von Akten aus dem Reichsarchiv eröffnet hatte, wurde W. bis Jan. 1922 in Haft genommen, dann jedoch aufgrund mangelnden Tatverdachts entlassen. Um weiterer justizieller Verfolgung zu entgehen, floh W. in das belg. besetzte Aachen, dann nach Belgien. 1923 wurde er in Düsseldorf verhaftet und des Landesverrats angeklagt. Die Verhandlung vor dem Reichsgericht im Dez. 1923 begann mit der Verlesung von Abschnitten aus „Etappe Gent“ durch den Richter, was verdeutlicht, daß W. letztlich wegen seiner kriegskritischen Veröffentlichungen vor Gericht stand. W. wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Zeitungen in Belgien und den USA bezeichneten das Verfahren als „deutschen Dreyfusprozeß“. Öffentlicher Druck, u. a. durch den SPD-Abgeordneten Paul Levi (1883–1930) im Reichstag, führte dazu, daß W. 1926 begnadigt wurde“ (B. Ziemann in NDB). – Interessant ist besonders die „Einbandillustration des Pappbands in Rot, Schwarz und Lila mit provokanter Darstellung eines Offiziers, der mit einer Prostituierten Champagner trinkt“; die Umschlagillustration zu „Das Justizverbrechen…“ „Richter beim Versuch Justitia zu vergewaltigen“ sowie die „Photomontage über beide Deckel und Rücken in Rot und Schwarz von John Heartfield (vorn: Offizier mit Mädchen, rückseitig halbbekleidete Frau). Erste Fassung des Heartfield-Umschlags (wie hier vorliegend), der sofort nach Erscheinen der Zensur zum Opfer fiel“ (J. Holstein). – Umschläge und die Gelenke des Pappbands restauriert, sonst alle Bände von Alters- und Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten. – Zusammen 7 Bände; die Erstausgabe, die erste Fassung von Band II und die beiden Bände von „Der Gefangene…“ mit den illustr. Kartonumschlägen sehr selten.
An interesting collection related to this significant exposé and anti-war book (first published in 1920), which sparked one of the biggest political scandals of the Weimar Republic. — H. L. Wandt (1890–1965) worked “briefly as editorial secretary for the Social Democratic women’s magazine *Die Gleichheit*” in 1912. Drafted into military service that same year, W. deserted to Paris in 1913. In March 1914, he turned himself in, served eight months in a military prison, and was sent to the Western Front after his release. In the spring of 1915, W. was transferred to Rear Area Inspection Unit 4 in Ghent after being deemed unfit for frontline duty, where he worked for the 4th Army’s war newspaper until 1918. After the war ended, he worked as an editor for the radical left-wing daily newspaper “Freie Presse” in Berlin. In 1920, the newspaper’s publishing house released W.’s book *Etappe Gent, Streiflichter zum Zusammenbruch* (numerous reprints, Dutch and French translations), in which he denounced the endemic corruption of the German occupation regime in the Belgian rear area, using the examples of specifically named officers and their misconduct. A second volume, which had to be withdrawn from the market shortly after its release due to its cover—designed by John Heartfield (1891–1968) – which was deemed morally offensive, was published in 1928. … W.’s book led to numerous defamation lawsuits filed against him by former officers. After the Chief Prosecutor of the Reich Court opened proceedings in October 1921 regarding the theft of files from the Reich Archives, W. was detained until January 1922 but was then released due to lack of evidence. To avoid further legal prosecution, W. fled to Aachen, which was under Belgian occupation, and then to Belgium. In 1923, he was arrested in Düsseldorf and charged with treason. The trial before the Reich Court in December 1923 began with the judge reading excerpts from *Etappe Gent*, which made it clear that W. was ultimately on trial for his anti-war publications. W. was sentenced to six years in prison. Newspapers in Belgium and the United States described the trial as the “German Dreyfus Affair.” Public pressure, including from SPD member of parliament Paul Levi (1883–1930) in the Reichstag, led to W.’s pardon in 1926” (B. Ziemann in NDB). – Of particular interest is the “cover illustration of the hardcover book in red, black, and purple, featuring a provocative depiction of an officer drinking champagne with a prostitute”; the cover illustration for *Das Justizverbrechen…* “Judge Attempting to Rape Lady Justice,” as well as the “photomontage spanning both covers and the spine in red and black by John Heartfield (front: officer with a girl; back: half-clothed woman). First version of the Heartfield cover (as seen here), which fell victim to censorship immediately upon publication” (J. Holstein). – Covers and the hinges of the paperback binding have been restored; otherwise, all volumes are in good condition apart from signs of age and wear. – A total of 7 volumes; the paperback edition, the first version of Volume II, and the two volumes of “Der Gefangene…” with their illustrated cardboard covers are very rare.

Schlagwörter: Pazifismus, Weimarer Republik, Weltkrieg <1914-1918>, Weltkrieg I

Details anzeigen…

850,--  Bestellen
1 Hugo, Victor. Le Rhin. Illustrations par J(ean)-A(dolphe) Beauce et (Dieudonné-Auguste) Lancelot Paris, (J. Hetzel), Jules Bonaventure, imprimateur s. d. (1842). 4°. 160 S. mit 63 Holzstichen im Text. Dunkelgrüner Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel.

Carteret I, 412. Vicaire IV, 298. – Sehr seltener Erstdruck der Schilderung von Hugos 1838 bis 1840 unternommenen Rheinreisen. Das Buch erschien im selben Jahr mit dem Untertitel „Lettres à un ami“ bei J. Hetzel und basiert auf Hugos Reisen in den Jahren 1838, 1839 und 1840 sowie den Briefen, die er während dieser Reisen schrieb. Er bearbeitete und erweiterte die Briefe für die Veröffentlichung, wobei er historische Werke, Reiseführer, Sagen und Legenden heranzog, und fügte das ausführliche Schlusswort hinzu. Der vorliegende Erstdruck mit der Preisangabe „10 centimes“ enthält die ersten 23 Briefe mit 63 meist halbseitigen Holzstich-Ansichten von Reims (Cathédrale), Aix-La-Chapelle, Köln, Mainz, Rheinfels, Lorelei-Felsen, Oberwesel, Frankfurt am Main, Koblenz u.v.m.). – Ein Blatt mit größerem Einriß (S. 103/104 mit der Ansicht von Frankfurt), sonst sehr gut erhalten und dekorativ gebunden.
Très rare première édition du récit des voyages sur le Rhin entrepris par Hugo entre 1838 et 1840. Le livre a été publié la même année chez J. Hetzel sous le sous-titre « Lettres à un ami » ; il s’appuie sur les voyages de Hugo effectués en 1838, 1839 et 1840, ainsi que sur les lettres qu’il a écrites au cours de ces voyages. Il a remanié et enrichi ces lettres en vue de leur publication, en s’appuyant sur des ouvrages historiques, des guides touristiques, des contes et des légendes, et y a ajouté une postface détaillée. La présente première édition, dont le prix est indiqué comme étant de « 10 centimes », contient les 23 premières lettres accompagnées de 63 gravures sur bois, pour la plupart occupant une demi-page, représentant Reims (la cathédrale), Aix-la-Chapelle, Cologne, Mayence, le Rheinfels, le rocher de la Lorelei, Oberwesel, Francfort-sur-le-Main, Coblence et bien d’autres lieux encore. – Une feuille présentant une déchirure importante (p. 103/104 avec la vue de Francfort), sinon très bien conservée et reliée de manière décorative.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Reiseberichte, Reisebeschreibungen, Rhein

Details anzeigen…

160,--  Bestellen
1 Meyern (eig. Meyer), W(ilhelm) F(riedrich) v. Dya-Na-Sore oder: Die Wanderer. (Herausgegeben von Ernst Freiherr v. Feuchtersleben). 3., vollständige Original-Auflage. 5 Bände. Wien, Ignaz Klang 1840-1841. 8°. VIII, [1] Bl., 234 S.; Titel, 260 S.; 274 S., [1] Bl.; 258 S.; 305 S., [1] S. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln.

