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Goclenius, De magnetica vulnerum curatione, citra ullam superstitionem,…

Goclenius, De magnetica vulnerum curatione, citra ullam superstitionem,...

Goclenius, Rudolph (d. J., eig. R. Göckel). De magnetica vulnerum curatione, citra ullam superstitionem, dolorem, & remedii etiam applicationem, tractatus. Frankfurt a. M., Pistorius 1613. Kl.-8°. Titel mit Titelvignette in Holzschnitt, 174 S. Mod. marm. Pbd.

Hirsch/Hübotter II, 779. VD17 12:193031D. – Zweite Ausgabe des erstmals 1609 erschienenen Traktat über die magnetische Behandlung von Kriegsverletzungen, der zu Streitigkeiten mit Jean Roberti (1569-1644) und Johan Baptista van Helmont (1580-1644) führte. – R. Göckel (1572-1621), Sohn des bedeutenden Philosophen R. Göckel, war Professor für Physik, Medizin und Mathematik an der Universität Marburg. – „Größte Bekanntheit erlangte Goclenius durch seine Kontroverse über „magnetische Wundheilungen“ mittels Fernwirkung. Ausgehend von Paracelsus, versuchte Goclenius, die Wirksamkeit eines Sympathetischen Pulvers theoretisch zu begründen, das, auf eine Waffe aufgebracht, die mit ihr geschlagene Wunde schließen sollte. Dagegen wandte sich der belgische Jesuit Jean Roberti, der den Protestanten Goclenius des Bundes mit Dämonen bezichtigte. Der Streit wurde in mehreren Publikationen und Gegenpublikationen geführt. Wenn mit Erfolgen durch diese Heilmethode argumentiert wurde, ist das durchaus glaubwürdig, da viele der Anhänger der (sog.) „Waffensalbe“ (auch Sympathetisches Pulver, magisches Heilmittel für durch Waffen verursachte Wunden) im Gegensatz zur damaligen Schulmedizin darauf bestanden, die Wunden mit sauberem Wasser zu waschen und mit sauberen Verbänden zu versorgen, die auch täglich gewechselt werden sollte“ (Wikipedia). – Ohne die im Exemplar der bayr. Staatsbibliothek angegebenen 3 Bl. (Vorrede) nach dem Titel, die ersten Bl. mit hinterl. Eckabrissen (kein Textverlust), durchgehend gebräunt und vereinzelt leicht braunfleckig, gutes Exemplar.

Unser Preis: EUR 300,-- 

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