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Müller, Lectures on the science of language

Müller, Lectures on the science of language

Müller, (Friedrich) Max. Lectures on the science of language. Delivered at the Royal Institution of Great Britain in April, May & June 1861 (and) in February, March, April & May 1863 (second series). Fifth edition, revised (and) second edition. 2 Bände. London, Longmans, Green and Co. 1866-1868. 8°. XIV, 459 S.; VIII, 600 S. mit 31 Text-Holzschnitten. Nachtblaue Maroquinbände mit goldgepr. Rückentitel, reicher Rückenverg., ornamentalen Deckel-, Stehkantenfiletten u. Innenkantenverg., goldgepr. Deckelvignetten u. Goldschnitt.

Mit zusammen 21 Vorlesungen zur Sprachwissenschaft und Mythologie (The physiological alphabet, Grimm’s law, On the principles of ethymology, on the powers of roots, Metaphor, Jupiter, the supreme Aryan God, Myths of the dawn, Modern mythology, The morphological classification on languages etc.). – Der Indologe, Sprach- und Religionswissenschaftler Friedrich Max Müller (1823-1900) war ein Sohn des Dichters Wilhelm Müller. Seit 1850 hielt Müller Vorlesungen über Literaturgeschichte und vergleichende Grammatik an der Universität in Oxford und seit 1872 in Straßburg. 1868 gründete die Universität Oxford eine Professur für vergleichende Religionswissenschaft und ernannte Müller zum ersten Professor dieses Lehrstuhls. – „Müller analysierte Mythologien und Mythen als Bewusstwerdung natürlicher Phänomene, einer Art primitive Vorwissenschaft innerhalb der kulturellen Entwicklung der Menschheit. Er vertrat eine darwinistische Auffassung von der Entwicklung der Kulturen. Nach der Auffassung Müllers begannen die „Götter“ zunächst als abstrakte Begriffe zu wirken, mit denen man Ideen austauschte oder ausdrückte. Erst später wurden sie personifiziert. So seien für den indogermanischen „Vatergott“ viele verschiedene Namen entstanden: Zeus, Jupiter, Dyaus Pita. Doch könne man alle diese Formen auf das Wort dyaus zurückführen, das er als „Erscheinung“ oder „Strahlung“ auffasste. Dieses Wort führe auf deva, deus und theos als Begriffe für Gott und zu den Eigennamen Zeus und Jupiter (als deus-pater). Diese Vorstellung beeinflusste später Friedrich Nietzsche“ (Wikipedia). – Mit Theodor Fontane verband ihn eine lebenslange Freundschaft. Zu Müller vgl. auch NDB XVIII, 322 f. – Sehr schönes Exemplar in prachtvollen Preis-Einbänden der Edward VIths Grammar School, Norwich für den schottischen Sinologen, Philologen und Philosophen James Legge Goodwin (1815-1897).

Unser Preis: EUR 500,-- 

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