Ackermann V, 216. Bloch 2, 2135. Goedeke V, 460. Kosch X, 1013. NDB XVII, 397. Wolfstieg 41514. – Maßgebliche Ausgabe des bedeutenden utopischen Romans, gegenüber der ersten Ausgabe von 1787 wesentlich erweitert. – Von Schiller rezensiert, von Goethe gelesen und wohl von Nietzsche gedanklich ausgebeutet bietet Meyern als erster in unserer neueren Literatur die unheilschwangere Phantasmagorie eines spartanischen Heldenstaates, die in Sprachbildern von düsterer Schönheit noch heute ihren Zauber nicht verloren haben. Es „… findet sich hier viel Tiefes und Originelles, von einzigartigem, starkem Denkvermögen zeugend. Danach ist die Vergessenheit, in welche M. gesunken ist, als bitteres Unrecht zu beklagen. Seine Sprache ist ungemein kräftig, schwungvoll, ja fast dithyrambisch, reich an neuen, frischen Wortbildungen und Zusammensetzungen, kühnen Bildern und Wendungen, dabei knapp, präcis und in hohem Grade eindrucksvoll“ (Schönbach in der ADB). „Liest man, was Arno Schmidt in seinem Radio-Essay und Wolfgang Harich in seinem Jean-Paul-Buch über ‚Dya-Na-Sore’ zu sagen haben, will man nicht glauben, daß beide vom selben Gegenstand handeln. Meyerns politisches Ideal ist für Schmidt ‚das niedrigste, was es überhaupt geben kann: das Kriegerische!‚, für Harich aber ist es das höchste: das demokratischer Revolution … Daß mit dem l. Band von ‚Dya-Na-Sore‘ der Anfang eines politisch-brisanten Romans vorlag, wußten weder Schiller noch Schink, die ihn rezensierten … Bedenkt man, wann und wo dieser Roman geschrieben wurde, so ist das erstaunlich mutig und erklärt den Erfolg, den er trotz seiner künstlerischen Schwächen hatte. Doch vergeht einem die Freude an dieser demokratischen Literaturtradition, wenn man sieht, wie stark hier schon vorgebildet ist, was später einmal, 1933, ‚Nationale Revolution’ genannt werden wird: Vergottung des Staates, Elite-Denken, Nationalhaß, Militarismus und Verherrlichung des Krieges – alles das also, was Arno Schmidt dazu veranlaßte, den Roman für Wehrkreisbüchereien zu empfehlen“ (aus G. de Bruyns Nachwort‚ Taten und Tugenden. M. und sein deutsches Revolutionsmodell’ zur Neuausgabe von 1979, S. 951 ff.). – Rücken etwas berieben, Name auf den Vorsätzen, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei, Phantastik / Utopie

Details anzeigen…

200,--  Bestellen
1 Sammlung; Klassiker der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. 51 Werke in 184 Bänden. Deutschland, Österreich und Schweiz 1769-1914.

