Hesse, Romantische Lieder
Hesse, Romantische Lieder
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Hesse, Hermann. Romantische Lieder. Dresden, Leipzig, E. Pierson’s Verlag 1899 (eig. Herbst 1898). 8°. 44 S. Farbig illustr. Orig.-Leinenband mit Goldschnitt. Slg. Borst 4346. Klimann/Silomon 1. Hesse-Katalog Marbach 1977, 223. Mileck II, 1. Waibler E 125. W.-G.² 1. – Erste Ausgabe der ersten Veröffentlichung in der seltenen gebundenen Ausgabe (vgl. Abbildung im Marbacher Hesse Katalog S. 203). Gleichzeitig erschien auch eine broschierte Ausgabe mit einer stilisierten Waldlandschaft auf dem Vorderdeckel. Da Hesse den Druck mit 175 Mark privat bezuschussen musste, griff der Verlag auf eine für die Jahrhundertwende typische, aber kostengünstige ornamentale Reihen- oder Standardgestaltung zurück, statt einen bekannten Künstler separat mit einer exklusiven Bildillustration zu beauftragen. – „Maria und Frau Gertrud gewidmet – Seht, der Fremdling ist hier, der aus demselben Land / Sich verbannt fühlt wie ihr, traurige Stunden sind / Ihm geworden; es neigte / Früh der fröhliche Tag sich ihm. (Novalis)“ – „Schon als Zwölfjähriger begann Hesse erste Gedichte zu schreiben. 1890 machte er dramatische Versuche; ‚Aus deutscher Vorzeit‘ ist der Titel einer Geschichte, die im selben Jahr entstand. „Von meinem dreizehnten Jahr an war mir das eine klar, daß ich entweder ein Dichter oder gar nichts werden wolle“, schrieb er 1925 in seinem nach Jean Pauls Vorbild als ‚Konjekturalbiographie‘ bezeichneten ‚Kurzgefaßten Lebenslauf‘ (GW 6, S. 393 f.). Die Gedichte der ersten gedruckten Sammlung stammen aus der Zeit zwischen Februar 1897 und Juni 1898. ‚Ich bin ein Stern‘ und ‚Chopin II/III‘ entstanden früher. Hesse stellte den Band im Juli 1898 zusammen. Von 600 Exemplaren der Erstauflage wurden im Erscheinungsjahr 43 broschierte und 11 gebundene Exemplare verkauft, 25 Freistücke abgegeben und 43 Rezensionsexemplare verschickt. Pierson war ein in der Branche bekannter Kommissionsverlag, der gegen Bezahlung der Druckkosten vielen Autoren ein Debut erlaubte“ (B. Zeller in Hesse-Katalog, Marbach). – Zeitgenöss. Besitzvermerk auf dem Vorsatz „Wilhelm Günzler“ und Widmung auf dem Titelblatt „Heiner s. l. Wilhelm zur frdl. Erg Weihnachten 1900“ – Wilhelm Günzler (1876-1960), Chefredakteur des Stuttgarter Neuen Tagblatts, stand Zeit seines Lebens mit Hesse in Kontakt, so findet sich im Schweizer Literatur-Archiv in Bern ein Brief von Günzler an Hesse aus dem Jahr 1954. – Vorderes Innengelenk geringfügig angeplatzt, sehr gutes Exemplar.
Unser Preis: EUR 2.800,-- |
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