NEUER E-KATALOG: Neueingänge Juni 2026 – Wir stellen aus: Rare Book Week Berlin. Internationale Messe für Bücher & Graphik 18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10717 Berlin, https://rarebookweek.berlin – Gemeinschaftskatalog zusammen mit Antiquariat Norbert Knöll, Lüneburg: POPKULTUR / POP CULTURE Bücher, Fotografien, Schallplatten und Graphik. (Print-Katalog bitte anfordern) – PHOTOGRAPHIE / PHOTOGRAPHY – wichtige Fotobücher von 1839 bis heute, darunter zahlreiche Widmungsexemplare und Bücher mit Orig.-Photographien (kann unter „Aktuelle Kataloge“ abgerufen werden). – Außerdem finden Sie Beiträge von uns im virtuellen „Schaufenster“ des Verbandes Deutscher Antiquare (VDA) https://schaufenster.antiquare.de/trefferliste.php?ID=22 (oder über „Links“ VDA) – Versandkosten ins Ausland auf Anfrage. – Besuchen Sie uns in unserem neuen Ladengeschäft in der Kaiserstrasse 99 in Karlsruhe (Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sam. 11-16 Uhr) mit einer reichen Auswahl seltener und schöner Bücher aus allen Gebieten, Graphik und Photographien. – Instagram: rarebookskarlsruhe

Jura

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Beschreibung
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1 Beier (auch Beyer), Adrian. Repetitio Tit. Cod. Just. Nulli licere in frenis et equestribus sellis & in baltheis Margaritas & Smaragdos & Hyacinthos aptare, & de artificibus Palatinis. XI. II. & affinium. Commentatio analytica & synthetica: scholastica & forensis: Von Hofe-Handwerkern. Vratislaviae (Bratislava), Johann Georg Steck 1692. Gr.-8° (20 x 15,5 cm.). [4] Bl., 232, 433 [i.e. 333] S., [50] Bl. mit Titel in Rot und Schwarz. Pergamentband der Zeit mit handschr. Rückentitel.

NDB II, 18 f. VD17 3:600166L. – Einzige Ausgabe, selten. – Interessante juristische Abhandlung warum es Handwerkern am Wiener Hof verboten ist Edelsteine zur Verzierung von Zaumzeug, Reitsätteln und Gürteln zu verwenden. Dabei ging es um die Strenge Abgrenzung der Zunftrechte (Gewerbeneid) und die landesfürstlichen Luxus- und Kleiderordnungen. Das Privileg der Goldschmiede: Die Verarbeitung von echten Edelsteinen, Perlen, Gold und Silber war ausschließlich den Goldschmieden und Juwelieren vorbehalten. Die Beschränkung der Gürtler: Gürtler, Riemer und Taschner durften zwar Gürtel, Schnallen und Wehrgehänge fertigen. Sie mussten dafür jedoch unedle Metalle (wie Messing, Bronze oder Kupferlegierungen) verwenden. Das Verbot schützte also das wirtschaftliche Monopol der Goldschmiede und sicherte gleichzeitig die optische Hierarchie der Stände in der barocken Residenzstadt. – A. Beier der Jüngere (1634-1698) „studierte in Jena, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Leyden die Rechte, promovierte 1658 in Jena. 1670 wurde er Hofgerichtsadvokat, 1678 Syndikus der Stadt Jena, 1681 außerordentlicher und 1693 ordentlicher Professor der Institutionen und Pandekten, daneben Assessor im Schöppenstuhl und im Hofgericht. Neben den üblichen Arbeiten zum gemeinen Recht (darunter die Harmonia Struvio-Schnobeliana, 1663) verfaßte er zahlreiche Werke zum Handwerksrecht seiner Zeit sowie technologische Bücher über Werkzeuge, Werkstätten, Waren der Handwerker und ein „Allgemeines Handlungs-, Kunst-, Berg- und Lexikon (1722). B. galt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts als der deutsche Handwerksjurist“ (W. Ebel in NDB). – Durchgehend teils stärker gebräunt und braunfleckig, sonst gut erhalten.
Single edition, rare. — An interesting legal treatise explaining why artisans at the Viennese court were prohibited from using gemstones to adorn bridles, saddles, and belts. The treatise addressed the strict demarcation between guild rights (the guild oath) and the sovereign’s regulations on luxury and dress. The privilege of goldsmiths: The working of genuine gemstones, pearls, gold, and silver was reserved exclusively for goldsmiths and jewelers. The Restrictions on Belt Makers: Belt makers, strap makers, and bag makers were permitted to produce belts, buckles, and sword hangers. However, they were required to use base metals (such as brass, bronze, or copper alloys) for these items. This prohibition thus protected the goldsmiths’ economic monopoly while simultaneously preserving the visual hierarchy of the estates in the Baroque royal capital. – A. Beier the Younger (1634–1698) “studied law in Jena, Leipzig, Wittenberg, Rostock, and Leiden, and received his doctorate in Jena in 1658. In 1670, he became a court attorney; in 1678, legal counsel to the city of Jena; in 1681, an associate professor, and in 1693, a full professor of Institutions and Pandects, while also serving as an assessor on the lay judges’ bench and at the court of appeal. In addition to his standard works on common law (including the *Harmonia Struvio-Schnobeliana*, 1663), he authored numerous works on the craft guild law of his time, as well as technical books on tools, workshops, and craftsmen’s goods, and a *General Lexicon of Commerce, Arts, Mining, and General Knowledge* (1722). B. was regarded as the “German crafts law expert” until the end of the 18th century (W. Ebel in NDB). – Throughout, the paper is partly more heavily browned and has brown spots; otherwise, it is in good condition.