Dabei: 1 Auerbach, Berthold (d. i. Moses Baruch Auerbacher). Gesammelte Schriften. Erste, neu durchgesehene Gesammtausgabe. 20 Bände in 10. Stuttgart und Augsburg, J. G. Cotta 1857-1858. 8°. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Goedeke NF 520, 831. – Erste Gesamtausgabe. – 2 (Claudius, Matthias). Asmus omnia sua Secum portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen Erster und zweyter Theil. Hamburg, beym Verfasser und in Commission bey Fr. Perthes (1775). Kl.-8°. XVI, 232 S. mit Frontispiz und 2 Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und reicher Rückenvergoldung. – Slg. Borst 304. Goedeke IV/1, 978, 8. – Erste Ausgabe. – Bis 1812 erschienen 8 Teile. – 3 Claudius, Matthias. Asmus omnia sua secum portans oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen. 7. wohlfeile Auflage mit vielen Holzschnitten und Kupferstichen nach (Daniel) Chodowiecki. 8 Teile in 2 Bänden. Hamburg und Gotha, Friedrich und Andreas Perthes 1844. 8°. Orig.-Leinenbände mit Romantikervergoldung und goldgepr. Deckel-Vignetten. – Gutes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden. – 4 Dickens, Charles. Große Erwartungen. Aus dem Englischen von Julius Seybt. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, L. Wiedemann o. J. (1862). Kl.-8°. [2] Bl., 280 S.; [2] Bl., 250 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Romantikervergoldung. (Boz (Dickens) Gesammelte Werke, Band 25). – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – 5 Ebers, Georg (Moritz). Eine ägyptische Königstochter. Historischer Roman. 2. Auflage. 3 Bände. Stuttgart, Eduard Hallberger 1869. 8°. XVIII, 194 S.; 247 S.; 267 S. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Kosch III, 768. – Der erste Roman des Berliner Ägyptologen und Schriftstellers G. M. Ebers (1837-1898) erschien zuerst 1864. – „Beginnend mit Eine ägyptische Königstochter (1864) verfasste Ebers zahlreiche historische Romane, die auf großes Leserinteresse stießen. Neben Felix Dahn galt er als der bedeutendste Vertreter des „Professorenromans“. Die Themen der Romane wählte er teilweise aus dem Umfeld seiner wissenschaftlichen Arbeit, also der ägyptischen Geschichte, aber auch aus anderen Epochen, z. B. dem Mittelalter“ (Wikipedia). – 6 Epigrammenlese aus Martial für die oberen Klassen gelehrter Schulen. Epigrammatische Anthologie aus griechischen und römischen Dichtern erstes (und) zweites Bändchen. 2 Teile in 1 Band. Frankfurt am Main, Varrentrapp und Wenner 1808. 8°. X, 131 S.; [2] Bl., 136 S., [2] Bl. Halblederband der Zeit. – 7 Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Fabeln und Erzählungen. In drey Büchern. Neue Auflage. 3 Teile in 1 Band. Frankfurt und Leipzig o. J. (um 1800). Kl.-8° XXXII, 221 S. Halblederband der Zeit mit Rückenvergoldung. – Vgl. Goedeke IV 26,7. – Erschien zuerst 1746-1748. – „Die Fabeln waren das einzige wirklich allgemein in allen Ständen gelesene poetische Buch des ganzen Jahrhunderts. Der Buchhändler Breitkopf hatte Bedenken gegen die Übernahme des Verlags, so daß Gellert seine Fabeln an Johann Wendler gab, der an Gellerts Schriften reich wurde“ (Goedeke). – 8 Gellert, C(hristian) F(ürchtegott). Sämmtliche Schriften. Mischauflage. Erster und fünfter bis siebenter Theil (von 10), 4 Bände. Berlin und Stettin, Joachim Pauli 1770-1776. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung. – 9 Gelzer, Johann Heinrich. Die deutsche poetische Literatur seit Klopstock und Lessing. Nach ihren ethischen und religiösen Gesichtspunkten. Leipzig, Weidmann 1841. XII, 492 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung. – 10 Goethe, (Johann Wolfgang v.). Goethe’s Werke. Sechster Band. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta 1816. 8°. 458 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – Mit den Theaterstücken: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand; Egmont; Stella; Clavigo. – 11 Goethe, Johann Wolfgang v. Schriften. Band I. Leiden des jungen Werthers. Erster und zweiter Theil. (Carlsruhe, Schmieder 1778). Kl.-8°. 300 S. Halblederband der Zeit. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, Band 79). – Ohne den Haupttitel. – Rücken unten mit kl. Fehlstelle, Deckel fleckig, sonst gut erhalten. -12 Goethe, Johann Wolfgang v. Werke. Auswahl. 12 Teile in 6 Bänden. Stuttgart, J G. Cotta 1867. 8°. Orig.-Halblederbände mit Romantikervergoldung. – Vollständige erste Abteilung; insgesamt erschienen 36 Teile in 18 Bänden. – Mit den Gedichten und Liedern und den Hauptwerken (Reineke Fuchs, Faust, Wahlverwandtschaften, Wilhelm Meister, Wahrheit und Dichtung u. a.). – 13 Hauff, Wilhelm. Sämmtliche Werke. Mit des Dichters Leben von Gustav Schwab. Fünfte Gesammtausgabe. Zweiter Abdruck. Erster Band (von 5). Stuttgart, Rieger 1853. Kl.-8°. Halblederband der Zeit mit Romantikervergoldung. – Goedeke IX, 212 g. – 14 Hauff, Wilhelm. Sämmtliche Werke. Geordnet und mit einem Vorwort versehen von Gustav Schwab. 1.—9. Band und 16.-30. Band (von 36) in 8 Bänden. Stuttgart, Friedrich Brodhag 1830. 12° (13 x 8,5 cm.). Mit lithogr. Porträt-Frontispiz. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IX, 211, 23 a, alpha. – Erste Gesamtausgabe. – 15 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur schönen Literatur und Kunst. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Erster bis neunzehnter Theil (von 20). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 16 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur Philosophie und Geschichte. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Erster, Zweiter und sechzehner bis zweiundzwanzigster Theil (10 Bände von 22). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 17 Herder, Johann Gottfried v. Sämmtliche Werke. Zur Religion und Theologie. (Herausgegeben von Johannes v. Müller, Johann Georg Müller und Christian Gottlob Heyne). Zweiter Theil und fünfzehnter bis achtzehnter Theil (5 Bände). Stuttgart und Tübingen, Cotta 1827-1830. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV 1, 737, 123. – Zweite Gesamtausgabe. – 18 Hölty, Ludwig Christoph Heinrich. Gedichte. Besorgt durch seine Freunde Fried(ich) Leopold Grafen zu Stollberg und Johann Heinrich Voss. Carlsruhe, Bureau der deutschen Classiker 1823. 8°. XXXX, 166 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung. – 19 Homerus. Homers sämmtliche Werke. Herausgegeben von Abraham Voss. Erster Theil. Homers Ilias übersetzt von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg. Neuer Abdruck. Leipzig, Imanuel Müller 1843. 8°. [4] Bl., 512 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. – Abraham Voß hatte die erste Fassung von seines Vaters Odysseeübertragung (Hamburg, auf Kosten des Verfassers 1781) erstmals 1837 um dessen nachgelassene Anmerkungen vermehrt herausgegeben und ergänzt sie hier um Stolbergs Iliasübersetzung (Leipzig 1778), auf die J. H. Voß sich in seinem vorangestellten Widmungsgedicht bezieht. – 20 Iffland, August Wilhelm. (Theatralische Werke). Elise von Valberg. Ein Schauspiel in Fünf Aufzügen. – Die Mündel. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. – Albert von Thurneisen. Ein bürgerliches Trauerspiel in vier Aufzügen. – Die Jäger. Ein ländliches Sittengemälde in fünf Aufzügen. 4 Theaterstücke in 1 Band. Leipzig, Georg Joachim Göschen, Augsburg, o. Dr., Mannheim, Schwan und Berlin, Georg Jacob Decker 1785-1792. Kl.-8°. Pappband der Zeit mit Rückenschild. – Erste Ausgaben. – Sammelband mit vier Theaterstücken. – 21 Immermann, Karl (Leberecht). Münchhausen. Eine Geschichte in Arabesken. 2 Teile (von 4) in 1 Band. Berlin, A. Hofmann & Comp. 1858. IV, 228 S.; IV, 178 S., [1] Bl. Orig.-Leinenband mit Romantikervergoldung. – Immermanns berühmter satirischer Roman erschien zuerst 1838-1839. Dieses Hauptwerk des deutschen Vormärz verbindet fantastische Lügenmärchen mit einer scharfen sozialkritischen Satire auf die westfälische Agrargesellschaft. Berühmt wurde der Roman besonders durch den darin enthaltenen, eigenständigen Unterroman „Der Oberhof“, der die soziale Realität seiner Zeit abbildet. – 22 Jean Paul (d. i. Johann Paul Friedrich Richter). Ausgewählte Werke. 16 Bände in 8. Berlin, G. Reimer 1847-1849. 8°. Mit 1 gestoch. Porträt und gefaltetem Handchriften-Faksimile. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Berend 173 a. – Erste Ausgabe der Sammlung. – 23 Kerner, Justinus. Kerners Werke. Auswahl in sechs Teilen. Herausgegeben und mit einem Lebensbild versehen von Raimond Pissin. 6 Teile in 2 Bänden. Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart, Deutsches Verlags-Haus Bong & Co. (1914). 8°. Mit 1 Portrait und 1 gefalt. Handschriften-Faksimile. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und reicher Rückenvergoldung. (Goldene Klassiker-Bibliothek). – Erste Ausgabe der maßgeblichen Gesamtausgabe. – Schönes Exemplar in den prachtvollen Jugendstil-Einbänden. – 24 Klopstock, (Friedrich Gottlieb). Sämmtliche Werke. 11 (statt 12) Bände. Leipzig, Georg Joachim Göschen 1823. Kl.-8°. Halblederbände mit goldgepr. Rückenschildern und Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 177, 57. – Erste Gesamtausgabe. – Band 10 fehlt. – 25 Körner, Theodor. Sämmtliche Werke. Neue Ausgabe. Vollständig in zwei Bänden. 2 Bände. Reutlingen, Fleischhauer und Spohn 1833-1834. Kl.-8°. 2 Bl., VI, 390 S.; 2 Bl., 544 S. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke VII, 844, 31. Stellenweise etwas braunfl., gutes dekorativ gebundenes Exemplar. 26 Lessing, G(otthold) E(phraim). Gesammelte Werke. Neue rechtmäßige Ausgabe. 10 Bände in 5. Leipzig, G. J. Göschen 1855-1856. 8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 344, 8. Seifert 9. 2. – Unveränderte zweite Auflage der zuerst 1841 erschienenen Gesamtausgabe. – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 27 Mahlmann, Siegfried August. Sämmtliche Gedichte. Prachtausgabe mit vielen Illustrationen, Mahlmann’s Biographie und Portrait. 4. Auflage Leipzig, Renger (F. Volckmar) o. J. (1845). Kl.-8°. XXXVI, 134 S. mit Porträt-Frontispiz und Holzstich-Vignetten im Text. Orig.-Leinenband mit Romantikervergoldung. – Vgl. Goedeke V, 550, 10. – Erste illustrierte Ausgabe der zuerst 1825 erschienenen Gedicht-Sammlung. – 28 Maler-Müller, (Friedrich). Dichtungen. In zwei Theilen. Mit Einleitung herausgegeben von Hermann Hettner. 2 Teile in 1 Band. Leipzig, F. A. Brockhaus 1868. 8°. XVI, 242 S.; [3] Bl., 220 S. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. (Bibliothek der Deutschen Nationalliteratur des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts). – Meyer 258. – Die Ausgabe enthält die Idyllen, Lieder und Balladen des Maler-Dichters Friedrich Müller (1749 – 1825) sowie seine Dramen „Fausts Leben. Fragment“, „Golo und Genoveva“ und „Niobe“. – 29 Manzoni, Alessandro. Die Verlobten. Eine mailänder Geschichte aus dem siebzehnten Jahrhunderte. Aufgefunden und erneut aus dem Italienischen übersetzt von Eduard v. Bülow. 2. völlig umgearb. Auflage. 2 Bände Leipzig, F. A. Brockhaus 1837. 8°. XXIII, 426 S.; 432 S. Orig.-Leinenbände mit Romantikervergoldung. – Vgl. GV II, 398. – Zweite deutsche Ausgabe einer der bedeutendsten Romane der italienischen Literatur. – 30 Meyer, Conrad Ferdinand. Novellen. 15. Auflage. 2 Bände. Leipzig, H. Haessel 1900. 8°. [2] Bl., 354 S.; [3] Bl., 404 S. Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentitel und dezenter Rückenvergoldung. – Die berühmten Novellen erschienen zuerst 1885. – 31 Musäus, J(ohann) K(arl) A(ugust). Volksmährchen der Deutschen. Mit einem Vorwort von Fr(iedrich) Jacobs. Erster Theil (von 2). Stuttgart, A. F. Macklot 1829. Kl.-8°. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – Goedeke IV 1, 580, 5. – Dritte Auflage der zuerst 1804 bis 1805 erschienenen Kunstmärchen. Enthält die bekannten Märchen „Die Bücher der Chronika der drei Schwestern“, „Rolands Knappen“, „Legenden von Rübezahl“ und vier andere. – 32 Nürnberger, Joseph Emil. Ernste Dichtungen. Kempten, Tobias Dannheimer 1841. 369 S. mit gestoch. Portrait des Verfassers. Lederband der Zeit mit golgepr Rückentitel, Rücken- und Deckelvergoldung und Goldschnitt. – Goedeke X, 177, 15. – Erste Ausgabe. – 33 Ramler, Karl Wilhelm. Kurzgefaßte Mythologie oder Lehre von den fabelhaften Göttern, Halbgöttern und Helden des Alterthums. In zwey Theilen, nebst einem Anhange, welcher die Allegorie und ein vollständiges Register enthält. Vierte verbesserte Auflage. 2 Teile in 1 Band. Berlin, Maurer 1820. 8°. XVIII S., [1] Bl., 202 S.; [1] Bl., S. [223] – 570 mit 14 Kupfertafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung. – Goedeke IV1, 182, 54. – Zuerst 1790 erschienen; eines der populärsten Werke des „deutschen Horaz“. – Stelllenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 34 Salis(-Seewis), J(ohann) G(audenz) v. Gedichte. Neue Auflage. Stuttgart, August Friedrich Macklot 1811. Kl.-8°. 132 S. Marmorierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, Rückenvergoldung und Deckel-Filetten. – Goedeke. V, 430. – Zuerst 1793 von F. Matthisson herausgegebenen Gedichte. – Der schweizer Lyriker J. G. v. Salis-Seewis (1762-1834), war 1779-89 Offizier in der Schweizer Garde des franz. Königs und hatte später hohe militär. Ämter in seiner Heimat inne. „Seine formsichere, wehmütig-zarte Lyrik besingt Natur und Heimat und verbindet eine an Hölty erinnernde Seelenstimmung mit Matthissons Klassizismus.“ – Dekorativ gebundenes Exemplar. – 35 Schiller, Friedrich. Sämmtliche Werke. (Herausgegeben von Christian Gottfried Körner). Mit Grossherzoglich Badischem gnädigsten Privilegio. 17 Bände (von 18). Carlsruhe, Büreau der deutschen Classiker 1823. 8°. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern. – Vgl. Goedeke V, 142. Trömel-Marcuse 4. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe. – Band 2 und 4 fehlen. – 36 Schiller, (Friedrich). Schillers Briefwechsel mit (Christian Gottfried) Körner. Von 1784 bis zum Tode Schillers. 4 Bände. Leipzig, Beit und Comp. 1847. 8°. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Goedeke V, 110, 29. – Erste Ausgabe. – Christian Gottfried Körner war mit Schiller seit 1784, also dem Jahr, als der Dichter Mannheim verließ, eng befreundet. Er war der Herausgeber der ersten Schiller-Gesamtausgabe. – Schönes Exemplar in den dekorativen Verlagseinbänden. – 37 Schulze, Ernst. Cäcilie. Ein romantisches Gedicht in zwanzig Gesängen. 2 Bände. Leipzig, F. A. Brockhaus 1818. Kl.-8°. [4] Bl., XXIV, 378 S., [3] Bl.; [4] Bl., 368 S. Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – W.-G.² 4. – Erste Ausgabe. – 38 Seneca, L(ucius) A(nnaeus). Briefe des L. A. Seneka aus dem Lateinischen übersetzt und mit den über diese Verteutschung im Druck erschienenen Urtheilen und einer neuen Vorrede herausgegeben von Albrecht Christoph Kayser. Regensburg, Montagische Buchhandlung 1788. 8o. 15 S., [14] Bl., 224 S., [10] Bl. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung. – VD18 11465883. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. – 39 Shakespeare, William. William Shakspere’s dramatische Werke. Übersetzt und erläutert von Adelbert Keller und Moritz Rapp. Zweite Ausgabe. 8 Bände. Stuttgart, J. B. Metzler 1854. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und dezenter Rückenvergoldung. – Seltenere Shakespeare-Übersetzung von Adelbert Keller (1812-1883) und Moritz Rapp (1803-1883), jeweils mit kurzer Einführung zu jedem Drama. – „Von den Uebersetzungen ist die Shakespeare’s wegen großer Freiheit gegen das Original zu nennen; diese Freiheit geht bis zur Veränderung scenischer Anordnungen und des Schauplatzes sammt den Personennamen; was bei minder weltbekannten Stücken leichter ertragen wird, das wirkt z. B., wenn Ophelia der Correctheit des dänischen Kostüms halber zu einer Ingeborg wird, geradezu unerträglich“ (ADB 27, 298). – 40 (Sintenis, Christian Friedrich). Stunden für die Ewigkeit gelebt. Vom Verfasser von Hallo’s glücklichen Abend. Erster Theil (von 2). Frankfurt und Leipzig, 1792. 8°. 252 S. mit gestoch. Frontispiz. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung. – VD18 90421833. – Zweite Ausgabe des ersten Teils. – 41 Strauß, Friedrich. Glockentöne. Erinnerungen aus dem Leben eines jungen Geistlichen. 3. Auflage. 3 Teile in 2 Bänden. Elberfeld, Heinrich Büschler 1819. Kl.-8°. [8] Bl., 169 S., [2] Bl.; [2] Bl., 183 S., [2] Bl.; 268 S., [2] Bl. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, Rückenvergoldung und Deckel-Filetten. – Goedeke X, 257. – Erschien zuerst 1815. – 42 Stutz, Jakob. Neue Sammlung der Gemälde aus dem Volksleben. Nach der Natur aufgenommen in gereimten Gesprächen Zürcherischer Mundart. Zürich, Schulthess 1832. 8°. X, 240 S. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. – 43 Thümmel, M(oritz) A(ugust) v. Sämmtliche Werke. 8 Bände. Leipzig, G. J. Göschen 1853-1854 8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke IV/1, 583, 25, 7 (erste Gesamtausgabe, ebda. 1811 ff.). – 44 Uhland, Ludwig. Gedichte. 45. Auflage. Stuttgart, Cotta 1863. 8°. XVI, 459 S., [2] Bl. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Rückenvergoldung. – 45 Uhland, Ludwig. Gedichte und Dramen. Volksausgabe. 2 Teile in 1 Band. Stuttgart, J. G. Cotta 1863. 8°. XIV, 277 S.; VIII, 259 S. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rückentitel und Linienvergoldung. – 46 Usteri, Johann Martin. Dichtungen in Versen und Prosa. Nebst einer Lebensbeschreibung des Verfassers herausgegeben von David Heß. 3 Bände. Berlin, G. Reimer 1831. 8°. XCVIII, 288 S.; IV, 414 S., [2] Bl.; III, 424 S., [1] Bl. mit lithogr. Frontispiz-Porträt. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rückentiteln und Romantikervergoldung. – Slg. Borst 1642. Goedeke XII, 77, 21. – Erste Gesamtausgabe. – Der Mundart- und Idyllendichter Usteri hatte 1783/84 eine Deutschlandreise unternommen, in deren Verlauf er Goethe, Klopstock und Claudius kennenlernte. Er ist der Verfasser des berühmten Gedichtes „Freut euch des Lebens“ (I, 3-5), das von Nägeli vertont wurde. – 47 Uz, J(ohann) P(eter). Sämmtliche poetische Werke. Erster (und) zweyter Band. 2 Bände. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1776. 8°. [6] Bl., 269 S.; [2] Bl., 275, (1) S. mit wdh. Titelvignette und 6 gestoch. Kopfvignetten. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und Linienvergoldung. – Vgl. Goedeke IV/1, 90, 7a. Hayn-Gotendorf VIII, 57. – Karlsruher Nachdruck der ersten Gesamtausgabe der Gedichte (Leipzig 1768). Der zweite Band mit den Briefen (S. 195 ff.). – Stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar. – 48 (Wieland, Christoph Martin). Der Goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian. Eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. Erster, dritter und vierter Theil (von 4) in 3 Bänden. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich 1772. Kl.-8°. Mit 3 gestochenen Frontispizen und 3 gestochenen Titelvignetten von Geyser nach Mechau. Kalbslederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung. – Goedeke IV/1, 555, 66. Holzmann-Bohatta IV, 3260. VD18 11041021. – Erste Ausgabe des in der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. „Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine ‚Hoffähigkeit‘ erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein“ (KLL III, 978 ff.). – 49 (Wieland, Christoph Martin). Der Goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian. Eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. Erster bis vierter Theil. 4 Bände. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1777. Kl.-8°. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller, 52.-55. Theil). – Vgl. Goedeke IV/1, 555, 66. Holzmann-Bohatta IV, 3260. VD18 11041021. – In der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. „Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine ‚Hoffähigkeit‘ erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein“ (KLL III, 978 ff.). – 50 (Wieland, Christoph Martin). Die Grazien. Carlsruhe, Christian Gottlieb Schmieder 1777. 8°. 346 S. mit Titelvignette in Holzschnitt. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung. (Sammlung der besten deutschen prosaischen Schriftsteller und Dichter, Band 51). – Vgl. Goedeke IV/I, 555, 63. – Karlsruher Nachdruck der Erstausgabe von 1770. – 51 Young, Edward. Klagen, oder Nachtgedanken über Leben, Tod, und Unsterblichkeit. Zweyter Band (von 5). 2., verb. Aufl. Braunschweig, Schröder Erben 1769. 8°. [1] Bl., 357 S. Kalbslederband der Zeit mit 2 goldgepr. Rückenschildern und reicher floraler Rückenvergoldung. – Alle Bände von Alters- und Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten und in zeitgenössischen Einbänden; repäsentative Sammlung.

Schlagwörter: Büchersammlung, Bücherwand

Details anzeigen…

1.600,--  Bestellen
1 (Wieland, Christoph Martin). Agathon. (Motto) Quid Virtus et quid Sapientia possit. Erster bis vierter Theil. 4 Bände. Leipzig, Weidmanns Erben und Reich 1773 Kl.-8° (16,5 x 11 cm.). XVI, 358 S.; 316 S.; 304 S.; 286 S., [20] Bl. (Subskribenten-Verzeichnis) mit 1 gestoch. Titelvignetten von Christian Gottlieb Geyser und Jacob Wilhelm Mechau und 3 wdh. Titelvignetten in Holzschnitt. Halblederbände der Zeit mit jeweils 2 goldgepr. Rückenschildern und floraler Rückenvergoldung.

Slg. Borst 165 (Anm.). Deusch 28b, Goedeke IV/1, 552, 53. Günther/Zeilinger 574. Rümann 1248 (nennt nur die Vignette, die er irrtüml. Meil zuschreibt). VD18 1114467X. – Erste Ausgabe der umgearbeiteten Fassung der „Geschichte des Agathon“ (Frankfurt und Leipzig 1766-1767). – Die neue Ausgabe wurde inhaltlich um die „Geschichte der Danae“ und einen „Schluß des ganzen Werkes“ vermehrt. – „Wieland beseitigte ferner satirisch-polemische Stellen und Gegenwartsanspielungen, literarische Allusionen und Zitate, auch griff er unter dem Einfluss von F. Jacobi ändernd in den Dialog zwischen Hippias und Agathon ein. Neu hinzu kamen ferner der Vorbericht „Über das Historische im Agathon“ und die dazu gehörigen historischen Anmerkungen“ (Fritz Martini in Wieland Werke, München 1964, S. 891). – Im Subskribentenverzeichnis S. Gessner, „Doctor Göthe, in Frankfurt“, J. G. Herder, A. v. Kalb, „Madame Karschin, in Berlin“, „Professor Lichtenberg, in Göttingen“, F. Nicolai u. a. – Stellenweise etwas braunfleckig, schönes dekorativ gebundenes Exemplar.