Schlagwörter: Handwerk, Handwerksrecht, Jura, Wien, Zünfte

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350,--  Bestellen
1 Weingarten, Johann Jacob v. Extract der verneuerten Königl. Appellations-Instruction mit verschiedenen Annotatis, Kays. und Königl. Remissive allegirten auch etwelich erst new Allergnädigist ergangenen Rescripten. In Marginalibus angezogener Reichs-Hoff-Raths Ordnung, einen vollständigen Register, außgesetzten Taxen, Ferien und observirten Collegij Festis. Schlißlichen gefertiget zum Endt des Monaths Septembris. Sole Justitiae Signum ingresso. Prag, Johann Carl Gerzabek o. J. (1692). 8°. [2] Bl., 79, (25) S. Halbpergamentband des 20. Jahrhunderts mit schwarzgepr. Rückentitel.

Wurzbach, ÖBL LIV, 36 f. VD17 384:712259W. – J. J. v. Weingarten (1629-1707) war seit 1677 erster „Syndicus und zugleich Rath auf der Prager Kleinseite. 1678 erhielt er die Stelle eines deutschen Secretärs bei dem Appellationsgerichte auf dem Prager Schlosse. 1689 ward er zum Titularrathe daselbst ernannt und als solcher vom Kaiser beauftragt, den Codex Ferdinandeo-Leopoldinus auszuarbeiten, der auch 1701 im Druck erschien. 1693 erfolgte seine Einführung als wirklicher Appellationsrath, in welcher Eigenschaft er bis an sein Lebensende wirkte. In seinen letzten Jahren aber befand er sich mit seiner Familie in so mißlichen Vermögensumständen, daß er den Kaiser um ein Gnadengeld ansuchen mußte, welches ihm denn auch gewährt wurde. 1681 erhielt der verdiente Rechtsgelehrte von Kaiser Leopold I. den Adel, und 1683 wurde ihm der Sitz auf der böhmischen Ritterbank angewiesen. Die Zahl seiner Schriften ist so groß, daß sein Biograph Pelzel darüber bemerkt: „Wenn das Verdienst und die Größe eines Gelehrten nach der Menge und Größe der Werke, die er herausgibt, abgemessen werden sollte, so wäre Weingarten einer der größten Gelehrten, die Böhmen hervorgebracht hat“.“ (Wurzbach). – Einband etwas berieben, St.a.T., durchgehend teils stärker gebräunt und braunfleckig, sonst gut erhalten.