Details anzeigen…

450,--  Bestellen
1 (Wieland, Christoph Martin). Musarion, oder die Philosophie der Grazien. Ein Gedicht, in drey Büchern. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich 1769. Kl.-8° (16 x 9,5 cm.). Titel, XX, 128 S. mit gestoch. Titelvignette und 6 gestoch. Vignetten von Johann Stock nach Adam Friedrich Oeser. Halbpergamentband um 1900 mit goldgepr. Rückenschild und dezenter Rückenvergoldung.

Deusch 13 a. Goedeke IV/1, 553, 55. Hayn-Gotendorf VIII, 413. Holzmann-Bohatta III, 5550. Rümann 1256. – Erste illustrierte und erweiterte Ausgabe, nun mit der aufschlussreichen Vorrede an „Herrn Creyßsteuereinnehmer Weisse in Leipzig“. – „Zweifellos ist es – auch innerhalb Wielands Werk – eines der anmutigsten und reizvollsten Beispiele für Rokokopoesie“ (KLL 6522). – Exlibris, sauberes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher

Details anzeigen…

160,--  Bestellen
1 Engelhard, (Magdalene) Philippine, geborene Gatterer. Gedichte. Zwote Sammlung. Göttingen, Johann Christian Dieterich 1782. Kl.-8° (14,5 x 9 cm.). [12] Bl., 294 S., [3] Bl. mit 4 Kupfertafeln von D(aniel) Chodowiecki und E(rnst Ludwig) Riepenhausen und 4 gefaltete Musik-Beilagen. Halblederband mit goldgepr. Rückenschild und floraler Rückenvergoldung.

ADB VI, 136. Goedeke IV/1, 417, 36. VD18 8037123X. – Seltene erste Ausgabe der zweiten Gedicht-Sammlung mit einem umfangreichen Subskribenten-Verzeichnis (darunter auch Georg Christoph Lichtenberg). Die erste Sammlung erschien 1778. Enthält auch das 1779 entstandene Liebesgedicht „Mädgenklage“, in dem die Dichterin die ungleichen Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten von Männern und Frauen im 18. Jahrhundert pointiert kritisiert. (S. 157). – Philippine Engelhard (1756-1831) „veröffentlichte ab 1776 in den Vossischen und den Göttinger Musenalmanachen unter den Namen Rosalie, Juliane S. und Karoline eine Reihe von zart empfundenen, anmuthigen Liedern“ (ADB). – Später wurde Gottfried August Bürger ihr Mentor. – Die Illustrationen des Göttinger Zeichners und Kupferstechers E. L. Riepenhausen (1762-1840) gehören zu dessen frühesten Arbeiten. „Schon einem 1782 in Göttingen erschienenen Gedichtband waren als Illustrationen je zwei Kupferstiche des berühmten Chodowiecki und des jungen Riepenhausen beigelegt“ (Wikipedia). – „Die Zeitgenossen erkennen in Riepenhausen auch sehr bald einen durchaus brauchbaren Ersatzmann für den immer überlasteten Chodowiecki. […] Die Verleger bestellen bei ihm Buch-Illustrationen und vor allem Kalender-Kupfer“ (Otto Deneke, Ernst Riepenhausen, in Göttinger Künstler, Band 2, S. 68). – Einband teils stärker berieben, stellenweise braun- und fingerfleckig, noch gutes Exemplar mit den meist fehlenden Musikbeilagen.

Schlagwörter: Aufklärung, Frauenemanzipation, Frauenliteratur, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Lyrik

Details anzeigen…

360,--  Bestellen
1 Rabener, Gottlieb Wilhelm. Briefe, von ihm selbst gesammlet und nach seinem Tode, nebst einer Nachricht von seinem Leben und Schriften, herausgegeben von C(hristian) F(elix) Weiße. Leipzig, Dyck 1772. 8°. LXXXII, 304 S. Frontispiz (von Christian Gottlieb Geyser nach Jacob Wilhelm Mechau oder Adam Friedrich Oeser). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild und Linienvergoldung.

Goedeke IV1, 41, (5), 4. Rümann 882. VD18 90724232. – Erste Ausgabe. – Deckel etwas berieben, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Briefe

Details anzeigen…

120,--  Bestellen
1 Mynona (d. i. Salomo Friedländer). Die Bank der Spötter. Ein Unroman. 1. – 3. Tausend. München und Leipzig, Kurt Wolff (1919). 8°. 450 S., [1] Bl. Illustr. Orig.-Pappband (von Emil Preetorius).

Geerken 2.1.5. Raabe-Hannich 217, 5. – Erste Ausgabe. – „Für Alfred Kubin – Im Kabinett war eine Stille entstanden, wie sie nur zwei Tote mit vereinten Kräften bewerkstelligen können (Mynona: „Rosa, Schutzmannsfrau“)“ (Motto Seite 5). – Rücken etwas berieben, Gelenke unauffällig restauriert, vorderes Innengelenk etwas angeplatzt, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Expressionisme, Expressionismus

Details anzeigen…

50,--  Bestellen
1 Seghers, Anna. Transit. Roman. Konstanz, Curt Weller & Co. 1948. 315, (5) S. Farbig illustr. Orig.-Halbleinenband von Curth Georg Becker.

W.-G.² 22. – Erste deutsche Buchausgabe; die spanische Originalausgabe erschien 1944 in Mexiko. Die deutsche Originalfassung erschien erstmals 1947 in der Berliner Zeitung. – Papierbedingt wie immer etwas gebräunt, sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Exil

Details anzeigen…

40,--  Bestellen
1 Meyern (eig. Meyer), W(ilhelm) F(riedrich) v. Dya-Na-Sore oder: Die Wanderer. (Herausgegeben von Ernst Freiherr v. Feuchtersleben). 3., vollständige Original-Auflage. 5 Bände. Wien, Ignaz Klang 1840-1841. 8°. VIII, [1] Bl., 234 S.; Titel, 260 S.; 274 S., [1] Bl.; 258 S.; 305 S., [1] S. Halbleinenbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und dezenter Rückenvergoldung.

Ackermann V, 216. Bloch 2, 2135. Goedeke V, 460. Kosch X, 1013. NDB XVII, 397. Wolfstieg 41514. – Maßgebliche Ausgabe des bedeutenden utopischen Romans, gegenüber der ersten Ausgabe von 1787 wesentlich erweitert. – Von Schiller rezensiert, von Goethe gelesen und wohl von Nietzsche gedanklich ausgebeutet bietet Meyern als erster in unserer neueren Literatur die unheilschwangere Phantasmagorie eines spartanischen Heldenstaates, die in Sprachbildern von düsterer Schönheit noch heute ihren Zauber nicht verloren haben. Es „… findet sich hier viel Tiefes und Originelles, von einzigartigem, starkem Denkvermögen zeugend. Danach ist die Vergessenheit, in welche M. gesunken ist, als bitteres Unrecht zu beklagen. Seine Sprache ist ungemein kräftig, schwungvoll, ja fast dithyrambisch, reich an neuen, frischen Wortbildungen und Zusammensetzungen, kühnen Bildern und Wendungen, dabei knapp, präcis und in hohem Grade eindrucksvoll“ (Schönbach in der ADB). „Liest man, was Arno Schmidt in seinem Radio-Essay und Wolfgang Harich in seinem Jean-Paul-Buch über ‚Dya-Na-Sore’ zu sagen haben, will man nicht glauben, daß beide vom selben Gegenstand handeln. Meyerns politisches Ideal ist für Schmidt ‚das niedrigste, was es überhaupt geben kann: das Kriegerische!‚, für Harich aber ist es das höchste: das demokratischer Revolution … Daß mit dem l. Band von ‚Dya-Na-Sore‘ der Anfang eines politisch-brisanten Romans vorlag, wußten weder Schiller noch Schink, die ihn rezensierten … Bedenkt man, wann und wo dieser Roman geschrieben wurde, so ist das erstaunlich mutig und erklärt den Erfolg, den er trotz seiner künstlerischen Schwächen hatte. Doch vergeht einem die Freude an dieser demokratischen Literaturtradition, wenn man sieht, wie stark hier schon vorgebildet ist, was später einmal, 1933, ‚Nationale Revolution’ genannt werden wird: Vergottung des Staates, Elite-Denken, Nationalhaß, Militarismus und Verherrlichung des Krieges – alles das also, was Arno Schmidt dazu veranlaßte, den Roman für Wehrkreisbüchereien zu empfehlen“ (aus G. de Bruyns Nachwort‚ Taten und Tugenden. M. und sein deutsches Revolutionsmodell’ zur Neuausgabe von 1979, S. 951 ff.). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Freimaurer, Freimaurerei, Phantastik / Utopie

Details anzeigen…

240,--  Bestellen
1 Franklin Bibliothek. (Klassiker der Weltliteratur). 22 Bände der Reihe. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1980-1984). 8°. Farbige Orig.-Lederbände über 3 oder 4 Bünden mit ornamentaler Rücken- und Deckelvergoldung, Moirévorsätzen und Goldschnitt.

Dabei: Hesse, Hermann. Der Steppenwolf. Illustriert von Anthony Canham. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek 1983. 8°. 243 S. mit 8 ganzseitigen Illustrationen. – Voltaire (d. i. Francois Marie Arouet). Candide. Mit Illustrationen von Anthoni Clavé. (Vollständige Ausgabe aus dem Französischen übertragen von Walter Widmer). Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 159, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Döblin, Alfred. Berlin Alexanderplatz. Mit Illustrationen von George Grosz. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 419, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Heine, Heinrich. Reisebilder. Mit Illustrationen von Theodor Hosemann. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 515, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Flaubert, Gustave. Madame Bovary. Mit Illustrationen nach Albert Fourié. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 435, (1) S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Ibsen, Henrik. Dramen. Mit Illustrationen von Edvard Munch. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 391 S. mit ganzseitigen Illustrationen. – Keller, Gottfried. Der grüne Heinrich. Mit Zeichnungen von Gottfried Keller. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 803, (1) S. mit Frontispiz und 10 Abbildungen auf Tafeln. – Stendhal (d. i. Marie-Henri Beyle). Rot und Schwarz. Chronik aus dem Jahr 1830. Mit Illustrationen von Mette Ivers. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 611, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Homer. Odyssee. Illustriert von W. T. Mars. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. XIII, 399 S. mit ganzs. Illustrationen. – Shakespeare. Dramen. Mit Illustrationen von Johann Heinrich Füßli. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 651, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Dickens, Charles. Große Erwartungen. Mit Illustrationen von F. W. Pailthorpe. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1980). 8°. 523, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Tschechow, Anton. Ausgewählte Erzählungen. Mit Gemälden von Kukryniksy. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 412 S. mit ganzs. Illustrationen. – James, Henry. Die Gesandten. Mit Gemälden von Jean Béraud. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1984). 8°. 475, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Fielding, Henry. Die Geschichte des Tom Jones eines Findlings. Mit Illustrationen von Thomas Rowlandson. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 993, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Gogol, Nikolai. Die toten Seelen. Mit Illustrationen von Alexander Agin. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1984). 8°. 479 S. mit ganzs. Illustrationen. – Fontane, Theodor. Effi Briest. Mit Illustrationen von Wilhelm Busch. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1982). 8°. 351 S. mit ganzs. farbigen Illustrationen. – Hemingway, Ernest. In einem anderem Land. Illustratriert von Bernard Fuchs. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 348 S. mit ganzs. farbigen Illustrationen. – Faulkner, William. Licht im August. Illustratriert von Milt Kobayashi. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 348 S. mit ganzs. farbigen Illustrationen. – Balzac, Honoré de. Vater Goriot. Mit Illustrationen von Albert Lynch. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 404, (1) S. mit ganzs. Illustrationen. – Schiller, Friedrich v. Ausgewählte Dramen. Mit Illustrationen von Johann Heinrich Ramberg. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 550 S. mit ganzs. Illustrationen. – Deutsche Gedichte. Eine Auswahl der schönsten deutschen Gedichte 1780-1900. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1981). 8°. 497 S. – Moliere. Ausgewählte Komödien. Ottobrunn bei München, Franklin-Bibliothek (1983). 8°. 496 S. – Insgesamt erschienen 50 Bände der deutschen Reihe. – Tadellose Exemplare dieser aufwendig ausgestatteten Ausgaben.

Schlagwörter: Weltliteratur

Details anzeigen…

550,--  Bestellen
1 Held, (Friedrich Wilhelm Franz und Otto v. Corvin). Censuriana oder Geheimnisse der Censur. Cassel, H. Hotopp 1844. [2] Bl., 426 S. Pappband der Zeit.

Slg. Friedländer 36. Kosch VII, 813. NDB VIII, 462 f. – Erste Ausgabe. – F. W. F. Held (1813-1872) trat zunächst als Schauspieler und dann als Herausgeber der „Locomotive“ (1843) hervor, war über Jahrzehnte hinweg publizistisch tätig und erwarb sich den Ruf eines fähigen Agitators. Alle in der „Locomotive“ der Zensur zum Opfer gefallenen Stellen werden hier – teils mit bissigen Kommentaren – abgedruckt. – „Als sein journalistisches Hauptwerk gilt die vom Oktober 1842 an zuerst in Leipzig publizierte „Locomotive, Allgemeine Intelligenz-Zeitung für Deutschland“. Sie wurde nicht zuletzt wegen der rasch erreichten Auflage von 12 000 Stück schon im Frühjahr 1843 verboten. Infolge dieser Unterdrückung sind H. und seine „Locomotive“ in der liberalen Geschichtsschreibung populär gewesen. Trotz Verhaftung und Gefängnis ließ H. ihr unter neuen Titeln verbesserte Ausgaben folgen. Für die ihm auferlegten Verfolgungen wußto er sich durch die wiederum zur Haft führenden Schriften „Censuriana oder Geheimnisse der Censur“ (1844) und „Dem deutschen Volke“ (1846) zu bedanken“ (W. Haacke in NDB). – „Bei seinen wechselnden Agitationsmitteln ist es nicht möglich, wie bei einem handelnden Politiker größeren Stils Zweck und Mittel, Ernst und Laune zu unterscheiden.“ (K. Griewank, F. W. H. u. d. vulgäre Liberalismus u. Radikalismus in Leipzig u. Berlin 1842–49, phil. Diss. Rostock 1922). – Rücken mit Abriebstellen, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Vormärz, Zensur

Details anzeigen…

160,--  Bestellen
1 Herder, J(ohann) G(ottfried) v. Zerstreute Blätter. Erste (bis) sechste Sammlung. 2., durchgesehene Ausgabe. 6 Bände. Gotha, Carl Wilhelm Ettinger 1791-1811. Kl.-8°. Hellgrüne Pappbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildern, Rückenvergoldung und Goldschnitt.

Goedeke IV/1, 730 f., 82. Günther/Volgina/Seifert 772-777. Schulte-Strathaus 50. – Erschien zuerst 1785 bis 1797. Von der „vierten Sammlung“ erschien keine Neuauflage, so dass der vierte Band im Erstdruck vorliegt (ebenso der sechste Band). – Sechs Studien-Sammlungen zu verschiedensten Themen, u. a. „Über die Seelenwanderung“, „Blumen aus der griechischen Anthologie“, „Nachruf auf G. E. Lessing“, „Bilder und Träume“, „Über Bild, Dichtung und Fabel“, „Blätter der Vorzeit“, „Persepolis“, „Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet“, „Über die menschliche Unsterblichkeit“, „Einige vaterländische Gespräche“ und „Cäcilia“. – Rücken etwas nachgedunkelt und leicht berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes dekorativ gebundenes Exemplar.

Details anzeigen…

200,--  Bestellen
1 Sachs, Nelly. Werke. Kommentierte Ausgabe in vier Bänden. Herausgegeben von Aris Fioretos. Berlin, Suhrkamp Verlag 2010-2011. 8°. Orig.-Leinenbände mit illustr. Schutzumschlägen.

Erste Ausgabe. – „Im Mai 1940 floh die Dichterin Nelly Sachs (1891–1970) mit einem der letzten Flugzeuge aus Berlin nach Stockholm. So begannen dreißig Jahre Exil, in denen ein Werk entstand, das 1966 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde“ (Suhrkamp). – Neuwertiges Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Lyrik

Details anzeigen…

150,--  Bestellen
1 Lichtenberg, Georg Christoph. Schriften und Briefe. Herausgegeben von Wolfgang Promies. 4 in 6 Bänden. (Frankfurt a. M.), Zweitausendeins (1994). 8°. Orig.-Leinenbände mit Schutzumschlägen.

Lizenzausgabe des Carl Hanser Verlages. – Schönes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Philosophie

Details anzeigen…

30,--  Bestellen
1 Nooteboom, Cees. Absinth und Ambre Solaire. Fünf Erzählungen. Graphik: Svato Zapletal. Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen. Hamburg, Svato-Verlag 2000. 4°. 56 S., [2] Bl. mit 15 (3 ganzs.) Farblithographien. Farbig illustr. Orig.-Leinenband mit Pappschuber.

Eines von 175 num. Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage 200 Exemplare); von Svato Zapletal im Druckvermerk signiert. – Schönes Exemplar.

Schlagwörter: Illustrated books, Illustrierte Bücher, Nummerierte Bücher, Signierte Bücher

Details anzeigen…

100,--  Bestellen
1 Lönnrot, Elias (Compiler). Kalevala (Russian). Finnish national epic (Translated by Leonid Belsky, edited by Dmitry Bubrkh, preface by Ivan Maisky and illustrated by Pavel Filonov). Moscow, Leningrad, Academia 1933. 4° (25,3 x 18,5 cm.). XIX, (1), 329, (2) p. with color frontispiece, title pages in black and blue, 10 plates, 52 vignettes in the text, with small illustrated frames. Publisher’s illustrated linen binding with color-illustrated dust jacket. (Treasures of world literature).