Schlagwörter: Austriaca, Jura, Prag, Staatsrecht, Tschechoslowakei

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250,--  Bestellen
1 Miraulmont, Pierre de. Memoires sur l’origine et institution des cours souveraines et autres jurisdictions subalternes, encloses dans l’ancien Palais royal de Paris. Paris, Abel l’Angelier 1584. Kl.-8° (16 x 10 cm.). [11] ff, 174 p. avec armoiries gravées sur bois (Hurault de Cheverny) au verso du titre. Reliure en veau du XVIIIe siècle, dos à nerfs orné, dorure florale sur le dos, filets sur les plats et dorure sur les tranches intérieures.

Balsamo, Abel L’Angelier 118. Saffroy I, 14135. – Edition originale de cette histoire du Parlement et des juridictions subalternes etablies au Palais de Paris. Les armoiries du dedicataire, Hurault de Cheverny, ont ete gravees sur bois au verso du titre. – Pierre de Miraulmont (1550-1611), Conseiller du Roi en la Chambre du trésor, son œuvre „ne devait porter, selon son auteur, que sur la Chambre du trésor et n’être qu’un instrument de travail pour lui permettre de remplir sa charge. Puis, entrainé par sa passion des recherches historiques, il a dressé dans quinze courts traités les grands traits des institutions judiciaires de la capitale“ (A. Rousselet-Pimont, Dictionnaire des juristes français). – Reliure un peu frottée, première page de garde avec une grande déchirure, un peu bruni par endroits, bon exemplaire relié de manière décorative.

Schlagwörter: Jura, Paris, Rechtsgeschichte, Zivilrecht

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500,--  Bestellen
1 S(ervan, Joseph Michel Antoine). Discours sur le progrès des connaissances humaines en général, de la morale et de la législation en particulier. Beigebunden: Ders. Réflexions sur quelques points de nos loix, à l’occasion d’un événement important. 2 Werke in 1 Band. O. O. u. Dr. (Lyon) u. Genf 1781. 8°. VII, 125 S., Titel, XXI, 186 S. mit 2 Titelvignetten und 2 Kopfvignetten in Holzschnitt. Kalbslederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild, reicher floraler Rückenvergoldung, floraler Deckel- und Innenkantenvergoldung und Goldschnitt.

I. Cioranescu, 18e siecle 60152. INED 4168 (ausfuhrl.). – Erste Ausgabe der seltenen finanz- und wirtschaftsgeschichtlichen Abhandlung. – „Sur les finances. L’histoire des finances est celle de la felicite ou de la calamite publique. Sur le commerce et l’agriculture, (etc.)“ (INED). – II. Cioranescu, 18e siecle 60153. – Erste Ausgabe. – Der franz. Jurist J. M. A. Servan (1737-1807) wurde bereits im Alter von 27 Jahren zum Generalanwalt im Parlament von Grenoble ernannt. 1772 trat er aus politischen Gründen 1772 von dem Amt zurück und gring in den Ruhestand. In seinem „Discours sur l’administration de la Justice Criminelle“ (1767) protestierte er eloquent gegen Rechtsmissbrauch und die strenge Strafgesetzgebung. – Zwei wichtige Werke des bedeutenden Juristen in einem prachtvollen zeitgenöss. Einband; sehr gut erhalten.

Schlagwörter: Finance, Finanzrecht, Finanzwissenschaften, Frankreich, Jura, Jurisprudence, Jurisprudenz, Wirtschaftsgeschichte

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320,--  Bestellen
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