Rowell/Wye, The Russian Avatgarde Book 247. Schmidt, Russische Graphik des XIX. und XX. Jahrhunderts. Eine Berliner Privatsammlung. Leipzig, 1967, p. 86. – First russian edition marking one hundred years since the publication of the Finnish epic „Kalevala“ – a rich collection of legends, stories, ballads and songs collected and edited from Finnish folklore by Elias Lönnrot in 1835. – The edition was prepared by students of the „School of Analytical Art“ in Leningrad under Pavel Filonov (1883-1941). Filonov, one of the most prominent artists of the Russian avant-garde, was personally involved in all the book design processes, and his students prepared the plates and illustrations under his direct guidance. Filonov traveled extensively through Russia, the Near East and western Europe. Between 1910 and 1914 he exhibited often with the Union of Youth and he met and collaborated with the leaders of Russian literary Futurism, including Vladimir Mayakovsky, Velimir Khlebnikov and Aleksey Kruchonykh. Filonov’s work was influenced by Russian folk and primitive art, Medieval Russian wall painting, Dürer, Bosch and Bruegel, Vasily Surikov, Konstantin Savitsky and by the work of the Symbolist Mikhail Vrubel. – Title page and the following two pages have corners trimmed at the top (no loss of text); a very well-preserved copy with a very good dust jacket.

Schlagwörter: Avantgarde, Illustrated books, Illustrierte Bücher

Details anzeigen…

1.200,--  Bestellen
1 Thoma, Ludwig. Gesammelte Werke. 1. – 6. Tausend 7 Bände. München, Albert Langen 1922. 8°. Mit einem Porträt in Band I. Dekorative Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln, blindgepr. Ornamentik, Zierbünden und Kopfgoldschnitt.

W.-G.² 66. – Erste Gesamtausgabe. – Rücken etwas berieben, gutes Exemplar in sehr dekorativen Handeinbänden.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

Details anzeigen…

160,--  Bestellen
1 Hackländer, F(riedrich) W(ilhelm Ritter v.). Werke. Erste Gesammt-Ausgabe. 3. Auflage und 1. Auflage. Band I-XXXIV (in 17 von 60). Stuttgart, Adolph Krabbe 1860-1875. Kl.-8°. Weinrote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.

Der am 01.11.1816 in Burtscheid bei Aachen geborene Schriftsteller und Journalist war wohl der beliebteste und erfolgreichste Autor um 1850 in Deutschland. Seine unterhaltsamen Bücher werden auch heute noch sehr geschätzt. – So hat auch Arno Schmidt mit seinem Werk „Abend mit Goldrand“ (1975) viele neuere Arbeiten über Hackländer angeregt. Eine der Hauptfiguren in Schmidts Roman namens Eugen Forbach, ist Hackländer-Kenner und Sammler. – Nachdem Hackländer bereits 1842 den Freiherrn v. Taubenheim auf seiner Reise ins heilige Land begleitet hatte, ernannte ihn 1843 der König von Württemberg zum Sekretär und Reisebegleiter des Kronprinzen Karl. Aus seinen Erfahrungen auf den Reisen und als Soldat und Kriegsberichterstatter schöpfte er den Stoff für seine fesselnden Bücher. In den Werken Hackländers wird das gesellschaftliche Leben aller Schichten im 19. Jahrhundert geschildert. – Rücken etwas berieben, stellenweise leicht braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

Details anzeigen…

120,--  Bestellen
1 Kästner, Erich. Werke in neun Bänden. Herausgegeben von Franz Josef Görz. 9 Bände. München, Wien, Hanser (1998). 8°. Farbig illustr. Orig.-Kartonumschläge in farbig illustr. Pappschuber.

Band I. Gedichte; Band II. Chanson, Kabarett, Kleine Prosa; Band III. Romane I; Band IV. Romane II; Band V. Theater, Hörspiel, Film; Band VI. Publizistik; Band VII. Romane für Kinder I; Band VIII. Romane für Kinder II; Band IX. Nacherzählungen. – Gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

Details anzeigen…

50,--  Bestellen
1 Tolstoi, Leo (Tolstoj, Lev Nikolaevic). Gesamtausgabe des dichterischen Werkes. In Einzelausgaben herausgegeben von Erich Boehme. Band I-VII und XII (von 14). Berlin, Malik-Verlag (1928). 8°. Orig.-Leinenbände mit goldgepr. Rücken- und Deckeltiteln und reicher Rückenvergoldung (von John Heartfield).

Hermann 408. Gittig 201. – Dabei: I. Auferstehung. Roman. Aus dem Russischen von Ilse Frapan. – II und III. Anna Karenina. Aus dem Russischen von Arthur Luther. – IV. bis VII. Krieg und Frieden. Aus dem Russischen von Erich Boehme. – XII. Hadschi Murat und andere Erzählungen. Aus dem Russischen von Erich Boehme, Erich Müller und August Scholz. – Zeitgenössische Besitzvermerke, von leichten Gebrauchs- und Altersspuren abgesehen, alle Bände gut erhalten.

Schlagwörter: Gesamtausgaben

Details anzeigen…

80,--  Bestellen
1 (Fischer). Eine Gespensterleiche oder der Schein trügt. Eine wahre Begebenheit. Annaberg, (Friedrich) Hasper 1826. 8°. 8 S. Ungeheftete Druckbogen.

Äußerst seltene Schauergeschichte aus dem frühen 19. Jahrhundert. Kein Exemplar weltweit in einer öffentlichen Sammlung nachweisbar (lt. KVK). – Die Erzählung handelt von einer Begebenheit aus dem 18. Jahrhundert. Ein Gruppe junger Offiziere erzählt sich Gespenstergeschichten: „… der Lieutenant Graf – (ich will ihn Hohenheim nennen), einer der liebenswürdigsten und vollkommensten jungen Männer, die ich je gekannt habe. Er ließ sich selten auf unsre Geschichten ein, hörte sie nur mit Unwillen oder mit Spott, erzählte nie dergleichen, und erklärte sogar die Furcht vor Gespenstern, wie sie selbst, für ein Unding. … In einer Nacht zwischen zwölf und ein Uhr, ward Hohenheim durch fernes, dumpfes Geräusch, das vom entgegengesetzten Ende des Korridors im Kaserne herzukommen schien, aufgeweckt. Das Geräusch kam näher, und bald konnte er langsame, feyerliche und starke Tritte wie von vielen Menschen unterscheiden, die auf seine Thüre zugingen. Bald konnte er nicht mehr zweifeln, daß es ihm gelte; denn die Tritte der Vorderen waren schon über die letzten bewohntesten Zimmer hinaus, und in demselben Augenblick sprang auch seine Thür mit starkem Geräusch aus ihren Angeln. Er saß, völlig wach und besonnen, in seinem Bette auf. Zwölf lange Gestalten in schwarzen Talaren und Larven, Fackeln in den Händen tragend, traten paarweise herein, gingen schweigend an seinem Bette vorüber und machten die Runde in seinem Zimmer; ihnen folgte ein verschlossener Sarg auf einer Bahre, getragen von acht gleichgekleideten Figuren; nach diesem die Leidtragenden mit langen Flören und weißen Gesichtern. Man setzt die Bahre vor seinem Bette nieder, man nimmt den Sargdeckel ab; – mit Entsetzen sieht Hohenheim die bleiche, ganz ähnliche Gestalt seines verstorbenen Freundes, im Todtenkleide, wie man ihn begraben, mit offenen Augen, im Sarge liegen… Hohenheim hatt den Anfang der Prozession mit sichtbarer Ruhe angesehen, etwa wie ein Schauspiel, daß man ihm zur Belustigung aufführen wollte; als er das Bild seines Freundes, der kurz vorher gestorben ist, erkannte, starrte er es einen Augenblick an – dann fuhr er auf. „Höllisches Gaukelspiel!“ rief er und griff nach der Pistole. Indem er sie spannte, richtete sich die Gestalt im Sarge langsam auf und starrte ihn an…“ (S. 4-6). – F. Hasper (1781-1838), Buchdrucker in Annaberg, war der Vater von Friedrich Wilhelm Hasper (1796-1871), der 1822 die Braun’sche Druckerei in Karlsruhe übernahm. Die vorliegende „Geister“-Broschüre war Gegenstand eines Schmuggel-Falls 1826 an der böhmisch-sächsischen Grenze im Erzgebirge. Der militärische Kondukteur Karl Friedrich Sättler wurde festgenommen weil er versuchte, Stapel dieser sogenannten Geister-Broschüren bzw. Groschenhefte mit genau diesem Titel nach Österreich (Böhmen) zu schmuggeln. Sättler verdiente sein Geld unter anderem damit, diese Geschichten und Bücher auf den sächsischen Jahrmärkten (wie dem in Annaberg) zu verkaufen. Kurioserweise war der Händler selbst Analphabet und ließ seine Geschäfte von seinem Sohn verwalten. (Quelle: P. Pisa, Cást druhá 1810-1848, V zájmu nevzdelaného ctenáre, Literární cenzura, v dobe restaurace, a rozmachu národního hnutí, online).

Schlagwörter: Geist, Geister, Gespenstergeschichte, Kolportage, Trivialliteratur

Details anzeigen…

600,--  Bestellen
1 Lachmann, Karl (Übertragung). Die Nibelunge. Text der Hohenems-Münchener Handschrift A des Nibelungenliedes nach der Ausgabe von Karl Lachmann. Berlin, Stargardt 1898-1904. Imperial-Folio (57 x 42 cm.). [4] Bl. (1 w.), 311 S., [3] Bl. (1 w.) mit reichstem Buchschmuck, 66 teils ganzs. farblithogr. Illustrationen und 600 Zierinitialen von Josef Sattler. Orig.-Leinenband mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel, goldgepr. Deckelillustration und Kopfgoldschnitt.

Rodenberg S. 279. Schauer S.16 und Tafel 4. – Nr. 173 von 200 num. Exemplaren. – Monumental-Ausgabe, von der Reichsdruckerei für die Pariser Weltausstellung mit großem Aufwand angefertigter Druck auf klanghartem, unbeschnittenem Zandersbütten. – „Ein stolzes Werk deutscher Buchkunst, ein Kunstwerk aus einem Gusse, weil der Künstler nicht nur Illustrationen und Ornamente zu zeichnen hatte, sondern alles von der Druckschrift und den Wasserzeichen des Papiers an bis zum Einband und der Satzanordnung in seine Hand gelegt war. Mit der Nibelungentype, die eigens für dieses Werk geschnitten und gegossen wurde, lehnt Sattler sich glücklich an die Unzial- und Halbunzialschrift frühmittelalterlicher Handschriften an. Seit Holbein hat es keinen solchen Meister der Zierinitialen gegeben …“ (Loubier 25 ff.). – Kleine Fehlstellen am Kapital und den Gelenken restauriert, 2 Seiten (S. 100 und 101) leicht fleckig, sonst sehr gut erhalten.
No. 173 of 200 numbered copies. – A monumental edition, printed at great expense by the Reichsdruckerei for the Paris World Exhibition on crisp, untrimmed Zanders handmade paper. – “A proud achievement of German book art, a work of art cast from a single mould, for the artist was entrusted not only with drawing the illustrations and ornaments, but with everything from the typeface and the paper’s watermarks to the binding and the layout of the text. With the Nibelungen typeface, which was cut and cast especially for this work, Sattler successfully draws on the uncial and semi-uncial scripts of early medieval manuscripts. Since Holbein, there has been no such master of decorative initials …“ (Loubier 25 ff.). – Minor defects on the headband and joints have been restored; otherwise very well preserved.

Schlagwörter: Art nouveau, Illustrated books, Illustrierte Bücher, Jugendstil, Nibelungen

Details anzeigen…

4.800,--  Bestellen
1 Goethe, (Johann Wolfgang v.). Sämmtliche Werke. Vollständige Ausgabe in sechs Bänden. 6 Bände. Stuttgart, J. G. Cotta o. J. (1854-1855). 4° (25 x 17 cm.). Mit gestoch. Portrait, 10 gestoch. Tafeln, 2 lithogr. Tafeln und 1 Musik-Beilage. Dunkelgrüne Orig.-Halblederbände mit goldgepr. Rückentiteln und Linienvergoldung.

Einbände etwas berieben, stellenweise etwas braunfleckig, gutes Exemplar.

Schlagwörter: Gesamtausgaben, Illustrated books, Illustrierte Bücher

Details anzeigen…

120,--  Bestellen
1 Schultze, Rudolf. Die Modenarrheiten. Ein Spiegelbild der Zeiten und Sitten für das deutsche Volk. Berlin, Nicolai 1868. 8°. IX, 238 S. Farbig illustr. Orig.-Pappband.

Hayn/Gotendorf V, 100. – Erste Ausgabe. – „Ueber Unsittlichkeit, Pluderhosen, Kleiderordnungen, Reifröcke (3 Perioden), Perrücke, Zopf, Mad. Pompadour, Dubarry, Kniehose, Schnürbrust, Crinoline usw. – Weibliche Schönheit u. männliche Stutzerei“ (Hayn/Gotendorf). – „Mag es immerhin eine verlorene Mühe sein, über die Kleidung des Menschen vom Standpunkt der Philosophie oder der Ästhetik aus zu verhandeln, so bietet doch ihre Geschichte Gesichtspunkte dar, die für den prüfenden und vergleichenden Beobachter von höchstem Interesse sind. Die Mode hat trotz ihrer bekannten Leichtfertigkeit, Eitelkeit, Frivolität, Narrenhaftigkeit und Lächerlichkeit doch auch ihre sehr ernsten Seiten; und bei all ihrer scheinbaren Nichtigkeit muss ihr die Bedeutung unbestritten bleiben, dass sie im Stande ist, sowohl die Denk- und Handlungsweise eines einzelnen Individuums zu illustrieren, als auch die geistigen und moralischen Bestrebungen eines ganzen Zeitalters zu charakterisieren“ (R. Schultze im Vorwort). – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Kulturgeschichte, Mode, Sittengeschichte

Details anzeigen…

160,--  Bestellen
1 Aubrey, John. Lebensentwürfe. Deutsch von Wolfgang Schlüter. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1994. Gr.-8°. 436, (4) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die Andere Bibliothek. Hrsg. von Hans Magnus Enzensberger. Band 114).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – In ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen von Hand gebunden. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Eichborn, Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

Details anzeigen…

60,--  Bestellen
1 Machado de Assis. Der geheime Grund. Erzählungen. Aus dem brasilianischen Portugiesisch und mit einem Nachwort von Curt Meyer-Clason. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1996. 8°. 316 S., [2] Bl. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, Band 140).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

Details anzeigen…

60,--  Bestellen
1 Panati, Charles. Universalgeschichte der ganz gewöhnlichen Dinge. Deutsche Fassung von Udo Rennert und Doris Mendlewitsch. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn, 1994. 318, (2) S. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, Band 118).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Von Hand gebunden in ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

Details anzeigen…

60,--  Bestellen
1 Swartz, Richard. Roomservice. Geschichten aus Europas nahem Osten. Aus dem Schwedischen von Jörg Scherzer. Limitierte Vorzugsausgabe. Frankfurt am Main, Eichborn Verlag 1997. 8°. 368 S., [2] Bl. Blauer Ziegenlederband mit goldgepr. Rückenschild und Pappschuber. (Die andere Bibliothek, herausgegeben von Hans Magnus Enzensberger, Band 142).

Eines von 999 num. Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Von Hand gebunden in ostindisches Ziegenleder bei G. Lachenmaier in Reutlingen. – Sehr gutes Exemplar.

Schlagwörter: Nummerierte Bücher, Vorzugsausgaben

Details anzeigen…

70,--  Bestellen
1 Kästner, Erich. Gesang zwischen den Stühlen. Stuttgart, Berlin, Deutsche Verlags-Anstalt (1932). Gr.-8° (21,5 x 19 cm.). 109 (3) S. mit Textvignetten von Erich Ohser. Orig.-Karton mit farbig illustr. Schutzumschlag von E. Ohser.

Hartry 198. W.-G.² 15. – Erste Ausgabe des letzten Gedichtband es vor 1933. – „Als die braunen Kolonnen an die Macht marschierten, schrieb Erich Kästner: „Ihr und die Dummheit zieht in Viererreihen im die Kasernen der Vergangenheit. Glaubt nicht, daß wir uns wundern, wenn ihr schreit. Denn was ihr denkt und tut, das ist zum Schreien. Als sie ihren mörderischen Kampfruf „Deutschland erwache“! brüllten und aus Restbeständen Rassentheorien mischten, welche die Auserwähltheit des deutschen Volkes beweisen sollte, prophezeite er: Wie ihr’s euch träumt, wird Deutschland nicht erwachen. Denn ihr seid dumm und seid nicht auserwählt. Die Zeit wird kommen, das man sich erzählt: Mit diesen Leuten war kein Staat zu machen“. Rudolf Arnheim in der Weltbühne: Kästner beweist, daß er unbefangen, rechtlich und lachlustig wie ein Kind ist. Das kommt den Kindern, und das kommt seinen Gedichten zugute. Wenn er seinen Gesang zwischen den Stühlen anstimmt, so liegt das nicht an seiner Ungeschicklichkeit im Sitzen sondern an der seltsamen Konstruktion der Stühle. Er sucht einen Sitz. Schiller meinte, der sentimentale Dichter suche die verlorene Natur. Aber die Zukunft liegt nicht im Garten Eden. Wer heute zwischen den Stühlen sitzt, der sucht etwas, was zwar nicht Natur ist, wohl aber mit ihr eine wichtige Eigenschaft gemein hat: Sinn“.“ (T. Hatry). – Rücken etwas gebräunt, Gelenke und Kanten etwas berieben, gutes Exemplar mit Besitzvermerk des dänischen Geschäftsmanns und Papierwarenhändler Erik Trier (1908-1982).

Schlagwörter: Lyrik

Details anzeigen…

180,--  Bestellen
Einträge 1–50 von 783
Zurück · Vor
Seite: 1 · 2 · 3 · 4 · ... · 15 · 16
: